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| ARD-Text |
Datum:
2007-01-
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31.01.2007 S. 120 dnr = 359 |
Masri: Haftbefehle gegen CIA-Leute
Im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Verschleppung des Deutschen al Masri durch die CIA hat die Staatsanwaltschaft 13 Haftbefehle erwirkt. Den Verdächtigen werden Freiheitsberaubung und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen,so die Ermittler.Es handele sich um Crewmitglieder des Flugzeugs, das al Masri Ende 2003 von Mazedonien nach Afghanistan geflogen haben soll. Bei den in den Haftbefehlen genannten Personalien dürfte es sich um Tarnnamen von CIA-Agenten handeln.Laut "Panorama" wohnen die meisten in North Carolina. => Terrorismus |
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31.01.2007 S. 124 dnr = 360 |
Kohlekompromiss auf der Kippe?
Der von der Koalition gerade erst beschlossene Kohle-Ausstieg im Jahr 2018 steht offenbar wieder auf der Kippe. Nordrhein-Westfalens Landeschef Rüttgers besteht nach Angaben eines Regierungssprechers auf einem Kohle-Ausstieg bereits im Jahr 2014. In der SPD stieß die Ankündigung auf heftige Kritik.Wenn Rüttgers den Kompromiss ablehne, nehme er betriebsbedingte Kündigungen im Bergbau in Kauf, sagte Generalsekretär Heil. Zur Stunde beraten der Bund, das Saarland und Nordrhein-Westfalen erneut. => Fossile Energien Kohle |
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31.01.2007 S. 129 dnr = 361 |
Bauwirtschaft / Bau der A72: TI warnt vor Korruptionsnetz
Im Zusammenhang mit dem wohl größten Fall von Wirtschaftsbetrug in Sachsen hat Transparency International (TI) vor einem weit verzweigten Korruptionsnetz in Deutschland gewarnt. Über 90% aller Korruptionsfälle blieben unentdeckt, wodurch der Bauwirtschaft jährlich fünf Mrd. Euro Schaden entstünden, sagte TI-Sprecher von Blomberg der "Leipziger Volkszeitung". Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ein kriminelles Netzwerk, das 27 Mio.Euro beim Bau der Autobahn 72 aus öffentlichen Kassen abgezweigt haben soll => Transparency |
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31.01.2007 S. 130 dnr = 362 |
Chavez erhält Sondervollmachten
Venezuelas Präsident Chavez hat vom Parlament Sondervollmachten erhalten, um in den kommenden 18 Monaten den Sozialismus als Staatsform zu verankern. Das Votum galt als Formsache, da in der Nationalversammlung wegen des Oppositionsboykotts der Wahlen Ende 2005 nur Chavez nahestehende Politiker sitzen. Chavez wird mit dem Beschluss zum uneingeschränkten Gesetzgeber in nahezu allen Bereichen - vom öffentlichen Dienst über den Wirtschafts- und Sozialsektor bis hin zur inneren Sicherheit und zur Landesverteidigung. => Konflikte |
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31.01.2007 S. 131 dnr = 363 |
Mgw. Entführung/Exekution/Erpressung: Terror-Razzia in Birmingham
Durch einen massiven Polizeieinsatz ist in Großbritannien möglicherweise ein Mord im Stil "irakischer Hinrichtungen" verhindert worden. Es wurden neun Männer festgenommen, die nach Angaben aus Sicherheitskreisen einen Mann entführen und "exekutieren" wollten. Laut "Evening Standard" sollte mit dem Hinrichtungs-Video Regierungschef Blair erpresst werden, die Truppen aus dem Irak abzuziehen. Als Opfer sollen die mutmaßlichen Täter einen muslimischen Soldaten der britischen Armee ausgewählt haben. => Terrorismus |
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31.01.2007 S. 132 dnr = 364 |
2-facher Polizistenmörder: Todesurteil in New York
Ein US-Bundesgericht in New York hat laut "New York Times" erstmals seit fünf Jahrzehnten wieder ein Todesurteil verhängt. Demnach soll ein zweifacher Polizistenmörder durch die Giftspritze sterben.Der 24-jährige war für schuldig befunden worden, zwei Detektive im März 2003 durch Kopfschüsse getötet zu haben. Die Jury lastete ihm an, vorsätzlich gehandelt und keine Reue gezeigt zu haben. Das letzte Todesurteil in New York war 1954 gegen einen Bankräuber ausgesprochen worden. => Menschenrechte |
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31.01.2007 S. 133 dnr = 365 |
Pamuk sagt Deutschland-Reise ab
Der türkische Literatur-Nobelpreisträger Pamuk hat seine Deutschland-Reise kurzfristig abgesagt. Das bestätigte sein deutscher Verlag. Der "Kölner Stadt-Anzeiger" hatte berichtet, Pamuk sehe sich nach dem Mord an dem Journalisten Dink gefährdet. Polizei und BKA erklärten, sie hätten keine Hinweise auf eine Gefährdung Pamuks. Von vielen Seiten kam aber Verständnis für die Entscheidung des Autors. Pamuk sollte in Berlin die Ehrendoktorwürde der Freien Universität verliehen werden. => Terrorismus |
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31.01.2007 S. 141 dnr = 366 |
Verschleppung von Al Masri: Auslieferung von CIA-Agenten
Die Staatsanwaltschaft München hat Haftbefehle gegen 13 Verdächtige wegen der Verschleppung des Deutschen Khaled al Masri erwirkt. Die Chancen, dass die mutmaßlichen CIA-Agenten sich tatsächlich in Deutschland vor Gericht verantworten müssen, sind aber gering. Zwar gibt es zwischen Deutschland und den USA ein Auslieferungsabkommen. Diese Abkommen sind aber stets mit vielen Einschränkungen versehen. So liefert kaum ein Staat eigene Staatsangehörige aus. Der Bundesrepubik etwa wäre es sogar durch das Grundgesetz verboten, einen Deutschen auszuliefern. Allerdings könnte die deutsche Justiz versuchen, der Beschuldigten habhaft zu werden, wenn sie nach Europa einreisen.Voraussetzung hierfür ist, dass die Haftbefehle international zur Fahndung ausgeschrieben sind. Zumindest die Staaten, die dem Schengen-Abkommen beigetreten sind, wären dann gehalten, die Beschuldigten bei der Einreise festzunehmen und an Deutschland zu überstellen. Kritisch könnte es für die mutmaßlichen CIA-Agenten auch werden, wenn sie sich noch in Europa aufhielten. => Terrorismus |
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31.01.2007 S. 145 dnr = 367 |
Rente mit 67
=> Bevölkerung |
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31.01.2007 S. 146 dnr = 368 |
Gesundheitsreform: Kritische Punkte der Reform
Gegen einige Punkte der Gesundheitsreform gibt es verfassungsrechtliche Bedenken. Durch die Pflicht der privaten Versicherer (PKV), einen preiswerten Basistarif anzubieten, sehen Kritiker den Vertrauensschutz der bisherigen privat Versicherten bedroht. Wegen der geringeren Beitragseinnahmen aus diesen Tarifen würden die Gesamtkosten der jeweiligen PKV nicht mehr gedeckt, so die Befürchtung. Beitragssteigerungen könnten die Folge sein, was die bisherigen PKV-Kunden bei Abschluss ihres Vertrages nicht wissen konnten. Die Bundesregierung argumentiert, der Eingriff in die Privatautonomie sei zulässig, weil die Reform einem "gemeinwohlorientierten Ziel" diene. Durch die Regelung, dass privat Versicherte beim Wechsel in eine andere Kasse ihre Alterungsrückstellungen mitnehmen können, sehen Kritiker die Eigentumsgarantie der PKV-Unternehmen gefährdet - die Rückstellungen seien dem Unternehmen zuzurechnen. Die Regierung hält dem entgegen, mit der Portabilität der Rückstellungen werde der Wettbewerb unter den PKVs gefördert. Auch dies sei ein "gemeinwohlorientiertes Ziel". Durch die Festlegung, dass der Steuerzuschuss zur Kinderversicherung auf die gesetzlichen Kassen beschränkt bleibt, sehen die Kritiker den Gleichbehandlungsgrundsatz gefährdet. Der Staat sei zum Schutz aller Kinder verpflichtet auch der in der PKV versicherten. Dem hält die Regierung in ihrer Expertise entgegen, dass der Bundeszuschuss ganz allgemein für "versicherungsfremde Leistungen" und "gesamtgesellschaftliche Aufgaben" verwendet werden solle.Diese würden von den Privaten nicht mitgetragen, deshalb hätten sie auch keinen Anspruch auf den Steuerzuschuss. => Gesundheit |
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31.01.2007 S. 157 dnr = 369 |
Orkan "Kyrill": Architekt Gerkan: Bahnhof-Schäden vermeidbar
Die Sturmschäden am Berliner Hauptbahnhof hätten nach Aussage des Architekten Meinhard von Gerkan bei richtiger Bauausführung vermieden werden können. Für die von der Fassade gestürzten Stahlträger waren ursprünglich spezielle Haltevorrichtungen geplant gewesen. Nun sei aber festgestellt worden, "dass eine Sicherungsschiene, die von uns planerisch vorgesehen worden ist, unter der Regie der Bahn weggelassen wurde", sagte Gerkan nach einer Sitzung des Bundestags-Verkehrsausschusses. Durch "Kyrill" hatte sich ein Stahlträger gelöst und war herab gestürzt. => Kyrill |
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31.01.2007 S. 163 dnr = 370 |
Vogelgrippe: Frau aus Nigeria tot
Erstmals ist ein Mensch in Westafrika an der Vogelgrippe gestorben. Eine Frau erlag in Nigeria der Krankheit. Das bestätigte die Regierung in Lagos. Die 22-Jährige aus der Hauptstadt habe sich offenbar angesteckt, als sie ein totes, infiziertes Huhn ausgeweidet habe. Tests an drei anderen Personen, darunter der Mutter der Toten, seien ergebnislos verlaufen. Nigeria ist das erste Land in Afrika, in dem im vergangenen Jahr die Vogelgrippe bei Geflügel nachgewiesen wurde. Die einzigen Vogelgrippe-Toten in Afrika gab es bisher in Ägypten. => Vogelgrippe |
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31.01.2007 S. 521 dnr = 371 |
Passivraucher mit hohem Krebsrisiko
Nichtraucher, die an ihrem Arbeitsplatz einer starken Konzentration von Zigarettenrauch ausgesetzt sind, tragen ein hohes Lungenkrebsrisiko. Das berichten Forscher vom Krebsforschungszentrum der Weltgesundheitsorganisation WHO in Lyon Demnach haben regelmäßig von "Blauem Dunst" umgebene Angestellte ein um 24 % erhöhtes Lungenkrebsrisiko. Dieses Risiko steige bei starker Belastung sogar auf das Doppelte, heißt es in dem Bericht. Es besteht eine klare Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen der Dauer der Schadstoffbelastung am Arbeitsplatz und der Entwicklung von Lungenkrebs. => Rauchen |
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31.01.2007 S. 523 dnr = 372 |
Immer mehr Schüler psychisch krank
Immer mehr Schüler in Deutschland leiden an Depressionen, Essstörungen und Verhaltensauffälligkeiten. Aber viel zu selten werden diese Probleme tatsächlich erkannt und behandelt, wie Experten auf der Tagung "Schule und Seelische Gesundheit" in Kassel beklagten. Bis zu 10 % aller Schüler in einer Klasse leide demnach unter der Aufmerksamkeitsstörung ADHS, sagte Günter Paul, Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters in Kassel.Häufig wüssten Lehrer, Eltern und Schüler nicht,wo sie Hilfe bekommen könnten => Gesundheit |
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31.01.2007 S. 524 dnr = 373 |
Immer mehr Parkinson-Kranke
Wissenschaftler warnen vor einer rapiden Zunahme von Parkinson-Erkrankungen.Bis 2030 sei mit einer Verdopplung der Erkrankungen in den 15 bevölkerungsreichsten Ländern zu rechnen. Das belegt eine Studie, die im US-Fachblattt "Neurology" veröffentlicht wurde. Die Forscher von der Universität Rochester im US-Bundesstaat New York warnten vor allem vor einer starken Zunahme in den wirtschaftlich schnell wachsenden asiatischen Boomstaaten. Die Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Parkinson-Kranken von derzeit 4,1 auf 8,7 Millionen steigen wird. => Gesundheit |
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31.01.2007 S. 525 dnr = 374 |
Vogelgrippe ist wieder in Europa
Die Vogelgrippe ist nach Europa zurückgekehrt: Das auch für Menschen gefährliche Virus H5N1 ist in Ungarn europaweit zum ersten Mal in diesem Winter gefunden worden. Das EU-Referenzlabor nahe London habe einen entsprechenden Verdacht auf einem ungarischen Geflügelhof bestätigt, so die EU-Kommission. In dem Betrieb im Südosten Ungarns waren 90 Tiere an dem Virus gestorben, 3265 weitere Tiere wurden vorsorglich getötet.Laut EU-Kommission handelt sich um den ersten H5N1-Nachweis in der EU seit dem Fund eines infizierten Schwans im Dresdener Zoo im August 2006. => Vogelgrippe |
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31.01.2007 S. 531 dnr = 375 |
Kein Beweis für Krebs durch Handys
Eine große Studie mit Krebspatienten hat keinen Beweis für die Entstehung von Hirntumoren durch die Benutzung von Mobiltelefonen gefunden. Beim Vergleich von 1522 Hirntumorpatienten und 3301 Gesunden habe sich kein erhöhtes Krebsrisiko durch das Telefonieren mit dem Handy gezeigt, schreiben Forscher von der finnischen Strahlenschutzbehörde im einer Fachzeitschrift. Ob ein mögliches Langzeitrisiko in demjenigen Hirnbereich, der beim Telefonieren am stärksten der Strahlung ausgesetzt sei bestehe, müsse jedoch weiter sondiert werden, so die Forscher. => Gesundheit |
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31.01.2007 S. 532 dnr = 376 |
Klimaforscher: Folgen des Klimawandles für Sydney
Der australischen Metropole Sydney droht mit dem Klimawandel nach Ansicht von Experten eine dramatische Entwicklung mit einem Anstieg der Zahl der Hitzetoten, vermehrten Buschfeuern und von Riesenwellen abgetragenen Stränden. Die Durchschnittstemperatur in der Stadt wird nach der Prognose einer Regierungsstudie bis 2070 um 4,8 ?C ansteigen und damit deutlich stärker als die von der UNO angenommenen 3,0 ?C Erwärmung weltweit. Damit einher gehe ein Rückgang der durchschnittlichen Niederschlagsmengen um 40 % und ein Anstieg des Meeresspiegels um 20 cm. => Klimawandel |
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31.01.2007 S. 533 dnr = 377 |
Fische profitiren von Freunden
Vertrauen in Freunde kann auch Fischen Vorteile bringen: Schwedische Forscher haben be-obachtet, dass Elritzen mehr Nahrung finden, wenn sie geschickte Artgenossen bei der Suche nachahmen.Ihr Mitschwimmen im Schwarm kann sich aber auch ungünstig auswirken - und zwar dann, wenn sie die Umgebung besser kennen als die anderen Fische. Trotzdem profitieren die Elritzen insgesamt von den Informationen ihrer Artgenossen, da sie sich allein nicht immer ausreichend schnell plötzlichen Umweltveränderungen anpassen können, hieß es im Fachmagazin "Ethology". => Bio-Vielfalt |
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31.01.2007 S. 534 dnr = 378 |
Verbände fordern CO2-Grenzwerte für Autos
Naturschutzverbände haben an die EU-Kommission apelliert, im Streit um die Grenzwerte für den Kohlendioxid-Ausstoß von Autos nicht nachzugeben. "Wenn ich weiß, dass hinter der nächsten Kurve eine lebensbedrohliche Gefahr wartet, bremse ich mein Auto ab. Es gibt keinen Grund, dies beim Klimawandel anders zu machen", so NABU-Chef Miller. Der BUND forderte die Kommission auf, Drohungen deutscher Automanager nicht nachzugeben. Deren Argument, gesetzliche Obergrenzen beim Spritverbrauch von Pkw würden tausende Arbeitsplätze kosten, sei ein "Griff in die Mottenkiste" => Klimawandel Treibhausgase |
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31.01.2007 S. 535 dnr = 379 |
Studie: Biogas ersetzt Erdgas
Biogas könnte offenbar russische Erdgasimporte in die EU komplett ersetzen und die Klimaschutzziele in erreichbare Nähe bringen. Laut ZDF-Magazin "Frontal 21" ließe sich mit Biogas der gesamte derzeitige Erdgasverbrauch in Europa bis 2020 decken. Das Magazin berief sich auf eine unveröffentlichte Studie der Uni Leipzig und des Öko-Instituts. Demnach könnten entlang Europas Erdgas-Pipelines Pflanzen zur Energiegewinnung angebaut werden. Das daraus gewonnene Biogas könnte dann in das Gasnetz eingespeist werden. Die notwendigen Flächen stünden zur Verfügung. => Biomasse Erdgas |
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31.01.2007 S. 547 dnr = 380 |
Bundesverband der Verbraucherzentralen kritisiert Kreditvergabe
Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hat führende Anbieter von Verbraucherkrediten scharf kritisiert. Bei Konsumentenkrediten würden Kunden systematisch zum Abschluss teurer Kreditausfallversicherungen gedrängt. "Die Kopplung von Ratenkrediten und Restschuldversicherungen ist eine neue Form des Kreditwuchers", sagte die Verbandschefin Edda Müller. Sie forderte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht auf, dem Einhalt zu gebieten. Der Verband legte eine Dokumentation mit 200 eidesstaatlichen Erklärungen von Bankkunden vor. => Konsum & Produktion |
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30.01.2007 S. 121 dnr = 339 |
EU-Kommissar für Rauchverbot
EU-Gesundheitskommissar Kyprianou hat sich für ein europaweites Rauchverbot in öffentlichen Räumen ausgesprochen. Jährlich gebe es EU-weit 79.000 Tote durch die Folgen des Rauchens, sagte er bei der Vorstellung eines Grünbuchs zum Nichtraucherschutz. Bis 2008 sollen nun entsprechende Regelungen geprüft werden Kyprianou verwies auf eine Umfrage der EU-Kommission, wonach sich mehr als 80% der Bürger für ein Rauchverbot in öffentlichen geschlossenen Räumen aussprachen und auf positive Erfahrungen in Ländern mit bestehenden Verboten. => Rauchen |
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30.01.2007 S. 122 dnr = 340 |
CO2-Reduktion: Merkel gegen EU-Abgaspläne
Im Streit um neue EU-Abgasvorschriften für die Autoindustrie hat Kanzlerin Merkel die EU-Kommission kritisiert. Die Bundesregierung werde Pläne für eine generelle Senkung des CO2-Ausstoßes auf 120 g/km verhindern, sagte Merkel.Sie bedauere, dass die Autobauer ihrer Selbstverpflichtung nicht nachgekommen seien. Daraus könne aber "unmöglich eine generelle Verpflichtung folgen". Umweltminister Gabriel unterstützte dagegen erneut die EU-Pläne. Sie beinhalteten lediglich das, was die Industrie ohnehin versprochen habe. => Klimawandel Mobilität/Verkehr Treibhausgase |
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30.01.2007 S. 124 dnr = 341 |
Kohlegipfel zu Ausstiegs-Details
Nach dem Kompromiss zum Aus für die Steinkohle bahnt sich nun ein Streit um die Folgekosten des Bergbaus an. Grünen-Chefin Künast kritisierte, es sei unklar, wer die Kosten für steigende Wasserpegel und absackende Häuser in Milliardenhöhe bezahle. Laut Union wird sich der Bund nicht daran beteiligen. Der Koalitionsausschuss hatte beschlossen, dass der Steinkohlebergbau 2018 beendet wird. Dieser Beschluss wird 2012 noch einmal überprüft werden. Morgen soll ein weiterer Kohlegipfel die Details des Ausstiegs klären. => Fossile Energien Kohle |
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30.01.2007 S. 126 dnr = 342 |
Anschläge auf Pilger im Irak
Bei Anschlägen auf Pilger im Irak sind während des schiitischen Aschura-Festes mehr als 40 Menschen getötet worden. Elf schiitische Pilger kamen in der Stadt Chanakin nahe der iranischen Grenze ums Leben, als eine in einem Mülleimer versteckte Bombe explodierte. Eine Stunde später riss ein Selbstmordattentäter vor einer Moschee etwa 150 Kilometer nordöstlich von Bagdad 23 Menschen in den Tod. Bei einem weiteren Anschlag in einer Moschee gab es drei Tote. In Bagdad erschossen Unbekannte vier schiitische Gläubige. => Irak |
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30.01.2007 S. 127 dnr = 343 |
Gaza: Toter trotz Waffenruhe
Eine nach tagelangen heftigen Kämpfen zwischen Fatah und Hamas vereinbarte Waffenruhe für den Gaza-Streifen ist weitgehend eingehalten worden. In Chan Junis im südlichen Gaza-Streifen wurde allerdings ein Hamas-Aktivist erschossen. Die Vereinbarung zwischen Hamas und Fatah sehe unter anderem den Rückzug aller Kämpfer von den Straßen sowie die Freilassung aller Geiseln vor, so Außenminister al Sahar. Bei den Kämpfen waren in den vergangenen Tagen mehr als 30 Menschen getötet worden. => Nahost |
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30.01.2007 S. 130 dnr = 344 |
EU: E.ON schuld an Stromausfall
Der deutsche Energiekonzern E.ON trägt nach einem EU-Bericht die Hauptschuld an einem Stromausfall in Westeuropa im vergangenen November. Die EU-Kommission wirft dem Konzern gravierende Sicherheitsmängel vor. Die Investitionen in Zuverlässigkeit und Netzbetrieb seien "unzureichend". Der Bericht kritisiert auch die Informationspolitik von E.ON scharf. Zu dem Ausfall war es gekommen, nachdem im Emsland eine Hochspannungsleitung abgeschaltet worden war. Mehrere Millionen Menschen waren betroffen. => Strom |
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30.01.2007 S. 131 dnr = 345 |
Versöhnungskonferenz für Somalia
Zum Abschluss des Gipfeltreffens der Afrikanischen Union (AU) hat der somalische Präsident Jussef eine nationale Versöhnungskonferenz angekündigt. Diese könne bereits "in zwei oder drei Wochen" stattfinden, sagte EU-Entwicklungskommissar Michel nach einem Treffen mit Jussef in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Damit seien aus seiner Sicht alle Voraussetzungen erfüllt, damit die EU 15 Mio.Euro für den Einsatz von AU-Truppen bereitstellt. Die AU will 8000 Soldaten nach Somalia entsenden. => Afrika |
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30.01.2007 S. 147 dnr = 346 |
Kombi- und Mindestlohn
Unter dem Begriff Mindestlohn versteht man einen Lohn, der durch Gesetz oder Verordnung vorgeschrieben ist. Im Baugewerbe gibt es bereits einen Mindestlohn, der durch das Arbeitnehmerentsendegesetz geregelt ist. Er beträgt im Westen 10,30 Euro, im Osten 8,90 Euro. Viele Gewerkschafter fordern einen branchenübergreifenden Mindestlohn von 7,50 Euro pro Stunde. Die SPD favorisiert ein Drei-Stufen-Konzept: Den Vorrang haben tarifliche Lösungen, im zweiten Schritt soll das Entsendegesetz auf Branchen wie Zeitarbeit und Postdienstleistungen ausgeweitet werden. Wirkt das nicht, sollen gesetzliche Mindestlöhne greifen. Die Union favorisiert dagegen Kombilöhne: Der Staat gibt Zuschüsse, um Niedriglohnjobs attraktiv zu machen. Solche Modelle gibt es bereits in gewissem Maß. So erhalten Firmen bis zu 50 Prozent Zuschuss, wenn sie "förderungsbedürftige Arbeitnehmer einstellen In Deutschland arbeiten laut Institut für Arbeitsmarktforschung 3,3 Millionen Menschen für einen Niedriglohn. Das ist jeder sechste Vollzeitbeschäftigte. Als Grenze wurde ein Verdienst von 1.630 Euro brutto zu Grunde gelegt. Die niedrigsten Löhne gibt es im Dienstleistungsgewerbe, vor allem für Wachdienste, Floristen, Zimmermädchen und Gastronomie-Mitarbeiter. In 20 von 27 EU-Staaten gibt es gesetzliche Mindestlöhne. In Frankreich sind es 8,27 Euro, in den Niederlanden 8,13 Euro und in Großbritannien 7,96 Euro. => Armut & Reichtum Sozialwissenschaften |
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30.01.2007 S. 156 dnr = 347 |
Jedes 5.Auto hat erhebliche Mängel
Rund 8,3 Millionen Autos waren im vergangenen Jahr mit erheblichen Mängeln unterwegs. Das ist fast jedes fünfte in Deutschland zugelassene Fahrzeug, wie aus dem "TÜV-Report 2007" hervorgeht.Bei 18,2 Prozent der rund sieben Millionen Hauptuntersuchungen wurden derart schwere Mängel festgestellt, dass die Wagen erst in die Werkstatt mussten, bevor sie eine Plakette erhielten. Da es sich häufig um Defekte an Beleuchtung, Fahrwerk und Bremsen gehandet habe, bedeute dies ein hohes Sicherheitsrisiko auf deutschen Straßen, sagte TÜV-Chef Klaus Brüggemann. => Mobilität/Verkehr |
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30.01.2007 S. 158 dnr = 348 |
Paris stellt 20.000 Fahrräder
Paris, Stadt der Liebe, soll nun auch zur Stadt der Fahrradfahrer werden. Das Rathaus stellt Einwohnern und Touristen dafür mehr 20.000 Räder zur freien Verfügung. Der prestigeträchtige Auftrag, der auch die Einrichtung von 1.451 Rad-Bahnhöfen umfasst, wurde an das französische Unternehmen JC Decaux vergeben. Einen kostenlosen Zweiradservice gibt es bereits in mehreren europäischen Städten wie Amsterdam, auch in Lyon und Rennes freuen sich die Menschen über das Angebot. JC Secaux will zunächst 14.100 Räder bereitstellen, bis Ende des Jahres sollen es 20.600 Stück sein. => Klimawandel Mobilität/Verkehr |
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30.01.2007 S. 160 dnr = 349 |
Erziehung zum Märtyrertum im Iran: "Heiliger Krieg" in Schulbüchern
Iranische Kinder werden einer Studie zufolge im Schulunterricht gezielt zum Märtyrertum angehalten. In zahlreichen Schulbüchern fänden sich Aufrufe zum "Heiligen Krieg", warnte der Politologe Arnon Groiss vor EU-Parlamentariern in Brüssel. Groiss hat im Auftrag eines israelisch-französischen Instituts 115 Lehrbücher untersucht. Darin würden etwa Bilder von bewaffneten Jugendlichen in Heldenpose gezeigt, so der Forscher. Schon 13-Jährige würden zum Kampf ermutigt. Der Westen erscheine in den Büchern als Urheber von Unterdrückung und Armut in der Welt. => Iran Terrorismus |
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30.01.2007 S. 165 dnr = 350 |
Misereor-Aktion zu Bildungsnotstand
Das katholische Hilfswerk Misereor rückt bei seiner Spendenkampagne "Fastenaktion 2007" die Bildungsmisere in den armen Ländern in den Blick. Unter dem Motto "Entdecke, was zählt" will das Hilfswerk die Bedeutung von Bildung und Ausbildung unterstreichen. Bundesweit wird die Spendensammlung am 25.Februar bei einem Gottesdienst im Paderborner Dom eröffnet. Sie endet an Ostern. Nach Angaben von Misereor wird die Zahl der Analphabeten weltweit auf rund 780 Mio. geschätzt. Zwei Drittel davon seien Frauen. Rund 100 Mio.Kinder könnten keine Schule besuchen. => Eine-Welt |
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30.01.2007 S. 521 dnr = 351 |
Immer mehr Parkinson-Kranke
Wissenschaftler warnen vor einer rapiden Zunahme von Parkinson-Erkrankungen.Bis 2030 sei mit einer Verdopplung der Erkrankungen in den 15 bevölkerungsreichsten Ländern zu rechnen. Das belegt eine Studie, die im US-Fachblattt "Neurology" veröffentlicht wurde. Die Forscher von der Universität Rochester im US-Bundesstaat New York warnten vor allem vor einer starken Zunahme in den wirtschaftlich schnell wachsenden asiatischen Boomstaaten. Die Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Parkinson-Kranken von derzeit 4,1 auf 8,7 Millionen steigen wird. => Gesundheit |
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30.01.2007 S. 523 dnr = 352 |
RKI befürchtet Norovirus-Epidemie
Der Magen-Darm-Erreger Norovirus wird in den kommenden Wochen vermutlich mehr Deutsche befallen als je zuvor. "In diesem Winter werden wir aller Voraussicht nach einen neuen Rekordstand an Norovirus-Infektionen verzeichnen", sagte der Präsident des Berliner Robert-Koch-Instituts (RKI), Reinhard Kurth, dem Magazin "Focus". Er rechne mit bis zu einer Million Erkrankten. Das Magen-Darm-Virus zeichnet sich nach RKI-Angaben durch abrupt einsetzendes Erbrechen und schweren Durchfall aus.Die Symptome klingen aber normalerweise nach 72 Stunden ab. => Gesundheit |
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30.01.2007 S. 531 dnr = 353 |
CO2-Reduktion bei Autos: Verbände fordern CO2-Grenzwerte
Naturschutzverbände haben an die EU-Kommission apelliert, im Streit um die Grenzwerte für den Kohlendioxid-Ausstoß von Autos nicht nachzugeben. "Wenn ich weiß, dass hinter der nächsten Kurve eine lebensbedrohliche Gefahr wartet, bremse ich mein Auto ab. Es gibt keinen Grund, dies beim Klimawandel anders zu machen", so NABU-Chef Miller. Der BUND forderte die Kommission auf, Drohungen deutscher Automanager nicht nachzugeben. Deren Argument, gesetzliche Obergrenzen beim Spritverbrauch von Pkw würden tausende Arbeitsplätze kosten, sei ein "Griff in die Mottenkiste" => Klimawandel Mobilität/Verkehr Treibhausgase |
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30.01.2007 S. 532 dnr = 354 |
Studie der Uni Leipzig/ Ökoinstitut: Biogas ersetzt Erdgas
Biogas könnte offenbar russische Erdgasimporte in die EU komplett ersetzen und die Klimaschutzziele in erreichbare Nähe bringen. Laut ZDF-Magazin "Frontal 21" ließe sich mit Biogas der gesamte derzeitige Erdgasverbrauch in Europa bis 2020 decken. Das Magazin berief sich auf eine unveröffentlichte Studie der Uni Leipzig und des Öko-Instituts. Demnach könnten entlang Europas Erdgas-Pipelines Pflanzen zur Energiegewinnung angebaut werden. Das daraus gewonnene Biogas könnte dann in das Gasnetz eingespeist werden. Die notwendigen Flächen stünden zur Verfügung. => Biomasse Erdgas Klimawandel Treibhausgase |
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30.01.2007 S. 535 dnr = 355 |
USA: Jagd auf Wölfe wieder erlaubt
Die US-Behörden haben Wölfe in drei Bundesstaaten von der Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere gestrichen.Damit ist in den USA erstmals seit Jahrzehnten die Jagd auf Wölfe wieder erlaubt. Betroffen seien Michigan, Minnesota und Wisconsin, in spätestens einem Jahr könnten Idaho, Montana sowie Wyoming folgen, so die US-Jagdbehörde. Sie begründete den Schritt mit dem Erfolg der staatlichen Schutzpolitik. In den betroffenen Gebieten hätte sich wieder so viele Wölfe angesiedelt, dass sie nicht mehr zu den bedrohten Tierarten zählten. => Bio-Vielfalt Natur & Umwelt |
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30.01.2007 S. 536 dnr = 356 |
Dinosaurier erfanden Pinzettengriff
Schon vor 75 Mio. Jahren konnte ein kleiner Dinosaurier namens Bambiraptor zwei seiner drei Finger wie eine Pinzette zusammenführen und damit kleine Beutetiere greifen. Das schließt zumindest der US-Biologe Phil Senter aus einem Versuch mit einem nachgebauten Bambiraptor-Skelett. Damit testete er, wie sich die Arm- und Fingerknochen bewegen lassen. Sollte sich die Vermutung bestätigen, hätte der Saurier - Vorfahr der Vögel die Greiffunktion Millionen Jahre vor den Primaten entwickelt, die bislang als Erfinder dieser Fähigkeit galten. => Bio-Vielfalt |
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30.01.2007 S. 538 dnr = 357 |
Klimawandel-Folgen: Deutschland wird merklich wärmer
Deutschland droht aufgrund des Klimawandels bis zum Ende des Jahrhunderts ein merklicher Temperaturanstieg. Im Vergleich zum Zeitraum von 1961 bis 1990 müsse von einer Erhöhung der Tagesmittelwerte zwischen 1,8 und 2,3?C ausgegangen werden, so das Umweltbundesamt in Dessau. Dabei bezog sich die Behörde auf ein Klimamodell der Firma Climate & Environment Potsdam. Die stärkste Erwärmung könnte es im Norden sowie in den Voralpen geben. Geringer falle diese an der Nord- und Ostsee, in den zentralen Mittelgebirgen und im Osten Bayerns aus. => Klimawandel |
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30.01.2007 S. 539 dnr = 358 |
Klimawandel-Folgen in Deutschland: Weniger Regen im Sommer erwartet
Bei den Niederschlägen in Deutschland ergeben sich laut Umweltbundesamt in Zukunft regional große Unterschiede: So errechneten die Forscher für das ohnehin schon trockene norddeutsche Tiefland bis zu 50 % weniger Regen. Generell nehme im Sommer der Regen bis zu 22% ab Im Winter sei von einem Anstieg von 19 bis 30 % auszugehen. Hiervon seien besonders die Gebirgsregionen betroffen.Ein Szenario zeige bis zu 80 % mehr Niederschläge im Bereich von Eifel und Hunsrück. Auch für Odenwald, Spessart, Rhön und Unterfranken stiegen sie stellenweise um über 70 %. => Klimawandel |
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29.01.2007 S. 120 dnr = 319 |
Steinkohlewerke: Zechen sollen 2018 schließen
Die deutschen Steinkohlebergwerke sollen spätestens im Jahr 2018 schließen. Auf dieses Ziel verständigten sich Vertreter des Bundes und der Förderländer Nordrhein-Westfalen und Saarland. Ein Beschluss soll in den nächsten Tagen gefällt werden. Auch die SPD signalisierte Zustimmung. Allerdings besteht sie darauf, dass die Entscheidung nicht endgültig ist, sondern in einigen Jahren noch einmal überprüft wird. Zur Stunde berät der Koalitionsausschuss unter Leitung von Kanzlerin Merkel über das Ende der Kohleförderung. => Kohle |
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29.01.2007 S. 122 dnr = 320 |
Selbstmordanschlag in Israel
In der südisraelischen Stadt Eilat am Roten Meer hat ein Selbstmordattentäter mindestens drei Menschen mit in den Tod gerissen. Bei dem Anschlag in einer Bäckerei wurden mehrere Menschen verletzt Der Islamische Dschihad bekannte sich zu der Tat. Man habe - gemeinsam mit den Al-Aksa-Brigaden - die rivalisierenden Parteien Fatah und Hamas aufrütteln wollen, ihre Fehde zu beenden und die Waffen wieder auf Israel zu richten Während die Hamas den Anschlag als berechtigten Widerstand gegen Israel verteidigte,verurteilte die Fatah die Tat. => Nahost |
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29.01.2007 S. 123 dnr = 321 |
250 Tote bei Kämpfen im Irak
Bei Gefechten nahe der südirakischen Pilgerstadt Nadschaf sind nach Angaben der Polizei seit gestern 250 bis 300 mutmaßliche Terroristen getötet und 130 Verdächtige festgenommen worden. Irakische Sicherheitskräfte waren mit Unterstützung von US-Truppen gegen die Aufständischen vorgegangen. Die Polizei vermutet, dass die Extremisten anlässlich des Aschura-Festes schiitische Pilger angreifen wollten.Hunderttausende Schiiten sind dafür zu den heiligen Stätten in Nadschaf und Kerbela gereist. => Irak |
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29.01.2007 S. 127 dnr = 322 |
Vogelgrippe in Ungarn
