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Daten/Statistiken Archiv-Übersicht Vorjahr 2010 Folgejahr

Streubomben-Riesterrente
Streubomben-Riester:  Grafik Großansicht
14.12.10   (287)
Finanztest: Streubomben in Riesterverträgen
Kaum ein Riester-Sparer will sein Geld in Streubomben und andere heimtückische Waffen investiert wissen. Die Grafik bei test.de schlüsselt auf, wie die Riesterbeiträge, die zunächst in Banksparplänen, Rentenversicherungen oder Fondssparplänen angelegt sind, über den Kauf von Anleihen und Aktien sowie über Vergabe von Krediten auch zu Unternehmen gelangen, die immer noch Streubomben produzieren oder vertreiben, obwohl diese ab dem 1.8.10 weltweit geächtet sind. Finanztest hat bei 6 Fondsgesellschaften, 86 Banken, 20 Bausparkassen und 62 Versicherungen nachgefragt, ob sie Anlagen in die seit 1.8.10 geächteten Waffen ausschließen. Die Analyse zeigt, dass viele Geldinstitute Kriterien einer ethischen Geldanlage nicht oder allenfalls nachrangig beachten.
 
Die Grafik ist abgedruckt im Artikel: Auf vermintem Gelände. Streubomben in Riester-Verträgen [Finanztest Nr.1/11 vom 14.12.10]

| Waffen | Konsum & Produktion |
Treibhausgase-EU
Treibhausgase-EU; Anteil der Sektoren; Energieerzeugung, Verkehr, Haushalte, Dienstleistungen, Industrie, Landwirtschaft, Abfall / Infografik Globus 3954 vom 09.12.2010
09.12.10   (286)
dpa-Globus: Europas Abgase
Verteilung der Treibhausgas (THG)-Emissionen der EU 2008 auf Sektoren (in %):
Energieerzeugung: 31,1; Verkehr: 19,6 bzw.24,0*; private Haushalte/Dienstleistungen: 14,5; verarbeitende Industrie, Baugewerbe:12,4; Landwirtschaft: 9,6; industrielle Prozesse: 8,3; Abfall: 2,8; flüchtige Emissionen: 1,7.
* ohne bzw. mit internationaler Luft- u. Schifffahrt
Zwar sank der THG-Ausstoß der EU-27 von 5567 Mt CO2-Äquivalent im Jahr 1990 (Referenzjahr des Kyoto-Protokolls) auf 4940 Mt im Jahr 2008 (- 11,3 %), was aber vor allem an der Rezession infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise lag. Der Pro-Kopf-Ausstoß in der EU ist aber trotz Rezession mit 4940 Mt/500 M = 9,9 t fast 4 mal so groß, wie der Klimaschutz (2°C-Ziel) erfordert: Nach dem Globalbudget-Ansatz müsste er im Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2050 unter 2,5 Tonnen pro Kopf sinken.
Datenquelle: EEA-Dataservice   
  
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| Treibhausgase | Energie/ Ressourcen | Mobilität/Verkehr | Konsum & Produktion |
Ringwallspeicher
Ringwallspeicher:  Grafik Großansicht
Dezember 10   (293)
BWK: Ringwallspeicher
Ein Ringwallspeicher ist ein künstlich im Flachland, z.B. in Norddeutschland, geschaffenes Pumpspeicherkraftwerk, bei dem ein großvolumiger Ring (Unterbecken) ausgehoben und der Aushub in der Mitte zu einem Wall aufgehäuft wird, der ein höherliegendes Speicherbecken (Oberbecken) umschließt. Bei z.B. einem Durchmesser von 11,4 km und einer Höhendifferenz von 200 m wird eine Durchschnittsleistung von 2 GW über 14 Tage bereitgestellt, die Speicherkapazität beträgt also 2 GW•14•24 h = 672 GWh*. Werden zusätzlich noch Wind-, Solar- und Biomassekraftwerke auf dem Wall und am Ring installiert, kann die Spitzenleistung auf 3,2 GW gesteigert werden.
* Eine Verdopplung der Dimensionen (2-facher Durchmesser und 2-fache Höhe) liefert eine 24 = 16-fache Kapazität. Bisherige Kapaziät aller Pumpspeicherwerke in Deutschland: 7 GW | 40 GWh.
Daten/Berechnungen: "Regenerativstrom im Ringwall speichern" [BWK Nr. 12/2010 ab S. 53].
Die Grafik ist eingelinkt unter: "Ringwallspeicher-Hybridkraftwerk" (Ingenieurbüro Matthias Popp, ohne Datum)

| Strom | Ökostrom | EW-Strom |
Pumpspeicherkraft
Konzepte für Pumpspeicherkraftwerke mit Untertagebau und Tagebau:  ZEIT-Grafik
25.11.10   (294)
ZEIT-Grafik: Konzepte für Pumpspeicherkraftwerke mit Untertagebau, Tagebau, Berghalden und Steilküsten
Das ständig wachsende aber schwankende Angebot an Wind- und Solarstrom erfordert einen starken Ausbau von Speicherkraft. Zwar sind Pumpspeicherkraftwerke besonders energieeffizient, es mangelt in Deutschland aber an nennenswerten Ausbaukapazitäten bei der konventionellen Pumpspeicherkraft, die Höhenunterschiede zwischen Berg und Tal ausnutzt. Verwertbare Höhendifferenzen bieten aber auch z.B. der Untertagebau und Berghalden im Ruhrgebiet, der Tagebau in Braunkohlerevieren sowie Steilküsten. Die beiden Grafiken stellen die Funktionsweise der entsprechenden Speicherkraftwerke im Schema dar. Ob solche Speicherkraft-Varianten großtechnisch rentabel realisierbar sind, wird derzeitig noch erforscht. Ein Problem dabei ist, dass nennenswerte Speicherkapazitäten großvolumige* Speicherbecken und möglichst große Höhenunterschiede* erfordern.
* Beispiel: Hochpumpen von 1 Mio m³ Wasser um 100 m speichert 272.500 kWh.
  
Die beiden Grafiken sind eingelinkt im Artikel: Speicherplatz für Ökostrom [ZEIT 25.11.10]

| Ökostrom | Windenergie | Solarenergie | EW-Strom |
Lohnentwicklung
Lohnillusion; Bruttolohn, Nettolohn; Reallohn, 1991 bis 2010 / Infografik Globus 3915 vom 25.11.2010
25.11.10   (285)
dpa-Globus: Die Lohn Illusion
Die Grafik zeigt die Entwicklung des durchschnittlichen monatlichen Verdienstes je Arbeitnehmer in Deutschland in Euro von 1991 bis 2010. Während der Brutto-bzw. /Nettolohn (obere bzw. mittlere Kurve) in diesem Zeitraum von 1643 bzw. 1141 € auf 2363 bzw. 1539 € stieg, fiel der Reallohn (Preisanstieg abgerechnet) von 1141 € auf 1080 €, die Arbeitnehmer können sich also heute 5,3 % weniger leisten als im Jahr 1991.
 
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| Armut & Reichtum | BIP | NWI |
Rohstoffverbrauch
Rohstoffimporte, Rohstoffverwendung in Deutschland / Infografik Globus 3918 vom 25.11.2010
25.11.10   (284)
dpa-Globus: Deutschlands Materialbedarf
Die Grafik vergleicht den Rohstoffverbrauch Deutschlands in den Jahren 2000 und 2008, differenziert nach importierten bzw. im Inland gewonnenen Rohstoffen, aufgeschlüsselt nach 5 Rohstoffgruppen.
Angabe: Import 2000;2008 | Export 2000;2008 in Mio Tonnen.
Baummineralien: 28;20 | 679;552 • Biomasse: 81;106 | 245;261 •  Energieträger: 268;310 | 221;209  •  Industriematerialien. 37;35 | 59;60  •  Erze: 107;134 | 0;0.
Beim Rohstoffmport werden neben den direkt importierten Rohstoffen auch Halb- und Fertigwaren einbezogen, allerdings nicht jene Rohstoffe, die zur ihrer Erzeugung im Ausland benötigt wurden. Werden diese sog. "indirekten Rohstoffe" (anschaulich auch "Rohstoffrucksack" genannt") eingerechnet, stieg der Rohstoffverbrauch im Zeitraum 2000 bis 2008 um 3,3 %, nach herkömmlicher Rechnung (ohne Rohstoffrucksack) sank er um 5,7 %. Der sog. "inländische" Rohstoffverbrauch (Inland + Import - Export (jeweils mit Rucksack)) sank um 18,5 %. (Quelle: destatis.de)
 
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| Rohstoffe/Ressourcen | UGR | Nachhaltigkeitsstrategie | NWI |
Seltende_Erden
Seltende Erden; metallische Rohstoffe; Bedarf, Förderung, Reserven / Infografik Globus 3884 vom 11.11.2010
11.11.10   (291)
dpa-Globus: Seltende Erden
Mit "Seltene Erden" werden 17 seltene Metalle bezeichnet (u.a. Neodym, Erbium, Thulium). Die Bezeichnung stammt aus der Zeit, als sie in seltenen Mineralien gefunden wurden. Ihre Bedeutung ist in den letzten Jahren stark gewachsen, weil sie unabdingbar für die Herstellung von Hightech-Produkten sind. (Metallurgie, Magnete, Katalysatoren, Polituren, Gläser, Leuchtmittel, Keramik, ...). Durch Dumpingpreise hat China in der Vergangenheit immer mehr Konkurrenten auf dem Weltmarkt - vor allem aus Hochlohnländern (USA, Australien, ...)- zur Aufgabe der Förderung dieser Spezialmetalle gebracht und dominiert inzwischen mit einem Anteil von 97 % den Weltmarkt (Indien 2,2 %, Brasilien 0,5 %, Malaysia 0,3 %) Quellennachweis. Außerdem hat China angekündigt, den Export weiter einzuschränken, was zu Verknappung und Preisanstieg führen wird. Aufgrund dieser Manipulation will die USA Klage einreichen bei der WTO. Es droht ein Handelskrieg und Engpässe bei den Spezialmetallen mit gravierenden Folgen für die Produktion von Hightech-Produkten.

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| Rohstoffe/Ressourcen | Ressourcenkonflikte | WTO | Konsum & Produktion |
Tschernobyl
Ausbreitung der Radioaktivität nach der Reaktorkatastrophe inTschernobyl:  Grafik Großansicht
11.11.10   (278)
ZEIT-Grafik: Ausbreitung der Radioaktivität nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl
Die Explosion des Atomkraftwerks bei Tschernobyl am 26.4.1986 setzte große Mengen von Radioaktivität frei, die durch die enorme Hitze des Brandes in große Höhen aufstieg. Winde und Niederschläge verteilten die Radioaktivität bis zum 6.5.1986 über weite Teile Europas: zunächst im Ostseeraum, dann über Süddeutschland, Großbritannien, der Türkei und Griechenland. In der Landkarte ist die Ausbreitung der radioaktiven Wolken durch Gelbeinfärbung gekennzeichnet. Außerdem ist jeweils das Datum eingetragen, wo die Wolke die Region erreichte. Im Bayerischen Wald und südlich der Donau gingen bis zu 100.000 Becquerel nieder. Im besonders stark betroffenen Münchener Raum erhöhte sich die Strahlenbelastung um 0,1 Millisievert, 10 % der zulässigen Jahreshöchstdosis. Noch heute ist die Strahlenbelastung bei bestimmten Pilzen und - durch Anreicherung in der Nahrungskette - z.B. bei Wildschweinfleisch so hoch, dass sie nicht verzehrt werden sollten.
  
Die Grafik ist abgedruckt (bisher nicht online) im Artikel: Strahlender Kreislauf. 24 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl sind Wälder und Wiesen zum Teil immer noch radioaktiv belastet [ZEIT 46/11.11.10, S.50/51]

| Atomenergie | Atomausstieg | Tschernobyl | Fukushima | Gesundheit |
Stromerzeugungskosten
Stromerzeugungskosten:  Grafik Großansi <BR>
		06.11.10  
              <FONT FACE=(274)

taz-Grafik: Stromerzeugungskosten
Die Infografik vergleicht die Produktionskosten (P), die Subventionskosten (S) und die externen Kosten (E; u.a. Umweltschäden, Schäden im Katastrophenfall).
Kosten für P|S|E in Cents/kWh: Steinkohle: 3,3|0,5|6; Braunkohle: 2,9|0,5|7; Biomasse und erneuerbare Abfälle: 9,6|3,5|2,9; Gase: 4,2|0,5|2,9; Wasser-/Windkraft: 14|3,5|0,15; Kernenergie: 3,5|3,2|270*; Photovoltaik: 55|3,5|0,8.
*Geschätzte Versicherungsprämie, wenn die Schäden im Falle eines Super-GAUs nach üblichen Industriestandards in vollem Umfang versichert werden müssten. Bisher sind nur 2,5 Mrd.€ von 5500 Mrd.€ (weniger als 1/2000) der Schäden versichert.
 
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Was uns die Atomkraft kostet [taz 06.11.10]

| Strom | Ökostrom | Fossile Energien | Erneuerbare Energien | Atomenergie | Atomausstieg |
Atomkraft-Kosten
Atomkraft-Kosten:  Grafik Großansicht
06.11.10   (273)
taz-Grafik: Die wahren Kosten der Atomkraft
Aus Anlass der CASTOR-Transporte vom 6.bis 8.11.10 stellt die taz auf einer Doppelseite Daten zur Stromproduktion und Atomkraft zusammen:
- Gewinne der Konzerne Eon, RWE, EnBW, Vattenfall von 2000 bis 2009
- Strompreis für Privat-/Gewerbekunden, Steuern/Abgaben; Stromproduktion
- Förderung/ Subventionen der Atomkraft
- Durchschnitts-Alter: AKW weltweit, stillgelegte AKW, älteste AKW
- Preissteigerung beim AKW-Neubau in Finnland
- Schadenskosten im Falle eines Super-GAUs, Versicherungskosten
- Stromkosten: Produktion, Subventionen und externe Kosten
  
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Die wahren Kosten der Atomkraft [taz 06.11.10]

| Strom | Ökostrom | Fossile Energien | Erneuerbare Energien | Atomenergie | Atomausstieg |
Atomausstieg
Atomausstieg, Meinungsumfrage / Infografik Globus 3872 vom 05.11.2010
05.11.10   (283)
dpa-Globus: Konfliktthema: Atomausstieg
72 % der Deutschen, auch die Mehrheit der Anhänger der Union (56 %) und der FDP (57 %), sind für die planmäige Fortführung des Atomausstiegs, wie er im Jahr 2000 von der rotgrünen Regierung mit den großen Energiekonzernen vereinbart wurde, und gegen eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke, die dennoch am 28.10.10 mit den Stimmen der CDU/CSU-FDP Koalition im Bundestag beschlossen wurde. Für eine Laufzeitverlängerung sind 30 % der CDU/CSU-Wähler, von allen Befragten sind es 21 %. Befragt wurden 1001 Menschen in Deutschland durch das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag von Greenpeace im Oktober 2010.
 
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| Atomenergie | Atomausstieg |
Atommüll

04.11.10   (275)
ZEIT-Grafik: Strahlende Last
Aus dem aktuellen Anlass der CASTOR-Transporte geht die Infografik der Frage nach, wo in Deutschland wieviel radioaktiver Müll lagert und wie gefährlich er ist. Bisher sind 204000 m³ schwach- und mittelradioaktiver Atommüll angefallen.Er wurde zunächst in den inzwischen geschlossenen Endlagern Morsleben und Schacht Konrad gelagert, ebenso im Salzbergwerk Asse-II, das aber nach Laugeneinbrüchen einsturzgefährdet ist, weshalb die dortigen Atommüllfässer wieder rückgeholt werden müssen. Der restliche schwach- bis mittelradioaktive Müll wird in 6 Zwischenlagern aufbewahrt. Da es noch kein Endlager für den hochradioaktiven Müll (24300 m³) gibt, wird dieser in Castoren aufbewahrt, die in den Zwischenlagern Ahaus und Gorleben oder direkt bei den Kernkraftwerken stehen. In der Landkarte (oben rechts) sind die Standorte der AKW und der Zwischenlager sowie der Endlager für schwach- und mittelradioaktiven Müll eingetragen. Wird die im Okt.2010 von der schwarzgelben Koalition beschlossene Laufzeitverlängerung umgesetzt, wird die Menge des hochradioaktiven Mülls bis zum Jahr 2040 um 33 % größer sein als beim bisherigen Atomausstieg. Das Diagramm (rechts unten) zeigt, wie die Strahlungs z.B. eines Brennelements im Laufe der Zeit nur sehr langsam abnimmt: z.B. beträgt die Strahlungsdosis in 1 m Entfernung auch nach 100 Jahren noch 5 Sievert pro Stunde. Setzte sich ein Mensch dieser Strahlung 1 Stunde lang aus, würde er mit 50 % Wahrscheinlichkeit innerhalb 1 Monats sterben (sog. "LD-50-Dosis"). Es dauert 3 Mrd. Jahre, bis diese Strahlung auf das Niveau in der Natur absinkt.
  
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Die strahlende Atomlast der Bundesrepublik [ZEIT 45/04.11.10]

| Atomenergie | Atomausstieg | CASTOR | Gesundheit |
Migration
Zuwanderung, Abwanderung in Deutschland 1950 - 2009; Migration,  / Infografik Globus 3841 vom 21.10.2010
21.10.10   (279)
dpa-Globus: Zu- und Abwanderung in Deutschland
Die Grafik informiert über Zuwanderung (blaue Kurve) und Abwanderung (rote Kurve) von 1950 bis 2009. Mit 1,5 Mio erreichte die Zuwanderung 1992 ein Allzeithoch und fiel dann ab auf etwas über 0,7 Mio 2009. Die Abwanderung stieg bis 1967 auf knapp 0,7 Mio, schwankte dann bis etwa 1990 um die 0,5 Mio-Marke und stieg dann bis 1993 auf ca. 0,8 Mio. Seitdem schwankt die Abwanderung zwischen etwa 0,6 und 0,7 Mio. Im letzten Jahr 2009 war das Wanderungsaldo (Zuwanderung 721.013 - Abwanderung 733.798) negativ, wobei das Saldo bei den Türken (30000 - 40000) am stärksten negativ war.
 
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| Migration | Bevölkerung |
Stuttgart 21
Bahnprojekt Stuttgart 21; Neubau-Trassen; Bauzeit, Baukosten / Infografik Globus 3830 vom 14.10.2010
14.10.10   (280)
dpa-Globus: Das Bahnprojekt Stuttgart 21
Von den ursprünglich geplanten Bahnprojekten "München 21", "Frankfurt 21" und "Stuttgart 21" ist nur das letzte übrig geblieben und hat sich zu einem der umstrittensten Projekte der letzten Jahre entwickelt: Mit Milliardenaufwand soll der bisherige oberirdische Kopf- in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof umgebaut und an die geplante ICE-Neubaustrecke nach Ulm angeschlossen werden. Die Gegner dieses Projekts kritisieren die extrem hohen Kosten und fürchten Kürzungen in anderen Bereichen, die unterm Strich zu weniger nachhaltiger Mobilität führten als die Beibehaltung des Kopfbahnhofs. Die Befürworter halten das Gegenteil für richtig. Eine von Heiner Geißler moderierte am 30.11.10 beendete Schlichtung konnte keinen Konsens herbeiführen. Geißler befürwortete grundsätzlich die Fortführung von "Stuttgart 21", forderte allerdings mit seinem "7-Punkte-Plan" grundlegende Verbesserungen.
 
