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Treibhausgase
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Hintergrund:
   Überblick  Treibhausgasemissionen   globaler Treibhausgas-Haushalt 
Kyoto-Protokoll   Emissions-Berechnung   Emissionshandel  
Infografik "Klimagase - Motoren des Treibhauseffekts" Großansicht/ Bezug  
Datentabelle
Überblick: Klimagase - die Motoren des Treibhauseffektes
Mit Klimagas oder Treibhausgas werden die Gase bezeichnet, die wesentlich zum anthropogenen (menschgemachten) Treibhauseffekt beitragen:
Kohlendioxid
(CO2), Methan (CH4), Lachgas (Distickstoffoxyd N2O), Fluorkohlenwasserstoffe (FSKW), Schwefelhexafluorid (SF6).
Die Globus-Grafik gibt für jedes Klimagas wichtige Daten/ Messwerte an:
Verweildauer, Konzentration und ihre Zunahme in der Atmosphäre; Treibhauswirksamkeit.
Der Anteil des jeweiligen Treibhausgases am gesamten anthropogenen Treibhauseffekt stellt die dpa-Grafik 4880 dar:  
       CO2 64 %, CH4 20%, FCKW 10 %, N2O 6 %.
  
Treibhausgase 2006
Großansicht/ Daten
Treibhausgas-Emissionen:
Angaben in Milliarden Tonnen (Gt) CO2-Äquivalent (Datenstand: 2006)
Weltweit sind die Emissionen der 6 Treibhausgase des Kyoto-Protokolls von 5,4 in 1900 auf 42,8 in 2006 angestiegen.
Im Jahr 2006 verteilten sich die weltweiten Treibhausgas-Emissionen wie folgt auf Länder/Regionen: USA 7,1; China 6,8; EU 5,2 ; Rest 23,8.
Pro-Kopf-Treibhausgas-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent:
USA 23,5; Kanada 22,5; Russland 15,3; Südafrika 10,6; EU 10,5; Japan 10,5; Brasilien 8,1; Mexiko 5,3; China 5,2; Indonesien 3,9; Weltdurchschnitt 6,5.

Die USA waren daher 2006 sowohl pro Kopf als auch pro Land Klimasünder Nr. 1.
(Daten zitiert nach: SZ 09.12.08, dortige Datenquelle: Öko-Institut)
CO2-Emissionen 2007
Großansicht / Daten
Nach Daten für 2007 hat China die USA bei den CO2-Emissionen pro Land überholt, ob dies auch für alle 6 Treibhausgase zutrifft, kann noch nicht beurteilt werden, da diese Daten für 2007 und Folgejahre noch nicht für alle Länder vorliegen. Die Pro-Kopf-Emissionen Chinas und weiterer Schwellenländer wie Indien, und Brasilien liegen aber weit unter denen der Industrieländer, bei denen die USA und Australien seit Jahrzehnten mit über 17 Tonnen (t) an der Spitze liegen, abgesehen von kleinen Ländern wie z.B. Golf-Staaten (Katar 40, VAE 32, Kuwait 29 ) oder auch kleine Industrieländer (Luxemburg 20).
Klimaexperten schätzen, dass bei einer Weltbevölkerung von ca. 6,7 Mrd. im Jahr 2007 der Pro-Kopf-Ausstoss im weltweiten Durchschnitt maximal 3 Tonnen CO2-Äquivalent betragen darf, wenn die 2 °C-Schwelle bei der globalen Erwärmung nicht überschritten werden soll. Da die Weltbevölkerung voraussichtlich auf mindestens 9 Mrd. Menschen bis 2050 steigt, muss der Pro-Kopf-Ausstoß immer weiter sinken. Mit 6,5 Tonnen war der Weltdurchschnitt schon 2006 mehr als doppelt so hoch wie gerade noch klimaverträglich.