Die auch für Menschen gefährliche Vogelgrippe-Variante ist nach Mitteleuropa zurückgekehrt. Ein Sprecher der EU-Kommission teilte mit, das H5N1-Virus sei in einem Gänse-Bestand in Ungarn nachgewiesen worden.Der Verdachtsfall war in der vergangenen Woche bekannt geworden, musste aber noch von einem Speziallabor überprüft werden. Schon bei Bekanntwerden des Verdachts waren fast 3300 auf dem betroffenen Hof gekeult worden. Auf einem weiteren Hof wurden nun 9400 Gänseküken getötet. => Vogelgrippe |
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29.01.2007 S. 128 dnr = 323 |
IStGH/ Ex-Rebellenführer Lubanga: Erste Anklage in Den Haag
Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag hat sich für eine Anklageerhebung gegen den kongolesischen Ex-Rebellenführer Lubanga entschieden. Es ist der erste Prozess vor dem IStGH seit dessen Einrichtung 2002. Die Ankläger werfen Lubanga vor, in der Demokratischen Republik Kongo Kinder als Soldaten eingesetzt zu haben. Er streitet alle Anschuldigungen ab. Lubangas Miliz UPC war an dem Krieg von 1998 bis 2003 in dem afrikanischen Land beteiligt. In dieser Zeit starben vier Millionen Menschen. => Afrika Menschenrechte |
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29.01.2007 S. 129 dnr = 324 |
Ghana übernimmt AU-Vorsitz
Die Afrikanische Union (AU) hat die Präsidentschaft für dieses Jahr Ghana übertragen statt des Sudans. Bei ihrem Gipfel in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba einigten sich die 53 Mitgliedstaaten auf Ghana und dessen Präsidenten Kufuor. Gemäß dem Rotationsprinzip hätte eigentlich Sudan das Amt übernehmen sollen. Da die Regierung in Khartum aber im Darfur-Konflikt als ein Kriegstreiber gilt, hatten sich viele der 53 Mitgliedstaaten dagegen gewehrt, sie mit dem AU-Vorsitz zu betrauen. => Afrika |
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29.01.2007 S. 130 dnr = 325 |
EU-CO2-Grenzwert für PKW: EU-Kommission wehrt sich
In der Debatte um einen Grenzwert für den klimaschädlichen CO2-Ausstoß bei Autos hat die EU-Kommission Warnungen der deutschen Autoindustrie vor einem drastischen Jobabbau zurückgewiesen. "Arbeitsplätze werden nicht vernichtet, wenn Veränderungen angenommen werden, sondern dann, wenn ihnen wiederstanden wird", so ein Sprecher in Brüssel. Gestern hatten sich die Chefs der fünf großen deutschen Autobauer in einem Brief an die EU-Kommission gegen Pläne gewandt, den CO2-Ausstoß von Neufahrzeugen bis 2012 auf 120 g/km zu senken. => Klimawandel Mobilität/Verkehr Treibhausgase |
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29.01.2007 S. 131 dnr = 326 |
IPCC-Studie: UN-Konferenz zum Klimawandel In Paris beraten seit heute rund 500 UN-Experten vier Tage lang über den Wissensstand zum Klimawandel. Die Schlussfolgerungen des Fachgremiums Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) sollen am Freitag veröffentlicht werden. Es wird erwartet, dass die Experten ein dramatisches Bild der Lage zeichnen und vor allem Großverursacher von Treibhausgasen wie die USA anprangern. Die IPCC-Studien waren wichtige Bausteine beim UN-Gipfel von Rio 1992 und für das Kyoto-Protokoll von 1997. => IPCC-Bericht Klimawandel Kyoto-Protokoll |
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29.01.2007 S. 144 dnr = 327 |
Islam/ Schiiten/ Schrein in Kerbala: Das Aschura-Fest
Mit dem Aschura-Fest, dem höchsten Feiertag der Schiiten, erinnern die Pilger an den Märtyrertod des Enkels des Propheten Mohammed, Hussein Ibn Ali. Im Mittelpunkt Festes steht ein Bußund Trauerritual. Hussein war im Jahr 680 an die Spitze einer Aufstandsbewegung getreten, die von den omaijadischen Regierungstruppen blutig niedergeschlagen wurde. Hussein ist in einem Schrein in Kerbala beigesetzt. Der Islam spaltete sich bereits im 7.Jahrhundert in sunnitische und schiitische Glaubensrichtungen. => Irak |
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29.01.2007 S. 145 dnr = 328 |
Steinkohle in Deutschland
Die Bedeutung der deutschen Steinkohle geht seit Jahren zurück.1957 waren rund 607.000 Bergleute in knapp 150 Zechen beschäftigt. Die Förderleistung lag damals bei etwa 150 Mio.Tonnen im Jahr. Ende 2006 waren noch acht Zechen mit knapp 33.000 Bergleuten in Betrieb. Die Fördermenge lag im vergangenen Jahr bei 22 Mio.Tonnen und soll bis 2012 auf 16 Mio.Tonnen sinken. Dann werden noch 20.000 Bergleute Kohle abbauen. 2005 bezi fferte die Branche ihre Gesamteinnahmen auf 4,5 Mrd.Euro. 2,4 Mrd.Euro stammten aus Subventionen, 2,1 Mrd.Euro aus Verkaufserlösen. Seit Beginn der Subventionen im Jahr 1961 haben Steuerzahler und Stromkunden die Kohleförderung in Deutschland laut NRW-Wirtschaftsministerium mit rund 130 Mrd.Euro unterstützt. Steinkohle wird in Deutschland fast nur noch zur Stromerzeugung und bei der Stahlproduktion eingesetzt. Der Preis für Kohle aus heimischen Zechen ist etwa drei Mal so hoch wie der für importierte. Deshalb sinkt ihr Anteil: 1990 wurden 26 % des Stroms aus deutscher Steinkohle gewonnen, 2005 waren es nur noch 10 %. Auch in Hochöfen wird heute vornehmlich Importkohle verheizt. => Kohle |
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29.01.2007 S. 156 dnr = 329 |
Löhne hinken hinter Inflation her
Die Löhne und Gehälter in Deutschland sind das zweite Jahr in Folge geringer gestiegen als die Inflation. Angestellte verdienten im vergangenen Jahr im Schnitt 1,2 % mehr als 2005 - das war der geringste Zuwachs seit 1995 - und Arbeiter 1,5 % mehr. Das geht aus Berechnungen des Statistischen Bundesamts hervor. Die Verbraucherpreise kletterten dagegen um 1,7 %. Ähnlich war die Entwicklung auch 2005. Während die Inflation um 2 % stieg, erhöhten sich die Monatsgehälter der Angestellten nur um 1,3 % und die Löhne der Arbeiter um 1,2 %. => Armut & Reichtum |
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29.01.2007 S. 158 dnr = 330 |
Orkan über Österreich und Ungarn
Über Teile Österreichs ist in der Nacht ein Sturm mit Windgeschwindigkeiten bis zu 150 km/h hinweggefegt. Allein in Niederösterreich musste die Feuerwehr nach Mitternacht rund 100 Mal ausrücken, um Sturmschäden zu beseitigen.In Wien rissen Sturmböen ein großes Gerüst um und blockierten damit den Straßenbanhbetrieb. Auch über Zentral- und Westungarn tobte der Sturm. Meist wurden Bäume entwurzelt. In Szentendre, 20 km nördlich von Budapest deckten Windstöße ein dreistöckiges Wohnhaus ab. Personen kamen nicht zu Schaden. => Naturkatastrophen |
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29.01.2007 S. 160 dnr = 331 |
Ältester Mensch gestorben
Der älteste bekannte Mensch der Welt, die Amerikanerin Emma Faust Tillman, ist im Alter von 114 Jahren gestorben, wie ihr Altenheim im US-Staat Connecticut mitteilte. Sie sei am Sonntagabend friedlich eingeschlafen, erklärte die Heimleiterin. Tillman galt erst seit dem Tod eines 115 Jahre alten Puertoricaners am 14.Januar als ältester Mensch der Welt. Tillman wurde 1892 als eines von insgesamt 23 Kindern ehemaliger Sklaven geboren und hat 21 US-Präsidenten erlebt.Sie arbeitete unter anderem als Köchin und Hausangestellte. => Bevölkerung |
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29.01.2007 S. 162 dnr = 332 |
Umfrage: Angst vor Altersarmut
Die Deutschen machen sich große Sorgen über die finanziellen und sozialen Folgen des Älterwerdens. Das ergab eine Forsa-Studie im Auftrag des Finanzdienstleisters AWD, wie die "Bild am Sonntag" berichtet. Rund 66 Prozent der 1002 Befragten befürchten, dass bis zum Jahr 2030 das Renteneintrittsalter auf 70 Jahre erhöht sein wird. Etwa 56 Prozent glauben jedoch, dass die Erwerbstätigen dann nicht mehr genug Beiträge zahlen werden, um angemessene Renten für die Alten zu finanzieren. Darum erwarten 40 Prozent eine "Einheitsrente" von 560 Euro im Monat. => Armut & Reichtum |
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29.01.2007 S. 521 dnr = 333 |
Vogelgrippe ist wieder in Europa
Die Vogelgrippe ist nach Europa zurückgekehrt: Das auch für Menschen gefährliche Virus H5N1 ist in Ungarn europaweit zum ersten Mal in diesem Winter gefunden worden. Das EU-Referenzlabor nahe London habe einen entsprechenden Verdacht auf einem ungarischen Geflügelhof bestätigt, so die EU-Kommission. In dem Betrieb im Südosten Ungarns waren 90 Tiere an dem Virus gestorben, 3265 weitere Tiere wurden vorsorglich getötet.Laut EU-Kommission handelt sich um den ersten H5N1-Nachweis in der EU seit dem Fund eines infizierten Schwans im Dresdener Zoo im August 2006. => Vogelgrippe |
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29.01.2007 S. 531 dnr = 334 |
Klimawandel-Folgen: Deutschland wird merklich wärmer
Deutschland droht aufgrund des Klimawandels bis zum Ende des Jahrhunderts ein merklicher Temperaturanstieg. Im Vergleich zum Zeitraum von 1961 bis 1990 müsse von einer Erhöhung der Tagesmittelwerte zwischen 1,8 und 2,3?C ausgegangen werden, so das Umweltbundesamt in Dessau. Dabei bezog sich die Behörde auf ein Klimamodell der Firma Climate & Environment Potsdam. Die stärkste Erwärmung könnte es im Norden sowie in den Voralpen geben. Geringer falle diese an der Nord- und Ostsee, in den zentralen Mittelgebirgen und im Osten Bayerns aus. => Klimawandel |
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29.01.2007 S. 532 dnr = 335 |
Klimawandel-Folgen: Weniger Regen im Sommer erwartet
Bei den Niederschlägen in Deutschland ergeben sich laut Umweltbundesamt in Zukunft regional große Unterschiede: So errechneten die Forscher für das ohnehin schon trockene norddeutsche Tiefland bis zu 50 % weniger Regen.Generell nehme im Sommer der Regen bis zu 22% ab Im Winter sei von einem Anstieg von 19 bis 30 % auszugehen. Hiervon seien besonders die Gebirgsregionen betroffen.Ein Szenario zeige bis zu 80 % mehr Niederschläge im Bereich von Eifel und Hunsrück. Auch für Odenwald, Spessart, Rhön und Unterfranken stiegen sie stellenweise um über 70 %. => Klimawandel |
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29.01.2007 S. 533 dnr = 336 |
Verlust von Inseln: Klimawandel bedroht Indonesien
Als Folge des Klimawandels könnte Indonesien bis 2030 mehr als 2000 seiner Inseln verlieren. Die weitgehend unbewohnten, kleinen Inseln seien von Überschwemmungen bedroht, sagte Umweltminister Witoelar. Experten der Vereinten Nationen (UN) hätten bis 2030 einen Anstieg des Meeresspiegels um etwa 89 Zentimeter vorhergesagt. Indonesien besteht aus rund 17.000 Inseln. Staaten wie St. Lucia, Fidschi und die Bahamas treffe es noch härter, so der Minister weiter. Sie könnten sogar ganz von der Landkarte verschwinden. => Klimawandel |
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29.01.2007 S. 534 dnr = 337 |
CO2-Reduktion: ADAC:Kfz-Steuer am Verbrauch messen
Der ADAC hat gefordert, die Kfz-Steuer künftig am Kraftstoffverbrauch zu orientieren. So könne die Nachfrage nach umweltfreundlicheren Autos gefördert werden, sagte ADAC-Präsident Meyer in München. "Wir müssen Autokäufern neue Anreize bieten, damit sie auf sparsame Autos umsteigen." Dann würde auch die Autoindustrie neue Möglichkeiten suchen, den Verbrauch und CO2-Ausstoß zu senken, sagte Meyer. Eine Reform der Kfz-Steuer sei überfällig. Außerdem müssten verstärkt Erdgas oder Biokraftstoffe verwendet und die Verkehrssteuerung verbessert werden. => Klimawandel Mobilität/Verkehr Treibhausgase |
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29.01.2007 S. 546 dnr = 338 |
Gas: Konzerne teurer als Stadtwerke
Erdgas von Stadtwerken in rein kommunalem Besitz ist einer Untersuchung zufolge im Schnitt deutlich preiswerter als das Gas von Unternehmen, an denen ein großer Energiekonzern beteiligt ist. Das berichtet das ARD-Wirtschaftsmagazin "Plusminus". Der Haushaltskunde eines unabhängigen kommunalen Betriebes habe in den letzten 12 Monaten durchschnittlich 6,46 Cent pro Kilowattstunde gezahlt. Die konzerngebundenen Unternehmen verlangten dagegen 6,60 Cent. Umgerechnet auf den Jahresverbrauch bedeute das für einen Haushalt eine Differenz von 30 Euro => Erdgas Fossile Energien |
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28.01.2007 S. 120 dnr = 310 |
Kohle-Gipfel berät in Berlin
Im Bundeswirtschaftsministerium ist eine Spitzenrunde aus Bund, Ländern und Wirtschaft und Gewerkschaft zusammengekommen, um über die Zukunft des deutschen Steinkohlebergbaus zu beraten. Kurz zuvor hatte sich die SPD zu einem "vorläufigen Ausstiegsbeschluss" aus der milliardenschweren Steinkohleförderung ab 2018 bereit erklärt. Dieser Beschluss solle jedoch 2012 noch einmal "entscheidungsoffen" überprüft werden, schränkte Vizekanzler Müntefering ein. Die Bergbauländer NRW und Saarland wollen den Ausstieg schnell festzurren. => Kohle |
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28.01.2007 S. 121 dnr = 311 |
EU-Klimaschutzpolitik: Streit um EU-Abgas-Grenzwerte
In der Regierung gibt es heftigen Streit um die geplanten EU-Klimaschutzauflagen für die Autoindustrie. Wirtschaftsminister Glos wehrt sich gegen einen gesetzlich festgelegten Grenzwert für den CO2-Ausstoß. Zehntausende Arbeitsplätze seien gefährdet, sagte Glos der "Bild am Sonntag". Umweltminister Gabriel sprach sich hingegen im "Tagesspiegel am Sonntag" klar für die Auflagen aus. Die Alternative, eine Selbstverpflichtung der Autoindustrie, sei gescheitert. Brüssel will die Pläne am Mittwoch vorstellen. => Klimawandel Mobilität/Verkehr Treibhausgase |
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28.01.2007 S. 123 dnr = 312 |
Gewalt unter Palästinensern: Saudi-Arabien will vermitteln
Angesichts der anhaltenden Gewalt unter den Palästinensern hat der saudi-arabische König Abdullah die politischen Führer der verschiedenen Palästinenserparteien zu einem Versöhnungsgespräch nach Mekka eingeladen. Bei den Auseinandersetzungen zwischen den rivalisierenden Palästinensergruppen wurden seit Freitag mehr als 20 Menschen getötet. Wegen der Gewaltausbrüche sind die Bemühungen zwischen Fatah und Hamas zur Bildung einer Einheitsregierung ins Stocken geraten. => Nahost |
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28.01.2007 S. 125 dnr = 313 |
250 Tote bei Kämpfen im Irak
Soldaten aus den USA und dem Irak haben nach Angaben der irakischen Polizei etwa 250 Bewaffnete nahe der Stadt Nadschaf getötet. Die Kämpfe hätten den ganzen Tag über angedauert und seien auch bei Einbruch der Nacht fortgesetzt worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Dabei seien auch US-Panzer und Hubschrauber eingesetzt worden. Offenbar waren unter den Bewaffneten sowohl sunnitische Araber als auch Schiiten, die loyal zu dem Geistlichen Hassani stehen. => Irak |
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28.01.2007 S. 159 dnr = 314 |
Niedrige Geburtenrate: Japan: Minister sorgt für Empörung
Der japanische Gesundheitsminister hat mit einem frauenfeindlichen Vergleich für Empörung in seiner Heimat gesorgt.So bezeichnete Hakuo Yanagisawa Frauen als "Gebärmaschinen". Sie sollten ihr Bestes geben, um die niedrige Geburtenrate des Landes wieder zu steigern, sagte der 71-Jährige der Agentur Kyoto zufolge vor Parteimitgliedern. Anschließend entschuldigte sich der Minister für seine Entgleisung. Japan kämpft mit einer sinkenden Bevölkerungszahl. Derzeit ist bereits jeder fünfte Japaner 65 Jahre oder älter. => Bevölkerung |
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28.01.2007 S. 163 dnr = 315 |
Starke Regenfälle im Süden Afrikas
Sintflutartige Regenfälle haben im Süden Afrikas mindestens 86 Menschenleben gekostet und mehrere tausend Afrikaner obdachlos gemacht. Betroffen sind nach Angaben von Hilfsorganisationen vor allem Teile der Staaten Angola, Mosambik, Sambia und Malawi. In Malawi stehen 20 Dörfer unter Wasser, in Angola war die Hauptstadt Luanda durch beschädigte Brücken mehrere Tage vom Umland abgeschnitten, berichtete die südafrikanische Zeitung "Sunday Independent". => Hochwasser Naturkatastrophen |
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28.01.2007 S. 521 dnr = 316 |
RKI befürchtet Norovirus-Epidemie
Der Magen-Darm-Erreger Norovirus wird in den kommenden Wochen vermutlich mehr Deutsche befallen als je zuvor. "In diesem Winter werden wir aller Voraussicht nach einen neuen Rekordstand an Norovirus-Infektionen verzeichnen", sagte der Präsident des Berliner Robert-Koch-Instituts (RKI), Reinhard Kurth, dem Magazin "Focus". Er rechne mit bis zu einer Million Erkrankten. Das Magen-Darm-Virus zeichnet sich nach RKI-Angaben durch abrupt einsetzendes Erbrechen und schweren Durchfall aus.Die Symptome klingen aber normalerweise nach 72 Stunden ab. => Gesundheit |
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28.01.2007 S. 523 dnr = 317 |
Ernährungsführerschein für Kinder
Kinder an 440 Schulen in Deutschland können im nächsten Schuljahr einen "Ernährungsführerschein" machen. Das kündigte Agrar-Staatssekretär auf der Grünen Woche in Berlin an. In Anlehnung an den Schwimm-Ausweis "Seepferdchen" oder den "Fahrradführerschein" sollen Kinder im dritten Grundschuljahr praxisnah Grundkenntnisse über Ernährung, Lebensmittel und die Zubereitung einfacher Gerichte erwerben. Ziel sei es, dass Kinder in der Schule "die Zubereitung von gesundem Essen genauso selbstverständlich lernen wie Rechnen, Schreiben und Lesen". => Nahrung Gesundheit Kinder/Jugendliche |
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28.01.2007 S. 524 dnr = 318 |
Tonerstaub erhöht Tumorrisiko
Der Gießener Toxikologe Volker Mersch-Sundermann hat vor gesundheitlichen Gefahren durch Tonerstaub gewarnt.Eine Pilotstudie im Auftrag eines Arbeitskreises des Bundesamtes für Risikobewertung (BfR) habe ergeben, dass sich die Staubbelastung im Raum beim Betrieb von Laserdruckern verdoppeln könne. Beim Start des Druckers würden so genannte Ultrafeinstäube in den Raum geblasen. Diese könnten über die Lunge in die Blutbahn vordringen. Dabei handele es sich um Gas-Gemische mit allergenen Schwermetallen wie Kupfer, Nickel sowie hochgiftigen Zinn-Verbindungen und Ozon => Chemikalien Feinstaub Gesundheit |
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27.01.2007 S. 122 dnr = 299 |
Syrischstämmiger Informatiker: Kanada entschädigt Terrorverdächtigen
Ein Kanadier erhält von seiner Regierung mehr als sechs Millionen Euro Entschädigung, weil er irrtümlich als Terrorverdächtiger festgenommen wurde.Premier Harper bat den syrischstämmigen Informatiker um Entschuldigung. Der Mann war 2002 in New York festgenommen worden. Offenbar übermittelten die kanadischen Behörden den USA falsche Angaben. Die USA lieferten den Kanadier nach Syrien aus. Dort wurde er fast ein Jahr gefangengehalten und nach seinen Angaben vom Geheimdienst gefoltert. => Terrorismus |
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27.01.2007 S. 123 dnr = 300 |
Jahrestag der Befreiung Auschwitz: Deutschland erinnert an NS-Opfer
Mit Kranzniederlegungen, Gedenkfeiern und Schweigeminuten wird heute in ganz Deutschland an die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur erinnert. Anlass ist der Holocaust-Gedenktag am Jahrestag der Befreiung des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz 1945 durch sowjetische Truppen. Eröffnet werden auch mehrere Ausstellungen, die an die Vernichtung von rund sechs Millionen Juden durch das NS-Regime erinnern. Auch in den Bundesliga-Stadien wird der Jahrestag in Durchsagen angesprochen. => Sozialwissenschaften |
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27.01.2007 S. 124 dnr = 301 |
"Spiegel": Klar erkennt Schuld an
Im Begnadigungsverfahren des ehemaligen RAF-Terroristen Klar gibt es offenbar Fortschritte. Wie der "Spiegel" berichtet, ist ein Gutachten über Klar positiv ausgefallen. Das Magazin berichtet weiter, dass der Ex-Terrorist bereits 2003 in seinem Gnadengesuch seine Schuld anerkannt habe. "Ich muss eine Schuld anerkennen und bedauere das Leid der Menschen", wird aus dem Schreiben zitiert. Klar sitzt seit 1982 im Gefängnis. Eine mögliche Begnadigung führte zu heftigen Diskussionen in der Öffentlichkeit. => Terrorismus |
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27.01.2007 S. 127 dnr = 302 |
Erneute Kämpfe im Gaza-Streifen
Bei erneuten Kämpfen im Gazastreifen sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Mitglieder der Hamas und Fatah sollen sich nach Augenzeugenberichten Schusswechsel geliefert haben. Erst am Freitag starben bei den Auseinandersetzungen 16 Menschen, darunter auch ein zweijähriges Kind. Als Reaktion auf die Kämpfe verschoben Vertreter der Hamas-Regierung ihre Gespräche mit der von Palästinenserpräsident Abbas geführten Fatah. Beide Seiten machten sich gegenseitig für den Ausbruch der Kämpfe verantwortlich. => Nahost |
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27.01.2007 S. 128 dnr = 303 |
USA: Mehr Geld für Afghanistan
Die Nato-Staaten bereiten sich in Afghanistan mit mehr Geld und mehr Soldaten auf eine erwartete Offensive der Taliban vor. Die USA kündigten auf einem Treffen der Nato-Minister in Brüssel zusätzliche 10,6 Mrd. Dollar an. In den "Tagesthemen" lobte US-Außenministerin Rice die Rolle der Bundeswehr in Afghanistan und setzte sich für die Bereitstellung deutscher Tornados ein. Außenminister Steinmeier hatte in Brüssel erklärt, Kabinett und Bundestag würden sich "in Kürze" mit der Entsendung der Aufklärungsflugzeuge befassen. => Asien |
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27.01.2007 S. 148 dnr = 304 |
Stichwort: Rote Armee Fraktion
Die in den Zeiten der Studentenproteste der 1970er Jahre entstandene RAF überzog die Bundesrepublik zwei Jahrzehnte lang mit ihrem gegen "Imperialismus und Monokapitalismus" gerichteten Terror. Zwischen 1971 und 1993 kamen bei Anschlägen allein in Deutschland mindestens 30 Menschen ums Leben. Von den gefassten RAF-Terroristen wurden fast 30 wegen Beteiligung an Morden und Mordversuchen zu lebenslanger Haft verurteilt. Von den "Lebenslangen" sitzen noch immer Brigitte Mohnhaupt, Christian Klar, Birgit Hogefeld und Eva Haule hinter Gittern. Mit der Geiselnahme und Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Schleyer erreichte 1977 der RAF-Terror seinen Höhepunkt. Im Gefängnis Stuttgart-Stammheim brachten sich nach dem fehlgeschlagenen Freipressungsversuch palästinensischer Terroristen mit der Lufthansa-Maschine "Landshut" die RAF-Terroristen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe um. Ebenfalls 1977 wurden Generalbundesanwalt Buback und der Dresdner-Bank-Chef Ponto getötet. Letzte Opfer der RAF waren 1989 der Deutsche-Bank-Sprecher Herrhausen und 1991 Treuhand-Chef Rohwedder. Die Bundesregierung beantwortete den Angriff auf den Rechtsstaat mit groß angelegten Fahndungen und zum Teil umstrittenen Anti-Terrorismus-Gesetzen. Nachdem sie schon im April 1992 den vorläufigen Verzicht auf Anschläge angekündigt hatte, löste sich die RAF im Frühjahr 1998 auf. => Terrorismus |
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27.01.2007 S. 156 dnr = 305 |
Umfrage: Unterschicht unzufrieden
Fast zwei Drittel der Menschen aus der einfachsten Gesellschaftsschicht sind unzufrieden mit ihrem Leben. Das geht laut "Welt am Sonntag" aus einer Studie des Allensbach-Instituts hervor. Danach gaben 63 % an, sich in ihrem Leben vieles anders zu wünschen. Über finanzielle Probleme klagen 52 %. Die Belastungen wirken sich auf das Zusammenleben aus: In Familien mit weniger Geld gibt es fast doppelt so häufig Streit um die Finanzen (21 %) wie in Familie mit besserem Einkommen (12 %).45 % der Befragten der unteren Schicht haben zudem körperliche Strafen erlebt. => Armut & Reichtum |
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27.01.2007 S. 166 dnr = 306 |
Artensterben/ bedrohte Arten: Briten zählen ihre Vögel
Hunderttausende Beobachter haben in Großbritannien die Vögel in ihren Gärten gezählt. Sie folgten dem Aufruf des Königlichen Vogelschutzbundes RSPB. Die Aktion soll am Sonntag fortgesetzt werden. Teilnehmer zählen die verschiedenen Vögel in ihrer Umgebung für jeweils eine Stunde und geben das Ergebnis dann durch. Die Zählungen werden seit 1979 mit derselben Methode unternommen. Die Zahl der Spatzen ging nach diesen Zahlen in Großbritannien in den letzten 27 Jahren um 52 Prozent zurück, die der Stare gar um 72 Prozent. 2006 beteiligten sich rund 470.000 Briten. => Bio-Vielfalt |
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27.01.2007 S. 531 dnr = 307 |
CO2-Begrenzung auf 120 g/km: Deutsche Autobosse gegen Grenzwert
Die Chefs der fünf großen deutschen Automobilhersteller haben in einem Brief an die EU-Kommission vor dem Verlust von Arbeitsplätzen in Europa gewarnt, sollte Brüssel den Grenzwert für den Kohlendioxid-Ausstoß auf 120 Gramm pro Kilometer festsetzen. Die EU-Kommission greife nachhaltig in die Zukunft der deutschen Automobilindustrie ein, heißt es laut "Bild am Sonntag" in dem Brief. Unterzeichnet hätten das Schreiben Norbert Reithofer (BMW), Bernhard Mattes (Ford), Hans Demant (Opel), Martin Winterkorn (VW) und Dieter Zetsche (DaimlerChrysler). => Klimawandel Mobilität/Verkehr Treibhausgase |
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27.01.2007 S. 532 dnr = 308 |
Feinstaubbelastung 2006 zu hoch
In vielen deutschen Städten werden die Grenzwerte für den gesundheitsschädlichen Feinstaub überschritten. An 100 der etwa 450 Messstationen habe die Feinstaubkonzentration im vergangenen Jahr an mehr als 35 Tagen über dem zulässigen Wert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gelegen, teilte das Umweltbundesamt in Dessau mit. Der Grenzwert gilt seit Anfang 2005."Dicke Luft" herrschte vor allem in Stuttgart, München, Cottbus, Leipzig und Dortmund. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich die Situation weder verbessert noch verschlechtert. => Feinstaub |
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27.01.2007 S. 533 dnr = 309 |
Schutz der Tunfische vereinbart
Die verheerende Ausbeutung der Tunfischbestände soll erstmals mit einem internationalen Aktionsplan eingedämmt werden. Zum Abschluss einer fünftägigen Konferenz in der japanischen Stadt Kobe einigten sich die fünf regionalen Kommissionen zum Tunfischschutz drauf, die Erfassung von Daten zum Tunfischhandel besser zu koordinieren und Strafen gegen illegale Fänge zu erarbeiten. Dem wertvollen Fisch droht Umweltexperten zufolge wegen exzessiver Ausbeutung und illegaler Fänge das Aus. => Bio-Vielfalt |
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26.01.2007 S. 124 dnr = 289 |
Orkan Kyrill: Schadensbilanz
Der Rückversicherer Münchener Rück schätzt den Versicherungsschaden durch Orkan "Kyrill" in der vergangenen Woche auf fünf bis sieben Milliarden Euro. Damit könnte sich "Kyrill" fast mit dem Wintersturm "Lothar" im Jahr 1999 messen, der die Versicherer insgesamt 7,2 Milliarden Euro kostete. Die Schadenssumme kann sich laut Münchener Rück noch ändern, da es viele kleinere Schäden gebeben habe. Der weltgrößte Rückversicherer Swiss Re hatte den Schaden durch "Kyrill" zuvor mit 3,5 Milliarden Euro angegeben. => Kyrill Naturkatastrophen |
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26.01.2007 S. 127 dnr = 290 |
Kämpfe zwischen Hamas und Fatah
Bei Schießereien zwischen den rivalisierenden Palästinenserorganisationen Hamas und Fatah sind im Gaza-Streifen mindestens 14 Menschen getötet worden. Aus palästinensischen Polizeikreisen in Gaza verlautete, beide Gruppen hätten Anhänger der anderen Seite verschleppt. Hamas und Fatah sind seit dem Wahlsieg der Hamas und der Bildung einer Hamas-Regierung im vergangenen Jahr in einen blutigen Machtkampf verstrickt. Palästinenserpräsident Abbas will Neuwahlen, sollte es keine Einigung auf eine gemeinsame Regierung geben. => Nahost |
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26.01.2007 S. 128 dnr = 291 |
Bagdad: 30 Tote bei Anschlägen
Bei zwei Bombenanschlägen in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind rund 30 Menschen ums Leben gekommen. Einer der Sprengsätze detonierte auf einem Tiermarkt in der Innenstadt, berichtete eine unabhängige irakische Agentur. Dabei starben mindestens neun Menschen, die Zahl der Verletzten wurde mit 37 angegeben. Mindestens 20 Menschen starben bei einer Explosion im Stadtzentrum Bagdads.Bei dem Anschlag seien rund 20 Menschen verletzt worden, berichtete der arabische Fernsehsender Al-Dschasira. => Irak |
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26.01.2007 S. 157 dnr = 292 |
Verkehrsgerichtstag: Kein Tempolimit
Alkohol-Zündsperren in Bussen und Gefahrguttransportern, schärfere Kontrollen von Straßen-Rowdys und höhere Bußgelder für massive Verkehrsdelikte das sind die zentralen Forderungen des 45.Deutschen Verkehrsgerichtstages. Auf die Empfehlung eines generellen Tempolimits auf Autobahnen konnten sich die Experten dagegen nicht einigen. Der Verkehrsgerichtstag, an dem rund 1500 Experten teilnahmen, ging am Freitag in Goslar zu Ende. Die so genannten alkoholsensitiven Wegfahrsperren (Alkolocks) seien geeignet, Alkoholfahrten vorzubeugen,heißt es in der Empfehlung. => Mobilität/Verkehr |
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26.01.2007 S. 521 dnr = 293 |
Erfolgreiche Impfinitiative
Eine internationale Initiative zur Förderung von Schutzimpfungen für Kinder in Entwicklungsländern hat der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge bereits mehr als zwei Millionen Leben gerettet. 600.000 Kinder seien allein 2006 durch die Immunisierungen vor dem Tod bewahrt worden, teilte die WHO am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos mit. Seit dem Jahr 2000 dürften es rund 2,3 Millionen gewesen sein. Die Initiative "Gavi-Allianz" hat seit dem Jahr 2000 Hilfen in Höhe von 2,6 Mrd.Dollar zur Unterstützung nationaler Impfprogramme in 70 Staaten zugesagt. => Gesundheit |
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26.01.2007 S. 523 dnr = 294 |
Tonerstaub erhöht Tumorrisiko
Der Gießener Toxikologe Volker Mersch-Sundermann hat vor gesundheitlichen Gefahren durch Tonerstaub gewarnt.Eine Pilotstudie im Auftrag eines Arbeitskreises des Bundesamtes für Risikobewertung (BfR) habe ergeben, dass sich die Staubbelastung im Raum beim Betrieb von Laserdruckern verdoppeln könne. Beim Start des Druckers würden so genannte Ultrafeinstäube in den Raum geblasen. Diese könnten über die Lunge in die Blutbahn vordringen. Dabei handele es sich um Gas-Gemische mit allergenen Schwermetallen wie Kupfer, Nickel sowie hochgiftigen Zinn-Verbindungen und Ozon => Feinstaub Gesundheit |
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26.01.2007 S. 524 dnr = 295 |
Alkoholismus: Gehirn erholt sich
Die Erholung alkoholgeschädigter Gehirne durch Abstinenz ist von Forschern erstmals nachgewiesen worden. Wissenschaftler der Universitäten Würzburg, Basel, Oxford und Siena untersuchten die Hirne von Alkoholabhängigen vor und rund sechs Wochen nach dem Alkoholverzicht. Dabei wurde festgestellt, dass das Gehirn durch Abstinenz an Volumen und Leistungsfähigkeit zulegen konnte, wie die Uni Würzburg mitteilte. Die Fähigkeit des Gehirns, sich von alkoholbedingter Sucht zu erholen,scheine aber mit der Länge der Anhängigkeit abzunehmen, teilten die Forscher mit. => Gesundheit |
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26.01.2007 S. 526 dnr = 296 |
Magnesiumnägel bei Knochenbrüchen
Forscher der Leibniz Universität Hannover haben für die Knochenchirurgie sich selbst auflösende Nägel und Schrauben aus Magnesium entwickelt. Anders als die bislang verwendeten Produkte aus Titan würden die neuen vom Körper rückstandslos abgebaut, teilte das Produktionstechnische Zentrum der Universität mit. Damit die Nägel ihre Aufgabe erfüllen können, dürfen sie sich nicht zu früh zersetzen. Dafür entwickelten die Ingenieure eine spezielle Beschichtung.Diese sorge dafür, dass der Nagel drei Wochen lang unversehrt bleibe. => Gesundheit |
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26.01.2007 S. 531 dnr = 297 |
Feinstaubbelastung 2006 zu hoch
In vielen deutschen Städten werden die Grenzwerte für den gesundheitsschädlichen Feinstaub überschritten. An 100 der etwa 450 Messstationen habe die Feinstaubkonzentration im vergangenen Jahr an mehr als 35 Tagen über dem zulässigen Wert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gelegen, teilte das Umweltbundesamt in Dessau mit. Der Grenzwert gilt seit Anfang 2005."Dicke Luft" herrschte vor allem in Stuttgart, München, Cottbus, Leipzig und Dortmund. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich die Situation weder verbessert noch verschlechtert. => Feinstaub |
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26.01.2007 S. 532 dnr = 298 |
Schutz der Tunfische vereinbart
Die verheerende Ausbeutung der Tunfischbestände soll erstmals mit einem internationalen Aktionsplan eingedämmt werden. Zum Abschluss einer fünftägigen Konferenz in der japanischen Stadt Kobe einigten sich die fünf regionalen Kommissionen zum Tunfischschutz drauf, die Erfassung von Daten zum Tunfischhandel besser zu koordinieren und Strafen gegen illegale Fänge zu erarbeiten. Dem wertvollen Fisch droht Umweltexperten zufolge wegen exzessiver Ausbeutung und illegaler Fänge das Aus. => Bio-Vielfalt |
