| Hintergrund |
Basiswissen, Daten, Statistiken |
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Begriffsklärung
"Hurrikan"
"Taifun"
"Zyklon"
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Wirbelstürme [Wiki] in den Tropen werden je nach Region unterschiedlich benannt, z.B.:
- "Hurrikan": Atlantik, Karibik, östlicher Pazifik
- "Taifun": westlicher Pazifik, z.B. China, Japan
- "Zyklon": Australien, Indischer Ozean (besonders: Golf von Bengalen),
afrikanischen Ostküste (Mauritius, La Réunion, Madagaskar )
Der Begriff "Hurrikan" stammt ursprünglich aus einer Indianersprache und bezeichnet einen starken Wirbelsturm ab Windstärke 12 ("Orkan": höchste Stufe auf der Beaufort-Skala [Wiki] zur Klassifizierung von Windstärken [Wiki]), also ab einer Windgeschwindigkeit von über 118 km/h.
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Großansicht [ZEIT 36/05]

"Hurrikan an der Leine"
(pdf, 602 KB, 10 S., bei:
Spektrum der Wissenschaft")
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Infografik: Wie Wirbelstürme entstehen
Die Infografik erklärt in 4 Schritten (links abgebildet nur der 4.Schritt), wie Wirbelstürme über dem Meer entstehen: Ist das Meerwasser hinreichend warm (über 26 ° C), steigt genügend Wasserdampf auf, um den Prozess der Hurrikanbildung in Gang zu bringen. Als der Hurrikan "Katrina" über den Golf von Mexiko zog, betrug dort die Temperatur des Meerwassers etwa 30 ° C.
Die Erdrotation erzeugt die sog. Corioliskraft, die die aufsteigende feuchte Luft in eine Spiralbewegung versetzt, die im Zentrum ein starkes Tiefdruckgebiet erzeugt, in das von außen neue feuchte Luft nachströmt, wodurch die Drehbewegung immer stärker wird.
Die Grafik ist eingebettet in den Artikel "Treibhausgas wird tiefgestapelt" [ZEIT 36/1.9.05]. Der erläuternde Text zur Infografik ist derzeit nur in der Printausgabe der ZEIT (S.33) enthalten.
Eine noch detaillierte Darstellung bietet der Artikel "Hurrikan an der Leine" (pdf, 602 KB, 10 S., bei: Spektrum der Wissenschaft"). Er enthält 3 Infografiken mit erläuternden Texten zur Entstehung eines Hurrikans, die auch gut für den Unterricht geeignet sind.
Weiter Infos: => Unterricht
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Im Spezial "Naturkatastrophen
- Geißeln der Menschheit" bietet stern.de in der Rubrik "Wirbelstürme" eine animierte Bilderfolge zur Entstehung eines Hurrikans.
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Hurrikane sind riesige Wirbel mit einer Ausdehnung bis zu etwa 1000 km. Der gesamte Wirbel bewegt sich oft nur mit geringer Geschwindigkeit (um die 20 km/h) auf seiner Zugbahn weiter, im Zentrum ("Auge") ist die Windgeschwindigkeit demnach gering (Drehen auf der Stelle, langsame Weiterbewegung auf der Zugbahn), außerhalb des Zentrums dagegen kann sie mehr als 250 km/h (Kategorie 5: höchste Stufe) betragen.
Beim Hurrikan "Katrina" wurden Windgeschwindigkeiten über 300 km/h und bei "Wilma", dem stärksten Hurrikan seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1851, Spitzenböen bis zu 340 km/h gemessen.
Die folgenden Hurrikan-Kategorien beziehen sich auf Windgeschwindigkeiten, die im sich drehenden Wirbel außerhalb des Zentrums gemessen werden: |
Hurrikan-
Kategorien: |
Kategorie 1: 119 - 153 km/h (Windstärke 12 nach Beaufort-Skala [Wiki] )
Kategorie 2: 154 - 177 km/h
Kategorie 3: 178 - 209 km/h
Kategorie 4: 210 - 249 km/h
Kategorie 5: mehr als 250 km/h
Vor "Katrina" erreichten bisher nur 3 Hurrikane die höchste Kategorie 5:
"Andrew" 1992/ Florida, 43 Tote,
"Camille" 1969 Mississippi, 256 Tote,
"Ohne Namen", 1935, Florida, 600 Tote.
