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  Clean Development Mechanism  (CDM)
Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung
Lexikon

  
Hintergrund:
  Kyoto-Protokoll   CDM-Bewertung   CDM-Projektbeispiele  

Clean-Development-Mechanism (CDM)-Projekte; Emissionshandel; Emissionsrechtehandel; Entwicklungsländer Großansicht/ Daten
Kyoto-Protokoll:
Der "Clean Development Mechanism" wurde im Rahmen des Kyoto-Protokolls (Artikel 12) beschlossen: Industriestaaten oder deren Unternehmen können in Entwicklungsländern CDM-Projekte, also Maßnahmen zur Treibhausgas-Reduktion oder nachhaltigen Entwicklung, z.B. Windkraftparks in China oder Solarkraftwerke in der Sahara, finanzieren oder durchführen bzw. sich daran beteiligen. Für die dadurch eingesparten Treibhausgas-Emissionen erhalten die Investoren Emissionszertifikate, die sie im Rahmen des Emissionshandels verkaufen oder selbst nutzen können, um ihr eigenes Treibhausgas-Kontingent im Industrieland zu erhöhen.
Beim Weltklimagipel 2010 in Cancún (Mexiko) wurde beschlossen, dass auch die umstrittenen CCS-Technologien als CDM-Projekte gelten können.
  
CDM-Bewertung:
Soll ein Projekt als CDM anerkannt werden, muss es beim UN-Klimasekretariat in Bonn angemeldet und von dort zugelassenen Gutachtern nach UN-Kriterien geprüft werden. Auf Grundlage des Prüfberichts der Gutachter entscheidet der Exekutivrat der UN über die Anerkennung als CDM-Projekt.
Ein wichtiges Kriterium dafür, ob ein Klimaschutzprojekt in einem Entwicklungsland als CDM-Projekt anerkannt werden kann, ist seine "Zusätzlichkeit": Nur wenn das Projekt erst durch zusätzliche Investitionen aus Industrieländern realisiert wird und nicht ohnehin auch ohne zusätzliche Hilfe umgesetzt worden wäre, kann es als CDM-Projekt akzeptiert wird.
Die Praxis der CDM-Prüfung und Anerkennung ist immer mehr in die Kritik geraten. Das Öko-Institut hat in einer Studie (Mai 2009) alle 900 Projekte untersucht, über die der Exekutivrat zwischen April 2007 und März 2009 entschieden hat, und gravierende Mängel bei den Gutachtern festgestellt. Der Hauptgrund dafür ist, dass die Gutachter von den Antragstellern selbst ausgewählt und bezahlt werden, was ihre Unabhängigkeit und Prüfintegrität in Frage stellt.
Insbesondere das Kriterium "Zusätzlichkeit" wird oft nicht oder allenfalls nur lax geprüft, was die Wirksamkeit von CDM erheblich reduziert. Manche Experten kritisieren die CDM-Praxis daher als "Klima-Ablasshandel" für die Industrieländer Elmar Altvater/Achim Brunnengräber (Hrsg.): Ablasshandel gegen Klimawandel ? : durch die Finanzierung von Projekten in Entwicklungsländern, die dort nur scheinbar Emissionen einsparen oder nicht "zusätzlich" sind, wird die Treibhausgas-Reduktion in den Industrieländern untergraben. Unterm Strich konterkarieren solche Schein-CDM-Projekte das Bemühen um weltweite Treibhausgas-Reduktion.  Das große Geschäft mit dem Klima, Tagesspiegel 8.3.09  CDM: echter Klimaschutz oder Kyoto-Schlupfloch  Zweifel an Klimaprojekten  A.Michaelowa (Uni Zürich): Untergräbt der Clean Development den internationalen Klimaschutz?,  
   
Clean-Development-Mechanism (CDM)-Projekte; Emissionshandel; Emissionsrechtehandel; Entwicklungsländer
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Beispiele für  CDM-Projekte:
Über 1400 Projekte (Stand: 5.6.09) sind bisher beim Klimasekretariat in Bonn als CDM registriert worden.
Die Projekte aus Deutschland werden von der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHST) in einer Datenbank erfasst. Laut Globus-Grafik beteiligt sich Deutschland an 166 Projekten (Stand: 30.11.09), darunter 63 in China und 40 in Indien, den beiden bevölkerungsreichsten Ländern, deren Treibhausgas-Ausstoß pro Kopf zwar im Vergleich zu den Industrieländern noch gering ist, die aber beim Ausstoß pro Land inzwischen auf Rang 1 (China) bzw. Rang 4 (Indien) liegen, vor allem weil sie veraltete wenig effiziente Kohlekraftwerke verwenden. Im Rahmen der CDM-Projekte werden daher vor allem erneuerbare Energien wie Windparks gefördert.
Neben den oben beschriebenen CDM-Projekten umfasst die Liste auch die Joint-Implementation (JI)- Projekte, also Klimaschutzprojekte von Industrie- in Kooperation mit sog. Transformationsländern.
     

CDM-Projekte
iwd-Grafik: CDM-Projekte
04.12.08   (88)
iwd-Grafik: Klimaschutz - China mit großem Potenzial
Um Treibhausgase mit möglichst geringen Kosten reduzieren zu können, wurden im Rahmen des Kyoto-Protokolls die sog. "Clean-Development-Mechanism" (CDM) beschlossen: Unternehemn aus Industrieländern können CDM-Projekte in Nicht-Industrieländern finanzieren und sich die dadurch eingesparten Treibhausgase beim EU-Emissionshandel gutschreiben lassen. Die Maßnahmen zur Treibhausgasreduktion konzentrieren sich vor allem auf die Erneuerbaren Energien und die Verwertung von Abfällen. Mehr als die Hälfte der über CDM erreichten Treibhausgasreduktion erfolgt in China. Indien, Brasilien und weitere Staaten folgen mit großem Abstand.
Die Grafik informiert über die pro Jahr erwartete Treibhausgasreduktion (in Mio Tonnen CO2-Äquivalenten) in Ländern mit bewilligten CDM-Projekten.:
China 122,7; Indien 31,6; Brasilien 19,5; Südkorea 14,6; Mexiko 7,6; Chile 4,3; Argentinien 4,1; Sonstige: 27,1.
  
