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Treibhausgase
Daten/ Statistiken/ Infografiken
Aktuelles / Archiv
 
  Überblick:
  Hintergrund   Konzentration in der Atmosphäre    globale Erwärmung  
  Emissionen: Ländervergleich  pro Kopf   2-Tonnen-Ziel   weltweit   Quellen/ Sektoren  EU  einzelne Länder
  Emissionen in Deutschland:
insgesamt   2-Tonnen-Ziel   Sektoren   Reduktionspotenzial
 
 Treibhausgas- Bilanzen:  Stromerzeugung  Heizung  Verkehrsträger  Flugreisen   Autos Tempolimit Biosprit 
                                           Computer  Landwirtschaft/ Ernährung 
  Treibhausgas-Reduktion:   Kyoto-Protokoll   Emissionshandel   CO2-Abscheidung und Lagerung    
    
Hintergrund Mit Treibhausgas (THG) (oder auch Klimagas) werden die Gase in der Erdatmosphäre bezeichnet, die wesentlich zum menschgemachten Treibhauseffekt beitragen 
Hintergrund => Treibhausgase
     

Wenn allgemein von Treibhausgasen die Rede ist, sind i.d.R nur die 6 Treibhausgase des Kyoto-Protokolls gemeint (s. nächster Abschnitt).
Ein weiteres Problem ist, ob und in welcher Weise Veränderungen bei der Landnutzung und bei Wäldern (LUCLUF) bei der Berechnung einbezogen werden und ob dabei auch die Veränderung in der Albedo der Erde berücksichtigt wird (bisher meist nicht).
 
Die 6 Treibhausgase
des Kyoto-Protokolls
1.
Kohlendioxid (CO2)
2.
Methan (CH4)
3.
Lachgas (N2O)
4.
Perfluorierte Kohlen- 
wasserstoffe (PFC)
5.
HalogenierteFluorkohlen-
wasserstoffe (HFC)
6.
Schwefelhexafluorid (SF6)
Achtung: Bei der Angabe von Treibhausgas-Emissionswerten sollte darauf geachtet werden, welche Treibhausgase genau gemeint sind.
In Statistiken und Infografiken sind folgende Varianten häufig vertreten:

 
 • 
alle Treibhausgase
 
 • 
die 6 Haupt-Treibhausgase des Kyoto-Protokolls  (linke Spalte)
 
 • 
Kohlendioxid (CO2) alleine, ohne die anderen Treibhausgase
 
 • 
nur die "energiebedingten" CO2-Emissionen: jener Teil des CO2-Ausstoßes aus dem Verbrennen fossiler Energien, der systematisch statistisch erfasst wird, also z.B. aus Kraftwerken, Heizungen und Treibstoffen. Nicht einbegriffen sind u.a. Wald- und Torfbrände (z.B. in Indonesien) sowie das Verbrennen von Holz oder anderer Biomasse in privaten Kaminen/ Öfen oder im offenen Feuer (Kochen/ Heizen in armen Ländern)
   •  nur die CO2-Emissionen, die am Emissionshandel teilnehmen
Kohlenstoff  und
Kohlenstoffdioxid
kurz: Kohlendioxid
Bei Statistiken zum CO2-Ausstoß wird im angelsächsischen Raum oft nur der reine Kohlenstoff (C) angegeben, der im Kohlenstoffdioxid (CO2) steckt. Die Massenangabe in C muss dann mit rund 3,67 multipliziert werden, um die Masse an CO2 zu erhalten, z.B. ergeben 10 Gt C durch Verbrennen 36,7 Gt CO2.
Der Faktor 3,67 folgt aus der Atommasse von Kohlenstoff (12) und Sauerstoff (16), die entsprechend der Reaktionsgleichung  1 C + 2 O → 1 CO2 ins Verhältnis gesetzt werden:   Faktor = ( 1•12 + 2•16) /12 = 44/12 = 3,67
Globale Erwärmung
Globale Erwärmung: Daten zum IPCC-Bericht
Großansicht/Daten
Inzwischen gilt als sicher (4.IPCC-Klimabericht 2007), dass der menschgemachte Anstieg der Treibhausgas-Konzentration in der Atmosphäre hauptverantwortlich ist für die globale Erwärmung. Besonders die Konzentration des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2), das beim Verfeuern fossiler Energien freigesetzt wird und mit etwa 64 % den größten Anteil am anthropogenen Treibhauseffekt hat, ist seit 1750 (Beginn der Industrialisierung) bis Ende 2014 von 280 ppm auf 398 ppm gestiegen.
Soll die 2 °C-Schwelle bei der Klimaerwärmung nicht überschritten werden, muss die CO2-Konzentration auf höchstens 450 ppm [1] begrenzt werden. Dieser Grenzwert wird aber bereits im Jahr 2031 überschritten, falls der CO2-Ausstoß wie bisher ansteigt. Da die Emissionen dann jedoch nicht abrupt auf 0 gebracht werden können, muss ihre Reduzierung möglichst schnell beginnen. Experten schätzen, dass die Emissionen bereits im Jahr 2015 ihren Höhepunkt überschreiten und dann schnell gegen 0 sinken müssen, wenn es noch eine realistische Chance geben soll, die 2 °C-Schwelle nicht zu überschreiten.  → globale Erwärmung  >  Daten/ Statistiken
   


Infografik "Klimagase - Motoren des Treibhauseffekts"
Datentabelle

   Treibhausgas-Konzentration in der Atmosphäre
Treibhausgas
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
Kohlendioxid (CO2)  
280 ppm
397,7 ppm
1,9 ppm
2,06 ppm
Methan (CH4)  
722 ppb
1833 ppb
9 ppb
3,2 ppb
Lachgas (N2O)  
270 ppb
327,1 ppb
1,1 ppb
0,87 ppb
(1) vorindustrielle Konzentration (Referenzjahr 1750)              
(2) aktuelle Konzentration
(3) Anstieg gegenüber Vorjahr
(4) Durchschnittlicher jährlicher Anstieg in den letzten 10 Jahren
(5) Grenzwert, damit globale Temperatur nicht um mehr als 2°C ansteigt

Datenstand: 2014;       Datenquelle:  (1) -(4)   WMO [09.11.15],    (5):   [1]     
Treibhausgas-Anteile
Infografik: Treibhausgas-Anteile / Großansicht bei faz.net
Großansicht
[ faz.net]
Zusammensetzung der ausgestoßenen Treibhausgase: Anteile in %:
Treibhausgas / chemische Formel
Deutschland
weltweit
Kohlendioxid CO2
87,1
71,5
Methan CH4
4,8
17,4
Lachgas N2O
6,6
9,9
Fluorchlorkohlenwasserstoffe FCKW
0,9
0,8
Perfluorierte Kohlenwasserstoffe PFC
0,1
0,3
Schwefelhexafluorid  SF6
0,5
0,2
Summe (rundungsbedingte Differenzen):
100,0
100,1
Quelle: UBA  WRI
Stand: 2005
Stand: 2000
        
   

Treibhausgase-Emissionen weltweit, Global-Budget
Jahr
Gt CO2
2010
33,5
2011
34,6
2012
35,1
2013
35,7
2014
35,9
Summe
174,8
Rest CO2
575,2
Restjahre
16,0
Endjahr
2030
CO2-Daten aus:
Global Carbon Project
Globales CO2-Budget
Der WBGU hat aus dem 2°C-Ziel das Globalbudget 750 Mrd. t CO2
für die Menschheit von 2010 bis 2050 abgeleitet. Von diesem Budget sind Ende 2014 bereits rund 175 Gt verbraucht. Bleibt der CO2-Ausstoß auf dem Niveau von 2014 wäre das Globalbudget bereits im Jahr 2030 erschöpft (s. Tabelle links).

Im Durchschnitt pro Jahr dürfen also nur 750 Gt/40 = 18,75 Gt CO2 weltweit emittiert werden, also nur in etwa halb so viel wie 2014.
Umgerechnet auf den Ausstoß pro Kopf pro Jahr: 2,5 t CO2

Die Tabelle unten zeigt, dass weltweit rund doppelt soviel CO2 emittiert wird wie klimaverträglich. Die Top-20 Staaten stoßen im Schnitt sogar 2,5 mal zu viel aus.
Unter den Industrieländern liegen die USA (17,4) und Australien (16,2) mit Abstand an der Spitze. Aber auch Deutschland (9,8) emittiert fast 4-fach zu viel CO2, weil rund 80 % seines Energieverbrauchs aus fossilen Quellen stammt. Mit 5,2 t ist Frankreich deutlich besser, durch viel Strom aus Atomkraft (Hochrisikotechnologie !)

Leider steigt auch in den Schwellenländern inzwischen der CO2-Ausstoß pro Kopf und mehr noch absolut stark an. Zwar liegt Indien mit 2,0 noch unter, Brasilien und Indonesien aber schon auf der Schwelle von 2,5 t pro Kopf. China dagegen emittiert inzwischen 2,8 mal zu viel, bei den absoluten Zahlen liegt es sogar mit weitem Abstand an der Spitze.
Da China, USA und Indien bereits rund 50 % des gesamten CO2s ausstoßen, wird die die Zukunft des Klimas maßgeblich durch die Politik dieser Top-3 Länder entschieden, zumal sie exemplarisch stehen für die beiden Grundprobleme:
a) Der konsumistische, Energie und Rohstoffe verschlingene, Lebensstil in den Industrieländern, der zunehmend von den Schwellen- und Entwicklungsländern nachgeahmt wird, und b) seine Realisierung zum großen Teil über fossile Energien, die nur scheinbar preiswerter als Erneuerbare sind, weil ihre externen Kosten (vor allem die Schäden durch die Folgen der Klimaerwärmung) nicht eingepreist werden.
  
Hinweise:

a) Die Tabelle rechts umfasst nur das Treibhausgas CO2 und auch nur den Teil, der als "energiebedingt" bezeichnet wird, d.h. der durch Verbrennung fossiler Energien entsteht, allerdings auch nur jenen Teil, der in offiziellen Statistiken zum Verbrauch von Kohle, Öl und Gas) erfasst wird. Z.B. sind Wald- und Torfbrände (u.a. fast alljährlich in Indonesien [21] ) mit einem CO2-Ausstoß
im Gt-Bereich nicht einbezogen [22] .

b) In der Spalte ganz rechts ist der Faktor berechnet, mit dem der Pro-Kopf-Ausstoß die gerade noch klima-verträgliche Schwelle von
2,5 t CO2 pro Kopf
übersteigt.
(s. Globalbudget)


xls-Tabellen:
2013  2014  

Die 20 Staaten mit dem größten CO2-Ausstoß(1) 2014
Top-20 Staaten
CO2(1)
pro Land
in Mt
Anteil
%
kum.
Anteil
%
Bevöl-
kerung
in M
CO2(1)
pro Kopf
in t
Rang(2)
pro
Kopf
Faktor(3)
bzgl.
2,5 t
1
China
9680
27,0
27,0
1369
7,1
11
2,8
2
USA
5561
15,5
42,5
319
17,4
2
7,0
3
Indien
2597
7,2
49,7
1295
2,0
20
0,8
4
Russland
1595
4,4
54,1
143
11,1
6
4,4
5
Japan
1232
3,4
57,6
127
9,7
8
3,9
6
Deutschland
789
2,2
59,8
81
9,8
7
3,9
7
Indonesien
641*
1,8
61,6
254
2,5
18
1,0
8
Iran
616
1,7
63,3
78
7,9
10
3,2
9
Saudi Arabien
602
1,7
65,0
31
19,5
1
7,8
10
Süd-Korea
599
1,7
66,6
50
12,0
5
4,8
11
Kanada
558
1,6
68,2
36
15,7
4
6,3
12
Brasilien
507
1,4
69,6
206
2,5
19
1,0
13
Süd-Afrika
476
1,3
70,9
54
8,8
9
3,5
14
Mexiko
457
1,3
72,2
125
3,6
17
1,5
15
Großbritannien
428
1,2
73,4
64
6,7
12
2,7
16
Australien
382
1,1
74,4
24
16,2
3
6,5
17
Türkei
373
1,0
75,5
78
4,8
16
1,9
18
Thailand
337
0,9
76,4
68
5,0
15
2,0
19
Frankreich
331
0,9
77,3
64
5,2
14
2,1
20
Italien
327
0,9
78,3
60
5,5
13
2,2
Top-20
28087
78,3
78,3
4527
6,2
 
2,5
Welt gesamt
35890
100,0
100
7284(4)
4,9
 
2,0
* Indonesien: ohne CO2 aus Waldbränden, z.B. Sep.-Nov..2015: 1500 Mt CO2, s. [21]
  
Quelle(n): CO2-Daten aus: Global Carbon Project (GCP)    (Stand: Nov. 2015)
    Anteile, Pro-Kopf-Rang, Bevölkerung, Faktor zu 2,5: eigene Berechnung.


