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Kyoto-Protokoll völkerrechtlich verbindlicher Klimaschutz Hintergrund Ziel-Vorgabe Ziel-Erreichung Post-Kyoto-Prozess Aktuelles/ Archiv Daten/Statistik Dokumente Unterrichtsmaterialien Chronologie Ratifizierung Glossar Links |
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Klimaschutzabkommen Treibhausgasreduktion |
Das Kyoto-Protokoll ist ein Klimaschutzabkommen, das am 11.12.1997 beim Weltklimagipfel in Kyoto (Japan) von zunächst 158 Staaten beschlossen wurde mit dem Ziel, die globale Klimaerwärmung durch Reduktion der Treibhausgas-Emissionen abzubremsen. In Folge von schwierigen Verhandlungen zu Details des Abkommens bei weiteren Klimagipfeln und auch innerhalb der Vertragsstaaten zog sich die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls hin und es trat erst am 16.02.05 völkerrechtlich verbindlich in Kraft. Zum Werdegang und zu den Details des Klimaschutzabkommens im Folgenden einige Informationen. |
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| Klimaerwärmung durch anthropogenen Treibhauseffekt |
Seit etwa 1900 steigt die mittlere Temperatur auf der Erde mit weitreichenden
Folgen: Die Wetterextreme und ihre Folgeschäden nehmen zu (z.B. Hochwasser-katastrophe
2002). Die Polkappen und Gletscher schmelzen ab, der Meeresspiegel steigt dadurch und gefährdet
die Küstengebiete. Das nach und nach versiegende Wasser aus den Gletschern gefährdet die Trinkwasserversorgung und Bewässerung von Feldern in vielen bevölkerungsreichen Regionen. Klimazonen verschieben sich und gefährden die Landwirtschaft
und biologische Vielfalt.
Eine große Mehrheit der Klimaforscher (IPCC) sieht im anthropogenen (menschgemachten) Treibhauseffekt die Hauptursache für die Klimaerwärmung: immer mehr Treibhausgase verringern die Wärmeabstrahlung von der Erde, wodurch die Temperatur global steigt. |
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Klimarahmenkonvention
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Schon 1992 auf dem Umweltgipfel in Rio de Janeiro war die Klimaerwärmung ein zentraler Aspekt und es wurde die Klimarahmenkonvention beschlossen. Diese zu konkretisieren und daraus Verpflichtungen für die Staaten abzuleiten, erwies sich jedoch als äußerst komplex: Erst nach 5 Jahren konnten sich die Vertragsstaaten nach schwierigen langwierigen Verhandlungen beim Weltklimagipfel 1997 in Kyoto auf verbindliche Regelungen einigen.
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Kyoto-Protokoll |
Die genauere Festlegung von Details im Kyoto-Protokoll führte zu weiteren schwierigen Verhandlungen auf den Klimagipfeln der Folgejahre und auch in den beteiligten Ländern, wo sich die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls hinzog. Ausschlaggebend waren zunächst die USA: Der damalige US-Vizepräsident Al Gore hatte das Kyoto-Protokoll zwar 1997 symbolisch unterzeichnet, Präsident Bill Clinton legte es dann aber nicht dem Kongress zur Ratifizierung vor, weil er aufgrund starker Gegenkräfte (vor allem die Lobby der Kohle- und Erdölindustrie) mit einer Niederlage rechnen musste. Die nachfolgende Bush-Regierung lehnte das Kyoto-Protokoll wegen ihrer Nähe zur Energieindustrie fundamental ab, so dass die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls in den USA nicht weiter verfolgt wurden. Dadurch blieben die Voraussetzungen für das Inkrafttreten des Klimaschutzabkommens lange Jahre unerfüllt. Es trat daher erst am 16.02.2005 in Kraft, nachdem Russland ratifiziert hatte und damit endlich die 55 %-Hürde überwunden wurde. Nach dem Montreal-Protekoll zum Schutz der Ozonschicht vom 16.09.1987, das am 01.01.1989 in Kraft trat, ist das Kyoto-Protokoll das zweite völkerrechtlich verbindliche Abkommen zum Schutz der Atmosphäre, das mit konkreten nachprüfbaren Pflichten für Länder verknüpft ist. Allerdings verpflichtet es nur die Industrienationen zur Treibhausgas-Begrenzung, ausgenommen die USA, die das Kyoto-Protokoll auch unter der Regierung Obama bisher nicht ratifiziert haben und vermutlich auch nicht werden, da die Gegenkräfte im Kongress (vor allem die Kohlelobby im Senat) nach wie vor zu stark sind. |
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Streitpunkte CO2-Senken |
Heftig umstritten war bei den Beratungen über die Implementierung des Kyoto-Protokolls, in wie weit und auf welche Weise Böden und Wälder (CO2-Senken) sowie veränderte Landnutzung bei der Bilanzierung der Treibhausgas-Emissioen gewertet werden sollen. mehr ... Auch die konkrete Ausgestaltung des Emissionshandels sowie anderer "Flexibler Mechanismen" (Clean Developement Mechanism (CDM); Joint Implementation (JM)) sind umstritten, insbesondere der Anteil an CO2-Reduktion, den die Industrieländer im eigenen Land leisten sollen. Auch die Kontrollmechanismen und -verfahren zur Feststellung der geleisteten Treibhausgas-Reduktion sind Gegenstand kontroverser Debatten. Außerdem liefert die Klimaforschung laufend neue Ergebnisse, die wiederum neue Fragen aufwerfen und die bisherigen Erkenntnisse relativieren oder in Frage stellen, z.B. die Funktion der Wälder und Böden als CO2-Senken. |
