- Laut Vorgaben des UBA* darf die Ausgasungsrate höchstens 0,01 % pro Jahr (9,5 % in 1000 Jahren; 63,2 % in 10.000 Jahren) betragen. Zeiträume über Jahrhunderte bis Jahrtausende sind zwar an menschlichen Maßstäben gemessen sehr lang, für das Klimasystem aber sehr relevant. Die Rechnungen zeigen, dass auf längere Sicht CCS keine echte CO2-Reduktion sondern nur eine Pufferung über einige Jahrhunderte leistet. Beträgt die Ausgasungsrate z.B. 0,1 %, beträgt der Netto-CO2-Reduktionseffekt in 1000 Jahren sogar nur noch 18 % **.
* Vorgabe auf S.68 (pdf-S.71) in: UBA: Technische Abscheidung und Speicherung von CO2- nur eine Übergangslösung [1,6 MB, August 2006]
** Bei einer Ausgasungsrate von 0,01 % ist der Abnahmefaktor 100 % - 0,01 % = 0,9999 pro Jahr. Der Abnahmefaktor für 1000 Jahre ist dann 0,99991000 = 0, 9048 = 100 % - 9,52 %. Die Ausgasungsrate in 1000 Jahren beträgt also fast 10 %.
Für 10.000 Jahre folgt: 0,999910.000 = 0, 3679 = 100 % - 63,21 %, d.h. die Rate beträgt 63,21 %.
Es werden auch bis zu 10 mal so große Ausgasungsraten diskutiert. Aus 0,9991000 = 0, 3677 = 36,77 % ergibt sich eine Ausgasungsrate von 100 % - 36,77% = 63,23 %. Da CCS im Durchschnitt ca. 30 % mehr Kohle in CO2 erfordert, beträgt der CO2-Reduktionseffekt nach 1000 Jahren nur noch knapp 18 % im Vergleich zu einer Kohleverstromung ohne CCS (130 % 63,23% = 82,20 % = 100 % - 17,8 %).
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Dass selbst sehr schwere Schiffe normalerweise im Meer schwimmen, liegt daran, dass der Auftrieb,
den sie durch das Meerwasser erfahren, aufgrund ihres großen Volumens größer ist als ihr Gewicht.
Nach dem Prinzip von Archimedes ist der Auftrieb so groß,
wie die Gewichtskraft des verdrängten Mediums, im Normalfall also Meerwasser.
Sollte aber CO2 großvolumig aus Speichern am Meeresboden ausgasen,
würde der Auftrieb nahezu Null sein, weil die Gewichtskraft des Gases CO2 extrem klein ist,
d.h. das Schiff würde versinken.
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Das weltweit größte CCS-Pilotprojekt "CASTOR" des dänischen Energiekonzerns Dong Energy Power zeigt desaströse Ergebnisse:
Um 1 Tonne CO2 aus den Rauchgasen abzuscheiden, werden 3,7 GJ Energie verbraucht,
was den Wirkungsgrad des Kraftwerks von 45 % auf 30 % reduziert.
Um z.B. umgerechnet 1 tSKE Strom zu erzeugen, müssen 1/0,3 = 3,33 t statt 1/0,45 = 2,22 t Kohle ohne CCS eingesetzt werden,
d.h. CCS erhöht den Kohleaufwand um 50 %
.
Der Betreiber Vattenfall nennt für sein Braunkohlekraftwerk "Schwarze Pumpe" bei
Spremberg folgende Zahlen:
das derzeit modernste Kohlekraftwerk hat einen Wirkungsgrad von 43 %;
durch Zuschaltung von CCS würde der
Wirkungsgradauf 35 % sinken.
Durch diese Absenkung des Wirkungsgrads würde der Kohleaufwand um 23 % steigen (43% / 35% = 1,23 = 100 % + 23 %).
- Elektroautos sind der neue Hoffnungsträger in Wirtschaft und Politik: sie sollen einerseits helfen, fossile Energien durch Strom möglichst aus erneuerbaren Quellen zu ersetzen, um der sich abzeichnenden Verknappung vor allem beim Erdöl zu begegnen und den Treibhausgasausstoß zu reduzieren. Andererseits sollen die Batterien in einer Vielzahl von Elektroautos als Zwischenspeicher für Strom dienen. Überschüssiger Strom wird in den Batterien gespeichert und kann in Zeiten von Stromknappheit wieder ins allgemeine Netz eingespeist werden. Laut "Nationalem Entwicklungsplan Elektromobilität" sollen bis 2020 1 Millionen Elektrofahrzeuge in den Verkehr gebracht werden.
Bei einer Pufferkapazität von rund 15 kWh pro Elektroauto könnten dann rein rechnerisch 15 GWh zwischengespeichert werden (zum Vergleich: Speicherkapazität von Deutschlands größtem Pumpspeicherwerk Goldisthal: rund 8 GWh). Mit der Pufferkapazität der Batterien könnte z.B. ein über 3 h andauernder Leistungsüberhang von 5 GW (rund 1/4 der installierten Windleistung) gespeichert werden.
Wie schnell allerdings Elektroautos als Massenprodukt realisiert werden können, bleibt angesichts der noch gravierenden Probleme (unzureichende Batterietechnik, geringe Reichweite, hohe Kosten) einstweilen unsicher .
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