(1) energiebedingter CO2-Ausstoß (s. Hinweis linke Spalte)
(2) Rang innerhalb der Top-20 Staaten
(3) Faktor = CO2-Austoß pro Kopf / 2,5 t. (s. Hinweis linke Spalte)
(4) Die Bevölkerungsdaten der Top-20 wurden aus den Prokopf-Daten des GCP rückwärts      berechnet, da sie beim GCP nicht gruppenweise abrufbar sind.
     Quelle für die Weltbevölkerungszahl: SWP Pressemitteilung (23.12.14)

  
  Vor allem die reichen Industrieländer müssen ihren Treibhausgas-Ausstoß reduzieren, denn sie haben durch ihre kumulierten enormen Emissionen in der Vergangenheit die globale Erwärmung hauptsächliche verursacht und verstärken sie aktuell weiter stark überproportional zu ihrer Bevölkerungsgröße.
Aber auch manche Schwellenländer, allen voran China, haben inzwischen einen CO2-Ausstoß weit oberhalb der 2,5 Tonnen-Schwelle. Weltweit wird rund 2 mal so viel CO2 ausgestoßen wie noch verträglich mit dem 2 °C-Ziel.
Experten schlagen u.a. einen weltweiten Emissionshandel oder eine globale CO2-Steuer vor, um den CO2-Ausstoß effizient zu reduzieren und zu einem gerechteren Ausgleich zwischen reichen und armen Ländern zu gelangen.
Laut Stern-Report müssen dazu Klimaschutz-Maßnahmen finanziert werden, die pro Jahr ca. 1 % des Weltsozialprodukts ausmachen.
   
CO2-Emissionspfade
WBGU-Sondergutachten 2009: Budgetansatz
01.09.09   (104)
WBGU: Pro-Kopf-CO2-Emissionspfade 2010 bis 2050
In seinem Sondergutachten 2009 leitet der WBGU aus dem 2 °C-Ziel ein globales CO2-Budget von 750 Mrd. Tonnen CO2 bis 2050 ab und entwickelt dazu Szenarien, wie der weltweite CO2-Ausstoß entsprechend gesenkt werden kann, wobei drei Ländergruppen anhand ihres CO2-Ausstoßes pro Kopf unterschieden werden:
Gruppe 1 (vor allem Industrieländer) : > 5,4 t ; Gruppe 2  (vor allem Schwellenländer ): 2,7 - 5,4 t;  Gruppe 3  (vor allem Entwicklungsländer): < 2,7 t.
Die Pro-Kopf-Emissions-Pfade werden a) ohne  und b) mit Emissionshandel berechnet, so dass sich insgesamt 6 Kurven ergeben. Bis 2020 muss z.B. die Gruppe 1 ihren CO2-Ausstoß von derzeit etwa 12 t auf rund a)  4 t   bzw. b)  8 t  senken, wobei im Falle b) davon ausgegangen wird, dass die Gruppe 1 ihr Budget durch den Emissionshandel um 75 % erhöhen kann. Bis 2050 muss der CO2-Ausstoß gesenkt werden auf a) 0 t ;  b) 1 t. Deutschland (wie auch viele andere Industrieländer) muss seine CO2-Emissionen bis 2020 halbieren, wobei mindestens 35 % Reduktion im eigenen Land und der Rest in Kooperation mit Entwicklungsländern (Emissionshandel, CDM) zu leisten ist.
 
Die Grafik findet sich auf Seite 32 in: Sondergutachten 2009 [2,5 MB]

| Treibhausgase | 2 °C - Schwelle | Emissionshandel | CDM | Kyoto-Protokoll |
CO2-Budgets
2°C-Leitplanke: WBGU-Grafik
Großansicht/ Daten
11.11.09   (143)
WBGU: Nationale CO2-Budgets zur Einhaltung der 2°C-Schwelle
Soll die 2 °C-Schwelle bei der globalen Erwärmung nicht überschritten werden, dürfen nach Berechnungen des WBGU weltweit kumuliert von 2010 bis 2050 nur noch 750 Mrd. Tonnen (Gt) CO2 (Globalbudget) emittiert werden.Wird die Weltbevölkerung im Jahr 2010 von ca. 6,9 Mrd.(G) Menschen als Referenzgröße gewählt, ergeben sich jährlich pro Kopf rund 750Gt / 6,9G /40 = 2,72 t. Für Deutschland mit einer Bevölkerung von 82,2 Mio (M) ergibt sich ein nationales Budget von ca. 750 Gt/ 6,9G. * 82,2 M = 8,93 Gt. Bleibt der aktuelle Jahresausstoß (2008: 0,91 Gt) konstant, wäre das Nationalbudget bereits nach 10 Jahren ausgeschöpft (Reichweite R=10). In der Tabelle werden die entsprechenden Daten für die USA (R=6), China (R=24), Indien (R=88) und Burkina Faso (R=2892) zusammengestellt.
Die extrem kurzen Reichweiten bei den Industriestaaten und China zeigen, dass diese Staaten ihren CO2-Ausstoß sehr schnell und drastisch reduzieren müssen. In einer Übergangszeit könnten die sog. flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls (Emissionshandel, CDM-Projekte, Joint Implementation) den Industriestaaten ermöglichen, einen Teil ihrer CO2-Einsparung z.B. in Indien und China zu realisieren und dadurch ein wenig Zeit zu gewinnen. Ohne Emissionshandel müssten die Industrieländer ihren CO2-Ausstoß pro Kopf  im Durchschnitt bereits 2025 auf Null bringen, mit Emissionshandel müsste er bis 2050 auf etwa 1 Tonne reduziert werden.
  
Die Tabelle ist eingebettet in das Factsheet 3/2009  [pdf, 372 KB, WBGU]

| Treibhausgase | Klimawandel | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle | Kyoto-Protokoll | Emissionshandel | CDM |


Treibhausgas-Emissionen pro Kopf

Treibhausgas-Emissionen
pro Kopf in  DE  2007
Art
t CO2
Konsum
2,75
Personen-Vekehr
2,52
Heizen /Warmwasser
1,97
Ernährung
1,65
öffentl. Dienstleist.
1,24
Strom im Haushalt
0,75
Summe 
10,88
Daten der Tabelle
im Detail

Der Ausstoß von Treibhausgasen (THG) pro Kopf variiert schon unter den Industrieländern um mehr als den Faktor 2,5 (Daten 2006: USA 23,4; Deutschland 12,2; Frankreich 8,9), noch größer sind die inidviduellen Unterschiede: Menschen, die einen konsumorientierten Lebensstil mit verbrauchshohem Auto und viel Verreisen pflegen, kommen auf einen Pro-Kopf-Ausstoß, der ein Vielfaches des nationalen Durchschnitts beträgt. Besonders Flugreisen treiben die Treibhausgas-Bilanz nach oben, z.B. ein Hin-/Rückflug Berlin <-> Mallorca: 0,85 t CO2-Äquivalent.

Die Tabelle zeigt die Durchschnittswerte für Deutschland: rund 11 t CO2-Äquivalent
(Stand: 2007; Quelle: ifeu, zitiert aus Grafik in: "Meine elf Tonnen" [taz 14.12.09)
  
Mit Hilfe von CO2-Rechnern im Internet kann der persönliche CO2-Ausstoß abgeschätzt werden: Link zu externer Website CO2-Rechner [Umweltbundesamt]
 
Die folgende Tabelle liefert Beispiele für CO2-Emissionen, wie sie pro Person in Deutschland typischerweise anfallen können.

CO2-Quelle
CO2/Einheit
Einheiten im Jahr
  kg CO2 im Jahr
Neuwagen: geplanter EU-Grenzwert:  4,8 l/100 km (1)
120 g/km
10.000 km
1.300
Neuwagen: aktueller Durchschnitt:   6,5 l/100 km  (2)
161,4 g/km
10.000 km
1.614
Porsche  (3)
307 g/km
10.000 km
3.070
Bahnreisen (4)
59 g/km
10.000 km
590
Flug: Düsseldorf - Mallorca u. zurück (5)
   
1 mal
720
Strom: aktueller Strommix (6)
600 g/kWh
2000 kWh
1.200
Strom: Windkraft (6)
20 g/kWh
2000 kWh
40
Wohnen - Gasheizung (6)
228 g/ kWh
10.000 kWh*
2.280
Quellen: ( 1) FR-Artikel vom 24.1.07   [3]    (2) FR-Infografik    (3) ZEIT-Grafik    (4)Verkehrsträgervergleich  
              (5) atmosfair.de /AFP-Infografik  (6) Gemis-Datenbank
  *  Bei einem Brennwertfaktor von B= 9,7760 kWh/m³  folgt:  10.000 kWh / B  =  1023 m³  Gas
            

Die Tabellenwerte zeigen, dass die von Klimaforschern verlangte Schwelle von 2,5 t CO2 pro Kopf und Jahr schnell erreicht ist: wer 15.000 km per PKW mit derzeitiger Durchschnittsemission von 170 g/km zurücklegt, hat mit 2,55 t CO2 die Schwelle bereits knapp überschritten. Ein durchschnittlicher Single-Haushalt mit 2000 kWh Stromverbrauch und 10.000 kWh Gas-Heizung erzeugt rund 3,5 Tonnen allein nur mit Strom und Heizung und liegt bereits 40 % über der Schwelle von 2,5 t CO2.
Mit rund 18 Mrd Tonnen CO2 erzeugten alleine die Industrieländer im Jahr 2004 bereits fast so viele Treibhausgase, wie die ganze Menschheit eigentlich nur ausstoßen darf, um die globale Erwärmung auf 2 °C zu begrenzen.
Auf Dauer muss sogar noch mehr passieren: Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre darf 450  ppm nicht überschreiten; seit vorindustrieller Zeit wurde sie schon um 120 ppm auf 400 ppm erhöht. Deshalb muss bis zum Jahr 2050 der CO2-Ausstoß weltweit um 50 %, also jedes Jahr im Durchschnitt um 1,16 % gesenkt werden. Um dem Nachholbedarf der Entwicklungs- und Schwellenländern gerecht zu werden, fordern Klimaforscher wie Stefan Rahmstorf [1] , dass die Industrieländer ihre CO2-Emissionen bis 2050 sogar um 80 -90 % im Vergleich zu 1990 senken sollen.
Da für den CO2-Haushalt der Erde die globale Summe aller CO2-Emissionen entscheidend ist, muss bei steigender Weltbevölkerung natürlich der CO2-Ausstoß pro Kopf entsprechend reduziert werden. Laut Prognosen der UNO wird die Bevölkerung bis 2050 auf etwa 9,1 Mrd Menschen anwachsen, entsprechend muss bis dahin auch der derzeitige Zielwert von 2,5 t auf unter 2 t CO2-Emission pro Kopf abgesenkt werden.
Gemessen an der Funktionsweise des Klimasystems stellt der Zeitraum bis 2100 aber nur eine kleine Zeitspanne dar. Erst wenn man weit darüber hinaus blickt, geraten die langfristig entscheidenden Parameter der Treibhausgase ins Blickfeld, vor allem ihre Verweildauer und Anreicherungsrate in der Atmosphäre. Neuere Studien zum CO2-Haushalt deuten darauf hin, dass diese Parameter ungünstiger sind als bisher angenommen: innerhalb von 30 Jahren wird nur etwa die Hälfte einer neu emittierten CO2-Menge aus der Atmosphäre in die CO2-Senken Ozeane und Biosphäre überführt, weitere 30 % im Verlaufe mehrerer Jahrhunderte und die restlichen 20 % verbleiben viele Jahrtausende in der Atmosphäre [12] . Weitere Studien deuten an, dass die CO2-Aufnahmefähigkeit der Ozeane und Biosphäre mit wachsender globaler Erwärmung nachlassen könnte, wodurch die CO2-Anreicherung in der Atmosphäre beschleunigt würde [14] [15] . Deswegen ist der Zielwert von 2 t CO2 pro Kopf bis 2050 also keineswegs eine End- sondern nur eine Zwischenmarke, die in längerer Perspektive immer weiter sinken muss.
   
Angesichts dieser Problemlage wird klar, dass vor allem die Industrienationen und aufstrebenden Schwellenländer vor großen Herausforderung stehen, die aber durchaus zu bewältigen sind, z.B. durch viel mehr Energieeffizienz und Energiesparen sowie dem massiven Ausbau Erneuerbarer Energien in all ihren vielfältigen Varianten. Zudem könnte ein weltweiter Emissionshandel [4] und/oder eine CO2-Steuer helfen, den Treibhausgas-Ausstoß möglichst effektiv und wirtschaftlich zu senken.

  

 

Im Abschnitt zu den Treibhausgas-Ausstoß in Deutschland wird vorgerechnet,
wie 2 Tonnen CO2 pro Kopf in Deutschland erreicht werden können.
 