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CO2-Emissionen der |
Im Kyoto-Protokoll
wird ein globales Ziel zur Reduktion der Treibhausgase für die 1. Verpflichtungsphase 2008 - 2012 vorgegeben: Im Durchschnitt dieser Jahre sollen die Industrieländer ihre CO2-Emissionen insgesamt um 5,2 % im Vergleich
zum Referenzjahr 1990 senken. Unter Berücksichtigung des Prokopf-Ausstoßes an Treibhausgasen und dem Entwicklungsstand legt das Kyoto-Protokoll für die Länder unterschiedliche Verpflichtungen fest. Die weit entwickelten Industrieländer müssen eher stark reduzieren, Länder mit Nachholbedarf in der Entwicklung dürfen die Emissionen bis zu einer festgelegten Obergrenze ausweiten. Die folgenden Tabellen zeigen die Emissionsvorgaben, differenziert nach Ländern oder Ländergruppen: |
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Kyoto-Vorgaben![]() Großansicht/ Daten |
Verpflichtungen
der Staaten/Regionen: - Tabelle: Kyoto-Vorgaben des UNFCCC, auf S.8 - Infografik: CO2-Reduktion: Verpflichtungen für Staaten; Szenarien bis 2010 - Tabelle: Lastenverteilung innerhalb der EU-15-Staaten* * Verpflichtungen innerhalb der EU: Die EU-15-Staaten müssen im Durchschnitt über alle Länder ihre Treibhausgase um 8% reduzieren. Der EU-Ministerrat hat für die EU-15-Länder unterschiedliche Verpflichtungen beschlossen, z.B. für: Deutschland: - 21 %, Frankreich: 0 %; Portugal: + 27 %. => Tabelle der CO2-Verpflichtungen für die EU-Länder => Daten/ Statistiken/ Infografiken zu den CO2-Emissionen |
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| 17.11.2008 UNFCCC: jährlicher Datenreport |
Gemäß UNFCCC-Daten
haben die Industriestaaten ihre Treibhausgas-Emissionen bis 2006 um 4,7 % gegenüber 1990 reduziert,
was aber vor allem am wirtschaftlichen Niedergang Mittel- und Osteuropas in den 1990er Jahren lag.
Von 2000 bis 2006 stiegen die Emissionen aber wieder um insgesamt 2,3 %, so dass eher damit zu rechnen ist,
dass das Kyoto-Ziel 5,2 % im Durchschnitt der Jahre 2008 - 2012
(1. Verpflichtsphase des Kyoto-Protokolls) nicht erreicht wird. Durch die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise ab etwa August 2008 zeichnet sich allerdings eine Abschwächung des Anstiegs oder eventuell sogar ein leichter Rückgang der Treibhausgas-Emissionen in den Industrienationen ab. Ob dieser Dämpfungseffekt für das Kyotoziel 5,2 % ausreicht, lässt sich derzeit (9.11.09) noch nicht hinreichend genau abschätzen. |
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Kyoto-Ziele-Prognose ![]() Großansicht/ Daten 15.02.08 (17) |
Globus-Infografik: Kyoto-Protokoll: Ziele und Trends Die Globus Infografik untersucht bei einer Auswahl von Industrieländern, die das Kyoto-Protokoll ratifiziert und sich damit zur Treibhausgas-Begrenzung verpflichtet haben, in wie weit sie ihre Vorgabe laut Kyoto-Protokoll einhalten werden. Während die meisten hoch entwickelten Industrieländer die ihnen gesetzte Obergrenze für die Treibhausgasemissionen voraussichtlich z.T. dramatisch überschreiten werden, liegen die Länder in Osteuropa durch den starken Wirtschaftsrückgang nach der Auflösung des Ostblocks in den 1990-er Jahren meist deutlich darunter. => Daten der Infografik/ Großansicht
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Treibhausgasreduktion ![]() 15.12.08 (26) |
Globus-Infografik: Klimaschutzziel erreicht Im Rahmen des Kyoto-Protokolls hat sich Deutschland verpflichtet, seine Treibhausgasemissionen im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2012 um mindestens 21 % im Vergleich zu 1990 zu reduzieren. Mit 957 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten hat Deutschland sein Kyoto-Ziel bereits im Jahr 2007 erreicht und muss daher in den 5 Folgejahren 2008 bis 2012 dafür sorgen, dass die Emissionen nicht wieder steigen. Reduktiongrade in ausgewählten Sektoren: Gewerbe/ Handel/ Dienstleistungen - 45 %; Industrie - 42 %; Privathaushalte -34 %; Energie - 21,7%; Verkehr - 6,9 %. Entgegen dem übergreifenden Reduktionstrend stiegen allerdings die Treibhausgasemissionen durch die Stromerzeugung. => Daten der Infografik/ Großansicht
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| Post-Kyoto-Prozess / Kyoto II | ||
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Kyoto I: Kyoto II: |
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Weltklimagipfel in Kopenhagen vom 7.- 18.12.2009 |
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| Presse-/ Online-Medien Datenbank |
Der Presse-/Medienspiegel (Tages-, Wochenzeitungen, Monatszeitschriften und Online-Medien sowie Infos aus Newslettern von Umweltverbänden und NGOs) bieten vielfältige aktuelle und Hintergrund-Informationen. Alle Datenbank-Einträge zum Thema "Kyoto-Protokoll": Jahrgang: 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 Beliebige Suchbegriffe können recherchiert werden durch direkte Eingabe in die Maske oben auf der Startseite zum Presse-Archiv. |
| Radio- und Fernseh- Sendungen |
Der Radio- und Fernseh-Sendungen bieten vielfältige vielfältige aktuelle und Hintergrund-Informationen: => Programm-Vorschau Die Sendungen können oft längere Zeit in der jeweiligen Mediathek bzw. auf der Website des Senders online abgerufen werden. Anhand des folgenden Archivs können kontextbezogene Sendungen recherchiert werden Jahrgang: 2009 2010 |
