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Infografik: Tsunamie-Welle/ Entstehung, in: DIE ZEIT Nr.1/2005 Tsunami
Flutkatastrophe in Südasien
Tsunami-Vorwarnsystem

Hintergrund   Aktuelles/ Archiv   Chronologie   Daten/Statistiken
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   Wellenphysik
Begriff
Hintergrund

Den Begriff  "Tsunami" (übersetzt in etwa: "große Welle im Hafen") prägten japanische Fischer aufgrund ihrer Erfahrung mit dieser besonders gefährlichen Art von Wellenbildung im Meer: Beim Fischen auf offener See bemerkten sie oft keine oder allenfalls geringe Wellenbewegung. Kehrten sie zum Abend in den Hafen zurück, mussten sie mit Entsetzen feststellen, dass offensichtlich eine starke Flutwelle den Hafen zerstört hatte. Die Überlebenden in den betroffenen Orten berichteten über haushohe Wellen, die mit großer Wucht alles in ihrer Bahn zerstörten.
  

Entstehung/ Verlauf
Infografik: Tsunamie,  Großansicht bei FAZ.net
Infografik [FAZ.net]


Entstehung/ Verlauf
Tsunami-Welle

Infografik: Tsunami-Welle/ Entstehung, in: DIE ZEIT Nr.1/2005
Infografik [ZEIT 01/2005]
Die Grafik zeigt, wie sich die Indische Platte unter die Birma-Platte schiebt. In wenigen Sekunden senkte sich der Meeresboden um bis zu 10 m auf einer Länge von rund 1000 km. Dieser tektonische Schock verursachte den Tsunami mit einer Wellenlänge von 125 - 250 km. Die Welle breitete sich mit etwa 800 km/h im Indischen Ozean aus.


Ein Tsunami entsteht, wenn plötzlich große Wassermassen im Meer bewegt werden, z.B. durch ein ruckartiges Auf oder Ab des Meeresbodens, ausgelöst durch ein Seebeben ab etwa Stärke 7,5 auf der Richter-Skala. Erst ab dieser Stärke reicht die Energie aus, die darüberliegenden Wassermassen so stark anzuheben, dass ein Tsunami entstehen kann.
Nicht jedes hinreichend starke Seebeben führt automatisch zu einem Tsunami: verursacht das Seebeben nur einen seitlichen Versatz des Meeresbodens, wird kein oder allenfalls wenig Wasser angehoben und es entsteht kein Tsunami, so z.B. beim Seebeben am 28.3.2005 vor der Westküste Sumatras im Indischen Ozean.
Der Ausbruch eines Unterwasser-Vulkans kann ebenfalls einen Tsunami verursachen, falls das ausgestoßene Material (Asche, Lava) in kurzer Zeit eine große Wassermasse verdrängt. Auch Auswirkungen von außen auf das Meer können Ursache für einen Tsunami sein, z.B. großvolumige Erdrutsche nach Vulkanaus-brüchen wie beim Krakatau am 27.8.1883 in der Sundastraße zwischen Java und Sumatra.
Auch die Einschläge von großen Meteoriten oder Kometen ins Meer haben in der Erdgeschichte die größten Tsunamis aller Zeiten verursacht.
Tsunamis breiten sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1000 km/h im Meer aus. Bei Tsunamis, die durch ein Seebeben entstehen, hängt die Geschwindigkeit von der Meerestiefe ab.
Wassertiefe (m)
6000
2000
200
20
Geschwindigkeit (km/h)
800
500
150
50
Formel für die Geschwindigkeit einer Tsunami-Welle / Wellenphysik
 => Wellenphysik
Aus der Wellenphysik folgt, dass bei einer Welle im offenen Meer keinerlei Strömung (Transport von Wasser) stattfindet. Was sich ausbreitet ist die "Welle", also das Muster der Veränderung der Höhe des Wasserpegels samt der Energie, die in der Welle steckt. Bei Tsunamis, die durch ein Seebeben entstanden sind, ist die Amplitude (= Unterschied zwischen höchstem und niedrigstem Pegel) im offenen Meer relativ klein: sie beträgt meistens nicht mehr als wenige Dezimeter (Zehntel Meter), selten etwa 1 Meter, im Extremfall bis zu etwa 2 Metern. Daher sind z.B. selbst kleine Boote auf offener See nicht gefährdet. Sie bemerken den Tsunami oft gar nicht. Gefährlich wird es erst, wenn die Welle auf feststehende Hindernisse im Meer (kleine Inseln, Bohrinseln, Leuchtürme) trifft oder in den immer flacher werdenden Küstenbereich größerer Landmassen einläuft.
Nähert sich zuerst ein Wellental dem Land, fließt Wasser vom Strand in das Wellental. Dadurch wird der Strand oft großflächig trockengelegt. Dieses Naturphänomen ist derart auffallend, dass es selbst bei Mini-Tsunamis (z.B. am 25.8.2004 im Mittelmeer) nicht unbemerkt bleibt. Wer diese Erscheinung richtig deutet, hat noch Zeit, seine Umgebung zu warnen und vom Strand zu flüchten, denn bei der großen Wellenlänge (= Abstand zweier Wellenberge: zwischen 100 bis 300 km im offenen Meer) dauert es zig Minuten bis zu 1/2 Stunde, bis dann die zerstörerische Flutwelle kommt. Es baut sich dann in kurzer Zeit eine ansteigende Flutwelle auf, die am Strand bis zu 30 m Höhe erreichen kann. Dieser typische Ablauf ergibt sich aus Gesetzen der Wellenphysik. Ebenso folgt aus diesen Naturgesetzen, dass sich im flachen Wasser in Strandnähe eine sehr starke Strömung in Landrichtung herausbildet, die für die enormen Zerstörungen verantwortlich ist, die Tsunamis immer wieder verursachen.
  

Der ersten Welle folgen meistens weitere, z.T. noch gefährlichere als die erste. Gefährlich sind nicht nur die Wellenberge sondern auch die Wellentäler. Obwohl die Welle durch Bremsung auf dem Meeresgrund und an der Küste schwächer wird, fließt das Wasser in den immer noch weiten Wellentälern mit einem ungeheuren Sog ab, der Dutzende von Kilometern weit ins Meer hinausreicht. Meeresboden fällt weit über das Maß einer normalen Ebbe trocken und Hafenbecken entleeren sich bis auf den Grund.

In der Schule aufgepasst:
10-Jährige erkannte die Gefahr. 100 Menschen bei Phuket vor Tsunami gerettet.
[n-tv, 3.1.05]

Betroffen sind in erster Linie die Strände an den Küsten: z.B. zerstörte der Tsunami am 26.12.2004 in Phuket (Süd-Thailand) einen Küstenstreifen von bis zu 300 Metern. Über Flussmündungen kann die Welle jedoch auch kilometerweit ins Landesinnere gelangen. Besonders gefährdet sind immer enger werdende Buchten oder Fjorde, wo sich die Wassermassen bei verringertem Ausbreitungsraum um so höher türmen müssen.
Verheerend wirken sich Tsunamis auch auf flache Inseln aus, wie sie z.B. typisch sind für den Indischen Ozean, weil den Menschen schnell erreichbare höher gelegene Fluchtorte fehlen.

