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Daten, Statistiken,
Infografiken
Atomenergie, Atomstrom, Atomkraftwerke
Deutschland   Ausland  Frankreich   Europa   Welt   
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Hintergrund

Die Kernfusion wird noch erforscht (ITER). Mit einer kommerziellen Stromgewinnung ist allenfalls ab etwa 2060 zu rechnen. Die folgenden Daten beziehen sich daher ausschließlich auf die Stromgewinnung durch Kernspaltung, also auf die Kernenergie.
   
Atomkraftwerke in
Deutschland
AKW-Landkarte, Erdbebenzonen, Funktionsweise von Leichtwasserreaktoren und der Kernspaltung:  Grafik Großansicht

Großansicht/ Daten
Deutschland: Überblick/ Hintergrund:
Bis zur Atomkatastrophe in Japan, ausgelöst durch ein schweres Seebeben am 11.03.11 mit Tsunami, waren 17 Reaktoren am Netz. In Reaktion auf den atomaren Super-GAU in Japan beschloss die Bundesregierung am 15.03.11 ein Moratorium für die 7 älteren Kernreaktoren für 3 Monate, das nach Ablauf am 15.6.11 verlängert wurde in Form einer Novelle des Atomgesetzes (-> Atomausstieg). Danach werden die 7 älteren Atomkraftwerke und Krümmel* nach Ablauf des Moratoriums und die restlichen 9 jüngeren Kernkraftwerke gemäß einem Stufenplan zum Atomausstieg bis 2022 stillgelegt.
  
Zur Einteilung in älter/jünger wurde der Stichtag 1.1.1981 festgelegt.
Angabe der AKW in der Reihenfolge ihrer Inbetriebnahme (Jahr):
(Details: s.Tabelle: Atomkraftwerke in Deutschland):   
7 ältere AKW: Beginn des Leistungsbetriebs vor 1981
  Biblis A (1974), Biblis B (1976), Neckarwestheim 1 (1976), Brunsbüttel (1976),
  Isar 1 (1977), Unterweser (1978),  Philippsburg 1 (1979)   
10 jüngere AKW:
Beginn des Leistungsbetriebs ab 1981:
 Grafenrheinfeld (1981), Krümmel* (1983), Grundremmingen B (1984), Grundremmingen C (1984), Grohnde (1984), Philippsburg 2 (1984), Brokdorf (1986), Isar 2 (1988), Emsland (1988), Neckarwestheim 2 (1989)  
   
* Das als "Pannenreaktor" berüchtigte AKW Krümmel (Inbetriebnahme 1983) zählt zwar zu den jüngeren Kernkraftwerken, blieb aber aufgrund der zahlreichen Störfälle in der Vergangenheit während des 3-monatigen Moratoriums abgeschaltet und wurde danach endgültig stillgelegt.
  
  Stand nach dem Moratorium vom 15.03.2011:
Bis zum Ablauf des Moratoriums am 15.6.11 gilt Folgendes. In ( ) der Anteil in % des AKW an der Bruttostromerzeugung im Jahr 2010 (insgesamt in D: 620,8 TWh)
- endgültig stillgelegt: Neckarwestheim 1 (0,36)
- bis zum 15.06.11 abgeschaltet
: Unterweser (1,81), Biblis A (0,81) + Biblis B (1,67);
      Phillipsburg 1 (1,10); Isar 1 (1,05)
- seit 2007 nicht in Betrieb/ bis 15.06.11 abgeschaltet: Brunsbüttel (0,00)
- seit 2009 nicht in Betrieb/ bis 15.06.11 abgeschaltet: Krümmel (0,00)  
 
  Daten für 2010: Bruttostromerzeugung insgesamt 620,8 TWh, darunter Anteil in %:
alle AKW zusammen: 22 %, darunter 6,8 % | 15,2 % ältere* | neuere AKW
* zunächst durch das Moratorium vom 15.03.11 bis zum 15.06.11 und später durch Novelle des Atomgesetzes stillgelegte AKW (-> Atomausstieg)   
(Datenquelle: SZ 16.3.11, S.7).
  


Anteil des Atomstroms an der Bruttostromversorgung in Deutschland:
Der Anteil sank von 27,2 % im Jahr 2004 auf 22,4 % im Jahr 2010.
siehe Tabelle zum Strommix in der Datensammlung zum Strom
AKW-100-Umkreise
AKW-100km-Umkreise:  Grafik Großansicht
09.04.11   (331)
Greenpeace: Atomkraftwerke in Deutschland mit 100 km Umkreis
In der Landkarte Deutschlands sind die Standorte der 17 Atomkraftwerke (AKW) in Deutschland eingetragen sowie ihr jeweiliger 100-Kilometer-Umkreis (rot unterlegt). Bis auf den Raum Köln wird nahezu ganz Nord-,West- und Süddeutschland durch die Umkreise überdeckt. Werden zusätzlich die grenznahen AKW in Belgien (Tihange-Aachen 65 km), Frankreich (Fessenheim-Freiburg 25 km, Cattenom-Saarbrücken 58 km), Schweiz (Beznau, Gösgen, Leibstadt höchstens 70 km von Freiburg) und Tschechien (Temlin-Passau 95 km) einbezogen, liegen weite Teile Deutschlands - außer Regionen um Berlin in Ostdeutschland - im aktuen Gefahrenbereich (Evakuierungszone/ Sperrgebiet nach Super-GAU) mindestens eines noch aktiven Kernreaktors.
  
Die Landkarte ist Teil des Extra-Posters "Abschalten" (pdf; 1,8 MB), Beilage im Greenpeace-Magazin Nr. 3 (Mai-Juni) 2011

| Atomenergie | Atomausstieg |
AKW-30-80-250-Zone
AKW in Ihrer Umgebung:  Grafik Großansicht
08.04.11   (325)
taz-Grafik: Atomkraftwerke in Ihrer Umgebung
Unter Verwendung von google-maps bietet die taz eine interaktive Grafik an, bei der eine Stadt aus Deutschland eingegeben wird, zu der dann 3 verschiedene Umkreise und die dortigen Atomkraftwerke (AKW) auf der Landkarte eingetragen werden, wobei auch AKW aus dem nahen Ausland (NL, B, F, CH, CZ) einbezogen werden. Vor dem Hintergrund der Atomkatastrophe in Fukushima wird als kleinster Radius 30 km (20 km Sperrzone + 10 km Ausgehsperre) gewählt. Der mittlere Radius von 80 km entspricht der von der USA empfohlenden 50 Meilen-Zone, der große Radius von 250 km ist die Entfernung Fukushima-Tokio. Wird als Ort z.B. Düsseldorf eingegeben, ergibt sich: 30 km: keine AKW; 80 km: stillgelegte Atomanlagen in Jülich; 250 km: 9 aktive + 3 stillgelegte AKW.   
  
