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Präimplantationsdiagnostik (PID) 
Embryonale Stammzellen  (ES)


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Einführung / Überblick
 

PID und Embryonenforschung
Gentechnik

In der Debatte um die Grenzen der Gentechnik gehen die Meinungen weit auseinander. Auch innerhalb der Parteien vor allem in CDU und SPD - stehen sich verschiedene Positionen gegenüber.
Besonders umstritten sind die Forschung an embryonalen Stammzellen und die Präimplantationsdiagnostik (PID).
Was bedeuten die Fachbegriffe?

Gentechnik kennzeichnet die Methoden der molekularen Biologie, bei denen genetisches Material isoliert oder gezielt verändert wird. Dazu gehört beispielsweise die Suche nach Erbkrankheiten (Gendiagnostik) oder die Herstellung von Arzneimitteln.
Mit der Präimplantationsdiagnostik (PID) (Verfahrensablauf) werden nach einer künstlichen Befruchtung im Reagenzglas Embryos nach den ersten Zellteilungen auf ihre Erbanlagen untersucht, bevor sie in die Gebärmutter eingepflanzt werden. Dadurch ließen sich Eizellen mit einem bestimmten genetischen Defekt aussondern - was bei Kritikern vor allem ethisch auf heftige Bedenken stößt. Sie berufen sich darauf, dass menschliches Leben bereits mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle beginnt.
In Deutschland ist die PID durch das Embryonenschutzgesetz verboten.

Für die Befürworter einer beschränkten Zulassung von PID stellt sich vor allem die Frage, warum ein künstlich gezeugter Embryo im Reagenzglas nicht untersucht werden darf, während dies im Mutterleib durch die vorgeburtliche Diagnostik erlaubt ist.
In einigen Ländern ist PID bereits in bestimmten Grenzen gestattet. Weltweit wurden schon rund 500 Kinder nach PID geboren.
 

Embryonenforschung

Stammzellen

Ein weiterer Streitpunkt in der Gentechnik-Debatte ist die Forschung mit Stammzellen.  
Stammzellen sind Vorläufer spezialisierter Zellen und können sich entweder zu einem kompletten Organismus, beliebigen Zellen oder nur zu bestimmten Zelltypen entwickeln.
Die Erwartungen der Medizin an die Stammzellen  sind groß. Sie könnten abgestorbene Zellen ersetzen, etwa Herzmuskelzellen nach einem Herzinfarkt oder Gehirnzellen bei der Parkinsonschen Krankheit.
Die Forschung interessiert vor allem embryonale Stammzellen. Sie sind kurz nach der Befruchtung totipotent, das heißt, aus ihnen kann noch ein ganzer Organismus entstehen. Später haben sie noch die Pluripotenz, sich zu spezifischen Geweben und Zellen auszuprägen, wie etwa Leber oder Gehirn.

Das Embryonenschutzgesetz verbietet jede Forschung an menschlichen Embryonen. Adulte Stammzellen, die sich beim erwachsenen Menschen oder im Nabelschnurblut finden, gelten als mögliche Alternative zu embryonalen Stammzellen. Es ist aber problematisch, adulte Stammzellen zu erkennen und zu isolieren.
 

Stammzellen
per Internet

Embryonale Stammzellen sind einerseits Bestandteile des Lebens, andererseits aber auch Handelsware.
Eine US-Firma aus Wisconsin bietet sie im Internet zum Versand an. Die Kosten liegen bei 5000 bis 6000 Dollar. Dem Leiter der Firma, James Thompson, war es 1998 erstmals gelungen, die Stammzellen menschlicher Embryonen zu isolieren. Sie werden aus Embryonen gewonnen, die bei künstlichen Befruchtungen nicht verwendet wurden.
Auf die "Wisconsin Stammzellen" ist in den USA am 1.Dezember 1998 ein Patent erteilt worden.  Für die Käufer der Stammzellen hat Thompsons Firma, eine Tochtergesellschaft der Universität Wisconsin, Regeln aufgestellt. Sie müssen zusichern, dass sie sich an die geltenden Gesetze halten. Die Stammzellen dürfen auch nicht zur Züchtung ganzer Embryos verwendet werden und nicht mit Zellen anderer Embryos vermischt werden.
Generell stehen sie nur für Forschungszwecke, nicht aber für Therapie oder Diagnose zur Verfügung.
 

