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| Nordkorea-Konflikt | Dossier | |
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Daten/ Statistiken/ Infografiken Links Unterricht |
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| Presse-/ Online-Medien Datenbank |
Die Entwicklung des Konflikts um das Atomprogramm Nordkoreas kann im Pressearchiv recherchiert werden. Suchwörter "Nordkorea Atom": Jahrgang: 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 |
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| 1985 | Nordkorea unterzeichnet aufgrund von internationalem Druck den Atomwaffensperrvertrag (NPT) |
| 1992 | Nordkorea unterzeichnet das Zusatzprotokoll zum NPT, das erweiterte Inspektionen zulässt. |
| 21.10.94 | In einem Vertrag mit den USA verpflichtet sich Nordkorea, sein Waffenprogramm zu stoppen und den Atomwaffensperrvertrag zu beachten. Als Gegenleistung liefern die USA Erdöl und erstellen in Zusammenarbeit mit einem internationalem Konsortium zwei Leichtwasserreaktoren für die Stromproduktion. |
| 11.01.02 | Nach den Terroranschlägen vom 11.09.2001 reiht US-Präsident George W. Bush im Zuge des "War on Terrorism" Nordkorea in die "Achse des Bösen" ein und storniert den Vertrag von 1994. |
| 2002 | Der US-Sondergesandte James Kelly legt Beweise vor, dass Nordkorea ein geheimes Programm zur Urananreicherung betreibt. Nordkorea weist daraufhin die Atominspektoren der IAEO aus. |
| 10.01.03 | Nordkorea tritt aus dem Atomwaffensperrvertrag aus. Die Sechs-Parteien-Gespräche (Nordkorea, USA, Südkorea, Japan, Russland, China) beginnen. |
| 10.02.05 | Nordkorea erklärt, Atomwaffen zur Verteidigung gebaut zu haben. Das Klima bei den Sechs-Parteien-Gesprächen verhärtet sich in der Folge. |
| 19.09.05 | Nordkorea erklärt sich unter Bedingungen zur Einstellung des Atomprogramms bereit |
| 20.09.05 | Nordkorea verlangt die Lieferung eines Leichtwasserreaktors. Die USA und Japan lehnen dies ab. In der Folge verhärten sich die Fronten wieder. Nachdem die US-Regierung zur Einschätzung gelangt, dass Nordkorea seine Zusage vom 19.09.05 nicht einhält, verhängt sie Finanz-Sanktionen gegen Nordkorea, was daraufhin die Sechs-Parteien-Gesprächen beendet. |
| 05.07.06 | Pjöngjang testet Raketen, darunter auch die Taepodong-2, die mit Atomsprengköpfen bestückt werden und Alaska erreichen kann. Der UN-Sicherheitsrat beschließt Sanktionen. |
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| 09.10.06 | Nordkorea führt nach eigenen Angaben erfolgreich einen Atombombentest durch. |
| 14.10.06 | Der UN-Sicherheitsrat verabschiedet einstimmig die Resolution 1718, die wegen des Atomwaffentests vom 9.10.06 Strafmaßnahmen gegen die kommunistische Führung in Pjöngjang vorsieht. |
| 17.10.06 | Nordkorea bezeichnet die Resolution 1718 als "Kriegserklärung". |
| 01.11.06 | Nordkorea erklärt seine Bereitschaft, die Sechs-Parteien-Gespräche wieder aufleben zu lassen, falls dabei auch über die bisherigen US-Finanz-Sanktionen verhandelt wird. Die Sechs-Parteien-Gespräche waren von Nordkorea im Herbst 2005 in Reaktion auf die US-Sanktionen beendet worden. International wird die neue Verhandlungsbereitschaft Nordkoreas begrüßt. Die Sanktionen gemäß Resolution 1718 gelten aber zunächst weiter. |
| 05.11.06 | Nordkorea fordert erneut den Ausschluss Japans von den Sechs-Parteien-Gesprächen [taz 6.11.06] |
| 18.12.06 | Bei der Wiederaufnahme der seit mehr als einem Jahr eingefrorenen Sechs-Parteien-Gespräche am 18.12.06 in Peking warnte Nordkoreas Unterhändler Kim Kye Gwan, sein Land werde sein Abschreckungspotenzial noch ausbauen, falls die laufenden Sanktionen nicht beendet würden. |
