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| ARD-Text |
Datum:
2008-06-
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25.06.2008 S. 120 dnr = 2317 |
Armutsbericht: Kluft wird tiefer
Das Kabinett hat den neuen Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung gebilligt. Danach hat sich die Kluft zwischen Arm und Reich weiter vertieft.Der Bericht gibt die soziale Lage des Jahres 2005 wider. Demnach waren 13 % der Bundesbürger arm - jeder achte. Der Bericht sorgt für Unmut im Wirtschaftsministerium. Dies ist der Meinung, der Bericht zeichne ein "zu düsterers Bild der sozialen Realität". Die Bundesregierung beschloss auch den Aktionsplan Ernährung. Damit startet eine Initiative gegen Übergewicht. => Armut & Reichtum |
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25.06.2008 S. 122 dnr = 2318 |
Scharfe Kritik an Asse II
Angesichts der Probleme im niedersächsischen Versuchsendlager Asse II haben die Grünen eine Rückholung des dort gelagerten Atommülls verlangt. Bei dem Bergwerk handele es sich um eine "tickende Zeitbombe", warnten die Grünen im Bundestag. Kürzlich war bekannt geworden, dass in dem Forschungsbergwerk radioaktive Salzlauge lagert, die die Grenzwerte teils bis zum Neunfachen überschreitet.Umweltminister Gabriel hatte gestern angeordnet, dass Experten die Pannen untersuchen sollen. => Atomenergie |
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25.06.2008 S. 123 dnr = 2319 |
Streit über US-Atomwaffen
Die in Deutschland gelagerten US-Atomwaffen sorgen angesichts möglicher Sicherheitslücken für heftigen Streit im Parlament. Die FDP forderte erneut den Abzug der Waffen, sie seien eine Relikt aus den Zeiten des Kalten Krieges, das heute mehr Unsicherheit schaffe. Grüne und Linke schlossen sich dieser Forderung an, auch von der SPD gab es Zustimmung. Die Union dagegen verteidigte die Stationierung. Nukleare Abschreckung sei immer noch notwendig. Außerdem seien die Lager in Deutschland sicher. => Atomwaffen |
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25.06.2008 S. 124 dnr = 2320 |
Simbabwe: Wahlverschiebung gefordert
Angesichts der Krise in Simbabwe haben die Nachbarländer des Staates eine Verschiebung der am Freitag angesetzten Wahl gefordert. Freie Wahlen seien nicht möglich, hieß es. Simbabwes Präsident Mugabe will sich am Freitag im Amt bestätigen lassen. Mugabes Herausforderer Tsvangirai hatte sich nach einer massiven Gewaltwelle aus dem Wahlgang zurückgezogen. Er forderte die Stationierung von UN-Truppen. Die USA haben bereits angekündigt, die Wahl nicht anzuerkennen. Großbritannien forderte schärfere Sanktionen. => Afrika |
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25.06.2008 S. 125 dnr = 2321 |
Israel schließt Grenzübergänge
Nach dem Raketenbeschuss des israelischen Grenzgebiets durch militante Palästinenser hat Israel den Warentransport in den Gazastreifen unterbrochen und die Grenze geschlossen. Unterdessen konnte Israels Premier Olmert in letzter Minute die bislang schwerste Regierungskrise seiner Amtszeit abwenden. Nur wenige Stunde vor der Abstimmung über die Auflösung des Parlaments stimmte der unter Korruptionsverdacht stehende Olmert der Wahl eines Nachfolgers an der Spitze der Kadima-Partei zu => Nahost |
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25.06.2008 S. 132 dnr = 2322 |
Ölpest durch "Exxon Valdez": Weniger Strafe für Exxon
Das Oberste Gericht der USA hat 19 Jahre nach der Ölpest vor der Küste Alaskas die Strafe für den Ölkonzern Exxon drastisch reduziert. Der Konzern muss jetzt noch 507 Mio.Dollar zahlen. Ursprünglich hatte die Strafe bei 5 Mrd. gelegen, war dann aber auf 2,5 Mrd. Dollar gesenkt worden. Die Strafe dürfte die bereits bezahlten Entschädigungen für die Opfer nicht übersteigen, hieß es. Der Tanker "Exxon Valdez" hatte 1989 die schlimmste Ölkatastrophe in der US-Geschichte verursacht. => Öltanker/Ölpest |
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25.06.2008 S. 140 dnr = 2323 |
Stichwort: Armutsgrenze
Armut wird weltweit unterschiedlich definiert. In Deutschland verwendet man einen relativen Armutsbegriff, der sich am Wohlstand der Gesellschaft misst.Dabei wird die zwischen den EU-Mitgliedstaaten vereinbarte Definition einer Armutsrisikoquote angewandt. Danach gilt als armutsgefährdet, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hat. Die so ermittelte Armutsgrenze lag 2005 nominal bei rund 10.350 Euro. Das Einkommensäquivalent des Arbeitslosengelds II liegt mit 7920 Euro somit unter der relativen Armutsgrenze. => Armut & Reichtum |
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25.06.2008 S. 143 dnr = 2324 |
Hintergrund: Wie funktioniert ELENA?
Beim sogenannten elektronischen Einkommensnachweis (ELENA) übermitteln Firmen die Daten ihrer Arbeitnehmer automatisch an eine zentrale Speicherstelle, die von den Rentenversicherungsträgern aufgebaut werden soll. Stellt ein Bürger beispielsweise einen Antrag auf Arbeitslosengeld, kann die Agentur für Arbeit auf die bei der Speicherstelle vorliegenden Arbeitnehmerdaten zugreifen. Damit die Datensicherheit gewährleistet ist, muss sich der Bürger bei der Agentur für Arbeit mit einer elektronischen Chipkarte identifizieren. => Sozialwissenschaften |
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25.06.2008 S. 158 dnr = 2325 |
Tropensturm in China: "Fengshen" erreicht Küste
Nach seinem tödlichen Zug über die Philippinen ist der Tropensturm "Fengshen" auf die chinesische Küste getroffen. Die Wirtschaftsmetropolen Shenzhen und Hongkong schlossen vorsorglich alle Schulen, und in der Provinz Guangdong wurden mehr als 13.000 Schiffe in die Häfen zurückbeordert, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Der Sturm war am Wochenende über die Philippinen weggefegt und hat dort mehrere hundert Menschen das Leben gekostet. Am Dienstag wurde er von einem Taifun auf einen Tropensturm zurückgestuft. => Hurrikane Naturkatastrophen |
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25.06.2008 S. 159 dnr = 2326 |
Schwere Unwetter in Österreich
Heftige Unwetter mit starken Niederschlägen haben in der Nacht zum Mittwoch erneut schwere Schäden in Teilen Österreichs angerichtet. Besonders betroffen war nach Angaben der Nachrichtenagentur APA vor allem das südlichste Bundesland Kärnten, wo zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden schwere Gewitter mit Hagelschauern niedergingen. Im Bezirk St.Veit/Glan mussten Schneepflüge eingesetzt werden, um eine Bundesstraße von Geröll und Schlamm zu räumen. Bereits am Dienstag hatten heftige Niederschläge in Niederösterreich zu örtlichen Überschwemmungen geführt. => Naturkatastrophen |
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25.06.2008 S. 161 dnr = 2327 |
Waldbrände wüten in Kalifornien
Die Waldbrände im US-Bundesstaat Kalifornien haben bereits 580 Quadratkilometer Land verwüstet. Blitzeinschläge hätten seit Samstag ganze 840 Feuer ausgelöst, sagte ein Feuerwehrsprecher.Die Brandherde reichten von der Grenze zu Oregon im Norden des Bundesstaates bis hinunter in die Region Monterey südlich von San Francisco. Mindestens 23 Häuser gingen in Flammen auf, tausende weitere Wohnhäuser waren nach Angaben des Katastrophenschutzes von den Waldbränden bedroht. Mehr als 4300 Feuerwehrleute kämpften zusammen mit der Nationalgarde gegen die Flammen => Wald |
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25.06.2008 S. 162 dnr = 2328 |
Neuseeland entschädigt Ureinwohner
Als Entschädigung für die Brutalität europäischer Siedler hat Neuseeland sieben Maori-Stämmen riesige Waldgebiete übereignet. Es ist das größte je unterzeichnete Kompensationspaket für die Ureinwohner, die im 19.Jahrhundert von den Einwanderern von ihrem Land vertrieben und drangsaliert worden waren. Die 176.000 Hektar Wald sowie die Einnahmen aus der Bewirtschaftung haben nach Angaben der Regierung einen Gesamtwert von 500 Mio.neuseeländischen Dollar (243 Mio.Euro). Der Wald war bislang Staatsbesitz. => Indigene |
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25.06.2008 S. 512 dnr = 2329 |
Fischsaurier hatten Delfin-Haut
Schon die vor 200 Millionen Jahren lebenden Ichthyosaurier hatten Hautstrukturen wie Delfine. Das haben südafrikanische Forscher bei fossilen Überresten der stromlinienförmigen Schwimmer aus dem Zeitalter Jura entdeckt. Die Wissenschaftler fanden ein komplexes Netzsystem aus Fasern aus dem Protein Kollagen, das auch bei Delfinen die Haut extrem glatt und fest macht und damit hohe Schwimmgeschwindigkeiten ermöglicht. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher von der Universität KwaZulu-Natal im Fachmagzin "Proceedings B". => Bio-Vielfalt |
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25.06.2008 S. 513 dnr = 2330 |
Weniger Zwergwale im Meer um Island
Im Walfanggebiet von Island schwimmen nur ein Drittel bis ein Viertel so viele Zwergwale wie noch 2001 geschätzt.Neue Zählungen in dieser Region im Nordostatlantik ergäben einen Bestand von nur 10.000 bis 15.000 Tieren, berichteten Walschützer am Rande der Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Santiago de Chile. Frühere Bestandsaufnahmen hätten die Zahl der Tiere mit rund 40.000 drastisch überschätzt. Island macht trotz des Walfangmoratoriums Jagd auf Zwergwale. => Bio-Vielfalt |
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25.06.2008 S. 518 dnr = 2331 |
Chile verbietet Walfang vor Küste
Die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet hat die Hoheitsgewässer ihres Landes zum Schutzgebiet für Wale erklärt. Parallel zur Jahrestagung der Internationalen Wahlfangkomission (IWC) in Santiago de Chile unterzeichnete sie ein Dekret und einen Gesetzesentwurf für ein dauerhaftes Walfangverbot in dem 5,3 Mio.Quadratkilometer umfassenden Gebiet. Seit 1986 gilt eigentlich ein internationaler Walfang-Stopp. Länder wie Japan, Norwegen und Island wollen sich diesem Verbot nicht anschließen und jagen auch weiterhin die Meeressäuger. => Bio-Vielfalt |
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24.06.2008 S. 120 dnr = 2293 |
Nahost-Quartett:Waffenruhe halten
Das Nahost-Quartett hat von Israelis und Palästinensern die Rückkehr zur Waffenruhe im Gazastreifen gefordert. Nach ihrem Treffen appellierten EU-Chefdiplomat Solana, US-Außenministerin Rice, ihr russischer Kollegen Lawrow und EU-Außenkommissarin Ferrero-Waldner an Israel, den Siedlungsbau zu stoppen. Zuvor hatte eine internationale Konferenz in Berlin den Palästinensern für den Aufbau von Polizei und Justiz 156 Mio.Euro zugesagt. Etwa zur gleichen Zeit feuerten Palästinenser Raketen auf die israelische Grenzstadt Sderot. => Nahost |
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24.06.2008 S. 121 dnr = 2294 |
Dringlichkeitstreffen zu Simbabwe
Die politische Krise in Simbabwe beschäftigt morgen die Südafrikanische Entwicklungsgemeinschaft (SADC) auf einer Dringlichkeitssitzung in Swasiland. Der SADC-Chef und sambische Präsident Mwananwasa will dazu Südafrikas Präsidenten Mbeki empfangen, der in dem Konflikt zu vermitteln versucht. Simbabwes Staatschef Mugabe will sich am Freitag im Amt bestätigen lassen, nachdem sich sein Herausforderer Tsvangirai zurückgezogen hatte. Dieser lehnte in der "Frankfurter Rundschau" eine Militärintervention in seinem Land ab. => Afrika |
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24.06.2008 S. 122 dnr = 2295 |
Deutsche von Piraten entführt
In Somalia sind offenbar vier Europäer von Piraten entführt worden. Nach Angaben örtlicher Behördenvertreter wurden die deutsche Familie und der französische Kapitän von einer Yacht im Golf von Aden verschleppt. Die Piraten hätten sie ins somalische Bergland gebracht. Das Auswärtige Amt in Berlin teilte mit, es gehe den Hinweisen nach. In der Region sind in den vergangenen Monaten mehrfach Menschen entführt und gegen Lösegeld wieder freigelassen worden. => Afrika |
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24.06.2008 S. 123 dnr = 2296 |
Aufstockung der Bundeswehrtruppe: Mehr Soldaten für Afghanistan
Verteidigungsminister Jung will die Bundeswehrtruppe in Afghanistan um 1000 auf 4500 Soldaten aufstocken. Zudem soll der Bundestag das am 13.Oktober auslaufende Mandat diesmal nicht um zwölf sondern 14 Monate bis Dezember 2009 verlängern, um das Thema aus der Bundestagswahl herauszuhalten. Einsatzgebiet der Bundeswehr bleibe der Norden Afghanistans, betonte Jung. Im Mandat werde aber klargestellt, dass 40 deutsche Fernmelder weiter im Süden aushelfen würden, bis eine zivile Lösung gefunden sei. => Asien |
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24.06.2008 S. 125 dnr = 2297 |
BVG stärkt Flüchtlingsschutz
Das Bundesverwaltungsgericht hat den Schutz von Flüchtlingen vor Abschiebung gestärkt. Abschiebeschutz bestehe auch dann, wenn nicht im gesamten Heimatland des Flüchtlings ein bewaffneter Konflikt herrsche, urteilten die Richter und widersprachen damit der Vorinstanz. Das Verfahren wurde an den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof zurück verwiesen. Geklagt hatten vier Iraker, die zwischen 1996 und 2004 nach Deutschland gekommen waren. => Konflikte Migration |
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24.06.2008 S. 126 dnr = 2298 |
Atommmülllager: Minister: Keine Gefahr durch Asse
Trotz der Probleme im Atommülllager Asse II sehen die Behörden derzeit keine Gefahr für Menschen oder Umwelt. Das betonten Umweltminister Gabriel, Forschungsministerin Schavan und Niedersachsens Umweltminister Sander nach einem Krisentreffen. Die Missstände sollen nun aufgeklärt und anschließend entschieden werden, wie das Lager sicher geschlossen werden kann. Anlass waren überhöhte Strahlenwerte in Salzlauge in dem Bergwerk, in dem bis Ende der 70er-Jahre schwach- und mittelradioaktiver Müll eingelagert wurde. => Atomenergie |
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24.06.2008 S. 128 dnr = 2299 |
EPA/ Patentierbarkeit: Urteil zu Stammzellen vertagt
Das Europäische Patentamt (EPA) in München hat über die Patentierbarkeit embryonaler Stammzellen verhandelt. Ursprünglich waren zwei Tage für die Anhörung angesetzt. Nun ist jedoch unklar, wann die Große Beschwerdekammer ihr Grundsatzurteil bekannt gibt. Es bestehe Beratungsbedarf, hieß es. Der US-Forscher Thomson, der als Pionier der Stammzellenforschung gilt, will sein Verfahren patentieren lassen.1998 war es ihm als erstem Wissenschaftler gelungen, embryonale menschliche Stammzellen zu kultivieren. => Gesundheit Gen-/Biotechnologie |
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24.06.2008 S. 129 dnr = 2300 |
Studie: DRK paktierte mit Nazis
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat eine Studie zu seiner Geschichte während der NS-Zeit vorgelegt. Die Untersuchung belege, wie eng die DRK-Führung nach 1933 mit den Nazis kooperiert habe, teilte die Organisation mit. Das DRK sei ein willfähriger Partner des NS-Regimes gewesen und habe sich für dessen Ziele einspannen lassen Demnach half das DRK, Delegationen bei deren Besuchen in KZ über die wahren Zustände zu täuschen. Zudem wurden Nachforschungen nach jüdischen Häftlingen ab 1942 nicht mehr bearbeitet. => Sozialwissenschaften |
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24.06.2008 S. 158 dnr = 2301 |
Umfrage von World Public Opinion: Mehrheit lehnt Folter ab
Die Mehrheit der Menschen auf der Welt lehnt den Einsatz von Folter zur Erpressung von Geständnissen ab. 57 % der 19.000 Befragten sprachen sich gegen jegliche Foltermethoden aus, auch wenn dadurch das Leben Unschuldiger gerettet werden könnte. Dieses Ergebnis einer Umfrage in 19 Ländern stellte die US-Organisation World Public Opinion vor. Nur die Befragten in Indien, Nigeria, der Türkei und Thailand befürworteten Folter mehrheitlich. In den USA lehnten 53 % Folter ohne Einschränkung ab. Deutschland war nicht befragt worden. => Menschenrechte |
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24.06.2008 S. 161 dnr = 2302 |
Mehr Tote durch legale Drogen
Durch Alkohol, Tabak und Medikamentenmissbrauch erkranken und sterben in Deutschland weit mehr Menschen als durch illegale Drogen. Im Jahr 2006 mussten rund 535.000 Menschen stationär im Krankenhaus behandelt werden, weil sie sogenannte legale Drogen konsumiert hatten, teilte das Statistische Bundesamt mit. Dagegen kamen rund 38.000 Abhängige von Drogen wie Kokain, Heroin oder Cannabis in eine Klinik. An Alkoholmissbrauch und Zigarettenkonsum starben 57.900 Menschen, an harten Drogen etwa 1470. => Gesundheit Rauchen |
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24.06.2008 S. 162 dnr = 2303 |
Zahl der Millionäre stark gestiegen
Die Zahl der Dollar-Millionäre ist weltweit drastisch gestiegen. Im vergangenen Jahr waren es mit 10,1 Millionen sechs Prozent mehr als im Vorjahr, wie aus einer Studie der Consulting-Firma Capgemini und der Investmentbank Merrill Lynch hervorgeht. Die Berechnung berücksichtigt nur Finanzvermögen, aber nicht selbst bewohnte Wohnungen und Häuser. In Deutschland wurden nach dieser Aufstellung 826.000 Millionäre gezählt, 3,5 Prozent mehr als 2006. Die meisten Neu-Millionäre kamen aus Boom-Ländern wie Indien und China. => Armut & Reichtum |
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24.06.2008 S. 511 dnr = 2304 |
Chile verbietet Walfang vor Küste
Die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet hat die Hoheitsgewässer ihres Landes zum Schutzgebiet für Wale erklärt. Parallel zur Jahrestagung der Internationalen Wahlfangkomission (IWC) in Santiago de Chile unterzeichnete sie ein Dekret und einen Gesetzesentwurf für ein dauerhaftes Walfangverbot in dem 5,3 Mio.Quadratkilometer umfassenden Gebiet. Seit 1986 gilt eigentlich ein internationaler Walfang-Stopp. Länder wie Japan, Norwegen und Island wollen sich diesem Verbot nicht anschließen und jagen auch weiterhin die Meeressäuger. => Bio-Vielfalt |
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24.06.2008 S. 512 dnr = 2305 |
Brüssel: Thun-Fangstopp bleibt
Trotz wütender Proteste von Fischern hält die Europäische Kommission am vorzeitigen Fangstopp für den stark dezimierten Blauflossen-Thunfisch fest."Der Thunfisch-Fang im Mittelmeer und im Ostatlantik bleibt ausgesetzt", sagte eine Sprecherin von Fischereikommissar Joe Borg. Die Brüsseler Behörde hatte die Thunfisch-Jagd am 13.Juni mitten in der Hochsaison gestoppt und das damit begründet, dass die Fangquoten für 2008 fast erfüllt seien. Die wegen hoher Schiffsdieselpreise ohnehin unter Druck geratenen Fischer reagierten empört. => Bio-Vielfalt Nahrung |
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24.06.2008 S. 513 dnr = 2306 |
Krokodilbabys kommunizieren im Ei
Krokodilbabys verständigen sich noch im Ei durch Rufe mit ihren Geschwistern und schaffen es so, fast gleichzeitig auszuschlüpfen. Das haben Forscher bei Tests mit Krokodil-Eiern herausgefunden, denen sie eine Minute lang auch für Menschen gut hörbare, wie "Umpf, Umpf" klingende, Rufe vorspielten. Die Tiere schlüpften darauf binnen zehn Minuten aus, wie Amelie Vergne und Nicolas Mathevon von der Uni Saint-Etienne im Journal "Current Biology" erläutern. Gleichzeitiges Schlüpfen verbessere die Überlebenschancen, da die Eltern sie so besser schützen können. => Bio-Vielfalt Natur & Umwelt |
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24.06.2008 S. 519 dnr = 2307 |
Klon-Immunzellen gegen Hautkrebs
Erstmals ist ein Hautkrebspatient mit eigenen, geklonten Immunzellen erfolgreich behandelt worden. 2 Monate nach der Therapie seien die Tumore des 52-Jährigen verschwunden, berichteten die Forscher um Cassian Yee im "New England Journal of Medicine". Dabei hatte der Krebs schon in die Lungen gestreut. Die Forscher hatten dem Patienten spezielle, eigene Abwehrzellen (T-Zellen) entnommen und sie außerhalb seines Körpers vermehrt. Danach injizierten sie ihm die geklonten Zellen wieder. Auch zwei Jahre nach dem Eingriff wurden bei ihm keine Krebszellen mehr entdeckt. => Gesundheit Gen-/Biotechnologie |
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24.06.2008 S. 531 dnr = 2308 |
Neue Methode zur Wundheilung
US-Forscher arbeiten an Wundverbänden mit gefriergetrockneten Blutplättchen.Diese Blutbestandteile geben sogenannte Wachstumsfaktoren ab, die beispielsweise bei äußeren Verletzungen die Produktion neuer Hautschichten beschleunigen. Das gefriergetrocknete Blutplättchenpulver kann direkt oder eingelagert in Verbände auf die Wunde gebracht werden.Die Technik, um aus Spenderblut das Pulver herzustellen, haben die Forscher bereits zum Patent angemeldet. Zunächst werden die Blutplättchen gewaschen, dann mit Zucker und Verdickungsmittel versetzt und zuletzt gefriergetrocknet. => Gesundheit |
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24.06.2008 S. 532 dnr = 2309 |
GEK: Zu viele Antibiotika verordnet
Kindern und älteren Menschen werden der Gmünder Ersatzkasse (GEK) zufolge bei bestimmten Krankheiten zunehmend unnötig Medikamente verschrieben. Dies betreffe besonders die Verordnung von Antibiotika und Präparate gegen das Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom ADHS bei Kindern sowie Antidepressiva bei Älteren,heißt es im GEK-Arzneimittelreport. Es gebe es immer noch die Haltung "viel hilft viel", sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Marion Caspers-Merk. Als bedenklich nannte sie den Anstieg bei Verordnungen von ADHS-Präparaten. => Gesundheit |
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24.06.2008 S. 534 dnr = 2310 |
Protein-Kost hilft Gewicht halten
Im Anschluss an eine geglückte Diät nehmen viele Menschen schnell wieder zu. Wie sich der "Jojo-Effekt" verhindern lässt, untersuchten Ernährungsforscher an über 500 Familien aus acht europäischen Ländern. Nach einer erfolgreichen Diät verhindert demnach eine proteinreiche Kost eine Gewichtszunahme am besten. Lebensmittel mit niedrigem glykämischen Index böten dagegen keine Vorteile. Der glykämische Index gibt an, wie stark ein kohlenhydrathaltiges Nahrungsmittel den Blutzucker erhöht und damit die Fettverbrennung bremst. => Gesundheit |
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24.06.2008 S. 535 dnr = 2311 |
Fisch gut gegen Makula-Degeneration
Der Konsum von Fisch und Omega-3-Fettsäuren schützt vor altersbedingter Makula-Degeneration (AMD). Eine Auswertung von neun Studien mit fast 90.000 Teilnehmern deutet darauf hin, dass vor allem fettreicher Fisch das Risiko für die Netzhauterkrankung senkt. Dabei schützt schon zweimaliger Fischkonsum pro Woche. In Industrieländern ist AMD häufigste Ursache für den Verlust der Sehfähigkeit im Alter. Da langkettige Omega-3-Fettsäuren Bestandteil der Netzhaut sind, glauben Mediziner schon länger, dass diese Stoffe vor AMD schützen. => Gesundheit |
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24.06.2008 S. 536 dnr = 2312 |
Johanniskraut: Kein Effekt bei ADHS
Gegen die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Kindern und Jugendlichen hilft Johanniskraut nicht besser als ein Scheinpräparat.Das zeigt eine Studie an 54 Heranwachsenden, die entweder das Pflanzenmittel oder ein wirkungsloses Placebo nahmen. Nach acht Wochen konnten die Forscher der Bastyr Universität/USA zwischen beiden Gruppen keinen Unterschied in der Symptomatik feststellen, schreiben sie im "Journal of the American Medical Association". Das Pflanzenpräparat hatte aber auch keine stärkeren Nebenwirkungen als das Placebo. => Gesundheit |
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24.06.2008 S. 537 dnr = 2313 |
Lebensmittelallergien: Zöliakie oft unentdeckt
Eine der häufigsten Lebensmittelallergien, die Zöliakie, bleibt vor allem bei Kindern oft unentdeckt. Inzwischen sei jeder 200.Deutsche von der Getreideunverträglichkeit betroffen, teilte das Universitätsklinikum Bonn mit. Im Kindesalter könne die Allergie gegen das im Getreide enthaltene Klebereiweiß Gluten zu Kleinwuchs, verspätet einsetzender Pubertät und Eisenmangel führen.Da die Nahrungsaufnahme gestört ist, werden auch Mineralien und Vitamine nicht mehr aufgenommen. Betroffene müssen nach Erkennen der chronischen Erkrankung eine strenge Diät halten. => Gesundheit |
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24.06.2008 S. 546 dnr = 2314 |
Energiepass nicht im Netz kaufen
Verbraucherschützer warnen vor dem Kauf von Energieausweisen über das Internet.Angesichts der nahenden Vorlagepflicht (1.Juli) bieten viele Firmen die Online-Erstellung des vierseitigen Papiers plus Anlagen zu Schnäppchenpreisen an.Die meisten sind jedoch nicht zu gebrauchen, teilte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen nach einer eingehenden Überprüfung mit. Lediglich einer von 97 überprüften Ausstellern habe auf seiner Homepage alle 14 gesetzlichen Pflichtdaten vollständig abgefragt, gaben die Verbraucherschützer in Düsseldorf an. => Energie/ Ressourcen |
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24.06.2008 S. 702 dnr = 2315 |
GfK: Energiekosten trüben Stimmung
Die steigenden Energiepreise werden zu einer immer größeren Belastung für die Verbraucherstimmung in Deutschland. Die Anschaffungsneigung rutschte im Juni auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren, wie das Marktforschungsinstitut GfK mitteilte. Für den Konsumklimaindex erwartet die GfK im kommenden Monat nur noch einen Wert von 3,9 Punkten nach 4,7 Punkten im Juni. Aufgrund der hohen Inflationsrate halbierte die GfK zugleich ihre Prognose für den privaten Verbrauch in Deutschland und erwartet in diesem Jahr nur noch einen Zuwachs von 0,5 %. => Energie/ Ressourcen |
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24.06.2008 S. 703 dnr = 2316 |
US-Verbrauchervertrauen im Keller
Das Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ist auf das niedrigste Niveau seit 16 Jahren gefallen. Der entsprechende Index brach im Juni auf 50,4 von revidiert 58,1 Zählern im Mai ein. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf lediglich 56,4 Punkte gerechnet. Der Index der gegenwärtigen Lage verringerte sich auf 64,5 von 74,2 Punkten. Der Erwartungsindex sank auf ein Rekordtief von 41,0 nach 47,3 Zählern im Mai. Die Stimmung der Verbraucher gilt als zentraler Indikator für die Konsumausgaben in den USA. => Konsum & Produktion |
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23.06.2008 S. 120 dnr = 2281 |
Weitere EU-Sanktionen gegen Iran
Die Europäische Union hat im Atomstreit mit Teheran die Guthaben der iranischen Großbank Melli eingefroren. Die EU-Regierungen hätten beschlossen, die Geschäfte der in Hamburg, London und Paris vertretenen iranischen Großbank zu untersagen, teilte ein Diplomate mit. Die Leitung des Geldinstituts wird verdächtigt, an der Finanzierung des umstrittenen iranischen Atomprogramms beteiligt zu sein. Weiter hieß es, man sei aber nach wie vor zu Verhandlungen mit Teheran über einen Stopp des Nuklearprogramms bereit => Iran |
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23.06.2008 S. 121 dnr = 2282 |
Sieg für Guantanamo-Häftling
Ein US-Berufungsgericht hat die Einstufung eines Guantanamo-Häftlings als "feindlicher Kämpfer" durch das Verteidigungsministerium aufgehoben. Das Gericht wies die Streitkräfte an, den chinesischen Muslim, Parhat, freizulassen, zu verlegen oder ein neues Verfahren gegen ihn einzuleiten. Zudem darf der Häftling aufgrund einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs seine sofortige Freilassung beantragen. Der Fall Parhat ist der erste eines Guantanamo-Gefangenen, der von einem Berufungsgericht überprüft wurde. => Terrorismus |
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23.06.2008 S. 124 dnr = 2283 |
Ban: Wahl in Simbabwe verschieben
UN-Generalsekretär Ban hat die Behörden in Simbabwe zu einer Verschiebung der für Freitag geplanten Stichwahl um die Präsidentschaft aufgefordert. Andernfalls würde die Spaltung im Land vorangetrieben, warnte er. Der simbabwische Oppositionsführer Tsvangirai, der sich wegen der anhaltenden Gewalt aus der Stichwahl zurückgezogen hatte, forderte die Annullierung der umstrittenen Präsidentschaftswahl. Tsvangirai suchte inzwischen Zuflucht in der niederländischen Botschaft in Harare. => Afrika |
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23.06.2008 S. 127 dnr = 2284 |
Ölpreis steigt trotz Krisengipfel
Trotz der angekündigten Steigerung der Fördermenge ist der Anstieg des Ölpreises nicht gebremst. Nach Ansicht des deutschen Mineralöl-Wirtschaftsverbandes wird der Preis derzeit maßgeblich von Spekulanten in die Höhe getrieben. Zudem werde an den Finanzmärkten der jüngsten Absichtserklärung der Öl-Förderländer wenig Glauben geschenkt, sagte eine Sprecherin. Dagegen erklärte der Energieexperte Gern gegenüber tagesschau.de, die Märkte erwarteten, dass wir künftig zu wenig Öl hätten. Dies bestimme den Preis. => Ölpreis |
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23.06.2008 S. 128 dnr = 2285 |
Sicherheitsmängel bei Atomlagern: Forderung nach Atomwaffenabzug
Die Bundesregierung hat Zweifel an der Sicherheit von US-Atomwaffenlagern in Europa zurückgewiesen. Das Thema habe bei der NATO und in den USA höchste Priorität, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Details könne man aus Sicherheitsgründen nicht nennen, sagte er weiter. Die US-Luftwaffe hatte berichtet, dass US-Atomwaffenlager in Europa häufig nicht den US-Sicherheitsstandards entsprechen. Politiker von FDP, Grünen, Linkspartei und SPD forderten den Abzug aller US-Atomwaffen aus Deutschland. => Atomwaffen |
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23.06.2008 S. 130 dnr = 2286 |
CDU beschließt Öko-Leitlinien
Die CDU will den Klima- und Umweltschutz zu einer Kernaufgabe ihrer Politik machen und damit vor allem um jüngere Wähler werben. Der Vorstand billigte ein Grundsatzpapier mit Leitlinien zur Energie- und Umweltpolitik sowie zum Verbraucherschutz. Die Leitlinien werden auch als Signal an die Grünen gewertet, sich stärker für schwarz-grüne Regierungsbündnisse zu öffnen. Allerdings will die CDU anders als die Grünen die Atomenergie weiterhin nutzen. => Klima Natur & Umwelt |
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23.06.2008 S. 512 dnr = 2288 |
Krokodilbabys kommunizieren im Ei
Krokodilbabys verständigen sich noch im Ei durch Rufe mit ihren Geschwistern und schaffen es so, fast gleichzeitig auszuschlüpfen. Das haben Forscher bei Tests mit Krokodil-Eiern herausgefunden, denen sie eine Minute lang auch für Menschen gut hörbare, wie "Umpf, Umpf" klingende, Rufe vorspielten. Die Tiere schlüpften darauf binnen zehn Minuten aus, wie Amelie Vergne und Nicolas Mathevon von der Uni Saint-Etienne im Journal "Current Biology" erläutern. Gleichzeitiges Schlüpfen verbessere die Überlebenschancen, da die Eltern sie so besser schützen können. => Natur & Umwelt |
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23.06.2008 S. 516 dnr = 2289 |
In Baden-Württemberg wird es wärmer
In Baden-Württemberg hat sich einer Studie zufolge der Klimawandel seit 2001 deutlich beschleunigt. Wie das Landesumweltministerium in Stuttgart mitteilte, erhöhte sich die Temperatur im Land im relativ langen Zeitraum von 1931 bis 2000 im Jahresdurchschnitt um 0,8 Grad Celsius, während allein zwischen 2001 und 2005 der Anstieg bereits bei 1,0 Grad lag. "Wir haben damit in nur fünf Jahren einen weiteren Anstieg um 25 Prozent", betonte die Umweltministerin des Bundeslandes, Tanja Gönner. => Klimawandel |
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23.06.2008 S. 517 dnr = 2290 |
Ältester Weizen der Welt gefunden?
