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Lexikon Nachhaltigkeitsindikatoren  
 
zum SeitenanfangHintergrund

 

Soll der komplexe Begriff der "Nachhaltigkeit" [1] in der Praxis handhabbar werden, muss er operationalisert werden, d.h. es müssen Indikatoren (lat."Anzeiger") identifiziert und definiert werden, die in ihrer Gesamtheit (sog. "Indikatorensystem" oder auch "Indikatoren-Set") den Begriff angemessen abbilden und nach Möglichkeit auch messbar machen, so dass Vergleiche z.B. zwischen Staaten und von Nachhaltigkeit entlang der Zeitachse (Entwicklungsfortschritt) möglich werden. Diese Aufgabe wird in der Agenda 21 im Kapitel 40 direkt formuliert: "Es müssen Indikatoren für nachhaltige Entwicklung entwickelt werden, um eine solide Grundlage für Entscheidungen auf allen Ebenen zu schaffen und zu einer selbstregulierenden Nachhaltigkeit integrierter Umwelt- und Entwicklungssysteme beizutragen" [2] .
Die UN-Kommission für Nachhaltige Entwicklung (Commission on Sustainable Development (CSD)) entwickelte ein Indikatorenset aus 134 Einzelindikatoren, das ab 1997 in ausgewählten Pilotländern getestet und weiterentwickelt werden sollte. Dabei wurden Antriebs-(driving forces), Zustands-(state) und Maßnahmenindikatoren (response) unterschieden. Ein einheitliches staatenübergreifendes Indikatorenset hat sich daraus jedoch nicht entwickelt, stattdessen haben verschiedene Staaten mehr oder weniger abgewandelte Indikatorensysteme entwickelt, die aber meist in der politischen Praxis kaum Wirkung entfaltet haben. Nach wie vor findet das Bruttoinlandsprodukt (BIP), das als Nachhaltigkeitsindikator völlig ungeeignet ist, weltweit mit Abstand am meisten Beachtung und geht in viele Indikatoren direkt (z.B. Ressourcenproduktivität = BIP/Ressourcenaufwand) ein.

  

 

Diverse Indikatorensysteme, die im Kontext von "Nachhaltigkeit" stehen, werden inzwischen auf unterschiedlichen staatlichen Ebenen (Bundesstaat, Bundesländer, Kreise, Kommunen) sowie in manchen Institutionen und Unternehmen eingesetzt. Angesichts der Vielfalt und Unterschiedlichkeit von Indikatorensystemen ist die folgende Auswahl weder vollständig noch beansprucht sie, die relevantesten zu erfassen.
  
Die folgende Zusammenstellung ist vorläufig.

    

 

Nachhaltigkeitsindikatoren in Deutschland
 


Inhalte, die sich auf Nachhaltigkeitsindikatoren im Umfeld von Lokaler Agenda 21 eher auf die Ebene von Bundesländern und Kommunen  beziehen, finden sich in der
Seite: Lokale Agenda 21: Indikatoren zur Nachhaltigkeit  

Die Folgen Inhalte beziehen sich auf die staatliche oder überstaatliche Ebene.



www.un.org/
esa/sustdev/csd.htm


Forum 
Umwelt & Entwicklung
www.forumue.de

  
Die UN-Kommission für Nachhaltige Entwicklung (
Commission on Sustainable Development (CSD)) verabschiedetet 1995 ein Arbeitsprogramm für nationale Nachhaltigkeitsindikatoren und beförderte damit die Entwicklung nationaler Nachhaltigkeitsindikatoren maßgeblich. Angeregt durch den CSD-Indikatoren- Katalog legte das Forum Umwelt & Entwicklung (FUE) 1997 ein alternatives Indikatorensystem für Deutschland vor, das aber bei fast allen NROs auf nur geringes Interesse stieß. Stattdessen wurde ein System aus 21 Indikatoren auf staatlicher Ebene im Rahmen der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung konzipiert. 
Mit dieser Entwicklung setzt sich die FUE-Studie "Die Welt auf dem Prüfstand: Nachhaltigkeitsindikatoren im Rio-Follow-up"
(Dez.99) auseinander. 
Weitere Hintergrundinformationen / Download der Studie (pdf, 641KB/22 S )
 

Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Die "Nationale Nachhaltigkeitsstrategie" ist ein Programm zur nachhaltigen Entwicklung Deutschlands. Es wurde am 17.04.2002 von der Bundesregierung als Beitrag Deutschlands für den Weltgipfel zur Nachhaltigen Entwicklung  2002 in Johannesburg beschlossen.
In der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie werden 7 Schwerpunkte und  21 Indikatoren festgelegt, mittels derer der Grad der erreichten Nachhaltigkeit bilanziert werden soll. Tournusmäßig alle 2 Jahre ab 2004 sollen die Ergebnisse in einem sogenannten "Fortschrittsbericht" publiziert werden.

=> Nationale Nachhaltigkeitsstragie
 

Wie nachhaltig ist Deutschland?

Bezug:
FEST, Stefan Wilhelmy
Fon: 06221-9122-22,
Preis: 10 EUR
stefan.wilhelmy@fest-heidelberg.de,
www.fest-heidelberg.de


"Indikatoren nachhaltiger Entwicklung in Deutschland - Ein alternatives Indikatorensystem zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie"
Die Arbeitsgruppe Nachhaltige Entwicklung der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) hat ein System von 64 Indikatoren veröffentlicht, mit dem gemessen werden kann, wie weit Deutschland auf seinem Weg zur Nachhaltigkeit gekommen ist. Mit diesem Indikatorensystem hat die interdisziplinäre Arbeitsgruppe eine Alternative zur Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung vorgelegt, deren 21 Indikatoren als unzureichend kritisiert werden und die nach Auffassung des Sachverständigenrates für Umweltfragen wesentliche Aspekte einer nachhaltigen Entwicklung nicht erfassen. Die Veröffentlichung versteht sich als Diskussionsbeitrag zum ersten Entwurf des Fortschrittsberichtes zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, der im Mai 2004 von der Bundesregierung veröffentlicht wurde [3] .
Weitere Infos: www.nachhaltigkeit-und-indikatoren.de

  
Nationaler Wohlfahrtsindex
(NWI)



Die immer noch vorherrschende Orientierung am Bruttoinlandsprodukt (BIP) geht einher mit einer Art von Wachstum, das weltweit zu enormen Umweltschäden, Artenverlust und Ressourcen-Übernutzung geführt hat. Ausgehend von einer Kritik am BIP ist es also notwendig, einen Index zu entwickeln, der Nachhaltigkeit besser abbildet. Mit diesem Ziel hat ein vom Umweltbundesamt gefördertes Projekt der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft und der Forschungsstelle für Umweltpolitik Berlin den Nationalen Wohlfahrtsindex (NWI) konstruiert, der sich aus 21 Variablen zusammensetzt: Er bezieht einerseits die bisher im BIP vernachlässigten Wohlfahrtsleistungen wie z.B. Hausarbeit oder ehrenamtliche Tätigkeit positiv ein. Negativ bilanziert werden dagegen Schäden (z.B. Luft, Boden, Gewässer, Gesundheit, Verkehr) und die Verringerung des Naturkapitals (Boden, Wälder, Ressourcen, Artenvielfalt, Klima). Auch soziale Faktoren wie Verteilungsgerechtigkeit, öffentliche Ausgaben für Gesundheits- und Bildungssystem sowie Kriminalität werden im NWI einbezogen.  Extraseite: Nationaler Wohlfahrtsindex (NWI)
  
