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Lexikon Ökobilanz

Begriff
Hintergrund
Ökobilanzen haben zum Ziel, alle Umweltbelastungen z.B. eines Produktes zu erfassen unter vollständiger Einbeziehung des gesamten "Lebenslaufs" (engl."life cycle"/ Lebenszyklus): von der Produktion einschließlich der Rohstoffgewinnung und Energiebereitstellung über Verteilung und Nutzung bis zur "Entsorgung" (Recycling, Müllverbrennung, Deponierung, Kompostierung, Verkauf in ärmere Länder).
In jeder "Lebensphase" werden per Input/ Output-Analyse die Stoff- und Energie-ströme bilanziert. Dabei werden Vorprodukte oder Dienstleistungen (teilweise auch Hilfs- und Betriebsstoffe) wie auch alle Transporte mit ihrer eigenen Ökobilanz in die Hauptbilanz einbezogen.
In der Nutzungsphase werden z.B. bei einem Kühlschrank der Energieverbrauch und damit auch die Schadstoff-Emissionen beim Kraftwerk eingerechnet. Bei der Entsorgung wird das Wertstoff-Recycling wie auch die Umweltbelastung beim Deponieren oder bei der Müllverbrennung berücksichtigt.
Ähnlich wie Produkte können auch Dienstleistungen, Herstellungs- und Verfahrensprozesse oder sogar Produktionsstandorte mittels Ökobilanzen erfasst werden.
Ökobilanzen dienen insbesondere zur vergleichenden Bewertung, um Entscheidungs-grundlagen für umweltgerechtere Produkte, Dienstleistungen oder Verfahrens-prozesse zu gewinnen.
  
Wichtige Faktoren für Ökobilanzen sind z.B.: Energie-und Rohstoffaufwand; umweltproblematische Emissionen wie z.B. Treibhausgase; Schadstoffausstoß wie z.B. gesundheitsschädliche chemische Substanzen; Naturverbrauch z.B. Flächenverbrauch; Wirkungen in Natur und Umwelt.
  
Umweltbundesamt (UBA)
www.uba.de

Hintergrundpapier
zu Ökobilanzen

[pdf, UBA]

Die derzeit in den Ökobilanzen des Umweltbundesamtes benutzten Wirkungskategorien sind: (aus: UBA-Hintergundpapier,   pdf, S.3)

  • Treibhauseffekt
  • Abbau des stratosphärischen Ozons (Stichwort: Ozonloch)
  • Photochemische Oxidantienbildung (Stichwort: Sommersmog)
  • Eutrophierung (Überdüngung in Gewässern und der Böden)
  • Versauerung
  • Beanspruchung fossiler Ressourcen (z.B. von Rohstoffen und fossilen Energieträgern)
  • Naturraumbeanspruchung
  • Direkte Gesundheitsschädigung (durch gesundheitsgefährdende Stoffe oder Lärm)
  • Direkte Schädigung von Ökosystemen
GEMIS Unter dem Namen GEMIS ("Globales Emissionsmodell integrierter Systeme") entwickelten das Öko-Institut und die Gesamthochschule Kassel seit 1987 mit zahlreichen Partnern (u.a. Umweltbundesamt ) eine komplexe Datenbank, mit der die "versteckten" Emissionen (z.B. Treibhausgase) von Prozessen und Produkten analysiert werden können. Seither wurde das Modell vielfach verfeinert und optimiert.
 