Hurrikan "Rita", der kurz nach "Katrina" auf nahezu gleicher Bahn über den Golf von Mexiko zur Südküste der USA zog, erreichte ebenfalls die höchste Kategorie 5, ebenso "Wilma" ab dem 19.10.05
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Namensliste 2005
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Nr.
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Name |
Hurrikan
Index/Kat. |
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1
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Arlene |
- / - |
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2
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Bret |
- / - |
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3
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Cindy |
- / - |
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4
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Dennis |
1./ 4 |
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5
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Emily |
2./ 4 |
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6
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Franklin |
- / - |
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7
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Gert |
- / - |
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8
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Harvey |
- / - |
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9
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Irene |
3. / 2 |
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10
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Jose |
- / - |
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11
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Katrina |
4. / 5 |
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12
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Lee |
- / - |
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13
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Maria |
5. / 2 |
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14
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Nate |
6. / - |
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15
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Ophelia |
7. / - |
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16
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Philippe |
8. / - |
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17
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Rita |
9. / 5 |
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18
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Stan |
10. / - |
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19
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Tammy |
- / - |
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20
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Vince |
11. / - |
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21
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Wilma |
12, / 5 |
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22
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Alpha |
- / - |
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23
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Beta |
13. / 3 |
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24
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Gamma |
- / - |
|
25
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Delta |
- / - |
|
26
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Epsilon |
14. / 1 |
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Seit 1953 werden Sturmtiefs, so auch Hurrikane, mit Vornamen bezeichnet, zunächst mit nur weiblichen, ab 1979 im Atlantik nach Protesten der Frauenbewegung abwechselnd auch mit männlichen. Ab Windstärke 8 (Beaufort-Skala) bekommen Tropenstürme einen Namen, der von der "World Meteorological Organziation (WMO)" nach Regionen getrennt vergeben wird: Atlantic; Eastern North Pacific; Central North Pacific; Western North Pacific; Western Australian Region; Northern Australian Region; Eastern Australian Region; Fiji Region ; Papua New Guinea Region; Philippine Region; Southwest Indian Ocean.
Die Atlantik-Liste bietet für das aktuelle Jahr 2005 (linke Spalte) und für 5 weitere Jahre jeweils 21 Namen in alphabetischer Reihenfolge. Nach Ablauf des Jahres 2005 werden die Namen aus 2005 wieder für das Jahr 2011 verwendet und dann im 6-Jahres-Zyklus so weiter.
Reichen die 21 Namen in einem Jahr nicht aus, folgen hilfsweise die Buchstaben des griechischen Alphabets: "Alpha", "Beta", "Gamma", "Delta", "Epsilon" usw. Dies war erstmals in der Rekord-Hurrikansaison 2005 so: die Namensliste reichte bis zum 9.12.05 bis zum Namen "Epsilon".
Laut Liste für 2005 (linke Spalte) folgten auf "Katrina" (11. Tropensturm/ 4. Hurrikan) die Namen Lee, Maria, Nate, Ophelia, Philippe. Da es sich um Tropenstürme bzw. Hurrikane handelte, die vergleichsweise wenig Schaden anrichteten, wurden diese Namen in den Medien kaum bekannt. Nur Ophelia an der Ostküste der USA richtete einige Schäden an und fand kurzzeitige Erwähnung.
Ab dem 20.9.05 suchte dann der Hurrikan "Rita" (17. Tropensturm/ 9. Hurrikan) mit einer ähnlichen Zugbahn und Stärke wie "Katrina" (Kategorie 5) erneut die Südküste der USA heim. "Rita" war der 3. stärkste Hurrikan im Atlantik seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1851.
Hurrikan "Stan" (18. Tropensturm/ 10. Hurrikan) zog vom 1.- 5.10.05 von der Westkaribik über Mittelamerika und verursachte Starkregen mit Überschwemmungen, Erdrutschen und Schlammlavinen.
Hurrikan "Vince" (20. Tropensturm/ 11. Hurrikan) zog ab dem 8.10.05 als erster Hurrikan seit Beginn der Aufzeichnungen entgegen der normalen Westrichtung nach Nordost zur Iberischen Halbinsel und verursachte dort Starkregen und Überschwemmungen.