| 13.02.07 | Die Sechs-Parteien-Gespräche verlaufen am Ende erfolgreich und führen zu einem neuen Abkommen, in dem Nordkorea die schrittweise Einstellung seines Atomprogramms zusichert, z.B. die Schließung des Atomreaktors in Yongbyon sowie weiterer Anlagen. Im Gegenzug erhält Nordkorea umfangreiche Energielieferungen. Neben Freude über die unerwartete Einigung im Atomstreit äußern viele Beobacher Skepsis, ob Nordkorea seine Zusagen einhalten wird, und erinnern an den Verlauf nach dem 19.09.05. Kritisiert wird auch, dass Nordkoreas "Pokerpolitik" durch das Nachgeben der USA belohnt worden sei und Länder wie Iran sich bestärkt fühlen könnten, ähnlich zu verfahren. [DLF-Presseschau 14.2.07 Inland, Ausland, ] [taz 14.3.07] |
| 14.07.07 | Nordkorea schaltet nach US-Angaben den Atomreaktor in Yongbyon wie vereinbart ab. Der Chef der IAEO, El Baradei, bestätigt die Nachricht am nächsten Tag. |
| 18.07.07 | Nach Angaben der IAEO hat Nordkorea inzwischen 5 Atom-Anlagen geschlossen. |
| 02.09.07 | US-Unterhändler Hill teilt nach Gesprächen in Genf mit, Delegierte aus Nordkorea hätten versprochen, dass Nuklearprogramm werde vollständig offengelegt. Im Gegenzug solle Nordkorea weitreichende Hilfen erhalten und die bisher eingefrorenen Gelder würden wieder freigegeben. |
| 02.10.07 | Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Il empfängt seinen südkoreanischen Kollegen Roh Moo Hyun zum 2. Gipfeltreffen der Nachbarländer. Zuvor hatte Roh als erstes Staatsoberhaupt Südkoreas zu Fuß die Grenze nach Nordkorea überquert. |
| 03.10.07 | Nordkorea verspricht den vollständigen Abbau seiner umstrittenen Atomanlage in Yongbyon bis Ende 2007. Zur Vorbereitung sollen Experten unter der Leitung der USA innerhalb der nächsten zwei Wochen nach Pjöngjang reisen, so die Erklärung der Teilnehmer der Sechs-Parteien-Gespräche. |
| 04.10.07 | Der nordkoreanische Staatschef Kim Yong Il und der südkoreanische Präsident Roh Moo Hyun vereinbaren zum Abschluss ihres dreitägigen Treffens, bald Friedensgespräche unter Beteiligung der USA und Chinas aufzunehmen. Zwischen Nord- und Südkorea besteht seit Ende des Koreakriegs 1953 formal nur ein Waffenstillstand. |
| 28.10.07 | Die USA und Russland fordern alle Staaten auf, dem INF-Vertrag zur Zerstörung von atomaren Mittelstreckenraketen beizutreten. Im INF-Vertrag hatten sich 1987 die damalige Sowjetunion und die USA zur vollständigen Abrüstung von fast 2700 Raketen mit Reichweiten von 500 - 5500 km verpflichtet. Mittlerweile besitzen auch Nordkorea, Indien, Pakistan und Israel solche Raketen, ohne dem INF-Vertrag beigetreten zu sein. |
| 19./.22.09.08 | Nordkorea kündigt am 19.9. an, Tests im umstrittenen Reaktor in Jongbjon durchzuführen. Am 22.9. fordert Nordkorea die IAEO auf, Siegel und Überwachungskameras an Atomanlagen zu entfernen. [Tagessschau 22.9.08] |
| 1.-14.10.08 | Nordkorea verbietet am 1.10. Inspektoren der IAEO die Kontrolle von Atomanlagen und kündigt an, atomare Anlagen wieder in Betrieb zu mehmen. Nach Verhandlungen im Hintergrund werden diese Maßnahmen abgesagt, nachdem die USA sich am 11.10. bereit erklärt, Nordkorea von der schwarzen Liste der sog. Terrorstaaten zu nehmen. Die atomare Abrüstung soll - wie früher vereinbart - fortgesetzt werden. [Tagesschau 11.10.08] [Tagesschau 14.10.08] |
| 05.04.09 | Trotz internationaler Warnungen startet Nordkorea eine Langstreckenrakete, angeblich um einen Kommunikationssatelliten in die Umlaufbahn zu bringen. Japan und die USA bezeichnen den Start als Provokation und schalten den UN-Sicherheitsrat ein. Die bisherigen Kurz- und Mittelstrecken-ratketen sind bereits ein wichtiges Exportgut für das stark verarmte Land: Länder wie Syrien, Libyen und Iran wurden bisher beliefert. Experten sehen im Raketenprogramm neben dem Atomprogramm ein weiteres Druckmittel des Regimes unter Diktator Kim Jong IL, um die USA zu direkten bilateralen Verhandlungen zu bewegen.
