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Hochwasserkatastrophen
Überschwemmungen 2005
Jahrhundertflut im August 2002

 


Einführung/Überblick    Aktuelles     Hintergrund 
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  Schule und Unterricht: Materialien,  Medien / Agenda 21

 

zum SeitenanfangEinführung/ Überblick 

 


Sintflutartige Regenfälle und Überflutungen, die wir bisher nur aus fernen Ländern (z.B. Bangladesh, Mosambik) kannten, erleiden wir nun zum 3. Mal in Europa: die Oderflut 1997 [Wiki], die Hochwasserkatastrophe 2002 im Oberlauf der Elbe und in Österreich/ Bayern, die verheerenden Überschwemmungen 2005 in der Alpenregion (Österreich, Schweiz, Südbayern) und Rumänien.

  

Ursachen

Unmittelbare Ursache dieser Hochwasserkatastrophen in Europa war Starkregen, verursacht durch den eher seltenen Vb-Wetterablauf: Ein Atlantiktief wird durch eine Kaltfront im Norden von der üblichen West-Ost-Zugbahn nach Süden zum Mittelmeer abgelenkt, wo es durch das warme Mittelmeerwasser verstärkt und stark mit Feuchtigkeit aufgeladen wird. Auf der weiteren Zugbahn am Ostrand der Alpen entlang nach Nordost steigen die feuchten Luftmassen an Gebirgen oder an der Kaltfront im Norden auf, kühlen dabei schnell ab und entladen ihre Feuchtigkeit oft durch extremen und anhaltenden Starkregen.
 
Klimawandel

Die Klimaerwärmung erhöht die Niederschläge bei der Vb-Wetterlage: Die Temperatur des Mittelmeers hat sich in Folge der globalen Erwärmung erhöht, was die Verdunstung verstärkt. Da die Luftmassen über dem Mittelmeer ebenfalls stärker erwärmt werden, können sie um so mehr Feuchtigkeit aufnehmen, was in der Folge zu noch stärkeren Niederschlägen entlang der Vb-Zugbahn führt.
Weltweit verursacht die
Klimaerwärmung häufigere und intensivere Wetterextreme, wobei aber noch große Unsicherheit darüber herrscht, wie sie sich im Laufe der Zeit örtlich verteilen werden. Ob daher die Häufung der Vb-Wetterlagen in den Sommern der letzten Jahre rein zufällig oder doch eher Folge des Klimawandels ist, kann bisher nicht anhand der Daten oder mittels Klimasimulationen entschieden werden.
  

menschgemachte Ursachen

Die meisten Klimaexperten (IPCC) sehen im anthropogenen Treibhauseffekt
die Hauptursache für die
Klimaerwärmung und sich in der Folge verstärkenden Wetterextreme, wie z.B. Starkregen und Überschwemmungen.
Weitere menschgemachte Ursachen verstärken die Hochwassergefahr:
verringerte Wasseraufnahme-Kapazität von Böden/ Wäldern und erhöhte Abflussgeschwindigkeit der Wassermassen durch Bodenversiegelung/ -verdichtung, Erosion, Abholzung, Waldsterben; Begradigung, Kanalisierung und Eindeichung von Flüssen und weniger Auenlandschaften oder Überlaufflächen.
   


Überblick Zur schnellen chronologischen Information eignen sich die Kurz-Nachrichten des Videotextes. Ergänzende und vertiefende Informationen bieten Presseartikel überregionaler Tages- und Wochenzeitschriften bzw. Presseinformationen der Umweltverbände.
Unter "Hintergrund" stellen wir aus eher wissenschaftlicher Sicht einige zentrale Aspekte und Zusammenhänge vor. Das Hochwasser-Lexikon erläutert einige Fachbegriffe.
Daten/ Fakten/ Infografiken,  Links  und Dokumente bieten ergänzende und vertiefende Hintergrund-Informationen und lassen sich vielfältig im Unterricht einsetzen. Ergänzend stellen wir einige zusätzliche Links, Hinweise, Materialien und Medien zusammen.
  
Hinweis zur Aktualität:

Viele der folgenden Informationen wurden aus der Seite zur Flutkatastrophe 2002 nahezu unverändert übernommen, da sich an den zugrundeliegenden Sachverhalten nichts geändert hat.
Die Entwicklung seitdem kann anhand des Nachrichten- bzw. Presse-Archives (nächster Abschnitt) nachvollzogen werden.
Zentrale Aspekte der Entwicklung seit 2002 (z.B. Hochwasserschutzgesetz; aktuelle Überschwemmungen im August 2005) werden in den nächsten Tagen hier eingearbeitet.


zum SeitenanfangAktuelles / Archiv 

 

  Die folgenden Videotext-Nachrichten bzw. der Pressespiegel stellen vielfältige zusätzliche Informationen zu Hochwasser-Ergeignissen weltweit bereit:
   

Nachrichten
ARD-Videotext

Zur schnellen Information über den Ablauf der Ereignisse eignen sich die "kurz und bündig" formulierten chronologisch geordneten Nachrichten des ARD- Videotextes. Die Nachrichten enthalten auch eine Fülle von aktuellen Daten und bieten damit insgesamt eine umfassende Informationsbasis.
Jahrgang:  2002  2003  2004  2005  
  

