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| ARD-Text |
Datum:
2006-06-
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29.06.2006 S. 119 dnr = 1841 |
138.000 weniger ohne Arbeit
Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juni um 138.000 gegenüber dem Vormonat gesunken. Damit waren knapp 4,4 Millionen Menschen ohne Arbeit. Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 Punkte auf 10,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 383.000 Menschen weniger ohne Arbeit. Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Weise, bezeichnete die Entwicklung als "erfreulich". Im Mai war die Zahl der Arbeitslosen um 255.000 auf 4,535 Millionen gesunken.Vor einem Jahr waren in Deutschland noch 4,78 Millionen ohne Beschäftigung. => Sozialwissenschaften |
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29.06.2006 S. 120 dnr = 1842 |
Guantanamo-Häftlinge: Gericht verbietet US-Tribunale
Der Oberste Gerichtshof der USA hat die von der US-Regierung geplanten Militärtribunale für die Guantanamo-Häftlinge für nicht verfassungsmäßig erklärt. Außerdem entsprächen die Tribunale für die Terrorverdächtigen nicht den Genfer Konventionen, urteilten die Obersten Richter. Das Urteil gilt als schwerer Rückschlag für die Antiterrorpolitik der Bush-Regierung. Diese muss nun ein komplett neues Justizverfahren entwickeln, um den Guantanamo-Insassen den Prozess machen zu können. => Menschenrechte Terrorismus |
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29.06.2006 S. 121 dnr = 1843 |
Israel verhaftet Hamas-Minister
Israel hat in einer beispiellosen Aktion fast die komplette Führung der Hamas-Regierung im Westjordanland festgenommen. Fünf Tage nach der Verschleppung eines israelischen Soldaten in den Gaza-Streifen nahm die Armee die mehr als 60 Hamas-Mitglieder in Gewahrsam. Sie sollen wegen Beteiligung an Terroraktivitäten vor Gericht gestellt werden. Unterdessen fanden israelische Soldaten in Ramallah die Leiche eines 19-Jährigen, der im Westjordanland von Palästinensern als Geisel genommen worden war. => Nahost |
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29.06.2006 S. 122 dnr = 1844 |
Gewalt im Nahen Osten: G-8 und China mahnen zur Ruhe
Angesichts der Gewalt im Nahen Osten haben die Außenminister der G-8 in Moskau die Konfliktparteien zu Besonnenheit aufgerufen. Israels Regierungschef Olmert und Palästinenserpräsident Abbas sollten wieder miteinander verhandeln, sagte Russlands Außenminister Lawrow. Seine US-Kollegin Rice fügte hinzu, Israel solle sich zurückhalten. Auch China äußerte sich "tief besorgt" über die jüngste Entwicklung und rief die Palästinenser zur baldigen Freilassung der israelischen Geisel auf. => G8 Nahost |
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29.06.2006 S. 123 dnr = 1845 |
Iran,Atomprogramm, Kompromissangebot: G-8 setzen Iran Frist
Im Streit über das Atomprogramm haben die G-8-Außenminister Iran aufgefordert, bis zum 5.Juli auf das internationale Kompromissangebot zu antworten. Enttäuscht äußerten sich die Minister über die bisher fehlende Antwort auf den Vorschlag. Das Angebot umfasst wirtschaftliche und technologische Anreize, aber auch Drohungen. Unterdessen verlautete in Teheran, es sei unwahrscheinlich, dass die iranische Antwort am 5.Juli beim Treffen von Chef-Unterhändler Laridschani mit dem EU-Außenbeauftragten Solana erfolge. => G8 Iran Uran |
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29.06.2006 S. 128 dnr = 1846 |
Kuwaiter Frauen wählen erstmals
In Kuwait ist die Bevölkerung aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen.Erstmals dürfen sich auch Frauen an der landesweiten Wahl beteiligen. Unter den 253 zur Wahl stehenden Kandidaten sind auch 28 Frauen. "Die Teilnahme von Frauen an der Wahl macht dies zu einem historischen Tag für Kuwait", sagte eine der Kandidatinnen vor der Abstimmung. Es wird allerdings damit gerechnet, dass nur wenige Frauen den Sprung in das Parlament schaffen. => Frauen |
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29.06.2006 S. 129 dnr = 1847 |
Revolutionäre Zellen: BGH lehnt Revision ab
Die ehemalige Anführerin der "Revolutinären Zellen" ist mit ihrer Revision vor dem Bundesgerichtshof gescheitert.Die von der Klägerin geltend gemachten Verfahrensfehler seien nicht gegeben, entschied der BGH. Die Anführerin war im März 2004 vom Berliner Kammergericht zu einer Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Das Urteil ist nun rechtskräftig. Die linksgerichtete Terrorgruppe hatte in Berlin Ende der 80er Jahre Sprengstoffanschläge begangen. => Terrorismus |
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29.06.2006 S. 130 dnr = 1848 |
Gewitterfront, Starkregen, Hagelschlag: Toter bei Unwetter in süddeutschland
Ein Unwetter hat in der vergangenen Nacht in Süddeutschland ein Todesopfer gefordert, mehr als 100 Menschen wurden verletzt. Die Gewitterfront mit starken Regenfällen, gewaltigem Hagelschlag und Sturmböen verursachte zudem Sachschaden in zweistelliger Millionenhöhe. Durch die Aprikosen- bis tennisballgroßen Hagelkörner erlitten mehrere hundert Menschen Schnittwunden am Kopf. Auch in Oberbayern richteten Unwetter bei nächtlichen Temperaturen um 18 Grad Schäden an. => Natur & Umwelt |
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29.06.2006 S. 156 dnr = 1849 |
Wieder Unwetter im Schwarzwald
Einen Tag nach den schweren Unwettern in Teilen Baden-Württembergs haben kräftige Hagelschauer erneut die Polizei in Atem gehalten. In Villingen-Schwenningen stürzte ein Mann bei Dacharbeiten ab und wurde schwer verletzt.Auch im Schwarzwald-Baar-Kreis wurden Keller und Garagen überflutet. Bereits am Mittwoch war eine Gewitterfront über Baden-Württemberg hinweggezogen. Ein Mann ertrank im Schwarzwald bei dem Versuch, seine Tiere zu retten.Rund hundert Menschen erlitten durch Hagelkörner, groß wie Tennisbälle, Schnitt- und Platzwunden am Kopf. => Natur & Umwelt |
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29.06.2006 S. 157 dnr = 1850 |
Hochwasser im Nordosten der USA: Evakuierung nach Regenfällen
Wegen des steigenden Hochwassers im Nordosten der USA haben die Behörden die Evakuierung von bis zu 200.000 Menschen angeordnet. Betroffen ist rund die Hälfte der Bevölkerung der Region von Wilkes-Barre im Staat Pennsylvania.Der Fluss Susquehanna stieg auf einen Rekordpegel an. In mehreren Staaten standen Häuser unter Wasser. Tausende Bewohner wurden in New Jersey, Maryland und New York in Sicherheit gebracht, einige mit Hubschraubern von den Dächern ihrer überfluteten Häuser gerettet. Bislang starben durch die Unwetter zwölf Menschen. => Hochwasser Natur & Umwelt |
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29.06.2006 S. 164 dnr = 1851 |
Hitzewelle in Bosnien
Die vergangenen sieben Tage waren nach Angaben des Meteorologischen Amtes in Sarajevo die heißesten seit einem Jahrhundert. In der südlichen Stadt Mostar wurden Temperaturen von über 40 Grad im Schatten und 60 Grad auf den sonnigen Straßen gemessen, wie das Amt mitteilte. Auch in der Hauptstadt Sarajevo wurden 35 Grad im Schatten gemessen. Die Gesundheitsbehörden riefen die Bewohner auf, tagsüber ihre Häuser nicht zu verlassen. In Mostar forderten sie sogar, den Notstand auszurufen. => Klimawandel |
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29.06.2006 S. 539 dnr = 1852 |
Nashorn-Nachwuchs:Neue Erkenntnisse
Werden Spitzmaulnashörner früh während der Trächtigkeit gestresst, bringen sie fast dreimal mehr männliche als weibliche Nachkommen zur Welt. Das haben neuseeländische Biologen herausgefunden.Dieses Ungleichgewicht kommt wohl durch den unter Stress erhöhten Blutzuckerspiegel der trächtigen Weibchen zustande, der für die weiblichen Embryonen schädlich sei, vermuten die Forscher. Ihre Erkenntnisse sollen helfen, die Nashornbestände wieder aufzustocken, berichteten die Experten beim Treffen der "Society for Conservation Biology" in San Jose (USA). => Bio-Vielfalt Natur & Umwelt |
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29.06.2006 S. 546 dnr = 1853 |
Milch von Kühen auf Wiese gesünder
Kühe auf der Weide geben nach Angaben von Greenpeace Milch mit besonders viel gesunden Fettsäuren. Mit steigendem Anteil an Kraftfutter und Mais anstelle von frischem Gras seien hingegen immer weniger dieser Fettsäuren in der Milch enthalten, berichtete die Umweltorganisation in München. Die Universität Kassel hatte Milchproben aus 15 Molkereien in ganz Deutschland untersucht. Dabei war der Anteil an so genannten ungesättigten Omega-3-Fettsäuren in ökologisch erzeugter Milch doppelt so groß wie bei Milch aus Intensivtierhaltung. => Nahrung Gesundheit |
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28.06.2006 S. 116 dnr = 1822 |
Israels Armee im Gaza-Streifen
Israel hat im Gaza-Streifen eine Militäroffensive zur Befreiung eines von palästinensischen Extremisten verschleppten Soldaten gestartet. Panzer drangen bis zu zwei Kilometer tief in palästinensisches Gebiet im Süden des Gaza-Streifens ein. Nach nicht bestätigten Medieninformationen steht ein Einmarsch der Armee im Norden des Gaza-Streifens unmittelbar vor. Das Gebiet werde nicht erneut besetzt, betonte Israels Regierungschef Olmert.Nach der Befreiung der Geisel,zögen die Truppen wieder ab, versprach er. => Nahost |
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28.06.2006 S. 117 dnr = 1823 |
Israel-Palästina: Leben der weiteren Geisel bedroht
Die Entführer eines israelischen Siedlers haben mit der Ermordung ihrer Geisel gedroht, sollte sich die israelische Armee nicht aus dem Gaza-Streifen zurückziehen. Die militante Palästinensergruppe "Volkswiderstandskomitee" hatte am Montag erklärt, außer dem Soldaten Shalit einen Zivilisten im Westjordanland verschleppt zu haben. Die israelischen Behörden bestätigten dies inzwischen. UN-Generalsekretär Annan forderte die Konfliktparteien im Nahen Osten indes zur Zurückhaltung auf. => Nahost |
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28.06.2006 S. 121 dnr = 1824 |
Werbeverbot für Tabak: EU klagt gegen Bundesregierung
Die EU-Kommission will vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) ein Werbeverbot für Tabakwaren in Deutschland erzwingen. Die Kommission wirft der Bundesregierung vor, die Tabakwerbe-Richtlinie der EU nicht wie vorgeschrieben zum 31. Juli 2005 in nationales Recht umgesetzt zu haben. Demnach ist Tabakwerbung in Radio, Zeitung und Internet verboten. Verbraucherminister Seehofer hatte erst kürzlich zugesagt, schnellstmöglich die gesetzliche Lücke schließen zu wollen.Er will Strafzahlungen vermeiden. => Rauchen |
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28.06.2006 S. 122 dnr = 1825 |
Wieder Gefechte in Sri Lanka
In Sri Lanka sind bei einem erneuten Gefecht zwischen Armee und Rebellen nach Militärangaben 17 Menschen getötet worden. Patrouillenboote hätten Boote der Rebellen an der Westküste entdeckt und Luftunterstützung angefordert, sagte Armeesprecher. Kampfhubschrauber hätten dann zwei Boote mit je sechs Mann an Bord versenkten. Die LTTE-Rebellen bestätigten den Zusammenstoß. Das Gefecht gab Anlass zu der Sorge, in dem südostasiatischen Land könnte wieder der Bürgerkrieg ausbrechen. => Asien |
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28.06.2006 S. 124 dnr = 1826 |
Vier russische Diplomaten im Irak: Putin befiehlt Tötung ihrer Mörder
Russlands Präsident Putin hat den Geheimdienst des Landes angewiesen, die Mörder vier russischer Diplomaten im Irak zu töten. Das Presseamt des Kremls teilte mit, Putin habe Spezialtruppen ermächtigt, "alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen". Der Chef der Sicherheitsbehörde FSB sagte, man werde weder Zeit noch Mühen scheuen, den Auftrag auszuführen. Irakische Terroristen hatten am Sonntag Videos veröffentlicht, auf dem die Ermordung der Anfang Juni verschleppten Russen zu sehen war. => Irak |
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28.06.2006 S. 125 dnr = 1827 |
Emissionshandel: 482 Mio.Tonnen Weniger CO2-Emissionen erlaubt
Der deutschen Industrie werden ab 2008 weniger Emissionszertifikate zugeteilt als bislang. Das Bundeskabinett verabschiedete einen entsprechenden Plan, wonach Zertifikate für den Ausstoß von 482 Mio.Tonnen CO2 vergeben werden. Die Emissionsrechte liegen damit niedriger als ursprünglich geplant. Gründe dafür sind der geringere Ausstoß von Kohlendioxid in den vergangenen Jahren und neue Berechnungsgrundlagen. Bislang waren Zertifikate für den Ausstoß von 495 Millionen Tonnen Kohlendioxid vergeben worden. => Emissionshandel Klimawandel Allokationsplan Treibhausgase |
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28.06.2006 S. 127 dnr = 1828 |
Afghanistan-Schutztruppe: Neuer Anschlag auf Isaf-Truppe
Das Bundeswehrkontingent der Internationalen Afghanistan-Schutztruppe ist erneut Ziel eines Anschlags geworden.Bei einem Feuerüberfall auf eine Patrouille im Norden des Landes wurden drei deutsche Soldaten leicht verletzt. Erst gestern waren zwei Afghanen bei einem Selbstmordanschlag auf einen Bundeswehrkonvoi getötet worden. US-Außenministerin Rice bekräftigte indes nach einem Gespräch mit dem afghanischen Präsidenten Karsai in Kabul die Siegesgewissheit der USA im Kampf gegen die Taliban. => Asien |
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28.06.2006 S. 141 dnr = 1829 |
Studiengebühren in Deutschland
Baden-Württemberg ist der Vorreiter in der Gebührendebatte. Als erstes Bundesland hatte es bereits vor Jahren "Bummelgebühren" in Höhe von 511 Euro pro Halbjahr bei Überschreitung der Regelstudienzeit von mehr als vier Semestern eingeführt. Bayern will ebenfalls Gebühren einführen. Bisher werden diese erst bei Überschreitung der Regelstudienzeit von mehr als drei Semestern verlangt. Für einkommensschwache Studenten sind verzinsbare Darlehen geplant. Hamburg will Studiengebühren für alle Studenten einführen und strebt zugleich eine Darlehensregelung an, bei der auch Bafög nur noch als verzinster Kredit gewährt wird. Hessen hat Gebühren in Höhe von 500 Euro ab dem ersten Semester beschlossen. Niedersachsen will künftig vom ersten Semester an 500 Euro Gebühren erheben.Bisher gilt das nur bei Überschreitung der Regelstudienzeit von mehr als vier Semestern. Studiengebühren sollen auch in Nordrhein-Westfalen eingeführt werden. Das Saarland hat bereits im neuen Gesetz Gebühren für alle Studenten vorgesehen: 300 Euro in den ersten beiden Semestern, 500 Euro für alle weiteren. Keine konkreten Planungn gibt es derzeit in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Sachsen-Anhalt. In Bremen und Thüringen werden Langzeitstudenten zur Kasse gebeten. => Sozialwissenschaften |
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28.06.2006 S. 157 dnr = 1830 |
Sachsen-Abi wird deutlich schärfer
Mit einer Reform der Oberstufe will Sachsen das Abitur deutlich verschärfen. Wie Kultusminister Steffen Flath mitteilte, wird es ab dem Schuljahr 2007/2008 in der gymnasialen Oberstufe mit Chemie, Physik und Biologie drei naturwissenschaftliche Pflichtfächer geben. Außerdem werde eine zweite Fremdsprache Pflicht. Noten aus der Oberstufe fließen in das Abi ein. In der Abiturprüfung selbst würden künftig mit Deutsch, Mathematik, einer Fremdsprache, einer Naturwissenschaft und einer Gesellschaftswissenschaft fünf Fächer vorgeschrieben. => Sozialwissenschaften |
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28.06.2006 S. 159 dnr = 1831 |
Heftige Unwetter über Sachsen
Kräftige Gewitter haben in Sachsen Schäden in Millionenhöhe angerichtet.Mehrere Gebäude gingen nach Blitzeinschlägen in Flammen auf. In Dresden wurde nach Angaben der Feuerwehr ein Mann vom Blitz getroffen, als er ein Dachfenster öffnen wollte. Er kam ins Krankenhaus. Landesweit knickten zahlreiche Bäume um, Stromleitungen wurden niedergerissen sowie Keller und Straßen überflutet. In Mittelfranken setzten Blitze mehrere Wohnungen und Scheunen in Brand. In Dinkelsbühl verbrannten mehrere Rinder in einem Stall. => Natur & Umwelt |
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28.06.2006 S. 162 dnr = 1832 |
Waldbrände: Touristen am Grand Canyon gerettet