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25.01.2007 S. 124 dnr = 277 |
Libanon: Sechs Mrd. Euro Hilfe
Die internationale Gemeinschaft will den Libanon mit rund 6 Mrd. Euro Hilfsgeldern und Darlehen beim Wiederaufbau unterstützen. Mehr als 40 Staaten machten dafür auf einer Konferenz in Paris Zusagen. Die Gesamtsumme liegt weit höher als erwartet. Deutschland stelle für den Wiederaufbau 103 Mio. Euro bereit, kündigte Entwicklungshilfeministerin Wieczorek-Zeul an. Saudi-Arabien will 850 Mio. Euro zur Verfügung stellen, die USA 770 Mio. Euro, Frankreich 500 Mio. Euro. => Nahost |
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25.01.2007 S. 125 dnr = 278 |
Tote bei Protesten in Beirut
In der libanesischen Hauptstadt Beirut sind bei Auseinandersetzungen zwischen Regierungs- und Oppositionsanhängern mindestens drei Menschen getötet worden. Die verfeindeten Gruppen waren vor einer Universität aufeinander losgegangen. Nach Angaben von Ärzten wurden mehr als 40 Demonstranten und Sicherheitskräfte verletzt. Die Armee verhängte eine nächtliche Ausgangssperre. Seit Dienstag gibt es in Beirut gewalttätige Proteste der Opposition, bei denen mehrere Menschen getötet wurden. => Nahost |
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25.01.2007 S. 127 dnr = 279 |
Irak plant Offensive in Bagdad
Angesicht anhaltender Gewalt hat das irakische Parlament einen neuen Sicherheitsplan für Bagdad verabschiedet. Regierungschef Maliki sagte, bei der Umsetzung solle das irakische Militär erstmals allein das Kommando übernehmen. Die US-Truppen beteiligten sich an der geplanten Operation mit 17.000 Soldaten, sollten aber nur unterstützend mitwirken. Bei einem Anschlag im Stadtzentrum wurden unterdessen mindestens 25 Menschen getötet. Die Bombe explodierte laut Zeugen in einem Einkaufszentrum. => Irak |
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25.01.2007 S. 132 dnr = 280 |
Verkehrsgerichtstag in Goslar
Im Urlaub erwischte Temposünder müssen künftig mit unangenehmer Post deutscher Behörden rechnen, denn im Ausland verhängte Bußgelder ab 70 Euro werden demnächst grenzübergreifend eingefordert. Das kündigte Justizministerin Zypries auf dem 45. Deutschen Verkehrsgerichtstag in Goslar an. Laut Zypries soll noch 2007 ein EU-Beschluss zur gegenseitigen Anerkennung von Geldbußen umgesetzt werden. Auch ausländische Raser in Deutschland müssen dann mit Verfolgung rechnen. => Mobilität/Verkehr |
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25.01.2007 S. 157 dnr = 281 |
Schneechaos in Spanien/ Verkehrschaos
Rund 100 Ortschaften sind in Nord- und Mittelspanien nach heftigen Schneefällen von der Außenwelt abgeschnitten. Auf der Autobahn Madrid-Burgos saßen am Donnerstag nach Angaben der Behörden 200 Lastwagen im Schnee fest. Mehr als 30 Gebirgspässe mussten gesperrt werden. Schnee und Eisglätte behinderten in weiten Teilen Nord- und Mittelspaniens nicht nur den Verkehr auf den Straßen, sondern auch den Bahn- und Flugverkehr.Die Meteorologen sagten für Freitag ein Übergreifen der Kältewelle auch auf Südspanien voraus. => Natur & Umwelt |
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25.01.2007 S. 159 dnr = 282 |
Noro- Virus auf "Queen Elizabeth 2"
Auf der "Queen Elizabeth 2", einem der größten Kreuzfahrtschiffe der Welt, sind hunderte Passagiere an einem Magen-Darm-Virus erkrankt. Nach einem Bericht des "San Francisco Chronicle" haben sich seit Auslaufen des Schiffes in Fort Lauderdale (Florida) am 10.Januar 276 Passagiere und 28 Besatzungsmitglieder mit einem Noro-Virus infiziert, der Erbrechen und Schwindel auslöst. Mitarbeiter der US-Gesundheitsbehörden waren in Mexiko an Bord des Schiffes gegangen, um die Krankheitsfälle zu untersuchen. Mittlerweile hat die "QE 2" vor San Francisco angelegt. => Gesundheit |
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25.01.2007 S. 521 dnr = 283 |
Influenza-A-Virus H3N2: Grippe fordert erstes Todesopfer
Das Grippevirus hat in diesem Winter den ersten Toten in Deutschland gefordert. Ein junger Mann sei in der vergangenen Woche im Klinikum der Medizinischen Hochschule Hannover an den Folgen des Influenza-A-Virus H3N2 gestorben, teilte die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Frankfurt am Main mit. Der Mann habe bereits an anderen Grunderkrankungen gelitten und damit zu den Risikopatienten gehört, denen die Ständige Impfkommission eine jährliche Impfung gegen Grippe empfiehlt. => Gesundheit |
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25.01.2007 S. 523 dnr = 284 |
Haut im Gebirge vor Sonne schützen
Beim Winterurlaub im Hochgebirge muss die Haut besonders vor den aggressiven Sonnenstrahlen geschützt werden. Das gilt auch dann, wenn sich die Sonne hinter den Wolken versteckt: Experten der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg raten, das Gesicht zuerst mit einer fettreichen Tagescreme und dann mit einem Sonnenschutzmittel einzucremen, bevor man ins Freie geht. Ohren und Hände sollten nicht vergessen werden, wenn man ohne Handschuhe oder Mütze unterwegs ist. Da durch Schnee die Sonnenwirkung intensiviert werde, wird Lichtschutzfaktor 15 empfohlen. => Gesundheit |
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25.01.2007 S. 524 dnr = 285 |
Studie zur neuen Gesundheitskarte
Mit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte im Jahr 2008 lassen sich laut einer Studie jährlich mehr als 500 Mio.Euro im Gesundheitssystem einsparen. Wie die in Berlin vorgestellte Studie "Monitoring eHealth Deutschland 2007" ergab, sind die meisten der mehr als 8000 befragten Entscheidungsträger aus der Gesundheitsbranche der Meinung, dass durch die Karte Missbrauch schwieriger werde, Abrechnungen schneller erfolgten und Doppelbehandlungen vermieden würden. => Gesundheit |
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25.01.2007 S. 531 dnr = 286 |
Wissenschaftsjahr 2007 eröffnet
Bundesforschungsministerin Annette Schavan hat offiziell das Wissenschaftsjahr 2007 eröffnet. Erstmals stehen dabei die Geisteswissenschaften im Fokus. Bundesweit wird es rund 480 Veranstaltungen dazu geben. Darüber hinaus gibt es Wettbewerbe und eine Plakatkampagne. Schavan kündigte auf dem Festakt im Berliner Martin-Gropius-Bau an, Leitthema werde die Sprache sein. Das Jahr steht unter dem Motto "Die Geisteswissenschaften. ABC der Menschheit". Das Wissenschaftsjahr findet zum achten Mal statt. => Natur & Umwelt |
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25.01.2007 S. 546 dnr = 287 |
Kein Fahrverbot bei Jobverlust
Gerichte können von der Verhängung eines Fahrverbotes absehen, wenn der Temposünder wegen des Führerscheinentzugs seinen Job verlieren würde. Das geht aus einem Beschluss des Oberlandesgerichts Bamberg hervor, auf den der Deutsche Anwaltsverein hinweist. Im vorliegenden Fall war ein Autofahrer bei einem Tempoverstoß erwischt worden.Weil dem Wiederholungstäter bei dem eigentlich fälligen Fahrverbot der Jobverlust gedroht hätte, sah das zuständige Amtsgericht vom Einziehen des Führerscheins ab.(Az.: 3 Ss Owi 1356/05) => Mobilität/Verkehr |
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25.01.2007 S. 547 dnr = 288 |
Leberkäse zurückgerufen
Die Weimarer Wurstwaren GmbH hat zwei Tonnen Leberkäse-Aufschnitt zurückgerufen. Wie Verkaufsleiter Detlef Kunkel in Nohra bei Weimar sagte, wurde bei einer Eigenkontrolle in einer Packung eine mikrobiologische Verunreinigung entdeckt. Die Packungen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 8.Februar 2007 seien zurückgerufen worden, damit es nicht zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen könne. Der Aufschnitt sei am 17.Januar 2007 an Supermärkte überwiegend in Thüringen, aber auch in Sachsen und Berlin ausgeliefert worden, so Kunkel. => Nahrung Gesundheit |
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24.01.2007 S. 122 dnr = 259 |
US-Senat gegen Bushs Irak-Pläne
Ein US-Senatsausschuss hat den Plänen von Präsident Bush zur Truppenaufstockung im Irak einen Dämpfer erteilt.Mit zwölf zu neun Stimmen votierten die Senatoren beider Parteien gegen die Entsendung von zusätzlichen Soldaten. Die US-Demokraten hatten Bush bereits zuvor zu einer Umkehr in der Irak-Politik aufgefordert. Eine Mehrheit der Amerikaner und auch die meisten Militärs lehnten die Kriegsführung im Irak ab,sagte der demokratische Senator Webb Bush hatte gestern in einer Rede an die Nation für seine Irak-Politik geworben => Irak |
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24.01.2007 S. 123 dnr = 260 |
Bush verteidigt Irak-Kurs
US-Präsident Bush hat seine viel beachtete Rede zur Lage der Nation gehalten. Er forderte unter anderem die Demokraten auf, seine neue Strategie im Irak und den "Krieg gegen den Terrorismus" zu unterstützen. Ein Sieg im Irak sei nach wie vor möglich. Bush zeigte sich überzeugt, dass islamische Terroristen die USA nach wie vor angreifen wollten. Bush kündigte außerdem eine neue Energiepolitik an. So will er den Benzinverbrauch der USA bis 2017 um 20 Prozent verringern, um unabhängiger von Ölimporten zu werden. => Irak |
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24.01.2007 S. 124 dnr = 261 |
Entsendung deutscher Soldaten: Streit über Auslandseinsätze
Die CDU will die Entsendung deutscher Soldaten zu internationalen Einsätzen unter EU- und Nato-Flagge erleichtern und trifft dabei auf Widerstand der SPD CDU-Außenpolitiker Schockenhoff schlug in der "Financial Times Deutschland" vor, der Bundestag solle "die Bundesregierung zu Beginn einer Legislaturperiode ermächtigen, den internationen Organisationen Truppen anzubieten. Das Parlament hätte aber das Recht, die Truppen binnen 90 Tagen zurückzuholen". "Wir teilen diese Ansicht nicht", sagte dazu SPD-Fraktionsvize Kolbow. => Konflikte |
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24.01.2007 S. 125 dnr = 262 |
Terrorismus/ Naturkatastrophen: Sicherheitsforschung im Kabinett
Das Bundeskabinett hat das Programm zur zivilen Sicherheitsforschung beschlossen. Mit dem Programm sollen neue Sicherheitstechnologien gefunden werden, die Gefahren durch Terrorismus oder Naturkatastrophen abwenden. Das auf vier Jahre ausgelegte Programm hat einen Etat von 123 Millionen Euro. Zudem beschloss die Bundesregierung, Mittelständler zu entlasten. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde gebilligt. Unternehmen sollen in den Bereichen Buchführung- und Sozialversicherungsrecht entlastet werden. => Naturkatastrophen Terrorismus |
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24.01.2007 S. 127 dnr = 263 |
Glos vs. Gabriel: Koalitionsstreit um Klimaschutz/ CO2-Grenzwert
Im Streit um die Klimaschutzpolitik bleibt Wirtschaftsminister Glos auf Konfrontationskurs zu Umweltminister Gabriel. Der CSU-Politiker lehnte die von Gabriel (SPD) geforderten verbindlichen Grenzwerte für den Schadstoffausstoß von Autos ab. "Das ist mit mir nicht abgestimmt", sagte Glos der "Frankfurter Rundschau".Der Streit dreht sich um die von EU-Umweltkommissar Dimas vorgeschlagene Senkung der Grenzwerte für den Kohlendioxid-Ausstoß von Automobilen. => Klimawandel Mobilität/Verkehr Treibhausgase |
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24.01.2007 S. 130 dnr = 264 |
Geberkonferenz: Hilfszusagen für den Libanon
Einen Tag vor Beginn der Geberkonferenz für den Libanon sind die ersten Hilfszusagen eingegangen. Die EU will bis zum Jahr 2010 400 Millionen Euro bereitstellen. Weiterhin kündigte der Konferenz-Gastgeber, Frankreichs Präsident Chirac, einen 500-Millionen-Kredit zu "sehr günstigen Bedingungen" an. Zur "Paris 3"-Konferenz werden Vertreter aus rund 50 Ländern erwartet. Unterdessen kam es im Libanon erneut zu Zusammenstößen zwischen Anhängern und Gegnern der prowestlichen Regierung. => Nahost |
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24.01.2007 S. 132 dnr = 265 |
Weltwirtschaftsforum in Davos
Bundeskanzlerin Merkel hat das Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Skiort Davos eröffnet. Die Kanzlerin rief die Teilnehmer auf, die Sorgen vieler Menschen gegenüber der Globalisierung ernst zu nehmen."Wir brauchen eine Weltwirtschaft, die sich den Regeln eines fairen Ordnungsrahmens verpflichtet", sagte Merkel. Auf dem diesjährigen Treffen diskutieren rund 2400 Vertreter von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft über globale Probleme, unter anderem über Energiesicherheit, Klimawandel und Aids. => Globale Agenda 21 |
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24.01.2007 S. 149 dnr = 266 |
Länderporträt: Libanon
1975 brach im Libanon ein Bürgerkrieg zwischen unterschiedlichen religiösen und politischen Gruppen aus, der 15 Jahre dauerte und in dem rund 90.000 Menschen getötet wurden. Beendet wurde er unter Vermittlungshilfe von Syrien und der Arabischen Liga 1989 im saudi-arabischen Ta'if. Dort wurde ein Kompromiss ausgehandelt. Dieser sieht eine Machtaufteilung nach konfessionellen Gesichtspunkten vor. Danach muss der Staatspräsident Maronit, der Ministerpräsident Sunnit und der Parlamentspräsident Schiit sein. Mit dem Abkommen gab Libanon seine Souveränität teilweise ab. Syrische Truppen, die bereits 1976 in den Bürgerkrieg eingegriffen hatten, wurden als "Friedenstruppen" im Land stationiert. Erst nach dem Mord an Ex-Premier Hariri und dem folgenden Widerstand gegen die syrische Besatzung verließen die Truppen Ende April 2005 das Land. Von 1978 bis 2000 hielt Israel Teile des Libanon besetzt, zuletzt in Form einer so genannten rund zehn Kilometer breiten "Sicherheitszone" im Süden. Der endgültige Abzug aus dem Südlibanon erfolgte am 24.Mai 2000. In der Periode der israelischen Besetzung des Südlibanon führte die Hisbollah einen intensiven Partisanenkrieg gegen die israelischen Truppen. Auch nach dem Abzug Israels setzte die Hisbollah ihre Angriffe fort und begründete diese mit der Besetzung der Scheeba-Farmen. Nach der Entführung von zwei israelischen Soldaten im Juli 2006 begann Israel Luftangriffe gegen Libanon zu fliegen. Über mehrere Wochen wurden vor allem der Süden Libanons sowei die Hauptstadt Beirut bombadiert. Die Hisbollah reagierte mit Raketenangriffen auf israelische Städte. Im August vereinbarten die Kriegsparteien eine Waffenruhe. Kurze Zeit später wurden die ersten Blauhelm-Soldaten im Rahmen der Unifil-Mission im Libanon stationiert. => Nahost |
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24.01.2007 S. 156 dnr = 267 |
Vogelgrippe in Ungarn ausgebrochen
Im Südosten Ungarns ist nach Angaben der EU-Kommission die Vogelgrippe ausgebrochen. Als Erreger sei ein Virus des H5-Stamms identifiziert worden, teilte die Kommission unter Berufung auf ungarische Behörden mit. Ein Speziallabor soll nun prüfen, ob es sich um das für den Menschen gefährliche H5N1-Virus handelt. Der Vogelgrippe-Verdacht im Bezirk Csongrad sei aufgekommen, als in einem Bestand mit mehr als 3000 Gänsen auffallend viele Tiere verendeten. Alle Gänse seien inzwischen getötet worden, hieß es. => Vogelgrippe |
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24.01.2007 S. 157 dnr = 268 |
Schneechaos in Europa/ Verkehrschaos/ Stromausfall
Nach frühlingshaften Temperaturen und verspätetem Herbststurm haben die ersten Schneefälle des Winters den Verkehr und die Stromversorgung in vielen Ländern Europas behindert. Im französischen Burgund waren tausende Autofahrer auf der A6 eingeschneit. In Lothringen wurde die A33 nach Unfällen gesperrt.120.000 Menschen blieben ohne Strom. In Spanien gaben die Behörden für den Norden des Landes Unwetteralarm aus.Drei Menschen starben in Folge von Kälte und Schnee. In Österreich und Tschechien waren Straßen unpassierbar, der Flughafen von Prag wurde geschlossen. => Klima Natur & Umwelt Strom |
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24.01.2007 S. 158 dnr = 269 |
Wintereinbruch behindert Verkehr
Der Wintereinbruch hat in Bayern und Baden-Württemberg zu einem Verkehrschaos und zahlreichen Unfällen geführt.Drei Menschen kamen nach Polizeiangaben ums Leben. Teile der Autobahnen 8, 9 und 81 waren zeitweise gesperrt. In Baden-Württemberg raste ein 70-Jähriger mit seinem Bus in einen Lkw, der auf glatter Straße in den Gegenverkehr geraten war. In Oberbayern fuhr ein 50jähriger bei Manching mit seinem Lkw in die Mittelleitplanke und starb. Starke Schneefälle behinderten den Flugverkehr in Stuttgart und München. Auch der Bahnverkehr war beeinträchtigt. => Mobilität/Verkehr Natur & Umwelt |
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24.01.2007 S. 165 dnr = 270 |
Orkan "Kyrill": Kein Rekordschaden am Wald
Der Orkan "Kyrill" hat nach Angaben der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) in Bonn entgegen früheren Annahmen keinen Rekordschaden an den Wäldern verursacht. Nach Schätzungen der Waldbesitzer seien bundesweit etwas mehr 20 Millionen Festmeter Sturmholz angefallen, erklärte die ZMP. Beim Orkan "Lothar" im Jahr 1999 seien es deutlich mehr, nämlich 35 Millionen Festmeter gewesen. Am stärksten betroffen sind nach den Angaben der ZMP die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hessen. => Kyrill Naturkatastrophen Wald |
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24.01.2007 S. 167 dnr = 271 |
Ältester Mensch der Welt tot
Der älteste Mensch der Welt ist in Puerto Rico gestorben: Emiliano Mercado del Toro wurde 115 Jahre alt. Er sei friedlich in seinem Haus entschlafen, sagte seine Nichte. Der Greis lebte in Isabela an der Nordküste der Karibikinsel. Eine Sprecherin der Gemeindeverwaltung, Rosa Luciano, sagte: "Wir weinen alle, aber wir wussten, dass dieser Tag kommen würde." Mercado del Toro wurde erst in der vergangenen Woche zum ältesten bekannten Menschen der Welt, nachdem in Kanada Julie Winnifred Bertrand ebenfalls mit 115 gestorben war. => Bevölkerung |
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24.01.2007 S. 524 dnr = 272 |
Salmonellen bei Masthähnchen
Jede sechste Masthähnchenherde in deutschen Ställen ist mit Salmonellen infiziert. Zu diesem Ergebnis kommt das Bundesinstitut für Risikobewertung in einer EU-weiten Studie. Hähnchenfleisch sei damit eine bedeutende Quelle für Lebenmittelinfektionen, wenn es unzureichend erhitzt werde. Für die Studie wurden zwischen Oktober 2005 und September 2006 bundesweit insgesamt 408 Herden mit 750 bis 234.000 Tieren untersucht. Im europäischen Vergleich ist die Salmonellenbelastung der deutschen Bestände damit vergleichsweise hoch. => Nahrung Gesundheit |
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24.01.2007 S. 531 dnr = 273 |
Wald trotz Besserung weiter krank
Der deutsche Wald ist trotz einer leichten Genesung weiterhin sehr krank.Das geht aus dem Waldschadensbericht 2006 hervor, den das Bundesagrarministerium in Berlin vorstellte. Danach sind 68 % der Bäume krank oder schwer krank, während es im Jahr zuvor noch 71 % waren. Während sich die Eichen etwas erholt haben, hat sich der Zustand der Buchen verschlechtert. Von den Eichen älter als 60 Jahre sind 55 % deutlich geschädigt, im Jahr zuvor waren es 62 %. Bei den Buchen gelten inzwischen 58 % als krank, zuvor waren es nur 53 %. => Wald |
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24.01.2007 S. 532 dnr = 274 |
Seltener Hai in Japan gefangen
Japanisch Fischer haben ein seltenes Exemplar einer prähistorischen Haiart gefunden. Während die in Meerestiefen zwischen 600 und 1000 m lebenden Kragenhaie normalerweise allenfalls tot in Fischernetzen landen, wurde in diesem Fall eine 1,60 m lange Hai-Dame in der Nähe eines Hafens gesichtet. Wenige Stunden, nachdem Mitarbeiter eines Meeresaquariums das Tier eingefangen hatten, starb es. Den Mitarbeitern gelang es jedoch zuvor noch, den Hai lebend zu filmen. Die Art gilt als "lebendes Fossil", weil sie sich seit Urzeiten kaum verändert hat. => Bio-Vielfalt |
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24.01.2007 S. 533 dnr = 275 |
Waldschäden durch "Kyrill": Naturnahe Aufforstung gefordert
Nach den immensen Waldschäden durch den Orkan "Kyrill" hat die Umweltschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF) eine naturnahe Wiederaufforstung mit heimischen Baumarten gefordert."Viele deutsche Wälder können Winterstürmen kaum standhalten, weil ihr gleichförmiger Aufbau sie zu windanfällig macht", sagte eine Sprecherin. Zwar sei rund ein Drittel der Landesfläche mit Wald bedeckt, doch könne nur ein geringer Teil von 2 bis 3 % als naturnah bezeichnet werden. Die weit verbreiteten reinen Nadelwälder sollten in Mischwälder umgewandelt werden. => Kyrill Wald |
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24.01.2007 S. 538 dnr = 276 |
Windenergie im Gegenwind
In Frankreich wächst der Widerstand gegen das Aufstellen weiterer Windräder zur Energiegewinnung. Rund 50 regionale Verbände gründeten nun einen Dachverband, der "Belästigungen" durch die Großrotoren anprangern und für andere umweltverträgliche Energieformen werben soll, wie die Federation environnement durable (FED) mitteilte. Die Erzeugung von Windenergie sei kostspielig, "beeinträchtigt die Gesundheit, Natur und Fauna und zerstört Landschaften und das Erbe unseres Landes". Der Verband plädiert deshalb für Solarenergie, Erdwärme und Biomasse => Windenergie |
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23.01.2007 S. 120 dnr = 242 |
Bush: 20% weniger Benzin bis 2017
US-Präsident Bush will in den USA bis 2017 eine Reduzierung des Benzinverbrauchs um 20 Prozent durchsetzen. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen mehr alternative Treibstoffe eingesetzt werden, sagte der Vize-Stabschef des Weißes Hauses, Kaplan. Zudem solle der Zuwachs des Kohlendioxidausstoßes von Autos gestoppt werden. In seiner Rede zur Lage der Nation (3.00 Uhr MEZ) werde Bush seine Pläne erläutern. Zugleich will Bush den von Demokraten dominierten Kongress um Unterstützung für seine Irak-Strategie bitten. => Energiesparen Klimawandel Treibhausgase |
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23.01.2007 S. 121 dnr = 243 |
Libanon:Opposition beendet Streik
Die pro-syrische Opposition im Libanon hat ihren Generalstreik für beendet erklärt. Aus Beiruter Sicherheitskreisen hieß es, vorausgegangen seien Bemühungen arabischer Staaten. Zwei Tage vor der Pariser Geberkonferenz war das das Land lahmgelegt. Bei gewalttätigen Zusammenstößen wurden nach Polizeiangaben drei Menschen getötet und dutzende verletzt. Über Beirut und seinem Flughafen schwebten dichte Rauchwolken, nachdem Streikende Reifen und Autos in Brand gesetzt hatten. => Nahost |
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23.01.2007 S. 123 dnr = 244 |
Steinmeier:Kein Angebot zu Kurnaz
Bundesaußenminister Steinmeier hat Vorwürfe im Fall des Ex-Guantanamo-Häftlings Kurnaz entschieden zurückgewiesen Er bezeichnete es als falsch und infam, ihn und die damalige rot-grüne Bundesregierung für die Leidensgeschichte von Kurnaz verantwortlich zu machen. Es habe 2002 kein Angebot der USA an Berlin gegeben, Kurnaz freizulassen. Der EU-Sonderausschuss kommt dagegen in seinem Abschlussbericht zu dem Ergebnis, dass die Bundesregierung ein Angebot zur Freilassung von Kurnaz erhalten und abgelehnt hat. => Terrorismus |
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23.01.2007 S. 156 dnr = 245 |
Güterzug-Unfall: Säure ausgetreten
Bei einem Zugunglück in Schleswig-Holstein sind 60 Tonnen Chloressigsäure ausgetreten. Polizei und Rettungskräfte sperrten den Unfallort nahe Tornesch im Kreis Pinneberg weiträumig ab. Eine Gefahr für Menschen bestehe nicht, so die Feuerwehr. Auch bei dem Unfall selbst sei niemand verletzt worden. Bei dem Unglück in der Nacht waren elf der 21 Waggons eines Güterzugs entgleist und teilweise umstürzt. Die Unglücksursache blieb zunächst ungeklärt.Drei der verunglückten Waggons enthielten nach Angaben der Deutschen Bahn Chloressigsäure und Natriumcarbonat. => Chemikalien |
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23.01.2007 S. 158 dnr = 246 |
Verkehrs-Chaos/ Stromausfall: Franzosen sitzen im Schnee fest
Starke Schneefälle haben in Ost- und Mittelfrankreich den Verkehr auf zahlreichen Straßen zusammenbrechen lassen und zu Stromausfällen geführt. Zeitweise waren 6000 Autofahrer auf der Autobahn A6 im Burgund eingeschneit. Mehrere Sporthallen und Hotels wurden als Notunterkünfte für die Nacht in Beschlag genommen. Im Zentralmassiv und am Oberlauf der Loire stauten sich die Lastwagen, weil Fernstraßen unpassierbar waren. Die Autobahn A33 musste bei Nancy nach Unfällen gesperrt werden.Für Zehntausende Haushalte brach zudem die Stromversorgung zusammen. => Klima Mobilität/Verkehr Strom |
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23.01.2007 S. 159 dnr = 247 |
Gestrandeter Tanker "Napoli": Ölpest/ Plünderungen: Strand abgeriegelt
Aus Angst vor weiteren Plünderungen haben die britischen Behörden einen Strand an der Küste der südenglischen Grafschaft Devon weitgehend abgesperrt.Die Zufahrtstraßen wurden nach Informationen des BBC blockiert, um zu verhindern, dass Strandräuber weiterhin Container des gestrandeten Frachters "Napoli" ausräumen. Zugleich begannen die Vorbereitungen, um aus dem vor der Küste liegenden Schiff rund 3500 Tonnen Öl abzupumpen.Die "Napoli" war am Donnerstag bei dem Orkan "Kyrill" in Seenot geraten und hatte dann Fracht verloren. => Kyrill Öltanker/Ölpest |
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23.01.2007 S. 163 dnr = 248 |
Zahl der unehelichen Babys steigt
Die Zahl der außerehelich geborenen Kinder steigt weiter: Im Jahr 2005 waren es 200.122 bzw. 29 % aller neu geborenen Kinder. 2004 waren es 197.129.Dies entsprach einem Anteil von 28 %.2003 wurde gut jedes vierte Baby (27 %) außerehelich zur Welt gebracht. Innerhalb Deutschlands bestehen allerdings erhebliche Unterschiede: Die höchsten Anteile an außerehelichen Geburten gab es 2005 in Mecklenburg-Vorpommern mit 64 % und Sachsen-Anhalt mit 62 %, die niedrigsten in Baden-Württemberg mit 19 % und Hessen mit 22 %. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. => Bevölkerung Kinder/Jugendliche |
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23.01.2007 S. 166 dnr = 249 |
Grippe-Epidemie in Bulgarien
Südbulgarien sowie weite Teile im Norden des Landes sind von einer Grippe-Epidemie betroffen. Die Zahl der an Grippe neu erkrankten Menschen habe sich in der vergangenen Woche mit fast 20.000 im Vergleich zur Vorwoche verdoppelt, teilte das bulgarische Gesundheitsministerium in Sofia mit. An mehreren hundert Schulen wurde der Unterreicht eingestellt. Ärzte warnten davor, dass die Grippe leicht mit Erkältungserscheinungen verwechselt werden könnte. => Gesundheit |
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23.01.2007 S. 523 dnr = 250 |
Salmonellen bei Masthähnchen
Jede sechste Masthähnchenherde in deutschen Ställen ist mit Salmonellen infiziert. Zu diesem Ergebnis kommt das Bundesinstitut für Risikobewertung in einer EU-weiten Studie. Hähnchenfleisch sei damit eine bedeutende Quelle für Lebenmittelinfektionen, wenn es unzureichend erhitzt werde. Für die Studie wurden zwischen Oktober 2005 und September 2006 bundesweit insgesamt 408 Herden mit 750 bis 234.000 Tieren untersucht. Im europäischen Vergleich ist die Salmonellenbelastung der deutschen Bestände damit vergleichsweise hoch. => Nahrung Gesundheit |
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23.01.2007 S. 524 dnr = 251 |
Noro-Viren auf dem Vormarsch
Hochansteckende Noro-Viren sind in Deutschland nach einem Bericht des Bielefelder "Westfalen-Blatts" auf dem Vormarsch. In Nordrhein-Westfalen seien bereits 40 Altenheime und 37 Krankenhäuser betroffen, schreibt die Zeitung.Das Virus sei besonders für Kleinkinder und ältere Menschen gefährlich. Gegen die Viren gibt es dem Bericht zufolge keine Schutzimpfung und keine Medikamente. Symptome der vier bis fünf Tage dauernden Erkrankung seien Erbrechen, Durchfall und Schmerzen. Der resistente und hochansteckende Virus werde über Haut und Einatmen übertragen. => Gesundheit |
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23.01.2007 S. 531 dnr = 252 |
Nach Orkan "Kyrill": Naturnahe Aufforstung gefordert
Nach den immensen Waldschäden durch den Orkan "Kyrill" hat die Umweltschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF) eine naturnahe Wiederaufforstung mit heimischen Baumarten gefordert."Viele deutsche Wälder können Winterstürmen kaum standhalten, weil ihr gleichförmiger Aufbau sie zu windanfällig macht", sagte eine Sprecherin. Zwar sei rund ein Drittel der Landesfläche mit Wald bedeckt, doch könne nur ein geringer Teil von 2 bis 3 % als naturnah bezeichnet werden. Die weit verbreiteten reinen Nadelwälder sollten in Mischwälder umgewandelt werden. => Kyrill Wald |
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23.01.2007 S. 532 dnr = 253 |
Klimawandel: Amsel, Fink und Star keine Zugvögel
Der Klimawandel nimmt auch alten Volksliedern ihre Bedeutung: Die vielbesungenen Frühlingsboten Amsel, Drossel, Fink und Star sind mit Ausnahme der Singdrossel schon seit langem keine echten Zugvögel mehr, wie der Frankfurter Zoologe Wolfgang Wiltschko sagte. Vor 50 Jahren habe die Entwicklung eingesetzt, dass immer mehr Amseln, Finke und Stare in ihren angestammten Revieren in Deutschland und nicht mehr im Süden überwinterten. Inzwischen handele es sich bei diesen Vögeln um so genannte Teilzieher, was bedeutet, dass manche fliegen und manche nicht. => Bio-Vielfalt Klimawandel |
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23.01.2007 S. 533 dnr = 254 |
Wasservögel-Bestände gehen zurück
Die Zahl der Wasservögel sinkt: Bei rund 44 % der weltweit 900 Arten sind die Bestände in den vergangenen fünf Jahren zurückgegangen, wie eine Studie ergab. Das sind drei Prozentpunkte mehr als noch im Jahr 2002. Etwa 34 % der Vogelbestände blieben stabil, ein Zuwachs wurde nur bei 17 % festgestellt. "Die häufigste bekannte Ursache des Populationsrückgangs ist die Zerstörung von Lebensräumen", so der Studienkoordinator. Die rasende Geschwindigkeit der ökonomischen Entwicklung habe ganz klar einen nachteiligen Einfluss auf die Umwelt. => Bio-Vielfalt |
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23.01.2007 S. 534 dnr = 255 |
Harter Winter für Bienenvölker
Rund 13 % der Bienenvölker in Deutschland haben den strengen Winter 2005/06 nicht überlebt. Damit lagen die Verluste der Imker etwa doppelt so hoch wie im Jahr zuvor. Das belegt eine Studie. Eine mögliche Ursache für die Ausfälle könne die extrem lange und kalte Frostperiode sein, betonten die Imkerbund-Präsidenten Reck und Hederer auf der Internationalen Grünen Woche. Nur im Einzelfall seien Extremverluste auf Viren und Parasiten wie Nosema und Varroa zurückzuführen. Dennoch sei der Ertrag mit 49 kg pro Bienenvolk überdurchschnittlich hoch. => Natur & Umwelt |
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23.01.2007 S. 535 dnr = 256 |
Herausforderungen des Klimawandels: Klima-Ausstellung in Karlsruhe
Eine Dauerausstellung über "Klima und Lebensräume" ist im Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe eröffnet worden. Die Präsentation vermittle sehr eindrücklich die Herausforderungen des Klimawandels und dessen Folgen für das Ökosystem, sagte Staatssekretär Dietrich Birk vom Stuttgarter Wissenschaftsministerium, das die Ausstellung mit 250.000 Euro unterstützt hat. Damit könnten die Menschen die Zusammenhänge von Klima, Ökologie und Ökonomie verstehen und die Folgen ihres Tuns erkennen. => Klimawandel |
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23.01.2007 S. 536 dnr = 257 |
Frankreich: Windenergie im Gegenwind
In Frankreich wächst der Widerstand gegen das Aufstellen weiterer Windräder zur Energiegewinnung. Rund 50 regionale Verbände gründeten nun einen Dachverband, der "Belästigungen" durch die Großrotoren anprangern und für andere umweltverträgliche Energieformen werben soll, wie die Federation environnement durable (FED) mitteilte. Die Erzeugung von Windenergie sei kostspielig, "beeinträchtigt die Gesundheit, Natur und Fauna und zerstört Landschaften und das Erbe unseres Landes". Der Verband plädiert deshalb für Solarenergie, Erdwärme und Biomasse => Biomasse Erneuerbare Energien Natur & Umwelt Windenergie |
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23.01.2007 S. 547 dnr = 258 |
Tipps zu Energiesparmaßnahmen
Bei geplanten Energiesparmaßnahmen für das Haus sollte nach Ansicht von Experten stets der Aufwand gegen den Nutzen gemessen werden. Durch eine fachliche Beratung ließen sich Fehlinvestitionen und Schäden vermeiden, erklärt Energieexperte Krieger von der Verbraucherzentrale Bremen. Plane man etwa eine Dämmung der Außenwände, dann stelle sich die Frage, welches Material und welche Konstruktion verwendet werden sollten. Neben der bauphysikalischen Seite müsse auch die Frage nach dem Aussehen des Hauses beachtet werden. => Energiesparen |
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22.01.2007 S. 121 dnr = 227 |
Bewährung für Ex-RAF-Terroristin?