Quelle:  

Text:  ARD-Videotext, 3.7.01, Nr.156-159
Links / Infografiken ergänzt (zgh)

Chronik

Chronik der Debatte um die Stammzellen   (ab ca.1998)
 

aktuelle
Bibliografie

Die Wochenzeitschrift DIE ZEIT stellt eine aktuelle Bibliografie vor, die geeignet ist, die aktuelle Debatte über die Stammzellen aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten:    zur aktuellen Bibliografie
 

Hintergrund-Infos  /  Infografiken


3Sat-Wissenschaft- sendung "nano"


Die wissenschaftlichen Grundlagen der Kontroverse über die Stammzellen- Forschung präsentiert die 3Sat-Wissenschaftsendung "nano"  in einer anschaulich bebilderten und thematisch übersichtlich gegliederten  Website
 

ARD.de
Extra Gentechnik
www.ARD.de/gentechnik

ARD.de bietet News und Infos rund um den Streitpunkt "Gentechnik". Umfassend recherchiert, aktuell und übersichtlich. Neben einem Überblick über die Chancen und Risiken der Genforschung  bietet die Website ausführliche Darstellungen zu Pro und Contra der Befürworter und Kritiker und verdeutlicht den Grenzgang zwischen Politik, Ethik und Wissenschaft: Politiker, Philosophen und Forscher werden zu möglichen Zukunftsszenarien befragt und komplizierte wissenschaftliche Zusammenhänge einfach und verständlich erklärt. Dazu gibt es ausgewählte Links.
 

WDR.de
Website zu
Stammzellen

www.wdr.de/online/

Der Westdeutsche Rundfunk bietet eine ausführliche gut bebilderte und anschaulich animierte Website rund um das Thema "Stammzellen". Besonderen Wert wird auf eine einfache Erklärung der Grundlagen gelegt.
Eine Chronologie und ein Glossar zur Stammzellforschung runden das Angebot ab.  www.wdr.de/online/stammzellen/
 

Dossier
Frankfurter Allgemeine Zeitung
(FAZ-NET)

Das sehr informative Dossier der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zur Bioethik bietet folgende Rubriken:  Chronik; Hintergrund; Meinung; Positionen der: Politik, Wissenschaft, Kirchen und ein Glossar.
Zum Angebot bei  www.faz.net
 

Wege zur Gewinnung
von Stammzellen

Drei verschiedene Wege zur Gewinnung von Stammzellen werden in einer Info-Seite dargestellt

Eine weitere Darstellung bietet eine AFP-Grafik, die in der Beilage zum "Das Parlament" B27 /29.6.01 enthalten ist, im Interet unter:
www.das-parlament.de/27-2001/beilage/b-a-3.html   (am Ende der langen Seite)
Diese Grafik (farbig) ist auch im Zwischenbericht der Enquete-Kommission vom 2.11.01, S.10 abgedruckt ( Download: pdf, 158S. 1,2MB)
   

Stammzellen: Heilmittel der Zukunft?

Zwei Wege (mit embryonalen bzw. adulten) der Stammzellen-Therapie und mögliche Anwendungen werden auf dieser Info-Seite dargestellt.
 

Stammzellen-Forschung

Forschung an embryonalen Stammzellen: AFP-Infografik
Infografik: Länder weltweit: Wo ist Stammzellforschung erlaubt, verboten?
   

Beilage zur Wochenzeitung "Das Parlament"
Nr. B27/29.6.01
Die Printausgabe wird kostenlos an Schulen und Institutionen verschickt und steht den Schulen i.d.R. durch langjährige Abos zur Verfügung.
Zusätzliche Exemplare, z.T. auch Klassensätze können abgerufen werden bei:

Bundeszentrale für politische Bildung; Berliner Freiheit 7, 53111 Bonn

Die Beilage "Aus Politik und Zeitgeschichte" widmet 6 wissenschaftliche Beiträge dem Themenkomplex PID und embryonale Stammzellen.
Die Beiträge enthalten Grafiken und Statistiken, die sich gut als Kopiervorlagen für Info-Blätter und Demo-Folien eignen.

