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Daten-Umwelt-2009
UBA: Daten zur Umwelt
Dezember 09   (68)
UBA-Datensammlung: Daten zur Umwelt, Ausgabe 2009
Das Umweltbundesamt (UBA) berichtet regelmäßig über die Entwicklung des Umweltzustandes in Deutschland und trägt damit zur Berichtspflicht der Bundesregierung über den Umweltzustand in Deutschland bei. Die Datensammlung auf CD-ROM umfasst alle Gebiete des Umweltschutzes, von der Luftreinhaltung über die Gewässerqualität bis hin zu Abfallwirtschaft und zum Ressourcenschutz sowie Lektüretipps und Links. Sie bildet die Website "Daten zur Umwelt" ab, die laufend aktualisiert wird.
   
UBA: Broschüre, CD-ROM, Faltblatt, Printfassung / Bestellung, Download

| Energie/ Ressourcen | Gesundheit | Boden | Müll/Recycling | Treibhausgase | Erneuerbare Energien | Ökostrom | Primärenergie | Mobilität/Verkehr | Bio-Vielfalt | Wasser | Ökolandbau | Natur & Umwelt |
Kopenhagen-Diagnose
Klimabericht: Kopenhagen-Diagnose
24.11.09   (65)
PIK et.al.: The Copenhagen Diagnosis: Updating the World on the Latest Climate Science
Als Warnung an den Weltklimagipfel vom 7.-18.12.2009 in Kopenhagen haben 26 führende Klimawissenschaftler* den aktuellen Stand und die jüngsten Daten der Klimaforschung im neuen Klimareport "Kopenhagen-Diagnose" zusammengestellt. Laut Report geht die globale Erwärmung nahezu ungebremst weiter und daher werden einige Folgen der Klimaerwärmung schneller und intenstiver ausfallen als bisher angenommen. Das Eis der Polkappen und in den Gletschern auf Grönland und in den Gebirgen schmilzt schneller als vorausgesagt, daher steigt der Meeresspiegel stärker als in den Szenarien aus dem letzten Weltklimabericht des IPCC (2007): dort waren etwa 50 cm bis zum Jahr 2100 veranschlagt worden, nach den neuen Daten werden es etwa 100 bis maximal 200 cm sein, mit einem weiteren Anstieg um mehrere Meter in den folgenden Jahrhunderten. Die Gefahr, dass Kipp-Punkte im Klimasystem ausgelöst werden, ist weiter gewachsen. Soll die Klimaerwärmung unterhalb der 2 °C-Schwelle bleiben, müssen die globalen Treibhausgas-Emissionen spätestens 2015 bis 2020 ihren Gipfel überschreiten und danach schnell fallen bis auf nahe Null noch in diesem Jahrhundert. Bereits bis 2050 muss der CO2-Ausstoß pro Kopf im weltweiten Durchschnitt auf weit unter 1 Tonne CO2 reduziert werden.
* Die meisten Wissenschaftler waren Autoren des IPPC-Klimaberichts 2007
  
Kurzdarstellung: die zentralen Fakten im Überblick [deutsch, pdf, 137 KB]
Website zum Report:  Übersicht/ Zusammenfassung Downloads  (engl.)
Download-Report (engl): hohe (23,3 MB)  niedrige (3,3 MB) Auflösung
Daten/ Statistiken im Report: Download (4,4 MB)

| Treibhausgase | Treibhauseffekt | Klimawandel | Klimawandelfolgen | Kyoto-Protokoll | 2 °C - Schwelle | Kipp-Punkte |
Treibhausgase-2008
WMO-GHG-Bulletin
23.11.09   (72)
WMO: Greenhouse Gas Bulletin. The State of Greenhouse Gases in the Atmosphere Using Global Observations through 2008
Jedes Jahr etwa im November publiziert die World Meteorological Organization (WMO) ihr Treibhausgas-Bulletin, in dem die Entwicklung der wichtigsten Treibhausgase (Greenhouse-Gas (GHG)) im Vorjahr bilanziert wird. Laut GHG-Bulletin 2009 sind die Treibhausgase im Jahr 2008 auf neue Höchststände gestiegen, darunter Kohlendioxid (carbon dioxid) CO2: 385,2 ppm; Methan ( methane) CH4: 1797 ppb, Lachgas (nitrius oxid) N2O: 321,8 ppb. Im Vergleich zur vorindustriellen Zeit (1750) ist CO2 um 38 %, Methan um 157 % und Lachgas um 19 % gestiegen. Das mit Abstand wichtigste Treibhausgas ist CO2 mit einem Anteil von 63,5 % am menschgemachten Treibhauseffekt und sogar 85 % an seinem Anstieg. Die Hauptquellen des CO2 sind die Verfeuerung fossiler Brennstoffe (31,6 Gt CO2 in 2007) und die Entwaldung /veränderte Landnutzung (1,8 bis 9,2 Gt CO2 pro Jahr im Zeitraum 2000- 2005).
  