[Tagesschau] |
| 25.05.09 | Nordkorea testet zum 2.Mal eine Atombombe, nach eigenen Angaben erfolgreich. Damit verletzt das Regime um Diktator Kim IL Sung die Resolution 1718 und erhöht die Gefahr einer nuklearen Proliferation und damit einhergehend einer atomaren Aufrüstung weiterer Staaten. Der UN-Sicherheitsrat verurteilt Nordkorea noch am gleichen Tag einstimmig. Nordkorea verstärkt den Konflikt noch weiter durch den Test von Kurzstreckenraketen am nächsten Tag. [Tagesschau] [DLF-Broska] [DLF-Maull] [Tagesschau] |
| 26.03.10 | Ein Patrouillenboot Südkoreas wird nahe der Demarkationslinie im Gelben Meer vermutlich durch die Explosion eines Sprengkörpers in unmittelbarer Nähe des Schiffs versenkt. 46 Marine-Soldaten sterben, 58 können gerettet werden. Die Untersuchung dieses Vorfalls durch Südkorea ergibt später (siehe 20.05.10), dass ein Torpedo Nordkoreas dafür verantwortlich ist. |
| 20.05.10 | Südkorea bezichtigt Nordkorea, am 26.03.10 das Patrouillenboote durch Torpedo-Beschuss versenkt und dadurch 46 Soldaten getötet zu haben. Die Untersuchung habe dafür eindeutige Belege geliefert. Südkoreas Präsident Lee Myung-bak droht mit resoluten Maßnahmen gegen den Norden und will den UN-Sicherheitsrat anrufen. Nordkorea weist den Vorwurf als "Erfindung" zurück und droht mit einem "totalen Krieg" als Vergeltung. |
| 23.11.10 | Nordkorea beschiesst die südkoreanischen Insel Yonpyong, die nahe der umstrittenen innerkoreanischen Seegrenze und 12 km vor der nordkoreanischen Küste liegt, mit mehr als 50 Granaten und provoziert dadurch ein Gefecht an der innerkoreanischen Grenze. 2 Soldaten Südkoreas werden getötet und 15 Menschen verletzt. |
| 17.12.11 | Nordkoreas Diktator Kim Jong Il stirbt mit 69 Jahren an Herzversagen. Er hat Nordkorea seit dem Tod seines Vaters Kim Il Sung 1994 regiert. Im folgt sein jüngster Sohn Kim Jong Un nach, der schon vor 14 Monaten nach einem Schlaganfall seines Vaters zum Nachfolger bestimmt wurde. Der noch weitgehend unbekannte 28-jährige Kim Jong Un gilt als unerfahren. Viele Experten sehen daher die Hauptmacht beim Miltiär und manche fürchten eine neue Phase von Unsicherheit und möglicherweise noch steigender Militarisierung. In einer ersten Reaktion setzt Südkorea seine Streitkräfte an der Grenze in Alarmbereitschaft. |
