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Daten/Statistiken Anfangsjahr Vorjahr 2022 Folgejahr Endjahr

Anzahl: 231

CO2-Emissionen
WE 2021
CO2-Emissionen_WE 2021: Global Carbon Project
30.11.22    (2299)
GCP: CO2-Emmissionen Welt 2021
2021 wurden global 37,124 Gt CO2 ausgestoßen (+5,3% ggü.Vorjahr ), das sind 37,124 Gt CO2/7,875 G = 4,71 t CO2 pro Kopf. Top10-Länder (Anteil in %):
CN 30,9 US 14,5 IN 7,3 RU 4,7 JP 2,9 IR 2,0 DE 1,8 SA 1,8 ID 1,7 KR 1,7⟩
Die Top-2|3|10|20|50-Länder umfassen bereits 44|52|68|79|92% der globalen Emissionen. Gemessen am Prokopf-Ausstoß ergibt sich eine ganz andere Reihenfolge mit reichen Golfstaaten an der Spitze (in tCO2/c innerhalb der Top50-Staaten mit 92% Globalanteil):
QA 36 KW 25 AE 22 SA 19 OM 18 AU 15, US 15 KZ 14 CA 14 TM 13⟩ Tabelle.
Noch stärker als unter den Ländern variiert der CO2-Prokopf-Ausstoß mit Einkommen und Vermögen, z.B. emittieren die global 10%-Einkommensreichsten 47% aller Treibhausgase, die untere Hälfte der Menschheit dagegen nur 10% ().

Quelle: Global Carbon Atlas | Tabelle/Infos  | Serie   

| Treibhausgase | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle |
Einbürgerung
DE 1990-2021
Wieder mehr Einbürgerungen im Jahr 2021 | Statista
29.11.22    (2298)
Statista: Wieder mehr Einbürgerungen im Jahr 2021
Aktuell leben in Deutschland 10,7M AusländerInnen, darunter 5,7M schon seit mindestens 10 Jahren, von denen 2021 nur 2,45% eingebürgert wurden, womit Deutschland im EU-Vergleich im hinteren Drittel liegt. Um die Hürden der Einbürgerung zu verringern, will das BMI das Staatsangehörigkeitsgesetz reformieren (). Vor diesem Hintergrund zeigt die Grafik die Anzahl der Eingebürgerten von 1990 bis 2021. Die hohe Zahl in den 1990-ern beruht auf Einbürgerung von Russlanddeutschen. Auch der Brexit steigerte die Einbürgerung: 2019 nahmen 14600 BrittInnen die deutsche Staatsbürgerschaft an.
 
Quelle: Statistische Bundesamt

Statista: Infotext  Infografik 

| Migration | Ausländer |
Hauptverursacher
CO2-Emissionen
WE 1850-2021
 Globus Infografik 15776
25.11.22    (2297)
dpa-Globus 15776: Hauptverursacher der weltweiten CO2-Emissionen
Die weltweiten CO2-Emissionen (in Gt CO2) sind von 1850|≈3 laufend (unter nur geringen Schwankungen) gestiegen auf zuletzt 2021|41, die sich wie folgt auf die Top-Verursacher verteilen:
Kohle 15,0 Erdöl 11,8 Erdgas 7,9 Landnutzungsänderung 3,9 Sonstige (u.a. Zementproduktion) 2,4 .
Bis etwa 1950 überwogen die CO2-Emissionen aus veränderter Landnutzung (LULUCF), vor allem der Abholzung von Wäldern. Im Zuge fortschreitender Industrialisierung dominieren seitdem die CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energien. Auch die wachsende Weltbevölkerung (8G Mitte Nov.22 ) hat erheblichen Anteil am CO2-Anstieg, zumal der CO2-Ausstoß pro Kopf ebenfalls erheblich gestiegen ist ().

Quelle: GCP  Bundeswaldinventur  | Infografik 

| Treibhausgase | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle |
Verkehrstote
Autobahn
DE 1970-2021
Immer weniger Tote auf Autobahnen | Statista
25.11.22    (2296)
Statista: Immer weniger Tote auf Autobahnen
Die Zahl der Unfalltoten auf Bundesautobahnen pro Mrd. Fahrzeugkilometer ist von 1972|27,9 deutlich gefallen auf zuletzt 2021|1,4 (-95%). Grund dafür waren verschiedene Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, darunter:
1973 0,8 Promillegrenze 1976 Anschnallpflicht PKW vorne 1984 Anschnallpflicht PKW hinten, Fahrer-Airbag 1994 Seiten-Airbag 2001 0,5 Promillegrenze
Bei der Todesrate pro 1000 km Autobahn liegt Deutschland im europäischen Mittelfeld (), bei den Verkehrstoten pro M Einwohner weiter unten ()

Quelle: destatis

Statista: Infotext  Infografik  | Serie   

| Mobilität/Verkehr |
Klimaschutz-Index
KSI 2023
 Globus Infografik 15763
18.11.22    (2295)
dpa-Globus 15763: Klimaschutz-Index 2023
Alljährlich zur UN-Klimakonferenz bewertet der Klimaschutz-Index (KSI) (engl: Climate Change Performance Index (CCPI)) die Staaten mit dem größten THG-Ausstoß im Hinblick darauf, was sie gegen die Klimaerwärmung unternehmen. Der KSI-2023 anaylsiert 60 Staaten weltweit und die EU mit zusammen rund 90% Anteil an den globlaen THG-Emissionen. Anhand ihres KSI, berechnet als gewichtetes Mittel aus den Bereichen Treibhausgase, erneuerbare Energien, Energieverbrauch und Klimapolitik (Infos), werden die Staaten benotet.
Kein Land hat bisher genug für das 1,5-Grad-Ziel getan, weshalb die ersten 3 Ränge für "sehr gut" wie zuvor demonstrativ leer bleiben. KSI-Ranking (Rg 4-8 ... 59-63):
DK 80 SE 73 CL 70 MA 67 IN 67⟩ … ⟨RU 25  KR 25  KZ 25  SA 22  IR 19⟩ Tabelle.
Deutschland (61,1|Rg 16) schneidet schlechter ab als im Vorjahr (63,8|Rg 13), weil wieder mehr fossile Energien genutzt werden und in neue LNG-Infrastruktur investiert wird, um die Lücken beim Erdgas aus Russland zu kompensieren.

Quelle: CCPI  CCPI-DE  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Treibhausgase | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle | Erneuerbare | Fossile Energien |
Weltbevölkerung
Weltbevölkerung erreicht die 8-Milliarden-Marke | Statista
15.11.22    (2294)
Statista: Weltbevölkerung erreicht die 8-Milliarden-Marke
Nach Berechnungen der UN Population Division überschritt die Weltbevölkerung am 15.11.22 die Schwelle von 8 Milliarden (8G). Nach dem Medium-Szenario wird 10G 2059 und das Maximum 10,431G 2086 überschritten. Top-Länder (07-22, in M):
CN 1426 IN 1417 US 338 ID 276 PK 236 NG 219 BR 215 BD 171 RU 145 MX 128⟩.
Von 07-22 bis 07-23 wächst die Weltbevölkerung gemäß Medium-Szenario von 7975,1 auf 8045,3 (+70,2M, +0,88%).Länder-Ranking: Wachstumsrate 2022 (in %):
MD 13,8 PL 8,1 SK 7,2 HU 5,6 SY 4,8⟩ ... ⟨LT -1,4 BG -1,5 LB -2,3 UA-18,4⟩.
 
Quelle: UNDESA: WPP-2022

Statista: Infotext  Infografik 

| Bevölkerung | 2030-Agenda |
THG-Emissionen
Sektoren WE 2019
 Globus Infografik 15741
11.11.22    (2293)
dpa-Globus 15741: Globale Treibhausgasemissionen nach Sektoren
2019 wurden global 58,5 GtCO2e Treibhausgase (THG) emittiert: Anteile in %:
Energie 33,2 Landwirtschaft 22,4 Industrie 19,8 Transport 14,9 Gebäude 5,6 Müll 4,1 .
Aufgeschlüsselt nach 9 Anwendungsbereichen liegen (1) Strom-Wärmeerzeugung, (2) Landnutzung, (3) Straßenverkehr und (4) Gärung im Tiermagen (Methan) an der Spitze mit zusammen bereits 50% der Gesamt-Emissionen Tabelle. Daher ist ihre schnelle Transformation hin zur Klimaneutralität herausragend wichtig: Energiewende (schneller EE-Ausbau samt Netzen und Speichern); Agrarwende (Reduzierung der Fleischproduktion, Aufforstung, Vernässung von Mooren); Verkehrswende (Reduzierung von Verkehr, Verlagerung vom Individual- hin zum öffentlichen Verkehr, Elektrifizierung mit EE-Strom).

Quelle: WRI: State of Climate Action 2022  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie   

| Treibhausgase | Energiewende | Nahrung | Mobilität/Verkehr |
CO2-Emssionen
TOP-Länder
WE 2021
10 Länder verursachen zwei Drittel der CO2-Emissionen | Statista
08.11.22    (2292)
Statista: 10 Länder verursachen zwei Drittel der CO2-Emissionen
2021 wurden weltweit 37,9 Gt CO2 emittiert, darunter die Top10-Staaten (Anteile in %):
CN 32,9 US 12,6 IN 7,0 RU 5,1 JP 2,9 IR 1,9 DE 1,8 KR 1,7 IN 1,6 SA 1,5⟩.
Die Top-3|5|10-Länder umfassen 53|61|69% der globalen CO2-Emissionen.
Die Daten basieren auf dem jüngsten CO2-Bericht des Joint Research Center (JRC) der Europäischen Kommission, der die CO2-Emissionen von 212 Ländern erfasst, wobei jeweils alle verfügbaren Quellen einbezogen und zum nationalen Gesamtausstoß verrechnet werden, der dadurch vergleichsweise sehr genau abgebildet wird.
  
Quelle: EDGAR

Statista: Infotext  Infografik  | Serie 

| Treibhausgase | Klimaerwärmung | Klimawandelfolgen | 2 °C - Schwelle |
CO2 kumuliert
WE 1970-2021
Die Klimaschulden der Welt | Statista
08.11.22    (2291)
Statista: Die Klimaschulden der Welt
Da sich das Treibhausgas (THG) Kohlenstoffdioxid (CO2) über Jahrhunderte in der Atmosphäre anreichert und dadurch den Treibhauseffekt verstärkt, sind die Länder mit den höchsten kumulierten CO2-Emissionen im besonderen Maße verantwortlich für die globale Erwärmung. In der Weltkarte sind die Länder gemäß ihrer kumulierten CO2-Emissionen von 1970-2021 zur Stufung [0,1; 0,5; 1,0; 10; 50] Gt CO2 gefärbt von Grün über Rottöne bis Violett. Ranking (in Gt CO2):
US 271 CN 253 RU 97 JP 59 IN 54 DE 49 UK 29 UA 26 CA 26⟩.
Rg10: globale Schifffahrt: 25 Gt, ab Rg11: ⟨FR 21 IT 21 KR 19 PL 19 ZA 19⟩.
Durch das starke Wirtschaftswachstum vor allem in bevölkerungsreichen Ländern Asiens ist der CO2-Ausstoß dort besonders stark gestiegen, weshalb sie im Ranking-2021 weit vorne liegen (Gt CO2):
CN 12,5 US 4,6 IN 2,6 RU 1,9 JP 1,1 IR 0,7 DE 0,7 KR 0,6 IN 0,6 SA 0,6⟩.

Quelle: EDGAR

Statista: Infotext  Infografik 

| Treibhausgase | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle |
Übersterblichkeit
DE 2022
Deutlich mehr Todesfälle im Sommer 2022 | Statista
08.11.22    (2290)
Statista: Deutlich mehr Todesfälle im Sommer 2022
Seit März 2022 übertrifft die Zahl der Todesfälle in Deutschland deutlich den Mittelwert der Vorjahre, wie die Grafik zeigt durch den Vergleich von 4 Kurven monatlicher Sterbefälle:
➊ Mittelwert 2018-2021 ➋ 2020 ➌ 2021 ➍ 2022
Als die beiden Hauptgründe für die Übersterblichkeit 2022 werden die COVID-19-Pandemie und die Hitzewellen vermutet (). Nach WHO-Angaben sind im Sommer 2022 mindestens 15000 Menschen in Europa an den Folgen der hohen Temperaturen gestorben (). Die beiden Länder mit der höchsten Zahl an Hitzetoten waren Deutschland (4500) und Spanien (4000).

Quelle: destatis

Statista: Infotext  Infografik 

| SARS-CoV-2 | Klimawandelfolgen |
Energiequellen
WE 2021
 Globus Infografik 15735
04.11.22    (2289)
dpa-Globus 15735: Woher kommt die Energie?
Der weltweite Primärenergieverbrauch (PEV) ist 2021 gestiegen auf 595,15 EJ (+ 5,5% ggü. Vorjahr), darunter (Anteile in %):
Erdöl 31,0 Kohle 26,9 Erdgas 24,4 Atomenergie 4,3 Wasserkraft 6,8 Erneuerbare 6,7
Die Grafik schlüsselt den Anteil der Primärenergieträger in 7 Weltregionen auf. Die fossilen Energien dominieren in Summe überall. Bei der Atomenergie liegt Europa mit 9,7% an der Spitze, ebenso bei den Erneuerbaren (12,3%). Bei der Wasserkraft liegt Mittel- und Südamerika mit 21,9% mit weitem Abstand vorne, gefolgt von Afrika (7,3%) Tabelle.

Quelle: BP StatRev 2022   BP StatRev DE 2022  | Infografik  | Tabelle/Infos 

| Primärenergie | Erdöl | Erdgas | Kohle | Atomenergie | Wasserkraft | Erneuerbare |
Energieverbrauch
EU 2021
 Globus Infografik 15733
04.11.22    (2288)
dpa-Globus 15733: Energieverbrauch der EU
Im Jahr 2021 betrug der Endenergieverbrauch (EEV) pro Kopf im EU-Durchschnitt 37,5 MWh; 11|16 EU-Länder rangierten über|unter dem Durchschnitt. Unter den EU-Ländern variierte der EEV pro Kopf um den Faktor 4,5.
Rangfolge der EU27-Länder (in MWh/c):
MT 91,7 LU 66,3 BE 65,1 SE 62,4⟩ ... ⟨CY 24,5 HR 24,4 LV 22,6 RO 20,4⟩ Tabelle.
Deutschland lag mit 41,9 MWh/c auf Rang 10 etwas über dem EU-Durchschnitt (37,5).

Quelle: OWD  BP StatRev-DE 2022  pdf  | Infografik  | Tabelle/Infos 

| Primärenergie | Endenergie |
CO2-Emissionen
WE 2011-2020
 Globus Infografik 15728
04.11.22    (2287)
dpa-Globus 15728: Menschengemachte CO2-Emissionen
Die globalen CO2-Emissionen betrugen 2020 ca. 38,8 Gt, 90% durch das Verbrennen fossiler Energien und 10% durch veränderte Landnutzung (u.a. Abholzen von Wäldern, Trockenlegung von Mooren). Etwa 28% der CO2-Emissionen werden von Ökosystemen an Land (Böden, Pflanzen, Moore, ...) und 26% in den Ozeanen gebunden, 46% gelangen in die Atmosphäre, wo sie nur sehr langsam über Hunderte Jahre abgebaut werden (auf 15 bis 40% in 1000 Jahren ) In der Folge ist der CO2-Gehalt der Atmosphäre in den letzten 60 Jahren kontinuierlich gestiegen auf einen Rekordwert von 417 ppm im März 2021. Der dadurch verstärkte Treibhauseffekt hat die globale Erwärmung seit den 1920-ern um 1,2 °C erhöht (sogar +2,0 °C in Deutschland).

Quelle: GCP  Leopoldina  | Infografik  | Serie 

| Treibhausgase | Treibhauseffekt | Klimaerwärmung |
THG-Emissionen
WE 2015-2030
 Globus Infografik 15740
04.11.22    (2286)
dpa-Globus 15740: Was zum Erreichen der Klimaziele 2030 fehlt
Laut neuem UNEP-"Emission Gap Report" können nur noch radikale Veränderungen in allen Wirtschaftszweigen (Energieerzeugung; industrielle Produktion; Transport; Baugewerbe; Nahrungsproduktion; Finanzsystem) eine Klimakatastrophe verhindern. Bei der aktuellen Entwicklung werden die globalen THG-Emissionen (in GtCO2e) von 2020|55 auf 2030|60 und die Erderwärung bis 2100 auf +2,8°C steigen. Würden die Zusagen der Nationen beim Weltklimagipfel 2021 in Glasgow umgesetzt, bliebe immer noch ein Anstieg um 2,4 bis 2,6°C, weit mehr als im Klimaabkommen von Paris völkerrechtlich bindend beschlossen: Begrenzung auf +2°C, möglichst sogar auf 1,5 °C. Dazu müsste der globale THG-Ausstoß bis 2030 um 12 bzw. 20 GtCO2e gesenkt werden im Vergleich zu den Zusagen der Nationen beim Weltklimagipfel 2021.

Quelle: UNEP Emissions Gap Report 2022  | Infografik 

| Treibhausgase | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle | Kippelemente |
Brownout Blackout
Droht Deutschland der Blackout? | Statista
02.11.22    (2284)
Statista: Droht Deutschland der Blackout?
Aus physikalisch-technischen Gründen müssen Stromangebot und -nachfrage in jeder Sekunde im Stromnetz übereinstimmen. Kann eine zu hohe Nachfrage nicht mehr bedient werden, müssen zeitweise Stromverbraucher kontrolliert abgeschaltet werden. Solche Phasen werden als "Brownout" bezeichnet. Sie dauern nur Minuten bis wenige Stunden (). Weitaus gefährlicher ist eine großflächige unkontrollierte Störung im Netzbetrieb, etwa ausgelöst durch umfangreiche Zerstörung von Infrastruktur z.B. nach Unwettern () oder Sabotage. Da solch ein "Blackout" mehrere Tage dauern kann, wären die Folgen gravierend bis katastrophal ( ).
In der Grafik werden Brownout und Blackout gegenüber gestellt anhand folgender Aspekte:
➊ Definition ➋ Gründe ➌ Dauer ➍ Folgen ➎ Häufigkeit ➏ Wahrscheinlichkeit im kommenden Winter.
Die Grafik ergänzt Vorschläge, wie jede(r) zur Vermeidung von Netzüberlastung beitragen kann: Strom sparen; Standby vermeiden; Kühlgeräte richtig einstellen. Besonders wichtig ist, auf Heizlüfter als Ersatzheizung nach Ausfall der normalen Heizung zu verzichten.

Quelle: Bundesnetzagentur

Statista: Infotext  Infografik 

| Strom |
Klimaschäden
Produkte, Industrien
 Globus Infografik 15726
28.10.22    (2285)
dpa-Globus 15726: Kosten der Klimaschäden
Produkte verursachen in ihrem Lebenszyklus (Herstellung, Nutzung, Entsorgung) Klimaschäden teils in erheblichem Umfang, wie die Grafik an 10 Beispielen zeigt.
Anteil der Kosten der Klimaschäden gemessen am jeweiligem Marktwert (in %):
Energie aus Kohle|Erdgas 95|46 Benzin aus Rohöl 41 Bitcoin 35 Rindfleisch 33 SUVs 14 Schweinefleisch 8 Solarenergie 4 Goldabbau 4 Atomenergie 1

Quelle: Jones et al. (2022): "Economic estimation ..."  | Infografik 

| Treibhausgase | Klimaerwärmung | Klimawandelfolgen | Fossile Energien |
Heizungsarmut
DE 2021
 Globus Infografik 15724
28.10.22    (2283)
dpa-Globus 15724: Kaltes Zuhause
2021 waren in Deutschland rund 3,2% der Bevölkerung (2,6 M) von Heizungsarmut betroffen, d.h. sie waren finanziell nicht in der Lage, ihre Wohnung ausreichend zu heizen. Alleinlebende (4,3%) waren überdurchschnittlich betroffen, besonders Alleinerziehende (4,7%); ebenso Familien mit 2 Erwachsenen und 3 oder mehr Kindern (4,5%). Die Grafik zeigt weitere Quoten, differenziert nach Haushaltstyp Tabelle.

Quelle: Destatis  Eurostat  | Infografik  | Tabelle/Infos 

| Armut & Reichtum | Energie |
Erdgasspeicher
Füllstand
DE 22.10.21/22
Erdgastanks fast voll | Statista
24.10.22    (2281)
Statista: Erdgastanks fast voll
Die Grafik zeigt den Füllstandsverlauf der Erdgasspeicher in Deutschland 2022 im Vergleich zu 2021. Die 2022-Kurve verläuft ab etwa Mitte April 2022 oberhalb der 2021-Kurve und erreicht am 22.10.22 einen Füllstand von 97,2% (Vorjahr: 71,9%), womit die Vorgabe 95% bis zum 1.11.22 erfüllt wird, obwohl aktuell kein Erdgas mehr aus Russland über Pipelines (Jamal, Nord Stream, Transgas) ankommt. Ein Hauptgrund dafür ist der im Vergleich zum Vorjahr geringere Erdgasverbrauch () durch wärmeres Wetter, z.B. lagen die Temperaturen in der letzten Woche 1°C über dem Mittel 2018-2021.
  
Quelle: Gas Infrastructure Europe   Destatis  BNetzA

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdgas | Energieabhängigkeit |
IQB-Bildungstrend
DE 2021
 Globus Infografik 15710
21.10.22    (2282)
dpa-Globus 15710: Sinkendes Bildungsniveau
Seit 2011 bewertet das IQB das Kompetenzniveau von Viertklässlern in den Fächern Deutsch (Lesen, Zuhören, Rechtschreibung) und Mathematik durch eine Punktzahl. Die Grafik zeigt die Punktzahl 2011|2016|2021, differenziert nach 3 Gruppen:
(A) Schüler ohne Zuwanderungshintergrund; (B) in Deutschland geborene Schüler mit zugewanderten Eltern; (C) im Ausland geboren zugewanderte Schüler.
(A): Lesen 514|512|497 Mathe 515|502|478
(B): Lesen 461|465|438 Mathe 461|459|434
(C): Lesen 457|426|394 Mathe 460|431|400
Danach ist das Bildungsniveau in beiden Fächern in jeder Gruppe gesunken, deutlich in (B) und (C), d.h. Kinder mit Migrationshintergrund zeigen eine besonders ungünstigste Entwicklung und die höchsten Kompetenzrückstände. Das Absinken des Niveaus 2021 ist auch Folge der COVID-19-Pandemie (Schulschließungen, Zuhause-Lernen): In beiden Fächern erreichten (A), (B) nur den Mindeststandard (ab 390) und (C) den Regelstandard (ab 460). Damit wurden der Regelstandard Plus (ab 530) und Optimalstandard (ab 600) weit unterboten.

Quelle: IQB-Bildungstrend 2021  | Infografik 

| Schule | Kinder/Jugendliche | BNE | SARS-CoV-2 |
Heizungsarmut
EU 2021
Frieren, weil das Geld fehlt | Statista
21.10.22    (2280)
Statista: Frieren, weil das Geld fehlt
2021 waren in der EU 6,9% der Bevölkerung von Heizungsarmut betroffen, d.h. sie waren finanziell nicht in der Lage, ihre Wohnung ausreichend zu heizen. Unter den EU-Ländern variiert die Quote um den Faktor 18,2. Ranking (in %):
BG 23,7 LT 22,5 CY 19,4 GR 17,5⟩ ... ⟨AT 1,7 SI 1,7 SE 1,7 FI 1,3⟩ Tabelle.
Deutschland (Rg 16) lag mit 3,2% deutlich unter dem EU-Ø (6,9%). Alleinlebende und Alleinerziehende waren überdurchschnittlich betroffen. Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hat die Heizkosten stark erhöht (), deshalb ist 2022 mit einem deutlichen Anstieg der Heizungsarmut zu rechnen.

Quelle: Destatis  Eurostat   

Statista: Infotext  Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie   

| Armut & Reichtum | Energie |
BIP-Anteil Industrie
EU 2021
So wichtig ist die Industrie für Europa | Statista
19.10.22    (2279)
Statista: So wichtig ist die Industrie für Europa
In der Europakarte sind die EU-Länder (+CH,NO,UK) gemäß Industriequote (Anteil des Industriesektors am BIP) im Jahr 2021 gefärbt zur Stufung [15; 20; 25; 30]. Im EU-Ø betrug die Quote 23,0%, unter den EU-Ländern variiert sie um den Faktor 3,5. Ranking (in %):
IE 40,2 NO 35,6 CZ 31,2 SI 29,8⟩ ... ⟨UK 17,7 FR 16,8 GR 15,9 LU 11,4⟩ Tabelle
In der Länderauswahl rangiert Deutschland mit 26,6% auf Platz 8 über dem EU-Ø und auch weit über den großen Volkswirtschaften (UK, FR, IT, ES). Wegen des hohen Energieverbrauchs im Industriesektor sind dort die Betriebe besonders betroffen vom starken Preisanstieg bei Strom und Gas, weshalb sie ihre Rentabilität zunehmend einbüßen. Das Ifo-Institut erwartet deshalb, dass Investitionen und Produktion vermehrt ins Ausland verlagert werden. Die Produktion im Industriesektor ist schon seit 2018 rückläufig (), laut Hans-Werner Sinn vor allem als Folge von Problemen in der Autoprodukton (Dieselskandal, Abkehr vom Verbrennungsmotor; schwächelnder Absatz in China, ...) ().

Quelle: Weltbank

Statista: Infotext  Infografik  | Tabelle/Infos 

| BIP | Konsum & Produktion | Energieabhängigkeit |
Bruttoverdienste
DE Branchen 2021
 Globus Infografik 15693
14.10.22    (2277)
dpa-Globus 15693: Verdienste in Deutschland
Gemessen am Durchschnittsverdienst (ohne Sonderzahlungen) von Vollzeitbeschäftigten pro Monat verdienen Frauen immer noch deutlich weniger als Männer: das trifft auf 12 von 13 Branchen der Grafik zu. Nur in der "Wasserversorgung" verdienen Frauen geringfügig (31 €) mehr. Am größten (1584 €) ist der "Gender Pay Gap" bei "Finanz- und Versicherungs-Dienstleistungen", zugleich die Branche mit dem höchsten Monatsverdienst bei Männern (6299) und Frauen (4715). Geschlechterspezifische Verdienstunterschiede resultieren u.a. daraus, dass Frauen häufiger in Hierarchien weniger aufsteigen als Männer.

Quelle: Destatis  | Infografik  | Tabelle/Infos 

| Gendergap | Armut & Reichtum | Bevölkerung |
Artensterben
WE 1970-2018
 Globus Infografik 15685
14.10.22    (2275)
dpa-Globus 15685: Zerstörung der Tierwelt
Zwischen 1970 und 2018 sind die Bestände wildlebender Wirbeltiere (Säugetiere, Vögel, Fische, Reptilien) durchschnittlich um 69% geschrumpft, so die Quintessenz im Living Planet Report 2022. Rückgang der Wirbeltierbestände in den Weltregionen (in %):
Lateinamerika u. Karibik 94 Afrika 66 Asien u. Pazifik 55 Nordamerika 20 Europa u. Zentralasien 18 .
Zum ersten Mal stehen die Wechselwirkungen zwischen Artensterben und Klimaerwärmung im Fokus des Living Planet Reports: Die globale Erwärmung verstärkt das Artensterben und reduziert die Fähigkeit bisheriger CO2-Senken (Wälder, Moore,Böden, Meere, ...), CO2 zu binden, was wiederum wechselwirkend die Klimaerwärmung verstärkt.

Quelle: WWF Living Planet Report 2022  | Infografik 

| Bio-Vielfalt | Treibhausgase | Klimaerwärmung |
Lebensmittel
WE 2021
 Globus Infografik 15698
14.10.22    (2274)
dpa-Globus 15698: Lebensmittelproduktion auf Kosten des Planeten
Die aktuelle Art der Nahrungsmittelproduktion ist nicht zukunftsfähig, weil sie zu viele Treibhausgase (THG) erzeugt und die Ressourcen der Erde schon jetzt überlastet, wie die Grafik an zentralen Kenndaten belegt. Anteil der Landwirtschaft (in %):
THG-Ausstoß 26 Fläche 50 Frischwasser 70 Nutztiere/Säugetiere 94
Da die Weltbevölkerung weiter wächst (), müssen die Produktion von Nahrungsmitteln und die Essgewohnheiten schnell nachhaltiger werden. Insbesondere der Fleischkonsum muss drastisch reduziert werden: er beansprucht rund 80% der landwirtschaftlich genutzten Fläche, deckt aber nur 11% des globalen Kalorienbedarfs. Allein der Ersatz von Rind- durch Hühnerfleisch würde den THG-Ausstoß | Wasserverbrauch der Fleischproduktion um 50|30% reduzieren. Noch nachhaltiger wäre die Umstellung auf vegetarische oder vegane Ernährung ().
  
Quelle: Startegy & PwC „The sustainable food revolution“  | Infografik  | Kontext 

| Nahrung | Treibhausgase | Bio-Vielfalt | Nachhaltigkeit |
Treibhausgase
EU 2020
 Globus Infografik 15687
14.10.22    (2273)
dpa-Globus 15687: Treibhausgase der EU 2020
2020 emittierte die EU 3,3 GtCO2e Treibhausgase (THG), darunter (Anteile in %):
Kohlenstoffdioxyd (CO2) 79,8 Methan (CH4) 11,3 Lachgas (N20) 6,3 weitere (u.a. FCKW) 2,6 .
Anteile der Sektoren (in %):
Energiewirtschaft 75,5 Landwirtschaft 11,6 Industrie 9,5 Müll 3,4

Quelle: OECD  UBA  | Infografik  | Serie 

| Treibhausgase | Konsum & Produktion | Nahrung | Chemikalien |
CO2-Emissionen
WE Top-Länder 2021
 Globus Infografik 15690
14.10.22    (2272)
dpa-Globus 15690: Länder mit dem höchsten CO2-Ausstoß 2021
2021 betrugen die energiebedingten CO2-Emissionen (in Gt) weltweit 33,9 (+5,6% ggü.Corona-Vorjahr 2020, -0,6% ggü. 2019) (DE 629 Mt)
Rangfolge Top10 Länder 2021 (Anteil am Welt-CO2-Ausstoß in %):
CN 31,1 US 13,9 IN 7,5 RU 4,7 JP 3,1 IR 1,9 DE 1,9 KR 1,8 SA 1,7 ID 1,7⟩.
Sortiert nach CO2-Ausstoß pro Kopf (in tCO2/c):
SA 16,3 US 14,1 KR 11,8 RU 10,8 JP 8,4 IR 7,8 DE 7,5 CN 7,3 ID 2,1 IN 1,8⟩.
  
Hinweis (zgh): Nur ca. 1,3 t/c im Durchschnitt der Weltbevölkerung sind vereinbar mit dem Pariser Klimaabkommen ().
  
Quelle: BP StatRev 2022  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Treibhausgase |
Energieverbrauch
Haushalte DE 2022

07.10.22    (2300)
SZ: Energieeinsparpotenzial der Reichen
Steigender Wohlstand korreliert stark mit dem Energieverbrauch, wie zahlreiche Studien belegen, zuletzt eine vom deutschen Ökonom Yannick Oswald, der an der Uni Leeds zu Verteilungsgerechtigkeit in Energiefragen forscht. Werden die rund 40 M Haushalte in Deutschland nach verfügbarem Haushaltseinkommen in Hunderstel aufsteigend sortiert, ergibt sich eine Kurve für den Energieverbrauch (in GJ/a c), die zunächst in etwa linear ansteigt auf ca 80%|120, danach aber immer steiler auf 99%|400 (ähnelt der ↗Lorenzkurve für Vermögen in DE). Eine noch feinere Gliederung zeigt, dass die Top1‰ sogar mehr als exorbitante 1000 GJ verbrauchen (Durchschnitt aller Haushalte: 87 GJ). Entsprechend groß ist das Einsparpotenzial der Reichen: Würde kein Haushalt mehr verbrauchen als ein Haushalt mit mittlerem Einkommen, könnten 26% Energie gespart werden. Würden alle Haushalte ihren Energieverbrauch auf das Niveau der unteren 50% senken, brächte das eine Ersparnis von 41%.
 
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 7.10.22 

| Energiesparen | Endenergie | Armut & Reichtum | Konsum & Produktion |
Ökolandbau
 Globus Infografik 15684
07.10.22    (2276)
dpa-Globus 15684: Ökologische Landwirtschaft in der EU
Von 2012 bis 2020 ist die Ökolandbau-Fläche der EU deutlich gestiegen: 9,46➚14,73 Mha (+ 55,7%). EU-Länder-Ranking: Fläche im Ökolandbau 2020 (in Mha):
FR 2,5 ES 2,4 IT 2,1 DE 1,6 AT 0,7 SE 0,6 CZ 0,5 GR 0,5 PL 0,5⟩ Tabelle
Die Top3-Länder umfassen bereits 48% der Ökolandbaufläche. Im EU-Durchschnitt wurden 9,1% der Anbaufläche ökologisch bewirtschaftet. Unter den Ländern variiert der Anteil um den Faktor 41. Ranking (in % der Anbaufläche):
AT 25,7 EE 22,4 SE 20,3 CH 17,0 IT 16,0 CZ 15,3 LV 14,8 FI 13,9⟩ Tabelle.
Mit einem Anteil von 9,6% rangiert Deutschland (absolut Rg 4) auf Platz 13, direkt über dem EU-Durchschnitt (9,1%).

Quelle: Eurostat  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Ökolandbau |
Asylerstanträge
EU 2021
 Globus Infografik 15678
07.10.22    (2271)
dpa-Globus 15678: Auf der Suche nach Asyl
Die Zahl der Asylerstanträge in der EU stieg 2021 auf 537.300 (+28,8% ggü.Vorjahr).
Top 5 Herkunfts- bzw. Aufnahmeländer 2021 (Anzahl in k):
SY 98,9  AF 84,6  IQ 26,0  PK 21,0  TR 20,3⟩
DE 148,2  FR 103,8  ES 62,1  IT 45,2  AT 37,8⟩ Tabelle.
Mehr als 80% der AsylbewerberInnen (437k) waren jünger als 35 Jahre. Mit 75k Asylerstanträgen pro Monat wurde im März 2022 ein neuer Rekord markiert (> +100% ggü. Vorjahresmonat). Hauptgrund für diesen enormen Anstieg ist die Flucht vieler UkrainerInnen vor dem Krieg Russlands gegen die Ukraine.

Quelle: Eurostat  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie  | Kontext 

| Migration |
Heizkosten
DE 2014-2022
 Globus Infografik 15681
07.10.22    (2270)
dpa-Globus 15681: Heizkosten-Abrechnung
Die Grafik zeigt die Entwicklung der durchschnittlichen Heizkosten einer 70 m²-Wohnung in Deutschland von 2014 bis 2021 für die fünf aktuellen Heizungsarten.
Kosten 2021 | Prognose 2022 (in €):
Heizöl 945|1440 Erdgas 820|1370 Wärmpepumpe 840|1285 Fernwärme 965|1045 Holzpellets 580|890
Der Anstieg der Energiekosten 2021 beruhte z.T. auf der kühleren Witterung. Hinzu kam der CO2-Preis von 0,46|0,67ct/kWh für Gas|Öl, der 2022 auf 0,55|0,80 ct/kWh steigt*. Wesentlich stärker stiegen die Energiepreise 2022 als Folge des Angriffkriegs Russlands auf die Ukraine, wie die Prognose für 2022 zeigt. Um Verbraucher und Unternehmen bei der Bewältigung der hohen Energiekosten zu unterstützen, hat die Ampelkoalition Ende September eine Gaspreisbremse angekündigt, deren Details derzeit erarbeitet werden ().
Update 12.10.22: Gaspreisbremse und Einmalzahlung (DLF)
* CO2-Preis 2021|22: 25|30 €/tCO2; Emissionsfaktor Gas|Öl: 182|266 gCO2/kWh .