WMO GHG-Bulletin: Download (pdf,  3,2 MB)

| Treibhausgase | Treibhauseffekt |
Weltbevölkerungsbericht-2009
Weltbevölkerungsbericht 2009: DSW-Download
18.11.09   (64)
DSW: Weltbevölkerungsbericht 2009: Eine Welt im Wandel: Frauen, Bevölkerung und Klima.
Industrialisierung und Bevölkerungswachstum haben ab 1950 zu einem beschleunigten Anstieg der weltweiten Treibhausgas-Emissionen geführt. Ein langsameres Bevölkerungswachstum könnte Ländern nennesnwert helfen, sich kurz- und mittelfristig besser an die Folgen der Klimaerwärmung anzupassen, und langfristig den Treibhausgas-Ausstoß zu reduzieren. Würde die Weltbevölkerung bis 2050 statt auf 9,1 Mrd. nur auf 8 Mrd. Menschen anwachsen, könnten ca. 1 bis 2 Mrd. Tonnen CO2 eingespart werden. Auch die drohende Verknappung natürlicher Ressourcen wie Wasser und Ackerland könnte durch ein verringertes Bevölkerungswachstum vermindert werden. Besonders betroffen von den Folgen des Klimawandels sind Frauen in armen Ländern. Umgekehrt sind Frauen und Mädchen auch der Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung, da ihre bessere Bildung und Gesundheit Voraussetzung für kleinere und gesündere Familien sind.
  
DSW: Presseinfos       Bericht-Kurzfassung: Download  [pdf; 2,4 MB]

| Bevölkerung | Klimawandel | Treibhausgase | Millenniumsziele | Frauen | Nachhaltigkeit |
EE-Atomenergie

Oktober 09   (76)
M.Hundt et.al. (IER): Verträglichkeit von erneuerbaren Energien und Kernenergie im Erzeugungsportfolio. Technische und ökonomische Aspekte
Laut IER-Studie im Auftrag von E.ON können Kernkraftwerke ihre Leistung um 9,6 GW im Lastfolgebetrieb an das volatile Ökostrom-Aufkommen anpassen. Deshalb würde der Ausbau Erneuerbaren Energien durch eine Laufzeitverlängerung nicht behindert, die laut IER wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll sei, da sonst 20 GW Kohle- und Gaskraftwerke neu gebaut und alte im selben Umfang ersetzt werden müssten. Das würde erhebliche Kosten und bis zu 80 Mio Tonnen CO2 pro Jahr verursachen.
  
Download (pdf): Langfassung (4,9 MB)    Kurzfassung (379 KB)

| Erneuerbare Energien | Atomausstieg | Energiemix | Treibhausgase |
Weltagrarbericht-2009
Weltagrarbericht 2009
Oktober 09   (66)
Weltagrarrat: Wege aus der Hungerkrise - die Erkenntnisse des Weltagrarbericht und seine Vorschläge für eine Landwirtschaft von morgen
Zum Weltagrarbericht, den der Weltagrarrat (IAASTD) sein 2008 jedes Jahr herausgibt, wurde eine deutschsprachige Website erstellt, die aktuelle Nachrichten und Hintergrundinfos zum Weltagrarbericht bereitstellt. Themen sind u.a. die Stärkung der bäuerlichen Landwirtschaft, Anpassung an den Klimawandel und Schonung von  Ressourcen. Die zentralen Ergebnisse des Weltagrarberichts wurden zu einer 42-seitigen Broschüre zusammengestellt, die als Printversion bestellt oder als pdf-Datei runtergeladen werden kann.
  
Broschüre:  Infos    Download:   niedrige [2,5 MB], hohe [28 MB] Auflösung

| Nahrung | Hunger | Globale Agenda 21 | Treibhausgase | Klimawandel |
IPCC-4.Weltklimabericht
UBA: Klimaänderung. Darstellung des IPCC-Klimaberichts 2007
01.09.09   (60)
UBA: Klimaänderung: Wichtige Erkenntnisse aus dem 4. Sachstandsbericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen der Vereinten Nationen (IPCC)
Klimaexperten des Umweltbundesamtes (UBA) fassen die wichtigsten Erkenntnisse des IPCC-Weltklimaberichts 2007 zusammen und stellen sie für Laien verständlich dar, so dass die Broschüre auch gut geeignet ist für den Einsatz in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen.
Dargestellt werden u.a. die naturwissenschaftliche Grundlagen des Klimawandels, Szenarien zu künftigen Klimaänderungen und Folgen des Klimawandels z.B. auf die Ökosysteme in einzelnen Regionen der Erde und auf die Gesundheit der Menschen, auch für Deutschland. Beschrieben werden außerdem Politiken und Instrumente zur Minderung der Klimaerwärmung sowie Maßnahmen zur Anpassung an das bereits erreichte und noch zu erwartende Ausmaß an Klimaerwärmung.
 
