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 Schule muss zur Nachhaltigkeit erziehen

Von der Natur lernen

  

Autor:
Geseko von Lüpke

Heft Februar 2002 -
Seite 24 bis 31

Der "Pisa"-Schock sitzt tief. Dabei kennen die Pädagogen seit zehn Jahren das Konzept, mit dem sie unsere Kinder viel besser auf die Zukunft vorbereiten können, als es die Schule bisher macht: Seit Rio gilt "Nachhaltigkeit" als Bildungsziel. Das könnte die Paukanstalten revolutionieren.

Die Szene in der Berufsoberschule Freising erinnert an die Plackerei im Fitness-Studio: Der Schüler strampelt sich die Seele aus dem Leib und kommt doch nicht vorwärts. Sein Trainingsgerät ist mit dem Lehrerpult verkabelt, und um den Athleten hat sich die Klasse versammelt: Die Freunde feuern ihn an.

Die Musik im CD-Player hat er per Pedale schon zum Klingen gebracht, die Neonröhre auf dem Tisch flackert bereits. Doch dem Schüler, der auf dem zum Kraftwerk umgebauten Home-Trainer strampelt, glänzen Schweißperlen auf der Stirn. Als er jetzt mit Muskelkraft noch einen Topf Wasser um ein Grad Celsius erwärmen soll, bricht er das Experiment mit hängender Zunge ab . . .

Dennoch hat er dabei gelernt, was Energie ist und warum wir sie nicht verschwenden sollen. Bleibt die Frage, ob das Experiment Zeitverschwendung im Kampf um gute Noten ist oder ein Ausblick auf die Zukunft in deutschen Klassenzimmern. Die immer neuen Erfahrungsspiele, die der in Süddeutschland dafür bekannte Lehrer Wilhelm Kirchensteiner aus seinem "Energiekoffer" zaubert, sind nur ein Beispiel für das, was möglich wäre an Schulen. Wer Wissen für die Zukunft in den Köpfen verankern und Verhaltensweisen der Menschen ändern will, braucht Phantasie. Sie scheint angesichts dessen, was in den zurückliegenden Wochen über den Zustand unseres Bildungswesens berichtet wurde, auch dringend erforderlich.

Der Schock hieß "Pisa". Denn die Studie der Organisation für Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) über das Wissen der jungen Generation stellte fest, dass Deutschland in puncto Bildung hinterherhinkt. Als die Ergebnisse der Untersuchung im Dezember 2001 vorgestellt wurden, bestätigte sich, was manche Pädagogen seit Jahren beklagen: Wer der nachwachsenden Generation Berge von Wissen unter Zeit- und Leistungsdruck eintrichtern will, scheitert zwangsläufig. Anstatt die Kinder zu befähigen, die Probleme der Zukunft zu lösen, produzieren deutsche Schulen Bildungskrüppel, die weder Schulwissen noch die Welt begreifen. Sie lernen nicht fürs Leben, sondern nur für gute Noten - und vergessen postwendend, was ihnen beigebracht wurde. Die Noten, welche die Studie unserem Bildungssystem gab, waren daher katastrophal. Die Lehrer müssten "sitzen bleiben": Denn die Leseleistung ihrer Pennäler ist "mangelhaft", ihr naturwissenschaftliches Verständnis "ungenügend", ihre Kreativität und Selbstständigkeit "unterentwickelt". Das Urteil, das zwischen den Zeilen steht, ist das schlimmste. Es beschreibt deutsche Bildungspolitik als nicht zukunftsfähig.

Dabei liegt die Strategie für eine Erneuerung des Bildungswesens längst auf dem Tisch: Vor zehn Jahren wurde auf der Umweltkonferenz in Rio de Janeiro festgelegt, dass die Schule der Zukunft das Thema Umwelt zum Mittelpunkt allen Lernens machen müsse. Nimmt sie dieses neue Leitbild "Nachhaltigkeit" aber ernst, dann muss sich die Schule ändern. Eine nachhaltige Umweltbildung könnte der Hebel sein, mit dem ein überholtes Bildungssystem zukunftsfähig gemacht werden kann.