Quelle: co2online  | Infografik 

| Energie |
Gletscherschmelze
DE 2022
 Globus Infografik 15675
07.10.22    (2269)
dpa-Globus 15675: Gletscher in Deutschland
Im September 2022 gab die Bayerische Akademie der Wissenschaft bekannt, dass der Schneeferner nicht mehr als Gletscher bewertet wird. Seine Fläche ist auf weniger als 1 Hektar und die Eisdecke nach dem Sommer an den meisten Stellen auf unter 2 Meter geschrumpft. Das verbleibende Eis wird in den kommenden ein bis zwei Jahren vollständig verschwinden; der erste von 5 Gletschern in Deutschland wird dann nicht mehr existieren. Die Hauptursache für die beschleunigte Gletscherschmelze war der sehr warme und trockene Sommer 2022 sowie Saharastaub, der die Gletscher-Albedo verringerte, weshalb mehr Sonnenlicht in Wärme umgewandelt wurde.
Vor diesem Hintergrund informiert die Grafik über die Entstehung und den Aufbau von Gletschern. In einer Landkarte der Alpen sind die bisherigen 5 Gletscher (Nördlicher u. Südlicher Schneeferner, Höllentalferner, Blaueis, Watzmanngletscher) markiert.

Quelle: BADW  Esa  DWD  | Infografik 

| Klimaerwärmung | Klimawandelfolgen | Albedo |
Bildungsausgaben
OECD 2019
 Globus Infografik 15683
07.10.22    (2268)
dpa-Globus 15683: Investieren in Bildung
Im Jahr 2019 lagen die Bildungsausgaben im OECD-|EU22*-Durchschnitt bei 4,9|4,4% vom BIP. Unter den OECD-Ländern* variiert die Quote um den Faktor 2,1:
NO 6,6 CL 6,5 IL 6,2 AU 6,1⟩ ... ⟨GR 3,7 LT 3,5 LU 3,3 IE 3,2⟩ Tabelle.
Deutschland lag mit 4,3% auf Rang 25 unter dem OECD- und auch EU22*-Durchschnitt. Bei Irland und Luxemburg am Ende der Rankings ist zu beachten, dass ihr BIP als Steueroase oder wegen vieler Einpendler vergleichsweise stark überhöht ist. Beim Indikator "Ausgaben pro Auszubildenden", der weitaus aussagekräftiger ist, liegen sie auf vorderen Plätzen.
Die Bildungsausgaben hängen u.a. ab von der Zahl der Kinder und Jugendlichen im schulpflichtigen Alter, der Höhe der Gehälter der Unterrichtenden und der Art und Weise, wie Lehrinhalte vermittelt werden.
* 22 EU-Länder in der OECD   ** 2019: 36 OECD-Mitgliedsländer

Quelle: OECD  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Schule | OECD |
Zukunftsfähigkeit
DE Kreise 2022
 Globus Infografik 15673
07.10.22    (2267)
dpa-Globus 15673: Welche Regionen haben Zukunft?
Im "Zukunftsatlas" 2022 wird für jeden der 400 Kreise (Stadt- und Landkreise) ein Index aus 29 makro- und sozioökonomischen Indikatoren (u.a. Arbeitsmarkt, Wohlstand, soziale Lage) berechnet, der die wirtschaftliche und demografische Zukunftsfähigkeit abbilden soll. In der Deutschlandkarte sind die Kreise im Hinblick auf die so berechnete Zukunftsfähigkeit von dunkelgrün (beste Chancen) bis dunkelrot (sehr hohe Risiken) eingefärbt. Ranking:
München-L; Erlangen; München-S; Ingolstadt; ... Pirmasenz; Prignitz; Stendal; Mansfeld-Südharz. Tabelle.
Kreise mit Fokusierung auf Zukunftsbranchen haben gute Perspektiven, darunter etwa 1/4 in Westdeutschland, überwiegend in Süddeutschland. Schrumpfende Bevölkerungen und fehlende Fachkräfte sind besonders in Ostdeutschland ein großes Problem.Verflechtung von Großstädten mit ihrem Umland haben sich bisher als erfolgreich erwiesen, z.B. die Metropolräume Berlin,Rhein-Schiene, Frankfurt a. M., Stuttgart,Nürnberg-Erlangen und München.

Quelle: Prognos Zukunftsatlas 2022  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Indikatoren | Bevölkerung |
Waldflächenquote
DE Bundesländer 2021
 Globus Infografik 15677
07.10.22    (2265)
dpa-Globus 15677: Waldreichste Bundesländer
Im Jahr 2021 lag der Anteil der Waldfläche in Deutschland (Gesamtfläche 357.588 km²) bei 29,8 %. In 7 Bundesländern (alles Flächenländer) war die Quote größer, in den weiteren 6 Flächenländern und den 3 Stadtstaaten kleiner. Ranking in %:
RP 40,7 HE 39,9 BW 37,8 BY 35,4⟩ ... ⟨BE 17,7 SH 10,3 HH 5,7 HB 1,0⟩ Tabelle.
Unter den 3 Stadtstaaten hat Berlin mit 17,7% die deutlich höchste Quote, noch über dem Flächenland Schleswig-Holstein.
Der Wald erfüllt vielfältige Funktion (), darunter die Holzproduktion, die aktuell infolge der Verknappung von Heizenergie als Energielieferant immer wichtiger wird. ( ).
  
Quelle: Destatis  | Infografik  | Tabelle/Infos 

| Wald |
Einkommensverteilung
DE 2021
Wen Sonderausgaben in die Armut treiben könnten | Statista
06.10.22    (2266)
Statista: Wen Sonderausgaben in die Armut treiben könnten
Haushalte mit einem Nettoäquivalenzeinkommen* in der unteren Einkommensgruppe (< 16300€/a) liegen so wenig über der Armutsgefährdungsschwelle (2019: 14109 €/a ), dass sie die enorm gestiegenen Energiekosten kaum aus eigenen Mitteln bewältigen können, was besonders auf Alleinerziehende und Haushalte mit einem Erwachsenen zutrifft, wie die Aufschlüsselung von 4 Einkommensgruppen (EG) am Beispiel von 5 Haushaltstypen belegt; hier die untere EG (<16.300 €/a):
Alleinerziehende 33 1 Erwachsener 32 2 Erwachsene +2 Kinder 16 2 Erwachsene 15 2 Erwachsene + 1 Kind 12 Tabelle.
Um Haushalte mit geringem bis mittlerem Einkommen zu unterstützen hat die Ampelkoalition im Rahmen des dritten Entlastungspakets eine Reihe von Maßnahmen beschlossen (), u.a.: Einmalzahlungen, höheres Wohngeld sowie eine Strompreis- und Gaspreisbremse, deren Details zurzeit von einer Expertenkommission ausgearbeitet werden ().

* Haushaltseinkommen nach Steuern und Abzügen, dividiert durch die Anzahl der Haushaltsmitglieder (= Summe von Erwachsenen-Äquivalenten: 1.Erwachsene: 1; weitere Erwachsene: je 0,5; je Kind < 14 Jahre: 0,3; Bsp: 2 Eltern + 2 Kinder = 1,5+0,6=2,1)

Quelle: Destatis

Statista: Infotext  Infografik  | Tabelle/Infos 

| Armut & Reichtum | Energie |
Lohngefälle
DE BL 2021
 Globus Infografik 15666
30.09.22    (2263)
dpa-Globus 15666: Das Lohngefälle
Im Jahr 2021 betrug der durchschnittliche monatliche Bruttoverdienst* im deutschlandweiten Durchschnitt 3554 €. 6 Bundesländer liegen über dem Durchschnitt, 10 darunter. Unter den Bundesländern variiert er um den Faktor 1,4:
HH 4087 HE 3939 BW 3805 BY 3762⟩ ... ⟨BB 3011 ST 2929 TH 2901 MV 2884⟩ Tabelle.

* ohne marginale Beschäftige; vor Abzug von Steuern und Sozialabgaben, inkl. Jahresleistungen (z.B. Urlaubs-, Weihnachtsgeld).

Quelle: VGRDL  | Infografik  | Tabelle/Infos 

| Armut & Reichtum |
Vermögensverteilung
WE 2021
 Globus Infografik 15669
30.09.22    (2262)
dpa-Globus 15669: So verteilt sich das globale Vermögen
2021 ist das globale Vermögen um 10% auf geschätzte 464 T$ gestiegen, darunter 63 M Millionäre mit 222 T$ (47,8%). Am Fuß der Vermögenspyramide Tabelle besitzen rund 53% aller Erwachsenen weltweit zusammen nur 5,0 T$. Auch die Vermögensunterschiede sind weiter gestiegen, u.a. weil das Finanzvermögen während der COVID-19-Pandemie stark gestiegen ist. Auch unter den Weltregionen ist das Vermögen sehr ungleich verteilt; so reicht das Median-Vermögen von 1113$ in Afrika bis 94700$ in Nordamerika (USA+Kanada).
Unter den OECD-Ländern rangiert Deutschland beim Ø-Vermögen auf Platz 16 und beim Median-Vermögen sogar erst auf Platz 25, gefolgt nur von 13 kleineren Volkswirtschaften (Baltikum, Südosteuropa, Lateinamerika) Tabelle.
  
Quelle: Global Wealth Report 2022  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Armut & Reichtum | Eine-Welt |
Türkei
Export-Import 2021
Das Handelsnetz der Türkei | Statista
26.09.22    (2260)
Statista: Das Handelsnetz der Türkei
Ein Austritt der Türkei aus der NATO und danach ein Beitritt zur Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) würde vermutlich die bisher intensiven Handelsbeziehungen der Türkei mit NATO-Ländern dämpfen, von denen 7 bzw. 6 zu der Top10 Export- bzw. Importländern der Türkei zählen: Anteil 2021(in %):
Ex: ⟨DE 8,6 US 6,5 UK 6,1 IT 5,1 IQ 4,9 ES 4,3 FR 4,1 NL 3,0 IL 2,8 RU 2,6⟩
Im: ⟨CN 11,9 RU 10,7 DE 8,0 US 4,8 IT 4,3 IN 2,9 FR 2,9 KR 2,8 ES 2,3 BE 2,1⟩.

Quelle: International Trade Center

Statista: Infotext  Infografik 

| Konsum & Produktion | Konflikte |
PKW-Dichte
DE-BL 2011|2021
 Globus Infografik 15656
23.09.22    (2261)
dpa-Globus 15656: Immer mehr Autos
Die Anzahl gemeldeter PKW (in M) ist von 2012|42,9 auf Ende 2021|48,5 gestiegen (+13,1%). Die PKW-Dichte (PKW-Anzahl pro 1000 Einwohner) ist im Deutschland-Ø von 2011|517 auf 2021|580 gestiegen. Unter den Bundesländern variiert die Dichte 2021 um den Faktor 1,95:
SL 658 RP 632 BY 622 BW 613⟩ ... ⟨SN 537 HB 438 HH 435 BE 337⟩ Tabelle.
Die drei Stadt-Staaten weisen die geringste PKW-Dichte auf, weil dort der vergleichsweise gut ausgebaute ÖPNV Vorteile gegenüber der PKW-Nutzung bietet, u.a. geringere Umweltbelastung und weniger Flächenverbrauch (Straßen, Parken, Garagen) sowie Einsparen von Zeit und Kosten.

Quelle: Destatis  KBA  | Infografik  | Tabelle/Infos 

| Mobilität/Verkehr |
Erneuerbare Energien
Anteil DE 2005-2021
 Globus Infografik 15655
23.09.22    (2259)
dpa-Globus 15655: Erneuerbare Energien
Der EE-Anteil am Energieverbrauch (in %) ist von 2005|7,1 auf 2021|19,2 gestiegen. Die Grafik zeigt den EE-Anteil differenziert nach Sektoren: 2005|2021 in %
Strom 10,3|41,1 Wärme/Kälte 7,9|16,5 Verkehr 3,6|6,8 insgesamt 7,1|19,2 .
Laut neuem EEG (ab 2023) soll der EE-Anteil beim Strom bis 2030 beschleunigt auf 80% ausgebaut werden. Auch die gesamte Strommenge muss drastisch erhöht werden, weil die Enerigewende bei Wärme/Kälte und im Verkehr auf beschleunigter Elektrifizierung (Wärmepumpen, Elektromobilität) basiert, in Kombination mit Energiesparen und Steigerung der Energieeffizienz.
 
Quelle: BMWK  | Infografik 

| Erneuerbare | Energiewende | Ökostrom |
Energieabhängigkeit
EU 2020
 Globus Infografik 15638
16.09.22    (2258)
dpa-Globus 15638: Abhängig von Energie-Importen
Im Jahr 2020 lag der Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch im EU-Durchschnitt bei 58%. Unter den 27 Mitgliedsstaaten variiert er erheblich (in %):
MT 97,6 CY 93,1 LU 92,5 GR 81,4⟩ ... ⟨SE 33,5 RO 28,2 EE 10,5⟩ Tabelle.
Die Länder am Ende der Rangfolge verfügen über erhebliche nationale Energieressourcen, z.B. Estland oder Rumänien (Ölschiefer, Erdöl, Erdgas) und Schweden (Wasserkraft).
Deutschland (Rang 12) liegt mit 63,7% etwas über dem EU-Durchschnitt (57,5%). Der mit weitem Abstand wichtigste Energielieferant Deutschlands war Russland (Erdgas 55%, Erdöl 35%, Steinkohle ca.50%, Uran ?).
Hinweis (zgh): Nach EU-Definition () zählt Atomenergie immer als heimische Energie, unabhängig davon, vorher die Rohstoffe für die Kernspaltung bzw. Kernfusion stammen. ()
  
Quelle: Eurostat  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Energieabhängigkeit | Primärenergie |
Stromverbrauch
Haushalte DE 2020
 Globus Infografik 15636
16.09.22    (2257)
dpa-Globus 15636: Stromverbrauch in Deutschlands Haushalten
Im Jahr 2020 verbrauchten die Privathaushalte in Deutschland 125,6 TWh Strom, davon entfielen auf die Anwendungsbereiche (in %):
➊ Erhitzen (Kochen, Waschen, Trocknen, Bügeln) 30 ➋ Kühlen (Kühl-/Gefriergeräte) 23 ➌ IuK 17 ➍ Warmwasser (Baden, Duschen, u.ä.) 11 ➎ Beleuchtung 8 ➏ Heizung 6 ➐ mechanische Haushaltsgeräte 4 ➑ Klimakälte 1.
Der Heizungsanteil (6%) ist gering, da hier andere Energieträger (Erdgas, Öl, Fernwärme ) dominieren. Als Folge der Klimaerwärmung mit häufigeren Hitzewellen (wie z.B. 2018) wird der bisher geringe Anteil der Klimakälte (1%) vermutlich wachsen ()
 
Quelle: BDEW  | Infografik 

| Strom |
Primärenergie
WE 2021
 Globus Infografik 15639
16.09.22    (2256)
dpa-Globus 15639: Weltenergie 2021
Der weltweite Primärenergieverbrauch (PEV) stieg 2021 auf einen neuen Rekordwert von 595,2 EJ (+5,5% ggü.Coronajahr 2020, +1,3% ggü.Vorcoronajahr 2019). Weiter dominieren die fossilen Energien mit zusammen 82,3% (Vorjahr: 83,1), gefolgt von den Erneuerbaren 13,5% (12,6) und der Kernenergie 4,3% (4,3). Anteil der Regionen und Energiearten Tabelle.
  
Quelle: BP StatRev 2022  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Primärenergie |
Fernwärmemix
DE 2021
 Globus Infografik 15641
16.09.22    (2255)
dpa-Globus 15641: Wenig grüne Fernwärme
2021 wurden 14,1% der Haushalte in Deutschland mit Fernwärme beheizt, bei der fossile Energien mit zusammen 67,7% immer noch dominieren.
Anteil der Energieträger der Fernwärme 2021 in Deutschland (in %):
➊ Erdgas 46,7 ➋ Erneuerbare 17,3 ➌ Steinkohle 13,9 ➍ Sonstige 9,0 ➎ Abwärme 6,1 ➏ Braunkohle 5,9 ➐ Mineralöl 1,2.
Der Bau eines Fernwärmenetzes ist aufwendig und kostenintensiv, was sich nur für viele Haushalte auf kleiner Fläche lohnt, z.B. in Ballungszentren der Großstädte: in Berlin und Hamburg liegt der Anteil der Fernwärme bei 36%, in Rheinland-Pfalz dagegen nur bei 2,3%.
 
Quelle: iwd, BDEW  | Infografik 

| EW-Wärme | Fossile Energien | Erneuerbare |
Heizungsarten
DE 2021
 Globus Infografik 15635
16.09.22    (2254)
dpa-Globus 15635: So werden die Wohnungen warm
Anteil (%) der Heizungsarten im Bestand | in Neubauten 2021:
➊ Erdgas 49,5|26,2 ➋ Öl 24,8|0,3 ➌ Fernwärme 14,1|22,7 ➍ Wärmepumpen 2,8|43,6 ➎ Strom 2,6|1,4 ➏ Holz/-pellets, Solarthermie u.a. 6,2|5,8.
Im Bestand kommt die Wärmewende nur langsam voran: 74,3% der Wohnungen werden noch mit Erdgas oder Erdöl beheizt. Hinzu kommen - auch bei Neubauten - die immer noch hohen fossilen Anteile bei der Fernwärme (67,7% ) und bei Wärmepumpen (44,0% ).

Quelle: BDEW: Bestand  Neubauten  | Infografik  | Serie 

| EW-Wärme | Strom | Treibhausgase |
Bevölkerungsstruktur
EU 2021-2100
So altert Europa | Statista
15.09.22    (2253)
Statista: So altert Europa
Die Bevölkerung in der EU altert, wie die Prognose zur Entwicklung der Altersstruktur von 2021 bis 2100 zeigt (Anteil der Altersgruppe 2021|2100 in %):
< 15 15,1|13,9 < 65 64,1|54,8 < 80 14,8|16,7 ab 80 6,0|14,6 .
Der Anteil der ab-65-Jährigen nimmt in allen EU-Ländern zu (2011-2020, in %P): von 5,2 in Finnland bis zu 1,3 in Deutschland und 0,7 in Luxemburg . Die beiden Hauptursachen für die Alterung sind höhere Lebenserwartung und niedrige Fertilitätsraten. Dieser demografische Wandel belastet zunehmend auch Deutschland: steigender Fachkräftemangel und wachsende Probleme in der umlagebasierten Gesetzlichen Rentenversicherung, da immer weniger Beitragszahler immer mehr Rentner finanzieren müssen.

Quelle: Eurostat  EU-Pyramide  

Statista: Infotext  Infografik 

| Bevölkerung |
Digital Quality of Life Index
WE 2022
65 Stunden Arbeit für einen Festnetz-Internetanschluss | Statista
15.09.22    (2249)
Statista: 65 Stunden Arbeit für einen Festnetz-Internetanschluss
Der "Digital Quality of Life Index" (DQL) bewertet u.a. die Bezahlbarkeit des Internets anhand der Arbeitsdauer (Stunden pro Monat) für den günstigsten Festnetz-Internetvertrag. Beim DQL 2022 werden 117 Länder (92% der Weltbevölkerung) erfasst, die Grafik zeigt eine Auswahl von 10 Ländern vom Anfang bis Ende des Rankings (Std:Min/m):
CI 65:33 NG 36:13 PH 11:05 SA 8:04 BR 6:39 ZA 5:06 AT 2:01 CH 1:11 US 0:57 DE 0:26⟩.
Der globale Durchschnitt liegt bei 6:31 (+6 Minuten ggü.Vorjahr).
  
Quelle: Surfshark

Statista: Infotext  Infografik 

| Konsum & Produktion | Indikatoren |
Fleischproduktion
WE 1961-2022
Der Fleischhunger der Welt | Statista
14.09.22    (2251)
Statista: Der Fleischhunger der Welt
Die weltweite Fleischproduktion (in Mt Schlachtgewicht) hat sich von 1961|71 auf 2022|361 mehr als verfünffacht. Trotz Störungen der Produktion und Lieferketten während der COVID-19-Pandemie hat der Aufwärtstrend angehalten, wie die Zeitreihe zeigt (in Mt):
1961 71 1970 100 1980 137 1990 180 2000 230 2010 293 2020 340 2022 361 .
Hauptgrund für den Anstieg sind geringere Produktionskosten von Fleisch durch vermehrten Anbau von Futtermitteln wie Soja und Mais. Vor allem in Asien stieg die Nachfrage, weshalb dort inzwischen das meiste Fleisch produziert wird (Schwerpunkt: Schweine-/ Geflügelfleisch). Die Produktion von Fleisch ist THG-intensiv, z.B. 13 kgCO2e pro kg Rindfleisch () (ifeu).

Quelle: FAO

Statista: Infotext  Infografik 

| Nahrung | Treibhausgase | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle |
Energiemix
Wohnen
DE 2000-2019
Deutsche Wohnenergie ist überwiegend fossil | Statista
14.09.22    (2250)
Statista: Deutsche Wohnenergie ist überwiegend fossil
Der Anteil erneuerbarer Energien (EE) an der Wohnenergie ist in Deutschland zwar von 2000|6,8% auf 2019|15,1% gestiegen, rangiert 2019 aber erst an 4.Stelle im Energiemix.
Anteil der Energieträger am Energieverbrauch für Wohnen (2000|2019, in %):
Gas 38,6|41,2 Strom 17,3|17,6 Heizöl 30,3|17,2 Erneuerbare 6,8|15,1 Fernwärme 5,2|8,3 Kohle 1,9|0,6 .
Bei der Fernwärme ist der EE-Anteil zwar von 2010|7,8% auf 2020|17,8% gestiegen, es dominieren aber weiterhin die fossilen Energien (2020: über 70% von 126 TWh).

Quelle: Dashboard-DE Wohnen  Energiemix

Statista: Infotext  Infografik 

| Energiemix | Erdgas | Erdöl | Erneuerbare | EW-Wärme |
Sojabonen-Importpreis
EU 2012-2022
Sojapreis geht durch die Decke | Statista
14.09.22    (2248)
Statista: Sojapreis geht durch die Decke
Die diesjährige Soja- und Mais-Ernte in den USA wurde massiv beeinträchtigt durch heißes und trockenes Wetter im August. Diese Ernteausfälle zusammen mit den schon zuvor reduzierten Getreide-Exporten aus Russland und der Ukraine haben den Sojapreis auf ein 10-Jahreshoch getrieben, wie die Zwischenhochs ab 2012 zeigen (in $/t):
2012 503,2 2016 457,4 2018 439,1 2022 737,1 .
Zuletzt ist der Sojapreis zwar wieder gefallen auf 671,1 $/t, doch laut agrarheute könnte er in den kommenden Monaten weiter steigen.

Quelle: World Bank

Statista: Infotext  Infografik 

| Nahrung | Konsum & Produktion |
Leuchtstoffröhren
vs. LED
LED spart bis zu 65 Prozent Energiekosten | Statista
13.09.22    (2252)
Statista: LED spart bis zu 65 Prozent Energiekosten
Ab Mitte 2023 dürfen Leuchtstoffröhren in der EU nicht mehr in den Handel gebracht werden, da sie gesundheitsschädliches Quecksilber enthalten. Der Umstieg auf LEDs spart deutlich Strom und daher auch Treibhausgase und Kosten. Die Vorteile von LEDs im Vergleich zu Leuchtstoffröhren und wie der Staat den Umstieg bei gewerblichen Nutzern fördert, zeigt die fünfteilige Statista-Grafik in Zusammenarbeit mit LampenweltProfessional.
1. Baldiger Umstieg: So schnell kommt das Aus der Leuchtstoffröhre
2. Besonders sparsam: LED schont Geldbeutel und Umwelt
3. Viele Vorteile: Leuchtstoffröhre und LED im Vergleich
4. Beste Lösung: 4-Stufen-Plan für nachhaltige Beleuchtung
5. Stark gefördert: Bis zu 15% für den Leuchtenwechsel zu LED.

Statista: Infotext  Infografik 

| Energiesparen | Energieeffizienz | Treibhausgase | EW-Strom |
Digital Quality of Life Index
WE 2022
Chiles Internetqualität ist Weltspitze | Statista
12.09.22    (2247)
Statista: Chiles Internetqualität ist Weltspitze
Der "Digital Quality of Life Index" (DQL) bewertet u.a. die Internetqualität (Geschwindigkeit und Stabilität des Fest- und Mobilnetzes) durch eine Zahl von 0 bis 100% (bester Wert). Beim DQL 2022 werden 117 Länder (92% der Weltbevölkerung) erfasst, die Grafik zeigt eine Auswahl von 8 Ländern vom Anfang bis Ende des Rankings (DQL in %):
CL 60 DK 59 CH 56 DE 46 UK 45 AT 36 NG 28 CM 9⟩.
In Deutschland (Rang 26) mangelt es vor allem an Geschwindigkeit im Datenaustausch. Die Netzstabilität gilt dagegen als gut. Weit hinten im Ranking liegen die meisten Länder Afrikas: unzureichende Infrastruktur in Kombination mit geografischen Faktoren sind dort die Hauptursachen für mangelnde Internetqualtität.

Quelle: Surfshark

Statista: Infotext  Infografik 

| Indikatoren | Eine-Welt |

Preisindizes
DE 07.2021-07.2022
Steigende Preise treffen Wirtschaft überall | Statista
12.09.22    (2246)
Statista: Steigende Preise treffen Wirtschaft überall
Deutschland erfährt seit 2021 die stärkste Inflation seit der Ölpreiskrise 1973. Vor diesem Hintergrund zeigt die Grafik den Anstieg von 5 Preisindizes seit Juli 2021 (in %):
Erzeugerpreise 37,2 Importpreise 28,9 Großhandelsverkaufspreise 19,5 Exportpreise 17,0 Verbraucherpreise 7,5 .
Bei den Verbraucherpreisen gibt es allerdings Ausreißer, z.B. die Lebensmittel-() und Energiepreise (). Hauptursachen für den Preisauftrieb: Explosion der Energiepreise durch den Ukrainekrieg und die Folgen der COVID-19-Pandemie (u.a. Arbeitskräftemangel; Produktionsausfälle, gestörte Lieferketten (), erhöhte Beschaffungskosten).
 
Quelle: Statistisches Bundesamt

Statista: Infotext  Infografik 

| Konsum & Produktion |
Gasverbrauch
DE 2021-2022
So viel Gas verbrauchen wir im Vergleich zum Vorjahr | Statista
12.09.22    (2245)
Statista: So viel Gas verbrauchen wir im Vergleich zum Vorjahr
Laut EU-Gas-Notfallplan sollen die EU-Staaten ihren Gasverbrauch vom 1.08.22 bis 31.03.23 um mindestens 15% senken ggü. dem Ø-Gasverbrauch im gleichen Zeitraum der 5 Jahre von 2017 bis 2021. Vor diesem Hintergrund vergleicht die Grafik den monatlichen Gasverbrauch der Jahre 2021 und 2022. Von Jan. bis Jul. sank der Gasverbrauch, im Aug. stieg er jedoch.
Änderung des Gasverbrauchs pro Monat 2022 ggü. Vorjahresmonat in %:
Jan -9,3 Feb -12,5 Mrz -15,7 Apr -14,5 Mai -25,2 Jun -27,1 Jul -3,2 Aug +2,3 .
Der Anstieg im August untermauert die Einschätzung, dass die Reduktionen in H1-2022 nicht hauptsächlich durch Energiesparen erzielt wurden sondern Folge des außergewöhnlich warmen Wetters waren. Mit dem eingesparten Gas werden die Gasspeicher gefüllt (Füllstand am 7.9.: 87%). Bis zum 1.10.|1.11. soll auf 85%|95% aufgefüllt werden.

Quelle: Bundesnetzagentur

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdgas | Energieabhängigkeit |
Plastikmüll
WE Ozeane 2022
 Globus Infografik 15626
09.09.22    (2264)
dpa-Globus 15626: Versunken im Plastik
Jährlich gelangen Millionen Tonnen Plastikmüll in die Weltmeere. Laut „The Ocean Cleanup“ treiben mittlerweile über 5 Billionen (T) Plastikteile in den Ozeanen, die sich z.T. in 5 großen Müllstrudeln angesammelt haben, worunter der nordpazifische der größte ist.
Top-Verursacherländer des Mülls im nordpazifischen Strudel (Anteil in %):
JP 34 CN 32 KR 10 US 7 TW 6⟩.
Diese fünf Länder bringen den Plastikmüll direkt über ihre Fischereiaktivitäten ins Meer. Hinzu kommt Plastikmüll über Flüsse. Top-Verursacher (Anteil in %):
PH 36 IN 13 MY 7 CN 7⟩.

Quelle: The Ocean Cleanup5 Strudel   Verursacher  | Infografik  | Serie  | Kontext 

| Müll/Recycling | Wasser |
Wind-/Solarenergie
Nettostrom
DE 1.- 8.2022
Sonne Si, Wind No | Statista
09.09.22    (2243)
Statista: Sonne Si, Wind No
Der Anteil erneuerbarer Energien (EE) am Strommix lag 2021 bei rund 46%, in H1-2022 sind es 51%. Ein Großteil entfällt auf Wind- und Solarenergie, deren Verteilung vom Wetter abhängt, das sich im Jahresverlauf typisch ändert. So war der Photovoltaik-Strom im diesjährigem Sommer mit Rekordanzahl von Sonnenstunden () besonders hoch, der Windstrom dagegen fiel deutlich ab, wie die Zeitreihe von Jan bis Aug zeigt:
Anteil von Wind-|Solarergie an der Nettostromerzeugung in DE 1.- 8.2022 in %:
Jan 34,6|2,2 Feb 45,3|5,2 Mrz 18,6|13,2 Apr 27,4|14,3 Mai 19,8|19,6 Jun 15,3|22,0 Jul 17,3|20,5 Aug 11,2|19,7 .

Quelle: Fraunhofer ISE
Statista: Infotext  Infografik 

| Windenergie | Solarenergie | Ökostrom |
Wohnkosten
EU 2021
Wenn Wohnkosten zur übermäßigen Belastung werden | Statista
08.09.22    (2244)
Statista: Wenn Wohnkosten zur übermäßigen Belastung werden
Der Anteil der Bevölkerung, der durch Wohnkosten überbelastet ist (> 40% des verfügbaren Einkommens (vE) für Wohnen (Miete+Nebenkosten)), betrug 2021 im EU-Ø 7,8%. Unter den EU-Ländern variiert die Überbelastungsquote (ÜQ) um den Faktor 11,5, wie das Ranking jener 20 EU-Länder mit Daten für 2021 zeigt (ÜQ in %):
GR 28,8 DK 15,5 NL 12,5 BG 11,6 DE 10,7 ES 9,9 SE 8,5 BE 7,9 RO 7,5 IT 7,2 CZ 6,2 AT 5,9 LV 4,9 HR 4,5 EE 4,4 FI 4,3 SI 4,1 IE 2,5 CY 2,5 HU 2,5⟩
Auf die Wohnkosten entfallen in DE durchschnittlich 23,3% des vE, bei Miethaushalten 27,6% (ÜQ=12,8%). Das nach vE unterste Fünftel aller Mieterhaushalte gab sogar 42,6 % fürs Wohnen aus (ÜQ=36,2) (Destatis).
  
Quelle: Eurostat

Statista: Infotext  Infografik 

| Bevölkerung | Armut & Reichtum |
Verkehrstote
Radfahrende DE 2001-2021
Welche Rolle spielt der Fahrradhelm? | Statista
07.09.22    (2242)
Statista: Welche Rolle spielt der Fahrradhelm?
Da ein beträchtlicher Anteil verunglückter Fahrradfahrender laut Deutscher Verkehrswacht Kopfverletzungen erleidet, tragen Helme vermutlich zur Reduzierung der Verkehrstoten bei, was auch die Daten der Grafik untermauern: getötete Fahrradfahrende (Anzahl) und beobachtete Helmquote von 2001 bis 2021 (in %). Die Korrelation ist besonders deutlich seit 2018, wo die Helmquote stark gestiegen ist von 23% auf 32%:
'10 381 '11 399 '12 406 '13 354 '14 396 '15 383 '16 393 '17 382 '18 445 '19 445 '20 426 '21 372

Quelle: bast  destatis

Statista: Infotext  Infografik 

| Mobilität/Verkehr | Gesundheit |
Energieexporte
Russland
24.2.-24.8.22
Wie China und Europa Russlands Kriegskasse füllen | Statista
06.09.22    (2241)
Statista: Wie China und Europa Russlands Kriegskasse füllen
Die seitens der EU beschlossenen Boykottmaßnahmen gegen Russland sollen eigentlich die Einnahmen Russlands aus Energieexporten relevant senken. Aufgrund der stark gestiegenen Energiepreise hat Russland jedoch rund 158 G€ aus Energieexporten eingenommen, davon 54% aus der EU.
Top10-Importländer von Energie aus Russland (24.2.-24.8.22, in G€):
CN 34,9 DE 19,0 NL 11,1 TR 10,7 IT 8,6 PL 7,4 IN 6,6 FR 5,5 BG 5,2 BE 4,5⟩
Während im Juli und August der Energieimport zahlreicher EU-Länder aus Russland sank, nahm der von China zu, vor allem Flüssiggas und Kohle zur Kompensation sinkender Wasserkraft infolge anhaltender Dürren. Erdöl blieb aber in den letzten sechs Monaten der Hauptimport.

Quelle: CREA

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdgas | Erdöl | Energieabhängigkeit | Konflikte |
Wasserverbrauch
Lebensmittel
Käse ist das durstigste Lebensmittel | Statista
30.08.22    (2239)
Statista: Käse ist das durstigste Lebensmittel
Die Produktion von Lebensmitteln benötigt oft viel Frischwasser, wie die Grafik am Beispiel der 8 Lebensmittel mit dem höchsten spezifischen Wasserverbrauch zeigt (in /kg):
Käse 5605 Nüsse 4134 Fisch (Zucht) 3691 Garnelen (Zucht) 3515 Rindfleisch (Milchvieh) 2714 Reis 2248 Ernüsse 1852 Lamm- u. Kalbsfleisch 1803 .
Das erweiterte Ranking mit 37 Lebensmitteln Tabelle belegt, dass tierische Lebensmittel meist deutlich schlechter abschneiden als pflanzliche Alternativen, z.B. Kuhmilch|Sojamilch 628|28.

Quelle: Poore & Nemecek via Our World in Data

Statista: Infotext  Infografik  | Tabelle/Infos 

| Wasser | Ökobilanz | Indikatoren |
Sommer Sonnenstunden
DE 1951-2022
Neuer Sommersonnenrekord in 2022 | Statista
30.08.22    (2238)
Statista: Neuer Sommersonnenrekord in 2022
Laut vorläufiger DWD-Statistik überschritt dieses Jahr der Sommer (1.6.-31.8) mit 817 Sonnenstunden (Deutschland-Ø) erstmals die 800-Schwelle und lag damit auch deutlich über den bisherigen Höchstwerten, wie die Zeitreihe seit 1951 zeigt:
2022 817 2003 793 2018 779 1976 778 2019 767
Vergleich: 30-jähriger Mittelwert der Klimareferenzperiode 1961-1990: 613,5 h,
Wie auch 2022 waren viele Jahre mit hoher Anzahl an Sommer-Sonnenstunden sehr trocken und teils durch ausgeprägte Dürreperioden (besonders: 1976, 2003, 2018, 2019) belastet, verbunden mit Ernteausfällen. Mit fortschreitender Klimaerwärmung wächst das Risiko, dass Dürreperioden häufiger und intensiver auftreten.