Hurrikan "Wilma" (21. Tropensturm, 12. Hurrikan) entstand um den 15.10.05 in der Karibik in der Nähe der Halbinsel Yukatan. Schnell entwickelte er sich zum stärksten je gemessenen Hurrikan der Kategorie 5 mit geschätzten Spitzenböen bis zu 340 km/h. Mit Windböen und meterhohen Flutwellen zerstörte er weite Regionen Yukatans.
Während "Wilma" am 23.10.05 von Yukatan nach Nordost weiterzog und danach auf den Süden Floridas traf, bildete sich im Atlantik bereits ein neuer Hurrikan. Erstmals seit Beginn der Hurrikan-Aufzeichnungen im Jahr 1851 reichten die offiziellen 21 Namen der Atlantikliste der WMO nicht aus. Nach den Regeln der Namensvergebung für Tropenstürme wurde deshalb als Name "Alpha" (1.Buchstabe des griechischen Alphabets) gewählt. Danach folgten noch die Tropenstürme "Beta" bis "Epsilon".
Die Hurrikansaison im Atlantik endete offiziell am 30.11.05. Mit Hurrikan "Epsilon" (29.11. - 8.12.05) reichte erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen 1851 ein Hurrikan weit in den Dezember hinein. Auch beunruhigt die Fachwelt, dass "Epsilon" bei einer vergleichsweise niedrigen Wassertemperatur von etwa 24 °C entstand und sogar trotz absinkender Temperaturen (auf etwa 21 °C) über einige Tage Bestand hatte. Bisher hielten Hurrikanexperten mehr als 26 °C für erforderlich, damit überhaupt ein Hurrikan entstehen und andauern kann.
Mit jetzt 26 Tropenstürmen, darunter 14 Hurrikane, wurde das Allzeithoch aus dem Jahr 1933 (21 Tropenstürme) bzw. 1969 (12 Hurrikane) überboten. Noch nie gab es außerdem 3 Hurrikane der höchsten Kategorie 5 (Katrina, Rita, Wilma) im selben Jahr.
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Infografik: Hurrikane im Atlantik
Die Landkarte (oben) zeigt das typische Entstehungsgebiet der Hurrikane westlich der Kapverdischen Inseln sowie den Bereich möglicher Zugbahnen nach Westen im Großraum der Karibik/ Golf von Mexiko. Darunter werden die 5 Hurrikan-Stufen (Kategorien) über die Windgeschwindigkeit definiert. Zusätzlich wird notiert, welche Höhe Sturmflut-Wellen auf jeder Stufe erreichen können.
Unten wird die saisonale Verteilung der Hurrikane in den USA von 1900 bis 2000 veranschaulicht: Juni 11, Juli 18, Aug.42, Sep. 65, Okt. 25, Nov. 4.
Die Grafik ist eingebettet in den Artikel "Im Schwitzkasten. Klimaforscher Kerry Emanuel zeigt, dass Hurrikane durch den Treibhauseffekt immer langlebiger und heftiger werden" [FR,13.9.05, S.27],
14 Tage lang online abrufbar im FR-ePaper-Angebot.
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Hurrikan-Saison
Begriffe
Statistiken
Statistiken bis 2004
Rekordjahr 2005
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Die sog. "Hurrikan-Saison" reicht im Atlantik vom 1.6. - 30.11. jeden Jahres. In diesem Zeitraum erwärmt die Sonneneinstrahlung die Oberflächentemperatur des Meerwassers über die 26° C- Schwelle, ab der Hurrikane entstehen können.
Langjährige statistische Durchschnittswerte:
10 Stürme erreichen eine Geschwindigkeit von mindestens 62 km/h (Windstärke 8 nach Beaufort-Skala), ab dann nennt man sie "Tropensturm" und gibt ihnen einen Namen, z.B. "Katrina". 6 der 10 Tropenstürme erreichen Windgeschwindigkeiten von mehr als 118 km/h (Windstärke 12 (Orkan): höchste Stufe der Beaufort-Skala) und werden ab dieser Geschwindigkeitsschwelle "Hurrikan" genannt (Kategorie 1), davon treffen 5 auf die Südküste der USA. Etwa 2 Hurrikane pro Saison erreichen Geschwindigkeiten ab 178 km/h (Kategorie ab 3 aufwärts), man spricht dann vom "großen Hurrikan" ("Major Hurricane").