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| Mobilität/Verkehr |
Ein-/ Auswanderung-2009
Saldo Einwanderung - Auswanderung 2009:  Grafik Großansicht
12.10.10   (277)
taz-Grafik: Ein- und Auswanderung, Deutschland 2009
Im Jahr 2009 sind insgesamt 721.013 Menschen ein- und 733.798 ausgewandert, im Saldo ergibt sich also eine Abwanderung von 12.785, darunter: Türkei 10.071, Bosnien -1517; V.A.E. - 286; Libanon: - 116.
Ein positves Saldo, also eine Zuwanderung, ergab sich bei folgenden Staaten (über 500): Irak 8.297, Kosovo 3.868, Syrien 1.594, Kasachstan 1.265; Marokko 962; Pakistan 799.
 
Die vollständige Tabelle listet die Daten zu insgesamt 23 Staaten.
  
Die Grafik ist abgedruckt (nicht online) in der taz vom 12.10.10, S.3
Datenquelle: Statistisches Bundesamt

| Migration | Bevölkerung |
Ölpreis
Ölpreis seit 1970; Faktoren für Ölpreis-Entwicklung; Preisexplosion, Preisverfall; Ölabhängigkeit / Infografik Globus 3787 vom 23.09.2010
23.09.10   (281)
dpa-Globus: Der Ölpreis seit 1970
Der Ölpreis wird neben Angebot und Nachfrage durch weitere Faktoren beeinflusst, vor allem von Einschätzungen an den Rohstoff- und Finanzmärkten, wie lange die zur Neige gehenden Reserven noch reichen werden. Die sich abzeichnende Ölverknappung wird in der Tendenz den Ölpreis längerfristig erhöhen. Kurz- und mittelfristig können dagegen Extrem-Ereignisse in Politik und Wirtschaft (Kriege und Konflikte; Konjunktureinbrüche, Boomphasen) zu erheblichen Schwankungen führen. In der Grafik sind solche Ereignisse an markanten Hoch- und Tiefpunkten in Zeitraum von 1970 bis 2010 notiert.
  
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| Erdöl | Ölpreis | OPEC | Energieabhängigkeit | Ressourcenkonflikte |
Asylbewerber

16.09.10   (276)
ZEIT-Grafik: Asylbewerber 1980 bis 2009
Die Zahl der Asylbewerber (obere schwarze Kurve) stieg bis 1993 steil an auf ein Allzeithoch von 438191. Nach der Verschärfung des Asylrechts 1993 ging die Zahl zunächst innerhalb eines Jahres stark zurück auf rund 130000. Im Zeitraum 1995 bis 1998 schwankte die Zahl um rund 150000 und ging seitdem zurück auf inzwischen rund 33000. Die Zahl der anerkannten Asylbewerber erreichte 1994 einen Höchstwert von 25578. Seitdem ging die Zahl zrück auf einen Tiefstand von 233 im Jahr 2008. Im Jahr 2009 stieg die Zahl auf 452.
  
Die Grafik ist abgedruckt (nicht online) in der Printausgabe des Artikels: Die Vergessenen [ZEIT 38/16.09.10, S.19]

| Migration | Eine-Welt |
Millenniumsziele

16.09.10   (267)
ZEIT-Grafik: Millenniumsziele der Vereinten Nationen
Der UN-Gipfel 2000 beschloss die sog. Millenniumsziele: Bis 2015 sollen bei 8 Kernaspekten der Entwicklung (Armut und Hunger, Kinder- und Müttersterblichkeit; Bildung; Krankheitsbekämpfung; Lebensbedingungen; Gleichberechtigkeit; globale Entwicklungspartnerschaft) substanzielle Entwicklungsfortschritte erreicht werden. Nach 10 Jahren zieht ein UN-Sondergipfel eine Zwischenbilanz. Aus diesem aktuellen Anlass stellt die ZEIT-Grafik die 8 Millenniumsziele in einem Plakat vor und zeigt zugleich, wie die 8 Ziele untereinander vernetzt sind.
  
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Die Millenniums-Aufgabe der Vereinten Nationen [ZEIT 38/16.09.10]

| Millenniumsziele | Eine-Welt | Armut & Reichtum | Hunger | Gesundheit | Frauen |
Pumpspeicherwerk
Pumpspeicherwerk:  Grafik Großansicht
16.09.10   (266)
ZEIT-Grafik: Pumpspeicherkraftwerk Atdorf
Im Schwarzwald baut die Schluchseewerk AG (Gemeinschafsunternehmen von RWE und EnBW) das größte Pumpspeicherkraftwerk in Deutschland. Es wird 1,4 GW * Leistung kurzfristig ins Netz einspeisen können, um z.B. Windstromflauten auszugleichen. Umgekehrt können bei Windstromüberschuss bis zu 9 Mio m³ Wasser 600 m hoch gepumpt werden, wodurch eine Strommenge von 14,7 GWh ** gepuffert wird. Die Bedingungen für den Bau des Speicherwerks sind einmalig günstig: Schutzgebiete bleiben unberührt, niemand muss umgesiedelt werden, neue Freileitungen sind nicht nötig, die Stromanbindung kann über ein bestehendes Umspannwerk erfolgen. In der Region ist das Speicherwerk jedoch umstritten und fast 1000 Einsprüche wenden sich gegen den Bau.Konflikte um das Pumpspeicherwerk Atorf
Nachtrag 22.3.12: Das Pumpspeicher-Projekt droht wegen mangelnder Rentabilität ( fehlender Atomstrom nachts und viel Solarstrom mittags) eingestellt zu werden taz-Artikel 22.3.12.
* alle bisherigne Pumpspeicherkraftwerke zusammen bieten 6,7 GW | 40 GWh.
** zur Berechnung: siehe: Joule > Berechnungsbeispiel 2.
  
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Grün gegen Grün im Hotzenwald. Um die Windenergie zu fördern, sind große Speicherkraftwerke nötig [ZEIT 38/16.09.10, S.41]

| EW-Strom | Ökostrom | nachhaltige Energie |
Kernreaktor
Kernreaktor; Funktionsweise; Kernspaltung; Kettenreaktion; Brennstäbe, Steuerstäbe, Bremsmittel;  / Infografik Globus 3777 vom 09.09.2010
09.09.10   (282)
dpa-Globus: So kommt ein Kernreaktor in Gang
Während Strom aus Kernfusion - wenn überhaupt - frühestens ab etwa 2060 kommerziell verfügbar wird, produzieren Reaktoren seit Jahrzehnten in einer Reihe von Ländern weltweit Strom nach dem Prinzip der Kernspaltung, das in der Grafik erläutert wird. Einige Staaten, allen voran China, Russland und Indien, planen den Bau neuer Kernkraftwerke, obwohl die Stromerzeugung in Kernkraftwerken eine Hochriskotechnologie ist: Neben der Gefahr von Reaktorkatastrophen, z.B. nach Terrorangriffen, und der ungeklärten Atommüllfrage besteht auch das Risiko der Proliferation: trotz Atomwaffensperrvertrag und weltweiter Überwachung durch die IAEO sind inzwischen auch Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea ebenfalls Atommächte geworden. Außerdem wird Iran, das im August 2010 sein erstes Kernkraftwerk in Betrieb genommen hat, verdächtigt, Kerntechnik zum Bau von Atomwaffen zu missbrauchen.
 
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| Atomenergie | Atomausstieg | Atomwaffensperrvertrag | IAEO | Atomwaffen | Nordkorea | Iran |
Treibhausgase-EU27
Treibhausgas-Emissionen in der EU 2008; Veränderung gegenüber 1990 in % / Infografik Globus 3768 vom 09.09.2010
09.09.10   (272)
dpa-Globus: Treibhausgas-Emissionen in der EU 2008
Der gesamte Treibhausgas-Ausstoß der EU-27 betrug 2008 rund 4900 Mio. Tonnen (Mt) CO2-Äquivalent, 2 % weniger als 2007. Die Tabelle listet den absoluten Treibhausgas-Ausstoß in Mt und die Veränderung in % gegenüber dem Jahr 1990, dem Referenzjahr des Kyoto-Protokolls.
Top-5 : DE 958|-22,2;   GB 623|-18,6;   It 542|+4,7;     FR 527|-6,4;    SP 405|+42,3.
Die Zielvorgaben zur Reduktion bzw. Begrenzung der Treibhausgasemissionen durch das Kyoto-Protokoll erfüllen voraussichtlich die Staaten SW, FR, GB, D sowie alle Staaten Osteuropas, die nach Auflösung des Ostblocks einen starken writschaftlichen Niedergang erlitten. Stark verfehlen werden die Zielvorgabe Luxemburg, Österreich, Spanien, Dänemark und Italien.

Daten der Infografik/ Großansicht  

| Treibhausgase | Treibhauseffekt | Kyoto-Protokoll |
AKW-Laufzeitverlängerung

06.09.10   (265)
SZ-Grafik: Laufzeitverlängerung der 17 Atomkraftwerke in Deutschland
Im Jahr 2000 vereinbarte die damalige rot-grüne Regierung mit den 4 großen Stromkonzernen den Atomausstieg, beim dem für jedes Atomkraftwerk eine Reststrommenge und daraus berechnete Restlaufzeit festgelegt wurde.
=> Tabelle der Restlaufzeiten
Bei planmäßger Umsetzung dieses Atomausstiegs würden die 17 AKW von 2010 bis 2022 sukzessive abgeschaltet. Im Sep.2010 hat die neue schwarz-gelbe Bundesregierung jeodch beschlossen, die Laufzeit der 7 älteren AKW (Inbetriebnahme bis Ende 1980) um 8 Jahre und der 10 jüngeren um 14 Jahre zu verlängern. Wird dieser hoch umstrittene Regierungsbeschluss im Gesetzgebungsverfahren bestätigt, ergeben sich Laufzeiten zwischen 2019 (Isar 1, Neckarwestheim 1) und 2036 (Neckarwestheim 2). Am 28.10.2010 hat der Bundestag die Gesetzesnovelle ohne Änderungen beschlossen. Da die CDU/CSU-FDP-Koalition den Bundesrat nicht beteiligen will, haben SPD und Grüne Klage beim BVG angekündigt.
  
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Empörung über den Atombeschluss[SZ 06.09.10, S.2]

| Atomenergie | Atomausstieg |
AKW-Laufzeitverlängerung

02.09.10   (264)
SZ-Grafik: AKW-Laufzeitverlängerung. Drei-Klassen-Gesellschaft
Die Grafik informiert über Inbetriebnahme, Restlaufzeit, Betreiber, Standort und den technischen Zustand der 17 Atomkraftwerke (AKW) in Deutschland, die in 3 Klassen eingeteilt werden.

  • Rot: 5 ältere AKW: geringer Terrorschutz, technisch anfällig, sehr viele Störungen, umgehend abzuschalten: Brunsbüttel, Isar 1, Krümmel, Philippsburg 1, Neckarwestheim
  • Gelb: 5 problematische AKW, teils auch alte Baureihe, möglichst zügig abzuschalten: Biblis A, Biblis B, Brokdorf, Grundremmingen B, Unterweser
  • Grün: 7 jüngere oder modernisierte AKW mit wenigen Störungen: Emsland, Grafenrheinfeld, Grohnde, Grundremmingen C, Isar 2, Neckarwestheim 2,         Phillipsburg
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Ein sicheres Problem. Neue Auflagen für deutsche Atomkraftwerke treiben einen Keil in die Branche [SZ 02.09.10, S.20]

| Atomenergie | Atomausstieg |


September 10   (357)



|
Erneuerbare Energien
Broschüre: Erneuerbare Energien in Zahlen:  Grafik Großansicht
24.08.10   (263)
BMU-Grafik: Anteile Erneuerbarer Energien an der Energiebereitstellung in Deutschland
Die Grafik zeigt die Entwicklung der Anteile (in %) der Erneuerbarer Energien (EE) im Zeitraum 1998 bis 2009:
Endenergieverbrauch (EEV): Anstieg von 3,2 auf 10,3
Bruttostromverbrauch: Anstieg von 4,7 auf 16,1
EEV-Wärme: Anstieg von 3,6 auf 8,8
• Kraftstoffverbrauch: Anstieg von 0,2 auf 6,1 im Jahr 2006, dann Abfall auf 5,5
Primärenergieverbrauch (PEV): Anstieg von 2,6 auf 8,9
  
Die Grafik ist abgebildet auf  S.9 der BMU-Broschüre " Erneuerbare Energie in Zahlen" [pdf, 9,4 MB]

| Erneuerbare Energien | Ökostrom | Endenergie | Primärenergie | Energie/ Ressourcen |
Pakistan-Flut
Pakistan-Flut:  Grafik Großansicht
19.08.10   (262)
Tagesschau: Ursachen für die Flutkatastrophe in Pakistan
Der Monsun dehnte sich im Jahr 2010 ungewöhnlich weit nach Norden bis nach Pakistan aus, vermutlich in Folge einer extrem starken Ausprägung der Klimaanomalie La Niña im Südost-Pazifik. Außerdem brachte der Monsun sehr viel mehr Regen als üblich. Beide Ursachen gelten als typische Folgen der Klimaerwärmung. Der stärkste Monsum seit 80 Jahren verursachte in Pakistan, einem normalerweise trockenen Land mit wenig Abflüssen, die folgenschwerste Umweltkatastrophe seit Gründung des Staates.
  
Das Video ist eingelinkt im Artikel: Klima-Anomalie La Niña setzt Pakistan zu [Tagesschau 19.08.10]

| Hochwasser | Naturkatastrophen | La Niña | Klimawandelfolgen |
Pakistan-Flutkatastrophe

17.08.10   (261)
ZEIT-Grafik: Flutkatastrophe in Pakistan
Die Landkarte Pakistans zeigt die Gebiete starker (dunkelblau) und mittlerer Überschwemmungen entlang des Indus. Etwa 1/5 der Fläche Pakistans ist überschwemmt, rund 20 von 174 Mio Einwohnern sind betroffen, die meisten obdachlos und ihrer Existenzgrundlage beraubt. Die Infrastruktur ist vielerorts völlig zerstört. Mindestens 1500 Menschen kamen in den Fluten um, Millionen sind auf der Flucht. Es drohen die Ausbreitung von Seuchen, Wasser- und Nahrungsmangel. Wegen des Ausmaßes der Katastrophe rief das WFP die Staatengemeinschaft zu mehr und schnellerer Hilfe auf.
 
Die Landkarte  ist eingelinkt im Artikel: Pakistans Kornkammer steht unter Wasser [ZEIT 17.08.10]

| Hochwasser | Naturkatastrophen | Klimawandelfolgen |
Uranverknappung
Brennstoff Uran wird knapp:  Grafik Großansicht
09.08.10   (259)
FR-Grafik: Brennstoff Uran wird knapp
Laut Jahresbericht der ESA* wird der Brennstoff für Atomkraftwerke knapp. Die Daten werden bestätigt durch das Red Book Uran, das die IAEO zusammen mit der NEA herausgibt. Danach wurden weltweit 2009 nur 50,5 Kilotonnen (kt) abgebaut, während der Verbrauch seit Jahren über 65 kt liegt. Die Uranförderung erreichte anfang der 1980-er mit 70 kt ihren Höhepunkt und ist seitdem rückläufig, weil die leicht zugänglichen Vorkommen allmählich versiegen. Zudem lieferte eine der größten Uranminen, jene bei Cigar Lake in Kanada, nach Wassereinbrüchen weit weniger als geplant. Auch der Ausbau der Großmine Olympic Dam in Australien seht in Frage, weil ihr Urangehalt gering ist. Die Lücke zwischen Uranförderung und -nachfrage konnte bisher aus Lagerbeständen und abgerüsteten Atomwaffen geschlossen werden. Doch auch diese Bestände gehen zur Neige und es droht eine wachsende Schere zwischen Angebot und Nachfrage und in Folge ein starker Anstieg des Uranpreises.
*ESA = Euratom Supply Agency:  EU-Behörde zur Überwachung der Vorkommen, Einfuhren und Export von Uran)
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Das Uran wird knapp [FR 09.08.10]

| Uran | Atomenergie | Atomausstieg |
Trinkwasserversorgung
Trinkwasserversorgung:  Grafik Großansicht
30.07.10   (258)
FR-Weltkarte: Trinkwasserversorgung
In der Weltkarte sind die Länder anhand des Anteils der Bevölkerung mit Zugang zu sauberem Trinkwasser nach 5 Stufen eingefärbt: dunkelblau: über 90%; hellblau: über 75 bis 90 %; hellrot: 50 bis 75 %; dunkelrot: unter 50 %.
Besonders von Wassermangel betroffen sind Länder in Zentralafrika, Afghanistan und Papua-Neuguinea.
  
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Die UN erklären auf Antrag Boliviens Wasser zum Menschenrecht [FR 30.07.10]

| Wasser | Nachhaltigkeit |
Primärenergieverbrauch
Energieverbrauch 2009 weltweit; Öl, Kohle, Erdgas, Wasserkraft, Kernenergie / Infografik Globus 3648 vom 16.07.2010
16.07.10   (271)
dpa-Globus: Energieverbrauch 2009 weltweit
In Folge der weltweiten Wirtschaftskrise sank der Primärenergieverbrauch 2009* erstmals seit 1982 auf 11,2 Gt-RÖL (= 468,9 EJ). Die Grafik veranschaulicht die Verteilung auf die Primärenergiearten (in %): Öl: 34,8; Kohle: 29,4; Erdgas: 23,8; Wasserkraft: 6,6; Kernenergie:5,5.
Verteilung auf die Regionen (in %): Asien u. Pazifik: 37,1; Europa+Eurasien: 24,8; Nordamerika: 23,9; Naher Osten: 5,9; Mittel-/Südamerika: 5,0; Afrika: 3,2.
" Datenquelle ist der jährliche BP-Statistical-Review, bei dem nur weltweit gehandelte Energiearten erfasst werden. Bei den erneuerbaren Energien wird daher nur die Wasserkraft berücksichtigt, Windenergie, Solarenergie, Geothermie und die in vielen armen Regionen vorherrschende Biomasse (z.B. Holz, Stroh, Dung) bleiben unberücksichtigt.
 