Download Langfassung [pdf, 1,1 MB]

| IPCC-Bericht | IPCC | Klimawandel | Treibhausgase |
WBGU-Budgetansatz
WBGU-Sondergutachten 2009: Budgetansatz
01.09.09   (57)
WBGU: Kassensturz für den Weltklimavertrag: Der Budgetansatz
Mit seinem Sondergutachten 2009 stellt der WBGU einen neuartigen Ansatz zur Eindämmung der Klimaerwärmung vor: Für den Zeitraum bis 2050 werden rund 750 Mrd.Tonnen CO2 als Obergrenze für den noch zulässigen kumulierten Treibhausgasausstoß aller Staaten festgelegt. Dieses Globalbudget wird dann proportional zur Bevölkerungsstärke auf die einzelnen Staaten verteilt. Für die Industrienationen ist das so berechnete jeweilige nationale Emissionsbudget weitaus geringer als ihr derzeitiger Treibhausgasausstoß, viele Entwicklungsländer und manche Schwellenländer können ihren Ausstoß jedoch noch ausweiten bzw. überschüssige Emissionsrechte im Rahmen eines weltweiten Emissionshandels an Industrienationen verkaufen. Setzt sich der gegenwärtige weltweite CO2-Ausstoß von rund 30 Mrd. Tonnen CO2 pro Jahr ungebremst fort, wäre das Globalbudget bereits in 25 Jahren ausgeschöpft. Der weltweite Treibhausgasausstoß muss also schnell und drastisch sinken, wenn die 2 °C-Schwelle bei der globalen Erwärmung nicht überschritten werden soll, damit die Gefahr katastrophaler Folgen der Klimaerwärmung verringert wird.

Sondergutachten 2009:  Presseerklärung   Bestellung   Download [2,4 MB]

| Klimawandel | Treibhausgase | Emissionshandel | 2 °C - Schwelle | Kyoto-Protokoll |
Plan_B_2050
Klimaschutz: Plan B 2050. Energiekonzept bis 2050 / Studie von EUtech im Auftrag von Greenpeace
27.08.09   (56)
Greenpeace-EUtech: Klimaschutz: Plan B 2050: Energiekonzept für Deutschland
Bis 2050 kann Deutschland den Anteil des Ökostroms an der Stromversorgung auf 100 % steigern und seinen Treibhausgas-Ausstoß um mindestens 90 % im Vergleich zu 1990 senken. Durch verstärktes Energiesparen, drastisch gesteigerte Energieeffizienz und den zügigen Ausbau Erneuerbarer Energien sowie der Kraft-Wärme-Kopplung kann der Atomausstieg sogar auf das Jahr 2015 vorgezogen werden, so die Quintessenz einer Studie, die das Aachener Ingenieur- und Beratungsbüro EUtech im Auftrag von Greenpeace erstellt hat.
Die Studie ist eine Aktualisierung des "Plan B" aus dem Jahr 2007 und präsentiert einen Katalog notwendiger Maßnahmen, um die Energiewende technisch und politisch umzusetzen.

Presseinfo  Kurzfassung [1,0 MB] Langfassung [1,2 MB]  Datenblatt [168 KB]

| Energiewende | Treibhausgase | Ökostrom | Atomausstieg | Energiesparen | Energieeffizienz | KWK | nachhaltige Energie |
Synthesis-Report
PIK: Synthesis-Report zur Klimaerwärmung
18.06.09   (52)
Stern, Schellnhuber, Richardson et.al.: Synthesis-Report Climate Change: Global Risks, Challenges & Decisions
Im Report werden Ergebnisse einer Konferenz von Klimawissenschaftlern zu "Globalen Risiken, Herausforderungen und Entscheidungen im Klimawandel", die im März in Kopenhagen stattfand, zusammengefasst. Die Autoren, darunter Lord Nicholas Stern (London), Hans Joachim Schellnhuber (Potsdam/Oxford) und Katherine Richardson (Kopenhagen), sehen in ihrem Report die Fortschreibung des IPCC-Weltklimaberichts 2007 und eine letzte Warnung an Politik und Wirtschaft: Wenn nicht "schnell, langfristig, effektiv und global koordiniert" gehandelt werde, sei die Klimaerwärmung nicht mehr auf zwei Grad Celsius zu begrenzen und es würden dann Kipp-Punkte im Klimasystem ausgelöst mit katastrophalen nicht mehr verkraftbaren Folgen, z.B. das Abschmelzen großer Eismengen oder das Auftauen der Permafrostböden.