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CDM-Projekte ![]() Großansicht/ Daten 18.12.09 (155) |
dpa-Globus: Emissionsrechte für Entwicklungshilfe Um den Treibhauseffekt zu verringern, muss der weltweite Treibhausgas-Ausstoß reduziert werden, insbesondere auch dort, wo es am preiswertesten ist, z.B. in ärmeren Ländern, die sich selbst keine Effizienztechnologien leisten können oder wollen. Das Kyoto-Protokoll erlaubt den Industrieländern im Rahmen der Clean-Development-Mechanism (CDM), ihre Reduktionspflichten nicht nur im eigenen Land sondern auch durch Klimaschutzprojekte in weniger entwickelten Ländern zu erfüllen. Auch Unternehmen können sich an solchen CDM-Projekte beteiligen und dadurch Emissionsrechte erwerben, die im EU-Emissionshandel angerechnet werden. Laut Kritikern tragen viele CDM-Projekte jedoch nicht zur zusätzlichen Reduzierung bei, da sie sowieso durchgeführt worden wären und ihr Reduktionsvolumen meist viel zu optimistisch bewertet wird. => Daten der Infografik/ Großansicht
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CDM-Projekte 04.12.09 (154) |
dpa-Globus: Entwicklungshilfe für das Klima Für den Klimaschutz ist es egal, wo auf der Erde Treibhausgase eingespart werden, wichtig ist nur wie viel. Deshalb ist es sinnvoll, die Treibhausgase dort zu reduzieren, wo es am preiswertesten ist, so in ärmeren Ländern, die sich z.B. keine energieeffiziente Technologien leisten können oder wollen. Das Kyoto-Protokoll sieht daher sog. Clean-Development-Mechanism (CDM)-Projekte vor, mit denen Industrieländer Treibhausgase in ärmeren Ländern einsparen und sich als eigenen Beitrag zur Treibhausgas-Reduktion anrechnen dürfen. Deutschland fördert insgesamt 180 CDM -Projekte, darunter 63 in China und 40 in Indien. => Daten der Infografik/ Großansicht
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| Jahrgang: | 2008 2009 2010 | |
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Klimapolitik 29.04.10 (77) |
WBGU: Klimapolitik nach Kopenhagen. Auf drei Ebenen zum Erfolg Damit eine Erhöhung der globalen Mitteltemperatur um mehr als 2°C verhindert werden kann, müssen laut WBGU innerhalb weniger Jahre in der internationalen Klimadiplomatie entscheidende Weichen in Richtung Energie- und Klimawende gestellt werden. In seinem neuen Politikpapier empfiehlt der WBGU, dass sich Deutschland hierzu auf drei Ebenen besonders engagiert: 1) Europäische Glaubwürdigkeit durch gutes Beispiel stärken: Die EU soll bis 2020 das "30-20-20-Programm" umsetzen: 30 % weniger Treibhausgase, 20 % Anteil Erneuerbarer Energien, 20 % mehr Energieeffizienz. 2) Subglobale klimapolitische Allianzen schmieden: die EU soll Klimaallianzen jenseits der sich gegenseitig blockierenden USA und China schmieden, z.B. mit Indien, Brasilien, Ägypten und Japan. 3) Multilaterale Klimapolitik wiederbeleben: Die EU soll eine Kyoto-II-Verpflichtung akzeptieren, auch wenn noch kein rechtsverbindliches Kyoto-II-Abkommen beschlossen wird. Weitere Infos: Presseerklärung Download: Politikpapier Nr.6 (29.4.10, pdf, 1,7MB)
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Kopenhagen-Diagnose 24.11.09 (65) |
PIK et.al.: The Copenhagen Diagnosis: Updating the World on the Latest Climate Science Als Warnung an den Weltklimagipfel vom 7.-18.12.2009 in Kopenhagen haben 26 führende Klimawissenschaftler* den aktuellen Stand und die jüngsten Daten der Klimaforschung im neuen Klimareport "Kopenhagen-Diagnose" zusammengestellt. Laut Report geht die globale Erwärmung nahezu ungebremst weiter und daher werden einige Folgen der Klimaerwärmung schneller und intenstiver ausfallen als bisher angenommen. Das Eis der Polkappen und in den Gletschern auf Grönland und in den Gebirgen schmilzt schneller als vorausgesagt, daher steigt der Meeresspiegel stärker als in den Szenarien aus dem letzten Weltklimabericht des IPCC (2007): dort waren etwa 50 cm bis zum Jahr 2100 veranschlagt worden, nach den neuen Daten werden es etwa 100 bis maximal 200 cm sein, mit einem weiteren Anstieg um mehrere Meter in den folgenden Jahrhunderten. Die Gefahr, dass Kipp-Punkte im Klimasystem ausgelöst werden, ist weiter gewachsen. Soll die Klimaerwärmung unterhalb der 2 °C-Schwelle bleiben, müssen die globalen Treibhausgas-Emissionen spätestens 2015 bis 2020 ihren Gipfel überschreiten und danach schnell fallen bis auf nahe Null noch in diesem Jahrhundert. Bereits bis 2050 muss der CO2-Ausstoß pro Kopf im weltweiten Durchschnitt auf weit unter 1 Tonne CO2 reduziert werden. * Die meisten Wissenschaftler waren Autoren des IPPC-Klimaberichts 2007 Kurzdarstellung: die zentralen Fakten im Überblick [deutsch, pdf, 137 KB] Website zum Report: Übersicht/ Zusammenfassung Downloads (engl.) Download-Report (engl): hohe (23,3 MB) niedrige (3,3 MB) Auflösung Daten/ Statistiken im Report: Download (4,4 MB)
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| Jahrgang: | 2006 2007 2008 2009 2010 | |
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Materialiensammlung![]() wos-1S1 01.03.08 (4) |
Wochenschau:
Klimawandel.