AFP20070213-DE07
Infografik: Das persönliche Klimabudget / Großansicht bei WAZ-Infografik
Großansicht
[WAZ]

Infografik: Das persönliche Klimabudget
Um die globale Erwärmung auf + 2°C zu begrenzen, dürfen im Durchschnitt weltweit pro Kopf nur 2,5 Tonnen CO2 emittiert werden.
Beispiele für CO2-Emissionen pro Jahr in Tonnen (t) CO2:
   Kühlschrank: 0,1 t;  Auto: 2 t; Flugreise in die Karibik u. zurück: 4 t.
Fliegen ist besonders klimaschädlich
, weil viel CO2 und weitere Treibhausgase (THG) emittiert werden und das in Schichten der Atmosphäre, wo sie den Treibhauseffekt besonders verstärken. Der THG-Ausstoß hängt daher nicht nur von den Flugkilometern ab sondern u.a. auch von der vorherrschenden Flughöhe.
Wer auf Flüge nicht verzichten will, kann zum Ausgleich Klimaschutzprojekte finanzieren durch eine freiwillige Klimaabgabe an eine Agentur, z.B. atmosfair.
Beispielflüge (hin + zurück): einfache Distanz / CO2-Emission / Klimaabgabe:
   Frankfurt(a.M.) <-> New York: 3248 km/ 3,6 Tonnen / 72 Euro
   Hamburg  <-> Palma de Mallorca: 1711 km / 0,76 Tonnen / 16 Euro


  

Treibhausgas-Emissionen weltweit: ältere Daten

   


Daten für das Jahr 2011:
  - CO2-Emissionen: Die Klimasünder 2011

Daten für das Jahr 2010:
  - CO2-Emissionen: Die Klimasünder 2010


Daten für das Jahr 2009:
  - CO2-Emissionen:  Top 15 Länder    Top 15 Länder pro Kopf

Daten für das Jahr 2008:
  - CO2-Emissionen: Die Klimasünder 2008 und Kyoto-Protokoll

  - CO2-Emissionen: Die Klimasünder 2008

  - Kyoto-THG-Emissionen: EU-27 im Jahr 2008


Daten für das Jahr 2007:
  - Treibhaugas-Bilanz: ausgewählte Länder des Kyoto-Protokolls und die USA
  - CO2-Emissionen: Die Klimasünder 2007
  - CO2-Emissionen: Das globale Treibhaus
  - CO2-Bilanz: Vergleich 1971 mit 2007

Treibhausgase im Jahr 2006 in Millarden Tonnen (Gt) CO2-Äquivalenten
  -  die 6 Treibhausgase des Kyoto-Protokolls: insgesamt rund 43 Gt 
  - Treibhausgas-Emissionen 1900 bis 2006; Länderbilanz 2006 
  
Das UN-Klimasekretariat (UNFCCC) bietet einen Datenpool ("Greenhouse Gas Inventory Data") zu den Treibhausgas-Emissionen vieler Länder und Regionen mit den jeweils zuletzt verfügbaren Daten, aus denen interaktiv die gewünschten Daten selektiert und ausgefiltert werden können.
Für die Industrieländer stellte das UNFCCC einmal jährlich (ca. Okt/Nov.) die Treibhausgas-Emissionen in einem Report zusammen:
2009: Periode 1990 - 2007:  Tabelle Seite 15 ff  
2008: Periode 1990 - 2006;  Tabelle Seite 16 
        =>   weitere Infos  |  Überblick über die UNFCCC-Dokumente
        =>  Datentabelle für ausgewählte Länder des Kyoto-Protokolls und USA  
  

Treibhausgase
UNFCCC-Report

14.11.08



Klimarahmenkonvention
[pdf, 535 KB, UNFCCC]

UNFCCC-Bericht: Treibhausgase 2006
Jedes Jahr melden die Industrieländer* ihre Treibhausgas**-Emissionen dem UN-Klimawandel-Sekretariat (UNFCCC), das daraus einen jährlichen Report zusammenstellt. Der Report 2008 umfasst die Treibhausgas-Emissionen von 1990 bis 2006. Im Durchschnitt aller Industrieländer* sanken die Emissionen von 1990 bis 2006 um 4,7 %, was aber vor allem am wirtschaftlichen Niedergang der mittel- und osteuropäischen Länder in den 1990-er Jahren nach dem Zusammebruch und dem Niedergang der ehemaligen Ostblock-Staaten lag .
Von 2000 - 2006 stiegen die Treibhausgas-Emissionen insgesamt um 2,3%..
   
* Die 41 Industrieländer, die im Annex I der Klimarahmenkonvention  gelistet sind
** engl.:  Greenhouse Gas (GHG)


National GHG inventory data Annex I  1990-2006  (pdf, 229 KB)
     

Globus 1157-26.01.07
Globus Infografik: Treibhausgase: energiebedingte CO2-Emissionen weltweit/ ausgewählte Länder / Globus Infografik: 0236 vom 14.10.05
Bezug/Großansicht
  
Infografik: Die Erde gerät ins Schwitzen
Energiebedingte CO2-Emissionen weltweit 2005

Die Kurve im oberen Teil der Grafik zeigt den Anstieg der CO2-Emissionen weltweit in Milliarden Tonnen (t):
  1990:21,6;  1995:22,5;  2000:24.0;  2005:27,3.
Darunter werden die CO2-Emissionen von 20 Ländern weltweit im Jahr 2005 und ihre Änderungsrate in Bezug auf 1990 gelistet. => Datentabelle/ weitere Infos
Daten aus: Globus 1157;    Stand: 2005/ Schätzungen;    Quelle: DIW-Berlin     
=> Treibhausgase   => Kyoto-Protokoll
  
Treibhausgase
UNFCCC-Report

30.10.06


GHG-Data

[pdf, 378 KB, UNFCCC]

UNFCCC-Bericht: Treibhausgase 2004
Jedes Jahr melden die Industrieländer* ihre Treibhausgas**-Emissionen dem UN-Klimawandel-Sekretariat (UNFCCC), das daraus einen jährlichen Report zusammenstellt. Der Report 2006 umfasst die Treibhausgas-Emissionen von 1990 bis 2004. Im Durchschnitt aller Industrieländer* sanken die Emissionen von 1990 bis 2000 um 3,3 %, was aber vor allem am wirtschaftlichen Niedergang der mittel- und osteuropäischen Länder lag, deren Emissionen um 36,8 % sanken, während sie in den restlichen Industrieländern um 11,0 % stiegen.
Seit 2000 zeichnet sich eine insgesamt steigende Tendenz ab, auch unter den mittel- und osteuropäischen Ländern, die nun einen starken Anstieg um 4,1 % aufweisen.
Bezogen auf die Branchen war der Anstieg im Transportsektor mit 23,9 % besonders stark.
* Die 41 Industrieländer, die im Annex I der Klimarahmenkonvention  gelistet sind
** engl.:  Greenhouse Gas (GHG)

Weitere Infos auf der UNFCCC-Website: Presseerklärung (pdf, 137 kB)
View Webcast    Presentation (ppt)    GHG Data 2006 booklet (378 kB)
National GHG inventory data Annex I  1990-2004  (pdf, )
GHG compilation/synthesis Non-Annex I

Changes in GHG emissions from 1990 to 2004 for Annex I Parties
(54 kB)
   
=>  Treibhausgase     Klimawandel
    

Globus 0236-14.10.05
Globus Infografik: Treibhausgase: energiebedingte CO2-Emissionen weltweit/ ausgewählte Länder / Globus Infografik: 0236 vom 14.10.05
Bezug/Großansicht
  
Infografik: Mit Vollgas ins Treibhaus
Energiebedingte CO2-Emissionen weltweit 2004

Die Kurve im oberen Teil der Grafik zeigt den Anstieg der CO2-Emissionen weltweit
in Milliarden Tonnen (t):
  1990:21,9;  1995:22,8;  2000:25.3;  2004:27,5.
Darunter werden die CO2-Emissionen von 20 Ländern weltweit im Jahr 2004 und ihre Änderungsrate in Bezug auf 1990 gelistet. => Datentabelle/ weitere Infos
Daten aus: Globus 0236;    Stand: 2004/ Schätzungen;    Quelle: DIW-Berlin     
=> Treibhausgase   => Kyoto-Protokoll
  
Infografik: Treibhausgas-Emissionen der Industrieländer; Großansicht [FR]
Großansicht 14 Tage [FR]
Infografik: Treibhausgas-Emissionen der Industrieländer
Emissionen in Mrd.Tonnen CO2-Äquivalenten im Jahr 2004
(Veränderung gegenüber 2000 in %):
USA 7,06 (+ 1,3);    Russland 2,02 (+ 4,7);  Japan 1,36 (+ 0,7);
Deutschland 1,01 ( - 0,7);   Kanada 0,76 (+ 4,6);    Großbritannien 0,67 ( - 1,0);
Italien 0,58 (+ 5,0); Frankreich 0,56 (+ 0,2);  Australien 0,53 (+ 5,0);
Spanien 0,43 (+11,4).
Quelle für die Daten: UNFCCC (nächster Abschnitt)
Die Grafik ist eingebettet im Artikel: "Industrieländer bleiben Klimakiller. Wieder mehr Abgase / Ökonom prophezeit Weltwirtschaftskrise"
[FR, 31.10.06, 14 Tage online]
Der Artikel fast auch kurz die wesentlichen Erkenntnisse aus den Berichten des UNFCCC und von Nicholas Stern zusammen
=> Treibhausgase    => Klima    Klimawandel
   
Treibhausgase
CO2-Emissionen


DIW-Wochenbericht
35/ 2006 

Rückschlag für Klimaschutz
Nach vorläufigen DIW-Schätzungen stiegen die weltweiten CO2-Emissionen im Jahre 2005 um etwa 2,5 % gegenüber 2004 und um knapp 27 % gegenüber 1990 (Bezugsjahr des Kyoto-Protokolls). In den Ländern, die am Kyoto-Protokoll teilnehmen, beträgt der Anstieg gegenüber dem Vorjahr 0,4 %, in den EU-15-Ländern sanken die Emissionen leicht um 0,5 %.
=> Treibhausgase
   
 

Infografik: Treibhaussünder; Großansicht [FR]
Großansicht [FR]
Infografik: Treibhaussünder 2002
Die Tabelle listet die energiebedingten CO2-Emissionen 2002 in Mio.Tonnen ausgewählter Länder (1.Zahl) und die Veränderung im Vergleich zu 1990, dem Bezugsjahr des Kyoto-Protokolls, in Prozent (2.Zahl).
Im Kyoto-Protokoll haben sich Industrieländer verpflichtet, ihre Treibhausgas-Emissionen bis 2012 im Durchschnitt um 5,2 % gegenüber 1990 zu reduzieren. Das Kyoto-Protokoll hat für die Industrieländer unterschiedliche Reduktionsziele vorgegeben (3.Zahl, in Prozent, ergänzt aus dieser Tabelle. -- bedeutet, dass für das Land keine CO2-Reduktionsverpflichtung vereinbart wurde).
USA 5592 (+15,9/ -7); China 4082 (+78,3/ --); Russland 1498 (-32,6/ 0); Japan 1145 (+12,4/ -8); Indien 082 (+68,3/--); Deutschland 520 (-15,5/-21); Kanada 532 (+23,6/ -7); GB 520 (-6,7/-12,5); Südkorea 467 (+106,3/--); Italien 437 (+8,7/-6,5).
Die Daten zeigen für die meisten Industrieländer eine erhebliche Zielverfehlung.
Die Grafik ist eingebettet in den Artikel: " Freude über Russlands Ja zu Kyoto-Vertrag." [FR, 01.10.04]
=> Kyoto-Protokoll
  
Studie: Kohlendioxid bis 2050 verdoppelt

"World Business Council for Sustainable Development"
Der weltweite Kohlendioxid-Ausstoß könnte sich bis zum Jahr 2050 verdoppeln. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des "World Business Council for Sustainable Development", einer Lobbygruppe von 175 Unternehmen. Die Studie wurde zum Auftakt des Weltenergiekongresses in Sydney vorgestellt.
Im Jahr 2000 habe der Kohlendioxid-Ausstoß rund acht Milliarden Tonnen betragen. Wenn keine Maßnahmen ergriffen würden, könnte sich der Ausstoß bis zum Jahr 2050 auf 16 Milliarden Tonnen verdoppeln. [ARD-Text, 06.09.04]
     
       Treibhausgase weltweit:   Quellen / Sektoren

Globus 1018-10.11.2006
Treibhausgase, Entstehungsursachen, Pro-Kopf-Emissionen; Industrieländer, Entwicklungsländer; Prognosen bis 2050  / Infografik Globus 1018 vom 10.11.2006
Großansicht [bpb]
  