  

Warnsystem


ergänzende Infos:
Tsunami-Warnsystem [PolitikerScreen]




Je nach Relief des Meeresbodens, werden manche Küsten besonders häufig von Tsunamis heimgesucht, z. B. Hilo, der Hauptort der Hawaii-Inseln.
mehr... [GEO.de]

Gegen Tsunamis auslösende Naturkatastrophen wie Erdbeben, Vulkanausbrüche, Erdrutsche oder Meteoriteneinschläge sind Menschen machtlos. Durch präventive Maßnahmen können jedoch die Folgeschäden stark gemindert werden. So hätte ein erheblicher Teil der Opfer bei der Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean am 26.12.2004 vermieden werden können durch ein Tsunami-Frühwarnsystem, wie es seit 1965 im Pazifik installiert ist. Auch dort handelten die Staaten erst nach einem verheerenden Tsunami am 22.5.1960, ausgelöst durch das stärkste je gemessene Erdbeben mit Epizentrum in der Nähe der südchilenischen Hafenstadt Valdivia und einer Stärke von 9,5 auf der Richter-Skala. Das Seebeben erzeugte 8 Tsunamis im Abstand von ungefähr einer Viertelstunde. Rund 5.700 Menschen wurden damals getötet. Nach 15 Stunden traf die erste Welle in der Hafenstadt Hilo auf Hawaii ein, 10.000 km entfernt vom Epizentrum. 61 Menschen wurden getötet. Bereits 1946 war Hilo von einem Tsunami zerstört worden. Danach wurde begonnen, zunächst ein Frühwarnsystem für die immer wieder von Tsunamis heimgesuchten Hawaii-Inseln zu installieren. Nach dem Tsunami 1960 wurde das Warnsystem dann auf den gesamten Pazifik erweitert.
  

Funktionsweise des Warnsystems
Infografik: Tsunami-Vorwarnsystem im Pazifik: Großansicht bei FAZ.NET
Großansicht [FAZ.net]

Hintergrund-Infos:
Suche nach einem Frühwarnsystem
[ZDF]
Infografik Frühwarnsystem
[Stern.de]

Aktuelle Informationen zur Installation des Frühwarnsystems
[Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)]

Ein Netz von Sensoren am Meeresboden und an sonstigen wichtigen Stellen im Pazifischen Ozean misst kontinuierlich alle relevanten Daten und meldet sie über Satellit an das zentrale Pacific Tsunami Warning Center (PTWC) (Ewa Beach, Hawaii). Dieses wertet die Daten laufend aus und kann innerhalb von 20 bis 30 Minuten eine Tsunami-Warnung verbreiten. Da die Pazifik-Anrainerstaaten ein effektives Kommunikationssystem verbunden mit regionalen Notstandsplänen eingerichtet haben, besteht bei drohendem Tsunami noch eine realistische Chance, das Schlimmste zu verhindern. Auch wenn eine Tsunami-Welle sich im Extremfall mit bis zu 1000 km/h ausbreiten kann, bleibt z.T. noch Zeit, bedrohte Küstenstreifen oder Buchten zu evakuieren, da die Laufzeiten in den Weiten der Ozeane oft noch mehrere Stunden betragen.
Die Staaten am Indischen Ozean haben nach der Flutkatastrophe in Südasien inzwischen beschlossen, ebenfalls ein Tsunami-Frühwarnsystem zu installieren.
Die Kosten eines einfachen Frühwarnsystems wurden zunächst auf etwa  5 - 10 Millionen Euro veranschlagt, rund 1 Tausendstel nur der geschätzten Sachschäden der Flutkatastrophe in Südasien am 26.12.2004.
Inzwischen hat Indonesien ein deutsches Frühwarnsystem für ca. 45 Millionen Euro geordert, das vom Geoforschungszentrum (GFZ) Potsdam entwickelt wurde und bis Herbst 2005 im Pazifik installiert werden soll. Das Geld soll Teil der 500 Millionen Euro sein, die die Bundesregierung als Tsunami-Hilfe zur Verfügung stellen will.
  
Tsunami-Warnschild/ Großansicht bei: National Park Service (NPS)
Tsunami-Warnschild
an der Pazifikküste Alaskas
[nps.gov]

Verhaltensweisen bei Tsunami-Warnung
Damit die Tsunami-Warnung in den betroffenen Regionen auch beachtet wird, sind in gefährdeten Regionen Warnschilder am Strand bzw. Hinweisschilder für Fluchtwege aufgestellt. Außerdem werden schon die Kinder in Kindergärten und Schulen über die Gefährlichkeit der Tsunami-Wellen informiert und trainiert, wie sie sich bei Tsunami-Warnung zu verhalten haben. Entscheidend ist, rechtzeitig aus dem gefährdeten Küstenbereich zu höheren Standorten oder ins Inland zu flüchten.
Warnschild: Tsunami-Hazard-Zone Hinweisschild: Tsunami-Evacuation Route
In der Schule aufgepasst:
10-Jährige erkannte die Gefahr. 100 Menschen bei Phuket vor Tsunami gerettet.
[n-tv, 3.1.05]

So deutete eine 10-Jährige aus England, die wenige Wochen zuvor in der Schule die Besonderheiten eines Tsunamis kennen gelernt hatte, das plötzliche Zurückweichen des Wasser am Strand bei Phuket am 26.12.04 richtig als typisches Kennzeichen eines Tsunamis. Sie alarmierte ihre Mutter und zusammen gelang es ihnen, auch alle anderen am Strand und im nahen Hotel zu warnen. Alle Personen in diesem Strandbereich konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, bevor die erste Welle über den Strand hereinbrach. An anderen Stränden, nur wenige Hunderte Meter weiter, mussten viele Tausende Ahnungslose sterben .
   

"Frühwarnsystem"
bei Tieren

Der sechste Sinn
leitet und warnt
 
[Die Welt, 8.1.05]


Die Tierwelt besitzt Frühwarnsysteme für Naturkatastrophen.
"Tiere sind mit unterschiedlichen Sensorsystemen ausgestattet, die zum Teil unabhängig voneinander arbeiten und als Sicherung für alle überlebenswichtigen Funktionen dienen", meint der Biologe Gottfried Hohmann vom Max-Planck-Instititut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. Neben den menschlichen Sinnen wie Tastsinn, Gehör, Geschmack scheinen manche Tiere auch über Rezeptoren zu verfügen, die auf Veränderungen bei Luftdruck und Feuchtigkeit reagieren.

Bei der Tsunami-Katastrophe am 26.12.2004 war auffallend, dass nahezu kein Tier zum Opfer wurde. Außerdem wurde vielerorts auffälliges Verhalten von Tieren einige Zeit vor Eintreffen der Tsunami-Welle beobachet: z.B. kreischten Vögel und Elefanten weigerten sich, ihre normale Arbeit zu erledigen und versuchten landeinwärts zu flüchten.
Wissenschaftler versuchen herauszufinden, wie Tiere einen Tsunami lange vor Eintreffen der ersten Welle wahrnehmen können, um diese Fähigkeiten für ein Frühwarnsystem nutzen zu können.  
  

Indigene Völker
überlebten

Andamanen und Nikobaren
Stämme haben überlebt

[n-tv, 30.12.04]
Auf den Inselgruppen im Indischen Ozean (u.a. Andamanen, Nikobaren) leben zahlreiche Indigene Völker (Urvölker). Obwohl die Inseln besonders stark von der Tsunami-Flutwelle heimgesucht wurden, da aufgrund der geringen Höhe größere Teile überspült wurden, scheinen die Indigenen Völker den Tsunami
weitestgehend überlebt zu haben. Aufgrund tradierter Naturerfahrung interpretierten sie das absonderliche Verhalten der Tiere (s.o.) vor dem Tsunami richtig als Vorbote einer drohenden Katastrophe und zogen sich auf kleine Hügel und ins Landesinnere zurück, wo der Tsunami nicht mehr solch eine zerstörerische Gewalt hat.
  