interaktive Grafik: AKW in Ihrer Umgebung [taz]

| Fukushima | Tschernobyl | Atomenergie | Atomausstieg | Energiewende | nachhaltige Energie |
  Atomausstieg ab 2000:

Im sog."Atomkonsens" vereinbarten die Bundesregierung und die 4 großen Energieversorger (E.on, RWE, Vattenfall, EnBW) im Jahr 2000 den schrittweisen Atomausstieg, der mit dem novellierten Atomgesetz 2002 rechtsverbindlich wurde. Danach werden Kernkraftwerke stillgelegt, wenn sie ihre festgelegte Reststrommenge erzeugt haben, wobei Übertragungen von Reststrommengen von älteren auf jüngere Kernkraftwerke möglich sind. Abgeschaltet wurden: Obrigheim 11.5.03,    Stade 14.11.03.
Tabelle: Reststrommengen/ Restlaufzeiten deutscher Kernkraftwerke
      
Nach dem Stand 2002 hätten die Kernreaktoren Biblis A 2009 und Biblis B 2010 abgeschaltet werden müssen. Durch lange Wartungs- und Stillstandszeiten reduzierte sich die Stromerzeugung, so dass sich die Restlaufzeit entsprechend bis ins Jahr 2010 verlängerte, wo im Okt.2010 eine Laufzeitverlängerung von 8 bzw.14 Jahre beschlossen wurde. (siehe: Atomausstieg)   
  
  Laufzeitverlängerung im Oktober 2010:

Die neue Koalition aus CDU/CSU und FDP wollte eine deutliche Verlängerung der Restlaufzeiten dauerhaft durchsetzen. Im Okt.2010 beschloss die neue Koalition aus CDU/CSU und FDP, die Laufzeiten der 7 älteren Atomkraftwerke (Inbetriebnahme vor 1981) um 8 Jahre und der 10 jüngeren AKW um 14 Jahre zu verlängern.
Tabelle: Reststrommengen/ Restlaufzeiten deutscher Kernkraftwerke 

Die Laufzeitverlängerung stieß jedoch auf breiten Widerstand bei der Opposition im Bundestag, den SPD-geführten Bundesländer, von Verbänden sowie den Ökostrom-Erzeugern und vielen Stadtwerken wie auch sonstigen kleineren Stromerzeugern, die um ihre Konkurrenzfähigkeit bangten. Da der Bundesrat nicht beteiligt wurde, reichten die SPD-geführten Bundesländer Klage beim BVG ein. Eine weitere Klage erhob Greenpeace im Auftrag von betroffenen BürgerInnen.
   
  Neuer Stufenplan zum Atomausstieg bis 2022:

Aufgrund der Atomkatastrophe in Japan vollzog Kanzlerin Merkel trotz erheblicher Widerstände in der Regierungskoaltion und in der Industrie eine neuerliche fundamentale Kehrtwende in der Energiepolitik: Die Laufzeitverlängerung vom Okt. 2010 wurde ersetzt durch ein neues Atomgesetz, das die sofortige Stilllegung von 8 AKW und eine sukzessive Stilllegung der restlichen 9 AKW bis 2022 vorsieht. Im Zuge der Novellierung des Atomgesetzes wurden eine Reihe weiterer Gesetze geändert und neue beschlossen, um die Energiewende zu beschleunigen.
   
Strommengen Spitzenreiter beim Atomstrom ist der Reaktor Isar 2  (Nennleistung 1.475 MW):
Angben in TWh:  2004: 12,2.    Quelle:  Informationskreis Kernerngie]

Die Strommenge der Kernkraftwerke variiert zwischen rund 5 TWh (Brunsbüttel) und 12 TWh.(Isar 2).
Durchschnitt aller AKW 2007: 140,5 TWh / 17 = 8,3 TWh.
  
Treibhausgasbilanz
der Bereitstellung von Strom aus Atomkraft
in Gramm CO2 pro Kilowattstunde
(g/kWh):
Staat
CO2-
Äquivalent
nur
CO2
Deutschland
32
31
Frankreich
8
7
Großbritannien
32
30
Russland
65
61
USA
62
59
Quelle: Öko-Institut / GEMIS 4.4
Die Treibhausgasbilanz erfolgt anhand einer sog. Lebenszyklusanalyse, d.h. auch die vorgelagerten Prozessketten (Urangewinnung, Brennelemente; Materialien für den Bau von AKW, ...) werden einbezogen. Da in den Ländern unterschiedliche Techniken u.a. der Herstellung von Brennelementen angewandt werden, variieren die Werte stark. Nicht berücksichtigt wird die Atommüll-Endlagerung.
Tabelle erstellt anhand von Tabelle 2, S.6 in:
Uwe R. Fritsche (Öko-Institut): Arbeitspapier, 2007
 
=> Stromerzeugung und Klimabilanz
  
Atommüll
Atommüll: denzentrale Zwischenlager bei AKW; zentrale Zwischenlager, Morsleben, Asse, Konrad, Gorleben / Infografik Globus 2284 vom 15.08.2008
Großansicht / Daten
15.08.08   (9)
Globus-Infografik: Wohin mit dem Atommüll?

Die Globus-Grafik informiert über die

  • dezentralen Zwischenlagern bei 13 Standorten von Atomkraftwerken für abgebrannte Brennelemente
  • zentralen Zwischenlager für hochradioaktiven Atommüll an 4 Standorten
  • Endlager an 4 Standorten
  => Daten der Infografik / Großansicht

| Atomenergie | Atomausstieg | Müll/Recycling |
Atommüll-Endlager-Gorleben
 Atommüll-Endlager Gorleben / Infografik Globus 2495 vom 05.12.2008
05.12.08   (25)
Globus-Infografik: Das geplante Atommüll-Endlager Gorleben
Das Atommüll-Problem ist immer noch nicht gelöst: Der vorhandene und künftig noch anfallende Atommüll muss über Millionen Jahre sicher gelagert werden. Die 1979 begonnende Erkundung des Salzstocks in Gorleben wurde im Zuge der Vereinbarung zum Atomausstieg ab 2000 bis 2010 storniert. Während die Befürworter (u.a. Wirtschaftsministerium) den Salzstock in Gorleben für die Endlagerung hochradioaktiven Mülls für geeignet einschätzen, halten die Kritiker den Salzstock für geologisch nicht stabil genug und verweisen auf Wassereinbrüche im Versuchsendlager Asse II, deren Bekanntwerden ab Juni 2008 die Atommüll-Kontroverse neu entfachten. Sie fordern daher eine bundesweite Suche nach geeigneten Lagerstätten.
=> Daten der Infografik/ Großansicht