Türkische Forscher haben nach Presseberichten in einer uralten Stadt in Zentralanatolien den ältesten Weizen der Welt gefunden. DNA-Analysen von Weizenkörnern aus der steinzeitlichen Siedlung Catalhöyük südöstlich von Konya hätten ergeben, dass die Menschen dort bereits vor 8500 Jahren Getreide angepflanzt hätten, sagte eine Chemikerin nach Zeitungsberichten. Die bisher ältesten Weizenkörner seien 6000 Jahre alt gewesen und stammten aus der südostanatolischen Gegend um Diyarbakir. => Bio-Vielfalt Nahrung |
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23.06.2008 S. 518 dnr = 2291 |
Klon-Immunzellen gegen Hautkrebs
Erstmals ist ein Hautkrebspatient mit eigenen, geklonten Immunzellen erfolgreich behandelt worden. 2 Monate nach der Therapie seien die Tumore des 52-Jährigen verschwunden, berichteten die Forscher um Cassian Yee im "New England Journal of Medicine". Dabei hatte der Krebs schon in die Lungen gestreut. Die Forscher hatten dem Patienten spezielle, eigene Abwehrzellen (T-Zellen) entnommen und sie außerhalb seines Körpers vermehrt. Danach injizierten sie ihm die geklonten Zellen wieder. Auch zwei Jahre nach dem Eingriff wurden bei ihm keine Krebszellen mehr entdeckt. => Gesundheit Gen-/Biotechnologie |
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23.06.2008 S. 706 dnr = 2292 |
Moskau kontrolliert Diamantgeschäft
Nach der Öl- und Gasindustrie hat der russische Staat auch die Kontrolle über die Diamantengewinnung im Land wiedererlangt. An dem größten nationalen Diamantenproduzenten Alrosa, weltweit die Nummer zwei hinter De Beers, halte der Staat nach der Übernahme von Neuaktien etwas mehr als 50 % der Anteile, teilte Finanzminister Kudrin mit. Die Aktien seien zu Gunsten des Staates emittiert worden, um die staatliche Kontrolle über die Branche, die Anfang der 1990er Jahre im Zuge der wilden Privatisierung verloren ging, wieder zu sichern, hieß es. => Fossile Energien |
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22.06.2008 S. 120 dnr = 2268 |
Philippinen:155 Tote durch Taifun
Bei dem schweren Taifun "Fengshen" auf den Philippinen sind nach Angaben des Roten Kreuzes mindestens 155 Menschen ums Leben gekommen. Der Sturm war mit mehr als 170 Stundenkilometern über weite Teile des Landes hinweggefegt und löste Flutwellen und Erdrutsche aus. Mehr als 360.000 Menschen sollen obdachlos sein. Noch unklar ist das Schicksal von mehr als 800 Menschen an Bord einer Fähre, die während des Taifuns verunglückt war. Örtliche Behörde sprechen bislang von sechs Toten und vier Überlebenden. => Hurrikane Naturkatastrophen |
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22.06.2008 S. 121 dnr = 2269 |
Saudi-Arabien erhöht Ölproduktion
Der weltgrößte Ölproduzent Saudi-Arabien ist nach den Worten von König Abdullah im Grundsatz zu weiteren Produktionsausweitungen bereit, um die Preisexplosion bei dem Rohstoff zu stoppen. Konkrete Zahlen nannte er auf dem Krisengipfel im saudi-arabischen Dschidda zwar nicht, verwies aber allgemein auf umfangreiche Ausbaupläne. Für den hohen Ölpreis machte Abdullah Spekulationen mitverantwortlich, unter denen vor allem arme Länder zu leiden hätten. Um diesen zu helfen, stellte er Mittel in Milliardenhöhe in Aussicht. => Erdöl |
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22.06.2008 S. 122 dnr = 2270 |
Ölpreis: Glos erwartet Beruhigung
Zum Abschluss des Öl-Krisengipfels im saudi-arabischen Dschidda äußerte sich Bundeswirtschaftsminister Glos optimistisch. Von der Konferenz gehe "ein deutliches Signal aus, das zu einer Beruhigung der Preisentwicklung beitragen kann", sagte er. Glos sprach sich dafür aus, spekulative Einflüsse auf die Preisbildung "wenn nötig durch Regulierung" zu begrenzen. Glos unterstützte auch die vom britischen Premierminister Brown vorgeschlagene Fortführung des Dialogs zwischen Produzenten und Verbrauchern. => Ölpreis |
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22.06.2008 S. 123 dnr = 2271 |
Simbabwe: Wahl ohne Tsvangirai
Simbabwes Oppositionsführer Tsvangirai nimmt nicht an der Stichwahl um das Präsidentenamt teil. Faire Wahlen seien unter den gegenwärtigen Bedingungen nicht möglich, sagte Tsvangirai. Er habe die Vereinten Nationen um eine Intervention gebeten, damit sie die Voraussetzungen für einen ungehinderten Wahlgang schafften. EU-Chefdiplomat Solana zeigte Verständnis für Tsvangirais Nichtteilnahme.Nach der "systematischen Kampagne der Gewalt" seien die Wahlen "eine Parodie der Demokratie", so Solana. => Afrika |
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22.06.2008 S. 124 dnr = 2272 |
Kfz-Steuer: Vorstoß von Gabriel
Bundesumweltminister Gabriel hält an seinem Ziel fest, Dienstwagen mit hohem Spritverbrauch stärker zu besteuern. Im Zuge der Neuordnung der Kfz-Steuer soll demnach auch die Abzugsfähigkeit von Dienstwagen an ihren CO2-Ausstoß gekoppelt werden. Der Spritverbrauch, der über den EU-Grenzwerten liege, solle dann nicht mehr steuerlich geltend gemacht werden können, forderte Gabriel im Bericht aus Berlin. Gabriel war mit einem solchen Vorstoß bereits im August 2007 in der Koalition am Widerstand der Union gescheitert. => Mobilität/Verkehr Ökosteuer |
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22.06.2008 S. 125 dnr = 2273 |
Asse II: Aufklärung über Atommüll-Lager
Bundesumweltminister Gabriel hat vom Land Niedersachsen Auskunft über die Zustände im Atommüll-Versuchsendlager Asse II bei Wolfenbüttel verlangt. Kürzlich war bekannt geworden, dass seit Jahren radioaktive Lauge in das Lager fließt und von den Betreibern in tiefere Teile des ehemaligen Salzbergwerks gepumpt wurde. Geklärt werden müsse nun die Verantwortung der beteiligten Behörden. Außerdem gehe es um die Zuverlässigkeit der Betreibergesellschaft. Gabriel erwartet den Bericht bis Ende des Sommers. => Atomenergie |
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22.06.2008 S. 128 dnr = 2274 |
Sarkozy für Palästinenserstaat
Bei seinem ersten Staatsbesuch in Israel hat sich der französische Präsident Sarkozy für die Gründung eines Palästinenserstaats ausgesprochen. Ein solcher Staat sei der Unterpfand für Israels Sicherheit, sagte Sarkozy bei der Begrüßung durch Israels Präsidenten Peres und Regierungschef Olmert auf dem Flughafen in Tel Aviv. Thema der dreitägigen Visite ist neben dem Friedensprozess mit den Palästinensern und der Haltung zum iranischen Atomprogramm auch die von Sarkozy angestoßene Gründung einer Mittelmeerunion. => Nahost |
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22.06.2008 S. 129 dnr = 2275 |
Israel öffnet Gaza-Warenübergänge
Israel hat drei Tage nach Inkrafttreten der Waffenruhe im Gazastreifen seine wirtschaftliche Blockade gelockert. Die Armee hat nach eigenen Angaben die Einfuhr von 90 Lkw-Ladungen Lebensmitteln und anderen Gütern in das Gebiet erlaubt, ein Drittel mehr als bislang. Eine vorerst auf sechs Monate befristete Waffenruhe zwischen Israel und den militanten Gruppen im Gazastreifen war am Donnerstag in Kraft getreten. Wenn sich die Waffenruhe als stabil erweist, sollen weitere Transportbeschränkungen wegfallen. => Nahost |
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22.06.2008 S. 130 dnr = 2276 |
Melilla: Afrikaner stürmen Grenze
Etwa 70 Flüchtlinge aus Afrika haben von Marokko aus die spanische Nordafrika-Exklave Melilla gestürmt. Einige von ihnen gelangten an den Grenzposten vorbei auf spanisches Hoheitsgebiet. Dabei wurden drei Personen festgenommen, teilte die Präfektur von Melilla mit. Vor drei Jahren hatten tausende von Afrikanern versucht, von marokkanischem Gebiet aus in die spanischen Exklaven Melilla und Ceuta zu gelangen. Daraufhin wurden die Grenzbefestigungen der beiden Städte ausgebaut. => Konflikte Migration |
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22.06.2008 S. 131 dnr = 2277 |
Syrien:IAEO sucht nach Atomanlage
Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) sind nach Syrien geflogen, um Hinweisen einer angeblichen Atomanlage nachzugehen. Die USA hatten Damaskus im April vorgeworfen, mit nordkoreanischer Hilfe den Bau eines Atomreaktors betrieben zu haben. Die Anlage wurde nach US-Geheimdienstangaben im September 2007 bei einem israelischen Luftangriff zerstört. Syrien bestreitet den Betrieb einer Atomanlage und spricht von einer "militärischen Einrichtung". Präsident Assad hat aber seine Kooperation zugesagt. => Atomwaffen IAEO Atomwaffensperrvertrag |
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22.06.2008 S. 140 dnr = 2278 |
Hintergrund: Der Gazastreifen
Der Gazastreifen ist 45 Kilometer lang und zehn Kilometer breit. Er grenzt im Westen an das Mittelmeer, im Norden und Osten an Israel und im Süden an die ägyptische Sinai-Halbinsel. Das Gebiet wird formell verwaltet von der palästinensischen Autonomiebehörde.Faktisch ist es unter der Kontrolle der radikal-islamistischen Hamas. Etwa 1,5 Mio. Palästinenser leben im Gazastreifen. Das Durchschnittsalter beträgt 16 Jahre. Mehr als jeder Dritte war 2007 laut Schätzungen arbeitslos, 80 Prozent der Menschen leben in Armut. Geschichte: Im israelisch-arabischen Krieg 1948 besetzt Ägypten den Gazastreifen. Im Sechs-Tage-Krieg 1967 wird das Gebiet von Israel erobert. In den 1970er Jahren entstehen dort die ersten jüdischen Siedlungen. Ende 1987 beginnt der erste Palästinenser-Aufstand gegen die israelische Besetzung (Intifada). Der Gazastreifen ist eines der Konfliktzentren. 1993 wird das Autonomie-Abkommen für den Gazastreifen und Jericho unterzeichnet. Israel rückt aus dem Gebiet ab. Nach dem Rückzug Israels erlebt der Gazastreifen einen Aufschwung, der mit Beginn der zweiten Intifada 2000 abrupt abbricht. Das israelische Militär marschiert wieder ein und bleibt bis zu seinem erneuten Rückzug im Jahr 2005. 2006 gewinnt die radikale Hamas die Parlamentswahlen in den Autonomiegebieten Westjordanland und Gazastreifen. Die Bildung einer Einheitsregierung mit der gemäßigten Fatah-Bewegung von Präsident Abbas scheitert. Im Sommer 2007 übernimmt die Hamas die Kontrolle im Gazastreifen. => Nahost |
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22.06.2008 S. 157 dnr = 2279 |
Hochwasser: Kaum Entspannung am Mississippi
Die Hoffnungen der Menschen im Hochwassergebiet der USA auf ein Sinken der Pegel sind enttäuscht worden. Im Bundesstaat Illinois und im Nordosten Missouris stiegen die Fluten des Mississippi nach einem Bericht des TV-Senders CNN wieder, entgegen den Voraussagen der Experten. Der Pegel des Flusses liegt derzeit etwa 8 m über dem Normalstand. Nachdem in den Vortagen 30 Dämme gebrochen waren, scheinen sie in der Großstadt St.Louis zu halten. 20.000 Quadratkilometer des besten Anbaulandes der USA stehen derzeit unter Wasser. => Hochwasser Naturkatastrophen |
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22.06.2008 S. 158 dnr = 2280 |
Kinderarmut größer als gedacht
Das Ausmaß der Kinder- und Jugendarmut in Deutschland ist nach Einschätzung des Deutschen Kinderhilfswerks größer als bisher bekannt. Der Präsident des Werks, Thomas Krüger, sagte dem Magazin "Focus": "Nach Berechnungen des Kinderhilfswerks sind nicht wie bisher angenommen 2,4 Mio.Kinder und Jugendliche, sondern rund drei Millionen als arm einzustufen." Die neue Zahl ergebe sich durch eine präzisere Betrachtung der Daten, sagte Krüger. So sei bisher nicht berücksichtigt worden, dass die Armut bei Jugendlichen stärker ansteige als bei Kindern => Armut & Reichtum Kinder/Jugendliche |
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21.06.2008 S. 123 dnr = 2256 |
US-Atomwaffenlager nicht sicher?
Die meisten US-Atomwaffenlager in Europa entsprechen nach einer internen Studie der amerikanischen Luftwaffe nicht den minimalen Sicherheitsstandards des Pentagons. Dies berichtet die Organisation Federation of American Scientists. Einer der unsicheren Standorte sei möglicherweise der Fliegerhorst Büchel (Eifel), berichten die Wissenschaftler. Die Studie war in Auftrag gegeben worden, nachdem im August 2007 sechs Atomsprengköpfe ohne Wissen der Luftwaffenführung quer durch die USA geflogen worden waren. => Atomwaffen |
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21.06.2008 S. 124 dnr = 2257 |
Algier: Nuklearabkommen mit Paris
Frankreich und Algerien haben ein Kooperationsabkommen im Nuklearbereich geschlossen. In der Vereinbarung geht es um Ausbildung und gemeinsame Forschung sowie letztlich auch um den Bau von Atomkraftwerken. Paris und Algier beschlossen außerdem eine Kooperation im Militärbereich. Während seines Besuchs in Algerien wollte der französische Premierminister Fillon auch für die Mittelmeerunion werben, die auf einem Gipfeltreffen am 13. Juli in Paris gegründet werden soll => Atomenergie |
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21.06.2008 S. 127 dnr = 2258 |
Rücktritt bei Angriff auf Iran?
Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), El Baradei, hat für den Fall eines Militärschlags gegen den Iran seinen Rücktritt angekündigt. Ein Angriff würde es ihm unmöglich machen, seine Arbeit fortzuführen, sagte er. Iran sei derzeit keine ernsthafte Gefahr. Ein Angriff würde die Region aber in einen "Feuerball" verwandeln. Laut US-Medien hatte Israel zu Monatsbeginn Angriffe auf die Atomanlagen geprobt. Die USA betonte erneut, sie wolle Iran auf diplomatischem Weg von der Entwicklung einer Atombombe abbringen. => Atomwaffen Iran IAEO |
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21.06.2008 S. 128 dnr = 2259 |
Marburg führt Solarpflicht ein
Als erste deutsche Stadt hat Marburg die Einführung einer Solaranlagenpflicht für Bauherren beschlossen. Mit den Stimmen von SPD und Grünen verabschiedete das Stadtparlament eine neue Satzung. Diese schreibt die Errichtung von Solaranlagen vor, wenn ein Gebäude neu entsteht, erweitert oder umgebaut wird. Auch beim Austausch der Heizungsanlage und bei jeder Dachsanierung greift die neue Vorschrift. Die heftig umstrittene Verordnung soll im Herbst in Kraft treten. Bei Verstößen droht ein Bußgeld von 1000 Euro. => Solarenergie |
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21.06.2008 S. 142 dnr = 2260 |
Hintergrund: Optionen nach dem irischen Nein
Die Iren haben in einer Volksabstimmung den EU-Vertrag von Lissabon abgelehnt.Jetzt sucht die EU nach einem Ausweg aus der Krise. Ihr stehen dabei mehrere Optionen zur Vefügung: Zweites Referendum: Für eine zweite Volksabstimmung in Irland gibt es ein Vorbild: Als der Vertrag von Nizza 2001 am Nein der Iren scheiterte, legte ihn die Regierung 2002 noch einmal zur Abstimmung vor, mit Erfolg. Diese Option greift nur, wenn alle anderen 26 EU-Länder ratifizieren. Bisher haben dies 18 Länder über ihre Parlamente getan. Sonderregeln für Irland: Frankreich und offenbar auch Deutschland setzen auf ein "juristisches Arrangement". Danach könnten für Irland in strittigen Bereichen Ausnahmeregeln zum Lissabon-Vertrag vereinbart werden. Ein neuer EU-Vertrag: Als unwahrscheinlich gilt ein dritter Anlauf für einen komplett neuen EU-Vertrag. Schon Bundeskanzlerin Merkel gelang es nur unter größten Mühen, den Lissabon-Vertrag unter deutschem EU-Vorsitz im Juni 2007 gegen den Widerstand aus Großbritannien und Polen durchzusetzen. Weiter mit dem Nizza-Vertrag: Mangels neuer Grundlage müsste die EU zunächst mit dem Nizza-Vertrag weiterarbeiten, der seit 2003 in Kraft ist. Das Problem: Der Vertrag sieht überwiegend einstimmige Entscheidungen vor, was die Arbeit mit 27 EU-Staaten erschwert. Zudem ist der Einfluss des Europaparlaments begrenzt. Bei jeder neuen EU-Erweiterung - Kroatien könnte schon 2010 beitreten - müssen die Stimmrechte der EU-Staaten aufwändig neu ausgehandelt werden. => Sozialwissenschaften |
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21.06.2008 S. 143 dnr = 2261 |
Irland: EU-Gegner und Argumente
Obwohl sich alle großen Parteien in Irland für ein Ja zu den EU-Reformverträgen ausgesprochen hatten, formierte sich vor allem in den letzten Wochen vor dem Referendum Widerstand. Zu den Gegnern gehörten katholische Konservative sowie linke Gewerkschafter und traditionelle Nationalisten. Vor allem die Organisation Libertas hatte heftig getrommelt. Von den Parteien hatte sich nur die Sinn-Fein-Partei gegen den Vertrag ausgesprochen. Auch viele Landwirte, die Einbußen fürchteten, waren dagegen. Ein Hauptargument der Gegner ist, dass die neuen EU-Verträge eine Kopie der gescheiterten Verfassung seien und die Rechte Irlands beschneiden würden. Befürchtet wird, dass die relativ niedrige Unternehmenssteuer in Irland in Gefahr sei und so das Wachstum auf der Insel zum Erliegen komme. Durch die geplante Präsidentenstelle stünde zudem der irische Einfluss auf dem Spiel, hieß es. Irland würde darüber hinaus in Zukunft zeitweise seinen eigenen EU-Kommissar verlieren. Die Sinn-Fein-Partei forderte wie andere Gegner Ausweichklauseln beziehungsweise Vetorechte in Fragen, die die Neutralität Irlands, den öffentlichen Dienst oder Mitarbeiterrechte angehen. Immer wieder fanden auch mehr oder minder wahre Vermutungen über die Folgen des Vertrags den Weg in die Öffentlichkeit. Als negative Auswirkung befürchteten so einige Iren, dass das katholische Land durch die Reformverträge dazu gezwungen werde, Abtreibungen zu legalisieren, oder dass junge Menschen in eine europäische Armee eingezogen würden. => Sozialwissenschaften |
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21.06.2008 S. 143 dnr = 2334 |
Irland: EU-Gegner und Argumente
Zu den Gegnern gehörten katholische Konservative sowie linke Gewerkschafter und traditionelle Nationalisten. Vor allem die Organisation Libertas hatte heftig getrommelt. Von den Parteien hatte sich nur die Sinn-Fein-Partei gegen den Vertrag ausgesprochen. Auch viele Landwirte, die Einbußen fürchteten, waren dagegen. Ein Hauptargument der Gegner ist, dass die neuen EU-Verträge eine Kopie der gescheiterten Verfassung seien und die Rechte Irlands beschneiden würden. Befürchtet wird, dass die relativ niedrige Unternehmenssteuer in Irland in Gefahr sei und so das Wachstum auf der Insel zum Erliegen komme. Durch die geplante Präsidentenstelle stünde zudem der irische Einfluss auf dem Spiel, hieß es. Irland würde darüber hinaus in Zukunft zeitweise seinen eigenen EU-Kommissar verlieren. Die Sinn-Fein-Partei forderte wie andere Gegner Ausweichklauseln beziehungsweise Vetorechte in Fragen, die die Neutralität Irlands, den öffentlichen Dienst oder Mitarbeiterrechte angehen. Immer wieder fanden auch mehr oder minder wahre Vermutungen über die Folgen des Vertrags den Weg in die Öffentlichkeit. Als negative Auswirkung befürchteten so einige Iren, dass das katholische Land durch die Reformverträge dazu gezwungen werde, Abtreibungen zu legalisieren, oder dass junge Menschen in eine europäische Armee eingezogen würden. => Sozialwissenschaften |
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21.06.2008 S. 144 dnr = 2262 |
Hintergrund: Kerneuropa
Unter einem Kerneuropa oder einem Europa der zwei Geschwindigkeiten versteht man die Idee, von einem "Kern" europäischer Länder, die zu weiteren Reformund Integrationsprozessen bereit sind.Länder, die das nicht wollen, gehören weiterhin zur EU, aber nicht zum Kern. Wie ein Kerneuropa genau aussehen würde, ist unklar. Der EU-Vertrag von Lissabon muss von allen 27 Ländern ratifiziert werden, um in Kraft treten zu können. Andernfalls gelten weiterhin der Vertrag von Nizza. Allerdings sieht auch dieser Möglichkeiten für ein Europa der zwei Geschwindigkeiten vor. Nach den bereits geltenden Verträgen können EU-Länder in bestimmten Bereichen statt der vollen Integration auch die weniger verpflichtende Option der "verstärkten Zusammenarbeit" wählen. Dies ist dann möglich, wenn mindestens ein Drittel der EU-Staaten Integrationsziele beschließt, diese aber innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens nicht in der gesamten Union umgesetzt werden können. Die teilnehmenden Länder müssen ihren Kreis aber prinzipiell allen EU-Ländern offen halten, die später hinzustoßen wollen. Beispiele für ein Europa der zwei Geschwindigkeiten gibt es bereits. So gehören nicht alle EU-Länder auch der Euro-Zone an. Großbritannien und Schweden erfüllen zum Beispiel zwar die Kriterien zur Einführung des Euro, wollen aber ihre eigene Währung behalten. Andere EU-Staaten müssen hingegen erst noch die "Maastricht-Kriterien erfüllen. Auch beim Schengen-Abkommen, das die Grenzkontrollen innerhalb der EU regelt, waren nicht alle Länder von Anfang an dabei. Irland und Großbritannien wenden das Vertragswerk bis heute nicht in allen Punkten an. => Sozialwissenschaften |
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21.06.2008 S. 144 dnr = 2335 |
Hintergrund: Kerneuropa
Wie ein Kerneuropa genau aussehen würde, ist unklar. Der EU-Vertrag von Lissabon muss von allen 27 Ländern ratifiziert werden, um in Kraft treten zu können. Andernfalls gelten weiterhin der Vertrag von Nizza. Allerdings sieht auch dieser Möglichkeiten für ein Europa der zwei Geschwindigkeiten vor. Nach den bereits geltenden Verträgen können EU-Länder in bestimmten Bereichen statt der vollen Integration auch die weniger verpflichtende Option der "verstärkten Zusammenarbeit" wählen. Dies ist dann möglich, wenn mindestens ein Drittel der EU-Staaten Integrationsziele beschließt, diese aber innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens nicht in der gesamten Union umgesetzt werden können. Die teilnehmenden Länder müssen ihren Kreis aber prinzipiell allen EU-Ländern offen halten, die später hinzustoßen wollen. Beispiele für ein Europa der zwei Geschwindigkeiten gibt es bereits. So gehören nicht alle EU-Länder auch der Euro-Zone an. Großbritannien und Schweden erfüllen zum Beispiel zwar die Kriterien zur Einführung des Euro, wollen aber ihre eigene Währung behalten. Andere EU-Staaten müssen hingegen erst noch die "Maastricht-Kriterien erfüllen. Auch beim Schengen-Abkommen, das die Grenzkontrollen innerhalb der EU regelt, waren nicht alle Länder von Anfang an dabei. Irland und Großbritannien wenden das Vertragswerk bis heute nicht in allen Punkten an. => Sozialwissenschaften |
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21.06.2008 S. 145 dnr = 2263 |
Hintergrund: Vertrag von Lissabon
Der Vertrag von Lissabon soll die EU demokratischer und effizienter machen.Er soll nach seiner Ratifizierung durch alle Mitgliedstaaten am 1. Januar 2009 in Kraft treten. EU-Ratspräsident: Die EU hat künftig einen Ratspräsidenten, dessen Amtszeit zweieinhalb Jahre statt wie bisher sechs Monate beträgt. Der Hohe Repräsentant für die Außenpolitik darf mit Rücksicht auf Großbritannien zwar nicht "Außenminister" heißen, erhält aber diplomatische Aufgaben. Die EU-Kommission wird verkleinert. Von 2014 an sind nur noch zwei Drittel der Mitglieder vertreten. Mehrheitsentscheidungen: EU-Beschlüsse werden erleichtert, indem in vielen Fällen der Zwang zur Einstimmigkeit entfällt. Entscheidungen mit so genannter qualifizierter Mehrheit werden stattdessen auf viele Bereiche ausgedehnt. Das Europaparlament erhält erstmals Mitspracherechte bei Fragen der Justizzusammenarbeit, der inneren Sicherheit und der illegalen Einwanderung. Zudem muss die Kommission Gesetzesvorschläge überprüfen, wenn dies die meistern nationalen Parlamente verlangen. Bürgerrechte: Mit einer Million Unterschriften können Bürgerinitiativen künftig die EU-Kommission auffordern, Gesetzesvorschläge zu machen. Der Reformvertrag macht zudem die europäische Grundrechtecharta rechtsverbindlich.Die Charta hält in 54 Artikeln alle europäischen Bürgerrechte fest, etwa das Recht auf eine gute Verwaltung. => Sozialwissenschaften |
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21.06.2008 S. 145 dnr = 2336 |
Hintergrund: Vertrag von Lissabon
EU-Ratspräsident: Die EU hat künftig einen Ratspräsidenten, dessen Amtszeit zweieinhalb Jahre statt wie bisher sechs Monate beträgt. Der Hohe Repräsentant für die Außenpolitik darf mit Rücksicht auf Großbritannien zwar nicht "Außenminister" heißen, erhält aber diplomatische Aufgaben. Die EU-Kommission wird verkleinert. Von 2014 an sind nur noch zwei Drittel der Mitglieder vertreten. Mehrheitsentscheidungen: EU-Beschlüsse werden erleichtert, indem in vielen Fällen der Zwang zur Einstimmigkeit entfällt. Entscheidungen mit so genannter qualifizierter Mehrheit werden stattdessen auf viele Bereiche ausgedehnt. Das Europaparlament erhält erstmals Mitspracherechte bei Fragen der Justizzusammenarbeit, der inneren Sicherheit und der illegalen Einwanderung. Zudem muss die Kommission Gesetzesvorschläge überprüfen, wenn dies die meistern nationalen Parlamente verlangen. Bürgerrechte: Mit einer Million Unterschriften können Bürgerinitiativen künftig die EU-Kommission auffordern, Gesetzesvorschläge zu machen. Der Reformvertrag macht zudem die europäische Grundrechtecharta rechtsverbindlich.Die Charta hält in 54 Artikeln alle europäischen Bürgerrechte fest, etwa das Recht auf eine gute Verwaltung. => Sozialwissenschaften |
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21.06.2008 S. 156 dnr = 2264 |
Mississippi-Flutwelle vor St.Louis
Nach den verheerenden Überschwemmungen in den US-Bundesstaaten Iowa und Illinois scheinen die Fluten des Mississippi zumindest die Großstadt St.Louis zu verschonen. Experten waren am Samstag optimistisch, dass die Dämme der Stadt halten werden. Die bereits gebrochenen Deiche in Iowa und Illinois hätten den Wasserdruck deutlich reduziert. Tausende Freiwilliger und Nationalgardisten versuchten auch am Samstag, Dämme entlang des Flusses mit Sandsäcken zu stabilisieren. Die Flutwelle soll St.Louis im Laufe des Tages erreichen. => Hochwasser Naturkatastrophen |
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21.06.2008 S. 161 dnr = 2265 |
Hintergrund: Mitsommernacht
Das Mittsommerfest wird rund um die Sonnenwende am 21.Juni gefeiert. Es ist der längste Tag des Jahres, nördlich des Polarkreises geht die Sonne nicht unter. Besonders in den nordischen Ländern sind Traditionen zur Mittsommernacht lebendig. Nach der Christianisierung übernahm die Kirche heidnische Fruchtbarkeits-Bräuche für den Gedenktag Johannes des Täufers am 24.Juni. In Schweden ist "Midsommar" an dem Wochenende, das dem 21.Juni am nächsten ist.In anderen Ländern werden am 23. oder 24.Juni (Johannisnacht) Geister mit Feuern vertrieben. => Natur & Umwelt |
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21.06.2008 S. 511 dnr = 2266 |
Lungenkrankheiten: Preis an Gießener Mediziner
Der Direktor des Lungenzentrums der Universität Gießen, Prof.Werner Seeger, ist mit dem mit 50.000 Euro dotierten Robert-Pfleger-Forschungspreis ausgezeichnet worden. Damit werde Seegers herausragende Leistung bei der Erforschung von Lungenkrankheiten und der Entwicklung von Therapiekonzepten gewürdigt, teilte die Robert-Pfleger-Stiftung mit. Der Preis zählt zu den angesehensten deutschen Wissenschaftspreisen. Er wird seit 1986 alle zwei Jahre verliehen und geht auf eine Stiftung Bamberger Unternehmers Robert Pfleger zurück. => Gesundheit |
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21.06.2008 S. 702 dnr = 2267 |
Exportklima-Index rutscht ab
Die Abschwächung der Weltwirtschaft drückt nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" zunehmend auf die deutschen Exporte. Der Exportklima-Index, den das Münchner ifo Institut für Wirtschaftsforschung regelmäßig im Auftrag des Magazins ermittelt, sei im Mai um 1,09 Punkte gesunken und liege damit auf dem niedrigsten Wert seit Ende 2001 Für den Rückgang ist demnach das klar eingetrübte Konsum- und Geschäftsklima bei den wichtigsten europäischen Handelspartnern verantwortlich. Im April hätten die Auslandsbestellungen real um 3,8 % gegenüber März abgenommen. => BIP |
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20.06.2008 S. 124 dnr = 2231 |
Kein Beschluss zu Energiepreisen
Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union haben beim Gipfel in Brüssel konkrete Antworten auf die hohen Energiepreise vertagt. Sie entschieden, bis Oktober verschiedene Vorschläge zur Entlastung der Verbraucher zu prüfen, darunter auch einen Vorstoß des französischen Staatspräsidenten Sarkozy. Dieser hatte sich beim Gipfel für eine Deckelung der Mehrwertsteuer für Mineralölprodukte stark gemacht. Zahlreiche EU-Staaten, darunter Deutschland, wiesen den Vorschlag zurück. => Energie/ Ressourcen |
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20.06.2008 S. 125 dnr = 2232 |
Mehr Soldaten für Afghanistan?