800 Urlauber, die wegen Waldbränden am Nordrand des Grand Canyon im US-Bundesstaat Arizona festsaßen, sind in Sicherheit. Die Besucher hätten die Gefahrenzone in Konvois mit jeweils zehn bis 15 Fahrzeugen verlassen, teilte eine Nationalpark-Sprecherin mit. => Natur & Umwelt Wald |
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28.06.2006 S. 163 dnr = 1833 |
Klonforscher Hwang plant Rückkehr
Der als Betrüger aufgeflogene südkoreanische Klonforscher Hwang Woo Suk will seine wissenschaftliche Arbeit wieder aufnehmen - beschränkt allerdings auf Tiere. "Doktor Hwang wird seine Arbeiten im nächsten Monat beginnen. Er wird ein privates Labor in Seoul einrichten", sagte sein Anwalt Lee Geon Haeng der Nachrichtenagentur AFP. Die Mittel dafür würden ihm von verschiedenen privaten Geldgebern zur Verfügung gestellt. Hwang werde allerdings nicht mehr mit menschlichen Stammzellen experimentieren, sondern das Klonen von Tieren versuchen. => Gen-/Biotechnologie |
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28.06.2006 S. 165 dnr = 1834 |
USA: Tote nach Rekordregenfällen
Die Rekordregenfälle der vergangenen Tage haben an der Ostküste der USA mindestens neun Menschen das Leben gekostet. Das berichteten die US-Fernsehsender Fox News und CNN. Angesichts der schweren Überschwemmungen in den Bundesstaaten New York und Pennsylvania erklärten die Gouverneure viele Bezirke zu Notstandsgebieten. => Natur & Umwelt |
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28.06.2006 S. 535 dnr = 1835 |
Verbreitung durch Ballastwasser: Antarktis droht Planzen-Invasion
Pflanzen bedrohen Antarktis Der Antarktis droht Umweltschützern zufolge eine Invasion von Lebewesen aus anderen Erdteilen. Nicht-einheimische Mikroben, Pflanzen und Tiere gefährdeten den Bestand eines der letzten großen Naturgebiete der Welt, warnten Wissenschaftler auf einer Tagung zum Antarktisvertrag in Edinburgh. Die Vertreter von 45 Nationen einigten sich darauf, dass Touristenschiffe künftig kein Ballastwasser aus anderen Meeren mehr ablassen dürften, so das britische Wissenschaftsmagazin "New Scientist" (Nr.2558). => Bio-Vielfalt Natur & Umwelt |
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28.06.2006 S. 537 dnr = 1836 |
Indonesien: Rätselhafte Schlangenart entdeckt
Im indonesischen Urwald ist eine neue Tierart entdeckt worden, die der Wissenschaft Rätsel aufgibt. Dabei handelt es sich um einen Giftschlange, die wie ein Chamäleon ihre Farbe wechseln kann. Die rund 50 Zentimeter lange Schlange wurde im vergangenen Jahr von einem deutschen Reptilienexperten im Feuchtgebiet des Kapuas-Flusses auf Borneo entdeckt. Inzwischen steht fest, dass es sich tatsächlich um eine neue Art handelt. Unklar ist,warum die "Schlammschlange", wie die Einheimischen das Tier nennen, ihre Farbe wechselt, obwohl sie giftig ist. => Bio-Vielfalt |
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28.06.2006 S. 538 dnr = 1837 |
Nashorn-Nachwuchs:Neue Erkenntnisse
Werden Spitzmaulnashörner früh während der Trächtigkeit gestresst, bringen sie fast dreimal mehr männliche als weibliche Nachkommen zur Welt. Das haben neuseeländische Biologen herausgefunden.Dieses Ungleichgewicht kommt wohl durch den unter Stress erhöhten Blutzuckerspiegel der trächtigen Weibchen zustande, der für die weiblichen Embryonen schädlich sei, vermuten die Forscher. Ihre Erkenntnisse sollen helfen, die Nashornbestände wieder aufzustocken, berichteten die Experten beim Treffen der "Society for Conservation Biology" in San Jose (USA). => Bio-Vielfalt |
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28.06.2006 S. 539 dnr = 1838 |
Fürst Albert gründet Umweltstiftung
Der monegassische Fürst Albert II. hat eine Umweltstiftung ins Leben gerufen, die sich mit dem Klimawandel, der Biovielfalt und den Problemen der Wasserversorgung befassen soll. Das Jahresbudget der Stiftung werde bei 20 bis 30 Millionen Euro liegen, sagte der für sein Umweltbewusstsein bekannte Fürst in Monaco. Einen Teil des Etats will er aus eigener Schatulle beitragen. Albert sagte, Monaco sei zwar kein großes Land, er wolle aber zeigen, dass das Fürstentum beim Umweltschutz zu den innovativsten Staaten gehöre. => Natur & Umwelt |
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28.06.2006 S. 545 dnr = 1839 |
Verpackung/Logistik, Energie/Rohstoffe: Schinken und Wurst werden teurer
Die Verbraucher müssen mit höheren Preisen für Wurst und Schinken rechnen.Die Fleischwirtschaft kündigte in Bonn kurzfristig eine "erhebliche Steigerung der Abgabepreise" an. Dies werde sich dann auch auf die Endpreise für den Kunden auswirken. Die Branche habe mit deutlichen Kostensteigerungen für Verpackungsmaterial, Logistik und Energie sowie nun auch mit angestiegenen Rohstoffpreisen, etwa bei Schweinehälften, zu kämpfen, erklärte der Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie. => Nahrung |
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28.06.2006 S. 546 dnr = 1840 |
Raucher-Wohnung: Kein Schadenersatz
Rauchende Mieter müssen beim Auszug nicht die Renovierungskosten für die Beseitigung von Nikotinbelägen in der Wohnung übernehmen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden. Das Rauchen in der Mietwohnung gehöre zum vertragsgemäßen Gebrauch, befand das Karlsruher Gericht. Der rauchende Mieter habe trotz Ablagerungen durch den Zigarettenqualm keine "vertragliche Pflicht" verletzt. (Az.:VIII ZR 124/05) Der BGH wies damit die Klage des Vermieters einer Wohnung im baden-württembergischen Hockenheim auf gut 8000 Euro Schadensersatz ab. => Rauchen |
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27.06.2006 S. 116 dnr = 1816 |
Hamas und Fatah einigen sich
Nach langen Verhandlungen haben sich die Palästinenserorganisationen Hamas und Fatah auf ein Abkommen zur nationalen Einigung verständigt, das implizit den Staat Israel anerkennt. Das teilten die rivalisierenden Gruppen mit. Einzig der Islamischer Dschihad habe nicht zugestimmt, hieß es. Ziel sei "die Selbstbestimmung mit der Schaffung eines unabhängigen Staates in allen 1967 besetzten Gebieten mit Jerusalem als Hauptstadt", so das Dokument. Präsident Abbas hatte wochenlang um die Zustimmung der Hamas gekämpft. => Nahost |
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27.06.2006 S. 117 dnr = 1817 |
Israelische Armee einsatzbereit
Die israelische Armee ist zwei Tage nach der Entführung eines ihrer Soldaten durch palästinensische Extremisten mit Dutzenden Panzern an der Grenze zum Gaza-Streifen aufgezogen. Man könne "jeden Moment handeln", hieß es aus dem Verteidigungsministerium. UN-Generalsekretär Annan appellierte an Israelis und Palästinenser, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um eine Eskalation des Konflikts zu vermeiden. Die israelische Armee wies indes Berichte zurück, ein weiterer Israeli sei von Palästinensern entführt worden. => Nahost |
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27.06.2006 S. 123 dnr = 1818 |
Illegale Einwanderung: Malta: Tumulte in Flüchtlingslager
In einem Flüchtlingslager auf der Mittelmeerinsel Malta ist es zu schweren Tumulten zwischen illegalen Einwanderern und Sicherheitskräften gekommen. Die Flüchtlinge hätten die Wachsoldaten mit Steinen und Metallstangen angegriffen und ihre Freilassung aus dem Lager verlangt, berichteten die Behörden. Etwa 500 Menschen seien ausgebrochen und hätten sich in den umliegenden Dörfern versteckt. In dem Lager befinden sich rund 800 meist aus Afrika geflohene Menschen, manche bereits seit 18 Monaten. => Migration |
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27.06.2006 S. 124 dnr = 1819 |
Afghanistan: Anschlag auf Bundeswehrsoldaten
Im Norden Afghanistans hat sich ein Attentäter vor einem gepanzerten Fahrzeug der Bundeswehr in die Luft gesprengt.Zwei Passanten riss er mit in den Tod.Unter den Soldaten gab es keine Opfer.Das teilte das Bundesverteidigungsministerium mit. Im Südwesten des Landes wurden zwei britische Soldaten bei Kämpfen mit den Taliban getötet. Nach Angaben der Polizei kamen dabei auch 13 Taliban-Kämpfer ums Leben. In Afghanistan toben zurzeit die heftigsten Kämpfe seit 2001. => Asien |
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27.06.2006 S. 160 dnr = 1820 |
"Bruno"-Tod beschäftigt Justiz
Der Tod von Braunbär "Bruno" sorgt für Aufregung und wird nun auch zum Fall für die Justiz. Bei der Staatsanwaltschaft München II gingen mehrere Strafanzeigen unter anderem gegen Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf sowie angeblich beteiligte Jäger ein. Auch Italien protestierte gegen den Abschuss. "JJ1", wie das Tier offiziell heißt, gehörte zu einer Gruppe von Braunbären, die in Norditalien wieder angesiedelt wurde. Unterdessen soll ein DNA-Test die Identität "Brunos" eindeutig klären. Er soll ausgestopft werden und ins Museum kommen. => Natur & Umwelt |
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27.06.2006 S. 164 dnr = 1821 |
Extremwetter: Starkregen legt Washington lahm
Heftige Regenfälle haben die US-Hauptstadt Washington teilweise lahmgelegt.Regierungsbüros blieben geschlossen, der Verkehr bracht teilweise zusammen.Wegen Überflutungen und Erdrutschen mussten Tunnel und Straßen in der Region in und um die Metropole geschlossen werden. Die Bahngesellschaft Amtrak musste mehrere Züge ausfallen lassen. => Natur & Umwelt |
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26.06.2006 S. 119 dnr = 1805 |
Viele Tote bei Anschlägen im Irak
Bei der Explosion einer Autobombe in der Nähe eines belebten Marktes in der irakischen Stadt Hilla sind nach ersten Angaben mindestens 15 Menschen getötet worden. Mehr als 30 weitere sollen verletzt worden sein. Hilla ist eine vor allem von Schiiten bewohnte Stadt südlich von Bagdad. Fast zeitgleich wurden bei einem Bombenanschlag in einem ebenfalls überwiegend von Schiiten bewohnten Dorf nordöstlich der Hauptstadt mindestens sieben Menschen in den Tod gerissen. => Irak |
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26.06.2006 S. 120 dnr = 1806 |
US-Truppenabzug aus Irak möglich
Das Weiße Haus in Washington hat einen Bericht bestätigt, wonach ein Teil der US-Truppen im Irak möglicherweise bis zum Ende des kommenden Jahres abgezogen werden soll. Allerdings sei dies nur eine von mehreren Optionen, sagte Präsidialamtssprecher Snow. Eine Reduzierung der Truppen bleibe letztlich von den Entwicklungen im Irak abhängig und sei damit bislang keine beschlossene Sache. Irak-Truppenkommandeur Casey hatte den Abzug von fünf oder sechs der derzeit 14 Kampfbrigaden vorgeschlagen. => Irak |
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26.06.2006 S. 123 dnr = 1807 |
Gaza-Streifen: Entführer stellen Forderungen
Die Entführer des israelischen Soldaten, der im Gaza-Streifen festgehalten wird, fordern die Freilassung palästinensischer Gefangener im Austausch für den 19-Jährigen. Er werde "nicht als Geschenk" übergeben, sagte ein Sprecher der bislang unbekannten Gruppierung "Islamische Armee", die an der Entführung unter Leitung der radikal-islamischen Hamas beteiligt war. Israel ließ unterdessen am Rande des Gaza-Streifens Truppen aufmarschieren. => Nahost |
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26.06.2006 S. 125 dnr = 1808 |
Kleinwaffen: UN-Konferenz zu Waffenschmuggel
In New York sind rund 2000 Delegierte zu einer UN-Konferenz zusammengekommen, um über Maßnahmen gegen den Schmuggel von so genannten Kleinwaffen zu beraten Zum Auftakt appellierte UN-Generalsekretär Annan an die internationale Gemeinschaft, für verbindliche Kontrollen gegen Waffenhandel zu sorgen. Vertreter von 600 Hilfsorganisationen überreichten eine Foto-Petition der Kampagne "Waffen unter Kontrolle". Mehr als eine Mio. Menschen unterstützen darin mit ihrem Porträtfoto Forderungen nach strikten Waffenkontrollen. => Waffen |
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26.06.2006 S. 127 dnr = 1809 |
Unwetter in Deutschland
Schwere Unwetter haben in mehreren Bundesländern Schäden angerichtet. Bei Sturm, starken Regenfällen und Gewittern wurden Bäume umgeknickt, Keller liefen voll, Straßen wurden überflutet.Bei mehreren Unfällen wurden Menschen zum Teil schwer verletzt. Die Wetterdienste registrierten Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h. Größere Schäden verursachten die Gewitter in Düsseldorf, wo die Feuerwehr zu 150 Einsätzen gerufen wurde. In Köln wurden zahlreiche Bäume entwurzelt. => Natur & Umwelt |
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26.06.2006 S. 148 dnr = 1810 |
Konflikt auf Sri Lanka
Seit den 70er Jahren kämpfen die "Befreiungstiger von Tami Ealam" (LTTE) für ein eigenen Staat für die Minderheit der Tamilen im Norden und Osten Sri Lankas. Der Bürgerkrieg auf der Insel brach 1983 aus. In den folgenden 20 Jahren wurden mehr als 64.000 Menschen getötet. 2002 wurde ein Waffenstillstand beschlossen. Seither herrscht die LTTE faktisch in Teilen des umkämpften Gebiets. 2004 spaltete sich die LTTE.Seither bekämpfen sich beide Gruppen. => Asien |
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26.06.2006 S. 156 dnr = 1811 |
Braunbär "Bruno" ist tot
Der Braunbär "Bruno" ist tot. Das Tier, das seit Wochen im bayrisch-österreichischen Grenzgebiet umherstreunte, wurde in der Nacht zum Montag in der Nähe des Spitzingsees im bayerischen Landkreis Miesbach erschossen. Der Bär galt als äußerst gefährlich, da er menschliche Ansiedlungen nicht mehr scheute. Alle Versuche, das Tier lebend zu fangen, scheiterten. Ein eigens angereistes finnisches Jagdteam mit seinen auf Bären spezialisierten Spürhunden hatte die Suche zuvor eingestellt."Bruno" soll nun präpariert und in einem Münchner Museum ausgestellt werden. => Bio-Vielfalt Natur & Umwelt |
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26.06.2006 S. 164 dnr = 1812 |
Waldbrand: Grand Canyon:Feuer versperrt Ausweg
Ein Waldbrand nahe dem Grand Canyon versperrt rund 800 Touristen den einzigen Ausweg aus dem nördlichen Teil des US-Nationalparks. Die Touristen seien aber nicht in Gefahr, hieß es am Montag. Das Feuer blockiere die einzige Zufahrtstraße zu diesem entlegenen Gebiet. Neben den Touristen säßen dort auch rund 150 Mitarbeiter der Parkverwaltung fest, sagte eine Sprecherin. Gemeinsam mit der Feuerwehr suche man nach Möglichkeiten, die Touristen aus dem Park herauszubringen. => Natur & Umwelt Wald |
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26.06.2006 S. 535 dnr = 1813 |
Greenpeace plant Walschutzaktion
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace will ihren Kampf für ein Ende des Walfangs intensivieren und plant eine große Aktion zum Schutz der Meeressäuger in den südlichen Meeren an der Antarktis. Wie die Organisation in St.Kitts berichtete, soll die im Herbst dieses Jahres beginnende Aktion "Defending our Oceans" (Verteidigen der Ozeane) heißen. Auf der Karibikinsel St.Kitts hatte vor wenigen Tagen die Internationale Walfang Kommission (IWC) beschlossen, künftig wieder kontrollierten Walfang zuzulassen. => Bio-Vielfalt |
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26.06.2006 S. 536 dnr = 1814 |
Neue Fischtreppe im Elsass
Nach über zweijährigen Bauarbeiten ist am Rhein nördlich von Straßburg eine der größten Fischtreppen Europas feierlich eröffnet worden. Dank des rund zehn Millionen Euro teuren Bauwerks können Lachse und Forellen nun ungehindert die Staustufe und das deutschfranzösische Wasserkraftwerk bei Gamsheim passieren. Die Anlage soll vor allem eine Rückkehr der Wanderfische in den Rhein-Nebenfluss Kinzig und dessen Zufluss Schutter ermöglichen, die beide im Schwarzwald entspringen. Die neue Anlage ist die dritte dieser Art am Oberrhein. => Bio-Vielfalt |
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26.06.2006 S. 545 dnr = 1815 |
Deutsche essen so viel Käse wie nie
Die Deutschen essen mehr Käse als jemals zuvor. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch stieg um 200 Gramm auf 22,1 Kilogramm im Jahr 2005, wie die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) mitteilte. Dies ist demnach fast ein Kilogramm mehr als im Jahr 2000.Beliebter wurden in den vergangenen Jahren besonders Hart-, Schnitt- und Weichkäse. Der Konsum von Käsesorten aus dieser Gruppe stieg in den vergangenen fünf Jahren um insgesamt rund 800 Gramm auf 10,5 Kilogramm. => Nahrung |
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25.06.2006 S. 118 dnr = 1793 |
Bald US-Truppenabzug aus Irak?