| Atomenergie | Atomausstieg | CASTOR | Müll/Recycling |
Atomausstieg
Atomenergie; Atomkraftwerke: Restlaufzeiten, Reststrommengen, Störfälle / Infografik Globus 2215 vom 21.07.2008
Großansicht / Daten
21.07.08   (10)
Globus-Infografik: Auslaufmodell Atomkraft
Die linke Spalte informiert über die Zahl der meldepflichtigen Zwischenfälle seit Inbetriebnahme, sortiert nach Häufigkeit: von Brunsbüttel 451 bis Isar2 62. In der mittleren Spalte sind die Reststrommengen ab Anfang 2008 gelistet: Sie reichen von 10,25 TWh bei Neckarwestheim 1 bis 152,21 TWh bei Neckarwestheim 2. Aus diesen Reststrommengen ergibt sich dann rechnerisch eine Restlaufzeit, die in der rechten Spalte notiert sind: Diese reichen von 2009 (Neckarwestheim 1, Biblis A) bis 2020 (Neckarwestheim 2).
=> Daten der Infografik / Großansicht

| Atomenergie | Atomausstieg |
FAZ-Infografik: Atomkraftwerke in Deutschland / Großansicht bei FAZ.net
Großansicht [FAZ.net]

FAZ-Infografik: Atomkraftwerke in Deutschland
Die Deutschlandkarte zeigt die Standorte der noch (Stand: 12.6.05) betriebenen 17 Atomkraftwerke (rot markiert, mit voraussichtlichem Laufzeitende) und der 19 stillgelegten bzw. im Abbau befindlichen Reaktorblöcke an 13 Standorten:
In Betrieb: Biblis A (2006), Biblis B (2008), Brokdorf (2018), Brunsbüttel (2008), Emsland (2020), Grafenrheinfeld (2013), Grohnde (2016), Gundremmingen B (2016), Gundremmingen C (2016), Isar-1 (2009), Isar-2 (2020), Krümmel (2015),
Neckar-1 (2008), Neckar-2 (2021), Philippsburg-1 (2011), Philippsburg-2 (2016),
Unterweser (2010).
Stillgelegt/ im Abbau: Standorte (Anzahl Reaktorblöcke):
Emsland (1), Greifswald (5), Grundremmenigen (1), Hamm-Uentrop (1),
Jülich (1)
Kahl (2), Kalkar (1), Karlsruhe (2), Mülheim-Kärlich (1), Niederaichbach (1), Rheinsberg (1), Stade (1), Würgassen (1).
=> Lexikon: Atomausstieg    
  

Infografik: Störfälle in deutschen Kernkraftwerken; Großansicht [FR]
Großansicht 14 Tage [FR]
Infografik: Störfälle in deutschen Kernkraftwerken
Die Kurve (oben) zeigt die Störfälle insgesamt, im roten bzw. gelben Band (unten) wird notiert, wie viele Störfälle darunter der Kategorie S (Sofort: akute Mängel, unverzügliche Meldung) bzw. der Kategorie E (Eilt: potentiell signifikante Störfälle, Meldung innerhalb von 24 Std.) zugeordnet wurden.
Angaben: Jahr: Störfälle insgesamt/ Kategorie S / Kategorie E:
1997:118/ 0/ 4;   1998:136/ 0/ 4;  1999:121/ 0/ 1;  2000:95/ 0/ 2;  2001:124/ 2 / 7;
2002:167/ 0 /10; 2003:137 / 0/ -;  2004:154 / 0/ 6; 2005:135 / 0/ 2;
Die Grafik ist eingebettet in den Artikel: " "Riskante Mängel" bei AKW Brunsbüttel. " [FR, 17.08.06, 14 Tage online]
  

Großansicht:
FR-ePaper 10.5.05
Infografik: Rückbau des Atomkraftwerks Würgassen
1. 14.04.1997 bis Mitte 2012
2. 06.01.1998 bis Mitte 2012
3. 14.06.1999 bis Ende 2007
4. 06.09.2002 bis Ende 2013
5. 06.09.2002 bis Ende 2014
6. ab 2015 Gebäudeabbruch/
                   Rekultivierung
Im Zeitplan (Grafik linksoben) sind die Rückbauab-schnitte farblich gekennzeichnet, entsprechend sind die Reaktorteile eingefärbt.
Die Grafik ist eingebettet in den Artikel "Zur grünen Wiese - das Atomkraftwerk Würgassen wird abgerissen" [FR-ePaper, 10.5.05, S. 23]
  =>   Daten/Infografiken: Atomenergie   
   
Infografik: Abrissphasen bei einem Atomkraftwerk (AKW) /Großansicht , DIE ZEIT
Großansicht [ZEIT 52/03]
Infografik: Abrissphasen bei einem Atomkraftwerk (AKW)
Anhand eines Querschnittes durch ein AKW veranschaulicht die Grafik die 4 Phasen beim Abriss eines AKWs.
1) Maschinenhaus und das Gebäude des unabhängigen Notkühlsystems
2) Reaktorgebäude 3) Sicherheitsbehälter 4) Reaktordruckbehälter.
Die Grafik ist eingebettet in einem Hintergrund-Artikel [ZEIT 52/17.12.03] zum AKW Würgassen, das seit 1977 bis voraussichtlich 2010 abgebaut wird.

  
       
Kernreaktoren im nahen Ausland zu Deutschland
grenznahe
AKW-Standorte
in Nachbarländern

Atomkraftwerke im nahen Ausland zu Deutschland
Nach den Erfahrungen aus der Atomkatastrophe in Japan ab dem 11.03.2011 ist auch unter günstigen Umständen mindestens ein Umkreis mit 100 km Radius um ein Atomkraftwerk so stark gefährdet, dass er ggf. wegen Verstrahlung mindestens teilweise evakuiert werden sollte [1]. Im grenznahen Ausland zu Deutschland gibt es insgesamt 15 Reaktorblöcke an 7 Standorten, in deren 100 km-Umkreis mindestens eine Großstadt in Deutschland liegt.
In den folgenden Tabellen
wird hinter dem Standort die Anzahl der Reaktorblöcke (R), das Nationalitätszeichen und die Geo-Koordinaten (auf 1 Stelle gerundet) notiert. Da Kernkraftwerke Wärmekraftwerke sind, müssen sie ständig gekühlt werden, weshalb sie an einem Gewässer (Fluss, Stausee, Meer) liegen, das in der Spalte rechts samt einer kurzen Lagebeschreibung angegeben wird. Darunter werden beispielhaft Großstädte in Deutschland mit ihrer Entfernung in km zum AKW-Standort notiert. Die Tabelle ist geordnet nach den Spalten N, Standort
Niederlande (NL)
Belgien (B) und
Grenzgebiet zu
Frankreich (F)