| Die tieferen Ursachen für den Atomstreit mit Nordkorea gründen in der Entwicklung seit Ende des 2. Weltkriegs. Die Niederlage Japans (Atombomben auf Hiroshima 6.8.1945 und Nagasaki (9.8.1945)) beendete seine seit 1910 dauernde Herrschaft über Korea. Obwohl Koreas staatliche Unabhängigkeit in den Konferenzen von Kairo (1943) und Jalta (1945) sowie im Potsdamer Abkommen (1945) garantiert wurde, besetzten am 8.8.1945 sowjetische bzw. US-Truppen den Norden bzw. Süden Koreas und legten den 38. Breitenkreis als Demarkationslinie fest. Im Norden etablierte die kommunistische Partei unter sowjetischem Schutz eine kommunistische Ordnung, die von Anfang durch den Führungskult um den Diktator Kim IL Sung geprägt war und nach seinem Tode 1994 vom Sohn Kim Jung IL fortgesetzt wurde. Im Süden führten die USA eine Militärdiktatur ein. Nachdem sich die Besatzungsmächte Sowjetunion und USA 1948 aus Korea zurückzogen, brach infolge nationaler und internationaler Spannungen (Kalter Krieg) 1950 der Koreakrieg aus. Nach dem Waffenstillstand 1953 wurden die Verbindungen zwischen Nord- und Südkorea völlig abgebrochen. Die Demarkationslinie am 38. Breitenkreis entwickelte sich zu einer der am schärfsten bewachten Grenzen weltweit, nur vergleichbar mit der innerdeutschen Grenze nach dem Mauerbau von 1961 bis 1989. Während sich Südkorea allmählich in Richtung Demokratie und zu einem der asiatischen "Tigerstaaten" mit hohen Wachstumsraten und wachsendem Wohlstand auch für breitere Bevölkerungskreise entwickelte, verharrte der Norden in einer rückständigen stalinistischen Parteidiktatur. In den 1990er Jahren sollen bis zu 2,5 Millionen Menschen verhungert sein, rund 10 % der Gesamtbevölkerung. Nach Schätzungen der FAO sind heute von insgesamt 23 Millionen Menschen rund 35 % chronisch unterernährt, bei Kindern beträgt die Rate sogar 37 %. Ohne laufende umfangreiche Hilfen aus China und Südkorea würde Nordkorea zusammenbrechen. Trotz darbender und z.T. verhungernder Bevölkerung setzte das Regime immer mehr auf Militarisierung und atomare Bewaffnung, um gefürchtete Angriffe der USA abzuschrecken und seine Herrschaft zu sichern. |
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Infografik: Atomanlagen in Nordkorea In der Landkarte Nordkoreas sind die Standorte von Atomreaktoren und sonstigen Atomanlagen (u.a. Urananreicherungsanlagen) über Symbole markiert und ihr Status kurz beschrieben: Atomreaktoren: Pöngjang (in Betrieb), Yongbyon (z.T. abgeschaltet); Taechon (Bau unterbrochen); Sinpo (noch nicht fertiggestellt) Nuklearanlagen: Pakchon, Yongbyon, Sunchon, Pjöngsan Quelle: Global Security Grafik online nicht verfügbar, abgedruckt in: taz, 16.10.06, S.2 |
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Infografik : Nordkoreas Raketenarsenal Im oberen Teil der Grafik zeigen konzentrische Kreise mit Mittelpunkt Nordkorea die Reichweiten der verschiedenen Raketentypen, die in der Tabelle darunter gelistet sind.