Pressearchiv

Der Pressespiegel zum Thema "Hochwasser" bietet umfangreiche und vielfältige Informationen:
Jahrgang:   2002  2003  2004  2005  

Für die Hochwasser-Katastrophe bieten sich ergänzend folgende Agenda-Themen an:     Klima     Wasser     Natur & Umwelt
  


zum Seitenanfang   Hintergrund-Informationen


anthropogener
Treibhauseffekt



Die weitaus meisten Wissenschaftler (IPCC) gehen davon aus, dass die Klimaerwärmung tatsächlich zu einem erheblichen Teil vom anthropogenen (menschgemachten) Treibhauseffekt verursacht wird: Sogenannte Klimagase (CO2, Methan, ...) werden verstärkt durch menschliche Aktivitäten erzeugt, vor allem durch das Verbrennen fossiler Energien (Kohle, Öl, Gas). Diese Gase reichern sich in der Atmosphäre an und verringern die Wärmeabstrahlung von der Erde, was zur Aufheizung der Erdatmosphäre führt.
häufigere Klimaextreme und Wetterkapriolen

dpa-Grafik

DIE  ZEIT Nr. 34/02
Umstritten ist unter Fachleuten, ob der Treibhauseffekt Hauptursache für die aktuellen enormen Regenmengen ist: Die Hochrechnungen und Simulationen mit Klimamodellen [DIE ZEIT,15.8.02], so vorläufig und ungesichert sie immer noch sind, sagen einerseits eher gleichbleibendes Klima oder Trockenperioden für die betroffenen Regionen um diese Jahreszeit vorher (sie unteren Teil der Grafik). Andererseits stimmt die große Mehrzahl der Fachleute darin überein, dass aufgrund der erhöhten Energie in der Atmosphäre die jeweiligen Wetterereignisse häufiger und extremer ausfallen und Wetterextreme insgesamt weltweit zunehmen werden. Die ungewöhnlich hohen Regenfälle im Oberlauf der Elbe und in den Alpen, aber auch weitere ungewöhnliche Wetterereignisse in anderen Regionen der Erde (z.B.: Jahrhundert-Dürre in Australien; Jahrhundertflut in China 2002) passen nach Einschätzung der Klimaforscher sehr gut zu den vorausgesagten Folgen der Klimaerwärmung.
 - Klimaforscher Mojib Latif: Unwetter werden noch schlimmer  [dpa]
 - Mojib Latif: extreme Wetterereignisse nehmen weltweit zu.  [ntv-Interview]
 - Klaus Töpfer: Katastrophen durch globale Erwärmung   [NDR-Interview]
 - Experten: Klimawandel beginnt - neue Hochwasserpolitik überfällig [dpa]
 - Experte: Wetter schwankt immer extremer - Folge von Erderwärmung [dpa]
 - Klimaexperte: Münchener Rück rechnet mit weiteren Katastrophen   [dpa]  
 - Reaktionen in der Wissenschaft auf die Elbe-Flut  [BerliNews]
 - Jüngste Unwetter haben auch Wissenschaftler überrascht  [DIE ZEIT, 15.8.02]
  
Wetterextreme
rein zufällig?

Hochwasser 2002 im historischen Vergleich



Wenige Wetterexperten wenden dagegen ein, dass die Häufung von Wetterextremen auch eher zufällig sein kann: Wetter sei ein sehr komplexer Prozess ("chaotisch" im Sinne der Physik) und seltene Ereignisse wie Jahrhunderthochwasser könnten sich auch rein zufällig in diesen Jahren häufen. Über lange Zeiträume betrachtet (z.B. Jahrtausend-Hochwasser in Mitteleuropa 1342) relativierten sich die jetzigen Wetterextreme.  
 - Derzeitige Hochwasser sind milde, betrachtet man sie in langen Zeiträumen  [taz]
 - Geologe J. Negendank: "Das Klima ist extrem komplex"  [Tagesschau-Interview]
 - Geologe P. Neumann-Mahlkau: Klimawandel nicht vom Menschen verursacht [FR]
 - Hydrologe Martin Schmidt: "Die verfügbaren Informationen und Daten lassen das
   20. Jahrhundert als eines erscheinen, das nicht einmal ein Jahrhunderthochwasser
    gehabt hat.
" [Bild der Wissenschaft / zitiert bei travelbook.de]

"Wenn man also die Jahrtausendflut wirklich überprüft, dann ergeben die Aufzeichnungen, dass in Passau im Jahre 2002 ein Pegelstand von 10,80 m erreicht wurde. Vergessen zu sein scheint, dass 1994 der Pegelstand bei 12,20 m anlangte. In den Jahren 1595 und 1501 stand die Flut noch höher. Vergessen zu sein scheint auch das so genannte Magdalenenhochwasser vom 21. Juli 1342, welches in Würzburg alle Brücken fortriss." [kommunalfenster.de]