=> Daten / Statisiken: Aktuelles / Archiv
    strukturierte Datensammlung
   




Kipp-Punke
Kipp-Punkte im Klimasystem: Germanwatch
Großansicht/ Daten

Globaler Treibhausgas-Haushalt:
Insgesamt ist der globale Treibhausgas-Haushalt ein hoch komplexes System, das noch nicht in allen Details und noch weniger in seiner Dynamik bei sich verändernden Parametern erforscht ist. Klar ist jedoch, dass der Anstieg der Triebhausgas-Konzentrationen in der Atomosphäre ein sich selbst verstärkender und daher besonders gefährlicher Prozess ist: Die erhöhte Treibhausgas-Konzentration verstärkt den Treibhauseffekt, wodurch die globale Erwärmung zunimmt. Dies führt zum verstärkten Schmelzen von Gletschern, Eis und Schnee, was die Albedo der Erde verringert, wodurch mehr Sonnenstrahlung in Erderwärmung umgesetzt wird. Zusätzlich werden aus auftauenden Permafrostböden und austrockenden Mooren gewaltige Mengen an Treibhausgasen freigesetzt, die wiederum den Treibhauseffekt und in der Folge die Erderwärmung verstärken. Außerdem deuten neue Daten darauf hin, dass die Fähigkeit bisheriger CO2-Senken (Meere, Böden, Wälder und sonstige Biomasse), CO2 zu speichern, durch die Erwärmung nachlässt, wodurch mehr Treibhausgase in der Atmosphäre verbleiben. Dieser Teufelskreis ist bereits so stark entfacht worden, dass dringender Handlungsbedarf besteht, wenn die 2 °C-Schwelle nicht überschritten werden soll. Andernfalls drohen Kipp-Punkte im Klimasystem ausgelöst zu werden mit katastrophalen Folgen.
   
CO2-Budgets
2°C-Leitplanke: WBGU-Grafik
Großansicht/ Daten
11.11.09   (143)
WBGU: Nationale CO2-Budgets zur Einhaltung der 2°C-Schwelle
Soll die 2 °C-Schwelle bei der globalen Erwärmung nicht überschritten werden, dürfen nach Berechnungen des WBGU weltweit kumuliert von 2010 bis 2050 nur noch 750 Mrd. Tonnen (Gt) CO2 (Globalbudget) emittiert werden.Wird die Weltbevölkerung im Jahr 2010 von ca. 6,9 Mrd.(G) Menschen als Referenzgröße gewählt, ergeben sich jährlich pro Kopf rund 750Gt / 6,9G /40 = 2,72 t. Für Deutschland mit einer Bevölkerung von 82,2 Mio (M) ergibt sich ein nationales Budget von ca. 750 Gt/ 6,9G. * 82,2 M = 8,93 Gt. Bleibt der aktuelle Jahresausstoß (2008: 0,91 Gt) konstant, wäre das Nationalbudget bereits nach 10 Jahren ausgeschöpft (Reichweite R=10). In der Tabelle werden die entsprechenden Daten für die USA (R=6), China (R=24), Indien (R=88) und Burkina Faso (R=2892) zusammengestellt.
Die extrem kurzen Reichweiten bei den Industriestaaten und China zeigen, dass diese Staaten ihren CO2-Ausstoß sehr schnell und drastisch reduzieren müssen. In einer Übergangszeit könnten die sog. flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls (Emissionshandel, CDM-Projekte, Joint Implementation) den Industriestaaten ermöglichen, einen Teil ihrer CO2-Einsparung z.B. in Indien und China zu realisieren und dadurch ein wenig Zeit zu gewinnen. Ohne Emissionshandel müssten die Industrieländer ihren CO2-Ausstoß pro Kopf  im Durchschnitt bereits 2025 auf Null bringen, mit Emissionshandel müsste er bis 2050 auf etwa 1 Tonne reduziert werden.
  