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| Primärenergie | Erdöl | Kohle | Erdgas | Wasserkraft | Atomenergie |
Energiequellen
Energiequellen:  Grafik Großansicht
02.07.10   (256)
Klett-Weltkarte: Energiequellen - Energierohstoffe und erneuerbare Energien
Die sich immer noch ausweitetende Ölpest-Katastrophe im Golf von Mexiko ist einmal mehr eine Mahnung, verstärkt und beschleunigt die Energiewende zu vollziehen: Weg von den fossilen, hin zu den erneuerbaren Energien. Die Klett-Weltkarte bietet dazu vielfältige Hintergrund-Informationen, aufgeschlüsselt nach Regionen: Vorräte an fossilen Energien (Erdöl, Erdgas, Braun- u. Steinkohle, Uran) und ihre Reichweite; Erdöl- und Erdgashandel; Nutzung erneuerbarer Energien (Wasserkraft, Windkraft, Solarenergie, Geothermie).
  
Download: Weltkarte der Energiequellen [pdf, 2,4 MB, Klett 02.07.10]

| Fossile Energien | Erdöl | Erdgas | Kohle | Erneuerbare Energien | Windenergie | Wasserkraft | Solarenergie | Geothermie | Energiewende |
Stromtrassen-DE
Stromtrassen in Deutschland: 380 V-Leitungen: Bestand und Ausbau:  Grafik Großansicht
24.06.10   (257)
FR-Grafik: Stromtrassen in Deutschland: 380 kV-Leitungen: Bestand und Ausbau
Das rasant steigende Ökostrom-Angebot, darunter große Anteile des volatilen Wind-und Solarstroms, erfordern den schnellen Ausbau der Hochspannungsnetze und der Stromspeicherkapaziäten. Zum bisher 40.000 km langen 380 kV-Netz sollen in einer ersten Ausbaustufe 850 km ergänzt werden, bisher wurden aber nur 80 km realisiert. Die geplanten Neubau-Trassen, z.B. eine 380 kV-Trasse durch den Thüringer Wald ("Thüringer Strombrücke"), sind jedoch hoch umstritten und von Bürgerinitiativen bekämpft. Sie behaupten, dass durch besseres Netzmanagement, durch Angleichung von Stromangebot und - nachfrage auf eine Reihe neuer Stromtassen verzichtet werden könne, die vermutlich eher zur Ausweitung des EU-weiten Stromhandels verwendet werden sollen statt Teil einer echten Energiewende in Deutschland zu werden.
 
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Wandern von Mast zu Mast [FR 24.06.10], Teil 2/6 der FR-Serie zur Energiewende

| Strom | Ökostrom | Windenergie | Solarenergie | EW-Strom |
Vermögensverteilung-2007
Vermögenskonzentration: Vergleich 2002 - 2007:  Grafik Großansicht
19.06.10   (255)
FR-Grafik: Vermögenskonzentration von 2002 bis 2007
Laut DIW-Verteilungsbericht 2009 wächst die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland weiter. Ein Indikator dafür ist die wachsende Konzentration des Vermögens beim reichsten Zehntel (10. Dezil) der Bevölkerung: Der Anteil des Nettovermögens am Gesamtvermögen stieg von 2002 bis 2007 beim 10. Dezil (Dz) um 3,2 Prozentpunkte (Pp), wobei vor allem eine Verschiebung vom 7., 8. und 9. Dz hin zum 10.Dz stattfand: 7. Dz|-1,0 Pp; 8.Dz|-0,7 Pp; 9.Dz|-0,9 Pp.
  
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Freibier für Millionäre [FR 19.06.10]

| Armut & Reichtum |
Strahlenbelastung
Strahlenbelastung in Deutschland, natürliche und künstliche Strahlungsquellen / Infografik Globus 3594 vom 17.06.2010
17.06.10   (270)
dpa-Globus: Strahlenbelastung in Deutschland
Radioaktive Strahlung aus künstlichen Quellen (Kerntechnik, Kernwaffentests, Forschung/ Technik/ Haushalt, Reaktorkatastrophe in Tschernobyl) erzeugt in der Summe eine durchschnittliche Strahlungsbelastung von rund 1,9 Millisievert (mSv), hinzu kommen 2,1 mSv aus natürlichen Quellen. Die Medizin (1,9 mSv) und das in der Natur vorkommende radioaktive Gas Radon (1,1 mSv) sind die beiden mit Abstand größten Strahlenquellen und bieten mit zusammen 3,2 von 4 mSv bereits 80 % der Strahlenbelastung.
   
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| Atomenergie | Atomausstieg | Gesundheit |
Kinderarbeit
Kinderarbeit / Infografik Globus 3590 vom 17.06.2010
17.06.10   (269)
dpa-Globus: Wo Kinder arbeiten müssen
Trotz vielfältiger Bemühungen der UNO, insbesondere der ILO, Kinderarabeit einzudämmen, arbeiten weltweit immer noch rund 215 Mio Kinder im Alter von 5 bis 17 Jahren, darunter gehen rund 115 Mio Kinder sogar einer gefährlichen Arbeit (z.B. Bergwerke, sexueller Missbrauch) nach. Mit Abstand am häufigsten ist Kinderarbeit in Asien und in Subsahara-Afrika. Weltweit verteilt sich die Kinderarbeit wie folgt auf die Sektoren (in %): Landwirtschaft 60, Dienstleistungen 26, Industrie 7 (Rest 7).
 
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| Kinderarbeit | Eine-Welt |
Flüchtlinge-
UNHCR-Bericht-2009
Flüchtlinge weltweit 2009:  Grafik Großansicht
16.06.10   (254)
FR-Grafik: Flüchtlinge weltweit 2009
Laut UNHCR-Jahresbericht waren im Jahr 2009 weltweit 43 Millionen (M) Menschen auf der Flucht. Hauptursachen dafür sind Kriege oder Dauerkrisen (Afghanistan, Somalia, Dem.Rep.Kongo, Sudan, Irak, ...) und sich verschärfende Konflikte um knapper werdende Ressourcen, darunter Wasser, Nahrungsmittel und Siedlungsräume nicht zuletzt als Folge der Klimaerwärmung. Rund 5,5 M Flüchtlinge leben seit 5 oder mehr Jahren im Exil, nur 0,25 M kehrten in die Heimat zurück. Da sich die Ursachen für Migration im Trend verschärfen werden, ist künftig mit einer wachsenden Zahl von Flüchtlingen zu rechnen.
  
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: UNHCR-Bericht: 43 Millionen sind auf der Flucht [FR 16.06.10]

| Migration | Konflikte | Klimawandelfolgen | Ressourcenkonflikte |
Ölpest-Tiere
Ölpest, Golf von Mexiko, Hararie Deepwater Horizon, gefährdete Tiere, Delfine, Seekühe, Shrimps, Meeresschildkröten, Pottwale, Plankton, Thunfisch / Infografik Globus 3580 vom 10.06.2010
10.06.10   (268)
dpa-Globus: Ölpest gefährdet Tiere
Die Havarie der Ölplattform "Deepwater Horizon" löste ab dem 20.4.10 die bisher größte Ölpest-Katastrophe weltweit aus. Rund 800 Mio Liter Öl flossen in den Golf von Mexiko und belasten, zusammen mit den Chemikalien, die der Ölkonzern BP zur Zersetzung des Öls ins Meer sprühte, die Tierwelt im Meer und an den Küsten. Die Grafik zeigt beispielhaft einige Tierarten, die besonders betroffen sind, darunter Plankton und Shrimps, Delfine, Pottwale, Thunfische und Meeresschildkröten.

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| Öltanker/Ölpest | Erdöl | Bio-Vielfalt |
Ölpestausbreitung
Simulation der Ölpestausbreitung in 60 Tagen:  Grafik Großansicht
09.06.10   (253)
FR-Grafik: Simulation der Ölpestausbreitung in 60 Tagen
Seit der Havarie der Ölplattform "Deepwater Horizon" am 20.4.10 hat sich die Ölpest inzwischen entlang der US-Küste bis nach Florida und nach Süden bis zur Halbinsel Yucatan (Mexiko) ausgebreitet. Der Golfstrom wird die Ölpest weiter entlang der US-Ostküste und dann weit in den Atlantik hin ausbreiten, wie eine Simulation zeigt. Mit dem Öl verbreiten sich weiträumig Schadstoffe wie z.B. Schwermetalle, die sich über Jahre und Jahrzehnte in der Nahrungskette anreichern und schließlich über Fisch, Muscheln, Austern und sonstigen Meeresfrüchten die Gesundheit von Menschen weltweit gefährden.
  
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Bedrohliches Erbe der Ölpest [FR 09.06.10]

| Erdöl | Öltanker/Ölpest | Golfstrom | Bio-Vielfalt | Chemikalien | Gesundheit |
Heizungsanlagen-D-2008
Heizungsanlagen in deutschen Wohnhäusern:  Grafik Großansicht
09.06.10   (252)
FR-Grafik: Heizungsanlagen in deutschen Wohnhäusern 2008
Das größte Einsparpotenzial beim Primärenergieverbrauch und bei der CO2-Reduktion in Deutschland bieten die 17,8 Millionen (M) Heizungsanlagen in den Wohnhäusern, darunter 7,9 M Gaskessel und 6,0 M Ölkessel, also 78 % mit veralteter energieverschwendender und viel CO2 produzierender Technik. Die restlichen energieeffizienteren und daher klimagünstigeren Anlagen verteilen sich wie folgt:  Brennwerttechnik: Gas 2,7 M; Öl 0,2 M; Wärmepumpe 0,3 M; Biomassekessel 0,7 M. Insgesamt 1,3 M Anlagen werden durch Solarthermie unterstützt. (Quelle: BDH).
Mit dem Markt-Anreiz-Programm (MAP) förderte die Bundesregierung ab 1.1.09 Heizungen auf Basis von erneuerbaren Energien (Öko-Wärme) und aus KWK-Anlagen. Diese Förderung wurde am 3.5.10 vom Finanzminsterium gestoppt und mit einer Haushaltssperre belegt, angeblich um Geld zu sparen, obwohl sich die Förderung laut Ifo-Berechnungen durch induzierte zusätzliche Steuereinnahmen selbst finanziert.
     
Die Grafik ist abgedruckt im Artikel: Ausgebremste Klimaschützer [FR 09.06.10]

| Erneuerbare Energien | KWK | Biomasse | Energiesparen | Energieeffizienz |
Solarstrom-Potenzial
Potenzial für weltweite Sonnenkraftwerke:  Grafik Großansicht
04.06.10   (251)
FR-Grafik: Potenzial für weltweite Sonnenkraftwerke
Laut Neuauflage der Studie „Energy[r]evolution“ könnte bis 2050 der Anteil des Ökostroms am weltweiten Stromverbrauch auf 95 % gesteigert werden, darunter 20 % aus großen Solarkraftwerken, wie sie z.B. bei Desertec geplant sind.
In der Weltkarte wird die regional unterschiedliche Intensität der Sonneneinstrahlung anhand der Färbung (von dunkelrot = sehr hoch bis hellgelb= sehr gering) veranschaulicht. Außerdem wird für jede Region die Einstrahl-Fläche in km² angegeben, die benötigt wird, um den Energieverbrauch dieser Region komplett durch Solarenergie zu decken, darunter z.B.: Nordamerika 63658, China+Indien 47743, Europa 38447, Afrika 35764. Weltweit werden 390122 km² benötigt.
  
Die Weltkarte ist eingelinkt im Artikel "Wüstenstrom für die ganze Welt" [FR 04.06.10].

| Solarenergie | Ökostrom | DESERTEC | Energiemix | EW-Strom |
Meeresbelastung-
Meeresressoucen
Meeresbelastung und maritime Rohstoffressourcen:  Grafik Großansicht
04.06.10   (250)
Klett-Weltkarte: Meeresbelastung und maritime Rohstoffressourcen
Aus Anlass der aktuell immer noch andauernden Ölpest-Katastrophe im Golf von Mexiko nach der Havarie der Ölplattform "Deepwater Horizon" stellt der Klett-Verlag eine Weltkarte bereit, in der die Orte von Tanker- und Ölplattform-Havarien seit 1970 als schwarze Punkte markiert sind. Die Regionen mit leichter bzw. starker Belastung durch Ölförderung und - transport sowie durch Industrie und Siedlungen sind in der Weltkarte gekennzeichnet. Außerdem enthält die Weltkarte weitere vielfältige Informationen zu maritimen Rohstoffressourcen (Off-Shore-Erdöl/Erdgas, mögliche Erdöllagerstätte, Gashydrate, Manganknollen, erzhaltige Sedimente mit Bunt-, Schwer- und Edelmetallen).
 
Klett-Weltkarte: Download [pdf, 2,1 MB]

| Erdöl | Erdgas | Rohstoffe/Ressourcen | Energie/ Ressourcen |
Erdölförderung-Brasilien
Offshore-Erdölförderung in Brasilien:  Grafik Großansicht
01.06.10   (249)
FR-Grafik: Offshore-Erdölförderung in Brasilien
Vor der Küste Brasiliens wurden riesige Erdölvorräte entdeckt, von denen bisher nur ein Bruchteil (in der Landkarte rot markiert) ausgebeutet wird. Die Ölvorkommen sind jedoch nur mit erheblichem technischen Aufwand und unter schwierigen Bedingungen zu fördern, da sie im Durchschnitt 90 km vor der Küste im Atlantik liegen und tiefer als 500 m liegen, wo Taucher nicht mehr arbeiten können. Obwohl schon jetzt 200 Ölbohrinseln des halbstaatlichen Konzerns Petrobas in Betrieb sind, gibt es keine Notfallpläne für Havarien, wie aktuell bei der Ölplattform "Deepwater horizon" im Golf von Mexiko. Das Risiko von nicht mehr beherrschbaren Havarien wächst mit der Tiefe: Im Jahr 2000 brach Petrobas den Weltrekord bei der Ölförderung aus der Tiefsee mit 1877 m unter dem Meeresspiegel. Aktuell fördert Brasilien täglich 2,3 Millionen Barrel, 90 % davon aus dem Meer. Bis 2020 soll die Ölförderung verdoppelt werden, was jedoch nur möglich ist, wenn die Bohrungen in Tiefen unter 2000 m vorstoßen mit überproportional erhöhtem Risiko einer Ölpest.
  
Die Landkarte ist abgedruckt im Artikel: Öl-Förderung: Brasilien ohne Notfallplan [FR 01.06.10]

| Erdöl | Öltanker/Ölpest | Fossile Energien |
Ölförderung-Nordsee

31.05.10   (248)
SZ-Grafik: Erdölförderung in der Nordsee
Das Risiko einer Ölverseuchung wie aktuell bei der schon jetzt größten Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA, der sich immer noch ausbreitenden Ölpest im Golf von Mexiko nach der Havarie der Ölplattform "deepwater horizon", wächst auch in der Nordsee mit der steigenden Zahl und Meerestiefe der dort installierten Ölbohrinseln, die in der Nordseekarte als rote Punkte markiert sind. Zwar wird dort bisher überwiegend in Wassertiefen bis nur 200 m gefördert, in denen Taucher noch reparieren können. Doch diese vergleichsweise leicht erreichbaren Ölvorräte gehen zur Neige und neue Ölreserven, z.B. vor den Shetlandinseln, liegen bereits bei 400 m Tiefe, wo Taucher nicht mehr arbeiten können. Der globale Energiehunger treibt die Ölförderung in immer größere Meerestiefen, wodurch das Risiko einer Ölpest drastisch steigt. Die tiefste Ölbohrung weltweit betreibt derzeit Shell: Die Bohrinsel "Perdido" (span. "verloren") liegt 320 km vor der Küste Texas im Golf von Mexiko und erreicht erstmals eine Tiefe von 2500 m Quellennachweis.
  
Die Grafik ist abgedruckt (nicht online) im Artikel: Das Risiko vor der eigenen Haustür [SZ 31.05.10]

| Erdöl | Öltanker/Ölpest | Fossile Energien |
Offshore-Ölförderung

12.05.10   (246)
ZEIT-Grafik: Türme, Plattformen, Schiffe: Ölförderung auf hoher See
Die Offshore-Erdölförderung ist in immer größere Tiefen vorgedrungen. Die Liste beginnt 1978 mit dem Bohrturm "Cognac", der Öl aus einer Tiefe von ca. 400 m  förderte. Mit der Ölplattform "Ram-Powell" wurde 1997 die Schwelle von 1000 m überschritten. Ölförderschiffe von Petrobras erreichen 1999 Tiefen von 1800 m, die schwimmende Plattform "Na Kika" stieß in Tiefen von über 2000 m vor. Mit wachsender Tiefe wird die Technik immer komplizierter und damit störanfälliger, ebenso werden die Bedingungen in der Tiefsee immer schwieriger. Dadurch wächst das Risiko von Havarien und in der Folge von Ölpest-Katastrophen, während die Chancen für eine Bekämpfung solcher Katastrophen sinken, wie aktuell die Ölpest nach der Havarie der Ölplattform "deepwater horizon" am 20.4.10 vor der US-Golfküste zeigt.
 
Die Grafik ist abgedruckt (bisher nicht online) im Artikel: Die Vernunft geht unter [ZEIT 12.05.10,S.30]

| Erdöl | Öltanker/Ölpest | Naturkatastrophen |
EU-Euro-Laender
Die Sorgenländer:  Grafik Großansicht
12.05.10   (242)
FR-Grafik: Die Sorgenländer in der Eurozone
In der Europakarte sind die 4 besonders hoch verschuldeten Euroländer Griechenland, Portugal, Spanien und Irland rötlich, die weiteren 12 Euroländer dunkelblau und die restlichen 11 EU-Mitgliedsstaaten ohne Euro hellblau gefärbt. Bei den besonders hoch verschuldeten Euroländern wird jeweils das Haushaltsdefizit in % und der Schuldenstand in % vom BIP notiert: Griechenland -9,3| 124,9; Portugal -8,5|85,8; Spanien -9,8|64,9; Irland -11,7|77,3. Das mit 116,7 % vom BIP ebenfalls hoch verschuldete Italien wird in dieser Grafik als "normales" Euroland klassifiziert.
(Achtung: Fehler! Dänemark ist kein Euroland)
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Neue Chance für Finanztransaktionssteuer [FR 12.05.10]

| BIP | Konsum & Produktion | Nachhaltigkeit |
Steuern-Abgaben-OECD
Steuern- und Abgabenlast: Deutschland und OECD:  Grafik Großansicht
12.05.10   (241)
FR-Grafik: Steuern- und Abgabenlast in Deutschland im Vergleich zur OECD
Hohe Sozialabgaben bremsen laut OECD-Studie die Beschäftigung in Deutschland. Zwar liegt Deutschland mit einer Steuer- und Abgabenquote von 36,4 % am BIP im OECD-Durchschnitt, der Faktor Arbeit wird aber mit 51 % drastisch höher als im OECD-Mittel (36,4 %) belastet. Besonders hoch im Vergleich zur OECD werden alleinstehende Geringverdiener und Alleinerziehende belastet. Der Anteil der Sozialabgaben an den Staatseinnahmen ist mit 13,3 % ebenfalls höher als das OECD-Mittel 9 %. Die OECD empfiehlt daher, die Sozialsysteme stärker über Steuern zu finanzieren und dazu die Steuerbasis zu verbreitern sowie die Steuersätze z.B. beim Konsum und Grundbesitz zu erhöhen.
  