An Modellprojekten besteht kein Mangel. "Global denken, lokal handeln", lautet etwa der Schlüsselbegriff im Erlanger Ohm-Gymnasium. Wer aktiv Umweltschutz unterstützen will, muss bei sich selbst anfangen, fand das Kollegium und entschied sich, als erste deutsche Schule die Öko-Audit- Zertifizierung zu erhalten. Bislang gab es solche Analysen nur für Unternehmen, die Mengen an Rohstoffen und an Energie verbrauchen und Abfälle produzieren. Ziel einer Auditierung ist es, unter Umweltaspekten Sparmöglichkeiten, Recyclingwege und nachhaltige Produktionsformen zu suchen und damit den Betrieb ökologisch zu optimieren. Für eine Schule bedeutet das, sich als eine im Naturkreislauf stehende Institution zu begreifen: Wie viel Energie ist nötig, um Lehrer wie Schüler vor Ort zu bringen, welche Energie wird benutzt, um die optimalen Lernbedingungen herzustellen, wie wird die Heizung betrieben? In welchem Zustand ist die Wärmedämmung, wo wird Elektrizität verschwendet, was geschieht mit den Rückständen aus dem Chemieunterricht, wie wird Müll getrennt? Im Erlanger Gymnasium stieß die Idee, in der Schule mit der Nachhaltigkeit zu beginnen, bei den Lehrern auf Begeisterung. Schüler erstellten Abwärmegutachten, dichteten Fenster ab, besorgten Energiesparlampen und planten Solaranlagen. Kontrolleure achteten auf den Stromverbrauch, Kleingruppen deckten Schwachstellen auf, im Unterricht wurde die Arbeit vor Ort immer wieder in Relation zur Gesellschaft gesetzt. Das Ergebnis war frappierend: Die Müllgebühren fielen von 30000 Mark im Jahr auf 7300 Mark, die Rechnungen für Öl, Strom und Wasser sanken. Stolz machten Schüler und Lehrer die Ergebnisse öffentlich, und zahlreiche Schulen eifern seitdem den Erlangern nach.

Gemessen an den herkömmlichen Maßstäben der Wissensvermittlung, war dieses Pilotprojekt jedoch ein Reinfall. Denn für das Öko-Audit wurden Schulstunden geopfert, Lehrpläne verschleppt, Klassenarbeiten verschoben. Stattdessen war in den Mittelpunkt gerückt, was Schulen sonst scheuen: gemeinsames Forschen, Kooperation und Kreativität unter den Kindern, selbstständiges Planen und Arbeiten in Kleingruppen, exemplarisches Lernen an lebensnahen Beispielen. Wissen war relevant, die Mauern der Kunstwelt Schule transparent geworden. Statt sich rauszuhalten, hatte das Erlanger Gymnasium sich eingemischt. Und ganz nebenbei Hunderte von Umweltschützern nach Hause geschickt, die dort als Multiplikatoren wirken, weil es Spaß macht, Zukunft zu gestalten.

Zukunft und Bildung - das war stets ein problematisches Verhältnis. Die Frontlinie im Generationenkonflikt geht dabei quer durch die Schulen. Ein Lehrer, der sein Wissen vor 30 Jahren erwarb und sich nicht fortgebildet hat, wird zu einem Museumsstück in einer Welt, die ihr Wissen alle fünfeinhalb Jahre verdoppelt. Schon das geistige Rüstzeug, das den heutigen Eltern in der Schule mitgegeben wurde, hat sich oft als ungeeignet erwiesen, die Welt zu verstehen. "Baut um Himmels willen Dinge, die schnell wieder einfallen", sagt deshalb der Pädagoge Rudolf zur Lippe, "denn dass sie falsch sind, wissen wir schon jetzt."