Die Bundeswehr soll Medienberichten zufolge ihre Truppenstärke in Afghanistan aufstocken können. Geplant sei eine Erhöhung der Obergrenze um 1000 auf 4500 Soldaten, berichteten der "Kölner Stadt-Anzeiger" und die "Frankfurter Rundschau". Der Chef des Bundeswehrverbands, Gertz, sagte dem "Stadtanzeiger", dass Generalinspekteur Schneiderhan dies als notwendig ansehe. Der Zeitung zufolge will Verteidigungsminister Jung die Pläne am Mittwoch bekannt geben. Das Ministerium wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. => Asien |
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20.06.2008 S. 126 dnr = 2233 |
Marburg führt Solarpflicht ein
Als erste deutsche Stadt hat Marburg die Einführung einer Solaranlagenpflicht für Bauherren beschlossen. Mit den Stimmen von SPD und Grünen verabschiedete das Stadtparlament eine neue Satzung. Diese schreibt die Errichtung von Solaranlagen vor, wenn ein Gebäude neu entsteht, erweitert oder umgebaut wird. Auch beim Austausch der Heizungsanlage und jeder Dachsanierung greift die neue Vorschrift. Die heftig umstrittene Verordnung soll im Herbst in Kraft treten. Bei Verstößen droht ein Bußgeld von 1000 Euro. => Solarenergie |
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20.06.2008 S. 130 dnr = 2234 |
Simbabwe: MDC erwägt Boykott
Eine Woche vor der geplanten Stichwahl um das Präsidentenamt in Simbabwe erwägt die Opposition, die Abstimmung zu boykottieren. Die Partei von Herausforderer Tsvangirai werde in den nächsten Tagen darüber entscheiden, sagte ein Sprecher der Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC). Die Stichwahl zwischen Präsident Mugabe und Tsvangirai ist nötig, weil keiner der beiden bei der Wahl am 29. März die absolute Mehrheit errungen hatte. Der Wahlkampf ist geprägt von Einschüchterung und Gewalt gegen die MDC. => Afrika |
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20.06.2008 S. 131 dnr = 2235 |
Chavez droht EU mit Öl-Stopp
Venezuelas Präsident Chavez hat allen EU-Staaten mit einem Stopp der Öllieferungen seines Landes gedroht, sollten sie die neuen, strikteren EU-Regeln gegen illegale Einwanderung anwenden. Am Mittwoch hatte das EU-Parlament eine von Menschrechtsgruppen kritisierte Verschärfung der Abschiebungsregeln beschlossen, der formell noch der Ministerrat zustimmen muss. Venezuela gehört zu den größten Ölexporteuren weltweit. Chavez hatte schon bei anderen Themen mit einem Lieferstopp gedroht, ihn aber nie umgesetzt. => Erdöl Migration |
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20.06.2008 S. 146 dnr = 2236 |
Hintergrund: BKA-Gesetz
Das neue BKA-Gesetz soll der Terrorabwehr dienen. In dem Entwurf werden dem Bundeskriminalamt (BKA) weitreichende polizeiliche Befugnisse eingeräumt.Aufgabe ist nicht mehr nur die Strafverfolgung. Die Behörde soll demnach künftig auch präventiv tätig werden, also Straftaten verhindern. Wichtige Bestimmungen sind: Online-Durchsuchung: Die Überwachung privater Computer wird möglich, wenn eine konkrete Gefahr oder schwere Straftaten vorliegen. Eine Manipulation der Rechner vor Ort soll es aber nicht geben. Wohnraumüberwachung: Zur "Abwehr einer dringenden Gefahr" darf das BKA Wohnungen akustisch und optisch überwachen.Umstritten ist dabei, dass auch Wohnungen Unverdächtiger beobachtet werden dürfen, in denen ein Verdächtiger verkehrt. Telefonüberwachung: Auch ohne Wissen der Betroffenen kann die Telekommunikation einer Person überwacht und aufgezeichnet werden, falls dies der Gefahrenabwehr dient. Die Maßnahme ist auf drei Monate befristet und darf nur einmal um drei Monate verlängert werden. Rasterfahndung: Das BKA darf von öffentlichen oder nichtöffentlichen Stellen die Übermittlung von personenbezogenen Daten bestimmter Personengruppen verlangen. Diese werden automatisch mit anderen Datenbeständen abgeglichen, wenn schwerwiegende Gefahren abgewehrt werden müssen. V-Leute: Das BKA darf künftig auch V-Leute für seine Ermittlungen einsetzen.Erlaubt sei "der Einsatz von Privatpersonen, deren Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt Dritten nicht bekannt ist". Solche Methoden werden bisher vor allem von Geheimdiensten genutzt. => Sozialwissenschaften |
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20.06.2008 S. 146 dnr = 2332 |
Hintergrund: BKA-Gesetz
Online-Durchsuchung: Die Überwachung privater Computer wird möglich, wenn eine konkrete Gefahr oder schwere Straftaten vorliegen. Eine Manipulation der Rechner vor Ort soll es aber nicht geben. Wohnraumüberwachung: Zur "Abwehr einer dringenden Gefahr" darf das BKA Wohnungen akustisch und optisch überwachen.Umstritten ist dabei, dass auch Wohnungen Unverdächtiger beobachtet werden dürfen, in denen ein Verdächtiger verkehrt. Telefonüberwachung: Auch ohne Wissen der Betroffenen kann die Telekommunikation einer Person überwacht und aufgezeichnet werden, falls dies der Gefahrenabwehr dient. Die Maßnahme ist auf drei Monate befristet und darf nur einmal um drei Monate verlängert werden. Rasterfahndung: Das BKA darf von öffentlichen oder nichtöffentlichen Stellen die Übermittlung von personenbezogenen Daten bestimmter Personengruppen verlangen. Diese werden automatisch mit anderen Datenbeständen abgeglichen, wenn schwerwiegende Gefahren abgewehrt werden müssen. V-Leute: Das BKA darf künftig auch V-Leute für seine Ermittlungen einsetzen.Erlaubt sei "der Einsatz von Privatpersonen, deren Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt Dritten nicht bekannt ist". Solche Methoden werden bisher vor allem von Geheimdiensten genutzt. => Sozialwissenschaften |
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20.06.2008 S. 147 dnr = 2237 |
Hintergrund: Sicherungsverwahrung
Juristisch gesehen handelt es sich bei der Sicherungsverwahrung um keine Strafe. Sie stellt aber einen massiven Eingriff in die Freiheitsrechte dar. So bleibt der Täter auch nach Verbüßung seiner Freiheitsstrafe auf unabsehbare Zeit im Gefängnis. Mit dieser Maßregel sollen als gefährlich geltende Rückfalltäter von neuen Verbrechen abgehalten werden. Voraussetzung ist aber eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie schwere Straftaten gegen Leben oder Gesundheit anderer Menschen begehen werden. => Sozialwissenschaften |
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20.06.2008 S. 149 dnr = 2238 |
Hintergrund: Entwicklungshilfe
Entwicklungshilfe soll eine Zusammenarbeit der Länder bei der Lösung der Probleme sein, nicht nur eine Unterstützung von armen durch reiche Länder. Sie erfolgt durch eine technische oder eine finanzielle Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern. Oberstes Ziele von Entwicklungspolitik ist die Armutsbekämpfung. Die 50 ärmsten Entwicklungsländer erhalten keine Kredite, sondern Finanzierungszuschüsse. Sie bekommen also Geld geschenkt.Die technische Unterstützung ist immer kostenlos. Der Etat des Entwicklungsministeriums betrug 2007 4,5 Milliarden Euro. Rund ein Drittel fließt an internationale Institutionen wie die UN-Kinderhilfsorganisation UNICEF, das Weltgesundheitsprogramm (WHO), die Weltbank oder EU-Entwicklungshilfe-Organisationen. Auch über diese Organisationen werden Entwicklungsprojekte finanziert. Der Schwerpunkt der deutschen Entwicklungshilfe liegt in Afrika, insbesondere in den Ländern südlich der Sahara.Ein Drittel bis etwa die Hälfte der Mittel ging in den vergangenen Jahren in afrikanische Länder. => Eine-Welt |
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20.06.2008 S. 149 dnr = 2333 |
Hintergrund: Entwicklungshilfe
Oberstes Ziele von Entwicklungspolitik ist die Armutsbekämpfung. Die 50 ärmsten Entwicklungsländer erhalten keine Kredite, sondern Finanzierungszuschüsse. Sie bekommen also Geld geschenkt.Die technische Unterstützung ist immer kostenlos. Der Etat des Entwicklungsministeriums betrug 2007 4,5 Milliarden Euro. Rund ein Drittel fließt an internationale Institutionen wie die UN-Kinderhilfsorganisation UNICEF, das Weltgesundheitsprogramm (WHO), die Weltbank oder EU-Entwicklungshilfe-Organisationen. Auch über diese Organisationen werden Entwicklungsprojekte finanziert. Der Schwerpunkt der deutschen Entwicklungshilfe liegt in Afrika, insbesondere in den Ländern südlich der Sahara.Ein Drittel bis etwa die Hälfte der Mittel ging in den vergangenen Jahren in afrikanische Länder. => Eine-Welt |
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20.06.2008 S. 156 dnr = 2239 |
60 Jahre Soziale Marktwirtschaft: Vertrauen in Unternehmen verloren
60 Jahre nach Einführung der sozialen Marktwirtschaft ist das Vertrauen der Deutschen in die Unternehmen auf einem Tiefpunkt angelangt. In einer Emnid-Umfrage gaben 72 Prozent der Befragten an, in jüngster Zeit grundsätzlich an Vertrauen in die Unternehmen verloren zu haben. In der Altersgruppe zwischen 40 und 59 Jahren beklagten sogar 8 von 10 Befragten einen Vertrauensverlust. Die Skandale bei VW, Siemens und der Telekom haben aber kaum etwas an der Beliebtheit der Unternehmen geändert: VW ist das zweitbeliebteste Unternehmen nach Daimler, Siemens 4. und Telekom 9. => Konsum & Produktion |
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20.06.2008 S. 159 dnr = 2240 |
Jetzt steigt das Wasser in Missouri
Nach der Überschwemmung ganzer Landstriche im Mittleren Westen der USA rollt die Flutwelle des Mississippi weiter nach Süden. Sie bedroht zahlreiche Orte vor allem im Bundesstaat Missouri. "Der Nordosten Missouris ist ein Schlachtfeld: Einwohner gegen den Fluss", berichten örtliche Medien. Entlang des Stromes versuchten die Einwohner fieberhaft, die Dämme mit Millionen von Sandsäcken gegen die Fluten zu verstärken. Tausende Freiwillige, Hilfsorganisationen und Nationalgardisten kamen zur Unterstützung. Am Vortag hatte Präsident Bush das Gebiet besucht => Hochwasser Naturkatastrophen |
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20.06.2008 S. 160 dnr = 2241 |
Weniger Verkehrstote, mehr Unfälle
Mehr Unfälle, aber weniger Verkehrstote und Verletzte: Auf deutschen Straßen sind im April 362 Menschen ums Leben gekommen. Das entspricht einem Rückgang von einem Viertel gegenüber dem Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Insgesamt registrierte die Polizei im April 193.400 Verkehrsunfälle und damit 4,2 Prozent mehr als im April 2007. Verletzt wurden 32.400 Menschen (minus 18 Prozent). Grund für den Rückgang bei den Verkehrstoten ist wohl das Wetter: 2007 seien bei sommerlichem April-Wetter mehr Motorradfahrer verunglückt. => Mobilität/Verkehr |
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20.06.2008 S. 162 dnr = 2242 |
Olympia:Peking halbiert Autoverkehr
Peking setzt während der Olympischen Spiele auf drastische Vorschriften, um die Luftverschmutzung zu reduzieren.Vom 20.Juli an dürfen zwei Monate lang Privatautos nur jeden zweiten Tag auf den Straßen der Hauptstadt unterwegs sein - je nachdem, ob sie ein mit einer geraden oder ungeraden Zahl endendes Kennzeichen haben. Fahrzeuge mit hohen Abgaswerten dürfen überhaupt nicht fahren, teilten Regierungsvertreter mit. Dadurch solle der Autoverkehr um 45 Prozent, der Schadstoffausstoß um 63 Prozent gesenkt werden. => Mobilität/Verkehr |
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20.06.2008 S. 513 dnr = 2243 |
Ältester Weizen der Welt gefunden?
Türkische Forscher haben nach Presseberichten in einer uralten Stadt in Zentralanatolien den ältesten Weizen der Welt gefunden. DNA-Analysen von Weizenkörnern aus der steinzeitlichen Siedlung Catalhöyük südöstlich von Konya hätten ergeben, dass die Menschen dort bereits vor 8500 Jahren Getreide angepflanzt hätten, sagte eine Chemikerin nach Zeitungsberichten. Die bisher ältesten Weizenkörner seien 6000 Jahre alt gewesen und stammten aus der südostanatolischen Gegend um Diyarbakir. => Bio-Vielfalt Nahrung |
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20.06.2008 S. 517 dnr = 2244 |
Straßenlaternen sind Klimakiller
Die Beleuchtung der Straßen verbraucht in Deutschland rund drei bis vier Milliarden Kilowattstunden jährlich.Rund ein Drittel der Straßenbeleuchtung sei 20 Jahre und älter und benötige oft mehr Energie als nötig, wie das Umweltbundesamt mitteilte. "Wir sollten alte Straßenlaternen bald austauschen. So lässt sich der Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid um rund eine Million Tonnen pro Jahr senken", erklärte UBA-Präsident Andreas Troge.Dies entspricht dem Stromverbrauch von rund 1,2 Mio.Haushalten. => Strom Treibhausgase |
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20.06.2008 S. 518 dnr = 2245 |
Depressionen/ Burnout-Syndrom: Mehr seelisch kranke Studenten
Seit Einführung der Bachelor- und Master-Studiengänge leiden nach Ansicht von Hochschulseelsorgern immer mehr Studenten unter Stress und psychischen Krankheiten. "Wir erhalten Rückmeldung von den Hochschulen und Studentenwerken,dass die Zahl der Studenten mit Depressionen oder Burnout-Syndrom wächst", sagte Robert Lappy vom Erzbischöflichen Ordinariat München. Die neuen Studiengänge seien stark verschult und in vielen Seminaren gebe es Anwesenheitspflicht. Gleichzeitig müssten die Studenten oft selbst für ihren Lebensunterhalt aufkommen. => Gesundheit |
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20.06.2008 S. 519 dnr = 2246 |
Citrusbockkäfer an Zierbäumen
Der gefürchtete Citrusbockkäfer hat seinen Weg von China nach Deutschland gefunden. Nach Angaben des Julius Kühn-Instituts ist der Schädling bereits in zwei Bundesländern aufgetaucht. Die befallenen Pflanzen stammen von einer Supermarktkette, die im Mai 2008 mehr als 100.000 Fächerahornbäume deutschlandweit verkauft hat, teilte die Forschungsanstalt in Braunschweig mit. Es sei zu befürchten, dass weitere der befallenen Topfpflanzen in vielen Privathaushalten stehen. Der Käfer kann auch viele der heimischen Laubbäume schädigen. => Bio-Vielfalt |
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20.06.2008 S. 533 dnr = 2247 |
Kaffee hilft der Leber
Die regelmäßige Tasse Kaffee tut chronisch Leberkranken besonders gut. Das Koffein sorge dafür, dass der Umbau gesunder Leberzellen in funktionsloses Bindegewebe langsamer vonstattengehe, berichteten Wissenschaftler der Technischen Hochschule Aachen. "Mit zwei Tassen Kaffee täglich lässt sich der Krankheitsverlauf zumindest verzögern", hieß es. Empirische Studien hatten bereits in den vergangenen Jahren eine positive Wirkung von Kaffee bei chronischen Lebererkrankungen, sogenannten Fibrosen, gezeigt. => Gesundheit Kinderarbeit |
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20.06.2008 S. 534 dnr = 2248 |
Hautkrebs-Check ab Juli kostenlos
Für gesetzlich Krankenversicherte ab 35 Jahren ist ab Juli eine Hautkrebs-Früherkennungsuntersuchung kostenlos. Dabei schauen besonders geschulte Ärzte mit bloßem Auge die ganze Haut vom Scheitel bis zu den Fußsohlen an, wie der 2.Vorsitzende der AG Dermatologische Prävention, Eckhard Breitbart, erläuterte. Die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, Dagmar Schipanski, sagte, mit dem Sreening eröffne sich eine große Chance im Kampf gegen die häufigste Krebsart in Deutschland. Breitbart sagte, keine Generation habe ein so hohes Hautkrebsrisiko wie die der heute 35-Jährigen. => Gesundheit |
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20.06.2008 S. 535 dnr = 2249 |
Hautkrebs: Patientenzahl steigt
In Deutschland hat sich die Zahl der Hautkrebs-Erkrankten seit 1980 annähernd versechsfacht. Wie die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, Dagmar Schipanski, mitteilte, liegen die Ursachen in einem geänderten Freizeitverhalten mit Sonnenurlauben rund um das Jahr und häufigen Solarienbesuchen. Statistisch erkrankt jeder zehnte Deutsche im Laufe seines Lebens an Hautkrebs. Laut Krebshilfe gibt es jährlich rund 140.000 neue Patienten, 22.000 davon leiden am besonders gefährlichen Malignen Melanom (Schwarzer Hautkrebs).Daran sterben jährlich 3000 Betroffene. => Gesundheit |
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20.06.2008 S. 536 dnr = 2250 |
Hautkrebs-Früherkennung in Zahlen
- rund 45 Millionen gesetzlich Versicherte haben ab 1.Juli alle zwei Jahre Anspruch auf eine Hautkrebs-Check - bisher haben sich 10.000 der 45.000 Hausärzte für das Hautkrebs-Sreening qualifiziert - wird ein Malignes Melanom frühzeitig entdeckt, kann es meist mit einem kleinen operativen Eingriff entfernt werden: die Überlebenswahrscheinlichkeit fünf Jahre nach Diagnose liegt dann bei 90 Prozent; wird es im Spätstadium entdeckt, sinkt die 5-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit auf unter 20 Prozent => Gesundheit |
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20.06.2008 S. 537 dnr = 2251 |
Impfung gegen Gürtelrose empfohlen
Der Berufsverband Deutscher Internisten empfiehlt vor allem alten und immungeschwächten Menschen eine Impfung gegen den Erreger der Gürtelrose. "Eine Gürtelrose kann zwar unmittelbar nach Ausbruch mit virushemmenden Medikamenten behandelt werden, eine Impfung schützt jedoch deutlich besser vor den schweren Folgen der Erkrankung", so ein Experte. Während die amerikanische Impfkommission Menschen ab 60 Jahren eine Impfung gegen das Varizellen-Zoster-Virus nahelege, gebe es in Deutschland eine solche Empfehlung bislang nicht, hieß es. => Gesundheit |
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20.06.2008 S. 539 dnr = 2252 |
Online-Portal "Schwanger unter 20"
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat für minderjährige und junge Schwangere ein neues Online-Angebot gestartet. Informationen und Orientierungshilfen erhalten Betroffene unter www.schwanger-unter-20.de, wie die Bundeszentrale in Köln mitteilte.In jugendgerechter Sprache sollen sowohl die jungen Schwangeren als auch ihre Partner ermutigt werden, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Nach Untersuchungen der Bundeszentrale verhüten die meisten der 14- bis 17jährigen jungen Frauen heute ebenso sorgsam wie Erwachsene. => Frauen |
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20.06.2008 S. 545 dnr = 2253 |
Energieausweis ab 1.Juli Pflicht
Wer sein Haus oder seine Wohnung verkaufen oder vermieten möchte, muss ab dem 1.Juli 2008 jedem potenziellen Käufer einen Energieausweis zugänglich machen. Darauf weist die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Deutschland hin. Zunächst gelte diese Vorschrift nur für Gebäude, die bis 1965 errichtet wurden. Für alle jüngeren Gebäude müssten diese Ausweise ab dem 1.Januar 2009 vorliegen, für Nichtwohngebäude ab 1.Juli 2009. Bei Baudenkmälern müssten keine Ausweise erstellt werden. => Energie/ Ressourcen |
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20.06.2008 S. 701 dnr = 2254 |
Erzeugerpreise stärker gestiegen
Die deutschen Erzeugerpreise sind im Mai vor allem aufgrund der erhöhten Energiepreise stärker gestiegen als erwartet. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, erhöhten sich die Preise um ein Prozent im Monats- und um sechs Prozent im Jahresvergleich. Ökonomen hatten für Mai ein auf Monatssicht um 0,9 Prozent erhöhtes Preisniveau prognostiziert, im Jahresvergleich war ein Plus von 5,8 Prozent erwartet worden. Ohne die Energiekosten ist der Index der Erzeugerpreise im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent gestiegen. => Konsum & Produktion |
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20.06.2008 S. 702 dnr = 2255 |
Ölpreis um fast 5 Dollar gefallen
Der Ölpreis ist in New York um fast 5 Dollar auf knapp 132 Dollar pro Fass zurückgegangen. Der Schlusspreis für ein Barrel (159 Liter) der in New York gehandelten Sorte Light Sweet Crude zur Auslieferung im Juli lag am Donnerstag bei 131,93 Dollar und damit um 4,75 Dollar unter dem Schlussstand vom Mittwoch. Zuvor hatte Saudi-Arabien bestätigt, seine Fördermenge einseitig um 200.000 Barrel am Tag zu erhöhen. Zugleich verkündete China eine Erhöhung der Kraftstoff- und Strompreise von Freitag an.Das dürfte die Öl-Nachfrage drosseln. => Ölpreis |
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18.06.2008 S. 120 dnr = 2219 |
Zweites Klimapaket beschlossen
Nach mehrwöchigem Streit zwischen den zuständigen Ministerien hat das Bundeskabinett den zweiten Teil seines Klimaschutzpakets beschlossen. Kernpunkte sind unter anderem die Erhöhung der Lkw-Maut, strengere Vorschriften zur Wärmedämmung für Neubauten und Sanierungen sowie die Neuregelung des Stromnetz-Ausbaus. Ursprünglich sollte auch die Kfz-Steuer umgestellt werden. Dies wurde aber auf 2010 verschoben. Ziel der Koalition ist es, den CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 % unter den Stand von 1990 zu senken. => Energiesparen Klimawandel Treibhausgase |
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18.06.2008 S. 121 dnr = 2220 |
Opposition kritisiert Klimapaket
Das vom Bundeskabinett beschlossene zweite Klimaschutzpaket ist bei Opposition und Verbänden auf Kritik gestoßen. Die Grünen sprachen von einem "Scherbenhaufen". Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Höhn sagte, von ursprünglich rund 30 geplanten Maßnahmen sei der überwiegende Teil verschoben, verwässert oder sogar ganz weggefallen. Auch der Naturschutzbund NABU und Greenpeace bezeichneten die Beschlüsse als unzureichend. Der Deutsche Mieterbund forderte mehr Energiesparpflichten für alte Häuser. => Energiesparen Klimawandel Treibhausgase |
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18.06.2008 S. 123 dnr = 2221 |
EU verabschiedet Abschieberegel
Das Europaparlament hat die umstrittene EU-Richtlinie zur Abschiebung illegaler Einwanderer verabschiedet. Die von den EU-Innenministern vorgelegten Pläne sehen vor, dass Einwanderer ohne Aufenthaltserlaubnis in der gesamten EU bis zu 18 Monate in Abschiebehaft kommen können. Länder mit niedrigeren Haftzeiten dürfen bestehende Regelungen behalten. Bei der Parlamentsdebatte sprachen sich Europaabgeordnete der Grünen, der Sozialdemokraten und der Sozialisten gegen den Richtlinienentwurf aus. => Migration |
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18.06.2008 S. 124 dnr = 2222 |
Israel stimmt Waffenruhe zu
Israel hat einer von Ägypten vermittelten Waffenruhe mit der radikal-palästinensischen Hamas im Gazastreifen zugestimmt. Dies teilte ein Regierungssprecher mit. Die Hamas hatte das Abkommen bereits gestern bestätigt. Die Waffenruhe soll Donnerstag in Kraft treten und gilt zunächst für sechs Monate. Israel will dabei die Blockade des Gazastreifens stufenweise lockern. Die US-Regierung reagierte mit Skepsis.Ein solches Abkommen wäre kaum von Dauer, hieß es vom US-Außenministerium. => Nahost |
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18.06.2008 S. 125 dnr = 2223 |
Israel will mit Libanon sprechen
Israel hat sich für die Aufnahme von Friedensgesprächen mit dem Libanon ausgesprochen. Israel sei an "direkten, bilateralen Gesprächen" interessiert, sagte Regierungssprecher Regev. Alle strittigen Punkte sollten auf den Tisch kommen, darunter auch der Streit um die Schebaa-Höfe, erklärte Regev. Israel betrachtet die Schebaa-Höfe bislang als Teil des 1967 besetzten syrischen Territoriums. Der Streit um das Gebiet ist einer der Hauptkonfliktpunkte zwischen Israel, dem Libanon und Syrien. => Nahost |
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18.06.2008 S. 126 dnr = 2224 |
Afghanistan: Neue Offensive gegen Taliban
NATO-Truppen und afghanische Militärs haben eine Großoffensive gegen Taliban-Kämpfer begonnen. Sie gehen im Süden des Landes gegen Aufständische vor, von denen viele erst vor wenigen Tagen bei einem spektakulären Überfall auf ein Gefängnis frei gekommen waren. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums starben dabei bisher rund 20 Taliban und zwei afghanische Soldaten. Bei einem Bombenanschlag im Süden Afghanistans wurden vier britische Soldaten der NATO-geführten Truppe getötet sowie zwei weitere verletzt. => Asien |
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18.06.2008 S. 127 dnr = 2225 |
Bush will Ölbohrungen vor Küste
US-Präsident hat angesichts der Ölpreisexplosion den Kongress aufgefordert, das Jahrzehnte alte Förderverbot vor den Küsten des Landes aufzuheben. Die jetzige Regelung sei "veraltet und kontraproduktiv". Neben der Erschließung neuer Quellen vor der Küste sprach sich der Präsident auch für Ölbohrungen in einem Naturschutzgebiet in Alaska aus. Zudem müsse die Kapazität der Raffinerien erhöht werden. All diese Schritte zusammen "werden im Laufe der Zeit den Ölpreis nach unten drücken", so Bush weiter. => Fossile Energien |
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18.06.2008 S. 128 dnr = 2226 |
EU will Glühbirnen verbieten
Die EU-Kommission will in den nächsten Jahren die Glühbirne aus den Haushalten Europas verbannen. Stattdessen will die Kommission effizientere Energiesparlampen vorschreiben, um C02 zu sparen. So sollen allein in Deutschland 4,5 Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid weniger produziert werden.EUweit wären es 23 Mrd. Tonnen pro Jahr. Das Verbot soll schrittweise in Kraft treten und sich an Wattzahlen sowie Energieeffizienzklassen orientieren.Eine endgültige Entscheidung soll jedoch erst zum Jahreswechsel fallen. => Energiesparen |
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18.06.2008 S. 130 dnr = 2227 |
Kritik an Afrika-Hilfe der G-8
Deutschland und die anderen G-8-Staaten sind nach einer Studie der Nichtregierungsorganisation DATA mit ihren Hilfszahlungen an Afrika deutlich im Verzug. Die 2005 zugesagte Aufstockung der Entwicklungshilfe um 21,8 Milliarden Dollar pro Jahr bis 2010 sei erst zu 14 Prozent erfüllt, heißt es in dem in Berlin vorgestellten DATA-Bericht 2008. Deutschland habe sein Ziel erst zu zwölf Prozent erfüllt, "aber in den letzten beiden Jahr deutlich Fahrt aufgenommen", so der Vorsitzende von DATA Deutschland, Kahler. => Afrika Eine-Welt G8 |
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18.06.2008 S. 156 dnr = 2228 |
Illinois: Erste Dämme gebrochen
Nach zwei Dammbrüchen am Mississippi sind zahlreiche Ortschaften im Westen des US-Staats Illinois überflutet worden. Auch im Nachbarstaat Missouri bereiteten sich Dutzende Orte auf massive Überschwemmungen vor. In Iowa standen nach den schwersten Fluten seit 7 Jahren noch weite Landesteile unter Wasser Die Bewohner arbeiten fieberhaft daran, gefährdete Dämme mit Millionen Sandsäcken zu verstärken. Die Schäden wurden schon auf 1,5 Mrd.Dollar geschätzt. Zugleich bereiten die Behörden weitere Umsiedlungen vor. => Hochwasser Naturkatastrophen |
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18.06.2008 S. 512 dnr = 2229 |
Energieverbrauch stark gesunken