Das Wochenschauheft Nr. 1/2008 Sek.I bietet eine Fülle von Ausschnitten aus Zeitungsartikeln, Fachbüchern und Webseiten sowie Infografiken und Statistiken zum Themenkomplex Klimaerwärmung und seine Folgen. Themen sind u.a.: Prognosen zum Klimawandel weltweit und in Regionen, darunter Deutschland; Klimaschutzpolitik weltweit und in Deutschland; Klimaschutz individuell/ CO2-Fußabdruck. Zahlreiche Infokästen und Worterklärungen helfen effektiv beim Verstehen der Fachbegriffe und komplexen Zusammenhänge. Arbeitshilfen und - vorschläge regen an, sich aktiv mit den Inhalten auseinander zu setzen und eine eigene begründete Meinung zu entwickeln zu Themen, die aktuell in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft diskutiert werden und auch die meisten individuell betreffen, wie z.B. Tempolimit, klimaschonend reisen, Umsteigen auf Bus/ Bahn, Klimaschutz bei Konsum und Ernährung. Zum Abschluss bietet das Projekt "Energiedetektive in der Schule" vielfältige praxisorientierte Anregungen zum Energiesparen in Schulen und Bildungseinrichtungen. Detailliertes Inhaltsverzeichnis mit vielen verlinkten Aspekten / Bezug
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Materialiensammlung![]() Nr.4/2007 Klimawandel 01.09.07 (28) |
Politik betrifft uns:
Klimawandel.
Ursachen, Folgen und politische Lösungsstrategien In der Materialienserie "Politik: betrifft uns" bietet der Verlag Bergmoser+Höller aktuelle Unterrichtsmaterialien an. Alle Hefte dieser Reihe enthalten einen strukturierten detaillierten Unterrichtsverlauf samt Materialien im kopierfähigen DIN-A4-Format nebst zwei Farbfolien für den OH-Projektor. Themen von Heft Nr. 4/2007: Treibhausgase, Treibhauseffekt, Klimawandel, globale Erwärmung und ihre Folgen, IPCC-Weltklimabericht, Kyoto-Protokoll, Emissionsrechtehandel, Klimaschutzpolitik der Bundesregierung Ausführliches Inhaltsverzeichnis / Bezug
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| Jahrgang: | 2007 2008 2009 2010 | |
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Klimaschutz Die Wochenschau Sonderausgabe 2003 für Sek. I/II bietet eine Fülle von Ausschnitten aus Zeitungsartikeln und Fachbüchern sowie Grafiken und Statistiken zum Thema Klimaschutz. Die Materialsammlung wird ergänzt durch kurze Begriffs- und Faktenerklärungen sowie Aufgaben- und Arbeitsvorschläge. Zahlreiche Links ins Internet bieten Möglichkeiten für vertiefende Recherchen. Umfang: 66 Seiten Inhalte u.a.: Hochwasserkatastrophe 2002; weltweiter Klimawandel; Treibhauseffekt; Treibhausgase; Nachhaltigkeit/ globale Klimapolitik; Kyoto-Protokoll/ Reduktion von Treibhausgasen; Wälder im Kohlenstoffhaushalt; Klimaschutz in Deutschland und in der EU; Emissionshandel; Energiewende/ nachhaltige Energiepolitik; Erneuerbare Energien und ihre Förderung; Energiesparen; Energieeffizienz. Detailliertes Inhaltsverzeichnis mit vielen verlinkten Begriffen/ Bezug => Energie Klima |
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Das Kyoto-Protokoll: Ein Meilenstein für den Schutz des Weltklimas Inhalt: menschgemachter Klimawandel Geschichte und zentrale Elemente des Kyoto-Protokolls globaler Klimaschutz Deutschland als Vorreiter im Klimaschutz Eckfeiler des Klimaschutzes in Deutschland Innovationen durch Klimaschutz Was kann ich tun? Internetadressen. Auch wenn die Klimaschutzbemühungen in Deutschland recht positiv dargestellt werden und die Broschüre insofern auch als Werbung für das Umweltministerium gesehen werden kann, lässt sie sich als Einführung in die Thematik für den Unterricht nutzen, z.B. die Daten, Statistiken und Infografiken. => Lexikon: Klimawandel Treibhauseffekt Energieeffizienz |
| Anhand der Chronologie können die Probleme bei der Umsetzung des Kyoto-Protokolls in ihrer zeitlichen Abfolge nachvollzogen werden. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 2012 Kyoto-Protokoll läuft aus | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Die erste (und bisher einzige) Verpflichtungsphase des Kyoto-Protokolls, das 1997 in Kyoto (Japan) beschlossen wurde und am 16.05.2005 in Kraft trat, läuft am 31.12.1012 aus. Damit enden die völkerrechtlich verbindlichen Vorgaben für die Industriestaaten zur Begrenzung ihrer Treibhausgas-Emissionen. Ziel der Staatengemeinschaft war es, beim Klimagipfel 2009 in Kopenhagen ein Folgeabkommen zum Kyoto-Protokoll zu beschließen. Da dies aufgrund divergierender Interessen der Hauptverursacher der Treibhausgase nicht gelang, wird das Risiko immer größer, dass die 2°C-Schwelle bei der globalen Erwärmung überschritten wird und Kipp-Punkte im Klimasystem ausgelöst werden mit katastrophalen weltweiten Folgen. |
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| 2011 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 2010 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Das Klimatreffen vom 9.-11.04.10 in Bonn brachte keine inhaltlich weiterführenden Ergebnissse, sondern beschränkte sich im Wesentlichen auf Organisatorisches zur Vorbereitung der Weltklimagipfels in Cancún im Dezember. Es soll 3 weitere Vorbereitungstreffen geben (Juni, August in Bonn; Sep. mgw. in Thailand), bei denen Verhandlungstexte formuliert werden sollen. Außerdem ist für Mai ein "Mini-Gipfel" mit Ministern aus etwa 40 Staaten auf dem Petersberg bei Bonn geplant. Weltklimagipfel in Cancún (Mexiko) vom 29.11.- 10.12.2010 |