 
Infografik: Woher die Treibhausgase stammen

So viel % der weltweit freigesetzten Treibhausgase entfallen auf:
Energiegewinnung 24, Bodennutzung 18, Industrie 14, Landwirtschaft* 14, Transport 14, andere energiebedingte Emissionen 5, Gebäude-Heizungen 8, Abfall* 3
* nicht energiebedingte Emissionen
Prognose für die Pro-Kopf-Emissionen bis 2050;  Angabe: Jahr | Tonnen CO2:
Industrieländer: Anstieg von 1965| 10  auf etwa 1990| 13, dann Abfall auf 2050| 10.
Welt: Anstieg von 1965| 3,9  auf 2050| 8
Entwicklungsländer: Anstieg von 1965| 1 auf   etwa  2050| 7.
Daten aus: Globus 1018;    Quelle: Nicholas Stern, Holtsmark       
  
  
  

Treibhausgas-Emissionen in der EU


Infografik: Treibhausgas-Emissionen der EU-Länder; Großansicht [FR]

Großansicht [FR]
 
Infografik:
Treibhausgase in der EU-25 im Jahr 2005
Emissionen der 6 wichtigsten vom Menschen verursachten Treibhausgase*
im Jahr 2005 in Mio Tonnen
CO2-Äquivalent :
Deutschland 994; Großbritannien 658, Italien 584, Frankreich 563, Spanien 442, Polen 387, Niederlande 220, Belgien 150, Tschechien 148, Griechenland 137, Österreich 94, Ungarn 85, Portugal 84, Finnland 70, Irland 70, Schweden 69, Dänemark 64, Slowakei 52, Estland 21, Litauen 21, Slowenien 20, Luxemburg 14, Lettland 11, Zypern 9, Malta 3.   (Summe:
4970 Mt CO2)
* Kohlendioxid, Methan, Lachgas,
Perfluorierte Kohlenwasserstoffe, Fluorkohlenwasserstoffe, Schwefelhexafluorid       
 Quelle: DIW  Berlin

Die Grafik ist eingebettet in den Artikel: Die Freunde der Kernkraft nutzen die Klimadebatte [FR, 09.03.07, 14 Tage online]
  
  

Infografik: Europa (EU15) und das Kyoto-Protokoll; Großansicht

=> Datentabelle 

Treibhausgase der EU 25-Länder:
    2004 insgesamt
: 4228 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent
    2004 UNFCCC-Emissionstabellen der Annex I Staaten 
                    der Klimarahmenkonvention  

Energiebedingte CO2-Emissionen ausgewählter Länder:

   2005 : Globus Infografik 1157  / Quelle: DIW-Berlin (Schätzungen)    
  
 
Teil der Emissionen, der am Emissionshandel teilnimmt.  
  
Kyoto-Protokoll:
   Grad der Zielerreichung der EU-Länder 

   

CO2-Bilanz für Europa

Aus Kohlenstoffsenken werden am Ende Kohlenstoffquellen
CarboEurope hat mit Hilfe eines Messturmnetzes und ergänzender Flugzeuguntersuchungen eine "belastbare" Treibhausgasbilanz für Europa aufgestellt: Von 1,2 Milliarden Tonnen CO2, die jährlich durch menschliche Aktivität in die Luft emittiert werden, wandern bis zu 30 % in die regionale Vegetation. Europas Wälder und Wiesen bremsen also die Klimaerwärmung zu einem gewissen Grad. Doch die Frage ist: wie lange?
Die Vegetation sei "nur zeitweilig eine Kohlenstoffsenke", gibt Valentini (Forscher bei CarboEurope) zu bedenken, "vielleicht für 50 oder 100 Jahre". Im Zuge der Klimaerwärmung büße sie diese Eigenschaft nämlich ein: "Höhere Temperaturen begünstigen Abbauprozesse im Boden, außerdem werden Waldbrände häufiger", so der Forstexperte. Die Folge: Aus den Kohlenstoffsenken werden am Ende -quellen. Deshalb, mahnt Valentini, "müssen wir wirkliche Lösungen für das Problem finden und unseren Energieverbrauch zurückschrauben".
[Quelle: "Bernd Vollmer: Nichtstun ist am besten", FR, 29.10.02, S.9]
  
     
   

Treibhausgas-Emissionen einzelner Länder: USA, China, ...


Daten zur USA

Infografik: Fossile Brennstoffe / Worldwatch Institute/ Vital  Signs of the Week
Großansicht [Worldwatch]
 
Vital Signs 2003, Worldwatch Institute
Fossil Fuels Continue to Cloud Up the Skies

(Fossile Brennstoffe verdunkeln weiterhin den Himmel)
Mit weniger als 5% der Weltbevölkerung verursachen die USA ein Großteil der globalen Umweltbelastung durch den Verbrauch fossiler Energien: 26 % Erdöl, 25 % Kohle, 27% Erdgas. Alleine die mehr als 128 Mio Autos in der USA, 25 % aller Autos auf der Erde, erzeugen so viel CO2 wie die gesamte Ökonomie Japans, der 4. größte CO2-Emittent weltweit.
Weitere Daten/ Statistiken/ Infografiken bieten die Studien "Fossil Fuel Use Up, Vital Signs 2003, pp. 34-35., Vehicle Production Inches Up, Vital Signs 2003, pp. 56-57.
"Worldwatch Institue]
 
Anteile am CO2-Aussstoß weltweit 1998  (in %)
1. USA
24,0
2. China
12,7
3. Russland
6,3
4. Japan
5,0
5. Indien
4,0
6. Deutschland
3,6
7. Großbritannien
2,4
8. Kanada
2,1
9. Italien
1,9
10. Frankreich
1,7
Quelle: Globus 6992
USA: Treibhausgas- Emissionen steigen weiter
Die Gesamtmenge der von Industrie und Privathaushalten ausgestoßenen Treibhausgase lag 2002 um 0,5 % über der Vorjahresmenge. Im Schnitt der Jahre 1990-2002 erhöhten sich die Emissionen um 0,9 % jährlich, das ergibt einen Gesamtanstieg um 11,4 % (Hinweis: exponentielles Wachstum).
Die USA sind mit Abstand der weltgrößte Treibhausgas-Emittent, sowohl absolut als auch beim CO2-Ausstoß pro Kopf. Mit 4,6 % der Weltbevölkerung verursachen sie z.B. 24 % des weltweiten CO2-Ausstoß, fast doppelt so viel wie China (12,7 % ) mit einem Bevölkerungsanteil von ca. 20,6 %.
Auch beim Ressourcenverbrauch ergeben sich ähnliche Relationen: Mit weniger als 5% der Weltbevölkerung verbrauchen die USA mehr als 25% der Ressourcen weltweit. Pro Kopf gerechnet verbraucht ein US-Amerikaner also 5 mal so viel Ressourcen wie bei einer weltweiten Gleichverteilung.
  
Infografik: Chinas CO2-Ausstoß; Großansicht [FR]
Großansicht 14 Tage [FR]
Infografik: Chinas CO2-Ausstoß
Energiebedingte CO2-Emissionen 1971 bis 2010  in Millionen Tonnen CO2:
1971/ 800; 1980/ 1396; 1996/ 3146; 2003/ 3719; Prognose 2010/ 4646.
Quelle: OECD   
Die Grafik ist eingebettet in: Deutscher Klimaschutz in China. Minister Gabriel hofft auf Geschäfte hiesiger Firmen im Reich der Mitte / Berlin und Peking vereinbaren "strategischen Umweltdialog  [FR, 09.12.06, 14 Tage online]
=> Treibhausgase     
  
     

Treibhausgas-Emissionen in Deutschland

 


2 Tonnen CO2 pro Kopf: Ist das erreichbar?

Aus dem 2°C- Ziel leiten Klimaforscher ab, dass der CO2-Ausstoß weltweit bis 2050 reduziert werden muss auf im Durchschnitt 2 Tonnen CO2 pro Kopf.
Ist das für Deutschland erreichbar?

Ja, wie die folgende überschlägige Rechung zeigt. Dabei wird sehr konservativ gerechnet, z.B. werden die Zahlen zum Kopfrechnen so stark aufgerundet, dass ein Energieverbrauch von 4 PWh als Basis dient, also rund 11 % mehr als der Primärenergieverbrauch (PEV) von 3,6 PWh im Jahr 2012, der sicherlich bei vermutlich rückgängiger Bevölkerung durch Steigerung der Energieeffizienz und durch Energiesparen im Zuge der Energiewende deutlich gesenkt werden kann.
  
Ziel der Energiewende ist eine Vollversorgung nur aus erneuerbaren Energien. Zur Vereinfachung nehmen wir an, dass das hauptsächlich Ökostrom sein wird, der - um Versorgungssicherheit zu gewährleisten und Kosten zu sparen - durch ein mindestens europaweites Supergrid bereitgestellt wird. Da nach Annahme sämtliche Energie aus Ökostrom kommt und Ökostrom zu nahe 100 % Endenergie ist, nehmen wir als Basis für die Berechnungen den Endenergieverbrauch (EEV) und nicht den Primärenergieverbrauch (PEV) , der bei Strom hohe Umwandlungsverluste in fossilen Wärmekraftwerken enthält und daher als Basis der Berechnungen ungeeignet ist.
  
Der EEV betrug 2006 in Deutschland 9440 PJ = 2622 TWh, zum überschlägigen Rechen rund 3000 TWh. Ca. 1/4 (750 TWh) ist Treibstoff. Dieser soll mittels "Power-to-Gas" mit einem Wirkungsgrad von 0,5 bereitgestellt werden, also 2 * 750 TWh = 1500 TWh. Die restlichen 3/4 des EEV (2250 kWh) für alle anderen Energieanwendungen (Strom + Wärme) werden direkt aus Strom erzeugt, also zusammen 3750 TWh, zum Kopfrechnen aufgerundet auf 4000 TWh = 4 PWh [19] .
Die CO2-Emission beträgt z.B. bei Windstrom rund 20 g/kWh = 20 Mt/PWh [20] , gehen wir - Aufwand für Stromnetze und Stromspeicher - sogar vom Doppelten aus:
4 PWh * 40 Mt/PWh = 160 Mt, bei einer Bevölkerung von rund 80 Millionen (M) also
160 Mt/80 M = 2 t pro Kopf.
Nach Ausbau der Energieinfrastruktur (Supergrid, Smartgrid, Stromspeicher, Power-to-Gas) bleibt noch der Erhaltungsaufwand. Setzen wir dafür 5 g CO2/kWh an:
4 PWh * 25 Mt/PWh = 100 Mt, bei einer Bevölkerung von rund 80 Millionen (M) also
100 Mt/80 M = 1,25 t pro Kopf.
Falls die Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien weltweit umgesetzt ist ("Große Transformation" [WBGU]), sinkt der CO2-Ausstoß gegen Null ("Dekarbonisierung"), da dann auch die Gewinnung von Rohstoffen, die Produktion von Anlagen samt ihrer Vorprodukte, ihre Wartung und Entsorgung mittels erneuerbaren Energien erfolgt .
  

THG 1990 - 2011
CO2-Bilanz Deutschlands 2004; energie- u. prozessbedingte Kohlendioxid-Emissionen 1995 bis 2005 / Infografik Globus 0582 vom 07.04.06
Großansicht
Das Umweltbundesamt informiert auf dieser Seite über die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland, darunter:
- Kyoto-THG-Emissionen 1990 bis 2011 (Stand 15.4.12),
- Anteil der Treibhausgase an den Gesamt-Emissionen 2010

- Herkunft der Treibhausgase nach Sektoren / Quellkategorien

Tabellen: Zeitreihen i.d.R. ab dem Jahr 1990 (Referenzjahr des Kyoto-Protokolls)
- direkte u. indirekte THG-Emissionen und SO2
- Kyoto-THG-Emissionen nach Sektoren/ Quellkategorien
     
Globus 0582-07.04.06
CO2-Bilanz Deutschlands 2004; energie- u. prozessbedingte Kohlendioxid-Emissionen 1995 bis 2005 / Infografik Globus 0582 vom 07.04.06
Bezug/Großansicht
vorübergehend in der
Globus-Galerie

  
Infografik: Deutschlands CO2-Bilanz
Energie- und prozessbedingte CO2-Emissionen in Millionen Tonnen (Mt):
Der CO2-Ausstoß ist von 884 Mt in 2004 gesunken auf 866,1 Mt in 2005, weil infolge hoher Energiepreise mehr Energiesparen stattfand und die Erneuerbaren Energien ausgebaut wurden. Das ursprüngliche Ziel, bis 2005 die Emissionen um 25 % im Vergleich zu 1990 (Referenzjahr des Kyoto-Protokolls) zu senken, wurde aber weit verfehlt, da bisher nur eine Reduktion um 16 % erreicht wurde. Bei verstärkten Anstrengungen scheint das Kyotoziel (– 21% in 2008-2012) noch erreichbar zu sein.
Alle Daten der Infografik:  => Datentabellen
Daten aus: Globus 0582;    Stand: 2004/05;    Quelle: DIW Berlin    
=> Treibhausgase  > Daten/ Statistiken   => Treibhauseffekt   Klimawandel
=> Klima  > Daten/Statistiken/ Infografiken    => Kyoto-Protokoll
  
Globus 9835 -29.03.05
Globus Infografik: Deutsche CO2-Bilanz
Bezug/Großansicht
vorübergehend in der
Globus-Galerie

  
=> Treibhausgase
Infografik: Die deutsche Kohlendioxid (CO2)-Bilanz
Energiebedingte CO2-Emissionen in Millionen Tonnen (Mt)
Die im Trend fallende rote Kurve oben zeigt die Entwicklung der CO2-Emissionen von 1990 (988,9 Mt) bis 2004 (834,4 Mt), eine Reduktion um 15,6 %. Laut Kyoto-Protokoll müssen die gesamten Treibhausgas-Emissionen bis 2012 um insgesamt 21 % im Vergleich zu 1990, also auf 781 Mt gesenkt werden. Ursprünglich hatte Ex-Kanzler Kohl sogar ein nationales Reduktionsziel von 25 % bis 2005 verkündet, das zunächst auch von Kanzler Schröder angestrebt, inzwischen aber wegen Unerreichbarkeit aufgegeben wurde. Ohne weitergehende klimapolitische Maßnahmen droht auch das Kyotoziel zu scheitern. Ob der ab 2005 eingeführte Emissionshandel nachhaltig wirkt, bleibt abzuwarten.
Das Kreisdiagramm unten veranschaulicht den Anteil der CO2-Quellen in 2003.
Alle Daten zusammen  => Datentabelle.
  