Der Energieverbrauch in Deutschland ist vor allem wegen der Preisexplosion bei Rohöl so stark zurückgegangen wie in keinem anderen Land der Erde. Nach einer Statistik des Ölkonzerns BP konsumierten Wirtschaft und Verbraucher vergangenes Jahr 5,6 % weniger Primärenergie als noch 2006. Weltweit legte der Verbrauch dagegen um 2,4 % zu. Dafür war vor allem China verantwortlich, dessen Energieverbrauch um 7,7 % zulegte. Auch Indien verbrauchte deutlich mehr Energie. Darin sehen viele Experten den Hauptgrund für die anhaltenden Preissteigerungen. => Energie/ Ressourcen |
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18.06.2008 S. 513 dnr = 2230 |
Weg zur nachhaltigen Fischerei
Der Druck auf Fischbestände wäre bis zu siebenfach geringer, wenn die Fischerei nur erwachsene Tiere fangen würde. Dies ist das Kernergebnis einer Studie unter Federführung des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in Kiel. Erst dann sei der Fortbestand der Population dauerhaft gesichert und eine Fischerei ökologisch verträglich und wirtschaftlich sinnvoll. Die Fischereibiologen analysierten Auswirkungen der Fischerei auf neun verschiedene Fischarten wie Kabeljau, Scholle, Wittling, Sprotte oder Hering. => Nahrung Nachhaltigkeit |
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17.06.2008 S. 121 dnr = 2204 |
Lkw-Maut soll erhöht werden
Die Bundesregierung will die Lkw-Maut deutlich erhöhen. Verkehrsminister Tiefensee kündigte eine Anhebung der durchschnittlichen Gebühr von 13,5 auf 16,2 Cent pro Kilometer ab 2009 an. Die Zusatzeinnahme von knapp 1 Mrd. Euro solle für Straßenbau und das Schienennetz verwendet werden.Damit erhöhten sich die Investitionen 2009 auf 10,2 Mrd. Euro. Die Pläne sind Teil des zweiten Klimaschutzpakets, das das Kabinett morgen verabschieden will. Auch der Bundesrat müsse noch zustimmen, sagte Tiefensee. => Mobilität/Verkehr Ökosteuer |
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17.06.2008 S. 124 dnr = 2205 |
Nahost:Unklarheit über Waffenruhe
Der israelische Verteidigungsminister Barak hat Berichte über eine Waffenruhe Israels mit der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas als "verfrüht" bezeichnet. Man prüfe gegenwärtig die Möglichkeit, in nächster Zeit eine Waffenruhe zu vereinbaren, sagte Barak nach Angaben der Deutschen Presseagentur. Eine amtliche ägyptische Nachrichtenagentur hatte berichtet, eine Waffenruhe für den Gazastreifen solle ab übermorgen gelten. Die Hamas erklärte, sie werde sich an diese Vereinbarung halten => Nahost |
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17.06.2008 S. 125 dnr = 2206 |
51 Tote bei Anschlag im Irak
In Bagdad sind bei einem Anschlag mit einer Autobombe nach Regierungsangaben mindestens 51 Menschen getötet worden.Zudem gebe es 75 Verletzte. Der Anschlag ereignete sich demnach im Norden der irakischen Hauptstadt. Bislang bekannte sich noch niemand zu der Tat. Die Behörden vermuten aber das Terrornetzwerk Al Kaida hinter dem Anschlag. Bereits wenige Stunden zuvor hatte ein Sprensatz in der Nähe eines Kontrollpunkts im Norden Bagdads vier Menschen in den Tod gerissen. => Irak |
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17.06.2008 S. 127 dnr = 2207 |
UNHCR: Immer mehr Flüchtlinge
Politische Konflikte und Naturkatastrophen treiben immer mehr Menschen in die Flucht. Die Zahl der Flüchtlinge weltweit stieg laut Flüchtlingshilfswerk UNHCR im zweiten Jahr in Folge stark an, in 2007 auf mehr als 35 Millionen. 11,4 Mio.Menschen seien außerhalb ihrer Heimatländer auf der Flucht, 26 Mio. seien im eigenen Land vertrieben worden. In der Statistik sind dabei nur Flüchtlinge aufgeführt, um die sich das UNHCR kümmern kann. Nicht einbezogen sind etwa Armuts- oder Hungerflüchtlinge. => Konflikte |
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17.06.2008 S. 130 dnr = 2208 |
Studie: Mobilfunk ungefährlich
Bundesumweltminister Gabriel hat die Ergebnisse eines sechsjährigen Forschungsprogramms des Bundesamtes für Strahlenschutz vorgestellt. Dieses habe "bestehende Befürchtungen zu möglichen Gesundheitsgefahren des Mobilfunks" nicht bestätigt. In einigen Feldern gebe es aber noch Klärungsbedarf, sagte Gabriel. Dies gelte vor allem bei den Auswirkungen auf Kinder und bei Langzeitwirkungen. Das Mobilfunkforschungsprogramm wurde je mit 8,5 Mio. Euro vom Umweltministerium und den Betreibern finanziert. => Gesundheit |
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17.06.2008 S. 516 dnr = 2209 |
Mini-Sonnensystem im Weltall
Astronomen haben in unserer Galaxie gleich drei Super-Erden entdeckt, die denselben Stern umkreisen. Der Stern HD 40307 sei unserer Sonne ähnlich, und der kleinste der drei Super-Erden habe nur die rund vierfache Masse der Erde, so die Südsternwarte in Garching. Als Super-Erden werden alle Planeten außerhalb unseres Sonnensystems mit der einbis 15-fachen Masse der Erde bezeichnet Der nun untersuchte Stern befindet sich nahe Richtung der Süd-Sternbilder Dorado (Schwertfisch) und Pictor (Malerstaffelei). Die drei Exo-Planeten haben die 4,2 bis 9,4-fache Masse der Erde. => Natur & Umwelt |
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17.06.2008 S. 517 dnr = 2210 |
Erbgutbausteine aus dem All
Britische Forscher haben in einem Meteoriten aus Australien Erbgutbausteine entdeckt, die nicht von der Erde stammen. Sie fanden in dem kohlenstoffhaltigen Meteoriten verschiedene sogenannte Nukleinbasen. Diese chemischen Verbindungen sind am Aufbau der Erbgutmoleküle DNA und RNA beteiligt. In ihrer Entdeckung sehen die Wissenschaftler einen Beleg für die Annahme, dass Meteoriten entscheidend an der Entstehung von Leben auf der Erde beteiligt waren. Die Forscher stellen ihre Ergebnisse in dem Fachblatt "Earth and Planetary Science Letters" vor. => Gen-/Biotechnologie |
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17.06.2008 S. 518 dnr = 2211 |
Studie: CO2-Klimaziele gefährdet
Die deutsch-französische Vereinbarung zu künftigen Abgasnormen bei Autos bedeutet offenbar einen großen Rückschlag für die Klimaschutzziele der EU. Nach dem Kompromiss der beiden Regierungen würde nur rund einer Viertel der bis 2020 von der EU-Kommission angepeilten klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen eingespart, so die "Frankfurter Rundschau" unter Berufung auf eine Untersuchung des Öko-Instituts Freiburg Umweltminister Gabriel forderte im Vorfeld des Kabinettsbeschlusses zum Klimapaket II der Bundesregierung mehr Energieeffizienz in Wohngebäuden. => Energieeffizienz Klimawandel Treibhausgase |
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17.06.2008 S. 519 dnr = 2212 |
Bayer produziert viele Pestizide
Der Chemiekonzern Bayer verkauft laut Greenpeace weltweit die meisten für Mensch und Umwelt gefährlichen Pestizide. Zu diesem Ergebnis kommt die Umweltschutzorganisation in einer Studie, in der die Produkte der weltweit führenden Pflanzenschutz-Konzerne untersucht wurden. Im Negativ-Ranking folgen nach Bayer die Konzerne Syngenta, Monsanto, BASF und Dow Chemical. Scharfe Kritik übte die Organisation an Agrarminister Seehofer, der sich unter dem Druck der heimischen Chemie-Lobby auf EU-Ebene für weniger strenge Zulassungsregeln stark mache. => Chemikalien Konsum & Produktion |
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17.06.2008 S. 543 dnr = 2213 |
Tipps: Handystrahlung verringern I
Eine Studie des Bundesamts für Strahlenschutz hat keine Hinweise auf ein Krebsrisiko durch Handystrahlen gefunden. Allerdings gibt es für einen Nutzungszeitraum von mehr als zehn Jahren und für Kinder zu wenige Daten, um komplett zu entwarnen. Besorgte Bürger können nach Angaben des Amts ihre Strahlenbelastung verringern: - Möglichst nicht bei schlechtem Empfang telefonieren, etwa aus Autos ohne Außenantenne. => Gesundheit |
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17.06.2008 S. 544 dnr = 2214 |
Tipps: Handystrahlung verringern II
- Beim Kauf des Handys auf den SAR-Wert (spezifische Absorptionsrate) achten.Als besonders strahlungsarm gelten Mobiltelefone mit einem SAR-Wert von bis zu 0,6 Watt/Kilogramm - Kopfhörer/Head-Sets benutzen. Die Strahlungsquelle befindet sich dann nicht direkt am Ohr - Verbindungsaufbau abwarten, bis man das Handy zum Ohr führt. Während des Verbindungsaufbaus sendet das GSM-Handy (Handys im E- und D-Netz) mit maximaler Leistung => Gesundheit |
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17.06.2008 S. 545 dnr = 2215 |
Schutzimpfungen vergleichen
Kommt die Kasse für nicht vorgeschriebene Schutz-Impfungen auf? Bei einem Wechsel der gesetzlichen Krankenkasse sollten Verbraucher vor allem auf solche Details achten. Das empfiehlt die Zeitschrift "Finanztest". So zahlen nicht alle Kassen eine Impfung gegen die von Zecken verursachte Hirnhautentzündung außerhalb der Risikogebiete. Auch die Grippeschutzimpfung für unter 60-jährige oder die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs übernehmen nur manche Kassen. => Gesundheit |
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17.06.2008 S. 547 dnr = 2216 |
"Briex de Meaux": NRW warnt vor Weichkäse-Verzehr
Das nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerium warnt vor dem Verzehr des französischen Weichkäses "Brie de Meaux" der Firma La Fromagerie Les Courtenay. Es seien Bakterien nachgewiesen worden, die zu Entzündungen des Zentralnervensystems führen und Schwangerschaften gefährden könnten. Betroffen ist Ware mit dem Kennzeichen FR45 115 01 CE mit Produktionsdatum 15.April 2008 und Mindesthaltbarkeitsdatum 1.Juli 2008, zudem der Losnummer 106 (01 und 02). Der Brie wurde unter anderem in Filialen von Ratio, Handelshof und in Hit-Märkten verkauft. => Nahrung Gesundheit |
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17.06.2008 S. 701 dnr = 2217 |
Topmanager erwarten höheren Ölpreis
Die deutsche Wirtschaft richtet sich darauf ein, in Zukunft noch mehr für Rohöl bezahlen zu müssen. Drei Viertel der Manager rechnen in den nächsten zwei Jahren mit einem Preis von mehr als 150 US-Dollar je Barrel (rund 159 Liter), knapp die Hälfte erwartet sogar ein Niveau oberhalb von 180 US-Dollar. Das berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Psephos und der Unternehmensberatung Droege & Comp unter mehr als 500 Topmanagern. Einzelne Wirtschaftszweige sehen ihr Geschäft als "stark belastet" an. => Ölpreis |
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17.06.2008 S. 703 dnr = 2218 |
ZEW-Index bricht ein
Börsenexperten haben die Aussichten für die deutsche Wirtschaft im Juni wesentlich pessimistischer beurteilt. Das Barometer für die ZEW-Konjunkturerwartungen sackte auf minus 52,4 von minus 41,4 Punkten ab, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte. Die hohen Preissteigerungen hätten die Kaufkraft der Konsumenten verringert, sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz zu der monatlichen Umfrage unter 264 Börsianern. Die Lage bewerteten die Experten ebenfalls schlechter als im Mai. => Konsum & Produktion |
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15.06.2008 S. 125 dnr = 2191 |
4,7 Mio. Iraker auf der Flucht
Amnesty International hat Deutschland zur Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Irak aufgefordert. Inzwischen seien 4,7 Millionen Iraker auf der Flucht, betonte die Menschenrechtsorganisation in Berlin. Syrien allein habe etwa eine Million Iraker aufgenommen, deren Lebensbedingungen sich zusehends verschlechterten. Immer mehr seien auf Lebensmittelhilfe angewiesen. Deutschland müsse einen Beitrag zur Lösung der Flüchtlingskrise leisten und dürfe nicht auf eine EU-Regelung warten => Irak |
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15.06.2008 S. 156 dnr = 2192 |
USA: Schwere Überschwemmungen
Der Mittlere Westen der USA wird von den schlimmsten Überschwemmungen seit 15 Jahren geplagt. Besonders hart hat es den Bundesstaat Iowa getroffen. Dort standen weite Teile der Hauptstadt Des Moines unter Wasser, nachdem am Samstag ein Damm gebrochen war. 83 der insgesamt 99 Landkreise Iowas wurden zu Katastrophengebieten erklärt. Auch Kansas, Missouri, Minnesota, Michigan, Indiana und Illinois kämpfen mit den Fluten. Nach kurzer Wetterberuhigung drohen bereits die nächsten heftigen Regenfälle. => Hochwasser Naturkatastrophen |
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15.06.2008 S. 158 dnr = 2193 |
Entzugsklinik wegen Handysucht
Wenn das Handy zur Droge wird: Zwei spanische Teenager sind wegen ihrer Handy-Sucht in eine Entzugsklinik gebracht worden. Die beiden 12 und 13 Jahre alten Kinder hatten täglich bis zu sechs Stunden ohne elterliche Kontrolle telefoniert und gechattet. "Es ist wie bei Alkoholikern oder Spielsüchtigen", sagte eine Psychologin. Die Entzugsbehandlung könne bis zu zwei Jahren dauern. In dieser Zeit müssen die Teenager komplett auf ihr Handy verzichten. Die Eltern hatten der Handy-Sucht ihrer Kinder nicht mehr Herr werden können. => Gesundheit |
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15.06.2008 S. 161 dnr = 2194 |
Tote nach Hochwasser in Südchina
Hochwasser nach heftigen Regenfällen hat in Südchina 55 Menschen das Leben gekostet. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, mehr als eine Million Menschen in neun Provinzen hätten ihre Häuser verlassen müssen. Betroffen war auch Sichuan, das noch immer mit den Folgen des verheerenden Erdbebens im vergangenen Monat zu kämpfen hat. In Sichuan, Guizhou und Yunnan werden in den kommenden zehn Tagen weitere Regenfälle erwartet. => Hochwasser Naturkatastrophen |
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15.06.2008 S. 511 dnr = 2195 |
Mehr Schmuggel geschützter Tiere
Der illegale Handel mit geschützten Tieren hat in Deutschland deutlich zugenommen. Zollfahnder hätten in den ersten fünf Monaten des Jahres 20.000 geschützte Tiere, Pflanzen oder Erzeugnisse wie Kaviar und Elfenbein sichergestellt, berichtete das Nachrichtenmagazin "Focus". Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es nur 10.000. Laut Sprecher des Zollkriminalamtes in Köln zahlen Interessenten für bestimmte Papageienarten bis zu 40.000 Euro pro Tier. Dagegen stünden nur Kosten von 500 Euro für den Vogelfänger und 1000 Euro für den Kurier. => Bio-Vielfalt |
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15.06.2008 S. 512 dnr = 2196 |
Schafe: Futter bewirkt Geschlecht
Wie die Ernährung, so das Geschlecht des Nachwuchses. Forscher von der Universität Missouri haben bei weiblichen Schafen beobachtet, dass, wenn sie vor der Befruchtung eine größere Menge an ungesättigten Fettsäuren ins Futter bekommen, dies eher zu männlichen Lämmern führt. Der männliche Anteil stieg dann bis auf 69 Prozent. Die Ernährung vor der Befruchtung hat aber nicht nur Auswirkungen auf das Geschlecht: Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren beeinflussen auch das Immunsystem und das zentrale Nervensystem des Nachwuchses. => Bio-Vielfalt |
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15.06.2008 S. 516 dnr = 2197 |
Neues Mineral aus dem All entdeckt
US-Forscher haben ein bislang unbekanntes Mineral in einem winzigen Teilchen aus dem All entdeckt. Das aus Mangan und Silizium bestehende Halbleiter-Material sei bislang weder auf der Erde noch im Weltall gefunden worden, teilte die Universität Washington mit. Das Mineral war von einem extrem hoch fliegenden Forschungsflugzeug der US-Raumfahrtbehörde NASA eingefangen worden, als die Erde durch den Teilchenstrom eines Kometen flog. Der Internationale Mineralogenverband (IMA) nannte das Mineral Brownleeit. Die Liste der bekannten Minerale hat 4300 Einträge. => Chemikalien |
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14.06.2008 S. 127 dnr = 2172 |
G8-Minister besorgt über Ölpreis
Die steigenden Öl- und Nahrungsmittelpreise stellen nach Ansicht der Finanzminister der sieben größten Industrienationen und Russlands (G8) eine ernste Bedrohung für das weltweite Wirtschaftswachstum dar. Sie beauftragten den Internationalen Währungsfonds und die Internationale Energieagentur, die Rolle von Spekulationen beim Ölpreis zu überprüfen. Zudem forderten sie zum Abschluss ihrer Beratungen in Osaka die Ölförderländer auf, ihre Produktion aufzustocken. Sie warnten vor einer globalen Inflation. => Ölpreis |
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14.06.2008 S. 128 dnr = 2173 |
Starkregen: Iowa: Tausende Menschen evakuiert
Nach einer Woche schwerer Regenfälle sind große Teile des US-Bundesstaates Iowa überflutet. In 83 der 99 Landkreise gilt Katastrophenalarm. In Cedar Rapids, der zweitgrößten Stadt des Staats, mussten 25.000 der 120.000 Einwohner evakuiert werden. Tausende Häuser standen unter Wasser. Ein Krankenhaus wurde geräumt, nachdem die unteren Stockwerke vollgelaufen waren. Auch andere Staaten im Mittleren Westen, z.B. Kansas und Wisconsin, leiden unter schweren Regenfällen und Flüssen, die über die Ufer getreten sind. => Naturkatastrophen |
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14.06.2008 S. 130 dnr = 2174 |
Stärke 7,2: Beben in Japan:Tote und Verletzte
Bei einem schweren Erdbeben in Japan sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Rund 200 Menschen sollen nach Medienangaben verletzt worden sein. Von den Erdstößen der Stärke 7,2 waren vor allem die Präfekturen Iwate und Miyagi, im Norden der Hauptinsel Honschu, betroffen. Es entstand schwerer Sachschaden an Straßen, Brücken und Gebäuden. Eine Vielzahl von Erdrutschen behinderte die Rettungsarbeiten. Ein Leck, das in einem Atomkraftwerk entstand, ist nach Angaben der Betreiber unbedenklich. => Erdbeben |
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14.06.2008 S. 131 dnr = 2175 |
Wasser und nachhaltige Entwicklung: "Expo des Wassers" in Saragossa
Spaniens König Juan Carlos hat die Weltausstellung Expo 2008 in Saragossa eröffnet. Anwesend waren auch die Präsidenten Mexikos und Portugals, Calderon und Silva. Die Expo in der nordspanischen Universitätsstadt dauert drei Monate und steht unter dem Motto "Wasser und nachhaltige Entwicklung". Die Veranstalter erwarten mehr als vier Millionen Besucher. 105 Länder sind mit Pavillons und Exponaten vertreten. Etwa drei Milliarden Euro hat Saragossa in die Schau investiert. => Nachhaltigkeit Wasser |
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14.06.2008 S. 156 dnr = 2176 |
Erste fahrerlose U-Bahn in Betrieb
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat in Nürnberg Deutschlands erste vollautomatische U-Bahn offiziell in Betrieb genommen. Zuvor hatte der Minister gemeinsam mit anderen Prominenten die fahrerlose U-Bahn bei einer Jungfernfahrt getestet. Die Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG) verspricht sich von der fahrerlosen U-Bahn einen flexibleren Einsatz der Züge und Personaleinsparungen.Gesteuert und kontrolliert werden die Züge von einem komplexen System mehrerer Computer. => Mobilität/Verkehr |
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14.06.2008 S. 158 dnr = 2177 |
Jugendarmut nimmt zu
Die Jugendarmut in Deutschland hat nach Einschätzung von Experten erschreckende Ausmaße angenommen. Die Arbeitsgemeinschaft der Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) wies darauf hin, dass inzwischen jeder Vierte zwischen 16 und 24 Jahren in Armut lebt oder von Armut bedroht ist. Bundesweit seien dies mehr als 2,4 Millionen Jugendliche. Das Problem könne nicht länger ignoriert werden, erklärte der AGJ-Vorsitzende Norbert Struck. Hier sei die Politik dringend gefordert. "Kinderarmut in Deutschland ist ein gravierendes Problem." => Armut & Reichtum |
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14.06.2008 S. 159 dnr = 2178 |
Zustimmung für Einbürgerungstests
Zwei Drittel der Deutschen begrüßen den neuen Einbürgerungstest. Nur 29% lehnen es ab, dass Ausländer ab dem 1.September Grundkenntnisse über die Bundesrepublik nachweisen müssen. Das geht aus einer Emnid-Umfrage für die "Bild am Sonntag" hervor. Demnach stießen die Pläne in fast jeder Altersgruppe und in jeder Bildungsschicht auf eine Zustimmung von mehr als 60%. Lediglich Schüler lehnten diese zu 52% ab. Die Fragen umfassen Themenfelder wie "Politik in der Demokratie", "Geschichte und Verantwortung" sowie "Mensch und Gesellschaft". => Migration |
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14.06.2008 S. 163 dnr = 2179 |
Verheerende Waldbrände in Norwegen
Im Kampf gegen die verheerenden Waldbrände im Süden Norwegens hoffen die Helfer nun auf Regenfälle. Gleichzeitig wachse aber die Angst vor heftigen Gewittern mit starken Blitzeinschlägen, meldete die Nachrichtenagentur NTB.Seit Tagen wüten in der Nähe der Stadt Arendal mehrere Feuer. Starke Winde und extreme Trockenheit hatten für die Ausbreitung der Flammen gesorgt. Norwegens Justizminister Storberget bat am Freitag die Nachbarländer Schweden, Dänemark und die Europäische Union um Hilfe bei der Brandbekämpfung. => Wald |
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14.06.2008 S. 164 dnr = 2180 |
China: 27 Bergarbeiter umgekommen
Nach einem Grubenunglück in der nordchinesischen Provinz Shanxi sind 27 Bergleute tot geborgen worden. Das meldete die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. In dem Kohlebergwerk am Rande der Stadt Xiaoyi war am Freitag versehentlich Sprengstoff explodiert. 15 Kumpel konnten sich nach der Detonation im Hauptschacht der Grube ins Freie retten. Chinesische Bergwerke sind die unsichersten der Welt. Im vergangenen Jahr kamen fast 3.800 Bergleute ums Leben. => Fossile Energien |
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14.06.2008 S. 511 dnr = 2181 |
Schafe: Futter bewirkt Geschlecht
Wie die Ernährung, so das Geschlecht des Nachwuchses. Forscher von der Universität Missouri haben bei weiblichen Schafen beobachtet, dass, wenn sie vor der Befruchtung eine größere Menge an ungesättigten Fettsäuren ins Futter bekommen, dies eher zu männlichen Lämmern führt. Der männliche Anteil stieg dann bis auf 69 Prozent. Die Ernährung vor der Befruchtung hat aber nicht nur Auswirkungen auf das Geschlecht: Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren beeinflussen auch das Immunsystem und das zentrale Nervensystem des Nachwuchses. => Bio-Vielfalt |
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14.06.2008 S. 513 dnr = 2182 |
Erforschung von Schlaganfällen: Auszeichnung für Kölner Professor
Für seine Erforschung von Schlaganfällen hat der Kölner Professor Wolf-Dieter Heiss den diesjährigen Kuhl-Lassen-Award erhalten. Der Preis zeichnet besondere Leistungen auf dem Gebiet der Abbildungen des Gehirns aus. Er wurde von der Gesellschaft für Nuklearmedizin in New Orleans vergeben. Heiss, der das Kölner Max-Planck-Institut für Neurologie leitet, konzentrierte sich in seiner Arbeit auf verschiedene Durchblutungsstörungen des Gehirns. Sein Interesse galt dabei vor allem der Überlebensfähigkeit des Gehirngewebes etwa bei Schlaganfällen. => Gesundheit |
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14.06.2008 S. 516 dnr = 2183 |
Erhalt der Artenvielfalt: Oslo: US-Biologin Dauily geehrt
Für ihren Einsatz zur Erhaltung der Artenvielfalt hat die US-Biologin Gretchen Dauily den norwegischen Sophie-Umweltpreis entgegengenommen. Daily sei eine Brückenbauerin zwischen Theorie und Praxis, betonte Norwegens Umweltminister Solheim bei der Zeremonie in Oslo. Dauily habe mit radikalem Denken und pragmatischen Vorschlägen u.a. dafür geworben, die Kräfte des Marktes für die Erhaltung der Artenvielfalt zu nutzen, urteilte die Jury. Die vom Schriftsteller Jostein Gaarder gestiftete Auszeichnung ist mit 100.000 US-Dollar dotiert. => Bio-Vielfalt |
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14.06.2008 S. 533 dnr = 2184 |
Eisenmangel vorbeugen
Müdigkeit, blasse Haut, Kopfschmerzen, Leistungsschwäche, aber auch erhöhte Kälteempfindlichkeit, rissige Lippen oder brüchige Fingernägel - das können alles Indizien für Eisenmangel sein. Männer sollten deshalb täglich 10 Milligramm, Frauen 15, Stillende 20 und Schwangere 30 Milligramm Eisen zu sich nehmen, rät der Berufsverband Deutscher Internisten. Das Mineral ist vor allem in Fleisch, Innereien, Getreide, Brot, Gemüse und Hülsenfrüchten enthalten.Eisen aus vegetarischen Produkten wird schlechter aufgenommen, da pflanzliche Ballaststoffe die Aufnahme hemmen. => Gesundheit |
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14.06.2008 S. 535 dnr = 2185 |
Grüntee-Substanz gibt Schutz
Eine Substanz in grünem Tee verhindert im Labor jenen Prozess, der Alzheimer und Parkinson verursacht. Durch den Inhaltsstoff EGCG bilden sich anstatt der für die Krankheiten typischen fehlgefalteten Eiweißablagerungen harmlose kugelige Eiweißhaufen. Forscher des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin entdeckten in Laborversuchen, dass EGCG in einer frühen Phase an die noch ungefalteten Eiweiße bindet. Damit verhindert der Grüntee-Stoff, dass sich Fehlfaltungen bilden, die die Nervenzellen absterben lassen. => Gesundheit |
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14.06.2008 S. 539 dnr = 2186 |
Dubiose Medikamente im Internet
Die deutschen Apotheker haben vor der zunehmenden Zahl gefälschter Medikamente und ihren gefährlichen Folgen für Verbraucher gewarnt. An die Kunden gerate die illegale Ware unter anderem über dubiose Internetanbieter, erklärte die Präsidentin der Bundesapothekerkammer, Linz. Der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG) zufolge ist im illegalen Internethandel jedes zweite Produkt gefälscht - die Medikamente enthalten etwa eine zu niedrige Wirkstoffdosis, haben ungeahnte Nebenwirkungen oder ihr Verfallsdatum ist bereits abgelaufen. => Gesundheit |
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14.06.2008 S. 543 dnr = 2187 |
Diesel lohnt nur für Vielfahrer
Wegen der gestiegenen Dieselpreise lohnt sich die Anschaffung eines Diesel-Pkw laut "Auto Zeitung" nur noch für absolute Vielfahrer. Acht von zwölf im Vergleich zum entsprechenden Benziner getestete Diesel-Autos müssten teils deutlich mehr als 50.000 km im Jahr gefahren werden, damit sich ihr rund 15 bis 20 Prozent höherer Anschaffungspreis rentierte. Mit einem Mercedes-E-Diesel müsste man über 90.000 km im Jahr fahren, damit er sich rentiert. Außerdem sei Diesel mittlerweile in 18 von 27 europäischen Ländern teurer als Super. => Energie/ Ressourcen Mobilität/Verkehr |
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14.06.2008 S. 704 dnr = 2188 |
OPEC erwartet geringere Ölnachfrage
Die OPEC erwartet im zweiten Halbjahr wegen der hohen Ölpreise eine geringere Nachfrage für Rohöl vor allem in den westlichen Industriestaaten, die nicht vom höheren Verbrauch der Entwicklungsländer ausgeglichen wird. Die Einschätzung steht im Monatsbericht der Organisation Erdöl exportierender Länder. Die OPEC erwartet, dass die Rohölnachfrage statt wie bisher angenommen um 1,35 nur noch um 1,28 Prozent steigen wird. Ursache sei neben den rasant gestiegenen Energiepreisen auch die nachlassende Konjunktur in den Industriestaaten. => Erdöl |