  
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Presse-/ Medien-
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TV-Tipp
TV-Film: Tsunami - Die Todeswelle / Zusammenfassung bei Phoenix
Montag, 10.1.05, 20.15 - 21.00, phoenix, Wdh.: Di., 11.01.05, 14 Uhr;
Tsunami - Die Todeswelle
Eine tödliche Gefahr für alle Küstenstaaten weltweit sind "Tsunamis", Flutwellen von riesigem Ausmaß. Ihre Zerstörungskraft ist gewaltiger als jeder Vulkanausbruch oder Wirbelsturm. Alleine durch den bisher schlimmsten Tsunami kamen am zweiten Weihnachtstag 2004 in Südostasien über 175.000 Menschen in den Fluten der todbringenden Wellen ums Leben.
=> Zusammenfassung bei phoenix  
TV-Tipps "Hilfe, das Geld muss weg!" - Was aus den Tsunami-Spenden wurde
Montag, 19. Dezember 2005: 22.30 - 23.15 Uhr, WDR Fernsehen
"die story" dokumentiert an vielen Beispielen, dass viel Geld in den Sand gebaut wurde, weil es nicht direkt an die Betroffenen ausgezahlt werden kann, weil Behörden vor Ort eigene politische Interessen verfolgen und weil die Hilfsorganisationen untereinander konkurrieren. Eine "Reise durch Absurdistan".
http://www.lernzeit.de/sendung.phtml?detail=647767   
 
Zerstörte Küsten - zerstörte Seelen? Die Welt ein Jahr nach dem Tsunami
19. bis 24. Dezember 2005, ab 7.45 Uhr, WDR 5
Das "Morgenecho" fragt in einer 6-teiligen Serie: Wie geht es den Opfern heute? In Asien - und hier bei uns? Was hat die weltweit einzigartige Hilfsbereitschaft bisher bewirkt? Und was wissen eigentlich Wissenschaftler inzwischen über die Katastrophe?
http://www.lernzeit.de/sendung.phtml?detail=650622


Mo 31.10.05, 06.30 - 06.45 Uhr   /   Mo 07.11.05, 06.30 - 06.45 Uhr 
Deutsche Helfer im Soforteinsatz - Flutkatastrophe in Südostasien
Hilfsorganisationen aus Deutschland stehen bei Katastrophen, wie dem Tsunami in Südostasien, vor riesigen organisatorischen und logistischen Herausforderungen. Es muss schnell gehandelt werden, damit die Hilfe dahin kommt, wo sie gebraucht wird. Wie funktioniert das konkret? Der Film zeigt dies am Beispiel der Einsätze des THW und des Malteser-Hilfsdienstes in den ersten Tagen nach der Katastrophe.
http://www.wdr.de/tv/wdr-schulfernsehen/dyn/127629.phtml
zum SeitenanfangChronologie seit dem 26.12.2004
Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan:  Grafik Großansicht
Goßansicht/ Daten

11.03.2011: Seebeben; Japan (vor der Küste bei Sendai)
Das sehr schwere Erdbeben mit Stärke 9,0 (6.stärkste Erdbeben seit 1900) mit Epizentrum rund 400 km nordöstlich von Tokio im Pazifik vor der Küste bei Sendai (38,3°N; 142,4°O) löste einen Tsunami mit bis zu 10 m Höhe aus, der schwere Verwüstungen an der Ostküste Japans verursachte. Als unmittelbare Folge des Tsunamis wird mit weit über 10.000 Toten und materiellen Schäden über 100 Mrd. Euro gerechnet. Noch nicht absehbar sind die Folgen der durch den Tsunami verursachten Havarien einiger Atomkraftwerke an der Ostküste. Da vermutlich Kernschmelzen ablaufen, ist schlimmstenfalls mit einer mehr oder weniger großflächigen radioaktiven Verseuchung zu rechnen. Sollte der Wind eine radioaktive Wolke in den Großraum Tokio mit über 40 Mio Einwohner wehen, wären die Folgen außerordentlich katastrophal.
=> Dossier: Erdbeben-, Tsunami- und Atomkatastrophe in Japan 

17.07.2006: starkes Seebeben mit Tsunami vor der Westküste Javas
Der Tsunami wurde ausgelöst durch ein Seebeben der Stärke 7,7 auf der Richterskala mit Epizentrum vor der Westküste Javas. Laut Augenzeugenberichten gab es 6 große Wellen (die 2. mit etwa 4 m die höchste), die bis zu 270 m ins Landesinnere vordrangen. Bis zum 19.7.06 wurden 531 Tote gezählt, darunter viele Kinder und Jugendliche, die sich wie jeden Nachmittag am Strand aufhielten und aus Unkenntnis das zurückweichende Wasser nicht als Vorbote eines Tsunamis deuteten, sondern stattdessen in das Wellental hineinliefen, um die trockengelegten Fische vom Strand zu sammeln.
Anders als die indonesische Provinz Aceh, wo nach dem verheerenden Tsunami vom 26.12.2004 im Juni 2006 begonnen wurde, ein Frühwarnsystem zu installieren, ist dies für die Java-Region erst ab 2007 geplant.
Nach den Erfahrungen mit dem Tsunami am 26.12.2004 flohen jedoch viele Menschen sofort nach Wahrnehmung des Erdbebens aus dem Küstenstreifen, so dass die Anzahl der Opfer vergleichsweise niedrig blieb.  [Die Welt, 19.7.06]
 

Landkarte: Epizentrum des Seebebens vor Sumatra am 29.3.05; Großansicht [FR]
Großansicht bis 12.4.05 [FR]

Erdbeben
Richter-Skala
=>  Naturkatastrophen   

28.03.2005: Seebeben vor Sumatra ohne Tsunami
Das Seebeben mit Stärke 8,7 auf der Richter-Skala ist das 7. stärkste Erdbeben seit 1900. Sein Epizentrum lag vor der Westküste Sumatras in der Nähe der Insel Nias, etwas südlicher als beim Seebeben am 26.12.2004 vor der Westküste der Provinz Banda Aceh in Nordsumatra.
Ab etwa der Stärke 7, 5 auf der Richter-Skala reicht die Erdbebenenergie, um einen Tsunami auszulösen; die Stärke 8,5 hätte also - wie schon am 26.12.2004 - wiederum einen gewaltigen Tsunami auslösen können. Ein Tsunami entsteht bei einem Seebeben jedoch nur dann, wenn große Wassermassen plötzlich gehoben oder abgesenkt werden. Nach Einschätzung von Erdbebenexperten fand jedoch offensichtlich im Seeboden nur eine horizontale Verschiebung statt, so dass das Wasser vertikal nicht oder nur wenig bewegt wurde.
Die Grafik ist eingebettet in den Artikel: "Panik nach neuen Erdstößen. Bis zu 2000 Tote bei Beben im Indischen Ozean / Keine Flutwelle "
[FR, 30.03.05, online bis 12.4.05]

Epizentrum auf dem Rand zwischen  Indisch-Arabischer und Eurasischer Platte
Großansicht [ARD]
Landkarten [ARD]