PIK: Synthesis-Report:   Pressemitteilung    Download  (pdf, 5,7 MB)

| Klimawandel | 2 °C - Schwelle | Kipp-Punkte | Kyoto-Protokoll | IPCC-Bericht | Treibhausgase |
Kyoto-II-Vorschlag
Germanwatch: Kopenhagen-Klimaabkommen, Version 1.0
08.06.09   (53)
NGOs, Einzelpersonen: Ein Kopenhagener Klima-Abkommen, Version 1.0.
Ende 2012 endet das bisherige Kyoto-Protokoll, das 2005 in Kraft trat. Seitdem ringen die über 180 Vertragsstaaten bisher vergeblich um die konkreten Bestimmungen eines Nachfolgeabkommens, das auf dem Weltklimagipfel vom 7.bis 18.12.09 in Kopenhagen beschlossen werden soll.
Als sich ein Scheitern der vorbereitenden Verhandlungen beim Klimatreffen in Bonn (3.-12.6.09) abzeichnete, hat eine Gruppe von Einzelpersonen aus 20 Ländern zusammen mit einigen NGOs (u.a. WWF, Greenpeace, Germanwatch) einen umfassenden vollständig ausformulierten Entwurf für Kyoto-II vorgelegt, der zeigen soll, wie ein faires und ambitioniertes Klimaschutz-Folgeabkommen aussehen sollte. Der Vorschlag soll zugleich als Messlate für das neue noch zu erstellende Kopenhagen-Abkommen dienen.
 
Germanwatch:   Pressemitteilung   Überblick/ Zusammenfassung (deu., 176 KB )
Überblick/ Zusammenfassung/ Analyse (eng., )    Gesetzestext (eng., 627 KB)

| Kyoto-Protokoll | Treibhausgase | Klimawandel |
Rinder-Regenwald
Rinder fressen Regenwald: Greenpeace-Studie
02.06.09   (49)
Greenpeace: Wie Rinder den Regenwald fressen
Der brasilianische Rindfleischexport hat sich in vergangenen zehn Jahren versechsfacht. Dieses Wachstum ist möglich durch die geringen Kosten für Weideland, das aus dem Abholzen des Urwalds gewonnen wird, wodurch gigantische Mengen CO2 freigesetzt werden: rund 75 % der Treibhausgasemissionen Brasiliens stammen aus der Zerstörung der Wälder. Schon jetzt ist Brasilien der viertgrößte Treibhausgas-Emittent weltweit. Schuhfirmen und Sportartikelhersteller in den Industrieländern (Adidas, Reebok, Nike, Clarks, Geox, Timberland) neben billigend in Kauf, dass ihr Leder aus Urwaldzerstörung stammt und tragen dadurch zur Klimaerwärmung bei. Greenpeace fordert die Industrieländer auf, in einen Urwaldfonds einzuzahlen, aus dem Tropenwaldländer für den Schutz ihrer Wälder entschädigt werden.

Greenpeace: Presserklärung    Download der Studie (pdf, 5 MB)

| Wald | Treibhausgase | Klimawandel | Nahrung | Konsum & Produktion |
CCS-SRU-0506
CCS-Gesetzt: SRU-Stellungnahme 6.5.2009
06.05.09   (44)
SRU-Stellungnahme: Abscheidung, Transport und Speicherung von Kohlendioxid
Der Gesetztentwurf der Bundesregierung im Kontext der Energiedebatte

Aus Anlass der ersten Lesung des CCS-Gesetzentwurfs, den die Bundesregierung am 1.4.09 beschlossen hat, warnt der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) vor übereilten Weichenstellungen: CCS im großen Maßstab trete in Nutzungskonkurrenz zur Speicherung von Gas oder Luftdruck (Stromspeicherung) sowie zur Geothermie, behindere also den notwendigen Ausbau der Erneuerbaren Energien. Der SRU plädiert stattdessen für ein Forschungsgesetz zur Erprobung von CCS und hält eine breite gesellschaftliche Debatte zur nachhaltigen Energieversorgung für notwendig.