Die Tabelle ist eingebettet in das Factsheet 3/2009  [pdf, 372 KB, WBGU]

| Treibhausgase | Klimawandel | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle | Kyoto-Protokoll | Emissionshandel | CDM |
CO2-Emissionspfade
WBGU-Sondergutachten 2009: Budgetansatz
01.09.09   (104)
WBGU: Pro-Kopf-CO2-Emissionspfade 2010 bis 2050
In seinem Sondergutachten 2009 leitet der WBGU aus dem 2 °C-Ziel ein globales CO2-Budget von 750 Mrd. Tonnen CO2 bis 2050 ab und entwickelt dazu Szenarien, wie der weltweite CO2-Ausstoß entsprechend gesenkt werden kann, wobei drei Ländergruppen anhand ihres CO2-Ausstoßes pro Kopf unterschieden werden:
Gruppe 1 (vor allem Industrieländer) : > 5,4 t ; Gruppe 2  (vor allem Schwellenländer ): 2,7 - 5,4 t;  Gruppe 3  (vor allem Entwicklungsländer): < 2,7 t.
Die Pro-Kopf-Emissions-Pfade werden a) ohne  und b) mit Emissionshandel berechnet, so dass sich insgesamt 6 Kurven ergeben. Bis 2020 muss z.B. die Gruppe 1 ihren CO2-Ausstoß von derzeit etwa 12 t auf rund a)  4 t   bzw. b)  8 t  senken, wobei im Falle b) davon ausgegangen wird, dass die Gruppe 1 ihr Budget durch den Emissionshandel um 75 % erhöhen kann. Bis 2050 muss der CO2-Ausstoß gesenkt werden auf a) 0 t ;  b) 1 t. Deutschland (wie auch viele andere Industrieländer) muss seine CO2-Emissionen bis 2020 halbieren, wobei mindestens 35 % Reduktion im eigenen Land und der Rest in Kooperation mit Entwicklungsländern (Emissionshandel, CDM) zu leisten ist.
 
Die Grafik findet sich auf Seite 32 in: Sondergutachten 2009 [2,5 MB]

| Treibhausgase | 2 °C - Schwelle | Emissionshandel | CDM | Kyoto-Protokoll |
Kyoto-Protokoll: dpa-Infografik Kyoto-Protokoll:
Um die Klimaerwärmung durch den Treibhauseffekt  abzubremsen, wurde 1997 das Kyoto-Protokoll beschlossen mit dem Ziel,
die weltweiten Treibhausgas-Emissionen im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2012 (1. Verpflichtungsphase des Kyoto-Protokolls) um 5,2 % im Vergleich zu 1990 zu reduzieren. Beim Weltklimagipfel 1997 in Kyoto haben die Vertreter vieler Staaten das Klimaschutzabkommen zwar schnell unterzeichnet, es trat jedoch erst 2005 völkerrechtlich verbindlich in Kraft, vor allem weil die US-Regierung unter George W.Bush das Kyoto-Protokoll ablehnte und deshalb die Ratifizierung nicht weiter verfolgte.
Über Hintergründe und Details sowie zu den Fragen, ob die Kyoto-Ziele in der laufenden 1. Verpflichtungspahse (2008 - 2012) erreicht werden und wie es nach 2012 weitergeht, informiert ausführlich die Extraseite: Kyoto-Protokoll

  
Klimagase: Globus-Grafik 6849 Großansicht/ Daten Die 6 Treibhausgase des Kyoto-Protokolls
Das Kyoto-Protokoll sieht 6 verschiedene Treibhausgase bzw. Treibhausgasgruppen vor, deren Ausstoß insgesamt im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2012 (1. Verpflichtungsphase des Kyoto-Protokolls) um 5,2 % im Vergleich zu 1990 reduziert werden sollen.
  1. Kohlendioxid (CO2): z.B. aus Verbrennung von Kohle, Gas, Erdöl, Holz  
  2. Methan (CH4): z.B. aus: Viehzucht, Reisanbau, Deponien
  3. Lachgas (Distickstoffoxyd N2O): Stickstoffdüngung, Deponien
  4. Perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFC): Aluminium-Produktion
  5. Halogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (HFC): Kühlmittel, chem.Industrie
  6. Schwefelhexafluorid (SF6): durch Hochspannungsleitungen
      