Schweiz (CH)
Atomkraftwerke in der Schweiz


Tschechien
(CZ)
Atomkraftwerke in Tschechien

Frankreich (F)
Atomanlagen in Frankreich




 
AKW-
Standort
R
Koordi.
Gewässer, Kurzangabe der Lage
Großstädte in Dbis 100 km
Tihange
R3
50.5, 5.3
Maas, ca. 25 km südwestlich von Lüttich.
Aachen 65
Beznau
R2
47.6, 8.2
Aare, 49 km östlich von Basel
Freiburg 57
Gösgen
R1
47.4, 8.0
Aare, 33 km südöstlich von Basel
Freiburg 7
0
Leibstadt
R1
47.6, 8.2

Rhein/Aare-Mündung, 45 km östlich von Basel
Freiburg 52

Temelin
R2
49.2, 14.4
Talsperre Hněvkovice, 100 km südlich von Prag
Passau 95
Cattenom
R4
49.4, 6.2
Mosel, 12 km von der saarländischen Grenze
Trier 48, Saarbrücken 58
Fessenheim
R2
47.9, 7.6

Rheinseitenkanal, an der Ostgrenze Frankreichs
Freiburg 25

   
Je nach Wetterbedingungen kann sich Radioaktivität viel weiter als 100 km ausbreiten. Wird der Radius z.B.auf  250 km (Entfernung Fukushima -Tokio) erweitert, kommen 12 Reaktoren an 5 Standorten zu den obigen hinzu, also:
insgesamt 27 Reaktoren an 12 Standorten.

AKW-
Standort
R
Koordi.
Gewässer, Kurzangabe der Lage
Auswahl Großstädte in D  100 bis ca. 250 km
Doel
R4
51.3, 4.3

Schelde, 25 km nördlich von Antwerpen.
Aachen 141 km; Oldenburg 338; Bielefeld 305, Saarbrücken 302, Frankfurt 339;

Mühleberg R1
46.9, 7.3

Aare, 14 km westlich von Bern.
Freiburg 125; Stuttgart 249;

Dukovany R4
49.1, 16.1
Talsperre Vodní nádrž Dalešice/Jihlava;
Passau 207;
Chooz R2
50.1, 4.8
Maas, an der Grenze zu Belgien
Aachen 118; Düsseldorf 186; Saarbrücken 184; Mainz 248;
Borssele R1
51.4, 3.7
Westerschelde, 52 km nordwestlich Antwerpen
Aachen 179; Dortmund 258;

Studien zu Biblis zeigen, dass im Falle eines Super-GAUs Regionen bis zu 350 km auf mehr oder weniger lange Zeit zu evakuieren wären [2] . Wird der Radius auf 350 km erweitert, kommen weiterer 16 Reaktoren an 5 Standorten zu den obigen hinzu, also insgesamt 43 Reaktoren an 17 Standorten.

AKW-
Standort
R
Koordi.
Gewässer, Kurzangabe der Lage
Auswahl Großstädte in D,   250 - 350 km
Nogent R2
48.5, 3.5
Seine, 60 km südöstlich von Paris
Aachen 315, Saarbrücken 269; Kaiserslautern 330, Freiburg 328,
Bugey R5
45.8, 5.3
Rhône,  36 km östlich von Lyon,
Freiburg 314;
Gravelines R6
48.5, 3.5
Ärmelkanal, 20 km nordöstlich von Calais;
Aachen 279; Köln 339; Essen 345; Trier 349;
Bonn 350;
Penley R2
50.0, 1.2
Ärmelkanal, 97 km nordöstlich von Le Havre ;
Aachen 356;
Sizewall R1
50.0, 1.2
Nordsee, 143 km nordöstlich von London;
Aachen 348;

Frankreich (F)
Atomanlagen in Frankreich

Großbritannien GB)

Atomanlagen-GB




Bei ungünstigen Wetterverhältnissen (starker Wind aus Richtung des havarierten Reaktors) sind weitere Reaktoren im Abstand oberhalb von 350 km im Gefahrenbereich.
Bei den vorherrschenden West-/Südwestwinden sind vor allem Standorte in Frankreich (Loire:13; Rhone 10; Ärmelkanal 4 Reaktoren + 2 Wiederaufbereitungsanlagen) und aus Großbritannien am Ärmelkanal und an der Südostküste gefährlich. Bei nördlichen Winden kommen 2 Standorte in Schweden hinzu. Die ausgewählten Standorte haben einen Abstand von 350 bis 581 km zur nächsten Großstadt in Deutschland.

AKW-Standort
R/W
Koordi.
Gewässer, Lage
nächste Großstadt in D mit Entfernung in km
Belleville
R4
47.5, 2.9
Loire, 100 km südöstlich von Orléans
Freiburg 377 km
Dampierre
R4
47.7, 2.5
Loire, 55 km östlich von Orléans
Freiburg 399;
St.Laurent
R2
47.7, 1.6
Loire, 29 km südwestlich von Orléans
Freiburg 467
Chinon
R1
50.1, 4.8
Loire, 42 km südwestlich von Tours  
Freiburg 579;
Civaux
R2
46.5, 0.7
Vienne, Nebenfluss Loire, 105 km südlich Tours
Freiburg 570;
St. Alban
R2
45.4, 4.8
Rhône, 41 km südlich von Lyon
Freiburg 373
Cruas
R4
44.6, 4.8
Rhône, 126 km südlich von Lyon
Freiburg 444
Tricastin
R4
44.3, 4.7
Rhône, 160 km südlich von Lyon
Freiburg 474
Paluel
R4
50.0, 0.6

Ärmelkanal, 53 km nordöstlich von Le Havre ;
Aachen 401;

La Hague
W2
49.7, -1.9
Ärmelkanal, 145 km westlich von Le Havre ;
Aachen 581
Flamanville
R2
49.5, - 1.9
Ärmelkanal, 144 km westlich von Le Havre ;
Aachen 586;
Dungeness
R2
50.9, 1.0
Ärmelkanal, 139 km südöstlich von London ;
Aachen 361;
Ringhals
R4
57.3, 12.1
Kattegat, 49 km südlich von Göteborg;
Kiel 350;
Oskarshamn
R3
57.4, 16.7
Kalmarsund/Ostsee, 56 km nördlich von Kalmar;
Rostock 468
 
Der Gefahrenbereich kann weit über die oben gewählte 600 km - Distanz hinaus reichen, wie die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl 1986 bereits gezeigt hat.
Entfernung zu Tschernobyl: Berlin 1150 km, München 1376 km.
Bei so großen Distanzen wären nahezu alle 196 Kernreaktoren in Europa als Gefahrenquelle zu berücksichtigen.