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| 2009 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Weltklimagipfel in Kopenhagen vom 7.- 18.12.2009 |
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Analysen/ Reaktionen/ Stellungnahmen |
Hauptursache für das Scheitern der Verhandlungen ist die abwartende zögerliche Haltung der größten Klimasünder, die in Verkennung oder Verdrängung oder sogar im vollen Bewusstsein der drohenden katastrophalen Folgen der Klimaerwärmung tatenlos bleiben nach dem Prinzip: Wer sich zuerst bewegt, droht im Poker um den Klimaschutz am meisten im Vergleich zu anderen zu verlieren. So scheinen die meisten Industriestaaten die Treibhausgas-Reduktion immer noch verkürzt als Trittbrettfahrerproblem statt als Win-win-Strategie wahrzunehmen. Dabei wird zögerlicher Klimaschutz für die Staatengemeinschaft insgesamt wie auch für nahezu alle Einzelstaaten weitaus teurer als rechtzeitiges Handeln, selbst wenn es eine Zeit lang "Vorleistungen" sein sollten, die andere als Trittbrettfahrer zum eigenen nur scheinbaren Vorteil nutzen könnten. Der wirksamste Klimaschutz ist nämlich eine konsequente und umfassende Energiewende, die zwar zunächst gewaltige Investititionen erfordert, sich aber in wenigen Jahrzehnten volkswirtschaftlich amortisiert und von Anfang an den Treibhausgas-Ausstoß sowie die Energieabhängigkeit und in der Folge die Ressourcenkonflikte reduziert, zum Nutzen des "vorleistenden" Staates wie für die Staatengemeinschaft insgesamt. Trittbrettfahrer, also Staaten, die die Energiewende rauszögern, haben vielleicht kurzfristige "Vorteile", die sich aber schnell ins Gegenteil verkehren. Sie schaden sich mittel- und vor allem langfristig selbst, aber auch die Staatengemeinschaft insgesamt. Deshalb hätten die Industriestaaten sich auch aus Eigeninteresse und nicht nur in ihrer historischen und aktuellen Hauptverantwortung für die Klimaerwärmung zur verstärkten Reduktion von Treibhausgasen verpflichten sollen, selbst dann, wenn sich Schwellenländer mit inzwischen pro Staat großem aber pro Kopf immer noch vergleichsweise kleinem Treibhausgas-Ausstoß wie China und Indien zunächst nicht beteiligen. |
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| 2008 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Weltklimagipfel |
Der Klimagipfel 2008 sollte das gplante Kyoto II-Abkommen vorbereiten, das das bisherige Kyoto-Protokoll von 1997, das am 16.2.2005 in Kraft trat und Ende 2012 ausläuft, fortführen soll. |
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| 2007 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Weltklimagipfel vom 3.-15.12.07 auf der Insel Bali (Indonesien): Die Diskussion über zahlreiche kontroverse Aspekte dauert an, wie auch der letzte Weltklimagipfel auf Bali wieder einmal zeigte. Vermutlich werden die Verhandlungen über die Reduzierung des weltweiten Treibhausgasausstoßes nach dem Auslaufen des Kyoto-Protokolls 2012 sehr schwierig werden. Die Vertragsstaaten nehmen sich aber vor, beim Weltklimagipfel im Dez. 2010 in Kopenhagen (Dänemark) ein Kyoto II-Klimaschutzabkommen zu beschließen. Der letzte IPCC-Weltklimabericht (4. Sachstandsbericht von 2007) mahnt, dass deutlich mehr als bisher getan werden muss, damit die Treibhausgase schnell und umfangreich genug reduziert werden, um die globale Erwärmung auf maximal 2 °C zu begrenzen. Denn diese Schwelle darf nach Einschätzung des IPCC nicht überschritten werden, wenn der Klimawandel und seine Folgen für die Menschheit noch verkraftbar bleiben sollen. |
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| 2006 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 28./ 29. Sep.2006 Internationaler Kongress, Berlin |
KyotoPlus: Wege us der Klimafalle Neue Ziele - Neue Allianzen - Neue Technologien - Neue Politik Getragen von einem breiten Veranstalterbündnis unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Klaus Töpfer bietet KyotoPlus ein internationales Forum für Akteure in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft. Ziel des Kongresses ist, neue Ansätze und Perspektiven für die internationale Klimapolitik zu befördern und neue Akteure einzubeziehen. VeranstalterInnen: Heinrich-Böll-Stiftung; WWF Deutschland; European Climate Forum; Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie Infos: Andrea Peschel, Fon 030-400 484 82, andrea@boellstiftung.org Anmeldung/Details: www.kyotoplus.org |
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| 2005 Kyoto-Protokoll tritt in Kraft | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Globus 9773 -25.02.05 Großansicht/ Daten |
Am 16.02.05 ist das Kyoto-Protokoll in Kraft getreten. 141 Länder verpflichten sich, den weltweiten Ausstoß von sechs Treibhausgasen bis 2012 um mindestens 5,2 % gegenüber 1990 zu reduzieren. Die Grafik zeigt oben eine Weltkarte, in der die Länder nach 3 Kathegorien farblich gekennzeichnet sind: grün: Länder, die vor 2003 das Kyoto-Protokoll ratifiziert haben rot: Länder, die in 2003/ 2004 ratifiziert haben, insbesondere Russland beige: Länder, die nicht ratifiziert haben, darunter die USA und Australien. In der Europakarte unten links sind die Gebiete mit prognostiziertem Temperaturanstieg infolge des Treibhauseffektes nach 3 Stufen farblich markiert: rot: Anstieg um mehr als 3° C in der Region im Norden Schwedens/ Finnlands, beige: Anstieg um 2 - 3 ° C, Streifen von Südwest bis Nordost-Europas gelb: Anstieg um 1- 2 ° C, in Südost-Europa, Portugal, Irland. Die Tabelle rechts unten listet die TopTen der Klimasünder 2003. => Lexikon: Treibhausgase Treibhauseffekt Klimawandel => Daten/ Statistiken/ Infografiken: Treibhausgase Klima |