Die ehemalige RAF-Terroristin Mohnhaupt kann nach 24 Jahren Haft auf eine baldige Freilasung hoffen. Die Bundesanwaltschaft beantragte, den Rest ihrer lebenslangen zur Bewährung auszusetzen, teilte das Stuttgarter Oberlandesgericht mit. Zuvor hatte die Ex-Terroristin einen Antrag auf Aussetzung der Strafe gestellt. Eine Entscheidung will das Gericht frühestens Anfang Februar fällen. Mohnhaupt gilt als Rädelsführerin der Entführung und Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Schleyer im Herbst 1977. => Terrorismus |
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22.01.2007 S. 122 dnr = 228 |
Doppel-Anschlag in Bagdad
Bei Anschlägen im Irak sind nach Angaben des Innenministeriums mindestens 86 Menschen getötet worden. Fast 200 Menschen wurden verletzt. Zwei Selbstmordattentäter zündeten am Morgen kurz hintereinander zwei Autobomben auf einem Markt im Stadtzentrum von Bagdad. In den Fahrzeugen war nach Angaben des Innenministeriums eine Mischung aus Sprengstoff, Minen und Granaten versteckt. Auch in Bakuba, nordöstlich der Hauptstadt, explodierte eine Bombe und riss zehn Menschen in den Tod. => Irak |
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22.01.2007 S. 126 dnr = 229 |
Orkan "Kyrill": Berlin: Bahn will Schadensersatz
Nach dem Absturz eines tonnenschweren Stahlträgers von der Fassade des Berliner Hauptbahnhofs will die Deutsche Bahn bei den Verantwortlichen Schadensersatz in Millionenhöhe geltend machen. Architekt, Baufirmen, Ingenieurbüros und Statiker müssten viele Fragen beantworten, sagte Bahn-Vorstand Sieber. In der Orkannacht von Donnerstag war der wenige Monate alte Bau geschlossen worden, nachdem ein lediglich aufgelegter Stahlriegel aus der Fassade geweht und abgestürzt war. Am Sonntag hatte es eine erneute Schließung gegeben. => Kyrill |
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22.01.2007 S. 127 dnr = 230 |
Iran vs. IAEO: Inspektoren Einreise verweigert
Die iranische Regierung verweigert 38 Inspektoren der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) wegen der geplanten UN-Sanktionen die Einreise. Außenminister Mottaki bestätigte die Maßnahme. Sie geschehe in Übereinstimmung mit den von Teheran mit der Atombehörde geschlossenen Verträgen. Eine IAEO-Sprecherin sagte, die UN-Organisation verfüge trotzdem über"eine ausreichende Zahl von Inspektoren" in Iran. Inzwischen einigten sich die Regierungen der 27 EU-Staaten in Brüssel grundsätzlich auf Sanktionen gegen Iran. => Atomwaffen Iran IAEO |
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22.01.2007 S. 145 dnr = 231 |
Stichwort: Rote Armee Fraktion
Mit der Geiselnahme und Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Schleyer erreichte 1977 der RAF-Terror seinen Höhepunkt. Im Gefängnis Stuttgart-Stammheim brachten sich nach dem fehlgeschlagenen Freipressungsversuch palästinensischer Terroristen mit der Lufthansa-Maschine "Landshut" die RAF-Terroristen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe um. Ebenfalls 1977 wurden Generalbundesanwalt Buback und der Dresdner-Bank-Chef Ponto getötet. Letzte Opfer der RAF waren 1989 der Deutsche-Bank-Sprecher Herrhausen und 1991 Treuhand-Chef Rohwedder. Die Bundesregierung beantwortete den Angriff auf den Rechtsstaat mit groß angelegten Fahndungen und zum Teil umstrittenen Anti-Terrorismus-Gesetzen. Nachdem sie schon im April 1992 den vorläufigen Verzicht auf Anschläge angekündigt hatte, löste sich die RAF im Frühjahr 1998 auf. => Terrorismus |
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22.01.2007 S. 160 dnr = 232 |
Orkan "Kyrill": Angeschwemmte Container geplündert
Hunderte Plünderer haben im Süden Englands Luxusgüter aus angeschwemmten Containern des im Orkan "Kyrill" gestrandeten Frachters "Napoli" geraubt.Die Diebe brachten - teils unter Beobachtung von Fernsehkameras - rund 50 BMW-Motorräder, Kartons mit teuren Weinen, Parfüme und andere Waren vom Strand an der Küste der Grafschaft Devon in Verstecke im Hinterland. Mehr als 20 der nahezu 100 angeschwemmten Container der "Napoli" seien aufgebrochen worden, sagte ein Polizeisprecher. Zusätzliche Polizeikräfte wurden eingesetzt. => Kyrill |
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22.01.2007 S. 164 dnr = 233 |
Top-Fischfänge 2006: Dickster Fisch wog 77 Kilo
Ein Wels von 77 Kilogramm Gewicht ist der größte 2006 in Deutschland geangelte Fisch. Er wurde nach Angaben des Hamburger Fachblattes "Blinker" von einem Angler aus dem Rhein gezogen und war 2,22 m lang. Auch andere Fischarten lieferten beeindruckende Top-Fänge: Der größte Hecht wog 19,3 Kilogramm, der größte Karpfen 27,25 und der Zander 14,2. Alle gefangenen Fische im Wettbewerb müssen von zwei Zeugen bestätigt und von einem Fachhändler gewogen werden, um Anglerlatein auszuschließen, wie "Blinker" erklärte. => Nahrung |
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22.01.2007 S. 521 dnr = 234 |
Salmonellen bei Masthähnchen
Jede sechste Masthähnchenherde in deutschen Ställen ist mit Salmonellen infiziert. Zu diesem Ergebnis kommt das Bundesinstitut für Risikobewertung in einer EU-weiten Studie. Hähnchenfleisch sei damit eine bedeutende Quelle für Lebenmittelinfektionen, wenn es nicht unzureichend erhitzt werde. Für die Studie wurden zwischen Oktober 2005 und September 2006 bundesweit insgesamt 408 Herden mit 750 bis 234.000 Tieren untersucht. Im europäischen Vergleich ist die Salmonellenbelastung der deutschen Bestände damit vergleichsweise hoch. => Nahrung Gesundheit |
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22.01.2007 S. 531 dnr = 235 |
"Kyrill": Schwere Schäden in NRW
Der Orkan "Kyrill" hat in den Wäldern Nordrhein-Westfalens den größten jemals festgestellten Schaden angerichtet.Nach Schätzungen des Landesbetriebs Forst und Holz knickte er 25 Millionen Bäume oder umgerechnet zwölf Millionen Kubikmeter Holz um. Deutschlandweit liegen 20 Millionen Kubikmeter am Boden, europaweit etwa 30 Millionen Kubikmeter. NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg informierte sich in Schmallenberg im Sauerland über das Ausmaß der Verwüstungen und sagte den Waldbesitzern Unterstützung zu. => Kyrill Naturkatastrophen Wald |
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22.01.2007 S. 532 dnr = 236 |
Umweltschützer Kretschmann tot
Kurt Kretschmann, Nestor des ostdeutschen Naturschutzes, ist tot. Der 92-Jährige starb im brandenburgischen Bad Freienwalde, wie der Naturschutzbund Deutschland (NABU) mitteilte. Kretschmann hatte 1950 die Naturschutzeule geschaffen, das inzwischen bundesweit geltende Naturschutzsymbol. Kretschmann war 1951 Landesbeauftragter für Naturschutz in Brandenburg geworden. Von 1954 bis 1960 leitete er die heutige "Landeslehrstätte für Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern auf dem Müritzhof. => Natur & Umwelt |
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22.01.2007 S. 533 dnr = 237 |
Tunfisch vom Aussterben bedroht
Dem Tunfisch droht wegen exzessiver Ausbeutung und illegaler Fänge das Aus.Tunfische zählten zu den am stärksten überfischten Arten der Weltmeere, warnte die Umweltstiftung WWF zum Auftakt einer internationalen Schutzkonferenz in der japanischen Hafenstadt Kobe. Der Bestand des Roten Tunfischs im Indischen Ozean sei bereits um 90 % geschrumpft. Ähnlich alarmierend sei die Lage im Mittelmeer. "Die internationalen Schutzabkommen haben versagt", kritisierte die WWF. Jährlich würden mehr als 4 Mio.Tonnen Tunfisch gefangen, zehn Mal mehr als in den 50er Jahren. => Bio-Vielfalt Nahrung |
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22.01.2007 S. 534 dnr = 238 |
Australien: Dürre bringt Schlangen
Australien droht wegen der anhaltenden Hitze eine Schlangenplage. Die schlimmste Dürre seit Jahrzehnten führt dazu, dass die Schlangen auf ihrer Suche nach Wasser auch in die Stadtgebiete vordringen, wie Mary Rayner, Leiterin des Australischen Reptilienparks sagte. In Sydney starb ein 16-jähriger Junge, in Darwin ein Mann nach dem Biss einer Eastern Brown-Schlange. Wegen des warmen Wetters seien die Tiere hungriger und schneller. In Australien leben einige der gefährlichsten Schlangen der Welt. Bei rund 12 der 100 giftigen Arten ist der Biss für Menschen tödlich. => Klimawandel Natur & Umwelt |
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22.01.2007 S. 538 dnr = 239 |
Größenordnung von "Kyrill": Starke Orkane alle 10 bis 20 Jahre
Orkane der Größenordnung von "Kyrill" sind laut Deutschem Wetterdienst (DWD) in Deutschland alle 10 bis 20 Jahre zu erwarten. Ein direkter Bezug zum Klimawandel lasse sich aus solchen Einzelereignissen nicht herstellen. Betrachte man die Stürme und Orkane der letzten 30 Jahre, so habe bislang weder Häufigkeit noch Intensität zugenommen. Auch früher habe es oft stabile Westwetterlagen mit heftigen Stürmen über West- und Zentraleuropa gegeben. Anzeichen für den Klimawandel seien vielmehr der zu milde Winter und die großen Temperaturgegensätze über dem Nordatlantik => Kyrill Naturkatastrophen |
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22.01.2007 S. 545 dnr = 240 |
"Kyrill": Bahn verspricht Kulanz
Nach dem Stopp des Zugverkehrs wegen des Orkans "Kyrill" können Bahnkunden trotz eines fehlendes Rechtsanspruchs mit Kulanz bei Entschädigungen rechnen.Das Unternehmen habe bereits während des Zugstopps Gutscheine für Rückerstattungen bei Verspätungen von mehr als einer Stunde verteilt, sagte Bahnsprecher Stauß. "Diese Kundenrechte gelten jetzt uneingeschränkt weiter." Man könne sich auch noch nachträglich an die Bahn wenden, bei geringeren Verspätungen könne man den Einzelfall prüfen. => Kyrill Mobilität/Verkehr |
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22.01.2007 S. 546 dnr = 241 |
EMail zu Orkan "Kyrill" mit Trojaner: Warnung vor Computerschädling
Getarnt als E-Mail-Nachricht zum Orkan "Kyrill" verbreitet sich ein Computerschädling über das Internet. Dabei handelt sich um einen Trojaner - ein Programm, das seinem Urheber Zugang zu fremden Rechnern beschaffen soll. Das teilte das auf Internetsicherheit spezialisierte Unternehmen Sophos mit. Verbreitet werde der Trojaner in E-Mail-Anhängen. Die Versender behaupten, der Anhang enthalte Informationen zu Todesopfern des Unwetters. Der Schädling trägt den Namen Troj/DwnLdr-FYD.Der Anhang sollte sofort gelöscht werden, raten die Experten. => Kyrill |
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21.01.2007 S. 122 dnr = 213 |
Energiesicherheit: Merkel zu Gesprächen bei Putin
Die EU und Russland wollen in Energiefragen eng zusammenarbeiten. Das bekräftigten Bundeskanzlerin Merkel und der russische Präsident Putin bei ihrem Treffen in Sotschi am Schwarzen Meer. Beide sprachen sich dafür aus, Öl- und Gaslieferungen auf eine feste vertragliche Basis zu stellen. Merkel forderte eine bessere Kommunikation im Krisenfall. In den vergangenen Wochen hatten Lieferstopps Irritationen hervorgerufen Putin erhofft sich durch die deutsche EU- und G8-Präsidentschaft bessere Beziehungen zum Westen. => Druschba-Pipeline Energieabhängigkeit Fossile Energien |
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21.01.2007 S. 126 dnr = 214 |
Orkan "Kyrill": Berliner Bahnhof wieder offen
Der wegen einer Sturmwarnung sicherheitshalber geschlossene Berliner Hauptbahnhof ist nach rund fünf Stunden wieder geöffnet worden. Die Zentralstation direkt am Regierungsviertel war am Nachmittag abgeriegelt worden, nachdem in der Region starke Böen befürchtet worden waren. Wegen des Orkans "Kyrill" war der Bahnhof bereits in der Nacht auf Freitag geräumt worden. An der Glasfassade hatte sich einer der tonnenschweren Träger gelöst und war 40 Meter in die Tiefe gestürzt, zwei andere lockerten sich. => Kyrill |
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21.01.2007 S. 127 dnr = 215 |
Irak: Verlustreicher Tag für US-Armee
Die US-Armee im Irak hat gestern einen der verlustreichsten Tage seit Beginn des Krieges 2003 erlebt. Bei Einsätzen und einem Anschlag starben 19 Soldaten. Allein bei einem Hubschrauberabsturz nordöstlich von Bagdad kamen zwölf Soldaten ums Leben. Unklar ist noch, wie es zu dem Absturz kam. Heute wurden bei Kämpfen in der irakischen Provinz Anbar nach US-Militärangaben fünf amerikanische Soldaten getötet. Unterdessen trafen 3200 zusätzliche US-Soldaten im Irak ein, die in der Region Bagdad eingesetzt werden solllen. => Irak |
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21.01.2007 S. 128 dnr = 216 |
Stärke 7,3/ Tsunami-Warnung: Schweres Erdbeben in Indonesien
Vor der indonesischen Insel Sulawesi hat es ein schweres Beben gegeben. Die Tsunami-Warnung, die die Behörden zunächst herausgegeben hatten, wurde inzwischen aber wieder aufgehoben. Laut Augenzeugen soll es in der Stadt Manado im Norden Sulawesis Verletzte und Schäden an Gebäuden gegeben haben.Viele Menschen seien in Panik geraten. Von der US-Erdbebenwarte wurde die Stärke des Bebens mit 7,3 angegeben, von der indonesischen Geologiebehörde mit 6,5. Das Zentrum lag rund 130 Kilometer vor der Küste. => Erdbeben Tsunami |
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21.01.2007 S. 147 dnr = 217 |
Völkermord in Armenien
Während des Ersten Weltkriegs eskalierte im Osmanischen Reich ein Konflikt zwischen den nach mehr Unabhängigkeit strebenden Armeniern und der Regierung in Konstantinopel. Im April 1915 kam es zu Massenverhaftungen in der Hauptstadt durch Sicherheitskräfte des Osmanischen Reiches, des Vorläufers der heutigen Türkei. Im Mai 1915 wurde die Deportation aller des Verrats oder der Spionage verdächtigten Armenier verfügt. Begründet wurde dies mit armenischen Verbindungen zum Kriegsgegner Russland. Ein Großteil der Festgenommenen wurde sofort ermordet. Viele andere mussten Todesmärsche antreten. Konstantinopels Verbündeter Deutschland wusste von den Massakern, schritt aber nicht ein. Nach Angaben des Zentrums für Vertreibung starben 1,5 Mio. Menschen, die heutige türkische Regierung spricht von etwa 10.000 Toten, die die "Umsiedlung" nicht überlebt hätten. Während Uno und Frankreich oder die Niederlande die Ereignisse als Völkermord bezeichnen, vermeiden Deutschland und die USA diese Formulierung. => Asien Menschenrechte |
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21.01.2007 S. 148 dnr = 218 |
Daten und Fakten zum Kosovo
Die Erweiterung der Autonomierechte im Rahmen der jugoslawischen Verfassung führte Anfang der 1980er Jahre erstmals zu ernsthaften Unruhen in Pristina. Der spätere Präsident Milosevic nutzte den vor allem im Kosovo geschürten serbischen Nationalismus für seinem Aufstieg. Ab 1998 steigerten sich die Auseinandersetzungen zwischen der serbischen Sonderpolizei und der "Befreiungsarmee" UCK der Kosovo-Albaner. Flucht und Vertreibung der Kosovaren begann. 1999 schaltete sich die Nato ein. Ziel: Serbische Militär- und Infrastruktureinrichtungen aus der Luft zu zerstören. Eine funktionierende ethnische Koexistenz zwischen Albanern und Serben gibt es bis heute nicht. Immer wieder kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen mit Toten und Verletzten. Seit Monaten wird bereits ohne Ergebnis über die staatsrechtliche Zukunft des Kosovo verhandelt. Die Albaner fordern die Unabhängigkeit von Serbien-Montenegro, Belgrad will nur Autonomie zugestehen. => Konflikte |
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21.01.2007 S. 149 dnr = 219 |
Hintergrund: Richterskala
Mit der internationalen Richterskala werden Erdbebenstärken einheitlich bestimmt. Dabei gilt der Wert (die Magnitude) als Maß für die Bodenbewegung.Jeder Punkt auf der Skala bedeutet eine Verzehnfachung der Stärke des Bebens. Es gelten folgende Kriterien für die Richterskala: Stärke 1 bis 2: nur durch Instrumente nachweisbar. Stärke 3 : selten nahe dem Beben-Herd zu spüren. Stärke 4 bis 5: im Umkreis von 30 Kilometern um das Beben-Zentrum spürbar mit leichten Schäden. Stärke 6 : mäßiges Beben, Todesopfer und schwere Schäden in dicht besiedelten Regionen. Stärke 7 : starkes Beben, das zu Katastrophen führen kann. Stärke 8 : Groß-Beben Stärke 9 : Groß-Beben, das bisher selten gemessen wurde => Erdbeben Richter-Skala |
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21.01.2007 S. 157 dnr = 220 |
Orkan "Kyrill": Zahl der Sturmopfer auf 13 erhöht
Die Zahl der Toten in Deutschland infolge der schweren Stürme hat sich auf 13 erhöht. Wie die Polizei mitteilte, starb am Samstag in Essen ein 32-jähriger Mann, der von einem umgekippten Baum schwer verletzt worden war. Laut Polizeibericht hatte er gegen Mittag in einer Holzhütte auf einem Kirmesplatz in Mülheim-Saarn zusammen mit seinem Bruder und seinem Vater Schutz vor dem starken Regen gesucht.Durch eine Bö kippte eine Birke in die Hütte und begrub den 32-Jährigen unter sich. Der schwer Verletzte musste von der Feuerwehr geborgen werden. => Kyrill Naturkatastrophen |
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21.01.2007 S. 158 dnr = 221 |
Orkan "Kyrill": ProBahn-Kritik: Informationschaos
Nach dem Orkantief "Kyrill" steht die Informationspolitik der Deutschen Bahn in der Kritik. Der Orkan habe das größte Informationschaos seit Bestehen der Eisenbahn in Deutschland ausgelöst, erklärte der Sprecher des Fahrgastverbandes "Pro Bahn", Rainer Engel. "Am Sonntagmorgen werden noch Strecken als gesperrt gemeldet, die seit über 12 Stunden wieder in Betrieb sind, während andere Züge als pünktlich gemeldet werden, die wegen Sturmschäden nicht verkehren", kritisierte Engel. Der Verband verlangt, Netz und Fahrgastinformation in öffentlicher Verantwortung zu führen => Kyrill Mobilität/Verkehr |
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21.01.2007 S. 160 dnr = 222 |
Orkan "Kyrill": Strom fast überall / Bahnverkehr mit Verzögerungen
Drei Tage nach dem Orkan "Kyrill" haben fast alle Haushalte in den neuen Ländern wieder Strom. Auch in Südthüringen, das besonders stark betroffen war, sind die Störungen behoben. Allerdings kann es in den nächsten Tagen kurzzeitig zu Abschaltungen kommen, wenn Notstromgeräte abgeklemmt werden. Auch im Bahnverkehr gibt es noch Verzögerungen. Die Deutsche Bahn teilte mit, die Aufräumarbeiten würden zwar mit Hochdruck fortgesetzt, doch gebe es derzeit gerade im Fernverkehr noch etliche Behinderungen. Am stärkesten betroffen sei weiter Nordrhein-Westfalen. => Kyrill Mobilität/Verkehr |
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21.01.2007 S. 161 dnr = 223 |
El Nino: Verkehrtes Wetter in Australien Verkehrte Welt in Australien: mehrere Wüstenstädte standen nach den massivsten Regenfällen der vergangenen Jahrzehnte unter Wasser, während Tankflugzeuge an der Südostküste gleichzeitig durch eine verheerende Dürre genährte Buschbrände bekämpften. Der Norden des Bundesstaates South Australia war am schlimmsten betroffen.Das normalerweise fast völlig ausgetrocknete Städtchen Oodnadatta stand nach sintflutartigen Regenfällen unter Wasser. Der meist trockene Todd-Fluss in Alice Springs hatte sich in einen reißenden Strom verwandelt. => Klimawandel El Nino |
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21.01.2007 S. 163 dnr = 224 |
Havarie nach Orkan "Kyrill": "MSC Napoli": 200 Tonnen Öl im Meer
Der nach dem Durchzug des Sturmtiefs "Kyrill" vor der Küste Großbritanniens leck geschlagene Frachter "MSC Napoli" hat fast 200 Tonnen Öl verloren. Die Reinigungsarbeiten hätten begonnen, erklärte ein Vertreter der Küstenwache dem Senders Sky News zufolge. Es werde versucht, mit Barrieren eine weitere Ausbreitung des Öls zu verhindern. Bisher habe der Frachter zudem 97 Container verloren, zwei davon enthielten giftige Stoffe. Der 275-Meter-Frachter war inmitten des Sturmwetters in Seenot geraten. Er wies mehrere Risse auf. => Chemikalien Kyrill Öltanker/Ölpest |
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21.01.2007 S. 523 dnr = 225 |
Herzdaten live übers Telefon
Für Herzpatienten mit implantiertem Elektroschockgerät ist eine neue Form der Telemedizin erfolgreich getestet worden: Am Uniklinikum Bonn kann der behandelnde Arzt erstmals in Europa die Herzdaten seiner Patienten über das Telefon abfragen und am Monitor direkt analysieren. Dazu legt der Patient den Telefonhörer in einen schachtelförmigen Transmitter und hält diesen an den Defibrillator, der ihm implantiert wurde. Auf der anderen Seite der Leitung erscheint das EKG auf dem Monitor. => Gesundheit |
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21.01.2007 S. 545 dnr = 226 |
Naturkatastrophen: Was zahlt die Versicherung?
Geht es um materielle Schäden, das heißt, beschädigt die herumfliegende Satellitenschüssel das Dach des eigenen Hauses, springt die Wohngebäudeversicherung ein. Sie zahlt auch, wenn dadurch Fenster zu Bruch gingen oder es in den Wohnraum hineinregte und Nässeschäden den Boden zerstörten. Die kaputte Schüssel oder Antenne ersetzt die Hausratversicherung. Für Schäden am Auto kommt die Kaskoversicherung auf. Aber auch eine Versicherung zahlt nicht unbegrenzt, sondern maximal bis zur vereinbarten Deckungssumme. Häufig sind das drei oder fünf Millionen Euro. => Naturkatastrophen |
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20.01.2007 S. 126 dnr = 194 |
Orkan "Kyrill": Züge fahren nicht alle planmäßig
Der Bahnverkehr läuft auch zwei Tage nach dem Orkan "Kyrill" noch nicht reibungslos. Beeinträchtigungen gibt es nach Angaben der Deutschen Bahn noch in etlichen Teilen des Landes. Gerade in Nordrhein-Westfalen können viele Strecken noch nicht befahren werden. Fahrgäste müssten sich noch bis Montagmorgen auf Verspätungen einstellen. Die Bahn hat eine kostenlose Fahrplanauskunft eingerichtet. Ein Sprecher der Bahn wies auf den Entschädigungsanspruch hin. => Kyrill Naturkatastrophen |
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20.01.2007 S. 127 dnr = 195 |
Aufräumen nach "Kyrill"
Nach dem schweren Orkan "Kyrill" mit elf Toten in Deutschland versuchen zehntausende Helfer die Schäden zu beseitigen. Die umgefallenen Bäume, beschädigten Autos und abgedeckten Dächer sorgten für Schäden in Milliardenhöhe. In Thüringen sind noch immer 10.000 Haushalte ohne Strom. Bundesinnenminister Schäuble lobte das Krisenmanagement und die Zusammenarbeit von Polizei, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk: "Der Föderalismus habe gezeigt, dass er funktioniert." => Kyrill Naturkatastrophen |
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20.01.2007 S. 128 dnr = 196 |
Massenentlassungen im Bergbau?
Im deutschen Steinkohlebergbau kann es in diesem Jahr nach einem Bericht des Magazins "Der Spiegel" zu Massenentlassungen kommen. Die Kosten der Deutschen Steinkohle AG (DSK), einer RAG-Tochter, überstiegen 2006 die bewilligten Subventionen um 163 Mio. Euro. DSK-Vorstandschef Tönjes halte deshalb die Schließung eines Bergwerks für möglich. 3000 Arbeitsplätze würden dann verloren gehen. Zusätzliche Subventionen will die Regierung nur geben, wenn die DSK ihre Bergbauaktivitäten bis 2018 einstellt. => Arbeit & Umwelt Fossile Energien |
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20.01.2007 S. 130 dnr = 197 |
Weltsozialforum in Nairobi
In Kenias Hauptstadt Nairobi ist das Weltsozialforum eröffnet worden. Mehr als 10.000 Menschen nahmen an einem Demonstrationszug von einem Armenviertel ins Stadtzentrum teil. Beim diesjährigen Forum stehen der Kampf gegen Aids, gewaltsame Konflikte und Schulden auf der Tagesordnung. Ihre Teilnahme haben unter anderem die Friedensnobelpreisträger Wangari Maathai und Desmond Tutu zugesagt. Das Forum wurde 2001 als Gegenveranstaltung zu den Treffen der G-8 und dem Davoser Weltwirtschaftsforum gegründet. => Eine-Welt Globale Agenda 21 |
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20.01.2007 S. 157 dnr = 198 |
Warnung vor "Kyrill"-Betrügern
Die Magdeburger Polizei warnt vor dreisten Betrügern, die aus dem Sturm "Kyrill" Kapital schlagen wollen. Nach Angaben eines Sprechers sind in der Stadt derzeit Kriminelle unterwegs, die sich an Haus- oder Wohnungstüren als Handwerker oder Mitarbeiter von Wohnungsgesellschaften vorstellen und behaupten, die Wohnung auf Sturmschäden überprüfen zu müssen. Auf diese Weise seien bereits zwei Rentnerinnen Bargeld und Sparbücher gestohlen worden, nachdem sie die unbekannten Männer in ihre Wohnungen ließen. => Kyrill Naturkatastrophen |
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20.01.2007 S. 160 dnr = 199 |
Starkregen in Dänemark: Regen setzt Vejle unter Wasser
Weite Teile der dänischen Stadt Vejle sind nach massiven Regenfällen am Samstag überschwemmt. Wie die Polizei in der Stadt an der jütländischen Ostküste mitteilte, mussten etwa 300 Anwohner evakuiert werden. Die Innenstadt war wegen des heftigen Niederschlags seit dem Vortag für Autos nicht passierbar. Nachdem am Samstag ununterbrochen heftiger Regen gefallen waren, musste auch die Autobahn zwischen Esbjerg und Kolding wegen Überschwemmung gesperrt werden. => Hochwasser Natur & Umwelt |
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20.01.2007 S. 521 dnr = 200 |
Noro-Viren auf dem Vormarsch
Hochansteckende Noro-Viren sind in Deutschland nach einem Bericht des Bielefelder "Westfalen-Blatts" auf dem Vormarsch. In Nordrhein-Westfalen seien bereits 40 Altenheime und 37 Krankenhäuser betroffen, schreibt die Zeitung.Das Virus sei besonders für Kleinkinder und ältere Menschen gefährlich. Gegen die Viren gibt es dem Bericht zufolge keine Schutzimpfung und keine Medikamente. Symptome der vier bis fünf Tage dauernden Erkrankung seien Erbrechen, Durchfall und Schmerzen. Der resistente und hochansteckende Virus werde über Haut und Einatmen übertragen. => Gesundheit |
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20.01.2007 S. 523 dnr = 201 |
Ganzkörper-MRT mit neuem Gerät
Erstmals kann ein Magnetresonanz-Tomograph einen Menschen von Kopf bis Fuß untersuchen. Das weltweit einzigartige Gerät mit dem Namen TimCT wurde am Universitätsklinikum Essen in Betrieb genommen. Bislang war das Blickfeld von MR-Tomographen auf maximal 50 Zentimeter begrenzt. Daher mussten Aufnahmen verschiedener Körperregionen in einzelnen Schritten gemacht und dann per Computer zusammengesetzt werden. das System war jedoch anfällig für Fehler. Bei dem neuen Verfahren wird in einem Durchgang ein komplettes Bild des Körpers erzeugt. => Gesundheit |
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20.01.2007 S. 524 dnr = 202 |
Nüsse gut gegen Herzerkrankungen
Nüsse sind als Weihnachtsleckerei etwas ins Hintertreffen geraten. Doch unter ihrer harten Schale haben Nüsse einen guten Kern: Sie senken laut Studien den Cholesterolspiegel und damit das Risiko von koronaren Herzkrankheiten, worauf die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hinweist. Allerdings haben sie auch einen hohen Kaloriengehalt: 100 Gramm Nüsse entsprächen etwa dem Energiegehalt einer Hauptmahlzeit. Ernährungsphysiologisch hätten Nüsse jedoch eine gute Fettsäurenzusammensetzung und seien reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. => Nahrung Gesundheit |
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20.01.2007 S. 525 dnr = 203 |
Coffein schützt vor Muskelschmerzen
Coffein kann das Auftreten von Muskelschmerzen nach Sport deutlich reduzieren. Das Äquivalent von zwei Tassen Kaffee linderte in einer US-Studie bei Frauen Muskelkater sogar stärker als Schmerzmittel wie etwa Aspirin. In der Studie senkte der Naturstoff die Schmerzintensität im Vergleich zu einem Placebo um fast die Hälfte. Die Forscher erklären diesen Effekt im "Journal of Pain" damit, dass Coffein die körpereigenen Rezeptoren für die Substanz Adenosin blockiert, die bei Entzündungen gebildet wird. Unklar ist, ob die Resultate auch für Männer gelten => Gesundheit Kaffee |
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20.01.2007 S. 526 dnr = 204 |
Placebo-Wirkung bei Gewichtsabnahme
Die positive Wirkung von körperlicher Betätigung auf die Gesundheit ist zumindest teilweise auf einen Placebo-Effekt zurückzuführen. Zu diesem Schluss kommt ein US-Forscherteam nach einer Studie. Waren sich die Testpersonen der gesundheitsfördernden Wirkung ihrer Arbeit bewusst, waren sie nach wenigen Wochen tatsächlich in einer besseren körperlichen Verfassung als die Personen, die nicht über den positiven Effekt ihrer Tätigkeit aufgeklärt worden waren.heißt es in der Fachzeitschrift "Psychological Science". => Gesundheit |
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20.01.2007 S. 527 dnr = 205 |
Ernährung: Schulen sollen mehr tun
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat eine Aufklärungsoffensive zur gesunden Ernährung in Schulen gefordert. Mit genauen Informationen über gesundes Essen könnte den Werbemärchen von "gesunden Süßigkeiten" und auch Ernährungsdefiziten in Familien begegnet werden, sagte vzbv-Chefin Müller. Den Angaben zufolge ist jedes sechste Kind in Deutschland zu dick. Vor gut 20 Jahren sei die Zahl übergewichtiger und fettsüchtiger Kinder nur halb so hoch gewesen. An dieser Entwicklung trügen auch die Schulen eine Mitschuld. => Schule Nahrung Gesundheit |
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20.01.2007 S. 528 dnr = 206 |
Grippe-Impfungen nun nachholen
Grippeimpfungen, die im Herbst wegen Lieferengpässen verschoben werden mussten, sollten jetzt nachgeholt werden.Trotz vereinzelter erster Influenzafälle haben die Erreger Deutschland noch nicht erreicht, so dass es für eine Schutzimpfung keineswegs zu spät ist, so der Chef des Berufsverbands der Pneumologen, Hellmann. Offenbar habe das warme Wetter dazu geführt, dass die Patienten die versäumten Impftermine nicht nachholten. Nach Angaben der Lungenfachärzte wird in dieser Saison wieder ein Anstieg der Influenzafälle erwartet. => Gesundheit |
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20.01.2007 S. 531 dnr = 207 |
UNO sorgt sich um Golfstrom Die UNO warnt offenbar vor einem Versiegen des Golfstroms. Entsprechende Prognosen des Max-Planck-Instituts für Meteorologie nehme der Zwischenstaatliche Ausschuss der UN für Klimaänderungen in seinem für Februar angekündigten Bericht auf, so die "Welt am Sonntag". Nach Erkenntnissen der Hamburger Forscher werde der warme Golfstrom, der das Klima in Nordeuropa maßgeblich bestimmt, bis zum Jahr 2100 deutlich erlahmen. Sie prognostizierten einen Rückgang der Strömung um 30 %. In der Konsequenz seien für einzelne Staaten massive Erschütterungen denkbar. => IPCC-Bericht Golfstrom IPCC Klimawandel |
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20.01.2007 S. 532 dnr = 208 |
Masterplan gegen Klimawandel: Greenpeace: Studie zum Weltklima
Die Umweltorganisation Greenpeace und der Dachverband der Europäischen Erneuerbaren Energien-Industrie (Erec) präsentieren einen globalen Masterplan zur Abwendung des drohenden Klimawandels.Das Weltklima sei noch zu retten, wenn Politik und Wirtschaft sofort handelten, zitiert der "Spiegel" aus der 100 Seiten starken Machbarkeitsstudie "Energy (R)evolution". Demnach könnte durch Energiesparmaßnahmen sowie die verstärkte Nutzung von Wind-, Wasser- und Sonnenkraft der Ausstoß von Treibhausgasen bis 2050 halbiert werden. => Klimawandel |
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20.01.2007 S. 533 dnr = 209 |
Starke Orkane alle 10 bis 20 Jahre
Orkane der Größenordnung von "Kyrill" sind laut Deutschem Wetterdienst (DWD) in Deutschland alle 10 bis 20 Jahre zu erwarten. Ein direkter Bezug zum Klimawandel lasse sich aus solchen Einzelereignissen nicht herstellen. Betrachte man die Stürme und Orkane der letzten 30 Jahre, so habe bislang weder Häufigkeit noch Intensität zugenommen. Auch früher habe es oft stabile Westwetterlagen mit heftigen Stürmen über West- und Zentraleuropa gegeben. Anzeichen für den Klimawandel seien vielmehr der zu milde Winter und die großen Temperaturgegensätze über dem Nordatlantik => Kyrill Naturkatastrophen |
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20.01.2007 S. 534 dnr = 210 |
"Kyrill": Wenig Waldschäden
Der Orkan "Kyrill" hat im deutschen Wald weit weniger folgenschwer gewütet als die schlimmen Sturmtiefs "Viviane" und "Wiebke", die vor 17 Jahren ganze Wälder verwüsteten. Die aktuellen Schäden seien nicht mit den von den damaligen Orkanen zu vergleichen, teilten die Behörden von Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg mit. Ein vollständiges Schadensbild werde allerdings erst in einigen Tagen vorliegen. Durch die beiden Orkane "Viviane" und "Wiebke" waren 1990 allein im Baumbestand Milliardenschäden verursacht worden. => Kyrill Wald |
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20.01.2007 S. 536 dnr = 211 |
Wetterkapriolen verwirren Vögel
Vogelgezwitscher wie im Frühling: Die Winter-Wetterkapriolen bringen nach Beobachtung des Naturschutzbunds Deutschland (NABU) die Vögel durcheinander."Noch nie haben so viele Zugvögel ihre Reise verkürzt wie in diesem milden Winter", sagte der Artenschutzexperte des NABU-Landesverbands Baden-Württemberg, Klatt. Kraniche beispielsweise seien zu Tausenden in Deutschland geblieben anstatt nach Spanien und Portugal zu fliegen.Ähnliches gelte für Stare, Feldlerchen, Kiebitze und Hausrotschwänzchen. => Klimawandel Natur & Umwelt |
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20.01.2007 S. 537 dnr = 212 |
Januar bisher 6,5 Grad zu warm
Der Januar 2007 war in der ersten Hälfte so warm wie nie zuvor seit Beginn der flächendeckenden Messungen 1901.Die Temperaturen lagen bislang rund 6,5 Grad über dem langjährigen Durchschnittswert, teilte der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mit. Ein Ende des milden Wetters im gewöhnlich kältesten Monat des Jahres ist nicht in Sicht: Der vorhergesagte Orkan werde erneut kräftig milde Luft ansaugen, und auch danach sei kein Wintereinbruch abzusehen. Der Januar steuere daher auf einen Wärmerekord zu. => Klimawandel |
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19.01.2007 S. 120 dnr = 178 |
Orkan "Kyrill": Elf Tote in Deutschland