Tabelle zur Zahl der
Todesopfer in den betroffenen Ländern

26.12.2004: Schweres Seebeben bei Sumatra verursacht schlimmsten Tsunami seit Menschengedenken: rund 230.000 Opfer.
Der bisher folgenschwerste Tsunami in der Menschheitsgeschichte wurde ausgelöst durch das viertschwerste  Erdbeben seit 100 Jahren mit Stärke 9,1 auf der Richter-Skala. Das Epizentrum lag 85 km vor der Westküste Nord-Sumatras im Indischen Ozean.
Hauptsächlich betroffen sind Indonesien, Thailand, Sri Lanka, Indien und die zahlreichen Inselgruppen im Indischen Ozean (Seychellen, Lakkadiven, Andamanen, Nikobaren). Selbst im fernen Afrika sind Opfer zu beklagen. In den betroffenen Ländern starben bisher über 175.000 Menschen, mit einer Vielzahl weiterer Opfer wird gerechnet. Zig-Tausende werden noch vermisst, Millionen wurden obdachlos. Wegen des Umfangs der Zerstörungen und der Vielzahl der Opfer drohen Trinkwasser- und Nahrungsmangel sowie der Ausbruch von Seuchen und ein dramatisches Ansteigen von Infektionskrankheiten wie Malaria und Dengue-Fieber (siehe: Infografik im folgendem Abschnitt)
Experten befürchten daher, dass noch viele Menschen an diesen mittel- und längerfristigen Folgen des Tsunamis sterben werden. 
Infografik: Tsunami-Ausbreitung im Indischen Ozean / Großansicht in DIE ZEIT 01/2005
Großansicht [ZEIT 01/05]

Beim Tsunami im Indischen Ozean am 26.12.2004 betrug die Laufzeit der Welle zwischen einer Viertel bis über sechs Stunden (je nach Region), wie die Infografik zeigt: (ungefähre Werte, aus der Infografik abgelesen)
1/4 Stunde: Region Aceh in Nordsumatra
1 Stunde: Badeort Phuket in Süd-Thailand
2 Stunden: Ostküste Sri Lankas
3 Stunden: Madras (Ost-Küste Indiens)
4 Stunden: Malediven  /   nördlicher Golf von Bengalen, Bangladesch
5 Stunden: Lakkadiven (Inselgruppe, Westküste Indiens)
6 Stunden: Mogadischu ( Somalia)

Infografik: Seuchen: Cholera, Typhus, Hepatitis A, Malaria, Japan-Enzephalitis, Dengue-Fieber; Großansicht [FR]
Großansicht bis 12.1. [FR]

=>  Daten/Infografiken: Gesundheit   Eine Welt

Infografik zu Seuchen: Cholera, Typhus, Hepatitis A, Malaria, Japan-Enzephalitis, Dengue-Fieber
Die Grafik informiert über die Seuchen, die sich infolge der Flutkatastrophe durch den Tsunami am 26.12.2004 im Indischen Ozean auszubreiten drohen:
Erregertypen (Bakterien oder Viren), Inkubationszeit und Verlauf der Krankheit. Ein Ablaufdiagramm im unteren Teil der Grafik zeigt, wie sich Erreger von Infizierten über verunreinigtes Wasser oder verunreinigte Lebensmittel bzw. über sogenannte Schmierinfektion ausbreiten können.
Mittel- u. längerfristig besteht die Gefahr der Verbreitung von Malaria, Enzephalitis und Dengue-Fieber durch stark wachsende Mücken-Populationen, die in der Vielzahl zurückbleibender Tümpel und Pfützen gute Bedingungen zur Vermehrung finden.
Die Grafik ist eingebettet in den Artikel: "Indonesien meldet 45 000 Tote. Zahl der Erdbebenopfer steigt stündlich / WHO warnt vor Seuchen "
[FR, 30.12.04, online bis 12.1.05]

 

In einem ZEIT-Artikel (30.12.04) schätzt Professor Gerd Burchard vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin die Gefahr von Seuchen allerdings geringer ein als die WHO, die bereits vor Seuchen warnte. Seine Argumente: Da die durch den Tsunami getöteten Menschen i.d.R. nicht krank waren, bergen sie auch keine Bakterien oder Viren. Bis auf den HI-Virus überleben außerdem Viren nur kurz in Leichen. Von den Leichen gehe also weniger eine Seuchengefahr aus, so die Einschätzung Burchards. Auch die Gefahr einer Malaria bzw. Dengue-Fieber- Epidemie bestehe zunächst nicht, weil die Anopheles- bzw. Aedes-Mücke, die für die Übertragung von Malaria bzw. Dengue-Fieber verantwortlich ist, das salzige Brackwasser nicht liebt.
Auch die Erfahrungen vergangener Jahre lassen die Gefahr einer Epidemie eher gering erscheinen: Bei den 14 weltweit größten Flutkatastrophen seit 1970 trat nur 1980 im Sudan eine Epidemie mit Durchfallerkrankungen auf.

Linksammlung:

zum SeitenanfangTsunami-Katastrophe im Indischen Ozean 2004


Wikipedia: Flutkatastrophe Südasien am 26.12.2004

Systematische, gutstrukturierte ergiebige Darstellung der Flutkatastrophe im Indischen Ozean mit zahlreichen internen und externen Links zu überwiegend wissenschaftlichen Institutionen und Forschungszentren. Infografiken veranschaulichen die z.T. komplexen Sachverhalte.
Lexikon-Beitrag: Seebeben im Indischen Ozean 2004 [Wikipedia]

Wikipedia ist eine sogenannte "freie Enzyklopädie": sie wird kostenlos erstellt und gewartet durch Interessierte im Internet. Die Nutzung ist ebenfalls kostenlos. Unter bestimmten Bedingungen (u.a. Nennung der Quelle) dürfen die Inhalte auch in die eigene Website übernommen werden.
  
3sat-nano: Erdbeben und Tsunamis
www.3sat.de/nano.php
Das Wissenschaftsmagazin 3sat-nano hat eine umfangreiche Site zu Tsunamis und Erdbeben zusammengestellt. Inhalte u.a.:
- Plattentektonik und Erdbeben
- Entstehung und Ausbreitung eines Tsuanmis, Zerstörungen an der Küste
- Tsunami-Frühwarnsysteme: im Pazik, geplant für den Indischen Ozean
- Erdbeben und Tsunami: Frühwarnsysteme bei Tieren
- drohende Erdbeben- und Tsunami-Katastrophen der Zukunft
  
Dossier
FAZ.net
Umfangreiches gut bebildertes Dossier , das u.a. auch Infografiken zu den erdkundlichen Hintergründen bereitstellt, u.a.:
Plattentektonik
, Erdbebengürtel am Rand der Indisch-Arabischen bzw. der Eurasischen Platte; Landkarten der Region.

  
Flutkatastrophe in Südasien ab dem 26.12.2004/ Dossier in DIE ZEIT Nr. 1/2005
30.12.04
Nr.01/2005

Mehrseitiges Dossier mit aktuellen und Hintergrund-Infos sowie Infografiken:
Für den Unterricht besonders geeignet:
- Infografik über die Ausbreitung des Tsunamis im Indischen Ozean
- Infografik zur Entstehung eines Tsunamis (2.Bild unten auf der Seite)
- Chronologie von Flutkatastrophen in der Erdgeschichte mit 20 Großereignissen

  

Spiegel-Online: Dossier zur Flutkatastrophe in Südasien 2004/2005 Umfangreiche Site  mit aktuellen und Hintergrund-Infos, Lageberichten aus den betroffenen Regionen, Fotostrecken, Satellitenbildern, Forum für Angehörige-Suchende.
Für den Unterricht besonders interessant:
 - interaktive Grafiken zur Entstehung und Ausbreitung des Tsunamis
 - Animation: Ausbreitung des Tsunamis im Indischen Ozean
 - Video zu den unermesslichen Zerstörungen

 - Forschung: Wie der Tsunami entstand  
 - Forschung: Besitzen Tiere einen "sechsten Sinn" für Tsunamis?   
 