Schweden

Störfall im AKW Forsmark am 25.7.2006
Im schwedischen AKW Forsmark-1 (120 km nördlich von Stockholm, 786 km von Rostock) versagte nach Kurzschluss im externen Stromnetz zunächst ein Teil der internen Stromversorgung, weil 2 von 4 Notstromgeneratoren nicht ansprangen. Auch einige Anzeigen in der Leitzentrale fielen aus, das AKW musste daher 23 Minuten weitestgehend "blind" gesteuert werden. Dann konnten die 2 Notstromgeneratoren wieder per Hand in Gang gesetzt werden. Nach Einschätzung des früheren Forsmark-Konstruktionschef Lars-Olov Höglund hätte nur wenige Minuten später die Kernschmelze eingesetzt. Vier weitere Kernkraftwerke in Schweden mit ähnlicher Notstromversorgung wurden vorübergehend abgeschaltet.
[DW 3.8.06]  [DLF 4.8.06]  [taz 28.8.06]

INES-Skala

Atomkraftkritiker bewerten den Störfall in Forsmark als Beinahe-GAU und halten ihn für den schwersten seit dem Super-GAU in Tschernobyl im Jahr 1986. Offiziell wurde der Störfall in Forsmark jedoch zunächst nur der INES-Kategorie 2 zugeordnet.
Die Internationale Nukleare Ereignis-Skala reicht von Kategorie 0 (Vorfall mit allenfalls geringer sicherheitstechnischer Bedeutung) bis zu Kategorie 7 (katastrophaler Unfall mit großflächiger radioaktiver Freisetzung wie in Tschernobyl 1986 und Fukushima 2011). Die Kategorie 2 umfasst Störfälle mit begrenztem Ausfall der Sicherheitsstaffel. [ZEIT 33/10.8.06, S.27]
In Deutschland entfachte der Störfall in Forsmark erneut die Debatte über die Sicherheit der noch 17 aktiven Reaktoren und über den Atomausstieg. Insbesondere beim AKW Brunsbüttel wurde kritisiert, dass die Notstromversorgung in manchen technischen Details (u.a. Wechselstromversorgung) dem havarierten Reaktor in Forsmark gleicht, weshalb von Kritikern, auch vom Umweltbundesminister, die Abschaltung des veralteten Reaktors gefordert wurde, nicht zuletzt wegen der häufigen Störfälle in der Vergangenheit. [DW 5.8.06]  [WAMS, 6.8.06] [taz 28.8.06]

Atomanlagen in Frankreich
Atomanlagen in Frankreich:  Grafik Großansicht Mit 58 aktiven und 9 stillgelegten Kernreaktoren sowie zahlreichen weiteren Atomanlagen (s.Landkarte der Atomanlagen) liegt Frankreich in Europa auf Rang 1 und weltweit auf Rang 2 hinter den USA mit 104 Reaktoren. Der Atomstromanteil von fast 77 % ist mit weitem Abstand (Rang 2: Belgien 54 %) der größte weltweit.
Daten:  Atomstrom in Europa   Liste der Nuklearanlangen in  Frankreich  
  
Nach dem Super-GAU in Fukushima 2011 regt sich auch in Frankreich mehr Widerstand in der Bevölkerung gegen die Atomenergie, in Politik und Wirtschaft ist allerdings bisher keinerlei Kursänderung in der Atompolitik zu erkennen. Bei den vorherrschenden Westwinden ist auch Deutschland durch die Atomanlagen in Frankreich gefährdet, besonders die grenznahen (s.Daten zur Landkarte sowie Abschnitt Ausland oben).
Infografik/ Landkarte: Atomkraftwerke in Frankreich
Großansicht [ZEIT]


Infografik/ Landkarte: Atomkraftwerke in Frankreich
In die Landkarte sind die Standorte und die Anzahl der insgeamt 58 Atomreaktoren in Frankreich eingezeichnet. Die Landkarte ist eingebettet in den Artikel "Die Wiederkehr des Atoms. Frankreich setzt auf Kernenergie und will neue Reaktoren bauen. Die Frage ist nur, welche." [ZEIT, 44/23.10.03, S.31].
Der Artikel berichtet über die weltweite Renaissance der Atomenergie (33 AKW im Bau, 27 AKW in Planung), insbesondere über die Entwicklung in Frankreich, das nach ca. 15 Jahren Flaute wieder verstärkt auf Kernkraft setzt. Atomkraftwerke der "dritten Generation" (nächster Abschnitt) sollen sogar eine Kernschmelze aushalten und kostengünstiger als z.B. Gaskraftwerke arbeiten. Sogar atomfreundliche Kritiker sehen darin allerdings nur eine Fortentwicklung einer veralteten Technik, die z.B. das Atommüllproblem nicht löst, und empfehlen das Warten auf die "Generation IV", die ab ca. 2015-2025 in Prototypen anlaufen soll. Sechs verschiedene Konzepte sind projektiert, darunter auch ein schneller Brüter mit einem angeblich nahezu geschlossenen Brennstoffkreislauf.
Großansicht [ZEIT]
Infografik: European Pressurized Reactor (EPR) / 3. Reaktor-Generation
Die bisherige Reaktortechnik wurde weiterentwickelt zum EPR: Die Sicherheit wurde weiter erhöht: auch der Absturz einer Passagiermaschine wird ausgehalten; im Fall einer Kernschmelze fängt ein sogenannter "Aschenbecher" (Wanne aus 6 Meter dickem Beton) die extrem heiße und hochradioaktive Schmelzmasse auf und verhindert, dass sie in den Boden eindringt und die Umgebung kontaminiert. Auch das Kühlsystem wurde verbessert.
Die Infografik ist eingebettet in den Artikel "Die Wiederkehr des Atoms. Frankreich setzt auf Kernenergie und will neue Reaktoren bauen. Die Frage ist nur, welche." [ZEIT, 44/23.10.03, S.31]. Im Artikel wird der Reaktortyp eingehender beschrieben, der insbesondere in Frankreich demnächst gebaut werden soll.

Atomenergie in Europa
AKW-Europa
AKW-Europa:  Grafik Großansicht
14.04.11   (326)
FR-Grafik: Atomkraftwerke in Europa
In der Europakarte sind Länder ohne Atomkraftwerke (AKW) weiß gekennzeichnet: Irland, Portugal, Österreich, Norwegen, Polen, Estland, Lettland, Weissrussland, Moldawien, Griechenland und einige kleine Balkanländer. Bei den 18 Ländern mit AKW (grau unterlegt) sind die AKW-Standorte mit der Anzahl der dortigen Kernreaktoren (differenziert nach: im Bau, in Betrieb, stillgelegt) eingetragen. Spitzenreiter ist Frankreich (59 aktive Reaktoren), gefolgt von Russland (31), Großbritannien (19), Deutschland (17), Ukraine (15), Schweden (10). Die weiteren 12 Länder haben weniger als 10 Reaktoren.
  