Die USA wollen nach einem Bericht der "New York Times" noch vor der Kongresswahl im November mit dem Abzug ihrer Truppen aus dem Irak beginnen. Irak-Truppenkommandeur Casey habe bei einer geheimen Lagebesprechung im Pentagon den Abzug von fünf oder sechs der derzeit 14 Kampfbrigaden bis Ende 2007 angekündigt, berichtet die US-Zeitung. Als erste sollten bereits im September zwei Brigaden routinemäßig abgezogen, aber nicht mehr ersetzt werden. Derzeit sind knapp 130.000 US-Soldaten im Irak stationiert. => Irak |
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25.06.2006 S. 119 dnr = 1794 |
Irak will Bürgerkrieg verhindern
Iraks Ministerpräsident al Maliki hat einen nationalen Versöhnungsplan vorgestellt, der die Gewalt im Land eindämmen und den offenen Ausbruch eines Bürgerkrieges verhindern soll. Der 28-Punkte-Plan, den Maliki dem Parlament präsentierte, sieht unter anderem eine Entwaffnung der Milizen, die Entlassung von 2500 der 28.000 Gefangenen im Land und einen Dialog mit Teilen der sunnitischen Aufständischen vor. Der sunnitische Parlamentspräsident al Maschhadani sagte, der Plan sei ein Versuch, die "Risse im Irak zu kitten". => Irak |
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25.06.2006 S. 120 dnr = 1795 |
Entführung im Irak: Russische Geiseln offenbar tot
Nach Medienberichten sind die vier russischen Geiseln im Irak von ihren Entführern getötet worden. Demnach stellte eine von Al-Kaida geführte Terrorgruppe eine entsprechende Erklärung und ein Video ins Internet.Die Entführer hatten den vollständigen Abzug Russlands aus Tschetschenien gefordert. Die vier russischen Botschaftsangehörigen waren am 3. Juni in Bagdad verschleppt worden, ein fünfter Mann wurde bei dem Überfall auf das gemeinsame Transportfahrzeug getötet. => Irak |
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25.06.2006 S. 124 dnr = 1796 |
Sudan wirft Uno aus Darfur raus
Die sudanesische Regierung in Khartum hat der Uno bis auf weiteres die Arbeit in der Krisenregion Darfur verboten.Davon betroffen sind Projekte des Welternährungsprogramms und des Kinderhilfswerks Unicef. Die Regierung warf UN-Helfern vor, einen Rebellenchef, der das Friedensabkommen vom 5. Mai ablehnt, in einem Hubschrauber transportiert zu haben.Khartum fordere eine Erklärung, so ein Sprecher des Außenministeriums. Die Uno sei über den Schritt nicht informiert worden, so eine UN-Sprecherin. => Darfur |
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25.06.2006 S. 125 dnr = 1797 |
Südafghanistan: Großoffensive gegen Taliban
Bei Kämpfen im Rahmen einer Großoffensive in Südafghanistan haben die US-geführten Koalitionstruppen mehr als 100 radikal-islamische Rebellen getötet.Das teilten die US-Streitkräfte mit. Allein gestern seien mehr als 45 Taliban-Kämpfer und zwei Soldaten getötet worden. Am Freitag kamen bei Gefechten in den Provinzen Urusgan und Kandahar etwa 65 Rebellen ums Leben. Die Kämpfe sind Teil der Operation "Mountain Thrust" ("Vorstoß in die Berge"), der größten Offensive der Truppen seit dem Sturz der Taliban Ende 2001. => Asien |
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25.06.2006 S. 159 dnr = 1798 |
Braunbär Bruno wieder in Bayern
Der Braunbär Bruno ist wieder zurück in Bayern. Er habe im Gebiet der Rotwand oberhalb des Spitzingsees ein Schaf gerissen und gefressen, so das Umweltministerium. Der Bär habe außerdem den Soinsee durchschwommen. Er sei von drei Mountainbikern und drei Wanderern gesehen worden. Die Wanderer hätten das Tier zunächst verfolgt. Allerdings habe sich der Bär nach einer Weile umgedreht und die Neugierigen verscheucht. Das Ministerium warnte davor, die Gefahr durch den Braunbären zu unterschätzen: "Das ist kein Teddybär, sondern ein Raubtier." => Natur & Umwelt |
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25.06.2006 S. 160 dnr = 1799 |
Falsche Bären sollen Bruno schützen
Mit ihrem eigenen Körper wollen Aktivisten der Jugendorganisation Bund Naturschutz in Bayern den Braunbären Bruno vor dem Abschuss durch Jäger schützen. Sie werden mit Bärenkostümen verkleidet durch den Wald schleichen, wie der Verband mitteilte. Die Kostüme seien "täuschend realistisch", betonte der Verbandsgeschäftsführer Orendt. Ziel sei es, die Jäger zu verunsichern, ob sie wirklich Bruno im Visier haben oder einen verkleideten Jugendlichen.Die Naturschutzorganisation forderte, die Abschussgenehmigung für den Bären zurückzunehmen. => Natur & Umwelt |
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25.06.2006 S. 164 dnr = 1800 |
8 Mio.Stellen in Schwarzarbeit
In der deutschen Schattenwirtschaft stecken nach Expertenschätzung über 8 Mio.Vollzeitstellen. Das Magazin "Focus" meldete unter Berufung auf die Uni Linz, der Umfang der illegalen Beschäftigung im laufenden Jahr entspreche rechnerisch 8,124 Millionen "Vollzeit-Inlandsschwarzarbeitern". Hinzu kämen 925.000 zeitweilige Schatten-Jobber aus dem Ausland. Der durchschnittliche Lohn einer Schwarzarbeiterstunde wurde auf 12 Euro veranschlagt. Daraus ergebe sich ein Volumen der Schwarzarbeit in Höhe von 345,5 Mrd.Euro, hieß es. => Sozialwissenschaften |
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25.06.2006 S. 165 dnr = 1801 |
IW: "Bildungsarmut" in Deutschland
Die deutsche Wirtschaft sieht ihre Wettbewerbsfähigkeit durch zunehmenden Fachkräftemangel und "Bildungsarmut" bei den Jugendlichen bedroht. Fast jeder 10.Schüler eines Jahrgangs schafft keinen Hauptschulabschluss,mehr als jeder 5.Jugendliche scheitert in der Berufsschule,heißt es in einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Danach ist der Anteil der Abbrecher an beruflichen Schulen in den vergangenen zehn Jahren von 16,3 auf 22,8 % gestiegen. Allein 2004 hätten 240.0000 Jugendliche Berufsschule oder Berufsvorbereitungsjahr ohne Abschluss verlassen => Sozialwissenschaften |
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25.06.2006 S. 535 dnr = 1802 |
Neue Fischtreppe im Elsass
Nach über zweijährigen Bauarbeiten ist am Rhein nördlich von Straßburg eine der größten Fischtreppen Europas feierlich eröffnet worden. Dank des rund zehn Millionen Euro teuren Bauwerks können Lachse und Forellen nun ungehindert die Staustufe und das deutschfranzösische Wasserkraftwerk bei Gamsheim passieren. Die Anlage soll vor allem eine Rückkehr der Wanderfische in den Rhein-Nebenfluss Kinzig und dessen Zufluss Schutter ermöglichen, die beide im Schwarzwald entspringen. Die neue Anlage ist die dritte dieser Art am Oberrhein. => Bio-Vielfalt Natur & Umwelt |
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25.06.2006 S. 536 dnr = 1803 |
Stammzellentherapie gegen Lähmung
US-Wissenschaftler haben gelähmten Ratten mit Hilfe von embryonalen Stammzellen und wachstumsfördernden Substanzen wieder das Laufen ermöglicht. Ihnen gelang es, die unterbrochene Verbindung zwischen den Nerven im Rückgrat und den Muskeln neu herzustellen. Der federführende Neurologe, Douglas Kerr von der Johns Hopkins Universität in Baltimore, feierte die Arbeit als schlagenden Beweis für das Heilpotenzial von Stammzellen. Die Heilung der Tiere sei "bedeutend, wenn auch nicht vollkommen". Bis zum Einsatz am Menschen werden wohl noch Jahre vergehen. => Gesundheit Gen-/Biotechnologie |
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25.06.2006 S. 545 dnr = 1804 |
Kinder und giftige Pflanzen
Im Garten lauern für Kinder zahlreiche Gefahren: Dazu zählten giftige Sträucher wie Goldregen, Blauer Eisenhut und Roter Rizinus, warnt die Techniker Krankenkasse (TK) Baden-Württemberg. Diese Sträucher müssten aus Reichweite von Kindern verbannt werden, raten die Experten. "Erklären ist besser als verbieten", wird den Eltern zum Thema Wiesenblumen empfohlen. So lerne ein Kind schnell, dass es einen Blumenkranz besser aus Gänseblümchen als aus Löwenzahn flechten sollte und nach dem Blasen von Pusteblumen die Hände waschen müsse. => Kinder/Jugendliche |
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23.06.2006 S. 120 dnr = 1786 |
105 Mio. Euro für Palästinenser
Die EU-Kommission hat Hilfsgelder in Höhe von 105 Mio. Euro an bedürftige Palästinenser freigegeben. 40 Mio. sind für die Sicherung der Wasser- und Stromversorgung vorgesehen.Weitere 40 Mio. fließen direkt an bedürftige Familien. Zehn Mio. Euro gehen an ein Hilfsprogramm für das Gesundheitswesen. Weitere zwölf Mio. Euro sind dafür bestimmt, das Funktionieren der Auszahlungen zu gewährleisten und das Präsidentenbüro zu unterstützen. Bei der Überweisung wird die radikalislamische Hamas-Regierung umgangen. => Nahost |
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23.06.2006 S. 121 dnr = 1787 |
Kampf gegen Terrorismus: USA verteidigen Überwachung
Die US-Regierung hat die Überwachung finanzieller Transaktionen als notwendig im Krieg gegen Terror verteidigt. Das Überwachungsprogramm sei "bestmögliches staatliches Handeln", so Finanzminister Snow. Die Geldquellen trockenzulegen sei mitentscheidend im Kampf gegen den Terror, so eine Sprecherin des Weißen Hauses. Die "New York Times" hatte berichtet, das Programm sei bei internationalen Überweisungen genutzt worden. Tausende Amerikaner und in den USA lebende Ausländer seien betroffen, so das Blatt. => Terrorismus |
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23.06.2006 S. 122 dnr = 1788 |
Anti-Terror-Razzia in Miami
Die US-Polizei hat bei einem Anti-Terror-Einsatz in Florida sieben Verdächtige festgenommen. Fünf von ihnen seien US-Bürger, die anderen zwei Ausländer, teilte die Bundespolizei FBI mit. Die Verdächtigen sollen Anschläge in den USA geplant haben, unter anderem auf den Sears Tower in Chicago. In Miami wurden mehrere Gebäude durchsucht. Waffen oder Sprengstoff wurden nach Angaben des Fernsehsenders CNN nicht gefunden. An der Aktion waren neben dem FBI auch andere Sicherheitskräfte beteiligt. => Terrorismus |
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23.06.2006 S. 157 dnr = 1789 |
Globale Erwärmung: Erd-Temperaturen auf Höchststand
Die Erde war nach einer Studie der amerikanischen Akademie der Wissenschaften in den letzten 400 Jahren noch nie so heiß wie heute. Laut der Untersuchung stieg die Temperatur allein innerhalb des 20.Jahrhunderts um mindestens 0,6 Grad Celsius an. Die 1990er Jahre waren das wärmste Jahrzehnt und 1998 das wärmste messbare Jahr der Geschichte. Die Studie zeigt eine nachhaltige Erderwärmung seit der Industriellen Revolution. Davor sei Klimawandel vor allem durch Vulkanausbrüche oder Änderungen in der Konstellation der Himmelskörper verursacht worden. => Klimawandel |
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23.06.2006 S. 162 dnr = 1790 |
Hatz mit Hunden bleibt verboten
Die Hetzjagd mit Hunden auf Füchse und andere Wildtiere bleibt in Großbritannien verboten. Mit dieser Entscheidung ging ein Verfahren vor dem Obersten Berufungsgericht in London zu Ende. Befürworter der Fuchsjagd hatten gegen ein 2004 erlassenes Verbot geklagt. Der Dachverband der britischen Jäger berief sich auf die Europäische Menschenrechtskonvention und auf EU-Gewerbeverordnungen, gegen die das Hetzjagdverbot verstoßen würde. Doch auch die Berufungsrichter betonten, dass die Bestimmungen des Jagdgesetzes von 2004 "legitim und angemessen" seien. => Natur & Umwelt |
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23.06.2006 S. 163 dnr = 1791 |
Magazin: Deutsche wandern aus
Die Bundesrepublik erlebt derzeit die größte Auswandererwelle ihrer Geschichte. Im vergangenen Jahr sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 160.000 Deutsche ins Ausland übergesiedelt, berichtet das "manager magazin". Dies seien 8 % mehr als 2004. Die Zahlen lägen im Vergleich zu Beginn der neunziger Jahre sogar um 60 % höher. Experten schätzen dem Magazin zufolge die tatsächliche Zahl der Auswanderer auf 250.000 Deutsche im Jahr, weil die Statistik nur jene Personen erfasse, die sich ordnungsgemäß in Deutschland abmelden würden. => Migration |
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23.06.2006 S. 535 dnr = 1792 |
Stammzellentherapie gegen Lähmung
US-Wissenschaftler haben gelähmten Ratten mit Hilfe von embryonalen Stammzellen und wachstumsfördernden Substanzen wieder das Laufen ermöglicht. Ihnen gelang es, die unterbrochene Verbindung zwischen den Nerven im Rückgrat und den Muskeln neu herzustellen. Der federführende Neurologe, Douglas Kerr von der Johns Hopkins Universität in Baltimore, feierte die Arbeit als schlagenden Beweis für das Heilpotenzial von Stammzellen. Die Heilung der Tiere sei "bedeutend, wenn auch nicht vollkommen". Bis zum Einsatz am Menschen werden wohl noch Jahre vergehen. => Gesundheit Gen-/Biotechnologie |
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22.06.2006 S. 124 dnr = 1774 |
Irak: Zwei Geiseln tot
Entführer haben im Irak zwei Geiseln getötet und 30 weitere freigelassen.Sie hatten gestern mindestens 64 Arbeiter nahe Tadschi verschleppt. Ein Sprecher des Industrieministeriums sagte, über das Schicksal der übrigen Geiseln sei bislang nichts bekannt. Viele der Arbeiter stammen aus ärmeren Vierteln von Bagdad mit schiitischer Bevölkerungsmehrheit. Es wird befürchtet, dass es sich bei den Entführern um sunnitische Extremisten handelt, die nur die Sunniten unter den Arbeitern freilassen und die Schiiten töten. => Irak |
