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Daten/ Statistiken/ Infografiken
Ölpreis
dpa-Globus OPEC-Rohölpreis in US-$ pro Barrel: Zeitreihe seit 1970
Erdölpreis
OPEC 1970-2021
 Globus Infografik 15201
11.02.22    (2095)
dpa-Globus 15201: Der Ölpreis 1970 bis 2021
Die Kurve zeigt die Entwicklung des Ölpreises für OPEC-Rohöl (in $/b) im Jahresdurchschnitt von 1970|1,67 bis 2021|69,89 (2020|41,47).
Markante Punkte: Allzeithoch: 2012|109,45, Allzeittief seit 1976: 1998|12,28.  ƵR 
2021 ist der OPEC-Ölpreis stark gestiegen (+68,5,2% ggü. Vorjahr). Eine Ursache war die Erholung der Konjunktur nach dem Einbruch im Coronajahr 2020 und eine entsprechend erhöhte Nachfrage nach Erdöl, während die erdölproduzierenden Länder das Angebot weiter eher knapp hielten im Hinblick auf Risiken wie reduzierte Mobilität durch Corona. Auch der eskalierende Russland-Ukraine-Konflikt bewirkte einen kräftigen Risikoaufschlag: so stieg der Barrel-Preis im Oktober auf über 72 US-$.

Quelle: Opec  | Infografik  Serie  Zeitreihe 

| Ölpreis | Erdöl | OPEC |
  Aktuelle Daten zu Rohstoffen, darunter Erdöl, bieten viele Internetportale, darunter Börsendienste, Banken, Sender. Hier eine kleine Auswahl:
boerse-online, finanzen.net, onvista , Tagesschau, n-tv  
  
n-tv
S.303


www.n-tv.de

Laufend aktualisierter Rohölpreis z.B. beim Nachrichtensender n-tv.
Auf der n-tv-Homepage wird der Preis für die Öl-Sorte WTI Crude oben im Ticker-Band "BÖRSENKURSE" laufend aktualisiert. Per Klick auf "Öl" wird die Datenseite zu Öl aktiviert mit aktuellen Börsendaten und Charts, auch zur Sorte "Brent"
Im n-tv-Teletext wurde die Seite 303 speziell für Rohstoffe eingerichtet. Dort werden verschiedene Rohstoffpreise ständig aktualisiert, darunter auch der Preis für die Ölsorten "WTI" und "Brent".
  

Ölpreis seit 1861 Infografik: Entwicklung des Ölpreises, nominell und real seit 1861/ Wikipedia Großansicht
(Wikipedia)
Der Rohölpreis ergibt sich u.a. aus Verträgen mit unterschiedlichen Laufzeiten sowie dem Handel an Rohstoffbörsen und Spekulationen im Terminhandel (Warenterminbörse, Rohöl-Future).Ölpreise in Deutschland sind z.B. stark vom Rohöl-Spotmarkt in Rotterdam beeinflusst.
Neben mittel- und langfristigen Erwartungen an die sich abzeichnende Schere zwischen Nachfrage und Angebot beeinflussen auch aktuelle Ereignisse (Terroranschläge, Wetter, Naturkatastrophen (z.B. Wirbelstürme im Golf von Mexiko), OPEC-Beschlüsse, Krisen in den Ölförder-Ländern) den Preis an den Rohöl-Märkten und sorgen für starke Schwankungen (hohe Volatilität).
 
Ausführliche Hintergrund-Infos in einer Studie der TU-Berlin: "Preisbildung auf den internationalen Rohölmärkten" [Download: pdf/ 442KB/ 24S/ TU-Berlin]
  

Infografik: Entwicklung des Ölpreises, nominell und real seit 1861 / DIE ZEIT 14/ 31.03.05, S.27
Großansicht
[ZEIT 14/05]


Infografik: Entwicklung des Ölpreises, nominell und real seit 1861
Entwicklung des Ölpreises von 1861 bis Februar 2005
rote Kurve: realer Öpreis in Preisen von 2003 in USD pro Barrel (=159 Liter)
graue Kurve: nomineller Ölpreis in USD pro Barrel (=159 Liter)
Im historischen Vergleich war der Ölpreis zu Beginn der Industrialisierung um 1860 mit etwa 95 USD höher als beim späteren Allzeithoch bei der ersten Ölpreiskrise 1973/74, als arabische Ölländer einen Lieferstopp gegen Israel und die USA durchsetzten, was den realen Ölpreis auf über 80 USD hochtrieb. Auch der derzeitige Preis um etwa 50 USD liegt noch weit darunter.
Die Grafik ist eingebettet in den Artikel "Preis der Freiheit. Warum mehr Demokratie in den Ländern des Nahen Ostens das Öl teurer macht."
[DIE ZEIT 14/31.3.05, S.27]
  