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Globus 0157 - 02.09.05![]() Bezug/Großansicht vorübergehend in der Globus-Galerie |
Infografik: Deutschlands Treibhausgase. Koyto-Ziel fast erreicht Kohlendioxid-Ausstoß in Millionen Tonnen (Mt)
=> Treibhausgase Emissionshandel |
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![]() Großansicht [ZEIT 07/2005] Die Infografik ist eingebettet in den ZEIT-Artikel: "Das Symbol von Kyoto. Das Klimaschutz-Protokoll tritt nächste Woche endlich in Kraft - mit Konstruktionsfehlern. " [DIE ZEIT, 07/10.02.05, S.22]. => Treibhauseffekt Treibhausgase Energieeffizienz Emissionshandel |
Infografik: Bilanz zum Kyoto-Protokoll: Triste Ergebnisse Absehbare Entwicklung der weltweiten Treibhausgase-Emissionen 1990-2010 Referenzwert für das Kyoto-Protokoll sind die Treibhausgas-Emissionen 1990 von insgesamt 30,2 Mrd. t CO2-Äquivalent. Gemäß Kyoto-Protokoll sollen die Industrieländer ihre Reduktionsverpflichtungen bis zum Zeitraum 2010 - 2012 umsetzen. 1.Zahl: Anteil an den weltweiten Treibhausgas-Emissionen 1990 in % 2.Zahl: erwartete Veränderung im Zeitraum 1990 bis 2010 in %. 3. Reduktionsverpflichtung übernommen gemäß Kyoto-Protokoll: Ja/ Nein Entwicklungsländer: 39/+34/ Nein; USA/ Australien: 22/ +34/ Nein; EU-15: 14/ - 6,5/ Ja; restliche Industrieländer: 25/ +0,5/ Ja. Im ZEIT-Artikel referiert Fritz Vorholz Einschätzunge von Experten, wonach der CO2-Ausstoß sogar um weitere 6 Mrd.t weltweit steigen wird. Dabei reichen die Reduktionsziele des Kyoto-Protokolls nicht einmal, um die globale Erwärmung hinreichend zu bremsen. Weitergehende Konzepte sind notwendig, wie sie z.B. die beiden Forscher Pascala/ Socolow von der Princeton-Universität ( weitaus mehr Energieeffizienz) entwickelt haben oder Lutz Wicke, Prof. für Ökomanagement, mit seinem "Kyoto-Plus-Konzept" vorschlägt, eine Ausweitung des Emissionshandels auf alle Erdbürger: Jedem Erdbürger werden gleichviele CO2-Emissionsrechte zugeteilt, die dann weltweit gehandelt werden können. Der Marktmechanismus soll dann dafür sorgen, dass Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgase dort vollzogen werden, wo sie den größten Effekt haben. |
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![]() Großansicht/ Daten => Treibhausgase > Daten/Infografiken |
Infografik: Europa (EU-15) und das Kyoto-Protokoll Im Kyoto-Protokoll haben sich die EU-15-Staaten verpflichtet, bis zum Jahr 2012 ihre Treibhausgas-Emissionen um 8 % im Durchschnitt aller EU-15-Länder im Vergleich zu 1990 zu reduzieren. Die EU-Umweltminister beschlossen im Rahmen einer EU-internen Lastenverteilung für jedes Land eine eigene Reduktionsquote, für Deutschland z.B. - 21 %. In der Tabelle wird die jeweilige Reduktionsverpflichtung (Soll) dem erreichten Stand 2002 (Ist) gegenübergestellt. Bei etwa 10 Staaten zeichnet sich eine z.T. erhebliche Verfehlung der Kyoto-Ziele ab. Die Grafik ist eingebettet in den Artikel: "Feiertag für das Klima. Das Kyoto-Abkommen tritt in Kraft - doch Forscher warnen, dass dem Sekt schon bald der Kater folgen könnte "[FR, 16.02.05] => FR-Themenseite |
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| 2004 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nationaler Allokationsplan Beschluss des Bundeskabinetts vom 31.03.2004 |
Nationaler Allokationsplan für die Bundesrepublik Deutschland 2005-2007 Das Bundeskabinett hat am 31.3.04 auf Vorschlag von Bundesumweltminister Jürgen Trittin den ersten Nationalen Allokationsplan (NAP) für Deutschland beschlossen. Damit erfüllt die Bundesregierung gerade noch fristgerecht die Vorgaben der EU-Richtlinie zur Einführung des europaweiten Emissionshandels, der am 1.1.2005 beginnen und helfen soll, die Vorgaben des Kyoto-Protokolls zu erfüllen. Danach sollen die EU-Staaten die CO2-Emissionen im Schnitt um 8 % im Vergleich zu 1990 reduzieren. |
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| 2003 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Sondergutachten des WBGU: "Über Kyoto hinaus denken - Klimaschutzstrategien für das 21. Jahrhundert." In ihrem Gutachten betonen die Wissenschaftler, dass gefährliche Klimaänderungen nur noch vermeidbar sind, wenn die Reduktion von Treibhausgasen deutlich stärker als bisher verfolgt wird. Insbesondere muss der vom Menschen verursachte Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) bis 2050 global um etwa 45-60% gegenüber 1990 gesenkt werden. Dies bedeutet, dass die Industrieländer ihren Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 um mindestens 20% verringern müssen. Gemäß Kyoto-Protokoll haben sie sich nur dazu verpflichtet, bis 2012 die Emissionen um 5,2 % bezogen auf 1990 zu senken. Presseerklärung zum Sondergutachten [WBGU] Gutachten online [WBGU] Gutachten zum Download [pdf, 1,6 MB; 99 S. ; WBGU] => Dokumente Klimawandel Treibhausgase |