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22.06.2006 S. 125 dnr = 1775 |
Gewalttaten im Irak: Neue Vorwürfe gegen US-Soldaten
Acht US-Soldaten müssen sich wegen Gewalttaten im Irak vor einem Militärgericht verantworten. Sie befinden sich nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Untersuchungshaft. Den Männern wird vorgeworfen, im April dieses Jahres einen 52-jährigen behinderten Iraker in Hamdania durch einen Schuss ins Gesicht getötet zu haben. Dann sollen sie ein Gewehr und eine Schaufel neben die Leiche gelegt haben, um den Eindruck zu erwecken, er habe eine Bombe an der Straße vergraben wollen. => Irak |
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22.06.2006 S. 140 dnr = 1776 |
Elterngeld: "Zwölf plus zwei"
Für Kinder, die ab dem 1.1.2007 geboren werden, soll ein einkommensabhängiges Elterngeld bezahlt werden. Das Elterngeld soll 67 % des bisherigen Gehaltes eines betreuenden Elternteils bis maximal aber 1800 Euro betragen. Es soll grundsätzlich für zwölf Monate gezahlt werden. Die Zahlung wird um zwei Monate verlängert, wenn auch der andere Elternteil mindestens zwei Monate von der Arbeit pausiert. Diese "Partnermonate" können auch von Alleinerziehenden mit alleinigem Sorgerecht in Anspruch genommen werden. Auch Arbeitslose sollen gefördert werden. Ein Sockelbetrag von 300 Euro wird nicht mit dem Arbeitslosengeld II verrechnet. Das Elterngeld soll das bisher gezahlte Erziehungsgeld ersetzen. Das Erziehungsgeld betrug maximal 300 Euro im Monat für zwei Jahre oder 450 Euro im Monat für ein Jahr. Gutverdiener hatten darauf jedoch keinen Anspruch. Kindergeld wird weiterhin zusätzlich bezahlt. Es beträgt für das erste bis dritte Kind jeweils 154 Euro und für jedes weitere Kind 179 Euro monatlich. => Sozialwissenschaften |
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22.06.2006 S. 156 dnr = 1777 |
Bärenjagd: Elchhund Jeppe wieder da
Der bei der Suche nach Braunbär "Bruno" vorübergehend verschollene Elchhund Jeppe ist zurück bei seinem Herrn - und wieder im Einsatz. "Er ist schon wieder auf der Fährte", sagte eine Sprecherin des bayerischen Umweltministeriums. Jeppe, der zum Team der finnischen Bärenjäger und sechs Hunden gehört, hatte "Bruno" am Mittwochabend offenbar an der Kaiserklamm in der Nähe des Achensees in Tirol aufgespürt und war ihm gefolgt. Als die Finnen längst aufgegeben hatten, war Jeppe immer noch hinter "Bruno" her. Am Morgen suchte er dann den Kontakt zu Forstarbeitern. => Natur & Umwelt |
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22.06.2006 S. 158 dnr = 1778 |
Bundesweiter sozialer Tag: Schüler jobben für den guten Zweck
Für einen guten Zweck haben heute mehrere hunderttausend Schüler in Deutschland gearbeitet statt zu pauken. Beim ersten bundesweiten Sozialen Tag mähten sie Rasen, waren als Radiomoderator oder Eisverkäufer tätig. Ihren Lohn werden die Schüler für Hilfsprojekte in der ganzen Welt spenden. Organisiert wurde die Aktion, an der rund 1700 Schulen teilnehmen, vom Verein Schüler Helfen Leben in Neumünster und der Aktion Tagewerk in Mainz.Schirmherr des Projekts ist Bundespräsident Horst Köhler. => Eine-Welt |
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22.06.2006 S. 160 dnr = 1779 |
Magazin: Deutsche wandern aus
Die Bundesrepublik erlebt derzeit die größte Auswandererwelle ihrer Geschichte. Im vergangenen Jahr sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 160.000 Deutsche ins Ausland übergesiedelt, berichtet das "manager magazin". Dies seien 8 % mehr als 2004. Die Zahlen lägen im Vergleich zu Beginn der neunziger Jahre sogar um 60 % höher. Experten schätzen dem Magazin zufolge die tatsächliche Zahl der Auswanderer auf 250.000 Deutsche im Jahr, weil die Statistik nur jene Personen erfasse, die sich ordnungsgemäß in Deutschland abmelden würden. => Migration |
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22.06.2006 S. 163 dnr = 1780 |
Unwetter in Indonesien: Zahl der Toten steigt
Nach den schweren Unwettern auf der indonesischen Insel Sulawesi ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 200 gestiegen. 135 Menschen würden noch vermisst, sagte ein Behördensprecher. Am schwersten betroffen war die Region um Sinjai, wo 168 Todesopfer gezählt wurden. Die Fluten und Erdrutsche hatten die Bewohner am Dienstagmorgen im Schlaf überrascht. Die Wassermassen schwemmten hunderte von Häusern weg, drei Brücken wurden zerstört. Die Regierung kündigte eine Untersuchung an, ob das illegale Abholzen von Wäldern zu den Unglücken beigetragen haben könnte. => Hochwasser Natur & Umwelt |
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22.06.2006 S. 536 dnr = 1781 |
Badegewässer: Berlin schummelt
Mit einem statistischen Trick unterläuft Deutschland nach Meinung der Europäischen Union die europäischen Vorschriften für saubere Badegewässer. In der Bundesrepublik wurden seit 1990 nach EU-Angaben 1437 Badestellen aus der Liste der hygienisch überwachten Gewässer gestrichen. Das seien 42 % der ursprünglich in der Statistik erfassten Badestellen, berichtete die "taz". Dort gebe es nun keine Angaben mehr über die Sauberkeit des Wassers. Deutschland und zehn weiteren Staaten droht deshalb ein Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof. => Wasser |
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22.06.2006 S. 537 dnr = 1782 |
Forscher für Evolutionstheorie
67 Nationale Akademien der Wissenschaften aus aller Welt haben sich in einer gemeinsamen Erklärung für die Evolutionslehre Darwins stark gemacht. Mit Blick auf den "Kreationismus" forderten sie Gesetzgeber, Lehrer und Eltern auf, dafür zu sorgen, dass "wissenschaftlich überprüfte" Erklärungen zur Entstehung und Entwicklung des Lebens an Schulen gelehrt werden. Der "Kreationismus", der vor allem unter strengen US-amerikanischen Christen Anhänger hat, erklärt die Entstehung des Lebens im Kern durch die biblische Schöpfungsgeschichte. => Bio-Vielfalt Natur & Umwelt |
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22.06.2006 S. 538 dnr = 1783 |
Kohlendioxid-Belastung senken
Die Industrie und die Energiebranche sollen von 2008 bis 2012 deutlich weniger klimaschädliches Kohlendioxid ausstoßen als bisher. Bundesumweltminister Gabriel (SPD) plane, dass die Betriebe beim Handel mit Verschmutzungsrechten im Durchschnitt Zertifikate für 482 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr erhalten sollten, schrieb der Berliner "Tagesspiegel". Die Gesamtmenge war für 2005 bis 2007 auf 503 Millionen Tonnen jährlich begrenzt worden. Im April war für die Nachfolgeperiode bis 2012 noch von 495,5 Millionen Tonnen die Rede. => Klimawandel Treibhausgase |
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22.06.2006 S. 539 dnr = 1784 |
Flussüberflutungen vorhersagen
Forscher wollen mit einem komplexen Computerprogramm die Auswirkungen von Flussüberschwemmungen besser vorhersagen. "Ein Starkregen wie beim Jahrhunderthochwasser 2002 wird wegen des Klimawandels künftig alle zehn Jahre eintreten", sagte Prof.Erik Pasche von der Technischen Universität Hamburg-Harburg Um sich besser vor den Folgen einer Flut zu schützen, sollen sich Städtebauer und Bürger mit Hilfe eines Computerprogramms darüber informieren können, wie sich ein Jahrhunderthochwasser auf ein bestimmtes Grundstück auswirkt. => Hochwasser |
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22.06.2006 S. 545 dnr = 1785 |
Mehr Erdbeeren aus Deutschland
Heimische Erdbeeren erfreuen sich bei den Deutschen zunehmender Beliebtheit.Vergangenes Jahr machten sie schon 60 % des Privatkonsums an den süßen Früchten aus, wie die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) in Bonn mitteilte.Dies war eine Steigerung von mehr als 10 Prozentpunkten im Vergleich zu 2003. Im gleichen Zeitraum ging der Anteil der Importware von 42 auf 32 % zurück.Die Einfuhren verringerten sich dementsprechend auf nur noch 93.600 Tonnen im Jahr 2005. Der Trend dürfte sich auch in diesem Jahr fortsetzen. => Nahrung |
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21.06.2006 S. 120 dnr = 1763 |
Irak: Neue Vorwürfe gegen US-Soldaten
In einem weiteren Fall von mutmaßlichen gewaltsamen Übergriffen der US-Armee im Irak sollen offenbar acht Soldaten vor ein US-Militärgericht gestellt werden.Das verlautete aus dem US-Verteidigungsministerium. Den Männern wird vorgeworfen, im April einen 52-jährigen behinderten Iraker in Hamdania durch einen Schuss ins Gesicht getötet zu haben. Dann sollen sie ein Gewehr und eine Schaufel neben die Leiche gelegt haben, um den Eindruck erwecken, er habe eine Bombe an der Straße vergraben wollen. => Irak |
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21.06.2006 S. 121 dnr = 1764 |
Irak: 80 Arbeiter entführt
Nördlich von Bagdad haben Bewaffnete nach Medienangaben mindestens 80 Fabrikarbeiter verschleppt. Die Entführer hätten eine Reihe von Bussen gestürmt, die Arbeiter zweier Fabriken des Industrieministeriums in Iraks Hauptstadt zurückbringen sollten, berichtete ein Sicherheitsvertreter.Mindestens 50 Bewaffnete seien an der Entführung beteiligt gewesen. Die Arbeiter sind den Angaben zufolge in den beiden Fabriken Hatin und Nasr beschäftigt, in denen unter Saddam Hussein Waffen produziert wurden. => Irak |
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21.06.2006 S. 122 dnr = 1765 |
Saddam Husseins Anwalt ermordet
Einer der Verteidiger des früheren irakischen Machthabers Saddam Hussein ist in Bagdad getötet worden. Nach Polizeiangaben wurde Chamis al Obeidi von Extremisten verschleppt und ermordet. Al Obeidi vertrat Saddam und dessen Halbbruder Barsan Ibrahim. Am Montag hatte die Staatsanwaltschaft im Prozess wegen eines Massakers an 148 Schiiten die Todesstrafe für Saddam gefordert. Im Fall der zwei im Irak entführten und getöteten US-Soldaten sind DNA-Tests nötig, um deren Identität zu klären.Die Leichen sind extrem verstümmelt. => Irak |
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21.06.2006 S. 123 dnr = 1766 |
Bundeswehr: "Verwerfliche" Soldaten-Rituale
Die Bundeswehr ermittelt gegen Soldaten der Niederauerbach-Kaserne in Zweibrücken wegen angeblicher perverser Praktiken bei Aufnahmefeiern für Unteroffiziere. Die Bundeswehr zog erste Konsequenzen.Die beschuldigten Soldaten, die dem Fallschirmjägerbataillon 263 angehören, würden nicht wie geplant nach Kongo verlegt. Divisions-Sprecher von Platen sprach von "verwerflichen Vorfällen". Unter anderem soll einem Soldaten Dörrobst ins Gesäß geschoben worden sein. => Konflikte |
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21.06.2006 S. 125 dnr = 1767 |
Frauen verdienen deutlich weniger
Frauen in Führungspositionen verdienen nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wesentlich weniger als Männer. Während vollzeitbeschäftigte männliche Führungskräfte für ihre Arbeit durchschnittlich 4200 Euro brutto im Monat bekämen, läge das Gehalt der Frauen mit 3300 Euro brutto um 27 Prozent niedriger, teilte das Institut mit. Der Frauenanteil an allen Führungskräften lag den Angaben nach 2004 bei 30%, in Positionen mit umfassenden Führungsaufgaben waren es nur 22%. => Frauen |
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21.06.2006 S. 156 dnr = 1768 |
"Bruno" entwischt Jägern erneut
Der seit Wochen im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet umherstreunende Braunbär "Bruno" ist seinen Verfolgern nach Informationen des Bayerischen Rundfunks (BR) erneut entwischt. Die finnischen Bärenjäger hatten das Tier demnach an einer Steilwand bei der österreichischen Ortschaft Brandenberg unweit des Achensees in Tirol aufgespürt und mit ihren Hunden gestellt. Bei dem Team war auch ein Tierarzt mit einem Betäubungsgewehr. Bruno konnte jedoch entkommen, wie der BR weiter berichtete. => Natur & Umwelt |
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21.06.2006 S. 157 dnr = 1769 |
Indonesien: Tote nach Überflutungen
Bei Überschwemmungen und Erdrutschen sind nach heftigen Regenfällen auf der indonesischen Insel Sulawesi mindestens 56 Menschen ums Leben gekommen. 51 Menschen seien in dem Bezirk Sinjai gestorben, sagte ein Mitarbeiter der Rettungskräfte in Makassar, der Hauptstadt der Provinz Süd-Sulawesi. Fünf weitere Tote wurden nach Polizeiangaben in dem Bezirk Bulukumba gefunden. In Indonesien gibt es besonders auf dem Höhepunkt der Regenzeit oft tödliche Erdrutsche. Anfang Januar waren bei einem Erdrutsch auf der Insel Java mehr als 150 Menschen getötet worden. => Hochwasser Natur & Umwelt |
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21.06.2006 S. 159 dnr = 1770 |
Deutsche wollen Rauchverbot
Die Mehrheit der Deutschen will den blauen Dunst aus öffentlichen Räumen verbannen und fordert ein Rauchverbot in Zügen, Gaststätten und Fußball-Stadien. Das ergab eine Umfrage des Instituts Forsa im Auftrag des Magazins "Stern". Am deutlichsten sprechen sich die rund 1000 befragten Bundesbürger für ein Rauchverbot in Zügen aus: Drei Viertel wollen dort keinen Qualm, 54 Prozent sind für ein Rauchverbot in Gaststätten und Kneipen, 52 Prozent für tabakfreie Fußball-Stadien. => Rauchen |
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21.06.2006 S. 164 dnr = 1771 |