   
Ölpreisprognosen
aus 2005
Rohstoff-Experten sind sich uneins in ihren Preisprognosen. Klaus Matthis, Rohölexperte beim Hamburger HWWA-Institut, erwartet im Jahresdurchschnitt 2005 einen Preis über 45 USD/bbl, Energiefachmann Andy Sommer (HSH Nordbank) prognostiziert über 40 USD/bbl, ebenso die Deutsche Bank und das Investmenthaus J. P. Morgan. Hauptgrund für steigende Preise ist der erwartete Anstieg der Nachfrage: die Internationale Energieagentur (IEA) hat ihre Schätzung der weltweiten Nachfrage noch einmal auf 84,3 Millionen Barrel pro Tag erhöht.
Dagegen meint Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), das Ölangebot reiche aus, um die Nachfrage zu befriedigen. Sie hält die Hochpreispolitik der OPEC und massive Spekulation großer Hedge-Fonds verantwortlich für die hohen Preise. Der spekulativen Anteil am derzeitigen Ölpreis betrage etwa 10 USD/bbl
 mehr.. [FR, 16.3.05, online bis 29.3.05]
   
Ölpreisprognosen
aus 2006

22.04.06: Der Ölpreis ist inzwischen auf über 60 USD/bbl angestiegen. Diverse Krisen in Ölförderländern (vor allem Iran-Konflikt, aber auch Venezuela, Nigeria, Tschad) verunsichern die Erdölmärkte und treiben die Preise.
 
August: Das bisherige Jahreshoch wird im August 2006 mit rund 78 USD/bbl  markiert.
  
07.11.06: Die IEA prognostiziert in ihrem "World Energy Outlook 2006 (WEO)" zunächst einen Rückgang des Ölpreis auf etwa 47 USD/bbl zu Anfang der Dekade 2010 - 2020, danach jedoch einen stetigen Anstieg bis 2030. [taz 8.11.06]
     
Iran-Konflikt
6.2.06
Anstieg des Rohölpreises auf 70 Dollar befürchtet
Iran ist nach Saudi-Arabien der 2. größte Öl-Produzent innerhalb der OPEC und der 4.größte weltweit. Sollte der Konflikt um das Atomprogramm im Iran weiter eskalieren, halten Analysten einen Anstieg des Ölpreises auf über 70 US-Dollar für realistisch.
Nachtrag 22.4.06: die 70 Dollar-Marke wurden inzwischen überschritten, ein weiterer Anstieg wird für realistisch gehalten, manche Experten diskutieren bereits über die 100-Dollar-Marke.
 
Im Jahr 2004 förderte Iran rund 200 Millionen Tonnen (Mt) von weltweit 1568 Mt Rohöl. Sollte die Fördermenge Irans völlig ausfallen, droht bei weiter steigender Nachfrage aus z.B. China und Indien eine Unterversorgung mit Rohöl und eine Preisexplosion in Folge. Irans Ölexporte gehen vor allem nach Indien, Japan und Malaysia. Deutschland importiert zwar kein Rohöl aus Iran, wäre aber über eine Ölpreis-Explosion ebenfalls mitbetroffen.
  
Perspektiven:
Peak-Oil
Depletion-Midpoint

Mittelfristig halten manche Experten angesichts wachsender Nachfrage aus Schwellenländern, vor allem China und Indien, Preise von über 100 USD/bbl für wahrscheinlich. Sollten sich im Verlaufe der Diskussion über den mgw. nahenden Peak-Oil  bzw. Depletion-Midpoint Befürchtungen verdichten, die Erdölförderung könnte global stagnieren oder gar fallen, ist mit einer Preisexplosion zu rechnen.
   
Dagegen argumentieren andere Experten, dass ein hoher Ölpreis alternative Treibstoffe wie Sprit aus Biomasse oder Kohleverflüssigung rentabel werden lassen. Der Branchenprimus in der Kohleverflüssigung, der südafrikansiche Konzern Sasol, produziert Sprit aus Kohle für schon jetzt rentable 25 USD/bbl, für die USA bzw. Deutschland werden 40 bzw. 60 USD/bbl veranschlagt.
Falls sich also über längere Zeiträume ein Ölpreis über etwa 60 USD/bbl herausbildet, lohnt sich auch in Deutschland die Spritgewinnung aus Kohleverflüssigung. Da Kohle weltweit breit gestreut und reichlich zur Verfügung steht, sollte bei funktionierendem Wettbewerb auf längere Zeiträume gesehen der Ölpreis durch die alternative Kohleverflüssigung gedeckelt sein. Allerdings erzeugt die Sprit-/ Stromgewinnung nur aus Kohle etwa doppelt soviel Treibhausgase wie bei der Kombination Sprit aus Erdöl und Strom aus effizienten Erdgas-Kraftwerken, wodurch der schon jetzt zu starke Treibhauseffekt  drastisch verschärft würde.  [taz 07.11.06]   
  
