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Bio-Energy   with
C
arbon Capture and Storage  (BECCS)
Technologien zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (CO2)  aus  Biomasse

  Hintergrund     Kritik an BECCS     
  Aktuelles/ Archiv     Daten/Statistiken/Infografiken   

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zum Seitenanfang Hintergrund
 
Das Abscheiden und Speichern von Kohlendioxid samt kritischer Bewertung werden ausführlich dargestellt in:
-> Extraseite zu CCS.     -> CO2-Sequestrierung
  
 

Das Pariser-Klimaabkommen von 2015 kam vor allem dadurch zustande, dass den Vertragsstaaten ermöglicht wird, ihre Pflichten zur Treibhausgas-Reduktion auch später (nach 2020) durch sog. Negativ-Emissionen (u.a. Aufforstung, Wiedervernässung von Mooren, Renaturierung) und durch Sequestrierung von CO2 aus Biomasse zu erfüllen.
Im Folgenden soll deshalb untersucht werden, ob dieses Verfahren, also Bioenergie mit CO2-Abscheidung und -Speicherung, im Englischen und in Fachkreisen mit BECCS abgekürzt - sinnvoll ist für das Einhalten der 2 °C-Schwelle bei der globen Erwärmung.
 

vorläufiges
Resümee

Einerseits schätzen manche Experten, dass die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre infolge einer unzureichenden Klimapolitik weiter über einige Jahre in einem Ausmaß ansteigen wird, dass dann später BECCS zwangsweise eingesetzt werden muss, um CO2 wieder aus der Atmosphäre zu extrahieren. Sie plädieren daher für die weitere Erforschung und Erpobung von BECCS, damit es später tatsächlich in großem Umfang eingesetzt werden kann, falls dies erforderlich wird.
  
Andererseits sehen Kritiker die Gefahr einer Klimapolitik des "weiter wie bisher" dadurch, dass BECCS dazu verleitet, die auf Dauer erforderliche "echte" Dekarbonisierung in die Zukunft zu verschieben, eine gemessen an der Generationengerechtigkeit unverantwortliche Klimapolitik.

  
zum Seitenanfang Kritik an BECCS
 
Im Folgenden werden zunächst die Kritikpunkte an CCS zusammengefasst durch Hinweis auf Inhalte aus den Seiten zu CCS und zur CO2-Sequestrierung
Die eingehendere Kritik an CCS mit Biomasse erfolgt demnächst.

Kritikpunkt:
Energieaufwand

Wie schon bei der Darstellung der drei unterschiedlichen CCS-Verfahren deutlich geworden ist, sind die Prozesseschritte beim CCS sehr energieaufwändig. Auch wenn das CO2 aus Biomasse stammt oder direkt aus der Atmosphäre entnommen wird, ändert das nichts an der insgesamt schlechten Energieeffizienz.
  

kontroverse
CCS-Debatte

Zwar wird CCS in Fachkreisen schon seit einigen Jahren kontroves diskutiert, in den Medien und der Öffentlichkeit wird das Thema jedoch erst stärker beachtet, seit Pläne von RWE für eine CO2-Pipeline vom Braunkohlerevier bei Köln nach Schleswig-Holstein bekannt wurden und sich daraufhin zunehmender Widerstand in den betroffende Regionen und Kommunen entwickelte, vor allem in Norddeutschland, wo das CO2 in den Untergrund verpresst werden soll. Deshalb scheiterte auch ein  CCS-Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vorerst im Bundestag.
Wesentliche Pro- und Contra-Argumente der CCS-Debatte wurden in einem Extraabschnitt zusammen gestellt:
 => Stellungnahmen zu CCS
      

Chancen 
und
Risiken

In Deutschland wird für die CO2-Abscheidung und Speicherung auch der Fachbegriff  "CO2-Sequestrierung" verwendet.
Die Inhalte zur Bewertung der Chancen und Risiken der großvolumigen Anwendung der CO2-Sequestrierung im Kontext von Klimaschutzmaßnahmen wurden ausgelagert in eine Extraseite  => CO2-Sequestrierung
  

zum Seitenanfang Aktuelles / Archiv
Presse-/ Online-Medien
Datenbank
Der Presse-/Medienspiegel (Tages-, Wochenzeitungen, Monatszeitschriften, Online-Medien sowie Umweltverbände und NGOs) bieten vielfältige aktuelle und Hintergrund-Informationen.
Alle Datenbank-Einträge zum Thema  "BECCS":
Jahrgang:  15 16 17 18 19 20 21 
   
Beliebige Suchbegriffe können recherchiert werden durch direkte Eingabe in die Maske oben auf der Startseite zum Presse-Archiv.  
  