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14.06.2008 S. 705 dnr = 2189 |
Saudi-Arabien: Höhere Ölproduktion
Saudi-Arabien plant einem Zeitungsbericht zufolge eine Erhöhung seiner Ölproduktion. Im Juli wolle der weltgrößte Ölexporteur täglich etwa eine halbe Millionen Barrel pro Tag mehr fördern, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf Analysten, die kürzlich von Regierungsvertretern Saudi-Arabiens entsprechend informiert worden seien. Die Pläne wurden als Anzeichen gewertet, dass sich Saudi-Arabien zunehmend Sorgen über die Auswirkungen der hohen Ölpreise auf die Weltwirtschaft macht.Gegenwärtig fördert Saudi-Arabien täglich 9,45 Millionen Barrel. => Erdöl |
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14.06.2008 S. 706 dnr = 2190 |
Rekordpreis für leichtes Heizöl
Der Preis für leichtes Heizöl hat ein neues Rekordhoch erreicht. 98,25 Euro je 100 Liter - bei Abnahme von 3000 Litern - ermittelte der Energie Informationsdienst (EID) als bundesweiten Durchschnittswert für die vergangene Woche. Das war ein Anstieg von rund 8 Euro binnen einer Woche. Grund seien die weltweit steigenden Ölpreise. Wie aus dem aktuellen EID hervorgeht, lag der obere Wert der ermittelten Preisspannen in einigen Städten bereits über 100 Euro je Liter.In Düsseldorf kostete leichtes Heizöl zwischen 98,90 Euro und 102,00 Euro. => Ölpreis |
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12.06.2008 S. 123 dnr = 2165 |
Flüge zwischen China und Taiwan
Erstmals seit fast 60 Jahren wollen Taiwan und China wieder regelmäßige direkte Flugverbindungen aufnehmen. Darauf einigten sich Vertreter beider Seiten. Der Ausbau der touristischen Verbindungen gilt als bahnbrechend. Nach knapp zehn Jahren ohne Gespräche war der Dialog zwischen China und Taiwan erst gestern wieder aufgenommen worden. Die chinesische Führung betrachtet die Inselrepublik als abtrünnige Provinz und erkennt ihre Regierung nicht an. Die Gespräche laufen deshalb über zwei halbamtliche Organisationen. => Asien |
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12.06.2008 S. 125 dnr = 2166 |
Rechte für Guantanamo-Häftlinge
Schwere Niederlage für die US-Regierung: Das Oberste Gericht hat entschieden, dass die Häftlinge im Lager Guantanamo Bay auf Kuba ihre Gefangenschaft vor US-Zivilgerichten anfechten dürfen. Das war den rund 270 ausländischen Terrorverdächtigen, die zum Teil seit sechs Jahren als "ungesetzliche feindliche Kämpfer" ohne Prozess festgehalten werden, bisher verweigert worden. US-Präsident Bush kritisierte in Rom die Entscheidung des US-Gerichts scharf, sicherte aber dennoch eine Umsetzung des Urteils zu. => Menschenrechte Terrorismus |
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12.06.2008 S. 159 dnr = 2167 |
Rauchverbot: Eilanträge gescheitert
Das Rauchverbot in Berliner Gaststätten wird nicht ausgesetzt. Elf Wirte scheiterten vor dem Landesverfassungsgericht mit entsprechenden Eilanträgen. Sie wollten erreichen, dass das Verbot ausgesetzt wird,bis über ihre Verfassungsbeschwerde dagegen entschieden ist. Das Gericht befand jedoch, es sei den Gastwirten zuzumuten, bis zu einer Entscheidung wirtschaftliche Einbußen hinzunehmen. Eine existenzielle Gefährdung ihrer Betriebe hätten sie nicht aufgezeigt. Ob das Rauchverbot verfassungsrechtlichen Anforderungen genügt, ließ das Gericht ausdrücklich offen. => Rauchen |
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12.06.2008 S. 511 dnr = 2168 |
Oslo: US-Biologin Daily geehrt
Für ihren Einsatz zur Erhaltung der Artenvielfalt hat die US-Biologin Gretchen Daily den norwegischen Sophie-Umweltpreis entgegengenommen. Daily sei eine Brückenbauerin zwischen Theorie und Praxis, betonte Norwegens Umweltminister Solheim bei der Zeremonie in Oslo. Dauily habe mit radikalem Denken und pragmatischen Vorschlägen u.a.dafür geworben, die Kräfte des Marktes für die Erhaltung der Artenvielfalt zu nutzen, urteilte die Jury. Die vom Schriftsteller Jostein Gaarder gestiftete Auszeichnung ist mit 100.000 US-Dollar dotiert. => Bio-Vielfalt |
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12.06.2008 S. 516 dnr = 2169 |
Schwarzes Loch: Deutscher geehrt
Für seine Beiträge zur Entdeckung des Schwarzen Lochs im Zentrum unserer Milchstraße erhält der deutsche Physiker Reinhard Genzel den hoch dotierten Shaw-Preis für Astronomie. Der Direktor des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik in Garching bei München soll die mit 1 Million Dollar dotierte Auszeichnung am 9.September in Hongkong überreicht bekommen. Das Team um Genzel habe durch die Entwicklung modernster astronomischer Instrumente und die Beobachtung des Galaktischen Zentrums dazu beigetragen, das Schwarze Loch nachzuweisen. => Natur & Umwelt |
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12.06.2008 S. 517 dnr = 2170 |
"Alt-Planet" Pluto wird Namensgeber
Kleiner Trost für den Zwergplaneten Pluto: Er wird zwar nicht mehr als Planet bezeichnet, aber dafür werden künftig andere Himmelskörper nach ihm benannt. Vergleichbare Objekte in unserem Sonnensystem sollen künftig Plutoide genannt werden, teilte die Internationale Astronomische Union (IAU) mit. Plutoide sind künftig plutoähnliche Himmelskörper, die im Sonnensystem weiter von der Sonne entfernt sind, als der nun äußerste Planet Neptun. Die IAU ist für die Namensgebung von Planeten und anderen Himmelskörpern im Sonnensystem zuständig. => Natur & Umwelt |
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12.06.2008 S. 701 dnr = 2171 |
Teuerungsrate im Mai weiter hoch
Die Teuerungsrate in Deutschland hat im Mai vor allem wegen des Preisauftriebs bei Energie zum zweiten Mal in diesem Jahr die Drei-Prozent-Marke erreicht.Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, stieg der Verbraucherpreisindex gegenüber Mai 2007 um 3,0 % . Im März waren die Preise auf Jahressicht um 3,1 % und im April um 2,4 % gestiegen. Im Vergleich zum April 2008 erhöhte sich der Index um 0,6 %. Ohne Einrechnung der Preisentwicklung für Energie hätte die Teuerungsrate bei 1,9 % gelegen. Vor allem Kraftstoffe seien um 12,3 % teurer geworden. => Konsum & Produktion |
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11.06.2008 S. 120 dnr = 2154 |
Einigung bei Kfz-Steuer steht
Nach monatelangem Streit hat sich die Große Koalition mit den Ländern auf die Reform der Kfz-Steuer geeinigt. Damit wird die Kfz-Steuer ab 2010 nicht mehr nach Hubraum, sondern nach Schadstoffausstoß berechnet. Altfahrzeuge sollen durch die Reform nicht höher belastet werden als heute. Die Kfz-Steuer wird zudem ab 2010 auf den Bund übertragen. Die Länder erhalten dafür einen Festbetrag von jährlich etwa 8,9 Mrd.Euro. Im Anschluss berät der Koalitionsausschuss über weitere Themen wie Kindergeld und Mindestlohn. => Mobilität/Verkehr Ökosteuer |
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11.06.2008 S. 122 dnr = 2155 |
Merkel und Bush drängen Iran
Kanzlerin Merkel und US-Präsident Bush setzen im Streit um Irans Atomprogramm auf eine diplomatische Lösung. Der Diplomatie müsse eine Chance gegeben werden, sagte Merkel nach Gesprächen in Meseberg. Beide drohten aber auch mit weiteren Sanktionen, falls Iran nicht auf die Angebote eingehe. Bush und Merkel setzen zudem auf eine Zusammenarbeit beider Länder unter anderem beim Klimaschutz. Sie hoffe auf positive Ergebnisse beim G8-Gipfel Mitte Juli, sagte Merkel. Bush flog am Nachmittag weiter nach Rom. => Iran |
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11.06.2008 S. 123 dnr = 2156 |
Rauchverbot Thema in Karlsruhe
Das Bundesverfassungsgericht hat mit seiner Prüfung begonnen, ob ein absolutes Rauchverbot in Kneipen und Diskotheken gegen das Grundgesetz verstößt. Der Erste Senat prüft die Verfassungsbeschwerden von zwei Wirten und einem Diskothekenbesitzer aus Baden-Württemberg und Berlin. Die Kläger sehen durch die Landesgesetze ihr Grundrecht auf freie Berufsausübung verletzt und ihre berufliche Existenz bedroht. Die Entscheidung der Richter hat Signalwirkung auch für andere Bundesländer. Das Urteil soll im Sommer fallen. => Rauchen |
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11.06.2008 S. 124 dnr = 2157 |
Ökostrom enthält Atomstrom
Deutsche Ökostromanbieter liefern entgegen der eigenen Werbung auch Strom aus Atom- und Kohlekraftwerken an ihre Kunden. Um den tatsächlichen Verbrauch zeitgleich zu decken, müsse ein kleiner Anteil des gelieferten Stroms eingekauft werden, etwa an der Leipziger Strombörse EEX. Das teilten mehrere Unternehmen der Branche mit. Laut Ökostromanbieter Lichtblick handelt es sich bei den Zukäufen um weniger als 1 Prozent. Die Zukäufe seien gängige Marktpraxis. => Atomenergie Erneuerbare Energien Strom |
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11.06.2008 S. 129 dnr = 2158 |
Serbien: Kriegsverbrecher gefasst
Einer der vier meist gesuchten mutmaßlichen serbischen Kriegsverbrecher, Stojan Zupljanin, ist in der Nähe von Belgrad verhaftet worden. Sondereinheiten der Polizei hätten den seit über einem Jahrzehnt untergetauchten und vom UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag gesuchten Mann in Gewahrsam genommen, teilten die Behörden mit. Der 56-Jährige ist angeklagt, während des Bürgerkrieges in Bosnien-Herzegowina (1992-1995) als Polizeichef Nordbosniens zahlreiche Verbrechen gegen die Menschlichkeit verübt zu haben. => Menschenrechte |
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11.06.2008 S. 131 dnr = 2159 |
Regierungspapiere in Zug gefunden
In Großbritannien sind geheime Regierungsdokumente unter anderem über das Terrornetzwerk Al Kaida in einem Zug gefunden worden. Die Polizei habe nun Ermittlungen eingeleitet, teilte die Regierung am Abend mit. Ein Fahrgast hatte in einem Zug in London einen Umschlag mit zwei hochgeheimen Papieren gefunden und der BBC zukommen lassen. Es handle sich um hochsensible, aktuelle Geheimdienst-Dokumente über die Al Kaida in Pakistan und Einschätzungen zur Sicherheitslage im Irak, so die BBC => Terrorismus |
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11.06.2008 S. 146 dnr = 2160 |
Kindergeld und Kinderfreibetrag
Steuerzahler haben einen verfassungsrechtlichen Anspruch auf ein steuerfreies Existenzminimum. Es beträgt derzeit im Jahr rund 7500 Euro bei Ledigen und 15.000 Euro bei Eheleuten. Werden diese Einkommensgrenzen nicht überschritten, sind auch keine Lohn- oder Einkommenssteuern fällig. Auch Kinder haben einen - verfassungsrechtlich geschützten - Anspruch auf ein steuerfreies Existenzminimum. Es liegt derzeit bei 5808 Euro. Diesen Freibetrag können Steuerpflichtige pro Kind in Anspruch nehmen - zusätzlich zu ihrem eigenen Existenzminimum. Hauptsächlich werden Kinder und Familien aber durch das Kindergeld gefördert.Es beträgt für die ersten drei Kinder je 154 Euro im Monat - für jedes weitere Kind zahlt der Staat 179 Euro. Anspruch auf Kindergeld haben alle Eltern, auch die, die nicht arbeiten. Doppelt fördert der Staat aber nicht.Deshalb müssen sich Eltern entscheiden, ob sie Kindergeld beziehen oder den Freibetrag nutzen wollen. Für Besserverdienende ist der Kinderfreibetrag günstiger: Er lohnt sich für Eheleute mit einem Kind, die mehr als 62.800 Euro zu versteuerndes Einkommen haben. Die Höhe des Existenzminimums wird alle zwei Jahre im Existenzminimumbericht der Bundesregierung festgelegt. Um Familien mit niedrigem Einkommen auch zu fördern, wird bei einem Anstieg des Existenzminimums zumeist auch das Kindergeld erhöht. Dies muss aber nicht automatisch der Fall sein. Verfassungsrechtlich geschützt ist nur der Freibetrag. Für das Kindergeld gibt der Staat jährlich rund 35 Milliarden Euro aus. Die Freibetragsregelung führt darüber hinaus zu Ausgaben von etwa 1,6 Milliarden Euro. => Kinder/Jugendliche |
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11.06.2008 S. 146 dnr = 2203 |
Kindergeld und Kinderfreibetrag (1)
Steuerzahler haben einen verfassungsrechtlichen Anspruch auf ein steuerfreies Existenzminimum. Es beträgt derzeit im Jahr rund 7500 Euro bei Ledigen und 15.000 Euro bei Eheleuten. Werden diese Einkommensgrenzen nicht überschritten, sind auch keine Lohn- oder Einkommenssteuern fällig. Auch Kinder haben einen - verfassungsrechtlich geschützten - Anspruch auf ein steuerfreies Existenzminimum. Es liegt derzeit bei 5808 Euro. Diesen Freibetrag können Steuerpflichtige pro Kind in Anspruch nehmen - zusätzlich zu ihrem eigenen Existenzminimum. Hauptsächlich werden Kinder und Familien aber durch das Kindergeld gefördert.Es beträgt für die ersten drei Kinder je 154 Euro im Monat - für jedes weitere Kind zahlt der Staat 179 Euro. Anspruch auf Kindergeld haben alle Eltern, auch die, die nicht arbeiten. Doppelt fördert der Staat aber nicht.Deshalb müssen sich Eltern entscheiden, ob sie Kindergeld beziehen oder den Freibetrag nutzen wollen. Für Besserverdienende ist der Kinderfreibetrag günstiger: Er lohnt sich für Eheleute mit einem Kind, die mehr als 62.800 Euro zu versteuerndes Einkommen haben. Die Höhe des Existenzminimums wird alle zwei Jahre im Existenzminimumbericht der Bundesregierung festgelegt. Um Familien mit niedrigem Einkommen auch zu fördern, wird bei einem Anstieg des Existenzminimums zumeist auch das Kindergeld erhöht. Dies muss aber nicht automatisch der Fall sein. Verfassungsrechtlich geschützt ist nur der Freibetrag. Für das Kindergeld gibt der Staat jährlich rund 35 Milliarden Euro aus. Die Freibetragsregelung führt darüber hinaus zu Ausgaben von etwa 1,6 Milliarden Euro. => Kinder/Jugendliche |
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11.06.2008 S. 149 dnr = 2161 |
Die geplante US-Raketenabwehr
Die USA wollen ein System zur Abwehr feindlicher Langstreckenraketen aufbauen. Dafür sollen innerhalb der nächsten fünf Jahre zehn Abwehrraketen in Polen und ein Radarsystem in Tschechien stationiert werden. Auch Großbritannien, Dänemark und die Ukraine sollen Stationierungsländer werden. Die US-Regierung betont, die Abwehrbemühungen richteten sich gegen potenzielle Angriffe aus Iran oder Nordkorea.Doch auch Russland sieht sich betroffen, da die eigene atomare Abschreckung ausgehebelt werden könnte. => Waffen |
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11.06.2008 S. 164 dnr = 2162 |
Portugal geht der Sprit aus
Lissabons größtem Flughafen Portela ist wegen des Lkw-Fahrerstreiks gegen die gestiegenen Treibstoffpreise der Sprit ausgegangen. Nahezu alle Flugzeuge müssten zum Auftanken auf andere Flughäfen in Portugal ausweichen. Nur Rettungsflieger sowie Militär- und Staatsmaschinen würden noch mit Kerosin versorgt. Verzögerungen oder Flug-Stornierungen gab den Angaben zufolge nicht. Portugiesische und spanische Lkw-Fahrer protestieren seit Tagen gegen die hohen Benzinpreise. Auch zahlreiche Tankstellen in Lissabon haben leere Tanks. => Energie/ Ressourcen Mobilität/Verkehr |
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11.06.2008 S. 703 dnr = 2163 |
Ölpreise: Schiffe fahren langsamer
Angesichts der Rekord-Ölpreise fahren Containerschiffe und Frachter auf den Weltmeeren laut Experten nur noch mit gedrosselter Geschwindigkeit, um die Kosten zu senken. Auf vielen Strecken könne die Durchschnittsgeschwindigkeit so auf 20 von derzeit 25 Knoten sinken, hieß es auf einem Schifffahrtskongress in Hamburg. Viele Transporte dauerten deshalb länger. Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd geht von beachtlichen Einsparungen durch die langsamere Fahrt aus. Bei 20 statt 25 Knoten verringere sich der Verbrauch um rund 50 Prozent. => Ölpreis |
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11.06.2008 S. 706 dnr = 2164 |
Ökostromanbieter lieferte Atomstrom
Der Ökostrom-Anbieter Lichtblick liefert entgegen der eigenen Werbung auch Atom- und Kohlestrom an seine Kunden.Lichtblick habe auf Nachfrage eingeräumt, Strom am Spotmarkt an der Leipziger Strombörse EEX einzukaufen, berichtet die "Financial Times Deutschland". An der EEX wird vor allem konventioneller Strom etwa aus Atomund Kohlekraftwerken gehandelt. Der Zukauf in Leipzig sei nötig, um Lieferengpässe zu beheben, zitiert das Blatt den Versorger. Das Vorgehen sei "breit akzeptiert", alle Ökostromanbieter und Zertifizierer wüssten dies. => Atomenergie Erneuerbare Energien Strom |
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10.06.2008 S. 121 dnr = 2132 |
Iran drohen weitere Sanktionen
Die USA und die EU haben auf ihrem letzten gemeinsamen Gipfel mit dem scheidenden US-Präsidenten Bush den Druck auf Iran erhöht. In der im slowenischen Brdo verabschiedeten Abschlusserklärung wird damit gedroht, die bestehenden Sanktionen gegen Teheran wegen seines Atomprogramms zu verschärfen. Erwogen wird unter anderem das Einfrieren von Bankguthaben. Die USA und die EU wollen zudem China zu "konstruktiven" Gesprächen mit den Vertretern des Dalai Lama drängen. Für Simbabwe forderten sie UN-Beobachter. => Atomwaffen Iran |
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10.06.2008 S. 125 dnr = 2133 |
EU ringt um Auto-Klimaziele
Die EU-Kommission will ungeachtet des französisch-deutschen Kompromisses über strengere Abgaswerte für Neuwagen an ihren strengeren Plänen festhalten. Das sagte ein Sprecher der Kommission in Brüssel. EU-Diplomaten rechnen nun mit harten Verhandlungen ab dem 1.Juli mit anderen Mitgliedsstaaten wie Italien und Großbritannien. Aus Kreisen verlautete, dass Umweltkommissar Dimas "Vorbehalte" gegen den Kompromiss habe. Diese bezögen sich vor allem auf die geringeren Strafen, die Autobauer bei Verstößen zahlen müssten. => Klimawandel Mobilität/Verkehr Treibhausgase |
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10.06.2008 S. 126 dnr = 2134 |
Auto-Klimaziele: Lob u.Tadel für DE-FR-Kompromiss
Umweltschützer und Grüne haben die deutsch-französischen Vereinbarungen zu den Auto-Klimazielen scharf verurteilt. Der Kompromiss komme "einem Verrat an den Klimaschutzzielen der EU gleich", kritisierte der Verkehrsclub Deutschland. Der BUND sprach von einem "klimapolitischen Irrweg". Spritschlucker würden nun unter Artenschutz gestellt, sagte Grünen-Fraktionschef Kuhn. Die deutschen Autobauer begrüßten dagegen die Einigung. Sie sei ein wichtiger Schritt, der aber noch nicht weit genug gehe. => Klimawandel Mobilität/Verkehr Treibhausgase |
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10.06.2008 S. 127 dnr = 2135 |
Einbürgerungstest ab September
Einwanderer, die Deutsche werden wollen, müssen ab dem 1.September einen bundeseinheitlichen Einbürgerungstest bestehen. Dies bestätigte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. Den Aspiranten werden aus einem Gesamtkatalog von 310 Fragen zum politischen und gesellschaftlichen System der Bundesrepublik 33 vorgelegt, 17 davon müssen richtig beantwortet werden. Die Test-Teilnehmer können aus mehreren möglichen Antworten auswählen. Der Gesamtfragenkatalog wird veröffentlicht.So kann sich jeder vorbereiten. => Migration |
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10.06.2008 S. 128 dnr = 2136 |
Milchbauern erwägen neuen Protest
Die Milchbauern sind mit der jüngsten Entwicklung um den Milchpreis unzufrieden. Sie schlossen neue Protestaktionen nicht aus. Der Bundesverband der Milchviehhalter und der Deutsche Bauernverband kritisierten vor allem Aldi. Der größte deutsche Lebensmittel-Discounter hatte die Preise für Milch zwar erhöht, anders als die Mitbewerber die Preise für Butter aber nicht angehoben. Der Milchlieferstopp der Bauern war am vergangenen Freitag nach zehn Tagen beendet worden. => Nahrung |
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10.06.2008 S. 129 dnr = 2137 |
Bundesrat: CSU bringt Pendlerpauschale ein
Der Streit über die Rückkehr zur vollen Pendlerpauschale wird die Union weiter beschäftigten. Die bayerische CSU-Regierung will ihre Forderungen bereits vor der Sommerpause Anfang Juli in den Bundesrat einbringen. Dies sei bereits vorige Woche beschlossen worden, sagte ein Regierungssprecher in München. Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Merkel hatte am Vortag beim Spitzentreffen der Union in Erding die Forderung der CSU zur Rückkehr zur vollen Pendlerpauschale als nicht finanzierbar abgelehnt. => Pendlerpauschale |
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10.06.2008 S. 130 dnr = 2138 |
Dieselpreis: Lkw-Fahrer streiken
Lastwagenfahrer aus Spanien, Frankreich und Portugal haben ihren Protest gegen die hohen Dieselpreise fortgesetzt.Rund um Madrid blockierten sie mit ihren Lastwagen mehrere Autobahnen. Die Protestaktionen hatten gestern begonnen. In mehreren Regionen mussten Tankstellen schließen, weil sie nicht mehr mit Treibstoffen beliefert wurden.In Katalonien erhielten Tankwagen Geleitschutz durch die Polizei. Mit dem unbefristeten Ausstand wollen die Lkw-Fahrer die Regierung zwingen, die Treibstoffsteuern zu senken. => Energie/ Ressourcen Mobilität/Verkehr |
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10.06.2008 S. 131 dnr = 2139 |
UN-Konferenz berät über Aids
Hochrangige Vertreter von Regierungen, internationalen Organisationen und Verbänden kommen heute in New York zu einer UN-Aidskonferenz zusammen. UN-Generalsekretär Ban wird in der UN-Generalversammlung einen Bericht vorlegen, der erste Erfolge deutlich macht, zugleich aber auch davor warnt, in den Anstrengungen zur Prävention und der Behandlung der erkrankten Menschen nachzulassen. Dem UN-Bericht zufolge waren im Dezember 2007 weltweit schätzungsweise 33,2 Millionen Menschen mit HIV infiziert. => AIDS/HIV |
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10.06.2008 S. 133 dnr = 2140 |
Russland vernichtet Chemiewaffen
Russland hat mit deutscher Finanzhilfe den Bau der größten Vernichtungsanlage für Chemiewaffen in Europa begonnen. Die Vertragspartner legten im westrussischen Gebiet Brjansk den Grundstein für das von Deutschland mit 140 Millionen Euro geförderte Projekt. Am Standort Potschep lagert ein Fünftel der gesamten russischen Kampfstoffe. Schätzungen zufolge müssen in Russland noch bis zu 25.000 Tonnen Chemiewaffen zerstört werden. Die Anlage soll Ende 2009 den Betrieb aufnehmen. 7500 Kampfstoffe sollen dort vernichtet werden. => C-Waffen |
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10.06.2008 S. 142 dnr = 2141 |
Hintergrund: Kompromiss zum CO2-Ausstoß von PKW
Deutschland und Frankreich haben sich auf Grundzüge für die Beschränkung des CO2-Ausstoßes von Autos verständigt. Demnach bleibt es zwar beim von der EU angestrebten Ziel, den CO2-Ausstoß von Neuwagen ab 2012 im Schnitt auf 120 Gramm pro Kilometer zu beschränken.Derzeit liegt er bei rund 160 Gramm. Verbindlich gelten sollten die Grenzwerte aber erst 2015, drei Jahre später als von der EU-Kommission geplant. Die Strafen bei Überschreiten sollen nicht automatisch greifen, sondern in einem stufenweisen Prozess einsetzen. Auf Druck der deutschen Autobranche sollen bei dem 120-Gramm-Ziel zudem sogenannte Öko-Innovationen berücksichtigt werden, die nichts mit dem Motor zu tun haben. Dazu zählen etwa neuartige Reifen, stromsparende Klimaanlagen oder Solartechnik auf dem Autodach. Dafür sollen sechs bis acht Gramm CO2 auf das 120-Gramm-Ziel angerechnet werden. Der Einigung war monatelanger Streit vorangegangen. Mittelfristig wollen Deutschland und Frankreich den CO2-Ausstoß noch weiter verringern. Angestrebt wird ein Korridor von 95 bis 110 Gramm pro Kilometer. => Mobilität/Verkehr Treibhausgase |
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10.06.2008 S. 143 dnr = 2142 |
Hintergrund: Zahlen zu HIV und Aids
Nach Angaben der UNO waren Ende 2007 weltweit 33,2 Mio. Menschen mit dem Aids-Erreger HIV infiziert. 2,5 Mio.steckten sich im vergangenen Jahr neu an - das sind rein rechnerisch fünf in der Minute. 2,5 Mio. Menschen starben 2007 an Aids. Besonders betroffen ist Afrika südlich der Sahara. Die Länder Swasiland und Lesotho haben die höchsten Infektionsraten. Dort sind rund ein Viertel der Erwachsenen HIV-positiv. Mit besonders hohem Tempo steigen die Infektionszahlen derzeit in Südostasien und in vielen osteuropäischen Ländern. In Deutschland waren Ende 2007 etwa 59.000 Menschen mit dem HI-Virus infiziert. Bei etwa 9500 Betroffenen ist die Krankheit Aids ausgebrochen. 90% der HIV-Infektionen in Deutschland werden durch ungeschützten Sex übertragen. Aids ist bislang nicht heilbar. Der Ausbruch der Krankheit lässt sich mit Medikamenten herauszögern. In vielen Entwicklungsländern haben Infizierte aber noch immer keinen Zugang zu Medikamenten: Laut UNO ist die Zahl der Neuinfektionen 2007 zweieinhalb mal schneller gestiegen als die Zahl der Menschen, die Zugang zu Medizin haben. => AIDS/HIV |
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10.06.2008 S. 156 dnr = 2143 |
Notstand in USA durch Unwetter: Flutwelle spült Häuser weg
Die Unwetter im Mittleren Westen der USA haben Flüsse über die Ufer treten lassen, Straßen überschwemmt und Dämme aufgeweicht. Mindestens zehn Menschen starben in den Wassermassen. Meteorologen sprechen von einer Jahrhundertflut. In Wisconsin trat ein See über die Deiche. Die Flutwelle ergoss sich in den Fluss Wisconsin und riss fünf Häuser mit sich. Tausende Bewohner mussten fliehen. In Indiana waren Soldaten im Einsatz, um die Deiche mit Sandsäcken zu verstärken. Für weite Teile von Iowa, Wisconsin und Indiana wurde der Notstand ausgerufen. => Hochwasser Naturkatastrophen |
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10.06.2008 S. 164 dnr = 2144 |
Jede vierte Frau erlebt Gewalt
Jede vierte Frau in Europa wird mindestens ein Mal in ihrem Leben Opfer von Gewalt. Jede zehnte Frau wird sorgar Opfer sexueller Übergriffe. Das ist das Ergebnis einer Studie, die bei einer Expertentagung des Europarates vorgelegt wurde. "Der größte Teil dieser Angriffe findet zu Hause statt, die Täter sind zumeist Partner oder Ex-Partner der Frauen", erklärte Dubrawka Simonovic, Expertin der paneuropäischen Länderorganisation. Der Europarat wolle nun ein Abkommen erarbeiten, das europaweit häusliche Gewalt unter Strafe stellt. => Frauen |
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10.06.2008 S. 511 dnr = 2145 |
Erste Funde von versteinertem Wald
Zwei Monate nach Beginn wissenschaftlicher Grabungen nach dem 290 Millionen Jahre alten verteinerten Wald von Chemnitz haben die Forscher erste Bäume freigelegt. Die Funde ließen erstmals Rückschlüsse auf die Dichte des Regenwaldes zu, sagte Grabungsleiter Ralph Kretzschmar laut Mitteilung des Chemnitzer Naturkundemuseums. "Wir haben bisher vier aufrechtstehende und zwei liegende Gymnospermenstämme gefunden." Das sind Nacktsamer, zu denen auch die heutigen Nadelbäume und Farnpflanzen gehören. Weitere Stämme deuteten sich bereits an. => Bio-Vielfalt Wald |
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10.06.2008 S. 512 dnr = 2146 |
Umweltatlas der UNO-Tochter UNEP