Aufruf zum Stromsparen: Hitzewelle in Kalifornien
Angesichts der ersten Hitzewelle des Jahres in Kalifornien hat der Stromversorger des US-Bundesstaates seine Kunden zum Energiesparen aufgerufen. Durch die Hitze werde der Einsatz von Klimaanlagen deutlich steigen und dies werde die Stromversorgung belasten, teilte Independent System Operator (ISO) mit. Deshalb sollten die Verbraucher bis Sonntagabend sparsam mit dem Strom umgehen, um Ausfälle zu vermeiden. ISO nannte als Maßnahmen "einfache Dinge, wie das Licht auszuschalten oder die Spülmaschine erst am Abend anzustellen. => Energiesparen Strom |
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21.06.2006 S. 535 dnr = 1772 |
Kryotop-Methode: Neuer Weg zum Eizellen-Einfrieren
Japanische Forscher haben ein neues Verfahren zum Einfrieren unbefruchteter Eizellen entwickelt. Die "Kryotop-Methode" friert Eizellen innerhalb einer Sekunde von einer Plustemperatur auf 180?C ein und beugt damit vor allem der Bildung von Eiskristallen vor, die bisher die Eizelle oft zerstört hatten. Das wurde auf der Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin und Embryologie in Prag bekannt. Die bislang noch experimentelle Methode könnte zum Beispiel bei krebskranken Frauen angewandt werden, hieß es. => Gen-/Biotechnologie |
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21.06.2006 S. 537 dnr = 1773 |
Archiv der Pflanzenvielfalt: "Grüne Arche Noah" in der Arktis
In einem Hochsicherheitsbunker im norwegischen Arktis-Archipel Svalbard wird bald fast die gesamte Pflanzenvielfalt der Erde lagern: Rund 3 Mio.verschiedene Samentypen sollen in einem in einen Berg gebauten Gewölbe untergebracht werden, zu dem die Bauarbeiten begannen. Als eine Art "Grüne Arche Noah" soll hier die Artenvielfalt vor einer möglichen Katastrophen gerettet werden. Das Gewölbe sei von internationaler Bedeutung, sagte Norwegens Ministerpräsident Stoltenberg, der bei einer Zeremonie zum Baubeginn symbolisch den ersten Samenbehälter ablegte. => Bio-Vielfalt |
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20.06.2006 S. 119 dnr = 1753 |
Taylor in Den Haag eingetroffen
Der als Kriegsverbrecher angeklagte liberianische Ex-Präsident Taylor ist für seinen Prozess von Sierra Leone in die Niederlande überstellt worden. Er muss sich vor einem Sondergericht verantworten, das üblicherweise in Sierra Leone tagt. Aus Sicherheitsgründen findet der Prozess in den Räumen des UN-Tribunals in Den Haag statt. Der 58-jährige Ex-Regierungschef wird für eine Reihe von Bürgerkriegen in Liberia und Sierra Leone verantwortlich gemacht. Taylor hatte mehrere Wochen in Sierre Leone im Gefängnis gesessen. => Afrika Menschenrechte |
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20.06.2006 S. 122 dnr = 1754 |
Japan: Truppenabzug aus dem Irak
Japan hat offiziell den Abzug seiner Truppen aus dem Irak beschlossen. Die Entscheidung sei in Absprache mit den Verbündeten getroffen worden, sagte Japans Ministerpräsident Koizumi. Verteidigungsminister Nukaga gab laut Agenturen bereits den Rückzugsbefehl.Das Ziel des Einsatzes, den Wiederaufbau zu unterstützen, sei erreicht. Seit Januar 2004 sind rund 600 japanische Soldaten bei Samawa mit humanitären Aufgaben betraut. Es war seit dem Zweiten Weltkrieg der erste Militäreinsatz Japans in einem Kriegsgebiet. => Irak |
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20.06.2006 S. 125 dnr = 1755 |
Irak: Prozess um Attentatsversuch
Rund eineinhalb Jahre nach dem vereitelten Mordanschlag auf den ehemaligen irakischen Ministerpräsidenten Allawi hat in Stuttgart der Prozess gegen die mutmaßlichen Drahtzieher begonnen. Anti-Terror-Einheiten hatten die drei Iraker im Dezember 2004 festgenommen.Die Männer sind 24, 31 und 32 Jahre alt und kommen aus Stuttgart, Augsburg und Berlin. Die Bundesanwaltschaft legt ihnen Mitgliedschaft und Rädelsführerschaft in der terroristischen Vereinigung Ansar al Islam zur Last. => Irak |
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20.06.2006 S. 126 dnr = 1756 |
UN-Friedensmission für Osttimor
Angesichts der schweren Gewalt in Osttimor hat der Weltsicherheitsrat die Entsendung einer neuen Friedenstruppe in den jungen Inselstaat beschlossen. Sie soll die rund 2000 Soldaten aus Australien, Neuseeland, Malaysia und Portugal ablösen, die der Regierung nach Ausbruch der Unruhen im Mai schnell zu Hilfe gekommen waren. Die erste UN-Friedensmission hatte Osttimor ein Volksreferendum zur Loslösung von Indonesien ermöglicht. Die Mission war 2005 beendet worden, nachdem sich die Lage beruhigt hatte. => Asien |
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20.06.2006 S. 127 dnr = 1757 |
Report:Verschwendung bei Arzneien
Das Bundesgesundheitsministerium hat eine Verschwendung in Milliardenhöhe bei der Verordnung von Medikamenten beklagt. Die überflüssigen Kosten für Arzneien, die den Patienten nicht mehr nutzten als preisgünstigere, bezifferte die Parlamentarische Staatssekretärin Caspers-Merk bei der Vorstellung des Arzneimittelreports auf drei Mrd. Euro. Nachahmerprodukte, so genannte Generika, seien in Deutschland zudem zu teuer. Älteren Menschen werde außerdem zu viel verschrieben, hieß es weiter. => Gesundheit |
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20.06.2006 S. 148 dnr = 1758 |
Ansar al-Islam
Die Terrorgruppe Ansar al-Islam (Helfer des Islam) wurde nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes von islamistischen Kurden im Nordirak gegründet und hat Verbindungen zum Terrornetzwerk Al Kaida von Osama bin Laden. Die im September 2001 unter dem Namen Dschund al-Islam (Soldaten des Islam) gegründete Gruppierung hat nach Schätzungen insgesamt 1000 Mitglieder aus verschiedenen Splittergruppen. In Deutschland hat die Gruppe laut Verfassungsschutzbericht von 2005 rund 100 Anhänger, die meisten davon in Bayern. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua.At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. => Terrorismus |
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20.06.2006 S. 157 dnr = 1759 |
Hwang Woo Suk: Südkorea: Genforscher vor Gericht
In Südkorea hat der Prozess gegen den einst gefeierten Genforscher Hwang Woo Suk begonnen. Ihm wird vorgeworfen, auf Grundlage gefälschter Forschungsergebnisse umgerechnet 1,7 Millionen Euro an privaten Spenden eingenommen und rund 667.000 Euro an privaten und öffentlichen Mitteln veruntreut zu haben. Bei einem Schuldspruch drohen dem 52-Jährigen mindestens drei Jahre Haft. Seine 2004 und 2005 veröffentlichten Forschungsberichte galten zunächst als Durchbruch in der Stammzellenforschung und nährten die Hoffnung, genetisch bedingte Krankheiten heilen zu können. => Gen-/Biotechnologie |
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20.06.2006 S. 158 dnr = 1760 |
Meteorit über Braunschweig
Ein Meteorit ist nach Einschätzung von Wissenschaftlern möglicherweise im Großraum Braunschweig auf die Erde gestürzt. Inzwischen hätten sich 13 Zeugen gemeldet, die am Abend des 11.Juni eine "Feuerkugel" am Himmel gesehen haben, hieß es beim Institut für Geophysik und Extraterrestrische Physik der TU Braunschweig. Dort ist man sicher, dass es sich um einen Meteoriten handelt. Nun suchen die Forscher nach einem möglichen Einschlagort. Menschen, die in Niedersachsen oder Sachsen-Anhalt ungewöhnliche Steine entdecken, sollten sich melden. => Natur & Umwelt |
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20.06.2006 S. 535 dnr = 1761 |
Bakterien schützen Metalle
US-Wissenschaftler wollen Metalle mithilfe von Bakterien vor Korrosion schützen. Die Mikroorganismen können Metalloxide über ihren Stoffwechsel umsetzen und bilden so einen Schutzfilm gegen weitere Korrosion, wenn sie auf eine Metalloberfläche aufgetragen werden. In ersten Tests funktionierte das Verfahren bereits mit Aluminium, Zink, Stahl, Kupfer und Messing, teilt die Universität von Südkalifornien in Los Angeles mit. Die Materialforscher verwendeten ein Bodenbakterium namens Shewanella oneidensis MR-1. => Natur & Umwelt |
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20.06.2006 S. 545 dnr = 1762 |
Pestizide/ Pflanzenschutzmittel: Erdbeeren aus Bio-Anbau angeraten
Verbraucherschützer warnen vor hohen Pestizidrückständen in Erdbeeren. Untersuchungen hätten ergeben, dass Erdbeeren aus der Region zwar weniger Rückstände enthielten als Importware aus südlichen Ländern, so die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Doch nur im Bio-Anbau würden die süßen Früchte ohne den Einsatz von chemischsynthetischen Pflanzenschutzmitteln aufgezogen. Deshalb raten die Verbraucherschützer dazu, beim Einkauf auf das Bio-Zeichen zu achten. Am Besten würde man die Früchte selbst ernten, vorzugsweise in den Morgenstunden. => Chemikalien Nahrung Gesundheit |
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19.06.2006 S. 117 dnr = 1738 |
Tod von 3 Gefangenen im Irak: Mordanklage gegen US-Soldaten
Drei US-Soldaten sind im Zusammenhang mit dem Tod von drei irakischen Gefangenen wegen Mordes angeklagt worden.Das teilte das US-Militär in Tikrit mit Danach wird den drei Amerikanern - einem Unteroffizier und zwei Soldaten mit Mannschaftsdienstgraden - auch versuchter Mord, Verschwörung, Bedrohung und Rechtsbehinderung angelastet. Die Opfer seien männliche Gefangene, die am 9. Mai während einer Operation in der südlichen Provinz Salaheddin ums Leben gekommen seien, teilte das US-Militär weiter mit. => Irak |
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19.06.2006 S. 118 dnr = 1739 |
Weitere Entführungen im Irak
Eine als Al-Kaida-nahe geltende Terrorgruppe im Irak hat nach eigenen Angaben zwei US-Soldaten verschleppt. Die Gruppe bekannte sich nach Angaben des russischen Außenministeriums auch zur Entführung von vier russischen Diplomaten Anfang Juni. Derzeit werde die Echtheit des Bekennerschreibens geprüft Unterdessen kamen bei zwei Anschlägen im Großraum Bagdad mindestens sieben Menschen ums Leben, 16 wurden verletzt.Die Sprengsätze detonierten im Westen der Hauptstadt und auf einem Markt im südlichen Vorort Machmudija. => Irak |
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19.06.2006 S. 119 dnr = 1740 |
Todesstrafe für Saddam gefordert
Im Prozess gegen den früheren irakischen Staatschef Saddam Hussein und sieben seiner Gefolgsleute hat der Generalstaatsanwalt die Todesstrafe für alle Angeklagten gefordert. Saddam ist unter anderem wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Er muss sich wegen eines Massakers in Dudschail nördlich von Bagdad verantworten, bei dem 1982 mehr als 140 Schiiten getötet wurden. In Vorbereitung ist ein weiteres Verfahren wegen Angriffen irakischer Truppen auf die Kurdengebiete. => Irak |
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19.06.2006 S. 120 dnr = 1741 |
EU-Agrarsubventionen: 3,8 Mrd. Euro für EU-Fischer
Nach jahrelangen Verhandlungen haben sich die EU-Staaten auf die künftige Förderung der Fischerei geeinigt. Von 2007 bis 2013 sollen demnach 3,8 Mrd. Euro bereitgestellt werden. Ein Ziel des Kompromisses ist eine Senkung der Fangmengen. Zudem soll der Umweltschutz gestärkt werden. Umstritten war, wie die EU die Modernisierung alter Schiffe unterstützt. Geld für neue Motoren gibt es nun nur, wenn dieser nicht stärker ist als der alte.Mehr Zuschüsse gibt es für die Einstellung oder Aussetzung der Fischerei. => Nahrung |
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19.06.2006 S. 123 dnr = 1742 |
UN-Menschenrechtsrat: 1.Sitzung
Der UN-Menschenrechtsrat ist in Genf zu seiner ersten Sitzung zusammengekommen.UN-Generalsekretär Annan sagte in der Eröffnungsrede, mit dem Rat habe "für die Vereinten Nationen auf dem Feld der Menschenrechte eine neue Ära begonnen". Außenminister Steinmeier rief den Rat dazu auf, konsequent jede Form von Menschenrechtsverletzungen anzuprangern. Dem Rat gehören 47 Staaten an, darunter auch Deutschland. Die USA sind nicht vertreten. Sie lehnen den Rat ab, weil sie die Schaffung eines ineffektiven Organs befürchten. => Menschenrechte |
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19.06.2006 S. 124 dnr = 1743 |
Walfang-Verbot wackelt
Im Kampf gegen das Walfang-Verbot können Japan und andere Walfang-Nationen einen wichtigen Erfolg verbuchen. Erstmals seit rund 20 Jahren fand sich in der Internationalen Walfangkommission eine Mehrheit, die für eine Aufhebung des Moratoriums stimmte. Das Verbot bleibt allerdings vorerst in Kraft, weil zu seiner Aufhebung eine Drei-Viertel-Mehrheit gebraucht wird. Umweltschützer reagierten dennoch geschockt. Sie fürchten, dass Japan auch die benötigte Mehrheit gegen das Verbot aufbringen kann. => Bio-Vielfalt |
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19.06.2006 S. 125 dnr = 1744 |
Afghanistan: Massaker an Zivilisten in Helmand
Taliban-Kämpfer haben im Süden Afghanistans einem Parlamentsabgeordneten zufolge mehr als 30 Menschen getötet. Die Angriffe wurden laut dem Abgeordneten Chan in der Provinz Helmand verübt.Dort seien am Sonntag mehrere Polizisten in einen Hinterhalt geraten und getötet worden. Als Verwandte die Leichen bergen wollten, hätten die Kämpfer erneut angegriffen und weitere 25 Menschen getötet, sagte Chan. Zehn weitere seien verschleppt worden. Afghanistan erlebt seit Wochen eine schwere Gewaltwelle. => Asien |
