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Lexikon CASTOR
Cask for Storage and Transport of Radioactive Material
Behälter zur Lagerung und zum Transport radioaktiven Materials
Kontext    Links

Begriff /
Hintergrund
Der CASTOR dient hauptsächlich zum Transport von Brennelementen zwischen Atomkraftwerken (AKW) und Wiederaufbereitungsanlagen (WAA) oder zu Zwischen- bzw. Endlagern. Damit möglichst wenig Radioaktivität entweichen kann, sind die Behälter technisch aufwendig konstruiert.

Infografik: CASTOR-Transport; Großansicht [FR]
Großansicht [FR]

Infografik: CASTOR
Die Grafik zeigt den CASTOR-Aufbau, rechts oben sind die 3 Kriterien gelistet, die der CASTOR beim Härtetest erfüllen muss: Fallversuch aus 9 m Höhe auf unnachgiebiges Fundament; Fallversuch aus 1 m Höhe auf einen 15 cm dicken Stahldorn; Feuer von 30 Minuten Dauer bei mindenstens 800 °C.
Die Landkarte (rechts unten) zeigt die Route des Transports von der Wiederaufbereitungsanlage La Hague (Bretagne/ Frankreich) nach Gorleben.
Die Grafik ist eingebettet in den Artikel: "Nur Laternenumzüge dürfen an den Castor-Gleisen stattfinden. Atommüll-Transport nähert sich dem Wendland / Auswärtige Unterstützer quartieren sich nahe der Beförderungsroute ein" [FR, 11.11.03]
  
Infos zum CASTOR


Großansicht [WDR]
Der CASTOR wird von der Firma GNS (Gesellschaft für Nuklearservice) hergestellt, ebenso wie der POLLUX-Behälter zur Endlagerung radioaktiven Mülls (zum Namen: nach der griechischen Mytologie war POLLUX der Zwillingsbruder von CASTOR).
Da Deutschland keine eigene Wiederaufbereitung betreibt, wird der Atommüll nach La Hague (Frankreich) oder nach Sellafield (Großbritannien) transportiert, dort aufbereitet und dann wieder zurücktransportiert, um hier zunächst zwischengelagert zu werden in Ahaus (Münsterland) oder Gorleben (Landkreis Lüchow-Dannenberg), bis ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll eingericht ist, wo der Inhalt der Castoren dann auf Dauer eingelagert werden soll.  
Atomüll-Lagerung
Atommüll: denzentrale Zwischenlager bei AKW; zentrale Zwischenlager, Morsleben, Asse, Konrad, Gorleben / Infografik Globus 2284 vom 15.08.2008
Großansicht/ Daten
Als Endlager für hochradioaktiven Atommüll ist bisher nur der Salzstock bei Gorleben im Landkreis Lüchow-Dannenberg (im Osten Niedersachsens) untersucht worden. Für die Erkundung des Salzstocks wurde im Rahmen des Atomkonsens ein Moratorium bis Mitte 2010 vereinbart. Die Erkundungsarbeiten, die bisher schon 1,4 Milliarden Euro gekostet haben, wurden im Sommer 2010 wieder aufgenommen, angeblich "ergebnisoffen". Die Auswertung der Gorleben-Akten hat jedoch gezeigt, dass Gutachten nach Druck aus Kreisen der Politik manipuliert wurden und das Fakten, die eine mangelnde Eignung des Salzstocks belegen, unterdrückt oder verfälscht wurden. Mittlerweile zeichnet sich immer deutlicher ab, dass der Salzstock bei Gorleben nicht die erforderliche Langzeitstabilität über 1 Mio Jahre bietet und daher als Endlager ungeeignet ist Quellennachweis.
  