Mit Geschwindigkeiten bis zu 200 km/h ist der Orkan "Kyrill" über Deutschland hinweg gefegt. Elf Menschen kamen ums Leben. Es wurden Schäden in Milliardenhöhe verursacht. Abgedeckte Dächer, zerfetzte Stromleitungen und entwurzelte Bäume verursachten ein Verkehrschaos. Hunderte Flüge wurden gestrichen und Autobahnen gesperrt. Zehntausende Reisende saßen fest, da die Bahn den Zugbetrieb eingestellt hatte. Die Küstenregionen blieben von den befürchteten Sturmfluten aber verschont. => Kyrill Naturkatastrophen |
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19.01.2007 S. 121 dnr = 179 |
Orkan "Kyrill": Weiter Verspätungen bei der Bahn
Zugreisende müssen sich wegen der Aufräumarbeiten nach dem Orkan "Kyrill" weiter auf Störungen bei der Bahn einstellen. Insgesamt gab es etwa 450 Schadensmeldungen. Informationen über die aktuelle Lage gibt die Bahn über die Hotline 08000 996633 bekannt. Der Luftverkehr hat sich dagegen weitgehend normalisiert. Bis auf wenige Ausnahmen wird der Flugplan eingehalten. "Kyrill" war einer der schwersten Stürme der vergangenen 20 Jahre. => Kyrill Naturkatastrophen |
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19.01.2007 S. 122 dnr = 180 |
Orkan "Kyrill": Mehr als 40 Tote in Europa Europaweit hat der Orkan "Kyrill" schwere Schäden angerichtet. Insgesamt wurden mehr als 40 Menschen getötet, 13 allein in Großbritannien. Dort sind auch mehr als 160.000 Menschen weiter ohne Strom. Hunderte Flüge wurden europaweit gestrichen, Fähr- und Zugverbindungen abgesagt. Inzwischen zog der Sturm ab. Die russischen Öllieferungen nach Europa über die "Druschba"-Pipeline sind unterbrochen. Ukrainischen Angaben zufolge legte ein Stromausfall Pumpstationen lahm. => Druschba-Pipeline Kyrill Naturkatastrophen |
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19.01.2007 S. 127 dnr = 181 |
Al-Sadr-Gefolgsmänner gefasst
Irakische Soldaten haben drei hochrangige Gefolgsmänner des Schiitenführers Al Sadr festgenommen. Darunter sollen der Sprecher Al Sadrs sowie der Chef einer Todesschwadrone sein, dem Mord, Entführung und Folter vorgeworfen werden. Der Kampf gegen Al Sadrs Mehdi-Armee hat für die USA Priorität, weil diese für einen Großteil des Terrors im Irak verantwortlich ist. Die Festnahme, an der auch US-Soldaten beteiligt waren, fiel zusammen mit dem Irak-Besuch von US-Verteidigungsminister Gates. => Irak |
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19.01.2007 S. 128 dnr = 182 |
Iran-Politik: US-Demokraten wollen Bush bremsen
Die US-Demokraten wollen Präsident Bush in der Iran-Politik nicht völlig freie Hand lassen. "Der Präsident ist nicht autorisiert, ohne Zustimmung des Kongresses einen Militärschlag zu führen", betonte der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Reid. Bush hatte mehrfach militärische Mittel nicht ausgeschlossen, um das iranische Atomprogramm zu stoppen. Die USA werfen Teheran vor, Terroristen im Irak zu unterstützen. Erst kürzlich wurde ein weiterer US-Flugzeugträger in die Golfregion entsandt. => Iran |
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19.01.2007 S. 130 dnr = 183 |
Kinder nur in jedem 4.Haushalt
Nur in jedem vierten Haushalt in Deutschland leben nach Angaben von Bundesfamilienministerin von der Leyen noch minderjährige Kinder. Bei der Aussprache im Bundestag zum Kinder-und Jugendbericht setzte sich von der Leyen für mehr Betreuung der Kinder unter drei Jahren ein. Zur Umsetzung gebe es aber in den Fraktionen unterschiedliche Vorstellungen. Die FDP-Abgeordnete Gruß bezeichnete die bisherigen Vorhaben der Regierung zur Familienförderung als nicht ausreichend. => Bevölkerung Kinder/Jugendliche |
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19.01.2007 S. 132 dnr = 184 |
Grüne Woche in Berlin eröffnet
Mit dem Rundgang von Agrarminister Seehofer und Berlins Regierendem Bürgermeister Wowereit hat die Internationale Grüne Woche in Berlin begonnen. Seehofer informierte sich unter anderem über Bioenergie. Dieser Zukunftszweig habe eine "Megabedeutung", sagte er. Am Nachmittag öffnet die Leistungsschau der Agrar- und Ernährungswirtschaft auch für das Publikum. 1601 Aussteller aus 56 Ländern präsentieren sich dort.Die Schau war gestern von Kanzlerin Merkel und EU-Kommissionspräsident Barroso eröffnet worden. => Nahrung |
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19.01.2007 S. 156 dnr = 185 |
"Freiwillige Ausreise" ist Unwort
Das Unwort des Jahres 2006 lautet "Freiwillige Ausreise". Die Jury der Universität Frankfurt am Main begründete die Entscheidung damit, dass die Freiwilligkeit einer solchen Ausreise von Asylbewerbern aus Deutschland in vielen Fällen bezweifelt werden könne. Zudem rügte die Jury den Begriff "Konsumopfer" von Modemacher Joop, der damit das Hungern von Models umschrieb."Neiddebatte" (Ex-Bundesbankpräsident Ernst Welteke) wurde als Herabwürdigung einer ernsthaften Diskussion kritisiert. Zur Auswahl standen unter anderem "Prekariat" und "Problembär Bruno". => Migration |
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19.01.2007 S. 157 dnr = 186 |
Unworte des Jahres 1991-1998
1991 "Ausländerfrei" (Fremdenfeindliche Parole in Hoyerswerda) 1992 "Ethnische Säuberung" (Propagandaformel in Jugoslawien) 1993 "Überfremdung" (Scheinargument gegen Zuzug von Ausländern) 1994 "Peanuts" (Ausspruch von Deutsche Bank-Vorstandssprecher Hilmar Kopper) 1995 "Diätenanpassung" (Beschönigung der Diätenerhöhung im Bund) 1996 "Rentnerschwemme" (Falsches Natur bild für sozialpolitisches Phänomen) 1997 "Wohlstandsmüll" (Umschreibung arbeitsunwilliger Menschen) 1998 "sozialverträgliches Frühableben" (Bundesärztekammer-Präsident Vilmar) => Sozialwissenschaften |
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19.01.2007 S. 158 dnr = 187 |
Unworte des Jahres 1999-2005
1999: "Kollateralschaden" (Verharmlo sung der Tötung Unschuldiger bei Nato) 2000: "National befreite Zone" (von Rechtsextremisten beherrschtes Gebiet) 2001: "Gotteskrieger" (Kein Glaube kann Krieg oder Terror rechtfertigen) 2002: "Ich-AG" (Reduzierung von Menschen auf Börsenniveau) 2003: "Tätervolk" (Grundsätzlich inakzeptabler Kollektivschuldvorwurf) 2004: "Humankapital" (Degradierung von Arbeitskräften in Betrieben) 2005: "Entlassungsproduktivität" (Verschleierung der Mehrbelastung der jenigen, die ihren Job noch behalten) => Sozialwissenschaften |
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19.01.2007 S. 159 dnr = 188 |
Jury kürt Sprachentgleisung
Was die sechsköpfige Jury für das "Unwort des Jahres" betreibt, ist nach Einschätzung ihres Sprechers Schlosser nicht repräsentativ. Schon die Vorauswahl hänge von vielen Zufällen ab. Im Jahr der Fußball-WM sei die Torwartfrage sehr oft genannt worden. Problembär Bruno sei in der Häufigkeitsskala sogar auf den 3.Rang gekommen. Fraglich sei aber, ob es sich um Unworte handele. Der Sprachwissenschaftler rief erstmals für 1991 eine Jury zusammen, die als Antwort auf das "Wort des Jahres" eine Wortschöpfung kürte, die im Sprachgebrauch vermieden werden sollte. => Sozialwissenschaften |
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19.01.2007 S. 161 dnr = 189 |
Warnung vor "Kyrill"-Betrügern
Die Magdeburger Polizei warnt vor dreisten Betrügern, die aus dem Sturm "Kyrill" Kapital schlagen wollen. Nach Angaben eines Sprechers sind in der Stadt derzeit Kriminelle unterwegs, die sich an Haus- oder Wohnungstüren als Handwerker oder Mitarbeiter von Wohnungsgesellschaften vorstellen und behaupten, die Wohnung auf Sturmschäden überprüfen zu müssen. Auf diese Weise seien bereits zwei Rentnerinnen Bargeld und Sparbücher gestohlen worden, nachdem sie die unbekannten Männer in ihre Wohnungen ließen. => Kyrill |
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19.01.2007 S. 163 dnr = 190 |
Zahl der Sozialhilfeempfänger sinkt
Rund 81.000 Menschen haben Ende 2005 "Sozialhilfe" im engeren Sinne erhalten. Damit waren nach Angaben des Statistischen Bundesamts nur noch 0,1 % der Bevölkerung auf laufende Hilfe zum Lebensunterhalt angewiesen. Im Jahr 2004 hatten noch rund 2,9 Millionen Menschen oder 3,5 % der Bevölkerung Sozialhilfe bezogen. Ursache für den drastischen Rückgang ist das am 1.Januar 2005 in Kraft getretene Hartz-IV-Gesetz. Seitdem erhalten erwerbsfähige Hilfeempfänger sowie deren Familienangehörige eine "Grundsicherung für Arbeitsuchende". => Armut & Reichtum |
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19.01.2007 S. 535 dnr = 191 |
Januar bisher 6,5 Grad zu warm
Der Januar 2007 war in der ersten Hälfte so warm wie nie zuvor seit Beginn der flächendeckenden Messungen 1901.Die Temperaturen lagen bislang rund 6,5 Grad über dem langjährigen Durchschnittswert, teilte der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mit. Ein Ende des milden Wetters im gewöhnlich kältesten Monat des Jahres ist nicht in Sicht: Der vorhergesagte Orkan werde erneut kräftig milde Luft ansaugen, und auch danach sei kein Wintereinbruch abzusehen. Der Januar steuere daher auf einen Wärmerekord zu. => Klimawandel |
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19.01.2007 S. 536 dnr = 192 |
Schweiz: Gletscher schmelzen weiter
Die Schweizer Gletscher haben sich weiter zurückgezogen. Ein Rückzug um 700 m wurde am Suretta-Gletscher im Bündnerland festgestellt. Als einziger von 85 beobachteten Gletschern blieb der Allalin-Gletscher stabil, so die Akademie der Naturwissenschaften in Bern. Wie sich der anhaltend milde Winter auf die Gletscher auswirken wird, ist offen. Die Auswertung von 85 Gletschern im Zeitraum von Herbst 2005 bis Herbst 2006 zeigt ein ähnliches Bild wie in den vorangegangenen Jahren. Abgesehen vom Allalin-Gletscher haben sich alle Gletscherzungen weiter zurückgezogen. => Klimawandel |
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19.01.2007 S. 537 dnr = 193 |
Waldschadensbericht: Zwei von drei Bäumen geschädigt
Trotz geringfügiger Verbesserungen bleibt der deutsche Wald schwer geschädigt. Der Anteil schwer kranker Bäume sei nur unwesentlich zurückgegangen, wie sich nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa beim neuen Waldschadensbericht 2006 abzeichnet. Mehr als zwei von drei Bäumen seien geschädigt. Das Bundesagrarministerium wird den Waldschadensbericht voraussichtlich noch im Januar vorstellen. Im Jahr 2005 hatte sich der Zustand besonders der Eichen deutlich verschlechtert. => Wald |
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18.01.2007 S. 120 dnr = 165 |
"Kyrill": Orkan stoppt Fernverkehr der Bahn
Wegen "Kyrill" hat die Deutsche Bahn den Fernverkehr weitgehend eingestellt.Bahnchef Mehdorn sagte: "Wir liegen still. Das hatten wir noch nie in dieser Form." "Kyrill" tobt derzeit mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 170 km/h über Deutschland. An den Küsten drohen Hochwasser. Meteorologen empfehlen, zu Hause zu bleiben. Bislang fielen "Kyrill" in Deutschland mindestens fünf Menschen zum Opfer. Unter anderem starben zwei Autofahrer bei Unfällen. => Kyrill |
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18.01.2007 S. 121 dnr = 166 |
Orkan "Kyrill" tobt über Europa
Das Orkantief "Kyrill" hat in Teilen Europas schwere Schäden hinterlassen.In Großbritannien kamen durch den Sturm sechs Menschen ums Leben, in den Niederlanden starben drei Menschen. Huntertausende Menschen sind in Großbritannien ohne Strom. Zahlreiche Flüge mussten europaweit gestrichen werden oder hatten mehrstündige Verspätungen.Im Ärmelkanal sank vor der Küste von Cornwall ein britisches Frachtschiff.Die Besatzung wurde gerettet. Insgesamt zieht das Orkantief rascher über Europa hinweg als erwartet. => Kyrill Naturkatastrophen |
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18.01.2007 S. 126 dnr = 167 |
Irak: 100 Tote nach US-Offensive
Die US-Armee hat in dem irakischen Dorf Turki nahe Bagdad nach eigenen Angaben 100 mutmaßliche Extremisten getötet und 50 Verdächtige gefangen genommen. Der Einsatz habe sich gegen eine Gruppe gerichtet, die sich "der Rat" nenne.Ihr sollen Ex-Funktionäre der Baath-Partei von Saddam Hussein, Al-Kaida-Terroristen und andere "sunnitische Extremisten" angehört haben. Die Gruppe soll im vergangenen Jahr Zivilisten entführt und ermordet haben.In dem Dorf habe man große Waffendepots entdeckt, teilte die US-Armee mit. => Irak |
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18.01.2007 S. 129 dnr = 168 |
Aktuelle Stunde zur Energiepolitik: Bundestag berät über Atompolitik
Die große Koalition hat sich im Bundestag weiter uneins in der Atompolitik gezeigt. Während CDU und CSU die Laufzeiten der Kernkraftwerke verlängern wollen, halten die Sozialdemokraten an den derzeitigen Ausstiegsplänen fest.Die Aktuelle Stunde zur Energiepolitik war von den Grünen beantragt worden. Der Bundestag will außerdem über eine Neuregelung der Kfz-Steuer beraten. Mit großer Mehrheit wurde ein Gesetzentwurf verabschiedet, durch den die Versendung von Spam-Mails besser bekämpft werden soll. => Atomausstieg Energieabhängigkeit |
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18.01.2007 S. 140 dnr = 169 |
Porträt: Edmund Stoiber
Die Kritik um seine Person hatte jedoch schon im Herbst 2005 mit seinem Rückzieher vom Amt des Bundeswirtschaftsministers begonnen. Völlig unerwartet war nach Bayern zurückgekehrt - wo bereits seine potenziellen Nachfolger Huber und Beckstein zur Nachfolge bereit standen.Stoibers persönliche Umfragewerte erholten sich seitdem nicht mehr. In der Großen Koalition in Berlin sorgte Stoiber mit seinem Zick-Zack-Kurs bei den Verhandlungen zur Gesundheitsreform für Unmut. Seine größte politische Niederlage erlebte er in seiner knappen Niederlage gegen den SPD-Kandidaten Gerhard Schröbei der Bundestagswahl 2002. Stoiber hatte sich zuvor beim legendären Frühstück in Wolfratshausen als Kandidat der Union gegen Angela Merkel durchgesetzt. In Bayern konnte er dafür bei der Landtagswahl 2003 erstmals die Zwei-Drittel-Mehrheit für die CSU erzielen. Angebote, Bundespräsident oder EU-Kommissionspräsident zu werden, schlug Stoiber danach aus. Seine politische Karriere begann der in Oberaudorf am Inn geborene Stoiber in der Jungen Union. 1974 zog er erstmals in den bayerischen Landtag ein. Sein Ziehvater Franz Josef Strauß machte ihn 1978 zum CSU-Generalsekretär. Später wurde Stoiber Chef der Staatskanzlei und Innenminister unter Ministerpräsident Streibl. Als der 1993 über die Amigo-Affäre stolperte, übernahm Stoiber das Ministerpräsidentenamt => Sozialwissenschaften |
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18.01.2007 S. 141 dnr = 170 |
Porträt: Günther Beckstein
In Bayern zählt Innenminister Günther Beckstein (63) zu den beliebtesten Politikern. Der Franke ist mit seinem strikten Kurs in der Sicherheits- und Ausländerpolitik ein echter Hardliner. Beckstein hat sich auch über die Parteigrenzen hinweg Respekt verschafft.Der Jurist liebt die klare Sprache, fordert ein Nein zum EU-Beitritt der Türkei und die Ausweisung von "gewaltbereiten Islamisten. Seine Haltung zur Abschiebung von abgelehnten oder straffällig gewordenen Asylanten brachte im viel Kritik ein. Besonders mit seiner Kirche kam der evangelische Christ immer wieder in Konflikt. In der Landessynode, der er seit 1996 angehört, gab es oft Streit. Beckstein gehört zu den engsten Weggefährten von Ministerpräsident Edmund Stoiber - was ihn freilich nicht davon abhält, notfalls im sonst recht einstimmigen CSU-Chor auch eine abweichende Linie zu vertreten. Der CSU-Politiker ist seit 32 Jahren verheiratet und hat drei Kinder. => Sozialwissenschaften |
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18.01.2007 S. 142 dnr = 171 |
Porträt: Erwin Huber
Erwin Huber ist seit Jahren einer der Kronprinzen von Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber. Die Ambitionen des 60-jährigen Landeswirtschaftsministers auf höhere Ämter in der CSU oder Regierung sind schon lange bekannt. Diesen Traum machte Stoiber im Herbst 2005 mit seinem Rückzug vom Amt des Bundeswirtschaftsministers unerwartet wieder zunichte. Die Aufgabe als zweiter Mann hinter Stoiber erfüllte Huber dennoch stets loyal. Als "Allzweckwaffe" machte er sich unverzichtbar. Huber wurde 1978 erstmals in den Landtag gewählt, 1987 machte ihn der damalige Ministerpräsident Strauß zum Generalsekretär. 1994 holte Ministerpräsident Stoiber ihn in die Staatskanzlei.1995 wurde Huber Finanzminister und 1998 Chef der Staatskanzlei. Maßgeblich schrieb Huber 2005 am Unions-Wahlprogramm mit, auch war er in führender Position für die CSU an den Koalitionsverhandlungen beteiligt. Einen Wechsel nach Berlin hatte er aber stets abgelehnt, obwohl ihm die Türen offen gestanden hätten. => Sozialwissenschaften |
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18.01.2007 S. 143 dnr = 172 |
Porträt: Horst Seehofer
Dem 57-jährigen Bundesminister für Landwirtschaft und Verbraucherschutz werden schon seit längerem Ambitionen auf den CSU-Parteivorsitz nachgesagt. Politisch erfahren ist Seehofer auf jeden Fall. Als einziger CSU-Spitzenpoli ter viel Erfahrung in der Bundespolitik und kennt sich in Berliner Koalitionsrunden bestens aus. 1992-1998 war er Gesundheitsminister der Regierung Kohl. In der CSU-Basis genießt Seehofer großen Rückhalt, vertritt in der Partei den sozialen Flügel - oft kompromisslos So isolierte er sich 2004 im Streit zwischen CDU und CSU um das richtige Konzept für eine Gesundheitsreform, weil er den von ihm als unsozial kritisierten Kompromiss nicht mittrug. Als er den stellvertretenden Vorsitz der Unionsfraktion hinschmiss, galt er als politisch tot. Als Verbands-Funktionär im Sozialverband VdK stand er anschließend in einigen Aspekten der Sozialpolitik noch deutlicher gegen die Unionslinie. Nur ein Jahr später, im Herbst 2005, kehrte er jedoch als Minister ins Bundeskabinett zurück. => Sozialwissenschaften |
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18.01.2007 S. 156 dnr = 173 |
Winter hält USA weiter im Griff
Der heftige Wintereinbruch in den USA hält weite Teile des Landes fest im Griff. Aufgrund von Schnee und Kälte kamen bis Mittwoch mindestens 65 Menschen in neun US-Staaten ums Leben. Die meisten starben bei Autounfällen auf vereisten Straßen. Ein schwerer Sturm brachte ganz Texas bis zur mexikanischen Grenze Schnee und gefrierenden Regen und lähmte das öffentliche Leben. Im sonst sonnenverwöhnten Milibu in Kalifornien fiel erstmals seit 20 Jahren Schnee. Durch Frost war in den vergangenen Tagen bereits ein Großteil der Zitrusernte vernichtet worden. => Klima Natur & Umwelt |
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18.01.2007 S. 157 dnr = 174 |
"Kyrill": Name stammt aus Berlin
Das Orkantief "Kyrill" hat seinen Namen vom Institut für Meteorologie der Freien Universität (FU) Berlin. Die Wissenschaftler in der Hauptstadt sind die einzigen, die den Hoch- und Tiefdruckgebieten über Deutschland Namen zuweisen - Bezeichnungen, die dann von anderen Meteorologen und den Medien übernommen werden. Ausgesucht wurde der Name "Kyrill" allerdings von Privatleuten aus Neuenhagen bei Berlin. Sie hatten für das Tief eine "Wetterpatenschaft" übernommen, die das Berliner Institut seit mehreren Jahren anbietet. => Kyrill Naturkatastrophen |
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18.01.2007 S. 535 dnr = 175 |
Waldschadensbericht 2006: Zwei von drei Bäumen geschädigt
Trotz geringfügiger Verbesserungen bleibt der deutsche Wald schwer geschädigt. Der Anteil schwer kranker Bäume sei nur unwesentlich zurückgegangen, wie sich nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa beim neuen Waldschadensbericht 2006 abzeichnet. Mehr als zwei von drei Bäumen seien geschädigt. Das Bundesagrarministerium wird den Waldschadensbericht voraussichtlich noch im Januar vorstellen. Im Jahr 2005 hatte sich der Zustand besonders der Eichen deutlich verschlechtert. => Wald |
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18.01.2007 S. 539 dnr = 176 |
Weiteres Alzheimer-Gen entdeckt
Nach fünfjährigen Forschungen haben Wissenschaftler einen weiteren genetischen Hinweis auf die Entstehung von Alzheimer entdeckt. Veränderte Formen des so genannten SORL1-Gens spielten eine wichtige Rolle bei spät einsetzendem Alzheimer, den rund 90 % der weltweit 24 Millionen Erkrankten haben, berichten die Forscher aus den USA und Kanada in "Nature Genetics". Durch die Identifizierung des nunmehr fünften Gens wachsen demnach die Chancen, das Alzheimer-Puzzle zu lösen, um ein wirksames Medikament gegen die Demenz-Erkrankung zu finden. => Gesundheit Gen-/Biotechnologie |
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18.01.2007 S. 547 dnr = 177 |
Jede 10.Orange mit Pestiziden
Mehr als zehn Prozent der Orangen und Pfirsiche auf dem deutschen Markt sind mit Pestizidrückständen belastet. Das ergab das Lebensmittel-Monitoring 2005 des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Danach überschritten 12 % der untersuchten Orangen und 15 % der Pfirsiche die erlaubten Höchstgehalte an Pflanzenschutzmitteln. Zudem wurden in Reis, Pilzerzeugnissen und Spinat erhöhte Schwermetallgehalte registriert. Erhöhte Konzentrationen an Schimmelpilzen fanden die Tester in Apfelsaft, Traubenmost und Schaumwein. => Chemikalien Nahrung Gesundheit |
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17.01.2007 S. 123 dnr = 153 |
Warnung vor Orkan mit 150 km/h
Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einem der heftigsten Stürme der vergangenen Jahre. Orkantief "Kyrill" wird in der Nacht über der Nordsee erwartet und dann mit Windgeschwindigkeiten bis 150 Kilometer pro Stunde weiter in Richtung Süden ziehen. Die Meteorologen empfehlen, Gegenstände im Freien zu sichern und Fenster geschlossen zu halten. Vor allem im Westen Deutschlands muss zudem mit Dauerregen gerechnet werden.Hier drohen Überschwemmungen und kleinere Erdrutsche. => Kyrill Naturkatastrophen |
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17.01.2007 S. 124 dnr = 154 |
Rice lädt Nahost-Quartett ein
US-Außenministerin Rice hat ein Treffen des Nahost-Quartetts angekündigt. Die vier Partner Uno, EU, Russland und USA sollten Anfang Februar in Washington zusammenkommen, sagte Rice nach einem Treffen mit Bundesaußenminister Steinmeier in Berlin. Rice hatte in den vergangenen Tagen mehrere Länder im Nahen Osten besucht, um dabei unter anderem die Chancen für eine Wiederbelebung des Friedensplans "Road Map" auszuloten. Morgen wird sie Kanzlerin Merkel über die Ergebnisse ihrer Gespräche informieren. => Nahost |
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17.01.2007 S. 125 dnr = 155 |
Druck auf Olmert und Perez wächst
Nach dem Rücktritt des israelischen Generalstabschefs Halutz geraten auch Verteidigungsminister Perez und Ministerpräsident Olmert unter Druck. Mehrere Oppositionspolitiker forderten Olmert und Perez auf, dem Beispiel des Armeechefs zu folgen. Sie müssten sich ihrer Verantwortung für Fehler im Libanon-Krieg stellen. Halutz hatte mit dem Rücktritt die Konsequenzen aus dem misslungenen Libanon-Feldzug im Sommer gezogen. Damals waren weder zwei entführte Soldaten befreit noch die Hisbollah geschwächt worden. => Nahost |
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17.01.2007 S. 126 dnr = 156 |
Anschläge in Kirkuk und Bagdad
Bei Anschlägen im Irak sind wieder mehr als 20 Menschen getötet worden. Im Zentrum der nordirakischen Stadt Kirkuk riss ein Selbstmordattentäter zehn Menschen in den Tod. Der Attentäter habe seinen mit Sprengstoff beladenen Lastwagen vor einer Polizeiwache zur Explosion gebracht, teilte die Polizei mit. 42 Menschen seien verletzt worden. Im Bagdader Schiitenviertel Sadr City wurden mindestens 15 Menschen getötet und mehr als 30 verletzt, als eine Autobombe auf einem Markt explodierte. => Irak |
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17.01.2007 S. 144 dnr = 157 |
Der Fall Murat Kurnaz
Der Ex-Guantanamo-Häftling Murat Kurnaz wurde ohne Prozess und Kontakt zu seiner Familie von 2002 bis 2006 im US-Gefangenenlager auf Kuba festgehalten. Am 3.Oktober 2001 reiste der damals 19jährige Kurnaz nach Pakistan, angeblich für eine Pilgerreise. Dort wurde er im Dezember 2001 festgenommen, nach Afghanistan gebracht und Anfang 2002 im Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba als potenzieller Terrorist interniert. Im Oktober 2002 sollen die USA die Freilassung des in Bremen geborenen Türken angeboten haben, was die Bundesregierung aber abgelehnt haben soll. Nachdem der Oberste US-Gerichtshof Kurnaz im Juli 2004 eine gerichtliche Anhörung zusprach, reichten seine Anwälte Klage ein. Am 8. September 2005 wurde Kurnaz erstmals vor einem ordentlichen US-Gericht angehört. Seit Januar 2006 verhandelten deutsche und amerikanische Diplomaten über Kurnaz' Freilassung. Nach mehr als viereinhalb Jahren Gefangenschaft wurde Kurnaz am 24. August 2006 frei gelassen und auf den Luftwaffenstützpunkt Ramstein ausgeflogen. Kurnaz warf nach seiner Freilassung Bundeswehrsoldaten vor, sie hätten ihn im Januar 2002 in einem US-Gefangenenlager im südafghanischen Kandahar misshandelt. Um den Vorwürfen nachzugehen, konstituierte sich der Verteidigungsausschuss des Bundestags als Untersuchungsausschuss. Auch der BND-Untersuchungsausschuss befasst sich mit dem Fall. Die Staatsanwaltschaft Tübingen führt außerdem Ermittlungen gegen zwei Soldaten des Bundeswehr-Kommandos Spezialkräfte (KSK). => Terrorismus |
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17.01.2007 S. 145 dnr = 158 |
"Road Map" des Nahost-Quartetts
Zum Nahost-Quartett gehören die USA und Russland sowie die Uno und die EU. Es formierte sich, nachdem die 1993 in Oslo vereinbarten Friedensverhandlungen im Sommer 2000 gescheitert waren. Im Juni 2002 erklärte US-Präsident Bush die Gründung eines lebensfähigen Palästinenserstaats innerhalb von drei Jahren zum Ziel. Daraufhin stellte das Nahost-Quartett erstmals Umrisse der so genannten "Road Map" vor, die auf dem Weg zu diesem Staat präzise Schritte mit klaren Verpflichtungen für beide Seiten festlegte. Der Plan sieht drei Phasen vor. Weder Israel noch die Palästinenser setzten aber die für die erste Phase geforderten Maßnahmen um: ein Ende der Gewalt von Seiten palästinensischer Extremisten sowie ein Stopp der israelischen Siedlungsaktivität in den besetzten Gebieten und ein umgehender Abbau von Außenposten von Siedlungen. Nachdem im März 2006 in den Palästinensergebieten die radikal-islamische Hamas die Regierung übernommen hatte, stellte das Quartett seine Zusammenarbeit ein. Es fordert als Bedingung für eine Wiederaufnahme, dass die Hamas Israel anerkennt und der Gewalt abschwört => Nahost |
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17.01.2007 S. 536 dnr = 159 |
Krebsmittel aus dem Hühnerei
Krebsmittel könnten künftig Kosten sparend aus Hühnereiern produziert werden.Forscher am britischen Roslin-Institut bei Edinburgh haben Legehennen gentechnisch so verändert, dass sie begehrte Arzneistoffe im Eiweiß herstellen. Die Gen-Hennen legen Eier mit Proteinen, die etwa gegen Hautkrebs oder Viren eingesetzt werden könnten und bislang aufwendig im Labor produziert werden müssen. Bis die Gen-Hühner für die Arzneimittelherstellung genutzt werden können, dürften aber noch wenigstens fünf bis zehn Jahre vergehen. => Gesundheit |
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17.01.2007 S. 537 dnr = 160 |
Weiteres Alzheimer-Gen entdeckt
Nach fünfjährigen Forschungen haben Wissenschaftler einen weiteren genetischen Hinweis auf die Entstehung von Alzheimer entdeckt. Veränderte Formen des so genannten SORL1-Gens spielten eine wichtige Rolle bei spät einsetzendem Alzheimer, den rund 90 % der weltweit 24 Millionen Erkrankten haben, berichten die Forscher aus den USA und Kanada in "Nature Genetics". Durch die Identifizierung des nunmehr fünften Gens wachsen demnach die Chancen, das Alzheimer-Puzzle zu lösen, um ein wirksames Medikament gegen die Demenz-Erkrankung zu finden. => Gesundheit Gen-/Biotechnologie |
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17.01.2007 S. 538 dnr = 161 |
Alpen: Mehr Muren durch warme Winter
Der warme Winter wird nach Einschätzung von Forschern das Risiko von Murenabgängen und Felsstürzen in den Alpen erhöhen und die seit zwei Jahrzehnten beobachteten Veränderungen im Gebirge beschleunigen. Die vergleichsweise hohen Temperaturen ließen derzeit die Dauerfrostgrenze ansteigen und schwächten die Bindungskraft des gefrorenen Wassers im Boden, sagte der Nürnberger Alpen-Forscher Bätzing. Bätzing ist Professor für Kulturgeographie an der Universität Erlangen-Nürnberg und Autor des Standardwerks "Die Alpen". => Klimawandel |
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17.01.2007 S. 539 dnr = 162 |
Klimaforscher Seiler: Kaum Wintersport in Deutschland
In den nächsten 30 Jahren wird sich nach Einschätzung des Klimaforschers Wolfgang Seiler die Schneefallgrenze so weit nach oben verschieben, dass in den meisten deutschen Wintersportgebieten Skifahren und Rodeln nicht mehr möglich sein wird. Nur Garmisch-Partenkirchen und Oberstdorf hätten eine Zukunft, sagte Seiler der "Frankfurter Rundschau". Die Touristen müssten dann mit Seilbahnen in höher gelegene Regionen gebracht werden. Dafür könnten die nicht mehr befahrbaren Pisten renaturiert werden. => Klimawandel |
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17.01.2007 S. 545 dnr = 163 |
Benzinverbrauch kräftig gefallen
Der Benzinverbrauch in Deutschland ist im Jahr 2006 deutlich um 4,1 % auf 22,5 Mio.Tonnen gefallen. Dagegen flossen 2 % mehr Diesel durch die Zapfpistolen, nämlich 29 Mio.Tonnen, wie der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) mitteilte. Eine Verbandssprecherin erklärte die gegenläufige Entwicklung damit, dass immer mehr Autofahrer sich gegen einen Benzin- und für einen sparsamen Dieselmotor entschieden. Außerdem würde 70 % des Diesels von Lastwagen, Lieferwagen und anderen Gewerbekunden verbraucht, die 2006 von der angesprungenen Konjunktur profitierten. => Energie/ Ressourcen Mobilität/Verkehr |
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17.01.2007 S. 547 dnr = 164 |
Schlechte Kartoffelernte: Preisexplosion bei Pommes & Chips?
Pommes-Liebhaber müssen wohl bald tiefer in die Tasche greifen. Der Grund ist die schlechte Kartoffelernte im vergangenen Jahr. "Ich kann mich nicht erinnern, dass die Ernte jemals so schlecht war", sagte der Geschäftsführer der Bundesverbandes der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie, Horst-Peter Karos. Durch die große Hitze und den wenigen Regen hätten einige Bauern fast die Hälfte ihrer Ernte verloren. Zudem wiesen viele Knollen nicht die geforderte Qualität für Pommes oder Chips auf. => Nahrung |
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16.01.2007 S. 121 dnr = 140 |
80 Tote bei Anschlägen in Bagdad
Bei Anschlägen in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind heute insgesamt fast 80 Menschen getötet und 200 verletzt worden. Allein bei der Explosion zweier Bomben vor einer Universität im Osten der Stadt wurden nach Polizeiangaben 60 Menschen getötet und 110 weitere verletzt. Bei zwei weiteren Anschlägen hatte es zuvor mindestens 19 Tote und etwa 70 Verletzte gegeben. Laut einem Bericht der Uno wurden bei Gewalttaten im Irak im vergangenen Jahr mehr als 34.000 Zivilisten getötet. => Irak |
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16.01.2007 S. 122 dnr = 141 |
Aufruf zur Versöhnung im Irak
US-Außenministerin Rice und ihr saudiarabischer Amtskollege al Faisal haben die irakische Regierung aufgefordert, sich ernsthaft für eine nationale Versöhnung einzusetzen. "Die Iraker müssen entscheiden, was für einen Staat sie wollen", sagte Rice. Al Faisal zeigte sich skeptisch über die neue US-Strategie im Irak. Er hoffe, dass die USA erfolgreich seien. Rice befindet sich derzeit auf einer Nahost-Reise. Zum Abschluss besucht sie Kuwait. Dort will sie auch mit Vertretern anderer Golfstaaten sprechen. => Irak |
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16.01.2007 S. 123 dnr = 142 |
Süden Afghanistans: Struck: Neues Mandat für Tornados
SPD-Fraktionschef Struck will nun doch ein neues Mandat des Bundestages für einen möglichen Einsatz von Tornados der Bundeswehr im Süden Afghanistans. Die Bundesregierung verwies darauf, dass eine Entscheidung noch nicht getroffen sei. Regierungssprecher Wilhelm sagte, es werde erst nach der Nato-Ratssitzung am 26.Januar entschieden. Die Tornados sollen nach dem Willen der Nato Luftaufklärung auch im Süden Afghanistans liefern, wo die Lage besonders gefährlich ist.Bisher ist die Bundeswehr im ruhigeren Norden eingesetzt. => Asien |
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16.01.2007 S. 124 dnr = 143 |
Rohstoffe, Bevölkerungswachstum: Gabriel stellt Umweltbericht vor
Umweltminister Gabriel ruft zu einem sparsameren Umgang mit Rohstoffen auf. Die Erdbevölkerung werde bis 2050 von 6,5 auf neun Milliarden Menschen anwachsen, sagte Gabriel bei der Vorstellung des Umweltberichts. Wenn sich der Umgang mit Ressourcen nicht dramatisch ändere, bräuchte man dann "mindestens zwei Planeten". Umweltschutz sei nicht nur ökologisch notwendig, er stärke auch die Wirtschaft, so Gabriel. Positiv sei, dass Energie in Deutschland immer besser genutzt werde, heißt es in dem Bericht. => Bevölkerung Natur & Umwelt Rohstoffe/Ressourcen |
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16.01.2007 S. 127 dnr = 144 |
EU für Verbot von Killerspielen
So genannte Killerspiele und Gewaltvideos sollen europaweit verboten werden. Darauf verständigten sich die EU-Justiz- und Innenminister zum Abschluss ihres Treffens in Dresden. Der Vizepräsident der EU-Kommission, Frattini, sagte, über die Verbote könnten aber nur die EU-Staaten selbst entscheiden. Während Bayerns Innenminister Beckstein rasche gesetzgeberische Maßnahmen in Deutschland forderte, warnte Bundesjustizministerin Zypries vor dem "Irrglauben, dass man im Internet irgendwas verbieten könne". => Kinder/Jugendliche Sozialwissenschaften |
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16.01.2007 S. 129 dnr = 145 |
Geheimvertrag Israels mit Syrien?
