| Hintergrund |
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Energiewende zur Nachhaltigkeit:
Der Begriff "Energiewende" bezeichnet eine Energiepolitik weg von den fossilen Energien (Erdöl, Erdgas, Kohle) und der Kernenergie hin zu den erneuerbaren Energien. Außerdem verfolgt die Energiewende eine Abkehr von der bisher stark zentralisierten Stromversorgung durch wenige Großkraftwerke unter der Regie einiger weniger Stromkonzerne (in Deutschland: e.on, RWE, Vattenvall, EnBW) hin zu einer dezentralisierten Versorgung mit vielen kleinen breit gestreuten Kraftwerken unter verstärktem Einsatz der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK).
Übergreifendes Ziel der Energiewende ist eine nachhaltige Energieversorgung, also eine regional und weltweit wirtschaftliche, umwelt- und sozialverträgliche Erzeugung und Verteilung von Energie. Nachhaltigkeit umfasst insbesondere auch die Reduktion von Schadstoffen (u.a. Treibhausgase) und Umweltbelastungen (u.a. Schadstoffe, Abraum, Flächenverbrauch). Ein weiteres zentrales Kriterium für Nachhaltigkeit ist die Zukunftsfähigkeit und die daraus abzuleitende Generationengerechtigkeit: Sie erfordern einen möglichst sparsamen Umgang mit den fossilen Energien, deren nichtenergetische Nutzung als Rohstoff für künftige Generationen um so wichtiger wird, je knapper sie werden. Aus diesem Grund und wegen des Treibhauseffekts muss das schlichte Verbrennen von Erdöl, Erdgas und Kohle möglichst schnell im Zuge einer Energiewende beendet werden, deren Umsetzung im Folgenden detaillierter ausgeführt wird.
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Umsetzung der Energiewende:
Die Umsetzung beruht hauptsächlich auf drei Säulen:
1. Steigerung der Energieeffizienz
2. Verstärktes Energiesparen
3. Ausbau der Erneuerbaren Energien
Bei der Energiewende stellt sich prinzipiell die Aufgabe, Energiedienstleistungen langfristig ausschließlich mittels Erneuerbaren Energien zu erbringen, weil nur diese auf Dauer in ausreichendem Maße verfügbar und zugleich umwelt- und klimaverträglich sind. Dadurch helfen sie, die Konkurrenz um sich verknappende nicht regenerative Energieressourcen zu entschärfen und tragen somit zur Friedenssicherung bei.
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Der Ökomix