Ausblick Zu erwarten sind ein in der Tendenz stark steigender Ölpreis, der allerdings infolge der Spekulation an Warenterminbörsen stark schwanken wird: Rohstoffe werden gerne phasenweise von Akteuren an den Finanzmärkten (u.a. sog. Hedgefonds) als Geldanlage gewählt, die sich zur Absicherung für die üblichen Finanzanlagen (Aktien, Anleihen,...) eignet. Diese Spekulation erhöht dann, zusätzlich zu den Mechanismen an Rohstoffmärkten (hohe Nachfrage, knappes Angebot), die Rohstoffpreise, was dann, zeitlich verzögert, dämpfend auf die Konjunktur wirkt und in der Folge die Rohstoffnachfrage wieder senkt, was die Rohstoffpreise dann drückt. In Erwartung dieses Effekts steigen die Spekulanten aus ihren Rohstoffanlagen aus und verstärken damit den Preisrückgang. Im Ergebnis ist also mit starken Schwankungen bei den Rohstoffpreisen zu rechnen, was zu besonderen Belastungen im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung in vielen Ländern führen wird, da sie sich nur schwer an solch eine Entwicklung anpassen können, besonders die bisher wenig entwickelten Länder.
   
Hintergrund:
Bezug zur
Agenda 21
 
Da die weltweite Energieversorgung, insbesondere der Industrieländer, immer noch sehr stark vom Erdöl abhängt, ist die Entwicklung des Ölpreises ein wichtiger Faktor für eine nachhaltige Entwicklung und damit für die Umsetzung der Agenda 21. Steigt der Ölpreis zu schnell, drohen weltwirtschaftliche Verwerfungen, die zahlreiche zentrale Aspekte der Agenda 21 (z.B. die Umsetzung der Millenniumsziele) in Mitleidenschaft ziehen.
Andererseits kann ein steigender Ölpreis die Steigerung der Energieeffizienz und den Ausbau Erneuerbaren Energien sowie nachwachsender Rohstoffe beflügeln, die wichigsten Säulen einer noch zu entwickelnden nachhaltigen Energieversorgung.
  
Ergänzende Hinweise


Barrel
=> Lexikon: Barrel
  


Barrel: engl. Fass;  tradionelles Volumenmaß für Erdöl
Abkürzung: bbl  (von "blue barrel", ein blau gekennzeichnetes Fass mit genormtem Volumen)
           1 Barrel = 159 Liter
  

USD

EUR/USD = Kurs
1 EUR/USD = 1,25
1 EUR = 1,25 USD
1 USD = 1/ 1,25  EUR

international verbindliches Kürzel für den US-Dollar:
Bei der Umrechnung von US-Dollar in Euro ist der jeweils aktuelle Kurs zu beachten, der sich seit Freigabe der Wechselkurse laufend am Devisenmarkt ändert.
Rechnung:  1 Euro = <Kurs> US-Dollar  
Bei der Umrechnung von USD nach Euro ist also der USD-Betrag durch den Kurs zu teilen: Bsp.: Umrechnung beim Kurs 1,25.
        100 USD = 100/1,25 EUR = 80 EUR

USD/bbl

US-Dollar (USD) pro Barrel (bbl): weltweit verbreitete Maßeinheit für den Ölpreis.
Bei der Umrechnung in metrische Maße ist zu beachten: 1 bbl = 159 ℓ (Liter).
Bei der Umrechung in Euro/ Liter ( EUR/l) ist der aktuelle EUR/USD Kurs (s.o.) zu beachten. Durch Einsetzen der obigen Werte ergibt sich die Formel:
1 USD/bbl  =  1 / ( 159 • <Kurs>)   EUR/ ℓ
Umrechnungsbeispiel
bei einem Kurs von 1,25:
60 USD/bbl = 60 / (159 1,25)  EUR/ℓ = 60/159/1,25 EUR/ℓ  =  0,30 EUR/ℓ
60 ist also durch 159 und dann noch einmal durch den Kurs zu teilen.
Beim Kurs von etwa 1,25* ergibt sich also folgende überschlägige Rechnung:
Den Ölpreis in Euro-Cent pro Liter erhält man, in dem man den Preis in USD/bbl halbiert.
* Exakter Kurs = 200/159 = 1,2579
   
Rotterdam
Der Seehafen in Roterdam ist der größte Erdölumschlagplatz der Welt und eine wichtige - wenn nicht die wichtigste - Schlüsselstelle für die Versorgung Europas mit Benzin und anderen Erdölprodukten. Jeder zweite Liter Benzin in Deutschland kommt aus Rotterdam. In keinem Hafen der Welt gibt es größere Tanklager und Raffinerien als in Rotterdam.  mehr.. [3sat-hitec]  
 

Stand: 07.02.06/zgh   Energie Daten  > Erdöl - Erdgas    Lexikon:   fossile Energien zur Themenübersicht zum Oberthema zum Seitenanfang

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