Infografik: Die 30 klimaschädlichsten Kraftwerke Deutschlands / Infoseite beim WWF Infografik: Die 30 klimaschädlichsten Kraftwerke Deutschlands
Der WWF (Worldwide Fund for Nature) bietet auf einer Infoseite eine Landkarte, in der die klimaschädlichsten Kraftwerke in Deutschland eingetragen sind. Zusätzlich können Szenarien für Kohle in 2030 und Gas in 2050 sowie Emissions-Statistiken zu den klimaschädlichsten deutschen Kraftwerken abgerufen werden.
Weitere Infos/ Daten: WWF-Presseinformation vom 4.10.05

=>Lexikon:  Treibhausgase  Treibhauseffekt  fossile Energien
   
  
   

Treibhausgas-Emissionen in Deutschland nach Branchen / Sektoren

Globus 0582-07.04.06
CO2-Bilanz Deutschlands 2004; energie- u. prozessbedingte Kohlendioxid-Emissionen 1995 bis 2005 / Infografik Globus 0582 vom 07.04.06
Bezug/Großansicht 
Alle Daten der Infografik: 
=> Datentabellen

   CO2-Emissionen 2004: Sektoren-Anteile in %
prozessbedingt:
9,0
energiebedingt:
     darunter:
91,0
          Kraftwerke u.Ä.
 43,2
 
Verkehr
18,9
Haushalte
13,1
Industrie
9,2
Gewerbe, Handel, Dienstleistung
6,6
Infografik: Treibhausgase durch Verkehr1990 bis 2007; Großansicht [FR] FR-Infografik: Treibhausgase (THG) im Straßenverkehr Deutschlands
Angaben in Millionen Tonnen (Mt) CO2-Äquivalenten ohne CO2 aus Forstwirtschaft

Der THG-Ausstoß stieg von 152,2 Mt in 1990 auf einen Hochwert von 177,0 Mt in 1999 und sank dann kontinuierlich auf 145,3 Mt im Jahr 2007, vor allem wegen effektiverer Motoren.       Daten aus: FR-Infografik; Quelle: Umweltbundesamt (UBA)   

Die Grafik ist eingebettet im Artikel: Autoindustrie und Klimaschutz [FR, 08.12.09, S3, nur in der Printausgabe bzw. 1 Monat im Epaper]
  
Hinweis: Der gesamte THG-Ausstoß Deutschlands 2007 betrug 956 Mt, der Anteil des Verkehrs war also 145,3 Mt/ 956 Mt = 15,2 %.
  

CO2-Emissionen
Infografik: Die Klimasünder. CO2-Emissionen in Deutschland: 1990/ 2001
Großansicht [DIE ZEIT]


nachhaltige Energieversorung

weitere Daten/ Statistiken

Infografik: Die Klimasünder. CO2-Emissionen in Deutschland 1990/ 2001
Die ZEIT-Grafik vergleicht die CO2-Emissionen 2001 und 1990, dem Referenzjahr des Kyoto-Protokolls, das für die Industriestaaten bis 2012 eine CO2-Reduktion um 5,2% im Vergleich zu 1990 fordert. Neben den Gesamtemissionen zeigt die Grafik die Verteilung auf diese Bereiche: Energieerzeugung/- umwandlung; Industrie; Verkehr; Haushalte; Gewerbe/ Handel/ Dienstleistungen.
Die Grafik (Format: 10x5,5cm) ist eingebettet im ZEIT-Artikel "Was kostet die Luft" von Fritz Vorholz [ZEIT, 29/10.7.03]
Die Grafik zeigt, dass die Energieerzeugung- und Umwandlung mit Abstand der größte CO2-Verursacher ist. Der Hauptgrund ist der immer noch hohe Anteil fossiler Energien an der Stromerzeugung: ca. 62 %. Allein dieser Anteil verursacht ca. 40% der gesamten CO2-Emissionen und ist damit ihr Hauptverursacher. Eine nachhaltige Energieversorgung muss also die Stromgewinnung aus fossilen Energien verringern durch mehr Energiesparen und Steigerung der Energieeffizienz sowie dem Ausbau Erneuerbarer Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung.
Investitionen zur Reduktion des Wärmeverbrauchs (z.B. Wärmedämmung) oder zum Stromsparen (z.B. elektronisch geregelte Elektromotoren, Energiespar-lampen) sind oft hocheffizient bei der CO2-Reduktion und gleichzeitig betriebswirtschaflich hochrentabel, eine ideale Win-Win-Strategie. Laut Berechnungen des Wuppertal Instituts könnte in Deutschland 1/4 des Stroms ohne Komfortverlust allein durch technische Maßnahmen eingespart werden.
  
       

Treibhausgas-Emissionen in Deutschland:  Reduktionspotenzial


CO2-Reduktion
1990 - 2020

Großansicht: S. 17 (2/6)


CO2-Minderungspotenzial
energiepolitischer Maßnahmen

Großansicht: S. 21 (6/6)
 
Zehn-Punkte-Plan für eine nachhaltige Energiepolitik

Claudia Kemfert (DIW) meint, dass auch bei mehr Energiesparen und erhöhter Energieeffizienz der Ausbau Erneuerbare Energien bis 2020 für die Stromerzeugung nicht ausreichen werde und daher auf Kohlekraftwerke zunächst nicht verzichtet werden könne. Um Zeit zu gewinnen, die Erneuerbaren Energien auszubauen und die CO2- Sequestrierung (CCS-Technologie) besser zu erforschen und praxisfähig zu machen, schlägt sie eine Verängerung der AKW-Laufzeiten um 10 bis 15 Jahre vor.
Zehn-Punkte-Plan, vorgestellt in der Zeitschrift GAIA :
1. Wettbewerb auf den Energiemärkten fördern
2. Gas- und Ölpreis entkoppeln
3. Erneuerbare Energien und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen fördern
4. CCS-Technologie erforschen
5. Handel mit CO2-Emissionsrechten effizienter gestalten
6. CO2-Emissionsminderungsziele erhöhen
7. Strompreis kontrollieren
8. Laufzeit der Kernkraftwerke verlängern
9. Forschungs- und Entwicklungsausgaben erhöhen
10. Verschiedene Instrumente kombinieren.
  Dokument: Zehn-Punkte-Plan [pdf, oekom.de]
   
=> Energiemix / nachhaltige Energieversorgung     Treibhausgase
     Energiesparen   Energieeffizienz   Erneuerbare Energien 
     
CO2- Sequestrierung    Kraft-Wärme-Kopplung   Emissionshandel
   
  
Foliensammlung: Energie- und Klimaschutzsituation in Deutschland / Wirtschaftsministerium Baden-Württembergs
Foliensammlung: Download
[Wirtschaftsministerium
Baden-Württemberg
]

Foliensammlung: Energie- und Klimaschutzsituation in Deutschland
Das Wirtschaftsministerium Baden-Württembergs bietet eine Sammlung von ca. 14 Folien mit Daten, Statistiken, Infografiken zum Klimaschutz in Deutschland zum kostenlosen Download (pdf, 319 KB an. Die Sammlung wurde am 7.11.04 abgeschlossen. Die Daten beziehen sich meist auf den Zeitraum bis 2000, 2001, 2002, Prognosen reichen bis 2012, dem Ende der 1.Verpflichtungsphase des Kyoto-Protokolls. Themen u.a.: Energieverbrauch, Klimaschutzmaßnahmen, Treibhausgase, Besteuerung von Energieträgern.

=> Lexikon: Treibhausgase   Emissionshandel    Energieeffizienz,
                    Erneuerbare Energien,   fossile Energien 
=> Themen:
Kyoto-Protokoll  <  Klima 
  

    

Treibhausgas-Bilanzen: Stromerzeugung, Kraftwerke,   Heizung

CO2-Bilanz der
Stromerzeugungsarten

(ausgewählte Beispiele)

Daten aus:
GEMIS-Datenbank
zitiert aus dem Artikel:
"Atomkraft bietet sich nur scheinbar zur Klimarettung an"
[FR, 31.7.04, online bis 13.8.04]

Soviel Gramm CO2 verursacht die Erzeugung von 1 Kilowattstunde (kWh) Strom
    (bewertet in einer vergleichenden Öko-Bilanz gemäß GEMIS-Datenbank)

Energieart
(1)
(2)
Strommix insgesamt
600,0
600,0
Atomstrom (ohne Entsorgung)
31,4
31,4
hocheffizientes Erdgas-Blockheizkraftwerk (BHKW, s.Hinweis)
29,3
28,9
Windkraft
18,6
18,5
Holzenergie
11,5
11,5
 (1) Gramm CO2: Daten aus GEMIS Version 4.1x (aus: FR, 31.7.04)
 (2) Gramm CO2: Daten aus GEMIS Version 4.2   (Stand: 1.12.05)

Hinweis: Der BHKW-Wert ist erstaunlich gering, was hauptsächlich an der CO2-Gutschrift liegt: siehe Berechnungsbeispiele [18]
  
CO2-Intensität
modernster fossiler
Wärmekraftwerke
Kraftwerkstyp
Gramm CO2/kWh
Steinkohlekraftwerk
45 %
740
Braunkohlekraftwerk
43 %
950
58 %
340
Daten aus: taz 31.08.06

  
CO2-Bilanz von
Heizungsvarianten
Energieträger
g CO2/ kWh
Strom
638,9
Heizöl
309,1
Erdgas
228,0
Pellets
62,4
  

  
Datenquelle: GEMIS 4.14,
Stand Sep. 2002,
zitiert aus: gasag.de 
        

Treibhausgas-Bilanz von Verkehrsträgern

Infografik: Treibhausgase durch Verkehr: Zunahme von 1990 bis 2003; Großansicht [FR]
Großansicht [FR]
Infografik: Treibhausgase durch Verkehr
Zunahme der Emissionen von 1990 bis 2003 in % in ausgewählten Ländern:
Deutschland 5, Schweiz 8, Polen 16, Frankreich 20, EU15 24; Dänemark 25;
Italien 25; Belgien 30; Niederlande 31; Österreich 82;
Daten aus: FR-Infografik   Quelle: EEA siehe übernächsten Abschnitt
  
Die Grafik ist eingebettet in den Artikel: " Umweltbericht: Dicke Luft kostet Hunderttausende das Leben" [FR, 05.04.06, 14 Tage online]

  

Verkehrsträger im
Treibhausgas-Vergleich




www.atmosfair.de

Treibhausgase im Umfang von umgerechnet jährlich 3 Tonnen CO2 pro Mensch im Durchschnitt weltweit könnte das Klimasystem in etwa verkraften, so die Schätzung von Klimaforschern. Etwa 1 von 3 Tonnen CO2 stehen pro Kopf für Mobilität bereit; das reicht aber nur für alternativ 3000/ 7000/ 17000 Kilometer per Flugzeug/ PKW / Bahn. [Quelle: atmosfair]    
Aus den Durchschnittswerte bei atmosfair ergeben sich folgende Werte in Gramm CO2 pro Kilometer und pro Person:  Flugzeug 333;  PKW 143;  Bahn 59.
Diese Daten stimmen bei PKW und Bahn in etwa mit denen der folgenden FR-Infografik überein, weichen aber beim Flugzeug um mehr als den Faktor 2 von einander ab. Die Ursache dafür konnte bisher nicht geklärt werden.
Möglicher Grund: Bei atmosfair wird die Treibhauswirkung in CO2-Äquivalenten angegeben, in der folgenden Infografik nur der reine CO2-Ausstoß. Treibhausgase bei Flugzeugen, ausgestoßen in der oberen Atmosphäre, sind jedoch bis zu 4 mal so treibhauswirksam wie in Bodennähe.