Die Grafik (pdf, 2,0 MB )ist eingelinkt unter: Atomkraftwerke in Europa [FR 14.04.11]

| Atomenergie | Atomausstieg | Tschernobyl | Fukushima |
Atomenergie-EU
Atomkraft in der EU; Anteil des Atomstroms an der Stromerzeugung;  Kernkraftwerke in Betrieb/ in Planung;  / Infografik Globus 2630 vom 12.02.2009
12.02.09   (54)
dpa-Globus: Europas Strom aus Atom
In die Landkarte Europas ist bei den Ländern mit Atomkraftwerken (AKW) die Anzahl der Kernkraftwerke im Betrieb bzw. in Planung eingetragen zusammen mit dem Anteil der Kernenergie am Gesamtstrom. Insgesamt sind 196 AKW in Betrieb und 14 im Bau. Frankreich liegt mit einem Atomstromanteil von 76,9 % und 59 AKW an der Spitze aller Staaten. Sehr hohe Atomstromanteile haben Litauen (64,4 %), Slowakei (54,3 %), Belgien (54,1 %), Ukraine (48,1 %) und Schweden (46,1 %), wo die Regierung neuerdings den Atomausstieg beenden will. In Deutschland beträgt der Atomstromanteil 25,9 %. Im Zuge des im Jahr 2000 beschlossenen Atomausstiegs sollen die noch 17 AKW schrittweise bis etwa 2021 stillgelegt werden.
  
  => Daten der Infografik/ Großansicht

| Atomenergie | Atomausstieg | Strom |
   
Atomenergie weltweit
  Vor dem Hintergrund der Atomkatastrophe in Japan nach dem Erdbeben und Tsunami am 11.03.2011 stellt sich die Frage, wo weltweit Kernkraftwerke in Betrieb, in Bau oder geplant sind. Hierzu folgende Weltkarten/ Infografiken/ Statistiken:
Weltkarte von Kernkraftwerken in erdbebengefährdeten Gebieten
blog.infografiker:Kernkraftwerke in erdbebengefährdeten Gebieten
NZZ: Kernkraftwerke weltweit. Globale Karte der in Betrieb und im Bau befindlichen Kernkraftwerke [15.03.11]
spiegel.de: Atomkraft und Strom weltweit
kernenergie.de: atw-Schnellstatistik Kernkraftwerke 2010
AKW-Weltkarte
Atomreaktoren in Asien:  Grafik Großansicht
15.03.11   (320)
FR-Weltkarte: Länder, die Atomenergie erzeugen.
In der Weltkarte sind Staaten, die Atomenergie erzeugen, grau eingefärbt, Staaten ohne Atomenergie sind weiß (Detail-Daten: siehe Globus 2311).
Die Standorte von Atomkraftwerken (AKW) sind als rote Punkte marktiert. Diese Darstellung macht deutlich, wo sich AKW häufen: Europa, USA: an der Ost- und Westküste und bei den großen Seen; Japan und Südkorea.
  
Die Weltkarte ist abgedruckt (bisher nicht online) auf S. 10/11 [FR 15.03.11]

| Atomenergie | Atomausstieg |
Atomenergie
Atomkraftwerke, Staaten weltweit, Gesamtleistung der AKW weltweit 1960 bis 2030 / Infografik Globus 2311 vom 29.08.2008
Großansicht / Daten
29.08.08   (11)
Globus-Infografik: Atomare Welt: Länder, die Atomenergie erzeugen
In der Weltkarte oben sind jene Länder orange eingefärbt und nummeriert, die AKWs betreiben. Anhand der Nummer kann in der Tabelle unterhalb der Weltkarte das jeweilige Land identifiziert und die Anzahl seiner AKW im Betrieb bzw. im Bau abgelesen werden.
Die Kurve in der Grafik rechts unten zeigt die zeitliche Entwicklung der Gesamtleistung in GW aller AKW weltweit von 0|1960 auf 389,6|2007.
Für Phase 2007 - 2030 werden unterschiedliche Szenarien dargestellt:
1. Szeario: starker Anstieg auf 691 GW bis 2030 u.a. durch Neubau von AKW (auch in Ländern, die derzeit keine AKW haben)
2. Szenario: moderater Anstieg auf 447 GW bis 2030 u.a., wenn heute bereits im Bau befindliche AKW ans Netz gehen.
=> Daten der Infografik / Großansicht/ Bezug

| Atomenergie | Atomausstieg | Strom |
Atomkraftwerke
FAZ-Grafik: Kernkraftwerke weltweit, FAZ-Grafik
04.03.09   (53)
FAZ-Grafik: Kernenergie weltweit
In der Weltkarte sind jene Länder, die Atomkraftwerke (AKW) betreiben, rötlich eingefärbt. Weltweit sind 439 AKW in Betrieb, 42 in Bau, 81 in Planung, zusammen 561. Die AKW in Betrieb haben zusammen eine Leistung von 393 GW, durch den geplanten Ausbau würde die Gesamtleistung auf 514 GW wachsen.
In der Tabelle unter der Weltkarte werden die Staaten mit Anzahl der Kernkraftwerke in Betrieb | in Bau | in Planung  einzeln gelistet.
Die Grafik befindet sich im Artikel "Siemens bauf auf russische Kerntechnik" [FAZ 4.3.09] (Angaben zum 31.12.08, Stand: Feb.2009)

| Atomenergie | Atomausstieg | Strom |
Infografik: Schwefelabgase durch Schiffe / Großanischt in: DIE ZEIT Nr.35/24.8.06, S.28
Großansicht [ZEIT 40/06]
Infografiken zur Atomenergie
DIE ZEIT präsentiert in der Ausgabe Nr.40 vom 28.9.06 eine großformatige Grafik zu folgenden Aspekten: Globale Gemeinschaft der Kernforschung unter dem Dach der IAEO/ Inpro-Projekt; der IRIS-Reaktor; die globale Energie-Nuklearpartnerschaft (GNEP); Funktionsweise der Kernspaltung und der Umwandlung von Uran in Plutonium; Periodensystem der Elemente/ Transurane.
Die Infografik (pdf, 1380KB) ist eingebettet in den Artikel "Spaß am Spalten. Alle großen Industriestaaten setzen auf Kernenergie. Gemeinsam entwickeln sie neue Reaktortypen und Sicherheitskonzepte. Nur Deutschland beharrrt auf den Ausstieg".
  