Die Gletscher am Kilimandscharo, dem höchsten Berg Afrikas, verschwinden angesichts der Erderwärmung allmählich ebenso wie der Tschadsee. Diese und andere fundamentale Veränderungen der Umwelt in Afrika dokumentiert ein Atlas, den das UN-Entwicklungsprogramm (UNEP) vorstellte. Auf mehr als 300 Fotos ist darin zu sehen, wie sich Landschaften auf dem afrikanischen Kontinent in den letzten 35 Jahren verändert haben. Dabei geht es auch um die Waldrodung auf Madagaskar und das enorme Wachstum der Millionenstädte. => Klimawandel Natur & Umwelt Wald |
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10.06.2008 S. 513 dnr = 2147 |
England: 32 Delfine gestrandet
An einem Flussufer in Südwestengland sind 32 Delfine gestrandet und ums Leben gekommen. Die normalerweise die Küsten meidenden Meeressäuger wurden in der Nähe von Falmouth gefunden, etwa 480 km westlich von London. Ihr Tod gibt den Wissenschaftlern Rätsel auf. "Alle Tiere waren wohlgeformt und gesund", hieß es bei der British Marine Life Rescue. Jetzt werde untersucht, ob die Delfine vielleicht in Panik geraten seien. Als andere Möglichkeit wurde vermutet, dass die Delfine wegen Ultraschallwellen die Orientierung verloren haben könnten. => Natur & Umwelt |
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10.06.2008 S. 516 dnr = 2148 |
Nahrungsmangel nach Dürre in Mexiko: Bären und Löwen in der Stadt
Angesichts einer schweren Dürreperiode suchen Schwarzbären und Berglöwen in Mexiko immer öfter in der Nähe von Städten nach Nahrung. In Monterrey, der zweitgrößten mexikanischen Stadt, seien im Verlauf der vergangenen Woche zwanzig dieser Raubtiere in verschiedenen Vierteln gesichtet worden, sagte die Umweltschutzbeauftragte Brenda Sanchez. Experten zufolge suchen sie dort nach Nahrung. Denn durch die Trockenheit sind in ihrem gewohnten Lebensraum Pflanzen verdorrt und Wasserquellen so gut wie ausgetrocknet. => Natur & Umwelt |
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10.06.2008 S. 519 dnr = 2149 |
Ansatz gegen Alkoholsucht gefunden
Ein körpereigenes Eiweiß namens GDNF könnte die Basis für eine neue Therapie gegen Alkoholsucht werden, wie eine Laborstudie zeigt: Direkt ins Gehirn verabreicht, ließ es Ratten nicht nur innerhalb von Minuten das Interesse am Alkohol verlieren. Es verhinderte auch, dass die Tiere nach zwei Wochen Abstinenz rückfällig wurden. Aktuell sucht das Team von der Universität von Kalifornien nun nach Medikamenten, die den GDNF-Spiegel im Gehirn auch ohne direkte Injektion erhöhen.Ihre Entdeckung stellen die Forscher in der Fachzeitschrift "PNAS" vor. => Gesundheit |
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10.06.2008 S. 531 dnr = 2150 |
UN fordert mehr Aids-Therapien
Die Zahl der weltweiten Neuinfektionen mit dem HI-Virus steigt nach Angaben der Vereinten Nationen noch immer schneller als die Zahl derer, die eine antiretrovirale Therapie beginnen. Wenn nicht rasch deutlich mehr Menschen Zugang zu derartigen Medikamenten erhielten, werde die Belastung einzelner Haushalte und ganzer Gesellschaften durch Aids weiter steigen, sagte UN-Generalsekretär Ban in New York. Im vergangenen Jahr infizierten sich 2,5 Millionen Menschen mit dem Virus, eine Million Menschen begannen eine entsprechende Therapie. => AIDS/HIV |
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10.06.2008 S. 532 dnr = 2151 |
Zahlen und Fakten zu Aids
Nach Angaben der der Vereinten Nationen waren Ende 2007 weltweit 33,2 Millionen Menschen mit HIV infiziert (2001: 29 Mio.). Unter ihnen sind etwa 2,5 Millionen Kinder. Im vergangenen Jahr kamen 2,5 Millionen Neuinfektionen dazu (2001: 3,2 Mio.). Weltweit starben 2,1 Mio.Menschen an Aids (2001: 1,7 Mio.) Am schlimmsten betroffen ist Afrika südlich der Sahara. Die Länder Swasiland und Lesotho haben mit mehr als 25 Prozent aller Erwachsenen die höchsten Infektionsraten. Weltweit liegt die Rate bei 0,8 Prozent. => AIDS/HIV |
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10.06.2008 S. 533 dnr = 2152 |
Studie: Rauchen macht vergesslich
Raucher werden in der Lebensmitte vergesslich. Das geht aus einer Studie des staatlichen französischen Instituts für Gesundheit hervor, die in der US-Fachzeitschrift "Archives of Internal Medicine" veröffentlicht wurde. Die Forscher untersuchten mehr als 10.000 Beamte im Alter zwischen 35 und 55 Jahren Dabei entdeckten sie klare Zusammenhänge zwischen dem Rauchen und Gedächtnissowie Verständnisschwierigkeiten der Menschen. "Rauchen im mittleren Alter wird mit Gedächtnisschwäche und dem Nachlassen der Denkfähigkeit in Zusammenhang gebracht", schrieben sie. => Rauchen |
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10.06.2008 S. 534 dnr = 2153 |
New York: Genital-Herpes verbreitet
Jeder vierte Erwachsene in New York leidet an Genital-Herpes. Wie eine Studie der Gesundheitsbehörden zeigt, liegt die durchschnittliche Infektionsrate mit Herpes Simplex 2 in New York bei 26 %. Das Herpes-Virus ist sexuell übertragbar, eine Erkrankung erhöht die Gefahr der Übertragung des Aids-erregenden HI-Virus. Genital-Herpes beginnt mit Juckreiz und kann zu Bläschenbildung an den Geschlechtsorganen führen, die Bläschen können aufplatzen. Eine Infektion mit Genital-Herpes verläuft in den meisten Fällen ohne schwere Gesundheitsprobleme => AIDS/HIV Gesundheit |
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09.06.2008 S. 120 dnr = 2113 |
Merkel: Einigung im "Autostreit"
Im Streit über die EU-Klimaschutzvorgaben für Autos haben Deutschland und Frankreich einen Kompromiss gefunden. Bundeskanzlerin Merkel sagte nach den deutsch-französischen Regierungskonsultationen in Straubing, beide Länder unterstützten das Ziel der EU-Kommission, den CO2-Ausstoß bis 2012 auf 120 Gramm je Kilometer zu senken. Allerdings solle es deutlich flexiblere Übergangsvorschriften geben, um der Industrie die Umstellung auf neue Modelle zu erleichtern. Details sollten nun die Umweltminister erarbeiten. => Mobilität/Verkehr Treibhausgase |
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09.06.2008 S. 121 dnr = 2114 |
Lob und Kritik für Autokompromiss
Die in Straubing erzielte Einigung zum Klimaschutz ist vom Verband der Autoindustrie (VDA) begrüßt worden. VDA-Chef Wissmann sagte dem "Tagesspiegel", besonders die stufenweise Einbeziehung aller Fahrzeuge ab 2012 sei erfreulich. Damit sei das Ziel eines Flottenverbrauchs von 120 Gramm CO2 pro Kilometer überhaupt erst erreichbar. Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Künast, kritisierte dagegen das Ergebnis der deutsch-französischen Gespräche. Merkel habe zu viel Rücksicht auf die Industrie genommen. => Mobilität/Verkehr Treibhausgase |
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09.06.2008 S. 122 dnr = 2115 |
Lkw-Streik wegen Dieselpreis
Aus Protest gegen die hohen Mineralölpreise sind Zehntausende Lastwagenfahrer in Spanien, Frankreich und Portugal in den Streik getreten. Hunderte Lkw blockierten allein in Madrid und Barcelona wichtige Straßen. Am Nachmittag meldeten zahlreiche Tankstellen in den beiden Städten, dass ihnen der Treibstoff ausgegangen sei. Die Tankwagen steckten fest. Mit dem unbefristeten Ausstand wollen sie die Regierungen zwingen, die Treibstoffsteuern zu senken und ihnen Hilfen zu gewähren. => Energie/ Ressourcen Mobilität/Verkehr |
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09.06.2008 S. 123 dnr = 2116 |
CDU sagt Nein zu Pendlerpauschale
Im Streit um die Wiedereinführung der vollen Pendlerpauschale ist die CSU bei der CDU abgeblitzt. Vorrang habe der ausgeglichene Haushalt, sagte Kanzlerin Merkel nach einer gemeinsamen Präsidiumssitzung der Unionsparteien. Zudem soll mehr Geld zunächst in die Familienförderung fließen. Kindergeld und Kinderfreibetrag will die Union zum 1.Januar 2009 erhöhen. Einig sind sich CDU und CSU beim Thema Atomkraft: Der Ausstieg sei "absolut falsch", sagte Merkel. Für bezahlbare Energiepreise müsse umgedacht werden. => Pendlerpauschale |
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09.06.2008 S. 124 dnr = 2117 |
Gaspreise: Gabriel: Sozialtarife einführen
Bundesumweltminister Gabriel (SPD) hat wegen der drohenden Explosion der Gaspreise drastische Gegenmaßnahmen wie Sozialtarife gefordert. Solche Tarife gebe es in anderen europäischen Ländern bereits. Dort gebe es bis zu einem bestimmten Energieverbrauch geringe oder gar keine Kosten für Verbraucher. Gabriel wies die Äußerung von Wirtschaftsminister Glos (CSU) zurück, der erwartete Gaspreisanstieg um bis zu 40 Prozent sei eine Spekulation. Er forderte eine weitere Stärkung der nachwachsenden Rohstoffe. => Erdgas |
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09.06.2008 S. 125 dnr = 2118 |
Gaspreise: Widerspruch angeraten
Kunden müssen Erhöhungen der Gaspreise nach Ansicht von Verbraucherschützern nicht einfach hinnehmen. Sie sollten gegen jede individuell angekündigte Erhöhung Widerspruch einlegen, riet die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Das gelte auch für die Jahresendabrechnung. Wer nicht das Risiko einer Klage eingehen wolle, könne zumindest unter Vorbehalt zahlen. Generell forderte die Verbraucherzentrale mehr Wettbewerb bei der Gasversorgung. Hier hinke der Gasmarkt dem Strommarkt weit hinterher. => Erdgas |
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09.06.2008 S. 127 dnr = 2119 |
EU: Löhne für Frauen ungerecht
Frauen in Deutschland werden nach Angaben der EU-Kommission deutlich schlechter bezahlt als Männer. In Deutschland liege ihr durchschnittlicher Stundenlohn um 22% unter dem der Männer. Damit gehöre Deutschland zu den Staaten mit der größten Ungleichheit, sagte EU-Sozialkommissar Spidla der Zeitung "Die Welt". Nur in Estland, Zypern und der Slowakei seien die Unterschiede noch größer oder ebenso groß. Spidla forderte die Arbeitgeber auf, das Prinzip "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" auch wirklich anzuwenden. => Frauen |
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09.06.2008 S. 129 dnr = 2120 |
SPD-Programm gegen Kinderarmut
Das SPD-Präsidium hat einstimmig ein Zehn-Punkte-Programm zur Bekämpfung von Kinderarmut in Deutschland beschlossen. Im Mittelpunkt steht die Besserstellung von einkommensschwächeren Haushalten mit Kindern. Anders als die Union will die SPD die steuerlichen Freibeträge so verändern, dass davon auch Familien mit geringeren Einkommen profitieren. Zudem schlägt die SPD die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz, die Anhebung des Kindergelds, gebührenfreie Betreuungsplätze sowie kostenlose Schulspeisungen für bedürftige Kinder vor. => Armut & Reichtum Kinder/Jugendliche |
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09.06.2008 S. 130 dnr = 2121 |
Milch und Butter teurer
In zahlreichen geschäften ist Milch um zehn Cent, Butter um 20 Cent teurer geworden. Mehrere Handelsketten hoben auf Druck der Bauern die Preise kräftig an. Bei Milch wurde zum Teil das Preisniveau von Mitte April fast wieder erreicht - damals hatte der Handel kräftige Preissenkungen vorgenommen. Andere Produkte wie Kondensmilch und Speisequark waren bisher von Preiserhöhungen nicht betroffen. Die Preisverhandlungen der Händler und Molkereien gehen unterdessen weiter.Vertragsabschlüsse gab es noch nicht. => Nahrung |
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09.06.2008 S. 132 dnr = 2122 |
SIPRI-Studie: Mehr Geld für Rüstung ausgegeben
Die weltweiten Ausgaben für Militär sind im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Nach Angaben des Friedensforschungsinstituts SIPRI gaben die Staaten insgesamt 858 Milliarden Euro für Rüstungszwecke aus. Das sind sechs Prozent mehr als im Jahr 2006 und etwa 45 Prozent mehr als im Jahr 1998. Die Hälfte der Ausgaben entfielen auf die USA. Deutschland liegt in der weltweiten Rangliste auf Platz sechs. Die höchsten Steigerungsraten gab es in den Staaten Osteuropas. => Waffen |
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09.06.2008 S. 141 dnr = 2123 |
Die Pendlerpauschale
Mit der Pendlerpauschale - offiziell Entfernungspauschale genannt - können Arbeitnehmer Fahrten zur Arbeit steuerlich absetzen. Nach einem Beschluss der Großen Koalition werden seit 2007 nur noch Fahrten angerechnet, die länger als 20 Kilometer sind. Zuvor konnten die 30 Cent je Kilometer für die gesamte Entfernung geltend gemacht werden. Gegen die Änderung haben jedoch mehrere Pendler geklagt. Auch der Bundesfinanzhof hat bei der neuen Regelung verfassungsrechtliche Bedenken. Bis das letztinstanzlich zuständige Bundesverfassungsgericht entschieden hat, dürfen Pendler laut Bundesfinanzministerium ihre Fahrtkosten weiterhin ab dem ersten Kilometer abrechnen. Sollte das Gericht der Neuregelung zustimmen, können die Finanzämter die erlassenen Steuern samt Zinsen von sechs Prozent zurückfordern. Verwerfen die Richter die Kürzung, können Pendler den Steuernachlass auch nachträglich einfordern, solange ihr Steuerbescheid als vorläufig gekennzeichnet ist. Das Verfassungsgericht wird vermutlich noch 2008 darüber entscheiden. 2004, als noch 30 Cent für alle Kilometer abgesetzt werden konnten, entstanden dem Staat nach Angaben des Finanzministeriums Kosten in Höhe von 4,1 Mrd.Euro. Die seit Anfang 2007 gültige Kappung entlastet die öffentlichen Haushalte um 2,53 Mrd.Euro pro Jahr. Umweltorganisationen weisen seit langem auf umweltschädliche Folgen der Pendlerpauschale hin: Durch die Steuervergünstigung entstehe ein Anreiz, im Grünen zu wohnen und zum Arbeiten in die Stadt zu fahren. Dadurch würden überflüssiger Verkehr und die Zersiedelung der Landschaft gefördert. => Pendlerpauschale |
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09.06.2008 S. 142 dnr = 2124 |
Hintergrund: Kindergeld und Kinderfreibetrag
Steuerzahler haben einen verfassungsrechtlichen Anspruch auf ein steuerfreies Existenzminimum. Es beträgt derzeit im Jahr rund 7500 Euro bei Ledigen und 15.000 Euro bei Eheleuten. Werden diese Einkommensgrenzen nicht überschritten, sind auch keine Lohn- oder Einkommenssteuern fällig. Auch Kinder haben einen - verfassungsrechtlich geschützten - Anspruch auf ein steuerfreies Existenzminimum. Es liegt derzeit bei 5808 Euro. Diesen Freibetrag können Steuerpflichtige pro Kind in Anspruch nehmen - zusätzlich zu ihrem eigenen Existenzminimum. Hauptsächlich werden Kinder und Familien aber durch das Kindergeld gefördert.Es beträgt für die ersten drei Kinder je 154 Euro im Monat - für jedes weitere Kind zahlt der Staat 179 Euro. Anspruch auf Kindergeld haben alle Eltern, auch die, die nicht arbeiten. Doppelt fördert der Staat aber nicht.Deshalb müssen sich Eltern entscheiden, ob sie Kindergeld beziehen oder den Freibetrag nutzen wollen. Für Besserverdienende ist der Kinderfreibetrag günstiger: Er lohnt sich für Eheleute mit einem Kind, die mehr als 62.800 Euro zu versteuerndes Einkommen haben. Die Höhe des Existenzminimums wird alle zwei Jahre im Existenzminimumbericht der Bundesregierung festgelegt. Um Familien mit niedrigem Einkommen auch zu fördern, wird bei einem Anstieg des Existenzminimums zumeist auch das Kindergeld erhöht. Dies muss aber nicht automatisch der Fall sein. Verfassungsrechtlich geschützt ist nur der Freibetrag. Für das Kindergeld gibt der Staat jährlich rund 35 Milliarden Euro aus. Die Freibetragsregelung führt darüber hinaus zu Ausgaben von etwa 1,6 Milliarden Euro. => Kinder/Jugendliche |
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09.06.2008 S. 159 dnr = 2125 |
Erneutes Erdbeben im Westen Chinas
Der Westen Chinas ist von einem Erdbeben der Stärke 5,1 erschüttert worden.Das Beben sei gegen 02.00 Uhr Ortszeit im Westen der Provinz Qinghai registriert worden, hieß es. Das betroffene Gebiet ist nur dünn besiedelt und mehrere 100 km vom Katastrophengebiet in der Provinz Sichuan entfernt, wo bei einem Erdbeben am 12.Mai fast 70.000 Menschen getötet wurden. Die Zahl der Verletzten nach dem Erdbeben in Südgriechenland hat sich auf 125 erhöht. Die Zahl der Toten wurde indes weiter mit zwei angegeben. Das Epizentrum lag 54 km südlich der Stadt Patras => Erdbeben |
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09.06.2008 S. 512 dnr = 2126 |
Uruguay: Ölverschmierte Pinguine
Rund 100 ölverschmierte Pinguine sind tot an der Südküste Uruguays angeschwemmt worden. 34 lebende Meeresvögel zeigten auch deutliche Ölverschmutzungen, so Umweltschützer. Sie machten ein Schiffsunglück vor Montevideo für den Zustand der Tiere verantwortlich. Die Tiere sind wohl durch verseuchte Gewässer geschwommen, nachdem am Mittwoch zwei Schiffe aus Griechenland und aus Malta unweit der uruguayischen Hauptstadt Montevideo zusammengestoßen waren. Es handelt sich um Magellan-Pinguine,die häufig vom Süden Argentiniens bis nach Brasilien im Norden ziehen. => Öltanker/Ölpest |
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09.06.2008 S. 517 dnr = 2127 |
Ringelblume Heilpflanze des Jahres
Der Tausendsassa Ringelblume (Calendula officinalis) ist die Heilpflanze des Jahres 2009. Das gab der Naturheilkundeverein NHV Theophrastus bekannt. Die Ringelblume hat viele Fähigkeiten. Bereits Hildegard von Bingen empfahl im 12.Jahrhundert die "Ringele" bei Vergiftungen durch üble Speisen. Auch Pfarrer Kneipp setzte auf ihre Heilkraft bei bösartig aussehenden Geschwüren. Der Name Ringelblume wird auf die ringförmigen Früchte zurückgeführt.Das einjährige Korbblütengewächs bildet ab Juni Blütenkörbchen, von hellgelb bis zu einem kräftigem Orange. => Bio-Vielfalt |
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09.06.2008 S. 518 dnr = 2128 |
Welt-Umwelttag: Kampf gegen CO2
Die Vereinten Nationen haben ein Ende des übermäßigen Kohlendioxid-Ausstoßes gefordert. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon appellierte anlässlich des Welt-Umwelttages an die Gemeinschaft, jeder Einzelne solle etwas gegen den Klimawandel unternehmen. Er sei das bestimmende Thema dieses Zeitalters und werde Arm und Reich gleichermaßen treffen. "Unsere Welt befindet sich im Griff eines gefährlichen Umgangs mit dem Kohlendioxid", sagte Ban in der neuseeländischen Hauptstadt Wellington, wo die zentralen Veranstaltungen des Welt-Umwelttages stattfinden. => Globale Agenda 21 Treibhausgase |
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09.06.2008 S. 531 dnr = 2129 |
Salmonellen in jedem 10.Schwein
In jedem zehnten in der EU geschlachteten Schwein befinden sich Salmonellen.Das berichtete die Europäische Lebensmittelbehörde aufgrund der Angaben aus 25 EU-Ländern. Die Bakterien lösen milde bis schwere Magen-Darm-Erkrankungen aus. Salmonellosen gehörten zu den am weitesten verbreiteten Erkrankungen durch Nahrungsmittel in Europa. So seien 2006 über 160.000 Menschen in Europa an Salmonellen erkrankt. Die gesammelten Daten ergäben eine je nach Land stark unterschiedliche Häufigkeit von Salmonellen im Fleisch der geschlachteten Schweine. => Nahrung Gesundheit |
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09.06.2008 S. 546 dnr = 2130 |
Kaum Chancen für Geringverdiener
Beschäftigte mit geringem Einkommen haben nach Beobachtungen von Arbeitsmarktforschern nur geringe Chancen auf einen Aufstieg in höhere Lohn- und Gehaltsgruppen. Nur jeder achte Geringverdiener schafft den Sprung über die sogenannte Niedriglohnschwelle von 1779 Euro im Westen und 1323 Euro im Osten.Das geht aus einer Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hervor. Der Studie zufolge sind vor allem Frauen überproportional von niedrigen Löhnen betroffen. => Armut & Reichtum |
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09.06.2008 S. 707 dnr = 2131 |
Klimaschutz schafft neue Jobs
Das milliardenschwere Klimaschutzprogramm der Bundesregierung kann 500.000 zusätzliche Arbeitsplätze bis 2020 schaffen. Nach den Zwischenergebnissen einer in Berlin vom Umweltministerium vorgestellten Studie können bis 2030 sogar 800.000 zusätzliche Jobs entstehen. Umweltminister Gabriel erklärte, dass Klimaschutz auch ein Konjunkturprogramm ist. "Wer Wachstum und Beschäftigung will, muss auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz setzen", sagte der SPD-Politiker in Berlin. => Arbeit & Umwelt Klimawandel |
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08.06.2008 S. 120 dnr = 2103 |
Gaspreiserhöhung um bis zu 40 %?
Bundeswirtschaftsminister Glos hat einen Anstieg der Gaspreise um 40 Prozent als Spekulation bezeichnet. Entsprechende Äußerungen des Umwelt-Staatssekretärs Müller, seien "zunächst mal spekulativ", sagte Glos. Der CSU-Politiker trat zudem der These entgegen, dass eine Entkoppelung des Gaspreises vom Ölpreis den Rohstoff verbilligen würde. Auch aus der SPD und FDP wurden Zweifel laut, ob die Preiskopplung Ursache der Teuerung sei. Glos erneuerte seine Forderung, den Atomausstieg rückgängig zu machen. => Erdgas |
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08.06.2008 S. 121 dnr = 2104 |
G8-Minister warnen vor Rezession
Die Energieminister der Gruppe der acht reichsten Industrienationen haben vor einer Rezession durch die stetig steigenden Ölpreise gewarnt. Auf ihrem Treffen zur Vorbereitung des G8-Gipfels im kommenden Monat in Japan riefen sie die größten Energieverbraucher der Welt zum schnellen Handeln auf, um einen Abschwung abzuwenden. An dem Treffen nahmen auch Delegationen aus China, Indien und Südkorea teil. Die Minister vereinbarten, sich künftig über die wirksamsten Methoden zur Energieeinsparung auszutauschen. => Energie/ Ressourcen G8 Konsum & Produktion |
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08.06.2008 S. 125 dnr = 2105 |
Kaum Chancen für Hauptschüler
Jeder zweite Hauptschüler hat auch 13 Monate nach Schulende noch keinen Ausbildungsplatz. Das geht aus dem neuen Bildungsbericht von Bund und Ländern hervor, der der Agentur dpa vorliegt. Der überwiegende Teil der Hauptschüler - ob mit oder ohne Abschluss - müsse zunächst eine "Odyssee" verschiedener Nachqualifizierungs- und Überbrückungsmaßnahmen durchlaufen. Die Effektivität dieser Maßnahmen sei fragwürdig, heißt es. Denn auch 30 Monate nach Schulende seien immer noch 40 % der Hauptschüler nicht vermittelt. => Sozialwissenschaften |
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08.06.2008 S. 126 dnr = 2106 |
Annäherung im Kfz-Steuer-Streit
Bundeskanzlerin Merkel und Umweltminister Gabriel haben sich auf eine klimafreundliche Reform der Kfz-Steuer geeinigt. Gabriel sagte im Bericht aus Berlin, dass es keine Belastung von Altfahrzeugen geben soll. Auch habe das Umweltministerium auf seine Forderung nach einem progressiven Steuertarif verzichtet, was Besitzer großer Fahrzeuge besonders belastet hätte. Die Kfz-Steuer sollen künftig dem Bund statt den Ländern zufließen, die dann anderweitig entschädigt werden. => Mobilität/Verkehr Ökosteuer |
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08.06.2008 S. 127 dnr = 2107 |
Maliki zu Gesprächen im Iran
Der irakische Ministerpräsident Al Maliki hat bei einem Besuch in Iran um Verständnis für den mit den USA vereinbarten Sicherheitspakt geworben. Ahmadinedschad wiederum betonte das Interesse seines Landes an der Lage im Irak vor allem in Sicherheitsfragen.Irans Führung hatte den Irak in den vergangenen Tagen vor der Pakt gewarnt. In dem US-Entwurf für das Abkommen soll die Rede davon sein, dass die US-Truppen vom Irak aus Staaten angreifen könnten, die "eine Gefahr für die internationale Stabilität" darstellen. => Iran |
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08.06.2008 S. 129 dnr = 2108 |
China: Erdrutsche nach Nachbeben
Die Region um den Erdbebensee am Jiangjiang-Fluss in China ist von einem schweren Nachbeben erschüttert worden. Das Beben löste "massive Erdrutsche" aus, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Am Jiangjiang-Fluss war nach dem verheerenden Erdbeben vom 12.Mai ein Damm aus Geröllmassen entstanden, so dass sich rund 220 Mio.Kubikmeter Wasser aufstauten. Alle Versuche, das Wasser kontrolliert abzulassen, brachten keinen Erfolg.Mehr als 1,3 Millionen Menschen sind von einem Dammbruch bedroht. => Erdbeben |
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08.06.2008 S. 144 dnr = 2109 |
Hintergrund: Entflechtung des Energiemarkts
Der Kompromiss der Energieminister der 27 EU-Staaten zur Stärkung des Wettbewerbs auf dem europäischen Energiemarkt sieht drei gleichberechtigte Entflechtungsmodelle vor. In drei Jahren sollen alle Varianten überprüft werden: (1) Option eins folgt dem Wunsch der EU-Kommission und sieht eine vollständige Trennung von Energieerzeugern und Übertragungsnetzen vor. Die EU-Mitgliedsländer können demnach ein Gesetz erlassen, das den Energiekonzernen den Verkauf ihrer Netze vorschreibt, wie beispielsweise in Großbritannien geschehen. => Energie/ Ressourcen |
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08.06.2008 S. 158 dnr = 2110 |
Stärke 6,5: Zwei Tote bei Beben auf Peleponnes
Bei einem starken Erdbeben auf dem Peloponnes sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Das teilte das Innenministerium in Athen mit. Das Beben im Nordosten der griechischen Halbinsel hatte eine Stärke von 6,5. Es war auf der ganzen Halbinsel sowie in anderen Regionen Griechenlands bis nach Athen zu spüren. 37 Menschen mussten in Krankenhäusern behandelt werden. Das Epizentrum des Bebens lag rund 50 km südwestlich der Hafenstadt Patras. Tausende rannten in Panik auf die Straßen. => Erdbeben |
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08.06.2008 S. 532 dnr = 2111 |
Aids: Weniger Neuinfektionen
Die Zahl der an der Immunschwächekrankheit Aids gestorbenen Menschen und der Neuinfektionen ist in den vergangenen zehn Jahren ge unken. Das geht aus einem Bericht hervor, den UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bei einer Konferenz am Dienstag in New York vorlegen will. Zugleich macht es dem Bericht zufolge die hohe Anzahl der Infizierten immer schwieriger, alle Betroffenen mit einer modernen Therapie zu behandeln. So sei die Menge der Neuinfektionen 2007 um das Zweieinhalbfache schneller gestiegen als die der Menschen, die Zugriff auf lebensverlängernde Mittel erhalten. => AIDS/HIV |
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08.06.2008 S. 546 dnr = 2112 |
Wenig Verlass auf Sonnenschirme
Sonnenschirme schützen keineswegs zuverlässig vor UV-Strahlen. Die Zeitschrift "Öko-Test" hat 26 Sonnenschirme und zwölf Schutzzelte, sogenannte Strandmuscheln, auf ihre Schutzwirkung geprüft - mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Manche Schirme und Zelte erreichten Spitzenwerte beim UV-Schutz, andere taugen nur als Schmuckelement. Bei Schirmen desselben Modells könne allein die Farbe über die Wirkung entscheiden. Außerdem könne man auch unter einem guten Schirm einen Sonnenbrand bekommen. Der Boden reflektiere bis zu 50 Prozent der UV-Strahlung. => Gesundheit |
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07.06.2008 S. 125 dnr = 2096 |
Gaspreiserhöhung um bis zu 40 %?