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| Einkommensteuer | Armut & Reichtum | Konsum & Produktion | BIP | OECD |
Atomkraftwerke-D
Atomkraftwerke in Deutschland:  Grafik Großansicht
11.05.10   (240)
FR-Grafik: Restlaufzeiten der Atomkraftwerke in Deutschland
Der geplante Übertrag von Reststrommengen vom AKW Stade (Eon), das 2003 vorzeitig stillgelegt wurde, zum AKW Biblis A (RWE), hat heftige Kritik bei der Opposition und Umweltverbänden ausgelöst. Er scheint aber rechtlich nicht anfechtbar zu sein. Die Laufzeit von Biblis A würde sich dadurch um ca. ein halbes Jahr verlängern. Vor diesem Hintergund informiert die FR über die aktuellen Restlaufzeiten der AKW in Deutschland. In der Deutschlandkarte sind die AKW-Standorte eingetragen jeweils mit Jahr der Inbetriebnahme und dem voraussichtlichem Ende der Restlaufzeit sowie dem AKW-Betreiber. Danach werden die 7 ältesten AKW (Inbetriebnahme von 1974 bis 1979) bis Ende 2012 stillgelegt: 2010: Biblis A, Neckar 1; 2011: Biblis B, Isar 1, 2012: Brunsbüttel, Unterweser, Philippsburg 1.
  
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| Atomenergie | Atomausstieg |
Ölpest-Bekämpfung
Ölpest-Bekämpfung:  Grafik Großansicht
06.05.10   (239)
FR-Grafik: Ölpest-Bekämpfung im Golf von Mexiko
Die Grafik veranschaulicht die 3 Wege, die Ölausbreitung im Golf von Mexiko einzudämmen: (1) Eine 125 Tonnen schwere Metallkuppel soll abgesenkt werden auf das zerstörte Öl-Aufstiegsrohr und dort in ca. 1500 m Tiefe das austretende Öl auffangen, das dann abgepumt werden kann. (2) Eine zusätzliche Entlastungsbohrung soll den Druck auf das ursprüngliche Bohrloch verringern. (3) Chemikalien sollen das austretende Öl direkt vorort zersetzen. Wie schnell diese Maßnahmen umgesetzt werden und in wieweit sie tatsächlich helfen können, die Ölpest einzudämmen, ist kaum einschätzbar.
 
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: An den Grenzen der Technik [FR 06.05.10]

| Erdöl | Öltanker/Ölpest |
Ölpest-US-Golfküste

06.05.10   (238)
ZEIT-Grafik: Weg vom Öl: Kampf gegen die Ölpest an der US-Golfküste
Am 20.04.10 havarierte die Ölplattform "deepwater horizon" vor der US-Golfküste. Zementierungsarbeiten in rund 1500 m Tiefe misslingen und es kommt zu einer Explosion auf der Ölplattform, bei der 11 Menschen sterben und die Plattform im Meer versinkt. Da ein Absperrventil versagt und das Steigrohr birst, laufen täglich etwa 800.000 Liter eines besonders zähen Erdöls ins offene Meer. Es droht die größte Umweltkatastrophe in der US-Geschichte mit Schadenskosten, die jene nach dem Hurrikan Katrina 2005 oder nach der Tankerhavarie der "Exxon Valdez" 1989 noch übertreffen könnten.
Die Grafik informiert über den Ablauf der Havarie, über die laufenden und geplanten Arbeiten zur Eindämmung der Ölpest am Meeresgrund (Ersatz des defekten Sperrventils, Abdeckung des Bohrlochs durch einen Stahlbetonhälter), an der Meeresoberfläche (Abfackeln oder Absaugen des Öls) sowie in Landnähe (Ölbarrieren, direktes Abschöpfen/ Absaugen des Öls, Reinigung von Tieren und Stränden). Die infolge der Ölpest gefährdeten seltenen Arten (u.a. Braunpelikane, Wale, Delphine, Austern und andere Meeresfrüchte, Meeresschildkröten und Fische) in den artenreichen Ökosystemen (Meer, Marschen des Mississippi-Deltas) werden kurz vorgestellt und beschrieben.
   
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Weg mit dem Öl [ZEIT 06.05.10]

| Erdöl | Öltanker/Ölpest | Bio-Vielfalt |
Windkraftleistung
Windkraft-Kapazität weltweit in Megawatt; 1996 bis 2009 / Infografik Globus 3499 vom 30.04.2010
30.04.10   (260)
dpa-Globus: Windkraft weltweit von 1996 bis 2009
Die weltweite Windkraft-Kapazität stieg von 6100 MW im Jahr 1966 auf 158505 MW im Jahr 2009. Weiteres starkes Wachstum ist zu erwarten, wobei die deutsche Windkraftbranche Weltmarktführer ist mit einem Anteil von 25 bis 30 % an der Weltproduktion von Windkraftanlagen. Ein großer Nachholbedarf besteht vor allem in in Osteuropa.
Der Anteil in % der TOP 10 Länder 2009 beträgt: USA 22,1; China 16,3; Deutschland 16,3; Spanien 12,1; Indien 6,9; Italien 3,1; Frankreich 2,8; Großbritannien 2,6; Portugal 2,2; Dänemark 2,2.
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| Windenergie | Ökostrom |
Vulkane
Vulkane, Plattentektonik, Feuerring der Erde / Infografik Globus 3495 vom 30.04.2010
30.04.10   (245)
dpa-Globus: Vulkane
Der obere Teil der Grafik zeigt einen Schnitt durch einen Vulkan, an dem die 3 typischen Phasen eines Ausbruchs veranschaulicht werden: (1) Durch Druckentlastung werden in der aufsteigenden Magma Gase frei gesetzt, die (2) die Deckschichten wegspringen, wonach (3) Gase, Asche, Schlacke und Magma freigesetzt werden. Die leichteren Bestandteile (Gas, Asche, Staub) können mehrere Kilometer hoch geschleudert und über Windströmungen in der Troposphäre ausgebreitet werden.
Der untere Teil der Grafik zeigt den sog. "Feuerring der Erde", eine lange Kette aus einer Vielzahl von Vulkanen entlang der Ränder der Erdplatten im Pazifischen Ozean.

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| Vulkane | Plattentektonik | Naturkatastrophen | Erdbeben |
Ölteppich-US-Golfküste
Ausbreitung des Ölteppichs vor der US-Golfküste:  Grafik Großansicht
29.04.10   (237)
SPIEGEL-Grafik: Ausbreitung des Ölteppichs vor der US-Golfküste vom 22.bis 28.04.10
Der Ölteppich aus der havarierten Ölbohrplattform "deepwater horizon" vor der US-Golfküste breitet sich immer weiter aus und war am 28.4.10 nur noch 30 km entfernt von den ökologisch hoch sensiblen Marschen des Mississippi-Deltas. Eine Ölpest in dem Naturparadies aus Mangroven- und Sumpflandschaften hätte dramatische Folgen für die besonders artenreiche Pflanzen- und Tierwelt. Verheerend wäre eine Ölpest auch für die Austernzucht sowie für den Shrimps- und Fischfang. Es droht eine Umweltkatastrophe, die noch die Folgen des Hurrikan Katrinas übertrifft.
 
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: US-Regierung erklärt Ölpest zur nationalen Katastrophe [Spiegel 29.04.10]

| Erdöl | Öltanker/Ölpest | Bio-Vielfalt | Nahrung |
Eyjafjallajökull-
Aschewolke
externe Animation zur Ausbreitrung der Aschewolke
23.04.10   (244)
KIT/ DWD: Ausbreitung der Aschewolke des Vulkans Eyjafjallajökull auf Island
Nach 187 Jahren Ruhe meldet sich der Vulkan im Eyjafjalla-Gletscher zunächst mit heftigen Eruptionen und Lavafluß zurück. Die ausgestoßende Aschewolke breitete sich vom 14.bis 21.4.10 nach Zentraleuropa aus und legte 1 Woche lang europaweit den Flugverkehr lahm. Die Bilanz dieser Woche ohne Flugverkehr: 95000 annullierte Flüge, 7 Mio gestrandete Passagiere, zeitweise über 300 stillgelegte Flughäfen, geschätzte Schadenskosten in Milliarden Höhe.
  
Die Animation von KIT/ DWD zeigt die Ausbreitung der Aschewolke vom 14.4.  6 Uhr bis zum 23.4. 0 Uhr in Europa.

| Vulkane | Naturkatastrophen |
Bruttoinlandsprodukt
2009
Bruttoinlandsprodukt 2009 / Infografik Globus 3483 vom 23.04.2010
23.04.10   (243)
dpa-Globus: Die Volkswirtschaft zieht Bilanz: Bruttoinlandsprodukt 2009
Trotz vielfältiger Kritik am Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird es immer noch zur Messung der Wirtschaftsleistung einer Nation während einer Zeitperiode verwendet. In Deutschland betrug das BIP 2009 rund 2407 Mrd. Euro.
Das BIP kann auf drei Weisen berechnet werden:
  - Entstehung
: Wertschöpfung in den verschiedenen Wirtschafssektoren;
  - Verwendung:
  Konsum + Investitionen ;
  - Verteilung
: Löhne/Gehälter + Unternehmens-/Vermögenseinkommen.
Die Verteilungsrechnung wird aber wegen fehlender Basisdaten über die Unternehmens- und Vermögenseinkommen in Deutschland durch das statistische Bundesamt offiziell nicht durchgeführt.
  
  => Daten der Infografik/ Großansicht

| Konsum & Produktion | BIP | UGR | NWI | HDI |
Atomstandorte-D
Atomstandorte in Deutschland:  Grafik Großansicht
15.04.10   (231)
FR-Grafik: Atomstandorte in Deutschland
Beim Nukleargipfel in Washington am 12/13.04.10 ist wieder einmal deutlich geworden, dass prinzipiell bei jedem Standort, wo nukleares Material (z.B. Uran, Plutonium) lagert, die Gefahr besteht, dass diese radioaktiven Stoffe in falsche Hände (z.B. Terroristen) gelangen und daraus Bomben gebaut werden oder auch z.B. das Trinkwasser verseucht wird. Vor diesem Hintergrund zeigt die Deutschlandkarte die Standorte von Anlagen, wo derzeit nukleare Materialen gelagert werden.
Atomkraftwerke: Brunsbüttel, Brokdorf, Krümmel, Unterweser, Lingen, Grohnde, Biblis, Grafenrheinfeld, Phillipsburg, Neckarwestheim, Grundremmigen, Isar.
Forschungsreaktoren: Geesthacht, Berlin, Braunschweig, Jülich, Mainz, Rossendorf, Karlsruhe, München.
Zentrale Zwischenlager: Greifswald, Gorleben, Ahaus.
Atommüll-Endlager: Asse, Morsleben.
Atomwaffenstandort: Büchel.   
 
Die Grafik ist abgedruckt im Artikel: Das Terror-Risiko vor der Haustür [FR 15.04.10, S.7]

| Atomenergie | Atomausstieg | Atomwaffen | Uran | IAEO | Atomwaffensperrvertrag |
Atommülllager-Salz-Ton
Atommülllager: Guter Ton - schlechtes Salz? :  Grafik Großansicht
13.04.10   (232)
Spiegel-Grafik: Atommülllager: Guter Ton - schlechtes Salz?
Die Landkarte zeigt untersuchungwürdige Standorte für Atommüll-Endlager in Deutschland und den Nachbarländern Frankreich und Schweiz, wobei zwei Gesteinsarten zur Auswahl stehen: Tonsteinformationen und Salzstöcke. Während Frankreich in Bure (Lothringen) und die Schweiz in Benken (am Bodensee) Tonstein favorisieren, wurde in Deutschland die Standortsuche aus poltischen Motiven gegen den Rat von Geologen schnell auf die angeblich ergebnisoffene Erforschung des Salzstockes bei Gorleben beschränkt.
  
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Dokumente entlarven Willkür bei Gorleben-Wahl [spiegel.de 13.04.10]

| Atomenergie | Atomausstieg |
Strommix-EU-2007-2030
Der Strommix der EU - heute und in 20 Jahren:  Grafik Großansicht
09.04.10   (230)
vdi-Grafik: Der Strommix in der EU - heute und in 20 Jahren
Der Branchenverband BEE prognostiziert für Deutschland einen Ökostrom-Anteil von fast 50 % bis zum Jahr 2020. Laut eines VDMA-Szenarios wird dieser Anteil in der EU-27 erst 10 Jahre später erreicht. Die Grafik vergleicht den EU-Strommix im Jahr 2007 (insgesamt 3298 TWh) mit jenem im Jahr 2030 (insgesamt 3728 TWh) (Anteile in %): Ökostrom 16|48; fossiler Strom 56|33; Atomstrom 28|19.
    
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Energie-Planspiel EU 2030: 1 Billion € für neue Kraftwerke [FR 09.04.10]

| Strom | Ökostrom | Fossile Energien | Erneuerbare Energien | Atomenergie | Energiemix |
Atomwaffen-Start-2
Atomwaffen:  Grafik Großansicht
03.04.10   (229)
FR-Grafik: Start-2-Vertrag zur Atomwaffen-Reduktion
Am 8.4.2010 tritt der neue Start-2-Vertrag mit einer Laufzeit von 10 Jahren in Kraft: Danach wollen die USA und Russland ihre strategischen Trägerwaffen (Raketen/Bomber mit einer Reichweite über 5500 km, atombetriebenen U-Boote) um die Hälfte und die nuklearen Gefechtsköpfe darauf um ein Viertel verringern. Tausende taktische Atomwaffen von geringerer Reichweite und Sprengkraft erfasst der Start2-Vertrag nicht.
In der Weltkarte im Artikel "Mit den Waffen des Freundes" [FR 03.04.10] sind zentrale Daten zur Atomwaffen-Verbreitung eingetragen: offizielle und faktische Atommächte sowie Länder, die verdächtigt werden, an Atomwaffen zu arbeiten oder solche Atomprogramme eingestellt haben, und Länder, die für die USA Atomwaffen stationiert haben. Zu den Ländern sind jeweils die Anzahl von Sprengköpfen sowie von Trägersystemen (Raketen, U-Boote, Flugzeuge) notiert. Außerdem sind die Orte der wichtigsten atomaren Explosionen seit 1945 in der Weltkarte markiert.

| Atomwaffen |
Verstädterung-Slums
Verstädterung; Anteil Stadtbevölkerung 1950 bis 2050 / Infografik Globus 3435 vom 01.04.2010
01.04.10   (233)
dpa-Globus: Am Rande der Städte
Die Verstädterung nimmt immer weiter zu: Der Anteil der Bevölkerung, der in Städten lebt, steigt laut einer UN-Prognose von derzeit ca. 50 % auf  etwa 70 % im Jahr 2050. In der Folge werden auch die Elendsviertel (Slums) besonders in den Magastädten wachsen. Die Grafik informiert über den Anteil der städtischen Bevölkerung im Jahr 2010 in den betroffenen Weltregionen, die in Slums leben (Anteil in %): Subsahara-Afrika 62; Südasien 35, Südostasien 28, Westasien 25, Lateinamerika und Karibik 24, Ozeanien 24, Nordafrika 13.
   
  => Großansicht: Bezug     Großansicht: Galerie

| Bevölkerung | Armut & Reichtum | Globale Agenda 21 |
EE-Endenergie
EE-Endenergie:  Grafik Großansicht
24.03.10   (226)
AGEE-Grafik: Endenergie-Anteil erneuerbarer Energien 1990 bis 2009
Der Beitrag erneuerbarer Energien an der Endenergie stieg von rund 50 TWh im Jahr 1990 auf 237,8 TWh ( = 110,5 TWh Wärme + 93,8 TWh Strom +33,8 TWh Kraftstoff) im Jahr 2009. Damit liegt der Anteil erneuerbarer Energien an der Endenergie 2009 bei 237,8 * 3,6 PJ / 8470 PJ = 10,1 % (1 TWh = 3,6 PJ, s. Umrechnung).
  
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Endenergie-Anteil erneuerbarer Energien erstmals über 10 % [BMU 24.03.10]

| Erneuerbare Energien | Endenergie | Ökostrom |
Erdgas-Lieferungen
Gaslieferungen:  Pipelines und Flüssiggas per Schiff:  Grafik Großansicht
24.03.10   (224)
FR-Grafik: Erdgas-Lieferungen über Pipelines und mittels Flüssiggas per Schiff
Aus Anlass des BGH-Urteils, das die Preisbindung von Erdgas an Erdöl lockert, informiert die Grafik über die Wege und das Volumen von Gaslieferungen weltweit, wobei zwei Transportmittel unterschieden werden: a) Pipelines (rot) und b) mittels Flüssiggas (LNG) per Schiff (blau). Pipelines sind nur rentabel auf eine Distanz bis ca. 3000 km und werden bisher vor allem eingesetzt von Norwegen, Russland, Kaspi-Region und Nordafrika nach Europa sowie zwischen USA-Kanada, USA-Mexiko und von Bolivien nach Brasilien. Eine stark wachsende Bedeutung hat der LNG-Transport per Schiff, der allein große Distanzen überwinden kann und dadurch zunehmend mit den Pipelines konkurrieren wird. Die Hauptlieferländer von LNG sind Venezuela, Algerien, Nigeria, Indonesien, Australien und die Gasländer in Nahost (vor allem Katar). Das große noch zu erschließende Potenzial von unkonventionellem Erdgas, vor allem Schiefergas (shale-gas) Quellennachweis, wird das LNG-Volumen und den weltweiten Vertrieb vermutlich künftig erheblich steigern und die bisher eher regionalen Gasmärkte aufmischen.
  
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: BGH kippt Gas-Ölpreiskopplung: Kunden dürfen auf Rückzahlung hoffen [FR 24.03.10]

| Erdgas | Fossile Energien |
Dürre_am_Mekong
Dürre am Mekong:  Grafik Großansicht
22.03.10   (221)
FR-Grafik: Weltwassertag 2010: Dürre am Mekong
Aus Anlass des Weltwassertags am 22.3.2010 zeigt die FR-Landkarte den Verlauf des Mekong, wo sich derzeit die Konflikte wegen Wasserknappheit zuspitzen. Der Wasserstand des Mekong, mit 4300 km einer der längsten Flüsse der Erde, ist so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht mehr, mancherorts nur noch 35 cm. Seit Februar musste der Schiffsverkehr stellenweise eingestellt werden. 60 Millionen Menschen sind aber auf das Wasser für ihre Felder angewiesen. Infolge des geringen Wasservolumens ist im Mündungsdelta bereits Salzwasser 35 km weit ins Landesinnere vorgedrungen und machen das Grundwasser ungenießbar. Da viele Flussanrainer ihre Abwässer in den Mekong einleiten und seine Selbstreinigungskraft durch zu geringes Wasservolumen stark leidet, sind bereits Cholera-Fälle aufgetreten. Auch China im Oberlauf des Mekong ist betroffen: dort herrscht die schlimmste Dürre seit 50 Jahren. Laut einem Bericht der "Mekong River Commission" (Zusammenschluss von Vietnam, Kambodscha, Laos und Thailand) sind das frühe Ende der Regenzeit im Jahr 2009 und die ausgebliebenen Niederschläge während des Monsuns sowie das Klimaphänomen "El Niño" für die ausgewöhnliche Trockenheit verantwortlich. .
  