Nachhaltigkeit Ökobilanzen sind Teil einer umfassenderen Nachhaltigkeits-Bilanz, bei der auch noch ökonomische und soziale Faktoren mit einbezogen werden.
  => Indikatorensysteme für Nachhaltigkeit
   
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Spezials: Produktlinienanalyse (PLA)   Indikatorensysteme für Nachhaltigkeit  
Öko-Audit / Agenda-Audit   
Ober-Themen Energie/ Ressourcen  Konsum & Produktion   
   
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Ökobilanz Kaffee
Ökobilanz-Kaffe / ETH Zürich
Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) hat eine Ökobilanz zum Kaffee-Genuss erstellt, die Antwort geben soll auf diese Fragen:
  - Wie umweltschädlich ist es, eine Tasse Kaffee zu geniessen?
  - Wie trinkt man umweltfreundlich Kaffee?
Mit dieser Ökobilanz will die ETH auch ein anschauliches Beispiel für das Erstellen einer Ökobilanz geben. Ein pdf-Dokument [176KB] erläutert ausführlich das Vorgehen. Mittels einer Tabellenkalkulation [xls, 836 KB] können eigene Ökobilanzen erstellt werden. Die Zusammenfassung der Ökobilanz [pdf, 528 KB] ist grafisch ansprechend gestaltet, z.B. kann die S.2 (siehe links) als Folie genutzt werden, um die komplexen Einflussfaktoren übersichtlich darzustellen.
  
Ökobilanz
Getränkeverpackung
Ökobilanz für Getränkeverpackungen für alkoholfreie Getränke und Wein [UBA]
  
Ökobilanz "Aludose" / over-dose Ökobilanz von Dosen:
Die Anti-Dosen-Kampagne "over-dose" erläutert am Beispiel der Getränkedosen die Erstellung einer Ökobilanz ausführlich dargestellt.

www.over-dose.de/oekobilanz/index.htm


=>
Konsum & Produkten
=> Nachhaltigkeit

Integrierte Produktpolitik in der Automobilbranche
  - Handlungsmöglichkeiten in NRW.

"Im Jahr 2000 hat sich die Landesregierung im Rahmen der "Agenda-21-NRW" auf das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung festgelegt. Das Konzept der Integrierten Produktpolitik (IPP) liefert zu deren Umsetzung im Bereich "Nachhaltiges Wirtschaften" einen umfassenden strategischen Ansatz: Die Umweltauswirkungen eines Produktes können beträchtlich verringert werden, wenn jeder Produktions-schritt hinsichtlich seiner Auswirkungen auf die Umwelt hinterfragt und optimiert wird. Damit soll die Umweltverträglichkeit von Produkten "von der Wiege bis zur Bahre" gewährleistet werden - zum Nutzen für Hersteller, VerbraucherInnen und Umwelt. Gerade bei einem so komplexen Produkt wie dem Auto bietet die gezielte Umsetzung der IPP große Chancen, umweltschädigende Auswirkungen bei Produktion, Nutzung und Entsorgung zu verringern."
[zitiert aus: eMail-Info der Landtagsfraktion der Grünen NRW, 23.11.04]
Zur integrierten Produktpolitik in der Automobilbranche haben die Grünen im Landtag NRW die Broschüre "Vision Umweltauto" zusammengestellt. Themen u.a.:
Interaktion der Akteure entlang des Produktlebensweges von Automobilen; IPP bei kleinen u. mittleren Unternehmen in NRW.
Download der Broschüre  [pdf, gruene.landtag.nrw.de]
  

Bewerbungsfrist:
30.06.2005

Effizienz-Preis NRW

Effizienz-Agentur Nordrhein-WestfalenEnergieeffizienz: "Effizienz-Preis NRW"
Die Effizienz-Agentur NRW hat zum 4. Mal den "Effizienz-Preis NRW" ausgeschrieben. Dieses Jahr richtet sich der Wettbewerb an kleine und mittlere Unternehmen. Ausgezeichnet werden innovative Konzepte, die die Effizienz beim Ressourcen-verbrauch im gesamten "Lebenszyklus" steigern, von der Gewinnung der Rohstoffe und Herstellung der Vorprodukte über die eigentliche Güterproduktion (Waren oder Dienstleistungen) und anschließenden Nutzungsphase bis hin zur Entsorgung. Weitere Infos unter: www.efanrw.de

 => Energieeffizienz  
  
   

Stand: 31.05.05/zgh Themen Energie & Ressourcen  Konsum & Produktion
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