Stattdessen klammern sich die Bildungsplaner an klassische Werte und versuchen, ständig mehr Inhalte in weniger Zeit zu vermitteln. 30 Jahre Bildungsreformen haben das Lernen verwissenschaftlicht und entsinnlicht. Damit sind Schulen nicht nur zu lebensfremden Lernghettos geworden, sondern haben durch die Reproduktion herkömmlicher Sichtweisen Fehlentwicklungen verewigt. "Ich glaube, dass wir Schulen haben, die von gestern sind", sagt der Frankfurter Pädagoge Horst Rumpf dazu. Reformiert wurde immer von oben nach unten und nur orientiert an der Qualität des Zeugnisses. Schulen seien zu reinen Bewahranstalten verkommen, schimpft der Reformpädagoge Hartmut von Hentig: "Ich halte sie zur Hälfte für schlicht verschrottbar. Das Augenmerk liegt darauf: ‚Haste gelernt, kannst es noch hersagen?' Damit schaffen wir die Welt nicht!"

Dabei ist Bildungspolitik Planung für die Zukunft. Wer heute die Schule besucht, wird in einem Vierteljahrhundert Politik, Wirtschaft und Kultur mitbestimmen. Deshalb müssen wir uns ausmalen, vor welchen Herausforderungen die heutigen Schüler dann stehen werden, fordern Pädagogen. "Sie müssen unsere verseuchten Flüsse reinigen, Wälder wieder aufforsten und das Elend in der Dritten Welt mildern", sagt Gerold Becker, Leiter des hessischen Instituts für Bildungsforschung. "Die Frage ist, ob die Schule sie auf diese Aufgaben vorbereitet. Da habe ich Zweifel. "Mit gutem Grund. Denn unsere Schulen haben den Paradigmenwechsel der Wissenschaft im 20. Jahrhundert großteils verschlafen. Gerade im naturwissenschaftlichen Unterricht wird die Welt heute noch erklärt, indem man sie in Fächer unterteilt und behandelt, als gäbe es getrennte physikalische, biologische und chemische Welten. Statt das Netzwerk des Lebens in den Mittelpunkt des Unterrichts zu stellen, werden die ganzheitlichen Phänomene in immer kleinere Bereiche zerhackt. Mit einem solchen Reduktionismus aber werden die Probleme dieses Ansatzes immer weiter in die Zukunft getragen, kritisieren viele Pädagogen. "Messergebnisse aufnehmen und Begriffe definieren - was man im Physikunterricht halt so macht - ist im Kleinen das gleiche, wie wenn man im Großen Bäche begradigt, Landschaften zubetoniert oder die Welt berechenbar, konstant und gleichartig macht", so der hessische Physik- und Chemielehrer Henning Senske. Tatsächlich finden all die Disziplinen, die das mechanistische Weltbild auf den Kopf gestellt haben, im Unterricht nicht statt. Gentechnik, Immunbiologie, Neurologie oder Bionik, Quantenphysik, Chaosforschung, Systemtheorie oder Kybernetik fehlen in den Lehrplänen. "Das Gymnasium hat sicher nicht die Aufgabe, jedes Jahr neue Fächer einzuführen", gibt Heinz Durner, bis Ende 2001 Präsident des Deutschen Philologenverbandes, zu bedenken. "Aber es ist seine Aufgabe, entscheidende Veränderungen, die das zukünftige Denken prägen, in den Wissensprozess einzubauen."

Genau das findet nicht statt. Chaosforschung lehrt, Abschied zu nehmen vom linearen Denken. Quantenphysik behauptet, dass die Naturgesetze, die wir im Alltag beobachten, nur eingeschränkte Gültigkeit haben und dass wissenschaftliche Objektivität eine Fiktion ist. Die Schüler des 21. Jahrhunderts aber verlassen die Schule mit einem Weltbild, das dem Wissen des 19. Jahrhunderts entspricht, stellte der Münchner Didaktikprofessor Helmuth Wiesner fest. "40 Prozent der Abiturienten haben ein deterministisches Weltbild. Heutzutage müssen wir die Welt aber anders betrachten."