Frankfurter Rundschau: Topthema: "Flutkatastrophe in Südasien" Die Frankfurter Rundschau stellt ab dem 26.12.2004 ihre Artikel zum Tsunami im Indischen Ozean im Topthema "Flutkatastrophe in Südasien" online zur Verfügung. Die Artikel enthalten u.a. auch zahlreiche Bilder und Infografiken, die im Unterricht genutzt werden können, darunter:
 - Infografik zur Entstehung und Ausbreitung eines Tsunamis
 - Chronik: Die verheerendsten Tsunami-Wellen seit 1883
 - Die vom Erdbeben betroffenen Länder  
 - Infografik: Epizentrum und Tsunami-Ausbreitung
 - Infografik zur Tsunami-Ausbreitung: Zeitabfolge 1. bis 6. Stunde

  
taz-Artikel zur Flutkatastrophe in Südasien ab dem 26.12.2004

Sammlung von Artikeln mit aktuellen und Hintergrund-Infos, die wir zusammengefasst vorstellen in einer   => Übersichtseite
Die taz-Artikel bleiben dauerhaft unter gleicher Internetadresse online abrufbar.
  

Süddeutsche Zeitung: Spezial zur Tsunami-Katastrophe am 26.12.2004

Die Website der Süddeutschen Zeitung hat ein umfangreiches Spezial zur Flutkatastrophe in Südasien zusammengestellt mit u.a. folgenden Rubriken:
Tsunamis, betroffene Gebiete, Katastrophenhilfe, Reportagen, Bilder, Augenzeugenberichte, Hilfe für Betroffene, Spendenkonten.
  

Tsunami-Site bei: Stern.de Die Abteilung "Naturwissenschaften" von "Stern.de" bietet eine Extra-Site zum Tsunami im Indischen Ozean mit aktuellen und Hintergrund-Infos
Für den Unterricht besonders interessant:
 - animierte Infografik-Folge zur Entstehung und Ausbreitung eines Tsunamis
 - Chronik: die verheerendsten Tsunamis seit 1883

  
Tsunami-Site bei: Tagesschau.de

Umfangreiche  Site  mit vielfältigen aktuellen und Hintergrund-Infos, u.a. auch audiovisuellen Inhalte (Tagesschau/ Tagesthemen im Internet)
 

 

Die TV-Nachrichtensendung "ZDF-Heute" bietet vielfältige aktuelle und Hintergrund-Infos in Text, Bild und Videomitschnitten diverser TV-Beiträge.
Ein Spezial zur Tsunami-Katastrophe fasst verschiedene Beiträge zusammen.
Für den Unterricht besonders interessant: Medienpaket-Seite mit kurzen Hintergrundinfos zu den betroffenen Ländern

  

n-tv

Der private Nachrichtensender n-tv hat ein umfangreiches Spezial zur Flutkatastrophe in Südasien zusammengestellt.
Besonderes Angebot: Die indigenen Völker der Andamanen und Nikobaren auf den Inseln sind nicht ausgelöscht worden.  
  

GEO.de: Tsunami-Site GEO.de hat eine Tsunami-Site zusammengestellt, die historische und den aktuellen Tsunami im Indischen Ozean darstellt. GEO zeigt anhand von Satellitenbildern das ganze Ausmaß der Flutkatastrophe in Südostasien und fasst einige Hauptaspekte der Tsunami-Forschung zusammen. Ausführlich werden auch historische Tsunami beschrieben (u.a. Lissabon 1755 , Krakatau 1883). Zahlreiche Bilder zeigen die verheerenden Zerstörungen; Infografiken (z.T. animiert) veranschaulichen die Zusammenhänge.
  
Luftbilder von Städten am Indischen Ozean, die vom Tsunami am 28.12.2004 zerstört wurden/ pdf-Download bei digitalglobe Digitalglobe: Bildergalerie zur Tsunami-KatastropheTsunami-Katastrophe im Indischen Ozean
Luftbilder der hauptsächlich vom Tsunami am 26.12.2004 betroffenen Orte stellt Digitalglobe als pdf-Dateien zum kostenlosen Download bereit. Besonders der Vergleich von Bilder vor und nach der Tsunami-Katastrophe zeigt das gewaltige Ausmaß der Zerstörungen.
Zur Bildergalerie bei digitalglobe

   
Asienhaus.de
www.asienhaus.de
Fragen im Umgang mit der Tsunami-Katastrophe
Asienhaus.de hat eine Extraseite zur Tsunami-Katastrophe eingerichtet mit Links zu internationalen Presseartikeln, die eine Reihe von Fragen zur Tsunami-Kathastrophe thematisieren, u.a. das Problem, welche Konsequenzen die deutsche Politik wie die internationale Gemeinschaft aus diesen Ereignissen ziehen.

Angebot unter: www.asienhaus.de/flut
 
   
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Nothilfe

Hilfsorganisationen

Zahlreiche Hilfsorganisationen haben schnell reagiert und begonnen, akute Nothilfe vor Ort zu organisieren. Auch die Planungen für die mittel- und langfristigen Maßnahmen zum Wiederaufbau wurden inzwischen eingeleitet.
  
Tsunami-Katastrophe: Aktion Deutschland hilft
www.aktion-deutschland-hilft.de

Um sich nicht gegenseitig zu behindern und unkoordinierte Parallelaktivitäten zu vermeiden sowie insgesamt die Effizienz der Katastrophenhilfe zu steigern, haben zehn Hilfsorganisationen die "Aktion Deutschland hilft" gegründet. Richard von Weizsäcker (Bundespräsident 1984-94) , ist Schirmherr des Aktionsbündnisses.
  
Hilfsorganisationen
Nichtregieruns-
organisation
Neben dem Aktionsbündnis gibt es weitere bekannte Hilfsorganisationen und NGOs, die über langjährige Erfahrungen in der Katastrophenhilfe und dem anschließenden Wiederaufbau verfügen. Zwei dieser Organisationen, die zudem seit Jahren wichtige Beiträge für eine nachhaltige Entwicklung geleistet und sich in Umsetzung der Agenda 21 engagiert haben, stellen wir im folgenden kurz vor.
  
Welthungerhilfe
www.welthungerhilfe.de

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Entwicklungs-Organisationen in Deutschland. Gemeinnützig, politisch und konfessionell unabhängig, arbeitet die Organisation unter einem ehrenamtlichen Vorstand und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

=> Lexikon: NGO
> Welthungerhilfe

Die Deutsche Welthungerhilfe hat die Unterstützung für die Opfer des Seebebens in Südostasiens auf eine Million Euro erhöht. Die Organisation unterstützt derzeit rund 70.000 Menschen in Sri Lanka, Südindien und Thailand.  Pressemeldungen

Martin Baumann arbeitet als Projektleiter in Sri Lanka. Er schickte kurz nach der Flutwelle seine Eindrücke aus der schwer zerstörten Küstenregion um Mullaittivu - ein authentischer und bewegender Bericht [pdf]

Die Vorsitzende der Welthungerhilfe, Ingeborg Schäuble, hat eine Benefizveranstaltung im Fernsehen für die Opfer der Katastrophe angeregt. mehr..

In Anklang an die früher von der Welthungerhilfe initiierte Aktion "Brot statt Böller" hat die Welthungerhilfe in diesem Jahr dazu aufgerufen, für die Opfer in Südasien zu spenden. mehr..

Anke Schürmann und Angelika Balkhausen von der Welthungerhilfe sind der Flut auf Sri Lanka nur haarscharf entkommen, unverletzt, aber traumatisiert.  mehr..
  