Die Grafik ist abgedruckt (nicht online) im Artikel: Dürre am Weltwassertag [FR 22.03.10]

| Wasser | El Niño | Klimaerwärmung |
Atommülllager-Asse-II

20.03.10   (220)
SZ-Grafik: Atommülllager Asse-II
Der Querschnitt durch den Salzstock bei Wolfenbüttel zeigt den Aufbau des ehemaligen Bergwerks Asse-II, das akut durch Einsturz gefährdet ist. Durch Klüfte im Gebirge oberhalb des Salzstocks dringen täglich rund 12000 Liter salzhaltiges Grundwasser ein, das zum größten Teil in einer Kammer in 659 m Tiefe aufgefangen wird, um es vom darunter lagernden Atommüll fernzuhalten. In den tieferen Schichten hat sich über die Jahrzehnte ein Laugensumpf angesammelt, dessen Feuchtigkeit sich in die lockeren Bodenbereiche der 750 m-Sohle ausgebreitetet hat, wo durch Kontakt mit radioaktiven Atommüll radioaktiv verseuchte Lauge entstanden ist. Auf der 750 m-Sohle sind außerdem 124494 Fässer mit schwach strahlendem Atommüll gelagert. Die mittelradioaktiven Abfälle lagern in 1293 Fässern 250 m höher auf der 500 m-Sohle. Alle Fässer sollen möglichst schnell an die Oberfläche geholt werden, um sie noch rechtzeitig vorm Einsturz der Asse zu bergen. Die Kosten werden auf  2 bis 4 Mrd. Euro geschätzt.
 
Die Grafik ist abgedruckt (nicht online) im Artikel: Verstrahlt, vergraben, vergeigt - das Desaster des Atomlagers Asse [SZ 20.03.10, S.8]

| Atomenergie | Atomausstieg |
Metropolregionen
Megastädte und Metropolregion:  Grafik Großansicht
20.03.10   (219)
FR-Grafik: Megastädte und Metropolregionen
Laut UN-Habitat-Report nimmt die Verstädterung vor allem durch Landflucht weiter zu. Im Verlaufe von 2009 überschritt die Weltbevölkerung den Zeitpunkt, ab dem mehr Menschen in Städten als außerhalb wohnen. Parallel zur Verstäderunng wachsen die Elendsviertel: ca. 830 Mio Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländer leben in Slums. Relativ zur schnell wachsenden Bevölkerung sank jedoch der Anteil der Slum-Bewohner in vielen Metropolen. Ein neuer Trend sind sog."Städte-Korridore": eine Kette von Städten, die immer näher zusammen wuchern, z.B. Hongkong, Shenzen, Guangzhou in China mit 120 Mio Einwohnern. Die Zusammenballung verursacht immense Probleme: Verwaltung, Lebensmittel- und Wasserversorgung, Abwässer, Energiebedarf, Verkehrs- und Umweltbelastung sowie Schadstoff- und Treibhausgas-Ausstoß.
Die Tabelle listet die Top10-Metropolen (Einwohner innerhalb der Stadtgrenzen | in der Metropolregion in Mio): Auf Rang 1 liegt Tokio (8,5|40), gefolgt von Seoul (11,0|30) und Mexiko-Stadt (8,7|25).   => Großansicht/ Daten

| Bevölkerung | Globale Agenda 21 |
Treibhausgase-D-2009
Treibhausgas-Emissionen Deutschland 2009 / Infografik Globus 3415 vom 18.03.2010
18.03.10   (234)
dpa-Globus: Klimafreundlich durch die Krise
Infolge der Wirtschaftskrise sind die Treibhausgas-Emissionen Deutschlands im Jahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 8,4 % auf 878 Mt CO2-Äquivalent gesunken, 28,7 % weniger als 1232 Mt im Jahr 1990, dem Referenzjahr des Kyoto-Protokolls. Ziel der Bundesregierung ist laut IEKP, den Treibhausgas-Ausstoß bis 2020 um 40 % im Vergleich zu 1990 zu senken, also auf 739 Mt.
Die Infografik schlüsselt die Emissionen (Mt) wie auch die Veränderungsquote zu 2008 (in %) nach Wirtschaftsektoren auf: Energiewirtschaft 333 Mt |-6,9 %; Verkehr 153|-0,4; Haushalte 107|+1,0; Industrieprozesse 90|-14,5; verarbeitendes Gewerbe 67|-30,3; Landwirtschaft 56|-15,1; GHD (Gewerbe, Handel, Dienstleistungen) 46|-0,4; Abfallwirtschaft 10|-5,8.

| Treibhausgase | Treibhauseffekt | Klimaerwärmung |
Stromspeicherung

18.03.10   (228)
ZEIT-Grafik: Stromspeicherung
Durch das immer größer werdende volatile Ökostrom-Aufkommen wird die großvolumige Stromspeicherung immer wichtiger. Bisher verfügbar sind Pumpspeicherkraftwerke mit einer Pufferleistung von rund 7 GW und einer Speichermenge von 40 GWh. Etwa 3 mal so viel Pufferkapazität wäre schon im Jahr 2009 notwendig gewesen, um Spitzenwerte beim Windstrom (z.B. am 25./26.12.09: 20 GW |100 GWh) zu puffern. Die weiteren 8 Möglichkeiten, Strom zu speichern - mechanisch: Druckluft, Schwungrad; elektrochemisch: Akku, Brennstoffzelle, Flow-Batterie; elektrisch: Doppelschichtkondensator, supraleitende Schule, intelligentes Stromnetz - sind entweder bisher nur kleinvolumig einsetzbar oder noch in Forschung und Entwicklung. Zu jeder Stromspeichervariante bietet die Grafik eine kurze Erläuterung sowie Kurzinfos zu folgenden Aspekten: Wirkungsgrad, Abnutzung, Besonderheiten, Kosten und Entwicklungsstadium im Hinblick auf einen großvolumigen Einsatz als Stromspeicher.
   
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Strom auf Vorrat [ZEIT 18.03.10]

| Ökostrom | Windenergie | EW-Strom | nachhaltige Energie |
EE-2009
Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland im Jahr 2009:  Grafik Großansicht
18.03.10   (227)
AGEE-Studie: Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland im Jahr 2009
Nach vorläufigen Schätzungen betrug der Endenergieverbrauch im Jahr 2009 in Deutschland  insgesamt 8470 PJ, davon wurden 10,1 % durch Erneuerbare Energien (EE) bereitgestellt: 7,0 % Biomasse, Windenergie 1,6 %, 0,8 % Wasserkraft und 0,7 % restliche EE. Durch die EE wurden Treibhausgas-Emissionen von rund 109 Mt CO2-Äquivalent. Laut IEKP will Deutschland seine Emissionen bis 2020 um 40 % gegenüber 1990 senken. Der weitere Ausbau der EE soll dabei zusammen mit dem Energiesparen und der Steigerung der Energieeffizienz den Hauptbeitrag leisten.
  
Die Grafik findet sich auf S.4 der Studie: Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland im Jahr 2009 [pdf, 925 KB, BMU/ AGEE 18.03.10]

| Erneuerbare Energien | Endenergie | Biomasse | Windenergie | Wasserkraft | Ökostrom |
Atommüll-Endlager-Gorleben
Planung für das Endlager in Gorleben:  Grafik Großansicht
16.03.10   (218)
FR-Grafik: Planung für das Atommüll-Endlager in Gorleben
Im Zuge des Atomausstiegs wurde 2000 ein Moratorium für die Erkundung von Standorten zur Endlagerung hochradioaktiven Atommülls beschlossen, das nun nach 10 Jahren ausläuft. Umweltminister Röttgen plant nun eine weitere "ergebnisoffene" Erkundung von Gorleben, obwohl schon um 1977 die mit der Bewertung von Gorleben beauftragten Experten den Salzstock für kaum geeignet hielten Quellennachweis. Entgegen der Expertise der Experten, nach der die Langfristsicherheit nicht gewährleistet war, wurde der Salzstock in Gorleben - wie auch der in Asse Quellennachweis - nur aufgrund wirtschaftlicher und politischer Gründe als einziger möglicher Standort in Deutschland erkundet Quellennachweis. Die nun aktuell von Röttgen fortgeschriebene Fokusierung auf Gorleben begründet Zweifel an der vorgeblich "ergebnisoffenen" Erkundung.
 
Die Grafik im Artikel "Gorleben geht vor" [FR 16.03.10] zeigt einen Querschnitt durch den Salzstock in Gorleben, bei dem u.a. eine Grundwasserader und Salzlaugen-Nester sowie Risse die Langfristsicherheit über Millionen Jahre gefährden. (erweiterte Grafik: FR 20.9.09)

| Atomenergie | Atomausstieg |
Rüstungsexporte-D-2005-2009

16.03.10   (215)
SZ-Grafik: Rüstungsexporte Deutschlands 2005-2009
Deutschland war im Zeitraum 2005-2009 der weltweit dritt-größte (nach den USA und Russland) Rüstungsexporteur. Hauptabnehmerländer deutscher Waffen (in Mrd.$): Türkei 1736; Griechenland 1611; Südafrika 1427; Südkorea 1390; Spanien 955; Österreich 838.
  
Die Grafik ist abgedruckt (nicht online) im Artikel: "Ein erschreckender Anstieg" [SZ 16.03.10]

| Waffen | Konflikte |
Schiefergas-USA
Förderung an unkonventionellem Gas in den USA:  Grafik Großansicht
15.03.10   (223)
FAZ-Grafik: Unkonventionelles Erdgas: Förderung in den USA 2000 bis 2008
Die Förderung unkonventionellen Erdgases in den USA stieg von 150 Gm³ *  im Jahr 2000 auf über 250 Gm³, entsprechend stieg der Anteil an der gesamten Gasproduktion von ca. 30 % auf etwas über 50 %, Tendenz weiter steigend. Mit neuen Fördertechniken werden immer mehr dieser unkonventionellen Erdgas-Vorkommen, z.B. Schiefergas (shale gas), förderwürdig. Die IEA schätzt das Potenzial in Europa auf 35000 Gm³ und weltweit auf 921000 Gm³, 5 mal so viel wie die konventionellen Reserven. Unklar ist allerdings, bis zu welchem Grad diese Vorkommen rentabel förderbar sein werden, was vor allem vom künftigen Gaspreis und der Entwicklung der Fördertechnik abhängt. Ökologisch problematisch ist allerdings bei der neuen Fracking-Fördertechnik der hohe Wasserverbrauch und die Gefahr der Verseuchung von Grund- und Trinkwasser durch Chemikalien.
* Gm³ = Giga m³ =,  Giga = Milliarde
  
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Auf der Suche nach dem Schiefergas [FAZ 15.03.10]

| Fracking | Erdgas |  | Wasser |
Waffenhandel
Weltweiter Waffenhandel:  Grafik Großansicht
15.03.10   (214)
FR-Grafik: Weltweiter Waffenhandel: Konventionelle Rüstungsgüter 2005 - 2009
Laut SIPRI-Bericht hat Deutschland seine Position als Waffen-Großhändler noch ausgebaut. Seit 2000 hat sich Deutschlands Anteil am weltweiten Waffenhandel von 6 % auf 11 % fast verdoppelt. Trotz weltweiter Finanz- und Wirtschaftskrise haben die meisten Staaten ihren Waffenhandel nicht verringert. Die Top5-Exporteure USA, Russland, Deutschland., Frankreich u. Großbritannien haben zusammen rund 76 % am Weltexport, die Top5 Importeure China, Indien, Südkorea, VAE und Griechenland kaufen zusammen 33 % der weltweit exportierten Waffen.
  
=>  vollständige Daten / Großansicht der Grafik

| Waffen | Konflikte |
Neuverschuldung-Investitionen
Nettoneuverschuldung, Investitionen, Deutschland 1990 bis 2010 / Infografik Globus 3391 vom 11.03.2010
11.03.10   (235)
dpa-Globus: Schulden und Investitionen des Bundes
Die Grafik zeigt die Entwicklung der Neuverschuldung im Vergleich zu den Investitionen von 1990 bis 2010. Eigentlich soll die Neuverschuldung (rote Kurve) die Investitionssumme (blaue Kurve) nicht überschreiten: Diese Vorgabe wurde jedoch 1990, 1996-97,  2002- 06, 2009 und in extremer Weise im Jahr 2010 verletzt: Die Neuverschuldung ist 2010 mit 80,2 Mrd. € mehr als doppelt so gross wie das bisherige Allzeit-Hoch 2004 mit 39,5 Mrd. € und fast 3 mal so groß wie die Investitionen, die mit 28,3 Mrd. € in etwa beim Durchschnitt der letzten 2 Jahrzehnte liegen.
Neuverschuldung, Investitionen, Bundeshaushalt, Haushaltsdefizit, Bundesschuld , Nettokreditaufnahme, Staatsverschuldung
   
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| BIP | Konsum & Produktion | Nachhaltigkeit |
Erdbeben-Türkei
Erdbeben-Risiko in der Türkei:  Grafik Großansicht
09.03.10   (211)
FR-Grafik: Erdbeben-Risiko in der Türkei
Das Erdbeben am 8.3.10 in der ostanatolischen Provinz Elazig mit Stärke 6,0 auf der Richter-Skala reiht sich ein in eine Vielzahl von Beben in der Türkei, die in Folge der Plattentektonik hochgradig erdbebengefährdet ist: es treffen dort die anatolische, die eurasische, arabische und afrikanische Platte aufeinander. Seit dem Jahr 1900 sind rund 86000 Tote zu beklagen. Auch das seit 1900 opferschwerste Erdbeben in der Türkei hatte sein Epizentrum in Ostanatolien: am 26.12.1939 starben durch ein Beben mit Stärke 8,0 ca. 30.000 Menschen. Beim Erdbeben am 17.8.1999 in Ismit (liegt auf der Nordanatolischen Verwerfung) mit Stärke 7,6 waren ca.18.000 Tote sowie 44.000 Verletzte zu beklagen und rund 100.000 Gebäude stürzten vor allem wegen schlechter Bausubstanz in Folge von Nichteinhaltung der Baunormen ein. Noch folgenschwerer wird ein Erdbeben in Istanbul sein, das Experten in den nächsten 3 Jahrzehnten für wahrscheinlich halten: es ist mit 30.000 bis 100.000 Opfern zu rechnen.
Weitere Infos/ Hintergrund:  FR, dw-worldSZ.
 
Die Grafik ist abgedruckt im Artikel: "Kein Stein mehr auf dem anderen" [FR 09.03.10]

| Erdbeben | Plattentektonik | Naturkatastrophen |
Erdbeben-Türkei

09.03.10   (210)
SZ-Grafik: Erdbeben in der Türkei am 8.3.2010
Das Erdbeben der Stärke 6,0 auf der Richter-Skala hat sein Epizentrum in Anatolien im Osten der Türkei. Das Erdbeben-Risiko in dieser Region ist sehr hoch, da dort drei Erdplatten aneinander grenzen: die anatolische, die eurasische und die arababische Platte. Obwohl die Stärke mit 6,0 nicht besonders groß ist, wurden über 50 Menschen getötet und viele Häuser völlig zerstört, da sie aus luftgetrockneten Lehmziegeln gebaut sind und daher selbst vergleichsweise schwachen Erdbeben nicht standhalten können. Das mit einer Magnitude von 6,3 nur etwas stärke Erdbeben in Bam (Iran) am 26.12.03 verursachte sogar über 40.000 Tote, da auch dort die aus Lehm gebauten Häuser nicht stabil genug waren. Erdbeben der Magnitude 6 sind recht häufig: etwa 120 pro Jahr, also im Mittel alle 3 Tage solch ein Beben.
  
Die Grafik ist abgedruckt im Artikel: Unter Lehm verschüttet [SZ 09.03.10]

| Erdbeben | Plattentektonik | Richter-Skala |
Erdachse
Neigung der Erdachse zur Umlaufbahn:  Grafik Großansicht
Text/ Großansicht
04.03.10   (209)
FR-Grafik: Neigung der Erdachse zur Umlaufbahn
Die Erde umläuft die Sonne auf einer elliptischen Bahn während eines Jahres und rotiert gleichzeitig um sich selbst in 24 Stunden. Die Rotationsachse steht dabei nicht senkrecht auf der Umlaufbahn, was die Jahreszeiten verursacht. Die Neigung der Erdachse beträgt aktuell 23,5°, schwankt aber in einem Zyklus von 40.000 Jahren zwischen 21,8° und 24,4°. Außerdem bewegt sich die Erde wie ein Kreisel, so dass die Erdachse in einem Zyklus von rund 26.000 Jahren den Mantel eines Kegels beschreibt. Beide Effekte tragen über Jahrtausenden zum Klimawandel bei. In vergleichsweise kurzen Zeiträumen von wenigen Jahrhunderten stellen sie dagegen eine Konstante dar und sind also nicht Ursache für die aktuelle globale Erwärmung seit Beginn der Industrialisierung. Die Neigung der Erdachse um 8 cm in Folge des extrem starken Erdbebens in Chile am 27.02.10 ist jedoch sehr klein im Vergleich zu Schwankungen bis zu 12 m durch ständige normale Massenverlagerungen.
  
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Kreisel im All: Wenn die Erde herumeiert [FR 04.03.10]

| Klimawandel | Klimageschichte | Erdbeben | Plattentektonik |
Erdumlaufbahn
Die Bahn der Erde um die Sonne im Lauf von 100.000 Jahren:  Grafik Großansicht
Text/ Großansicht
04.03.10   (208)
FR-Grafik: Die Bahn der Erde um die Sonne
Die Erdbahn um die Sonne stellt eine Ellipse dar, deren Parameter (Brennpunkte) sich in einem Zyklus von rund 100.000 Jahren zwischen Kreis und Ellipse verändern. Je stärker die Ellipse vom Kreis abweicht, desto größer sind die Unterschiede beim Abstand der Erde zur Sonne im Verlaufe eines Jahres. Je größter der Abstand Erde-Sonne ist, desto schwächer ist die Wirkung der Sonnenstrahlung auf der Erde. Insofern hat die Änderung der Erdumlaufbahn in Tausenden von Jahren Einfluss auf den Klimawandel. In vergleichsweise kurzen Zeiträumen von wenigen Jahrhunderten stellt dieser Effekt dagegen eine Konstante dar und ist also keine Ursache für die aktuelle globale Erwärmung seit Beginn der Industrialisierung.
  