Die Beiträge (incl. der Graphiken/ Glossare / Statistiken) sind einzeln abrufbar auf dieser Übersichtsseite (im unteren Teil der Internetseite ):
      http://www.das-parlament.de/27-2001/index2.html)

  1. Rüdiger Wolfrum
    Forschung an humanen Stammzellen: ethische und juristische Grenzen
  2. Christine Hauskeller:
    Die Stammzellforschung - Sachstand und ethische Problemstellungen
    Graphik: Die Gewinnung von Stammzellen (AFP 0105 0705)
    Glossar/ Fachbegriffe
  3. Sigrid Graumann:
    Zur Problematik der Präimplantationsdiagnostik
    Graphik 1: Gentests an Embryonen  / PID (Globus 7105)
    Graphik 2: Therapeutisches Klonen mit Embryonen (Globus 6555)
  4. Günter Feuerstein / Regine Kollek:
    Vom genetischen Wissen zum sozialen Risiko: Gendiagnostik als Instrument der Biopolitik
  5. Matthias Kettner:
    Neue Formen gespaltener Elternschaft
    Graphik: Das menschliche Erbgut ist entschlüsselt. Fünf Fakten zum Human-Genom-Projekt (HGP) (Globus 6963)
  6. Hans-Georg Koch:
    Fortpflanzungsmedizin im europäischen Rechtsvergleich
    Tabelle: Überblick über die gesetzlichen Regelungen zur Fortpflanzungsmedizin in Europa
    Graphik: Den Genen auf der Spur. Beispiele von Erbkrankheiten und der zugeordneten Chromosomen (Globus 6945)
    Linksammlung (im Original nicht verlinkt, daher hier mit Verlinkung ergänzt: siehe unten: Links)
          

Pro und Contra

Standpunkte zur Bioethik
Deutscher Bundestag

Diskussionsforum "Präimplantationsdiagnostik"
des Deutschen Bundestages:
Fünf Mitglieder der Enquete-Kommission Recht und Ethik der modernen Medizin beziehen Position. Sie können sich mit Ihrem Beitrag an der Diskussion beteiligen. Geöffnet ist das Diskussionsforum vom 22. November 2001 bis 21. Dezember 2001.
Dieses Diskussionsforum ist abgeschlossen. Weitere Beiträge können nicht berücksichtigt werden. www.bundestag.de/cgi-bin/ldisplay.pl?forum

Extra-Infoseite zur Bundestagsdebatte am 30.1.2002
 

Standpunkte zur Bioethik
Bündnis Menschenwürde
 

Fraktionsübergreifende Initiative von Bundestagsabgeordneten gegen die Absenkung ethischer Normen in den Bereichen Medizin und Biotechnologie
http://www.buendnismenschenwuerde.de
 

Standpunkte zur Bioethik

Deutsches Ärzteblatt
www.aerzteblatt.de

Stellungnahmen und Positionen
Das Deutschen Ärzteblatt hat sich von Anfang an der Diskussion über PID, PND und Embryonenforschung beteiligt und die unterschiedlichsten Stimmen zu Wort kommen lassen. In eienm Sonderdruck sind alle Beiträge zusammengefasst, als PDF-Datei (772 KB) im Internet abrufbar unter:
  www.aerzteblatt.de/daten/pid.pdf
   

Standpunkte zur Bioethik
Hrg.
Konrad-Adenauer-Stiftung
(KAS)
www.kas.de

Juli 2001

Zusammenfassung von Stellungnahmen und Positionspapieren
Ca. 20 relevante Institutionen (Stand: Nov.2001) aus Forschung, Ärzteschaft, Kirche u. Gesellschaft  (nicht oder nur indirekt vertreten: Politik, Gewerkschaften, Wirtschaftsverbände) werden in dieser Übersicht mit ihren relevanten Dokumenten zusammenfassend dargestellt: Jeweils werden Grundpositionen und Basiseinschätzungen stichwortartig erfasst, dazu die Quelle samt Bezugsmöglichkeit, z.T. mit Internet-Adressen.
Zahlreiche wichtige Aspekte rund um das Thema Bioethik werden systematisch und strukturiert berücksichtigt.
Download der Zusammenfassung bei der KAS  (pdf, 26 S., 88 KB )
   

Linksammlung 

Datenbank

Das Wissenschaftszentrums Nordrhein-Westfalen bietet einen datenbankbasierten InfoDienst Biomedizin an. Neben aktuellen Ergänzungen der bestehenden Themenfelder finden Sie neu eingerichtet den Bereich "Präimplantationsdiagnostik (PID)" und interessante Informationen zur "Keimbahntherapie" im Themenfeld "Gentherapie".
Folgende Leistungen können Sie abrufen:
  • eine umfassende Auswahl kommentierter Links zu den Themenkomplexen "Stammzellen", "Gentherapie" sowie Präimplantationsdiagnostik (PID)
  • themenrelevante Gesetzestexte sowie
  • eine Auswahl umfassender Linksammlungen aus dem Themenfeld der Biomedizin.
    www.wz.nrw.de/infodienst/infodienst.htm