Israel und Syrien haben angeblich in zweijährigen Geheimverhandlungen einen Abzug von den Golanhöhen vereinbart. Wie die israelische Zeitung "Haaretz" berichtet, sehe das Abkommen neben dem Abzug die Schaffung einer Pufferzone vor. Diese solle entlang des Sees Genezareth als Naturpark geschaffen werden mit Zugang für Israelis und Syrer. Das Büro von Israels Ministerpräsident Olmert teilte mit, die Gespräche seien ohne Wissen und Billigung Olmerts geführt worden. Syrien wies die Angaben als "absolut haltlos" zurück. => Nahost |
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16.01.2007 S. 158 dnr = 146 |
Jede Minute ein Aids-Kind mehr
Trotz Fortschritten bei der Behandlung und Vorbeugung von Aids infiziert sich weltweit noch immer jede Minute ein Kind mit der tödlichen Immunschwächekrankheit. Im vergangenen Jahr steckten sich nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef neuesten Schätzungen zufolge 530.000 Mädchen und Jungen unter 15 Jahren mit dem HI-Virus an. Damit sei die Zahl der infizierten Kinder im Vergleich zum Vorjahr nur um zehntausend gesunken. Nur 10 % der betroffenen Kinder in Entwicklungsländern erhielten die Medikamente, die sie zum Überleben dringend bräuchten. => AIDS/HIV |
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16.01.2007 S. 159 dnr = 147 |
Frankreich: Hohe Geburtenrate
In Frankreich hat die Geburtenrate erstmals seit drei Jahrzehnten wieder einen Wert von zwei Kindern pro Frau erreicht. Wie das Statistik-Institut Insee mitteilte, war Frankreich damit im vergangenen Jahr "sehr wahrscheinlich das fruchtbarste Land Europas." 2005 hatte die Geburtenrate bei 1,94 Kindern pro Frau gelegen. Demografie-Experten führen den Geburtenanstieg auf eine gute Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben für Frauen zurück. So gibt es ein Recht auf einen Vorschulplatz ab 3 Jahren. 35 % der Kinder kämen schon mit 2 Jahren dahin. => Bevölkerung |
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16.01.2007 S. 162 dnr = 148 |
Weiteres Nachbeben im Raum Basel
Nach mehreren von einem Geothermie-Projekt verursachten Erdstößen hat in der Nacht zum Dienstag im Raum Basel erneut die Erde gebebt. Das Beben der Stärke 3,3 richtete aber keine Schäden an. Die Erschütterungen waren auch in Südbaden noch zu spüren. Nach dem ersten Beben am 8.Dezember war das Erdwärme-Projekt vorläufig gestoppt worden. Die Basler Regierung will nun Ende Januar über die Fortsetzung entscheiden. Bei dem Projekt wurde in mehreren Kilometern Tiefer Wasser mit hohem Druck ins Gestein gepresst. Der Fels soll so stärker zerklüftet werden. => Erdbeben |
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16.01.2007 S. 163 dnr = 149 |
Deutsche kaufen weniger Tabakwaren
Die Deutschen kaufen zunehmend weniger versteuerte Tabakwaren. Im vergangenen Jahr wurden Tabakprodukte im Wert von 23 Mrd.Euro versteuert, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren 4 % weniger als 2005. Daher seien auch die Steuereinnahmen durch den Verkauf von Tabak um 0,9 % auf 14,3 Mrd.Euro gesunken. Besonders stark sei die Menge des versteuerten Feinschnitttabaks zurückgegangen, nämlich um 32 %. Dies liege vor allem am Wegfall der Steuervergünstigung. Dagegen legte der Absatz bei Zigarillos und Zigaretten um 38 % zu. => Rauchen |
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16.01.2007 S. 535 dnr = 150 |
Klimaforscher Seiler: Kaum Wintersport in Deutschland
In den nächsten 30 Jahren wird sich nach Einschätzung des Klimaforschers Wolfgang Seiler die Schneefallgrenze so weit nach oben verschieben, dass in den meisten deutschen Wintersportgebieten Skifahren und Rodeln nicht mehr möglich sein wird. Nur Garmisch-Partenkirchen und Oberstdorf hätten eine Zukunft, sagte Seiler der "Frankfurter Rundschau". Die Touristen müssten dann mit Seilbahnen in höher gelegene Regionen gebracht werden. Dafür könnten die nicht mehr befahrbaren Pisten renaturiert werden. => Klimawandel |
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16.01.2007 S. 536 dnr = 151 |
Mandelblüten in Italien
Italien erlebt den wärmsten Winter seit 150 Jahren: Bereits seit Oktober lägen die Temperaturen um 3 bis 5?C über den zu dieser Jahreszeit üblichen Höchstwerten, berichtete die Zeitung "La Repubblica". Besonders im Norden sei es ungewöhnlich warm, hieß es. In Aosta wurden am Freitag 22?C gemessen, auch in Belluno, Cuneo und Turin kletterte die Quecksilbersäule auf fast 20?C. Auch in vielen süditalienischen Regionen ist es zu warm. Es blühen die Mandelbäume, Blüten sprießen aus dem Boden. Landwirtschaftsorganisationen warnen bereits vor Ernte-Schäden. => Klimawandel |
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16.01.2007 S. 546 dnr = 152 |
Zu hohe Teerwerte: Portugal: Zigaretten beschlagnahmt
In Portugal werden sieben Zigarettenmarken wegen zu hoher Teerwerte vom Markt genommen. Die Lebensmittelbehörde begann mit der Beschlagnahmung und rief die Hersteller auf, die Marken zurückzurufen, wie ein Behördensprecher in Lissabon mitteilte. In routinemäßigen Labortests sei ein höherer Teergehalt gemessen worden als auf den Packungen angegeben. Laut Lajes handelte es sich um die Marken Dunhill, Sovereign, Mayfair, Rothmans, Golden American, Berkley und Sterling. Den Herstellern drohen Geldbußen zwischen 30.000 und 40.000 Euro. => Gesundheit Rauchen |
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15.01.2007 S. 123 dnr = 127 |
Strategien gegen/für Einwanderung
Die EU-Innenminister wollen durch Abkommen mit den Herkunftsländern die illegale Zuwanderung eindämmen. "Wenn man die Zusammenarbeit der Transit- und der Herkunftsländer erwartet, dann muss man denen auch entsprechende Angebote machen", sagte Innenminister Schäuble beim informellen Treffen der EU-Innen- und Justizminister in Dresden Für bestimmte Bereiche des europäischen Arbeitsmarkts sollen künftig Arbeiter aus Drittstaaten etwa in Afrika angeworben werden. Sie sollen nach Ablauf ihrer Frist in ihre Heimat zurückkehren => Migration |
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15.01.2007 S. 124 dnr = 128 |
Dreiertreffen zu Nahost geplant
US-Außenministerin Rice und der israelische Ministerpräsident Olmert haben sich mit Palästinenserpräsident Abbas auf ein Dreiertreffen verständigt. Es solle in den kommenden drei bis vier Wochen stattfinden, sagte ein US-Vertreter. Rice hatte am Morgen in Jerusalem mit Olmert über die Lage im Nahen Osten beraten. Zuvor hatte sie Palästinenserpräsident Abbas ein stärkeres Engagement der USA im Nahost-Friedensprozess zugesagt. Rice reiste am Abend weiter nach Saudi-Arabien. => Nahost |
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15.01.2007 S. 125 dnr = 129 |
Saddam-Gefolgsleute hingerichtet
Mit dem früheren irakischen Geheimdienstchef, Barsan al Tikriti, und dem Ex-Richter Awad Hamed al Bandar sind zwei weitere Mitglieder des Regimes von Saddam Hussein gehängt worden. Nach den international scharf kritisierten Begleitumständen bei der Hinrichtung von Saddam Hussein zeigt jetzt auch ein von der irakischen Regierung veröffentlichtes Video grausame Details der Exekution von Barsan al Tikriti. US-Außenministerin Rice sagte, die USA seien enttäuscht, dass den Angeklagten nicht mehr Würde eingeräumt worden sei. => Irak |
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15.01.2007 S. 128 dnr = 130 |
Zapatero: Eta falsch eingeschätzt
Der spanische Regierungschef Zapatero hat eingeräumt, dass ihm bei der Einschätzung der Lage im Baskenland ein "schwerer Fehler" unterlaufen sei. Er hatte sich kurz vor dem Eta-Anschlag auf den Madrider Flughafen am 30. Dezember optimistisch darüber geäußert, dass der Friedensprozess mit der Eta zu einem Ende des Terrors führen werde.Die Autobombe tötete zwei Menschen. Die Regierung rief in einer Sondersitzung des Parlaments alle Parteien zum gemeinsamen Kampf gegen den Terror der Eta auf. => Terrorismus |
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15.01.2007 S. 132 dnr = 131 |
Schnee, Eis, Überschwemmung, Wirbelsturm in USA: Tote durch Wetterchaos
Im Wetterchaos mit Schnee, Eis, Überschwemmungen und einem Wirbelsturm sind im Zentrum der USA seit Samstag mindestens 36 Menschen ums Leben gekommen. In Missouri verunglückten acht Menschen - die meisten auf vereisten Straßen. In Iowa starben fünf, in New York vier, in Texas drei und in Maine ein Mensch. Hunderttausende Haushalte sind ohne Strom. Besonders betroffen sind die Bundesstaaten Missouri und Oklahoma.Nationalgardisten sind dort im Einsatz.So auch in Texas, wo heftige Regenfälle zu Überschwemmungen geführt hatten. => Natur & Umwelt |
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15.01.2007 S. 160 dnr = 132 |
Wein: 2006er Jahrgang überzeugt
Die Winzer haben nach Angaben des Deutschen Weininstituts weniger Trauben gelesen als in den Vorjahren, der 2006er ist aber insgesamt qualitativ hochwertig und gehaltvoll. Der Jahrgang überzeuge mit Frucht und Fülle, sagte der Präsident des Deutschen Weinbauverbandes, Norbert Weber, kurz vor Beginn der Grünen Woche. Die Fülle werde insbesondere bei Weißweinen von einer frischen Säure begleitet. Die im Fass reifenden Rotweine würden vollmundig, füllig und farbkräftig ausfallen. => Nahrung |
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15.01.2007 S. 162 dnr = 133 |
Eisregen, Schnee, Stromausfall: Winter hat USA fest im Griff
Der Winter hat mit Eisregen und Schnee große Teile der USA im Griff. Am Sonntag waren etwa 450.000 Haushalte ohne Strom, die meisten von ihnen in Missouri. Die Behörden machten das Wetter für den Tod von mindestens 36 Menschen seit Freitag verantwortlich, unter anderem durch witterungsbedingte Verkehrsunfälle. 15 Tote wurden aus Oklahoma gemeldet, acht in Missouri, fünf in Iowa, vier in New York drei in Texas und einer in Maine. Auf dem Flughafen von Dallas in Texas wurden am Sonntag 415 Flüge abgesagt und am Montag noch einmal 100. => Klima Strom |
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15.01.2007 S. 163 dnr = 134 |
Kenia/ Rift Valley Fever (RVF): 90 Tote nach Fieber-Epidemie
Mindestens 90 Menschen sind während einer Fieber-Epidemie im Nordosten Kenias gestorben. Insgesamt seien 245 Menschen am Rift Valley Fever (RVF) erkrankt, berichteten kenianische Medien. Die Epidemie war vor etwa einem Monat während der ungewöhnlich starken Regenzeit ausgebrochen. Die Fieberkrankheit wird durch Mücken von Tieren auf Menschen übertragen. Die Weltgesundheitsorganisation hatte ein Team entsandt, um Tiere in den betroffenen Gebieten zu impfen. Die amerikanische Hilfsorganisation USAID warnte vor einer Versorgungskrise. => Gesundheit |
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15.01.2007 S. 165 dnr = 135 |
Tochter mit Pflege überfordert: Mutter tot / Tochter gesteht Tat
Eine 26-jährige Frau hat gestanden,ihre Mutter getötet und die Leiche 9 Monate lang im Kühlschrank versteckt zu haben.Unter Tränen sagte die Angeklagte vor dem Kölner Landgericht, sie habe ihre Mutter im Juli 2005 getötet, nachdem sie mit der Pflege der demenzkranken und zuvor jahrelang schwer alkoholabhängigen Mutter überfordert gewesen sei Ihre Mutter habe sie mehrfach aufgefordert: "Mach mich doch kaputt!". Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau vor, sie habe ihre pflegebedürftige Mutter "vorsätzlich" und "aus niedrigen Beweggründen" getötet. => Bevölkerung |
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15.01.2007 S. 535 dnr = 136 |
Wärmster Winter seit 150 Jahren: Mandelblüten in Italien
Italien erlebt den wärmsten Winter seit 150 Jahren: Bereits seit Oktober lägen die Temperaturen um 3 bis 5?C über den zu dieser Jahreszeit üblichen Höchstwerten, berichtete die Zeitung "La Repubblica". Besonders im Norden sei es ungewöhnlich warm, hieß es. In Aosta wurden am Freitag 22?C gemessen, auch in Belluno, Cuneo und Turin kletterte die Quecksilbersäule auf fast 20?C. Auch in vielen süditalienischen Regionen ist es zu warm. Es blühen die Mandelbäume, Blüten sprießen aus dem Boden. Landwirtschaftsorganisationen warnen bereits vor Ernte-Schäden. => Klimawandel Natur & Umwelt |
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15.01.2007 S. 536 dnr = 137 |
US-Senartoren McCain, Obama, Liebermann : Initiative für Klimaschutzgesetz
Drei amerikanische Senatoren wollen eine neue Initiative für ein Gesetz zum Klimaschutz starten. Der Vorstoß der beiden Demokraten John McCain und Barack Obama sowie des inzwischen parteilosen Senators Joe Lieberman sieht vor, dass die Emission von Treibhausgasen in den USA bis zur Mitte des Jahrhunderts um jährlich 2 % reduziert wird. Es wird erwartet, dass sich das Weiße Haus und die Industrie gegen die Gesetzesvorlage wenden werden. Die USA sind das Land mit den höchsten Emissionen von Kohlendioxid und anderen für die Atmosphäre schädlichen Gasen. => Klimawandel |
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15.01.2007 S. 546 dnr = 138 |
Orkantief "Franz": Versicherer zahlen ab Windstärke 8
Das Orkantief "Franz" hat stürmisches Wetter nach Deutschland gebracht. Vor allem in den Küstengebieten richteten umgestürzte Bäume oder Blitzeinschläge Schäden an. Von den Unwetterschäden betroffene Bürger sollten sich umgehend an ihre Versicherer wenden, raten Verbraucherschützer. In der Regel haften Gebäude-, Hausratund Kaskoversicherungen. Stürmisch ist es nach ihren Bedingungen ab Windstärke acht, was einer Windgeschwindigkeit von 62 bis 74 Stundenkilometern entspricht. => Naturkatastrophen Natur & Umwelt |
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15.01.2007 S. 547 dnr = 139 |
Pflanzenschutz:Verbotenes im Handel
Bei Kontrollen in deutschen Geschäften sind 2005 zahlreiche verbotene Pflanzenschutzmittel aufgetaucht: In mehr als jedem vierten der rund 3200 kontrollierten Geschäfte seien verbotene oder nicht mehr aktuell gekennzeichnete Mittel angeboten worden, berichtete das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Bonn. Wie aus dem Jahresbericht weiter hervorgeht, hatten rund 13 Prozent der Betriebe den Verkauf der Mittel nicht oder unvollständig angezeigt. Bei 5 % wurde bemängelt, das Personal sei nicht ausgebildet oder habe schlecht beraten. => Chemikalien |
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14.01.2007 S. 122 dnr = 119 |
USA sagen Palästinensern Hilfe zu
US-Außenministerin Rice hat Palästinenserpräsident Abbas im innerpalästinensischen Machtkampf den Rücken gestärkt. Nach einem Treffen mit Abbas in Ramallah sagte Rice, es werde ein längerfristiges Hilfsprogramm mit Waffenlieferungen und Ausbildung für die palästinensischen Sicherheitskräfte geben. Die Waffenlieferungen würden mit Zustimmung Israels erfolgen, sagte Abbas.Die rivalisierende radikalislamische Hamas hatte die Hilfe für Polizeikräfte unter Kontrolle der Fatah von Abbas kritisiert. => Nahost |
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14.01.2007 S. 124 dnr = 120 |
Wirbel um verhaftete Iraner
Die USA und Iran streiten über fünf im Irak festgenommene Iraner. Nach Angaben des US-Militärs sollen die Männer Verbindungen zu den iranischen Revolutionsgarden haben. Sie hätten regierungsfeindliche Gruppen im Irak mit Geld und Waffen unterstützt. Die iranische Regierung weist das zurück. Die fünf Männer seien Diplomaten und müssten sofort freigelassen werden, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Teheran. Die Iraner waren Donnerstag in Erbil festgenommen worden. => Iran Irak |
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14.01.2007 S. 125 dnr = 121 |
Unwetter, Stromausfall: Drei Tote durch Sturm in Schweden
Bei dem schweren Unwetter in Skandinavien sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Ein Junge und zwei Männer wurden in Schweden von umstürzenden Bäumen erschlagen. Rund 200.000 Haushalte waren zeitweise ohne Strom. Viele Straßen, darunter auch die Brücke nach Dänemark, mussten gesperrt werden. Vor der Küste Norwegens versuchen Helfer weiter das Öl aufzufangen, das nach einem Schiffsunglück auf ein Naturschutzgebiet zutreibt. Gestern war dort ein Frachter auf Grund gelaufen. => Natur & Umwelt Strom |
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14.01.2007 S. 127 dnr = 122 |
Atomausstieg: Merkel vermisst Atom-Alternativen
Bundeskanzlerin Merkel hat die Anhänger des Atomausstiegs aufgefordert, Alternativen zur Kernenergie aufzuzeigen. Zwar bekannte sich die Kanzlerin in einem Interview mit dem Deutschlandfunk zu dem im Koalitionsvertrag vereinbarten Atomausstieg. Sie betonte jedoch, diese Zusage gelte zunächst nur für die aktuelle Legislaturperiode. Wer den Ausstieg und zugleich Klimaschutz wolle, sei jetzt aufgefordert, Antworten zu geben. Merkel nannte den Klimawandel eine Herausforderung für die Menschheit. => Atomausstieg Klimawandel |
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14.01.2007 S. 143 dnr = 123 |
Änderungen bei Gesundheitsreform
Basistarif der privaten Kassen: Privat Versicherte können nur während einer sechsmonatigen Übergangszeit in den Basistarif eines anderen Versicherers wechseln. Danach ist nur noch der Wechsel in den Basistarif der eigenen Kasse möglich. Allerdings dürfen privat Versicherte, die unter 55 Jahre alt sind, den Basistarif offenbar nicht nutzen. Ob er auch für freiwillig gesetzlich Versicherte offen steht, ist noch unklar. Eingeführt werden soll der Basistarif erst 2009, nicht wie ursprünglich geplant bereits 2008. Privatkassen sollen für einen neuen Basistarif nicht mehr verlangen dürfen als den Höchstbetrag der gesetzlichen Kassen. Krankenversicherungspflicht: Neu ist die Vereinbarung einer Krankenversicherungspflicht. Bundesbürgern, die bisher keine Krankenversicherung haben, soll damit eine Gesundheitsversorgung gesichert werden. Bereits ab 1.Juli 2007 müssen ehemals privat Versicherte, die keine Versicherung mehr haben, von den privaten Versicherungen wieder aufgenommen werden. Bis zur Einführung eines Basistarifs gilt für sie der sogenannte Standardtarif. Dieser Tarif exisistiert bereits heute in der PKV und bietet ähnliche Leistungen wie der künftige Basistarif.In den Standardtarif können derzeit allerdings nur ältere privat Versicherte wechseln. Zum Umfang der geplanten Kürzungen bei Krankenhäusern sowie bei Rettungsfahrten und Krankentransporten wollen die Koalitionsexperten noch mit den Ländern sprechen. => Gesundheit |
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14.01.2007 S. 146 dnr = 124 |
Untergrundorganisation Eta
Die Eta kämpft mit Mitteln des Terrors für die Schaffung eines unabhängigen baskischen Staates im Nordosten Spaniens und Südwesten Frankreichs. Seit 1968 wurden bei Anschlägen der Organisation mehr als 800 Menschen getötet. Eta steht für "Euskadi Ta Askatasuna" und bedeutet übersetzt "Baskenland und Freiheit". Von Spanien, der EU und den USA wird die Eta als Terrororganisation eingestuft. Durch zahlreiche Fahndungserfolge war die Kommando-Ebene in den vergangenen Jahren empfindlich geschwächt worden. Ende März 2006 kündigte die Eta eine dauerhafte "Waffenruhe" an. Die sozialistische Regierung Spaniens nahm wenig später Gespräche mit der Untergrundorganisation auf. Die "Waffenruhe" hielt nur gut neun Monate. Ende Dezember 2006 verübte die Eta einen Anschlag auf ein Parkhaus am Madrider Flughafen. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben.. Die Regierung erklärte die Friedensespräche mit der Eta daraufhin für beendet. => Terrorismus |
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14.01.2007 S. 149 dnr = 125 |
"Road Map" des Nahost-Quartetts
Zum Nahost-Quartett gehören die USA und Russland sowie die Uno und die EU. Es formierte sich, nachdem die 1993 in Oslo vereinbarten Friedensverhandlungen im Sommer 2000 gescheitert waren. Im Juni 2002 erklärte US-Präsident Bush die Gründung eines lebensfähigen Palästinenserstaats innerhalb von drei Jahren zum Ziel. Daraufhin stellte das Nahost-Quartett erstmals Umrisse der so genannten "Road Map" vor, die auf dem Weg zu diesem Staat präzise Schritte mit klaren Verpflichtungen für beide Seiten festlegte. Der Plan sieht drei Phasen vor. Weder Israel noch die Palästinenser setzten aber die für die erste Phase geforderten Maßnahmen um: ein Ende der Gewalt von Seiten palästinensischer Extremisten sowie ein Stopp der israelischen Siedlungsaktivität in den besetzten Gebieten und ein umgehender Abbau von Außenposten von Siedlungen. Nachdem im März 2006 in den Palästinensergebieten die radikal-islamische Hamas die Regierung übernommen hatte, stellte das Quartett seine Zusammenarbeit ein. Es fordert als Bedingung für eine Wiederaufnahme, dass die Hamas Israel anerkennt und der Gewalt abschwört => Nahost |
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14.01.2007 S. 160 dnr = 126 |
Schwere Regenfälle: 90.000 Malaysier evakuiert
Nach tagelangen schweren Regenfällen und erneut drohenden Überschwemmungen in Malaysia sind mehr als 90.000 Menschen aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen. Im Bundesstaat Johor an der Grenze zu Singapur mussten nach Medienberichten etwa 92.500 Betroffene in Sicherheit gebracht werden. Das seien mehr als bei den Überflutungen Ende Dezember, bei denen nach heftigen Niederschlägen 18 Menschen ums Leben kamen. Die Betroffenen sollen in mehr als 350 Notunterkünften Schutz finden und dort soweit möglich auch medizinische versorgt werden. => Hochwasser Natur & Umwelt |
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13.01.2007 S. 121 dnr = 101 |
250.000 demonstrieren gegen Eta
In mehreren spanischen Städten haben insgesamt rund 250.000 Menschen gegen den Terror der baskischen Untergrundorganisation Eta demonstriert. Die größten Kundgebungen fanden in Madrid und Bilbao statt. Dazu aufgerufen hatten Gewerkschaften, Initiativen und Parteien. Die oppositionelle Volkspartei lehnte eine Teilnahme ab. Sie hatte gefordert, dass auch gegen die gescheiterte Verhandlungspolitik der Regierung mit der Eta demonstriert werden solle. Ende Dezember waren bei einem Anschlag der Eta zwei Menschen getötet worden. => Terrorismus |
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13.01.2007 S. 122 dnr = 102 |
Rice: Kein konkreter Friedensplan
US-Außenministerin Rice hat die hohen Erwartungen an ihre Nahost-Reise gedämpft. Sie werde Israelis und Palästinensern keinen konkreten Friedensplan vorlegen, sagte sie vor ihrer Ankunft. Rice traf sich zunächst mit ihrer israelischen Kollegin Liwni und Israels Verteidigungsminister Perez. Für Sonntag sind Gespräche mit Palästinenserpräsident Abbas und dem israelischen Ministerpräsidenten Olmert geplant. Rice sagte, sie wolle sich ein Bild davon machen, wie der Friedensplan "Road Map" "beschleunigt" werden könne. => Nahost |
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13.01.2007 S. 123 dnr = 103 |
Palästina: Hanija für Einheitsregierung
Der palästinensische Ministerpräsident Hanija hat zur Bildung einer Regierung der nationalen Einheit aus seiner radikal-islamischen Hamas und der Fatah von Präsident Abbas aufgerufen. Straßenkämpfe und interne Auseinandersetzungen müssten beendet werden, sagte Hanija in einer Rede, die der arabische Sender Al Dschasira ausstrahlte. Hamas und Fatah kämpfen seit Wochen um die Vorherrschaft in den Palästinensergebieten. Anhänger beider Seiten liefern sich vor allem im Gaza-Streifen immer wieder blutige Kämpfe. => Nahost |
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13.01.2007 S. 126 dnr = 104 |
Dosenpfand: Korruptionsverdacht gegen Handel
Einige Handelsketten sind im Zusammenhang mit dem Dosenpfand unter Korruptionsverdacht geraten. Laut einem Bericht des "Spiegel" verdächtigt die Staatsanwaltschaft Dresden vier Manager von Aldi, Tengelmann und Metro. Sie sollen dem früheren sächsischen Wirtschaftsminister Schommer einen hoch dotierten Beratervertrag zugeschanzt zu haben. Die Ermittler vermuten, dass Schommer damit für seinen Widerstand gegen die Einführung des Dosenpfandes belohnt werden sollte, heißt es in dem Bericht. => Müll/Recycling Transparency |
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13.01.2007 S. 129 dnr = 105 |
Somalia: Notstand verhängt
Somalias Parlament hat einen dreimonatigen Notstand verhängt, um Sicherheit und Ordnung in dem kriegsgeschüttelten Land wieder herzustellen. Stunden zuvor hatten die Regierungstruppen mit Unterstützung Äthiopiens nach eigenen Angaben das letzte Rückzugsgebiet islamistischer Kämpfer im Süden des Landes eingenommen. Die Übergangsregierung kehrte aus ihrer provisorischen Hauptstadt Baidoa nach Mogadischu zurück. Sechs Monate lang hatten die Islamisten Mogadischu und weite Teile Südsomalias kontrolliert. => Afrika |
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13.01.2007 S. 130 dnr = 106 |
Asean: Freihandelszone bis 2015
Die Freihandelszone in Südostasien soll bereits bis 2015 verwirklich werden fünf Jahre früher als bislang geplant. Darauf einigten sich die Staats- und Regierungschefs der zehn Asean-Staaten am ersten Tag ihres Gipfeltreffens auf den Philippinen. Außerdem unterzeichneten sie eine Anti-Terror-Konvention, um den Kampf gegen muslimische Extremisten zu stärken. Der Staatengemeinschaft Asean gehören Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Birma, die Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam an. => Eine-Welt |
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13.01.2007 S. 142 dnr = 107 |
Ehegattensplitting
Die Förderung von Familien durch das steuerliche Ehegattensplitting ist seit vielen Jahren umstritten. Kritiker bemängeln vor allem, dass die 1958 eingeführte Regelung nicht mehr zeitgemäß sei, weil sie die Einverdiener-Ehe bevorzuge und andere Formen von Lebensgemeinschaften überhaupt nicht berücksichtige. Den rechtlichen Rahmen liefert Artikel 6, Absatz 1 des Grundgesetzes, in dem der besondere Schutz von Ehe und Familie festgeschrieben ist. Daraus leitet sich steuerpolitisch die gemeinsame Veranlagung von Ehepartnern ab. Beim Splitting werden die Einkommen der Eheleute zusammengerechnet, der Gesamtbetrag halbiert und erst dann versteuert. Da der Steuersatz mit steigendem Einkommen ansteigt, reduziert dieses Splitting die Steuerlast vor allem dann, wenn ein Partner viel und der andere gar nichts oder wenig verdient. Wer etwa zweimal 25.000 Euro statt einmal 50.000 Euro versteuert, spart laut Finanzministerium 4554 Euro. Bei 110.000 Euro Gesamteinkommen steigt dieser "Splittingvorteil" auf 7914 Euro. Den Staat kostet das Splitting laut Schätzungen rund 20 Mrd. Euro im Jahr. => Sozialwissenschaften |
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13.01.2007 S. 156 dnr = 108 |
Eiseskälte in Kalifornien
Eine arktische Kältewelle beschert dem Sonnenstaat Kalifornien ungewöhnliche Minustemperaturen. Wurden im Raum Los Angeles zu Wochenbeginn noch Temperaturen von über 25?C gemessen, so fiel das Thermometer am Freitag in einigen Lagen unter den Gefrierpunkt. Es wurde sogar leichter Schneefall gemeldet. Gouverneur Arnold Schwarzenegger rief den Kälte-Notstand aus. Damit machte er den Weg für schnelle Hilfsaktionen frei. Die Nationalgarde richtete mehrere "Wärme-Zentren" für Obdachlose und bedürftige Menschen ein. => Klima |
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13.01.2007 S. 157 dnr = 109 |
Monsun-Starkregen in Sri Lanka: 60.000 Menschen fliehen vor Fluten
Rund 60.000 Menschen sind in Sri Lanka nach heftigen Monsun-Regenfällen vor Überschwemmungen und Erdrutschen aus ihren Häusern geflohen. Die Zahl der Todesopfer stieg Behörden zufolge auf 13. Besonders betroffen seien die Distrikte Nuwara Eliya und Hambantota, teilte der Katastrophenschutz mit. Hunderte Häuser seien zerstört worden.Tausende Menschen harrten in Notunterkünften in höher gelegenen Gebieten aus. Hambantota hatte bereits 2004 schwer unter den Tsunami-Verwüstungen zu leiden. => Hochwasser Naturkatastrophen Natur & Umwelt |
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13.01.2007 S. 158 dnr = 110 |
Deutschland: Mehr Übertritte zum Islam
Immer mehr Deutsche treten zum Islam über. Allein zwischen Juli 2004 und Juni 2005 konvertierten rund 4000 Menschen und damit vier Mal so viel im Jahr davor. Das ergab nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" eine vom Bundesinnenministerium finanzierte Studie des Islam-Archivs in Soest. Während bis vor wenigen Jahren vorrangig Frauen konvertiert seien, die einen muslimischen Partner heirateten, träten die Gläubigen nun vermehrt aus freien Stücken dem Islam bei. Viele seien zuvor gläubige Christen gewesen. => Bevölkerung |
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13.01.2007 S. 160 dnr = 111 |
"Retortenbaby" wurde Mutter
Das erste außerhalb des Körpers gezeugte Kind ist nach einer normalen Empfängnis selber Mutter geworden. Sie und ihr Mann Wesley Mullinder seien überglücklich, zitierte die Zeitung "Sun" einen Freund der inzwischen 28jährigen Louise Brown. Das Kind kam am Samstag vergangener Woche zur Welt. Die heute in Bristol lebende Brown ging als erster Mensch aus einer In-vitro-Befruchtung hervor und wurde als erstes so genanntes "Retortenbaby" berühmt.Ihre Eltern hatten zuvor neun Jahre vergeblich versucht, ein Baby auf natürliche Weise zu bekommen. => Frauen Gen-/Biotechnologie |
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13.01.2007 S. 162 dnr = 112 |
"Karthala": Vulkan auf den Komoren ausgebrochen
Auf der Inselgruppe der Komoren im Indischen Ozean ist der Vulkan Karthala ausgebrochen. Die Eruption erschütterte die Insel Grand Comore, eine Gefahr für die Anwohner bestand jedoch nicht, wie ein Sprecher des Observatoriums auf der größten der drei Komoren-Inseln sagte. Der Himmel über dem 2.360 Meter hohen Vulkanberg war in der Nacht von orangefarbenen Flammen erleuchtet. Die Aktivität des Vulkans schien den Angaben zufolge schwächer als bei seinem letzten Ausbruch im Mai vorigen Jahres.In der Hauptstadt des Archipels, Moroni, leben 50.000 Menschen. => Vulkane |
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13.01.2007 S. 163 dnr = 113 |
Indonesien, Japan: Vogelgrippe-Verdacht bestätigt
In Indonesien sind 2007 bereits vier Menschen an der Vogelgrippe gestorben.Eine 27-Jährige und eine 22-Jährige Frauen seien an dem gefährlichen Virus gestorben, so die Behörden. Beide Frauen waren zuvor in einem Krankenhaus in Jakarta behandelt worden. Zuvor waren bereits zwei Jugendliche gestorben. Unterdessen hat Japan einen neuen Fall von Vogelgrippe gemeldet. Nach dem Tod einer großen Zahl von Hühnern auf einer Geflügelfarm mit 12.000 Tieren in der südlichen Provinz Miyazaki habe sich der Verdacht auf Vogelgrippe bei Untersuchungen bestätigt, hieß es. => Vogelgrippe |
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13.01.2007 S. 535 dnr = 114 |
Anbau von Gen-Erbsen geplant
Das Umweltinstitut München hat gegen den geplanten Anbau von Gen-Erbsen in Sachsen-Anhalt protestiert. Bei dem von der ostdeutschen Gentechnikfirma Novoplant in Gatersleben vorbereiteten Projekt sollen Pharmazeutika gegen Durchfall-Erkrankungen von Schweinen produziert werden. Das Umweltinstitut München befürchtet die Kontamination traditioneller Erbsensorten und rief zum Widerstand gegen diesen Versuch auf. Laut Umweltinstitut hat Novoplant einen Freisetzungsversuch mit 600 gentechnisch veränderten Erbsenpflanzen beantragt. => Grüne Gentechnik |
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13.01.2007 S. 536 dnr = 115 |
Borneo: Schutz für Regenwald
Die Regenwälder von Borneo sollen unter besonderen Schutz gestellt werden. Darauf einigten sich Vertreter Indonesiens, Malaysias und Bruneis am Rande des Treffens des südostasiatischen Staatenbundes (ASEAN) in Cebu auf den Philippinen. Die Umweltorganisation WWF lobte die Vereinbarung als "historischen Schritt zur Rettung der Artenvielfalt". Nach der Vereinbarung sollen im Innern der drittgrößten Insel der Welt etwa 220.000 qkm als Schutzzonen und nachhaltig genutzte Wälder deklariert werden. Das Gebiet entspricht etwa der Fläche Großbritanniens. => Wald |
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13.01.2007 S. 538 dnr = 116 |
Vorfahren der Menschen: Beleg für Herkunft aus Afrika
Ein 36.000 Jahre alter Schädel aus Afrika liefert einen weiteren Beleg für die Theorie, dass die Vorfahren des modernen Menschen aus Afrika stammen. Die Form des Fossils zeigt große Ähnlichkeiten mit gleich alten Schädeln aus Europa, so die Max-Planck-Gesellschaft. Zwar wurde der Schädel schon vor 50 Jahren gefunden. Doch konnten erst jetzt Forscher der US-Universität Stony Brook sein Alter bestimmen, berichtet das Journal "Science". Gemessen wurde, wie viel radioaktive Strahlung von den Sandkörnern, die den Schädel ausfüllten, absorbiert worden war. => Bevölkerung |
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13.01.2007 S. 546 dnr = 117 |
Heizöl so billig wie lange nicht
Heizöl ist derzeit so billig wie lange nicht mehr. Heizöl kostet derzeit 53 Cent pro Liter. Trotz der Erhöhung der Mehrwertsteuer zum Jahreswechsel ist es damit so billig wie seit 19 Monaten nicht mehr. Der Energiefachdienst EID führte den Preisverfall auf zwei Faktoren zurück.Erstens habe der milde Winter den Verbrauch von Heizöl um mindestens ein Fünftel sinken lassen. Zweitens sei die Nachfrage geringer, weil vor der Mehrwertsteuererhöhung Hamsterkäufe getätigt worden seien. Auch die Benzinpreise haben nach EID-Angaben nachgegeben. => Ölpreis |
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13.01.2007 S. 547 dnr = 118 |
Zahlreiche Generika billiger
Für zahlreiche Arzneimittel müssen Patienten in Deutschland künftig keine Zuzahlungen mehr leisten. Die Reformen im deutschen Gesundheitswesen bewegen führende deutsche Generikahersteller zu Preissenkungen. Ratiopharm und Stada kündigten an, zum 15.Januar die Preise für zahlreiche Präparate herabzusetzen. Hintergrund ist das Arzneimittel-Wirtschaftlichkeitsgesetz vom Mai 2006.Deswegen erstatten gesetzliche Krankenkassen deutlich geringere Höchstbeträge für die meisten Medikamente. Zudem entfällt bei besonders günstigen Mitteln die Zuzahlungspflicht. => Gesundheit |
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11.01.2007 S. 120 dnr = 89 |
US-Truppe im Irak wird verstärkt
US-Präsident Bush hat in einer Grundsatzrede zur Irak-Strategie die alleinige Verantwortung für alle Fehler im bisherigen Einsatz übernommen. Er kündigte an, dass 21.500 zusätzliche Soldaten in den Irak geschickt werden sollen. Forderungen der oppositionellen Demokraten nach einem raschen Abzug der Truppen erteilte Bush eine Absage. Auch unabhängig vom Irak-Einsatz sollen die US-Truppen verstärkt werden. Verteidigungsminister Gates stellte eine Aufstockung um 92.000 Soldaten in den kommenden fünf Jahren in Aussicht. => Irak |
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11.01.2007 S. 121 dnr = 90 |
Bush-Rede: Skeptische Reaktionen
Australien und Großbritannien haben die Irak-Pläne von US-Präsident Bush begrüßt. Beide Länder wollen aber keine zusätzlichen Soldaten schicken. Frankreich, das 2003 zu den schärfsten Kritikern des Irak-Feldzugs gehört hatte, forderte eine "politische Strategie". Der Koordinator der Bundesregierung für die deutsch-amerikanischen Beziehungen, Voigt, sagte, er sei skeptisch, ob Bush seine Ziele erreiche. Iraks Regierung begrüßte die US-Pläne, betonte aber, dass letztlich die Iraker selbst die Führung übernehmen müssten. => Irak |
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11.01.2007 S. 122 dnr = 91 |
Öl fließt wieder nach Deutschland
Nach tagelangem Lieferstopp pumpt Russland wieder Öl über Weißrussland nach Europa. In Deutschland floss am Vormittag das erste Öl aus der "Druschba"-Pipeline.Auch Polen, die Slowakei und Ungarn meldeten die Wiederaufnahme der Lieferungen. Gestern hatten Russland und Weißrussland ihren Streit um Öllieferungen beigelegt. Weißrussland hatte - wie von der Regierung in Moskau gefordert - auf eine neu erhobene Transitgebühr in Höhe von 45 Dollar pro Tonne verzichtet. => Druschba-Pipeline Erdöl |
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11.01.2007 S. 123 dnr = 92 |
Energieversorgung: Steinmeier für Dialog mit Moskau
Außenminister Steinmeier hat die Wiederaufnahme der russischen Öllieferungen begrüßt. Er fügte hinzu, nun mit Russland sprechen zu wollen, um "unsere künftigen Energiebeziehungen auf eine verlässliche Grundlage zu stellen". Die EU warnte vor Konsequenzen bei neuerlichen Unterbrechungen. Beiden Ländern müsse klar sein, "dass wir in Zukunft nicht mehr so mit uns umspringen lassen wollen", sagte Wirtschaftsstaatssekretär Wuermeling für die deutsche EU-Ratspräsidentschaft. => Energieabhängigkeit Fossile Energien |
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11.01.2007 S. 126 dnr = 93 |
Wirtschaft 2006 rasant gewachsen
Die Wirtschaft in Deutschland ist 2006 wegen boomender Exporte und kräftiger Investitionen so stark gewachsen wie seit sechs Jahren nicht mehr. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, stieg das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,5 Prozent. Die staatliche Defizitquote lag bei 2,0 Prozent des BIP und damit erstmals seit 2001 unter dem europäischen Grenzwert von drei Prozent. Die EU-Kommission kündigte an, das Defizitverfahren gegen Deutschland in den kommenden Monaten einzustellen. => BIP Konsum & Produktion |
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11.01.2007 S. 128 dnr = 94 |
Orkan mit bis zu 178 km/h
Sturmtief "Franz" hat in vielen Regionen Deutschlands Schaden angerichtet.Feuerwehr und Polizei mussten wegen umgestürzter Bäume, Blitzeinschlägen und umherfliegender Gegenstände ausrücken. In Thüringen musste die A 71 gesperrt werden, nachdem mehrere Lastwagen umgekippt waren. Der Bahnverkehr war auf mehreren Strecken beeinträchtigt. Die Fähren zu den meisten Nordseeinseln stellten den Betrieb ein. Auf der Insel Borkum erreichte der Orkan Geschwindigkeiten von bis zu 178 Kilometer pro Stunde. => Klima Naturkatastrophen |
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11.01.2007 S. 129 dnr = 95 |
Afghanistan: 150 Tote bei Kämpfen
Bei schweren Kämpfen im Osten Afghanistans sind nach Nato-Angaben bis zu 150 Aufständische getötet worden. Zwei große Gruppen hätten von Pakistan aus die Grenze überschritten und Bodentruppen der afghanischen Armee und der Isaf angegriffen. Daraufhin seien sie beschossen worden, hieß es weiter. Nach wiederholten Grenzübertritten plant die pakistanische Regierung, einen Zaun entlang der Grenze zu bauen und die Gegend zu verminen. Nach heftigen Protesten soll dies aber noch einmal überdacht werden. => Asien |
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11.01.2007 S. 140 dnr = 96 |
Energiestreit Russland-Weißrussland: Vorgeschichte zum Streit
Bis zum Jahresbeginn hat Russland Weißrussland Öl zum günstigen Inlandtarif geliefert. Mit dieser Quasi-Subventionierung soll es nun vorbei sein. Mit der Begründung, Weißrussland verarbeite das billige Öl aus Russland weiter und verkaufe es mit hohem Gewinn, erhob Russland einen Exportzoll. Tatsächlich produzierte Weißrussland bislang in der Stadt Mosyr direkt an der Pipeline in einer hochmodernen Raffinerie Benzin und Diesel nach Euro-4-Norm. Der Kraftstoff wurde mit gewaltigem Gewinn in den Westen exportiert. => Druschba-Pipeline Energieabhängigkeit Fossile Energien |
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11.01.2007 S. 163 dnr = 97 |
Petersburg droht Überschwemmung
Wegen der anhaltend milden Temperaturen droht dem historischen Sankt Petersburg eine Überschwemmung. Der Wasserspiegel des Flusses Newa stieg mehr als zwei Meter über das Normalniveau, so dass bereits einige Häuser in den Vororten der Stadt unter Wasser stehen. Einige Uferstraßen mussten geschlossen werden. Normalerweise kommt es in der zweitgrößten russischen Stadt, die von einem Netz aus Kanälen durchzogen ist, im Frühjahr immer wieder zu Überschwemmungen. Einige U-Bahn-Stationen müssten geschlossen werden, sollten die Pegel weiter steigen, so Behördenvertreter. => Hochwasser |
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11.01.2007 S. 535 dnr = 98 |
Insekten leiden unter mildem Winter
Für Insekten ist das milde und feuchte Winterwetter viel gefährlicher als große Kälte. Bei Plusgraden und Regen drohen tödliche Pilzkrankheiten. Frost mache den heimischen Insekten wie dem als Waldschädling gefürchteten Borkenkäfer dagegen gar nichts aus, sagte der Leiter des Forstamts Hanau, Müller. Insekten verbringen den Winter meist als Puppen oder Larven oder legen Eier im Boden oder unter der Rinde von Bäumen. Wochenlanger Frost sei für sie kein Problem, Erfrieren sei praktisch auszuschließen. => Klimawandel Natur & Umwelt |
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11.01.2007 S. 536 dnr = 99 |
"Internationales Polarjahr" ab März
Zwei Jahre lang wollen mehr als 50.000 Wissenschaftler aus 60 Nationen Zustand und Zukunft der Polarregionen erforschen. Das "Internationale Polarjahr" geht von März 2007 bis März 2009. "Ziel ist es, unser Wissen über die Polargebiete und ihre Bedeutung für das Klima, die Ökosysteme und die Menschen einen gewaltigen Schritt voranzubringen", sagte Prof.Reinhard Dietrich von der Universität Dresden. Organisiert wird die Forschungskampagne von der Weltwetterorganisation (WMO) und dem Internationalen Wissenschaftsrat (ICSU). => Klima |
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11.01.2007 S. 537 dnr = 100 |
Atommüll-Schutzbehälter undicht?