KfW-
Nachhaltigkeitsindikator

Der von der KfW Bankengruppe berechnete Indikator soll den Fortschritt bei der nachhaltigen Entwicklung in Deutschland messen. Dazu werden für die Bereiche Wirtschaft, Umwelt und gesellschaftlicher Zusammenhalt jeweils geeignete Schlüsselthemen identifiziert und mit jeweils 8 Basisindikatoren numerisch abgebildet, indem die Entwicklung im aktuellen Jahr im Vergleich zum Durchschnitt der vorigen Dekade mit einem der Scorewerte -2, -1, 0, 1, 2 bewertet wird. Negative bzw. positive Werte bedeuten Rückschritt bzw. Fortschritt und 0 Gleichstand bei der nachhaltigen Entwicklung. Der Durchschnitt der 8 Scorewerte ist dann der Bereichsindikator.
Abschließend werden die drei Bereichsindikatoren dann gleichgewichtet zum KfW-Indikator gemittelt.  KfW: Überblick  Konstruktion  KfW-Indikator 2011
Im Jahr 2011 zeigt der KfW-Indikator erstmals Fortschritt in allen drei Bereichen an.
 

Bereichsindikatoren und KfW-Indikator ( = arithmetisches Mittel) [4]
 
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
Wirtschaft
0,4
0,1
0,4
0,8
0,8
0,9
 
Umwelt
0,4
0,4
- 0,1
0,5
0,3
0,5
 
Gesellschaft
- 0,4
0,0
0,4
-0,1
0,0
0,6
 
KfW-Indikator
0,13
0,17
0,23
0,40
0,37
0,67
 


Ansatz einer Kritik:


Bei jedem Indikatorenset stellt sich prinzipiell die Frage, ob es Nachhaltigkeit hinreichend umfassend und präzise erfasst und angemessen abbildet. Dazu im folgenden einige exemplarische Kritikpunkte:
In die Basisindikatoren "realer Konsum pro Kopf" und "Energieproduktivität" geht das BIP ein, daher überträgt sich die Kritik am BIP auf diese BasisIndikatoren.
Im Bereich "gesellschaftlicher Zusammenhalt" werden alle Basisindikatoren rein quantitativ erfasst, was für diesen Bereich fragwürdig ist. "Bildung" wird z.B. nur aus den Quoten der Studienanfänger sowie der Hoch- und Niedrigqualifizierten und "Gesundheit" nur aus der Lebenserwartung weiblicher und männlicher Neugeborener berechnet. Es fehlen Aspekte, die die Qualität von Bildung und Gesundheit erfassen.
Fragwürdig ist auch der Vergleich mit der Vergangenheit: Weitaus zielführender wäre es, Sollwerte z.B. aus dem 2°C-Ziel für die entsprechenden Basisindikatoren (u.a. Treibhausgase) abzuleiten und den jeweils aktuellen Istwert daran zu messen. Eine geeignet normierte Differenz (Istwert - Sollwert) wäre ein sinnvollerer Vergleichswert als die sehr wenig differenzierende Ganzzahlfolge - 2 bis +2.
Der KfW-Indikator wird bisher nur für Deutschland berechnet, könnte aber aufgrund seiner Konstruktion auch für alle jene Länder bestimmt werden, in denen die Basisindikatoren statistisch erfasst werden. Da er auf länderinternen Vergleichswerten beruht, ist er nicht länderübergreifend normiert. Dadurch ist er ungeeignet für den Vergleich von Ländern und die Messung von globalen Fortschritt.
    