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Infografik: CO2-Emissionen in der EU: Voraussichtliches Unter- bzw. Über-schreiten der Klimaschutzziele in den EU-Ländern laut Kyoto-Protokoll bis 2010 im Vergleich zu 1990, wenn die Politik der Länder unverändert fortgeführt würde. Nach derzeitigen Stand würden nur Großbritannien und Schweden die erforderliche CO2-Reduktion schaffen. (Angaben in Prozentpunkten): EU: + 7,5; Schweden: - 3,3; Großbritannien: - 1,4; Deutschland: + 1,3; Luxemburg: + 5,6; Frankreich: + 9,5; Italien: + 10,2; Griechenland: + 10,7; Niederlande: + 12,1; Portugal: + 14,0; Finnland: + 16,5; Belgien: + 22,9; Österreich: + 24,5; Irland: + 26,8; Spanien: + 33,3; Dänemark: + 37,8 Die Grafik ist eingebettet in den Artikel: "EU droht Scheitern bei Klimaschutz. Umweltkommissarin fordert Umdenken der Mitgliedstaaten, um Kyoto-Ziele bei Treibhausgasen noch zu schaffen " [FR, 03.12.03] => Treibhausgase |
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Kyoto-Protokoll vor dem Scheitern ? Im Artikel "Der Protokollverstoß: Die Klimavereinbarung von Kyoto droht zu scheitern - die Folgen werden tabuisiert" [ZEIT 46/03] zeigt Fritz Vorholz anhand aktueller Zahlen zu den Treibhausgas-Emissionen, dass nahezu alle großen Emittenten die Vorgaben des Kyoto-Protokolls z.T. weit verfehlen. Ferner analysiert Vorholz die Motive, warum Russland seine in Aussicht gestellte Ratifizierung immer weiter hinaus zögert. Wie schon zuvor die Stiftung Wissenschaft und Politik [pdf, 96KB] empfiehlt Vorholz, ein tatsächliches Scheitern des Kyoto-Protokolls in die Szenarien einzubeziehen, sich auch auf diesen "worst case" einzustellen und nach Altenativen zu suchen. Als eine Möglichkeit sieht Vorholz ein "Kyoto light", an dem sich die EU, Japan und Kanada (sie haben das Kyoto-Protokoll ratifiziert) beteiligen. Da sie allerdings nur ca. 20 % der weltweiten CO2-Emissionen verursachen, während die 4 Großemittenten USA, Russland, China und Indien zusammen für ca. 50 % der Gesamtemissionen verantwortlich sind, "werden die Vorreiter demonstrieren müssen, dass Klimaschutz nicht zulasten von Wirtschaft und Wohlstand geht", resümiert Vorholz. |
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| Radio-Tipp |
Die Klimaverhandler - Einblicke ins Innenleben des Kyoto-Prozesses Montag, 20. Oktober 2003: 16.05 - 17 Uhr, Leonardo, WDR 5 (Radio) Wiederholung: Montag, 20. Oktober 2003, ab 21.05 Uhr, WDR 5 Bei "Leonardo" sprechen zwei führende deutsche Klimaverhandler über die Motivation der an dem Kyoto-Prozess Beteiligten. Überblick zur Sendung [LernZeit] Zusammenfassung der Sendung/ externe Links [leonardo, 20.10.03] |
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| Treibhausgas- Reduktion Der Wochenbericht 39/03 kann für 10 € bestellt werden bei: DIW, Frau Michaela Engelmann, Email: mengelmann@diw.de => CO2-Emissionen |
Ziele des Kyoto-Protokolls rücken in weite Ferne 6 Jahre nach Verabschiedung des Kyoto-Protokolls 1997 sind die meisten Länder noch weit von den darin vereinbarten Klimaschutzzielen entfernt. Dieses Fazit zieht das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in seinem Wochenbericht 39/03: "Treibhausgas-Emissionen nehmen weltweit zu - Keine Umkehr in Sicht" Aus noch vorläufigen Schätzungen ergibt sich aus den Daten im DIW-Bericht: - weltweite CO2-Emissionen: + 4% von 2001 bis 2002 in den Entwicklungsländern sogar + 9% - weltweite CO2-Emissionen: + 20 % von 1990 bis 2001. Das Kyoto-Protokoll verlangt eine Reduktion um 5,2 % bis 2012. - Treibhausgas-Emissionen in Deutschland: - 18,3 % von 1990 bis 2001 - CO2-Emissionen in Deutschland: -1,8 % ( - 0,7 % *) von 2001 bis 2002 * temperaturbereinigt: das warme Wetter hat den Energieverbrauch von Verkehr und Privathaushalten verringert. Wird dieser Effekt rausgerechnet, ergibt sich nur eine Reduktion von 0,7 %. Der DIW-Wochenbericht 29/2003 erhält mehrere Tabellen mit aktuellen Daten zu den CO2-Emissionen der Annex-Länder des Kyoto-Protokolls. |
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| Altkanzler Helmut Kohl verkündete 1995 beim Berliner Klimagipfel für Deutschland ein nationales CO2-Reduktionsziel: 25 % bis 2005 im Vergleich zu 1990. Die Schröder-Regierung übernahm 1998 dieses ergeizige Klimaziel. Seine Realisierung gilt inzwischen als unwahrscheinlich, da bis 2003 nur eine 18%-Reduzierung erreicht wurde, die zum erheblichen Teil durch den Zusammenbruch der Ex-DDR Industrie verursacht wurde, also nicht Ergebnis von geplanten und umgesetzten Reduktionsmaßnahmen ist. In einer Analyse vom 24.9.03 stellt das DIW fest, dass Deutschland sein nationales Klimaziel nicht erreichen wird. Nicht ganz so aussichtslos erscheint die Umsetzung der Vorgaben laut Kyoto-Protokoll: 21 % bis 2010 im Vergleich zu 1990. Ende Oktober 2003 vertritt das Umweltministerium in der Beantwortung einer Oppositonsanfrage das nationale Klimaziel nicht mehr, sondern betont die Zielvorgaben durch das Kyoto-Protokoll. |
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CO2-Emissionen![]() Großansicht [DIE ZEIT] |
Infografik: Die Klimasünder. CO2-Emissionen in Deutschland 1990/ 2001 Die ZEIT-Grafik vergleicht die CO2-Emissionen 2001 und 1990, dem Referenzjahr des Kyoto-Protokolls, das für die Industriestaaten bis 2012 eine CO2-Reduktion um 5,2% im Vergleich zu 1990 fordert. Neben den Gesamtemissionen zeigt die Grafik die Verteilung auf die folgenden Bereiche: Energieerzeugung/- umwandlung; Industrie; Verkehr; Haushalte; Gewerbe/ Handel/ Dienstleistungen. Die Grafik (Format: 10x5,5cm) ist eingebettet im ZEIT-Artikel "Was kostet die Luft" von Fritz Vorholz [ZEIT29/2003], der sich ausführlich mit dem Emissionshandel auseinandersetzt. => CO2-Emissionen |