 
Internetverweise der Redaktion
Beilage zur Wochenzeitung "Das Parlament"
Nr. B27/29.6.01

 
Fortpflanzungsmedizin

www.bundestag.de/gremien/medi/index.html

www.bmgesundheit.de/themen/gen/gen.htm

www.icsi.de www.iuscrim.mpg.de/de/forsch/straf/projekte/einzel/jungf.html

www.bundesarztekammer.de/Homepage/presseforum/publikationen_pf/Aspekte.html

www.fortpflanzungsmedizin.com

 
Gentechnik

www.bundestag.de

www.bundesaerztekammer.de

www.gentechnik.gv.at

www.bmbwk.gv.at/7forsch/forecht/gtg/pggtech.htm

www.umweltministerium.bayern.de/bereiche/gentech/gentech.htm

www.greenpeace.de/GP_DOK_3P/THEMEN/C05UB01.HTM

www.uni-tuebingen.de/abot/genforum

www.spd.de      www.cdu.de      www.gruene.de       www.fdp.de

 
Gespaltene Elternschaft

www.aerzteblatt.de/download/files/U0000182.htm

www.dialog-gesundheit.de/imdialog/veranstaltungen/00/fortpfl/rede-pst.htm

 
Präimplantationsdiagnostik

www.bundestag.de/cgi-bin/ldisplay.pl?forum

www.bundesaerztekammer.de

www.aerztinnenbund.de/Homepage/Themen/GesPol/PIDStell.html

 

Stammzellen

www.bundesaerztekammer.de

www.wz.nrw.de/wz/veran/stamm.htm

www.dfg.de/aktuell/download/eszell_d/html

www.uni-regensburg.de

www.research-projects.unizh.ch

www.uni-koeln/med-fak/anatomie/einrichtungen/Forschung1/Neuron2/neuronal10.html

www.kinderwunschnetz.de

www.zoologie.uni-bonn.de/Neurobiologie/boehm/online-sem/regeneration/sld012.htm

     


Bundestagsdebatten zur Gen- und Bioethik 


Stammzellen-Import
Bundestagsdebatte
am 30.1.2002


Der Bundestag entscheidet über den Import von Stammzellen:
3 Anträge liegen zur Abstimmung vor:
Die 3 Anträge im Wortlaut und das Abstimmungsergebnis
Die Redebeiträge in der Debatte im Wortlaut
Weitere Infos zur Debatte / Redeauszüge bei Spiegel-Online

Bundestagsdebatte

am 31.5.01

Wochenzeitschrift
"Das Parlament"

Die Printausgabe wird kostenlos an Schulen und Institutionen verschickt und steht den Schulen i.d.R. durch langjährige Abos zur Verfügung.
weitere Bezug-Infos


73. Sitzung des Deutschen Bundestages am 31.5.01:
Dokumentation der Redebeiträge

Die Wochenzeitschrift "Das Parlament", Nr.24/8.6.2001 dokumentiert die Redebeiträge der vielbeachteten Bundestagsdebatte. Die Artikel sind im Online-Archiv eingestellt und können über   diese Startseite  einzeln abgerufen werden.

Die Printausgabe enthält  die Globus Graphik 6945 (Tabelle von genetisch bedingten Krankheiten mit zugeordnetem Chromosom) und die dpa-Graphik  4622 (zur Präimplantationsdiagnostik PID).

Das Online-Archiv enthält zahlreiche weitere Beiträge zum Themenbereich, z.B. Nr. 11/ 9.3.01 mit dem Schwerpunkt "Biotechnologie"
Weitere Artikel können auch über die Volltext-Suche mit Suchbegriffen wie "Bioethik", "Genethik", "Gentechnologie", "Ethikrat", "PID" etc. recherchiert werden.
 


Weitere Angebote im Agenda 21 Treffpunkt 


Gen- und Bio-
technologie
/
Reproduktiosmedizin
übergreifend

 


Diese Seite ist Teil des übergreifenden Agenda 21 Themas
  Gen- und Biotechnologie / Reproduktionsmedizin

Das Angebot umfasst:

  • ergiebige Linksammlungen

  • Literatur,  Unterrichtsmaterialien und sonstige Medien

  • Dokumente ( Studien, Berichte, Positionspapiere)

  • Daten, Statistiken und Infografiken

  • Nachrichten- und Pressearchiv  

  • weitere Spezialthemen
             

 

   Seiten-Info: erstellt: 4.7.2001 (zgh)    letzte Aktualisierung: 3.2.2002

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