Das Umweltministerium befürchtet für dieses Jahr offenbar einen weiteren Gaspreise-Anstieg. "Über die bekanntgewordenen 25 % hinaus kann es im Herbst noch einmal eine Erhöhung um bis zu 40 % geben", sagte der Staatssekretär im Umweltministerium, Müller, der "Welt am Sonntag". Grund sei die Koppelung an den hohen Ölpreis.Laut Müller ist die Preisbindung von Öl und Gas nicht mehr zeitgemäß. Die Regierung sollte prüfen, ob sie in Abstimmung mit der EU eine Strategie zur Entkopplung erarbeitet. => Erdgas |
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07.06.2008 S. 126 dnr = 2097 |
G8: Beratungen über Ölpreis
Die Energieminister der sieben größten Industrienationen und Russlands (G8) sind im japanischen Aomori zu eintägigen Beratungen zusammengekommen. Im Mittelpunkt dürften die hohen Ölpreise stehen. China, Indien und Südkorea sind zu dem Treffen ebenfalls eingeladen. Am Vortag hatten sie sich bereits mit den Energieministern der USA und Japans getroffen und dabei ihre Besorgnis über den Preisanstieg geäußert. Der US-Ölpreis war am Freitag auf über 138 Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen. => G8 Ölpreis |
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07.06.2008 S. 144 dnr = 2098 |
Hintergrund: Entflechtung des Energiemarkts
Der Kompromiss der Energieminister der 27 EU-Staaten zur Stärkung des Wettbewerbs auf dem europäischen Energiemarkt sieht drei gleichberechtigte Entflechtungsmodelle vor. In drei Jahren sollen alle Varianten überprüft werden: (1) Option eins folgt dem Wunsch der EU-Kommission und sieht eine vollständige Trennung von Energieerzeugern und Übertragungsnetzen vor. Die EU-Mitgliedsländer können demnach ein Gesetz erlassen, das den Energiekonzernen den Verkauf ihrer Netze vorschreibt, wie beispielsweise in Großbritannien geschehen. (2) Option zwei ermöglicht den Energiekonzernen, ihre Übertragungsnetze einem komplett unabhängigen Treuhänder zu überantworten. (3) Option drei steht für eine gemäßigtere Trennung von Energiekonzernen und Netzen. Gemäß dem von Deutschland favorisierten Vorschlag dürfen die nationalen Regierungen ihren Energieunternehmen gestatten, ihre Netze einer Tochtergesellschaft zu übereignen. Um den Einfluss auf die Tochtergesellschaft zu beschränken, darf der Mutterkonzern maximal mit 50 Prozent plus eins der Stimmen im Aufsichtsrat vertreten sein. => Energie/ Ressourcen |
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07.06.2008 S. 144 dnr = 2202 |
Hintergrund: Entflechtung des Energiemarkts (1)
Der Kompromiss der Energieminister der 27 EU-Staaten zur Stärkung des Wettbewerbs auf dem europäischen Energiemarkt sieht drei gleichberechtigte Entflechtungsmodelle vor. In drei Jahren sollen alle Varianten überprüft werden: (1) Option eins folgt dem Wunsch der EU-Kommission und sieht eine vollständige Trennung von Energieerzeugern und Übertragungsnetzen vor. Die EU-Mitgliedsländer können demnach ein Gesetz erlassen, das den Energiekonzernen den Verkauf ihrer Netze vorschreibt, wie beispielsweise in Großbritannien geschehen. (2) Option zwei ermöglicht den Energiekonzernen, ihre Übertragungsnetze einem komplett unabhängigen Treuhänder zu überantworten. (3) Option drei steht für eine gemäßigtere Trennung von Energiekonzernen und Netzen. Gemäß dem von Deutschland favorisierten Vorschlag dürfen die nationalen Regierungen ihren Energieunternehmen gestatten, ihre Netze einer Tochtergesellschaft zu übereignen. Um den Einfluss auf die Tochtergesellschaft zu beschränken, darf der Mutterkonzern maximal mit 50 Prozent plus eins der Stimmen im Aufsichtsrat vertreten sein. => Energie/ Ressourcen |
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07.06.2008 S. 145 dnr = 2099 |
Stichwort: Klimaschutzpaket
Ziel des Klimaschutzpakets ist es, bis 2020 insgesamt 40 Prozent der CO2-Emissionen gegenüber 1990 einzusparen. Die wichtigsten Punkte: Häuser: Die Energiesparverordnung für Neubauten wird 2009 um 30 % verschärft.Gebäude sollen stärker mit klimafreundlicher Energie aus Erdwärme, Biogas, Holz oder Sonne geheizt werden. Bei Neubauten wird es Pflicht, einen bestimmten Anteil Ökowärme einzuplanen.Das Förderprogramm zur Umrüstung von Altbauten mit Ökoheizungen, neuen Fenstern und Wärmedämmung wird aufgestockt. Strom: Der Anteil von Ökostrom am Gesamtmarkt soll von zwölf Prozent bis 2020 auf 25 bis 30 Prozent wachsen. Bei der Erzeugung sollen Windräder auf See mehr Förderung erhalten, Windräder an Land und Solarstromanlagen weniger. Pkw: Der Anteil der Biokraftstoffe soll bis 2020 auf 20 Prozent wachsen. Die Kfz-Steuer orientiert sich ab 2009 an den Schadstoff- und CO2-Emissionen des Fahrzeugs statt am Hubraum. Sparsame Autos werden entlastet, Autos mit hohem Verbrauch stärker belastet. Eine Kennzeichnung soll Informationen über CO2-Ausstoß, Verbrauch und Steuerhöhe geben => Erneuerbare Energien Energie/ Ressourcen Klima |
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07.06.2008 S. 157 dnr = 2100 |
Starkregen: Starke Regenfälle in Nürnberg
Starke Regenfälle haben am Samstagabend und in der Nacht die Nürnberger Feuerwehr und das Technische Hilfswerk auf Trab gehalten. In acht Stunden fuhren die Hilfskräfte 217 Einsätze wegen überfluteter Straßenunterführungen und Keller im Süden der Stadt. Wassermengen von teilweise 25 Liter je Quadratmeter pro Stunde ließen zahlreiche Lichtschächte und Kellerabgänge volllaufen. Eine Bahnunterführung in der Innenstadt stand anderthalb Meter unter Wasser.Ein Autofahrer konnte sich gerade noch selbst retten, sein Wagen musste von Tauchern der Feuerwehr geborgen werden. => Naturkatastrophen |
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07.06.2008 S. 511 dnr = 2101 |
Brasilien schützt Amazonasgebiet
Brasilien will den Regenwald im Amazonasgebiet mit einem riesigen Nationalpark schützen. Der Manpiguari-Park im nördlichen Bundesstaat Amazonas wird eine Fläche von 1,6 Millionen Hektar haben. Das kündigte Präsident Lula da Silva an. Außerdem werden in Amazonas, Para und Bahia vier Reservate für Ureinwohner eingerichtet. Damit steigt der Anteil geschützter Flächen am brasilianischen Staatsgebiet um 4,3 Prozent. Die Zerstörung des Regenwaldes in Brasilien schreitet rasant voran. Erst im April wurde eine Fläche von der Größe der Stadt Rio gerodet. => Bio-Vielfalt Wald |
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07.06.2008 S. 707 dnr = 2102 |
Ölpreis schießt in die Höhe
Der Ölpreis ist am Freitag auf einen Rekordpreis von mehr als 139 Dollar pro Fass gestiegen. Im Handel der New Yorker Rohstoffbörse legte die Notierung für US-Leichtöl zeitweise um mehr als zehn Dollar auf 139,01 Dollar zu. Das war der höchste Preis seit dem 22.Mai, als 135,09 Dollar erreicht wurden. Als mitverantwortlich für die Preisjagd nannten Experten Aussagen des Präsidenten der Europäischen Zentralbank Jean-Claude Trichet. Er deutete zuletzt an, dass eine Zinserhöhung in der Eurozone nicht ausgeschlossen ist. => Ölpreis |
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05.06.2008 S. 120 dnr = 2081 |
Ende des Milchboykotts verkündet
Der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter, Schaber, hat die Milchbauern zum Ende des Lieferboykotts aufgerufen. "Ich fordere sie auf, ab heute Abend wieder Milch zu liefern", sagte er am Brandenburger Tor. Bauernverbands-Präsident Sonnleitner sagte, auch Aldi habe angekündigt, sich der Entwicklung am Markt anschließen zu wollen. Die Verhandlungen mit Edeka stünden kurz vor dem Abschluss. Sprecher von Tengelmann, REWE und Aldi erklärten, man wolle das weitere Marktgeschehen berücksichtigen. => Nahrung |
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05.06.2008 S. 122 dnr = 2082 |
AKW-Störfall: "Es war ein Fehler"
Die slowenische Regierung hat Fehler nach dem Störfall im Atomkraftwerk Krsko eingeräumt und sich entschuldigt. Der Umweltminister und EU-Ratsvorsitzende Podobnik sagte, die Atomsicherheitsbehörde seines Landes habe zunächst nur eine Übung in dem Atomkraftwerk gemeldet. "Es war ein Fehler. Das war eindeutig menschliches Versagen." Zugleich gab Podobnik Entwarnung. Die Situation sei unter Kontrolle. Notwendige "geringfügige Reparaturen" nach dem Wasserleck im Kühlsystem des Reaktors sollen noch heute beginnen. => Atomenergie |
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05.06.2008 S. 123 dnr = 2083 |
AKW-Störfall:Aufklärung gefordert
Nach dem Zwischenfall im slowenischen AKW Krsko pocht Österreich darauf zu klären, wie es zu dem "Wirrwarr an Informationen" kommen konnte. Slowenien hatte Österreich, Italien und Ungarn eine Übung gemeldet. Vom europaweiten Alarm erfuhren diese Länder erst aus Brüssel. Kroatien kritisierte, zuletzt vom Zwischenfall erfahren zu haben, obwohl die Hauptstadt Zagreb nur 50 Kilometer vom AKW entfernt ist. Umweltminister Gabriel warnte zwar vor einer Dramatisierung, betonte aber auch, dass es Klärungsbedarf gebe. => Atomenergie |
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05.06.2008 S. 125 dnr = 2084 |
Türkei: Kopftuchverbot bestätigt
Das türkische Verfassungsgericht hat das Kopftuchverbot an Universitäten bestätigt. Die Richter erklärten damit eine im Februar verabschiedete Gesetzesänderung für verfassungswidrig. Das Gesetz verletze das in der Verfassung festgeschriebene Prinzip der Trennung von Staat und Religion, urteilten die Richter. Gegen die Lockerung des bisher strikten Kopftuchverbots hatten zwei Oppositionsparteien, geklagt, die Republikanische Volkspartei und die Demokratische Linke Partei. => Konflikte |
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05.06.2008 S. 128 dnr = 2085 |
EU: Auf Abschiebe-Regeln geeinigt
Die 27 EU-Innenminister haben sich auf die seit Jahren umstrittene Abschiebe-Richtlinie geeinigt. Diese sieht unter anderem vor, dass Menschen ohne gültige Papiere vor einer Abschiebung in ihre Herkunftsländer bis zu 18 Monate in Haft genommen werden können. Flüchtlingsorganisationen hatten das Gesetz scharf kritisiert, vor allem wegen der vorgesehenen Haftdauer. Die Richtlinie muss nun - erstmals bei einem EU-Gesetz zur Migrationspolitik noch die Hürde des Europäischen Parlaments nehmen. => Migration |
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05.06.2008 S. 129 dnr = 2086 |
Kosovo-Einsatz verlängert
Der Bundestag hat den Bundeswehreinsatz im Kosovo um ein Jahr verlängert. Für eine weitere Beteiligung an der KFOR-Mission stimmten in namentlicher Abstimmung 499 Abgeordnete, dagegen waren Die Linkspartei votierte gegen die Fortsetzung der Mission. Sie hat vor dem Bundesverfassungsgericht Klage gegen den Einsatz eingereicht. Nach ihrer Auffassung hätte die Bundesregierung nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovos erneut die Zustimmung des Bundestags einholen müssen. => Konflikte |
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05.06.2008 S. 130 dnr = 2087 |
Simbabwe: Überfall auf Diplomaten
Polizisten in Simbabwe haben einen Konvoi mit US-amerikanischen und britischen Diplomaten gestoppt. Die Reifen der Autos wurden zerstochen und ein Fahrer zusammengeschlagen. Neun Diplomaten wurden zeitweise festgehalten. Die USA verlangten eine Erklärung von Präsident Mugabe und kündigten an, den Vorfall vor dem UN-Sicherheitsrat anzusprechen. Die Diplomaten waren in Simbabwe unterwegs, um Vorwürfen von politischer Gewalt nachzugehen. Erst am Mittwoch war der Oppositionsführer verhaftet worden. => Afrika Sicherheitsrat |
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05.06.2008 S. 132 dnr = 2088 |
Prozess um Anschläge vom 11.9.01
Mehr als sechs Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 muss sich der mutmaßliche Drahtzieher vor einem US-Militärgericht verantworten. Im Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba steht neben Chalid Scheich Mohammed auch der Terrorverdächtige Binalshibh vor Gericht. Ihnen und drei weiteren Angeklagten droht die Todesstrafe. Zum Auftakt des Verfahrens erklärte Mohammed, der als Planer der Anschläge gilt, er wolle die Todesstrafe, um als "Märtyrer" zu sterben. Das eigentliche Verfahren soll im September beginnen. => Terrorismus |
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05.06.2008 S. 144 dnr = 2089 |
Chronologie: 11.September 2001
Zweieinhalb Stunden haben die USA und die Welt am 11.September 2001 verändert. 2992 Menschen starben im World Trade Center, im Pentagon und beim Absturz einer Maschine in Pennsylvania.Den zeitlichen Ablauf der Ereignisse zeigt diese Chronik. Alle Zeitangaben sind in New Yorker Ortszeit. 08.00 Uhr: Eine Boeing 767, Flug 11 der American Airlines, startet in Boston Richtung Los Angeles. 08.14 Uhr: Eine zweite Boeing 767, Flug 175 der United Airlines, startet in Boston Richtung Los Angeles. 08.21 Uhr: Eine Boeing 757, Flug 77 der American Airlines, startet in Washington Richtung Los Angeles. 08.24 Uhr: Ein Funkspruch der Terroristen an Bord von Flug 11 informiert den Flughafen Boston über mehrere Entführungen. 08.41 Uhr: Eine Boeing 757, Flug 93, startet in Newark mit 40 Minuten Verspätung Richtung San Francisco. 08.46 Uhr: Flug 11 rast in den Nordturm des World Trade Centers. 09.03 Uhr: Flug 175 wird in den Südturm des World Trade Centers gesteuert. 09.08 Uhr: Alle Flughäfen im Großraum New York werden geschlossen. 09.21 Uhr: Alle Brücken und Tunnel in Manhattan werden gesperrt. 09.31 Uhr: US-Präsident George W.Bush spricht in Florida von einem offensichtlich terroristischen Angriff auf Amerika. 09.40 Uhr: Flug 77 wird über dem Pentagon in Washington zum Absturz gebracht. 09.45 Uhr: Alle Flugzeuge im Luftraum der USA werden zur sofortigen Landung aufgefordert. 09.48 Uhr: In Washington werden das Kapitol und der Westflügel des Weißen Hauses evakuiert. 09.59 Uhr: Der Südturm des World Trade Centers stürzt ein. 10.07 Uhr: Flug 93 stürzt in Pennsylvania auf freiem Feld ab. 10.28 Uhr: Der Nordturm des World Trade Centers stürzt ein. => Terrorismus |
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05.06.2008 S. 144 dnr = 2200 |
Chronologie: 11.September 2001 (1)
Zweieinhalb Stunden haben die USA und die Welt am 11.September 2001 verändert. 2992 Menschen starben im World Trade Center, im Pentagon und beim Absturz einer Maschine in Pennsylvania.Den zeitlichen Ablauf der Ereignisse zeigt diese Chronik. Alle Zeitangaben sind in New Yorker Ortszeit. 08.00 Uhr: Eine Boeing 767, Flug 11 der American Airlines, startet in Boston Richtung Los Angeles. 08.14 Uhr: Eine zweite Boeing 767, Flug 175 der United Airlines, startet in Boston Richtung Los Angeles. 08.21 Uhr: Eine Boeing 757, Flug 77 der American Airlines, startet in Washington Richtung Los Angeles. 08.24 Uhr: Ein Funkspruch der Terroristen an Bord von Flug 11 informiert den Flughafen Boston über mehrere Entführungen. 08.41 Uhr: Eine Boeing 757, Flug 93, startet in Newark mit 40 Minuten Verspätung Richtung San Francisco. 08.46 Uhr: Flug 11 rast in den Nordturm des World Trade Centers. 09.03 Uhr: Flug 175 wird in den Südturm des World Trade Centers gesteuert. 09.08 Uhr: Alle Flughäfen im Großraum New York werden geschlossen. 09.21 Uhr: Alle Brücken und Tunnel in Manhattan werden gesperrt. 09.31 Uhr: US-Präsident George W.Bush spricht in Florida von einem offensichtlich terroristischen Angriff auf Amerika. 09.40 Uhr: Flug 77 wird über dem Pentagon in Washington zum Absturz gebracht. 09.45 Uhr: Alle Flugzeuge im Luftraum der USA werden zur sofortigen Landung aufgefordert. 09.48 Uhr: In Washington werden das Kapitol und der Westflügel des Weißen Hauses evakuiert. 09.59 Uhr: Der Südturm des World Trade Centers stürzt ein. 10.07 Uhr: Flug 93 stürzt in Pennsylvania auf freiem Feld ab. 10.28 Uhr: Der Nordturm des World Trade Centers stürzt ein. => Terrorismus |
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05.06.2008 S. 146 dnr = 2090 |
Simbabwe nach der Wahl
Simbabwe liegt im Süden Afrikas und ist etwas größer als Deutschland. Das Land steckt in einer tiefen Krise: Die Inflation beträgt mehr als 100.000%, die Arbeitslosigkeit 85%. Knapp 6 Mio. Bürger waren zur Parlaments- und Präsidentenwahl aufgefordert. Zur Wahl stellten sich folgende wichtige Kandidaten: Robert Mugabe: Er hat die ehemalige britische Kolonie 1980 in die Unabhängigkeit geführt. Seitdem regiert er das Land zunehmend autokratisch. Mit der brutalen Unterdrückung seiner Gegner und einer misslungenen Bodenreform stürzte er Simbabwe ins Chaos. Simba Makoni: Er gehörte lange Zeit zum Führungszirkel der Partei von Staatschef Mugabe. Als er überraschend zur Präsidentenwahl antrat, schloss die Partei ihn aus. Unter Mugabe war er Agrar-, Industrie- und Finanzminister.Diesem wirft er "Versagen" vor. Morgan Tsvangirai: Der ehemalige Gewerkschafter führt die oppositionelle Bewegung für Demokratischen Wandel an und ist seit vielen Jahren Mugabes größter Herausforderer. Ende Juni tritt er in der zweiten Runde der Präsidentenwahl erneut gegen Mugabe an. => Afrika |
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05.06.2008 S. 146 dnr = 2201 |
Simbabwe nach der Wahl (1)
Simbabwe liegt im Süden Afrikas und ist etwas größer als Deutschland. Das Land steckt in einer tiefen Krise: Die Inflation beträgt mehr als 100.000%, die Arbeitslosigkeit 85%. Knapp 6 Mio. Bürger waren zur Parlaments- und Präsidentenwahl aufgefordert. Zur Wahl stellten sich folgende wichtige Kandidaten: Robert Mugabe: Er hat die ehemalige britische Kolonie 1980 in die Unabhängigkeit geführt. Seitdem regiert er das Land zunehmend autokratisch. Mit der brutalen Unterdrückung seiner Gegner und einer misslungenen Bodenreform stürzte er Simbabwe ins Chaos. Simba Makoni: Er gehörte lange Zeit zum Führungszirkel der Partei von Staatschef Mugabe. Als er überraschend zur Präsidentenwahl antrat, schloss die Partei ihn aus. Unter Mugabe war er Agrar-, Industrie- und Finanzminister.Diesem wirft er "Versagen" vor. Morgan Tsvangirai: Der ehemalige Gewerkschafter führt die oppositionelle Bewegung für Demokratischen Wandel an und ist seit vielen Jahren Mugabes größter Herausforderer. Ende Juni tritt er in der zweiten Runde der Präsidentenwahl erneut gegen Mugabe an. => Afrika |
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05.06.2008 S. 148 dnr = 2091 |
Hintergrund: Atomkraftwerk Krsko
Das slowenische Atomkraftwerk Krsko steht in der südwest-slowenischen Region Unterkrain am Fluss Save. Das Kraftwerk wurde im vergangenen November wieder in Betrieb genommen, nachdem es einen Monat für Instandsetzungsarbeiten vom Netz genommen worden war. Während der Arbeiten wurde der Reaktor mit weiterer Dämmung versehen und 53 der 121 Brennstoffelemente wurden ausgetauscht. Um die Sicherheit des Kraftwerks zu erhöhen, wurden zudem die technischen Systeme überarbeitet. Gebaut von einem japanisch-amerikanischen Unternehmen wurde das Atomkraftwerk Krsko 1983 als Gemeinschaftsprojekt von Slowenien und Kroatien an das Stromnetz angeschlossen. Es produziert derzeit rund 20 Prozent des slowenischen und 15 Prozent des kroatischen Stromverbrauchs. Krsko ist das einzige Atomkraftwerk auf slowenischem Staatsgebiet und gilt nach Einschätzung von Experten als "Risiko-Meiler". Denn das Kraftwerk befindet sich in einem durch Erdbeben besonders gefährdeten Gebiet. => Atomenergie |
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05.06.2008 S. 157 dnr = 2092 |
Tote bei Grubenunglück in Polen
Bei einer Explosion in einem Bergwerk im Süden Polens sind vier Arbeiter getötet und 23 weitere zum Teil schwer verletzt worden. In 900 m Tiefe habe sich am Mittwochabend gegen 23.00 Uhr eine Methangasexplosion ereignet, teilte die Betreiberfirma JSW des Kohlebergwerks im schlesischen Jastrzebie Zdroj mit. Von den 19 Opfern, die ins Krankenhaus eingeliefert wurden, seien fünf schwer verletzt. Während der Explosion befanden sich den Angaben zufolge 32 Bergleute für Instandsetzungsarbeiten unter Tage. => Fossile Energien |
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05.06.2008 S. 159 dnr = 2093 |
Ringelblume Heilpflanze des Jahres
Der Tausendsassa Ringelblume (Calendula officinalis) ist die Heilpflanze des Jahres 2009. Das gab der Naturheilkundeverein NHV Theophrastus bekannt. Die Ringelblume hat viele Fähigkeiten. Bereits Hildegard von Bingen empfahl im 12.Jahrhundert die "Ringele" bei Vergiftungen durch üble Speisen. Auch Pfarrer Kneipp setzte auf ihre Heilkraft bei bösartig aussehenden Geschwüren. Der Name Ringelblume wird auf die ringförmigen Früchte zurückgeführt.Das einjährige Korbblütengewächs bildet ab Juni Blütenkörbchen, von hellgelb bis zu einem kräftigem Orange. => Bio-Vielfalt Gesundheit |
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05.06.2008 S. 511 dnr = 2094 |
Welt-Umwelttag: Kampf gegen CO2
Die Vereinten Nationen haben ein Ende des übermäßigen Kohlendioxid-Ausstoßes gefordert. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon appellierte anlässlich des Welt-Umwelttages an die Gemeinschaft, jeder Einzelne solle etwas gegen den Klimawandel unternehmen. Er sei das bestimmende Thema dieses Zeitalters und werde Arm und Reich gleichermaßen treffen. "Unsere Welt befindet sich im Griff eines gefährlichen Umgangs mit dem Kohlendioxid", sagte Ban in der neuseeländischen Hauptstadt Wellington, wo die zentralen Veranstaltungen des Welt-Umwelttages stattfinden. => Klimawandel Natur & Umwelt Treibhausgase |
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05.06.2008 S. 513 dnr = 2095 |
Studie der Böll-Stiftung: Erneuerbare reichen
Nach einer Studie der Heinrich-Böll-Stiftung ist es möglich, den europäischen Strombedarf allein durch erneuerbare Energien zu decken. Allerdings seien neue Instrumente und Strategien nötig, um die Potenziale optimal zu nutzen, heißt es in dem Papier der früheren EU-Kommissarin Michaele Schreyer. Derzeit werde nur von einem Zehntel des vorhandenen Potenzials an Windenergie, Wasserkraft, Solarthermie oder Photovoltaik für die Stromerzeugung Gebrauch gemacht. Schreyer fordert eine eigene EU-Einrichtung, um die Ressourcen zu bündeln und die Nutzung zu optimieren. => Erneuerbare Energien Strom |
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04.06.2008 S. 120 dnr = 2065 |
Slowenien: Atomstörfall bestätigt
Die slowenische Regierung hat nach Angaben der EU-Kommission einen Zwischenfall im Atomkraftwerk Krsko bestätigt.Zuvor hatte die EU-Kommission europaweiten Alarm ausgelöst. Der Reaktor werden heruntergefahren, um die Ursache für den Störfall untersuchen zu können, teilte das slowenische Umweltministerium mit. Im Hauptkühlsystem des Kraftwerks war zuvor offenbar Kühlflüssigkeit ausgetreten. Für Menschen oder Umwelt bestehe keine Gefahr, sagte die slowenische EU-Ratspräsidentschaftssprecherin, Kocijancic. => Atomenergie |
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04.06.2008 S. 121 dnr = 2066 |
Obama für harten Kurs gegen Iran
Der designierte demokratische Präsidentschaftskandidat Obama hat in Washington einen harten Kurs gegen Iran angekündigt. Er forderte einen klaren politischen Wandel für die USA. Nach dem Gewinn der Vorwahl in Montana hatte sich Obama zum Sieger im Wettstreit mit der New Yorker Senatorin Clinton erklärt. US-Präsident Bush und US-Außenministerin Rice gratulierten. Herausforderin Clinton äußerte sich bislang nicht zu ihrer Niederlage, ist aber laut ihrem Wahlkampfmanager McAuliffe "offen für den Vizeposten". => Iran |
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04.06.2008 S. 122 dnr = 2067 |
Milchboykott zeigt Wirkung
Der Kampf der Landwirte für höhere Milchpreise hat offenbar Erfolg: Der Discounter Lidl kündigte an, ab nächster Woche den Verkaufspreis je Liter Milch um zehn Cent und für 250 Gramm Butter um 20 Cent anzuheben. Das teilte der Deutsche Bauernverband (DBV) nach Verhandlungen von Verbandspräsident Sonnleitner mit Lidl-Managern mit. Nun müsse geklärt werden, was die Preiserhöhung für die Erzeuger bedeute, sagte ein Verbandssprecher. Der Rewe-Konzern signalisierte Bereitschaft, die Vereinbarung zu übernehmen. => Nahrung |
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04.06.2008 S. 126 dnr = 2068 |
Klage gegen Kosovo-Einsatz
Die Partei Die Linke hat vor dem Bundesverfassungsgericht Klage gegen den Einsatz der Bundeswehr im Kosovo eingereicht. Nach Auffassung der Partei ist der Einsatz völkerrechtlich nicht gedeckt, weil sich durch die Unabhängigkeitserklärung des Kosovos die rechtliche Grundlage geändert habe. Danach hätte die Bundesregierung erneut die Zustimmung des Bundestags einholen müssen. Für morgen ist im Parlament eine Abstimmung für die Verlängerung des Kosovo-Mandats der Bundeswehr vorgesehen. => Konflikte |
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04.06.2008 S. 130 dnr = 2069 |
Simbabwe: Tsvangirai festgenommen
Der Präsidentschaftskandidat der Opposition in Simbabwe, Tsvangirai, ist laut seiner Partei MDC mit mehreren Mitarbeitern nahe dem Ort Lupane im Westen des Landes festgenommen worden. Wie ein MDC-Sprecher sagte, handele es sich nicht um eine offizielle Verhaftung - der Grund für die Festnahme sei unklar. Die Opposition vermutet einen Einschüchterungsversuch der Regierung. Tsvangirai hatte im ersten Wahlgang gegen Präsident Mugabe laut offiziellem Ergebnis die absolute Mehrheit verpasst und muss nun zur Stichwahl antreten. => Afrika |
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04.06.2008 S. 145 dnr = 2070 |
Vorratsdatenspeicherung
Seit Anfang des Jahres sind Telekommunikationsfirmen gesetzlich verpflichtet, die Kundendaten sechs Monate lang aufzubewahren. Gespeichert wird, wer mit wem per Telefon, Handy oder E-Mail in Verbindung gestanden hat. So werden beispielsweise die Rufnummer, das Gesprächsdatum sowie Beginn und Ende der Verbindung festgehalten. Bei Handy-Telefonaten und SMS wird auch der Standort des Benutzers gespeichert. Die Inhalte der Gespräche, E-Mails und SMS werden jedoch nicht erfasst. => Sozialwissenschaften |
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04.06.2008 S. 146 dnr = 2071 |
Wohnraumüberwachung
Das Grundgesetz garantiert in Artikel 13 zwar prinzipiell die Unverletzlichkeit der Wohnung. Dort werden aber auch Ausnahmen definiert. So kann ein Richter die Durchsuchung einer Wohnung verfügen, um eine Straftat zu verhindern oder in einem Ermittlungsverfahren Beweise zu sichern Seit 1998 gibt es im Rahmen des "Großen Lauschangriffs" die Möglichkeit, dass ein Richter zur Verfolgung von Straftaten die akustische Überwachung von Wohnungen anordnet, in denen sich der Beschuldigte vermutlich aufhält. Das Bundesverfassungsgericht zog für die Wohnraumüberwachung klare Grenzen: Um den "Kernbereich privater Lebensgestaltung" zu schützen, müssen Ermittler die Überwachung unterbrechen, wenn über Privates gesprochen wird. Auch dürfen Erkenntnisse, die aus zufällig mitgehörten Privatgesprächen resultieren, nicht verwendet werden. Im Falle der "Abwehr dringender Gefahren", wie etwa Terrorismus, sind die Möglichkeiten nicht nur auf die akustische Überwachung begrenzt, sondern viel weiter gefasst. Bei der Gefahrenabwehr dürfen mit richterlicher Erlaubnis generell "technische Mittel zur Überwachung von Wohnungen" eingesetzt werden. Dazu zählt auch die Videoüberwachung, die in den meisten Landespolizeigesetzen bereits festgeschrieben ist. Im Zuge der vereinbarten Föderalismusreform soll das Bundeskriminalamt (BKA) zentrale Stelle für Anti-Terror-Ermittlungen werden. Um ähnliche Kompetenzen wie viele Landespolizeien zu erhalten, wird zur Zeit das BKA-Gesetz überarbeitet. Umstritten ist der geplante Paragraph 20, der 24 Unterpunkte enthält. Demnach sollen BKA-Beamte künftig nicht nur Computer ausspähen dürfen (Online-Durchsuchung) sondern auch Wohnungen überwachen dürfen. Der Gesetzesentwurf sieht in Paragraph 20h zudem vor, Wohnungen von Nichtverdächtigen zu überwachen, wenn sich dort ein mutmaßlicher Attentäter oder ein Terrorunterstützer aufhält. Die im Entwurf des BKA-Gesetzes geregelte Wohnraumüberwachung stellt also nichts Neues dar. Neu ist nur, dass das BKA Wohnungen so ausspähen darf, wie es in vielen Ländern bereits üblich ist. => Sozialwissenschaften |
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04.06.2008 S. 148 dnr = 2072 |
Amtomkraftwerk Krsko
Das Atomkraftwerk Krsko im Südwesten Sloweniens wurde im vergangenen November wieder in Betrieb genommen, nachdem es einen Monat für Instandsetzungsarbeiten vom Netz genommen worden war. Während der Arbeiten wurde der Reaktor mit weiterer Dämmung versehen und 53 der 121 Brennstoffelemente wurden ausgetauscht. Um die Sicherheit des Kraftwerks zu erhöhen, wurden zudem die technischen Systeme überarbeitet. Gebaut von einem japanisch-amerikanischen Unternehmen wurde Krsko 1983 an das Stromnetz angeschlossen. => Atomenergie |
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04.06.2008 S. 158 dnr = 2073 |
Mittelamerika: Neun Tote bei Tropenstürmen
Die Zahl der Todesopfer nach zwei Tropenstürmen in Mittelamerika ist auf neun gestiegen. In Belize wurden nach Angaben der Behörden vier Menschen getötet. Drei weitere Menschen kamen in Honduras ums Leben, zwei wurden in Nicaragua getötet. Am Wochenende war zunächst Sturm "Alma" über die Region hinweg gefegt, wenige Stunden später suchte Sturm "Arthur" die Gegend heim. Der Ministerpräsident von Belize, Dean Barrow, erklärte einen Teil im Süden seines Landes zum Katastrophengebiet. => Hurrikane |
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04.06.2008 S. 159 dnr = 2074 |
Eltern reden nicht über Alkohol
In jeder dritten Familie in Deutschland werden Jugendliche bei ihrem Umgang mit Alkohol alleingelassen. 32 Prozent der Eltern sprechen das Thema zu Hause nicht an und geben ihren Kindern keine klaren Regeln für den Umgang mit Bier, Schnaps oder Wein vor. Das ergab eine Umfrage im Auftrag der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK). Nicht einmal ein Viertel der Befragten macht sich Sorgen darüber, ob ihr Kind zu viel Alkohol trinken könnte. 42 Prozent meinen, dass es zum Jugendalter dazu gehört, mal betrunken zu sein. => Gesundheit |
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04.06.2008 S. 511 dnr = 2075 |
Krokodil-Sterben im Krüger-Park
Im südafrikanischen Krüger-Nationalpark hat ein rätselhaftes Krokodilsterben die Mitarbeiter in Sorge versetzt. In den vergangenen Tagen seien im Olifants-Fluss rund 30 Kadaver von Nil-Krokodilen gefunden worden, sagte der Pressesprecher des größten Nationalparks des Landes, Raymond Travers. Der Olifants-Fluss sei zwar der am stärksten verschmutzte Strom im Krüger-Park, doch scheine dies kein Grund für das Krokodilsterben, erklärte der Chef der Forschungsabteilung des Parks, Danie Pienaar. Die Kadaver und das Flusswasser werden nun untersucht. => Bio-Vielfalt |
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04.06.2008 S. 512 dnr = 2076 |
UN warnen vor Desaster an Küsten
Die Vereinten Nationen warnen eindringlich vor der raschen Zerstörung der Küsten. Dieses Desaster bedrohe insbesondere jene 40 % der Menschheit, die in einer Entfernung von nur 50 Kilometern zur Küstenlinie leben. Weitere Menschen seien über Umwege betroffen, berichtet die UN-Universität. Überfischung, Überdüngung, Fehlplanung touristischer Bauten, das Einleiten ungeklärter Abwässer, unwirksame Schutzgebiete - die Mängelliste ist lang. Bis 2050 werden 91 % der weltweiten Küstenlinien von irgendeiner Art Entwicklung betroffen sein, hieß es. => Nachhaltigkeit Natur & Umwelt |
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04.06.2008 S. 519 dnr = 2077 |
Ölteppich treibt im Mittelmeer
Ein fast vier Kilometer langer Ölteppich treibt vor der ostspanischen Hafenstadt Valencia im Mittelmeer. Wie die Behörden mitteilten, war die Herkunft des Dieselöls zunächst unbekannt.Mithilfe von Schleppern wurden Barrieren auf der Wasseroberfläche errichtet, die verhindern sollten, dass das Dieselöl auf die Küste zutreibt und die Strände verschmutzt. Die Hafenbehörden lösten die höchste Alarmstufe aus. Der 3,7 Kilometer lange und 50 Meter breite Ölteppich war von Fischern außerhalb des Hafens von Valencia entdeckt worden. => Öltanker/Ölpest |
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04.06.2008 S. 521 dnr = 2078 |
Stromsparen: Flash-Speicher in Servern von Sun
Der US-Computerkonzern Sun Microsystems will als erstes Unternehmen der Branche auch Flash-Speicher in seinen Servern einsetzen. Vorteile im Vergleich zu den bisher genutzten Festplatten sei die dreifache Arbeitsgeschwindigkeit der Speichersysteme, während der Stromverbrauch auf lediglich ein Fünftel sinke, erklärte Sun. Flash-Speicher auf Halbleiter-Basis werden derzeit vor allem in mobilen Geräten wie MP3-Player oder Handys sowie allmählich auch in Notebook-Computern eingesetzt. Sind sind aber deutlich teurer als vergleichbare Festplatten. => Energieeffizienz Energiesparen |
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04.06.2008 S. 531 dnr = 2079 |
Warnung vor Verzehr roher Sprossen
Experten warnen angesichts einer erhöhten Belastung durch Salmonellen vor dem Verzehr roher Keimlinge. Beim Test von 100 verschiedenen Sprossen auf Salmonellen sei jede zehnte Probe mit den Erregern belastet gewesen, teilte das Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt mit. Die Fachleute verwiesen darauf, dass die Bakterienart unangenehme Durchfallerkrankungen auslösen und eine Salmonellose bei älteren Menschen tödlich enden könne. Die Sprossen, die häufig als Salatzutat verwendet würden, sollten deshalb nicht roh verzehrt werden. => Nahrung Gesundheit |
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04.06.2008 S. 533 dnr = 2080 |
"Gesundheitsregion der Zukunft"
Forschungsministerin Annette Schavan hat 20 "Gesundheitsregionen der Zukunft" ausgezeichnet, die mit Vorzeigeprojekten langfristig die Versorgung der Patienten voranbringen sollen. Zu den Gewinnern zählen Metropolen wie Hamburg und Stuttgart, aber auch ländliche Regionen wie Dingolfing oder Ortenau im Kinzigtal. Der Wettbewerb soll die Verantwortlichen aus medizinischer Forschung und Gesundheitsversorgung dazu bewegen, sich an einen Tisch zu setzen und vorbildhafte Konzepte auszuarbeiten, teilte Schavan in Berlin mit. => Gesundheit |
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03.06.2008 S. 120 dnr = 2050 |
Erste Lücken in den Milchregalen
Eine Woche nach Beginn des Lieferboykotts der Milchbauern gab es erste Engpässe in den Supermärkten. Sowohl einige Filialen des Discounters Plus, als auch Real-Märkte und Edeka-Geschäfte meldeten Lücken in ihren Regalen. Diese seien aber ausgeglichen worden, hieß es. Zudem handelte sich um Schwierigkeiten in einzelnen Regionen und Märkten, nicht um großflächige Probleme. Der Milchindustrie-Verband rechnet mit weiteren Lieferengpässen im Laufe der Woche. => Nahrung |
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03.06.2008 S. 121 dnr = 2051 |
Bauern blockieren Handelskonzerne
In ihrem Kampf für höhere Milchpreise haben die deutschen Bauern ihre Aktionen auf den Einzelhandel ausgeweitet. Seit dem Abend demonstrierten Bauern mit ihren Traktoren vor Zentralen von Handelskonzernen, teilte der Deutsche Bauernverband (DBV) in Berlin mit. Betroffen seien die Unternehmenszentralen von Rewe in Köln, von Norma im bayerischen Fürth und von Aldi Nord in Essen. Die vereinbarte Verhandlungsfrist mit der Industrie sei ergebnislos abgelaufen. Deshalb würden Aktionen vor weiteren Unternehmen folgen, so der DBV. => Nahrung |
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03.06.2008 S. 125 dnr = 2052 |
ICE-Unglück: Gedenken an Opfer von Eschede
Zehn Jahre nach dem schwersten Zugunglück der Nachkriegsgeschichte haben Hinterbliebene, Helfer und Überlebende in Eschede der 101 Opfer gedacht. Am Ort der ICE-Katastrophe wurde heftige Kritik an der Deutschen Bahn geübt."101 Menschen sind fahrlässig, grob fahrlässig in den Tod gefahren worden", sagte Hinterbliebenen-Sprecher Löwen. Man hätte den Zug nicht auf die Reise schicken dürfen, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Wulff. Niemand sei bestraft worden. Wulff lobte wie auch Löwen den rastlosen Einsatz der Helfer. => Mobilität/Verkehr |
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03.06.2008 S. 126 dnr = 2053 |
Eingreiftruppe Afghanistan: Jung verabschiedet Kampfverband
Verteidigungsminister Jung hat die schnelle Eingreiftruppe nach Afghanistan. Die Bundeswehr stellt ab 1. Juli die "Quick Reaction Force", die zuvor Norwegen entsandt wurde. Jung verwies auf die verschlechterte Sicherheitslage in Nordafghanistan.Deshalb sei er froh, den Truppen vor Ort Unterstützung schicken zu können. Die Linkspartei wirft der Bundesregierung vor,erstmals offen einen Kampfauftrag zu erteilen. Die Truppe übernehme eine zusätzliche Aufgabe,die aber "keine neue Qualität" habe,entgegnete Jung. => Asien |
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03.06.2008 S. 127 dnr = 2054 |
Welternährungsgipfel: 30 Mrd. Dollar gegen den Hunger
Mit einem dramatischen Appell zur Bekämpfung des Hungers hat in Rom der Ernährungsgipfel der Uno begonnen. "Nur 30 Mrd. Dollar" pro Jahr wären nötig, um Hunger und Unterernährung auszurotten, sagte der Generaldirektor der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft, Diouf. Für Rüstung würden 1200 Mrd. Dollar ausgegeben. Vor den Staats- und Regierungschefs aus mehr als 40 Ländern hatte UN-Generalsekretär Ban zum Auftakt der dreitägigen Konferenz für den schenllen Abbau von Hürden im Agrarhandel geworben. => FAO Hunger |
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03.06.2008 S. 129 dnr = 2055 |
Starkregen/ heftige Gewitter: Unwetter jetzt auch im Norden
Heftige Gewitter und Regenschauer haben seit dem Nachmittag auch den Norden Deutschlands erreicht. Im Großraum Hamburg schlugen Blitze ein und wurden Straßen überflutet. Nach heftigen Regenfällen und Sturm auf der Schwäbischen Alb waren gestern drei Frauen ums Leben gekommen. Mindestens elf Menschen wurden verletzt. Besonders stark betroffen war der Zollernalbkreis südlich von Stuttgart. Der baden-württembergische Innenminister Rech stellte finanzielle Hilfen für die Sturmschäden in Aussicht. => Naturkatastrophen |
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03.06.2008 S. 148 dnr = 2056 |
Stichwort: Schnelle Eingreiftruppe
Die schnelle Eingreiftruppe "Quick Reaction Force" (QRF) in Nordafghanistan soll die dort stationierten Soldaten der Internationalen Schutztruppe ISAF absichern. Sie ist die taktische Reserve des Regionalkommandeurs. QRF-Soldaten sollen immer dann eingreifen, wenn Wiederaufbauteams in den Nordprovinzen des Landes militärisch unter Druck geraten. Der Kampfverband kann auch gegen Terroristen vorgehen und mögliche Evakuierungen absichern.Er war als Begleitschutz von Konvois und bei der Übergabe einer unter ISAF-Regie gebauten Brücke im Einsatz. Seit Frühjahr 2006 stellt Norwegen eine etwa 240 Soldaten starke Einheit im deutschen ISAF-Verantwortungsbereich im Norden des Landes. Am 1. Juli sollen sie abgelöst werden. Es ist das erste Mal, dass die Bundeswehr einen Kampfverband nach Afghanistan schickt. Schnelle Eingreiftruppen der NATO verfügen über Fahrzeuge mit leichter und schwerer Bewaffnung wie Maschinengewehre, Mörsergranaten und Raketenwerfer.Sie haben eigene Sanitäts- und Logistikeinheiten. Die deutsche Truppe hat rund 200 Soldaten. Insgesamt sind rund 3500 Bundeswehrsoldaten in Afghanistan. => Asien |
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03.06.2008 S. 149 dnr = 2057 |
Hintergrund: Der Milchpreis
Der Milchpreis beziffert die Summe, die der Bauer vom Verarbeiter für seine abgelieferte Milch bekommt. Wie hoch der ist, hängt unter anderem damit zusammen, welche Qualität seine Milch hat und wieviel Milch auf dem Markt angeboten wird. Derzeit erhalten die Bauern zwischen 28 und 35 Cent pro Liter. Sie fordern aber mindestens 43 Cent, unter anderem weil wegen der hohen Energiepreise die Produktionskosten der Landwirte stark gestiegen sind. Der Preis, den Verbraucher für einen Liter Milch im Supermarkt bezahlen, ist ungefähr doppelt so hoch wie das Entgelt, dass die Bauern für ihre Produktion erhalten. Etwa acht Cent schlagen nach Angaben des Verbandes der Milchindustrie jeweils für die Verarbeitung und die Verpackung zu Buche. Weitere Kosten entstehen zum Beispiel bei der Lagerung, Auslieferung und in der Molkerei-Verwaltung. => Nahrung |
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03.06.2008 S. 156 dnr = 2058 |
Starkregen in Kolumbien: 28 Tote nach Erdrutsch
Nach einem Erdrutsch nahe der Millionenstadt Medellin im Nordwesten Kolumbiens ist die Zahl der Toten auf 28 gestiegen. Das teilten die Behörden nach Ende der Sucharbeiten mit. Zuletzt sei die Leiche eines 14-jährigen Mädchens unter den Trümmern der insgesamt 18 zerstörten Häuser gefunden worden. Der steile Abhang, an dem die ärmlichen Häuser standen, war infolge heftiger Regenfälle aufgeweicht und in einer Geröll- und Schlammlawine ins Tal gestürzt. Wegen der Hanglange waren die Rettungsarbeiten schwierig. => Naturkatastrophen |
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03.06.2008 S. 511 dnr = 2059 |
Rasante Zerstörung des Regenwalds
Die Zerstörung des Regenwalds in Brasilien schreitet rasant voran. Wie das Nationale Institut für Weltraumforschung (INPE) mitteilte, wurden allein im April 1132 Quadratkilometer Regenwald gerodet - eine Fläche so groß wie die Stadt Rio de Janeiro. Im März waren es mit rund 148 Quadratkilomter noch wesentlich weniger gewesen. Das Institut wies zugleich darauf hin, dass möglicherweise erheblich mehr Regenwald abgeholzt wurde. Im März waren den Angaben zufolge 78 Prozent des Regenwaldes durch Wolken verdeckt, im April waren es 53 Prozent. => Bio-Vielfalt Wald |
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03.06.2008 S. 512 dnr = 2060 |
Kritik an Plänen für Saale-Kanal
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Pläne für einen Saale-Kanal in Sachsen-Anhalt erneut scharf kritisiert. Einem aktuellen Gutachten zufolge würden die Kosten einen möglichen Nutzen "bei weitem übertreffen", sagte der BUND-Vorsitzende Weiger. Die vom BUND in Auftrag gegebene Studie ist von der Martin-Luther-Universität in Halle erstellt worden. Während nach amtlicher Planung von einem Nutzenzuwachs gegenüber den Kosten um das 2,3-fache die Rede ist, komme das neue Gutachten nur auf einen Wert von 0,69. => Natur & Umwelt Wasser |
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03.06.2008 S. 537 dnr = 2061 |
Rauchen: Ausstiegshilfe von Firma
Mit einem nationalen Wettbewerb will das Hesundheitsministerium des Bundes den Nichtraucherschutz in Betrieben stärken und die Tabakentwöhnung vorantreiben. Unter dem Motto "Unser Betrieb macht rauchfrei!" begann der mit 46.750 Euro dotierte Wettbewerb am Montag in Berlin. Gesucht werden kleine und mittlere Unternehmen, die Mitarbeiter beim Ausstieg aus der Nikotinsucht unterstützen. Gerade in kleinen Firmen mangele es noch an Hilfsangeboten und Beratungen, hieß es. Mehr Informationen im Internet: www.rauchfrei-wettbewerb.de => Rauchen |
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03.06.2008 S. 542 dnr = 2062 |
Wer zahlt bei Unwetterschaden?