Schutzbehälter aus dem Mineral Zirkon sind womöglich nicht zur langfristigen Atommüll-Lagerung geeignet. Forscher der britischen Universität Cambridge berichten im Wissenschaftsblatt "Nature", dass die derzeit geprüften Keramik-Gefäße der Strahlung von hochradioaktivem Atommüll nicht lange genug standhalten und deshalb zum Einschluss von Material mit Halbwertszeiten von tausenden oder gar hunderttausenden Jahren nicht nutzbar sind. Den Tests zufolge bietet das Material bereits nach 1400 Jahren keinen Schutz mehr. Ziel seien jedoch 250.000 Jahre. => Atomenergie Müll/Recycling |
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10.01.2007 S. 120 dnr = 72 |
Ölpipeline weiterhin blockiert
Im Streit zwischen Russland und Weißrussland über die Öl-Lieferung zeichnet sich zwar eine Lösung ab, die Ölpipeline nach Europa ist aber noch blockiert. Die Regierung in Minsk teilte mit, auf die Erhebung einer Durchleitungsgebühr - wie von Moskau gefordert - zu verzichten. Vorausgegangen war ein Telefonat zwischen Russlands Präsident Putin und seinem Amtskollegen Lukaschenko Berichte aus der Slowakei, dass die Öl-Lieferungen wieder angelaufen seien, wurden in Moskau dementiert. Weißrussland kündigte für morgen Lieferungen an => Druschba-Pipeline Erdöl |
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10.01.2007 S. 121 dnr = 73 |
US-Truppe im Irak wird verstärkt
US-Präsident Bush will laut Angaben aus Regierungskreisen in den USA die Entsendung von etwa 21.500 weiteren Soldaten in den Irak ankündigen. Bisher war die Zahl 20.000 im Gespräch gewesen. 4000 Marineinfanteristen sollen demnach in die Provinz Al Anbar und 17.500 in die Hauptstadt Bagdad entsandt werden.Außerdem wolle Bush etwa eine Milliarde Dollar (772 Millionen Euro) in den Aufbau der Wirtschaft des Landes, der Zivilgesellschaft, des Justizwesens und der Infrastruktur stecken, hieß es. Bushs Rede ist für heute Nacht geplant. => Irak |
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10.01.2007 S. 124 dnr = 74 |
EU:CO2-Ausstoß stärker reduzieren
Die EU-Kommission will den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase in der Europäischen Union bis 2020 um mindestens 20 Prozent unter das Niveau von 1990 drücken. Die Maßnahme ist Teil einer umfassenden Energiestrategie, auf die sich die Kommission in Brüssel verständigte. Sollten andere Industriestaaten mitziehen, sei die EU auch zu einer Senkung der Emissionen um 30 Prozent bereit. Brüssel schlug auch vor, bis 2020 ein Fünftel der Energie aus erneuerbaren Quellen zu beziehen. => Klimawandel Treibhausgase |
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10.01.2007 S. 125 dnr = 75 |
EU-Kommission: Energiekonzerne sollen Netze abgeben
Die EU-Kommission will die großen Energiebetreiber zwingen, ihre Netze aufzugeben. Kommissionspräsident Barroso sagte, ohne die Trennung von Vertrieb und Stromerzeugung werde es den nötigen Wettbewerb nicht geben. Ziel sei es, dass die Verbraucher Energie zu bezahlbaren Preisen kaufen können. Die Bundesregierung lehnt eine erzwungene Aufspaltung der Konzerne ebenso ab wie Frankreich. Die Mitliedsstaaten müssen einem solchen Beschluss zustimmen. => Energie/ Ressourcen |
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10.01.2007 S. 126 dnr = 76 |
Trennung der Strom- und Gasnetze: Glos hat Bedenken gegen EU-Pläne
Wirtschaftsminister Glos hat verfassungsrechtliche Bedenken gegen EU-Pläne zur Trennung der Strom- und Gasnetze von den Versorgungsfirmen. Er bezeichnete das Vorhaben als Zwangsaufspaltung, die eventuell nicht mit dem Recht auf Eigentum kompatibel sei. Von den deutschen Energiekonzernen kam klare Ablehnung: Die Trennung von Energieerzeugung und Transportnetzen werde nicht zu mehr Wettbewerb führen. Die Bundesnetzagentur erklärte, die Ausgliederung der Netztöchter sei ausreichend, die Eigentumsabgabe unnötig. => Energie/ Ressourcen |
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10.01.2007 S. 127 dnr = 77 |
Merkel hält an Atomausstieg fest
In der erneut entbrannten Debatte über die Kernenergienutzung hat Bundeskanzlerin Merkel klargestellt, dass sie an dem im Koalitionsvertrag beschlossenen Atomausstieg festhalten werde. "Ich bin vertragstreu", sagte Merkel. Im ARD-Morgenmagazin bezeichnete Umweltminister Gabriel eine Abkehr vom Ausstieg als nicht sinnvoll, da die Energiegewinnung aus Atomkraft sehr riskant sei. Wirtschaftsminister Glos und CSU-Chef Stoiber hingegen forderten, den Ausstieg zu überdenken. => Atomenergie Atomausstieg |
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10.01.2007 S. 132 dnr = 78 |
BVerfG billigt Doppelpass-Verbot
Wer nach seiner Einbürgerung als Deutscher wieder seine frühere Staatsbürgerschaft erwerben will, dem darf der deutsche Pass wieder entzogen werden. Das hat das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) entschieden und damit eine entsprechende Regelung des im Jahr 2000 in Kraft getretenen Staatsbürgerschaftsrechts gebilligt. Geklagt hatte ein gebürtiger Türke, dem die Stadt Frankfurt am Main mit Verweis auf die neue Rechtslage die deutsche Staatsbürgerschaft wieder entzogen hatte. (Az: 2 BvR 1339/06) => Migration |
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10.01.2007 S. 134 dnr = 79 |
Wieder US-Angriffe in Somalia
US-Streitkräfte haben offenbar erneut Luftangriffe im Süden des Landes geflogen. Vier Ziele seien aus der Luft angegriffen worden, hieß es aus somalischen Regierungskreisen. Dabei seien die Ortschaften Bankajirow und Badmadowe am schwersten getroffen worden. Am Montag hatten die USA ein Dorf angegriffen, wo Al-Kaida-Kämpfer vermutet wurden. Mehrere Menschen wurden getötet, darunter nach US-Angaben ein Drahtzieher der Anschläge auf US-Botschaften in Kenia und Tansania 1998. => Afrika |
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10.01.2007 S. 140 dnr = 80 |
Russland-Weißrussland: Vorgeschichte zum Energiestreit
Bis zum Jahresbeginn hat Russland Weißrussland Öl zum günstigen Inlandtarif geliefert. Mit dieser Quasi-Subventionierung soll es nun vorbei sein. Mit der Begründung, Weißrussland verarbeite das billige Öl aus Russland weiter und verkaufe es mit hohem Gewinn, erhob Russland einen Exportzoll. Tatsächlich produzierte Weißrussland bislang in der Stadt Mosyr direkt an der Pipeline in einer hochmodernen Raffinerie Benzin und Diesel nach Euro-4-Norm. Der Kraftstoff wurde mit gewaltigem Gewinn in den Westen exportiert. Den Zollzuschlag von 180 Dollar/Tonne auf alle Ölexporte erhob Russland allerdings ungeachtet der auf dem Papier noch gültigen Zollunion. Die Regierung in Minsk konterte mit einer massiven Erhöhung der Durchleitungsgebühr für russisches Öl: von 2,6 auf 45 Dollar. Zudem - so der Vorwurf aus Moskau - habe Weißrussland 79.000 Tonnen Öl aus der Pipeline abgezapft. Zusätzlich zur Zollgebühr verdoppelte Russland zu Jahresbeginn die Gaspreise für Weißrussland auf 100 Dollar je 1000 Kubikmeter. => Druschba-Pipeline Energieabhängigkeit Fossile Energien |
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10.01.2007 S. 141 dnr = 81 |
Stichwort: "Druschba"-Pipeline
Die "Pipeline der Freundschaft" besteht aus zwei Rohrleitungen: Einer nördlichen und einer südlichen. Durch die nördliche Leitung werden nach Angaben der EU-Kommission jährlich 1,8 Mio.Barrel Öl nach Deutschland und Polen gepumpt. Von dem aktuellen Boykott betroffen ist aber auch die südliche Pipeline, die über die Ukraine nach Ungarn, Tschechien und in die Slowakei führt. Über die "Druschba"-Pipelines bezieht die EU 12,5 Prozent ihres Ölbedarfs.Die Hälfte aller russischen Öl-Exporte in die EU laufen über Weißrussland. => Druschba-Pipeline Erdöl |
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10.01.2007 S. 156 dnr = 82 |
Deutschland: Geldvermögen gewachsen
In Deutschland hat jeder Einwohner derzeit im Schnitt gut 54.600 Euro auf der hohen Kante. Insgesamt stieg das Geldvermögen der privaten Haushalte nach einer Schätzung der Allianz/Dresdner Bank im Jahr 2006 auf 4,53 Billionen Euro. Das waren rund 240 Mrd.Euro mehr als ein Jahr zuvor. Mit knapp 6 % habe der Zuwachs über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre von 5,5 % gelegen. Mehr gespart als im Vorjahr wurde indes nicht: Wegen der Mehrwertsteuererhöhung kauften viele Verbraucher noch vor der Jahreswende ein, statt das Geld anzulegen. => Armut & Reichtum |
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10.01.2007 S. 162 dnr = 83 |
Indonesien: Teenager an Vogelgrippe gestorben
Vier Tage nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus ist in Indonesien ein 14jähriger Junge an der Vogelgrippe gestorben. Damit stieg die Zahl der Vogelgrippe-Toten in Indonesien nach Angaben der Behörden auf 58. Auch in der ostchinesischen Provinz Anhui wurde ein Bauer mit dem Vogelgrippevirus H5N1 infiziert. Der 37-Jährige wurde jedoch wieder gesund und konnte nach Angaben der Behörden das Krankenhaus in dieser Woche verlassen.In China, wo die Vogelgrippe erst 2005 auftauchte, sind bislang 13 Menschen an der Krankheit gestorben. => Vogelgrippe |
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10.01.2007 S. 535 dnr = 84 |
Kugelblitze im Labor erzeugt
Brasilianische Physiker haben im Labor Kugelblitze in der Größe von Tischtennisbällen erzeugt, die bis zu acht Sekunden lang in der Luft schwebten.Die Experimente der Physiker von der Universität von Pernambuco unterstützen eine Theorie, nach der Kugeblitze durch Blitzeinschlag ins Erdreich entstehen, wobei Kieselerde verdampft. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist". Die Forscher verdampften dünne Siliziumscheiben mit einer Starkstromentladung von 140 Ampere zwischen zwei Elektroden. => Natur & Umwelt |
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10.01.2007 S. 536 dnr = 85 |
Studie der EU-Kommission: Klimakatastrophen im Süden
Tourismus und Landwirtschaft im Norden Europas würden von einem ungebremsten Klimawandel profitieren. Dagegen stünden dem Süden des Kontinents Naturkatastrophen, Ernteausfälle und eine steigende Zahl von Hitzeopfern bevor. Das geht aus einer umfassenden Studie der EU-Kommission hervor. Sollte nichts gegen die Erderwärmung unternommen werden, drohen beispielsweise Italien, Griechenland und Spanien schwere wirtschaftliche Einbußen. So würden die Menschen künftig ihren Sommerurlaub eher an der Nordseeküste als an der Adria verbringen. => Klimawandel |
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10.01.2007 S. 537 dnr = 86 |
Im Juni 2006 mehr Schnee als jetzt
Auf den Gipfeln deutscher Mittelgebirge liegt zurzeit weniger Schnee als im Mai und Juni vergangenen Jahres. Laut "MC Wetter" wurden noch am 1.Juni 2006 auf dem Feldberg im Schwarzwald 25 cm der weißen Pracht gemessen. In diesen Tagen gebe es dort nur Schneeflecken. Ähnlich sah es im Harz aus. Während Anfang Juni auf dem Brocken den Meteorologen zufolge noch 2 cm Schnee registriert wurden, sind jetzt hier und da lediglich ein paar weiße Flecken zu entdecken. Nur der Große Arber im Bayerischen Wald richtet sich mit derzeit 28 cm Schneedecke nach dem Kalender. => Klimawandel |
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10.01.2007 S. 538 dnr = 87 |
Kraniche überwintern im Norden
Wegen der milden Temperaturen überwintern in diesem Jahr so viele Kraniche wie nie zuvor in Deutschland. Schätzungen zufolge traten im Herbst bis zu 10.000 Tiere nicht den üblichen Zug in die südeuropäischen Winterquartiere an.Normalerweise überwintern nur maximal einige Hundert Kraniche in Deutschland. Die mit rund 5000 Vögeln größte Ansammlung haben die Wissenschaftler in der niedersächsischen Diepholzer Moorniederung ausgemacht. Weitere Vögel wurden am Wochenende an den Elbufern, in Brandenburg und in der Rügen-Bock-Region in Mecklenburg-Vorpommern gesichtet. => Klimawandel Natur & Umwelt |
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10.01.2007 S. 539 dnr = 88 |
Studie: Wale vor Anchorage bedroht
Die Beluga-Wale vor der Küste Alaskas unweit von Anchorage sind offenbar vom Aussterben bedroht. Die Anzahl dieser Weißwale im Cook Inlet wird derzeit auf 302 geschätzt. Der Studie des Nationalen Meeressäugerlabors zufolge lebt die Gruppe nur in einem kleinen Teil der Bucht. Deswegen sowie wegen der geringen Anzahl der Tiere sei diese Gruppe für Krankheiten oder andere drohende Gefahren besonders anfällig. Ein Sprecher sagte, Schätzungen zufolge sei die Zahl der Beluga-Wale im Cook Inlet von 1994 bis 2006 jährlich um 5,6 % zurückgegangen. => Bio-Vielfalt |
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09.01.2007 S. 120 dnr = 55 |
Öl-Streit: Gespräche gescheitert
In Moskau sind die Gespräche zwischen Vertretern Russlands und Weißrusslands um eine Lösung im Streit über die blockierte Öl-Pipeline gescheitert. Weißrussland müsse die Durchleitungsgebühr für russisches Öl nach Westen abschaffen, sagte Russlands Wirtschaftsminister Gref dem weißrussischen Vizeregierungschef Kobjakow. Dann sei Russland zu weiteren Verhandlungen über eine Aufhebung seines Exportzolls auf Öllieferungen an Weißrussland bereit. Von der Blockade sind auch Tschechien, Polen, Slowakei und Ungarn betroffen. => Druschba-Pipeline Erdöl |
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09.01.2007 S. 121 dnr = 56 |
Energielieferungen: Merkel: Russlands Ruf in Gefahr
Kanzlerin Merkel hat den Ruf Russlands als zuverlässigen Energielieferanten wegen des Öl-Streits in Frage gestellt. Außenminister Steinmeier und EU-Kommissionspräsident Barroso verlangten ein sofortiges Ende der Blockade. Russlands Präsident Putin hatte deswegen die Wahrung der Interessen europäischer Abnehmer angemahnt und seine Regierung aufgefordert, den Streit zu lösen. Er schloss aber wegen der geringeren Exporte eine Drosselung der Ölförderung nicht aus. Das weise auf ein Andauern des Streits hin, so Experten. => Druschba-Pipeline Energieabhängigkeit Erdöl |
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09.01.2007 S. 122 dnr = 57 |
Erneut Debatte über Atomenergie
Nach dem Stopp russischer Öllieferungen ist eine Debatte über die Zukunft der Atomenergie entbrannt. Kanzlerin Merkel warnte vor Liefer-Abhängigkeiten. In der ARD sagte sie, Deutschland brauche einen ausgewogenen Energiemix. Es sei zu überlegen, welche Folgen es habe, wenn Kernkraftwerke abgeschaltet würden. CSU-Chef Stoiber forderte Korrekturen am Atomausstieg. SPD-Chef Beck erklärte, die Sperrung der Pipeline sei kein Grund für eine neue Diskussion über den Atomausstieg: "Das Ausstiegsszenario gilt." => Atomenergie Atomausstieg |
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09.01.2007 S. 126 dnr = 58 |
Somalia: Tote bei US-Angriffen
Bei US-Luftangriffen auf mutmaßliche Al-Kaida-Verstecke im Süden Somalias sind nach Angaben der somalischen Regierung 30 Menschen ums Leben gekommen. Laut Augenzeugen wurden mindestens 19 Zivilisten in zwei Ortschaften getötet. Unter den Toten ist nach Angaben der US-Regierung einer der drei Al-Kaida-Drahtzieher des Anschlags auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania 1998.Die Angriffe waren laut US-Militär mit der somalischen Regierung abgesprochen.Diese hieß die Angriffe gut: Die USA hätten das Recht dazu. => Afrika |
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09.01.2007 S. 129 dnr = 59 |
Immer weniger Asylbewerber
Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland ist im vergangenen Jahr erneut stark zurückgegangen. Rund 21.000 Menschen hätten Asyl beantragt, etwa 8000 oder ein Viertel weniger als 2005, teilte das Bundesinnenministerium mit. Lediglich 251 Menschen erhielten im vergangenen Jahr in Deutschland Asyl.Damit beschied das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nur 0,8 Prozent der Anträge positiv. Weitere 1100 Menschen erhielten Schutz vor einer Abschiebung. Insgesamt wurden etwa 60 Prozent der Anträge abgelehnt. => Migration |
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09.01.2007 S. 131 dnr = 60 |
Irak: 20.000 weitere Soldaten
US-Präsident Bush will im Rahmen seiner neuen Irak-Strategie offenbar 20.000 weitere Soldaten in den Irak schicken.Der Präsident habe sich in dieser Frage festgelegt, sagte der republikanische Senator Smith nach einem Treffen Bushs mit Kongressmitgliedern. Zur Finanzierung des Einsatzes will das Weiße Haus den Kongress um 100 Milliarden Dollar bitten. Dort droht Widerstand der Demokraten, die mehrheitlich für eine Truppenreduzierung plädieren. Bush will am Mittwoch seine neue Irak-Strategie präsentieren. => Irak |
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09.01.2007 S. 132 dnr = 61 |
Verteidigungsministerium: Neues Ministerium in Japan
Japan hat erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder ein Verteidigungsministerium. In einer Zeremonie wurde dem Amt für Verteidigung der Ministeriums-Rang zugesprochen. Der bisherige Chef des Amtes, Kyuma, ist neuer Verteidigungsminister. Japan hat seit 1947 eine pazifistisch ausgerichtete Verfassung. Dennoch sind japanische Soldaten an Auslandseinsätzen wie im Irak beteiligt. Das Parlament musste diese bisher als "außerordentliche Einsätze" billigen. => Asien Waffen |
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09.01.2007 S. 143 dnr = 62 |
Atomkonflikt mit Nordkorea
Der Atomtest, den Nordkorea nach eigenen Angaben durchgeführt hat, ist der vorläufige Höhepunkt im Konflikt um Nordkoreas Atomprogramm. Im Jahre 2002 entzündete sich der Konflikt, als der US-Sondergesandte Kelly Beweise für ein Programm Nordkoreas zur Urananreicherung vorlegte. Nordkorea erklärte danach sein Recht, Atomwaffen zu besitzen und fuhr seinen Atomreaktor in Yongbyon wieder hoch.Zudem wurden die Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO ausgewiesen. Anfang 2003 trat Nordkorea aus dem Atomwaffensperrvertrag aus. Im August 2003 fand die erste Runde der Sechs-Parteien-Gespräche in Peking statt. Mit Nordkorea verhandelten die USA, Südkorea, Japan und Russland unter Vermittlung Chinas. Die USA boten Energiehilfen und Sicherheitsgarantien an, wenn Nordkorea sein Atomprogramm aufgibt. Nordkorea bestand jedoch auf ein Recht auf ein ziviles Atomprogramm. Im Juli 2006 testete Nordkorea Militärraketen, im Oktober dann nach eigenen Angaben eine Atombombe. => Atomwaffen Nordkorea Atomwaffensperrvertrag |
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09.01.2007 S. 144 dnr = 63 |
Sanktionen gegen Nordkorea
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat einstimmig eine Resolution gegen Nordkorea beschlossen. In dem Papier wird unter anderem der Atomwaffentest Nordkoreas verurteilt und verlangt, dass das Land alle Atomwaffen und bestehenden Atomprogramme "vollständig, überprüfbar und unwiederbringlich aufgibt". Die UN-Mitgliedsstaaten sollen Einreise und Transit von Menschen unterbinden, die nach Ansicht des Sicherheitsrates für das nordkoreanische Atomprogramm verantwortlich sein sollen. Alle Mitgliedsländer der Vereinten Nationen werden aufgefordert, den Verkauf und Transfer gewisser Güter nach Nordkorea einzustellen. Dazu gehören Kriegsgeräte, wie Panzer, Flugzeuge und Hubschrauber, Raketen und Raketensysteme, aber auch Materialien und Technologie, die zum nordkoreanischen Atomprogramm beitragen könnten.Auch sollen keine Luxusgüter mehr nach Nordkorea exportiert werden. Alle Mitgliedsländer sollen zudem Kapital und Finanzmittel einfrieren, die mit dem Programm zu tun haben könnten. => Atomwaffen Nordkorea Atomwaffensperrvertrag |
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09.01.2007 S. 149 dnr = 64 |
Energiestreit: Vorgeschichte zum Streit
Bis zum Jahresbeginn hat Russland Weißrussland Öl zum günstigen Inlandtarif geliefert. Mit dieser Quasi-Subventionierung soll es nun vorbei sein. Mit der Begründung, Weißrussland verarbeite das billige Öl aus Russland weiter und verkaufe es mit hohem Gewinn, erhob Russland einen Exportzoll. Tatsächlich produzierte Weißrussland bislang in der Stadt Mosyr direkt an der Pipeline in einer hochmodernen Raffinerie Benzin und Diesel nach Euro-4-Norm. Der Kraftstoff wurde mit gewaltigem Gewinn in den Westen exportiert. Den Zollzuschlag von 180 Dollar/Tonne auf alle Ölexporte erhob Russland allerdings ungeachtet der auf dem Papier noch gültigen Zollunion. Die Regierung in Minsk konterte mit einer massiven Erhöhung der Durchleitungsgebühr für russisches Öl: von 2,6 auf 45 Dollar. Zudem - so der Vorwurf aus Moskau - habe Weißrussland 79.000 Tonnen Öl aus der Pipeline abgezapft. Zusätzlich zur Zollgebühr verdoppelte Russland zu Jahresbeginn die Gaspreise für Weißrussland auf 100 Dollar je 1000 Kubikmeter. => Druschba-Pipeline Energieabhängigkeit Erdgas Erdöl |
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09.01.2007 S. 160 dnr = 65 |
2006 wärmstes Jahr in den USA
2006 ist das wärmste Jahr in den USA seit Beginn der Temperaturaufzeichnun1895. Es war 1,2?C wärmer als der Durchschnitt der Jahre 1901 bis 2000.Das teilte die für Meere und Atmosphäre zuständige US-Behörde NOAA mit. Vor allem der Dezember sei wärmer als üblich gewesen. Eine der Ursachen sei das Wetterphänomen El Nino, das Pazifikwasser erwärmt. Außerdem führte die NOAA die langfristige Erwärmung der Erde an, die viele Wissenschaftler mit dem zunehmenden Ausstoß von Treibhausgasen in Verbindung bringen. => Klimawandel |
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09.01.2007 S. 161 dnr = 66 |
2005 weniger Mehrlingskinder
Die Zahl der in Deutschland geborenen Mehrlingskinder ist im Jahr 2005 gesunken. Laut Statistischem Bundesamt kamen fast 21.700 Mehrlingskinder zur Welt, davon waren mit 20.900 die große Mehrheit Zwillinge. Hinzu kamen etwa 700 Drillinge und 40 Vierlinge. Gegenüber dem Vorjahr, in dem es die meisten Mehrlingskinder seit 1968 gegeben hatte, nahm ihre Zahl demnach um 14 % ab. Auch der Anteil der Mehrlingskinder an allen Neugeborenen war 2005 mit 31,5 Mehrlingen je eintausend Kindern niedriger als im Vorjahr. => Bevölkerung |
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09.01.2007 S. 535 dnr = 67 |
Briten sind Müll-Europameister
Die Briten verursachen in Europa mit Abstand den meisten Müll. Obwohl deutlich weniger Menschen im Königreich als in Deutschland leben, werde beispielsweise dreimal so viel Abfall wie in der Bundesrepublik verursacht, stellte die zuständige Behörde in einer vom "Daily Mirror" veröffentlichten Studie fest.27 Millionen Tonnen Abfall kämen jedes Jahr zusammen. Grund dafür ist nach Ansicht der Local Government Association, dass die Briten für die Müllabfuhr nicht direkt zahlen müssen. Die Müllabfuhr wird über lokale Steuern finanziert. => Müll/Recycling |
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09.01.2007 S. 537 dnr = 68 |
Konferenz über Erwärmung gefordert
Der Leiter des UN-Klimasekretariats hat den neuen Generalsekretär Ban Ki Moon aufgefordert, Staats- und Regierungschefs aus aller Welt zu einer Konferenz über die globale Erwärmung zusammenzurufen. Yvo de Boer vom UNFCCC sagte, die Zeit laufe aus, um einen Nachfolger des Kyoto-Klimaprotokolls zu schaffen.Auch wichtige Schwellenländer sollten einbezogen werden, ergänzte Boer. Das Kyoto-Protokoll läuft 2012 aus. Es sieht vor, dass 35 Industriestaaten ihre Emissionen von Treibhausgasen bis spätestens 2012 fünf Prozent unter den Wert von 1990 reduzieren. => Klimawandel Kyoto-Protokoll |
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09.01.2007 S. 538 dnr = 69 |
EU will CO2-Ausstoß senken
Die Europäische Union will Kommissionskreisen zufolge den Klimaschutz weiter vorantreiben und den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) bis 2020 um ein Fünftel senken. Zudem wolle sie die Industriestaaten weltweit dazu bewegen, sich zu einer CO2-Minderung von 30 Prozent gegenüber 1990 zu verpflichten, sagte ein mit den Plänen vertrauter EU-Vertreter. Deutschland allein verfolgt allerdings bereits ehrgeizigere Ziele: Bis 2012 soll der Kohlendioxid-Ausstoß bereits um 21 Prozent sinken. Offiziell soll das EU-Grundsatzpapier zur Energiepolitik am Mittwoch vorgestellt werden. => Klimawandel Treibhausgase |
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09.01.2007 S. 545 dnr = 70 |
Gaspreis soll 2007 wieder sinken
Der Gasmarkt wird im Jahr 2007 in Bewegung geraten. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" vorab berichtet, haben einige Anbieter ihre Preise schon zum Jahreswechsel gesenkt. So hat etwa die Niederrheinische Versorgung und Verkehr AG in Mönchengladbach ihre Tarife um 3,9 % reduziert. SpreeGas hat dem Magazin zufolge die Preise für einige Städte in Sachsen um 2,85 % verringert. Bisher können Privatkunden nur in Berlin, Hamburg und einigen kleinen Regionen ihren Gaslieferanten wechseln. Der Wettbewerb werde aber bald zunehmen. => Erdgas |
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09.01.2007 S. 546 dnr = 71 |
Gas-Anbieter künftig frei wählbar
Private Gaskunden in ganz Deutschland können nach Angaben der Bundesnetzagentur noch in diesem Jahr ihren Gasanbieter frei wählen und damit möglicherweise Geld sparen. Das kündigte der Präsident der auch für die Liberalisierung des Gasmarktes verantwortlichen Bundesoberbehörde, Matthias Kurth, in der "Welt am Sonntag" an. "Wir sollten 2007 einen flächendeckenden Wettbewerb im deutschen Gasmarkt schaffen", sagte Kurth. Dann würden sich nicht kostenbasierte Unterschiede bei den Gaspreisen angleichen, fügte er hinzu. => Energie/ Ressourcen Erdgas |
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08.01.2007 S. 120 dnr = 45 |
Russische Ölzulieferung gestoppt
Die russischen Öllieferungen durch die "Druschba"-Pipeline nach Europa sind immer noch unterbrochen. Allerdings könnte noch heute das Öl wieder fließen, zitiert die russische Nachrichtenagentur Interfax weißrussische Behörden Unklar ist, wer die Blockade veranlasste: Laut Interfax ist es der staatliche weißrussische Konzern Belneftechin. Die Regierung in Minsk dementierte das. Der russische Pipeline-Betreiber Transneft sagte der Agentur Reuters: Die Pipeline sei blockiert, weil Weißrussland sich illegal Öl daraus abgezapft habe. => Druschba-Pipeline Erdöl |
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08.01.2007 S. 121 dnr = 46 |
Keine Öl-Engpässe befürchtet
Die Bundesregierung sieht wegen der Schließeung der Ölpipeline von Russland keine akuten Versorgungsengpässe. Das sagte Wirtschaftsminister Glos. Kanzlerin Merkel warnte aber vor zu starker Abhängigkeit von einer Energiequelle. Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Reserven für 90 Tage verfügten die Raffinerien noch über weitere Vorräte, sagte ein Mineralölverbands-Sprecher. Der Chef der Internationalen Energieagentur, Mandil, sagte gegenüber tagesschau.de, er rechne nicht mit Auswirkungen auf die Energiepreise. => Druschba-Pipeline Erdöl |
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08.01.2007 S. 122 dnr = 47 |
Motassadeq: Höchststrafe verhängt
Der Terrorhelfer Motassadeq soll wegen seiner Beteiligung an den Anschlägen vom 11. September 2001 für 15 Jahre ins Gefängnis. Das Hamburger Oberlandesgericht verhängte die Höchststrafe gegen den Marokkaner. Der Bundesgerichtshof hatte Motassadeq bereits im November wegen Beihilfe zum Mord in 246 Fällen und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung rechtskräftig verurteilt. Die Hamburger Richter mussten nur noch das Strafmaß festlegen. => Terrorismus |
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08.01.2007 S. 145 dnr = 48 |
Stichwort Atomwaffen
Auch Nuklear- oder Kernwaffen genannt.Sie erreichen ihre zerstörerische Wirkung durch Kernspaltung oder Kernfusion. Atomwaffen werden durch einen Fernzünder aktiviert. Die Bombe besteht aus einem Behälter, in dem vier Viertelkugeln (meistens Plutonium-239 oder Uran-235) mit Abstand eingebaut und mit Sprengstoff umgeben sind. Durch dessen Zündung werden die Kugelviertel zusammen geschossen, so dass eine kritische Masse entsteht. Durch die Kettenreaktion wird in Sekundenbruchteilen eine Explosion erzeugt. Damit es zu einer Kettenreaktion kommen kann, ist eine bestimmte Menge spaltbares Material notwendig. Diese Menge wird kritische Masse genannt. Es kann allerdings auch nicht beliebig viel Masse verwendet werden, da es sonst zu einer unkontrollierten Auslösung der Kettenreaktion kommt. Achtung: Es handelt sich bei dieser Erklärung um eine stark vereinfachte Darstellung, um das Prinzip einer Atombombe zu erläutern. => Atomwaffen Atomwaffensperrvertrag |
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08.01.2007 S. 535 dnr = 49 |
Stammzellen auch im Fruchtwasser
US-Wissenschaftler haben offenbar eine weitere Möglichkeit der Stammzellengewinnung entdeckt: Die wandelbaren Zellen seien nicht nur in Embryonen und im Menschen, sondern auch im Fruchtwasser zu finden, berichteten Forscher des Instituts für regenerative Medizin an der Wake Forest University School of Medicine auf der Internetseite des Fachmagazins "Nature Biotechnology". Die Wissenschaftler entwickelten eigenen Angaben zufolge aus den Zellen bereits Muskel-, Knochen-, Fett, Blutgefäß-, Nerven- und Leberzellen. => Gesundheit Gen-/Biotechnologie |
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08.01.2007 S. 536 dnr = 50 |
Milder Winter bringt Zeckenplage
Der milde Winter mit seinen hohen Temperaturen erhöht die Gefahr einer Zeckenplage im Frühjahr. Das warme Wetter führe zu einer steigenden Zahl der Plagegeister, warnte Professor Werner Solbach von der Universität Lübeck in den "Lübecker Nachrichten". Auch der Zeitraum, in dem Menschen von Zeckenbissen gequält werden können, verlängere sich. Nach Meinung des Ökologie-Professors Berndt Heydemann vom Forschungszentrum ZMTW wird es dagegen keine Mückenplage geben. Die Eier und Larven der Insekten würden in den warmen Seen und Tümpeln von ihren Feinden gefressen. => Gesundheit Klimawandel |
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08.01.2007 S. 537 dnr = 51 |
Großmöwen verlassen Binnenland
Die Großmöwen verlassen das Binnenland.Fernab der Küsten zählen Ornithologen immer weniger Silber-, Herings- oder Mantelmöwen. Der Grund: Im Sommer 2005 wurden in Deutschland die Hausmüll-Deponien geschlossen. Dort fanden die Allesfresser früher das ganze Jahr über einen reich gedeckten Tisch. Ansammlungen von tausenden Großmöwen waren daher nördlich der Mittelgebirge auch tief im Binnenland keine Seltenheit. So genannte Schlafplatzzählungen ergaben nun, dass nach Schließung der Müllkippen der Silbermöwen-Bestand zum Teil um mehr als 60 % zurück ging. => Natur & Umwelt |
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08.01.2007 S. 538 dnr = 52 |
Kinder: Armut behindert Entwicklung
Wegen ihrer Armut können weltweit mehr als 200 Mio.Kinder unter fünf Jahren ihr geistiges Potenzial nicht voll ausschöpfen. Das berichtet ein britisches Forscherteam im Fachblatt "The Lancet".Der Geldmangel führe unter anderem zu schlechter Gesundheit und Mangelernährung. Außerdem hätten die Kinder durch schlechte Schulbildung später schlechtere Jobs und trügen die Armut über Generationen weiter, hieß es weiter. Zwei Drittel der Kinder leben in den Ländern Indien, Nigeria, China, Bangladesch, Äthiopien, Indonesien, Pakistan, Kongo, Uganda und Tansania. => Armut & Reichtum Kinder/Jugendliche |
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08.01.2007 S. 539 dnr = 53 |
Nordseefische leiden unter Wärme
Die globale Erwärmung bringt Nordseefische in Atemnot und lässt die Bestände schwinden. Eine wärmebedingte Sauerstoffunterversorgung beeinflusse entscheidend die Bestandsdichte bei Fischen, schreiben Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung Bremerhaven in einem Beitrag im Wissenschaftsmagazin "Science". Die Experten untersuchten an der Aalmutter (Zoarces viviparus) aus der Nordsee den Zusammenhang zwischen der saisonalen Entwicklung der Wassertemperatur und den Fischbeständen. => Nahrung Klimawandel |
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08.01.2007 S. 547 dnr = 54 |
Verband: Öko-Produkte werden knapp
Der Öko-Anbauverband Bioland hat vor der zunehmenden Knappheit von Bioprodukten gewarnt. "Der hiesige Markt gibt nicht genügend her", sagte Präsident Thomas Dosch der "Berliner Zeitung".Besonders Obst und Gemüse sowie Schweinefleisch, Milch und Eier aus ökologischer Produktion seien rar. Wegen des schlechten Wetters 2005 gebe es auch zu wenig Kartoffeln und Getreide. Dosch kritisierte die Politik für mangelnde Hilfe. In den vergangenen Jahren hätten nur Bayern,Thüringen und Niedersachsen dauerhaft die Umstellung von Agrarbetrieben auf Bio gefördert. => Nahrung Ökolandbau |
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07.01.2007 S. 124 dnr = 38 |
Uno: Hinrichtungen im Irak verschieben
UN-Generalsekretär Ban hat eine Aussetzung der eventuell für heute geplanten Hinrichtung der Gefolgsleute des irakischen Ex-Präsidenten Saddam Hussein gefordert. Zuvor hatte bereits die EU den Irak zum vorläufigen Verzicht auf die Hinrichtungen gedrängt. Saddams Halbbruder, dem früheren Geheimdienstchef Al Tikriti, droht ebenso wie dem früheren Gerichtspräsidenten Al Bander der Tod durch den Strang. Ein Berater von Iraks Ministerpräsident Al Maliki hatte zuvor gesagt, die Hinrichtungen würden eventuell verschoben. => Irak Menschenrechte |