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19.06.2006 S. 130 dnr = 1745 |
Drei-Schluchten-Staudamm: Deutsche Hilfe für Fu Xiancai
Der nach einem ARD-Interview brutal niedergeschlagene chinesische Umweltschützer Fu Xiancai ist mit Hilfe deutscher Spenden operiert worden. Wie Fus Sohn mitteilte, übergab die Deutsche Botschaft in Peking dem Krankenhaus rund 6000 Euro. Zudem habe die Regionalregierung finanzielle Unterstützung zugesichert. Fu hatte mehrfach öffentlich den Bau des Drei-Schluchten-Staudammes kritisiert. Wer ihn zusammengeschlagen hat, ist bislang ungeklärt. Er ist seitdem von der Schulter abwärts gelähmt. => Menschenrechte |
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19.06.2006 S. 159 dnr = 1746 |
Windböen in der Region Hannover
Ein kurzes Unwetter mit Windböen und Gewittern hat in der Region Hannover zahlreiche Schäden angerichtet. In der Stadt Hannover standen mehrere Straßen unter Wasser, Dachziegel fielen auf Gehwege. Ein umgestürzter Baum blockierte eine Fahrbahn. Verletzt wurde offenbar niemand. Die Feuerwehr musste in der Region mehr als 50 Mal ausrücken. Sie pumpte Keller aus und räumte Straßen frei. Die Gewitterfront kam aus Nordrhein-Westfalen mit Windböen bis zu 100 km/h auf Niedersachsen zu. Innerhalb einer Stunde fielen 18,5 Liter Regen pro qm. => Natur & Umwelt |
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19.06.2006 S. 160 dnr = 1747 |
Überschwemmungen in Rumänien
Nach heftigen Wolkenbrüchen in Nordund Mittelrumänien haben plötzlich anschwellende Flüsse und Bäche Häuser und Gehöfte in rund hundert Bergdörfern überschwemmt. Eine Frau wurde im Iza-Tal in der nordrumänischen Region Maramures von einer Springflut erfasst, wie Medien berichteten. Sie gilt als vermisst. Mancherorts waren binnen weniger Stunden mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Der Strom fiel aus, Straßen waren unpassierbar. Im Landesinneren wurde bei Cotesti ein 36-jähriger Hirte mitsamt seinen 120 Schafen durch einen Blitz getötet. => Hochwasser |
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19.06.2006 S. 163 dnr = 1748 |
UNO erinnert an Weltflüchtlingstag
Mit dem Weltflüchtlingstag erinnern die Vereinten Nationen am Dienstag an das Schicksal von Millionen Heimatlosen weltweit. Die Weltgemeinschaft habe eine Verantwortung für all jene, "die noch immer weit weg von zu Hause leben müssen", so UN-Generalsekretär Annan. Er wies zugleich darauf hin, dass die Zahl der Flüchtlinge derzeit auf dem niedrigsten Stand seit 1980 sei. Die UNO und ihre Unterorganisationen hätten in den vergangenen Jahren Millionen Menschen geholfen, in ihre Heimat zurückzukehren oder in einem Asylland ein neues Leben aufzubauen. => Migration Menschenrechte |
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19.06.2006 S. 164 dnr = 1749 |
Bruno bei Wildbad Kreuth gesichtet
Braunbär "Bruno" ist am Montag in Wildbad Kreuth nahe dem oberbayerischen Tegernsee aufgetaucht. Kurz nach 7.00 Uhr sei das Tier dort gesehen worden, bestätigte der Sprecher des bayerischen Umweltministeriums. Zudem sei der Polizei gemeldet worden, dass in der Region erneut zwei Schafe gerissen und ein Bienenstock aufgebrochen wurden. "JJ1", wie der aus Norditalien stammende Braunbär offiziell heißt, streunt seit über einem Monat im deutsch-österreichischen Grenzgebiet umher. => Natur & Umwelt |
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19.06.2006 S. 536 dnr = 1750 |
Affen lassen sich vom Wetter leiten
Affen lassen sich bei der Futtersuche vom Wetter leiten: Sie werten Durchschnittstemperaturen und Sonneneinstrahlung der vergangenen Tage aus und entscheiden danach, ob sich der Besuch eines Feigenbaums mit reifenden Früchten lohnt oder nicht. Das haben Forscher an Mantelmangaben im Kibale-Nationalpark in Uganda erforscht. Die Fähigkeit der Tiere, den Zusammenhang zwischen dem Wetter und dem Reifen der Früchte zu erkennen, macht die Futtersuche effizient und könnte Triebfeder bei der Evolution der geistigen Fähigkeiten von Primaten gewesen sein. => Natur & Umwelt |
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19.06.2006 S. 537 dnr = 1751 |
Umweltchemikalien: Frösche als Frühwarnsystem
Frösche können bei der Entdeckung von Chemikalien helfen, die das Hormonsystem stören. Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin haben einen Test entwickelt, mit dem Umweltchemikalien aufgespürt werden können. Werden Kaulquappen der südafrikanischen Krallenfrösche solchen Chemikalien ausgesetzt, spielt ihr Hormonsystem verrückt: Sie wachsen zwar, verwandeln sich aber nicht in Frösche. Schon geringste Mengen von Wirkstoffen reichen aus, um das Hormonsystem der Amphibien durcheinander zu bringen. => Chemikalien Natur & Umwelt |
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19.06.2006 S. 546 dnr = 1752 |
Hohe Acrylamidwert in Chips
Manche Kartoffelchips enthalten angeblich mehr als doppelt so viel des möglicherweise gesundheitsschädlichen Stoffs Acrylamid als noch vor einem Jahr. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtete unter Berufung auf Untersuchungen der Verbraucherorganisation Foodwatch, einzelne Produkte seien bis zu 124 Prozent stärker mit der Chemikalie belastet als 2005. Laut "Spiegel" haben besonders so genannte Stapelchips deutlich schlechter abgeschnitten als in vergangenen Jahren. Dagegen hätten Bioproduzenten den Acrylamid-Anteil verringern können. => Acrylamid |
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18.06.2006 S. 120 dnr = 1730 |
Seehofer für Rauchverbot
Verbraucherschutzminister Seehofer hat ein Rauchverbot in allen öffentlichen Einrichtungen gefordert. Er wünsche sich "gesündere Luft zum Atmen", sagte der Minister der "BamS".Deshalb solle man den Mut haben, "in allen öffentlichen Einrichtungen das Rauchen zu verbieten". Er verwies auf entsprechende Verbote anderer Länder. Deutschland hinkt beim Nichtraucherschutz vielen westlichen Ländern hinterher. Die Regierung hat unter anderem Klage gegen das Tabakwerbeverbot der EU eingereicht - vermutlich vergebens. => Rauchen |
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18.06.2006 S. 124 dnr = 1731 |
EU lobt Nahost-Quartett
Die EU hat die Einigung der internationalen Staatengemeinschaft auf einen Hilfsfonds für die Not leidenden Palästinenser begrüßt. EU-Außenkommissarin Ferrero-Waldner sagte in Brüssel: "Die Europäer werden ihre Rolle erfüllen, um eine humanitäre Krise in den Palästinensergebieten zu verhindern." Die Zusammenarbeit mit der von der radikal-islamischen Hamas geführten Regierung sei weiter erst möglich, wenn diese sich zum Friedensprozess mit Israel bekenne. => Nahost |
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18.06.2006 S. 125 dnr = 1732 |
Ramadi erhält neue US-Stützpunkte
Tausende US-Soldaten und irakische Truppen haben mit dem Aufbau von Stützpunkten in der Stadt Ramadi begonnen. In einem ersten Schritt seien Außenposten um die Stadt westlich von Bagdad errichtet worden, erklärten die US-Streitkräfte. Sie wiesen arabische Medienberichte zurück, nach denen ein Angriff auf Ramadi geplant sei, um die Aufständischen aus der Stadt zu vertreiben. Es gehe darum, die Aufständischen zu isolieren, damit sie keinen Nachschub von außen erhalten könnten, hieß es. => Irak |
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18.06.2006 S. 126 dnr = 1733 |
Afghanistan:Hunderte Luftangriffe
Die US-Luftwaffe hat die Zahl ihrer Luftangriffe in Afghanistan in den vergangenen drei Monaten drastisch erhöht. Das Militär habe dort in dieser Zeit mehr als doppelt so viele Angriffe geflogen wie im Irak, berichtete die US-Zeitung "Washington Post" unter Berufung auf das Pentagon. In Afghanistan habe es 340 Bombardements gegeben, im Irak 160. Wegen der Großoffensive gegen die radikalislamischen Taliban in Südafghanistan habe sich die Zahl in den vergangenen Tagen offenbar nochmals erhöht. => Asien |
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18.06.2006 S. 163 dnr = 1734 |
Jagd auf "JJ1" kostet 100.000 Euro
Die Jagd auf den Braunbären "JJ1" hat die Umweltorganisation WWF bereits mehr als 100.000 Euro gekostet. Damit sei der Jahresetat des österreichischen Bärenschutzprogramms gesprengt", sagte die Bärenexpertin Beate Striebel vom WWF Österreich der "Bild am Sonntag". Der Bär, der immer wieder Nutztiere tötet, wird derzeit von finnischen Experten mit Hunden gesucht. => Natur & Umwelt |
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18.06.2006 S. 535 dnr = 1735 |
China, Millionenstadt Baoding: Dämme bremsen verseuchten Fluss
Mit Dutzenden Dämmen wollen die chinesischen Behörden die Millionenstadt Baoding vor einer giftigen Teerschicht auf dem Fluss Dasha retten. Bis Samstag wurde die Schlacke nahezu gestoppt. Der verseuchte Dasha floss nur noch mit einer Geschwindigkeit von 150 m/Stunde. An dem langsamen Gewässer bemühten sich rund 10.000 Menschen, die Kohlenteer-Schicht mit Baumwollstoffen oder Strohmatten abzufischen. Eingesetzt wurden Xinhua zufolge auch Dutzende Tonnen Aktivkohle. Rund 100 Bagger und Lkw schafften Erde heran, um Dämme in den Fluss zu bauen. => Chemikalien Wasser |
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18.06.2006 S. 536 dnr = 1736 |
Feldversuch mit Gen-Kartoffeln
Erstmals sollen in Deutschland gentechnisch veränderte Kartoffeln in einem Feldversuch auf ihre Eignung zur Produktion von Impfstoffen getestet werden. Nach Angaben der Universität Rostock wurde die Genehmigung jetzt vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit erteilt. Die Gen-Kartoffeln sollen in Groß Lüsewitz bei Bad Doberan gepflanzt werden. Der Naturschutzbund (NABU) kritisierte das Vorhaben. "Es ist unbegreiflich, wie das BVL zu der Annahme kommt, dass der Versuch für Menschen, Tiere und Umwelt ungefährlich ist",so ein Experte => Grüne Gentechnik Gen-/Biotechnologie |
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18.06.2006 S. 539 dnr = 1737 |
Weltgrößtes Meeresschutzgebiet
Eine Inselgruppe im Nordwesten von Hawaii wird das größte Meeresschutzgebiet der Welt. Nach US-Medien erstreckt sich das Naturschutzgebiet, das mehr als 70 Prozent der Flachwasser-Korallenriffe aufweist, entlang unbewohnter Inseln über eine Strecke von 2250 km. Die Fläche entspricht etwa der von Deutschland In der Region nisten mehr als 14 Millionen Seevögel. Insgesamt dient das Gebiet als Lebensraum für mehr als 7000 Tierarten, von denen ein Viertel vom Aussterben bedroht ist. Bislang war das australische "Great Barrier Reef" das größte maritime Schutzgebiet der Welt. => Bio-Vielfalt Natur & Umwelt |
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17.06.2006 S. 120 dnr = 1718 |
Frankreich:Einwanderung erschwert
Gegen die Stimmen der linken Opposition hat der französische Senat eine Verschärfung des Einwanderungsrechts beschlossen. Die Reform soll den starken Zuzug unqualifizierter Einwanderer erschweren, gleichzeitig aber Experten die Tür nach Frankreich öffnen. Mit dem Gesetz wird unter anderem die automatische Einbürgerung nach zehnjährigem - auch illegalem - Aufenthalt in Frankreich abgeschafft. In den vergangenen Wochen hatten Zehntausende gegen die Verschärfung des Einwanderungsrechts demonstriert. => Migration |
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17.06.2006 S. 121 dnr = 1719 |
Tote bei Anschlägen im Irak
Im Irak sind bei fünf Anschlägen mindestens 24 Menschen getötet worden. In Bagdad explodierten Sprengsätze auf zwei Märkten, in einer Polizeistation und nahe des Nationaltheaters. Dabei starben 19 Menschen. Südlich von Bagdad zündete ein Attentäter eine Autobombe und tötete fünf Menschen. Bei einem Angriff mutmaßlicher Rebellen auf einen Verkehrskontrollpunkt wurde ein US-Soldat getötet. Die US-Streitkräfte erklärten, seit dem Zwischenfall südlich von Bagdad würden zwei weitere Soldaten vermisst. => Irak |
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17.06.2006 S. 122 dnr = 1720 |
Bericht zu Misshandlungen im Irak
Spezialeinheiten des US-Militärs haben in den Jahren 2003 und 2004 im Irak Gefangene gequält. Das geht aus einer internen Untersuchung des US-Militärs hervor. Demnach wurde beispielsweise zwei Häftlingen 17 Tage lang nur Brot und Wasser gegeben.Dieses Vorgehen wird in dem Papier als falsch, aber nicht illegal eingestuft.Deshalb wurden keine Strafen verhängt. Viele Fakten der Untersuchung waren bereits zuvor bekannt. Eine US-Bürgerrechtsorganisation erzwang nun aber die nahezu vollständige Veröffentlichung. => Irak |
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17.06.2006 S. 124 dnr = 1721 |
Demonstration vor WM-Spiel Irans
Etwa 500 Menschen haben vor dem Fußballspiel Iran - Portugal in Frankfurt gegen die antiisraelische Politik des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad demonstriert. Zu der Veranstaltung hatten vor allem jüdische Organisationen, aber auch die Grünen aufgerufen. Zu dem Fußballspiel kam auch der Stellvertreter Ahmadinedschads, der iranische Vize-Präsident Aliabadi, nach Frankfurt. Schon vor dem ersten Spiel Irans in Nürnberg am vergangenen Sonntag hatte es Proteste gegeben. => Iran |
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17.06.2006 S. 141 dnr = 1722 |
EU-Verfassung: Wie geht es weiter?