Die Jahre mit den meisten Tropenstürmen: 1933: 21; 1995: 19.
Das Jahr mit den meisten Hurrikanen: 1969: 12.
Das Jahr mit den meisten großen Hurrikanen: 1950: 8.
Für das Jahr 2005 rechnete das National Hurricane Center (Maryland) mit 18 bis 21 Tropenstürmen, darunter 9-11 Hurrikane, davon 5-7 "große Hurrikane".
[Daten aus: FR,6.9.05]
Diese Vorausschätzungen wurden inzwischen bei weitem überboten:
=> Rekord-Hurrikansaison 2005
Saisonale Verteilung der Hurrikane in den USA von 1900 bis 2000:
Juni 11, Juli 18, Aug.42, Sep. 65, Okt. 25, Nov. 4.
(siehe Infografik: Hurrikane im Atlantik)
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Die folgenschwersten Hurrikane
ab dem Jahr 1900
ohne Jahr 2005
[ARD-Text, 29.8.05, S.158]
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1. "Galveston" (Texas), 1900, Kategorie 4, mindestens 8000 Tote
2. "Lake Okeechobee" (Florida), 1928 Kategorie 4, mindestens 2500 Tote
3. "Ohne Namen" (Florida Keys), 1919 Kategorie 4, etwa 600 Tote
4. "Labor Day" (Florida Keys), 1935 Kategorie 5, 408 Tote
5. "Aufrey" (Louisiana), 1957 Kategorie 4, 390 Tote
6. "Grand Isle" (Louisiana), 1909 Kategorie 4, 350 Tote
7. "Ohne Namen" (New Orleans), 1915 Kategorie 4, 275 Tote
8. "Camille" (Mississippi), 1969 Kategorie 5, 256 Tote
9. "Great Miami", Florida, 1926 Kategorie 4, 243 Tote |
| Jahr 2005:
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1. "Katrina" (Golfküste USA): Kategorie 5: Tote: ~ 1000, Schäden: ~ 150 Mrd.$
2. "Rita" (Golfküste USA): Kategorie 5: Tote: ~ 10, Schäden: ~ 10. Mrd.$
3. "Wilma" ( Mexiko, Yukatan): Kategorie 5: Tote: ?, Schäden: einige Mrd.$
"Wilma" war der stärkste je gemessene Hurrikan.
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Klimaerwärmung vs. Hurrikanzyklen |
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Zahl der Hurricanes nimmt zu. US-Forscher: Klimaerwärmung ist schuld Von Volker Mrasek
[DLF, 16.9.05]
auch: Studiogespräch mit Volker Mrasek
[rm-Format, Leonardo]
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Viele Klimaforscher sehen in den obigen Daten einen Anstieg der Häufigkeit und Intensität der Hurrikane und halten dafür den anthropogenen (menschgemachten) Treibhauseffekt für hauptverantwortlich.
Die physikalischen Prozesse, die zur Entstehung eines Hurrikans führen, zeigen, dass die Oberflächentemperatur des Meerwassers einer der wichtigsten Faktoren ist. Die Oberflächentemperatur hat sich jedoch bereits durch die Klimaerwärmung infolge des Treibhauseffekts im Durchschnitt um etwa 0,5 °C erhöht.
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Hurrikane im Mittelmeer
Hurrikan-Experte erklärt das Entstehen der Wirbelstürme
[DLF, 29.8.05]
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Ab einer Oberflächentemperatur von über 26 ° C verdunstet hinreichend viel Wasser, damit ein Hurrikan entstehen kann. Durch die globale Erwärmung kann sich der Anteil der Meeresflächen, die die Temperaturschwelle von 26 ° C überschreiten, vergrößern und damit auch die Häufigkeit von Hurrikanen. Experten (z.B.: Gerd Tetzlaff vom Institut für Meteorologie an der Universität Leipzig) halten es für möglich, dass in Zukunft Hurrikane sogar im Mittelmeer entstehen können.
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"Im Schwitzkasten. Klimaforscher Kerry Emanuel (MIT) zeigt, dass Hurrikane durch den Treibhauseffekt immer langlebiger und heftiger werden"
[FR,13.9.05, S.27], 14 Tage lang online abrufbar im FR-ePaper-Angebot.