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Kyoto-Protokoll tritt
am 16.02.2005 in Kraft |
Nachdem Russland das Kyto-Protokoll ratifiziert hat, ist endlich die 55%-Hürde überwunden: 17,4 % (Russland) + 44,2 % (bisherige Länder) = 61,6%. Das Kyoto-Protokoll tritt am 16.2.2005 völkerrechtlich in Kraft, d.h. alle Staaten, die das Klimaschutzabkommen ratifiziert haben, müssen die ihnen zugewiesenen Treibhausgas-Begrenzung rechtsverbindlich in der ersten Verpflichtunsphase 2008-2012 umsetzen. |
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55 % Hürde
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Das Kriterium "hinreichend viele Industriestaaten" wurde durch eine 55 % Schwelle definiert: es müssen mindestens so viele Industriestaaten das Kyoto-Protokoll ratifizieren, dass ihr gemeinsamer Anteil an den gesamten Treibhausgasemissionen aller Industriestaaten im Referenzjahr 1990 die Schwelle von 55 % überschreitet. |
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Um das jahrelange Ringen um die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls mit seinen Unwägbarkeiten nachvollziehen zu können, wurde eine Extraseite zur Ratifizierung des Kyoto-Protokolls erstellt. |
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| Annex I Länder CO2-Ausstoß von Annex I Staaten 1990 (in %)
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Diese Ländergruppe umfasst die OECD-Länder (außer Korea und Mexiko) und einige Transformationsländer aus Osteuropa, ingesamt 35 Länder. Sie sind im Annex I der Vereinbarungen zum Kyoto-Protokoll aufgeführt und auf S. 60 dieses UNFCCC- Dokuments [pdf/ 632KB] mit ihren CO2-Emissionen 1990 (absolut/ prozentual) gelistet. Diese Länder werden oft als die "Industrieländer" bezeichnet. Auf sie bezieht sich die CO2-Reduktionsquote von 55% zum Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls: Erst wenn mindestens 55 Länder, die zugleich mindestens 55 % der CO2-Emissionen der 35 Industrieländer ( =Annex I- Länder) umfassen, ratifiziert haben, kann das Kyoto-Protokoll in Kraft treten. Für die CO2-Reduktionsquoten wird dabei das Basisjahr 1990 gewählt. Die Tabelle links zeigt die 10 Annex I -Staaten mit dem größten Anteil am CO2-Ausstoß aller Annex I - Staaten 1990 zusammen ( = 13,728 Milliarden Tonnen). |
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Annex I = |
23 Industrieländer = 15 alte EU-Staaten + folgende 8 Industrieländer: Australien, Island, Japan, Kanada, Neuseeland, Norwegen, Schweiz, USA. Annex II Länder sind die voll industrialisierten Länder. Annex I dagegen umfasst außerdem noch die Türkei und alle Transformationsländer, außer der Slowakei und Tschechei, die aus der Tschechoslowakei (Annex I ) hervorgegangen sind und bei Annex B gelistet sind. |
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| Transformationsländer | 12 Länder, die sich im Übergang (Transformation) zur Marktwirtschaft befinden: Russland + 11 Länder (Ost)-Europas: Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ukraine, Ungarn. |
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= Annex I |
Der Annex B des Kyoto-Protokolls listet alle 38 Länder, die im Rahmen des Kyoto-Protokolls eine CO2-Reduktion in der 1. Verpflichtungsperiode (2008-2012) übernommen haben: alle Annex-I ohne Türkei und Weißrussland (= Belarus) und zusätzlich Kroatien, Lichtenstein, Monaco. Für die ehemalige Tschechoslowakei (Annex I) nehmen die Slowakei und die Tschechische Republik als Annex-B-Länder teil. Annex B = Annex II + Transformationsländer außer Belarus + Kroatien + Lichtenstein + Monaco + Slowenien. Der Begriff "Annex-B-Länder" wird daher ebenfalls oft synonym mit "Industrieländer" benutzt, mit "Non-Annex-B-countries" sind in der Regel die Entwicklungs- und Schwellenländer gemeint. |
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| Fachbegriffe zur Klimapolitik |
Die folgenden Glossare / Lexika im Internet bieten kurze Erklärungen von Fachbegriffen im Umfeld des Kyoto-Protokolls: - Glossar beim Bundesministerim für Umwelt (BMU) - Glossar Klimapolitik: Greenpeace - Grundbegriffe: Carbonfix.de - Grundbegiffe: Hamburger Weltwirtschafts-Archiv (HWWA) |
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Klimagipfel |
Die Extra-Sites zu den letzten 4 Klimagipfeln Bonn 99, Den Haag 2000, Bonn 2001, Marrakesch 2001 und zum Rio+10 Weltgipfel, Johannesburg 2002 bieten eine Fülle von weiteren Informationen: Hintergrund-Infos, aktuelle Infos; Streitpunkte und Positionen, wichtige Dokumente, Daten/ Statistiken/ Infografiken, Pressespiegel. |
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Die
Nord-Süd-Initiative Germanwatch
informiert 8 mal im Jahr (plus weitere Specials aus aktuellem Anlass)
per eMail-Newsletter über Klimawandel, Klimaschutz und zu allen Aspekten
des Kyoto-Protokolls. In unserer Themenübersicht können Sie sich einen Überblick verschaffen und die Newsletter online abrufen. |
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| Stand: 18.02.10/zgh | ||
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