 
  
Daten/ Statistiken/ Infografiken: Aktuelles   (die jüngsten Datensätze)
Klimaziele
DE 2020-2045
 Globus Infografik 14748
02.07.21    (1941)
dpa-Globus 14748: Die Klimaziele Deutschlands
Deutschland hat seine Klimaziele verschärft: Die Klimaneutralität* soll schon 2045 erreicht werden. Die Grafik zeigt die THG-Entwicklung von 1990 bis 2020 und die Zwischenziele danach (Jahr MtCO2e):
1990 1249 2000 1043 2010 942 2020 739       2030 437 2035 287 2040 150 .
Die Ziele für 2030|2035|2040 entsprechen einer THG-Reduzierung von 65|77|88% ggü. 1990.

* Vollständige Kompensation von THG-Emissionen durch CO2-Senken, z.B. durch Bindung von CO2 in Wäldern, Böden und Mooren oder durch CCS und BECCS.

Quelle: Bundesregierung  BMU  UBA  | Infografik 

| Treibhausgase | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle | CCS | BECCS |
Treibhausgas-Neutralität
Null-Emissions-Ziel nimmt Fahrt auf | Statista
19.05.21    (1932)
Statista: Null-Emissions-Ziel nimmt Fahrt auf
Die Grafik zeigt, dass die Anzahl der Länder mit Zusagen zum Netto-Null-THG-Ziel* sowie der Anteil der davon abgedeckten globalen THG-Emissionen seit 2015 deutlich gestiegen sind auf zuletzt 44 Länder mit 70% (Stand: 23.4.21), darunter: 10 Länder mit Legalisierung des Netto-Null-Ziels, 8 mit gesetzlicher Verpflichtung, 26 mit Zusagen in offiziellen Dokumenten. Allerdings reichen die bisherigen Zusagen bei weitem nicht für das 1,5-Grad-Ziel, weil sie die globale Erwärmung bis 2100 um 1,9 bis 2,4 °C steigern ().
* Der menschgemachte Treibhausgas-Ausstoß wird durch "negative Emissionen" (CDR, CCS, BECCS, Aufforstung, Renaturierung, Wiedervernässen von Mooren, ...) vollständig kompensiert

Quelle: IEA

Statista: Infotext  Infografik 

| Treibhausgase | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle | CCS | BECCS |
CO2-Endlager
Potentielle CO2-Endlager in Deutschland:  Grafik Großansicht
20.02.11    (302)
Greenpeace: Potentielle CO2-Endlager in Deutschland
In der Deutschlandkarte sind die Standorte potentieller CO2-Endlagerstätten für CCS durch Kreisflächen markiert, deren Flächengröße das geschätzte Volumen von unter 5 km³ bis über 30 km³ Gasvolumen darstellt. Die mit Abstand meisten und größten CO2-Endlager liegen in Norddeutschland und in der Nordsee. Weitere nennenswerte Potentiale bieten Ostdeutschland und die Region um München. Bei den CO2-Lagern handelt es sich vor allem um saline Aquifere (Salzwasser führendes poröses Tiefengestein), die von Ton- und Schieferschichten überdeckt sind, die verhindern sollen, dass das eingepresste CO2 nach oben in die Atmosphäre ausgast. Die Karte wurde von Greenpeace aus Daten der BGR erstellt, die allerdings zunächst nur potentielle Standorte ausweist. Die tatsächliche Eignung kann erst durch gezielte geophysikalische Erkundung (u.a.Bohrung) vorort festgestellt werden. CCS bei Kohlekraftwerken ist hoch umstritten und ist z.B. laut SRU-Sondergutachten und Leitstudie 2010 kontraproduktiv. In den betroffenen Regionen regt sich immer mehr Widerstand und die Gesetzesnovelle der Bundesregierung scheiterte bisher an der Ablehnung von Bundesländern wie Schleswig-Holstein, wo potentielle CO2-Endlager im großen Umfang vermutet werden.
 
Download: Landkarte potentieller CO2-Endlager [pdf, 1,8 MB]

| CCS | Sequestrierung | Treibhausgase | Fossile Energien | Klimaerwärmung |
Daten/ Statistiken/ Infografiken: Archiv   (jahrgangsweise chronologisch)
Jahrgang:  07  08  09  10  11  12  13  14  15  16  17  18  19  20  21 

  
 
Dokumente: Aktuelles   (die jüngsten Datensätze)
Energiewende-Studie
Energiewende-Studie
20.06.16    (127)
Volker Quaschning: Sektorenkopplung durch die Energiewende
Quaschning analysiert in seiner viel beachteten Studie, wie und in welchem Umfang die Erneuerbaren Energien ausgebaut und das gesamte Energieversorgungssystem umgebaut werden müssen, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens in Deutschland umzusetzen. Laut Quaschning müssen die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr bis 2040 vollständig dekarbonisiert und deshalb alle Kohlekraftwerke bis 2030 stillgelegt werden. Neuanlagen zur Wärme- und Warmwasserbereitung dürfen ab 2020 nur effiziente Wärmepumpen verwenden (keine fossilen Heizungen mehr). Neufahrzeuge müssen möglichst ab 2025, spätestens 2030, rein elektrisch fahren; deshalb müssen die wichtigsten Fernstraßen mit Oberleitungen für LKW ausgerüstet werden. Basis der gesamten Energieversorung muss ab 2040 Ökostrom hauptsächlich aus Wind- und Solarenergie sein, der teils mittels Power-to-Gas in Methan gewandelt und im Erdgasnetz gespeichert wird, um die Versorgungssicherheit auch in Phasen der Dunkelflaute zu gewährleisten.
 