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Beben in Chile verschiebt die Erdachse [FR 04.03.10]

| Klimawandel | Klimageschichte |
Hartz-IV
Hartz IV;  Grundsicherung für Arbeitssuchende; Bedarfsgemeinschaften; Aufstocker / Infografik Globus 3384 vom 04.03.2010
Daten/ Großansicht

04.03.10   (207)
dpa-Globus: Hartz IV in den Bundesländern
Rund 6,8 Mio Menschen in 3,6 Mio Haushalten (sog. "Bedarfsgemeinschaften") erhielten Anfang 2010 in Deutschland die Grundsicherung für Arbeitsuchende (kurz: Hartz IV), darunter 4,9 Mio Hilfebedürftige, die als erwerbsfähig gelten und teilweise auch sind ("Aufstocker"), und 1,8 Mio sog. "nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige", meist Kinder unter 15 Jahren. Der Anteil von Hartz-IV-Empfängern ist in Berlin (21,3 %) am höchsten, in Ostdeutschland (17,0 %) fast doppelt so hoch wie in Westdeutschland (8,7 %), vergleichsweise gering in Süddeutschland und am niedrigsten in Bayern (5 %).
 
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| Armut & Reichtum |
Nordost-Passage-Arktis
Nordost-Passage-Arktis:  Grafik Großansicht
02.03.10   (222)
FR-Grafik: Nordost-Passage; Rohstoffe in der Arktis
Die Klimaerwärmung wirkt besonders stark in der Arktis, so dass im Sommer neuerdings die Nordost-Passage eisfrei wird, was neue Schiffsrouten eröffnet. So ist z.B. die Route von Shanghai nach Hamburg an Russlands Nordküste vorbei um 6400 km kürzer als der tradionelle Weg über Südostasien durch die Malacca-Straße und den Suezkanal, der durch wachsende Terrorgefahr immer unsicherer und demsprechend durch erhöhte Versicherungsprämien teurer wird. Noch wichtiger sind die in der Arktis vermuteteten Bodenschätze: Geschätzte 30 % der weltweit noch nicht entdeckten Gas- und 13 % der Erdölvorkommen werden dort vermutet, dazu noch ergiebige Vorräte an Gold, Silber, Nickel, Chrom, Titanum, Wolfram, Kohle und Diamanten.
  
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: China richtet Blick auf Arktis [FR 02.03.10]

| Rohstoffe/Ressourcen | Klimaerwärmung | Mobilität/Verkehr |
Windstrom-12-2009
Windstrom-2009, BWK-Grafik
März 10   (217)
BWK-Grafik: Windstrom-Einspeisung im Dezember 2009
Die Stäbe zeigen die Spanne zwischen dem Tagesmaximum und - minimum und den Mittelwert im Viertelstundentackt im Dezember 2009. Diese Spanne weist eine große Bandbreite auf: von weniger als 1 GW am 14./15.12. bis zu 15,9 GW am 25.12.. Insgesamt schwankte die eingespeiste Leistung zwischen fast 0 GW am 19.12. und 20,1 GW am 25.12.. Der Dezember der volatilste Windstrom-Monat im Jahr 2009.
  
Die Großansicht ist abgedruckt (nicht online) in BWK Nr.03/2010, S.18.

| Windenergie | Ökostrom |
Windstrom-2009
Windstrom-2009, BWK-Grafik
März 10   (216)
BWK-Grafik: Windstrom-Einspeisung 2006 bis 2009
Die 4 Kurven (schwarz/fett: 2009) zeigen die eingespeiste Windstrommenge in TWh von Januar bis Dezember des jeweiligen Jahres: in den Wintermonaten schwankt die Strommenge pro Monat zwischen ca. 2 und 8 TWh, in den Sommermonaten zwischen ca. 1 und 3 TWh. Das Jahr 2009 war vergleichsweise windarm: Obwohl mit 25,8 GW rund 7,9 % mehr Windleistung als 2008 installiert war, stieg die Strommenge nur um 5,4 % auf 37 TWh an. Die eingespeiste Leistung erreichte Weihnachten einen Spitzenwert von rund 20 GW.
  
Die Großansicht abgedruckt (nicht online) in BWK Nr.03/2010, S.18

| Windenergie | Ökostrom | Strom |
Plattentektonik-Chile
Tektonische Platten beim Seebeben vor Chile:  Grafik Großansicht
28.02.10   (204)
FAZ-Grafik: Plattentektonik vor Chile
Das Beben in Chile am 27.02.10 kam nicht unerwartet, da das Epizentrum nahe der Grenze der dort aufeinander treffenden tektonischen Erdplatten liegt: Nazca-Platte und südamerikanische Platte bewegen sich dort mit einer Geschwindigkeit von 8 cm pro Jahr aufeinander zu. Die weniger dichte südamerikanische Platte gleitet dabei auf die Nazca-Platte und drückt diese nach unten in den Erdmantel. Dabei bauen sich immer stärker werdende gewaltige mechanische Kräfte auf, die schließlich Erdbeben auslösen. Die Grenze der beiden Platten verläuft über die gesamte Länge der Westküste Südamerikas. Mit 3500 km hat Chile die längste Pazikküste und trägt daher auch das größte Erdbeben-Risiko. So ereigneten sich bereits 1906, 1943,1985 und 1960 sehr schwere Erdbeben mit einer Magnitude größer als 8. Das Beben 1960 mit Magnitude 9,5 war sogar das stärkste jemals gemessene Erdbeben.
  
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Das Beben kam nicht unerwartet [faz.net 28.02.10]

| Erdbeben | Plattentektonik | Naturkatastrophen |
Erdbeben-Chile-Tsunami
Seebeben/ Tsunami,  Chile 27.02.2010: Großansicht bei spiegel.de
27.02.10   (203)
Spiegel-Grafik: Seebeben vor Chile, Tsunami im Pazifik
Mit einer Stärke von 8,8 zählt das Seebeben am 27.02.10 mit Epizentrum etwa 100 km vor der Küste Südchiles zu den 10 stärksten Erdbeben seit 1900. Aufgrund der extremen Stärke wurde umgehend Tsunami-Warnung für den Pazifik ausgelöst. Die Grafik zeigt die Ausbreitung des Tsunamis im Pazifik: Nach rund 13 Stunden (h) trifft die Frontwelle in Neuseeland, nach 14 h in Hawaii, nach 15 h in Australien und nach 22 h in Japan ein.
  
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Hawaii rüstet für die Riesenwelle [spiegel.de 17.02.10]

| Erdbeben | Naturkatastrophen |
Staatsverschuldung-D
Staatsverschuldung, Haushaltsdefizit, Deutschland 1991 bis 2013 / Infografik Globus 3373 vom 25.02.2010
25.02.10   (236)
dpa-Globus: Wege in den Schuldenstaat
Die Grafik zeigt die Entwicklung der Neuverschuldung und der Staatsverschuldung von 1991 bis 2013. Laut Maastricht-Kriterien soll die Neuverschuldung 3,0 % des BIP nicht überschreiten. Diese Vorgabe wurde in der Vergangenheit bereits in 2 Phasen verletzt: 1995-96 und 2002-05, wo ein Defizitverfahren gegen Deutschland eingeleitet wurde, das aber 2007 wieder eingestellt wurde, da damals sogar ein kleiner Haushaltsüberschuss erzielt wurde. Infolge der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise stieg die Neuverschuldung 2009 jedoch drastisch auf 3,3 % des BIP an. 2010 wird mit einem Negativrekord von 5,5 % gerechnet. Die Maastricht-Schwelle von 3,0 % wird laut Prognosen frühestens 2013 erreicht werden. Bis auf 2 kurze Phasen (2000-01, 2006-07) stieg die Staatsverschuldung ständig, besonders ab 2009. Bis 2013 wird ein Anstieg auf 82 % des BIP prognostiziert, weit mehr als die Maastricht-Schwelle von 60 %, die bereits 2003 überschritten wurde.
 
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| BIP | Einkommensteuer | Konsum & Produktion | Nachhaltigkeit |
Artenvielfalt-Hotspots
Hot Spots der Artenvielfalt; 34 Öko-Krisengebiete; gefährtete Arten; Artensterben;  / Infografik Globus 3366 vom 25.02.2010
25.02.10   (213)
dpa-Globus: Die Letzten ihrer Art: Hot Spots der Artenvielfalt
Ein Hot Spot ist ein Gebiet mit mindestens 1500 einzigartigen Arten, in dem bereits 70 % der Flora und Fauna durch Rodung oder eingewanderte Arten verloren gegangen sind. Die Umweltorganisation Conservation International (CI) hat 34 Öko-Krisengebiete ausgewiesen, in denen über 50 % aller Pflanzenarten weltweit ihre Heimat finden, z.B. der atlantische Regenwald, Neuseeland, der Himalaya, Sundaland, die tropischen Anden, Madagaskar und auch der Mittelmeerraum mit 12000 endemischen Arten.

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| Bio-Vielfalt | Natur & Umwelt | Globale Agenda 21 |
Wasserverbrauch-1990-2008
Wasserverbrauch in Deutschland 1990 bis 2008 / Infografik Globus 3349 vom 19.02.2010
19.02.10   (198)
dpa-Globus: Kühl, klar, kostbar. Wasserverbrauch in Deutschland
Der Wasserverbrauch je Einwohner und Tag (in Litern) ist von 147 im Jahr 1990 auf 122 im Jahr 2007 gesunken. 1990 bzw. 2007 verteilte sich der Wasserverbrauch von insgesamt 6767 bzw. 5121 Mio m³ wie folgt auf die Kundengruppen (Anteil in %): Haushalte und Kleingewerbe 69,3|79,6; Industrie 19,5|14,2; Sonstige 11,2|6,2.

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| Wasser |
Öllieferländer-2009
Deutschlands Öllieferländer 2009; Rohölimporte 1991 bis 2009; Russland, Norwegen, Großbritannien, Libyen, Kasachstan, Aserbaidschan / Infografik Globus 3350 vom 19.02.2010
19.02.10   (197)
dpa-Globus: Deutschlands Ölquellen: Öllieferländer 2009
Aufgrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise sank der Rohölimport Deutschlands (in Millionen Tonnen (Mt) Rohöl) von 105,18 Mt im Jahr 2008 auf 98,17 Mt im Jahr 2009. Im Zeitraum von 1991 bis 2009 lag der Spitzenwert beim Ölimport im Jahr 2005 bei 112,20 Mt. Die Top3-Lieferländer sind Russland (Anteil 35,4 %), Norwegen (14,1 %) und Großbritannien (10,47 %), die zusammen bereits rund 60 % der Importe stellen. Der Anteil der Länder auf Rang 4 bis 10 beträgt zusammen 30 %, die Top10 Länder stellen also rund 90 %. Die weiteren Länder auf Rang 11 bis 17 bringen 7 %.
 
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| Erdöl |
Armutsrisiko
Die Armut hat zugenommen:  Grafik Großansicht
18.02.10   (202)
ZEIT-Grafik: Die Armut hat zugenommen
Die Grafik zeigt den Anstieg des Anteils der Bevölkerung in Deutschland, der als "armutsgefährdet" gilt, also über weniger als 60 % des mittleren Einkommens verfügt. In den Jahren von 1997 bis 2007 steigen alle drei Kurven (West-/,Ost-/, Gesamtdeutschland) an: Für Westdeutschland von knapp 10 % auf etwa 13 %, für Ostdeutschland von ca. 13,5 % auf fast 20 % und für Gesamtdeutschland von etwa 10 % auf 14 % (Werte aus der Grafik geschätzt).
Datenquelle: DIW-Wochenbericht Nr.7/17.02.2010  
 
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Viele Kinder, wenig Geld [ZEIT 18.02.10]

| Armut & Reichtum |
Einkommen-Hartz-IV
Wie sich Erwerbsarbeit auf das Nettoeinkommen auswirkt:  Grafik Großansicht
18.02.10   (201)
Tagesschau-Grafik: Wie sich Erwerbsarbeit auf das Nettoeinkommen auswirkt
Der Anreiz für Arbeitslose, sich neue Arbeit zu suchen, ist laut einer neuen OECD-Studie in Deutschland im Vergleich zu anderen Staaten klein, weil schon bei geringem Verdienst relativ hohe Steuern und Abgaben erhoben werden. Die Infografik stellt das Gesamteinkommen ( Nettolohn + Transferleistungen in % des Durchschnittslohns) als Funktion des Bruttoverdienstes in % des Durchschnittlohns dar. Oberhalb von etwa 50 % Bruttoverdienst ergibt sich in etwa folgende Rangfolge im Kurvenverlauf: Irland, Frankreich, Schweden, Schweiz, Deutschland, d.h. im Vergleich dieser 5 Ländern lohnt es sich in Deutschland am wenigsten, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Ganz anders in Irland: die Kurve liegt mit Abstand höher als alle anderen: Schon ab 20 % steigt die Kurve, bei etwa 50 % macht sie einen Sprung auf über 100 %, während sie in Deutschland noch bei 50 % stagniert. Erst ab etwa 65 % steigt die Kurve für Deutschland nennenswert, liegt aber am Ende um ca. 15 % unter der Schweiz, um 20 % unter Schweden, um 25 % unter Frankreich und 55 % unter Irland.
  
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Hartz-IV-Familien haben wenig Anreize zur Jobsuche [Tagesschau 18.02.10]

| Einkommensteuer | Armut & Reichtum | OECD |
Atomkraftwerke-USA

18.02.10   (200)
SZ-Grafik: Atomreaktoren in den USA
Präsident Obama will mit Milliarden-Bürgschaften den Bau neuer Atomkraftwerke (AKW) fördern, um die Republikaner für seine Energiepolitik zu gewinnen, die auch den starken Ausbau erneuerbaren Energien und den großvolumigen Einsatz von CCS-Technologien bei der Kohleverstromung umfasst. Ob die Energiewirtschaft tatsächlich neue AKW bauen wird, bleibt fraglich, da bisher der Neubau von Kernkraftwerken in den USA als zu teuer galt. In der Landkarte der USA ist das geplante Atommüllendlager in Yucca Mountain in der Wüste von Nevada und die Standorte der bisherigen 104 AKW markiert. Beim AKW Vogtle (Region Atlanta) sind zwei neue Reaktoren in Planung.
 
Die Grafik ist abgedruckt im Artikel: Kernkraft für den Umweltschutz [SZ 18.02.10, Printausgabe/Epaper S.8].

| Atomenergie | Fossile Energien |
Armut-D
Verarmung in Deutschland:  Grafik Großansicht
18.02.10   (195)
FR-Grafik: Armut in Deutschland
Laut DIW-Studie ist der Anteil von Armen in Deutschland von 10 % im Jahr 1998 auf 14 % 2008 gestiegen, das sind 11,5 Mio Betroffene. Als (einkommens-) arm gilt, wer weniger als 60 % des mittleren bedarfsgewichteten Haushalts-Nettoeinkommens der deutschen Bevölkerung verdient. Kinder und junge Erwachsene sowie Alleinerziehene sind besonders von Armut betroffen. Die Grafik informiert über die Höhe der Armutsrisikoschwelle (verfügbares Haushaltseinkommen in €) bei ausgewählten Haushaltstypen: 1 Personenhaushalt: 925; Paar ohne Kinder: 1388; Paar mit 1 Kind: 1665; Paar mit 2 Kindern: 1943; Paar mit 3 Kindern: 2220; Alleinerziehende mit 1 Kind: 1203; Alleinerziehende mit 2 Kindern: 1480.

Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Junge Menschen und Familien verarmen [FR 18.02.10]

| Armut & Reichtum |
Stromspeicherung
Druckluftspeicherkraftwerk:  Grafik Großansicht
17.02.10   (196)
FR-Grafik: Adiabates Druckluftspeicherkraftwerk
Das wachsende aber stark schwankende Ökostrom-Aufkommen bedarf der Stromspeicherung im großen Umfang, wozu vor allem Pumpspeicherkraftwerke bereitstehen. Ihre bisherige gesamte Speicherkapazität von rund 7 GW und 40 GWh reicht allerdings bei weitem nicht aus, etwa Windstromspitzen wie Weihnachten 2009 zu puffern. Da die Ausbaukapazitäten beim Pumpspeichern eher als gering gelten, sollen verstärkt Druckluftspeicher in Norddeutschland ausgebaut werden, wo zahlreiche unterirdische Kavernen in Salzformationen große Speicherkapazitäten bieten, die zugleich realtiv nahe bei den künftigen Offshore-Windparks in der Nordsee liegen. Die Infografik zeigt schematisch den Aufbau eines Druckluftspeicherkraftwerks, bei dem die beim Komprimieren der Luft entstehende Abwärme in einem Wärmespeicher gepuffert wird, um sie bei der Dekompression wieder zu nutzen (adiabater Druckluftspeicher für die Elektrizitätsversorgung (Adele))

Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Energie für die Flaute [FR 17.02.10]

| Strom | Ökostrom | EW-Strom |
Strompreis
Zusammensetzung des Strompreises:  Grafik Großansicht
16.02.10   (193)
Tagesschau: Zusammensetzung des Strompreises
Der Strompreis setzt sich wie folgt zusammen (Anteile in %):
Strombeschaffung und Vertrieb: 37,6; Netznutzungsentgelte 25,0; Steuern (Ökosteuer + Mehrwertsteuer) 24,8; Konzessionsabgabe 6,4; EEG-Umlage 5,2; KWK-Umlage 1,0.
Quelle: Bundesnetzagentur 2009   

Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Fragen und Antworten zum Ökostrom [Tagesschau 16.02.10]

| Strom | Ökostrom | EEG | KWK |
Verschuldung-EU-2009-2010
Verschuldung der EU-Staaten 2009 und 2010:  Grafik Großansicht
Großansicht / Daten

15.02.10   (191)
FR-Grafik: Verschuldung der EU-Staaten 2009 und 2010
In Folge der weltweiten Wirtschafts-und Finanzkrise ist das Haushaltsdefizit vieler EU-Länder schon 2009 deutlich gestiegen, im Jahr 2010 planen viele Ländern umfangreiche Neuverschuldungen, so z.B. Deutschland rund 100 Mrd. Euro (etwa 6 % vom BIP), weit mehr als die Maastricht-Grenze von 3 % am BIP erlaubt. Entsprechend schnell wächst die Staatsverschuldung: voraussichtlich 13 Länder werden die Maastricht-Grenze von 60 % am BIP überschreiten, darunter auch Deutschland mit einer Staatsverschuldung von 77 %. Für die drei am stärksten verschuldenten Länder werden sogar 3-stellige Verschuldungsraten für 2010 prognostiziert: Griechenland 125 %, Italien 117 %, Belgien 101%. In der Europakarte sind die Länder gemessen an ihrer Staatsverschuldung in % vom BIP unterschiedlich eingefärbt:
schwarz: > 100; rot: 67-100; orange: 33-66; gelb: < 33.
 