Damit sie in Kraft treten kann, müsste die EU-Verfassung von allen Mitgliedsstaaten ratifiziert werden. Niederländer und Franzosen lehnten das Vertragswerk im Frühjahr 2005 in Volksabstimmungen jedoch ab. Dadurch rutschte die EU in eine Krise. Deutschland, das in der ersten Hälfte des kommenden Jahres die EU-Ratspräsidentschaft inne hat, will Mitte 2007 einen Vorschlag vorlegen, wie es mit der Verfassung weiter gehen könnte. Unter französischer Präsidentschaft Ende 2008 könnte dann eine Entscheidung darüber fallen. Die Bundesregierung will zumindest die Substanz der Verfassung retten, ist aber bereit den Namen des Textes zu ändern. So könnte die Verfassung etwa in "EU-Grundsatzvertrag" umbenannt werden.Dies soll Ängste vor einem europäischen Superstaat nehmen. Allerdings gibt es unter den EU-Mitgliedern keinen Konsens darüber, den Kern des bisherigen Verfassungsentwurfs zu erhalten. Die französische Regierung unterstützt die deutschen Vorstellungen zum Zeitplan, kann sich aber nicht vorstellen, den gleichen Text nochmal zur Abstimmung zu stellen. Sollte auch der neue Anlauf für eine Verfassung scheitern, müsste die EU weiterhin nach den bisherigen Mechanismen funktionieren. Da bei vielen Entscheidungen immer noch das Prinzip der Einstimmigkeit gilt, würde es bei 25, demnächst wohl 27 Mitgliedsstaaten immer schwerer werden, handlungsfähig zu bleiben. Die EU würde sich zunehmend selbst blockieren. Hinzu kommt, dass sich die Bevölkerung in Umfragen eine Stärkung der EU in den Bereichen Außenpolitik und Kriminalitätsbekämpfung wünscht. Auch hierfür braucht man eine tragfähige Verfassung. => Eine-Welt |
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17.06.2006 S. 145 dnr = 1723 |
Ehegattensplitting
Die Förderung von Familien durch das steuerliche Ehegattensplitting ist seit vielen Jahren umstritten. Kritiker bemängeln vor allem, dass die 1958 eingeführte Regelung nicht mehr zeitgemäß sei, weil sie die Einverdiener-Ehe bevorzuge und andere Formen der Lebensgemeinschaften überhaupt nicht berücksichtige. Den rechtlichen Rahmen liefert Artikel 6, Absatz 1 des Grundgesetzes, in dem der besondere Schutz von Ehe und Familie festgeschrieben ist. Daraus leitet sich steuerpolitisch die gemeinsame Veranlagung von Ehepartnern ab. Beim Splitting werden die Einkommen der Eheleute zusammengerechnet, der Gesamtbetrag halbiert und erst dann versteuert. Da der Steuersatz mit steigendem Einkommen ansteigt, reduziert dieses Splitting die Steuerlast vor allem dann, wenn ein Partner viel und der andere gar nichts oder wenig verdient. Wer zum Beispiel einmal 50.000 Euro versteuern muss, zahlt laut Finanzministerium 4554 Euro mehr an Steuern, als wenn er zwei Mal 25.000 Euro versteuert. Den Staat kostet das Splitting Schätzungen zufolge mehr als 20 Milliarden Euro im Jahr. => Sozialwissenschaften |
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17.06.2006 S. 156 dnr = 1724 |
Sachsen: Millionenschäden durch Unwetter
Das schwere Unwetter mit teils faustgroßen Hagelkörnern hat am Freitagabend im Westen Sachsens Millionenschäden verursacht. Das sächsische Innenministerium geht von zehntausenden beschädigten Autos aus. Sieben Menschen wurden nach Angaben vom Samstag verletzt. Noch am Morgen dauerten die Aufräumarbeiten an. In Mecklenburg-Vorpommern gab es zwei Verletzte, aber nicht so große Schäden wie in Sachsen. Allerdings brannten mehrere Gebäude nach Blitzeinschlägen ab. Auch in Niederbayern und in der Oberpfalz gab es heftige Niederschläge. => Naturkatastrophen |
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17.06.2006 S. 161 dnr = 1725 |
Vogelgrippe in Kanada
In Kanada ist die Vogelgrippe nachgewiesen worden. Dies teilten Behörden in der östlichen Provinz Prince Edward Island mit. Ob es sich um den besonders gefährlichen H5N1-Typ handle, werde kommende Woche feststehen, hieß es. Die Krankheit sei bei einem Gänseküken auf einem kleinen Hof entdeckt worden. Die aggressive H5N1-Variante wurde erstmals bei Hausgeflügel in Ungarn festgestellt. Dies habe das EU-Referenzlabor im englischen Weybridge bestätigt. Zuvor waren laut ungarischen Behöden rund 450.000 Vögel, vor allem Gänse und Enten, getötet worden. => Vogelgrippe |
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17.06.2006 S. 162 dnr = 1726 |
UNO: Mehrheit lebt in Städten
Die Weltbevölkerung macht einen gravierenden Wandel durch: Von 2007 an werden erstmals mehr Menschen in Städten als auf dem Land wohnen. Bis zum Jahr 2050 werden nach UN-Berechnung sogar zwei Drittel der Menschheit, sechs Milliarden Erdbewohner, in einer Stadt leben. Sorge bereitet der zuständigen UN-Agentur HABITAT angesichts dieser Entwicklung, dass Städte nicht nur Fortschritt und Jobs bieten, sondern auch Zentren für Armut, Kriminalität, Seuchen, Umweltverschmutzung und soziale Unruhen sind. => Bevölkerung |
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17.06.2006 S. 163 dnr = 1727 |
Portugal: Unwetter zerstören Ernte
Heftige Gewitter haben im Portwein-Anbaugebiet im Norden Portugals schwere Schäden an der Ernte verursacht. Mehr als 1700 Hektar mit Weinstöcken seien verwüstet worden, erklärte das Landwirtschaftsministerium. Betroffen waren die Bezirke Alijo, Sao Joao da Pesqueira, Tabuaco und Sabrosa.Sie wurden von wachteleigroßen Hagelkörnern getroffen. Portwein wird seit Jahrhunderten ausschließlich in drei Regionen im Douro-Tal im Norden Portugals angebaut. => Nahrung Natur & Umwelt |
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17.06.2006 S. 535 dnr = 1728 |
WHO: Tote durch Umweltverschmutzung
Rund 13 Millionen Menschen sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedes Jahr an den Folgen von Umweltverschmutzung. Die meisten Opfer werden in Entwicklungsländern verzeichnet. Das teilte die WHO in Genf mit. Umweltverschmutzung verursache zum Beispiel Durchfallerkrankungen und Atemwegsinfektionen, die tödlich verlaufen könnten. Zudem werde die Ausbreitung von Malaria durch verschmutztes Wasser begünstigt. Nötig sei eine verbesserte Hygiene, mehr Achtsamkeit im Umgang mit giftigen Substanzen und eine höhere Trinkwasser-Qualität. => Gesundheit Natur & Umwelt WHO Wasser |
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17.06.2006 S. 538 dnr = 1729 |
Weltgrößtes Meeresschutzgebiet
Eine Inselgruppe im Nordwesten von Hawaii wird das größte Meeresschutzgebiet der Welt. Nach US-Medien erstreckt sich das Naturschutzgebiet, das mehr als 70 Prozent der Flachwasser-Korallenriffe aufweist, entlang unbewohnter Inseln über eine Strecke von 2250 km. Die Fläche entspricht etwa der von Deutschland In der Region nisten mehr als 14 Millionen Seevögel. Insgesamt dient das Gebiet als Lebensraum für mehr als 7000 Tierarten, von denen ein Viertel vom Aussterben bedroht ist. Bislang war das australische "Great Barrier Reef" das größte maritime Schutzgebiet der Welt. => Bio-Vielfalt Natur & Umwelt |
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16.06.2006 S. 118 dnr = 1702 |
Kompromiss beim Nahverkehrsgeld
Nach langem Streit haben Bund und Länder einen Kompromiss bei den Zuschüssen zum Regionalverkehr gefunden. Auf Druck der Länder kürzt der Bund seine Zuschüsse in geringerem Umfang als geplant. Statt 2,3 Milliarden Euro sollen bis 2009 nur 1,8 Milliarden Euro eingespart werden. Verbraucherschützer und Verkehrsunternehmen gehen davon aus, dass wegen der Kürzung der Zuschüsse die Ticket-Preise steigen werden. Auch eine Verschlechterung des Angebots von Bussen und Bahnen sei zu erwarten. => Mobilität/Verkehr |
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16.06.2006 S. 124 dnr = 1703 |
Palästinenser bei Angriff getötet
Die israelische Armee hat im Gaza-Streifen einen Palästinenser mit einem Luftangriff getötet. Ein zweiter Mann sei bei dem Angriff in Gaza verletzt worden, teilte ein palästinensisches Krankenhaus mit. Die beiden Männer seien in einem Auto unterwegs gewesen, das mit einer Rakete beschossen worden sei. Die israelische Armee bestätigte den Angriff. Ziel seien zwei Männer des Islamischen Dschihad gewesen, die für Raketenangriffe auf Israel verantwortlich seien. => Nahost |
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16.06.2006 S. 128 dnr = 1704 |
Walfang: Rückschlag für Japan
Der Walfang-Befürworter Japan hat auf der Konferenz der Internationalen Walfang-Kommission überraschend eine Abstimmungsniederlage erlitten. Ein Antrag Japans und anderer Befürworter-Länder, kleine Wale von der Tagesordnung der Konferenz zu streichen, wurde mit 32 gegen 30 Stimmen abgelehnt. Damit ist die Befürchtung vorerst ausgeräumt, die Walfang-Befürworter könnten damit beginnen, das seit 20 Jahren geltende Moratorium auszuhebeln. Die Konferenz auf der Karibikinsel St.Kitts dauert noch bis zum 20. Juni. => Bio-Vielfalt |
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16.06.2006 S. 129 dnr = 1705 |
Tote bei Anschlägen in Bagdad
Bei einem Selbstmordanschlag in der schiitischen Baratha-Moschee in Bagdad sind mindestens elf Menschen getötet und 25 verletzt worden. Bei einer weiteren Explosion in Bagdad starben mindestens zwei Menschen, 16 weitere wurden verletzt. Die Polizei hatte erst vor zwei Tagen die Sicherheitsmaßnahmen in Bagdad massiv verstärkt. Unterdessen bestätigte der türkische Außenminister Gül, dass ein Techniker seines Landes und dessen Dolmetscher im Irak entführt wurden. => Irak |
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16.06.2006 S. 131 dnr = 1706 |
Umweltkatastrophe: Erneut Fluss in China verseucht
In China sind nach einer erneuten Umweltkatastrophe 50.000 Menschen von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, flossen 60 Tonnen Steinkohlenteer in den Strom Dascha in der nördlichen Provinz Shanxi, nachdem am Montag ein Lastwagen umgestürzt war. Der Teppich nähere sich jetzt dem Wangkuai-Reservoir, einem der zwei Hauptreservoirs, die zehn Millionen Menschen mit Wasser versorgen. Um den Teppich aufzuhalten, wurden mehr als 50 Dämme gebaut. => Chemikalien Natur & Umwelt Wasser |
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16.06.2006 S. 144 dnr = 1708 |
Antidiskriminierungsgesetz
Eigentlich hätte Deutschland die EU-Richtlinien gegen Diskriminierung schon lange umsetzen müssen. Ein von der alten rot-grünen Regierung auf den Weg gebrachtes Gesetz scheiterte im vergangenen Jahr aber am Widerstand der Union im Bundesrat. Die neue schwarz-rote Regierung hat sich nun auf einen neuen Kompromiss geeinigt, der über die Vorgaben der EU hinaus geht. Das "Gesetz zur allgemeinen Gleichbehandlung" - so der offizielle Name soll am 1. August in Kraft treten. Wer sich wegen seiner ethnischen Herkunft, seines Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, seines Alters oder der sexuellen Identität benachteiligt fühlt, kann nach dem Gesetz künftig auf Schadenersatz und Unterlassung klagen. Die Diskriminierung muss vom Kläger durch Tatsachen glaubhaft gemacht werden, die Beweislast liegt dann allerdings beim Beklagten. Bei der Vermietung von Wohnungen gilt das Gesetz nur eingeschränkt. In dem Kompromiss konnte die SPD neben einem Verbot der sexuellen Diskriminierung auch ein Klagerecht für Betriebsräte umsetzen, die damit gegen Benachteiligungen eines Arbeitnehmers vorgehen dürfen. Auf das Konto der Union geht das Recht der Kirchen, auch künftig eine Beschäftigung von der Religionszugehörigkeit abhängig machen zu dürfen. Die Union setzte auch durch, dass die Antidiskriminierungsstelle in dem von ihr geleiteten Familienministerium eingerichtet wird. => Sozialwissenschaften |
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16.06.2006 S. 156 dnr = 1709 |
Schwere Unwetter im Raum Leipzig
Ein 15 Minuten dauernder Hagelschlag hat in Leipzig und Umgebung erhebliche Schäden an Gebäuden und Autos verursacht. Laut Polizei haben die Hagelkörner von der Größe eines Hühnereis auch mehrere Personen verletzt. Die Feuerwehr rückte gegen 20.00 Uhr zu zahlreichen Einsätzen aus. Mehrere Keller waren durch die heftigen Niederschläge voll gelaufen. Wegen verstopfter Abflüsse waren auch Straßen überflutet. Der Automobilclub AvD meldete Millionenschäden an Kraftfahrzeugen. Hunderte Fahrzeughalter hätten sich bereits gemeldet. => Natur & Umwelt |
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16.06.2006 S. 157 dnr = 1710 |
Braunbär "JJ1" entwischt Häschern
Braunbär Bruno ist seinen Häschern erneut knapp entkommen. In der Nacht haben die finnischen Suchhunde den Bären nahe Lenggries gestellt, wie das bayerische Umweltministerium berichtete.Die Jäger näherten sich auf rund 600 Meter. So dicht waren sie dem gefährlichen Streuner bisher nicht auf den Pelz gerückt. Doch Bruno entwischte in die Dunkelheit. Am Donnerstagabend hatten zwei Wanderer den Bären am Brauneck entdeckt. Auf seiner Wanderschaft durch Bayern und Tirol hat Bruno bereits rund 20 Schafe sowie Hühner und Kaninchen gerissen. => Natur & Umwelt |
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16.06.2006 S. 160 dnr = 1711 |
China: Explosion in Chemiefabrik
Chinesische Feuerwehrmänner haben einen Brand in einem Chemiewerk unter Kontrolle gebracht, der nach Explosionen in Longquan in der Provinz Zhejiang ausgebrochen war. Wie Behörden mitteilten, sei entgegen erster Befürchtungen eine Trinkwasserquelle und ein Fluss nicht mit Chemikalien verseucht worden. In der Provinz Shanxi versuchten Einsatzkräfte unterdessen, die Fließgeschwindigkeit eines Flusses zu verringern, der mit 60 Tonnen Kohlenteer verschmutzt wurde. Ein mit der Krebs erregenden Substanz beladener Lkw war in den Fluss Dasha gestürzt. => Chemikalien |
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16.06.2006 S. 161 dnr = 1712 |
Vulkan Merapi: Erste Todesopfer
An dem seit Wochen aktiven Vulkan Merapi in Indonesien hat es die ersten Todesopfer gegeben. Rettungskräfte bargen die Leichen zweier verschütteter Dorfbewohner, die am Mittwoch vor einer Gaswolke in einen Bunker im Dorf Kaliadem geflohen waren, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Der Bunker war unter Vulkangestein begraben, das der Merapi ausgespuckt hatte. Am Mittwoch hatten sich Anwohner des Vulkans, die zuvor evakuiert worden waren, wieder auf den Weg in ihre Dörfer gemacht als der Merapi plötzlich heiße Gase ausstieß. => Vulkane |
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16.06.2006 S. 164 dnr = 1713 |
Menorca: Flutwelle verwüstet Hafen
Eine gewaltige Flutwelle hat im Hafen von Ciutadella auf der spanischen Ferieninsel Menorca schwere Sachschäden verursacht. Rund 30 Boote seien gesunken und 100 weitere beschädigt worden, berichtete die örtliche Presse. Verletzte habe es nicht gegeben. Binnen kurzer Zeit war der Meeresspiegel um bis zu 4 m gstiegen. Dieses Phänomen ist auf Menorca als "rissaga" bekannt und tritt nur in der fjordähnlichen Bucht von Ciutadella im auf, wenn mehrere meteorologische Faktoren zusammenkommen, darunter hoher atmosphärischer Luftdruck. => Natur & Umwelt |
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16.06.2006 S. 536 dnr = 1714 |
Weltgrößtes Meeresschutzgebiet
Eine Inselgruppe im Nordwesten von Hawaii wird das größte Meeresschutzgebiet der Welt. Nach US-Medien erstreckt sich das Naturschutzgebiet, das mehr als 70 Prozent der Flachwasser-Korallenriffe aufweist, entlang unbewohnter Inseln über eine Strecke von 2250 km. Die Fläche entspricht etwa der von Deutschland In der Region nisten mehr als 14 Millionen Seevögel. Insgesamt dient das Gebiet als Lebensraum für mehr als 7000 Tierarten, von denen ein Viertel vom Aussterben bedroht ist. Bislang war das australische "Great Barrier Reef" das größte maritime Schutzgebiet der Welt. => Bio-Vielfalt |
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16.06.2006 S. 537 dnr = 1715 |
Millennium-Preis an Nakamura
Der japanische Forscher Shuji Nakamura ist mit dem mit einer Million Euro dotierten finnischen Millennium-Technologiepreis ausgezeichnet worden. Nakamura habe mit blauen, grünen und weißen LEDs und blauem Laserlicht "neue und elementare Lichtquellen" entwickelt, hieß es in der Erklärung der Jury. Damit sei ein völlig neuer Forschungsund Entwicklungsbereich über Licht ausstrahlende Halbleiter ins Leben gerufen, hieß es. Der Preis wurde im Jahr 2002 ausgelobt. Erster Preisträger war der Vater des World Wide Web, Tim Berners-Lee, der 2004 geehrt wurde. => Natur & Umwelt |
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16.06.2006 S. 538 dnr = 1716 |
Schutz von Schmetterlingen: Erster Internationaler Faltertag
Mit dem Ersten Internationalen Faltertag im Juli wollen mehrere europäische Umweltorganisationen zum Schutz von Schmetterlingen aufrufen. Allein in Deutschland stehen rund 80 % der Tagfalter auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten, wie der BUND mitteilte. Deswegen organisieren die Umweltschützer in Italien, der Schweiz, den Niederlanden und in Deutschland am 1. und 2.Juli eine länderübergreifende "Volkszählung der Schmetterlinge", an der jeder teilnehmen kann. Mehr Infos gibt es unter www.abenteuer-faltertage.de. => Bio-Vielfalt |
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16.06.2006 S. 545 dnr = 1717 |
Energiesparen: Wohnräume richtig lüften
Mehrmaliges Lüften von Wohnräumen durch weites Öffnen der Fenster für fünf bis zehn Minuten pro Tag ist nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch (ASUE) besser als ständige Kipplüftung. Durch richtiges Lüften werde auch eine relative Luftraumfeuchte von 30 bis 65 Prozent erreicht. Am besten sollten gegenüberliegende Fenster genutzt werden, damit ein Durchzug entstehe. Auch selten benutzte Räume sollten nicht vergessen werden. Beim Duschen oder Kochen sollte sofort gelüftet werden, damit die Feuchtigkeit abziehen kann. => Energiesparen |
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14.06.2006 S. 116 dnr = 1687 |
Sondertribunal für Guantanamo?