Unwetter mit Starkregen und Hagel-Schlag haben in den vergangenen Tagen Keller überflutet und Autos beschädigt.Doch nicht immer zahlt für diese Schäden die Versicherung. Schäden durch Überschwemmungen, Hochwasser oder Regen sind nach Angaben des Bundes der Versicherten (BdV) weder von der Hausratnoch der Wohngebäudeversicherung gedeckt. Versicherungsschutz besteht nur dann, wenn der Kunde eine Zusatzversicherung "Elementarschäden" abgeschlossen hat.Hochwasserschäden am Auto deckt in der Regel die Kasko-Versicherung. => Naturkatastrophen |
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03.06.2008 S. 703 dnr = 2063 |
Pkw-Absatz bricht im Mai ein
Nach einem deutlichen Anstieg im April sind die Neuwagenverkäufe in Deutschland im Mai wieder eingebrochen. Mit 275.300 Fahrzeugen seien 6 % weniger Wagen als im ohnehin schwachen Vorjahresmonat verkauft worden, teilte der Verband der Automobilindustrie mit. In den ersten fünf Monaten verzeichneten die Neuzulassungen mit 1,3 Millionen Fahrzeugen dennoch ein Plus von 4%.Bis Jahresende rechnet der Branchenverband mit mindestens 3,2 Millionen Pkw-Verkäufen in Deutschland. Noch im April hatten die Hersteller fast 20 % mehr verkauft als im Vorjahresmonat. => Konsum & Produktion Mobilität/Verkehr |
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03.06.2008 S. 704 dnr = 2064 |
Wirtschaft der Eurozone legt gut zu
Die Wirtschaft der Eurozone hat im 1.Quartal des Jahres offensichtlich unbeeindruckt von den Turbulenzen an den Finanzmärkten gut zugelegt. Das geht aus einer ersten Schätzung des europäischen Statistikamtes Eurostat hervor. In den ersten drei Monaten legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Quartal zuvor um 0,8 % zu.Im letzten Quartal des Jahres 2007 war das BIP um 0,3 % gewachsen. Auf Jahresbasis legte die Wirtschaft der 15 EU-Staaten mit der gemeinsamen Währung in den ersten drei Monaten um 2,2 % zu. => BIP |
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02.06.2008 S. 120 dnr = 2035 |
Milch-Lieferboykott geht weiter
Im Streit um die Milchpreise setzen die Bauern ihren Lieferboykott fort. Ein erstes Treffen zwischen Spitzenvertretern der Bauern und des Lebensmittelhandels ging am Abend in Köln zuende.Stellungnahmen wurden nicht abgegeben. Ein Vertreter des Verbandes Deutscher Milchviehhalter sagte, die Aktionen würden so lange fortgesetzt, bis der Milchpreis erhöht werde. Der Milchindustrieverband warnte vor Lieferengpässen in den kommenden Tagen. Die Bauern fordern 43 Cent/Liter Milch.Derzeit erhalten sie 27 bis 35 Cent. => Nahrung |
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02.06.2008 S. 125 dnr = 2036 |
Israel-Palästina: Steinmeier kritisiert Siedlungen
Außenminister Steinmeier hat die israelischen Pläne für einen weiteren Siedlungsausbau kritisiert. Israel gefährde damit den noch in diesem Jahr erhofften Abschluss eines neuen Abkommens im Nahost-Friedensprozess, sagte er nach einem Treffen mit Palästinenser-Präsident Abbas in Ramallah."Die Zeit wird eng", fügte er hinzu. Abbas bezeichnete die am Sonntag von Israel veröffentlichten Pläne als Haupthindernis im Friedensprozess. Er hatte nach Steinmeier Israels Ministerpräsidenten Olmert getroffen. => Nahost |
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02.06.2008 S. 126 dnr = 2037 |
Afghanistan: AA: In großer Sorge um Geisel
Die Bundesregierung ist nach Angaben des Auswärtigen Amtes (AA) "in großer Sorge" um einen im Dezember in Afghanistan entführten Deutschen. Ein AA-Sprecher bestätigte aber ausdrücklich nicht einen Bericht, wonach für den aus Bayern stammenden Schreiner offenbar keine Hoffnung mehr besteht. Der entführte Harald K. sei vermutlich erschossen worden, berichtet der "Tagesspiegel" unter Berufung auf Informationen aus dem "Umfeld der Bundesregierung". Schon seit Monaten gebe es kein Lebenszeichen von dem Mann. => Asien |
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02.06.2008 S. 127 dnr = 2038 |
Pro-Kopf-Verschuldung gestiegen
Die Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland ist im vergangenen Jahr um 39 Euro gestiegen. Das Statistische Bundesamt teilte mit, die Schulden der öffentlichen Haushalte lägen - verteilt auf jeden einzelnen Bürger - bei 18.880 Euro. Das entspreche einer Staatsverschuldung von rund 1,5 Billionen Euro. Die niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung habe Bayern mit 3012 Euro, die höchste Bremen mit knapp 22.000 Euro je Einwohner. => Armut & Reichtum |
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02.06.2008 S. 129 dnr = 2039 |
Tote bei Anschlag in Pakistan
Bei der Detonation einer Autobombe vor der dänischen Botschaft in Pakistans Hauptstadt Islamabad sind mindestens acht Menschen getötet worden. Unter den Toten sei auch ein Däne, teilte das Außenministerium in Kopenhagen mit. Die Polizei untersucht noch, ob es sich um ein Selbstmordattentat handelt. Den Behörden werden Versäumnisse vorgeworfen, da der pakistanische Geheimdienst mehrfach Hinweise erhalten hatte, dass die Botschaft nach der erneuten Veröffentlichung der Mohammed-Karrikaturen gefährdet sei. => Asien |
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02.06.2008 S. 132 dnr = 2040 |
Hohe Wasserqualität in Europa
Die Wasserqualität an europäischen Küsten und Binnengewässern ist weiter hoch. Zu diesem Urteil kommt der jährliche Badegewässer-Bericht der EU-Kommission. Von der Nordsee bis zum Mittelmeer wurden dafür Badestrände, Seen und Flüsse auf Hygiene-Standards untersucht. Allerdings schnitten die Badestrände an den deutschen Küsten im vergangenen Jahr etwas schlechter ab als noch 2006. Die saubersten Badeseen gab es demnach in Österreich. Etwas schlechtere Noten erhielt die polnische Ostseeküste. => Wasser |
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02.06.2008 S. 149 dnr = 2041 |
Stichwort: FDP-Steuermodell
Der FDP-Parteitag von München hat ein Steuerkonzept des Finanzexperten Solms verabschiedet. Das FDP-Steuermodell sieht nur noch drei Steuerstufen vor: 10, 25 und 35 Prozent. Einkommen bis 8000 Euro pro Jahr würden steuerfrei bleiben. Der Einkommensanteil zwischen 8000 und 20.000 Euro würde mit 10 Prozent versteuert, der Anteil zwischen 20.000 und 50.000 Euro mit 25 Prozent. Einkommen, das darüber hinaus ginge, würde mit 35 Prozent belastet. Bei Ehepaaren verdoppeln sich die Einkommenshöhen. Laut Solms könnte eine vierköpfige Familie einschließlich den abzugsfähigen Beiträgen zur sozialen Absicherung ein Bruttoeinkommen von 40.700 Euro haben, ohne nach dem FDP-Konzept Steuern zahlen zu müssen. Ein verheiratetes Paar ohne Kinder, bei dem ein Partner 48.000 Euro brutto verdient, müsste 2430 Euro Steuern bezahlen, nach geltendem Recht sind es laut FDP 6650 Euro. Ein doppelt verdienendes Paar ohne Kinder mit 90.500 Euro Einkommen würde 12.540 Euro Steuern bezahlen - nach geltendem Recht 21.210 Euro. => Sozialwissenschaften |
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02.06.2008 S. 511 dnr = 2042 |
EU: Gewässer nicht mehr so sauber
Die Badestrände an deutschen Meeresküsten haben bei einer EU-Untersuchung der Wasserqualität im vergangenen Jahr schlechter abgeschnitten als 2006. Nach Angaben der EU-Kommission entsprachen 5,7 % der 350 deutschen Küstenbadestrände nicht den strengen Vorschriften. Im Jahr 2006 waren es nur 1,1 %. Bei den 1589 Badestellen an deutschen Binnengewässern erreichten 4,2 % nicht den EU-Standard. Im Jahr 2006 lag der Anteil bei 4,5 %. EU-weit blieb die Qualität der Badegebiete jedoch stabil. => Wasser |
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02.06.2008 S. 512 dnr = 2043 |
Hochwasserschutz, Klimawandel: Deutschland wird neu vermessen
Die Geographie Deutschlands wird von der Küste bis zu den Alpen neu erfasst.Bis Anfang Juli sind in allen Bundesländern Messtrupps unterwegs, um 250 sogenannte geodätische Grundnetzpunkte festzulegen. Die Positionsbestimmung dieser Punkte erfolge millimetergenau mit Hilfe zweier Satellitensysteme, sagte Mirko Hölzel vom Schweriner Vermessungsamt. Die Vermessungsdaten sind von Interesse für den Hochwasserschutz und Straßenbau, aber auch für Forschungen zum Klimawandel. Die letzte Vermessung liegt bereits zwei Jahrzehnte zurück. => Hochwasser Klimawandel |
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02.06.2008 S. 513 dnr = 2044 |
Kleinster Planet entdeckt
Ein internationales Astronomenteam hat den bislang kleinsten Planeten außerhalb unseres eigenen Sonnensystems aufgespürt. Der sogenannte Exoplanet hat nur dreimal so viel Masse wie die Erde und umkreist eine Mini-Sonne im Sternbild Schütze, wie Forscher auf der Tagung der Amerikanischen Astronomengesellschaft in St.Louis mitteilten. Der rund 3000 Lichtjahre entfernte Planet bestehe vermutlich vor allem aus Eis und Gestein und könne einer Theorie zufolge komplett von einem tiefen Ozean bedeckt sein. Konkrete Hinweise auf Wasser gebe es jedoch nicht. => Natur & Umwelt |
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02.06.2008 S. 701 dnr = 2045 |
Mai teuerster Monat bei Benzin
Nie zuvor mussten die deutschen Autofahrer laut ADAC für einen Liter Sprit so tief in die Tasche greifen wie im Mai dieses Jahres. Die beiden monatlichen Mittelwerte für Superbenzin und Diesel hätten alle bisherigen bei weitem übertroffen, teilte der ADAC unter Berufung auf eine eigene bundesweite Auswertung an freien und Markentankstellen mit. Demnach kostete der Liter Super im Schnitt 1,483 Euro. Das waren 5,7 Cent mehr als im bisherigen Rekordmonat April. Der Diesel-Preis lag bei 1,452 Euro, ein Preisanstieg von 10,6 Cent. => Energie/ Ressourcen |
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02.06.2008 S. 702 dnr = 2046 |
Europa: Lebensmittelpreise steigen
Die Lebensmittelpreise sind in diesem Frühjahr in Europa so stark gestiegen wie noch nie seit Beginn der EU-Erhebungen im Jahr 1996. Im Durchschnitt aller EU-Staaten bezahlten die Bürger im April für ihre Lebensmittel 7,1 % mehr als vor einem Jahr, wie das EU-Statistikamt Eurostat mitteilte. Verbraucher in Deutschland, die 6,4 Prozent mehr ausgeben mussten, traf es dabei noch verhältnismäßig gering. So stiegen die Preise in sieben anderen EU-Staaten sogar um einen zweistelligen Prozentsatz. In Bulgarien stiegen die Preise in einem Jahr um über 25 %. => Nahrung |
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02.06.2008 S. 704 dnr = 2047 |
IWF hebt Wachstumsprognose an
Der Internationale Währungsfonds IWF bewertet die Aussichten für die Wirtschaft in der Eurozone wieder etwas positiver. Die Wirtschaft der 15 Staaten wächst in diesem Jahr voraussichtlich um rund 1,8 %, wie der IWF mitteilte.Noch vor wenigen Wochen war der Fonds wegen der Folgen der internationalen Finanzkrise lediglich von einem Wachstum um 1,4 % ausgegangen. Allerdings würden steigende Kosten für Lebensmittel und Energie die Wirtschaft auch in den kommenden Monaten weiter belasten. Für 2009 rechnet der IWF nicht mit einer Verbesserung der Lage. => BIP |
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02.06.2008 S. 708 dnr = 2048 |
Bosch übernimmt Solarfirma Ersol
Der weltgrößte Autozulieferer und Elektrokonzern Bosch will mit der Übernahme des Solarzellen-Herstellers Ersol sein Geschäft mit erneuerbaren Energien ausbauen: Die Stuttgarter haben sich mehr als 50 % an Ersol gesichert und den übrigen Aktionären ein Kaufangebot unterbreitet. Für 546 Mio.Euro erwarb Bosch einen Anteil von 50,45 % am Thüringer Unternehmen vom Investmentfonds Ventizz. Die Offerte liegt 68 % über dem Durchschnittspreis. Bosch ist bereits mit zahlreichen Systemen zur Nutzung erneuerbarer Energien auf dem Markt. => Erneuerbare Energien |
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02.06.2008 S. 709 dnr = 2049 |
Paris macht Discounter den Weg frei
Discounter wie Aldi und Lidl werden es in Frankreich künftig leichter haben: Die Regierung in Paris und die konservative Mehrheit im Parlament einigten sich am Montag auf einen Kompromiss, der das Genehmigungsverfahren für Supermärkte vereinfacht. Ein aufwendigeres Genehmigungsverfahren ist nun erst bei einer Fläche von 1000 statt schon bei 300 Quadratmetern nötig. Das teilten die UMP von Präsident Sarkozy mit. Allerdings sollen Klauseln dafür sorgen, dass Bürgermeister Einfluss aufs Verfahren haben. So kann die Wettbewerbsaufsicht zum Prüfen gerufen werden => Konsum & Produktion |
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01.06.2008 S. 122 dnr = 2019 |
Hisbollah übergibt tote Soldaten
Die radikal-islamische Hisbollah hat im Gegenzug für die Freilassung eines libanesischen Spions die sterblichen Überreste mehrerer israelischer Soldaten übergeben. Die Übergabe an das Internationale Rote Kreuz erfolgte kurz nach der Ankunft des Spions Nasser. Sie ist möglicherweise ein erster Schritt eines größeren Gefangenenaustauschs unter deutscher Vermittlung. Eine Rot-Kreuz-Sprecherin bestätigte, man habe die Überreste an Israel übermittelt. => Nahost |
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01.06.2008 S. 124 dnr = 2020 |
Israel baut mehr in Ostjerusalem
Israel will in Ostjerusalem hunderte neue Häuser bauen. Ein Sprecher des Wohnungsbauministeriums erklärte, 763 Einheiten sollten in Pisgat Sejev entstehen, weitere 121 in Har Homa. Beides sind große jüdische Stadtteile in Ostjerusalem, das die Palästinenser als Hauptstadt für ihren künftigen Staat beanspruchen. Israel und die Palästinenser verhandeln derzeit über die Zukunft von Ostjerusalem. Die Palästinenser beklagen, dass die Bautätigkeit die Gespräche untergraben. => Nahost |
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01.06.2008 S. 127 dnr = 2021 |
Verhandlungen über Milchpreise
Nach fast einer Woche Streik haben sich Milchbauern und Molkereiwirtschaft erstmals wieder an einen Tisch gesetzt.An dem Gespräch nimmt Bauernverbandspräsident Sonnleitner teil. Noch wird der Lieferstopp fortgesetzt.Mehr als 70 % der Milch kommen nach Angaben der Bauern nicht bei den Molkereien an. Ihr Verband will eine Neuverhandlung der Preisabschlüsse zwischen Molkereien und Einzelhandel erreichen. Agrarminister Seehofer unterstützte in der "Welt am Sonntag" die Forderung der Milchbauern nach 40 Cent pro Liter. => Nahrung |
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01.06.2008 S. 129 dnr = 2022 |
Schweiz: SVP-Antrag abgelehnt
Die Schweizer haben eine Verschärfung der Einbürgerungsgesetze mit deutlicher Mehrheit abgelehnt. 64 Prozent stimmten mit Nein. Der Antrag auf Verschärfung des Verfahrens war von der nationalkonservativen Schweizerische Volkspartei (SVP) eingebracht worden.Sie wollte erreichen,dass die Einbürgerung von Ausländern künftig nicht durch einen Verwaltungsakt, sondern in den Gemeinden durch eine Volksabstimmung gebilligt werden sollte. Regierung und Parlament hatten die Initiative als diskriminierend abgelehnt. => Migration |
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01.06.2008 S. 131 dnr = 2023 |
Australier ziehen aus Irak ab
Australien hat rund 500 Soldaten aus dem Irak abgezogen. Die Truppe habe ihren Stützpunkt im Süden des Landes verlassen, teilte ein Sprecher des britischen Militärs mit. Damit erfüllt der seit November amtierende australische Ministerpräsident Rudd sein Wahlversprechen, die Soldaten bis zum Jahresende nach Hause zu holen.Umfragen zufolge sind 80 Prozent der Australier gegen den Krieg im Irak. Australien war eines der ersten Länder, die den USA militärische Unterstützung zu Beginn des Irak-Kriegs zusagten. => Irak |
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01.06.2008 S. 132 dnr = 2024 |
China: Flutgefahr gebannt?
Die Gefahr einer Überflutung im chinesischen Erdbebengebiet ist vorerst offenbar gebannt. Hunderte chinesische Soldaten stellten einen Abflusskanal für den durch das Beben im Mai entstandenen Stausee in Tangjiashan fertig, wie die Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Nun soll das durch Erdrutsche angestaute Wasser des Flusses Fu abfließen. Aus Angst vor Überflutungen hatten die Behörden in den vergangenen Tagen fast 200.000 Menschen in Sicherheit gebracht. => Erdbeben Hochwasser |
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01.06.2008 S. 157 dnr = 2025 |
Berlin: 200.000 Radler unterwegs
Mehr als 200.000 Radler haben nach Angaben des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs am Vormittag an der 32.Sternfahrt zum freiwilligen autofreien in Berlin teilgenommen. An 80 Startpunkten in Berlin und Brandenburg machten sich die Pedaleure auf dem Weg zum Brandenburger Tor, wo ein Umweltfestival ausgetragen wurden. Insgesamt gab es 17 Routen, die Radler durften auch zwei Autobahnabschnitte befahren. Die A 115, die bekannte Avus, und die A 104 waren ab Mittag gesperrt. Autofahrer hatten es also schwerer. Laut Polizei gab es aber keine größeren Staus => Mobilität/Verkehr |
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01.06.2008 S. 511 dnr = 2026 |
Umweltverschutzung: China: Keine kostenlosen Tüten mehr
Geschäfte in China dürfen ihren Kunden keine kostenlosen Plastiktüten mehr geben. Um die Umweltverschmutzung und den Energieverbrauch zu verringern, will die Regierung in Peking das Milliardenvolk dazu bringen, eigene Taschen mitzubringen oder Tüten wiederzuverwerten. Alte Gewohnheiten sollen "revolutioniert" werden, hieß es. Beim Einkauf müsse künftig zwischen 0,2 Yuan (1,9 Cents) für kleine Plastiktüten und 10 Yuan (93 Cents) für Stoffbeutel ausgegeben werden. Pro Tag verbrauchten zwei Chinesen jeweils eine Plastiktüte, so die nationale Entwicklungskommission. => Müll/Recycling |
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01.06.2008 S. 512 dnr = 2027 |
Greenpeace fordert Blauwalschutz
Die Umweltorganisation Greenpeace hat bei einer bundesweiten Aktion in rund 30 Städten die Einrichtung eines Walschutzgebietes im Südatlantik gefordert. "Wale brauchen Schutzgebiete", sagte Greenpeacesprecher Maack. "Die dänische Regierung blockiert aber seit Jahren die Einrichtung eines Schutzgebietes im Südatlantik und schiebt dafür ein Bevölkerungsinteresse vor." Bis 2001 habe Dänemark zu den Walfang-Gegnern gezählt. Mit dem damaligen Regierungswechsel habe sich die dänische Position in der Internationalen Walfangkommission aber geändert. => Bio-Vielfalt |
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01.06.2008 S. 513 dnr = 2028 |
Ölverseuchte Gewässer: Tuch aus Nanofasern wischt Öl auf
Ölverseuchte Gewässer könnten künftig mit Hilfe einer papierähnlichen Membran gereinigt werden. Das entsprechende Material hat ein Forscherteam des Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelt. Die Wissenschaftler formten Matten aus Nanofasern, die gleichzeitig Öl anziehen und Wasser abstoßen. Die Membranen sehen äußerlich wie Papier aus, können aber das bis zu 20fache ihres Eigengewichts an Öl aufnehmen. Beim Kontakt mit Wasser bleibt das Material dagegen trocken. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher im Fachjournal "Nature Nanotechnology". => Öltanker/Ölpest Wasser |
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01.06.2008 S. 516 dnr = 2029 |
Protest gegen Überfischung: Fischer rammen Greenpeace-Schiff
Türkische Fischer haben mit ihrem Boot ein Greenpeace-Schiff gerammt, das im Mittelmeer gegen Überfischung protestiert. Wie ein Sprecher der Umweltorganisation mitteilte, wurde die "Arctic Sunrise" von mehreren Fischerbooten umzingelt und mit hoher Geschwindigkeit gerammt. Die Besatzung rief die türkische Küstenwache in Iskenderun zu Hilfe Die "Arctic Sunrise" ist zwischen der Türkei und Zypern unterwegs, um auf die nach ihren Angaben zu extensive Fischerei in einem Kanal aufmerksam zu machen, der als wichtiges Laichgebiet des Blauflossentuns gilt. => Bio-Vielfalt Nahrung |
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01.06.2008 S. 518 dnr = 2030 |
LOHAS/ Fairer Handel: Jeder Dritte ist ein "Neuer Öko"
Immer mehr Menschen interessieren sich in Deutschland für fair gehandelte oder ökologisch hergestellte Produkte. Das geht aus einer Studie hervor, die die ACNielsen GmbH in Frankfurt vorgestellt hat. Danach wächst die Gruppe der sogenannten LOHAS zunehmend. Marketing-Fachleute verstehen darunter Verbraucher, die einerseits Wert auf Qualität und Marken legen, andererseits aber nachhaltige und frische Produkte aus dem Einzelhandel kaufen (LOHAS = "Lifestyle of Health and Sustainability"). Inszwischen könne man jeden dritten Verbraucher zu den "Neuen Ökos" zählen. => Fairer Handel Nachhaltigkeit |
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01.06.2008 S. 531 dnr = 2031 |
Drogenbauftragte: Rauchverbot wirkt
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, hat eine positive Bilanz der Rauchverbote gezogen. 15 Prozent der Raucher hätten die Nichtraucherschutzgesetzte zum Anlass genommen, den Tabakkonsum aufzugeben. 75 Prozent der Bürger begrüßten die Regelung. Die SPD-Politikerin riet den Bundesländern im Radioprorgramm MDR Info davon ab, weitere Ausnahmereglungen zu beschließen. Auch wenn das Verbot noch nicht in allen Bundesländern gelte, sei die bisherige Bilanz durchaus positiv, sagte Bätzing am Weltnichtrauchertag. => Rauchen |
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01.06.2008 S. 532 dnr = 2032 |
Rheuma wird oft zu spät erkannt
Rheuma-Erkrankungen werden offenbar oft zu spät entdeckt und behandelt. "Beim echten Gelenkrheuma vergeht in der Regel noch immer mindestens ein Jahr, bis es erkannt wird", so der Chef der Rheumatologie an der Uniklinik Jena, Hein. "Das Problem ist, dass die Patienten, die Beschwerden haben, nicht rasch genug zu einem Fachmann kommen." Denn es gebe in Deutschland einfach zu wenige Experten für die Volkskrankheit Rheuma, an der etwa 9 Millionen Menschen leiden. Bei der Tagung in Jena haben 100 Experten über Fortschritte bei Diagnose und Therapie von Rheuma beraten. => Gesundheit |
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01.06.2008 S. 541 dnr = 2033 |
Im Bett rauchen doppelt schädlich
Müde Raucher sollten abends im Bett besser nicht rauchen. Kommt es zum Brandschaden, zahlt der Versicherer nicht oder nur anteilig. Darauf weist der Bund der Versicherten hin. Grundsätzlich ist das Rauchen im Bett zwar nicht verboten, aber die Gerichte entscheiden sehr unterschiedlich, ob Versicherer bei einem Raucherschaden zahlen müssen oder nicht. So kann eine Zigarette am Morgen durchaus in Ordnung sein, wenn die Kippe im Aschenbecher das Kopfkissen entzündet.Im Schlafzimmer auf die Zigarette zu verzichten, ist aber allemal gesünder. => Rauchen |
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01.06.2008 S. 704 dnr = 2034 |
Deutschland Top-Innovationsstandort
Deutschland ist aus Sicht international tätiger Unternehmen der innovativste Standort in Europa. Das geht nach Informationen der Zeitung "Welt" aus einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young hervor. Bei der Befragung von gut 1000 Unternehmen liegt Deutschland im weltweiten Vergleich auf Platz drei hinter den USA und China, aber vor Japan und Indien. Die Befragten trauen Deutschland allerdings nicht zu, Heimat für Unternehmen wie Google und Microsoft zu werden, die sich in kürzester Zeit als Weltmarktführer etablierten. => Konsum & Produktion |
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| erstellt: 09.09.10/zgh |
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