  Um die Treibhauswirksamkeit (Global Warming Potential GWP) durch eine einzige Zahl bewerten zu können, wird die Treibhauswirkung der Treibhausgase mit der von CO2 verglichen (GWP von CO2 = 1) und mit "CO2-Äquivalent" bezeichnet.  
Kohlendioxyd CO2
1
Methan CH4
21
Lachgas N2O
310
CHF3 u.a
11300
CF4 u.a.
6500
SF6
23900
aus: Globus 7215    

Berechung der Treibhausgas-Emissionen:
 
Die CO2-Emissionen ergeben sich zum weitaus größten Teil aus der Verbrennung fossiler Energien, für die es hinreichend verlässliche Statistiken gibt. Dieser Teil der CO2-Emissionen wird in Statistiken mit "energiebedingte CO2-Emissionen" bezeichnet.
Weitere CO2-Quellen, z.B. Verbrennen von Holz (Brandrodung, Waldbrände, private Kamine), beim Abfackeln von Gasen oder Brennen unterirdischer Kohleflöze können zwar beträchtlich sein, allerdings nur grob geschätzt werden; sie tauchen daher in den Statistiken oft nicht auf, obwohl ihr Anteil am Gesamtausstoß z.T. nennenswerte Anteile umfasst.
Die restlichen Treibhausgase sind noch schwerer zu bilanzieren, da sie in vielfältigen komplexen Prozessen entstehen, deren Stoffströme und Emissionen allenfalls grob geschätzt werden können. Entsprechend rar sind aktuelle Statistiken.

Auch die indirekten Emissionen durch veränderte Landnutzung (z.B. Waldrodung, Trockenlegung von Mooren, Verwüstung) nehmen laufend zu und erreichen Anteile im zweistelligen Prozentbereich, sind aber schwierig im Hinblick auf die unterm Strich resultierende Klimaerwärmung zu bilanzieren:
werden z.B. auf gerodeten Regenwaldflächen Sojaplantagen eingerichtet, fällt der Wald als CO2-Senke aus, was die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre und damit die Klimaerwärmung über den Treibhauseffekt verstärkt. Die Sojaplantagen haben jedoch eine etwas höhere Albedo als der ursprüngliche dunkelgrüne Regenwald, d.h. mehr Sonnenenergie wird zurück ins Weltall reflektiert, was die Klimaerwärmung bremst. Dieser Effekt wird noch verstärkt, weil die Sojaflächen z.T. erodieren und verwüsten, wodurch dann noch hellere Landflächen mit einer höheren Albedo entstehen. Diese beiden gegensätzlichen Effekte (Schwächung von CO2-Senken vs. Albedo-Erhöhung) zu bilanzieren, ist jedoch sehr komplex und halbwegs validierte globale Daten liegen bisher nicht vor. Erste Ergebnisse deuten jedoch an, dass Waldrodung in meist schneebedeckten Regionen (Nord-Skandinavien, Sibirien) die Klimaerwärmung bremst, während es beim Regenwald in Äquatornähe umgekehrt ist.
Während die Landnutzung (LULUCF = Land-Use, Land-Use-Change and Forestry) in manchen Statistiken z.B. des UNFCCC erfasst wird (s. "National greenhouse gas inventory data"), bleibt die Albedo- Änderung i.d.R. bisher unberücksichtigt, obwohl sie erhebliche Effekte haben kann, wie Berechnungen des US-Wissenschaftlers Haschem Akbari zeigen: Würden Dächer und Straßenbeläge in den weltweit hundert größten Städten weiß gefärbt, stiege die Albedo der Erde um 0,03 %, was einen Erwärmungseffekt von 44 Gt CO2 ( = weltweite Emissionen in rund 18 Monaten) kompensieren würde.
  