Quelle: DWD

Statista: Infotext  Infografik 

| Klimaerwärmung | Klimawandelfolgen |
THG-Emissionen
Privatluftfahrt
Die größten CO2-Sünder der Privatluftfahrt | Statista
26.08.22    (2237)
Statista: Die größten CO2-Sünder der Privatluftfahrt
Der THG-Ausstoß der Superreichen ist oft tausendfach höher als der Durchschnitt der Menschen ihrer Länder (). Hauptgrund dafür ist ihr Hyperkonsum, bei dem Privatflugzeuge herausragen. Nur 1% der Weltbevölkerung verursacht 50% der globalen THG-Emission aus dem Flugverkehr. Privatflugzeuge erzeugen pro Flugstunde im Durchschnitt rund 2 tCO2e (Vergleich: EU-Ø pro Person pro Jahr: 8,2 tCO2e). Vor diesem Hintergrund listet die Grafik die Top-Länder Europas beim Anteil an CO2-Emissionen der Privatluftfahrt (in %):
UK 19,2 FR 16,5 IT 10,2 DE 9,9 ES 9,2 CH 7,3 GR 3,1 AT 2,5 PT 2,3 IE 2,3⟩.
Trotz der enormen Klimabelastung* durch Privatflüge sind sie von der Kerosinsteuer und vom EU-Emissionshandel (EU ETS) ausgenommen. Die gesamte Problematik des Privatfliegens soll Thema beim nächsten Treffen der EU-VerkehrsministerInnen sein.

* Bsp: Flug London → New York: Mit Jumbojet insgesamt 200 tCO2e, die sich so auf die Klassen verteilen (kgCO2e/c): Economy: 313; Business: 947; First: 2835.
Mit Privatflugzeug: 25 tCO2e, 8,8 mal so viel wie in der First Class ().

Quelle: Transport & Environment

Statista: Infotext  Infografik 

| Treibhausgase | Klimaerwärmung | Emissionshandel | Ökosteuer |
Klimaschädlichkeit
Kreuzfahrtschiffe 2022
Auf Kreuzfahrt in die Klimakrise | Statista
24.08.22    (2236)
Statista: Auf Kreuzfahrt in die Klimakrise
Die Reedereien tun immer noch viel zu wenig, um Umwelt, Natur und Klima zu schützen, so das Fazit des NABU-Kreuzfahrtrankings, bei dem die umgesetzten Maßnahmen und Absichten der Anbieter von Kreuzfahrten hin zu klimaneutralem Reisen anhand der Roadmap des NABU bis 2040 bewertet werden. Maximal können 17 Punkte erreicht werden, aber selbst der beste Anbieter Hurtigruten erreicht nur die Hälfte. Mit null Punkten schneidet Marella Cruises, eine Tochter der TUI Group, am schlechtesten ab: sie erfüllt keines der 11 Kriterien für Klimaschutz Tabelle.
Flugreisen und Kreuzfahrten sind die THG-intensivsten Reisearten. Laut UBA verursacht eine 7-tägige Kreuzfahrt 1,8 tCO2e pro Passagier (). Bei 10 Stunden Liegezeit verbraucht ein Schiff mit 2000 Passagieren durchschnittlich 45 MWh Strom, der aus Schiffstreibstoffen (ca. 50 t) erzeugt wird mit enormen Schadstoffausstoß (CO2, Stickoxide, Feinstaub, ...). Den weit weniger umweltschädlichen Landladestrom nutzen die Reedereien wegen höher direkter Kosten selten, stattdessen bürden sie die externen Kosten (Umwelt, Klima, Gesundheit) der Allgemeinheit auf. Trotzdem wurde bisher kein Landstrom-Gebot seitens der Politik beschlossen ().

Quelle: NABU

Statista: Infotext  Infografik  | Tabelle/Infos 

| Treibhausgase | Klimaerwärmung |
Große Grüne Mauer
Sahelzone 2008-2020
Die große grüne Mauer wird nur langsam Realität | Statista
22.08.22    (2235)
Statista: Die große grüne Mauer wird nur langsam Realität
Zur Bekämpfung der Wüstenbildung in der Sahelzone wurden beim Projekt "Große Grüne Mauer der Sahara und des Sahel" von 2008 bis 2020 geschätzte 15 Mha aufgeforstet. Die Grafik listet die Anteile von 4 der 11 beteiligten Länder (in %):
➊ Äthiopien 57 ➋ Niger 20 ➌ Eritrea 15 ➍ Senegal 3 ➎ andere 5.
Laut ursprünglichem Plan sollen bis 2030 100 Mha eines 8000 km langen Korridors von Senegal bis Äthiopien begrünt werden. Die Realisierung scheint jedoch fraglich, da nicht alle 11 Teilnehmer-Staaten hinreichend intensiv für die Umsetzung sorgen.

Quelle: Greatgreenwall.org, UNCCD

Statista: Infotext  Infografik 

| Boden | Natur & Umwelt | Klimaerwärmung | Klimawandelfolgen |
Energiepreise
DE 07.2021-07.2022
Heizöl-Preise um 143 Prozent gestiegen | Statista
22.08.22    (2234)
Statista: Heizöl-Preise um 143 Prozent gestiegen
Die Grafik zeigt den Anstieg der Preise für Heizöl, Erdgas, Strom und Frischwasser vom Juli 2021 bis Juli 2022 ggü. dem dem Jahresdurchschnitt 2015 in %:
Heizöl 143,3 Erdgas 74,4 Strom 31,2 Frischwasser 12,3
Die Strompreise sind zuletzt zwar etwas gesunken, doch der EEX-Stromhandel markierte vergangene Woche einen neuen Höchstwert von 563 €/MWh (= 56,3 ct/kWh, vor einem Jahr 23 €/MWh). Hauptgründe für den Preissprung sind die extremen Knappheiten in Frankreich, Österreich und Italien, die die bereits vorhandene Verunsicherug an den Energiemärkten noch verstärken.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdgas | Erdöl | Strom |
Weltbevölkerung
1800-2100
 Globus Infografik 15573
19.08.22    (2233)
dpa-Globus 15573: Wachstum der Menschheit
Die Kurve zeigt die Entwicklung der Weltbevölkerung von 1800 bis 2022 und die Projektion bis 2100. Die 8-G-Schwelle wird hochgerechnet am 15.11.2022 und der Hochpunkt (10,4) etwa in den 2080-ern überschriten. In der Grafik sind einige Zwischenwerte notiert (in G):
1800 0,98 1850 1,26 1900 1,65 1930 2,07 1950 2,48 2000 6,11 2020 7,8 2050 9,69 2100 10,36 .
Die weiter wachsende Weltbevölkerung verstärkt die Konkurrenz um knapper werdende Ressourcen (Wasser, Nahrung, Energie, Rohstoffe, Wohnen) und durch den THG-Ausstoß die Klimaerwärmung. Die Erde ist schon jetzt um den Faktor 1,75 überlastet (), eine Trendwende ist nicht in Sicht und viele Entwicklungsziele der 2030-Agenda werden daher voraussichtlich nicht erreicht.
  
Quelle: UNDESA Bericht  WPP  WPP-Daten  | Infografik 

| Bevölkerung | Ressourcenkonflikte | Klimaerwärmung | 2030-Agenda |
Staatsquote
EU27 2001, 2021
Staatsquote in der EU liegt über 50 Prozent | Statista
15.08.22    (2232)
Statista: Staatsquote in der EU liegt über 50 Prozent
Die Staatsquote ist in 22|5 EU-Ländern in den letzten 20 Jahren gestiegen|gefallen, wie der Vergleich 2001|2021 zeigt:
Ranking Veränderung der Staatsquote 2021 ggü. 2001 (in %P):
ES 12,2 GR 10,9 LV 10,3⟩ ... ⟨HR -0,2 PL -0,6 DK -2,0 SE -3,0 IE -7,4⟩
Rangfolge Staatsquote 2021 (in % vom BIP):
FR 59,2 GR 56,9 AT 55,9 FI 55,5⟩ ... ⟨EE 42,3 RO 39,9 LT 38,7 IE 24,8⟩ Tabelle.
Im EU-Ø ist die Staatsquote gestiegen von 47,1 auf 51,5%, in Deutschland von 47,4 auf 51,5%. Der Anstieg der Staatsquoten 2021 resultiert in vielen Ländern zu einem großen Teil aus den Staatshilfen zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie. Die soziale Sicherung hat in allen EU-Ländern den größten Anteil an der Staatsquote.
 
Quelle: Eurostat

Statista: Infotext  Infografik  | Tabelle/Infos 

| BIP | Konsum & Produktion |
Lebensmittelpreise
DE 2021-2022
Inflation: Bio-Lebensmittel weniger betroffen | Statista
15.08.22    (2231)
Statista: Inflation: Bio-Lebensmittel weniger betroffen
Die Preise bei Bio-Lebensmitteln sind weniger stark gestiegen als bei Lebensmitteln insgesamt (Ausnahme: Kartoffeln), wie der Vergleich von zehn Lebensmittelgruppen zeigt.
Preisanstieg H1.2022 ggü.H1.2021 frischer Lebensmittel insgesamt|Bio (in %)
Eier 20,6|6,3 Rindfleisch 16,0|15,2 Geflügel 15,7|15,1 Kartoffeln 12,6|22,1 Schweinefleisch 12,4|3,3 Gemüse 8,3|4,3 Käse 8,3|3,3 Brot 8,1|4,8 Fleisch- u. Wurstwaren 7,1|5,7 Obst 1,9|1,3 .
Der Preisschub bei konventionellen Lebensmitteln resultiert zum erheblichen Teil aus der Verteuerung von Kunstdünger, der im Biolandbau nicht verwendet wird, weshalb diese Ursache für Preissteigerungen dort wegfällt. Auch haben Biolebensmittel meist ein höheres Preisniveau, weshalb dieses nicht so stark angehoben werden musste wie bei konventionellen Lebensmitteln.

Quelle: Statistischen Bundesamt, AMI

Statista: Infotext  Infografik 

| Nahrung | Konsum & Produktion | Ökolandbau |
Lebensmittelpreise
DE 07.2022
Diese Lebensmittel sind jetzt deutlich teurer | Statista
15.08.22    (2230)
Statista: Diese Lebensmittel sind jetzt deutlich teurer
Viele Lebensmittel sind seit dem ersten Preisschub im Juli 2021 deutlich teurer geworden, wie die Grafik am Beispiel von zehn Lebensmitteln zeigt.
Anstieg der Lebensmittelpreise im Juli 2022 ggü. Vorjahresmonat (in %):
Sonnenblumenöl, Rapsöl o.ä. 102,6 Quark 51,3 Butter 47,9 Weizenmehl 39,1 Sahne 38,1 Rinderhackfleisch 35,2 Nudeln 32,4 Vollmilch 27,4 Eier 23,9 Frische Brötchen 20,0 .
Hauptgründe für die hohen Inflationsraten bei Lebensmitteln sind laut Verbraucherzentrale der starke Preisanstieg bei Energie, Dünge- und Futtermitteln sowie bei den Personalkosten als Folge von Arbeitskräftemangel und höheren Mindestlöhnen.

Quelle: Statistischen Bundesamt

Statista: Infotext  Infografik 

| Nahrung | Konsum & Produktion |
Gasverbrauch
DE 2021, 2022
So viel Gas verbrauchen wir im Vergleich zum Vorjahr | Statista
15.08.22    (2229)
Statista: So viel Gas verbrauchen wir im Vergleich zum Vorjahr
Wegen der Gasknappheit beschloss die EU einen Notfallplan: die 27 Mitgliedsstaaten sollen ihren Gasverbrauch vom 1.08.22 bis 31.03.23 um mindestens 15% senken ggü. dem Ø-Gasverbrauch im gleichen Zeitraum der 5 Jahre von 2017 bis 2021. Vor diesem Hintergrund vergleicht die Grafik den monatlichen Gasverbrauch der Jahre 2021 und 2022. In allen Monaten sank der Gasverbrauch, wie die Zeitreihe aktuell bis zum Juli zeigt.
Verbrauchs-Reduktion 2022 ggü. 2021 in %:
Jan 9,3 Feb 12,5 Mrz 15,7 Apr 14,5 Mai 25,2 Jun 27,1 Jul 3,2
Diese Reduktionen wurden allerdings nicht durch Energiesparen erzielt, sondern sind vor allem witterungsbedingt: ab Mitte März war es in Deutschland außergewöhnlich warm, daher sank der Gasverbrauch beim Heizen stark. Das eingesparte Gas wird zum Füllen der Gasspeicher verwendet (Füllstand am 13.08.: 76%). Laut neuer Rechtsverordnung zum §35b EnWG muss bis zum 1.10.|1.11. auf 85%|95% gefüllt werden, um hinreichend auf den kommenden Winter vorbereitet zu sein. Ab 1.2.23 gilt dann wieder ein Mindestfüllmenge von 40%.

Quelle: Bundesnetzagentur 

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdgas | Energiesparen |
Weltbevölkerung
Weltregionen
 Globus Infografik 15547
05.08.22    (2227)
dpa-Globus 15547: Wo wächst die Weltbevölkerung?
Laut UN-Projektionen (mittlere Variante) wird die Weltbevölkerung (in G Einwohner) weiter wachsen: 2022 7,9 2030 8,5 2050 9,7 2100 10,4 .
In den Erdregionen wächst die Bevölkerung sehr unterschiedlich:
Region: Bevölkerung 2022|2030|2050 (in M):
Zentral-,Südasien 2075|2248|2585 Ost-,Südostasien 2342|2372|2317 Subsahara 1152|1401|2094 Europa,   Nordamerika 1120|1129|1125 Nordafrika,   Westasien 549|617|771 Australien,   Neuseeland 31|34|38 Ozeanien 14|15|20 .
Wann das Maximum überschritten wird und wie hoch es sein wird, variiert erheblich unter den Szenarien: von 8,7 [2050-2060] über 9,7 [2070] bis 13,6 [anhaltendes Wachstum bis 2100].
 
Quelle: UNDESA: WPP-2022: Summary (pdf) | Infografik 

| Bevölkerung | 2030-Agenda |
Erdüberlastungstag
WE 28.07.2022
 Globus Infografik 15545
05.08.22    (2226)
dpa-Globus 15545: Erschöpfte Welt: Earth Overshoot Days
Die Grafik zeigt den Erdüberlastungstag (Earth Overshoot Day (EOD)) für 11 ausgewählte Länder: Er reicht vom 10.2. in Katar über den 4.5.* in Deutschland (Vorjahr: 5.5.) bis zum 6.12. in Ecuador und lässt bisher nur den Januar aus . Der EOD für die ganze Menschheit fällt 2022 auf den 28. Juli, (Vorjahr: 29. Juli  ƵR ).
* Wenn die Menschen weltweit so leben würden wie im Durchschnitt in Deutschland, dann wäre die Biokapazität der Erde bereits am 4.5.22 ausgeschöpft, d.h. alle natürlichen Ressourcen (z.B. Holz, Wasser, Senken für CO2 und andere Schadstoffe) aufgebraucht, die das Erdsystem im Verlauf des ganzen Jahres 2022 regenerieren kann.

Quelle: Global Footprint Network  UBA  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie  | Zeitreihe 

| 2030-Agenda | Indikatoren |
Halbleiter-Foundries
Die unbekannten Giganten der Chipindustrie | Statista
03.08.22    (2225)
Statista: Die unbekannten Giganten der Chipindustrie
Die massive Drohreaktion des Regimes in China auf den Besuch Nancy Pelosis in Taipeh am 2.8.22 () hat wieder einmal verdeutlicht, wie fragil die internationalen Beziehungen sind im Hinblick auf den Taiwan-Konflikt und welch hohes Eskalationspotenzial er birgt, nicht nur militärisch sondern vor allem auch ökonomisch, z.B. eine Drosselung bis zur Blockade der Auslieferung von Mikrochips aus Taiwan, wo 2/3 der Highend-Chips weltweit produziert werden: allein TSMC, das weltweit technologisch führende (5-nm-Chips, 3 nm ab 2023) und umsatzstärkste Foundry, hat einen Marktanteil von 53% (). Vor diesem Hintergrund zeigt die Grafik die Jahresumsätze 2020|2021 der führenden Halbleiter-Foundries (in G$):
➊ TSMC (TW) ➋ Samsung Electronics (KO) ➌ UMC (TW) ➍ Globalfoundris (US) ➎ SMIC (CN) ➏ Hua Hong Semi (CN) ➐ Powerchip Technology (TW) ➑ VIS (TW).

Quelle: TrendForce

Statista: Infotext  Infografik 

| Konsum & Produktion | Konflikte |
Gewinnsprung
Öl-/Gaskonzerne Q2.21-22
Krisengewinner Big Oil | Statista
02.08.22    (2240)
Statista: Krisengewinner Big Oil
In allen Krisen gibt es Krisenprofiteure, besonders im krisenreichen Jahr 2022 (Ukrainekrieg, Inflation, Dürresommer), u.a. die großen Öl-/Gasmultis, wie die Grafik am Vergleich des Gewinns in Q2-2022|2021 belegt (in G$):
Exxon 4,7|17,9 Chevron 3,1|11,6 Shell 5,5|11,5 bp 3,1|9,3 Total 3,5|5,7 Repsol 0,7|1,2 .
Angesichts dieser enormen "Zufallsgewinne" (Marktlagengewinn, windfall profit) fordern eingie Politiker, diese z.B. mittels einer Übergewinnsteuer abzuschöpfen und damit gezielte Hilfen für besonders durch die Krisen Betroffene zu finanzieren.
 
Quelle: Unternehmensangaben

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdöl | Erdgas |
Gasversorgung
DE ab 30.03.2022

01.08.22    (2224)
Bundesnetzagentur: Aktuelle Lage der Gasversorgung in Deutschland
Das BMWK hat am 30.03.22 die Frühwarnstufe und am 23.06.22 die Alarmstufe des Notfallplans zur Gasversorgung (pdf) in Deutschland ausgerufen. Daher aktualisiert die Bundesnetzagentur ab dem 30.3. laufend ihre Webseite zur Gasversorgung in Deutschland mit u.a. folgenden Infos/Daten:
Einschätzung der Lage; Gasflüsse aus RU (csv) und NO/NL/BE; Füllstände der Gasspeicher; Gaspreis; Erdgasverbrauch/m (csv)
Fragen und Antworten zu den Daten und Grafiken bieten Erklärungen und Hintergrund-Infos. Außerdem erstellt die Bundesnetzagentur täglich einen Lagebericht, der die aktuellen Infos/ Daten/ Grafiken zusammenfasst (pdf). Die Lageberichte (ab 31.03.22) stehen im Archiv zum Download bereit.

Quelle: Bundesnetzagentur

| Erdgas | Energieabhängigkeit |
Erdgasfluss
RU-DE ab 2021
Russland liefert wieder Gas, aber nicht viel | Statista
26.07.22    (2223)
Statista: Russland liefert wieder Gas, aber nicht viel
Der Gasfluss über die Pipeline Nord Stream 1 von Russland nach Deutschland lag seit Anfang 2021 bei rund 73 GW (= 1752 GWh/d) und blieb auch nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine (nach einem leichtem Einbruch) zunächst auf diesem Niveau. Vom 1.6.- 10.7. 22 wurde er reduziert auf etwa 40% und danach auf 0% während der 10-tägigen Wartung bis zum 20.7., danach zunächst wieder hochgefahren auf das Vorniveau 40%. Am 26.7. hat Gazprom jedoch angekündigt, ab dem 27.7. auf etwa 20% zu drosseln, angeblich wegen weiterer Reparaturen. Aus diesem Anlass zeigt die Grafik die aktualisierten Gasflüsse der 3 Pipelines aus Russland nach Deutschland (Stand: 24.7.22, in GWh/d):
Nord Stream 1 399,1 Transgas 131,9 Jamal 0,0 .
Das Statistische Bundesamt hat ein Dashboard eingerichtet, auf dem u.a. die Gasflüsse laufend aktualisiert werden. Die Bundesnetzagentur erstellt täglich einen Lagebericht zur Gasversorgung ()

Quelle: Statistischen Bundesamt
Statista: Infotext  Infografik 

| Erdgas | Energieabhängigkeit |
Jugendanteil
DE 1981-2021
In Deutschland leben so wenig junge Menschen wie noch nie | Statista
25.07.22    (2222)
Statista: In Deutschland leben so wenig junge Menschen wie noch nie
Der Anteil Jugendlicher (15-24 Jahre) ist seit dem Höchstwert 16,7% (1982-84, Baby-Boomer im Jugendalter) laufend gesunken auf zuletzt (2021) 10,0%:
1981 16,6 1991 12,8 2001 11,4 2011 11,0 2021 10,0 .
Der Jugendanteil variierte 2021 unter den Bundesländern von 11% (HB) bis 8% (BB) und in der EU von 12,6% (IE) bis 9% (BG, CZ) (EU-Ø 10,6%).

Quelle: destatis PM

Statista: Infotext  Infografik 

| Bevölkerung |
Bruttoinlandsprodukt
WE 2021
 Globus Infografik 15520
22.07.22    (2278)
dpa-Globus 15520: Die größten Volkswirtschaften der Welt
2021 betrug das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) 96,1 Billionen US-$ (T$).
Die Grafik listet die Top20-Länder (absolut, hier Top10: Anteil in %):
US 23,9 CN 18,5 JP 5,1 DE 4,4 UK 3,3 IN 3,3 FR 3,1 IT 2,2 CA 2,1 KR 1,9⟩ Tabelle.
Die USA und China liegen mit weitem Abstand an der Spitze mit zusammen bereits 42,4% des Welt-BIP. Kommen Japan und Deutschland (Rg 3|4) hinzu, wird mit 51,9% die Hälfte überschritten. Die Top10|20 (67,7|80,5) vereinen mehr als ⅔ | ⅘ des Welt-BIP, was zeigt, wie stark sich die globale Wirtschaftskraft auf wenige Länder konzentriert.
Hinweis: EU27: 17,8% (0,7 %P unter China).  

Quelle: Weltbank  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| BIP | Konsum & Produktion |
Weltbevölkerung
1950 - 2100
 Globus Infografik 15527
22.07.22    (2228)
dpa-Globus 15527: Die Entwicklung der Weltbevölkerung
Die Weltbevölkerung (in G) ist von 1950|2,5 auf 2021|7,9 gewachsen. Mitte November 2022 wird sie die 8-G-Schwelle überschreiten. Das Maximum 10,4 G wird voraussichtlich in den 2080-ern erreicht, danach wird die Weltbevölkerung bis 2100 in etwa auf diesem Niveau verharren und schließlich langsam schrumpfen, so die mittlere Projektion der UNDESA. Die Hauptursache für diese Bevölkerungsentwicklung ist die sinkende Geburtenrate (Kinder pro Frau): von 1959|4,9 über 2021|2,3 auf 2050|2,1.
Die Weltregionen wachsen sehr unterschiedlich (2022 bis 2050): am stärksten in Subsahara (+ 81%), am schwächsten in Europa/ Nordamerika (+0,4%) ()

Quelle: UNDESA: World Population Prospects (WPP) 2022   Daten  | Infografik 

| Bevölkerung | 2030-Agenda | Globale Agenda 21 |
Gasspeicher
DE 2022
 Globus Infografik 15529
22.07.22    (2221)
dpa-Globus 15529: Gasspeicherstandorte in Deutschland
Deutschlands Erdgasverbrauch wird zu über 90% über Import gedeckt. Da Putin versucht, per Drosselung des Gasflusses Deutschland (und die EU) zu erpressen, wird das Füllen der Gasspeicher rechtzeitig vor dem Winter um so wichtiger. Der aktuelle (23.6.) Füllstand beträgt 65,2% (). Vor diesem Hintergrund zeigt die Grafik eine Deutschlandkarte mit den wichtigsten Standorten von Untergrundspeichern markiert nach Speicherart (Kavernen oder Poren) und Volumen zur Stufung [2; 8] TWh :
Etzel, Uelsen, Rehden, Bad Lauchstädt, Bernburg, Bierwang, Breitbrunn.
Ende 2020 waren es insgesamt 16 Poren- und 31 Kavernenspeicher an 33 Standorten mit einem Volumen von rund 24 Gm³ () (ca. 240 TWh). Vergleich: Gasverbrauch DE Jan. 2021|2022: 142|129 TWh (). Kapazität Nord Stream 1: 550 TWh/a.

Quelle: Initiative Energien Speichern  | Infografik 

| Erdgas | Energieabhängigkeit |
Seltenerdmetalle
DE Import 2020
Woher Deutschland Seltene Erden importiert | Statista
20.07.22    (2220)
Statista: Woher Deutschland Seltene Erden importiert
Die Metalle der Seltenen Erden werden im Zuge der Energiewende in wachsendem Umfang benötigt, z.B. für Windkraftanlagen und Elektroautos. Deutschland deckte seinen Bedarf 2020 zu 100% über Importe.
Top6-Lieferländer 2020 (Anteile in %):
AT 23,8 CN 22,4 US 12,2 FR 11,2 IT 7,5 JP 6,8⟩ (Σ=83,9)
Österreich (Rg 1) ist allerdings nur Zwischenhändler, ebenso FR, IT, JP. Der eigentliche Hauptlieferant ist China, das den Weltmarkt bei den Seltenerdmetallen dominiert, im großen Abstand gefolgt von den USA ().
Bedarf und Preis der Seltenerdmetalle variieren in extremen Bandbreiten. Besonders hoch ist der Preis aktuell für Dysprosium (ca 300 k$/t), das allerdings nur in geringen Mengen (< 100 t/a) benötigt wird, u.a. in Dauermagneten z.B. für Generatoren in Windkraftanlagen.
 
Quelle: Observatory of Economic Complexity  Stormcrow  

Statista: Infotext  Infografik 

| Seltene Erden | Windenergie | Elektroauto | Energiewende |
Seltene Erden
WE 2021
China dominiert den Markt für Seltene Erden | Statista
20.07.22    (2218)
Statista: China dominiert den Markt für Seltene Erden
Mit "Seltene Erden" werden 17 Metalle bezeichnet, die in vielen Highttech-Produkten (Batterien, Glasfaserkabel, Energiesparlampe, Handys, Plasmabildschirme, ...) und Schlüsseltechnologien für die Energiewende (Windkraftanlage; Photovoltaik; Elektroauto; ...) verwendet werden. China dominiert den Weltmarkt, wie die Grafik belegt anhand der weltweiten Reserven 2021 (in Mt):
CN 44 VN 22 BR 21 RU 21⟩
und dem Anteil führender Länder an der weltweiten Minenproduktion 2021 (in %):
CN 61,0 US 15,5 MM 9,4 AU 8,0 TH 2,9⟩.
 
Quelle: US Geological Survey

Statista: Infotext  Infografik 

| Seltene Erden | Energiewende | Windenergie | Solarenergie | Elektroauto |
Waldbrände
EU 2008-2022
Ein weiteres extremes Waldbrandjahr für Europa | Statista
19.07.22    (2217)
Statista: Ein weiteres extremes Waldbrandjahr für Europa
2022 droht ein neues Waldbrand-Rekordjahr in der EU zu werden, denn bereits bis zum 16.Juli wurden 75% des extremen gesamten Vorjahres erreicht, wie die Grafik zeigt, in der außerdem die Kurve zum Mittelwert 2008-2020 zum Vergleich eingezeichnet ist: sie verläuft weit unter den Kurven zu den Jahren 2021 und 2022.
Kumulierte jährliche Waldbrandflächen (≥ 30 ha) in der EU (in kha):
2008-2020 295 2021 459 1.1.-16.7.2022 346 .
Im vergleichsweise kühlen Jahr 2021 in Deutschland kam es nur zu 548 Waldbränden (148 ha), darunter nur 7 durch natürliche Ursachen (BMEL). Der Mensch bleibt also der größte Risikofaktor für Waldbrände während Trockenzeiten, so auch in der aktuellen Hitzewelle ab dem 18. Juli in Europa.

Quelle: EFFIS  BMEL
Statista: Infotext  Infografik 

| Wald | Klimawandelfolgen |
Global Gender Gap Index (GGGI)
DE-WE 2022
Deutschlands Gender Gap in der Politik am größten | Statista
15.07.22    (2219)
Statista: Deutschlands Gender Gap in der Politik am größten
Das WEF publiziert jährlich den Global Gender Gap Report (GGGR), der weltweit und für 146 Länder untersucht, zu wieviel % die geschlechtsspezifsche Lücke (Gendergap) geschlossen wurde in den Kategorien (1) Bildung, (2) Gesundheit und Lebenserhaltung, (3) Wirtschaftliche Teilhabe und Möglichkeiten sowie (4) Politische Emanzipation. Bei (1) und (2) ist Deutschland weit fortgeschritten, bei (3) und (4) besteht aber Nachholbedarf, wie die Grafik belegt, in der die Werte für Deutschland mit dem Welt-Ø verglichen werden (in %):
➊ Bildung 98,8|94,4 ➋ Gesundheit 97,2|95,8 ➌ Wirtschaft 69,5|60,3 ➍ Politik 55,0|22,0.
Hauptgründe für den niedrigen Wert in der Kategorie "Wirtschaft" ist der hohe Gender-Pay- Gap (Ø-Jahresgehalt der Frauen liegt knapp 16000 € unter dem der Männer) und der geringe Anteil von Frauen in Führungspositionen (28,1%). Letzteres gilt auch für die Kategorie "Politik", die global und in allen Ländern (außer Bangladesch, Island) am schlechtesten abschneidet, so auch in Deutschland.

Quelle: GGGR

Statista: Infotext  Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Gendergap | Frauen |
Hungernde
WE 2021
 Globus Infografik 15516
15.07.22    (2216)
dpa-Globus 15516: Ausgehungert
2021 stieg der Anteil chronisch unterernährter Menschen weltweit auf 9,8%, das sind nach mittlerer Schätzung 768 M, die sich so auf die Regionen verteilen:
Anzahl chronisch Unterernährter in M | Anteil an der Bevölkerung der Region in %:
➊ Asien 425|9,1 ➋ Afrika 278|20,2 ➌ Lateinamerika u. Karibik 57|8,6 ➍ Ozeanien 3|5,8.
Hauptursachen für die Rückschritte beim Kampf gegen den Hunger sind andauernde teils sogar eskalierende Konflikte (), Folgen der Klimaerwärmung sowie vielerorts konjunkturelle Abschwünge ausgelöst oder verstärkt durch die COVID-19-Pandemie.
In der 2030-Agenda wurde 2015 beschlossen, den Hunger bis 2030 zu beseitigen. Dieses Entwicklungsziel (SDG-2) wird jedoch laut FAO-Bericht SOFI-2022 in vielen Ländern nicht erreicht werden. Für 2030 schätzt die FAO den Anteil der Hungernden auf 8% (gleicher Anteil wie 2015 beim Start der 2030-Agenda).

Quelle: FAO  | Infografik 

| Hunger | 2030-Agenda | Welthunger-Index | Nahrung |
urbane Wärmeinsel
 Globus Infografik 15510
15.07.22    (2215)
dpa-Globus 15510: Die städtische Hitzeinsel
In der Woche ab dem 18. Juli wird eine Hitzewelle über Deutschland ziehen mit Temperaturen bis zu 40°C. Besonders heiß wird es in manchen Stadtteilen großer Städte durch den Wärmeinsel-Effekt, dessen Wirkungsweise in der Grafik dargestellt wird. Flächen (Straßen, Plätze, Wege, Gebäude, ...) wandeln um so mehr auf sie treffendes Sonnenlicht in Wärme um, je dunkler sie sind (Albedo-Effekt). Außerdem reduziert enge Bebauung die Luftzirkulation und damit die Kühlung, die vor allem durch Verdunstung bei Pflanzen, Bäumen und Gewässern bewirkt wird. Besonders ältere Menschen, Vorerkrankte und Kleinkinder leiden unter der Hitze. Es kann schlimmstenfalls zu Herz-Kreislaufproblemen oder Nierenversagen kommen, zumal wenn außerdem in "Tropennächten" (Temperatur ≥ 20°) die Regeneration unzureichend ist. So haben die Hitzewellen in Deutschland 2018 bis 2020 zu einer erheblichen Übersterblichkeit von ca. 20.000 geführt (). Kompensierende Maßnahmen wie Begrünung, Beschattung, intelligente Gebäudefassaden, Hellstreichen bisher dunkler Flächen (z.B. weiße Dächer), verstärkte Luftschneisen in Kombination mit verringerter anthropogener Wärmeerzeugung (Verkehr, Industrie, ... ) werden bei der Anpassung an die Klimaerwärmung immer wichtiger.

Quelle: Deutscher Wetterdienst  Helmholtz Klima Initiative  | Infografik 

| Klima | Gesundheit | Klimaerwärmung | Klimawandelfolgen |
Welthunger-Index
WHI 2021
Hunger in Afrika, die Lage ist ernst | Statista
13.07.22    (2213)
Statista: Hunger in Afrika, die Lage ist ernst
Der Welthunger-Index (WHI) bewertet das Ausmaß von Hunger und Unterernährung in Ländern und Regionen weltweit. Laut WHI-2021 leiden weltweit 10% an chronischem Hunger, in Afrika sogar 20% (278 M). In der Afrikakarte sind die 54 Länder gemäß 5-stufiger WHI- Schwereskala ("niedrig" bis "gravierend") gefärbt. "Gravierend" ist das Ausmaß an Hunger in Somalia, "sehr ernst" in 7 Ländern (Burundi, DR Kongo, Komoren, Madagaskar, Südsudan, Tschad, Zentralafrik. Republik). Nur 4 Länder sind eingruppiert in "niedrig" (Algerien, Marokko, Trinidat u. Tobago, Tunesien), 8 in "mäßig" (Ägypten, Eswatini, Gabun, Gambia, Ghana, Kamerun, Senegal, Südafrika), die restlichen 34 in "ernst".

Quelle: Welthunger-Index 2021 (WHI)

Statista: Infotext  Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Welthunger-Index | Hunger | Nahrung | 2030-Agenda |
Welternährung
SOFI 2022
Corona verschärft den Welt-Hunger | Statista
13.07.22    (2212)
Statista: Corona verschärft den Welt-Hunger
In der 2030-Agenda haben die Vereinten Nationen 2015 beschlossen, den Hunger weltweit bis 2030 zu beseitigen. Seit 2019 verschärft sich jedoch die Ernährungslage, wie der aktuelle FAO-Bericht (SOFI-2022) belegt. Danach ist die Anzahl der Hungernden weltweit im Jahr 2021 auf bis zu 828 M gestiegen. Vor diesem Hintergrund vergleicht die Grafik den Anteil der Bevölkerung in den Erdteilen, der von mäßiger¹ oder schwerer² Ernährungsunsicherheit betroffen ist, der Jahre 2019|2022 (in %):
➊ Afrika 52,4|57,8 ➋ Lateinamerika u. Karibik 31,7|40 ➌ Asien 21,3|24,6 ➍ Nordamerika u. Europa 7,1|8,0.
Auch weltweit ist der Anteil gestiegen (25,4|29,3). Hauptgründe für die Verschärfung der Ernährungslage sind die Coronapandemie, Folgen der Klimaerwärmung, eskalierende Konflikte, vor allem der Angriff Russlands auf die Ukraine. Ein Schwerpunkt der Ernährungskrise ist Afrika: dort sind ca. 34,4|23,4% von mäßiger¹|schwerer² Ernährungsunsicherheit betroffen.

¹ u.a. zu wenig Geld für gesunde Ernährung, Selbstversorgungsprobleme, Mahlzeiten müssen ausgelassen werden
² u.a. keine Lebensmittelvorräte, ganze Tage ohne Essen

Quelle: UNICEF

Statista: Infotext  Infografik 

| Hunger | Nahrung | 2030-Agenda |
Heiße Tage
DE 1960-2021
Heiße Tage in Deutschland | Statista
12.07.22    (2211)
Statista: Heiße Tage in Deutschland
Die meisten Wettermodelle prognostizieren eine Hitzewelle in Deutschland vom 18.- 21. Juli. Am 19.Juli werden mancherorts über 40°C erwartet. Aus diesem Anlass zeigt die Grafik die Anzahl der Heißen Tage (Höchsttemperatur ≥ 30°C) durchgängig seit 2000 und davor in 5-er Intervallen ab 1960. Top10-Jahre seit 1951:
2018 20 2003 19 2015 18 2019 17 1994 16 2006 14 2020 11 2010 11 1995 11 2013 11 .
Als Folge der Klimaerwärmung ist die Anzahl der Heißen Tage seit 1951 im Trend gestiegen. Mit nur 5 wird 2021 vermutlich ein Ausnahmejahr bleiben.