Die Welthungerhilfe bietet eine umfangreiche Materialmappe zur Tsunami-Katastrophe am 26.12.2004 für den Unterricht zum kostenlosen Download an.
(s.u.: Unterrichtsmaterialien)
   

Tsunami-Katastrophe in Südasien: Bilanz der Welthungerhilfe nach 1 Jahr Deutsche Welthungerhilfe: HomepageTsunami-Katastrophe: Bilanz nach einem Jahr
Die Deutsche Welthungerhilfe (DWHH) zieht nach einem Jahr Bilanz, wie nachhaltig die Not- und Wiederaufhilfe umgesetzt werden konnte. Die DWHH war und ist vor allem in Ländern Indien, Sri Lanka, Indonesien und Thailand tätig, die besonders stark von der Flutkatastrophe getroffen wurden.

Spezial zur Tsunami-Katastrophe
[DWHH]
  

Lexikon: Oxfam
www.oxfam.de

=> Lexikon: Oxfam

Nach der verheerenden Flutkatastrophe als Folge des Tsunamis im Indischen Ozean
ist Oxfams Nothilfe in der Region angelaufen. Am 29.12.04 startete ein Flugzeug mit 27t Hilfsgütern nach Sri Lanka und Indonesien. An Bord der Maschine befindet sich dringend benötigte Ausrüstung für Trinkwasser- und Sanitärversorgung. Sauberes Wasser ist entscheidend, um nach der Flutwelle die Ausbreitung einer zweiten Welle - Krankheiten und Seuchen - zu verhindern.   =>  Weitere Informationen [Oxfam] .
  

Spendenkonten Zahlreiche Hilfsorganisationen bitten um Spenden.
Die ARD-Videotext-Seite 169 bietet eine
  => Liste der Organisationen und ihrer Kontoverbindung
.
   
zum SeitenanfangDaten/ Statistiken/ Infografiken
 
Infografik: Weltkarte der Naturgefahren; Großansicht [FR]
vergrößerte Ansicht =>
Globus-Infografiken-Galerie
  
=> Naturkatastrophen
> Daten/ Statistiken
Infografik: Verheerende Tsunamis seit 1900
Im oberen Teil der Globus-Grafik werden die Daten zu 10 verheerenden Tsunamis seit 1900 gelistet: Jahr: Todesopfer/ Ort; sortiert nach Todesopfern:
2004: über 150000/ Indonesien, Sri Lanka, Indien, Thailand, Malediven u.a.
1976: 4000/ Philippinen;
1933: 3060/ Japan (Sanriku);
1960: 3000/ Chile, Hawaii, Japan,
1992: 2500/ Indonesien (Flores);
1998: 2400/ Papua-Neuguinea;
1946: 2000/ Japan (Nankaido);
1952: 1300/ Russland (Paramushir-Inseln) ;
1944: 1000/ Japan (Honshu);
1906: 500/ Ecuador, Kolumbien.
Im unteren Teil der Grafik wird die Entstehung und Ausbreitung eines Tsunamis erklärt, ähnlich wie in der FAZ-Infografik.
  
Datenbank Ab 2008 werden neue Daten/ Statistiken in einer Datenbank erfassst. Dort kann mittels Stichwortsuche nach geeigneten Informationen recherchiert werden.
=> alle Datenbank-Einträge zum Thema "Tsunami".
 
zum Seitenanfanginterne Links
Lexikon:  Erdbeben    Richter-Skala
Spezials:  Hochwasserkatastrophe 2002 an Elbe und Donau   
   
zum Seitenanfangexterne Links / weiterführende Informationen
externe Lexika Ausführliche Infos und Chronik zu Tsunamis [Wikipedia]
Begriff/ Hintergrund/ Entstehung/ Ausbreitung/ Wirkung [PolitikerScreen]
Tsunami-Warnsystem [PolitikerScreen]
Tsunami  Informationszentrum
für den Pazifik
International Tsunami Information Center (ITIC)
www.tsunamiwave.info
International Tsunami Information Center (ITIC) in Honolulu International Tsunami Information Center (ITIC) in Honolulu auf der Hawaii-Insel Oahu
http://www.tsunamiwave.info/
http://www.prh.noaa.gov/itic/

Pacific Tsunami Warning Center (PTWC), Ewa Beach, Hawaii
http://www.prh.noaa.gov/ptwc/   
  
West Coast & Alaska Tsunami Warning Center
http://wcatwc.arh.noaa.gov/message.shtml
  
Warnschild: Tsunami-Hazard-Zone Hinweisschild: Tsunami-Evacuation Route International Coordination Group for the Tsunami Warning System in the Pacific.
http://ioc.unesco.org/itsu/contents.php?id=71
Die Koordinationsgruppe versucht z.B. auch, international verbindliche Warnschilder festzulegen.

  
Potsdamer Geoforschungszentrum GFZ Potsdamer Geoforschungszentrum GFZ
Homepage: www.gfz-potsdam.de/
Spezial zum Erdbeben an der Westküste Nord-Sumatras
Unterrichtsmaterialien für Schulen (Erdbeben, Aufbau Erde, Plattentektonik)
  
geoscience-online.de
www.g-o.de
Das Informationsportal geoscience-online bietet ein ergiebige Tsunami-Site mit umfangreichen und vielfältigen Informationen.
Inhalte u.a.:
 
- Was ist ein Tsunami? (eine "Welle im Hafen")
- Seebeben als Tsunami-Auslöser (ausführlicher Artikel, Unterthemen, Links)
- Geschichtliche Tsunami-Großereignisse (Krakatau, Deep Impact) 
- Ursachen für die zerstörerische Energie eines Tsunamis in Strandnähe
- Schadensbilanzen  und  Tsunami-Vorwarnsysteme
  
WISSEN.DE

Infosite: Tsunamis - Katastrophale Monsterwellen, darin folgende Themen:
Berge aus Wasser;  Wenn die Erde bebt;  Knirschende Kruste;  Tödliche Fluten; Driftende Kontinente;   Hilfe kommt an.
Infoseite: Die zerstörerische Kraft des Wassers
darin die Seite: Riesenwellen aus der Tiefe   
  

 weitere Links


siehe auch:
Linksammlung
zu Erdbeben

Geo-Forum der Uni München
Was ist ein Tsunami? Gute Infografiken
http://www.iaag.geo.uni-muenchen.de/sammlung/tsunami.html
http://www.iaag.geo.uni-muenchen.de/sammlung/geoforum.html

Erdbebenstation Bergisch Gladbach
http://www.seismo.uni-koeln.de/station/index.htm
dort die  zuletzt georteten Erdbeben / Lokalbeben und weltweit
http://www.seismo.uni-koeln.de/events/index.htm
  
National Institute of Water & Atmospheric Research
New Zealand’s leading provider of atmospheric and aquatic science
http://www.niwa.co.nz/rc/prog/chaz/news/tsunami
    

 Für Kinder:


www.tivi.de

Wie entstehen Erdbeben: 4 Seiten, kurzer einfacher Text mit Bildern
http://www.tivi.de/fernsehen/pur/artikel/02648/index.html

Bildergalerie: Kinder bereiten sich auf Erdbeben vor (Japan)
http://www.tivi.de/fernsehen/pur/bildergalerie/02649/index.html

Vulkan-Lexikon: Fachbegriffe zu Erdbeben und Vulkan (Stand 10.11.2004)
http://www.tivi.de/fernsehen/pur/artikel/05405/index.html

Tsunami (Stand 28.12.2004)
http://www.tivi.de/fernsehen/logo/artikel/05992/index.html
 
Weitere Links für Kinder hat Lehrer-Online zusammengestellt.
   
zum SeitenanfangMaterialien und Medien für den Unterricht
Die obigen Informationen können als "Rohstoff" für den Unterricht verwendet werden. Im folgenden stellen wir Materialien und Medien vor, die schon für den Unterricht aufbereitet wurden.
Aufgrund der Aktualität gibt es zunächst nur wenige Unterrichtsmaterialien direkt zur Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean ab dem 26.12.2004.