SRU: Presseerklärung (pdf,  31 KB)    Stellungnahme (pdf, 429 KB)

| CCS-Technologien | Sequestrierung | Treibhausgase | Kohle | Geothermie | Erneuerbare Energien | Energiewende | Umweltrat |

Meinshausen

30.04.09   (43)
Meinshausen et al.: Klima-Studie: Ziele für die Treibhausgasreduktion zum Begrenzen der globalen Erwärmung auf höchstens 2 ° C.
Laut einer neue Studie von Experten aus Deutschland, Großbritannien und der Schweiz unter Federführung von Malte Meinshausen (PIK), veröffentlicht in der nature Ausgabe von 30.4.09, muss die Treibhausgasreduktion weitaus stärker und schneller erfolgen als die meisten Staaten bisher planen und für Kyoto II angestrebt wird: Von 2000 bis 2050 dürfen insgesamt höchstens 1000 Mrd. Tonnen CO2 emittiert werden. Seit 2000 wurde bereits ca. 1/3 dieser Menge ausgestoßen, 37 Mrd.Tonnen alleine in 2008. Setzt sich der aktuelle Trend fort, wird das gesamte CO2-Budget in nur 20 Jahren ausgeschöpft sein. Würden die derzeit bekannten Erdöl-, Erdgas und Kohle-Reserven (mit derzeitiger Technik wirtschaftlich förderbare Vorkommen) verbrannt, entstünden zusätzlich rund 4000 Mrd.Tonnen CO2, das CO2-Budget würde also 4-fach überschritten. Soll die 2 ° C-Schwelle eingehalten werden, muss die Energiewende schneller und umfassender als bisher verfolgt werden, so die Quintessenz der Studie.

Überblick / Zusammenfassung (PIK)     Presse: FR  DLF

| Treibhausgase | Klimawandel | 2 °C - Schwelle | Fossile Energien | Energiewende |
CCS-Gesetzentwurf
CCS-Gesetzentwurf: Bundestagsdrucksache 16/12782
27.04.09   (46)
Bundeskabinett: Gesetz zur Regelung von Abscheidung, Transport und dauerhafter Speicherung von Kohlendioxid
Der CCS-Gesetzentwurf wurde vom Bundeskabinett am 1.4.09 beschlossen und als Bundestagsdrucksache 16/12782 (elektronische Vorabfassung) am 27.04.09 veröffentlicht. Der Gesetzentwurf wurde von den meisten Umweltverbänden abgelehnt (u.a. Greenpeace, BUND). Aus Anlass der 1.Lesung im Bundesrat am 6.5.09 warnt auch der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) in einer Stellungnahme vor übereilten Weichenstellungen und plädiert für ein Forschungsgesetz zur Erprobung von CCS sowie eine breite Diskussion in der Gesellschaft zur nachhaltigen Energieversorgung. Die SRU-Stellungnahme bezeichnet Volker Hauff (Vorsitzender des Nachhaltigkeitsrats (RNE)) in einer Pressemitteilung vom 8.5.09 als "provinziell". Es sei "unverantwortlich, bei uns zu Hause zu verweigern, was global für viele Länder ohne Alternative ist".
  
Deutscher Bundestag: CCS-Gesetzentwurf  Plenarprotokoll  Zusammenfassung

| CCS-Technologien | Sequestrierung | Kohle | Treibhausgase | Klimawandel | Umweltrat |
CCS-BUND-0303

03.03.09   (42)
BUND: Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Regelung von Abscheidung , Transport und dauerhaften Speicherung von Kohlendioxid (CCS-Gesetz)
Der BUND hält es für unverantwortlich, im Eilverfahren ein CCS-Gesetz zu verabschieden, beim dem die Sicherheit nicht absoluten Vorrang hat und die Verantwortung und Haftung für die Technik nicht in vollem Umfang bei den Verursachern, also den Betreibern von Kohlekraftwerken, liegt. Laut BUND gibt es kostengünstigere und zugleich klimafreundlichere Methoden der CO2-Reduzierung, nämlich Energiesparen, mehr Energieeffizienz und der Ausbau Erneuerbarer Energien. Nach Einschätzung des BUND kommt die Leitstudie 2008 des Umweltminsteriums zum Ergebnis, dass eine Kohle/CCS-Ausbaustrategie den Klimaschutzzielen für 2050 widerspricht.

Stellungnahme: Download (pdf, 112 KB)

| CCS-Technologien | Sequestrierung | Treibhausgase | Klimawandel | Kohle | Energieeffizienz | Energiesparen | Erneuerbare Energien | Energiewende |
  

erstellt: 23.11.14/zgh Treibhausgase Archiv-Übersicht Vorjahr 2009 Folgejahr

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