Weitere Beispiele von Hochwasserkatastrophen in der Geschichte:
"Mitteleuropa hat viele schwere Überschwemmungen erlebt - 3 Hochwassertypen"
[Stuttgarter Nachrichten]
   
Historische Bilder von Hochwasserereignissen/ M.Deutsch
schwer beschädigtes Wohnhaus in der Stadt Gottleuba ( Sachsen)
beim Hochwasser am 8./ 9.7.1927
(Foto: Sammlung Deutsch).
AG "Historische Hochwasser/ Historischer Hochwasserschutz" im Fachgebiet Geographie der Universität Erfurt
Seit 1995 werden an der Uni. Erfurt (FG Geographie, Physische Geographie) in enger Zusammenarbeit mit dem Geographischen Institut der Uni. Göttingen Forschungen zu historischen Hochwasserereignissen sowie zu Maßnahmen des historischen Hochwasserschutzes (ca. 1500 bis um 1960) durchgeführt.
Mathias Deutsch (M.A., Historiker), Leiter der AG, stellt die Forschungsergebnisse auf seiner Website www.matdeutsch.de vor. Angeboten werden u.a. Archivmaterialien (Beschreibungen, Bilder, Daten, Pläne und Maßnahmen zum Hochwasserschutz) zu historischen Hochwasserereignissen.
Für die Arbeit an Schulen eignet sich das Heft "Hochwasserereignisse in Thüringen" (99 S., diverse Abb. und Karten), herausgegeben vom Thüringer Umweltministerium, ein Rückblick auf 500 Jahre Hochwasser in Thüringen.
KOSTENLOSER Bezug bei: Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt (TMLNU) - Referat Öffentlichkeitsarbeit - Beethovenplatz 3, 99096 Erfurt.
  
Fehler und Versäumnisse im Hochwasserschutz
Ob nun eher zufällig bedingt oder doch schon Folgen des Treibhauseffektes: Nach Einschätzung der Fachleute müssen wir uns auf solche Wetterextreme einstellen und entsprechende Vorsorge betreiben.
Genau dies ist aber in den letzten Jahrzehnten nicht nachhaltig geschehen und wir müssen jetzt die extremen Folgen "ausbaden".
Die Wasseraufnahme-Kapazität von Böden/ Wäldern wurde immer weiter verringert und gleichzeitig die Abflussgeschwindigkeit der Wassermassen erhöht durch: Bodenversiegelung/-verdichtung, Erosion, Abholzung, Waldsterben, Begradigung, Kanalisierung und Eindeichung von Flüssen, weniger Auenlandschaften und sonstige Überlaufflächen.
 - Töpfer: Feuchtgebiete erhalten - Mehr Ökologie in die Fluss-Systeme [dpa]
 - Experte: In Neubaugebieten blieb Hochwasserschutz unberücksichtigt [dpa]
 - Der Boden als Wasserspeicher: Neue Wege beim Hochwasserschutz [dpa]
 
 


zum SeitenanfangDaten / Fakten/ Statistiken/ Infografiken



dpa-Grafik

Klima-Erwärmung und Hochwasser
Die dpa-Infografik stellt folgende Wirkungskette anschaulich dar:
Die Klimaerwärmung bewirkt eine stärkere Verdunstung und Erwärmung der Luft. Je wärmer die Luft ist, desto mehr Feuchtigkeit kann sie aufnehmen (nächster Absatz) Wasserdampfreiche warme Luft steigt (vor allem über den großen Gewässern) auf, wird mit den Winden zu den großen Landmassen transportiert, kühlt sich beim Aufstieg an Bergen und Gebirgen soweit ab, dass der Wasserdampf zu Tropfen kondensiert: es regnet. Durch die Klimaerwärmung entstehen immer häufiger große Regenmengen in relativ kurzen Zeiträumen.
Im unteren Teil der Grafik werden mögliche Auswirkungen des Klimawandels in Europa aufgrund von Modellrechnungen für das Jahr 2075 bei ungebremstem CO2-Anstieg dargestellt.
Temperatur
in °C
Feuchtegehalt
in g/
m3
30 30,30
28 27,20
26 24,40
24 21,80
22 19,40
20 17,30
18 15,40
16 13,70
14 12,10
10 9,40
6 7,28
2 5,59
0 4,84
- 2 4,14
Erhöhte Verdunstung / sintflutartige Niederschläge/ Schäden
Aus Gesetzen der Physik ergibt sich unmittelbar, dass erhöhte Temperatur auch zu mehr Verdunstung und zu erhöhter Aufnahmekapazität von Feuchtigkeit der erwärmten Luft führt. Kühlt sich diese stark mit Feuchtigkeit angereicherte Luft dann z.B. durch Überquerung der Alpen von Süd- nach Nord (wie in der aktuellen Katastrophe geschehen) schnell ab, kommt es zu enormen Niederschlägen.
Bei 30 °C nimmt die Luft maximal 30,3 g Feuchtigkeit pro m3 Luft auf (Tabelle). Kühlt sich die Luft dann z.B. auf 22 ° C ab, fällt die Differenz (30,3 - 19,4) von 10,9 g für jeden m3 Luft als Regen (siehe Tabelle links: Maximaler Feuchtegehalt der Luft, z.B. abgedruckt in: Westfälische Rundschau,10.8.02)

So wurde z.B. im Erzgebirge am 12.8.02 ein deutschlandweites historisches Maximum von 312 mm (entspricht 312 Litern pro m2  bzw. 312000 m3 pro km2) verzeichnet. Insgesamt schätzen die Meteorologen die gesamte Regenmenge im Oberlauf der Elbe auf 21 Mrd. m3 ( = 21 km3) Wasser.
Beim Alpenhochwasser im August 2005 wurden in der Schweiz mancherorts Allzeithochs an Niederschlägen (bis über 200 mm in 24 Stunden) verzeichnet.