Wohlstandsquintett

Als Sachverständiger der Enquete-Kommission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität", die der Bundestag am 1.12.2010 einsetzte (s.Folgeabschnitt), hat der Sozialwissenschaftler Meinhard Miegel ein Quintett von Indikatoren als Ergänzung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) vorgeschlagen [5] :

  1. Wirtschaftsleistung: BIP
  2. Naturverbrauch: ökologischer Fußabdruck im Vergleich zur Biokapazität
  3. Einkommensungleichheit: Quotient aus der Einkommenssumme der reichsten 20 % und der ärmsten 80 % (sog. "20-80-Relation")
  4. Soziale Ausgrenzung: Anteil der sich ausgegrenzt Fühlenden
  5. Staatsverschuldung: öffentliche Verschuldung im Verhältnis zum BIP

Ansatz einer Kritik:
Die Kritik gliedert sich anhand der drei Säulen von Nachhaltigkeit (Wirtschaft, Ökologie, Soziales) und ihrer Integration über den Aspekt der Zukunftsfähigkeit, bei der die Generationengerechtigkeit ein zentrales Thema ist.

Wirtschaft: Das BIP ist ungeeignet zur Messung der Wirtschaftsleistung (s. Kritik am BIP), es sollte also in 1) und 5) durch einen besseren Indikator (s. Alternativen zum BIP) ersetzt werden.
Ökologie: Der "ökologische Fußabdruck" ist nur ein sehr grobes Maß, der viele relevante Aspekte nicht oder zu wenig einbezieht. Er sollte durch einen besseren (noch zu entwickelnden) Indikator ersetzt werden, der neben Naturverbrauch stärker die Naturbelastung - und schädigung einbezieht (z.B. Versauerung der Meere; Versalzung von Böden).
Soziales: Neben der Einkommens- sollte auch die Vermögensungleichheit berücksichtigt werden. Dabei ist der Gini-Koeffizient weitaus genauer als die 20-80-Relation. Als weiterer Indikator scheint der Anteil armer Menschen sowie Indikatoren z.B. zur Gleichberechtigung der Geschlechter und zur Gesundheit sinnvoll.
Generationengerechtigkeit: Es sollte differenziert werden in Verschuldung für Konsum (negativ) und Zukunftsinvestitionen wie z.B. in Bildung oder in die Infrastruktur einer nachhaltigen Energieversorgung (positiv). Die Staatsverschuldung als einziger Indikator reicht nicht aus, z.B. sollte u.a. die Geburtenrate (G) berücksichtigt werden: Weicht sie zu stark von der Reproduktionsrate 2,1 ab (z.B. Deutschland G=1,36), werden die jetzt jungen Menschen bei Fortführung der aktuellen Strukturen (u.a. Arbeitsmarkt, Sozialversicherungen, Gesundheitssystem) künftig im Zuge der Alterung der Gesellschaft vermutlich große Probleme bekommen (z.B. Arbeitskräftemangel; hohe Beitragsquoten, Überlastung des Gesundheits-/ Pflegesystems; Explosion der krankheitsbedingten Kosten)
  

Enquête-Kommission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität"

 

 

Am 1.12.10 richtete der Bundestag die neue Enquête-Kommission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität - Wege zu nachhaltigem Wirtschaften und gesellschaftlichem Fortschritt in der Sozialen Marktwirtschaft" ein. Diese sog. "Wohlstandsenquête"  sollte die bisherige Orientierung am Bruttoinlandsprodukt (BIP) kritisch hinterfragen und alternative Indikatoren zur Messung von Wohlstand und Lebensqualität entwickeln. Die Kommision umfasst insgesamt 34 Mitglieder: 17 Bundestagsabgeordnete und 17 Sachverständige. Vorsitzende ist Daniela Kolbe (MdB, SPD, Dipl. Physikerin). Es wurden 5 Projektgruppen eingerichtet.
Hintergrund, Details   Bundestag   Interview mit Daniela Kolbe

Im Jan./Febr. 2013 wurden Berichtsentwürfe vorgelegt. Zu einer einheitlichen Einschätzung gelangte die Kommission nicht, da die Positionen der Parteien zu unterschiedlich waren. Statt eines Indikators als Ersatz zum BIP wurde von der Mehrheitsmeinung (CDU/CSU, FDP, SPD) ein "Wohlstandsindikatorensatz" (10 Leitindikatoren aus 3 Feldern) als Ergänzung zum BIP vorgelegt.
 - Materieller Wohlstand: BIP, Einkommensverteilung, Staatsschulden
 - Soziales und Teilhabe: Beschäftigung, Bildung, Gesundheit, Freiheit
 - Ökologie: Treibhausgase, Stickstoff, Artenvielfalt.
   