Die neuen Themen verlangen nach neuen Formen der Vermittlung. Schuldirektor Heinz Durner initiierte an seiner Schule in Unterhaching etwa einen interdisziplinären Projekttag zu einem Thema, das nicht im Lehrplan steht: Chaos. Ansätze, Ordnungsstrukturen jenseits unser gewohnten Sichtweisen zu präsentieren, gab es genug. Die Beschäftigung mit dem Wortkünstler Ernst Jandl in Deutsch war nur ein Beispiel für die thematische Vielfalt, mit der Chaos sinnlich erfahrbar angegangen wurde. Die Formenpalette reichte von der computergrafischen Darstellung eines "Apfelmännchens" in der Geometrie bis zur Bearbeitung des Urchaos in den Schöpfungsmythen im Religionsunterricht. "Erdkunde hat natürlich viel damit zu tun, da die Wettervorhersagen ja chaotisch sind", sagt dazu die Projektleiterin Claudia Hufenreuther. "Kunst und Musik sind Beispiele: Wie hören wir Musik, wenn wir ganz chaotisch musizieren, man kann es nicht erklären."

Erfolg und Resonanz waren so groß, dass nicht nur eine Broschüre entstand, sondern eine Projektgruppe im Staatlichen Institut für Bildungsforschung, die eine Sammlung von Ideen zur Aufarbeitung des Themas herausbringen wird. "Chaostheorie und die nichtlineare Dynamik", da ist sich Schulleiter Heinz Dürer sicher, "helfen dabei, unsere Welt als ein System begreifen."

Auch die moderne Biologie und Evolutionsforschung ist schon weiter, als die sezierten und ausgestopften Tiere in den Schaukästen der Bio-Säle vermuten lassen. Längst beschäftigen sich moderne Forscher mit der Frage, wie die Natur selbst lernt. Was sie herausfanden, hat mit Schule, wie wir sie kennen, wenig zu tun: In der Evolution lernt die Natur, indem sie sich flexibel an Verhältnisse anpasst. "Das heißt, man müsste nicht so sehr feste Inhalte lernen, sondern das Lernen lernen", sagt etwa der Evolutionsbiologe Friedrich Cramer, "die Fähigkeit, sich anzupassen und Neues aufzunehmen." Nach den Gesetzen der Evolution wäre die Schule schon ausgestorben. Denn die Vielfalt der Welt ist nicht durchs Kopieren und Imitieren entstanden. Die Natur gleiche, so sagt der Physik-Nobelpreisträger Gerd Binnig, nicht einer reproduzierenden Maschine, sondern einem spielenden Lebewesen, und er urteilt: "Dieses Bild der Welt spiegelt sich im Unterricht nicht wieder. Die Schule sollte der Welt voraus sein. Bei uns ist es umgekehrt!"

Natürliches Lernen, glauben die Forscher, ist "ganzheitlich", weil es lebensnah und in Kooperation mit der Umwelt stattfindet. Die Lernschritte geschehen nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum. Die Primatologin Jane Goodall ist sich nach Jahren der Beobachtung sicher, dass auch die Schimpansen nur lernen, wenn sie Spaß haben: "Wenn man ihnen etwas anbietet, was sie interessiert, kapieren sie es leichter."

Lernen also selbst Schimpansen leichter als unsere Schüler? Während die Schulen jahrzehntelang verstaubtes Bildungswissen predigten, gingen die Universitäten voran. Hier zeigt sich, dass kaum eine Forschungsdisziplin die Summe der neuen Erkenntnisse besser zusammenfasst als die Ökologie. Dieses Fach lässt sich nicht betreiben, indem man die Welt in Teile zerlegt, um sie zu erkennen. Es verlangt nach Sichtweisen, die das Zusammenspiel der Natur begreifbar machen. Mit der Entwicklung der Systemtheorie, die sich mit den Beziehungsmustern in der Natur beschäftigt, war ein Ansatz gefunden, der die Biosphäre eher wie einen lebenden Organismus betrachtet. Doch es sollte Jahre dauern, bis die Stichworte "Ökosystem", "Kreislauf und Recycling" oder "Nachhaltigkeit" zu Schlagworten der Bildungspolitik wurden.

