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| Kontakt | Haftunsgsausschluss |
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| Daten, Statistiken, Infografiken |
Atomenergie, Atomstrom, Atomkraftwerke Deutschland Ausland Frankreich Europa Welt Aktuelles Archiv |
Hintergrund |
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| Kernreaktoren im nahen Ausland zu Deutschland | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nach den Erfahrungen aus der Atomkatastrophe in Japan ab dem 11.03.2011 ist auch unter günstigen Umständen mindestens ein Umkreis mit 100 km Radius um ein Atomkraftwerk so stark gefährdet, dass er ggf. wegen Verstrahlung mindestens teilweise evakuiert werden sollte
[1]. Im grenznahen Ausland zu Deutschland gibt es insgesamt 15 Reaktorblöcke an 7 Standorten, in deren 100 km-Umkreis mindestens eine Großstadt in Deutschland liegt. In den folgenden Tabellen wird hinter dem Standort die Anzahl der Reaktorblöcke (R), das Nationalitätszeichen und die Geo-Koordinaten (auf 1 Stelle gerundet) notiert. Da Kernkraftwerke Wärmekraftwerke sind, müssen sie ständig gekühlt werden, weshalb sie an einem Gewässer (Fluss, Stausee, Meer) liegen, das in der Spalte rechts samt einer kurzen Lagebeschreibung angegeben wird. Darunter werden beispielhaft Großstädte in Deutschland mit ihrer Entfernung in km zum AKW-Standort notiert. Die Tabelle ist geordnet nach den Spalten N, Standort |
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| Niederlande (NL) Belgien (B) und Grenzgebiet zu Frankreich (F) ![]() Schweiz (CH) ![]() Tschechien (CZ) ![]() Frankreich (F) ![]() |
Je nach Wetterbedingungen kann sich Radioaktivität viel weiter als 100 km ausbreiten. Wird der Radius z.B.auf 250 km (Entfernung Fukushima -Tokio) erweitert, kommen 12 Reaktoren an 5 Standorten zu den obigen hinzu, also: insgesamt 27 Reaktoren an 12 Standorten.
Studien zu Biblis zeigen, dass im Falle eines Super-GAUs Regionen bis zu 350 km auf mehr oder weniger lange Zeit zu evakuieren wären [2] . Wird der Radius auf 350 km erweitert, kommen weiterer 16 Reaktoren an 5 Standorten zu den obigen hinzu, also insgesamt 43 Reaktoren an 17 Standorten.
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Frankreich (F) ![]() Großbritannien GB) ![]() |
Bei ungünstigen Wetterverhältnissen (starker Wind aus Richtung des havarierten Reaktors) sind weitere Reaktoren im Abstand oberhalb von 350 km im Gefahrenbereich.
Der Gefahrenbereich kann weit über die oben gewählte 600 km - Distanz hinaus reichen, wie die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl 1986 bereits gezeigt hat. Entfernung zu Tschernobyl: Berlin 1150 km, München 1376 km. Bei so großen Distanzen wären nahezu alle 196 Kernreaktoren in Europa als Gefahrenquelle zu berücksichtigen. |
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| Störfall im AKW Forsmark am 25.7.2006 Im schwedischen AKW Forsmark-1 (120 km nördlich von Stockholm, 786 km von Rostock) versagte nach Kurzschluss im externen Stromnetz zunächst ein Teil der internen Stromversorgung, weil 2 von 4 Notstromgeneratoren nicht ansprangen. Auch einige Anzeigen in der Leitzentrale fielen aus, das AKW musste daher 23 Minuten weitestgehend "blind" gesteuert werden. Dann konnten die 2 Notstromgeneratoren wieder per Hand in Gang gesetzt werden. Nach Einschätzung des früheren Forsmark-Konstruktionschef Lars-Olov Höglund hätte nur wenige Minuten später die Kernschmelze eingesetzt. Vier weitere Kernkraftwerke in Schweden mit ähnlicher Notstromversorgung wurden vorübergehend abgeschaltet. [DW 3.8.06] [DLF 4.8.06] [taz 28.8.06] |
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| Atomkraftkritiker bewerten den Störfall in Forsmark als Beinahe-GAU und halten ihn für den schwersten seit dem Super-GAU in Tschernobyl im Jahr 1986. Offiziell wurde der Störfall in Forsmark jedoch zunächst nur der INES-Kategorie 2 zugeordnet. Die Internationale Nukleare Ereignis-Skala reicht von Kategorie 0 (Vorfall mit allenfalls geringer sicherheitstechnischer Bedeutung) bis zu Kategorie 7 (katastrophaler Unfall mit großflächiger radioaktiver Freisetzung wie in Tschernobyl 1986 und Fukushima 2011). Die Kategorie 2 umfasst Störfälle mit begrenztem Ausfall der Sicherheitsstaffel. [ZEIT 33/10.8.06, S.27] In Deutschland entfachte der Störfall in Forsmark erneut die Debatte über die Sicherheit der noch 17 aktiven Reaktoren und über den Atomausstieg. Insbesondere beim AKW Brunsbüttel wurde kritisiert, dass die Notstromversorgung in manchen technischen Details (u.a. Wechselstromversorgung) dem havarierten Reaktor in Forsmark gleicht, weshalb von Kritikern, auch vom Umweltbundesminister, die Abschaltung des veralteten Reaktors gefordert wurde, nicht zuletzt wegen der häufigen Störfälle in der Vergangenheit. [DW 5.8.06] [WAMS, 6.8.06] [taz 28.8.06] |
