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Atomausstieg / Atomkonsens |
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Abkommen zum Atomausstieg Aktuelle Meldungen zum Atomausstieg [BMU] Kompakt-Info: |
Am 14.06.2000 hat die Bundesregierung (Koalition: SPD + Grüne) mit führenden Energieversorgungsunternehmen nach langwierigen "Konsensgesprächen" (daher die Bezeichnung "Atomkonsens")
im Abkommen zum Atomausstieg vereinbart, die Nutzung der Kernenergie in Deutschland geordnet zu beenden.
Am 14.12.2001 wurde dann gegen die Stimmen der Opposition (CDU/CSU, FDP) das neue
Atomgesetz vom Bundestag beschlossen.
Mit dem neuen Atomgesetz, das am 26.04.2002 in Kraft trat, wurde die Ausstiegsvereinbarung rechtsverbindlich umgesetzt
.
Das "Gesetz zur geordneten Beendigung der Kernenergienutzung zur gewerblichen Erzeugung von Energie"
enthält u.a. folgende Eckpunkte: (ausführlicher: Regierungs-Online) |
| Atommüll CASTOR-Transporte Zwischenlager Entsorgung |
Die Vereinbahrung zum Atomausstieg verbietet CASTOR-Transporte zur Wiederaufbereitung ab Juli 2005; die AKW-Betreiber müssen daher standortnahe Zwischenlager bei den AKW einrichten. Im Gegenzug sichert die Bundesregierung die Rahmenbedingungen für den Betrieb der AKW und deren Entsorgung für die vereinbarten Restlaufzeiten. Insbesondere muss die Bundesregierung den Entscheidungsfindungsprozess zur Festlegung eines Atommüll-Endlagers zum Abschluss bringen. |
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Kritik Bernd Schmidtbauer |
Die CDU/CSU und FDP lehnen den Atomausstieg vehement ab: im Falle eines Regierungswechsels wollen sie ihn rückgängig machen. Hauptargumente gegen den Atomausstieg: AKW erzeugten im Gegensatz zu konventionellen Kraftwerken, die fossile Energien verbrennen, keine Treibhausgase und trügen daher nicht zur Klimaerwärmung bei. Erneuerbare Energien könnten auf absehbare Zeit nicht genügend Strom erzeugen, vor allem nicht im Grundlastbereich. Daher seien AKW unverzichtbar für eine sichere Stromversorgung. Außerdem zählten deutsche AKW zu den sichersten der Welt: es mache daher keinen Sinn, diese abzuschalten, während im nahen Ausland teils unsichere AKW weiter betrieben würden. Beim Zurückfahren der Atomenergie im Inland müsse immer mehr Strom importiert werden, darunter dann auch Atomstrom aus möglicherweise weniger sicheren AKW. Die Kritiker des Ausstiegs verbreiten immer wieder Schreckenszenarien, dass bei erhöhtem Import auch großflächige Stromausfälle wie im Sommer 2003 in den USA, Schweden/ Dänemark und Italien durch Netzüberlastung drohen. |
| Kritik der Umweltverbände |
Die Umweltverbände kritisieren, dass bei so langen Restlaufzeiten nicht von einem Atomausstieg gesprochen werden könne. Die Energieversorger hätten nur zugesagt, was sie vermutlich aus rein ökonomischen Gründen sowieso getan hätten. Bei den Verhandlungen habe sich das Umweltministerium nicht genügend durchsetzen können. Der Umweltschutz habe gegenüber den Interessen der Stromanbieter das Nachsehen. |
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Große Koalition
Szenarien für die Zeit nach der |
Die große Koaltion von CDU/CSU und SPD ab 2005 hat in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, am Atomausstieg festzuhalten. Im Verlaufe des Jahres 2008 verstärkt sich jedoch die Debatte über den Atomausstieg. Neben der CDU/CSU und FDP scheinen zunehmend auch Teile der SPD im Hinblick auf Versorgungssicherheit und Klimaschutz für eine Verlängerung der Restlaufzeiten zu sein.