Infografik: Info; Großansicht [FR]

Emissionshandel,  Nationaler Allokationsplan:
Das Kyoto-Protokoll umfasst Maßnahmen, mit denen Staaten ihre Treibhausgas-Emissionen reduzieren können, darunter der Handel mit Emissionsrechten
, der ab 2005 in der EU eingeführt wurde. Nach Vorgaben der EU muss jeder Staat einen sog. Nationalen Allokationsplan erstellen, also eine Liste energieintensiver Unternehmen vorlegen und deren CO2-Emissionen schätzen, woraus eine Obergrenze für die CO2-Emissionen insgesamt wie auch für jedes am Emissionshandel beteiligte Unternehmen festgelegt wird. Damit der Handel mit den Emissionsrechten in Gang kommt, müssen die zugeteilten Emissionsrechte kleiner sein als der Bedarf. Diese Verknappung motiviert dann die CO2-Emittenten, den Bedarf an Emissionsrechten durch  CO2-reduzierende Maßnahmen zu verringern und ggf. überschüssige Kontigente an jene Unternehmen zu verkaufen, die einen Bedarf an zusätzlichen Emissionsrechten haben.

Globus Infografik: Emissionshandel Am 17.12.03 beschloss das Bundeskabinett die rechtlichen Grundlagen und die Vorgaben für den Emissionshandel. Der Nationale Allokationsplan (NAP) regelt die Verteilung der Emissionsrechte auf die rund 1800  CO2-intensivsten Anlagen in Deutschland. Der Plan wird durch das Umweltministerium erarbeitet und dann vom Bundeskabinett beraten und ggf. nach Änderungen beschlossen. Die EU-Kommission prüft dann, ob der NAP den EU-Kriterien genügt, insbesondere, ob der NAP die verlangte CO2-Reduktion umsetzt, ggf..muss der NAP nachgearbeitet werden.
  • NAP I für die 1. Emissionshandelsphase 2005 - 2007:
    Höchstgrenze von 1497 Millionen Tonnen (Mt) CO2,
    also 499 Mt im Durchschnitt der 3 Jahre,
    beschlossen vom Bundeskabinett am 31.03.04
  • NAP II für die 2. Emissionshandelsphase 2008 - 2012:
    Höchstgrenze von 2410 Millionen Tonnen (Mt) CO2,
    also 482 Mt im Durchschnitt der 5 Jahre,
    beschlossen vom Bundeskabinett am 28.06.04
     

  
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Daten/Statistiken/ Infografiken: Aktuelles   (die jüngsten Datensätze)
Solarstrom-DE-2015
Solarstrom-DE-2015: Globus Infografik 11198/ 18.08.2016
18.08.16   (794)
dpa-Globus 11198: Strom aus Sonnenenergie
Ende 2015 waren in Deutschland 1,53 Millionen Solaranlagen mit einer Leistung von zusammen 39.700 Megawattpeak* (MWp) installiert. Die jährlich neu installierte Leistung (MWp) stieg von 45 im Jahr 2000 steil an auf das Allzeithoch 7600 im Jahr 2012. Danach fiel sie stark ab auf 1460 im Jahr 2015.
Der von Solaranlagen erzeugte Strom stieg von 64 Gigawattstunden (GWh) 2000 auf 38.000 GWh 2015 (6 % der Bruttostromerzeugung). Zuletzt wurden durch Solarstrom 26 Millionen Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) eingespart.
* maximal mögliche Leistung