Infografik "sintflutartige Regenfälle durch 5B Wetterabfolge": Großansicht [FR] 
Infos/ Großansicht

Seltende Vb-Wetterlage:
Bei dieser schon vor über 100 Jahren vom deutschen Meteorologen W.J. van Bebber (*1841 Grieth am Rhein, +1905 Hamburg) als wiederkehrendes Muster mit der Kurzbezeichnung Vb (V = römische 5, daher auch "5b-Wettverlauf") katalogisierten Zugbahn von Tiefdruckgebieten weichen die Luftmassen von ihrer üblichen West-Ost-Richtung nach Süden ab, erwärmen sich über dem Mittelmeer und laden sich stark mit Feuchtigkeit auf. Wenn sie dann auf ihrer weiteren Zugbahn nach Nordost am Ostrand der Alpen entlang über Tschechien nach Osteuropa
durch Aufsteigen an den Gebirgen oder an kälteren Luftmassen im Norden abkühlen, kommt es oft zu extremen Niederschlägen.
Der Lexikon-Beitrag zur "Vb-Wetterlage" informiert ausführlicher über Ablauf und Hintergründe.
  
Überschwemmungen in Deutschland: potenziell gefährdete Regionen
Das Nachrichtenmagazin FOCUS (Nr.35/26.8.02, S.96) stellt die gefährdeten Flüsse und Regionen übersichtlich in einer großformatigen (20x26cm) Landkarte zusammen: Die bisherigen Überschwemmungsschwerpunkte seit 1979 sind in der Karte blau , die aktuell neuen rot markiert.
Für den Rhein, Elbe und Mulde sowie Bayern werden die regional spezifischen Gefahrenpotenziale in Infokästen herausgestellt.
Zur aktuellen Hochwasserkatastrophe im Verlauf der Elbe wird vermerkt, dass der technische und ökologische Hochwasserschutz (im folgenden) oft fehlt. Außerdem sind die Deiche häufig veraltet, sodass ein großes Problem bei der aktuellen Flutkatastrophe die Durchfeuchtung/ Durchspülung der Deiche mit anschließender Zerstörung (im folgenden) war.
Aufbau eines Flussdeiches:
Der Nachrichten-Sender NTV erläutert anschaulich in einer 12-teiligen Bilderserie den typischen Aufbau eines Flussdeiches. Alle Flussdeiche sind nahezu nach dem selben Schema aufgebaut. Doch ist ein Deich erst einmal gebrochen, gibt es keinen Halt mehr.
www.n-tv.de/3058690.html
Gefahren für den Deich:
Die Grafik erläutert anschaulich die 3 Hauptmechanismen, die Deiche zerstören können:
- Überspülung: Wasser schwappt über die Deichkrone,
    die Binnenböschung rutscht ab
- Durchspülung: Wasser spült durch den Deich und weicht ihn auf
- Unterspülung: Wasser drückt unter den Deich, unterspült sein
  Fundament und spritzt auf der anderen Seite aus dem Boden
          Quelle: AFP-Grafik 02081902, z.B.   in: Westfl. Rundschau, 20.8.02, S.1
Das THW (Technisches Hilfswerk) hat eine Extra-Site zu Deichen ("Deichverteidigung und Hochwasserschutz") erstellt, die auch geeignete Hintergrund-Infos für den Unterricht bietet.
    
Sandsäcke sind das einzige Mittel, kurzfristig Häuser und Straßen vor dem Hochwasser zu schützen bzw. Deiche behelfsmäßig zu erhöhen oder abzudichten. Unter dem Einsatz von Hilfsorganisationen (z.B. THW ), Feuerwehren, Bundeswehr, Bundesgrenzschutz) und Zehntausenden freiwilliger Helfer wurden ca. 40 Millionen Sandsäcke in mühseliger Handarbeit gefüllt und aufgeschichtet.
Weitere Informationen beim NDR    Zahlen/Daten/Fakten [taz, 24.8.02,S.9]
   
Natürlicher Hochwasserschutz
Die Reuters-Grafik erklärt anschaulich mögliche natürliche Maßnahmen, um
a) die Fließgeschwindigkeit von Flüssen zu verringern und
b) Wassermassen in Auffangräumen zurückzuhalten.
Abfluss des Wassers in Flüsse durch Wälder oder natürliche Flächen verlangsamen; Rückhaltebecken und -flächen (im Oberlauf), z.B. Auen; keine intensive Landwirtschaft; Bodensenken nicht begradigen; Aufnahmekapazität der Flächen erhöhen; Versiegelung von Flächen verringern (weniger Straßen, Parkplätze und Bauflächen); keine Begradigung/ Vertiefung der Flüsse
.
Quelle: Institut für ökologische Raumentwicklung
Die Grafik ist z.B. abgedruckt in: Westf.Rundschau, 22.8.02, S.1
  