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| Atomanlagen in Frankreich | |
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Mit 58 aktiven und 9 stillgelegten Kernreaktoren sowie zahlreichen weiteren Atomanlagen (s.Landkarte der Atomanlagen) liegt Frankreich in Europa auf Rang 1 und weltweit auf Rang 2 hinter den USA mit 104 Reaktoren. Der Atomstromanteil von fast 77 % ist mit weitem Abstand (Rang 2: Belgien 54 %) der größte weltweit. Daten: Atomstrom in Europa Liste der Nuklearanlangen in Frankreich Nach dem Super-GAU in Fukushima 2011 regt sich auch in Frankreich mehr Widerstand in der Bevölkerung gegen die Atomenergie, in Politik und Wirtschaft ist allerdings bisher keinerlei Kursänderung in der Atompolitik zu erkennen. Bei den vorherrschenden Westwinden ist auch Deutschland durch die Atomanlagen in Frankreich gefährdet, besonders die grenznahen (s.Daten zur Landkarte sowie Abschnitt Ausland oben). |
![]() Großansicht [ZEIT] |
Infografik/ Landkarte: Atomkraftwerke in Frankreich In die Landkarte sind die Standorte und die Anzahl der insgeamt 58 Atomreaktoren in Frankreich eingezeichnet. Die Landkarte ist eingebettet in den Artikel "Die Wiederkehr des Atoms. Frankreich setzt auf Kernenergie und will neue Reaktoren bauen. Die Frage ist nur, welche." [ZEIT, 44/23.10.03, S.31]. Der Artikel berichtet über die weltweite Renaissance der Atomenergie (33 AKW im Bau, 27 AKW in Planung), insbesondere über die Entwicklung in Frankreich, das nach ca. 15 Jahren Flaute wieder verstärkt auf Kernkraft setzt. Atomkraftwerke der "dritten Generation" (nächster Abschnitt) sollen sogar eine Kernschmelze aushalten und kostengünstiger als z.B. Gaskraftwerke arbeiten. Sogar atomfreundliche Kritiker sehen darin allerdings nur eine Fortentwicklung einer veralteten Technik, die z.B. das Atommüllproblem nicht löst, und empfehlen das Warten auf die "Generation IV", die ab ca. 2015-2025 in Prototypen anlaufen soll. Sechs verschiedene Konzepte sind projektiert, darunter auch ein schneller Brüter mit einem angeblich nahezu geschlossenen Brennstoffkreislauf. |
Großansicht [ZEIT] |
Infografik: European Pressurized Reactor (EPR) / 3. Reaktor-Generation Die bisherige Reaktortechnik wurde weiterentwickelt zum EPR: Die Sicherheit wurde weiter erhöht: auch der Absturz einer Passagiermaschine wird ausgehalten; im Fall einer Kernschmelze fängt ein sogenannter "Aschenbecher" (Wanne aus 6 Meter dickem Beton) die extrem heiße und hochradioaktive Schmelzmasse auf und verhindert, dass sie in den Boden eindringt und die Umgebung kontaminiert. Auch das Kühlsystem wurde verbessert. Die Infografik ist eingebettet in den Artikel "Die Wiederkehr des Atoms. Frankreich setzt auf Kernenergie und will neue Reaktoren bauen. Die Frage ist nur, welche." [ZEIT, 44/23.10.03, S.31]. Im Artikel wird der Reaktortyp eingehender beschrieben, der insbesondere in Frankreich demnächst gebaut werden soll. |
| Atomenergie in Europa | ||
AKW-Europa 14.04.11 (326) |
FR-Grafik: Atomkraftwerke in Europa In der Europakarte sind Länder ohne Atomkraftwerke (AKW) weiß gekennzeichnet: Irland, Portugal, Österreich, Norwegen, Polen, Estland, Lettland, Weissrussland, Moldawien, Griechenland und einige kleine Balkanländer. Bei den 18 Ländern mit AKW (grau unterlegt) sind die AKW-Standorte mit der Anzahl der dortigen Kernreaktoren (differenziert nach: im Bau, in Betrieb, stillgelegt) eingetragen. Spitzenreiter ist Frankreich (59 aktive Reaktoren), gefolgt von Russland (31), Großbritannien (19), Deutschland (17), Ukraine (15), Schweden (10). Die weiteren 12 Länder haben weniger als 10 Reaktoren. Die Grafik (pdf, 2,0 MB )ist eingelinkt unter: Atomkraftwerke in Europa [FR 14.04.11]
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Atomenergie-EU 12.02.09 (54) |