Quelle:  Bundesverband Solarwirtschaft     Infografik-Großansicht  

| Solarenergie | Ökostrom | EW-Strom | Treibhausgase |
Treibhausgasemissionen
EU-2014
THG-Emissionen-EU-2014: Globus Infografik 11097/ 01.07.2016
01.07.16   (779)
dpa-Globus 11097: Treibhausgas-Emissionen in der EU 2014
Von 1990* bis 2014 sind die Emissionen von Treibhausgasen (THG**) in der EU-28 um 24,4 % auf 4.282 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten (Mt CO2e) gesunken. In den elf Länder mit der stärksten THG-Reduktion [LT -60 %; LV -57; RO -56; EE -47; SK -46; BG -45; HU -39; CZ -37; GB -34HR -30; DE -28] resultiert der Rückgang (bis auf GB) hauptsächlich aus dem starken Einbruch der Wirtschaft infolge des Umbruchs in der damaligen Sowjetunion ab 1989, auch in  DE (ehemalige DDR). Nur in GB beruht die starke Reduktion auf bewußter Energiepolitik: weg von Kohle hin zu Gas. Ab etwa 2000 trugen milde Winter nennenswert zur THG-Reduktion bei, weniger allerdings eine Enerigewende. Z.B blieb in DE trotz Ausbau von Wind- und Solarenergie der CO2-Ausstoß aus Kohleverstromung hoch. Fünf Staaten haben den THG-Ausstoß sogar ausgeweitet (%): MT 49; CY 48; ES 15; PT 6; IE 4.
Einen Ausstoß über 100 Mt haben 11 Staaten: DE 900; GB 524; FR 459; IT 419; PL 380; ES 329; NL 187; CZ 126; BE 114; RO 110; GR 101; zusammen 85 % aller EU-Emissionen. xls-Tabelle
Der THG-Ausstoß pro Kopf beträgt im EU-Durchschnitt 8,4 t CO2e; mit dem 2°C-Ziel verträglich sind nur 2,5 Tonnen. Den höchsten Ausstoß pro Kopf haben LU 19,4 t CO2;  EE 16,0;  IE 12,6;  CZ 12,0;  DE 11,1; den niedrigsten HU 5,8;  HR 5,8;  LV 5,7;  SE 5,6;  RO 5,5. Tabellenansicht xls-Tabelle
* Bezugsjahr des Kyoto-Protokolls, ** engl.: Greenhouse Gases (GHG)
 
Quelle: EEA    Infografik-Bezug   Tabelle/ Infos     xls-Tabelle

| Treibhausgase | Treibhauseffekt | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle |
Treibhausgase-Verkehr
DE-2014
Treibhausgase-Verkehr-DE-2014: Globus Infografik 10972/ 29.04.2016
29.04.16   (723)
dpa-Globus 10972: So schadet der Verkehr dem Klima
Bei der Berechnung der Emission von Treibhausgasen (THG) bei Verkehrsmitteln im Jahr 2014 hat das UBA den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Distickstoffoxid (N2O) einbezogen und eine durchschnittlicher Auslastung der Verkehrsträger angesetzt (in Gramm CO2e): Flugzeug 211; PKW 142; Linienbus 76; Straßen-, Stadt- u. U-Bahn 71; Eisenbahn (Nahverkehr) 67; Eisenbahn (Fernverkehr) 41; Reisebus 32. Tabellenansicht
Hinweis: Der Emissionswert beim Flugzeug erscheint im Vergleich z.B. zu atmosfair (über 300 g CO2e) viel zu niedrig (s. ergänzende Infos)