Natürlicher und technischer Hochwasserschutz
Das Nachrichtenmagazin FOCUS (Nr.35/26.8.02, S.96). ) stellt in einem ausführ-lichen Text mit anschaulichen Grafiken Maßnahmen des Hochwasserschutzes dar: Wasseraufnahmefähige natürliche Flächen ( Böden, Wälder), die zugleich die Abflussgeschwindigkeit verringern; Regulierung durch Staudämme; natürliche Auen; Polder, die normalerweise landwirtschaftlich genutzt werden, bei Hochwasser aber geflutet werden können; Dämme für die Städte
  

Technischer Hochwasserschutz.
DIE ZEIT NR. 35/22.8.02 beschreibt in einem Artikel mit anschaulichen Infografiken zusätzlich zu den natürlichen auch neue technische Maßnahmen gegen Hochwasser:

  • Bürgersteige zum Hochklappen hat ein Schweizer Ingenieurbüro erfunden: Bei Hochwasser können sie zu 2 m hohen Mauern aufklappen
  • Häuser mit wasserdichten Kellern, mit dicken Wänden, die den enormen Druck aushalten; mit Frischwasser-Balast im Keller gegen Auftrieb bei steigendem Grundwasser
Das Wissenschaftsmagazin Leonardo (WDR5-Rundfunk) vom 2.5.03/ 23.5.03 bietet in seinem Schwerpunkt zur Klimageschichte eine Zusammenfassung der Klimageschichte seit 10000 Jahren, darin auch einen Abschnitt zur Klimageschichte Mitteleuropas, z.B. zum Jahrtausendhochwasser 1342:  [mehr bei Leonardo ]
ausführlicher: => Klimawandel/ Geschichte
  
   

zum SeitenanfangLexikon

    
Hochwasser-Lexikon
www.hochwasser.de
Im Fach-Lexikon werden eine Vielzahl von Fachgegriffen in informativen Texten und anschaulichen Farbgrafiken erklärt.
Das Lexikon wird auch zum Download ( zip, 75 KB) angeboten.
Quelle: Bayerisches Landesamt für Wasserwirtschaft, München
   
Wetter-Lexikon
Lexikon mit Begriffen rund ums Wetter
- beim Wetterportal Wetter.de (unter: News & Service, Menüleiste links)
Folgende Lexika enthalten auch Erklärungen zur Vb (5b) Wetterabfolge (s.o.):
- beim Biosphären-Reservat Rhoen  ( u.a. "Vb Wetterlage")
- beim Institut für Meteorologie und Klimaforschung Karlsruhe (u.a.: Vb-Tief)
- bei    Astrocontrol (u.a.: "Zugstraßen", "Fünf-B-Zyklone")
   

zum SeitenanfangLinks

Deutscher Wetterdienst
(DWD)
in Offenbach
 
www.dwd.de
Amtliche Wettervoraussagen und ggf. Warnungen
Weltweite meteorologische Links, Forschung und Entwicklung, Wetter aktuell; gehört zum Bundesministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen.
Der DWD alleine ist berechtigt, offizielle Warnungen herauszugeben bzw. Katastrophenalarm auszulösen. Jörg Kachelmann, Chef der privaten Firma meteomedia, hat den DWD mehrfach angegriffen, Warnungen viel zu spät
auszusprechen. (siehe: "Kampf der Wetterhähne" [DIE ZEIT, NR.36/29.8.02]
Wetter.com Wetter.com arbeitet eng zusammen mit dem DWD (s.o.): die Texte werden übernommen. Unwetterwarnunen; Reisewetter für Europa.
Aktuelles Wetter /
Vorhersagen
www.wetteronline.de
weltweit umfassendes Angebot; 3 bis 5 Tage Vorhersage
besonders interessant: aktuelle animierte Landkarten zu den Niederschlägen, auch zur Temperaturverteilung. Aktuelle Wettervoraussagen und Unwetterwarnungen.
  

Wetter.de
Angebot des Privatsenders RTL: aktuelle Meldungen, Wettervorhersagen auch ortsbezogen für jeden Ort in Deutschland und 4500 Orten weltweit.
interessant: Lexikon mit Begriffen rund ums Wetter (bei: News & Service)

Wetter News
www.wetternews.de
Berichte für Deutschland, Reise, Bio, Wasser, Ski, Ozon, Wind, Regen, Schnee, Bauernregeln
wetter+klima news
www.wetterklima.de
Aktuelles zu Wetter + Klima, insbesondere auch Pegelstände und Warnungen vor Hochwasser, Unwetter, Sturm, Waldbrandgefahr, Erdbeben.
  