 

Die Fraktion der Grünen schlug dagegen einen "Wohlstandskompass" auf Basis eines 4-Säulen-Modells vor:
- Ökologie: ökologischer Fussabdruck
- Sozioökonomie:  Einkommensverteilung (80/20-Relation)
- Gesellschaft: Lebenszufriedenheit (subjektive Einschätzung)
- Ökonomie: BIP pro Kopf (Kaufkraftstandard)

 

 

 

Nachhaltigkeitsindikatoren in der EU


Europäisches
 Statistikamt Eurostat
Bericht mit 
 
63 Indikatoren


Nachhaltige Entwicklung in der EU  / statistisches Referenzwerk

Das Europäische Statistikamt Eurostat hat einen Bericht zur nachhaltigen
Entwicklung in der Europäischen Union veröffentlicht. 
Anhand von 63 Indikatoren für die Bereiche Soziales, Wirtschaft, Umwelt und Institutionen informiert der Bericht über den europäischen Stand auf dem Weg zu Nachhaltigkeit.
Download    ( Website: http://europa.eu.int/ )

  

 

  

 

Nachhaltigkeitsindikatoren weltweit
 

  

 

Dieser Abschnitt wird demnächst erstellt.

Folgende Links bieten einen ersten Überblick:

 

  

  
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Presse-/ Medien-
Datenbank
Die Presse-/Medienbeiträge (Tages-, Wochenzeitungen, Monatszeitschriften und Online-Medien sowie Infos aus Newslettern von Umweltverbänden und NGOs) bieten vielfältige aktuelle und Hintergrund-Informationen.
Alle Datenbank-Einträge zum Thema  "Nachhaltigkeitsindikatoren":
Jahrgang:
09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 
   
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Radio- und Fernseh-
Sendungen
Der Radio- und Fernseh-Sendungen bieten vielfältige aktuelle und Hintergrund-Informationen:    =>  Programm-Vorschau
 
Die Sendungen können oft längere Zeit in der jeweiligen Mediathek bzw. auf der Website des Senders online abgerufen werden. Anhand des folgenden Archivs können kontextbezogene Sendungen recherchiert werden
Jahrgang:  2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 
Daten/Statistiken/ Infografiken: Aktuelles   (die jüngsten Datensätze)
Digitalisierung
EU28 2018
Digitalisierung_EU 2018: Globus Infografik 12593/ 20.07.2018
20.07.18   (1149)
dpa-Globus 12593: Wie digital ist Europa?
Die Europäische Kommission misst den Grad der Digitalisierung mit dem "Digital Economy and Society Index" (DESI). Er wird aus 5 Indikatoren-Sets mit zusammen 34 Indikatoren* als Zahl zwischen 0 und 100 (bester Wert) berechnet. Die Rangfolge der Staaten beginnt mit [DK 71,7; SE 70,4; FI 70,1] und endet mit [IT 44,3; BG 41,0; GR 38,4] Tabellenansicht.
Deutschland (Rang 14) schneidet mit 55,6 nur knapp über EU-Durchschnitt (54,0) ab. Nachholbedarf besteht vor allem in der Versorgung mit schnellem Breitband-Internet, u.a. ist der Anteil der Glasfaseranschlüsse sehr niedrig. Auch Online-Dienstleistungen etwa im Rahmen von E-Government (z.B. Beantragen von Ausweisen, An-/ Ummelden von PKW) oder im Gesundheitssystem (z.B. Arztermine online, Rezepte per Email), die besonders in den skandinavischen Ländern und Estland breit genutzt werden, lassen in Deutschland zu wünschen übrig.
* siehe: Indikatoren: Definitionen, Quellen