Quelle: Umweltbundesamt       Infografik-Bezug     Tabelle/ Infos

| Treibhausgase | Treibhauseffekt | Klimaerwärmung | Mobilität/Verkehr | Chemikalien |
Daten/Statistiken/ Infografiken: Archiv   (jahrgangsweise chronologisch)
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Dokumente: Aktuelles   (die jüngsten Datensätze)
Bodenatlas-2015
Fleischatlas-2014:  Grafik Großansicht
08.01.15   (116)
BUND: Bodenatlas-2015
Der vom BUND zusammen mit der Heinrich-Böll-Stiftung, dem Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) und Le Monde Diplomatique herausgegebene "Bodenatlas 2015" bietet umfangreiche und vielfältige Daten, Grafiken und Fakten über die Bedeutung, die Nutzung und den Zustand von Land, Böden und Agrarflächen in Deutschland, Europa und weltweit. Ein zentraler Aspekt ist der viel zu hohe Flächenverbrauch: im Inland (in Deutschland 70 Hektar pro Tag), vor allem aber im Ausland über die indirekte Beanspruchung von Flächen über Import von Agrarprodukten und anderen Gütern (für Deutschland 80 Mio.ha, mehr als Doppelte der eigenen Landfläche). Hinzu kommt der direkte Ankauf oder das langfristige Pachten von Flächen vor allem auch in Ländern, die selbst unter Nahrungsmittelknappheit leiden (Landgrabbing). Weitere Themen sind u.a. Bodenfruchtbarkeit, Biodiversität, Ökolandbau, Tierhaltung; Energiepflanzen und Biokraftstoffe.

Infos, Downloads: Bodenatlas 2015

| Boden | Nahrung | Bio-Vielfalt | Ökolandbau | Treibhausgase | Globale Agenda 21 | Indikatoren |
WEO-2014
WEO-2014
12.11.14   (113)
IEA: World Energy Outlook 2014
Jährlich im November veröffentlicht die IEA ihren "World Energy Outlook" (WEO), eine umfangreiche Datensammlung zur Entwicklung der Primärenergieträger in der Vergangenheit sowie Prognosen, in diesem Jahr erstmals bis zum Jahr 2040, samt daraus sich ergebender Konsequenzen für die Versorgungssicherheit sowie den Umwelt- und Klimaschutz. Erfasst werden die nicht regenerierbaren Energiequellen (Öl, Kohle, Gas, Atomkraft) und einige der regenerierbaren (Wasserkraft, Windkraft, Solarenergie, Biomasse) im Hinblick auf Energienachfrage und - angebot sowie Energiehandel und Investitionen in Infrastruktur. 2014 zählen u.a. die Gas- und Ölschwemme, verursacht durch Fracking in den USA, zu den Schwerpunktthemen. Aus diesem Datenpool werden ergänzend diverse Statistitiken zu den energiebedingten CO2-Emissionen abgeleitet. Zunehmend werden auch Aspekte wie Energieverteuerung und Folgen der Klimaerwärmung analysiert. Wie schon in den letzten Jahren sieht die IEA die Risiken wachsen, dass das 2°C-Ziel weit verfehlt wird und schlägt deshalb verschiedene Maßnahmen zum drastischen Reduktion der Treibhausgas-Emissionen vor.
  
Informationen: Überblick/ Inhaltsverzeichnis/ Bestellung / Presse-Präsentation  
Download: Pressepräsentation mit den zentralen Aussagen und Infografiken [pdf]

| Energie/ Ressourcen | Fossile Energien | Erdöl | Kohle | Erdgas | Atomenergie | Erneuerbare Energien | Windenergie | Solarenergie | Wasserkraft | Biomasse | Fracking | Treibhausgase | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle |
Weltklimabericht
Weltklimabericht:  Grafik Großansicht
31.03.14   (114)
IPCC: Fünfter Weltklimabericht
Der 5. Sachstandsbericht (engl. 5. Assessment Report, AR5) des Weltklimarats (IPCC) fast den aktuellen Stand der Wissenschaft zur Klimaerwärmung zusammen.
1) Physikalische wissenschaftliche Grundlagen: CO2-Konzentration in der Atmosphäre steigt. Die globale Erwärmung ist deutlich sichtbar, u.a. Atmosphären- u. Ozeanerwärmung, Schnee- u. Eisschmelze und Meeresspiegelanstieg.
2) Folgen, Anpassung, Verwundbarkeit: Gletscherschmelze; Auftauen von Permafrostböden; negative Bilanz der Ernteerträge; Verstärkung der Wetterextreme; Gefährdung der Lebensgrundlagen (Hitze/ Dürren; Wasser; Nahrung; Lebensraum) erhöhtes Krankheits- u. Todesrisiko; Verlust von Ökosystemen
3) Minderung des Klimawandels: Treibhausgas-Reduktion; Dekarbonisierung durch Energiewende (Strom, Verkehr, Wärme) u. Agrarwende (nachhaltige Land- u. Forstwirtschaft: u.a. Aufforstung, regionale Nutzung von Biomasse/ NaWaRo)
4) Synthesebericht für Politikschaffende (engl. policymakers) : Bekräftigung des 2°C-Ziels und der Appell, durch weltweite Kooperation (neuer Klimavertrag in Paris) noch rechtzeitig zu verhindern, dass gefährliche Kipp-Punkte im Klimasystem ausgelöst werden.