Als zu Beginn der 70er-Jahre Donella und Dennis Meadows auf die "Grenzen des Wachstums" hinwiesen, setzte dies den Umweltschutz zwar auf die politische Tagesordnung, doch die Bildungspolitik reagierte verhalten. Die Empfehlung zum Aufbau einer Umweltbildung, die 1972 von der UN-Umweltkonferenz in Stockholm ausgesprochen worden war, führte in deutschen Schulen allenfalls dazu, dass mit erhobenem Zeigefinger umweltgerechtes Verhalten angemahnt wurde.

Als Anfang der 80er-Jahre Methoden der Reformpädagogik in die Schulen einzogen, erhielt auch die Umweltbildung neue Impulse. Die Umwelterzieher stürzten sich auf den Projektunterricht, bei dem die Fächergrenzen für eine Zeitspanne aufgehoben sind. Das gab die Chance, ein Thema von allen verschiedenen Seiten aus zu behandeln: Das Ziel war nicht die Note, sondern eine kreative Lösung.

Weil solche Ansätze dem Schulalltag zuwiderliefen, blieb es die Sache weniger Pioniere, die Umweltbildung weiterzuentwickeln. Aus der Umweltbildung entstand die Ökopädagogik. Ihre Verfechter befreiten sich aus dem Schulkorsett und mischten sich politisch ein. Ökologie wurde zum Schlagwort einer ganzen Generation, an dem die Regierungen nicht mehr vorbeikamen.

Langsam setzte sich die Einsicht durch, dass Veränderungen im Umweltbewusstsein auch ein neues Verständnis von Schule erforderten. Dann geschah etwas, wovon die Pioniere der Umweltbildung nicht einmal geträumt hatten: Auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung, die 1992 in Rio de Janeiro stattfand, geriet Bildung in den Mittelpunkt. Sie sei eine "unabdingbare Voraussetzung für Schaffung eines ökologischen und ethischen Bewusstseins", heißt es in der Agenda 21. Das Dokument prägte mit dem Begriff der "nachhaltigen Entwicklung" (sustainable development) eine Leitlinie für die Kulturen der Welt: Wirtschaftliche Entwicklung sollte nicht mehr gegen, sondern mit der Natur verwirklicht werden. Kapitel 36 der Agenda 21 stellt klar, dass die "nachhaltige Entwicklung" die neue Basis einer zukunftsfähigen Bildung sein müsse. Damit war ein Minderheitenthema zur Leitlinie der Bildungsplanung geworden.

Im Auftrag aus Rio liegt die Chance. Denn Umweltbildung, von dem Berliner Bildungsplaner Gerhard de Haan bislang als "Ein-Prozent-Disziplin" bezeichnet, ist mehr als eine Spielerei. Sie bietet Antworten auf fast alle Mängel, die von der "Pisa"-Studie entdeckt wurden. Die Stellungnahmen zur Untersuchung haben gezeigt, dass Pädagogen und Wissenschaftler, Politiker und Manager, Lehrer-, Eltern- und Schülerverbände neue Wege des Lernens fordern. Da geht es um Lernen an der Praxis und in Zusammenhängen, Lernen mit allen Sinnen und auf selbstbestimmten, kreativen Wegen. All das verlangt Kooperation statt Konkurrenz, Offenheit statt Beschränkung, Selbstentfaltung statt Fremdbestimmung, Interdisziplinarität statt Fächergrenzen, Spiel statt Leistungsdruck.

Umweltpädagogen sind sich sicher: Wenn das alte Bildungswissen unter dem Leitbild "Ökologie, Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit" neu sortiert wird, zwingen die neuen Inhalte die Schulen zu diesen Methoden.


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Quelle:

Autor: Geseko von Lüpke
Titel: Schule muss zur Nachhaltigkeit erziehen. Von der Natur lernen

aus: Natur&Kosmos,  Heft Februar 2002, Seite 24 bis 31
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Stand:14.02.2002 / zgh

Themen: Nachhaltigkeit   Agenda 21 in der Schule   
                 Bildung für nachhaltige Entwicklung

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