Quelle: DWD  UBA  Helmholtz Klima Initiative 

Statista: Infotext  Infografik 

| Klima | Klimaerwärmung | Klimawandel |
Extremwetter
Versicherungsschäden
DE 2001-2021
Sturzflut Bernd versenkt 8 Milliarden Euro | Statista
08.07.22    (2208)
Statista: Sturzflut Bernd versenkt 8 Milliarden Euro
Vor einem Jahr ab Anfang Juli verursachte das Tiefdruckgebiet Bernd Hochwasser in West- und Mitteleuropa mit schweren Sturzfluten. Besonders betroffen war Deutschland mit Schwerpunkt am 14.7. (DWD), vor allem das Ahrtal mit 133 Todesopfern und mehrere Regionen in NRW (u.a. Euskirchen, Swisstal, Rheinbach, Hagen) mit 49 Todesopfern (). Gemessen an den Versicherungsschäden war es die schwerste Naturkatastrophe seit 2001 in Deutschland.
Versicherungsschäden in der Sach-|KFZ-Versicherung (in G€):
➊ Sturzflut Bernd 2021: 8,1|0,4 ➋ August-Hochwasser 2002: 4,7|0,1 ➌ Sturm Kyrill 2007: 3,4|0,3 ➍ Hagel Andreas 2013: 2,0|1,2 ➎ Juni-Hochwasser 2013: 2,3|0.

Quelle: GDV

Statista: Infotext  Infografik 

| Naturkatastrophen | Hochwasser | Klimawandelfolgen |
Kernenergieanteil
Europa 2021
So wichtig ist die Atomkraft in Europa noch | Statista
07.07.22    (2209)
Statista: So wichtig ist die Atomkraft in Europa noch
Nachdem das EU-Parlament am 6.7.22 den Vorschlag der EU-Komission gebilligt hat, Investitionen in bestimmte Gas- und Atomkraftwerke in der Taxonomie-Verordnung als nachhaltig einzustufen, befürchten Kritiker einen Ausbau der Atomkraft, obwohl deren Hauptrisiken (Atommüll, Terrorangriffe, Proliferation, Havarien) sich vermutlich noch verstärken werden. Aus diesem Anlass listet die Grafik die Top10-Staaten in Europa gemessen am Anteil der Kernkraft an der Stromproduktion 2021 (in %):
FR 69,0 UA 55,0 SI 52,3 BE 50,8 HU 46,8 FI 32,8 SE 30,8 CH 28,8 UK 14,8 DE 11,9⟩.
Die durch den Krieg in der Ukraine wachsende Energieverknappung in Deutschland hat eine kontroverse Debatte über die Laufzeitverlängerung der verbliebenen drei AKW ausgelöst, die laut Atomausstieg Ende 2022 vom Netz gehen sollen. 2021 speisten sie ca. 34 TWh Strom ein (zum Vergleich: Photovoltaik: 45 TWh (); DE gesamt: 582 TWh).

Quelle: IAEA

Statista: Infotext  Infografik 

| Atomenergie | Atomausstieg | Strom |
Atomreaktoren
Altersstruktur
Welt 2022
2/3 aller Reaktoren sind älter als 30 Jahre | Statista
06.07.22    (2207)
Statista: 2/3 aller Reaktoren sind älter als 30 Jahre
Entgegen vielfältiger Kritik hat das EU-Parlament am 6.7.22 den Vorschlag der EU-Kommission gebilligt, Kernenergie (und Erdgas) in der Taxonomie-Verordnung als nachhaltige Energieart zu bewerten (). Aktuell sind weltweit 440 Kernreaktoren am Netz mit einem Anteil von rund 10% an der Stromproduktion. Allerdings sind 65,2|26,1% der Reaktoren schon älter als 30|40 Jahre.
Reaktoranzahl der 10-Jahresintervalle:
≤10 67 ≤20 26 ≤30 50 ≤40 172 ≤50 103 >50 12 .
Neue Reaktorblöcke werden aktuell nur außerhalb der EU gebaut, bis auf 3: Frankreich 1, Slowakei 2 ().

Quelle: IAEA  World Nuclear Association
Statista: Infotext  Infografik 

| Atomenergie | Atomausstieg | nachhaltige Energie |
Atomwaffen-Verbotsvertrag
TPNW Welt 2021
 Globus Infografik 15472
24.06.22    (2210)
dpa-Globus 15472: Vertrag zum Verbot von Atomwaffen
Der Atomwaffenverbotsvertrag (Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons (TPNW)) ächtet den Besitz von Atomwaffen und erweitert damit den Atomwaffensperrvertrag (NPT), der nur die Weiterverbreitung verbietet. Der TPNW trat am 22.01.2021 in Kraft, 86|65 Länder haben ihn unterzeichnet|ratifiziert (in der Weltkarte hell-|dunkelrot markiert).
Die Unterzeichnerstaaten trafen sich erstmals zu einer Konferenz in Wien (21.-23.6.22), an der auch Deutschland teilnahm (), obwohl es nicht unterzeichnet hat, weil es zu den Staaten mit nuklearer Teilhabe zählt (Kernwaffen in Deutschland).

Quelle: United Nations Office for Disarmament Affairs  | Infografik 

| Atomwaffen | Atomwaffensperrvertrag |
Photovoltaik-Ausbau
DE 2009-2021
Photovoltaik wieder im Aufwärtstrend | Statista
21.06.22    (2204)
Statista: Photovoltaik wieder im Aufwärtstrend
Im März 2022 waren in Deutschland rund 2,2 M Photovoltaik (PV)-Anlagen installiert mit einer Nennleistung von 58,4 GW. Nachdem der PV-Zubau (in GW) vom Hochpunkt 2011|7,9 stark einbrach auf den Tiefpunkt 2016|1,1, stieg er seitdem laufend auf zuletzt 2021|5,5. Auch der PV-Anteil an der Stromerzeugung ist gestiegen von Q1-21|4,7% auf Q1-22|6,3%. 2018-2021 variierte der eingespeiste PV-Strom (in TWh/m) im Jahresverlauf zwischen etwa 0,5 bis 1 im Winter und knapp 5 bis über 6 von Apr. bis Aug. (Maximum: Juni 21|6,9).
PV-Strom (TWh/a): '15 38,1 '16 37,6 '17 38,8 '18 44,3 '19 45,2 '20 49,5 '21 50,0 ().

Quelle: ISE Statistische Bundesamt 

Statista: Infotext  Infografik 

| Solarenergie | EW-Strom | Ökostrom |
Kohlekraft
DE 2001-2021
Deutschland hat Kohlekraft um 11 Gigawatt reduziert | Statista
20.06.22    (2203)
Statista: Deutschland hat Kohlekraft um 11 Gigawatt reduziert
In Reaktion auf die Drosselung der Erdgaszufuhr aus Russland () hat Wirtschaftsminister Robert Habeck angekündigt, Erdgas bei der Verstromung einzusparen, um die Erdgasspeicher für den kommenden Winter zu füllen (). Ersatzweise soll die Kohleverstromung einstweilen wieder ausgeweitet werden. Aus diesem Anlass zeigt die Grafik die Entwicklung der Kohlekraft-Kapazitäten 2000-2021 (Zubau|Abbau|Saldo, in GW):
Bilanz insgesamt (GW): 13,78 Zubau - 24,31 Rückbau = - 10,54 Saldo.
Stromkraft 2021 (GW): Braun-/Steinkohle 20,0/19,9; Wind 63,0; PV 56,2; Gas 31,7; Wasser 14,2; Biomasse 11,5; Atom 8,1; Geothermie u.a. 8,0 ().
Der Steinkohlebergbau in DE wurde 2018 eingestellt, der Braunkohletagebau dauert an (2020: 107 Mt). Importiert wurden 31,8 Mt Steinkohle, 45% aus RU. (Daten 2020, BGR-2021).
 
Quelle: Global Coal Plant Tracker

Statista: Infotext  Infografik 

| Kohle | Erdgas | Strom | EW-Strom | Windenergie | Solarenergie | Energieabhängigkeit |
Elektroautos
DE 2021
 Globus Infografik 15456
17.06.22    (2206)
dpa-Globus 15456: Elektroautos in Deutschland
Die Neuzulassungen | Produktion von Elektroautos in Deutschland (in k) sind von 2020: 194|176 auf 2021: 356|328 gestiegen. Hauptgrund für diesen Boom waren die Kaufprämien und Vergünstigen bei der Steuer.
Exportzahlen 2021 (in k): insgesamt 300, darunter:
UK 49,4 US 42,5 NO 33,6⟩.

Quelle: Statistisches Bundesamt  | Infografik 

| Elektroauto | EW-Verkehr |
Atommächte
WE 2022
 Globus Infografik 15459
17.06.22    (2205)
dpa-Globus 15459: Atomwaffen weltweit
In der Weltkarte sind die neun Atommächte und ihre Anzahl an Nuklearwaffen 2022 eingetragen:
RU 5977 US 5428 CN 350 FR 290 UK 225 PK 165 IN 160 IL 90 KP 20⟩ Tabelle.
Die Anzahl der Nuklearwaffen weltweit ist zwar von 2010|22.600 kontinuierlich gefallen auf 2022|12.705, SIPRI geht jedoch davon aus, dass sie als Folge der derzeitigen Spannungen steigen wird. Außerdem modernisieren die USA, Russland und weitere Atommächte ihre atomaren Waffensysteme und entwickeln teils neue.

Quelle: SIPRI: Jahrbuch  Archiv  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Atomwaffen | Atomwaffensperrvertrag | Sicherheitsrat | Konflikte |
Außenhandel
DE-UK 2000-2021
 Globus Infografik 15457
17.06.22    (2202)
dpa-Globus 15457: Der deutsch-britische Handel
Die beiden Kurven zeigen den Außenhandel (Export | Import) Deutschlands mit Großbritannien von 2000 bis 2021 (in G€). Der Export stieg von anfangs 49,4 auf das Maximum 2015|89,0 und fiel danach laufend auf zuletzt 65,4. Der Import lag im gesamten Zeitraum deutlich unter dem Export: er stieg von anfangs 36,9 auf das Maximum 2011|44,7 und fiel danach leicht, ab 2019 steiler auf zuletzt 32,2  ƵR .
Auch nach dem Brexit und dem Handelsrückgang durch die COVID-19-Pandemie zählt Großbritannien 2021 weiter zu den wichtigsten Handelspartnern Deutschlands (Rang): Export (8); Import (13); Volumen (10); der Handelsüberschuss (Export - Import) war der 3. höchste (+33 G€) nach den USA (+50) und Frankreich (+40) .
Top3 Exportgüter (G€): Autos, Autoteile 15,3; Maschinen 9,0; Chemie 5,9.
Top3 Importgüter G€): Autos, Autoteile  4,2 G€; Metalle 4,2; Chemie 3,3 Tabelle.

Quelle: destatis: Außenhandel  Rangfolge  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie  | Zeitreihe 

| Weltmarkt | Konsum & Produktion |
Global Peace Index
GPI-2022
 Globus Infografik 15460
17.06.22    (2201)
dpa-Globus 15460: Globaler Frieden
Der Weltfriedens-Index (Global Peace Index (GPI)) berechnet den Grad der Friedfertigkeit eines Staates mittels 23 Indikatoren aus drei Gruppen: Konflikte im In- und Ausland, gesellschaftliche Sicherheit, Militarisierung. Beim GPI 2022 werden 163 Staaten bewertet. Ranking gemäß GPI (je höher, desto schlechter):
IS 1,11 NZ 1,27 IE 1,29 DK AU PT 1,30⟩ ... ⟨RU 3,28 SY 3,36 YE 3,39 AF 3,55⟩ xlsx-Tabelle.
Deutschland: 1,46, Rang 16 (Vorjahr: 19).
In der Weltkarte sind die Länder nach 5 Kategorien gefärbt: Friedfertigkeit sehr hoch (dunkelgrün): 15; hoch: 52; mittel: 58; gering: 23; sehr gering (dunkelrot): 14.
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Friedfertigkeit in 90|71 Staaten erhöht|verringert, Länder-Ø +0,3%.

Quelle: IEP  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Konflikte | Indikatoren |
Flüchtlinge
WE 2021
 Globus Infografik 15452
17.06.22    (2200)
dpa-Globus 15452: Flüchtlinge weltweit
Im Jahr 2021 eskalierten viele Konflikte oder flammten neu auf, 850 M Einwohner in 23 Ländern waren daher mit Konflikten mittlerer bis hoher Intensität konfrontiert. Ende 2021 registrierte das UNHCR rund 89,3 M Flüchtlinge Datentabelle (+8% ggü. Vorjahr, >+100% ggü. vor 10 Jahren) . Die Grafik listet die Top10 Herkunfts- und Aufnahmeländer (in M):
SY 6,8 VE 4,6 AF 2,7 SS 2,4 MM 1,2 CD 0,9 SD 0,8 SO 0,8 CF 0,7 ER 0,5⟩
TR 3,8 CO 1,8 UG 1,5 PK 1,5 DE 1,3 SD 1,1 BD 0,9 LB 0,8 ET 0,8 IR 0,8⟩ Tabelle.
Wegen der dramatischen Zunahme von gewaltsamer Vertreibung durch den Ukrainekrieg veröffentlichte das UNHCR ausnahmsweise auch die Flüchtlingszahl für Mai 2022: Erstmals seit dem 2. Weltkrieg sind mehrals 100 Millionen auf der Flucht.

Quelle: UNHCR  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Migration |
Ukraine-Militärhilfen
WE 24.1.-7.6.22
Militärhilfen für die Ukraine - das geben einzelne Länder | Statista
16.06.22    (2199)
Statista: Militärhilfen für die Ukraine - das geben einzelne Länder
Der Ukraine Support Tracker erfasst die Militärhilfen (Waffen + Finanzmittel) an die Ukraine von 37 Ländern (27 EU + 10 OECD-non-EU) seit dem Russischen Überfall am 24.02.22. Die Grafik listet die Top10-Länder: Militärhilfen vom 24.1.-7.6.22 (in G€):
US 24,0 UK 2,4 PL 1,7 DE 1,4 CA 0,8 NO 0,5 CZ 0,3 GR 0,2 EE 0,2 LV 0,2⟩ Tabelle.

Quelle: IfW Kiel: Ukraine Support Tracker

Statista: Infotext  Infografik  | Tabelle/Infos 

| Konflikte | Waffen |
Rohstoffpreise
Das lukrative Geschäft mit essenziellen Rohstoffen | Statista
16.06.22    (2198)
Statista: Das lukrative Geschäft mit essenziellen Rohstoffen
Auf Russland und die Ukraine entfallen zusammen große Anteile beim weltweiten Export von Nahrungsmitteln und Rohstoffen (in %): Weizen 30, Mais 15, Mineraldünger 20, Erdgas 20, Öl 11. Der Ukrainekrieg, verbunden mit gravierenden Exportreduktionen und Störungen der Lieferketten, hat Preisschübe verursacht, wie die Grafik für Brennstoffe, Getreide und Metalle zeigt.
Ø-Preiserhöhung ausgewählter Rohstoffe seit Januar 2022 (in %):
➊ Kohle 69,3 ➋ Weizen 60,1 ➌ Erdgas (USA) 54,6 ➍ Nickel 46,5 ➎ Öl 29,1 ➏ Erdgas (Europa) 26,6 ➐ Mais 23,9 ➑ Platin 21,3 ➒ Palladium 14,8 ➓ Zink 11,4.

Quelle: OECD: Economic Outlook 

Statista: Infotext  Infografik 

| Nahrung | Rohstoffe | Erdöl | Erdgas | OECD |
Erdgaspipelines
DE-RU 01.-06.22
So viel Gas fließt aus Russland nach Deutschland | Statista
15.06.22    (2197)
Statista: So viel Gas fließt aus Russland nach Deutschland
Statt normalerweise rund 167 Mm³* Erdgas täglich liefert Gazprom aktuell nur etwa 100 Mm³* (-40%) über die Ostseepipeline Nord Stream 1, angeblich wegen Reparaturarbeiten durch Siemens (). Aus diesem Anlass zeigt die Grafik die bisherigen Gasflüsse über die drei Pipelines Nord Stream 1, Transgas und Jamal von Januar bis Mitte Juni 2022 (in TWh/Woche**): Jamal hat keine Bedeutung mehr (nahe null), Transgas lag bis Anfang Mai stabil bei etwa 4,5, brach Mitte Mai ein auf etwa 3 und stieg zuletzt wieder auf 3,92. Der Hauptlieferant Nord Stream 1 schwankte etwas um 12, sank zuletzt aber auf 9,24.

* Erdgas hat einen Brennwert von 8,4 bis 13,1 kWh/m³, für überschlägiges Rechnen wird oft 10 kWh/m³ verwendet, also 100 Mm³ Erdgas ≙ 1 TWh.
1 TWh/d = 1000 GWh/24h = 41,7 GW
** 9,24 TWh/Woche = 9240 GWh/7/24h = 55 GW = 40 Großkraftwerke à 1375 MW

Quelle: Statistisches Bundesamt 

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdgas |
Inflationsrate
DE 1992-2021
Inflation steigt auf Rekordniveau | Statista
14.06.22    (2196)
Statista: Inflation steigt auf Rekordniveau
Der Russische Überfall auf die Ukraine 2022 hat vor allem die Energie- (+38,3%) und Lebensmittelpreise (+11,1%) hochgetrieben, in der Folge auch die Inflationsrate, deren Verlauf seit 1992 die Grafik zeigt. Mit zuletzt (Mai 2022) 7,9% wurden die beiden Höchstwerte seit 1950 überschritten (): 7,6% (1951) und 7,1% in der Ölpreiskrise 1973/74, ausgelöst durch den Jom-Kippur-Krieg (6.-25.10.1973).

Quelle: Statistisches Bundesamt

Statista: Infotext  Infografik 

| Konsum & Produktion | Konflikte |
Corona Intensivfälle
DIVI-Register
Zahl der Corona-Intensivfälle stagniert bei 600 | Statista
13.06.22    (2194)
Statista: Zahl der Corona-Intensivfälle stagniert bei 600
Die Kurve der Anzahl intensivmedizinisch behandelter COVID-19-Fälle ist seit dem 20.3.22 (letzes Update) von 2.231 weiter gefallen auf 611 am 12.6.22, davon mussten 37% invasiv beamtet werden. In der letzten Welle markierte die Zahl den zweithöchsten Wert seit Beginn der Pandemie: 4917 am 10.12.21 (invasiv beatmet 56%) (Allzeithoch: 5.745 am 3.1.21). Seit Start des DIVI-Registers im April 2020 wurden rund 193k COVID-19-Fälle mit Behandlung auf der Intensivstation festgestellt.

Quelle: DIVI-Intensivregister

Statista: Infotext  Infografik  | Serie 

| SARS-CoV-2 |
Außenhandel
DE-US 2000-2021
 Globus Infografik 15437
10.06.22    (2195)
dpa-Globus 15437: Der Handel Deutschland - USA
Die beiden Kurven zeigen die Entwicklung von Export|Import Deutschlands nach|aus den USA von 2000 bis 2021 in G€. Insgesamt sind beide gestiegen von anfangs 62|47 auf zuletzt 122|72 mit zwei markanten Einbrüchen 2009 (Finanzkrise) und 2020 (COVID-19 Pandemie). Der Handelssaldo (Export - Import) war im gesamten Zeitraum positiv, am stärksten zuletzt (+50)  ƵR , der höchste Handelsüberschuss Deutschlands mit seinen Exportpartnern. Zugleich waren die USA 2021 auch der wichtigste Kunde .
Top3 Exportgüter: Autos, Autoteile 24,8 G€; Maschinen 21,9; Pharma 17,9.
Top3 Importgüter: Pharma 9,8 G€; Computer, Elektronik 8,7; Schiffe, Flugzeuge 8,5 Tabelle.

Quelle: Statistisches Bundesamt  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie  | Zeitreihe 

| Weltmarkt | Konsum & Produktion |
Unterernährung
WE 2005-2020
 Globus Infografik 15446
10.06.22    (2192)
dpa-Globus 15446: Unterernährung weltweit
Die Kurve zeigt die Entwicklung der Anzahl Unterernährter weltweit (in M) von 2005 bis 2020. Sie sank von anfangs 2005|810,7 auf den Tiefpunkt 2014|606,9; danach stieg sie wieder auf 2019|720,4 infolge von Konflikten, Klimawandel und Rezessionen. Vor allem als Folge der COVID-19-Pandemie geht die FAO 2020 von einem Anstieg auf 720,4 bis 881 aus.
Der G7-Gipfel auf Schloss Elmau beschloss im Juni 2015, die Anzahl Hungernder und Unterernährter weltweit um 500 M zu senken, die Vereinten Nationen verstärkten dieses Ziel in der 2030-Agenda (SDG-2) im September 2015: Beseitigung von Hunger und Unterernährung bis 2030. Angesichts der jüngsten Entwicklung (anhaltende COVID-19-Pandemie; Krieg in der Ukraine; zunehmender Klimawandel) werden diese Ziele wahrscheinlich nicht erreichbar sein. Deshalb richtet sich u.a. die Welthungerhilfe mit ihrem Report "Kompass-2022" an den diesjährigen G7-Gipfel auf Schloss Elmau (26.-28.6 Homepage) mit grundlegenden Forderungen und Vorschlägen, um der sich verschärfenden globalen Hungerkrise zu begegnen.

Quelle: FAO: SOFI-2021  Welthungerhilfe: Kompass-2022  | Infografik  | Serie 

| Hunger | Nahrung | 2030-Agenda |
Inflationsraten
WE 12.2021, 06.2022
Der Preis des Krieges | Statista
09.06.22    (2193)
Statista: Der Preis des Krieges
Der Ukrainekrieg hat den Anstieg der Inflationsraten beschleunigt, die schon zuvor infolge u.a. der Niedrigzinspolitik der Zentralbanken deutlich gestiegen waren. Dazu vergleicht die Grafik die Prognosen von Dez.21 und Juni 22 für 9 Ländern weltweit (Zuwachs in %P):
BR 4,6 UK 4,4 DE 4,4 FR 2,9 US 2,3 IN 2,0 JP 1,1 ID 1,0 CN 0,3⟩ Tabelle.
Im Vergleich aller 43 erfassten Länder ist der Inflationszuwachs (in %P) mit weitem Abstand am höchsten in der Türkei (48,1), gefolgt von den baltischen Staaten (LT 12,3; EE 8,6; LV 8,4), am schwächsten in Ostasien und in Saudi-Arabien sogar leicht negativ (-0,2) Tabelle.
Hauptursache für die erhöhte Inflation ist vor allem der starke Anstieg der Energie- und Lebensmittelpreise, der insbesondere Menschen mit niedrigem Einkommen überproportional stark belastet () und die Ernährungskrise in ärmeren Ländern weltweit verschärft ().

Quelle: OECD: Economic Outlook

Statista: Infotext  Infografik  | Tabelle/Infos 

| Konsum & Produktion | Konflikte | Nahrung | Armut & Reichtum | OECD |
Fischfang, Aquakulturen
WE 2011,2021
Immer mehr Fisch stammt aus Aquakultur | Statista
08.06.22    (2190)
Statista: Immer mehr Fisch stammt aus Aquakultur
Der Welttag der Ozeane erinnert jedes Jahr am 8. Juni u.a. daran, wie wichtig die Ozeane für die Ernährungssicherung sind. Aus diesem Anlass vergleicht die Grafik die Erzeugung von Fisch aus Fang und Aquakultur 2011 und 2021 (in Mt Lebendgewicht):
2011 93,7|62,0 2021 92,6|85,5
Im 10-Jahresvergleich sank der Fischfang etwas um 1,2%, hauptsächlich wegen sinkender Fischbestände durch Überfischung. Die Fischproduktion aus Aquakulturen stieg dagegen kräftig um 37,9%.

Quelle: FAO: Halbjahresbericht (pdf)

Statista: Infotext  Infografik 

| Nahrung |

Meeresspiegelanstieg
WE 1993-2021
Der Meeresspiegel steigt kontinuierlich | Statista
07.06.22    (2189)
Statista: Der Meeresspiegel steigt kontinuierlich
Zum Welttag der Ozeane am 8. Juni zeigt die Grafik den Meeresspiegelanstieg seit 1993, bisher 10,1 cm. Die beiden Hauptursachen sind Folgen der globalen Erwärmung: 1) zusätzliches Wasser aus der Schmelze von Eisschilden und Gletschern; 2) Wärmeausdehnung des Meerwassers. Durch die Trägheit des Klimasystems wird der Meeresspiegel noch Jahrhunderte weiter steigen (). Bis zum Jahr 2100 wird - je nach Szenario - ein Anstieg von 36 bis 126 cm (+ 2°C Erwärmung) bzw. 62 bis 238 cm (+5°C) prognostiziert ( ). Der steigende Meeresspiegel gefährdet weltweit Küstenbereiche, in denen hunderte Millionen Menschen leben, darunter 30 Megacities, die durch ihre Meernähe und niedrige Lage unmittelbar gefährdet sind (). In Europa sind Den Haag, Amsterdam und London am stärksten betroffen, aber auch Hamburg ist bedroht.
Weitere Infos: Statista Dossier „Rising seas and real estate in Europe“.

Quelle: NASA

Statista: Infotext  Infografik  | Serie 

| Klimaerwärmung | Klimawandelfolgen |
Klimaneutralität
EU 2050
 Globus Infografik 15431
03.06.22    (2191)
dpa-Globus 15431: Klimaneutral bis 2050
Mit dem European Green Deal will die EU ihre THG-Emissionen bis 2030 um mindestens 55% ggü. 1990 verringern und bis 2050 auf null senken. Die Grafik listet die Kernaspekte des Programms, u.a.: EE-Ausbau; saubere Technologien; energieeffiziente Gebäude; ÖPNV-Ausbau; Elektrifzierung der Mobilität; Revitalisierung, Erhalt und Ausbau von CO2-Senken (Moore, Böden, Wälder); langlebigere reparierbare Produkte.

Quelle: EU-Kommission: Überblick  Umsetzung  | Infografik 

| Treibhausgase | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle |
Meeresschutzgebiete
Nord-/Ostsee
Meeresschutzgebiete in der deutschen Nord- und Ostsee | Statista
03.06.22    (2188)
Statista: Meeresschutzgebiete in der deutschen Nord- und Ostsee
Der Welttag der Ozeane wurde beim Erdgipfel (3.-14.6.1992) eingerichtet. Seitdem erinnert der UN-Gedenktag (Liste) jährlich am 8. Juni daran, welche herausragende Bedeutung die Meere haben für den Erhalt allen Lebens auf der Erde und wie wichtig daher ihr Schutz ist. Aus diesem Anlass zeigt die Deutschlandkarte die sechs Meeresschutzgebiete in Nord- und Ostsee (AWZ) mit zusammen 10.392 km² Fläche, die zur Erhaltung der vielfältigen Tier- und Pflanzenarten in den deutschen Meeren im Rahmen der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) 1992 eingerichtet wurden (geordnet nach Fläche in km²):
Sylter Außenriff - Östliche Deutsche Bucht 5603 ➋ Pommersche Bucht 2092 ➌ Doggerbank 1692 ➍ Borkum-Riffgrund 625 ➎ Fehmarnbelt 280 ➏ Kadetrinne 100 .

Quelle: BfN: FFH-Richtlinie  Schutzgebiete  interaktive Karte

Statista: Infotext  Infografik 

| Bio-Vielfalt | Natur & Umwelt |
9-Euro-Ticket
DE Jun-Aug 2022
Die längsten Strecken für das 9-Euro-Ticket | Statista
01.06.22    (2187)
Statista: Die längsten Strecken für das 9-Euro-Ticket
Das neue 9-Euro-Ticket * ermöglicht deutschlandweite Fahrten im ÖPNV, allerdings fast nur im Nah-/Regionalverkehr (RB, RE, U-Bahn, S-Bahn, Bus, Tram, einige Fähren, wenige Fernzüge). Wer also große Distanzen per 9-Euro-Ticket bewältigen will, muss mehrfach umsteigen **. Allerdings gibt es durchaus lange Strecken bis 390 km ohne Umsteigen. Top-Strecken: Start-Ziel |km|h:
➊ Rostock - Elsterwerda 390|5:00 ➋ Cottbus - Wismar 365|4:30 ➌ Strahlsund - Falkenberg 360|5:00 ➍ Koblenz - Mannheim 330|4:20 ➎ Hof - München 315|3:30 ➏ Göttingen - Glachau 300|3:20 ➐ Lübeck-Stettin 295|5:00 ➑ Düsseldorf - Kassel 290|3:20 ➒ Leipzig - Nürnberg 290|4:10

* Grundsätzliche Kritik: Bahnexperte Prof. Christian Böttger, BZ 31.5.22
** Beispiel (zgh): München-Sylt: 2.6.22, 7:05-22:35, 6 mal umsteigen
  Quelle: Reiseauskunft Bahn, Zugriff 1.6.22 18:15


Quelle: Vergleich.org  

Statista: Infotext  Infografik 

| Mobilität/Verkehr |
Gewaltsam Vertriebene
WE 2010-2022
Mehr als 100 Millionen Menschen auf der Flucht | Statista
31.05.22    (2186)
Statista: Mehr als 100 Millionen Menschen auf der Flucht
Die Zahl der gewaltsam* Vertriebenen ("Forcibly displaced people") weltweit (in M) ist von 2010|41 gestiegen auf Ende 2021|90. Bis zum 23.05.22 kamen infolge des Ukrainekriegs weitere 14 M Flüchtlinge hinzu, davon 8 M Binnenvertriebene (Internally displaced person (IDP) ) und 6 M, die ins Ausland geflohen sind (Refugee). Damit wurde zum ersten Mal weltweit die 100-Millionen-Schwelle überschritten.

* durch Konflikte, Gewalt, Verfolgung, Menschenrechtsverletzungen
  (Forced displacement)

Quelle: UNHCR 

Statista: Infotext  Infografik 

| Migration | Konflikte |
Erdölexporte-RU
Top-Länder 2020
Wohin fließt das russische Öl? | Statista
31.05.22    (2185)
Statista: Wohin fließt das russische Öl?
Die EU hat ein Teil-Embargo geben Erdöl aus Russland beschlossen: Import per Tanker wird boykottiert, über Pipelines läuft er jedoch weiter, z.B. über die Druschba-Pipeline, die Ungarn, Tschechien, Slowakei und Deutschland versorgt (). Aus diesem Anlass listet die Grafik die Top13 Zielländer der Ölexporte Russlands 2020 (in G$):
CN 23,8 NL 9,2 DE 6,3 KR 5,0 PL 4,2 IT 3,7 BY 3,5 FI 2,8 JP 2,1 SK 1,5 UK 1,1 HU 1,0 US 1,0⟩.
Der russische Ölexport nach China entsprach schon 2020 der Summe NL+DE+PL+IT=23,4 und könnte noch deutlich gesteigert werden. Auch Indien und die Türkei verstärken bereits ihre Ölimporte aus Russland und profitieren vom sanktionsbedingten Preisabschlag. Solche Exportverlagerungen könnten die Wirkung des EU-Boykotts auf den Staatshaushalt Russlands merklich schwächen.

Quelle: UN-Comtrade

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdöl | Energieabhängigkeit | Konflikte |
Außenhandel
DE-CN 2000-2021
 Globus Infografik 15415
27.05.22    (2183)
dpa-Globus 15415: Der deutsch-chinesische Handel
Der Export | Import (G€) nach|aus China ist von 2000 bis 2021 insgesamt gestiegen von 9,5|18,6 auf 103,7|142,0. Im gesamten Zeitraum war der Handelssaldo (Export - Import) negativ, am stärksten 2008 (-26,7) und 2021 (-38,3)  ƵR . Gemessen am Handelsvolumen ist China seit 2016 Deutschlands wichtigster Handelspartner (  ). 2019-2020 war das Handelsvolumen wegen der Coronapandemie nur etwas gestiegen (3,5%), 2020-2021 dann wieder stark (+15%). Seit 2015 ist China wichtigstes Lieferland Deutschlands (Haupt-Importgüter: Computer, elektronische und optische Erzeugnisse). Umgekehrt exportierte Deutschland vor allem Autos und Autoteile sowie Maschinen nach China Tabelle.

Quelle: Statistisches Bundesamt  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie  | Zeitreihe 

| Weltmarkt | Konsum & Produktion |
Lebensmittelkrisen
WE 2022
 Globus Infografik 15408
27.05.22    (2182)
dpa-Globus 15408: Hunger in der Welt 2022
Mit der 2030-Agenda wurde 2015 beschlossen, den Hunger weltweit bis 2030 zu beseitigen (SDG-2). Doch infolge von Wetterextremen, Wirtschaftskrisen, COVID-19-Pandemie und Konflikten, besonders durch den Krieg in der Ukraine, nimmt der Hunger weiter zu. Für 2022 sagt der Global Report on Food Crisis weitere Lebensmittelkrisen voraus. In der Weltkarte sind die 12 Staaten mit der höchsten Anzahl Betroffener von Hunger der Phase 3 bis 5* im Jahr 2022 rot markiert (Anzahl in M):
CD 25,9 AF 22,8 NG 19,5 YE 19,0 ET 14,5 SS 7,7 SD 6,0 SO 6,0 PK 4,7 HT 4,5 NE 4,4 KE 3,5⟩ Tabelle.

* gemäß 5-stufiger IPC-Skala:  3) Krise 4) Notsituation 5) Hungersnot/Katastrophe.

Quelle: Report 2022  Factsheet  Hunger-Infos  | Infografik  | Serie 

| Hunger | Nahrung | 2030-Agenda | Globale Agenda 21 |
Nahverkehrspreise
DE 2015-2021
 Globus Infografik 15407
27.05.22    (2181)
dpa-Globus 15407: Preise im Nahverkehr
Von Juni bis August gilt das 9-Euro-Ticket: Einen Monat lang kann man per ÖPNV durch ganz Deutschland reisen. Es soll mehr Menschen als bisher motivieren, statt Autos öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen und außerdem eine finanzielle Entlastung bieten für die stark gestiegenen Preise bei Energie und Mobilität. Vor diesem Hintergrund zeigt die Grafik den Preisanstieg im ÖPNV von 2015 bis 2021 für Bahnfahrten im Nahverkehr und den Verbundverkehr (Tageskarten, Monatskarten u.a.), die beide deutlich über dem Verbraucherpreisindex liegen, der zum Vergleich ebenfalls eingezeichnet ist.
Zeitreihe Index 2015 = 100:  Bahn | Verbund | Preisindex:
'16 101,7|102,6|100,5 '17 105,7|104,3|102,0 '18 110,2|106,0|103,8 '19 113,9|108,0|105,3 '20 115,8|109,6|105,8 '21 116,4|111,3|109,1 .

Quelle: Statistisches Bundesamt  | Infografik 

| Mobilität/Verkehr | Energie | Konsum & Produktion |
Außenbilanz
DE 2000-2021
 Globus Infografik 15401
20.05.22    (2184)
dpa-Globus 15401: Deutschlands Außenbilanzen
Die blaue bzw. gelbe Kurve zeigt die Entwicklung der Handels¹- bzw. Leistungsbilanz² Deutschlands von 2000 bis 2021 (in G€). Beide sind seit dem Allzeithoch 2016: 265,5,9|248,9 gefallen auf 2020: 180,4|238,7. Danach sank die Handelsbilanz weiter auf 2021: 172,5, die Leistungsbilanz dagegen stieg auf 2021: 265,0.
Grund für den hohen Überschuss der Leistungsbilanz ist nicht nur der große Überschuss der Handelsbilanz, sondern auch die hohe Bilanz der Erwerbs- und Vermögenseinkommen, zuletzt 126,1.
Der weiterhin hohe Leistungsbilanz Deutschlands ist nicht nachhaltig, weil sie die Verschuldung des Auslands erhöht und das Risiko verschärft, dass Forderungen Deutschlands gegenüber dem Ausland auf Dauer zum Teil oder ganz verfallen.