  
Informationsportal
Wissen.de

  
Das Informationsportal "Wissen.de" hat eine Extra-Site zur Flutkatastrophe erstellt: Aktuelle, vor allem aber Hintergrund-Infos zu wichtigen Themen wie z.B. Klimawandel; Treibhauseffekt; die zerstörerische Kraft des Wasser; Hochwasser der Vergangenheit; Links auf interessante Angebote.
  

Wuppertal Institut
für Klima, Umwelt, Energie
www.wuppertal-institut.de

Gegründet von Ernst Ulrich von Weizsäcker. Angebot: Projekte, Publikationen, Presse, Links.    Direkt zur Klimaabteilung      Übersicht über Klimaprojekte
Zur Flutkatastrophe 2002 hat die Klimaabteilung eine Extraseite erstellt:
Nach einem einleitenden Kommentar von Dr. Hermann E. Ott (Direktor der Abteilung Klimapolitik) folgen:
- Meldungen und Statements zur Flutkatastrophe: Was ist wann/wo passiert?
- Reaktionen der Wissenschaft: Aussagen von Klima- u. Wetterexperten
- Reaktion der Politiker: Aussagen prominenter Politiker
- Reaktionen aus den großen Umweltverbänden BUND, NABU, Greenpeace
- Pressespiege, Interviews und Dossiers der überregionalen Presse:
   Diese Beiträge sind über Links online abrufbar.
www.wupperinst.org/flutkatastrophe

  

Deutsche 
M
eteorologische Gesellschaft

(DMG)
www.met.fu-berlin.de/
dmg/dmg_home/

" Die Deutsche Meteorologische Gesellschaft e.V. (DMG) ist ein Zusammenschluss von Meteorologinnen und Meteorologen und anderen an der Meteorologie interessierten Personen auf freiwilliger Basis in einem gemeinnützigen Verein. Die DMG ist eine unabhängige, demokratisch organisierte, wissenschaftliche Gesellschaft. Die Mitglieder der DMG verbindet das gemeinsame Interesse, die meteorologische und ozeanographische Wissenschaft aktiv zu fördern und sich über deren Erkenntnisse laufend informieren zu lassen. " (zitiert aus Homepage)
 
Linksammlungen Klimaerwärmung    Klima allgemein
   

zum SeitenanfangDokumente
Studien, Berichte, Analysen, Programme, Positionspapiere

   
Hochwasserschutzgesetz

Gesetz zur Verbesserung des vorbeugenden Hochwasserschutzes

Infos zum Gesetz
[BMU]

Download des Gesetzes
[pdf, 83 KB,  BMU]
Nach der Hochwasserkatastrophe 2002 war zunächst die Bereitschaft zu einem nachhaltigen Hochwasserschutz groß: Auf der Flusskonferenz im Herbst 2002 vertraten alle Beteiligten die Forderung "den Flüssen mehr Raum geben".
Im März 2003 legte Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) einen entsprechenden Entwurf vor. Er sollte die Bundesländer verpflichten, Hochwasserschutzpläne aufzustellen und darin Überschwemmungsgebiete auszuweisen. In Risikozonen sollten Ackerbau und Neubau grundsätzlich verboten werden.
Mit wachsendem zeitlichen Abstand zur Flutkatastrophe gewannen dann aber doch wieder Egoismen der Länder und Kommunen sowie Lobbyinteressen der Land- und Bauwirtschaft an Einfluss. Nicht nur CDU regierte Bundesländer sondern auch die SPD-geführten Länder Brandenburg und Rheinland-Pfalz blockierten über den Bundesrat die ursprünglich strenge Fassung der Gesetzesvorlage und brachten mit ihren Forderungen nach Abschwächung und zahlreichen Ausnahmeregeln das Gesetz immer wieder an den Rand des Scheiterns. Nach zähen langwierigen Verhandlungen konnte sich der Vermittlungsausschuss schließlich am 16.3.05 auf ein stark "verwässertes" Gesetz einigen, das dann am 10.5.05 mit zwei jähriger Verspätung in Kraft trat.
Aufgrund seiner Abschwächung gegenüber der ursprünglichen Fassung kritisierten die Umweltverbände das neue Gesetz. Der WWF z.B. bemängelte, dass zu wenig Überflutungsflächen auszuweisen seien: WWF-Stellungnahme vom 17.3.05

 
=> Dokumente zur Flutkatastrophe im August 2002
  
 

Als Hintergrund bieten sich Dokumente folgender Agenda 21-Themen an:
    Klima    Wasser   Natur & Umwelt 

   

zum SeitenanfangSchule und Unterricht:
Materialien und Medien  /   Schule und Agenda 21