  

Flugreisen 
Bei Flugreisen variiert der CO2-Ausstoß pro Kilometer stark, weil z.B. Starts viel Treibstoff verbrauchen und dadurch bei Kurzstrecken pro km mehr Treibhausgase entstehen. Bei Langstreckenflüge wird zwar pro km weniger Treibstoff verbraucht, aber die Abgase in großen Höhen (Flughöhe von Fernflügen: 9 bis 13 km ) sind bis zu 4 mal so klimaschädlich.
Beispiel 1: Düsseldorf <-> Berlin : 300 kg CO2 auf 940 km = 319 g CO2 / km
Beispiel 2: Düsseldorf <-> Mallorca: 720 kg CO2 / 2670 km = 270 g CO2/ km
Beispiel 3: Düsseldorf <-> Tokio: 6800 kg CO2 / 18650 km = 365 g CO2/ km
Quelle: CO2-Ausstoß: atmosfair    Entfernung:  Globetrotter  / Zugriff am 28.02.07 
 
Laut [2] entstehen im Durchschnitt über 8 Mio Flugkilometer 4000 Tonnen CO2, also pro Flugkilometer 500 g CO2. Angesichts obiger Beispiele scheint der UBA-Wert von 157 g CO2 in der folgenden Infografik um etwa den Faktor 2 zu klein zu sein.    
  
Infografik: CO2-Bilanz von Verkehrsträgern; Großansicht [FR]
Großansicht 14 Tage [FR]
Infografik: CO2-Bilanz von Verkehrsträgern
CO2-Emissionen in Gramm pro km und pro Person,
jeweils bei durchschnittlicher Auslastung:
  Flugzeug 157*,  PKW 147, Eisenbahn (Nahverkehr) 100;   Linienbus 78;
  Straßenbahn 73;  Eisenbahn (Fernverkehr) 54;   Reisebus 33.
Quelle: UBA    * Wert scheint unrealistisch klein, siehe: Flugreisen. Wird noch geklärt.
Die Grafik ist eingebettet in den Artikel: "Verkehrte Politik. Eine zukunftsfähige Verkehrspolitik vermisst der Bundesverband der Verbraucherzentralen"
[FR, 20.02.07, 14 Tage online]
    
Infografik: CO2-Emissionen von Flugreisen; Großansicht [FR]
Großansicht [FR]
Infografik: CO2-Emissionen von Flugreisen
CO2-Emissionen von Flugreisen ab Frankfurt a.M. (hin + zurück) in kg CO2/ Passagier.
 
Sydney 12460; Tokio 6820; Rio de Janeiro 6800; Bangkok 6500; Johannesburg 6340; Peking 5380; New York 4000; Antalya 1240; London 400.
 
Zum Vergleich: CO2-Jahresproduktion in kg CO2:
  Kühlschrank 100; Mensch in Indien 900; 12.000 km Mittelklasse-PKW: 2000
  
Quelle: www.atmosfair.de 
 
Die Grafik ist eingebettet in den Artikel: Die Grünen kämpfen um den Platz in der ersten Reihe [FR, 06.03.07, 14 Tage online]
 

Treibhausgas-Bilanz von Autos


Umrechnung
  
CO2-Ausstoß beim Verbrennung von Treibstoffen
Treibstoffart
Mengen-
Einheit
CO2-Ausstoß
in kg
Benzin
1 Liter
2,33
Diesel
1 Liter
2,64
Benzin
1 kg
3,14
Erdgas
1 kg
2,75
  Da Erdgas einen um 16 % höheren Energiegehalt als Benzin hat, senkt es den CO2-Ausstoß im Vergleich zu Benzin um 24,5 % *, die Verbreitung von Erdgas-Autos würde den CO2-Ausstoß erheblich reduzieren.
* 2,75/1,16) / 3,14 = 0,755 =
  100 % - 24,5 %.
    
Infografik: CO2-Ausstoß von Neuwagen in Europa; Großansicht [FR]
Großansicht 14 Tage [FR]
Infografik: CO2-Ausstoß von Neuwagen in Europa
im Jahr 2006 in Gramm CO2 pro Kilometer (g/km):
Porsche 297, Land Rover 253, Chrysler 241, Jaguar 208, Saab 193, Volvo 191, BMW 192, Mercedes-Benz 186, Alfa Romeo 184, Audi 179, VW 161, Opel/Vauxhall 157, Peugeot 154, Skoda 153, Seat 152, Chevrolet 150, Renault 149, Lancia 148, Citroen 145, Fiat 140, smart 116.
Nach Konzernen (Zielwert für 2008 gemäß Selbstverpflichtung: 140 g/km):
Porsche 297,0; BMW 190,1; Daimler-Chrysler 183,6; Ford 165,1;
Volkswagen 162,5; Durchschnitt: 161,4; General Motors 158,3;
Renauld-Dacia 152,0; PSA 149,9; Fiat 146,4.
Die Grafik ist eingebettet in den Artikel: Schwer, stark, viel zu durstig.
[FR, 24.01.07, 14 Tage online]
    
AFP20070206-DE01
Infografik: CO2-Ausstoß von Neuwagen in Europa; Großansicht [FR]
Großansicht:
online nicht verfügbar
abgedruckt in:
taz 7.2.07, S.2

 
 
Die zehn sparsamsten Benziner
Leistung
Verbrauch
CO2-Ausstoß
kW
 l/100 km
g/km
Toyota Prius Hybrid
57
4,3
104
Citroen C1 1,0
50
4,6
109
Peugeot 107 Lim 70
50
4,6
109
Honda Civic Hybrid
70
4,6
109
Toyota Aygo 1,0 VVT-i
50
4,6
109
Daihatsu Cuore 1,0
43
4,8
114
Daihatsu Trevis 1,0
43
4,8
114
Renauld Twingo 1,2 16V Eco Quickshift
43
4,9
118
Daihatsu Sirion 1,0
51
5,0
118
smart roadster 45 kW
45
5,0
119
   
ZEIT-Grafik 10/1.3.07
Infografik: CO2-Ausstoß von Neuwagen in Europa; Großansicht [FR]
Großansicht:
online nicht verfügbar
abgedruckt in:
ZEIT 10/1.3.07, S.17

 
 
Spritsparer / Spritfresser
Leistung
Verbrauch
CO2-Ausstoß
kW
 l/100 km
g/km
VW Lupo 3L TDI
45
3,0
81
Smart Fortwo cdi
33
3,4
88
VW Polo Blue Motion
77
4,1
108
Citroen C1 HDI 55
40
4,1
109
Toyota Aygo 1,0 VVT-i
50
4,6
109
Ford Ka
51
6,5
150
Dacia Super Logan 1,4
55
6,9
166
Porscho 911 Turbo
353
12,8
307
Mercedes S 600
380
14,3
340
Maybach 62 S
450
16,2
391
   
Infografik: CO2-Emissionen von PKW; Großansicht [FR]
Großansicht 14 Tage [FR]
Infografik: CO2-Emissionen von Neuwagen europäischer PKW-Hersteller
Die Kurve zeigt Prognosen für den CO2-Ausstoß von PKW-Neuwagen in der EU von 2005 bis 2012 in Gramm pro Kilometer (g/km): Danach sinken die Emissionen von 161 in 2005 langsam auf 148 in 2012. Während sich die Industrie selbst auf 140 verpflichtet hat, plant die EU 120 als neuen Grenzwert.
Die Grafik ist eingebettet in den Artikel: "Autoindustrie versagt beim Klimaschutz. Selbst gestecktes Ziel nicht erreicht / Fahrzeuge verbrauchen zu viel"
[FR, 18.02.06, 14 Tage online]
=> Treibhausgase
=> Klima  > Daten/Infografiken   
  
Report: Emissionsverhalten von SUV (Sport Utility Vehicles)
Das österreichische Umweltbundesamt hat die Spritverbrauchswerte und Schadstoffemissionen großer Geländewagen, sog. Sports Utility Vehicles (SUV), ermittelt. Bei gleichem Fahrverhalten verbrauchen sie bis zu 115 % mehr Kraftstoff als durchschnittliche Pkw und emittieren bis zu 100 % mehr Stickoxid (NO2). Bei Autobahntempo könne der NO2-Ausstoß weit über dem Niveau moderner Euro 5-Sattelfahrzeuge liegen.  Studie: Download (947 KB)
    

CO2-Reduktion durch Tempolimit auf Autobahnen

Rund 1/3 aller PKW-Kilometer in Deutschland entfallen auf die Autobahnen mit einer Gesamtlänge von rund 12000 km, darunter 53 % bisher ohne Tempolimit.

 
Der CO2-Ausstoß hängt stark von der Geschwindigkeit ab, er wächst schnell an vor allem im Bereich oberhalb von 100 km/h, wie er typisch ist für Autobahnen. Z.B. emittiert ein großer Diesel-PKW schon bei 120 km/h mehr als 200 g CO2/km, bei 145 km/h sind es bereits über 300 g CO2/km, eine Steigerung um 50 %. [5]
Leider liegen keine aktuellen Studien für Deutschland darüber vor, welche CO2-Reduktion ein generelles Tempolimit z.B. von 120 km/h auf Autobahnen bringen würde. Die letzte umfassende UBA-Studie dazu stammt aus dem Jahr 1996. [7]

Laut einer aktuellen Studie der Verkehrswissenschaftlerin Jillian Anable (Uni Aberdeen, Schottland) ließe sich in England bei einem generellen Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen über 5 %  der gesamten Emissionen durch den Verkehr einsparen bzw. 3 %  bei konsequenter Beachtung des seit Jahren in Großbritannien geltenden Tempolimits von 115 km/h.
In Deutschland wäre die CO2-Reduktion deutlich größer, weil hier aufgrund fehlenden allgemeinen Tempolimits viel häufiger CO2-intensiv beschleunigt/ abgebremst und vielerorts deutlich schneller gefahren wird als in England. [5]  Das Umweltbundesamt (UBA) schätzt in seiner Studie von 1996, dass die CO2-Emissionen bei Autobahnfahrten um 9 % durch Tempolimit 120 km/h reduziert werden, selbst bei Tempolimit 130 km/h werden noch 3% CO2 eingespart. [6]   [7]
Ein Tempolimit hätte darüber hinaus noch CO2-reduzierende Folgeeffekte: Die Autos müssten nicht mehr auf Hochgeschwindigkeit hin ausgelegt werden, könnten also leichter gebaut werden, was schon bei der Herstellung durch verminderten Materialverbrauch und Energieaufwand 20% bis 30% CO2 einsparen würde. [7]
Gegenüber der "Berliner Zeitung" schätzt UBA-Chef Prof. Andreas Troge die CO2-Reduktion durch Tempolimit 120 km/h insgesamt auf 10% bis 30%. [8]    
Im Verkehrsbereich gilt ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen als günstigste Maßnahme zur schnellen Reduktion von Treibhausgasen.  
  
  
Treibhausgas-Bilanz: Bio-Treibstoffe


problematische
Treibhausbilanz

 
Laut einer aktuellen Studie eines Wissenschaftlerteams um den Nobelpreisträger Paul Crutzen verursacht alternativer Treibstoff aus Energiepflanzen (z.B. Raps, Mais, Zuckerrohr) bei nichtnachhaltigem Anbau mehr Treibhausgase als Benzin, wobei die Hauptursache für die negative Klimabilanz der Einsatz von Kunstdünger ist.
Faktor (soviel mal mehr Treibhausgase entstehen als eingespart werden):
Raps: bis zu 1,7;   Mais: 0,9 bis 1,5;  Zuckerrohr: 0,5 bis 0,9.
Die Treibhausgasbilanzen des Crutzen-Teams sind allerdings noch umstritten.
[10]  
  
     

Treibhausgas-Bilanz: Computer / Internet


David Douglas, Manager beim kalifornischen IT-Konzern Sun Microsystems, schätzt, dass der CO2-Ausstoß aller Server weltweit derzeit bis zu 1 Mrd. Tonnen CO2 betragen könnte. [9]    Zum Vergleich: Der energiebedingte CO2-Ausstoß weltweit betrug 2004 rund 27,5 Mrd. Tonnen CO2.

Eine Abfrage bei der Suchmaschine Google verursacht 7 g CO2. Die weltweite Nutzung von Computer und Internet verursacht mehr Treibhausgase als der Flugverkehr. [17]

    

Treibhausgas-Bilanz: Landwirtschaft / Ernährung

  Globale Emissionen verschiedener Landwirtschaftszweige: Infografik bei tagesschau.de

Infografik: Globale Emissionen verschiedener Landwirtschaftszweige
Rund 14 % der weltweiten Treibhausgas-Emissionen stammen aus der Landwirtschaft. Wird außerdem noch die veränderte Landnutzung einbezogen, z.B. die Abholzung tropischer Wälder für Acker- und Weideland, erhöht sich der Anteil der Landwirtschaft sogar auf rund 33 %.
Anteile der Landwirtschaftszweige am Gesamtausstoß der Landwirtschaft, berechnet über die CO2-Äquivalente von Methan (CH4), Lachgas (N2O) und Stickstoffmonoxid NO:    Böden (N2O): 40;     Verdauung der Wiederkäuer (z.B. Rinder, Schafe, Ziegen) (CH4): 27;     Reis (CH4): 10;     Energieverbrauch (CO2): 9;
Düngung
(CH4): 7;     Sonstige (CH4, NO): 6.   (Summe: 99)
  
Daten aus Grafik in: Kühe als Klimasünder [tagesschau 15.12.09]
Quelle: Baumert 2005.
   