¹ Saldo des Warenverkehrs mit dem Ausland (Export - Import)
² Leistungsbilanz = Handelsbilanz + Dienstleistungsbilanz + Übertragungsbilanz + Bilanz der Erwerbs- und Vermögenseinkommen

Quelle: Statistisches Bundesamt  Deutsche Bundesbank  | Infografik  | Serie 

| Konsum & Produktion | BIP | Weltmarkt | Indikatoren |
Klimasünder
WE 2020
 Globus Infografik 15399
20.05.22    (2179)
dpa-Globus 15399: Die größten Klimasünder 2020
Die CO2-Emissionen aus dem Verbrennen fossiler Energien sanken 2020 coranabedingt auf 35,963 Gt (-5,1% ggü.Vorjahr).
Top10-Länder (Anteil in %):
CN 32,5 US 12,6 IN 6,7 RU 4,7 JP 3,0 IR 1,9 DE 1,8 KR 1,7 SA 1,6 ID 1,6⟩ Tabelle.

Rangliste ausgewählter Staaten zum CO2-Ausstoß pro Kopf (t CO2/c):
QA 35,6 AE 20,7 SA 17,0 AU 15,2 CA 14,4 KZ 14,2 US 13,7 LU 13,2 RU 11,6 DE 7,7Tabelle.

Quelle: EDGAR  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Treibhausgase | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle |
Biokraftstoff
EU 2020
Deutschland ist Europas größter Biokraftstoff-Produzent | Statista
19.05.22    (2180)
Statista: Deutschland ist Europas größter Biokraftstoff-Produzent
Die Produktion von Biokraftstoff ist in der EU in den letzten 10 Jahren um durchschnittlich 5,6%/a gewachsen und hatte 2020 einen Anteil von 17,6% an der Welt-Produktion. Durch zunehmende Verknappung von Weizen und anderen Nahrungsmitteln durch den Krieg in der Ukraine wächst die Kritik an Biokraftstoffen, da sie aus Getreide, Mais und Ölpflanzen hergestellt werden, die (oder deren Anbauflächen) sinnvoller für Nahrungsmittel verwendet werden sollten ("Teller statt Tank", "Brot statt Biosprit").Vor diesem Hintergrund listet die Grafik ein Ranking von EU-Ländern zur Produktion von Biokraftstoffen 2020 (in k b | ± ggü.Vorjahr in %):
DE 65|-1 FR 43|-8 NL 37|-2 ES 32|-19 PL 19|+3 IT 16|+8 UK 10|-6 AT 7|+3⟩.

Quelle: BP: StatRev. 2021

Statista: Infotext  Infografik 

| Mobilität/Verkehr | Energie | Nahrung | Biomasse | NaWaRo |

Global Innovation Index
GII-2021
Die Schweiz ist das innovativste Land der Welt | Statista
17.05.22    (2176)
Statista: Die Schweiz ist das innovativste Land der Welt
Der "Global Innovation Index" (GII) 2021 vergleicht 132 Ökonomien weltweit hinsichtlich ihrer Innovationskraft. Mittels 81 Indikatoren aus 7 Themenfeldern* wird der GII berechnet als Punktwert zwischen 0 und 100. Rangfolge:
CH 65,5 SE 63,1 US 61,3 UK 59,8 KR 59,3 NL 58,6 FI 58,4 SG 57,8 DK 57,3 DE 57,3Tabelle.

* Institutionen; Humankapital und Forschung; Infrastruktur; Markt- und Unternehmensentwicklungen; Wissen und Technologie; Kreativitäts-Output

Quelle: GII-Report 2021

Statista: Infotext  Infografik  | Tabelle/Infos 

| Indikatoren |
Erdüberlastungstag
DE, WE 2022
 Globus Infografik 15378
13.05.22    (2178)
dpa-Globus 15378: Extrem überlastete Erde
Würden alle Menschen auf der Erde soviel Ressourcen verbrauchen wie in Deutschland, wären die Ressourcen des ganzen Jahres 2022 bereits am 4.5. aufgebraucht, der nationale Erdüberlastungstag (Earth Overshoot Day (EOD)) Deutschlands fällt also dieses Jahr auf den 4. Mai. Bei 20 Ländern tritt die Erdüberlastung noch früher ein, darunter die 12 der Grafik:
QA 10.2 LU 14.2. CA 13.3., US 13.3. AE 13.3. AU 23.3. BE 26.3. DK 28.3. FI 31.3 KR 2.4. SE 3.4. AT 6.4.⟩ Tabelle
Von 188 analysierten Ländern weltweit überlasten 138 die Erdkapazitäten.

Quelle: Earth Overshoot Day  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Indikatoren |
Anbauflächen
DE 2021
 Globus Infografik 15388
13.05.22    (2177)
dpa-Globus 15388: Auf deutschen Feldern
Die gesamte Fläche Deutschlands beträgt 357.588 km² = 35,8 Mha, davon wurden 2021 16,7 Mha landwirtschaftlich genutzt, darunter 11,7 Mha für Ackerland und 4,7 Mha Dauergrünlandflächen, vor allem Weiden für die Tierhaltung.
Die Grafik listet die Top7-Anbauflächen (in kha, Σ = 9153):
➊ Weizen 2939 ➋ Silomais 2220 ➌ Gerste 1540 ➍ Raps 1001 ➎ Roggen 631 ➏ Körnermais 431 ➐ Zuckerrüben 391.

Quelle: BLE: Deutschlands Felder  Infografiken  | Infografik 

| Nahrung | Boden |
Atommülllager
DE 2021
 Globus Infografik 15384
13.05.22    (2175)
dpa-Globus 15384: Hochradioaktive Abfälle
Laut Atomausstiegsplan sollen Ende 2022 die restlichen drei Atomkraftwerke in Deutschland vom Netz gehen*. Zurück bleibt radioaktiver Atommüll, der zurzeit provisorisch gelagert wird in 1116 CASTOR-Behältern in 3 zentralen und 13 dezentralen Zwischenlagern, deren Standorte samt Anzahl und Ablaufdatum in der Deutschlandkarte eingetragen sind Tabelle.
Langfristig muss der hochradioaktive Atommüll mindestens eine Million Jahre (AkEnd) sicher in einem Endlager aufbewahrt werden, dessen Standort bis 2031 ermittelt werden soll. Geeignet sind vor allem Regionen mit Salz, Ton oder Granit als Wirtsgestein (). Laut einem BGE-Zwischenbericht (28.9.20, pdf, 26 MB) sind 54% der Flächen in Deutschland grundsätzlich geologisch geeignet, auch 7 Regionen im Bundesland Bayern, wo der meiste Atommüll erzeugt wurde. 2050 soll das Endlager den Betrieb aufnehmen.
* Um die Abhängigkeit von fossilen Energien aus Russland nach dessen Angriffskriegs gegen die Ukraine zu reduzieren, wurde die Laufzeitverlängerung diskutiert. Wirtschaftsminister Habeck wandte jedoch ein, dass die Vorbereitung zur Abschaltung zu weit fortgeschritten sei, als dass die drei restlichen AKW länger in Betrieb gehalten werden könnten.

Quelle: BASE  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie  | Kontext 

| Atomenergie | Atomausstieg |
Erdgas-Einsparung
DE 2022
So viel Erdgas könnte Deutschland einsparen | Statista
10.05.22    (2173)
Statista: So viel Erdgas könnte Deutschland einsparen
In Reaktion auf den Ukrainekrieg will Deutschland seine Energieimporte aus Russland schnell reduzieren, insbesondere beim Erdgas, wo der Importanteil Russlands inzwischen von 55% (Ende 2021) auf 35% (April 2022) gesenkt werden konnte ( pdf↗). Außerdem könnten noch 2022 Einsparungen von 10,6 bis 28,2 % ggü. 2020 erzielt werden gemäß 3 Szenarien:
➊ Baseline ➋ mittlere ➌ optimischte Einsparung,  in vier Sektoren:
Private Haushalte| Gewerbe/Dienstleistung| Industrie| Strom-/Wärmeerzeugung  (in Gm³):
Nachfrage 2020: 25|12|26|22   ➊ 23|10|23|20  ➋ 21|10|21|15  ➌ 21|10|17|13.
➊ moderate Einsparungen auf das Niveau 2014/2015 (damals hohe Gaspreise);
➋ Strom: Ersatz von Erdgas durch Kohle; Heizen: Raumtemperatur ➘; Wärmepumpen;
➌ Großteil durch Industrie, vor allem Nahrungsmittel und Chemie.
Ergänzend: Diversifizierung der Lieferländer; effizientere Nutzung von Pipelines/ Speichern; kurzfristiges Senken der Gasnachfrage um 19 bis 26%.

Quelle: DIW

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdgas | Fossile Energien | Energieabhängigkeit |
Trockenheit im Frühjahr
DE 1961-2020
 Globus Infografik 15369
06.05.22    (2172)
dpa-Globus 15369: Mehr trockene Tage im Frühjahr
Die Anzahl der Tage ohne Niederschlag im Frühjahr (15.3.-15.5.) ist seit 1961 deutschlandweit gestiegen, wie der Vergleich der 30-Jahresphasen ab jeweils 1961, 1971, 1981, 1991 zeigt. Vor allem die Jahre 2018 bis 2020 waren extrem warm und trocken. Besonders betroffen ist der Nordosten Deutschlands mit inzwischen rund 40 Tagen ohne Niederschlag gerade im Frühjahr, wo die Vegetationeinen hohen Wasserbedarf hat und Aussaat (Korn, Zuckerrüben, ...) ausreichend Feuchtigkeit für Keimung und Wachstum benötigt. Im Zuge fortschreitender Klimaerwärmung ist mit verstärkter Trockenheit im Frühjahr zu rechnen, was Land- und Forstwirtschaft zu grundlegenden Anpassungen zwingt.

Quelle: DWD  | Infografik 

| Klimaerwärmung | Klimawandelfolgen | Wasser | Nahrung | Wald |
Schwangerschafts-
abbruch
WE 2022
Wo Schwangerschaftsabbrüche (nicht) erlaubt sind | Statista
04.05.22    (2170)
Statista: Wo Schwangerschaftsabbrüche (nicht) erlaubt sind
Noch gehören die USA zu den 72 Ländern, in denen Abtreibungen möglich sind, ohne das besondere Gründe vorliegen müssen. Doch der Supreme Court und 26 konservativ-regierte Bundesstaaten planen, Abtreibungen teilweise oder ganz zu verbieten (). Aus diesem Anlass sind in der Weltkarte die Länder gefärbt im Hinblick auf die Bedingungen, unter denen Schwangerschaftsabbrüche erlaubt sind: ➊ in den ersten 12 Wochen (teils andere Frist); aus ➋ sozioökonomischen oder ➌ gesundheitlichen Gründen; ➍ bei Lebensgefahr, sonst verboten.
Auch in Europa wollen manche konservative Kräfte die Hürden für Abtreibungen erhöhen. So verhängte ein Urteil des Verfassungsgerichts in Polen ein De-facto-Abtreibungsverbot ().

Quelle: Center for Reproductive Rights

Statista: Infotext  Infografik 

| Frauen | Bevölkerung |
Düngemittel
Preisanstieg
2019-2022
Dünger wird deutlich teurer | Statista
02.05.22    (2171)
Statista: Dünger wird deutlich teurer
Die Grafik zeigt die Preisentwicklung für fünf Düngemittel von 2019 bis 2022. Die Preise sind schon ab 2020 gestiegen (außer Kaliumchlorid), zuletzt sprunghaft (außer Phosphat) infolge des Kriegs in der Ukraine, der die Gaspreise in die Höhe trieb. Gas ist ein wichtiger Rohstoff für die Produktion von Kunstdünger. Die extremen Preise setzen einen Teufelskreis in Gang: Landwirte zögern beim Düngemittelkauf in Hoffnung auf sinkende Preise ⇒ Nachfrage sinkt ⇒ Hersteller drosseln die Produktion ⇒ Düngemittel werden knapper ⇒ Preise steigen.
Preise etwa Ende März 2022 (in $/t):
➊ DAP 938 ➋ UREA 908 ➌ TSP 793 ➍ Kaliumchlorid 563 ➎ Phosphorit 179.
(1) Phosphat-Stickstoff-Dünger   (2) Harnstoff   (3) konzentrierter Stickstoff-Dünger  (4) Dünger auf Basis von Kalisalz   (5) Gestein zur Produktion von Phosphordünger.

Quelle: World Bank

Statista: Infotext  Infografik 

| Nahrung | Hunger | Erdgas | Konflikte |

Einkommensverteilung
DE Kreise 2019
 Globus Infografik 15352
29.04.22    (2169)
dpa-Globus 15352: Regionale Einkommensverteilung in Deutschland
Das durchschnittlich verfügbare Pro-Kopf-Jahreseinkommen (aus Arbeit + Vermögen) 2019 betrug in West-|Ost-|Gesamt-DE 24,4|21,4|23,7 k€/c. Die Deutschlandkarte (png), in der die 401 Kreise gefärbt sind zur Stufung (21,5; 23,0; 24,5; 26,0)k€, zeigt ein ausgeprägtes Ost-West- und Nord-Süd-Gefälle.
Kreise mit dem höchsten|niedrigsten Pro-Kopf-Einkommen (in k€): Tabelle.
➊ Heilbronn-S 42,3 ➋ Starnberg 38,5 ➌ Miesbach 35,6 ➍ Hochtaunus 35,2 ➎ München-L 32,3 ➏ München-S 32,0 ➐ Olpe 31,0 ➑ Baden-Baden 29,7
➊ Gelsenkirchen 17,0 ➋ Duisburg 17,7 ➌ Halle (Saale) 18,3 ➍ Bremerhaven 18,6 ➎ Herne 18,9 ➏ Wilhelmshaven 19,0 ➐ Frankfurt (Oder) 19,1 ➑ Flensburg 19,1

Quelle: WSI: PM/ interaktive Karte   Policy Brief   xlsx | Infografik  | Tabelle/Infos 

| Armut & Reichtum | Bevölkerung |
Militärausgaben
WE 2021
 Globus Infografik 15357
29.04.22    (2168)
dpa-Globus 15357: Geld fürs Militär
Die weltweiten Militärausgaben* sind 2021 weiter gestiegen auf 2113,3 G$ (+0,7% ggü. Vorjahr, Allzeithoch), darunter die Top15-Länder (Anteil in %):
US 37,9 CN 13,9 IN 3,6 UK 3,2 RU 3,1 FR 2,7 DE 2,6 SA 2,6 JP 2,6 KR 2,4 IT 1,5 AU 1,5 CA 1,2 IR 1,2 IL 1,2⟩ Tabelle.
Mit extremen Abstand an der Spitze liegen die USA mit 801 G$, mehr als die folgenden neun Länder zusammen (777). Die USA fokussierten in den vergangenen Jahren verstärkt auf FuE, um ihren technologischen Vorsprung aufrecht zu erhalten. Konkurrent Russland steigerte seine Ausgaben um 2,9% auf 65,9 G$, finanziert aus dem Export von Rohstoffen, vor allem Erdöl und Erdgas. In Relation zum BIP liegt Russland vor den USA (% vom BIP):
SA 6,6 IL 5,2 RU 4,1 US 3,5 KR 2,8 IN 2,7 IR 2,3 UK 2,2 AU 2,0 FR 1,9 CN 1,7 IT 1,5 CA 1,3 DE 1,3 JP 1,1⟩ Tabelle.

* Waffen u. sonstige Rüstungsgüter, Personalausgaben, Militärhilfen, militärische FuE

Quelle: SIRPIPM  Database | Infografik  | Tabelle/Infos 

| Waffen | Konflikte |
Heizungsarten
Wohnungen DE 1995,2020
Mehrheit der Wohnungen werden mit Gas und Öl beheizt | Statista
27.04.22    (2167)
Statista: Mehrheit der Wohnungen werden mit Gas und Öl beheizt
Die Grafik vergleicht den Anteil der Energieträger beim Heizen von Wohnungen in Deutschland der Jahre 1995|2020 (in %):
➊ Gas 39,6|49,5 ➋ Öl 39,0|25,0 ➌ Fernwärme 8,2|14,1 ➍ Strom 5,6|2,6 ➎ Wärmepumpe 0,0|2,6 ➏ Sonstige 11,0|6,2.
Der Langzeitvergleich zeigt, dass die Wärmewende im Gebäudebestand kaum vorangekommen ist. Nur bei Neubauten ist zuletzt ein deutlicher Trend hin zu Erneuerbaren Energien (EE) zu erkennen, vor allem Ersatz von Erdgas (44,1➘33,2%) durch Wärmepumpen (24,0➚35,5%) (Vergleich 2016, 2020 ). EE-Heizungen sind zwar teurer bei der Anschaffung (), aber sparsamer bei den Betriebskosten.

Quelle: BDEW (pdf

Statista: Infotext  Infografik 

| EW-Wärme | Erdgas | Erdöl | Strom |
Migrationshintergrund
DE 2021
 Globus Infografik 15346
22.04.22    (2166)
dpa-Globus 15346: Menschen mit Migrationshintergrund 2021
Ende 2021 lebten in Deutschland 81,9 M Menschen, darunter 22,3 M (27,2 %) mit Migrationshintergrund* mit folgender Verteilung (in %, 100% ≙ 22,3 M):
 
Ausländer
Deutsche
Σ
 
Zugewanderte
40
23¹
63
¹ Spätaussiedler, Eingebürgerte
in DE Geborene
7
30²
37
² ein Elternteil ausländisch oder eingebürgert
Summe Σ
47
53
100
 
Vierfeldertafel:
    gerundet/angepasst,    genaue Werte: xlsx-Tabelle

* eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde

Quelle: Statistisches Bundesamt  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Migration | Ausländer |

Grundwassermangel
WE 2019
Wo das Grundwasser (nicht) knapp ist | Statista
19.04.22    (2163)
Statista: Wo das Grundwasser (nicht) knapp ist
In der Weltkarte sind 189 Länder im Hinblick auf das Risiko von Grundwassermangel im Jahr 2019 nach 5 Stufen von "niedrig" bis "extrem hoch" gefärbt. Das Risiko wird berechnet als Verhältnis der gesamten Wasserentnahmen (u.a. Haushalte, Industrie, Bewässerung, Viehzucht) zu verfügbaren erneuerbaren Oberflächen- und Grundwasservorräten. Besonders dramatisch ist die Lage in Katar, Israel, im Libanon und Iran.
Als Folge der Klimaerwärmung ist vermehrt mit Dürren und dadurch verschärften Wasserkonflikten zu rechnen (). Deutschland (Rg 62) hat ein mittleres bis hohes Risiko für Grundwassermangel, das sich wahrscheinlich noch erhöhen wird, da immer mehr Grundwasser abgepumpt wird in Reaktion auf das durch Übernutzung und den Klimawandel abnehmende Oberflächenwasser.

Quelle: WRI

Statista: Infotext  Infografik 

| Wasser | Klimaerwärmung | Klimawandelfolgen |
Wasserkonflikte
WE 2000-2019
Kampf ums Wasser nimmt zu | Statista
19.04.22    (2162)
Statista: Kampf ums Wasser nimmt zu
Die Anzahl der Wasserkonflikte nimmt in 5 von 6 Regionen weltweit zu, wie der Vergleich der Dekaden 2000-09 und 2010-19 zeigt:
➊ Asien 111|388 ➋ Afrika 68|150 ➌ Lateinamerika & Karibik 18|61 ➍ Europa 13|18 ➎ Nordamerika 7|10 ➏ Australien & Neuseeland 2|0.
Hotspot der Wasserkonflikte ist Asien. Bei gewaltsamen Grenzkonflikten um den Zugang zu Wasserressourcen zwischen Tadschikistan und Kirgisistan wurden 2021 mindestens 41 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt. Weil die größten und wichtigsten Flüsse Asiens von China kontrolliert werden (vor allem Brahmaputra, Mekong), sehen Experten dort ein wachsendes Risiko für eskalierende Wasserkonflikte. So auch in Afrika, besonders beim Nil-Wasser. Äthiopien hat begonnen, seinen neuen Staudamm (GERD) am Blauen Nil zu füllen, weshalb Sudan und Ägypten Nachteile für ihre Wasserversorgung fürchten ().

Quelle: Pacific Institute
Statista: Infotext  Infografik 

| Wasser | Konflikte |
Steuerspirale
DE 2021
 Globus Infografik 15321
14.04.22    (2165)
dpa-Globus 15321: Steuerspirale 2021
Im Jahr 2021 hat der Staat (Bund, Länder, Gemeinden) 833,2 G€ Steuern eingenommen (+12,6 % ggü.Vorjahr durch Konjunkturaufschwung nach der Coronakrise).
Die Top2 | Top4 umfassen bereits 65,0% | 77,4%
➊ Lohn*-/Einkommensteuer 34,9    ➌ Gewerbesteuer 7,3
➋ Umsatzsteuer 30,1    ➍ Körperschaftsteuer 5,1
Summe
65,0  
Summe
12,4
Die restlichen 22,6% verteilen sich auf weitere 25 Steuerarten xlsx-Tabelle.

* Die Lohnsteuer ist vorab vom Lohn einbehaltene Einkommensteuer. Sie wird in der Grafik als eigenständige Steuer (Rang 2 nach Umsatzsteuer) dargestellt.

Quelle: BMF  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Einkommensteuer | Konsum & Produktion |
Staatsfinanzen_DE 2009-2021
 Globus Infografik 15322
14.04.22    (2161)
dpa-Globus 15322: Deutschlands Staatsfinanzen
Die Grafik zeigt die Entwicklung der Staatsfinanzen Deutschlands von 2009 bis 2021  ƵR . Vorläufige Werte für 2021 (in G€):
1705,8 Einnahmen - 1838,2 Ausgaben = -132,5 Saldo   (-3,7% vom BIP).
Hauptsächlich coronabedingt ist der Haushaltssaldo ab 2020 negativ und das Defizit übersteigt seitdem die Maastricht-Grenze 3%, die allerdings wegen der Coronakrise für die Jahre 2020 bis 2022 ausgesetzt wurde und vermutlich reformiert wird (). Zuletzt hatte Deutschland die 3%-Schwelle 2010 mit 4,4% überschritten als Folge der Weltfinanzkrise (ab 08.2007) und der Eurokrise (ab 10.2009). Von 2012 bis 2019 war der Saldo sogar positiv (Hochpunkt 2018|+1,9%)  ƵR .

Quelle: Destatis: PM: Staatsdefizit  VGR/BIP: Fachserien 18  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie  | Zeitreihe 

| Konsum & Produktion | Einkommensteuer |
THG-Reduktion
DE 2021, 2030
Deutschland muss Emissionen schneller reduzieren | Statista
14.04.22    (2160)
Statista: Deutschland muss Emissionen schneller reduzieren
Nach dem BVerfG-Klimaurteil (24.03.21) wurden die THG-Reduktionsziele mit der KSG-Novelle (18.08.21) verschärft: -65% bis 2030, -88% bis 2040; Klimaneutralität bis 2045. Außerdem wurden für 6 von 7 Sektoren (KSG Anlage 1) jeweils THG-Obergrenzen festgelegt (KSG Anlage 2). Das Tempo der THG-Reduktion der letzten 20 Jahre reicht bei weitem nicht, wie der Vergleich der Emissionen 2001 und 2021 mit den Zielvorgaben für 2030 der Top5-Sektoren zeigt (in MtCO2e):
➊ Energiewirtschaft 396|247|108 ➋ Industrie 198|181|118 ➌ Gebäude 187|115|85 ➍ Verkehr 177|148|85 ➎ Landwirtschaft 68|61|56.

Hinweis (zgh): Der Expertenrat für Klimafragen (ERK) bestätigt in seinem 2. Prüfbericht (13.4.22, pdf) die Zielverfehlung (soll|ist, in MtCO2e) in den Sektoren Verkehr (145|148) sowie Gebäude (113|115) und empfiehlt "einen koordinierten Prozess zur Weiterentwicklung des Klimaschutzgesetzes im laufenden Jahr" (). Die Bundesregierung arbeitet bereits an einem diesbezüglichen Klimaschutz-Sofortprogramm.

Quelle: UBA  ERK

Statista: Infotext  Infografik 

| Treibhausgase | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle |
Lohnillusion
DE 1991-2021
 Globus Infografik 15324
14.04.22    (1434)
dpa-Globus 15324: Die Lohnillusion
Die Grafik zeigt die Entwicklung des durchschnittlichen Monatverdiensts je Arbeitnehmer in Deutschland von 1991 bis 2021 (in €). Der Bruttolohn stieg von 1657 auf 3203 (+ 93%), der Nettolohn¹ von 1161 auf 2170 (+ 87%), der Reallohn² dagegen fiel zunächst auf das Bereichstief 2009|1095€. Danach stieg er leicht an und überbot erstmals 2015 mit 1185 € seinen Anfangswert. 2021 lag er mit 1303 € nur 142 € über seinem Anfangswert, die reale Kaufkraft ist also seit 1991 insgesamt nur um 12,2% gestiegen ( Ø-Wachstumsrate/a = 0,4% ³).
1 Nettolohn = Bruttolohn - Steuern - Sozialabgaben
2 Reallohn = Nettolohn preisbereinigt
3 1303 = 1161 (1+p)30 ⇒ p = 30.√(1303/1161) - 1 = 0,4%

Quelle: Statistisches Bundesamt  | Infografik  | Serie  | Zeitreihe 

| Konsum & Produktion |
Stromerzeugung
Kosten DE 2021
Folgekosten von Atomstrom am höchsten | Statista
12.04.22    (2158)
Statista: Folgekosten von Atomstrom am höchsten
Auch wenn der Ökostromanteil bis 2030 auf 80% gesteigert werden soll (), bleibt wegen des Atom- (Ende 2022) und Kohleausstiegs (2030 ) eine Lücke in der Stromerzeugung, die vor dem Ukrainekrieg vor allem mit Erdgaskraftwerken überbrückt werden sollte. Da Erdgas nun jedoch durch die Kriegsfolgen keine Versorgungssicherheit mehr bietet, wird zunehmend diskutiert, die drei noch laufenden AKW nicht planmäßig Ende 2022 abzuschalten. Neue Brennstäbe würden jedoch erst ab Herbst 2023 nachgefüllt werden können; auch müssten umfangreiche Sicherheitsprüfungen erfolgen sowie neues Personal eingestellt und geschult werden. Außerdem erweist sich die Atomenergie bei den gesamtgesellschaftlichen Kosten* mit Abstand als die teuerste Variante der Stromerzeugung (in ct/kWh):
➊ Atom 37,8 ➋ Braunkohle 25,5 ➌ Steinkohle 23,3 ➍ Solar 22,8 ➎ Wind-Offshore 18,5 ➏ Wind-Onshore 8,8.

* Marktpreis + Subventionen + Folgekosten (Umwelt, Klima, Gesundheitsschäden)

Quelle: FÖS (pdf)

Statista: Infotext  Infografik 

| Strom | Ökostrom | Erdgas | Atomenergie | Solarenergie | Windenergie |
Außenhandel
DE 2021
 Globus Infografik 15313
08.04.22    (2159)
dpa-Globus 15313: Deutschlands wichtigste Außenhandelspartner 2021
Im Jahr 2021 betrugen die Exporte|Importe Deutschlands 1376|1203 G€ (Volumen¹ 2578| Saldo²: 173). Auf die Top20-Länder beim Export, Import und Handelsvolumen entfielen jeweils rund 80%.
Top20-Länder: Export, Import , Handelsvolumen¹ (Anteile in %): Tabelle.
Ex: ⟨US 8,9 CN 7,5 FR 7,4 NL 7,3 PL 5,7 IT 5,5 AT 5,2 UK 4,8 CH 4,4 BE 3,7⟩ ...
Im: ⟨CN 11,8 NL 8,8 US 6,0 PL 5,7 IT 5,4 FR 5,2 BE 4,3 CZ 4,2 CH 4,1⟩ ...
HV: ⟨CN 9,5 NL 8,0 US 7,5 FR 6,4 PL 5,7 IT 5,5 AT 4,6 CH 4,2 BE 4,0 UK 3,8⟩ ...
WichtigsteAusfuhr-|Importgüter: Autos, Maschinen | Computer, elektronische Geräte, Autos.
¹ Volumen = Exporte + Importe    ²  Saldo = Exporte - Importe

Quelle: Statistisches Bundesamt  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Konsum & Produktion | Weltmarkt |
Agrarhandel
WE 2020
 Globus Infografik 15314
08.04.22    (2157)
dpa-Globus 15314: Die Großen im Agrarhandel 2020
Weltweit wurden 2020 Agrarprodukte im Wert von rund 1800|1844 G$ exportiert|importiert, darunter die Top10-Länder mit zusammen 1269|1309 G$ (70,5|71,0%).
Top10-Exportländer: Anteile in %:
EU 36,3 US 9,4 BR 5,2 CN 4,3 CA 3,9 ID 2,6 TH 2,3 MX 2,3 IN 2,2 AR 2,1⟩ Tabelle.
Bei der EU entfielen 23,4|12,9 % auf den Binnen-|Außenhandel, die EU lag also beim Agrarexport auch ohne Binnenhandel auf Rang 1 deutlich vor den USA.
Top10-Importländer: Anteile in %:
EU 32,4 CN 11,7 US 10,1 JP 4,2 UK 3,9 CA 2,2 KR 2,0 RU 1,6 MX 1,5 IN 1,4⟩ Tabelle.
Bei der EU entfielen 22,8|9,6 % auf den Binnen-|Außenhandel, die EU lag also beim Agrarimport aus Ländern außerhalb der EU (EX-EU) auf Rang 3 nach China und den USA.

Quelle: WTO: World Trade Statistical Review 2021  | Infografik  | Tabelle/Infos 

| Nahrung | Weltmarkt |
Militärausgaben
NATO 2021
 Globus Infografik 15309
08.04.22    (2155)
dpa-Globus 15309: Verteidigungsausgaben der Nato-Staaten 2021
Die Militärausgaben der NATO sind 2021 auf 1,175 T$ gestiegen (+ 5,8% ggü.Vorjahr)
Top10-Staaten 2021 (Anteil in %):
US 69,0 UK 6,2 DE 5,4 FR 4,9 IT 2,8 CA 2,3 PL 1,3 NL 1,2 ES 1,2 TR 1,1⟩ Tabelle.
Top10-Staaten 2021: Ausgaben in % vom BIP:
GR 3,6 US 3,6 PL 2,3 UK 2,2 HR 2,2 LV 2,2 EE 2,2 LT 2,0 FR 1,9 RO 1,9⟩ Tabelle.
Laut NATO-Beschluss (2014) sollen die Mitgliedsstaaten bis 2024 mindestens 2% vom BIP aufwenden. Der NATO-Ø lag mit 2,65% bereits deutlich darüber, vor allem wegen des herausragend großen Beitrags der USA (3,6% vom BIP, Anteil 69%). Außer Griechenland und Staaten nahe Russland (Baltikum, Polen, Rumänien) lagen alle Staaten weit unter 2 % (z.B. Deutschland 1,49|Rg 20) mit Ausnahme Großbritanniens (2,25) und Frankreichs (1,93), beides Atommächte (P5 im UN-Sicherheitsrat mit Vetorecht).

Quelle: NATOPressemitteilung  Report 2021 (pdf) | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Konflikte | Waffen |
Staatsverschuldung
DE 1991-2021
 Globus Infografik 15311
08.04.22    (2154)
dpa-Globus 15311: Deutschlands Staatsschulden
Die Staatsschulden Deutschlands sind 2021 weiter stark gestiegen auf 2476 G€ (+7,0% ggü. Vorjahr), 69,3% vom BIP, deutlich über der Maastricht-Schwelle 60%  ƵR . Wie schon im Vorjahr war die COVID-19-Pandemie der Hauptgrund für den Anstieg der Staatsverschuldung: erhöhte Kosten für pandemiebedingte Maßnahmen bei gleichzeitig weniger Steuereinnahmen. Die Schuldenquote 2021 lag 13,2 %P unter dem bisherigen Allzeithoch 82,5% (2010  ƵR ) durch die Weltfinanzkrise (ab 2007), wo Banken durch Staatshilfen in der Größenordung von Hunderten Milliarden Euro gestützt wurden. Maßnahmen zur forcierten Energiewende und drastisch erhöhte Rüstungsausgaben als Reaktion auf den Krieg in der Ukraine werden die Staatsverschuldung weiter deutlich erhöhen.

Quelle: Deutsche Bundesbank  | Infografik  | Serie  | Zeitreihe 

| Konsum & Produktion | BIP | Indikatoren |
CO2e-Emissionen
IuK DE 2020
Der CO2-Fußabdruck unseres digitalen Lebens | Statista
08.04.22    (2153)
Statista: Der CO2-Fußabdruck unseres digitalen Lebens
Der Pro-Kopf-THG Ausstoß liegt in Deutschland bei 12 tCO2e/c/a, darunter 849 kgCO2e durch Informations- und Kommunikationstechnik (IuK):
➊ Herstellung 346 ➋ Nutzung 189 ➌ Netzwerke 64 ➍ Rechenzentren 250.
Diese vier Bereiche werden in der Grafik jeweils weiter aufgeschlüsselt:
➊ Herstellung: Fernseher 200; Laptop 63; Smartphone 50; Sprachassistenten 33.
➋ Nutzung: Fernseher 156; Laptop 25; Smartphone 4; Sprachassistenten 4.
➌ Netzwerke: Videostreaming 62; Social Media 1; Sprachassistenen 1.
➍ Rechenzentren: Internetnutzer 213; Suchmaschinenanfragen 26, Backup 11.
Die mit Abstand größten THG-Verursacher sind Fernseher (356 kgCO2e): Allein bei der Herstellung eines großen Flachbildfernsehers entstehen 1000 kgCO2e, beim Laptop 250 kgCO2e.

Quelle: Öko-Institut 

Statista: Infotext  Infografik 

| Treibhausgase | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle | Konsum & Produktion |
Getreide-Importanteil
Ukraine-Export 2020
Wohin die Ukraine ihr Getreide exportiert | Statista
06.04.22    (2156)
Statista: Wohin die Ukraine ihr Getreide exportiert
Die Ukraine war 2020 eines der größten Getreide-Exportländer. In der Weltkarte sind die Länder gefärbt gemäß ihres Anteils am Getreide-Export der Ukraine zur Stufung (1, 5, 10)%. An der Spitze des Ranking lagen Länder in Afrika und Asien (Anteil in %):
EG 17,0 ID 15,1 BD 8,4 PK 6,9 TR 5,6 MA 5,3⟩.
Deutschlands Anteil (0,04%) war sehr gering (7105 t Weizen und Mengkorn); bei Weichweizen (zur Mehlherstellung) ist Deutschland sogar unabhängig von Importen ().
Der Ukrainekrieg (Ernteausfälle, Exporteinschränkungen) führt zur Verknappung und zum Preisanstieg bei Getreide und gefährdet daher die Ernährungssicherheit insbesondere von Ländern in Afrika und Asien.

Quelle: International Trade Center

Statista: Infotext  Infografik 

| Nahrung | Konflikte |
CO2-Emissionen
PKW-Typen
DE 2022
So viel CO2 stoßen Autos aus | Statista
05.04.22    (2151)
Statista: So viel CO2 stoßen Autos aus
SUVs werden immer mehr gekauft in Deutschland (Rg 1: Neuzulassungen 2021) und weltweit (), obwohl sie vergleichsweise viel CO2 verursachen, wie das Ranking zeigt:
Geschätzter CO2-Ausstoß-Ø 2022 in DE pro 15000 km (in t CO2/ a):
➊ Keinwagen 1,350 ➋ Mittelklasse 1,395 ➌ kleine SUVs 1,605 ➍ Oberklasse 1,785 ➎ große SUVs 1,995 ➏ Luxusklasse 2,070 ➐ Sportwagen 2,115.
Vereinbar mit dem 2°-Ziel ist ein Global-CO2-Restbudget von 1,37 t CO2/c (Ende 2020), d.h. pro Kopf darf im weltweiten Durchschnitt nur soviel CO2 emittiert werden, wie bereits ein Kleinwagen erzeugt. (THG 2021 DE: 9,1 tCO2e/c ). Um den hohen CO2-Ausstoß im Verkehrssektor zu senken, hat die EU die Grenzwerte gesenkt: 2021|2030: 95,0|61,75 g CO2/km für Neuwagen im Flottendurchschnitt. Die überhöhten CO2-Werte von z.B. SUVs werden vor allem dadurch (nur rein rechnerisch!) ausgeglichen, dass Elektroautos realitätsfern mit null g CO2 angesetzt werden, obwohl die Akku-Herstellung sehr CO2-intensiv ist : ca. 3,5 t CO2/50 kWh-Akku*. Hinzu kommen ca. 1,1 t CO2 pro 15000 km Fahrstrecke*.