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AFP 20061018-DE01![]() Großansicht [WAZ] |
Infografik: Atomtestgelände in Nordkorea Das Atomtestgelände wird im Bezirk Kilju im Norden des Landes in der Nähe der Stadt Chikdong vermutet. Dort befindet sich ein Gebäudekomplex mit einem Tunnelsystem, das für die unterirdischen Atomwaffentests angelegt wurde. Aufgrund von Satellitenaufnahmen wird der Eingang zum Tunnelsystem im Nordosten vom Gebäudekomplex verortet. Die eingebettete kleine Landkarte oben links zeigt die Lage Nordkoreas in Ostasien. Eine Großansicht der Grafik wird von der WAZ im Rahmen ihres Grafik-Service zusammen mit einem Infotext zur aktuellen Lage angeboten. Quelle: Global Security GeoEye Achtung: Der Infotext steht nur für rund 24 Stunden bis zum 19.10.06 etwa 18:00 Uhr zur Verfügung, da er dann durch einen neuen ausgetauscht wird. Die Grafik ist meist einige Tage bis zu mehreren Wochen online. |
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Infografik: Nordkorea: Atomprogramme und Raketen Am 10.02.05 erklärte sich Nordkorea offiziell zur Atommacht. Zuvor war das Land im Januar 2003 aus dem Atomwaffensperrvertrag ausgetreten. Bereits im Oktober 2003 hatte ein Diplomat Nordkoreas durchblicken lassen, dass sein Land inzwischen Atomwaffen besitze. In der Landkarte Nordkoreas sind die Standorte von einem Atomreaktor, 3 Forschungs-anlagen und 5 Uranminen durch farbige Symbole markiert. Im unteren Teil wird Nordkoreas Sortiment an taktischen und Mittelstreckenraketen vorgestellt mit Reichweiten von 300 bis 2000 km. Die Grafik ist eingebettet in den Artikel: " Wo der Tod regiert. Kim Jong Il droht mit der Atombombe, weil er mit dem Rücken zur Wand steht" [FR, 11.02.05, online bis 24.2.05] => Themen: Atomwaffen Daten/Infografiken |
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=> Atomwaffen |
Infografik: Wer setzt auf Atomwaffen? In der Weltkarte sind Staaten nach folgenden Kategorien gefärbt:
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| Agenda 21 Lexikon: | Atomwaffensperrvertrag UN-Sicherheitsrat IAEO |
| Spezials: | Atomwaffen Iran-Konflikt |
| Agenda 21 Themen: | Konflikte, Krieg und Frieden |
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Atomprogramm Nordkoreas Die Wikipedia-Seite bietet ergiebige detailreiche Informationen samt Daten/ Statistiken sowie zahlreiche weiterführende interne und externe Links, darunter folgende weitere Lexikonseiten: Nordkorea Uran Urananreicherung |
| Dossier zu Nordkorea: Diktatur mit Atomwaffen Zahlreiche Online-Beiträge seit Sommer 2005. Für den Unterricht besonders geeignet sind die u.a. die "Stichwort-Beiträge": Stichwort: Nordkorea IAEO u. Atomwaffensperrvertrag Startseite des Dossiers |
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Egmont R.Koch: Tödliche Pläne - Wie die Atombombe in die falschen Hände gelangte. Aufbau-Verlag 2007, ISBN13: 978-3746681542, 348 S., 9,95 Euro |
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// aktuelle Unterrichtsmaterialien zum Nordkorea-Konflikt sind nach unseren Recherchen noch nicht verfügbar. Nach Erscheinen werden sie hier eingestellt. |
| *1.
Atomstaaten |
Als mögliche Staaten, die sich in Folge des Nordkorea-Konflikts Atombomben beschaffen könnten, werden Südkorea, Japan, Australien, Iran, Saudi-Arabien und die Türkei genannt. -> siehe: Infografik in [1] |
| *2. Energie/ Nahrung |
China liefert 90 % des Erdölbedarf und 50 % der gesamten Nahrungsmittelimporte Nordkoreas. -> [2] |
| *3. Sonnenscheinpolitik |
Lexikon: Sonnenscheinpolitik [Politikerscreen] |
| *4. möglicher US-Militärschlag |
Nachdem Nordkorea im März 1993 angedroht hatte, den Atomwaffensperrvertrag zu kündigen, zog die US-Regrierung unter Bill Clinton einen Militärschlag gegen Nordkorea ernsthaft in Erwägung. 1994 gelang es jedoch, mit Nordkorea ein Abkommen zum Einfrieren des Atom- und Raketenprogramms auszuhandeln. Als Gegenleistung lieferten die USA jährlich 500.000 Tonnen Erdöl und erstellten zusammen mit Südkorea und Japan 2 Leichtwasser-Reaktoren zur Stromproduktion. -> [5] |