Hochwasser und Überschwemmungen:
Folgen des verfehlten Klimaschutzes
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In der Materialienserie "Politik: betrifft uns" bietet der Verlag Bergmoser+Höller aktuelle Unterrichtsmaterialien an.Alle Hefte dieser Reihe enthalten einen strukturierten detaillierten Unterrichtsverlauf samt Materialien in kopierfähigem DIN-A4-Format nebst Folien für den Tageslichtprojektor.
Themen von Heft Nr. 6/2002 (vom 16.12.02)
Jahrhundert-Hochwasser; Chronik; Fallbeispiele; Schäden; klimabedingte Katastrophen; Ursachen:
Flächenversiegelung,Flussbegradigung,Treibhauseffekt
Klimaschutz, Kyoto-Prozess, CO2-Reduktion;
Hochwasserschutzmaßnahmen;
Ausführliches Inhaltsverzeichnis / Folienvorschau/ Bezug
  => Hochwasserkatastrophe 2002
Hochwasser 2002: Unterrichtsmaterialien bei lehrer-online Die Jahrhundertflut in Sachsen 2002
Das Tief Ilse nahm im Sommer 2002 entgegen der üblichen Zugbahn einen Umweg über das warme Mittelmeer. Eine sogenannte Vb-Wetterlage sorgte für die katastrophalen Folgen an der Elbe und ihren Nebenflüssen in Sachsen. Mit Hilfe von Satellitenbildern können Ihre SchülerInnen das Geschehen eindrücklich nachvollziehen - mehr.. [lehrer-online, 2.3.04]
  => Hochwasserkatastrophe 2002
  
DVD
Informationsfilm,
Broschüre und unterrichtsbegleitendes Material

Comenius Auszeichnung 2003
Weitere Infos zur
Comenius-Auszeichnung:
www.gpi-online.de
"Jeder Zentimeter zählt - Hochwasser(schutz) am Niederrhein"
Der Hochwasserschutz am Niederrhein steht im Mittelpunkt eines Filmes, einer begleitenden Broschüre und aufbereitetem Informationsmaterial für Schulen, die das Staatliche Umweltamt Krefeld im Auftrag des Umweltministeriums erarbeitet hat. Ein 45-minütiger DVD-Film informiert über Hochwasserschutzmaßnahmen in Nordrhein-Westfalen. In dem Informationsfilm, der bereits vor dem Hochwasser an der Elbe gedreht wurde, wird u.a. gezeigt, welchen möglichen Gefahren ein Deich ausgesetzt sein kann, wie er aufgebaut ist und wie geprüft wird, dass er auch sicher ist. Simulationen erläutern die Funktionsweise von Flut- und Taschenpoldern. Da der Hochwasserschutz nicht an den Grenzen halt macht, ist der DVD-Film in drei Sprachversionen (Deutsch, Niederländisch und Englisch) erhältlich. Das begleitende Unterrichtsmaterial richtet sich insbesondere an weiterführende Schulen.
Ausleihe: Medienzentren in NRW, Stadt- und Kreisbildstellen, Büchereien und Schulen
Bezug: Staatliches Umweltamt Krefeld, St. Töniser Str. 60, 47727 Krefeld,
Tel.: 02151/844-0, Fax: 02151/844-444, poststelle@stua-kr.nrw.de; 10 Euro
Die Broschüre zum Film kann bei  www.munlv.nrw.de abgerufen werden
Weitere Infos: www.murl.nrw.de/sites/presse/pressemitteilungen/ue021205.htm
  Rezension [Lehrer-Online]
  
Video-Film
37 min PAL VHS

Begleitheft für Schulen
Rheinhochwasser - Schicksal oder vermeidbar
Hochwasser tritt am gesamten Rheinverlauf immer wieder auf. Der Film informiert mit Hilfe von Dokumentaraufnahmen, Grafiken und Computeranimationen über die komplizierten Abläufe. Gleichzeitig berichtet er über Hochwasserrückhalte- maßnahmen wie das Rückdeichen und den Polderbau.
Bezug des Videos: Landesamt für Wasserwirtschaft Rheinland-Pfalz
Am Zollhafen 9, 55118 Mainz, Fax: 06131-630148 , e-mail: LfW@wwv.rpl.de
Preis:12,5 € (Sonderkonditionen für Schulen öffentiche Veranstaltungen)
Bezug des kostenlosen Begleithefts: Landesmedienzentrum Rheinland-Pfalz
Hofstraße 257 c, 56077 Koblenz-Ehrenbreitstein, Fax: 0261-9702-200
Weitere Infos: www.wasser.rlp.de/hochwasser/rheinhochwasser.html

  
Video-Film von 1996
49 Minuten
Lebensader Rhein - Modellfall einer Flusssanierung
Eingriffe des Menschen haben aus der Naturlandschaft "Rhein" eine Kulturlandschaft gemacht. Der Film informiert mit Dokumentaraufnahmen, Grafiken und Computeranimationen über Maßnahmen des Hochwasserschutzes und der wirtschaftlichen Nutzung des Rheins sowie die Folgen. Er zeigt, welche Maßnahmen heute durchgeführt werden, um das ökologische Gleichgewicht wiederherzustellen. Am Beispiel der Gewässergüte werden Ursachen, Folgen und Abhilfemaßnahmen sowie Erfolge deutlich. Hilfe für eigene Gewässer-untersuchungen bietet die FWU-Software "Umweltatlas Wasser" 61 00350.
Bezug: cvp video-, film-&.fernsehproduktion     Tel: 04751 / 9 11 11 5
www.naturetv.de     info@naturetv.de
  