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| Konsum & Produktion | BIP | Nachhaltigkeit |
Atomraftwerke-D
Atomkraftwerke in Deutschland:  Grafik Großansicht
12.02.10   (192)
Tagesschau-Grafik: Restlaufzeiten der Atomkraftwerke in Deutschland
In der Deutschlandkarte sind die Standorte der aktuell noch 17 Atomkraftwerke (AKW) eingetragen zusammen mit dem voraussichtlichen Abschaltjahr, das sich rein rechnerisch aus der Reststrommenge ergibt, die im 2002 geänderten Atomgesetz festgelegt wurde. Laut dem im Jahr 2000 von der Bundesregierung mit den vier großen Stromkonzernen (E.on, RWE, Vattenfall, EnBW) vereinbarten Atomausstieg müssen in diesem Jahr Biblis A,B sowie Neckarwestheim1 und im Jahr 2022 Neckarwestheim2 als letztes AKW abgeschaltet werden.
 
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Fragen und Antworten zum Atomausstieg [Tagesschau 12.02.10]

| Atomenergie | Atomausstieg |
Staatsverschuldung-Eurozone
Haushaltsdefizit, Neuverschuldung, Staatsverschuldung, Maastricht-Kriterien,  Euro-Länder / Infografik Globus 3342 vom 12.02.2010
Großansicht: Galerie
12.02.10   (189)
dpa-Globus: Die Schuldenmacher in der Euro-Zone: Prognose für 2010
Laut Maastricht-Kriterien soll das Haushaltsdefizit bzw. die Gesamtverschuldung in den Staaten der Eurozone 3 % bzw. 60 % des BIP nicht überschreiten, um den Euro als gemeinsame Währung stabil zu halten. Beim Haushaltsdefizit werden 2010 alle 16 Euro-Staaten die 3 % Schwelle deutlich überschreiten, die Flop3-Länder sogar 2-stellig: Irland 14,7; Griechenland 12,2; Spanien 10,1. Wenig besser ist die Lage bei der Gesamtverschuldung: nur Luxemburg (16,4), Finnland (47,4), Belgien (39,2) und Slowenien (42,8) werden voraussichtlich deutlich und Zypern (58,6) knapp unter der Maastrich-Schwelle von 60 % des BIP bleiben. Als besonders gefährdet gelten Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien (PIIGS-Länder). Mit 124,9 % am höchsten wird die Staatsverschuldung in Griechenland sein, wo aktuell der Staatsbankrott droht, falls nicht andere Euro-Länder helfen.
 
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| Konsum & Produktion | BIP | Nachhaltigkeit |
Treibhausgase-D-1990-2008
Treibhausgas-Emissionen 1990 und 2008 / Infografik Globus 3347 vom 12.02.2010
Großansicht: Galerie
12.02.10   (188)
dpa-Globus: Klimaschutz in Deutschland: Treibhausgas-Emissionen 1990 und 2008
Laut IEKP will Deutschland seine Treibhausgas (THG)-Emissionen bis 2020 um 40 % im Vergleich zu 1990 senken. Damals betrug der THG-Ausstoß 1232 Millionen Tonnen (Mt) CO2-Äquivalent, bis 2008 konnte er um 22,2 % auf 959 Mt gesenkt werden. Aufgeschlüsselt nach Sektoren ergeben sich folgende THG-Vergleichswerte für 1990|2008 (Angabe in Mt  CO2-Äquivalent):
Energiewirtschaft 438|372; Vekehr 173|156; Privathaushalt 129|104; Industrieprozesse 87|81; produzierendes Gewerbe 133|77; Gewerbe, Handel, Dienstleistungen 76|43, weitere (aus allen Bereichen) 195|126.
 
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| Treibhausgase | Treibhauseffekt | Klimaerwärmung |
Überfischung

11.02.10   (199)
ZEIT-Grafik: Fische in Not
Durch Überfischung in der Nordsee und im Nordatlantik stehen 12 Fischarten vor dem Kollaps und nur 3 von 54 Arten (bewertet in einem Band, das durch die Grafik läuft) haben bisher eine überlebensfähige Anzahl erreicht. Die EU will bis 2015 durch eine verbesserte Fischerei die Fischbestände wieder soweit aufbauen, dass sie einen nachhaltigen Ertrag liefern können. Die Gafik (unten) zeigt die Bestandsgröße wichtiger Speisefische (Kabeljau, Scholle, Hering, Seezung, Seelachs) relativ zu der für eine nachhaltige Fischerei optimalen Größe (obere Ebene). Die meisten Arten liegen weit darunter. Bei Unterschreitung der unteren Ebene droht das Aussterben. Ein großes Problem ist, dass durch falsche Fangmethoden großer Schiffe zu viele Jungfische gefangen werden, bevor sie sich fortpflanzen können. Eine Ausweitung der Kleinfischrei (Strukturdaten dazu rechts oben) könnte zu mehr Nachhaltigkeit führen. In den Kreisdiagrammen (rechts) werden für wichtige Speisefischarten die Fang- und Verzehrmengen dargestellt.
  
Die Grafik (pdf, 2 MB) ist eingelinkt im Artikel: Fische in Not [ZEIT 11.02.10]

| Nahrung | Bio-Vielfalt | Nachhaltigkeit |
Autoproduktion
Autoproduktion 1995 bis 2009:  Grafik Großansicht
11.02.10   (194)
Worldwatch-Institute: Autoproduktion 1995 bis 2009
Infolge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise brach die Autoproduktion in den USA und Japan stark und in Deutschland ein wenig ein, in China stieg sie dagegen entgegen dem weltweiten Trend weiter an. Die Produktion von PKW und Kleintransportern sank weltweit von 68,2 Mio im Jahr 2008 auf  59,2 Mio 2009. Das bisherige historische Allzeithoch wurde 2007 mit 69 Mio erreicht.

Die Grafik ist eingelinkt im Newsletter [Worldwatch Institute 11.02.10]

| Mobilität/Verkehr | Konsum & Produktion |
Hartz-IV-Regelsatz
Hartz-IV-Regelsatz: FR-Infografik
Text/ Grafik [FR]
10.02.10   (186)
FR-Grafik: Hartz-IV-Regelsatz (Arbeitslosengeld II )
Die Infografik schlüsselt auf, aus welchen Posten sich der bisherige Eckregelsatz von 359 Euro zusammensetzt. Aus diesem Eckregelsatz werden nach festgelegten Prozentsätzen die Regelsätze für Angehörige berechnet: Partner 90 %; Kinder ab 14 Jahren: 80 %; Kinder ab 6 bis 13 incl.Jahren: 70 %; Kinder bis zu 5 Jahren: 60 %. Diese rein prozentuale Art der Berechnung ist vom BVG am 9.2.10 als verfassungswidrig bewertet worden. Der Gesetzgeber wird aufgefordert, bis zum 1.1.2011 eine auf Basis von Statistiken nachvollziehbare Berechnung zu entwickeln, die jedem Bedürftigen gemäß dem Sozialstaatsgebot ein menschenwürdiges Existenzminimum und eine Mindesteilhabe am sozialen und kulturellen Leben sichert. So sind z.B. die Bildungsausgaben für Schulkinder bisher zu wenig berücksichtigt worden.
 
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Berechnung bemängelt, aber nicht die Summe [FR 10.02.10]

| Armut & Reichtum | Kinder/Jugendliche |
nachwachs._Rohstoffe
nachwachsende Rohstoffe in Deutschland:  FR-Infografik Großansicht
06.02.10   (179)
FR-Grafik: Anbauflächen nachwachsender Rohstoffe (Nawaro) in Deutschland
Die rote Kurve zeigt den Anstieg der Anbauflächen mit nachwachsenden Rohstoffen (in 1000 Hektar) von ca. 500 im Jahr 1997 auf 2000 in 2009, darunter:
Energiepflanzen: Biodiesel/Pflanzenöl 942; Biogas 530; Bioethanol 226.
Industriepflanzen: Öl 131; Stärke 130; Zucker 22; Heil-/Farbstoffe 10; Fasern 1.
  
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Mais, Mais und nochmal Mais [FR 6.2.10]

| NaWaRo | Biomasse | Nahrung |
Rohstoffbasis-Chemie
nachwachsende Rohstoffe in Deutschland:  FR-Infografik Großansicht
Text / Grafik
05.02.10   (187)
vdi-Grafik: Rohstoffbasis der chemischen Industrie
Daten für 2007 in 1000 Tonnen: fossile Rohstoffe 19100; nachwachsende Rohstoffe (Nawaro) 2000. Unter den Nawaro: Fette/Öle 1150, Celluose 320, Stärke 260, Fasern 204, Zucker 204, Sonstige 117.
Das Erdölzeitalter wird in den nächsten Jahrzehnten auslaufen. Die Chemieindustrie muss daher verstärkt fossile Rohstoffe (Erdöl, Erdgas, Kohle) durch Nawaro ersetzen. Bisher hat Erdöl jedoch mit 80 % den mit Abstand größten Anteil an der Rohstoffversorgung, es folgen Nawaro 10 %, Erdgas 8 %, Kohle 2 %.
  
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Petrochemie weicht Bioraffinerie [vdi 5.2.10]

| Rohstoffe/Ressourcen | Fossile Energien | NaWaRo | Biomasse | Chemikalien |
Vermögenswerte-2007
Vermögenswerte in Deutschland; SOEP 2007, Geldvermögen , Rentenansprüche,  Armut  und Reichtum,  Altersvorsorge , Wohlstand  / Infografik Globus 3325 vom 05.02.2010
05.02.10   (185)
dpa-Globus: Vermögen und Unvermögen
Laut DIW-Wochenbericht Nr.3/2010 öffnet sich die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland immer weiter. mehr als 25 % besitzen inzwischen gar kein Vermögen oder sind sogar verschuldet. Zwar bessern die Rentenansprüche die Vermögensbilanz auf, besonders bei Beamten und Selbständigen. Bei Geringverdienern und Langzeitarbeitslosen bleibt die erworbene Alterssicherung allerdings gering und wegen reduzierter Sozialleistungen verarmen immer mehr Leute im Alter, vor allem in Ostdeutschland.
  
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| Armut & Reichtum |
Pflanzenvielfalt
Biodiversität, Pflanzenvielfalt, Nahrungssicherheit, Ackerbaupflanzen, Kulturpflanzen, Getreide , Landwirtschaft , Ernährung , Nahrungsmittel , Getreideanbau / Infografik Globus 3333 vom 05.02.2010
05.02.10   (184)
dpa-Globus: Pflanzenvielfalt - Nahrungseinfalt
Weltweit gibt es ca. 300.000 bis 500.000 Arten höherer Pflanzen, darunter sind ca. 250.000 bekannt und 30.000 essbar, doch nur 7000 wurden jemals von Menschen als Nahrungsquelle genutzt. Derzeit decken sogar nur 30 Kulturplfanzen 90 % der Welternährung, darunter die mit Abstand am meisten angebauten vier Kulturpflanzen (Mais, Reis, Weizen, Zucker), die alleine 65 % der Nahrungsmittel aus Pflanzen bereitstellen. Die trotz Artensterben immer noch reiche Vielfalt an Nahrungsmittelpflanzen wird also kaum genutzt und droht damit langfristig vergessen oder infolge von Monokulturen oder Klimawandel vernichtet zu werden.

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| Nahrung | Hunger | Bio-Vielfalt |
Windkraft-1990-2009
installierte Windkraft-Leistung in Megawatt 1990 - 2009, Verteilung auf Bundesländer, Windenergie, Windkraft, Windstrom, Ökostrom / Infografik Globus 3329 vom 05.02.2010
05.02.10   (183)
dpa-Globus: Vom Winde bewegt
Die Kurve (oben) zeigt den Anstieg der installierten Windkraft-Kapazität (in MW) von 55 im Jahr 1990 auf 25.777 am Jahresende 2009. Trotz der Wirtschaftskrise stieg die Windkraft-Kapazität 2009 um 15 %.
Das Balkendiagramm (unten) veranschaulicht den Anteil des Windstroms am Stromverbrauch 2009 in den Bundesländern: Die Spitzenreiter im Norden haben Anteile von 38 bis 47 %, der Durchschnitt für Deutschland liegt bei 8,6 %, die anderen Bundesländer (Mitte, West, Süden) haben Anteile von ca 8 bis unter 1 %.
 
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| Windenergie | Ökostrom |
Waldzustandsbericht
Waldzustandsbericht 2009,  Waldschäden, Waldsterben , Luftverschmutzung, Bäume / Infografik Globus 3323 vom 05.02.2010
05.02.10   (182)
dpa-Globus: Patient Wald
In den 1980-er Jahren war das "Waldsterben" ein viel beachtetes und diskutiertes Thema. Seitdem hat sich die Schadenssituation in deutschen Wäldern nicht verbessert, nur die Bezeichnung hat sich gewandelt. Hieß es noch vor einigen Jahren "Waldschäden" wird nun " neutral" vom "Waldzustand" gesprochen, so auch die Bezeichnung "Waldzustandsbericht" der vom BMELV jährlich erstellten Schadensbilanz der Wälder in Deutschland. Laut Bericht 2009 sind 36 % der Bäume ohne Schäden, 37 % schwach und 27 % stark geschädigt. Buchen und Eichen sind stark, Kiefern und Fichten weniger betroffen.

  => Daten der Infografik/ Großansicht

| Wald |
US-Haushalt
US-Haushalt 1990 bis 2011: Hinweise zum Bezug der Großansicht
02.02.10   (181)
FR-Grafik: US-Haushalt 1990 - 2011
Für das Jahr 2011 plant US-Präsident Obama ein Haushaltsvolumen von 3,8 Billionen US-Dollar, 3 % mehr als 2010. Das Haushaltsdefizit soll dank erwarteter Mehreinnahmen auf 1,27 Billionen (8,3 % vom BIP) gesenkt werden. Für 2010 wird mit einem Defizit von 1,56 Billionen (10,6 % vom BIP) gerechnet, dem höchsten Wert seit dem 2.Weltkrieg. In 2012 soll die Neuverschuldung optimistischen Konjunkturprognosen zufolge auf 5 % sinken.
 
Die Grafik ist abgedruckt im Artikel: Obama will sparen  [FR 2.2.2010]

| Konsum & Produktion | BIP | Nachhaltigkeit |
Truppen-Afghanistan
Truppenkontingente in Afghanistan:  FR-Infografik Großansicht
27.01.10   (180)
FR-Grafik: Truppenkontingente in Afghanistan
Die Grafik zeigt die Truppenstärken von 11 aus 43 ausgewählten Nationen. Insgesamt sind 45780 Soldaten in Afghanistan stationiert, darunter: USA 45780; Großbritannien 9500, Deutschland 4280*, Frankreich 3750, Italien 3150, Kanada 2830, Polen 1955, Niederlande 1950, Türkei 1755, Australien 1550, Spanien 1065. (* derzeitige Kontigentobergrenze: 4500; Stand: Dez.2009)
  
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Mehr Soldaten, mehr Polizisten [FR 27.1.10]

| Konflikte |
TEEB-2009
Naturschutz als Wirtschaftsfaktor; Leistungen der Ökosysteme; natürliche Ressourcen; Biodiversität / Infografik Globus 3295 vom 22.01.2010
22.01.10   (212)
dpa-Globus: Von Natur aus wertvoll. Naturschutz als Wirtschaftsfaktor und Zukunftsinvestition
Die Infografik stellt einige zentrale Daten der Studie "The Economics of Ecosystems and Biodiversity" (TEEB 2009) vor, die deutlich machen, welchen Wert die natürlichen Ressourcen und die Biodiversität haben und welche umfangreichen Dienstleistungen (Luft zum Atmen, sauberes Wasser, gesunde Nahrung, Energie) Ökosysteme uns Menschen nahezu kostenlos zur Verfügung stellen, solange sie intakt sind. Doch viele Ökosysteme sind durch Übernutzung oder Klimaerwärmung geschwächt und müssen wieder hergestellt und geschützt werden. Die Grafik infomiert über die dafür anfallenden Kosten und den in der Folge dann höheren Gewinnen aus den sanierten Ökosystemen (u.a. Korallenriffe, Feuchtbiotope, Gewässer, Tropenwälder, Mangroven).

  => Daten der Infografik/ Großansicht

| Natur & Umwelt | Bio-Vielfalt | Wald | Wasser | NaWaRo | Nachhaltigkeit |
BIP-1999-2009
Bruttoinlandsprodukt (BIP); Wirtschaftskraft, Wirtschaftsleistung , Wirtschaftswachstum , Rezession , Konjunktur , Volkswirtschaft , Wohlstand , Produktivität , Lebensstandard  / Infografik Globus 3299 vom 22.01.2010
Großansicht/Daten

22.01.10   (190)
dpa-Globus: Die Leistung unserer Wirtschaft
Die grüne Kurve zeigt die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1990 (2012 Mrd. €) bis 2009 (2404 Mrd.€). Im Jahr 2009 ist das BIP so stark eingebrochen wie noch nie zuvor in der Zeit seit 1945 (Ende des 2.Weltkriegs): nominal um 3,7 % und real sogar um 5 %. In den Jahren davor ist das BIP nominal ständig gestiegen, ebenso real (abzüglich Preisanstieg) in allen Jahren bis auf 2003, wo es real um 0,2 % sank.
Im unteren Teil der Grafik werden für 2009 die Anteile des BIP bei der Erarbeitung, der Verwendung und der Verteilung aufgeschlüsselt.
 
  => Daten der Infografik/ Großansicht

| Konsum & Produktion | BIP | UGR | NWI | HDI |
Atommülllager-Asse-II
Atommüll-Endlager; Asse II;  / Infografik Globus 3293 vom 22.01.2010
22.01.10   (172)
dpa-Globus: Der Atommüll soll raus aus Asse II
Die Stabilität des ehemaligen Salzbergwerkes Asse ist akut durch Laugeneinbrüche und Einsturz gefährdet. Ein Gutachten sieht die Standsicherheit allenfalls bis 2020 für gegeben und hält von drei Sanierungsoptionen die Rückholung der 126000 Fässer für am besten. Die beiden anderen Optionen - Umlagerung der Fässer in andere Teile der Grube bzw. vollständige Verfüllung des Bergwerks mit Beton - würden keine Langfristsicherheit (über Hundertausende Jahre) bieten. Aber auch die Bergung der Fässer (Kostenschätzung: 1,5 Mrd. Euro) ist nur eine Notoperation unter Zeitdruck, da der genaue Inhalt der Fässer unbekannt und die Grube schon jetzt in Teilen durch Einsturz bedroht ist.
 