Salz oder Ton
Atommülllager: Guter Ton - schlechtes Salz? :  Grafik Großansicht
Großansicht/ Daten
 
Ob alternative Standorte in Deutschland vorhanden sind, z.B. einige Salzstöcke in Norddeutschland, die von Experten ursprünglich statt Gorleben favorisiert wurden, oder auch Tonstein-Formationen südöstlich von Stuttgart oder auch am Bodensee, wo vermutlich die Schweiz ab Mitte 2011 ein Endlager bauen wird, kann derzeit nicht beurteilt werden, da aus politischen Gründen entgegen den eindringlichen Rat von Experten in Deutschland keine anderen Standorte als Gorleben erkundet wurden. Von daher ist auch nicht abschätzbar, ob und falls ja, wann ein Endlager erstellt sein wird, in das der hochradioaktive Inhalt der Castoren eingelagert werden kann.
Einschließlich der 11 Castoren, die vom 5.-9.11.10 von La Hague nach Gorleben transportiert wurden, stehen 102 Castoren im Zwischenlager Gorleben, maximal können dort 420 abgestellt werden. Bundesweit stehen 932 Castoren in Zwischenlagern. Etwa 200 würden bei Fortführung des Atomausstiegs, wie er im Jahr 2000 vereibahrt wurde, noch hinzukommen. Wird die von der schwarz-gelben Koalition am 28.10.10 beschlossene Laufzeitverlängerung der AKW tatsächlich umgesetzt, werden etwa 500 weitere Castoren anfallen.
  

Infografik: CASTOR-Transport; Großansicht [FR] Großansicht [FR]

Weitere Daten zum CASTOR-Transport
im Nov. 2003

[taz, 14.11.03]

Infografik: CASTOR-Transporte
Die Landkarte zeigt die Route des CASTOR-Transports von Lüneburg bis Gorleben am 11./12.11.2003. Die Tabelle unten informiert über die CASTOR-Transporte vergangener Jahre. Die Angaben für Nov. 2003 stammen aus dem Artikel "Castoren rollen schnell und billig" [taz,13.11.03] und "CASTOR in Zahlen" [taz, 14.11.03]
  
April 95
Mai 96
März 97
März 01
Nov. 01
Nov. 02
Nov. 03
CASTOR-Behälter
1
1
6
6
6
12
12
Kosten in Mio.€
k.A.
3,3
9,0
28,5
31,1
30,0
25,0
eingesetze Beamte
15 k
19 k
30 k
30 k
30 k
17 k
12,5 k
                                       k = Tausend Beamte
Grafik aus: "Proteste verzögern Castor-Transport. Widerstand im Wendland gegen den Atommüll / Massiver Polizeieinsatz" [FR,12.11.03]
 
Kritik/ Proteste Kritiker der CASTOR-Transporte haben diese immer wieder behindert und z.T. sogar sabotiert, um auf die Gefahren der Transporte selbst und die Atomenergie insgesamt hinzuweisen. Sie halten die Transporte wegen der Gefahr entweichender Radioaktivität für zu gefährlich und - bei einer alternativen Energiepolitik (schneller Atomausstieg) - für weitestgehend überflüssig. Mit ihren Protestmaßnahmen versuchen sie auch, die Kosten für die Atommüll-Transporte und damit für die Atomenergie insgesamt hochzutreiben, um ihre Rentabilität zu verringern.
 
  
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WDR: www.wdr.de 7 Fragen und Antworten zum CASTOR, weitere Links  
  
Wissenschaftsmagazin
Quarks & Co.
www.quarks.de
Kurze Einführung und Verweis auf ein ausführliches Skript zur Sendereihe mit zahlreichen Bildern und Infografiken, das sich gut zur Einführung in die Atomenergie eignet.  http://www.quarks.de/castor/index.htm
Direkt zum Download des Skripts  [pdf/ 2,47MB/ 16 (32) S.]
Ab S. 22 geht das Skript auch ausführlich auf den Atommüll ein, darunter auch ein spezielles Kapitel zum CASTOR.
  
anti-atom.de Die Website bietet umfangreiche Informationen, u.a. :Online-Lexikon, Personen, Firmen, Institutionen/Lobby, Atomstandorte, Adressen/ Links.
  

Stand: 08.11.10/zgh Oberthema Energie & Ressourcen
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