  Klimabilanz verschiedener Lebensmittel: Infografik bei tagesschau.de

Infografik: Klimabilanz verschiedener Lebensmittel
Angaben in Gramm (g) CO2-Äquivalent pro kg Lebensmittel:
 
Butter 23500; Rindfleisch 13300; Pommes Frites (Tiefkühl) 5670; Reis 4130; Geflügelfleisch 3490; Eier 2570; Milch 940; Brot 720; Tomaten 310; Kartoffeln 200.
  
Daten aus Grafik in: Kühe als Klimasünder [tagesschau 15.12.09] Quelle: GEMIS
   

      1 kg Rindfleisch =
40 kg CO2 =
250 km PKW-Fahrt

  Akifumi Ogino (Nationales Forschungsinstitut für Landwirtschaft in Tsukuba, Japan) und seine Kollegen haben eine Treibhausgasbilanz der Rinderhaltung in Japan von der Geburt bis zur Schlachtung erstellt: die Erzeugung von 1 kg Rindfleisch verursacht eine Treibhausgaswirkung, die der von rund 36 kg CO2 entspricht. Dabei ist der Transport von Fleisch noch nicht einbezogen, d.h. die gesamte Bilanz fällt noch ungünstiger aus, rund 40 kg CO2, soviel wie ein durchschnittlicher EU-PKW (160 g CO2/km) auf 250 km ausstößt.
Ein Großteil der Treibhausgaswirkung der Fleischproduktion wird vom Methan (CH4) verursacht, das beim Zersetzen organischer Stoffe entsteht, z.B. in den Mägen von Wiederkäuern (Kühe, Schafe), in Gülle, in Sümpfen, Mooren und im Reisanbau. Methan ist 23 mal so klimawirksam wie CO2, der anthropogene Treibhauseffekt beruht zu etwa 20 % auf der Methankonzentration in der Atmosphäre, die sich seit 1900 in etwa verdoppelt hat. [15]   [16]  
   
         

Klimaschutz-Politik / CO2-Reduktion / Kyoto-Protokoll

  umfangreiche Hintergrund-Infos in der Extraseite:
  => Kyoto-Protokoll
   
Sind die Reduktionsziele des Kyoto-Protokolls noch erreichbar? Deutschland soll laut Zielvorgabe des Kyoto-Protokolls seine Treibhausgase im Durchschnitt der Jahre 2008-2012 (1.Verpflichtungsphase des Kyoto-Protokolls) um 21 % im Vergleich zu 1990 reduzieren. Dieses Reduktionsziel wurde erstmals 2007 erreicht (-> Globus-2515).
Für viele andere westliche Industriestaaten zeichnet sich eine deutliche Zielverfehlung ab (-> Globus-
1771)
  
Weitere Infos: Kyoto-Protokoll > Zielerreichung
  
      

CO2-Reduktion: Emissionshandel

Im Kyoto-Protokoll sind Mechanismen und Verfahren zur Reduktion der Treibhausgase vorgesehen, u.a. der Handel mit Emissionsrechten, über dessen Volumen in der EU die folgende Grafik informiert.
Hintergrund-Infos im Lexikonbeitrag zum  Emissionshandel
  
Globus 1309-13.04.2007
Europas CO2-Bilanz, CO2-Emissionen in der EU/ Emissionshandel / Infografik Globus 1309 vom 13.04.2007
Bezug/Großansicht
vorübergehend in der
Globus-Galerie

  
Infografik: Europas CO2-Bilanz 2006
Den Unternehmen, die am Emissionshandel in der EU teilnehmen, wurden im Jahr 2006 Emissionszertifikate für den Ausstoß von 1865 Millionen Tonnen (Mt) CO2 zugeteilt, wovon nur 1835 Mt genutzt wurden. Der Überschuss verursachte einen Preisverfall der Zertifikate von knapp 30 € im April 2006 auf zeitweise nur noch 0,80 € im April 2007.
Die  =>Datentabelle  listet jene CO2-Emissionen in 22 EU-Ländern, die am EU-weiten Emissionshandel teilnehmen.   
Daten aus: Globus 1309;   Quelle: EU-Kommission     
=> Treibhausgase   Emissionshandel   Nationaler Allokationsplan  
=> Klima  >  Treibhausgase: Daten/Statistiken/ Infografiken  

  
Globus 0681-26.05.2006
CO2-Emissionen der EU 25 Länder 2005; Vergleich mit zugeteilten Emissionsrechten / Infografik Globus 0681 vom 26.05.2006
Bezug/Großansicht
vorübergehend in der
Globus-Galerie

  
Infografik: Dicke Luft im Überfluss
In den Emissionshandel einbezogene CO2-Emissionen der EU 25 Länder 2005,
in Mio Tonnen (Mt): insgesamt: 1785 Mt.
Deutschland (Rang 1) stößt mit 473,7 Mt fast doppelt soviel CO2 aus wie Großbritannien (Rang 2) mit 242,4 Mt. Italien mit 215,4 Mt liegt auf Rang 3. Die letzten Plätze in der Rangfolge belegen Slowenien (8,7 Mt), Litauen (6,6 Mt) und Lettland (2,9 Mt). Für Luxemburg, Malta, Polen und Zypern liegen keine Daten vor.
Im rechten Teil der Grafik wird notiert, um wieviel % das jeweilige Land seine ihm Rahmen des EU-weiten Emissionshandels zugeteilten Emissionsrechte unter- oder überschritten hat. Deutschland z.B. hat die zugeteilten Emissionsrechte um 4,3 % unterschritten. Bei den Berechnungen wertete die EU-Kommission die Daten von rund 9400 Unternehmen aus, die am EU-weiten Emissionshandel teilnehmen.    
Alle Daten/ Zahlen   => Datentabelle
Daten aus: Globus 0681;    Stand: 2005;    Quelle: EU-Kommission     
=> Treibhauseffekt  > Treibhausgase    
=> Emissionshandel   Nationaler Allokationsplan (NAP)  
  
   
      

CO2-Abscheidung und Lagerung / Sequestrierung

  Globus 0706-09.06.2006
Braunkohlekraftwerk mit CO2-Abscheidung und Lagerung; Schwarze Pumpe (Lausitz) / Infografik Globus 0706 vom 09.06.2006
Bezug/Großansicht

  
Infografik: Kraftwerk "ohne" CO2-Emissionen
Der Energieversorger Vattenfall will beim Braunkohlekraftwerk "Schwarze Pumpe" (Lausitz) eine Pilotanlage zur CO2-Abscheidung und Endlagerung in Betrieb nehmen. Die Grafik informiert über die Grundpinzipien einer CO2-Prozessanlage, mit der das CO2 aus der Kohleverbrennung abgeschieden, verflüssigt und bis zum unterirdischen Endlager (ausgedientes Öl-/Gasfeld oder Salzstock) transportiert wird.
Die einmontierte Detailgrafik zeigt die einzelnen Prozessstufen der CO2-Abscheidung im Oxyfuel-Verfahren, beim dem das CO2 nach der Abscheidung durch hohen Druck verflüssigt wird.    
Quelle: Vattenfall    
=> CO2-Sequestrierung   => CCS-Technologien  
 
   
 
 
Daten/Statistiken/Infografiken: Aktuelles   (die jüngsten Datensätze)
Solarstrom-DE-2015
Solarstrom-DE-2015: Globus Infografik 11198/ 18.08.2016
18.08.16   (794)
dpa-Globus 11198: Strom aus Sonnenenergie
Ende 2015 waren in Deutschland 1,53 Millionen Solaranlagen mit einer Leistung von zusammen 39.700 Megawattpeak* (MWp) installiert. Die jährlich neu installierte Leistung (MWp) stieg von 45 im Jahr 2000 steil an auf das Allzeithoch 7600 im Jahr 2012. Danach fiel sie stark ab auf 1460 im Jahr 2015.
Der von Solaranlagen erzeugte Strom stieg von 64 Gigawattstunden (GWh) 2000 auf 38.000 GWh 2015 (6 % der Bruttostromerzeugung). Zuletzt wurden durch Solarstrom 26 Millionen Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) eingespart.
* maximal mögliche Leistung

Quelle:  Bundesverband Solarwirtschaft     Infografik-Großansicht  

| Solarenergie | Ökostrom | EW-Strom | Treibhausgase |
Treibhausgasemissionen
EU-2014
THG-Emissionen-EU-2014: Globus Infografik 11097/ 01.07.2016
01.07.16   (779)
dpa-Globus 11097: Treibhausgas-Emissionen in der EU 2014
Von 1990* bis 2014 sind die Emissionen von Treibhausgasen (THG**) in der EU-28 um 24,4 % auf 4.282 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten (Mt CO2e) gesunken. In den elf Länder mit der stärksten THG-Reduktion [LT -60 %; LV -57; RO -56; EE -47; SK -46; BG -45; HU -39; CZ -37; GB -34HR -30; DE -28] resultiert der Rückgang (bis auf GB) hauptsächlich aus dem starken Einbruch der Wirtschaft infolge des Umbruchs in der damaligen Sowjetunion ab 1989, auch in  DE (ehemalige DDR). Nur in GB beruht die starke Reduktion auf bewußter Energiepolitik: weg von Kohle hin zu Gas. Ab etwa 2000 trugen milde Winter nennenswert zur THG-Reduktion bei, weniger allerdings eine Enerigewende. Z.B blieb in DE trotz Ausbau von Wind- und Solarenergie der CO2-Ausstoß aus Kohleverstromung hoch. Fünf Staaten haben den THG-Ausstoß sogar ausgeweitet (%): MT 49; CY 48; ES 15; PT 6; IE 4.
Einen Ausstoß über 100 Mt haben 11 Staaten: DE 900; GB 524; FR 459; IT 419; PL 380; ES 329; NL 187; CZ 126; BE 114; RO 110; GR 101; zusammen 85 % aller EU-Emissionen. xls-Tabelle
Der THG-Ausstoß pro Kopf beträgt im EU-Durchschnitt 8,4 t CO2e; mit dem 2°C-Ziel verträglich sind nur 2,5 Tonnen. Den höchsten Ausstoß pro Kopf haben LU 19,4 t CO2;  EE 16,0;  IE 12,6;  CZ 12,0;  DE 11,1; den niedrigsten HU 5,8;  HR 5,8;  LV 5,7;  SE 5,6;  RO 5,5. Tabellenansicht xls-Tabelle
* Bezugsjahr des Kyoto-Protokolls, ** engl.: Greenhouse Gases (GHG)
 
Quelle: EEA    Infografik-Bezug   Tabelle/ Infos     xls-Tabelle

| Treibhausgase | Treibhauseffekt | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle |
Treibhausgase-Verkehr
DE-2014
Treibhausgase-Verkehr-DE-2014: Globus Infografik 10972/ 29.04.2016
29.04.16   (723)
dpa-Globus 10972: So schadet der Verkehr dem Klima
Bei der Berechnung der Emission von Treibhausgasen (THG) bei Verkehrsmitteln im Jahr 2014 hat das UBA den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Distickstoffoxid (N2O) einbezogen und eine durchschnittlicher Auslastung der Verkehrsträger angesetzt (in Gramm CO2e): Flugzeug 211; PKW 142; Linienbus 76; Straßen-, Stadt- u. U-Bahn 71; Eisenbahn (Nahverkehr) 67; Eisenbahn (Fernverkehr) 41; Reisebus 32. Tabellenansicht
Hinweis: Der Emissionswert beim Flugzeug erscheint im Vergleich z.B. zu atmosfair (über 300 g CO2e) viel zu niedrig (s. ergänzende Infos)

Quelle: Umweltbundesamt       Infografik-Bezug     Tabelle/ Infos

| Treibhausgase | Treibhauseffekt | Klimaerwärmung | Mobilität/Verkehr | Chemikalien |
Daten/Statistiken/Infografiken: Archiv   (jahrgangsweise chronologisch)
Jahrgang:  2006  2007  2008  2009  2010  2011  2012  2013  2014  2015  2016 
     

ältere Statistiken: vor 2004

CO2-Emissionen

Die deutsche CO2-Bilanz: 1990 bis 2004; CO2-Quellen 2003
Die zehn größten (TopTen) CO2-Sünder im Jahr 2003  