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aktuelle Daten |
Aktuelle Daten und Statistiken bietet die Extraseite: => Daten/ Statistiken/ Infografiken: Atomenergie |
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Presse- / Online-Medien |
Die Entwicklung der Debatte um den Atomausstieg kann im Pressearchiv recherchiert werden. Datenbank-Auszug zum Suchkriterium: Atomausstieg ODER Atomkonsens Jahrgang: 2004 2005 2006 2007 2008 Beliebige Suchbegriffe können recherchiert werden durch direkte Eingabe in die Maske oben auf der Startseite zum Presse-Archiv. |
| AKW Stade
"AKW Stade geht vom Netz" [Pressemitteilung: Bundesregierung, 14.11.03] Lexikon: AKW-Stade [PolitikerScreen] |
Als erstes Kraftwerk wurde das AKW Stade am 14.11.2003 stillgelegt, als letztes wird vermutlich Neckarwestheim 2021 abgeschaltet. "Der Atommeiler Stade an der Unterelbe ist das zweitälteste kommerziell genutzte AKW in Deutschland. Nur Obrigheim ist länger am Netz. Der Druckwasserreaktor ging im Januar 1972 ans Netz. Seitdem hat er mehr als 150 Mrd. Kilowattstunden Strom geliefert. Mit einer Leistung von 640 Megawatt ist Stade etwa halb so groß wie die meisten anderen Atomkraftwerke in Deutschland. Betrieben wird das Kraftwerk vom Stromkonzern E.ON Energie. Obwohl das AKW immer wieder sicherheitstechnisch nachgerüstet wurde, kam es doch regelmäßig zu Zwischenfällen." [ARD-Text, 15.11.03] "Mit dem Abschalten des Kraftwerks Stade beginnt der Atomausstieg" [taz,14.11.03] "Aus für AKW Stade: Rot-Grün feiert - doch Kernkraft nicht am Ende" [vista,13.11.03] "Abschalten des AKW Stade kein Grund zum Feiern" [BUND, 14.11.03] |
| AKW Obrigheim: abgeschaltet am 11.5.2005 |
Nach Stade wurde Obrigheim als zweites und zugleich ältestes AKW im Zuge des Atomausstiegs am 11.5.05 stillgelegt. Seit Inbetriebnahme im Okt.1968 erzeugte das AKW mehr als 90 Mrd. kWh Strom (taz,12.5.05). Mit nur 350 Megawatt war es das kleinste unter allen bisherigen 20 kommerziellen AKW, die fehlende Strommenge zu ersetzen ist daher kein Problem. Das AKW hätte nach den Vorgaben des "Atomkonsenses" eigentlich schon 2002 abgeschaltet werden sollen. Der damalige EnBW-Chef Gerhard Goll hatte aber mit der Bundesregierung eine verlängerte Laufzeit bis November 2005 ausgehandelt. Da das relativ kleine AKW in Obrigheim (nur 300 MW) weniger effektiv arbeitet als z.B. die großen AKW Neckarwestheim II oder Philippsburg II (1300 MW), konnte die Reststrommenge für Obrigheim auf rentablere Kraftwerke übertragen werden. 17 AKWs sind noch am Netz => AKW-Datentabelle |
Atomenergie => FR-Themenseite |
Am 11.5.2005 wurde mit dem Atomkraftwerk (AKW) Obrigheim das zweite AKW in Deutschland im Zuge des im Jahr 2001 vereinbahrten Atomausstiegs stillgelegt. Andere Länder wie Frankreich und England setzen dagegen weiter auf Atomenergie, die Ukraine will sogar noch weitere 11 Meiler bauen, obwohl die Folgen der Atom-katastrophe in Tschernobyl 1986 das Land immer noch schwer belasten . Der aktuelle Unfall in der Wiederaufbereitungsanlage in Sellafield (GB) zeigt erneut die Risiken der Atomindustrie, die eine mindestens EU-weit koordinierte Atompolitik erfordern. Diese ist aber selbst in Ansätzen nicht in Sicht. Zu diesem Problemkomplex hat die Frankfurter Rundschau (FR) am 11.05.05 eine Themenseite erstellt mit mehreren aktuellen Berichten und Hintergrund-Infos. Die Inhalte der FR-Themenseite und ergänzende Informationen stellen wir ausführlicher vor in einer Extraseite . Achtung: Die Artikel sind 14 Tage lang bis zum 24.05.05 online erreichbar im FR-14 Tage-Archiv oder im FR-ePaper-Angebot, wo alle Inhalte nach kostenloser Registrierung im Original-Layout der Printausgabe abgerufen werden können. Nach Ablauf der 14-Tagefrist werden alle Elemente in kostenpflichtige Datenbanken überstellt. |
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| internes Lexikon | CASTOR Erneuerbare Energien Fossile Energien Energie-Maßeinheiten Klimawandel Treibhauseffekt |
| Katalyse-Lexikon | AKW Atommüll Brennstoffkreislauf Kernspaltung Wiederaufbereitung zahlreiche weitere Begriffe, die über Links in den obigen Begriffen erreichbar sind. |
| PolitikerScreen | Atomausstieg Atomkraftwerk Stade CASTOR-Transporte Gorleben |
| Lexikon bei: anti-atom | Atommüll Brennelemente
CASTOR Energiekonsens Wiederaufbereitung zahlreiche weitere Begriffe, die über Links in den obigen Begriffen erreichbar sind. |
Atomenergie: Daten/ Statistiken |
=> Daten/ Statistiken/ Infografiken: Atomenergie
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| Spezials | Daten/ Statistiken zur Atomenergie |
| Ober-Themen | Energie/ Ressourcen Müll/ Recyling/ Wertstoffe |
| Umweltministerium www.bmu.de/atomkraft |
Glossar zum Atomausstieg Atomausstieg: Fragen u. Antworten Atomenergie Atomausstiegsgesetz - Links zu: Dokumente Bundestag/ Bundesrat |
| Bundesregierung www.bundesregierung.de |
Entstehung und Hintergrund des Atomgesetzes Pressemitteilung: "AKW Stade geht vom Netz" |
| Greenpeace www.greenpeace.de |
Atomenergie: Daten/ Fakten/ Lexikon Grundsätzliche Kritik: "Der in Deutschland von der rot-grünen Bundesregierung proklamierte "Atomausstieg" entpuppt sich als glatte Lüge" Chance Atomausstieg: Perspektiven für neue Arbeitsplätze an Atomstandorten |
| BUND www.bund.net | Kritik: "Der Atomkonsens ist kein Atomausstieg" [pdf, 14,8 KB, 5 S., BUND] |
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| Stand: |
Thema: Energie & Ressourcen Daten/ Statistiken: Atomenergie |
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