Quelle: Europäische Kommission     Infografik-Bezug      Tabelle/ Infos     xlsx-Tabelle   

| Konsum & Produktion | Indikatoren |
Ministerinnenquote
Welt 2017
Frauenquote in Regierungen: Globus Infografik 12481/ 25.05.2018
25.05.18   (1109)
dpa-Globus 12481: Frauenquote in der Regierung
Im Jahr 2017 waren nur in 6 von 186 Staaten mindestens die Hälfte der Minister weiblich. Die Grafik listet die 15 Staaten mit der höchsten Ministerinnen-Quote: von [BG 52,9; FR 52,9; NI 52,9; SE 52,2] bis [NO 38,9; FI 38,5; ES 38,5].
Die häufigsten Themenbereiche, in denen Frauen das Ministerium leiteten, waren Umwelt- und Energie (108), "soziale Angelegenheiten“ sowie „Familie, Jugend, Senioren und Behinderte“. Eher selten arbeiteten Frauen als Ministerinnen für das Verteidigungs- oder Wirtschaftsministerium.
Deutschland lag 2017 mit einer Frauenquote von 5/15=33,3% auf Rang 23. In der neuen Regierung ab 2018 erhöhte Kanzlerin Merkeldie Zahl der Ministerinnen von 5 auf 6: Katarina Barley, Ursula von der Leyen, Julia Klöckner, Franziska Giffey, Svenja Schulze, Anja Karliczek. Dadurch stieg die Quote auf 6/15= 40%.

Quelle: Vereinte Nationen     Infografik-Bezug      Tabelle/ Infos   


| Frauen | Indikatoren | 2030-Agenda |
Staatsverschuldung
Euroraum 2017
Staatsverschuldung_EU 2017: Globus Infografik 12444/ 04.05.2018
04.05.18   (1093)
dpa-Globus 12444: Eurozone: Haushaltsdefizit und Staatsschulden
Laut Maastricht-Kriterien soll (1) das Haushaltsdefizit unter 3 % vom BIP und (2) die Verschuldung unter 60 % vom BIP bleiben. Kriterium (1) erfüllen inzwischen alle Euroländer bis auf Spanien (-3,1%) und Portugal (-3,0%). Sieben Länder haben einen Überschuss, darunter auch Deutschland (1,3 %). Tabellenansicht
Kriterium (2) erfüllen aber nur die Niederlande und 6 kleine Volkswirtschaften, 5 bleiben unter 80 % (DE 64,1 %), 3 unter 100 %, die restlichen 4 liegen über 100 %: [GR 178,6; IT 131,8; PT 125,7; BE 103,1] .
Ergänzung (zgh): Besonders gefährlich für die Eurozone ist die hohe Verschuldung in den nach Deutschland drei größten Volkswirtschaften: [IT 131,8; ES 98,3; FR 97,0], zumal sie auch beim Haushaltsdefizit zu den Top4 zählen: [ES 3,1; PT 3,0; FR 2,6; IT 2,3]. Sollte auch nur eins dieser drei Länder seine Staatsverschuldung nicht in den Griff bekommen, droht ein Ende der bisherigen Eurozone aus 19 Ländern mit vermutlich gravierenden Folgewirkungen, z.B. dem Staatsbankrott hochverschuldeter Länder und in der Folge eine Währungsreform verbunden mit drastischen Maßnahmen zur Schuldenreduzierung (u.a. Abwertung der heimischen Währung; Schuldenschnitt, Entwertung von Staatsanleihen und sonstigen Geldanlagen).