Die iwd-Grafik befindet sich auf S.2 der iwd-Ausgabe 49/2008 (1,4 MB)

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CDM-Projekte
CDM-Projekte; Clean Development Mechanism; Kyoto-Protokoll; Emissionshandel; Emissionsrechte / Infografik Globus 3245 vom 18.12.2009
Großansicht/ Daten

18.12.09   (155)
dpa-Globus: Emissionsrechte für Entwicklungshilfe
Um den Treibhauseffekt zu verringern, muss der weltweite Treibhausgas-Ausstoß reduziert werden, insbesondere auch dort, wo es am preiswertesten ist, z.B. in ärmeren Ländern, die sich selbst keine Effizienztechnologien leisten können oder wollen. Das Kyoto-Protokoll erlaubt den Industrieländern im Rahmen der Clean-Development-Mechanism (CDM), ihre Reduktionspflichten nicht nur im eigenen Land sondern auch durch Klimaschutzprojekte in weniger entwickelten Ländern zu erfüllen. Auch Unternehmen können sich an solchen CDM-Projekte beteiligen und dadurch Emissionsrechte erwerben, die im EU-Emissionshandel angerechnet werden. Laut Kritikern tragen viele CDM-Projekte jedoch nicht zur zusätzlichen Reduzierung bei, da sie sowieso durchgeführt worden wären und ihr Reduktionsvolumen meist viel zu optimistisch bewertet wird.
  
  => Daten der Infografik/ Großansicht

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CDM-Projekte
Clean-Development-Mechanism (CDM)-Projekte; Emissionshandel; Emissionsrechtehandel; Entwicklungsländer  / Infografik Globus 3210 vom 04.12.2009
04.12.09   (154)
dpa-Globus: Entwicklungshilfe für das Klima
Für den Klimaschutz ist es egal, wo auf der Erde Treibhausgase eingespart werden, wichtig ist nur wie viel. Deshalb ist es sinnvoll, die Treibhausgase dort zu reduzieren, wo es am preiswertesten ist, so in ärmeren Ländern, die sich z.B. keine energieeffiziente Technologien leisten können oder wollen. Das Kyoto-Protokoll sieht daher sog. Clean-Development-Mechanism (CDM)-Projekte vor, mit denen Industrieländer Treibhausgase in ärmeren Ländern einsparen und sich als eigenen Beitrag zur Treibhausgas-Reduktion anrechnen dürfen. Deutschland fördert insgesamt 180 CDM -Projekte, darunter 63 in China und 40 in Indien.
 
  => Daten der Infografik/ Großansicht

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CO2-Budgets
2°C-Leitplanke: WBGU-Grafik
Großansicht/ Daten
11.11.09   (143)
WBGU: Nationale CO2-Budgets zur Einhaltung der 2°C-Schwelle
Soll die 2 °C-Schwelle bei der globalen Erwärmung nicht überschritten werden, dürfen nach Berechnungen des WBGU weltweit kumuliert von 2010 bis 2050 nur noch 750 Mrd. Tonnen (Gt) CO2 (Globalbudget) emittiert werden.Wird die Weltbevölkerung im Jahr 2010 von ca. 6,9 Mrd.(G) Menschen als Referenzgröße gewählt, ergeben sich jährlich pro Kopf rund 750Gt / 6,9G /40 = 2,72 t. Für Deutschland mit einer Bevölkerung von 82,2 Mio (M) ergibt sich ein nationales Budget von ca. 750 Gt/ 6,9G. * 82,2 M = 8,93 Gt. Bleibt der aktuelle Jahresausstoß (2008: 0,91 Gt) konstant, wäre das Nationalbudget bereits nach 10 Jahren ausgeschöpft (Reichweite R=10). In der Tabelle werden die entsprechenden Daten für die USA (R=6), China (R=24), Indien (R=88) und Burkina Faso (R=2892) zusammengestellt.
Die extrem kurzen Reichweiten bei den Industriestaaten und China zeigen, dass diese Staaten ihren CO2-Ausstoß sehr schnell und drastisch reduzieren müssen. In einer Übergangszeit könnten die sog. flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls (Emissionshandel, CDM-Projekte, Joint Implementation) den Industriestaaten ermöglichen, einen Teil ihrer CO2-Einsparung z.B. in Indien und China zu realisieren und dadurch ein wenig Zeit zu gewinnen. Ohne Emissionshandel müssten die Industrieländer ihren CO2-Ausstoß pro Kopf  im Durchschnitt bereits 2025 auf Null bringen, mit Emissionshandel müsste er bis 2050 auf etwa 1 Tonne reduziert werden.
  
Die Tabelle ist eingebettet in das Factsheet 3/2009  [pdf, 372 KB, WBGU]

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Daten/Statistiken/ Infografiken: Archiv   (jahrgangsweise chronologisch)
Jahrgang:  2008  2009  2010  2011  2012  2013  2014 
  
Externe Links Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHST): CDM 
Klimasekretariat UNFCCCCDM 

  

Stand: 05.06.09/zgh
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