Globus 0449-03.02.06
Uran: Vorräte, Erzeugung weltweit 2004. Länder mit den größten Vorräten / Infografik Globus 0449 vom 03.02.06
Bezug/Großansicht
vorübergehend in der
Globus-Galerie

  

Infografik: Uran - Kein Brennstoffmangel in Sicht
Die weltweiten Uranvorräte betrugen 2004 19,9 Millionen Tonnen (Mt), davon gewinnbar bis zu einer Kostengrenze von 130 US-Dollar pro kg: 4,6 Mt.
Der Gesamtbedarf aller Kernkraftwerke weltweit betrug 2004 68400 t, bei gleichbleibendem Verbrauch würden die 4,6 Mt rund 67 Jahre reichen.
Seit Ende 2000 ist der Uranpreis von knapp 20 US-$ auf über 100 US-$ pro kg gestiegen (-> nächste Grafik). Bei Ausweitung der Atomenergie ist mit einem weiteren Preisanstieg zu rechnen, der die Gewinnung von Uranvorräten jenseits der 130-Dollarmarke rentabel macht: mit einem Mangel an Uran-Brennstoff ist daher zunächst nicht zu rechnen.  
=> Datentabellen    
Daten aus: Globus 0449;   Stand: 2004;  Quelle: BGR, IAEA     
=> Atomausstieg   

Infografik: Uranpreis 1992 - 2006
Quelle: www.uxc.com

bisherigen Rekordhoch:
60 USD/lb
in der 44 KW 2006

Weitere Infos
[DIE WELT 07.11.06]
 

Infografik: Uranpreis von 1992 bis 2006
Die Grafik zeigt die Entwicklung des Uranpreises von 1992 bis 2006 in USD/lb*:
Der Preis bewegte sich zunächst in einer Bandbreite von etwa 8 bis 15 USD mit einem Spitzenwert von rund 17 USD in 1996 und einem Tiefstwert von rund 7 USD in 2001. Danach stieg der Uranpreis kontimuierlich steil an auf inzwischen über 42 USD, da die Lücke zwischen Nachfrage (2006: 65000 Tonnen) und Angebot der Uranminen (55%) immer größer wurde. Die Lücke von 45% wird derzeit aus Lagerbeständen und der Wiederaufbereitung von Uran aus Atomkraftwerken gedeckt. Aufgrund des langjährigen Niedrigpreises lohnte es sich für die Uranminen nicht, ihre Förderung auszuweiten. Mit einem weiteren starken Anstieg des Uranpreises ist zu rechnen, da die Ausweitung der Förderung durch neue Minen nur mit einer Zeitverzögerung von bis zu 10 Jahren erfolgen kann.  
* Der Preis für Uran wird an den Rohstoffbörsen in US-Dollar (USD) pro britischem Pund (lb = 454 g) angegeben. Um den Preis im metrischen Maß Kilogramm (kg) zu erhalten, ist der Preis pro lb mit dem Faktor 1000/454 = 2,2 zu multiplizieren.

  
Kernspaltung
 Kernspaltung, Kettenreaktion, Otto Hahn, Lise Meitner, Radioaktivität, Uran,  / Infografik Globus 2525 vom 19.12.2008

19.12.08   (27)
Globus-Infografik: Die Kernspaltung
In Erinnerung an die Entdeckung der Kernspaltung im Dezember 1938 durch Lise Meitner und Otto Hahn veranschaulicht die Grafik den Ablauf bei der atomaren Kettenreaktion: Ein Neutron wird auf einen Atomkern von Uran 235 geschossen, wodurch Uran 236 entsteht, das nach kurzer Zeit meist in Krypton und Barium zerfällt. Dabei wird Energie abgestrahlt und es werden Neutronen frei, die ihrerseits wieder neue Urankerne spalten usw. Ungebremst setzt diese Kettenreaktion gewaltige Energiemengen in kurzer Zeit frei, was zum Bau von Atombomben führte. 1945 warfen die USA je eine Atombombe auf Hiroshima und Nagasaki ab und verursachten damit Tote, Verwunde und Langzeit-Strahlenschäden in bisher nicht gekannten Ausmaß. Ab 1954 gelang es, die Kettenreaktion in Kernkraftwerken so zu verlangsamen, das die enormen Energiemengen zur Stromerzeugung genutzt werden konnten.  Im Jahr 2007 betrug der Anteil des Atomstroms in Deutschland 22,1 % und weltweit 17 %.
=> Großansicht (vorübergehend in Galerie)     Bezug der Infografik

| Atomenergie | Uran | Atomwaffen |
Kernfusionsreaktor ITER, Querschnitt/ Großansicht bei: FAZ.net
Großansicht [FAZ.net]

FAZ-Infografik: Kernfusionsreaktor ITER
Die Grafik veranschaulicht den Aufbau und die Funktionsweise des geplanten Fusionsreaktors ITER (International Thermonuclear Experimental-Reactor; auch lat.:"der Weg"). Nach Absprachen zwischen den beteiligten Staaten (EU, USA, Japan, China, Südkorea, Russland) wird das 10,7-Milliarden-Euro-Projekt nun im südfranzösischen Cadarache gebaut. Mit ITER soll erstmals in den kommenden 35 Jahren eine nennenswerte Energieausbeute nach dem Prinzip der Kernfusion erzielt werden. Die Fusionsenergie gilt bei vielen Experten als "saubere" und unerschöpfliche Energiequelle.   => Lexikon:  ITER

  
   
Daten/Statistiken/Infografiken: Aktuelles   (die jüngsten Datensätze)
Primärenergie
Welt 2013
Weltenergie 2013 / Infografik Globus 6514 vom 10.07.2014
10.07.14   (501)
dpa-Globus 6514: Weltenergie 2013
Der Primärenergieverbrauch (PEV) betrug 2013 weltweit 12.730 Millionen Tonnen Öleinheiten (Mtoe) (= 532.980 PJ = 148.050 TWh), 2,3 % mehr als im Vorjahr und 28 % mehr als vor 10 Jahren. In Europa* sank er um 0,3 %, in Asien stieg er um 3,4 %. Er verteilt sich wie folgt (Anteile in %):
Energieträger: Öl 32,9; Kohle 30,1; Gas 23,7; EE 8,9; Kernenergie 4,4.
Regionen: Asien/Pazik 40,5; Europa* 23,0; USA/Kanada 20,4; Naher Osten 6,2; Afrika 3,2.   (* inklusive ehem.UdSSR)

Quelle: BP Statistical Review of World Energy (pdf)   Stand: Juni 2014
Großansicht der Infografik: Bezug

| Energie/ Ressourcen | Primärenergie | Erdöl | Erdgas | Kohle | Atomenergie | Erneuerbare Energien | Wasserkraft | Biomasse |
Energiemix-2012
Eneergiemix-2012:  Grafik Großansicht
19.12.12   (446)
AGEB-Grafik: Primärenergiemix 2012
Nach vorläufigen Berechnungen der AGEB steigt der Primärenergieverbrauch (PEV) in Deutschland im Jahr 2012 trotz mehrmonatiger kühler Witterung im 1. Halbjahr nur gering auf 13.512 PJ, weil die nachlassende Konjunktur und die wachsende Energieeffizienz dämpfend wirkte. Anteile der Energieträger in % (in () Vorjahreswert):
Mineralöl 33,3 (33,9); Erdgas 21,0 (20,9); Steinkohle 12,4 (12,1); Braunkohle 12,2 (11,6); Kernenergie 8,0 (8,8); Erneuerbare 11,7 (10,9).
  
