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Überblick:
Der Begriff "Energiewende" und seine übergreifenden Aspekte werden auf der
Überblicksseite zur Energiewende behandelt. Dort befindet sich auch der Servicebereich (Presseartikel; Daten/Statistiken; Dokumente, Links).
Die Umsetzung der Energiewende speziell bei der Wärme beruht - wie auch bei der übergreifenden Energiewende - auf drei Säulen:
1. Steigerung der Energieeffizienz
2. Verstärktes Energiesparen
3. Ausbau der Erneuerbaren Energien
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Die Umsetzung der Energiewende beim Bereitstellen von Wärme bzw. bei der Klimatisierung hängt vor allem von den regionalen klimatischen Bedingungen und den landestypischen Gebäudestandards und Bauweisen ab, die weltweit stark variieren. Deshalb beschränken wir uns im Folgenden auf den aktuellen Stand und die Perspektiven in Deutschland.
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Das Bereitstellen von Wärme (Raumwärme, Warmwasserbereitung, Prozesswärme) ist beim Endenergieverbrauch (EEV) mit Abstand der größte Energiezweck: 5500 PJ (58,2 %) des gesamten EEV von 9440 PJ entfallen auf diesen Bereich [1], darunter auf Raumwärme 30,4 %; Prozesswärme 23,2 %, Warmwasserbereitung 4,7 % [2].
Die Prozesswärme für die Industrie wird hier nicht weiter verfolgt [3].
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Solarhaus

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Als Folge der Klimaerwärmung ist in Deutschland künftig mit häufigeren und extremeren Hitzeperioden zu rechnen, so dass die Klimatisierung an Bedeutung zunimmt. Der Umfang der notwendigen Klimatisierung hängt aber stark von der Bauweise (Wärmedämmung, Solararchitektur, "passive Klimatisierung") und wird daher im Folgenden über das Thema "Raumwärme" mit erfasst. Die über solche "passiven" Maßnahmen hinausgehende aktive Kühlung erfolgt hierzulande hauptsächlich über stromgetriebene Kühlgeräte und wird daher über die Energiewende im Stromsektor erfasst, so dass die Klimatisierung hier nicht weiter behandelt wird.
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energetische
Gebäudesanierung

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Raumwärme:
Etwa 74 % der insgesamt 39,5 Millionen Wohnungen wurden vor 1974 gebaut, davon wurden bisher nur ein Fünftel energetisch saniert. Das Einsparpotenzial bei der Raumheizung ist daher enorm: Ohne energetische Sanierung verbrauchen alte Wohnungen umgerechnet durchschnittlich 300 Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter Wohnfläche (kWh/a m²), "Niedrigenergiehäuser" gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) unter 70 kWh/a m² [4], sog. "Passivhäuser" [5] weniger als 15 kWh/a m² [6]. Durch Wärmedämmung, Wärmerückgewinnung und Heizungen auf dem neuesten technischen Stand lässt sich also ein Großteil der Energie für die Raumheizung einsparen [7].
Die energetische Gebäudesanierung kommt leider nur schleppend voran, was vor allem an den hohen Kosten und der langen Amortisationszeit von 10 bis 30 Jahren liegt. Auch die verwirrende Vielzahl unterschiedlichster wenig auf einander abgestimmter Förderprogramme verzögert die Energiewende in diesem Sektor [8]. Pro Jahr werden im Durchschnitt bisher nur 1,5 % der Gebäude saniert, durch Steigerung dieser Rate auf 2,5 % könnte der CO2-Ausstoß bis 2020 um 20 % gesenkt werden [9]
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Das umfangreichste Förderprogramm bietet die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für Privatkunden, Unternehmen sowie Kommunen und gemeinnützige Einrichtungen. Die Bundesregierung stellt dazu von 2009 bis 2012 jährlich 500 Millionen Euro zur Verfügung. Voraussichtlich künftig stark steigende Preise der fossilen Energien werden die Amortisationszeit von Energiespar-Maßnahmen verkürzen und könnten einen neuen Schub für die Energiewende im Bereich der Raumheizung bringen.
Nach effektiver energetischer Gebäudesanierung kann der vergleichsweise kleine Restbedarf an Raumwärme durch Ausweitung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und stärkere Nutzung Erneuerbarer Energien (EE) wie Biogas, Holz, Solarwärme, Geothermie und Wärmepumpen gedeckt werden.
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Laut Integriertem Energie- und Klimaschutzprogramm (IEKP) der Bundesregierung soll der Anteil Erneuerbarer Energien (EE) am Wärmemarkt bis 2020 auf 14 % verdoppelt werden. Wer ab 2009 neu baut, wird durch die neue Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) verpflichtet, einen bestimmten Anteil des Wärmebedarfs aus regenerativen Energiequellen zu decken. Der KWK-Anteil an der Stromerzeugung soll bis 2020 auf 25 % verdoppelt werden. Dazu unterstützt die Bundesregierung den KWK-Ausbau mit 750 Millionen Euro pro Jahr.
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Die Leitstudie 2008 entwickelt Szenarien zur Energiewende für den Zeitraum bis 2050. Im sog. "Leitszenario 2008" sinkt der Wärmebedarf von 5500 PJ in 2006 auf 2933 PJ bis 2050, also auf nur noch rund 53 % des heutigen Endenergieverbrauchs. Ausschlaggebend für diese Senkung ist der Ausbau der KWK und der Erneuerbarer Energien (EE) sowie eine Umwandlung von Einzelheizungen in netzgebundene Wärmeversorgung (Nah- und Fernwärme). So sollen Nahwärmeanlagen (z.B. Blockheizkraftwerke) 60 % der EE-Wärme bereitstellen.
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Energie im Haushalt