Politik/
Gesellschaftslehre
Für die Fächer Politik und Gesellschaftslehre bieten sich zahlreiche zusätzliche aktuelle Anknüpfungspunkte an, von denen wir einige exemplarisch nennen:
  • individuelle und kollektive Schicksale: wie bewältigen Menschen die Vernichtung ihrer Existenz bzw. die Zerstörung jahrzehntelanger Aufbauarbeit?
    Wie verarbeiten Regionen/ Staaten/ Staatenbündnisse (EU) nationale Katastrophen?
  • Hilfsbereitschaft und Zusammenrücken der Menschen in Notsituationen
  • Sensationssucht: "Katastrophentourismus"
  • Welche ökonomischen und sozialen Folgen wird die Bewältigung der exorbitanten Schäden für die betroffenen Regionen und Staaten haben?
  • Bezogen auf die Bundestagswahl am 22.9.02
    - problematischer "Tourismus" bekannter Politiker zu den Brennpunkten vor Ort
    - hat die Hochwasserkatastrophe den Wahlausgang entscheidend
      beeinflusst?
    - vernachlässigter Umweltschutz:
         z.B. hatte Kanzlerkandidat Stoiber für den Bereich Umweltschutz
         keinen Verantwortlichen in seinem "Kompetenzteam" benannt.
  • Welche Lehren wurden aus der Hochwasserkatastrophe gezogen?
    Hat sich in der Folge tatsächlich etwas geändert?
  • Problematik einer eher an kurzfristigen Interessen orientierten Politik, die im Ergebnis mittel- und längerfristige vorsorgende Maßnahmen zu wenig realisiert, z.B. die geplanten Elbeausbaumaßnahmen des Verkehrsministeriums, die Pegelstände und Fließgeschwindigkeit weiter erhöhen würden.
    Die Analyse der tieferliegenden Ursachen der jetzigen Flutkatastrophe zeigt, dass in vielen Bereichen keine "nachhaltige" Politik betrieben wurde, das zentrale Thema des Weltgipfels über Nachhaltigkeit in Johannesburg vom 26.8.bis 4.9.02
Handeln!

Agenda 21 Schule
Das Ausmaß der Katastrophe drängt die Frage auf:
  -   Was kann getan werden, solche Katastrophen in Zukunft zu
      verhindern oder zumindest die Folgen abzuschwächen?
  -   Was können Schulen, was kann jeder individuell dazu beitragen?


Im Sinne der Handlungsmaxime "Global denken, lokal handeln" geht es im Kern darum, die Ziele der auf dem Umweltgipfel in Rio 1992 beschlossenen Agenda 21 in tatsächliche Politik umzusetzen, insbesondere das Prinzip der Nachhaltigkeit durchgängig auf allen Ebenen zu praktizieren. Global sind z.B. mit dem Kyoto-Protokoll Quoten und Verfahrensweisen zur Reduktion der Klimagase festzulegen, diese sind regional (z.B. Emissionshandel in der EU) und schließlich lokal in den Kommunen, Betrieben, Institutionen, Schulen, Haushalten usw. und zuletzt auch im individuellem Verhalten umzusetzen (z.B. Energiesparen, mehr Energieeffizienz; verringerter Ressourcenverbrauch;...).
Schulen können dazu mit einer "Bildung für nachhaltige Entwicklung" einen wesentlichen Beitrag leisten. Solch eine Bildung umfasst insbesondere praktisches Handeln in den Schulen (z.B. Klimaschutz durch Einsparen von Energie und Ressourcen, Nutzung erneuerbarer Energien, Vermeiden von Müll ) und eine Änderung individueller Lebensstile.
Zahlreiche Beispiele hierfür dokumentieren wir in der
   Spezialsite
    Schule und Agenda 21

  

Hochwasser und Umweltbildung

Schlüsselaspekte 
  1. Details
  2. Fragen und Aufgaben
    für die Umweltbildung
  3. Handlungsorientierung
    für die Schule
  4. Service
Sind wir solchen Katastrophen schutzlos ausgeliefert? Können die Menschen etwas dagagen tun? Was können wir tun? Was gilt es im Umgang mit den Naturgewalten neu zu lernen? Was (und wie) kann die Umweltbildung dazu beitragen und vor allem: Wie können sich Lehrende rationell die notwendigen Informationen und Materialien beschaffen, um das Thema im Unterricht aufzugreifen?
Umweltschulen.de  bietet dazu eine umfangreiche gut strukturierte Website, die noch ausgebaut wird, aber schon jetzt eine Fundgrube für den Unterricht darstellt:

Sechs "Schritte der Katastrophe" (hohe Niederschläge; Wasserpuffer wie Boden, Wald, Wiesen überlastet; Gewässersystem überlastet; Überschwemmungen und Schäden; Katastrophenhilfe/Schadensbeseitigung; Konsequenzen für die Zukunft) werden jeweils nach den vier Aspekten (siehe links) strukturiert und faktenreich dargestellt.
www.umweltschulen.de/wasser/flut.html
  
   


Stand 26.08.05/zgh

Themen: Klima   Wasser   Natur & Umwelt    

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