dpa-Globus: Europas Strom aus Atom In die Landkarte Europas ist bei den Ländern mit Atomkraftwerken (AKW) die Anzahl der Kernkraftwerke im Betrieb bzw. in Planung eingetragen zusammen mit dem Anteil der Kernenergie am Gesamtstrom. Insgesamt sind 196 AKW in Betrieb und 14 im Bau. Frankreich liegt mit einem Atomstromanteil von 76,9 % und 59 AKW an der Spitze aller Staaten. Sehr hohe Atomstromanteile haben Litauen (64,4 %), Slowakei (54,3 %), Belgien (54,1 %), Ukraine (48,1 %) und Schweden (46,1 %), wo die Regierung neuerdings den Atomausstieg beenden will. In Deutschland beträgt der Atomstromanteil 25,9 %. Im Zuge des im Jahr 2000 beschlossenen Atomausstiegs sollen die noch 17 AKW schrittweise bis etwa 2021 stillgelegt werden. => Daten der Infografik/ Großansicht
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| Jahrgang: | 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 |
www.kernenergie.de |
Portal zur Atomenergie Der 1975 gegründete "Informationskreis Kernenergie" (IK) vereinigt Vertreter der Energiewirtschaft und Repräsentanten aus verschiedenen industrienahen Institutionen und Gremien, darunter Wissenschaftler und Experten. Im Rahmen aktueller Mitteilungen sowie Hintergrund-Infos stellt der IK auch Daten und Statistiken zur Atomenerige und zu Atomkraftwerken bereit. |
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www.bmu.de |
Das Umweltministerium bietet auf seiner Spezialsite zur Atomenergie auch vielfältige Daten zur Atomenergie, u.a. in aktuellen Pressemitteilungen und Dokumentationen, wobei sich viele Beiträge auf den Atomausstieg beziehen. www.bmu.de/atomenergie/ |
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Energieagenturen |
Energieagentur NRW: www.ea-nrw.de Deutsche Energie Agentur (DENA): www.deutsche-energie-agentur.de International Energiy Agency (IEA): www.iea.org Energiebilanzen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW): www.ag-energiebilanzen.de Eine Fülle von Energiedaten bieten insbesondere auch die BAFA und das BMWI (im folgenden:) |
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Bundesamt für Wirtschaft
und Ausfuhrkontrolle |
Das Bundesamt stellt eine Fülle
von Informationen, Daten und Statistiken bereit, u.a. auch zum Thema Energie: Erdgas, Rohöl,
Mineralöl, Steinkohle, www.bafa.de/ener/index.htm Die umfangreichen Statistiken finden Sie unter: http://www.bafa.de/ener/statisti.htm |
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Bundesministerium für |
Das Ministerium bietet einige Statistiken
zum Thema Energie und Links auf weitere Datensammlungen an: www.bmwi.de/Homepage/Politikfelder/Energiepolitik/Energiedaten/Energiedaten.jsp |
www.eid.de |
Der Energie Informationsdienst (EID) ist ein unabhänigiger, wöchentlich erscheinender Informationsdienst für Wirtschaft und Politik mit umfassender Berichterstattung für den deutschen und europäischen Energiemarkt. |
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ZDF-Mediathek: Atomenergie: Zahlen, Daten, Fakten |
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Anmerkungen werden im obigen Text durch [n] markiert, wobei n eine interne Nummer ist, die der zeitlichen Reihenfolge der Einführung der Anmerkungen [1], [2], [3], ..., folgt, die im Zuge von Ergänzungen abweichen kann von der Reihenfolge im Text. Durch einen Klick auf [n] gelangt man an die Textstelle der Anmerkung. Bei sich möglicherweise verändernden Quellen (Websites) wird das Datum des Zugriffs (Z TT.MM.JJ) notiert, ansonsten das interne Datum [TT.MM.JJ] der jeweiligen Quelle, sofern vorhanden. |
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| [1] | Die japanischen Behörden hatten zunächst nur einen Umkreis mit Radius 20 km zum havarierten Reaktorkomplex Fukushima-Daiichi evakuieren lassen und dann später den 30 km Umkreis zur Sperrzone erklärt. Das US-Militär empfahl aufgrund eigener Messungen und US-Grenzwerten einen Radius von 80 km. Spätere Messungen ergaben auch in 100 km und darüber hinaus Radioaktivitätswerte, die nach Grenzwerten in Deutschland zur Evakuierung führen würden. |
| [2] | a) Dr. Chr. Pistner/ Dipl.Phys.Chr.Küppers: Analyse des Bedrohungspotenzials „gezielter Flugzeugabsturz“ am Beispiel der Anlage Biblis-A (pdf, 1,4 MB), Darmstadt, 20.11.07. Studie des Öko-Institut e.V. im Auftrag von EUROSOLAR. b) Spiegel: Terroranschlag auf AKW Biblis würde Berlin bedrohen [26.11.07] |
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| Stand: |
Daten: Energie > Strom > Ökostrom > Windenergie Erdöl/ Erdgas Rohstoffe Lexikon: Atomenergie Atomausstieg |
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