  => Daten der Infografik/ Großansicht

| Atomenergie | Atomausstieg |
Reallohn-1992-2009
Reallohn-Entwicklung 1992-2009
21.01.10   (177)
FR-Infografik: Reallohn-Entwicklung der Stundenlöhne 1992 - 2009
Laut aktuellen Daten des Statischen Bundesamtes stiegen die Bruttolöhne pro Stunde nominal um 2,9 %, real (abzüglich Inflationsrate) um 2,5 %, während die monatlichen Bruttolöhne um nominal 0,4 % und real um 0,8 % gesunken sind. Der Hauptgrund für diese ungleiche Entwicklung sind die Arbeitszeiten, die in Folge der Wirtschaftskrise stark gesunken sind.

Die Grafik ist eingebettet im Artikel "Spielen die Löhne verrückt" [FR 21.1.10]

| Armut & Reichtum | Einkommensteuer | Konsum & Produktion |
Erdbeben-Daten
Erdbeben-Weltkarte: ZEIT-Grafik vom 2.1.10
Großansicht
 [ZEIT]
21.01.10   (175)
ZEIT-Grafik: Erschütterter Planet
In der Weltkarte (oben) wird die regionale Erdbebengefahr durch eine Einfärbung von dunkelrot (extreme Gefahr) bis hellgrün bzw weiß (geringe bzw. nahezu keine Gefahr) signalisiert. Ein hohes Erdbeben-Risiko besteht durchweg an den Grenzen der tektonischen Platten, deren Grenzen ebenfalls eingezeichnet sind.
Die 6 Bilder, jeweils mit Kurztext und Daten (mittlerer Teil der Grafik), informieren über 6 folgenschwere Erdbeben seit 1987 in Haupt-Gefahrenzonen:
(1) Kalifornien 1989|Stärke 6,9|Opfer 63  (2) Japan 1995|6,9|5502   (3) Türkei 1999|7,6|17118  (4) Indonesien 2004|9,1|227898  (5) China 2008|7,9|87587  (6) Haiti 2010|7,0|200000, wobei die Opfer bei Haiti bisher nur vorläufig geschätzt werden können.
Die "Bilanz des Schreckens" (unten) zeigt eine Chronologie von 1987 bis 2009: für jedes Jahr wird die Zahl der Erdbeben mit Stärke 6-6,9 bzw. 7-7,9 bzw. 8-9,9 als Stabdiagramm veranschaulicht. Außerdem wird die Zahl der Erdbebentoten im Jahr angegeben und als Kreisfläche dargestellt.
  
Die Grafik (pdf, 45,0 MB) ist eingelinkt im Artikel: Erschütterter Planet [ZEIT Nr.4 vom 21.1.10]

| Erdbeben | Plattentektonik | Naturkatastrophen |
Haiti-DomRep-Vergleich
Landkarte: Hispaniola: Großansicht bei welt-altlas.de
Großansicht [welt-atlas]
21.01.10   (174)
taz-Grafik: Haiti, Dominikanische Republik und Deutschland im Vergleich
Haiti, einst die "Perle der Karibik", ist als Folge der Kolonialherrschaft und der nicht nachhaltigen Entwicklung danach inzwischen der ärmste Staat in der westlichen Hemisphäre. Erstaunlich groß sind die Unterschiede zur Dominikanischen Republik (DomRep) im Ostteil der gemeinsamen Insel Hispaniola, der deutlich wird an wichtigen Indikatoren für den Entwicklungsstand, u.a.: BIP pro Kopf, Lebenserwartung, Alphabetisierung, Bildungsausgaben, Bevölkerung unter der Armutsgrenze, Stromverbrauch pro Kopf, Telefonanschlüsse pro Kopf, Internetnutzer, Währungsreserven.
Zum Vergleich des unterschiedlichen Entwicklungstandes stellt die tageszeitung (taz) diese Indikatoren zu Haiti, DomRep und Deutschland in einer Tabelle zusammen.

| Erdbeben | Eine-Welt | Nachhaltigkeit |
Vermögensverteilung-2007

20.01.10   (176)
diw-Grafik: Vermögensverteilung 2007 in Deutschland
Laut diw-Wochenbericht Nr.3/2010 dämpft das Altersicherungsvermögen ein wenig die nach wie vor hohe Konzentration der Vermögenswerte, die auch grafisch bei der Verteilung der Dezile deutlich wird. Das reichste Zehntel (rechts) lässt die anderen Zehntel weit hinter sich, das 2. u. 3. ärmste Zehntel verfügt über sehr wenig Geld-/Sachvermögen und nur über geringe Renten- u. Pensionsansprüche, das ärmste Zehntel ist sogar verschuldet und hat nur sehr geringe Rentenansprüche.
  
Eine Großansicht der Grafik befindet sich auf S.10 des diw-Wochenberichts Nr.3/2010 (pdf, 350 KB), S.5 stellt die Vermögensverhältnisse differenziert nach Berufsgruppen als Tabelle vor.

| Armut & Reichtum |
Erdbeben-Weltkarte
Weltkarte der Erdbeben, SZ-Grafik
19.01.10   (170)
SZ-Grafik: Die unruhige Erde
In der Weltkarte sind die Grenzen der tektonischen Platten eingezeichnet und die Orte der 5. stärksten sowie der 5. folgenschwersten Erdbeben seit 1900 markiert. Die regionale Erdbebengefahr wird durch eine Einfärbung von Dunkelrot (extreme Gefahr) bis hellgrün (geringe Gefahr) signalisiert. Eine hohe Gefahr von Erdbeben besteht generell an den Grenzen der tektonischen Platten, vor allem am sog. "Feuerring" um die Pazifische Platte. Das Epizentrum des verheerende Erdbebens in Haiti am 12.1.2010 liegt nahe der Grenze der Karibischen Platte.
  
Die Grafik ist eingebettet im Artikel: Wo die Erde aufreißen wird. [SZ 19.01.10]

| Erdbeben | Plattentektonik | Naturkatastrophen |
Haiti-Plattentektonik
Haiti-Plattentektonik:  Grafik Großansicht
18.01.10   (206)
Google-Grafik: Plattentektonik beim Erdbeben in Haiti
Regionen an den Rändern der tektonischen Platten tragen ein besonders hohes Erdbeben-Risiko und die meisten, vor allem die besonders starken Erdbeben haben ihr Epizentrum in der Nähe der Plattengrenzen. So auch das Erdbeben in Haiti am 12.01.10 mit Stärke 8,1 am Rand der Karibischen Platte. In der Karibik-Karte sind 4 Erdbeben nur in den Jahren 2009/ 2010 rot markiert. Auch die weiteren 8 Erdbeben der letzten 10 Jahre liegen mehr oder weniger nahe am Rand der Karibischen Platte, die an 4 weitere Erdplatten grenzt und daher besonders gefährdet ist: Nordamerikanische Platte, südamerikanische Platte, Nazca-Platte, Kokos-Platte.
 
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Karibische Platte ist besonders gefährdet [Focus 18.01.10]

| Erdbeben | Plattentektonik | Naturkatastrophen |
Atommülllager-Asse-II

16.01.10   (168)
taz-Grafik: Schachtanlage Asse II
Insgesamt etwa 126.000 Fässer mit Atommüll sind von 1967 bis 1978 im ehemaligen Salzbergwerk Asse bei Wolfenbüttel (Niedersachsen) eingelagert werden. Da die Stabilität der riesigen Grube akut durch Laugeneinbrüche und Einsturz gefährdet ist, müssen die Fässer nun auf Entscheidung des BfS rückgeholt werden, da anders die Langzeitsicherheit nach Atomgesetz (Vorgabe des AkEnd: 1 Mio. Jahre) nicht gewährleistet wäre. Erste Kosten-Schätzungen ergeben ca. 16.000 € pro Fass, insgesamt rund 2 Mrd. €, seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland eine der größten Schadenssummen, die durch menschliches Versagen (u.a. Schlampigkeit, Skrupellosigkeit, Gleichgültigkeit, Ignoranz; Profitgier) verursachte wurde. Umweltorganisationen fordern, dass vor allem die Betreiber von Atomkraftwerken, die die Asse in wachsendem Umfang als billige Müllkippe für ihre radioaktiven Abfälle nutzten, die immensen Kosten bezahlen. Vor dem Hintergrund der mächtigen Atomlobby und den aktuellen Kräfteverhältnissen in der Politik ist es jedoch nicht unwahrscheinlich, dass am Ende die Steuerzahler für den skandalösen Umgang mit dem Atommüll aufkommen müssen.
Die Grafik zeigt schematisch die Einlagerung der Fässer in der Schachtanlage Asse II:
511-Meter-Sohle: 1.000 Tonnen mittelradioaktiver Müll in 1300 Fässer
725-750 Meter-Sohle: 88.000 Tonnen schwachradioaktiver Müll in 125.000 Fässern.
  
Die Grafik ist eingebettet im Artikel: Die "kürzeste" Endlagerung der Welt [taz,16.1.09, Printausgabe, Online-Quelle bisher unbekannt]. Weitere Infos:  SZ

| Atomenergie | Atomausstieg |
Haiti-DomRep-Vergleich
Infografik: Haiti und Dom.Rep. im Vergleich: Großansicht bei diepresse.com
Großansicht [diepresse]
15.01.10   (173)
diepresse.com: Haiti und die Dominikanische Republik im Vergleich
Schon aus der Vogelperspektive ist die Grenze zwischen den beiden Staaten auf der gemeinsamen Insel Hispaniola deutlich erkennbar: im Westen erodierte braune Flächen, im Osten eine dunkelgrüne Landschaft mit dichten Wäldern. Der enorme Rückstand in der Entwicklung Haitis im Vergleich zur Dominikanischen Republik zeigt sich noch stärker bei Indikatoren für Wohlstand, Lebensqualität und Nachhaltigkeit (u.a. Lebenswartung, Alphabetisierung, Bevölkerungswachstum, BIP pro Kopf, Inflation, UN-Entwicklungsindex HDI), die in der Tabelle gegenüber gestellt werden. Die Gründe für die ungleiche Entwicklung beider Staaten liegen vorranig in ihrer unterschiedlichen Geschichte, nachrangig auch an naturgegebenen Bedingungen.
  
Die Grafik ist eingebettet im Artikel: Hispaniolas ungleiches Geschwisterpaar [diepresse.com 15.01.10]

| Erdbeben | Eine-Welt | Nachhaltigkeit |
Erdbeben-Haiti

15.01.10   (171)
SZ-Grafik: Das Erdbeben in Haiti
Die Grafik zeigt eine Landkarte des Westteils der Insel Hispaniola. In die Karte sind die unterirdischen Bruchlinien eingezeichnet, wo sich seit dem letzten großen Erdbeben im Jahr 1860 gewaltige neue Spannungen aufgebaut habe, die sich nun in einem verheerenden Erdbeben der Stärke 7,1 (Epizentrum: 15 km südöstlich der Hauptstadt Port-au-Prince) entladen haben. Die Erde bewegte sich plötzlich etwa 40 Sekunden lang im Fußgängertempo unter der Oberfläche weg. Die Verschiebung im Untergrund beträgt 4 m, insgesamt wurde die Energie von 8 Hiroshima-Bomben frei. Dabei hat sich diesmal nur ein Teil jener unterirdischen Spalte geöffnet, die 1770 ein 20-mal stärkeres Erdbeben verursachte.
  
Die Grafik ist eingebettet im Artikel: Hiroshima mal acht. [SZ 15.01.10]

| Erdbeben | Naturkatastrophen |
Top10-Staatsbankrott

15.01.10   (169)
capital: Die 10 Staatsbankrott-Kandidaten der Investoren
Die Gründe für eine Abwärtsentwicklung bis hin zum Staatsbankrott sind vielfältig, u.a. Misswirtschaft; schlechte Staatsführung; Korruption; Steuerhinterziehung; Kapitalflucht; Verschwendung; Gigantomanie; Konflikte bis hin zum Krieg, also Kern-Indikatoren von Nicht-Nachhaltigkeit. Anleger investieren in Staatsanleihen und Derivate solcher Staaten, deren Bonität nach Einschätzung von Ratingagenturen niedrig ist, um höhere Renditen zu erzielen. Um ihr Risiko zu mindern, versichern sie ihre Investitionen. Die Versicherungsprämie gilt in Finanzkreisen weithin als wichtiger Indikator dafür, wie gefährdet ein Staat ist. Bei einem Prämiensatz von z.B. 2,59 % spricht man von 259 Basispunkten. Ein weiterer wichtiger Indikator ist die Ausfallwahrscheinlichkeit, dass ein Staat seinen Schuldendienst (Zinsen, Tilgung) nicht mehr (voll) bedienen kann.
Angabe-Format: Staat(Basispunkte|Ausfallwahrscheinlichkeit in %):
Kalifornien(259|21);  Griechenland(328|?);  Dubai(416|?);  Island (508|29); Lettland(504|29); Irak(475|35); Pakistan(718|18); Venezuela(869|46); Ukraine(997|47); Argentinien(1059|51)
Datenquelle: capital.de (16.01.10)

| Konsum & Produktion | BIP | Nachhaltigkeit |
Top10-CO2-Länder
Treibhausgase, Top10 Länder; Anteile an Treibhausgasen, BIP, Weltbevölkerung / Infografik Globus 3288 vom 15.01.2010
15.01.10   (166)
dpa-Globus 3288: Die Top-10 der Klima-Sünder 2008
Die 10 Länder mit dem größten CO2-Ausstoß verursachen zusammen knapp 2/3 von aktuell weltweit ca. 29,3 Mrd.Tonnen CO2 pro Jahr, wobei es allerdings große Ungleichgewichte zwischen den bevölkerungsarmen Industrieländern und den beiden bevölkerungsreichsten Ländern China und Indien bei den Anteilen am CO2-Ausstoß, am BIP und an der Weltbevölkerung bestehen (Angaben in %):
(1) China 21,0|16,5|20,1;   (2) USA 19,9|18,7|4,6;   (3) Russland 5,5|2,6|2,1;   (4) Indien 4,6|6,6|17,0;   (5) Japan 4,3|5,9|1,9;   (6) Deutschland 2,8|3,8|1,2   (7) Kanada 2,0|1,7|0,5;    (8) Großbritannien 1,8|3,0|0,9;    (9) Südkorea 1,7|1,70,7;   (10)  Iran 1,6|0,9|1,1.
 
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| Treibhausgase | Treibhauseffekt | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle | BIP | UGR | NWI |
BIP-1951-2009
BIP 1951 - 2009:  FR-Infografik
14.01.10   (167)
FR-Infografik: Bruttoinlandsprodukt (BIP) 1951 - 2009
In Folge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise ab etwa August 2008 ist Deutschland tief in die Rezession geraten und das BIP ist 2009 um 5 % gegenüber 2008 gesunken, ein Negativrekord in der Nachkriegszeit. Nur in 5 weiteren Jahren seit 1951 ist das BIP gesunken (Rückgang gegenüber Vorjahr in %):
1967: - 0,3:  1. Rezession nach dem Sechs-Tage-Krieg
1975: - 0,9:  1. Ölkrise nach dem Jopp-Kippur-Krieg 1973
1982: - 0,4:  2. Ölkrise 1979/80, Revolution im Iran, 1. Golfkrieg
1993: - 0,8:  Kosten der Wiedervereinigung Deutschlands
2003: - 0,2:  Platzen der Internetblase, Terroranschläge von 11.9.2001
 
Die Grafik ist eingebettet im Artikel "Der historische Einbruch" [FR 14.1.10]

| BIP | Konsum & Produktion |
Energiemix-D-2009
Energiemix Deutschland 2009, Primärenergieträger; Mineralöl, Erdgas, Braunkohle, Steinkohle, Kernenergie, Erneuerbare Energien / Infografik Globus 3273 vom 08.01.2010
08.01.10   (161)
dpa-Globus: Deutschlands Energie-Mix: Primärenergieverbrauch 2009
Durch die Weltwirtschaftskrise sank der Primärenergieverbrauch (PEV) 2009 in Deutschland um 6,5 % im Vergleich zum Vorjahr auf 453,1 MtSKE (13279 PJ), der niedrigste Wert seit Anfang der 1970-er Jahre. Während die Nutzung erneuerbarer Energien zunahm, besonders der Bioenergie, ging der Verbrauch fossiler und nuklearer Energie stark zurück.
Angaben in MtSKE | Veränderung gegenüber 2008 in %:
Mineralöl: 156,8|-5,8;  Erdgas: 98,5|-5,5;   Baunkohle: 51,5|-2,8;  Steinkohle: 50,3|-18,1;  Kernenergie: 50,1|- 9,6;   Erneuerbare: 41,2| + 4,0.

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| Primärenergie | Energiemix | Kohle | Erdöl | Erdgas | Atomenergie | Erneuerbare Energien |
Torfmoorwälder
Torfmoorwälder, CO / Infografik Globus 3271 vom 08.01.2010
08.01.10   (160)
dpa-Globus: Torfmoorwälder: Das Verschwinden riesieger Kohlenstoffspeicher
Die 21 Millionen Hektar (Mha) Wald in Indonesien und die bis zu 20 Meter tiefe Torfschicht darunter binden ca. 61 Milliarden Tonnen (Gt) Kohlenstoff. Durch die Abholzung des Waldes (1,3 Mha pro Jahr) trocknet der Boden und das Moor aus, dessen Biomasse dann mit Sauerstoff zu Kohlendioxid (CO2) oxidiert. Auf diese Weise entweichen jedes Jahr rund 2 Gt CO2 in die Atmosphäre und verstärken den Treibhauseffekt.
Zum Vergleich: Im Jahr 2008 betrug der CO2-Ausstoß Deutschlands 0,945 Gt CO2, der weltweite Ausstoß liegt bei rund 30 Gt.
    
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| Treibhausgase | Treibhauseffekt | Wald |
Nordsee-Supergrid
northseagrid: Infografik in Greenpeace-Studie
05.01.10   (159)
Ökostrom-Verbundnetz für Nordsee-Anrainerstaaten
Neun Staaten an der Nordsee (Benelux, Deutschland, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Irland, Norwegen) wollen mit einem großräumigen Stromverbundnetz (Supergrid) ihre verschiedenen Ökostromquellen, insbesondere die Windkraft und Meeresenergie der Nordsee, mittels HGÜ vernetzen. Durch den Stromverbund kann das regional und jahreszeitlich schwankende Ökostrom-Aufkommen besser ausgeglichen werden, wobei das enorme Potenzial der Wasserkraft in Norwegen sowohl kurzfristig Leistungspitzen puffern wie auch langfristig Strom großvolumig speichern kann. Das Verbundnetz soll bis Ende 2010 geplant und bis 2020 für rund 30 Mrd. Euro realisiert werden. mehr..  SZ  Tagesschau  taz  FR 
  
Die Grafik befindet sich auf S.5 der Studie: A north sea electricity grid [r]evolution

| Ökostrom | Windenergie | Wasserkraft | Meeresenergie | DESERTEC |
  

erstellt: 23.11.14/zgh Archiv-Übersicht Vorjahr 2010 Folgejahr

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