* zgh: Rechnungen mit grob geschätzten Mittelwerten. Der spezifische CO2-Faktor für den Strommix beim Fahren (400 gCO2/kWh) wird um 100 niedriger angesetzt als bei der Akku-Produktion, weil beim Fahren vermutlich mehr Ökostrom (u.a. von eigenen PV-Anlagen) getankt wird.
3,5 t CO2 = 50 kWh_Akku • 140 kWh_Strom/kWh_Akku • 500 gCO2/kWh_Strom
1,2 t CO2 = 15000 km • 200 kWh/1000km • 400 gCO2/kWh

Quelle: Statista Mobility Market Outlook

Statista: Infotext  Infografik 

| Treibhausgase | Mobilität/Verkehr | Elektroauto | EW-Verkehr |
THG-Emissionen
DB 2018-2021
Luftfracht treibt DB-Emissionen nach oben | Statista
05.04.22    (2149)
Statista: Luftfracht treibt DB-Emissionen nach oben
Der THG-Ausstoß (in MtCO2e) der Deutschen Bahn sank coronabedingt massiv von 2019|19,99 auf 2020|15,99 (-20,0%) und stieg dann auf 2021|18,52 (-7,4% ggü.2019), blieb also deutlich unter dem Vorcorona-Niveau, was auch auf 6 von 8 Segmenten zutraf. Der Güterverkehr auf der Schiene blieb bei 1,70, einzig die Luftfracht stieg: 6,07➚7,07 (+16,5%) Tabelle.
2021 wurden in Deutschland insgesamt 762 MtCO2e ausgestoßen, davon 148 im Verkehrsektor (19,4%), Rang 3 von 6 KSG-Sektoren (UBA: jpg).

Quelle: DB: Integrierter Bericht 2021 (pdf) 

Statista: Infotext  Infografik  | Tabelle/Infos 

| Treibhausgase | EW-Verkehr | Mobilität/Verkehr |
Selbstversorgung
DE 2020/21
Deutschland droht kein Engpass bei Weizenmehl | Statista
04.04.22    (2148)
Statista: Deutschland droht kein Engpass bei Weizenmehl
Leere Regale in deutschen Supermärkten z.B. bei Weizenmehl sind Folge von Hamsterkäufen, nicht aber von zu wenig Weizenvolumen in Deutschland, denn der Selbstversorgungsgrad (SVG) beträgt bei Weizen 125% und bei Gerste 113%, im Inland wird also mehr produziert als verbraucht. Bei Roggen|Triticale müssen 16|17% importiert werden, bei Hafer|Körnermais 29|41%. Auch bei anderen Grundnahrungsmitteln (u.a. Kartoffeln, Milch ) liegt der SVG über 100%, dagegen müssen Gemüse/Obst zu großen Teilen importiert werden (). Der Ukrainekrieg gefährdet allerdings die Weizenversorgung vieler anderer Länder, besonders stark der am wenigsten entwickelten ().

Quelle: BLE

Statista: Infotext  Infografik 

| Nahrung | Konflikte |
Weizenimport
Russland-Ukraine 2020
Wo Weizen besonders knapp wird | Statista
04.04.22    (2147)
Statista: Wo Weizen besonders knapp wird
Der Krieg in der Ukraine verursacht Ernteausfälle und Russland hat einen Exportstopp für Agrarprodukte wie Weizen bis Ende Juni 2022 verhängt, was die Weizenversorgung vieler Länder gefährdet, darunter insbesondere viele Entwicklungsländer mit hohem Importanteil aus beiden Ländern.
Anteil der Importe 2020 aus Russland|Ukraine|Summe (in %):
SO 32|68|100 BJ 100|0|100 LA 71|23|94 EG 61|21|82 SD 70|5|75 CD 54|15|69 SN 48|18|66 TZ 61|3|64⟩.
Neben Weizen sind Russland und die Ukraine auch die größten Exporteure anderer wichtiger Grundnahrungsmittel (), z.B. ca. 2/3 beim Weltexport von Sonnenblumenöl und noch etwas mehr bei Sonnenblumenkuchen als Vorprodukt für Sonnenblumenöl und Tierfutter.
   
Quelle: UN Comtrade (pdf)

Statista: Infotext  Infografik 

| Nahrung | Hunger | Konflikte |
Energieimport EU
Russland 2020
 Globus Infografik 15301
01.04.22    (2164)
dpa-Globus 15301: Russland als Energielieferant der EU
Russland zählt beim Anteil an den Welt-Reserven an fossilen Energien zu den wichtigsten Ländern: Erdgas 20% (Rg 1 ), Kohle 15% (Rg 2 nach USA 23%), Erdöl 6% (Rg 6 ). Der Anteil der Energieimporte aus Russland ist daher in der EU hoch, in Deutschland besonders beim Gas (EU|DE Anteil in %):
Gas: 41,1|58,9; Öl 36,5| 35,2; Kohle 19,3|21,5.
Ranking: Anteil der Importe aus Russland am Energiebedarf (%):
LT 96 SK 57 HU 54 NL 49 GR 47 FI 45 PL 35 DE 31⟩ ... ⟨LU 4 IE 3 CY 2⟩ Tabelle.

Quelle: Eurostat  | Infografik  | Tabelle/Infos 

| Energieabhängigkeit | Erdöl | Erdgas | Kohle | Fossile Energien |
Gender Pay Gap
DE 2006-2021
 Globus Infografik 15296
01.04.22    (2152)
dpa-Globus 15296: Die Lücke beim Gehalt
Der durchschnittliche Bruttostundenlohn der Frauen|Männer ist von 13,91|17,99 € im Jahr 2006 kontinuierlich gestiegen auf zuletzt (2021) 19,12|23,20€. Der unbereinigte*Gender Pay Gap (GPG) ist seit seinem Höchststand 22,8% (2007/8) im Trend gesunken auf zuletzt (2021) 17,6%  ƵR .
* Teilzeit, geringer entlohnte typische Frauenberufe, weniger Karriere und geringeres Dienstalter: sie verursachen 71% der Gehaltslücke und werden beim "unbereinigtem" GPG nicht rausgerechnet. Das restlichen 29% resultieren aus geringerer Entlohnung trotz vergleichbarer Tätigkeit und Qualifikation. Wird nur der letzte Faktor berücksichtigt, spricht man vom "bereinigten" GPG: 2018 (aktuellster Stand) rund 6%.

Quelle: Statistisches Bundesamt  | Infografik  | Serie  | Kontext  | Zeitreihe 

| Gendergap | Frauen |
Trinkwasser
Verwendung
DE 2021
 Globus Infografik 15295
01.04.22    (2150)
dpa-Globus 15295: Dafür verbrauchen wir Leitungswasser
Der tägliche Pro-Kopf-Trinkwasserverbrauch (/c/d) von Haushalten+Kleingewerbe* in Deutschland ist von 1990:147 gefallen auf 2010/11:121. Danach stieg er nur leicht auf 2017:123. In den Dürrejahren 2018|2019 sprang er auf 127|128 und stieg im Coronajahr 2020 weiter auf 129. Zuletzt (2021) sank er etwas auf 127** ().
Verwendungzwecke 2021: Anteile in %:
➊ Baden, Duschen, Körperpflege 36 ➋ Toilettenspülung 27 ➌ Wäschewaschen 12 ➍ Kleingewerbeanteil 9 ➎ Geschirrspülen 6 ➏ Raumreinigung, Garten 6 ➐ Essen und Trinken 4.
* Der Kleingewerbeanteil ist gering (9%). Der Anteil von Haushalt+Kleingewerbe am gesamten Wasserverbrauch liegt bei etwa 80%, hinzu kommen Industrie (13%) und Landwirtschaft (7%).
** Stand: 30.3.22. Grafik: 129 Liter (früherer Stand).

Quelle: BDEW: Trinkwasserverwendung  Zeitreihe  | Infografik  | Serie 

| Wasser |
Klimaziele
DE 2030-2045
 Globus Infografik 15302
01.04.22    (2146)
dpa-Globus 15302: Deutschland wird die Klimaziele 2030 verfehlen
Das Klimaziel für 2030 (-55% THG ggü.1990 ) wurde nach dem BVerfG-Klimaurteil (24.03.21) in der KSG-Novelle (18.08.21) verschärft auf -65%, zusätzlich: bis 2040: -88%, bis 2045 Klimaneutralität, nach 2050 negative Emissionen. Laut einer Prognose des Bundesrechnungshofs werden 2030 jedoch 40,2% mehr THG als die Zielvorgabe 438 MtCO2e emittiert. Neben der Gesamtreduktion 65% bis 2030 wurden für die ersten 6 von 7 Sektoren (KSG Anlage 1) jeweils THG-Obergrenzen festgelegt (KSG Anlage 2). Auch jeder Sektor wird seine Zielvorgabe überschreiten, wie die Grafik zeigt Tabelle. Etwa 70 von 110 Maßnahmen zur THG-Reduktion haben laut Bundesrechnungshof keine nachgewiesene Reduktionswirkung, effektiv seien lediglich acht, u.a. weniger Kohleverstromung und die Verschärfung der Vorgaben im EU-Emissionshandel (EU-ETS).

Quelle: Bundesrechnungshof  | Infografik  | Tabelle/Infos 

| Treibhausgase | 2 °C - Schwelle | Emissionshandel | Energiewende |
Energiemehrkosten
DE 01.-03.2022
Energiemehrkosten belasten geringe Einkommen stark | Statista
31.03.22    (2145)
Statista: Energiemehrkosten belasten geringe Einkommen stark
Der Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die Energiepreise auf Rekordhöhe getrieben, wodurch die privaten Haushalte um so mehr überproportional betroffen werden, je geringer ihr verfügbares Einkommen ist, so die Ergebnisse einer RWTH-Kurzstudie zur Einkommensverteilung:
1.-10. Dezil: Energieanteil am Einkommen (%) | Erhöhung ggü.Jan.2020 (%P):
1.Dezil 13,3|3,2* 2.Dezil 11,8|3,1 3.Dezil 11,3|2,9 4.Dezil 10,3|2,7 5.Dezil 9,8|2,6 6.Dezil 9,1|2,4 7.Dezil 8,5|2,3 8.Dezil 7,8|2,1 9.Dezil 7,1|2,0 10.Dezil 5,3|1,4 .
Die Mehrbelastung könnte etwa 600.000 Haushalte unter die Schwelle der Armutsgefährdung drücken (). Die Autoren der Studie halten eine Deckelung oder Reduktion der Energiepreise (etwa durch staatliche Eingriffe) für ungünstig, da solche Maßnahmen das dringend erforderliche Energiesparen ausbremsen. Stattdessen empfehlen sie direkte Hilfen für bedürftige Haushalte.

* Lesebeispiel: Das 1.Dezil (die 10% einkommensschwächsten Haushalte) geben durchschnittlich 13,3% ihres Einkommens für Strom, Heizung und Kraftstoffe aus, 3,2%P mehr als im Januar 2020.

Quelle: RWTH-Kurzstudie

Statista: Infotext  Infografik 

| Armut & Reichtum | Energie | Konsum & Produktion | Konflikte |
FuE-Ausgaben
DE 2010-2020
 Globus Infografik 15283
25.03.22    (2142)
dpa-Globus 15283: Für Forschung und Entwicklung
Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) in Deutschland (in G€) sind von 2010 bis 2019 laufend gestiegen auf das Bereichshoch 110,0 und zuletzt (2020) gefallen auf 105,9. Zeitreihe ab 2010 (G€, gerundet):
' 10 70 ' 11 76 ' 12 79 ' 13 80 ' 14 84 ' 15 89 ' 16 92 ' 17 100 ' 18 105 ' 19 110 ' 20 106 .
Verteilung 2020: Wirtschaftsunternehmen 71,0; Hochschulen 19,3; Staat u. private Institutionen ohne Erwerbszweck 15,6.
Den stärksten Anstieg 2020 (+4% ggü.Vorjahr) verzeichneten die außeruniversitären Einrichtungen, hauptsächlich aufgrund der Ausweitung der Forschung zur Coronapandemie.
Der FuE-Anteil am BIP betrug zuletzt 3,1%, knapp über der EU-Vorgabe 3%. Bis 2025 will die Bundesregierung den Anteil auf 3,5% steigern.

Quelle: destatis: Pressemitteilung Fachreihen   | Infografik  | Serie 

| BIP | SARS-CoV-2 |
Waffenhandel
WE 2017-2021
 Globus Infografik 15280
25.03.22    (2141)
dpa-Globus 15280: Internationaler Waffenhandel
Der internationale Waffenhandel ist im 5-Jahreszeitraum 2017-21 um 4,6% gesunken im Vergleich zu 2012-16.
Top10-Länder beim Waffenexport bzw. -Import 2017-21 (Anteil in %):
US 38,6 RU 18,6 FR 10,7 CN 4,6 DE 4,5 IT 3,1 UK 2,9 KR 2,8 ES 2,5 IS 2,4⟩
IN 11,3 SA 11,0 EG 5,7 AU 5,4 CN 4,8 QA 4,6 KR 4,1 PK 3,0 AE 2,8 JP 2,6⟩ Tabelle
2017-2021 exportierte Deutschland Waffen in 53 Länder, darunter die Hauptabnehmer Südkorea und Ägypten mit jeweils 4 U-Booten.

Quelle: SIPRI: Presse  Faktenblatt  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Waffen | Konflikte |
Waldschäden
DE 2010-2020
 Globus Infografik 15287
25.03.22    (2140)
dpa-Globus 15287: Waldschäden in Deutschland
Der Schadholzeinschlag ist in Deutschland seit 2018 stark angestiegen, wie die Zeitreihe ab 2010 zeigt (in Mm³):
10 10,7 11 6,5 12 4,9 13 6,0 14 5,5 15 12,9 16 7,8 17 12,3 18 31,9 19 46,2 20 60,1
Hauptursache war der extrem geringe Niederschlag 2018 (590 mm), der in den mittelmäßigen Folgejahren nicht kompensiert wurde (in mm):
10 838 11 718 12 768 13 781 14 729 15 688 16 736 17 850 18 590 19 730 20 710
Auch die hohen Durchschnittstemperaturen seit 2018 haben viele Bäume geschwächt, wodurch sie anfälliger wurden für Schädlinge wie den Borkenkämper (in °C):
10 7,9 11 9,6 12 9,1 13 8,7 14 10,3 15 9,9 16 9,6 17 9,6 18 10,4 19 10,2 20 10,4

Quelle: Statistisches Bundesamt  | Infografik 

| Wald | Klimaerwärmung |
Benzinpreis
EU+UK 11.03.22
So teuer ist tanken im Europa-Vergleich | Statista
25.03.22    (2137)
Statista: So teuer ist tanken im Europa-Vergleich
Russland zählt zu den größten Erdölländern (Rg 2 bei Förderung und Export), der Ukrainekrieg hat daher die Ölmärkte stark verunsichert und die Benzinpreise auf Rekordhöhe getrieben. Vor diesem Hintergrund listet die Grafik ein Ranking der Kosten einer Tankfüllung (60 ) Super-Benzin E10 in 16 Ländern (€, am 11.03.22):
NL 144 DE 132 BE 126 IT 124 CH 124 DK 119⟩ .. ⟨CZ 88 PL 86 HU 76⟩ Tabelle.
Rangfolge bei Umrechnung in Arbeitsstunden (Bruttolohn-Ø Vollzeitjobs 2018):
HR 15,2 HU 13,8⟩ ... ⟨DE 6,7 FR 6,5 BE 6,2 UK 5,5 LU 4,5 DK 4,0 CH 3,5⟩ Tabelle.
Die Bundesregierung hat die Energiesteuer auf Kraftstoffe für drei Monate auf EU-Mindestmaß gesenkt; der Benzin-|Dieselpreis soll dadurch um 30|14 ct/ reduziert werden.

Quelle: ADAC Eurostat

Statista: Infotext  Infografik  | Tabelle/Infos 

| Ölpreis | Erdöl | Energie | Konsum & Produktion |
Ökologischer Fußabdruck
Welt 2018
Die Welt ist nicht genug | Statista
24.03.22    (2143)
Statista: Die Welt ist nicht genug
Die Ressourcen der Erde sind im globalen Durchschnitt um den Faktor 1,75 übernutzt. Auf einzelne Länder bezogen variiert der Überlastungsfaktor erheblich, wie das Ranking ausgewählter Länder für 2018 zeigt:
QA 9,02 US 5,13 AU 4,48 AT 3,83 RU 3,36 DE 2,95 CH 2,75 CN 2,40 IN 0,76⟩.
Würden also alle 7,5 Milliarden Menschen auf der Erde so leben wie der Durchschnitt z.B. in Deutschland, bräuchte es 2,95 Erden, um die dafür benötigten Ressourcen bereitzustellen, d.h. rein rechnerisch hat Deutschland sein Jahresbudget an regenerierbaren Ressourcen bereits am 04.05.22* (nationaler Erdüberlastungstag in DE) verbraucht. Unter den ausgewählten Ländern hat nur Indien einen Faktor < 1 (Länderdaten). Besonders die Länder mit hohem BIP/c (), darunter die EU (), treiben die globale Überlastung in die Höhe. Der globale Erdüberlastungstag (Earth Overshoot Day (EOD)) fiel 2021 auf den 29.Juli, 2022 rückt er einen Tag vor auf den 28.Juli.

* 365 Tage/2,95=123,7 Tage, 124.Kalendertag (2022) = 04.05.2022

Quelle: Global Footprint Network

Statista: Infotext  Infografik  | Serie 

| Indikatoren | Rohstoffe | Globale Agenda 21 | 2030-Agenda |
Öl-Einsparpotenzial
Industrieländer
So könnte der Westen weniger Öl verbrauchen | Statista
22.03.22    (2134)
Statista: So könnte der Westen weniger Öl verbrauchen
Die Rohölpreise sind seit Beginn des Ukrainekriegs sprunghaft angestiegen, dadurch auch die Einnahmen Russlands (Rang 2 der Öl-Exporteure). Um den Divisenfluss und damit auch die Finanzierung des Krieges zu verringern, wollen westliche Länder ihre Ölimporte aus Russland reduzieren oder sogar stoppen. Täglich werden weltweit rund 99 Mb Erdöl verbraucht, davon 44,6 Mb (45%) durch die Industrieländer (IL) ("advanced economies"). Die IEA hat einen 10-Punkteplan vorgestellt, mit dem die IL ihren Ölverbrauch innerhalb von 4 Monaten auf 41,8 Mb (-6,3%) senken könnten:
Maßnahme: Reduktion des durchschnittlichen täglichen IL-Ölverbrauchs (in Mb):
➊ Tempolimit auf Autobahnen: 0,4 ➋ bis zu 3 Tage Homeoffice pro Woche: 0,4 ➌ autofreie Sonntage in Städten: 0,4 ➍ ÖPNV verstärken: 0,3 ➎ Straßennutzung für Privat-PKW beschränken: 0,2 ➏ Carsharing ausbauen: 0,4 ➐ LKW-Effizienz erhöhen: 0,3 ➑ Flugzeuge durch (Nacht-)Züge ersetzen: 0,1 ➒ Geschäftsflüge vermeiden: 0,3 ➓ E-Mobilität stärken: 0,1.

Quelle: IEA: 10 Punkte-Plan

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdöl | Ölpreis |
COVID-19-Intensivfälle
DE 03.20-03.22
DIVI zählt aktuell rund 2.200 Intensiv-Fälle | Statista
21.03.22    (2133)
Statista: DIVI zählt aktuell rund 2.200 Intensiv-Fälle
Die Kurve der Anzahl intensivmedizinisch behandelter COVID-19-Fälle ist seit dem 9.1.22 (letzes Update) von 3242 weiter gefallen auf 2.231 am 20.3.22, in etwa der Wert der letzten 7 Tage. Die Zahl der Intensivfälle bleibt also zuletzt stabil trotz sehr hoher Inzidenzwerte in Deutschland von über 1700 seit dem 18.3.22. Seit Start des DIVI-Registers im April 2020 wurden rund 174k COVID-19-Fälle mit Behandlung auf der Intensivstation festgestellt.

Quelle: DIVI-Intensivregister

Statista: Infotext  Infografik  | Serie 

| SARS-CoV-2 |
Trinkwasser
DE 2021
129 Liter Trinkwasser pro Kopf und Tag | Statista
21.03.22    (2132)
Statista: 129 Liter Trinkwasser pro Kopf und Tag
Der diesjährige internationale Weltwassertag am 22.03. steht unter dem Motto "Groundwater: Making the Invisible Visible", in Deutschland umformuliert zu "Unser Grundwasser: der unsichtbare Schatz". Aus diesem Anlass zeigt die Grafik die Verwendung von Trinkwasser in Haushalten plus Kleingewerbe in Deutschland 2021. Im Durchschnitt betrug der Tagesverbrauch 129 /c, die sich so verteilen (in %):
➊ Baden, Duschen, Körperpflege 36 ➋ Toilettenspülung 27 ➌ Wäschewaschen 12 ➍ Kleingewerbeanteil 9 ➎ Geschirrspülen 6 ➏ Raumreinigung, Garten 6 ➐ Essen und Trinken 4.

Quelle: BDEW

Statista: Infotext  Infografik  | Serie 

| Wasser | Weltwassertag |
Treibhausgase
DE 1990-2021,2030
 Globus Infografik 15270
18.03.22    (2131)
dpa-Globus 15270: Treibhausgasemissionen in Deutschland
Infolge der Coronakrise sank der THG-Ausstoß (in MtCO2e) Deutschlands 2020 von 800 auf 729 (-8,9% ggü.Vorjahr, -40,5% ggü.1990), das Klimaziel-2020 (-40% ggü.1990) wurde also eingehalten. 2021 ist er aber wieder auf 762 gestiegen (+4,5%, -38,7% ggü.1990), wodurch die Zielmarke 40% um 1,3 %P unterschritten wurde. Hauptgrund für den Anstieg war der Energiesektor (+12,4%): gestiegene Stromnachfrage (+13,5 TWh) bei geringerem Ökostrom (-17,5 TWh durch weniger Wind) wurde wegen steigender Gaspreise vor allem durch Kohlestrom bedient. Der Verkehrs-| Industriesektor lag mit 148|181 MtCO2e (+1,2%|+5,5%) 3|1 MtCO2e über|unter der zulässigen KSG-Jahresemissionsmenge. Die Infografik zeigt die THG-Emissionen der 6 Sektoren für die Jahre 2010-2021 sowie die KSG-Vorgaben für 2022 und 2030 (UBA: jpg). 2045 soll die Klimaneutralität (Netto-null) erreicht sein.

Quelle: Umweltbundesamt  | Infografik  | Serie 

| Treibhausgase | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle |
Benzinkosten
Arbeitsminuten
DE 1972-2022
So lange arbeiten wir für 1 Liter Benzin | Statista
16.03.22    (2130)
Statista: So lange arbeiten wir für 1 Liter Benzin
Vor allem der Ukrainekrieg hat die Spritpreise zuletzt auf Rekordhöhe getrieben, nicht nur in ct/ sondern auch gemessen an den Arbeitsminuten* pro Liter, wie die Grafik für den Zeitraum ab 1972 für Superbenzin zeigt: Der Spritpreis (in ct/) ist von anfangs 35 auf zuletzt 223** gestiegen, die Arbeitsminuten pro Liter von anfangs 4,91 auf zuletzt 6,18, beide Endwerte auf Allzeithoch.

* Fachkräfte im produzierenden Gewerbe, Daten nur bis Q3.2021
** bundesweiter Durchschnittswert am 16.03.2022

Quelle: MWV, destatis

Statista: Infotext  Infografik 

| Konsum & Produktion | Energie | Ölpreis |
Diesel-/Benzinpreis
Steueranteil DE
Tankstellenpreise bestehen zur Hälfte aus Steuern | Statista
15.03.22    (2129)
Statista: Tankstellenpreise bestehen zur Hälfte aus Steuern
Die steigenden Energie- und Spritpreise werden immer mehr zum Problem für Haushalte und Wirtschaft, besonders für alle, die weite Strecken per Dieselantrieb zurücklegen müssen, denn der Dieselpreis liegt inzwischen trotz Steuerprivilegierung sogar über dem Benzinpreis. Daher wird u.a. diskutiert, die staatlichen Steuern/Abgaben zu verringern. Vor diesem Hintergrund zeigt die Grafik, wie sich der Diesel-|Benzinpreis zusammensetzt (Anteile in %):
➊ Produktpreis 34,6|33,2 ➋ Energiesteuer 29,4|36,6 ➌ Mehrwertsteuer 16,0|16,0 ➍ Deckungsbeitrag 14,1|10,2 ➎ CO2-Steuer 6,0|4,0.
Steuern+Abgaben: Diesel|Benzin = 51,4|56,6% beim Preis 157|180 ct/ *
* Hinweise (zgh): Die Aussage "Hälfte Steuern" stimmt nur bei einem Diesel-|Benzinpreis von rund 163|214 ct/ xlsx-Tabelle, denn nur die Mehrwertsteuer erhöht sich proportional (16% = 19%/(1+19%)) zum Verkaufspreis, die anderen Steuern/Abgaben sind unabhängig festgelegt in ct/: Energiesteuer 47,04|65,45; CO2-Steuer 8,04|7,20; Erdölbevorratungsabgabe 0,30|0,27.
Mit steigendem Spritpreis sinkt daher der relative Anteil der Steuern+Abgaben immer weiter, z.B. beim Diesel-|Benzinpreis 250 ct/ℓ auf 38%|45% xlsx-Tabelle.

Quelle: en2x 

Statista: Infotext  Infografik  | Tabelle/Infos 

| Ölpreis | Energie | Konsum & Produktion |
Verbraucherpreise
DE 02.2021-02.2022
Energie deutlich teurer als vor einem Jahr | Statista
15.03.22    (2128)
Statista: Energie deutlich teurer als vor einem Jahr
Von 02.2021-02.2022 sind die Verbraucherpreise für Haushaltsenergie (Strom, Gas, andere Brennstoffe) (+20,8%) sowie Heizöl/Kraftstoffe (+30,2%) weitaus stärker gestiegen als der Gesamtindex ohne Energie (+3,3%). Als Folge des Ukrainekriegs rechnet DIW-Präsident Marcel Fratzscher 2022 mit einem sinkenden BIP und noch stärker steigenden Preisen (Inflationsrate deutlich über 5%). Im Falle einer Eskalation des Krieges und immer neuer Sanktionen könne die Inflation sogar auf bis zu 10% steigen () .

Quelle: Statistisches Bundesamt

Statista: Infotext  Infografik 

| Energie | Ölpreis | Konsum & Produktion |
Agrarexport 2020
Ukraine|Russland
Krieg setzt Exportmarkt für Agrarprodukte unter Druck | Statista
15.03.22    (2127)
Statista: Krieg setzt Exportmarkt für Agrarprodukte unter Druck
Die Ukraine und Russland zählen bei wichtigen Grundnahrungsmitteln zu den Top-Exportländern weltweit, der Ukrainekrieg gefährdet daher zunehmend die Ernährungssicherung, weil die Exportmenge sinkt und die Preise für Lebens- und Futtermittel steigen. Vor diesem Hintergrund zeigt die Grafik den Exportanteil der Ukraine|Russlands bei wichtigen Agrarprodukten (in %):
➊ Sonnenblumenkuchen 51|18 ➋ Sonnenblumenöl 44|21 ➌ Weizen 9|19 ➍ Gerste 13|13 ➎ Mais 14|1 ➏ Rapssaat 9|3.
  
Quelle: Statistisches Bundesamt

Statista: Infotext  Infografik 

| Nahrung | Hunger | Konflikte |
Arbeitnehmerentgelt
Brutto-/Nettolohn
DE 2021
 Globus Infografik 15264
11.03.22    (2174)
dpa-Globus 15264: Drei Mal Lohn: Arbeitnehmerentgelt, Bruttolohn, Nettolohn
Bei der Lohnabrechnung von Arbeitnehmern werden drei Lohnbegriffe unterschieden. Das Arbeitnehmerentgelt (A) (kurz: Entgelt) ist in der VGR der gesamte Lohn des Arbeitnehmers. Davon abgezogen werden die Sozialabgaben (S) und die Lohnsteuer (L), übrig bleibt etwas mehr als die Hälfte, die als Nettolohn (N=A-S-L) ausgezahlt werden. Die Sozialabgaben (S) werden aufgeteilt in einen Anteil der Arbeitgeber (Sg) und Arbeitnehmer (Sn), wobei nur Letzterer auf der Lohnabrechnung auftaucht, zusammen mit dem Bruttolohn (B=A-Sg)
Durchschnittswerte 2021 (in €/Monat):
Entgelt 3915 (100 %); Bruttolohn 3203 (81,8 %); Nettolohn 2170 (55,4 %).
Vom Nettolohn gehen dann weitere Steuern ab (u.a.: Mehrwert-, Energie-, Strom-, KFZ-, Versicherungssteuer: Steuerspirale ). Letztendlich verbleibt weniger als ein Drittel beim Arbeitnehmer (). (Hintergrund: Abgabenquote, Lohnquote, Volkseinkommen)
(Hinweis zgh): Im Hinblick auf die Kaufkraft ist noch ein vierter Lohn wichtig, der Reallohn (= preisbereinigter Nettolohn)  ƵR .

Quelle: Statistisches Bundesamt  | Infografik  | Serie  | Zeitreihe 

| Konsum & Produktion | Einkommensteuer |
Vermögensverlust
RU Oligarchen
ab 23.2.22
Finanzieller Aderlass für Russlands Oligarchen | Statista
11.03.22    (2126)
Statista: Finanzieller Aderlass für Russlands Oligarchen
Als Folge von Putins Angriffskrieg in der Ukraine ab dem 24.02.22 ist das Vermögen russischer Milliardäre stark geschrumpft, wie die Auswahl sechs bekannter Oligarchen zeigt: Verlust in in G$|%
Alekperow 14,1|73,0 ➋ Timtschenko 6,5|40,8 ➌ Mordaschow 8,1|29,3 ➍ Potanin 7,2|24,2 ➎ Fridman 7,2|24,2 ➏ Abramowitsch 1,7|11,0.

Quelle: Bloomberg Billionaires Index

Statista: Infotext  Infografik 

| Konflikte | Armut & Reichtum |
Energieversorgung
DE 2020
 Globus Infografik 15256
11.03.22    (2125)
dpa-Globus 15256: Die Energieversorgung Deutschlands
Der Ukrainekrieg hat erneut nachdrücklich gezeigt, wie verhängnisvoll hoch die Abhängigkeit Deutschlands von Rohstoffimporten ist, besonders bei fossilen Primärenergien (PEV). Im Jahr 2020 betrug der PEV 11,9 EJ (Import:71,5%), die sich so verteilen: Anteil in % | Import-Anteil in %:
➊ Mineralöl 34,4|98 ➋ Erdgas 26,4|95 ➌ Erneuerbare 16,5|0 ➍ Braunkohle 8,1|0 ➎ Steinkohle 7,5|100 ➏ Kernenergie 5,9|100 ➐ Sonstige 1,3|0.
Der hohe Anteil Russlands beim Import von Erdgas (55% ), Erdöl (35% ) und Steinkohle (ca.50%) kann nur reduziert werden durch schnellen EE-Ausbau und zügige Diversifizierung der Energieimporte weg von Russland hin zu anderen Lieferländern und Energieträgern (Flüssigerdgas, Wasserstoff, Solarstrom / Desertec).

Quelle: AGEB  AGEB  BGR  UBA  | Infografik 

| Primärenergie | Energiemix | Erdöl | Erdgas | Erneuerbare | Kohle | Atomenergie | DESERTEC |
Spritpreise DE
03.2021-03.2022
Krieg in der Ukraine erreicht deutschen Benzinmarkt | Statista
08.03.22    (2123)
Statista: Krieg in der Ukraine erreicht deutschen Benzinmarkt
Der Ukrainekrieg hat die Preise für Energie und Kraftstoffe inzwischen auf Allzeithochs getrieben, Diesel z.B. auf über 2€/. Schon im Februar waren die Spritpreise auf Rekordhöhe gestiegen: Diesel|Superbenzin 1,73|1,65 €/ℓ. Vor diesem Hintergrund zeigt die Grafik die Entwicklung der Spritpreise für Diesel|Superbenzin vom 1.2.21 bis 1.3.22: 133,5|151,5 ➚ 175,6|182,7 ct/ℓ.
Im März sind die Energie- und Spritpreise weiter gestiegen. Sollte es zu verschärften Sanktionen bis hin zum Importstopp von fossilen Energien aus Russland kommen, ist ein weiterer kräftiger Preisanstieg wahrscheinlich.

Quelle: destatis, MWV, ADAC

Statista: Infotext  Infografik 

| Ölpreis | Energie | Konflikte |
Gender Pay Gap
Gender Pay Gap destatis 2203071
07.03.22    (2124)
Destatis: Frauen verdienten pro Stunde weiterhin 18 % weniger als Männer
Der unbereinigte* Gender Pay Gap (GPG) betrug 2021 rund 18%, wie sich aus vorläufigen Daten für die durchschnittlichen Bruttolöhne der Männer|Frauen ergibt (in €/h): 23,20|19,12. Frauen verdienten also im Schnitt pro Stunde 4,08 € (Vorjahr: 4,16) weniger als Männer, also GPG = 4,08/23,20 = 17,6%. Wird der Equal Pay Day mit 18% berechnet, ergibt sich der 21.03.22, offiziell wird er jedoch (wegen eines Fehlers in der %-Rechnung**) auf den 07.03.22 vordatiert ()

* Maßstab ist der durchschnittliche Bruttolohn/Stunde, ohne Rausrechnung von geschlechtstypischen Unterschieden wie Teilzeit, Berufsfelder (sog. "Frauenberufe") oder Position in der Unternehmenshierarchie
** zgh: Wenn der Frauenlohn 18% niedriger ist als der Männerlohn, dann müssen Frauen nicht 18% sondern 22% länger arbeiten als Männer, um auf den gleichen Lohn zu kommen, denn:
Männerlohn/Frauenlohn = 1/(1-18%) = 122% = 1 + 22%.
richtig: 22% von 365 Tagen = 80 Tage; 80.Kalendertag 2022 = 21.03.2022
falsch: 18% von 365 Tagen = 66 Tage; 66.Kalendertag 2022 = 07.03.2022


Quelle: Destatis / Pressemitteilung  | Serie 

| Equal Pay Day | Gendergap | Frauen |
CO2-Gehalt Erdatmosphäre
 Globus Infografik 15243
04.03.22    (2121)
dpa-Globus 15243: Kohlendioxid-Gehalt der Erdatmosphäre
Im Jahr 1950 betrug der Gehalt an Kohlenstoffdioxid in der Erdatmosphäre 300 ppm. In den 800.000 Jahren davor schwankte er zwischen dieser Marke und 180 ppm. Im Zuge der Industrialisierung ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde immer mehr Wald abgeholzt und fossile Energie verfeuert. Dadurch stieg der CO2-Gehalt immer stärker an: 2013 überstieg er erstmals die 400-er Marke, zuletzt (2022) erreichte er ein Rekordhoch von 418 ppm. Klimaforscher schätzen, dass spätestens ab 450 ppm Kippelemente im Klimasystem ausgelöst werden, die irreversible Prozesse des Klimawandels auslösen mit katastrophalen Folgen. Da CO2 nur langsam in der Atmosphäre abgebaut wird und wegen der Trägheit des Klimasystems muss der globale THG-Ausstoß von aktuell rund 57 GtCO2e () zügig auf Netto-Null reduziert werden. Die EU will ihre Klimaneutralität bis 2050 erreichen, Deutschland bis 2045 ().