Infos, Präsentationen, Downloads: Fünfter Sachstandsbericht des IPCC

| Treibhausgase | Klimaerwärmung | Klimawandelfolgen | 2 °C - Schwelle | Kipp-Punkte | IPCC | IPCC-Bericht | Kyoto-Protokoll | Wasser | Nahrung | Boden | Bio-Vielfalt |
Dokumente: Archiv   (jahrgangsweise chronologisch)
Jahrgang:  2006  2007  2008  2009  2010  2011  2012  2013  2014  2015  2016 

    
 
Unterrichtsmaterialien: Aktuelles   (die jüngsten Datensätze)
Energie-Klima-EU
Energie-Klima-EU:  Grafik Großansicht
Zeitschrift
April 11   (57)
LpB: Energie-und Klimapolitik in der EU
Reihe "Deutschland und Europa", ISSN 1864-2942
Heft Nr 61-2011 der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) aus der Reihe "Deutschland & Europa" bietet vielfältige Informationen (Texte, Tabellen, Statistiken, Infografiken) rund um den Themenkomplex Energie und Klima, wobei auch aktuelle Ereignisse (Fukushima, Umbrüche in arabischen Staaten) einbezogen werden. Vor dem Hintergrund globaler Herausforderungen (Klimaerwärmung, nachhaltige Energieversorgung) liegt der Schwerpunkt des Heftes auf Lösungsstrategien in der EU, vor allem dem Emissionshandel. Weitere Kapitel behandeln die Geschichte der Energiepolitik seit 1945 und speziell die Energie- und Klimapolitik Russlands. Die beiden letzten Kapitel widmen sich der Zukunft der Atomenergie und der Erneuerbaren Energien. Das Heft eignet
sich für den Unterricht ab etwa Jahrgangsstufe 10.
  
Infos/Bestellung   Inhaltsverzeichnis/didaktische Hinweise  Download (pdf, 6,3 MB)

| Energie/ Ressourcen | Klima | Klimaerwärmung | Treibhausgase | Atomenergie | Fossile Energien | Erneuerbare Energien | Emissionshandel |
Lebensmittel
lebensmittelpunkt:  Grafik Großansicht
Magazin
Juni 10   (43)
i.m.a.: Lehrermagazin "lebens.mittel.punkt"
Heft Nr. 3 von „lebens.mittel.punkt“ fokosiert auf die Themen „Wie wachsen Erdbeeren?“, „Expedition in den Kuhstall – So leben Kühe heute“, „Landwirtschaft und Klimaschutz: die Treibhausgase im Blick “ sowie „Bienen – Kleine Insekten mit großem Nutzen“, jeweils mit Sachinformationen und Arbeitsblättern. Hilfreich für die Unterrichtsgestaltung sind außerdem Tipps und Ideen zum jeweiligem Themenfeld (u.a. Aktionen und Ausflugsziele, Spiele, Rezepte und Bauanleitungen) sowie das Lexikon "Wiki-Agrar" und Linksammlungen.  
 
Lehrermagazin  "lebens.mittel.punkt":   Download [pdf, 2,67 MB]

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Stand: 12.02.10/zgh Themen Klima  > Kyoto-Protokoll  
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