Großansicht/ Daten
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Energiedienstleistungen werden über die
Endenergieträger Strom,
Wärme und Treibstoffe erzeugt, für die jeweils unterschiedliche spezifische Aspekte wichtig sind,
weshalb sie im folgenden zunächst getrennt in Extraseiten analysiert werden.
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![DLR-Studie: Energie[r]evolution](../archiv/08/bild/energierevolution-20081027.jpg)
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Realisierbarkeit der Energiewende
Dass die Energiewende technisch und wirtschaftlich machbar ist, wurde in verschiedenen Studien renommierter Wissenschaftler und Expertengremien nachgewiesen:
Ob und wie schnell die Energiewende tatsächlich umgesetzt wird, hängt laut diesen Studien nicht von der prinzipiellen Machbarkeit der Energiewende sondern vor allem vom Umsetzungswillen der Entscheidungssträger in Wirtschaft und Politik ab. Dort zeigt sich leider immer noch überwiegend ein Festhalten an der bisherigen zentralisierten Energieinfrastruktur und den fossilen Energien
[1] , z.B. der Kohleverstromung, die künftig durch aufwändige CCS-Technologie weniger klimaschädlich werden soll.
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Alternatives Konzept: "grüne" Wasserstoffwirtschaft
Die oben dargestellten Konzepte beruhen eher auf einer getrennten Betrachtung von Strom, Wärme und Treibstoffen. Bei einer Wasserstoffwirtschaft entfällt diese Trennung, da Wasserstoff diese drei Endenergiearten gleichzeitig bereitstellt. Der gängige Einwand, eine Wasserstoffwirtschaft sei viel zu wenig energieeffizient und zu teuer, trifft nur zu, falls Wasserstoff wenig effizient mittels Elektrolyse aus Strom hergestellt und z.B. energieaufwändig mit Tanklastern verteilt wird. Wird der Wasserstoff direkt aus Biomasse produziert und über die schon vorhandene Erdgas-Infrastruktur (Pipelines, Rohrsystem, Gasspeicher) zum Endverbraucher transportiert, bei dem dann eine Brennstoffzelle zugleich Strom und Wärme erzeugt, wird die Energie-, Kosten- und Treibhausgasbilanz deutlich günstiger. Außerdem kann Wasserstoff direkt als Treibstoff verwendet werden, so dass alle drei Endenergiearten (Strom, Wärme, Treibstoffe) einheitlich über Wasserstoff bereitgestellt werden. Auch das Problem schwankender Energienachfrage lässt sich mit einer Wasserstoffwirtschaft besser lösen, da Biomasse teils lagerbar ist und Wasserstofffabriken variabel arbeiten können. Ebenso lässt sich die Energiespeicherung, ein großes Problem bei Strom und Wärme, mit Wasserstoff auf einfache Weise durchführen: statt Strom oder Wärme wird Wasserstoff gespeichert, wozu die bisherigen Erdgasspeicher oder künftig auch die ausgebeuteten Erdgasfelder unter Einsatz vorhandener Infrastruktur (Pipelines) genutzt werden können.
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Nach Konzepten und Berechnungen des Ingenieurs Karl-Heinz Tetzlaff würde solch eine "grüne" Wasserstoffwirtschaft auf Basis von Bio-Wasserstoff sogar deutlich günstiger sein als alle anderen bisher diskutierten Energieversorgungssysteme: drastisch höhere Energieeffizienz des Gesamtsystems bei deutlich geringeren Kosten und zugleich CO2-Neutralität oder sogar CO2-Reduktion bei Einsatz von CCS
[2].
Allerdings wird dieses Konzept in der Fachwelt bisher kaum wahrgenommen und es fehlen daher Validierungen und kritische Überprüfungen von unabhängigen Experten. Laut Tetzlaff haben die großen Stromkonzerne ein Weltbild erzeugt, in dem große Stromnetze als alternativlos scheinen und daher von vielen nicht mehr hinterfragt werden. Dagegen setzt Tetzlaff das vorhandene Rohrsystem der Erdgasleitungen, über das Wasserstoff (und nicht Strom) an die Endverbraucher geliefert wird. Erst vorort beim Endkunden wird dann Strom erzeugt, wobei bei kühlerer Witterung (besonders im Winter) mehr Strom als Wärme anfällt. Der überschüssige Strom wird dann zusätzlich in die stärker nachgefragte Wärme umgewandelt. Solch eine Wasserstoffwirtschaft ist daher eine wärmegeführte (im Gegensatz zur heutigen stromgeführten) Energiewirtschaft.
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Peakoil
06.03.12
(390)
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SZ-Grafik: Peak-Oil: Entwicklung der Ölförderung der 20 größten Ölproduzenten
In der Weltkarte sind die ölproduzierenden Länder, bei denen die Ölproduktion von 2005 bis 2010 zu- bzw. abgenommen hat, blau bzw. rot eingefärbt. Bei 11 von 20 Ländern wurde das Fördermaximum (Peak-Oil) vermutlich bereits überschritten. Vor allem im arabischen Raum sank die Ölförderung teils drastisch, gestiegen ist sie dagegen in Kanada (Abbau von Ölsanden), den USA, Brasilien, Angola, Russland, Kasachstan, Irak, Iran und China. => Datentabelle
Die Grafik ist abgedruck im Artikel "Angst vor dem Öl-Crash" [SZ 06.03.12, S.26], in dem der Energieexperte Jörg Schindler angesichts wahrscheinlicher Ölverknappung eine rechtzeitige Änderung des energie-und ressourcenverschwendenden Lebensstils anmahnt
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Landgrabbing
20.01.12
(377)
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FR-Grafik: Landgrabbing
Laut einer neuen Studie der International Land Coalition (ILC) ist das EU-Ziel, bis 2020 den EE-Anteil im Verkehrssektor auf 10 % zu erhöhen, mitverantwortlich für wachsendes Landgrabbing vor allem in Afrika: 134 von insgesamt 203 Mio Hektar sollen dort den Besitzer gewechselt haben, überwiegend mit dem Ziel, Energiepflanzen für die Produktion von Biosprit anzubauen. Der mit Abstand größte Aufkäufer ist China.
Die Infografik zeigt den Anteil von Ackerflächen im Besitz von ausländischen Investoren/ Regierungen ausgewählter Länder (in %): Kongo 6, Rumänien 7, Sudan 8, Argentinien 10, Äthiopien 10, Australien 12, Sierra Leone 15, Uruguay 26.
Die Grafik ist abgeruckt im Artikel:
Treibstoff statt Brott [FR 20.01.12,S.16]
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ältere Daten / Statistiken / Infografen |
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Globus 1382-18.05.2007

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vorübergehend in der
Globus-Galerie
Achtung:
In der Grafik wird die falsche Maßeinheit
Mio MWh (= TWh)
verwendet, die um den Faktor 1000 zu klein ist.
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Infografik: Energiequelle Natur
Weltweiter Verbrauch von Energie 2004 aus erneuerbaren Quellen:
weltweit insgesamt 16,8 PWh (= 1015 Wh = Billion kWh), davon in:
| Region |
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Biomasse/Abfälle
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Wasserkraft
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Sonstige
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| Asien (ohne China): |
4,8
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92 %
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4 %
|
4 %
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| OECD-Länder |
3,7
|
53 %
|
35 %
|
12 %
|
| Afrika |
3,3
|
97 %
|
3 %
|
0,3 %
|
| China |
2,9
|
88 %
|
12 %
|
0 %
|
| Lateinamerika |
1,6
|
62 %
|
36 %
|
1 %
|
| Schwellenländer |
0,48
|
35 %
|
64 %
|
4 %
|
| Naher Osten |
0,04
|
32 %
|
43 %
|
24 %
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Daten aus: Globus 1382; Stand: Ende 2004; Quelle: BMU / IEA
=> Erneuerbare Energien > Daten/Statistiken/ Infografiken
=> Energie/ Ressourcen > Daten/Statistiken/ Infografiken
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Globus 1007-03.11.2006

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Infografik: Kraftwerk Natur: Regenerative Energie in Deutschland 2005
Von der Gesamterzeugung regenerativer Energie in Deutschland im Jahr 2005 in Höhe von 165,36 TWh ( = Mrd. kWh) entfiel auf (Angaben in %):
- Wärme 48,7 (Biomasse 46,0; Solarthermie 1,8; Geothermie 1,0);
- Strom 37,8 (Windkraft 16,0; Wasserkraft 13,0; Biomasse 8,1; Fotovoltaik 0,6)
- Kraftstoffe 13,5 (Biodiesel 11,2; Pflanzenöl 1,2; Bioethanol)
Daten aus: Globus 1007; Achtung: in der Grafik falsche Maßeinheit GWh)
Quelle: Allianz Dresdner Economic Research
=> Erneuerbare Energien
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