Quelle: Nasa  | Infografik 

| Treibhausgase | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle | Kippelemente | Klimawandelfolgen |
Atomkraft
EU 2020
 Globus Infografik 15242
04.03.22    (2120)
dpa-Globus 15242: Atomkraft in der EU
In der EU wurden 2020 insgesamt 683,5 TWh Atomstrom erzeugt, die sich auf 13 Länder verteilen (Rangfolge in TWh):
FR 353,8 DE 64,4 ES 58,3 SE 49,2 BE 34,4 CZ 30,0 FI 23,3 BG 16,6 HU 16,1 SK 15,4 RO 11,5 SI 6,4 NL 4,1⟩ Tabelle.
Beim Anteil des Atomstroms am EEV ergibt sich eine andere Reihenfolge, bei der Frankreich (41,1%) und Schweden (31,4%) an der Spitze liegen (DE 6,2%).
Energiemix der EU 2019: Anteile am PEV in %:
Fossil (Erdöl 36,3 Erdgas 22,3 Kohle 12,7) 71,3; Atomenergie 13,1; EE 15,5; Andere 0,1.
In Deutschland wurden Ende 2021 drei Atomkraftwerke abgeschaltet, die restlichen drei sollen Ende 2022 folgen ().

Quelle: Eurostat  Eurostat  BUND  | Infografik  | Tabelle/Infos 

| Atomenergie | Endenergie | Primärenergie | Energiemix | Strom |
Außenhandel
Russland 2001-2020
Chinas Aufstieg zu Russlands wichtigstem Handelspartner | Statista
04.03.22    (2119)
Statista: Chinas Aufstieg zu Russlands wichtigstem Handelspartner
Die Grafik zeigt den Anteil (in %) der Importe Russlands aus seinen 3 wichtigsten Lieferländern von 2001 bis 2020:
Deutschland: 13,8➘10,1; China 1,6➚23,7; USA 7,9➘5,7.
Seit 2007 ist die Handelsbilanz (Export-Import) Russlands mit China negativ. Zu den wichtigsten Importgütern Russlands zählen Geräte der Nachrichtentechnik, zur Speicherung von Bild und Ton, der Datenverarbeitung und Büromaschinen. Die wichtigsten Exportgüter nach China sind Erdöl und Erdölprodukte. Die Verlagerung des Außenhandels seit 2001 weg von Deutschland hin zu China könnte Teil einer langfristigen Strategie sein, im Konfliktfall - wie aktuell im Ukrainekrieg - weniger anfällig für Sanktionen seitens westlicher Länder zu sein.

Quelle: GTAI

Statista: Infotext  Infografik 

| Konsum & Produktion | Weltmarkt | Konflikte |
Gender Pay Gap
EU+3 2020
Wie viel Frauen in Europa weniger verdienen | Statista
03.03.22    (2122)
Statista: Wie viel Frauen in Europa weniger verdienen
Rangfolge zum unbereinigten Gender Pay Gap (GPG) in der EU+3 2020 (in %):
LV 22,3 EE 21,1 AT 18,9 CH 18,4 DE 18,3⟩ ... ⟨IT 4,2 SI 3,1 RO 2,4 LU 0,7⟩ Tabelle.
In der Europakarte sind die EU+3-Länder gemäß GPG gefärbt zur Stufung (5,10,15,20)%. Deutschland liegt mit 18,3% in der zweithöchsten Kategorie, weit über dem EU-Ø (13%). 2021 betrug der GPG in DE 18% (), der Equal Pay Day fällt somit auf den 21.03.22 (), offiziell wird er jedoch (wegen eines Fehlers in der %-Rechnung ) auf den 07.03.22 vordatiert ().
Quelle: Eurostat destatis

Statista: Infotext  Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie  | Kontext 

| Gendergap | Equal Pay Day |
Atomkraftwerke
Ukraine
Die Kernkraftwerke der Ukraine | Statista
03.03.22    (2118)
Statista: Die Kernkraftwerke der Ukraine
Der Krieg in der Ukrainekrieg gefährdet zunehmend die dortigen Atomkraftwerke und erhöht das Risiko von Havarien, bei denen Radioaktivität austritt, wie zwei Ereignisse der letzten Tage zeigen. Nach Informationen der IAEA setzten am 3.3. Artillerie-Geschosse ein Verwaltungsgebäude im Kernkraftwerk Saporischschja in Brand. Laut Regierungsangaben wurde bisher keine erhöhte Radioaktivität in der Umgebung gemessen. In der Vorwoche hatten russische Truppen das Kernkraftwerk Tschernobyl besetzt und dabei radioaktiven Staub aufgewirbelt, der seit der Nuklearkatastrophe 1986 die Umgebung belastet. Vor diesem Hintergrund zeigt die Ukrainekarte die aktuell von Russland besetzten Gebiete sowie die 5 AKW-Standorte mit insgesamt 21 Reaktorblöcken:
in Betrieb | in Bau | stillgelegt | zerstört:
Saporischschja 6|0|0|0 • Tschernobyl 0|0|3|1 • Riwne 4|0|0|0 • Chmelnyzkyj 2|2|0|0 • Süd-Ukraine 3|0|0|0.

Statista: Infotext  Infografik 

| Atomenergie | Tschernobyl | Konflikte |
Inflation DE
01.2021-01.2022
Energie deutlich teurer als vor einem Jahr | Statista
03.03.22    (2117)
Statista: Energie deutlich teurer als vor einem Jahr
Vom Januar 2021 bis Januar 2022 haben sich die Verbraucherpreise deutlich erhöht: Heizöl und Kraftstoffe: + 29,3%; Haushaltsenergie (Strom, Gas/Brennstoffe): +18,3%. Der Gesamtindex der Verbraucherpreise ohne Energie stieg dagegen nur um 3,2%. Laut Modellrechnungen des IW könnte die Inflation insgesamt auf 6,1% steigen, falls der Ukrainekrieg andauert.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Statista: Infotext  Infografik 

| Konsum & Produktion | Erdgas | Energie |

Internet
Stromverbrauch, Treibhausgase

02.03.22    (2116)
Statista: So viel Energie verbraucht das Internet
Zum internationalen Tag des Energiesparens am 05.03. informiert die Grafik über den Stromverbrauch und weitere klimarelevante Aspekte des Internets.
Der gesamte Stromverbrauch Deutschlands betrug 2021 582 TWh (), davon entfielen auf das Internet (Betrieb der Netze und Rechenzentren) 2,5 TWh. Wäre das Internet ein Land, läge es beim THG-Ausstoß auf Rang 6 (Anteil am Welt-THG-Ausstoß in %):
CN 30,7 US 13,6 IN 7,0 RU 4,5 JP 3,0 Internet 2,8 IR 2,1 DE 1,9 SA 1,8 SK 1,7⟩.
Das Datenvolumen ist seit 2014 ständig gewachsen: geschäftlich|privat in EB/Monat:
'14 12|48 '15 14|59 '16 18|78 '17 22|100 '18 27|129 '19 34|167 '20 42|212 '21 52|267 '22 63|333 .
Da jede Aktion im Internet vielfältige Prozesse der Datenverarbeitung auslöst, entstehen entlang der gesamten Kaskade von Abläufen erhebliche THG-Emissionen (in gCO2e pro Aktion):
➊ Google-Suchanfrage 0,2 ➋ Spam-Email 0,3 ➌ E-Mail ohne Anhang 4 ➍ E-Mail mit Foto 30 ➎ 1 Stunde Video-Stream/ -Konferenz 3200 ➏ Bitcoin-Transaktion 313000.
Eine weitere Teil-Grafik zeigt, dass Glasfasernetze bis 15 mal weniger Strom verbrauchen als kupferbasierte Netze. Zum Schluss 5 Tipps, wie das Internet nachhaltiger genutzt werden kann:
➊ Ökostrom ➋ nachhaltiger Provider ➌ grüne Suchmaschine ➍ mobiles Streaming vermeiden ➎ energiesparende Hardware.

Quelle: BMWi, check24, Cisco-Systems, destatis et.a.

Statista: Infotext  Infografik 

| Treibhausgase | Strom |
Ukrainekrieg, Flüchtende
Europa 02.03.22
Polen ist Hauptziel für Mehrheit der Geflüchteten | Statista
02.03.22    (2115)
Statista: Polen ist Hauptziel für Mehrheit der Geflüchteten
Vom Beginn der russischen Invasion in der Ukraine am 24.2. bis zum 2.3. 11:30 sind rund 800.000 Menschen aus der Ukraine in Nachbarländer und weitere EU-Länder geflüchtet, darunter (Anzahl Geflüchteter):
PL 453.982 HU 116.348 SK 67.000 MD 65.099 RU 42.900 RO 38.461 BY 341⟩.
Nach Schätzungen des UNHCR werden in den kommenden Monaten weitere 12 M Menschen innerhalb der Ukraine vertrieben und 4 M aus dem Land flüchten. Zur Linderung der Krise rufen die Vereinten Nationen auf zur Soforthilfe im Umfang von 1,7 G$.

Quelle: UNHCR

Statista: Infotext  Infografik 

| Migration | Konflikte |
Weizenexport
WE 2020/21
Putins Krieg bedroht Weizenversorgung | Statista
01.03.22    (2114)
Statista: Putins Krieg bedroht Weizenversorgung
Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine hat den Weizenpreis sprunghaft erhöht auf den höchsten Stand seit 9 Jahren (US-Future für Weizen an der Terminbörse Chicago: +9% auf 920,25 ¢/bu). Ursache für den Preissprung ist die Angst vor Lieferausfällen beim Weizen, von dem 1/3 aus Russland und der Ukraine ("Kornkammer Europas") stammt, wie die Rangliste der Weizenexportländer 2020/21 zeigt (Anteil in %):
RU 19,7 EU 15,0 CA 13,9 US 13,4 AU 9,9 UA 8,5 AR 4,8 KZ 4,1 TR 3,3⟩.
Die Verteuerung von Brot und Backwaren durch steigende Weizenpreise ist in Deutschland eher gering, in einigen der ärmsten Regionen der Welt wird aber die Ernährungssicherheit gefährdet (↗SZ).
  
Quelle: Tagesschau

Statista: Infotext  Infografik 

| Nahrung | Hunger | Weltmarkt |
LNG-Terminals
Europa 2022
Regierung plant Bau von LNG-Terminals in Deutschland | Statista
01.03.22    (2113)
Statista: Regierung plant Bau von LNG-Terminals in Deutschland
Um die Abhängigkeit von Erdgas aus Russland zu mildern, soll mehr Flüssigerdgas (LNG) in die EU und nach Deutschland importiert werden (). Vor diesem Hintergrund zeigt die Europakarte die LNG-Terminals, die in der EU bereits in Betrieb (31) und in Planung (6) sind. Deutschland verfügt bisher zwar über ein gut ausgebautes Erdgasnetz () , aber über kein LNG-Terminal: zwei neue sind deshalb in Brunsbüttel und Wilhelmshaven geplant. LNG hat jedoch Nachteile: geringere Energieeffizienz durch Verflüssigung und Tankertransport; besonders umwelt- und klimaschädigende Förderung mittels Fracking (künstliche Erdbeben, hoher Wasserverbrauch, Wasserkontamination, Gesundheitsbelastung, Methanleckagen). Durch Diversifizierung der Energieversorgung und mehr Wettwerb auf den Energiemärkten verringert LNG aber die Energieabhängigkeit von einzelnen Ländern (wie Russland) und kann daher als Brückentechnologie im Übergang zu einer grundlegenden Energiewende hin zu Erneuerbaren Energien dienen.

Quelle: Statista-Recherche

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdgas | Energieabhängigkeit | Energiewende | Erneuerbare |
Gasexport-Import
Top20-Länder 2020
Top20-Erdgas-Export-Importländer 2020
28.02.22    (2139)
Sonst: Top20-Erdgas-Export-Importländer 2020
2020 wurden weltweit 2124|2123 Gm³ Erdgas exportiert|importiert.
Top20-Länder: Export bzw. Import (Anteil in %):
RU 17,3 US 11,1 QA 10,7 NO 8,3 AU 7,6 DE 5,8 CA 5,3 TM 4,1 DZ 2,9 NL 2,9⟩ ...
DE 12,2 CN 10,6 JP 8,0 US 5,5 IT 5,1 MX 4,9 NL 4,6 KR 4,1 TR 3,7 FR 3,6⟩ ... Tabelle
Beim Export|Import entfielen auf die Top4|7 zusammen 47|51%, auf die Top20 90|83%.
An der Spitze beim Import lag Deutschland mit 160 Gm³ Erdgas; 91 Gm³ wurden im Inland verbraucht, davon 55,2% aus Russland ().

Quelle: BGR: Energiestudie-2021 (pdf)  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Erdgas | Fossile Energien | Energieabhängigkeit |
Ölexport-Import
Top20-Länder 2020
Top20-Erdölexport-Importländer 2020
28.02.22    (2138)
BGR: Top20-Erdölexport-Importländer 2020
2020 wurden weltweit 2124|2123 Mt Erdöl exportiert|importiert.
Top20-Länder: Export|Import (Anteil in %):
SA 15,7 RU 10,9 CA 8,9 IR 8,0 US 7,4 AE 5,7 NG 4,4 KW 4,3 NO 3,9 KZ 3,3⟩ ...
CN 25,4 US 13,8 IN 9,6 KR 6,3 JP 5,8 DE 3,9 ES 2,6 IT 2,4 NL 2,3 SG 2,2⟩ ... Tabelle
Beim Export|Import entfielen auf die Top4|3 zusammen 51|49%, auf die Top20 91|89%. Deutschland importierte 83 Mt Erdöl, darunter 26,3 Mt (31%) aus Russland ().

Quelle: BGR: Energiestudie-2021 (pdf)  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Erdöl | Fossile Energien |
Erdölländer
WE 2020
 Globus Infografik 15226
25.02.22    (2136)
dpa-Globus 15226: Ölmarkt weltweit
2020 wurden weltweit 4163|4240 Mt Erdöl gefördert|verbraucht (-7,2%|-9,1% ggü.Vorjahr). Top10-Ölländer Förderung|Verbrauch (Anteil in %):
US 17,9 RU 12,3 SA 12,0 CA 6,1 IQ 4,9 CN 4,7 AE 4,0 BR 3,8 IR 3,4 KW 3⟩
US 21,3 CN 15,8 IN 5,0 SA 3,5 RU 3,4 JP 3,1 KR 2,8 BR 2,5 CA 2,3 DE 2,2⟩. Tabelle
Hauptgrund für den starken Rückgang bei Förderung und Verbrauch war die coronabedingte Rezession. Mit einem PEV-Anteil von 31,2% blieb Erdöl der wichtigste Energieträger weltweit (), auch in Deutschland (34%, ).

Quelle: BGR  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Erdöl |
Erdgasländer
WE 2020
 Globus Infografik 15227
25.02.22    (2135)
dpa-Globus 15227: Gasmarkt weltweit
2020 wurden weltweit 3994|3937 Gm³ Erdgas gefördert|verbraucht (-3,4%|-1,5% ggü.Vorjahr). Top10-Länder Förderung|Verbrauch (Anteil in %):
US 23,7 RU 17,4 IR 6,4 CN 5,1 QA 4,6 CA 4,0 AU 3,9 NO 2,8 SA 2,6 DZ 2,1⟩
US 21,9 RU 12,4 CN 8,2 IR 5,9 SA 2,8 CA 2,8 JP 2,6 DE 2,3 MX 2,2 UK 1,9⟩. Tabelle
Zwischen den Weltregionen wurde erstmals mehr Erdgas per Flüssiggas als durch Pipelines transportiert. In Deutschland ist Erdgas der zweitwichtigste Energieträger (PEV-Anteil 27%) nach Erdöl (34%) ()

Quelle: BGR  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Erdgas |
Außenhandel
DE-RU 2000-2019
Deutschlands Handel mit Russland | Statista
25.02.22    (2112)
Statista: Deutschlands Handel mit Russland
Die Grafik zeigt die Entwicklung des Außenhandels Deutschland ⇄ Russland von 2000 bis 2021. In etwa entwickelten sich die Importe|Exporte parallel, wobei Deutschland fast immer etwas mehr aus Russland importierte als nach Russland exportierte. Die Kluft hat sich zuletzt wegen steigender Energiepreise deutlich ausgeweitet.
Top-Güter im Außenhandel DE⇄RU 2021 (in G€):
RU→DE: Erdöl/Erdgas (19,4), Metalle (4,5 G€); DE→RU: Maschinen (5,8); KFZ-Teile(4,4).
Der Anteil Russlands am deutschen Import beträgt 2,3%, der Anteil Deutschlands am russischen Export 6,6%. Außerhalb der EU lag Russland zuletzt beim Import|Export Deutschlands auf Rang 4|5 (Rang 1|2: China, USA). Vom Umsatz aller Auslands-Unternehmen in Deutschland entfielen 1,9 % auf Russland (USA: 17,9%). 2019 gab es in Deutschland 164 Unternehmen unter russischer Führung mit 8100 Beschäftigten und einem Umsatz von 31,6 G€.

Quelle: Statistisches Bundesamt
Statista: Infotext  Infografik 

| Weltmarkt | Konsum & Produktion | Konflikte |
Exportländer
Russland 2019
Deutschland ist ein wichtiger Exportmarkt für Russland | Statista
25.02.22    (2111)
Statista: Deutschland ist ein wichtiger Exportmarkt für Russland
Deutschland ist Russlands drittgrößter Exportmarkt, wie das Ranking der Exportländer Russlands 2019 zeigt (Exporte in G$):
CN 573 NL 44,8 DE 28,0 BY 21,7 TR 21,1 SK 16,4 IT 14,3 KZ 14,3 UK 13,3 US 13,2⟩.
Erdöl und Erdgas waren die Haupt-Exportprodukte Russlands nach Deutschland (59% |19,4 G€), außerdem Metalle und Kohle ()

Bei den Niederlanden (Rg.2) ist der sog. "Rotterdam-Effekt" (destatis) zubeachten: Viele Exportprodukte haben zwar Rotterdam als Zielort, werden dort aber umgeladen und weiter transportiert nach z.B. Deutschland oder England.

Quelle: WITS

Statista: Infotext  Infografik 

| Weltmarkt | Konsum & Produktion | Erdgas | Erdöl |
Außenhandel
DE-Russland
2000-2021
 Globus Infografik 15232
25.02.22    (1441)
dpa-Globus 15232: Deutschlands Handel mit Russland
Die Kurven zeigen den Außenhandel Deutschlands mit Russland von 2000 bis 2021 (Exporte|Importe in G€). Der Handelssaldo (Exporte - Importe) war bis 2019 immer negativ (Tiefpunkt: 2018: - 10,1), nur 2020 leicht positiv (+1,6), da die Importe von Rohöl und Erdgas coronabedingt deutlich geringer waren. 2021 stiegen die Importe durch anziehende Konjunktur kräftig (+54%); der Saldo sank auf -6,5 = 26,6 - 33,1 Tabelle.
Wichtigste Export- bzw. Importgüter 2021 (in G€):
➊ Maschinen 5,8 ➋ Autos, Autoteile 4,4 ➌ Chemie 3,0 ➍ Pharma 2,6 ➎ Elektrik 1,7
➊ Erdöl/-gas 19,4 ➋ Metalle 4,5 ➌ Kokerei, Ölprodukte 2,8 ➍ Kohle 2,2 ➎ Chemie 1,2
Der Anteil Russlands am DE-Handelsvolumen 2021 betrug 2,3% (Rg 13 ).

Quelle: Destatis  | Infografik  | Tabelle/Infos 

| Weltmarkt | Konsum & Produktion | Erdöl | Erdgas | Chemikalien |  |
Erdgasspeicher
DE 01.-02.2022
Deutsche Erdgas-Reserven schrumpfen schnell | Statista
24.02.22    (2109)
Statista: Deutsche Erdgas-Reserven schrumpfen schnell
Der Füllstand der Erdgasspeicher in Deutschland ist von 53,7% anfang Januar auf aktuell 30,4% gesunken. Deutschland ist in hohem Grad abhängig von Energieimporten aus Russland: Erdgas 57%, Kohle 36%, Erdöl 29% (). Sollte Russland seine Energieexporte nach Deutschland reduzieren oder gar einstellen (oder umgekehrt: Sanktionen/ Embargo der EU), droht mindestens ein kräftiger Anstieg der Energiepreise (Gas-, Öl-, Strompreise ), möglicherweise sogar ein Engpass in der Energieversorgung, der aber durch verstärkten Import von Flüssigerdgas (LNG) () gemildert werden könnte ().
  
Quelle: Gas Infrastructure Europe

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdgas | Erdöl | Strom | Energieabhängigkeit | Konflikte |
BIP-Reduktion
Embargo gegen Russland
Gas-Embargo würde Russland empfindlich treffen | Statista
24.02.22    (2108)
Statista: Gas-Embargo würde Russland empfindlich treffen
Die EU belegt Russland wegen seines Kriegs gegen die Ukraine mit Sanktionen , die in erster Linie die Ökonomie Russlands spürbar treffen sollen. Vor diesem Hintergrund listet die Grafik die erwartete BIP-Reduzierung Russlands bei sektoralen Sanktionen der EU* (in %):
➊ Erdgas: 2,9 ➋ Rohöl: 1,2 ➌ Maschinen, Anlagen: 0,5 ➍ Kraftwagen: 0,3 ➎ Unternehmensdienstleistungen: 0,2 ➏ Elektrische Geräte: 0,1 ➐ Transportausrüstung: 0,1 ➑ Computertechnik: 0,1.

* simuliert wurde ein völliger Stopp aller Importe/ Exporte der jeweiligen Produktgruppe

Quelle: IfW Kiel

Statista: Infotext  Infografik 

| Konflikte | BIP | Konsum & Produktion | Erdgas | Erdöl |
Flüssigerdgas (LNG)
Lieferländer
EU28 2020
Wo die EU ihr Flüssiggas bezieht | Statista
24.02.22    (2107)
Statista: Wo die EU ihr Flüssiggas bezieht
Als Folge des Kriegs Russlands gegen die Ukraine wird wahrscheinlich der Erdgasexport aus Russland nach Europa sinken. Die Erdgas-Lücke soll teils durch verstärkten Import von Flüssigerdgas (LNG) kompensiert werden (). Vor diesem Intergrund sind in der Weltkarte die Importströme von LNG nach Europa 2020 eingezeichnet (in Gm³):
QA 27,1 US 22,5 RU 17,1 NG 12,5 DZ 8,0 NO 4,0 GQ 1,2 AO 1,0 EG 0,4 PE 0,4 AR 0,2⟩.
Der Anteil Russlands (17,1%) müsste, zusätzlich zum Pipeline-Erdgas, durch erhöhten Import aus den anderen Ländern kompensiert werden. LNG hat jedoch Nachteile: 1) Deutschland hat kein eigenes LNG-Terminal; 2) LNG (z.B. aus Fracking) ist viel klimaschädlicher als normales Erdgas ()

Quelle: BGR (pdf)

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdgas | Fracking | Energieabhängigkeit |
Russland-Gas
Importanteil
Europa 2020
So abhängig ist Europa vom Gas aus Russland | Statista
24.02.22    (2106)
Statista: So abhängig ist Europa vom Gas aus Russland
Der Angriff Russlands auf die Ukraine wird vermutlich die Versorgung Europas mit Erdgas aus Russland einschränken. Vor diesem Hintergrund listet die Grafik ein Ranking zum Anteil russischer Gasimporte am inländischen Gasverbrauch von Staaten in Europa im Jahr 2020 (oder aktuellster Stand)
Länderauswahl: Importanteil in %, gerundet; 100%, 0% zusammengefasst:
HU LV BA MK MD 100 FI 67 DE 57 IT 40 FR 20 UK 4 AT HR DK IE UA 0⟩

Quelle: Eurostat

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdgas | Energieabhängigkeit |
Grenzen Russlands
Putins Imperiums-Fantasie? | Statista
23.02.22    (2105)
Statista: Putins Imperiums-Fantasie?
US-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield warf Wladimir Putin am 21.02.22 im UN-Sicherheitsrat vor (), er erhebe Anspruch auf alle Gebiete des ehemaligen russischen Kaiserreichs 1914. Vor diesem Hintergrund zeigt die Landkarte Russland in den heutigen Grenzen sowie ergänzend die heute 15 souveränen Staaten, die früher Teil des Kaiserreichs waren: Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Belarus, Ukraine, Moldawien, Georgien, Armenien, Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan. Hinzu kommen Teile Polens (inkl. Warschau) und der heutigen Türkei. Laut Osteuropahistoriker Karl Schlögel will Putin zurück zur Großmacht und zur Vorherrschaft in Europa. "Statt sich der anstrengenden Modernisierung zu stellen, setzt Putin zur Ablenkung auf einen kleinen erfolgreichen Krieg". ().

Statista: Infotext  Infografik 

| Konflikte | Sicherheitsrat |
Handelsbilanz
Russland 2001-2021
Russlands Handelsüberschuss steigt in der Krise | Statista
22.02.22    (2104)
Statista: Russlands Handelsüberschuss steigt in der Krise
Mehr als 2/3 des Exports Russlands entfielen auf Erdöl und Erdgas (gefolgt von Metallprodukten sowie Chemikalien, Holz und Getreide). Russland zählt zu den Top-Exporteuren von Erdgas und Erdöl, deren Preisanstieg haben daher Russlands Handelsüberschuss zuletzt (Q4-2021) deutlich erhöht (➚ 67,6 G€), entsprechend auch das Handelsdefizit der EU mit Russland (➚ 69,2 G€). Die Grafik zeigt die Entwicklung von 2001 bis 2021 der Exporte (differenziert nach Erdöl, Erdgas, Sonstige) sowie der Importe. Die Handelsbilanz (Exporte-Importe) ist zusätzlich als rote Kurve eingezeichnet. Die Eskalation des Russland-Ukraine-Konflikts wird vermutlich den Export und Import deutlich senken.

Quelle: Zentralbank der Russischen Föderation

Statista: Infotext  Infografik 

| Weltmarkt | Konsum & Produktion | Konflikte | Erdöl | Erdgas |
THG-Ausstoß der Reichen
Der riesige CO2-Fußabdruck der Reichen | Statista
21.02.22    (2103)
Statista: Der riesige CO2-Fußabdruck der Reichen
Der THG-Ausstoß pro Kopf (in tCO2e/c) sowie der THG-Anteil (in %) nimmt mit wachsendem Einkommen stark überproportional zu, wie die Infografik am Durchschnitt der globalen Einkommensgruppen zeigt: in tCO2e/c | in %:
Top1% 48|15 nächste Top9% 12|32 mittlere 40% 4|43 untere 50% 1|10
Die global 10%-Einkommensreichsten (ca. 800M Personen) emittieren also 47% aller Treibhausgase, die untere Hälfte der Menschheit (ca. 4000M) dagegen nur 10%. Extrem ist der THG-Ausstoß von Superreichen, der ein Vielfaches von 1000 tCO2e/a beträgt ()

Quelle: Nature Sustainability

Statista: Infotext  Infografik 

| Treibhausgase | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle | Armut & Reichtum |
Stromkosten
DE 2021
Erneuerbare Energie oft günstiger als konventionelle | Statista
21.02.22    (2101)
Statista: Erneuerbare Energie oft günstiger als konventionelle
Ökostrom kann - abhängig von der Technologie - deutlich preiswerter sein als konventioneller Strom, wie die Grafik an den Stromgestehungskosten für 9 verschiedene Kraftwerkstypen darstellt. Die Bandbreite (in ct/kWh) reicht von Gasturbinenkraftwerken (11,5-29,0) bis Photovoltaik (3,1-11,0) und Wind-Onshore (3,9 bis 8,3).Tabelle
Die hohe Bandbreite bei z.B. Photovoltaik resultiert vor allem aus dem Kostenunterschied verschiedener Batteriesysteme. Der Kostenvorteil bei EE-Strom wird sich im Zuge steigender CO2-Preise (bis 2025 auf 55 €/tCO2 ) und möglicherweise steigender Rohstoffpreise (Erdgas, Kohle, Öl) vergrößern. Der EE-Anteil an der Stromproduktion betrug zuletzt (2021) 40,9% (), im Wärme-|Verkehrssektor dagegen nur 15,2%|7,3% (2020: ).

Quelle: ISE (pdf)

Statista: Infotext  Infografik  | Tabelle/Infos 

| Strom | Ökostrom |  | EW-Strom | CO2-EF |
Digitalisierung
DESI EU 2021
Digitalisierung: So weit sind die EU-Länder  | Statista
21.02.22    (2100)
Statista: Digitalisierung: So weit sind die EU-Länder
Die Europäische Kommission misst den Grad der Digitalisierung mit dem Digital Economy and Society Index (DESI). Er wird aus 4 Indikatoren-Sets* mit zusammen 44 Indikatoren () als Zahl zwischen 0 und 100 (bester Wert) berechnet. In der Europakarte sind die Länder gemäß ihres DESI-Werts gefärbt zur Stufung (30,40,50,60,70).
Rangfolge der EU-Staaten (DESI-Index):
DK 70,1  FI 67,1  SE 66,1  NL 65,1  IE 60,3⟩ ... ⟨GR 37,3  BG 36,8  RO 32,9⟩ Tabelle.
Deutschland (Rg 12) schneidet mit 54,1 nur mittelmäßig ab. Nachholbedarf besteht vor allem bei der Digitalisierung der Unternehmen. In der Breitbandkonnektivität erzielt Deutschland relativ gute Ergebnisse, allerdings verzögert sich der Netzausbau durch mangelnde Planungs- und Baukapazitäten, die digital Kluft zwischen ländlichen und städtischen Regionen wird daher nur langsam verringert ().

* Humankapital; Konnektivität; Intergration digitaler Techniken; öffentliche digitale Dienste

Quelle: EU-Kommission

Statista: Infotext  Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Indikatoren | Konsum & Produktion |
Nettoeinkommen
DE 2021
 Globus Infografik 15216
18.02.22    (2110)
dpa-Globus 15216: Wie das Einkommen verteilt ist
Anteile der Einkommensgruppen beim monatlichen Nettoeinkommen* in Deutschland im Jahr 2021: Untergrenze in € Anteil in %:
0 10,1 1100 9,5 1500 12,7 2000 13,8 2600 23,2 4000 24,4 7500 6,3 .

* Summe aller Einkünfte inkl. Sozialleistungen, Kapitalerträgen u.a., abzgl. Steuern und Sozialabgaben einer Haushaltsgemeinschaft, die aus mindestens einer Person besteht

Quelle: GfK GeoMarketing  | Infografik  | Serie 

| Armut & Reichtum | Bevölkerung |
NATO-Erweiterung
Europa ab 1952
 Globus Infografik 15211
18.02.22    (2102)
dpa-Globus 15211: Die Nato-Osterweiterung
In der Europakarte sind die Staaten im Hinblick auf die NATO-Osterweiterung gefärbt: NATO-Beitritt: vor 1999  ab 1999  heutiges Russland. Die Grenze der Sowjetunion 1991 ist rot eingezeichnet.
Zeitleiste: 1949:12, 1982:16, ab 1999: +14 auf aktuell 30 Staaten
1949: 12 Gründerstaaten: ⟨BE DK FR IS IT CA LU NL NO PT UK US
1952: Griechenland, Türkei (13-14),   1955: Deutschland (15), 1982: Spanien (16),
1999: Polen, Tschechien, Ungarn (17-19),
2004: Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowakei, Slowenien (20-26)
2009: Albanien, Kroatien (27-28)
2017: Montenegro (29)    2020: Nordmazedonien (30)
Der Ukraine wurde 2008 eine künftige NATO-Aufnahme in Aussicht gestellt, die Putin verhindern will. Er fordert sogar eine Rückkehr zum Zustand 1997.

Quelle: NATO  | Infografik 

| Konflikte |
Strommix
DE 2011-2021
 Globus Infografik 15214
18.02.22    (2098)
dpa-Globus 15214: Der deutsche Strommix 2021
Die Bruttostromerzeugung 2021 in Deutschland betrug 582 TWh (Vorjahr: 567), davon wurden 40,9% (Vorjahr: 44,1%) durch Erneuerbare Energien (EE) erzeugt. Hauptgrund für den EE-Rückgang war der geringere Windstrom, weil der Wind weniger wehte.
Anteil der Primärenergien am Bruttostrom in %: ➊ EE 40,9 ➋ Braunkohle 18,6 ➌ Erdgas 15,3 ➍ Kernenergie 11,9 ➎ Steinkohle 9,3 ➏ Mineralöl 0,8 ➐ Sonstige 3,2.
Die 40,9%-EE verteilen sich so (%): ➊ Wind-Onshore 15,8 ➋ Photovoltaik 8,8 ➌ Biomasse 7,5 ➍ Wind-Offshore 4,3 ➎ Wasserkraft 3,4 ➏ Siedlungsabfälle 1,0.
Zum Erreichen des 2030-Klimaziels (437 MtCO2e ) ist ein enormer Ausbau der EE zusammen mit Stromspeichern und Stromnetzen erforderlich. Im Koalitionsvertrag (pdf, S.55u) wird der Strombedarf 2030 auf 690-750 TWh geschätzt, davon sollen mindestens 80% durch EE erzeugt werden.

Quelle: BDEW  Bundesregierung  | Infografik  | Serie 

| Energiemix |
teuerste Stürme
DE 2002-2021
Die teuersten Stürme Deutschlands | Statista
17.02.22    (2097)
Statista: Die teuersten Stürme Deutschlands
Die aktuellen Orkantiefs Ylenia und Zeynep haben europaweit mindestens 16 Todesopfer und vielerorts hohe Schäden verursacht, deren versicherter Umfang auf rund 400|900 M€ geschätzt wird. Aus diesem Anlass listet die Grafik die 8 Stürme in Deutschland mit den höchsten Schäden seit 2002 (in M€):
'07 Kyrill 2060 '18 Friederike 1060 '02 Jeanett 760 '15 Niklas 600 '20 Sabine 600 '21 Ulfert, Volker u.a. 600 '10 Xynthia 510 '14 Ela 450 .
Schäden durch Extremwetter sind seit 2010 stark gestiegen (), auch als Folge der globalen Erwärmung. Weltweiter Höchstwert: 2017: 360 G$ (150 G$ versichert). Höchstwert davor: 1980: 280 G$ (126 G$ versichert).

Quelle: GDV, Munich Re

Statista: Infotext  Infografik 

| Naturkatastrophen | Klimaerwärmung | Klimawandelfolgen | Hurrikane |
Gigabit-Internit
DE 2020-2021
Versorgung mit schnellem Internet kommt in Fahrt | Statista
16.02.22    (2099)
Statista: Versorgung mit schnellem Internet kommt in Fahrt
Der Ausbau des gigabit-fähigen Internets in Deutschland schreitet voran, wie der Vergleich des Anteils der Haushalte mit einem Breidbandanschluss von mindestens 1GBit/s der Jahre 2021|2021 zeigt (in %):
➊ Agglomeration (>500k EW oder ≥100k EW und 775 EW/km²) 72,2|83,2 ➋ Kernstädte (Städte, die keine Agglomeration sind) 64,1|73,0 ➌ Hochverdichtete ländliche Räume ( > 223 EW/km²) 28,0|53,8 ➍ Verdichtete ländliche Räume ( > 223 EW/km²) 25,1|46,9 ➎ Geringverdichtete ländliche Räume (< 130 EW/km²) 24,6|34,8

Quelle: BMWK: Digitalisierung in Deutschland (pdf)

Statista: Infotext  Infografik 

| Konsum & Produktion | Indikatoren |
Bio-Lebensmittel
Europa 2020
Österreich und Schweiz bei Bio-Lebensmitteln führend | Statista
16.02.22    (2096)
Statista: Österreich und Schweiz bei Bio-Lebensmitteln führend
Der Bio-Umsatzanteil am Lebensmittelmarkt ist in vielen Ländern Europas 2020 gestiegen, besonders in den D-A-CH-Ländern (22%, 18%; 19%), bleibt aber insgesamt gering, wie das Ranking sieben ausgewählter Länder zeigt:
Bio-Umsatzanteil in % 2020 (teils 2019):
DK 13,0 AT 11,3 CH 10,8 FR 6,5 DE 6,4 NL 3,3 UK 2,0 PL 1,0⟩ Tabelle

Quelle: BÖLW: Branchenreport 2022

Statista: Infotext  Infografik  | Tabelle/Infos 

| Nahrung | Ökolandbau |
Erdölpreis
OPEC 1970-2021
 Globus Infografik 15201
11.02.22    (2095)
dpa-Globus 15201: Der Ölpreis 1970 bis 2021
Die Kurve zeigt die Entwicklung des Ölpreises für OPEC-Rohöl (in $/b) im Jahresdurchschnitt von 1970|1,67 bis 2021|69,89 (2020|41,47).
Markante Punkte: Allzeithoch: 2012|109,45, Allzeittief seit 1976: 1998|12,28.  ƵR 
2021 ist der OPEC-Ölpreis stark gestiegen (+68,5,2% ggü. Vorjahr). Eine Ursache war die Erholung der Konjunktur nach dem Einbruch im Coronajahr 2020 und eine entsprechend erhöhte Nachfrage nach Erdöl, während die erdölproduzierenden Länder das Angebot weiter eher knapp hielten im Hinblick auf Risiken wie reduzierte Mobilität durch Corona. Auch der eskalierende Russland-Ukraine-Konflikt bewirkte einen kräftigen Risikoaufschlag: so stieg der Barrel-Preis im Oktober auf über 72 US-$.