Die folgende vollständig ausgearbeitete, ergiebige Unterrichtseinheit (UE) bietet geeignete Hintergrund-Informationen zu Tsunamis im Pazifik und zur wirksamem Katastrophenvorsorge. Die UE eignet sich zum direkten Einsatz im Unterricht und kann genutzt werden, um die aktuelle Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean im Unterricht zu fundieren.  
Unterrichtseinheit


www.dkkv.org
Tsunamis im Pazifik und Katastrophenvorsorge in Japan
Das Deutsche Komitee für Katastrophenvorsorge e.V. (DKKV) hat eine 24-seitige Unterrichtseinheit (UE) zum Thema "Tsunami" für die Sek. I zusammengestellt.
Die UE enthält eine Unterrichtsplanung für 4 Stunden samt Arbeitsblättern mit Arbeitsaufträgen und hervorragenden Infografiken, die Entstehung, Ausbreitung und die verheerenden Wirkungen eines Tsunamis an Land veranschaulichen.
Eine Linksammlung rundet das Angebot ab.
Ein besonderer Schwerpunkt der UE bildet - neben Basiswissen zum Phänomen "Tsunami" - insbesondere auch die nachhaltige Katastrophenvorsorge.
Weitere Infos zur UE und weiteren Unterrichtsmaterialien [DKKV]
Kostenloser Download der Unterrichtsreihe [pdf; 10,5 MB bei: DKKV]
Materialmappe
Materialmappe zur Tsunami-Katastrophe am 26.12.2004: Download bei der Welthungerhilfe
Deutsche WelthungerhilfeNach der Flut ... Schulen für Schulen. Materialmappe für den Unterricht über die Tsunami-Katastrophe und den Wiederaufbau in Süd- und Südostasien.   Hrg.: Deusche Welthungerhilfe (DWHH)
InhaltTagebuch der Tsunami-Katastrophe vom 26.12.2004  Nothilfe, Katastrophenhilfe, darin Aktion "Schulen für Schulen"    Länderinfos zu: Indonesien, Sri Lanka, Indien, Thailand      Menschen kommen zu Wort     Aktiv werden für die Flutopfer: Im Unterricht und an Aktionstagen, darin Themenvorschläge für verschieden Fächer u. Projekte.
Download der Materialmappe [pdf, 2,4 MB; DWHH]    

Direktbezug
beim Verlag
 

Petra Sauerborn: Natur- und Umweltkatastrophen. Menschengemacht? Informationen, Hintergründe, Projektideen, Verlag an der Ruhr, Mülheim 2005,
ISBN 3-86072-928-4, 113 Seiten, DIN A 4, 19,60 €
Die Hurrikan-Saison 2005 mit den stärksten je gemessenen Hurrikanen wie "Katrina", "Rita" und "Wilma" war die verheerenste seit Beginn der Aufzeichnungen. Es bleiben Schrecken und Ratlosigkeit: Sind die häufigeren und stärkeren Hurrikane Folgen der Klimaerwärmung? Auch in unseren Breiten häufen sich Naturkatastrophen. Die Elbeflut im August 2002 setzte ganze Landstriche unter Wasser, infolge des Hitzesommers 2003 starben in Europa über 20.000 Menschen und ein Tornado verursachte 2004 im Ruhrgebiet Schäden in Millionenhöhe. Ende 2004 kostete die Tsunami-Flutkatastrophe in Südasien unzählige Menschenleben. Ausmaß und Folgen von Naturkatastrophen scheinen immer verheerender zu werden.
Die Arbeitsmappe informiert, hinterfragt und sensibilisiert: Wie entstehen “Natur”katastrophen? Welche Zusammenhänge gibt es zwischen diesen und dem Eingriff der Menschen in die Natur? Anhand von Karten- und Bildmaterial, Grafiken und Statistiken beschäftigen sich die Schüler mit historischen und aktuellen Risikogebieten. Sie suchen nach Ursachen von Überflutungen, Vulkanausbrüchen, Wirbelstürmen, Erdbeben, Waldbränden etc., führen Modell-Versuche durch und lernen, dass ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Natur (über)lebenswichtig ist.
Inhaltsverzeichnis     Beispielseiten    [pdf, Verlag a.d.Ruhr]

Unterrichtsmaterialien
Welthaus Bielefeld
www.welthaus.de


=> Naturkatastrophen

Welthaus Bielefeld u.a.: Aus Katastrophen lernen? Globales Lernen nach der Seebebenkatastrophe. Unterrichtsmaterialien für Sek. I/II.
Broschüre A4, 40 S., Bielefeld 2005. Preis: 4.- € (plus Versand).
Bezug: Welthaus Bielefeld. Tel.: 0521/98648-0,   eMail: info@welthaus.de.
Die Unterrichtsmaterialien nehmen die Tsunami-Katastrophe vom 26.12.2004 zum Ausgangspunkt für ein Nachdenken über die besondere Verwundbarkeit der Armen bei Katastrophen und Umweltkrisen. Sie reflektieren unsere Wahrnehmung der "Dritten Welt" als Katastrophenherd, analysieren die Schwierigkeiten einer Nothilfe, die gleichzeitig Aufbauhilfe für die Zukunft sein will, und befassen sich mit der Frage, ob die Bereitschaft zum Helfen nicht auch Ausgangspunkt eines neuen Bewusstseins über die "Eine Welt" sein könnte.
Die Unterrichtsmaterialien enthalten Sachtexte und didaktische Reflexionen, Vorschläge für die Unterrichtsgestaltung und 12 Schülerarbeitsblätter/ Kopiervorlagen.

CD-ROM, Broschüre zur Tsunami-Katastrophe: Bestellung bei Brot-für-die-Welt Brot für die WeltCD-ROM, Broschüre„Zukunft gemeinsam gestalten - Langfristige Entwicklungshilfe nach der Flutkatastrophe"
„Brot für die Welt“ informiert auf einer CD-ROM sowie mit einer Broschüre und einem Flyer über seine Hilfen für die Tsunami-Flutopfer in Asien.
Inhalte u.a.: Infos zur Flutkatastrophe, zu Aktivitäten der Partner und zur betroffenen Bevölkerung, Reportagen, Berichte, Bilder sowie Fürbitten, Gemeindebriefvorlagen und Anzeigenvorlagen.
Online-Bestellung der kostenlosen Materialien [brot-fuer-die-welt]   
Tsuami-Infoseite bei: eduseis.de
 
Die "Eduseis-AG" des Copernikus-Gymnasiums in Phillipsburg hat eine informative Site zu Erdbeben zusammengestellt, darunter auch eine Info-Seite zu Tsunamis. Dort werden in einfacher Sprache und gut verständlich wesentliche Aspekte zum Thema Tsunami erläutert. Die Site eignet sich daher auch für die Sekundarstufe I.
Die Eduseis-AG kooperiert mit Schulen aus Frankreich, Italien und Portugal zum Themenfeld Erdbeben.