 Download der Studie [htw-Berlin]  

| EW-Strom | EW-Wärme | EW-Verkehr | nachhaltige Energie | Kohle | CCS | Elektroauto | Erneuerbare | Energieeffizienz | Energiesparen |
Erneuerbare Stromversorgung
SRU-Sondergutachten: Erneuerbare_Stromversorung
26.01.11    (87)
SRU: Wege zur 100 % erneuerbaren Stromversorgung
In seinem Sondergutachten zeigt der SRU anhand verschiedener vom DLR berechneter Szenarien, dass eine Vollversorgung mit Ökostrom in Deutschland bis 2050 machbar, sicher und ökonomisch vorteilhaft ist. Als günstigste Variante erweist sich ein Stromverbund mit Skandinavien mit seiner enormen Pumpspeicherkapazität (Norwegen 84 TWh, Schweden 36 TWh), die zur Speicherung von Windstrom vorteilhaft sind. Atom- und Kohlestrom mit CCS hält der SRU für nicht nachhaltig und lehnt daher die Laufzeitverlängerung von Atom- wie auch den Neubau von Kohlekraftwerken ab. Stattdessen sollen Energieeffizienz und Energiesparen sowie ein moderater Ausbau von Gaskraftwerken als Brückentechnologie zur Energiewende fungieren. Laut SRU sind nur die Erneuerbaren Energien vereinbar mit den Nachhaltigkeitskriterien der Generationengerechtigkeit und Risikovorsorge und daher langfristig die einzige absehbar nachhaltige Lösung für die Stromversorgung.
  
Download: SRU Sondergutachten zur nachhaltigen Stromversorgung [pdf; 4,4 MB]

| Umweltrat | Ökostrom | EW-Strom | Windenergie | Solarenergie | Wasserkraft | Geothermie | Biomasse | Atomausstieg | Kohle | CCS | Sequestrierung |
Ökostrom-2050
100 % erneuerbare Stromversorgung bis 2050: klimaverträglich, sicher, bezahlbar:  Grafik Großansicht
05.05.10    (78)
Umweltrat (SRU): 100 % erneuerbare Stromversorgung bis 2050: klimaverträglich, sicher, bezahlbar
Laut SRU kann Deutschland bis 2050 komplett mit Strom aus erneuerbaren Energien (EE) zu wettbewerbsfähigen Preisen versorgt werden. Der Atomausstieg sollte wie vereinbart fortgesetzt werden, weil sonst der EE-Ausbau behindert würde. Um Schwankungen beim Ökostrom auszugleichen, sollten die Wasserkraftwerke Skandinaviens zumehmend als Stromspeicher genutzt werden. Im Auftrag des SRU hat das DLR verschiedene Szenarien zur Energiewende entwickelt, bei denen sich verstärkte Energieeffizienz in Kombination mit weiträumiger Vernetzung (Supergrid) unter Einbindung der enormen Kapazitäten an Stromspeicherung in Skandinavien als die kostengünstigsten erweisen. Bei einem nur geringen Zubau von Gaskraftwerken kann der EE-Ausbau mit 6 bis 8 GW pro Jahr so zügig erfolgen, dass die vorhandenen und im Bau befindlichen konventionellen Kraftwerke im Zuge ihrer normalen Lebensdauer sukzessive vom Netz gehen können. Neue Kohlekraftwerke oder auch CCS-Technologien werden nicht benötigt.
 
Download: Stellungnahme Nr.15 (pdf, 3,5 MB)

| Ökostrom | Erneuerbare | Atomausstieg | CCS | EW-Strom | nachhaltige Energie | Umweltrat |
Dokumente: Archiv   (jahrgangsweise chronologisch)
Jahrgang:  07  08  09  10  11  12  13  14  15  16  17  18  19  20  21 

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[1] Wikipedia (en): Bio-Energy with Carbon Capture and Storing (BECCS) (Z 26.10.16)
Wikipedia (de): Bioenergie mit CO2-Abscheidung und -Speicherung
Wikipedia (de): CO2-Sequestrierung  
   

Stand: 26.10.16/zgh
  Treibhausgase   CO2-Sequestrierung   CCS
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