Quelle: Opec  | Infografik  | Serie  | Zeitreihe 

| Ölpreis | Erdöl | OPEC |
PKW-Antriebsarten
DE 2021
 Globus Infografik 15196
11.02.22    (2094)
dpa-Globus 15196: Was das Auto antreibt
Im Jahr 2021 zählten in Deutschland rund 48 M PKW zum Bestand, darunter 2,6 M neu zugelassen. Bei den Antriebsarten dominierten im Bestand mit weitem Abstand die konventionellen (Benzin 64%, Diesel 31%, Alternative 5%), bei den Neuzulassungen liegen Benzin (37%) und Diesel (20%) hinter den Alternativen (43%).
Alternativer Antriebe: Bestand|Neuzulassungen, Anteile in %:
➊ Voll-/Mild-Hybrid 42|38 ➋ Elektroauto 21|32 ➌ Plug-In-Hybrid 20|29 ➍ Gas 17|1 Tabelle

Quelle: DAT Report 2022  | Infografik  | Tabelle/Infos 

| Mobilität/Verkehr | EW-Verkehr |
THG-Bilanz
Lebensmittel
 Globus Infografik 15195
11.02.22    (2093)
dpa-Globus 15195: CO2-Fußabdrücke von Lebensmitteln
In Deutschland werden 11,3 tCO2e pc Treibhausgase (THG) ausgestoßen (), davon entfallen 2,6 tCO2e auf Ernährung. Von diesen Durchschnittswerten können individuelle THG-Emissionen jedoch stark abweichen (), bei Lebensmitteln hauptsächlich abhängig von der Ernährungsweise (). Notwendig für die individuelle Bilanz sind die spezifischen CO2e-Faktoren von Lebensmitteln (in kgCO2e/kg):
Gemüse/Obst 1,3-0,2 Milchprodukte/Ersatz 9,0-0,3 Fleisch/Ersatz 13,6-1,0 Tabelle.
Die THG-Bilanz je Lebensmittel weist eine große Bandbreite auf, abhängig von Faktoren wie Anbau, Verarbeitung, Verpackung, Transport, Verteilung, Verkauf; z.B. beim Transport von Ananas per Schiff | Flugzeug 0,6|15 kgCO2e/kg. Werden die indirekten THG-Emissionen aus veränderter Landnutzung (LUCLUF) einbezogen, z.B. der Anbau auf ehemaligen Moorflächen (), schneiden Bio-Lebensmittel teils schlechter ab, weil sie wegen geringerer Erträge/ha mehr Fläche benötigen. Andererseits kommen im Ökolandbau weniger Kunstdünger und Pestizide zum Einsatz, was den Ökologischen Fußabdruck wieder verbessert.

Quelle: ifeu: Ökologische Fußabdrücke ...  hbs: Pestizidatlas 2022   | Infografik  | Tabelle/Infos  | Kontext 

| Treibhausgase | CO2-EF | Nahrung |
Handelspartner
Russland 2020
EU und Russland - trotz Sanktionen eng verbunden | Statista
09.02.22    (2092)
Statista: EU und Russland - trotz Sanktionen eng verbunden
Die Annexion der Krim 2014 durch Russland hat den Ex-/Import mit seinen Handelspartnern teils reduziert (Ausnahmen), wie der Vergleich der Anteile der Top5-Staaten am gesamten Warenexport und -import 2013|2020 zeigt (in %: )
Ex: ⟨EU 50,7|33,7 CN 6,8|14,7 NL 11,3|7,5 UK 3,1|6,8 DE 7,0|5,5⟩
Im: ⟨EU 40,0|33,9 CN 16,9|23,7 DE 12,0|10,1 US 5,3|5,7 BY 4,4|5,4⟩.
Hinweise (zgh): Eine Eskalation im Ukraine-Konflikt würde die Handelsbeziehungen aufgrund dann verhängter Sanktionen weiter beeinträchtigen, wovon besonders Deutschland erheblich betroffen wäre, vor allem im Hinblick auf die Energieversorgung, wie die Importanteile bei den Top3-Primärenergien 2020 zeigen (in %): Erdgas 55 , Steinkohle 36 (), Erdöl 31 (). Ein Ersatz von Erdgas aus Russland z.B. durch Import von Flüssigerdgas (LNG) (aus: Katar, USA, Australien, ... ) würde Erdgas - und über Wechselwirkungen auch andere Energiearten - weiter verteuern mit gravierenden Folgen für Deutschland und die EU.

Quelle: IMF, IW

Statista: Infotext  Infografik 

| Konflikte | Konsum & Produktion | Erdgas | Kohle | Erdöl | Energieabhängigkeit |
CO2-Emissionen
LKW WE/DE 2019
LKW verursachen rund 10 Prozent der globalen CO2-Emissionen | Statista
09.02.22    (2091)
Statista: LKW verursachen rund 10 Prozent der globalen CO2-Emissionen
Weltweit wurden 2019 rund 38 Gt CO2 emittiert, darunter 6,5 Gt (17%) durch den Straßenverkehr, davon 2,8 Gt (7,4%) durch PKW und 3,7 Gt (10%) durch LKW, die in der Grafik weiter nach Gewichtsklassen (in t) aufgeschlüsselt werden (in Gt CO2):
➊ Schwere LKW(>15 t): 2,1 ➋ Mittelschwere (3,5-15 t): 1,1 ➌ Leichte (< 3,5 t): 0,5.
Der Güterverkehr auf der Straße hat sich in den letzten 3 Jahrzehnten in Deutschland verdoppelt () und müsste zügig auf Bahn und Schiff verlagert werden, um den THG-Ausstoß im Verkehrssektor (MtCO2e) von 2020|150 gemäß KSG auf 2030|85 zu senken. Außerdem müsste der bisher vorherrschende THG-intensive Dieselantrieb (3,1 kgCO2e  ) ersetzt werden durch alternative Antriebe (Elektrifizierung, Brennstoffzelle (FCEV)/ Wasserstoffantrieb), E-Fuel).

Quelle: PwC (pdf)

Statista: Infotext  Infografik 

| Treibhausgase | EW-Verkehr |
Güterverkehr
DE 1991-2019
Straßengüterverkehr hat sich seit 1991 verdoppelt | Statista
08.02.22    (2090)
Statista: Straßengüterverkehr hat sich seit 1991 verdoppelt
Der Güterverkehr (in G tkm*) in Deutschland ist von 1991|400 angestiegen auf 2019|700 (+75%). Ranking gemäß Änderung 2019 ggü. 1991 (±%):
➊ Straße +103 ➋ Eisenbahn +62 ➌ Rohrfernleitungen 12,1 ➍ Binnenschiffahrt -9,1.
Der Straßengüterverkehr ist von 1991|246 auf 2019|499 gestiegen vor allem zu Lasten der beiden umweltfreundlichsten Transportmittel Bahn und Schiff. LKW verursachen rund 10% der globalen CO2-Emissionen. Um die Klimaziele () zu erreichen, müsste der Güterverkehr verstärkt von LKW auf Bahn und Schiff verlagert und insgesamt verringert werden. Die THG-Intensität des verbleibenden Transports müsste gesenkt werden durch z.B. Elektrifizierung oder emissionsärmere Antriebe (E-Fuel, Brennstoffzelle).

* tkm (Tonnenkilometer): Einheit für die Güterverkehrsmenge
= Gütermenge (t) • Transportstrecke (km).
Transport von z.B. 50 t über 100km ergibt 50t • 100km = 5000 tkm.


Quelle: Umweltbundesamt

Statista: Infotext  Infografik 

| Mobilität/Verkehr | Treibhausgase | Konsum & Produktion |
Kohlenstoffspeicher
 Globus Infografik 15186
04.02.22    (2089)
dpa-Globus 15186: Welches Ökosystem speichert am meisten Kohlenstoff?
Intakte Ökosysteme können viel Kohlenstoff binden. Ranking weltweit (in Gt):
➊ Moore, Feuchtgebiete 657 ➋ Grasland 588 ➌ Wälder 372 ➍ (Halb)-Wüsten 191 ➎ Tundra 121 ➏ Ackerland 117 ➐ Siedlungsland 10.
Ranking gemäß Speicherdichte (in kt C/km² = kg C/m²):
➊ Moore, Feuchtgebiete 106 ➋ Grasland 16 ➌ Tundra 13 ➍ Wälder 11 ➎ Ackerland 8 ➏ (Halb)-Wüsten 6 ➐ Siedlungsland 5 Tabelle.
Moore haben mit Abstand die höchste Speicherdichte. Werden sie trockengelegt, oxidieren der freigesetzte Kohlenstoff (C) und Stickstoff (N) zu Kohlendioxid (CO2) und Lachgas (N2O) (CO2e 300!). In Deutschland sind ca. 98% der 14.190 km² Moore trockengelegt, ihre Vernässung könnte also etwa 1474 Mt C = 5405 Mt CO2* speichern. Stattdessen emittierten Moore 2019 6,7% (UBA) aller THG (810 MtCO2e ), das sind 54,3 MtCO2e. Bundesumweltministerin Steffi Lemke verfolgt das Ziel, diese Emissionen bis 2030 um 5 MtCO2e/a zu reduzieren (RND).

*14190 km² •98% •106 kt C/km² = 1474 C = 1474C • 11/3 CO2/C = 5405 CO2

Quelle: Bodenatlas  Factsheet THG Moore  | Infografik  | Tabelle/Infos 

| Treibhausgase | Klimaerwärmung |
Sozialbeiträge
DE 2022
 Globus Infografik 15184
04.02.22    (2088)
dpa-Globus 15184: Die soziale Höchstlast 2022
Beitragssätze in %: Arbeitslosen-, Kranken-, Pflege-Versicherung ( ±%P ggü.Vorjahr):
AV
: 2,4 (=)   KV: Grundbeitrag: 14,6 (=)  PV: 3,05 (=), Kinderlose: 3,4 (+0,5)
Beitragsbemessungsgrenzen in West-|Ostdeutschland in € ( ±€ ggü.Vorjahr):
Renten-/Arbeitslose: 7050|6750 (-100|+50)
Kranken-/Pflege: 4837,50 West=Ost (=).
Soziale Höchstlast: 2397|2334 (-9|+10).
Kinderlosenzuschlag (0,35%): maximmal 16,93 €. xlsx-Tabelle

Quelle: BMAS  TK  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Armut & Reichtum | Bevölkerung |
Ökostrom-Anteil
DE 2011-2021
 Globus Infografik 15182
04.02.22    (2087)
dpa-Globus 15182: Strom aus erneuerbaren Energien
Der Anteil des Ökostroms (in TWh|%) ist in Deutschland von 2011:123,8|20,4 laufend gestiegen auf 2020:249,7|44,1, danach erstmals gesunken auf 2021:238,0|40,9, weil der On-|Offshore-Windstrom um 12%|7% nachließ.
Die Grafik zeigt die Entwicklung der Ökostromenergien 2011-2021 (TWh, 2021-sortiert):
➊ Onshore-Wind: 49,2|92,0 ➋ Photovoltaik: 19,6|51,2 ➌ Biomasse: 32,1|43,9 ➍ Offshore-Wind: 0,6|25,3 ➎ Wasserkraft: 17,7|19,7.
Zum Erreichen der Klimaziele (2030: 437 MtCO2e; 2045: Klimaneutraliät ) ist ein enormer EE-Ausbau erforderlich: laut Koalitionsvertrag (pdf) sollen 80% des für 2030 veranschlagten Stromverbrauchs von 690-750 TWh durch Erneuerbare Energien erzeugt werden (S. 55u).

Quelle: BDEW  BDEW  | Infografik  | Serie 

| Ökostrom | Energiewende | Windenergie | Solarenergie | Biomasse | Wasserkraft |
Lebensmittelpreise; DE 1970-2020
 Globus Infografik 15188
04.02.22    (2086)
dpa-Globus 15188: Was beim Landwirt ankommt
Der Anteil der Landwirte am Verkaufserlös bei Lebensmitteln ist von 1970 bis 2020 laufend gesunken, im Durchschnitt aller Lebensmittel von 46% auf 21%.
Anteil 1970|1990|2020 in %, Q = Anteil 1970/Anteil 2020, Q-sortiert
➊ Brot: 19|7|4 =4,8 ➋ Kartoffeln: 63|30|21 =3,0 ➌ Eier: 85|69|41  =2,1 ➍ Fleisch: 44|28|21 =2,1 ➎ Milch: 57|43|35 =1,6
Hauptgrund für den geringen Anteil der Landwirte am Verkaufserlös ist der hohe Konzentrationsgrad in der Verarbeitungskette und vor allem im Einzelhandel, wo die "Big Four" (Edeka, REWE, Aldi, Schwarz-Gruppe mit Lidl und Kaufland) aufgrund ihrer Marktmacht (Marktanteil 85 %!) die Erzeugererlöse drücken können ().

Quelle: BMEL, BLE  Thünen-Institut  | Infografik 

| Nahrung | Konsum & Produktion |
BIP pro Kopf
Welt 2020
BIP pro Kopf _WE 2020: Weltbank 15.02.2022
01.02.22    (2144)
Weltbank: Bruttoinlandsprodukt pro Kopf 2020
Im weltweiten Durchschnitt sank das Pro-Kopf-BIP 2020 auf 10.919 $ (-4,2% ggü.Vorjahr). Hauptgrund für den deutlichen Rückgang war die Rezession in vielen Ländern durch die COVID-19-Pandemie.
Ranking von 196 Ländern (in k$/c, gerundet):
MC 174 LU 116 BM 107 CH 87 IE 85 KY 85 NO 67 US 64 DK 61 SG 60 IS 59⟩ ... Tabelle.
An der Spitze liegen Länder mit geringer Einwohnerzahl (EWZ), wo Sondereffekte (z.B.: LU: Steuerparadies, viele Einpendler; IE: Steuerparadies; NO: Rohstoffreichtum) ein hohes BIP erzeugen, das auf vergleichsweise wenige Einwohner entfällt. Unter den Top10-Ländern hat nur die USA (Rg 8, 64 k$) eine große EWZ. Die nächsten Länder in der Rangfolge mit größerer EWZ sind Australien (Rg 14, 52 k$) und Deutschland (Rg 19, 46 k$).
  
Quelle: Weltbank  | Tabelle/Infos  | Serie 

| BIP | Armut & Reichtum |
THG-Ungleichheit
WE 2019
Treibhausgas-Verteilung_2019: Infografik WIR-2022 28.01.2022
28.01.22    (2085)
A21: Die Ungleichheit bei den Treibhausgas-Emissionen
Nicht nur Einkommen und Reichtum sind sehr ungleich verteilt, sondern auch die Emissionen von Treibhausgasen (THG), wie der neue World Inequality Report 2022 eindrucksvoll belegt: die globalen Top 1‰|0,1‰ haben einen exorbitanten THG-Ausstoß von durchschnittlich 476|2531 tCO2e pc, die untere Hälfte der Menschheit dagegen nur 1,6 tCO2e pc. Auch innerhalb der Länder variieren die individuellen THG-Emissionen stark. Ein Maß für die Ungleichheit der THG-Verteilung ist z.B. der Quotient Top1%/Bot50%*:
CN 46 MX 44 CL 40 ZA 39 IN 33⟩ ... ⟨DZ 15 ES 14 UK 14 IT 12 NG 11⟩ Tabelle.
In der Auswahl von 28 Ländern liegt Deutschland mit 20 auf Rang 14.

* Ø-THG pc der Obersten 10% / Ø-THG pc der Untersten 50%

Quelle: World Inequality Report 2022 Chapter-6   | Tabelle/Infos 

| Treibhausgase | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle | Armut & Reichtum |
Elektroautos
DE 2017 - 2021
Rund zwei Prozent aller PKW fahren elektrisch | Statista
28.01.22    (2083)
Statista: Rund zwei Prozent aller PKW fahren elektrisch
Anzahl und Anteil der Elektroautos (BEV + PHEV) in Deutschland sind seit 2017 zunehmend gestiegen, wie die Zeitreihe bis zum 1.10.21 zeigt:
Anzahl in M | Anteil in %
'17 0,05|0,1 '18 0,1|0,2 '19 0,15|0,3 '20 0,24|0,5 '21_1.1 0,59|1,2 '21_1.10. 1,02|2,1 .
Hauptgrund für den starken Anstieg ist die Förderung von Elektroautos, die im Zuge der Coronakrise erhöht wurde: für Elektro-|Hybridautos auf 9000|6750 € bis 40k Listenpreis, darüber 7500|5625, ab 65k kein Zuschuss. Ab 2023 sollen nur noch Elektroautos gefördert werden, die eine rein elektrische Mindestreichweite garantieren. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur geht nur langsam voran, z.B. gab es Ende 11.2021 erst 7053 Schnellladepunkte (Ladeleistung > 22 kW).

Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt

Statista: Infotext  Infografik 

| Elektroauto |
Einkommens-Ungleichheit
Welt 1820,1920,2020
 Globus Infografik 15177
28.01.22    (2082)
dpa-Globus 15177: Die Verteilung des Einkommens
Ein Maß für die Ungleichheit einer Einkommensverteilung ist der Gini-Koeffizient, dessen Berechnung aber eine differenzierte Datenbasis erfordert, die oft nicht zeitnah vorliegt. Ein gröberes Maß bietet die Schichtung der Einkommen in Ärmste 50% | Mittlere 40% | Reichste 10%, deren Anteile am Gesamteinkommen in der Grafik dargestellt werden für das globale Einkommen 1820, 1920, 2020 (in %):
1820 14|36|50 1920 8|33|60 2020 7|38|55 .
Zur Abbildung der Einkommensungleichheit durch nur eine Zahl (wie Gini-Koeffizient), wird auch der Quotient Q = Top10/Bottom50* verwendet.
Mit den Daten oben: 1820 3,6 1920 7,5 2020 7,9 .
Q länderweise berechnet ergibt folgendes Ranking von 26 Ländern **
ZA 13 MX 6 BR 6⟩ ... ⟨DE 2,0 PL 1,9 UK 1,8 ES 1,6 IT 1,6 FR 1,4 SE 1,3⟩ Tabelle

* Q = Einkommensanteil der Reichsten 10% / Einkommensanteil der Ärmsten 50%
** Auswahl gemäß Quelle: WIR 2022,S. 179 ff.

Quelle: World Inequality Report (WIR) 2022  | Infografik  | Tabelle/Infos 

| Armut & Reichtum | Indikatoren | Globale Agenda 21 |
NATO-Osterweiterung
Europa 1990 - 2020
Die Geschichte der NATO-Osterweiterung | Statista
26.01.22    (2084)
Statista: Die Geschichte der NATO-Osterweiterung
Im aktuellen Ukraine-Russland-Konflikt (WDR, bpb) spielt die NATO-Osterweiterung eine zentrale Rolle. Russland verlangt die Widerrufung der Beitrittseinladung an die Ukraine und Georgien*, die NATO-Länder bestehen auf dem Selbstbestimmungsrecht der Völker. Vor diesem Hintergrund zeigt die Europakarte die NATO-Erweiterung 1952-1982 und ab 1999, 8 Jahre nach dem Ende der Sowjetunion und des Warschauer Pakts 1991:
12.03.1999: Polen, Tschechien, Ungarn
29.03.2004: Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowakei, Slowenien
01.04.2009: Albanien, Kroatien
2017: Montenegro
2020: Nordmazedonien
aktuelle Beitrittskandidaten: Bosnien & Herzegowina, Georgien, Ukraine

* Der Westen habe der Sowjetunion bei der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 angeblich zugesagt, die NATO nicht zu erweitern, was Historiker jedoch widerlegt haben (ZEIT, SZ)

Statista: Infotext  Infografik 

| Konflikte |
Stromverbrauch_DE Sektoren 2011-2021
 Globus Infografik 15154
21.01.22    (2081)
dpa-Globus 15154: Wer wie viel Strom verbraucht
Der Nettostromverbauch Deutschlands (in TWh) ist von anfangs 2011|537 gesunken auf das Bereichstief 2020|490 (Coronakrise) und zuletzt wieder gestiegen auf 2021|505.
Anteil der Sektoren (in TWh)
2011
2016
2021
Verarbeitendes Gewerbe, Bergbau
245
240
226
Handel, Dienstleistungen, sonstiges Gewerbe
152
146
135
Haushalte
128
128
132
Verkehr
12
11
12
Gesamt
537
525
505
Der BdEW prognostiziert einen deutlich steigenden Stromverbrauch auf 700 TWh bis 2030 infolge zunehmender Digitalisierung (u.a. Rechenzentren, Sendemasten) und Elektrifizierung (vor allem elektrische Wärmepumpen, Elektroautos).

Quelle: BdEW  | Infografik 

| Strom | Elektroauto | EW-Strom |
THG-Emissionen
Stromerzeugung
So stark belastet die Stromerzeugung das Klima | Statista
18.01.22    (2080)
Statista: So stark belastet die Stromerzeugung das Klima
Die Grafik listet die Treibhausgas(THG)-Emissionen (Lebenszyklusanalyse¹) von Technologien zur Stromerzeugung (Bandbreite** in gCO2e/kWh):
St- 753-1095 Er- 403-513 St+ 149-470 Er+ 92-221 Wa 6,1-147 CSP 14-122 PV 7,4-83 Wi 7,8-23 At 5,1-6,4 *.
* Steinkohle bzw Erdgas ohne/mit CCS; Wasserkraft; CSP; PV; Windkraft; Atomenergie
** abhängig vom lokalen Strommix und weiteren Faktoren
1 Bei der Lebenszyklusanalyse (LCA) werden die gesamten THG-Emissionen bilanziert, von der Vorkette (z.B. Rohstoffe für den Anlagenbau; Förderung/ Aufbereitung/ Transport energiehaltiger Stoffe (Kohle, Erdgas, Uran)) über den laufenden Betrieb (vor allem CO2 beim Verbrennen fossiler Energieträger) bis zum Abriss/ Entsorgung. Die meisten Emissionen sind der eigentlichen Stromproduktion vor-/ nachgelagert, z.B. bei AKW der Uranabbau und die Herstellung der Brennelemente sowie am Ende der Reaktorrückbau und die langfristige Lagerung des radioaktiven Atommülls (UBA ) . Insbesondere die THG-Emissionen der Atommüll-Endlagerung gelten als kaum bilanzierbar, weshalb Abriss und Entsorgung meist nicht einbezogen werden (z.B. Ökoinstitut 2007).

Quelle: United Nations Economic Commission for Europe (pdf)

Statista: Infotext  Infografik 

| Treibhausgase | Strom |
Geburtenzahl
China 2011-2021
Bye Bye Bevölkerungswachstum? | Statista
18.01.22    (2079)
Statista: Bye Bye Bevölkerungswachstum?
Die Geburtenzahl in China ist seit dem Hochpunkt 2016|17,9M rückläufig, wie die Zeitreihe von 2011 bis 2021 zeigt (in M):
'11 16,0 '12 16,4 '13 16,4 '14 16,9 '15 16,6 '16 17,9 '17 17,2 '18 15,2 '19 14,7 '20 12,0 '21 10,6 .
Um den Geburtenrückgang und die Alterung der Bevölkerung zu bremsen, hatte die Regierung 2016 die Ein-Kind-Politik (ab 1980) beendet, was die Geburtenrate aber bisher kaum steigerte (), weshalb künftig drei Kinder erlaubt sein sollen. Da sich die Zahl der Verstorbenen (2021: 10,1M) und Geburten schnell annähern, könnte die Bevölkerung Chinas bereits 2022 ihr Allzeithoch überschreiten (NYT ). Projektionen der UNDESA von 2019 haben das Maximum (1,464M) erst für 2031 berechnet (WPP2019  xlsx).

Quelle: National Bureau of Statistics of China

Statista: Infotext  Infografik 

| Bevölkerung |
Erwerbspersonen
DE 2019 - 2060
Babyboomer hinterlassen Lücke im Arbeitsmarkt | Statista
18.01.22    (2078)
Statista: Babyboomer hinterlassen Lücke im Arbeitsmarkt
Die Anzahl der altersbedingt aus dem Erwerbsleben Ausscheidenden (aktuell 1,3 M/a) wird bald stark wachsen, weil die "Baby-Boomer" (geburtenstarke Jahrgänge 1955 - 1969 ) ab 2020 ansteigend in Rente gehen. Vor diesem Hintergrund analysiert das Statistische Bundesamt die künftige Entwicklung des Arbeitsmarktes anhand von sechs Szenarien in Abhängigkeit vom demografischen Wandel und der Wanderungsbilanz. Die Zeitleiste setzt den aktuellen Stand (2019) fort mit der Prognose für die 10er-Jahre 2030 - 2060.
Erwerbspersonen (20-66 J.): pessimistischstes|optimistischstes Szenario (in M):
'19 41,7 '30 38,0|40,5 '40 35,7|39,9 '50 34,0|39,9 '60 31,5|38,9 .
Es zeichnet sich ein mehr oder weniger stark ausgeprägter Arbeitskräftemangel in den meisten Berufsfeldern ab.

Quelle: Erwerbspersonenvorausberechnung 2020

Statista: Infotext  Infografik 

| Bevölkerung | Konsum & Produktion |
Erdgaspreis EU 12.2020 - 12.2021
Erdgaspreis steigt innerhalb eines Jahres um 549 Prozent | Statista
17.01.22    (2077)
Statista: Erdgaspreis steigt innerhalb eines Jahres um 549 Prozent
Die Gafik zeigt die Kurve zum Durchschnittspreis für Erdgas in Europa (in $/MBtu*) im TTF-Handel von 12.2020 bis 12.2021. Sie startet mit 5,9 und bleibt bis Anfang Juni unter 10. Danach steigt sie immer steiler an auf ca. 31 bis etwa Mitte Oktober. Nach einem Rückgang auf etwa 27 bis Mitte November steigt sie weiter steil an auf zuletzt 38,0 (insgesamt Anstieg um 544%). Hauptgrund für den starken Preisanstieg ist wachsende Nachfrage aufgrund anziehender Konjunktur in Asien und Europa. Auch gibt es Indizien für ein geringeres Angebot durch Gazprom, z.B. verringerter Transport über die Jamal-Pipeline. Erdgas ist mit einem PEV-Anteil von 27% nach Erdöl (32%) der wichtigste Energieträger in Deutschland (). 94% des Erdgases müssen importiert werden, davon 55% aus Russland ().

* Btu = British thermal unit = 293 kWh = 26,4 m³ Erdgas • 11 kWh/m³ Erdgas

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdgas | Primärenergie |
Weltraummüll
WE 04.01.22
Der Erdorbit hat ein Müllproblem | Statista
10.01.22    (2075)
Statista: Der Erdorbit hat ein Müllproblem
Die Anzahl von Müllteilen im erdnahen Weltraum (< 47.000 km) nimmt ständig zu; aktuell befinden sich insgesamt 30.611 Teile in vier Orbit-Zonen Z1 bis Z4, die in der Grafik gemäß Abstand von der Erde (in km) definiert sind:
200 ≤ Z1 ≤ 2000 < Z2 ≤ 31.750 < Z3 ≤ 35.585 < Z4 ≤ 46.380.
Z1: niedriger Orbit; Z2: mittlerer Orbit; Z3: Übergangszone; Z4: geostationärer Orbit
Verteilung der Müllteile: Z1 17.977 Z2 473 Z3 8.778 Z4 3.383 .
Laut DLR besteht der Weltraummüll hauptsächlich aus Trümmerteilen durch Explosion, Zerbrechen oder Kollision von Objekten. Hinzu kommen ausgediente Raketenstufen und abgeschaltete Satelliten. Die wachsende Zahl von Müllteilen gefährdet zunehmend Satelliten, darunter eine Vielzahl für Kommunikation sowie über 150 für Umwelt- und Klimaforschung (), z.B. Copernicus(). Auch die Raumfahrt ist betroffen: so war z.B. die ISS bereits mehrfach gefährdet, zuletzt (15.11.21) durch Trümmerteile eines russischen Satelliten ().

Quelle: ESA

Statista: Infotext  Infografik 

| Müll/Recycling | Klima | Natur & Umwelt |
SUV-Neuzulassungen
WE 2011-2021
SUV-Zulassungen erreichen neuen Rekordwert | Statista
10.01.22    (2074)
Statista: SUV-Zulassungen erreichen neuen Rekordwert
Die Zahl der SUV-Neuzulassungen pro Jahr weltweit ist seit 2011 laufend gestiegen auf zuletzt (2021) fast 36 M mit einem Marktanteil von rund 46%.
Zeitreihe 2011-2021: SUV-Neuzulassungen in M/a | Marktanteil in %:
'11 10,8|18,6 '13 16,2|21,9 '15 21,7|27,4 '17 30,7|35,2 '19 34,8|40,3 '21 35,6|45,9 .
Die meisten Zulassungen entfielen auf China (11,2 M) und die USA (8,6), gefolgt von Europa (7,3). In Deutschland wurden im Rekordjahr 2019 762.490 SUV neu zugelassen, im Coronajahr 2020 rund 142.000 weniger(). Nachteilig sind SUV wegen überhöhter CO2-Emissionen () (2021: +120 Mt CO2 weltweit), großem Platzverbrauch und erhöhter Unfallfolgen für extern Betroffene () ().

Quelle: IEA

Statista: Infotext  Infografik  | Serie 

| Mobilität/Verkehr | Treibhausgase | Gesundheit |
COVID-19-Intensivfälle
Intensiv-Abwärtstrend hält an | Statista
10.01.22    (2073)
Statista: Intensiv-Abwärtstrend hält an
Die Kurve der Anzahl intensivmedizinisch behandelter COVID-19-Fälle ist seit dem inzwischen vierten Hochpunkt im Dezember gesunken auf zuletzt 09.01.22|3242.
Hochpunkte: 18.04.20 2928 03.01.21 5745 26.04.21 5106 10.12.21 4917
Wie lange der Rückgang anhält, ist kaum abzuschätzen. Angesichts extremer Anstiege der Inzidenzen in fast allen Nachbarländern und seit Anfang Januar z.B. auch in Bremen und Berlin als Folge der Omikron-Ausbreitung ist mit einer wachsenden Zahl von Intensivfällen zu rechnen. Seit Start des DIVI-Registers im April 2020 wurden rund 157k COVID-19-Fälle mit Behandlung auf der Intensivstation festgestellt.

Quelle: DIVI-Intensivregister

Statista: Infotext  Infografik  | Serie 

| SARS-CoV-2 |
Hartz-IV-Regelsätze
DE 2022
 Globus Infografik 15126
07.01.22    (2076)
dpa-Globus 15126: Hartz-IV-Regelsätze 2022
Erwerbsfähige ohne ausreichende eigene Mittel für den Lebensunterhalt können Arbeitslosengeld II (Hartz IV) für sich und ggf. Haushaltsmitglieder beantragen. Leistungsberechtigte erhalten einen Regelsatz nach 6 Regelsatzstufen (S1-S6), die zum 1.1.22 etwas (2 bis 3 €/Monat) erhöht wurden:
Stufe: Regelsatz (+ggü.Vorjahr) (in €/Monat):
S1 449(+3) S2 404(+3) S3 360(+3) S4 376(+3) S5 311(+2) S6 285(+2) Tabelle.
Der Regelbetrag soll die monatlichen Ausgaben für Ernährung, Kleidung, Energie, Körperpflege, Hausrat und Bedürfnisse des täglichen Lebens abdecken. Außerdem werden die regelmäßigen Kosten für die Krankenversicherung sowie für Miete und Heizung übernommen. Hinzu kommen Einmalleistungen (u.a. Erstausstattung für die Wohnung inkl. Haushaltsgeräten; Bekleidung; Schwangerschaft/Geburt; Schulkosten (Einschulung, Laptop/Tablet, Klassenfahrt, Abi-Feier)). Ergänzt werden Mehrbedarfe für Menschen in schwierigen Lebenslagen (u.a. Alleinerziehende, Behinderte).

Quelle: Bundesregierung  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie  | Zeitreihe 

| Armut & Reichtum | Bevölkerung |
Temperaturbilanz
 Globus Infografik 15134
07.01.22    (2072)
dpa-Globus 15134: Die Temperaturbilanz
2021 lag die Durchschnittstemperatur 0,9 °C über 8,2°C, dem 30-Jahres-Ø der Normalperiode 1961-1990, deutlich unter dem Allzeithoch 2018 (+2,3°). Die Klimaerwärmung pausiert jedoch nicht, was auch zahlreiche Extremwetter zeigen, z.B. Hitzewellen in Italien und Griechenland () und Hochwasser in West- und Mitteleuropa. Besonders stark waren Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen betroffen: Starkregen und exteme Flutwellen verursachten Schäden und Opfer in außergewöhnlicher Höhe: allein im Ahrtal starben 134 Menschen. Bundestag und -rat beschlossen einen Hilfsfonds im Umfang von 30 G€ zur Unterstützung des Wiederaufbaus in Rheinland-Pfalz (55%) und NRW (45%) sowie Bayern/ Sachsen (1%) ().
 
Quelle: DWD  GERICS  | Infografik 

| Klimaerwärmung | Klimawandelfolgen | Hochwasser | Naturkatastrophen |
Omikron
Ausbreitung
So verlaufen die Omikron-Wellen | Statista
07.01.22    (2071)
Statista: So verlaufen die Omikron-Wellen
Die neue SARS-CoV-2-Variante Omikron wurde erstmals im November 2021 in Südafrika diagnostiziert. Dort überschritt die Welle der Neuinfektionen mit Omikron bereits etwa Mitte Dezember 2021 ihren Hochpunkt, in anderen Ländern baut sich die Welle noch auf, wie die Grafik am Beispiel von Frankreich, Großbritannien, Spanien und Deutschland zeigt.
7-Tage-Ø täglicher Neuinfektionen 11/2021 - 01/2022, Zahl am Ende in k:
FR 206,3 UK 181,7 ES 112,8 DE 39,4 ZA 8,3⟩
Die WHO warnt, die Entwicklung in Südafrika als Muster auf andere Länder zu übertragen: Die Bevölkerung Südafrikas ist vergleichsweise sehr jung (Medianalter 27,3 ) und der Anteil der bereits zuvor Infizierten (oder Geimpften) ist hoch, so dass Antikörper gegen COVID-19 weit verbreitet sind. In Deutschland sollen angepasste Corona-Regeln (u.a. verkürzte Quarantäne-Zeit) einem erwarteten Mangel an Arbeitskräften vor allem in der kritischen Infrastruktur begegnen.

Quelle: JHU

Statista: Infotext  Infografik 

| SARS-CoV-2 |
  

erstellt: 09.12.22/ zgh Anfangsjahr Vorjahr 2022 Folgejahr Endjahr

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