Klett-Newsletter 
vom 10.1.2005

Infogafik: Tsunami
Infografik Tsunami: Entstehung, Ausbreitung / Klett-Verlag
Großansicht [Klett]

INFOBLATT SEEBEBEN IN SÜDASIEN VOM 26.12.2004

Dieses aktuelle Infoblatt schildert in kompakter Form den Hergang der Katastrophe. Ausgehend vom Seebeben vor der Westküste Indonesiens geht es auf die Entstehung und die zerstörerische Wirkung der Tsunami-Wellen, die Verwüstungen, Opfer und anlaufenden Hilfsmaßnahmen ein.

http://www.klett-verlag.de/klett-perthes/news/42_info1.html

 

INFOBLATT TSUNAMIS

Dieses Infoblatt informiert allgemein über die Eigenschaften der gefürchteten Wellen, sowie über ihre Entstehung, Ausbreitung und Wirkung.

http://www.klett-verlag.de/klett-perthes/news/42_info2.html

  

zerstörtes Banda Aceh
Bild: zerstörtetes Banda Aceh in Nordsumatra
Großansicht [Klett]

INFOBLATT TSUNAMI-FRÜHWARNSYSTEME

Frühwarnsysteme können Tsunamis nicht aufhalten, aber die betroffenen Menschen rechtzeitig warnen und Ihnen wertvolle Zeit für die Evakuierung verschaffen. Dieses Infoblatt beschreibt die Funktionsweise der Frühwarnsysteme und listet die bereits existierenden Einrichtungen auf.

http://www.klett-verlag.de/klett-perthes/news/42_info3.html

  

Weltkarte: Risiken durch Naturkatastrophen
Weltkarte: Risiken durch Naturkatastrophen / Klett-Verlag
Großansicht [Klett]

=> Naturkatastrophen

INFOBLATT TSUNAMIEREIGNISSE DER VERGANGENHEIT

Die Katastrophe vom 26.12.2004 stellt ein besonders schwerwiegendes Tsunami-Ereignis dar. Jedoch handelt es sich dabei nicht um eine singuläre Erscheinung, sondern um eine Naturgefahr, die sich auf unserem Planeten bereits unzählige Male ereignet hat. In diesem Infoblatt wird das aktuelle Geschehen in den historischen Kontext seit 1628 v. Chr. gestellt.

http://www.klett-verlag.de/klett-perthes/news/42_info4.html

 

www.klett-verlag.de/geographie/terra-alexander-datenbank  

Hinweis: Die Beschreibung der Unterrichtsmaterialien wurde übernommen aus
                 dem Klett-Newsletter vom 10.1.2005
  

Medien-Datenbank Ab 2008 werden neue Unterrichtsmaterialien in einer Datenbank erfassst. Dort kann mittels Stichwortsuche nach geeigneten Unterrichtsmaterialien recherchiert werden.
=> alle Datenbank-Einträge  zum Thema "Tsunami".
   
zum SeitenanfangWellenphysik
Ausbreitungs-
geschwindigkeit der Tsunami-Welle

Infografik: Tsunamie,  Großansicht bei FAZ.net
Infografik [FAZ.net]


Sie hängt nur ab von der Tiefe des Meeresboden und berechnet sich
nach der Formel:
 Formel für die Geschwindigkeit einer Tsunami-Welle / Wellenphysik v = Ausbreitungsgeschwindigkeit in Metern pro Sekunde (m/s)
h = Tiefe des Meeresbodens in Metern (m)
g = 9,81 m/s2, Gravitationskonstante

Berechnungsbeispiele:

h = 6000 m:
    v = Wurzel(6000 m
9,81m/s2) = 242,6m/s = 242,6 3,6 km/h = 873,4 km/h.
h = 200 m:   
     v = Wurzel(200 m
9,81m/s2) = 44,3m/s = 44,3 3,6 km/h = 159,5 km/h.
h = 20 m:   
     v = Wurzel(20 m
9,81m/s2) = 14,0m/s = 14,0 3,6 km/h = 50,4 km/h.

  
Tsunami-Wellenhöhe
Infografik: Tsunami: Wassertiefe und Wellenhöhe, Großansicht: DKKV Folie 2.3
Großansicht [DKKV]
DKKV-Folie 2.3
aus der Unterrichteinheit
"Tsunami im Pazifik"
Aus der obigen Formel folgt, dass die Ausbreitungsgeschwindigkeit in Strandnähe stark nachlässt. Nach dem Energieerhaltungssatz der Physik geht aber keine Energie verloren. Die Energie, die in der Tsunami-Welle steckt, wandelt sich zum geringen Teil durch innere Reibung des Wassers und durch Reibung am Meeresboden sowie an der Küste (z.B. Korallenriffe) in Wärmeenergie um, zum größeren Teil bleibt sie jedoch in der Welle erhalten. Je stärker sich die Welle verlangsamt, desto mehr wandelt sich die verbleibende Energie in potentielle Energie (also Erhöhung der Welle) und in kinetische Energie des Wassers (starke Strömung landeinwärts) um.
Diese Strömung erreicht Geschwindigkeiten bis über 30 km/h, Menschen können ihr also nicht durch Weglaufen entkommen. Außerdem entfaltet sie beim Auftreffen auf Hindernisse eine große Wucht, die selbst Häuser niederreißen kann.

Tsunami-Modell:

Tsunami auf dem Speiseteller


 =>Tsunami-Seite  

[Lehrstuhl für Didaktik der Physik, Uni. Würzburg]

Tsunami- Experimente auf dem Küchentisch

Teil 1: Entstehung des Tsunami: Wir erzeugen Tsunami-Wellen auf dem Teller und beobachten ihre rasante Ausbreitung

Um die komplexe Physik eines Tsunamis zu erklären, modelliert Friedrich Naehring (Lehrstuhl für Physik-Didaktik, Uni. Würzburg) den Tsunami im Indischen Ozean mit Mitteln der "Küchenphysik": ein flacher Teller dient als Indischer Ozean, der Tsunami wird erzeugt z.B. mittels einer kleinen Luftblase aus einem Strohhalm oder durch einen fallenden Wassertropfen. Beobachtungen und gemessene oder geschätzte Werte am Modell werden umgerechnet in die Wirklichkeit und umgekehrt. Im Detail wird nachgerechnet, wie die durch das auslösende Erdbeben (Luftblase aus dem Strohhalm) verdrängte Wassermasse sich im Ozean (auf dem Teller) ausbreitet und wie hoch z.B. der erzeugte Wasserberg ist.

Teil 2: Wir beobachten, wie der Tsunami auf die Küste wirkt

Im 2.Teil wird untersucht, wie der Tsunami sich in Landnähe (am Tellerrand) entwickelt. Am Modell kann die typische Entwicklung erfahren werden: eine hohe Welle baut sich auf, eine starke Strömung landeinwärts bildet sich heraus, gefolgt von einem gewaltigen Sog zurück, das Ganze in mehrmaliger Wiederholung.
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Erstaunlich, welche Erkenntnisse über Tsunamis erzielt werden können, wenn man sich die Mühe macht, grundlegende Sachverhalte (z.B. Wasserverdrängung, Volumenerhaltung, Energieerhaltung) konsequent bis zu Ende zu analysieren und durchzurechnen.
Alle Überlegungen sind anschaulich und elementar, ebenso die Rechnungen und die benutzten mathematischen Werkzeuge. Die Seite ist daher auch für die Sek.I geeignet (ab ca. 8./ 9. Jahrgang).

Stand: 19.07.06/zgh Themen:  Naturkatastrophen  <    Natur und Umwelt   zur Themenübersicht zum Oberthema: Natur und Umwelt zum Seitenanfang

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