Quelle: EU-Kommission    Infografik-Bezug    Tabelle/ Infos   xls-Tabelle

| Indikatoren | BIP |
Daten/Statistiken/ Infografiken: Archiv   (jahrgangsweise chronologisch)
Jahrgang:  09  10  11  12  13  14  15  16  17  18 
  
Dokumente: Aktuelles   (die jüngsten Datensätze)
Nachhaltigkeits-Review
DE 2018
RNE: Peer Review
04.06.18   (129)
RNE: Peer Review 2018 zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie
Zur Umsetzung der 2030-Agenda der Vereinten Nationen wurde die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Anfang 2017 grundlegend überarbeitet, um sich enger an den 17 Entwicklungszielen der 2030-Agenda auszurichten. Der vorliegende Peer Review 2018 (Leitung: Helen Clark) ist der erste, der sich an der 2030-Agenda orientiert. Aus der Analyse des bisher Erreichten und der bisherigen Umsetzungsprozesse werden 11 Empfehlungen abgeleitet: Die Ziele sollten viel ergeiziger sein und ihre Umsetzung weitaus effektiver und partizipativer werden. Die Fähigkeit zum Systemdenken und die Bildung für Nachhaltigkeit sollten stärker gefördert werden.

 Download (pdf)   Analyse/Kommentar:  taz  DLF  TS  UD  BUND

| Nachhaltigkeitsstrategie | 2030-Agenda | BNE | Nachhaltigkeitsrat | Umweltrat |
Umweltbewusstsein-2014
Umweltbewusstsein:  Grafik Großansicht
30.03.15   (121)
BMUB/ UBA: Umweltbewusstsein in Deutschland 2014
Seit 1996 fassen BMUB und UBA alle zwei Jahre die Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage zum Umweltbewusstsein der Deutschen in einer Studie zusammen. Schwerpunkte der Umweltbewusstseinsstudie 2014 sind u.a. Aspekte des "guten Lebens", Bewertung von Umwelt-und Klimaschutz unter aktuell wichtigen Problemen, Einschätzung der Umweltqualität in der eigenen Gemeinde, Prioritäten bei verschiedenen politischen Aufgabenfeldern, die Häufigkeit des Kaufs von energieeffizienten Produkten und Konzepte für einen sozial-ökologischen Wandel in der Mobilität.

Presseerklärung    Überblick    Studie   Fact-Sheet   Infografik

| Natur & Umwelt | Mobilität/Verkehr | Konsum & Produktion | Gesundheit | Feinstaub | Indikatoren | Nachhaltigkeit |
Aktionsplan Ungleichheit
Aktionsplan_Ungleichheit:  Grafik Großansicht
19.01.15   (118)
Oxfam: Besser gleich! Schließt die Lücke zwischen Arm und Reich!
Laut Oxfam hat die Ungleichheit bei Einkommen und Vermögen weltweit in den vergangenen 30 Jahren extrem zugenommen. Mittlerweile besitzen die weltweit 80 reichsten Personen genauso viel wie ärmere Hälfte der Menschheit, also rund 3,6 Milliarden Menschen. 2009 besaßen die 1 % -Reichsten 44 % des weltweiten Reichtums, 2014 bereits 48 %. Und die Schwere zwischen Arm und Reich wird weiter wachsen: Bereits 2016 werden die 1 %-Reichsten mehr besitzen als die restlichen 99 %. Zur Bekämpfung sozialer Ungleichheit fordert Oxfam die Umsetzung seines zehn Hauptpunkte umfassenden Aktionsplans, u.a. die Angleichung von Einkommen und eine faire Besteuerung, die eine Entlastung des Faktors Arbeit und eine höhere Besteuerung von Reichen sowie das Eindämmen von Steuerflucht und -betrug umfasst.