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Warmwasserbereitung:
Je nach Haushalt wird warmes Wasser mit verschiedenen Elektrogeräten und meist auch über die Heizungsanlage erzeugt. Da in einem Durchschnittshaushalt nur rund 12 % des Energieverbrauchs auf die Warmwasserbereitung, aber 73 % auf die Heizung entfällt [10], ist bei der Energiewende also vor allem auf einen hohen Wärmedämmstandard und eine energiesparende moderne Heizung zu achten, die nach Möglichkeit Erneuerbare Energieträger (Biogas, Holz, Geothermie) nutzt. Oft erzeugt die Heizungsanlage auch parallel das warme Wasser. Während der Heizperiode ist dies meist auch die energiesparendste Methode, im Sommer dagegen empfiehlt sich zusätzlich der Einsatz von Sonnenkollektoren, so dass die dann wenig effektiv arbeitende Zentralheizung an möglichst vielen Tagen ganz ausgeschaltet bleiben kann. Bei Elektrogeräten (ggf. Elektroboiler, Elektrokocher) ist natürlich auf eine möglichst hohe Energieeffizienzklasse (A++) zu achten, insbesondere beim Neukauf: höhere Anschaffungskosten amortisieren sich meist in kurzer Zeit.
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Wasserstoffwirtschaft |
Wasserstoffwirtschaft:
Als Alternative zur bisherigen Energieversorgung wird von manchen Experten eine Wasserstoffwirtschaft vorgeschlagen, bei der statt Erdgas Wasserstoff an die Endkunden (Haushalte, Betriebe, ... ) geliefert wird, bei denen dann direkt vor Ort die Wärme mit Brennstoffzellen erzeugt wird, die nach dem KWK-Prinzip gleichzeitig Strom produzieren. Dabei wird überschüssiger Strom z.B. im Winter, wo mehr Wärme als Strom benötigt wird, zusätzlich in Wärme umgewandelt. Umgekehrt kann überschüssige Wärme z.B. im Sommer bisher nicht in vollem Umfang genutzt werden. Es werden aber Konzepte erforscht und entwickelt, bei denen die überschüssige Wärme (statt bisher Strom) zur Klimatisierung (Kühlung) verwendet wird.
=> Weitere Informationen: Energiewende > Wasserstoffwirtschaft
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