CO2-Emissionen 2002: absolut / pro Kopf;  in ausgewählten Ländern
Die zehn größten (Top Ten) CO2-Sünder im Jahr 2002  
CO2-Emissionen 2002 in Deutschland: Verursacher, Änderung zu 1990
CO2-Emissionen 2002 in der EU / Veränderung gegenüber 2001

CO2-Entwicklung 1990-2001: USA, EU, Russland/Ukraine, Japan
CO2-Bilanz Deutschland 1990-2001, Anteil der Energieträger 2001
CO2-Bilanz Deutschland 1990-2000, Verursacher 2000

Die zehn größten CO2-Emittenten (Industrieländer USA, China, ...)  1998
CO2-Emissionen in Deutschland 1998 , Verursacher

CO2-Bilanz in Deutschland 1990 - 1998, Ziel 2005, Verursacher 98

CO2-Emission in den Weltregionen: 1975 / 1995

CO2-Emission der Industrieländer 1997
  

Klimaerwärmung
Verursacher:

Infografik: Treibhauseffekt, Treibhausgase/ Anteil am Treibhauseffekt

Tabelle: ausgewählte Regionen weltweit: Anteile am weltweiten, energiebedingten CO2-Ausstoß in %
  
    
Ergänzende Hinweise
2,5 Tonnen CO2 pro Kopf pro Jahr

Bevölkerung bis 2050
Weltbevölkerung 1950 bis 2050

Großansicht
[DSW]

In seinem Sondergutachten 2009 leitet der WBGU aus dem 2 °C-Ziel ein globales CO2-Budget von 750 Mrd. Tonnen (Gt) CO2 für die 40 Jahre von 2010 bis 2050 ab. Um dieses Globalbudget auf den Pro-Kopf-Ausstoß in den einzelnen Jahren umzurechnen, ist die wachsende Weltbevölkerung zu beachten. Ein einfaches Modell des Bevölkerungswachstum ist ein lineares Wachstum von voraussichtlich 6,9 Mrd.(G) in 2010 auf prognostizierte 9,1 G in 2050 (mittleres UN-Szenario), das sind (6,9 G + 9,1 G)/2 = 8 G im Durchschnitt der Jahre, also ein CO2-Ausstoß pro Kopf pro Jahr von 750 Gt/ 8Gt/ 40 = 2,35 t.
Da das reale Bevölkerungswachstum jedoch in Form einer Kurve oberhalb der Geraden des linearen Wachstums verläuft, liegt die tatsächliche durchschnittliche Bevölkerung etwas über 8 G (= Flächeninhalt unter der Kurve/40) z.B. geschätzte 8,2 G, woraus sich ein Pro-Kopf-Ausstoß von ca. 2,31 t ergibt, also weniger als der in den Medien vielfach genannte Wert von 2,5 t. Dieser Wert wird jedoch auch von Prof. Schellnhuber in einer Überschlagsrechnung in einer Talkrunde bei Maybritt Illner am 03.12.09 wie folgt berechnet: Zum besseren Kopfrechnen ersetzt er die 750 Gt Globalbudget durch 800 Gt. Dann folgt: 800 Gt/ 8 G = 100 t pro Kopf für die gesamte Periode von 40 Jahren, also 100 t/ 40 Jahre = 2,5 t/Jahr.

Da der Zielwert 2,5 t pro Kopf inzwischen einige Verbreitung in den Debatten gefunden hat, wohl auch, weil er sich als 1/4 von 10 t gut merken lässt und man damit gut kopfrechnen kann, wird er auch in dieser Seite verwendet, etwas abweichend von der obigen Berechnung von 2,31 t.
     

2°C-Schwelle
für die Erhöhung der
globalen Durchschnitts-
temperatur
im Vergleich zum
vorindustriellem Zeitalter

Der Wert von 2° C hat sich über die Jahre als unter Klimaforschern weithin akzeptierter Schwellenwert etabliert: Verschiedene Klimasimulationen und Szenarien lassen es als hochwahrscheinlich erscheinen, dass bei Überschreiten dieser Schwelle das globale Klima "kippen" könnte, d.h. es  werden Prozesse des Klimawandels in Gang gesetzt, die irreversibel sind, also weder gestoppt noch durch menschliches Handeln nennenswert gemildert werden könnten.

 =>  Zwei-Grad-Celsius-Schwelle     Kipp-Punkte im Klimasystem 
     

450 ppm-Schwelle
für den CO2-Anteil
in der Atmosphäre

Da das Treibhausgas CO2 der Hauptverursacher des anthropogenen Treibhauseffekts ist, haben Wissenschaftler mit Klimasimulationen versucht, eine Schwelle für die CO2-Konzentration in der Atmosphäre festzulegen, die mit dem 2°C-Ziel verträglich ist: Die Ergebnisse schwanken zwischen 450 ppm [1] und 490 ppm  [10] , die EU legt die Schwelle mit 550 ppm  [10] noch höher an.
Derzeit beträgt die CO2-Konzentration 383 ppm, die Schwelle von 450 ppm würde nach aktuellen Prognosen um das Jahr 2020 erreicht [10] .

=>  Zwei-Grad-Celsius-Schwelle     Kipp-Punkte im Klimasystem 
    

      
 
zum Seitenanfang Anmerkungen
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Bei sich möglicherweise verändernden Quellen (Websites) wird das Datum des Zugriffs (Z TT.MM.JJ) notiert, ansonsten das interne Datum [TT.MM.JJ] der jeweiligen Quelle, sofern vorhanden.
  
[1] Stefan RahmstorfDer Kampf um 2 Grad Celsius [taz 18.11.05]
[2] Nick Reimer: Himmelweiter Wahnsinn. Die Politik erkennt langsam: Nicht das Auto sondern das Flugzeug müsste der eigentliche Klima-Buhmann sein. [taz 06.03.07]
[3] Joachim Wille: Deutsche Autos. Schwer, stark, viel zu durstig. [FR 24.01.07]
[4] Lutz Wicke: Sauber und gerecht. Das Kioto-Protokoll ist wichtig, aber es reicht bei weitem nicht, um die Klimakatastrophe zu verhindern. Deshalb brauchen wir möglichst bald einen weltweiten Emissionshandel [taz 11.11.06]   Kurzporträt: Lutz Wicke  
[5] Volker Mrasek:  Bremsen für die Umwelt. Experten streiten um CO2-Senkung per Tempolimit
[DLF 13.03.07]   Kurzporträt: Volker Mrasek [bpb.de]
[6]   Jochen Spengler: Fuß vom Gas für besseres Klima. UBA-Präsident Link zu externer Website Prof. Dr. Andreas Troge dringt auf Tempolimit.   [DLF 05.02.07]   
[7]   Vera Gaserow: "Tempolimit wäre Symbolpolitik". Bundesverkehrsministerium lehnt Geschwindigkeitsbeschränkungen auf deutschen Autobahnen ab.
[Frankfurter Rundschau, 13.03.07, Volltext 14 Tage online]  
[8] ADR-text: Umweltbundesamt fordert Tempolimit. Bei Tempolimit 120 km/h ließe sich der CO2-Ausstoß um 10 bis 30 % reduzieren, schätzt UBA-Chef Link zu externer Website Prof. Dr. Andreas Troge
[ARD-Videotext, 4.1.07, S. 538]
Der Videotext-Beitrag bezieht sich auf einen Bericht in der "Berliner Zeitung" vom 28.12.2006.
Volltext des Berichts mit der Aussage Troges [Berliner Zeitung]
[9] HANS GEORG SCHRÖTER : "Abfallprodukt" Umweltschutz: Viel Stromsparpotenzial in Rechenzentren und Büros.
[Frankfurter Rundschau, 20.03.07, Volltext 14 Tage online]   
[10] Monika Seynsche/ Volker Mrasek: "Warnung vor dem Sauna-Klima. Forscher stellen neue Modelle zur Klimaerwärmung vor.
[Deutschlandfunk 27.08.07]     Kurzporträt: Volker Mrasek [bpb.de]
[11] Julia Langensiepen: Sprit vom Acker hilft dem Klima nicht. Neue Studie sieht bei Agrosprit eine negative Klimabilanz. Hauptgrund sind Stickoxide, die beim Düngen entweichen, 
[die tageszeitung (taz) 28.9.07]
[12] Volker Mrasek: Treibhausgase bleiben Jahrtausende in der Luft. Der massive Ausstoß von Treibhausgasen wird das Klima der Erde viel länger und nachhaltiger erwärmen als allgemein bekannt.  
[Spiegel Online, 19.10.07]   Kurzporträt: Volker Mrasek [bpb.de]
[13] dpa: Weltmeere nehmen weniger CO2 auf. Eine neue Studie lässt die Schlussfolgerung zu, die Erderwärmung könnte weiter zunehmen.  
[NetZeitung, 20.10.07] 
[14] lub/dpa: CO2-Gehalt steigt schneller als erwartet. Neue Analysen zeigen, dass sich der Kohlendioxidanteil der Atmosphäre rascher erhöht als angenommen. Zu zwei Dritteln ist daran der Mensch schuld, glauben Forscher.
[Spiegel Online, 23.10.07]  
[15] Samiha Shafy: Kampf den Rülpsern. Ein Zürcher Forscher will Rindern und Schafen die Blähungen abgewöhnen, denn die Wiederkäuer tragen zur Erderwärmung bei.
[Spiegel Online, 29.06.07]  
[16] Nicole Basel: Rinder sind Klimaschweine. Landwirtschaft erzeugt weltweit 32 % der Klimagase. Das Einsparpotenzial ist riesig. (Zusammenfassung der Ergebnisse einer Studie von Harald von Witzke, Humboldt-Uni, Berlin)
[die tageszeitung (taz), 05.11.07]  
[17] Leonardo: Ein Frage für sieben Gramm. Die Energiebilanz von "Googeln" im Internet
[WDR 5, 12.01.09]  
[18] Überschlägige Rechnung mit gerundeten Werten ohne Berücksichtigung von Energieverlusten:
Wird 1 Kubikmeter Erdgas in einem hocheffizienten Erdgas-Blockheizkraftwerk (BHKW) mit Wirkungsgrad 60 % verbrannt, entstehen 6 kWh Strom + 4 kWh Wärme und 2000 g CO2 (Datenquelle). Ersetzen die 4 kWh Wärme eine sonstige Heizung (Erdgas, Erdöl, Strom), wird deren CO2-Ausstoß dadurch vermieden und kann deshalb gutgeschrieben werden. Bei einer Gutschrift von 455 g CO2/kWh folgt: (2000 g - 4 • 455 g) / 6 = 30 g, also in etwa der Gemis-Wert.
D.Lübbert gibt in seiner Studie "CO2-Bilanz verschiedener Energieträger" (2007) auf S.22 einen Wert von 49 g an, was einer Gutschrift von 426,5 g/kWh entspricht.
Inzwischen dürfte der CO2-Ausstoß einer sonstigen Heizung im Durchschnitt deutlich geringer sein: Wird z.B. eine Erdöl- bzw. Erdgas-Heizung (300 bzw.200 g/kWh) durch die BHKW-Wärme ersetzt, ergibt sich eine CO2-Intensität von 133 bzw. 200 g CO2/kWh. Da die BHKW-Wärme im Sommer nicht voll nutzbar ist, wird die CO2-Intensität eines BHKW in der Praxis deutlich höher sein, im Extremfall (keine Gutschrift) beträgt sie 2000 g /6 = 333 g.
[19] Vergleich: Primärenergie in Deutschland im Jahr 2012: rund 13500 PJ = 3750 TWh, rund 4 PWh, also die Energiemenge, die als Basis für die CO2-Berechnung verwendet wird. Dies unterstreicht, wie konservativ gerechnet wird, da durch Energiesparen und mehr Energieeffizienz der Primärenergieverbrauch im Vergleich zum Jahr 2012 gesenkt werden kann.
[20] Durch wiederholtes Erweitern mit 1000 ergbt sich:
   1g / kWh = 1kg / MWh = 1t / GWh = 1000 t / TWh = 1 Mt / PWh
[21] Der CO2-Ausstoß von großen Wald- /Torfbränden sowie von Kohleflözen hat eine Größenordnung von Gigatonnen (Gt). Allein die Waldbrände z.B. in Indonesien (illegale Brandrodung) von Sep. bis Nov. 2015 verursachten einen CO2-Ausstoß von rund 1,5 Gt  (ZEIT 52/23.12.15), 2,3 mal so viel wie der offiziell ausgewiesene sog. "energiebedingte" CO2-Ausstoß Indonesiens von 0,641 Gt im Jahr 2014.
[22] Eine Science-Studie (24.04.09) schätzt die CO2-Menge aus Waldbränden auf halb so groß wie die offziell ausgewiesenen sog. "energiebedingten" CO2-Emissionen, also jene aus der statistisch erfassten Verbrennung von Kohle, Öl und Gas (Spon 24.09.09).
 

Stand: 09.11.15/zgh Themen:  Klima Kyoto-Protokoll  Treibhauseffekt   Klimawandel zur Themenübersicht zum Oberthema zum Seitenanfang

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