Infos/ Daten/ Downloads: Oxfam-Bericht zur sozialen Ungleichheit

| Armut & Reichtum | Konsum & Produktion | Einkommensteuer | Ökosteuer | Indikatoren |
Dokumente: Archiv   (jahrgangsweise chronologisch)
Jahrgang:  09  10  11  12  13  14  15  16  17  18 
  
Unterrichtsmaterialien: Aktuelles   (die jüngsten Datensätze)
BNE-Indikatoren
Bericht zu BNE-Indikatoren
Bericht
Dezember 11   (64)
Uni Bern: Bildung auf dem Weg zur Nachhaltigkeit.  Vorschlag eines Indikatorensets zur Beurteilung von Bildung für Nachhaltige Entwicklung
Der Bericht präsentiert die Ergebnisse des internationalen Forschungsprojekts „Entwicklung von Indikatoren zur Überprüfung von Angeboten und Leistungen im Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)“ (2008-2011). Resultat des Projekts ist ein Set aus zehn BNE-Indikatoren, die länderübergreifend definiert und länderspezifisch konkretisiert werden. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz wird außerdem untersucht, inwieweit das Indikatoren-Set in der Praxis anwendbar und in die Bildungsberichterstattung integrierbar ist.

Weitere Infos     Download: Bericht zum BNE-Indikatorenset [pdf, 1,4 MB]

| BNE | Schule | Indikatoren | Nachhaltigkeit |
BIP-Europa
Klett-Karte: Wirtschaftskraft der Staaten in Europa
Kartenmaterial
03.02.11   (50)
Klett-Karte: Wirtschaftskraft und Wohlstand in Europa
Das 6-seitige Kartenmaterial von Klett beginnt mit einer Europakarte, in der länderweise das BIP samt seiner Verteilung auf den primären (Landwirtschaft), sekundären (Bergbau/ Industrie) und tertiären (Dienstleistungen) Sektor eingezeichnet ist. Der Wohlstand einer Region, gemessen als BIP pro Kopf in % vom EU-Durchschnitt (=100 %), wird mit einer Färbung von dunkelblau (über 140 %, z.B.Norwegen, Dänemark, Süddeutschland) bis hellrot (unter 40 %, z.B. Osteuropa) veranschaulicht. Es folgen Karten zu Raumentwicklungsmodellen in Europa, Infotexte und Hinweise zum Haack Weltatlas-Online.
  
Kostenloser Download: Kartenmaterial [pdf; 2,6 MB]

| BIP | HDI | NWI |
BIP-Wohlstand
Unterrichtsreihe zum BIP bei lehrer-online.de
Unterrichtsreihe
19.06.07   (51)
Markus Niederastroth: Das Bruttoinlandsprodukt - ein Wohlstandsindikator?
Die Unterrichtsreihe (UE) versucht, den eher "trockenen Stoff" rund ums Bruttoinlandsprodukt (BIP) für Jugendliche u.a. dadurch attraktiver zu machen, dass die wesentliche Aspekte des BIP in Dialogform erläutert werden: Der Journalist Ö.Konom befragt das BIP.
  
Weitere Infos / Download der kompletten UE [lehrer-online]

| BIP | NWI | HDI |
Unterrichtsmaterialien: Archiv   (jahrgangsweise chronologisch)
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Wikipedia  Nachhaltigkeitsindikatoren
Statistisches Bundesamt  Nachhaltigkeitsindikatoren
Lexikon der
Nachhaltigkeit
 Nachhaltigkeitsindikatoren
ecolog-institut  Indikatoren für eine nachhaltige Entwicklung
   
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[1] Grundlage für die Agenda 21 ist der Begriff der "Nachhaltigkeit", wie er im Brundtlandbericht von 1987 definiert wird: "Den Bedürfnissen der heutigen Generation zu entsprechen, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen".
[2] Agenda21-Dokument, Abschnitt 40.4.
[3]   aus: EWN Nr.31/16.8.04
[4] Tabelle auf S.7 in: Konzeptpapier: KfW-Nachhaltigkeitsindikator [KfW, ohne Datum]
[5] Hannes Koch: Neues Quintett zur Wohlstandsmessung [taz, 08.02.12]
 

Stand: 28.12.12/zgh
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