| *5 Sechs-Parteien-Gespräche |
Die "Sechs-Parteien-Gesprächen" werden so genannt, weil an ihnen 6 Staaten beteiligt sind: Nordkorea, Südkorea, China, Russland, Japan, USA. Es sind jene Staaten, die seit dem 2. Weltkrieg in den Korea-Konflikt verwickelt sind und heute maßgeblich an einer Lösung des Konflikts interessiert sind. Südkorea versucht mit seiner Sonnenscheinpolitik den Konflikt zu entschärfen und eine allmähliche Entwicklung des Nordens zu fördern, damit eine künftige Wiedervereinigung nicht zum Zusammenbruch Gesamtkoreas führt. China unterstützt Nordkorea auf vielfältige Weise, einerseits als "Brudernation" seit dem 2.Weltkrieg, andererseits aber auch aus ähnlichen Gründen wie Südkorea: Ein Zusammenbruch Nordkoreas würde gewaltige Flüchtlingsströme nach China auslösen und das Land stark belasten. Auch bildet Nordkorea seit den 50-er Jahren einen Puffer gegen die Einflusssphäre des ehemaligen Feindes USA, an dessen Aufrechterhaltung China - wie auch Russland - nach wie vor interessiert zu sein scheint. Dabei spielt möglicherweise auch die sich abzeichnende wachsende Konkurrenz um Ressourcen der beiden am meisten Rohstoffe verbrauchenden Staaten weltweit eine wachsende Rolle. Japan fühlt sich als ehemalige Besatzungsmacht Gesamtkoreas durch das Atom- und Raketenprogramm Nordkoreas bedroht und ist daher stark daran interessiert, dass diese reduziert und möglichst eingestellt werden. Inzwischen mehren sich die Stimmen in Japan, die eigene Atomwaffen fordern, weil der zugesagte Schutz seitens der USA, der auch Südkorea umfasst, im Kriegsfall versagen könnte. [3] Die USA sind seit der Teilung Koreas die Schutzmacht Südkoreas und später auch Japans. Sie halten die Diktatur in Nordkorea für grundsätzlich gefährlich und haben daher in der Vergangenheit versucht, Nordkorea mit einer Politik von "Zuckerbrot und Peitsche" zu schwächen oder doch zumindest einzudämmen, vor allem aber zu verhindern, dass Nordkorea zur Atommacht wird mit unabsehbaren Folgen für Ostasien und darüber hinaus. Russland unterstützte in den Zeiten des Kalten Kriegs Nordkorea, nicht zuletzt als eine Art Puffer zur Einflusssphäre der ehemals feindlichen Supermacht USA. Auch nach Entschärfung des Ost-West-Konflikts wirkt dieses Motiv wohl weiter, den Russland scheint ebenso wie China nicht an einer Beseitigung der Diktatur in Nordkorea und an einer Wiedervereinigung Koreas iinteressiert zu sein. |
| [1] | Gero von Randow: Beginn der Kettenreaktion. Nordkorea könnte erst der Anfang sein, wenn die Großmächte nicht endlich ernst machen mit der atomaren Abrüstung, in: DIE ZEIT 42/12.10.2006, S.12/13 |
| [2] | Theo Sommer: Bruder ratlos."Wir Koreaner sind doch alle Meister im Vorgaukeln." Warum so viele Südkoreaner nicht glauben können, dass ihr Nachbar im Norden eine Atomwaffe getestet hat, in: DIE ZEIT Nr.43/ 19.10.2006, S.11 |
| [3] | Florian Coulmas: Die virtuelle Atommacht. Japan fühlt sich von Nordkoreas nuklearer Rüstung bedroht. Die politische Elite überlegt, ob man nicht selbst die Bombe braucht, in: DIE ZEIT Nr.44/ 26.10.2006, S.13 (der lesenswerte Artikel wurde bisher leider nicht online gestellt) |
| [4] | Georg Blume: "Wir sterben sowieso". Im chinesischen Grenzgebiet verstecken sich zehntausende Flüchtlinge aus Nordkorea. Einige riskieren den Kontakt mit ausländischen Journalisten, um die Welt vor einem Atomkrieg zu warnen. in: DIE ZEIT Nr.44/ 26.10.2006, S.12 (der lesenswerte Artikel wurde bisher leider nicht online gestellt) |
| [5] | Herbert Wulf: Poker um Nordkoreas Atomprogramm, in: Nonproliferation, APuZ Nr.48 v.28.11.2005, bpb |
| [6] | (stu): Nordkorea lenkt ein , dw-world.de, 01.11.06 |
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| Stand: |
=> Konflikte, Krieg und Frieden Atomwaffen |
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