Die Grafik ist abgedruckt in der Presseerklärung Nr.08/2012 [AGEB 19.12.12]

| Energie/ Ressourcen | Primärenergie | Energiemix | Erdöl | Erdgas | Kohle | Atomenergie | Erneuerbare Energien |
Atommuellendlager
Atommüllendlager:  Grafik Großansicht
19.10.12   (419)
FR-Grafik: Atommüllendlager
In der Deutschlandkarte sind mögliche Standorte für hochradioaktiven Atommüll nach 3 Kategorien eingefärbt: Salzstöcke, Tonsteinformationen (Kreide/ Jura) und kristalline Gesteinsformationen (Granit). Bei den Salzstöcken werden 5 Standorte in Niedersachsen ausgewiesen: Neben Gorleben, der bisher aus politischen Gründen einzige Standort der näher erkundet und teilweise schon ausgebaut wurde, werden noch Waddekath, Gülze-Sumte, Zwischenahn und Wahn benannt. Neben Salzstöcken sind auch Tonstein-Formationen geeignet. Sie kommen in Norddeutschland, am Bodensee und in der Region bei Ulm vor. Granit-Formationen finden sich im Süden und Osten von Dresden und südlich von Hof. Die Endlagersuche soll ergebnisoffen erfolgen, Kritiker sehen jedoch in den bisherigen Verfahrensvorschlägen von Umweltminister Altmaier eine Bevorzugung von Gorleben.
  
Die Grafik ist eingelinkt im Artikel: Altmaiers Turbo zündet nicht [FR 19.10.12]

| Atomenergie | Atomausstieg |
Daten/Statistiken/Infografiken: Archiv   (jahrgangsweise chronologisch)
Jahrgang:  2007  2008  2009  2010  2011  2012  2013  2014 
        
zum SeitenanfangAtomenergie: Daten im Internet

Informationskreis Kernenergie
www.kernenergie.de

 
Portal zur Atomenergie

Der 1975 gegründete "Informationskreis Kernenergie" (IK) vereinigt Vertreter der Energiewirtschaft und Repräsentanten aus verschiedenen industrienahen Institutionen und Gremien, darunter Wissenschaftler und Experten. Im Rahmen aktueller Mitteilungen sowie Hintergrund-Infos stellt der IK auch Daten und Statistiken zur Atomenerige und zu Atomkraftwerken bereit.
    

www.bmu.de
Das Umweltministerium bietet auf seiner Spezialsite zur Atomenergie auch vielfältige Daten zur Atomenergie, u.a. in aktuellen Pressemitteilungen und Dokumentationen, wobei sich viele Beiträge auf den Atomausstieg beziehen.
www.bmu.de/atomenergie/
  

Energieagenturen

Energieagentur NRW: www.ea-nrw.de
Deutsche Energie Agentur (DENA): www.deutsche-energie-agentur.de
International Energiy Agency (IEA): www.iea.org
Energiebilanzen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW):
www.ag-energiebilanzen.de
Eine Fülle von Energiedaten bieten insbesondere auch die BAFA und das BMWI
(im folgenden:)

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
BAFA
www.bafa.de

Das Bundesamt stellt eine Fülle von Informationen, Daten und Statistiken bereit, u.a. auch zum Thema Energie: Erdgas, Rohöl, Mineralöl, Steinkohle,
www.bafa.de/ener/index.htm
Die umfangreichen Statistiken finden Sie unter:
http://www.bafa.de/ener/statisti.htm
 

Bundesministerium für
Wirtschaft BMWI
www.bmwi.de

Das Ministerium bietet einige Statistiken zum Thema Energie und Links auf weitere Datensammlungen an:
www.bmwi.de/Homepage/Politikfelder/Energiepolitik/Energiedaten/Energiedaten.jsp
 
Energieinformationsdienst
www.eid.de

Der Energie Informationsdienst (EID) ist ein unabhänigiger, wöchentlich erscheinender Informationsdienst für Wirtschaft und Politik mit umfassender Berichterstattung für den deutschen und europäischen Energiemarkt.
Angebot u.a.: kontinuierliche Übersichten zu Öl-, Gas-, Strom- und Kohlepreisen, Recherchen und Kommentare zu aktuellen Ereignissen aus allen Bereichen der Energiewirtschaft. [zusammengestellt aus: www.eid.de/firmenportrait.htm ]
  


ZDF-Mediathek: Atomenergie: Zahlen, Daten, Fakten
  


zum Seitenanfang Anmerkungen
Anmerkungen werden im obigen Text durch [n] markiert, wobei n eine interne Nummer ist, die der zeitlichen Reihenfolge der Einführung der Anmerkungen [1], [2], [3], ..., folgt, die im Zuge von Ergänzungen abweichen kann von der Reihenfolge im Text. Durch einen Klick auf   [n]  gelangt man an die Textstelle der Anmerkung.
  
Bei sich möglicherweise verändernden Quellen (Websites) wird das Datum des Zugriffs (Z TT.MM.JJ) notiert, ansonsten das interne Datum [TT.MM.JJ] der jeweiligen Quelle, sofern vorhanden.
  
[1]

Die japanischen Behörden hatten zunächst nur einen Umkreis mit Radius 20 km zum havarierten Reaktorkomplex Fukushima-Daiichi evakuieren lassen und dann später den 30 km Umkreis zur Sperrzone erklärt. Das US-Militär empfahl aufgrund eigener Messungen und US-Grenzwerten einen Radius von 80 km. Spätere Messungen ergaben auch in 100 km und darüber hinaus Radioaktivitätswerte, die nach Grenzwerten in Deutschland zur Evakuierung führen würden.

[2] a) Dr. Chr. Pistner/ Dipl.Phys.Chr.Küppers: Analyse des Bedrohungspotenzials „gezielter Flugzeugabsturz“ am Beispiel der Anlage Biblis-A (pdf, 1,4 MB), Darmstadt, 20.11.07. Studie des Öko-Institut e.V. im Auftrag von EUROSOLAR.
b) Spiegel: Terroranschlag auf AKW Biblis würde Berlin bedrohen [26.11.07]


Stand: 18.05.11/zgh Daten:     EnergieStrom >  Ökostrom >  Windenergie
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Lexikon:  Atomenergie   Atomausstieg  
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