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07.01.2007 S. 125 dnr = 39 |
Irak: Dutzende Opfer bei Anschlag
Mehrere Dutzend Iraker sind bei einem Terroranschlag auf einem Gemüsemarkt getötet oder verletzt worden. Augenzeugen berichteten, in der rund 100 Kilometer südlich von Bagdad gelegenen Stadt Hilla sei mitten auf dem Markt eine Autobombe explodiert. Zuvor waren in verschiedenen Orten zwei amerikanische Soldaten getötet worden.Unbekannte hätten eine Patrouille beschossen, so das Militär. Bei Razzien nahmen irakische und amerikanische Soldaten in den vergangenen Tagen mehr als 80 Menschen fest. => Irak |
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07.01.2007 S. 126 dnr = 40 |
Anschlag auf Asylbewerberheim
Auf ein Asylbewerberheim in Sangerhausen in Sachsen-Anhalt ist ein Brandanschlag verübt worden. Zwei Männer, die der rechtsextremen Szene angehören sollen, wurden inzwischen nach Angaben der Staatswaltschaft Halle verhaftet. Bei dem Anschlag gestern Morgen war niemand verletzt worden. Die Männer sollen Molotow-Cocktails in ein Zimmer des Heims geschleudert haben. Ihnen werden versuchter Mord und schwere Brandstiftung vorgeworfen. => Sozialwissenschaften |
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07.01.2007 S. 159 dnr = 41 |
Meiste Unfalltote in Griechenland
Innerhalb der Europäischen Union ist das Risiko, beim Autofahren tödlich zu verunglücken, in Griechenland am größten. In Großbritannien leben Autofahrer und Beifahrer hingegen am sichersten.Was das Unfallrisiko mit tödlichem Ausgang angeht, belegt Deutschland unter den alten EU-Mitgliedern knapp vor Italien Platz sechs. Diese Berechnungen veröffentlichte die Allianz pro Schiene. Sie beruhen auf kürzlich veröffentlichten Zahlen der EU-Kommission. Gemessen wurden Unfälle pro zurückgelegtem Personenkilometer. => Mobilität/Verkehr |
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07.01.2007 S. 165 dnr = 42 |
Wärmerekord: New York: 22?C im Central Park
Im Nordosten der USA sind neue Wärmerekorde für den Januar gemessen worden.Im New Yorker Central Park stieg das Thermometer am Samstag auf 22,2?C, vom Flughafen in Albany wurden 21,7?C gemeldet, vom Flughafen in Boston 20,5?C.Im Staat New Jersey fielen in Newark, Trenton und Atlantic City Temperaturrekorde für den Januar aus dem Jahr 1950. In weiten Teilen der Region fiel in diesem Winter bislang kein Schnee. Der Nationale Wetterdienst sagte für den Zeitraum von Dezember bis Februar um 2% höhere Temperaturen als im 30-jährigen Durchschnitt voraus. => Klimawandel |
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07.01.2007 S. 536 dnr = 43 |
Studie: 2007 mit Rekordtemperaturen
2007 könnte einer Studie des britischen Wetterdienstes zufolge weltweit das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnung werden. Die Wahrscheinlichkeit liege bei 60 %, dass die Durchschnittstemperatur den Rekord von 1998 übertreffen werde, erklärten die Experten.1998 lag der Durchschnittswert weltweit um 0,52 Grad Celsius über dem von 1961 bis 1990 gemessenen Mittel von 14 Grad. 2007 könnte demnach 0,54 Grad über dem Durchschnitt erreicht werden. Als eine Ursache machten die Forscher das Wetter-Phänomen El Nino aus, das warme Meeresströmungen mit sich bringt. => Klimawandel |
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07.01.2007 S. 546 dnr = 44 |
Verband: Öko-Produkte werden knapp
Der Öko-Anbauverband Bioland hat vor der zunehmenden Knappheit von Bioprodukten gewarnt. "Der hiesige Markt gibt nicht genügend her", sagte Präsident Thomas Dosch der "Berliner Zeitung".Besonders Obst und Gemüse sowie Schweinefleisch, Milch und Eier aus ökologischer Produktion seien rar. Wegen des schlechten Wetters 2005 gebe es auch zu wenig Kartoffeln und Getreide. Dosch kritisierte die Politik für mangelnde Hilfe. In den vergangenen Jahren hätten nur Bayern,Thüringen und Niedersachsen dauerhaft die Umstellung von Agrarbetrieben auf Bio gefördert. => Ökolandbau |
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06.01.2007 S. 122 dnr = 29 |
Abbas: Hamas-Milizen sind illegal
Palästinenserpräsident Abbas hat Milizen der regierenden Hamas im Gaza-Streifen für illegal erklärt. Dabei handelt es sich um Einheiten einer Sicherheitstruppe, die dem Hamas-geführten Innenministerium unterstellt sind. Hintergrund des Verbots sind die anhaltenden Kämpfe zwischen der gemäßigten Fatah und der radikalislamischen Hamas. Ministerpräsident Hanija von der Hamas wies die Vorwürfe zurück: Sie habe keine rechtliche Grundlage. Seine Organisation kündigte außerdem an, die Zahl der Kämpfer zu verdoppeln. => Nahost |
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06.01.2007 S. 124 dnr = 30 |
Irak: 30 Aufständische erschossen
Irakische Soldaten haben nach einem Bericht des staatlichen Fernsehens bei einem Feuergefecht im Zentrum von Bagdad 30 Aufständische getötet.Acht Kämpfer seien gefangen genommen worden, darunter fünf Sudanesen, hieß es weiter. Offenbar handelt es sich um den Beginn einer zuvor von der Regierung angekündigten neuen Offensive gegen die Aufständischen, mit der die Gewalt in Bagdad eingedämmt werden soll. Ministerpräsident al Maliki hatte einen entsprechenden Sicherheitsplan für die Hauptstadt angekündigt. => Irak |
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06.01.2007 S. 125 dnr = 31 |
USA: Streit über Truppen im Irak
Tage vor der erwarteten Bekanntgabe der neuen Irak-Strategie von US-Präsident Bush haben die US-Demokraten zusätzliche Soldaten für den Irak abgelehnt. "Noch mehr Kampftruppen würden nur mehr Amerikaner gefährden", schrieben Senats-Mehrheitsführer Reid und die Präsidentin des Repräsentantenhauses, Pelosi, in einem offenen Brief an Bush. Vielmehr sei es Zeit, mit dem Abzug aus dem Irak zu beginnen. Die "New York Times" hatte jüngst berichtet, Bush wolle die US-Truppen um bis zu 20.000 Soldaten aufstocken. => Irak |
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06.01.2007 S. 126 dnr = 32 |
Krisenkabinett zu Eta-Terror
Eine Woche nach dem Anschlag der baskischen Untergrundorganisation Eta auf den Madrider Flughafen hat Spaniens Ministerpräsident Zapatero ein Krisenkabinett einberufen. Die Minister und Chefs der Sicherheitskräfte berieten über den Kampf gegen den Eta-Terror. Laut Presseberichten wurde eine Anti-Terror-Front aller Parteien beschlossen. Die Regierung beschloss zudem,dass Zapatero Ende Januar das Parlament über den Kampf gegen die Eta unterrichtet. Bei dem Anschlag in der vergangenen Woche waren zwei Menschen getötet worden. => Terrorismus |
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06.01.2007 S. 127 dnr = 33 |
Passagierrekord bei der Bahn
Die Deutsche Bahn hat im vergangenen Jahr so viele Passagiere wie nie zuvor befördert. Im Personenverkehr seien es allein bis Ende November rund 1,7 Mrd. Fahrgäste und damit 60 Mio. mehr als 2005 gewesen, sagte Vorstandsmitglied Rausch der "Berliner Zeitung". 2007 rechne das Unternehmen erneut mit einem Zuwachs. Zugleich räumte Rausch Probleme durch verstärkte Bauarbeiten nach der Fußball-WM und durch ein höheres Verkehrsaufkommen ein. Dies habe "auf einigen Strecken zu Verspätungen geführt". => Mobilität/Verkehr |
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06.01.2007 S. 142 dnr = 34 |
Atomkonflikt mit Nordkorea
Der Atomtest, den Nordkorea nach eigenen Angaben durchgeführt hat, ist der vorläufige Höhepunkt im Konflikt um Nordkoreas Atomprogramm. Im Jahre 2002 entzündete sich der Konflikt, als der US-Sondergesandte Kelly Beweise für ein Programm Nordkoreas zur Urananreicherung vorlegte. Nordkorea erklärte danach sein Recht, Atomwaffen zu besitzen und fuhr seinen Atomreaktor in Yongbyon wieder hoch.Zudem wurden die Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO ausgewiesen. Anfang 2003 trat Nordkorea aus dem Atomwaffensperrvertrag aus. Im August 2003 fand die erste Runde der Sechs-Parteien-Gespräche in Peking statt. Mit Nordkorea verhandelten die USA, Südkorea, Japan und Russland unter Vermittlung Chinas. Die USA boten Energiehilfen und Sicherheitsgarantien an, wenn Nordkorea sein Atomprogramm aufgibt. Nordkorea bestand jedoch auf ein Recht auf ein ziviles Atomprogramm. Im Juli 2006 testete Nordkorea Militärraketen, im Oktober dann nach eigenen Angaben eine Atombombe. => Atomwaffen Nordkorea |
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06.01.2007 S. 143 dnr = 35 |
Sanktionen gegen Nordkorea
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat einstimmig eine Resolution gegen Nordkorea beschlossen. In dem Papier wird unter anderem der Atomwaffentest Nordkoreas verurteilt und verlangt, dass das Land alle Atomwaffen und bestehenden Atomprogramme "vollständig, überprüfbar und unwiederbringlich aufgibt". Die UN-Mitgliedsstaaten sollen Einreise und Transit von Menschen unterbinden, die nach Ansicht des Sicherheitsrates für das nordkoreanische Atomprogramm verantwortlich sein sollen. Alle Mitgliedsländer der Vereinten Nationen werden aufgefordert, den Verkauf und Transfer gewisser Güter nach Nordkorea einzustellen. Dazu gehören Kriegsgeräte, wie Panzer, Flugzeuge und Hubschrauber, Raketen und Raketensysteme, aber auch Materialien und Technologie, die zum nordkoreanischen Atomprogramm beitragen könnten.Auch sollen keine Luxusgüter mehr nach Nordkorea exportiert werden. Alle Mitgliedsländer sollen zudem Kapital und Finanzmittel einfrieren, die mit dem Programm zu tun haben könnten. => Nordkorea |
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06.01.2007 S. 144 dnr = 36 |
Stichwort Atomwaffen
Auch Nuklear- oder Kernwaffen genannt.Sie erreichen ihre zerstörerische Wirkung durch Kernspaltung oder Kernfusion. Atomwaffen werden durch einen Fernzünder aktiviert. Die Bombe besteht aus einem Behälter, in dem vier Viertelkugeln (meistens Plutonium-239 oder Uran-235) mit Abstand eingebaut und mit Sprengstoff umgeben sind. Durch dessen Zündung werden die Kugelviertel zusammen geschossen, so dass eine kritische Masse entsteht. Durch die Kettenreaktion wird in Sekundenbruchteilen eine Explosion erzeugt. Damit es zu einer Kettenreaktion kommen kann, ist eine bestimmte Menge spaltbares Material notwendig. Diese Menge wird kritische Masse genannt. Es kann allerdings auch nicht beliebig viel Masse verwendet werden, da es sonst zu einer unkontrollierten Auslösung der Kettenreaktion kommt. Achtung: Es handelt sich bei dieser Erklärung um eine stark vereinfachte Darstellung, um das Prinzip einer Atombombe zu erläutern. => Atomwaffen Atomwaffensperrvertrag |
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06.01.2007 S. 547 dnr = 37 |
Kraftstoff im Schnitt 5 Cent teurer
Die Kraftstoffpreise sind zum Jahreswechsel in Deutschland wie erwartet kräftig gestiegen. Der Liter Benzin sei an Neujahr im Schnitt um 5 Cent teurer gewesen als an Silvester, berichtete der ADAC. Die Dieselpreise stiegen im Schnitt um 5,7 Cent. Dem Verkehrsclub zufolge war bereits das vergangene Jahr das Jahr mit den höchsten Kraftstoffpreisen aller Zeiten. Super habe mit durchschnittlich 1,280 Euro genau 6,3 Cent mehr gekostet als 2005. Diesel hätte sich im Schnitt um 4,8 % auf 1,109 Euro den Liter verteuert. => Energie/ Ressourcen Ölpreis |
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05.01.2007 S. 122 dnr = 16 |
Ban Ki Moon macht Frau zum Vize
Der neue UN-Generalsekretär Ban hat die Außenministerin von Tansania zur seiner Stellvertreterin berufen. Die 50-Jährige, die in Konstanz ihren Doktortitel in Jura erworben hat, ist seit einem Jahr Außenministerin von Tansania. An der Seite Bans soll Migiro vor allem wichtige Managementaufgaben übernehmen. "Ich habe großes Vertrauen in sie und großen Respekt", sagte Ban nach Angaben einer Sprecherin. Migiro ist die zweite Frau auf diesem zentralen Posten. Zuletzt hatte der Brite Mark Mallow Brown das Amt inne. => Eine-Welt Frauen |
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05.01.2007 S. 124 dnr = 17 |
EU: Irak soll nicht hinrichten
Die Europäische Union drängt den Irak, die Todesurteile gegen zwei Gefolgsleute von Saddam Hussein nicht zu vollstrecken. Außenminister Steinmeier sagte, die deutsche EU-Ratspräsidentschaft wünsche sich die Aussetzung der Hin richtungen.Allerdings habe der Irak auf die Aufforderung noch nicht reagiert. Unterdessen bezog US-Präsident Bush erstmals öffentlich Stellung zur Hinrichtung von Saddam Hussein. Er hätte sich gewünscht, "dass der Vorgang würdevoller abgelaufen wäre". => Irak |
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05.01.2007 S. 142 dnr = 18 |
Der US-Kongress
Der Kongress ist das oberste Gesetzgebungsorgan der Vereinigten Staaten. Er besteht aus zwei Kammern, dem Repräsentantenhaus und dem Senat. Sitz des Kongresses ist das Kapitol in Washington.US-Präsident George Washington bestimmte selbst die Lage des Gebäudes. Mit dem Bau wurde 1793 begonnen. Die erste Sitzung fand 1800 statt. Alle Gesetze bedürfen der Zustimmung beider Kammern. Der Präsident kann ein Veto gegen die vom Kongress verabschiedeten Gesetze einlegen, das jedoch von beiden Häusern mit Zweidrittelmehrheit überstimmt werden kann. Dem Repräsentantenhaus gehören 435 Abgeordnete an. Die Kammer wird alle zwei Jahre nach dem Mehrheitswahlsystem neu bestimmt. Die Staaten sind entsprechend ihrer Bevölkerungszahl unterschiedlich stark vertreten. So verfügt Kalifornien als bevölkerungsreichster Staat über 53 Sitze, eine Reihe von Staaten wie etwa Delaware, Montana, North Dakota oder Wyoming hingegen nur über einen Sitz. Wer Abgeordneter werden will, muss wenigstens 25 Jahre alt und mindestens sieben Jahre US-Bürger sein. Im Senat ist jeder der 50 Einzelstaaten unabhängig von Größe und Bevölkerungszahl mit je zwei auf sechs Jahre gewählten Mitgliedern vertreten. Jeweils ein Drittel der 100 Senatoren wird alle zwei Jahre im Mehrheitswahlsystem neu bestimmt. Vorsitzender des Senats ist der US-Vizepräsident, der bei einem Patt von 50 zu 50 entscheidet. Völkerrechtliche Verträge können nur in Kraft treten, wenn sie vom Senat mit Zweidrittelmehrheit ratifiziert werden.Auch kann der Präsident ohne Zustimmung der Kammer keine höheren Beamten und Offiziere ernennen. => Eine-Welt Sozialwissenschaften |
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05.01.2007 S. 148 dnr = 19 |
Chronologie: Der Fall Motassadeq
=> Terrorismus |
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05.01.2007 S. 156 dnr = 20 |
Deutschland schrumpft weiter
Deutschland schrumpft weiter. Die Einwohnerzahl sank nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2006 erneut und lag nach einer Schätzung am Jahresende bei etwa 82,31 Millionen Menschen. 2005 lebten noch 82,44 Millionen Menschen in Deutschland. Die Zahl geht seit dem Höhepunkt von knapp 82,54 Millionen im Jahr 2002 kontinuierlich zurück. 2006 überstieg die Zahl der Sterbefälle die der Geburten um etwa 150.000; zugleich wanderten nur noch 20.000 bis 30.000 Personen mehr nach Deutschland ein als ins Ausland ab. Bis 2050 könnte die Einwohnerzahl auf 70 Mio. sinken. => Bevölkerung |
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05.01.2007 S. 157 dnr = 21 |
Brasilien: 29 Tote nach Unwettern
Die tagelangen schweren Unwetter im Südosten Brasiliens haben mindestens 29 Menschen das Leben gekostet. Die meisten Opfer seien bei Überschwemmungen und Erdrutschen in ärmeren Bezirken des Bundesstaats Rio de Janeiro getötet worden, teilten die zuständigen Behörden mit. Nach Angaben des Zivilschutzes wurden zudem 12.000 Menschen obdachlos. Unter den Opfern sind auch drei Kinder einer Familie, deren Haus in der Stadt Nova Friburgo unter Erd- und Geröllmassen begraben wurde. In Dutzenden von Städten wurde der Notstand ausgerufen. => Naturkatastrophen Natur & Umwelt |
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05.01.2007 S. 161 dnr = 22 |
Entwicklungshilfe: Freiwilligendienst für Jugendliche
Das Bundesentwicklungsministerium will für junge Deutsche einen Freiwilligendienst in Entwicklungsländern einführen. Das kündigte Entwicklungsministerin Wieczorek-Zeul in der "Süddeutschen Zeitung" an. Nach ihren Plänen sollen mit Mitteln aus ihrem Ministerium mittelfristig bis zu 10.000 Plätze bei Nichtregierungsorganisationen und privaten Trägern gefördert werden. "Wir bekommen jeden Tag Anfragen von Jugendlichen, die etwas tun wollen. Wir wollen diesen Wunsch, sich zu engagieren, aufnehmen", sagte Wieczorek-Zeul. => Eine-Welt |
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05.01.2007 S. 535 dnr = 23 |
Mädchen mit Nabelschnurblut geheilt
Erstmals ist die Heilung eines an Leukämie erkrankten Kindes mit eigenem Nabelschnurblut gelungen. Wie das US-Fachmagazin "Pediatrics" berichtet, wurde ein sechsjähriges Mädchen in Oak Lawn im US-Bundesstaat Illinois von seiner Krebserkrankung geheilt. Eine erste Chemotherapie bei dem Kind war erfolglos geblieben, woraufhin die Ärzte eine zweite, hochdosierte Chemound Strahlentherapie mitsamt Nabelschnurblut-Transfusion anwandten. Unklar bleibt jedoch, welche Auswirkungen Leukämiezellen haben, die bereits im Nabelschnurblut vorhanden sind. => Gesundheit |
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05.01.2007 S. 536 dnr = 24 |
Rinder ohne BSE-Erreger geklont
Ein internationales Team von Wissenschaftlern hat Rinder geklont, denen der potenzielle Erreger von BSE fehlt.Bei den Tieren sei das Protein gentechnisch ausgeschaltet worden, das sich bei Rinderwahnsinn krankhaft verändern könne, heißt es in einer Studie, die im Fachmagazin "Nature Biotechnology" veröffentlicht wurde. Hirngewebe der Tiere, das im Labor BSE-Erregern ausgesetzt war, wurde demnach nicht infiziert. Unter Wissenschaftlern gilt heute ein Eiweißbaustein aus rund 250 Aminosäuren, das Prion, als Erreger der tödlichen Krankheit. => BSE Gen-/Biotechnologie |
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05.01.2007 S. 538 dnr = 25 |
Eisbrett von Gletscher gelöst
In Kanada ist ein Jahrtausende alter Gletscher auseinander gebrochen. Wie der TV-Sender CBC berichtete, löste sich ein 11.000 Fußballfelder großes Eisbrett von der Ellesmere-Insel rund 800 Kilometer südlich des Nordpols.Forschern zufolge könnte der zunächst abgedriftete und inzwischen festgefrorene gigantische Eisbrocken im Frühjahr zu einer Gefahr für Ölplattformen werden. Der größte Zerfall eines Gletschers in Kanada seit 30 Jahren habe sich bereits im August 2005 ereignet, sei aber erst später bemerkt und erforscht worden. => Klimawandel |
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05.01.2007 S. 539 dnr = 26 |
Regenwald kann Savanne werden
Die globale Erwärmung könnte den Regenwald im brasilianischen Amazonas-Becken bis Ende dieses Jahrhunderts in eine trockene Gras-Savanne verwandeln. Diese Prognose stellte der brasilianische Meteorologe Jose Antonio Marengo. Das Worst-Case-Szenario gehe bis zum Jahr 2100 von einem Temperaturanstieg um fünf bis acht Grad aus, während die Regenfälle gleichzeitig um 15 bis 20 Prozent zurückgingen, sagte Marengo.Eine solche Entwicklung werde aus dem Regenwald eine savannenähnliche Landschaft machen. => Klimawandel Wald |
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05.01.2007 S. 546 dnr = 27 |
Orangensaft wird wohl noch teurer
Nach den Preissteigerungen für Orangensaft im vergangenen Jahr erwartet die Fruchtsaftindustrie auch für 2007 weitere Teuerungen. Das überwiegend aus Brasilien gelieferte Orangensaftkonzentrat werde knapper, teilte der Verband der deutschen Fruchtsaftindustrie mit. Der Verband sprach von einer Kostenexplosion bei Orangensaftkonzentrat, die in den vergangenen 15 Monaten mit mehr als 180 Prozent zu Buche geschlagen habe. Der Pro-Kopf-Verbrauch bei Fruchtsäften und Fruchtnektaren lag 2006 nach Berechnungen des Verbandes unter 40 Liter. => Nahrung |
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05.01.2007 S. 547 dnr = 28 |
Sicherheitslücke im Adobe Reader
Die Sicherheitslücke im Programm Adobe Reader für Dokumente im PDF-Format ist Experten zufolge schwerwiegender als zunächst gedacht. Angreifer könnten damit auf fremden Computern zum Beispiel Dateien öffnen, sie löschen oder Programme ausführen, sagte ein Spezialist der Computer-Sicherheitsfirma SPI Dynamics dem Online-Branchendienst "c'net". Adobe räumte inzwischen ein Risiko für die Nutzer ein und empfiehlt eine Aktualisierung auf die neueste Version 8.Zugleich werde daran gearbeitet, die Lücke in den früheren Versionen zu schließen. => Sozialwissenschaften |
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04.01.2007 S. 124 dnr = 1 |
13 Tote bei Anschlag in Bagdad
Bei einem Anschlag in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind 13 Menschen getötet worden, mindestens 25 wurden verletzt. Nach Angaben der Polizei waren zwei Sprengsätze neben einer Gruppe von Menschen explodiert, die im Stadtteil Mansur nach Heizöl anstanden. In dem Viertel im Westen Bagdads leben vor allem Sunniten. In Kerbala im Süden des Irak wurde nach Angaben von Ärzten ein Vertrauter des obersten schiitischen Geistlichen des Landes, Großajatollah al Sistani. => Irak |
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04.01.2007 S. 125 dnr = 2 |
Saddam-Video: Zweite Festnahme
Nach der Veröffentlichung eines Amateur-Handy-Videos von der Hinrichtung des irakischen Ex-Präsidenten Saddam Hussein ist ein zweiter Verdächtiger festgenommen worden. Es handele sich ebenfalls um einen Angehörigen des Justizministeriums, berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf einen Mitarbeiter von Ministerpräsident al Maliki. Indes teilte ein irakischer Abgeordneter mit, dass die beiden Gefolgsleute Saddams voraussichtlich am Sonntag hingerichtet werden. => Irak |
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04.01.2007 S. 126 dnr = 3 |
Olmert trifft Mubarak
Der israelische Ministerpräsident Olmert und der ägyptische Staatschef Mubarak wollen heute im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich über eine Wiederbelebung des Friedensprozesses im Nahen Osten beraten. Bei dem Treffen soll es auch um die Vorbereitung eines Gipfeltreffens zwischen Olmert und Palästinenserpräsident Abbas gehen. Zudem dürfte das Schicksal des vor einem halben Jahr im Gaza-Streifen entführten israelischen Soldaten zur Sprache kommen. => Nahost |
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04.01.2007 S. 127 dnr = 4 |
Unzureichender Naturersatz: EU-Verfahren gegen Berlin
Die EU-Kommission hat ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet. Der Grund: Die Bundesregierung und der Hamburger Senat haben nach EU-Ansicht noch keinen ausreichenden Naturersatz für die Teilzuschüttung des Mühlenberger Lochs in der Elbe geschaffen. Dies war aber als Gegenleistung für die Genehmigung der EU-Kommission vereinbart. Das Mühlenberger Loch, eines der letzten deutschen Süßwasserwatten, wurde zur Erweiterung des Airbus-Werks in Hamburg teilweise zugeschüttet. => Natur & Umwelt |
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04.01.2007 S. 140 dnr = 5 |
Gesundheitsreform - Hauptkritikpunkte
Der Bundesrat hat einen Katalog mit mehr als 100 Änderungswünschen der Länder zur Gesundheitsreform verabschiedet. Die wichtigsten im Überblick:
=> Gesundheit |
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04.01.2007 S. 143 dnr = 6 |
Die Fatah Die al-Fatah wurde 1959 in Kuwait gegründet, einer der Gründer war Jassir Arafat. Heutiger Chef ist Palästinenserpräsident Abbas. Um die palästinensische Unabhängigkeit zu erreichen, entschied sich die Gruppe für den bewaffneten Kampf. Israel sollte zerstört werden. Die Fatah entführte Flugzeuge und verübte Anschläge. Seit 1968 ist die Fatah die stärkste Fraktion innerhalb der PLO. Während des Libanonkriegs verlor sie nach 1982 ihre militärische Stärke und setzte auf eine Verhandlungslösung im Nahost-Konflikt. 1993 stimmte die Fatah dem vom damaligen Palästinenserpräsident und PLO-Chef Arafat mit ausgehandelten Friedensvertrag von Oslo zu. Mit Beginn der zweiten Intifada im Jahr 2000 verfügt die Fatah wieder über einen militärischen Arm, die Al-Aksa-Brigaden. Sie haben sich der Fatah aber nie ganz untergeordnet. Die Brigaden sind in kleinen Kampfeinheiten organisiert, deren Hochburg das Westjordanland ist. Sie verübten Selbstmordanschläge in Israel, zum Teil gemeinsam mit der Hamas. => Nahost |
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04.01.2007 S. 144 dnr = 7 |
Hamas Die Hamas entstand nach Beginn der ersten Intifada 1987 unter Führung des inzwischen von Israel getöteten Scheichs Jassin. Sie besteht aus einem politischen und einem militärischen Flügel. In ihrer Charta ruft die Hamas zur Vernichtung Israels und zur Errichtung eines islamischen Staats vom Jordan bis zum Mittelmeer auf. Die USA und die EU stufen sie als Terrororganisation ein. Die meisten Mitglieder rekrutiert die Hamas in den palästinensischen Flüchtlingslagern. Besonders im Gaza-Streifen hat die Organisation viele Anhänger. Vor allem bei verarmten Palästinensern gewann die Hamas durch die Gründung von Kindergärten, Schulen und Suppenküchen Rückhalt und stieg zur größten islamischen Bewegung auf. Bei der Wahl am 25. Januar 2006 errang die Hamas die absolute Mehrheit im palästinensischen Parlament. Zumindest nach außen bemüht sie sich seither um ein gemäßigteres Image. Eine Zweistaatenlösung mit Israel lehnt sie aber weiter ab. Seit 1993 sind bei Anschlägen der Hamas hunderte Menschen getötet worden. => Nahost |
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04.01.2007 S. 145 dnr = 8 |
Somalia - Anarchie und Bürgerkrieg
2004 wurde mit internationaler Unterstützung eine Übergangsregierung gebildet, die ihren Sitz in Baidoa im Süden des Landes hat. Die verlor jedoch im vergangenen Juni die Kontrolle über die Hauptstadt Mogadischu an islamistische Milizen. Diese kontrollierten zeitweise große Teile des Landes. Die Islamisten führten in den von ihnen kontrollierten Gebieten die Scharia, das islamische Recht, ein und schufen eine eigene Verwaltung. Zu den Kämpfen zwischen den Islamisten und der schwachen Übergangsregierung kommt der Konflikt mit dem christlich geprägten Nachbarland Äthiopien. Dessen Regierung will kein islamistisches Regime an seinen Grenzen dulden und gewährt daher der Übergangsregierung militärische Unterstützung. Die Islamisten wiederum erhalten Hilfe von Eritrea, dem Erzfeind Äthiopiens. EU-Beobachter befürchten, dass der Konflikt sich zu einem Krieg zwischen Christen und Muslimen ausweitet, der den gesamten Kontinent erfassen und spalten könnte. Vor allem die USA sehen wiederum die Gefahr, dass Somalia zum Sammelbecken für Terroristen wird: das Land liegt nahe der Arabischen Halbinsel und hat durchlässige Grenzen und eine schwer zu überwachende, fast 3000 km lange Küste. Inwieweit das wirtschaftlich am Boden liegende Land Terroristen bereits tatsächlich als Rückzugsgebiet dient, ist umstritten. => Afrika |
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04.01.2007 S. 146 dnr = 9 |
EU-Ratspräsidentschaft
Jeder EU-Mitgliedsstaat übernimmt nach dem Rotationsprinzip für sechs Monate die Präsidentschaft der Europäischen Union. Das Land, das den Vorsitz inne hat, ist für die Vorbereitung der EU-Gipfel und der regelmäßigen Runden der jeweiligen Fachminister von Agrar bis Verteidigung (EU-Ministerrat) zuständig. Diese Gremien treffen als Vertretungen der Mitgliedsländer die wichtigsten Entscheidungen. Der Staats- beziehungsweise Regierungschef des EU-Ratsvorsitzenden repräsentiert die EU für die Dauer der Präsidentschaft nach außen. Das Land, das den Vorsitz inne hat, ist stets nur "Erster unter Gleichen": Es kann aber Themen auf die politische Agenda setzen und durch die Vorbereitung der Ministertreffen Entscheidungen prägen. Seit dem 1.Januar hat Deutschland den EU-Ratsvorsitz inne. Die Bundesregierung will unter anderem einen neuen Anlauf für eine Europäische Verfassung unternehmen. Schwerpunkte sollen außerdem der Klimaschutz, die Energiepolitik und der Abbau von Bürokratie sein.Deutschland übergibt den Vorsitz Mitte 2007 an Portugal. => Eine-Welt |
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04.01.2007 S. 148 dnr = 10 |
Luftsicherheitsgesetz
Mit dem Anfang 2005 in Kraft getretenen Luftsicherheitsgesetz sollte eine Möglichkeit geschaffen werden, entführte und als Waffe eingesetzte Flugzeuge im Extremfall abschießen zu lassen. Die rot-grüne Koalition reagierte damit auf die Anschläge vom 11.09.2001 in den USA und den Irrflug eines Sportflugzeuges Anfang 2003 über Frankfurt am Main. Das Regelwerk war von Anfang an umstritten. Bundespräsident Köhler unterzeichnete das Gesetz zwar im Januar 2005, regte aber eine Überprüfung durch das Bundesverfassungsgericht an. Das Bundesverfassungsgericht erklärte das Gesetz dann für verfassungswidrig. Im Mittelpunkt des Streits steht Paragraf 14. Dieser lässt Maßnahmen "zur Verhinderung des Eintritts eines besonders schweren Unglücksfalls" gegen ein Flugzeug zu. In Absatz 3 heißt es: "Die unmittelbare Einwirkung mit Waffengewalt ist nur zulässig, wenn nach den Umständen davon auszugehen ist, dass das Luftfahrzeug gegen das Leben von Menschen eingesetzt werden soll, und sie das einzige Mittel zur Abwehr dieser gegenwärtigen Gefahr ist." Dass damit nicht nur Selbstmordpiloten, sondern womöglich auch unschuldige Passagiere abgeschossen werden, ist in dem Gesetz nicht ausdrücklich erwähnt. => Terrorismus |
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04.01.2007 S. 162 dnr = 11 |
Mehr Straßenkinder in Deutschland
Immer mehr Kinder müssen nach Angaben des Hilfswerks terre des hommes in Deutschland auf der Straße leben. Derzeit gehe man von bis zu 7000 Straßenkindern aus, sagte der Geschäftsführer des Kinderhilfswerks, Peter Mucke, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Zahl sei seit gut zehn Jahren deutlich gewachsen, speziell in den größeren Städten wie Hamburg und Berlin. Eine Ursache ist nach Auffassung des Geschäftsführers eine wachsende Schere zwischen Armut und Reichtum in Deutschland. => Armut & Reichtum Kinder/Jugendliche |
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04.01.2007 S. 536 dnr = 12 |
Eisbrett von Gletscher gelöst
In Kanada ist ein Jahrtausende alter Gletscher auseinander gebrochen. Wie der TV-Sender CBC berichtete, löste sich ein 11.000 Fußballfelder großes Eisbrett von der Ellesmere-Insel rund 800 Kilometer südlich des Nordpols.Forschern zufolge könnte der zunächst abgedriftete und inzwischen festgefrorene gigantische Eisbrocken im Frühjahr zu einer Gefahr für Ölplattformen werden. Der größte Zerfall eines Gletschers in Kanada seit 30 Jahren habe sich bereits im August 2005 ereignet, sei aber erst später bemerkt und erforscht worden. => Klimawandel |
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04.01.2007 S. 537 dnr = 13 |
Globale Erwärmung: Regenwald kann Savanne werden
Die globale Erwärmung könnte den Regenwald im brasilianischen Amazonas-Becken bis Ende dieses Jahrhunderts in eine trockene Gras-Savanne verwandeln. Diese Prognose stellte der brasilianische Meteorologe Jose Antonio Marengo. Das Worst-Case-Szenario gehe bis zum Jahr 2100 von einem Temperaturanstieg um fünf bis acht Grad aus, während die Regenfälle gleichzeitig um 15 bis 20 Prozent zurückgingen, sagte Marengo.Eine solche Entwicklung werde aus dem Regenwald eine savannenähnliche Landschaft machen. => Klimawandel Wald |
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04.01.2007 S. 538 dnr = 14 |
Klimaschutz: Umweltbundesamt fordert Tempolimit Das Umweltbundesamt macht sich angesichts des drohenden Klimawandels für ein Tempolimit auf Autobahnen stark.Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h ließe sich der Kohlendioxidausstoß um 10 bis 30 % reduzieren, sagte Behördenchef Troge der "Berliner Zeitung". Außerdem befürwortete er die Entwicklung von Autos mit geringerem Spritverbrauch und eine bessere Kennzeichnung, damit sich die Käufer besser über den Verbrauch informieren könnten. Troge forderte desweiteren die Einführung einer Steuer auf Flugbenzin und die Erhöhung der Lkw-Maut auf 30 Cent/km. => Klimawandel Mobilität/Verkehr Treibhausgase |
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04.01.2007 S. 539 dnr = 15 |
Umwelt-"Dinosaurier" für RWE-Chef
Der Vorstandsvorsitzende des Energiekonzerns RWE, Harry Roels, ist mit dem ungeliebten Umweltpreis "Dinosaurier des Jahres" ausgezeichnet worden. Der Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), Olaf Tschimpke, sagte zur Begründung, Roels habe sich die Trophäe "mit seiner hemmungslosen Atompolitik und dem provozierenden Antrag auf Laufzeitverlängerung für Deutschlands ältesten und störanfälligsten Reaktor Biblis A" mehr als verdient. Der Preis wird seit 1993 für "besonders nachhaltige Dummheit in Sachen Umweltschutz" vergeben. => Energie/ Ressourcen Klimawandel Natur & Umwelt Treibhausgase |
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| erstellt: 09.09.10/zgh |
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