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Die globale Erwärmung erhöht auch die Lufttemperatur über den Meeren. Je wärmer die Luft ist, um so mehr Feuchtigkeit kann sie aufnehmen, was die "innere Energie" und damit die Intensität von Hurrikanen steigert. Nach neuen Forschungsergebnissen des Atmosphärenforschers ("Sturmpapst") Kerry Emanuel (MIT) hat in den letzten 3 Dekaden zwar nicht die Häufigkeit jedoch die Lebensdauer und Zerstörungskraft tropischer Wirbelstürme drastisch zugenommen. Hauptursache dafür sei die Erhöhung der Oberflächentemperatur der Meere, so die Analyse Emanuels.
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ausführlicher
Hintergrund-
Bericht:
Globale Erwärmung gibt Hurrikans mehr Kraft
[TR-Aktuell, 16.9.05]
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Die Analysen Emanuels bestätigt eine in der Zeitschrift Science (16.9.05) veröffentlichte Hurrikan-Studie einer Forschungsgruppe am Georgia Institute of Technology unter der Leitung von Paul Webster: Laut Studie erwärmte sich das Oberflächenwasser der Meere weltweit im Durchschnitt um 0,5 °C, parallel dazu stieg die durchschnittliche Zahl sehr starker Hurrikane (Kategorie 4 oder 5) pro Jahr von durchschnittlich 10 in den 70-er Jahren auf durchschnittlich 18 in der Dekade 1995-2004.
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Hurricanes and Global Warming - Is There a Connection?
[www.realclimate.org]
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Die Ergebnisse Kerrys und Websters werden untermauert von renommierten Klimaforschern wie Mojib Latif sowie Stefan Rahmstorf, Michael Mann, Gavin Schmidt und weiteren Klimaforschern (siehe: www.realclimate.org).
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| langjährige Zyklen
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Einige Klimaexperten verweisen außerdem auf langjährige Zyklen in der Hurrikanhäufigkeit. "Ich vermute, dass wir bereits jetzt einen deutlichen Einfluss der Erderwärmung bei den Hurrikanen haben. Aber noch ist das nicht der wichtigste Einflussfaktor. Es gibt da einen natürlichen Zyklus in der Atmosphäre: alle 25 Jahre kommt eine Phase mit intensiven Stürmen, und das dominiert die gegenwärtige Entwicklung." [Tom Mason, Uni. von Tampa, in: DLF, 31.7.05]
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Der Ansturm der Hurrikane
Das Nationale Hurrikan-Zentrum des US-Wetterdienstes rechnet mit weiteren Stürmen noch in diesem Jahr. Bleibt der Hurrikan "Katrina" kein Einzelfall? Wohin geht der Trend in dieser Hurrikan-Saison?
Was ist die Ursache für die aktuelle Häufung von immer stärker werdenden Hurrikanen: Klimaerwärmung oder langjährige Zyklen?
Studiogespräch mit Volker Mrasek [rm-Format, 5:13; WDR5-Leonardo, 16.9.05]
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Großansicht [derStandard.at] |
Infografik: Schwere Hurrikane in den USA ab 1851 (Kategorie 3-5)
Die Zickzack-Kurve zeigt, wie stark die Anzahl schwerer Hurrikane in den USA seit 1851 geschwankt hat: zwischen 1 (1860-70) und 10 (1940-50). Die letzten beiden Dekaden (1980-2000) lagen mit jeweils 5 etwas unter dem Durchschnitt.
Die Grafik ist eingebettet in die Webseite "George 'Hurricane' Bush" [derStandard.at], die Positionen und Meinungen zur Häufigkeitsverteilung der Hurrikane bereitstellt.
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Gero von Randow:
"Mehr Killer-Stürme"
[ZEIT online, 38/2005]
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In einer zusammenfassenden Bewertung der obigen Debatte über die Frage, ob die Klimaerwärmung Anzahl oder/und Stärke von Hurrikanen erhöht, gelangt Gero von Randow (Wissenschaftsjournalist, der schon öfter die Klimaerwärmung relativiert hat) zur Einschätzung: "Die Zahl extrem starker Hurrikans ist offenbar gestiegen. Doch einen Zusammenhang mit dem Erdklima sieht die Wetterkunde nicht", so der Untertitel seines Kommentars.
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Weitere Daten/Bewertungen werden im Rahmen der laufenden Aktualisierung hier eingestellt |
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