US-Präsident Bush hat seine Bereitschaft bekräftigt, das Internierungslager Guantanamo auf Kuba zu schließen. Zuvor müsste jedoch ein Plan erarbeitet werden, was mit den dort festgehaltenen Gefangenen geschehen solle. Der EU-Parlamentarier Brok sprach sich im Interview mit tagesschau.de für die Errichtung eines internationalen Sondertribunals aus. Ein solches Tribunal eröffne dem Westen einen Weg, im Kampf gegen den Terror wieder glaubwürdig zu sein. In Guantanamo werden zur Zeit rund 460 Gefangene ohne Prozess festgehalten. => Terrorismus |
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14.06.2006 S. 117 dnr = 1688 |
Sicherheitsoffensive in Bagdad
Iraks Regierung hat in Bagdad eine umfassende Sicherheitsoffensive gestartet. Rund 70.000 Soldaten und Polizisten seien in der Hauptstadt stationiert worden, hieß es aus Militärkreisen. Die Soldaten errichteten zusätzliche Kontrollpunkte und patrouillierten mit Panzern in den Straßen. Die Regierung und die US-Armee wollen so den Druck auf Al-Kaida im Irak nach dem Tod von al Sarkawi erhöhen. Trotz des Großeinsatzes kam es in Bagdad erneut zu Schießereien und Anschlägen. Dabei starben mehrere Menschen. => Irak |
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14.06.2006 S. 118 dnr = 1689 |
Bush verteidigt Irak-Politik
US-Präsident Bush hat seine Irak-Politik erneut gerechtfertigt. Wenige Stunden nach seiner Rückkehr aus dem Land erklärte er in Washington, ein Scheitern der USA im Irak bedeute einen "Sieg der Islam-Faschisten". Es wäre, so Bush, ein "herber Schlag" im Kampf der freien Welt gegen den Terror. Die US-Truppen würden nicht abgezogen, bevor die Mission erfüllt sei, sagte der Präsident weiter. In den vergangenen Tagen hatten oppositionelle US-Politiker immer wieder den Abzug der Soldaten aus dem Irak gefordert. => Irak |
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14.06.2006 S. 119 dnr = 1690 |
Unruhen in Palästinensergebieten
Die Auseinandersetzungen zwischen Hamas und Fatah in den Palästinensergebieten haben einen neuen Höhepunkt erreicht. Demonstranten stürmten in Ramallah das Parlamentsgebäude und forderten die Auszahlung überfälliger Gehälter. Im Gaza-Streifen wurde ein Hamas-Anhänger erschossen. Hoffnung auf Entspannung im Konflikt zwischen Hamas und Fatah ließ ein Treffen von Ministerpräsident Hanija und Präsident Abbas aufkommen. Hamas erklärte sich offenbar bereit, ihre Miliz in die reguläre Polizei zu integrieren. => Nahost |
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14.06.2006 S. 121 dnr = 1691 |
Kabinett beschließt Elterngeld
Die Regierung hat die Einführung des Elterngeldes ab 2007 beschlossen. Eltern, die nach der Geburt ihres Kindes vorübergehend aus dem Beruf aussteigen, sollen künftig bis zu 14 Monate lang 67 % des letzten Nettogehalts bekommen, maximal 1800 Euro monatlich.Die 14 Monate können sie nur ausschöpfen, wenn auch der Vater mindestens zwei Monate zu Hause bleibt. Ansonsten wird das Geld zwölf Monate gezahlt. Der Gesetzentwurf wird nun im Bundestag eingebracht, wo die Zustimmung der Koalitionsmehrheit sicher ist. => Kinder/Jugendliche |
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14.06.2006 S. 123 dnr = 1692 |
Kritik Lauterbachs: Streit um Gesundheitssystem
Der Streit um das Gesundheitssystem und den Status der privaten Krankenkassen wird schärfer. Der SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach warf den Privatkassen vor, "parasitär von den gesetzlichen Kassen" zu leben.Praxiseinrichtungen und Kliniken würden weitgehend über die gesetzliche Krankenversicherung finanziert. Das sei die Voraussetzung, dass Ärzte überhaupt Privatpatienten behandeln könnten. Er widersprach damit CDU-General Pofalla, der gesagt hatte, die Privatkassen finanzierten die Gesetzlichen mit. => Gesundheit |
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14.06.2006 S. 124 dnr = 1693 |
Zuwanderung nimmt deutlich ab
Die Zuwanderung nach Deutschland geht deutlich zurück. Dies geht aus dem vom Bundeskabinett in Berlin verabschiedeten Migrationsbericht 2005 hervor. Nach den Zahlen des Migrationsberichtes wurden 2005 für den Ehegatten- und Familiennachzug von Drittstaatsangehörigen nur noch 53.000 Visa ausgestellt nach 76.000 im Jahr 2003 und 66.000 im Jahr 2004. Es wurden noch knapp 29.000 Erstanträge auf Asyl gestellt, was einem Rückgang von 19 Prozent entspricht. Die Zahl der Spätaussiedler sank auf 35.000. => Migration |
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14.06.2006 S. 126 dnr = 1694 |
Diskussion um Tabakwerbung
Das zu erwartende Scheitern der Klage Deutschlands gegen das EU-Tabakwerbeverbot hat eine Diskussion über besseren Nichtraucherschutz ausgelöst Niedersachsens Ministerpräsident Wulff forderte ein Rauchverbot in öffentlichen Räumen und in Gaststätten. Auch die Fraktionschefin der Grünen, Künast, sagte, das Rauchen in Gaststätten solle verboten werden. Die Fraktion der Linkspartei regte einen Gruppenantrag im Bundestag an, der auf ein Rauchverbot an publikumsträchtigen Plätzen abzielen soll. => Rauchen |
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14.06.2006 S. 128 dnr = 1695 |
Hilfsgelder nach Hurrikans: Milliardenbetrug in den USA
Nach den Hurrikans des vergangenen Jahres in den USA ist rund eine Milliarde Dollar der staatlichen Hilfsgelder in die Taschen von Betrügern geflossen.Dies geht aus einem Bericht hervor, den der US-Rechnungshof einem Ausschusss des Repräsentantenhauses in Washington vorlegte. Damit sei ein Anteil von mindestens 16 Prozent der Gelder von Schwindlern ergattert worden, sagte der Experte des Rechnungshofs, Kutz. Die Betrüger leisteten sich auf Kosten der Steuerzahler beispielsweise teure Urlaube in der Karibik oder in Hawaii. => Hurrikane |
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14.06.2006 S. 130 dnr = 1696 |
Islamistenführer Bashir entlassen
Der wegen der Bombenanschläge von Bali verurteilte Islamistenführer Bashir ist nach 26 Monaten Haft vorzeitig auf freien Fuß gesetzt worden. Vier Monate vor Ablauf seiner regulären Strafe verließ der mutmaßliche Anführer der Extremistengruppe Jemaah Islamiyah das Gefängnis in Jakarta. Bashir kündigte an, weiter für einen islamischen Staat in Indonesien zu kämpfen. Die USA und Australien kritisierten Bashirs Freilassung. Bei den Anschlägen auf Bali waren im Oktober 2002 insgesamt 202 Menschen getötet worden. => Terrorismus |
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14.06.2006 S. 160 dnr = 1697 |
Russland baut schwimmendes AKW
Russland beginnt 2007 mit dem Bau des weltweit ersten schwimmenden Atomkraftwerks. Der Atomkraftwerksbetreiber Rosenergoatom und die Militärwerft Sewmasch in Sewerodwinsk im Norden Russlands unterzeichneten den Vertrag über die erste rund 270 Mio.Euro teure Anlage, meldete die Agentur Itar-Tass. Zwei Kleinreaktoren mit insgesamt 70 Megawatt Leistung sollen den Angaben zufolge auf einer 140m langen Plattform mit einer Wasserverdrängung von 21.000 Tonnen montiert werden. Das schwimmende Mini-Atomkraftwerk soll ab 2010 den Strombedarf der Sewmasch-Werft decken. => Atomenergie |
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14.06.2006 S. 161 dnr = 1698 |
Flucht vor wütenden Elefanten
Im Südosten von Bangladesch sind hunderte Menschen vor randalierenden Elefanten auf Boote geflüchtet. Die Tiere seien in das am Rande eines Waldes gelegene Dorf Barkal eingedrungen und hätten Häuser verwüstet sowie die Ernte gefressen, sagte ein Behördenvertreter. Versuche der Dorfbewohner, die Elefanten mit Hilfe von Feuern, lauten Trompetenklängen und Knallkörpern zu vertreiben, seien gescheitert. In Bangladesch werden jährlich mindestens 15 Menschen von wild gewordenen Elefanten getötet, weil der Mensch immer weiter in die Umgebung der Tiere vordringt. => Natur & Umwelt |
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14.06.2006 S. 162 dnr = 1699 |
Saudi-Arabien: Neue Wüsten-Stadt
Mit Hilfe der stark gestiegenen Einnahmen aus dem Ölgeschäft will Saudi-Arabien in der Wüstenprovinz Hail eine Stadt für 80.000 Einwohner komplett neu errichten. Die Stadt solle ein Zentrum der Landwirtschaft- und Bergbauindustrie werden, kündigte König Abdullah bei einer Zeremonie in Hail 700 km nördlich von Riad an. Für den zehnjährigen Bau der Stadt, die "Prinz Abdul Asis bin Musaed Wirtschaftsstadt" heißen soll, sind 6,4 Mrd.Euro veranschlagt. Sie solle über 30.000 Wohneinheiten, einen Flughafen und eine Bahnanbindung verfügen. => Eine-Welt |
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14.06.2006 S. 163 dnr = 1700 |
Verletzung der Schulpflicht: Bibeltreue Eltern vor Gericht
Ein konservatives christliches Ehepaar aus Hessen, das seiner neunjährigen Tochter aus religiösen Gründen den Schulbesuch verweigert, muss jetzt eine Strafe zahlen. Das Amtsgericht Alsfeld verhängte eine Geldstrafe von 2000 Euro gegen das Paar, blieb damit jedoch deutlich unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Ihr Handeln begründeten die 38-jährige Frau und der 41-jährige Mann, die insgesamt acht Kinder haben, unter anderem mit der in der Schule gelehrten Evolutionstheorie und dem Sexualkundeunterricht. Beides lehnten sie ab. => Sozialwissenschaften |
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14.06.2006 S. 167 dnr = 1701 |
Zahl der Zuwanderer geht zurück
In Deutschland ist die Zahl der neu zugezogenen Ausländer in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen.So seien etwa für den Ehegatten- und Familiennachzug aus Nicht-EU-Staaten im Jahr 2005 nur noch 53.000 Visa ausgestellt worden, sagte Bundesinnenminister Schäuble (CDU). Im Jahr 2003 seien es noch 76.000 Visa und 2004 rund 66.000 Visa gewesen. => Migration |
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13.06.2006 S. 116 dnr = 1668 |
Bush nimmt Maliki in die Pflicht
US-Präsident Bush hat während eines überraschenden Kurzbesuchs in Bagdad die Regierung al Maliki in die Verantwortung genommen. "Ich weiß zu schätzen, dass Sie die Tatsache anerkennen, dass die Zukunft ihres Landes in ihren Händen liegt", sagte Bush. Die Handlungen des neuen Kabinetts würden jetzt darüber entscheiden, ob der Irak sich selbst regieren und verteidigen könne. Aus Sicherheitsgründen war der Besuch nicht einmal Iraks Regierung angekündigt worden.Bush flog inzwischen zurück => Irak |
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13.06.2006 S. 117 dnr = 1669 |
Tote bei Anschlägen in Kirkuk
In der nordirakischen Stadt Kirkuk sind Polizeiangaben zufolge am Morgen mehrere Bomben explodiert. Dabei kamen mindestens 18 Menschen ums Leben. Erst gestern waren in der Hauptstadt Bagdad bei drei Bombenanschlägen mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. US-geführte Truppen töteten nahe der irakischen Stadt Bakuba nach eigenen Angaben sieben Menschen, darunter auch zwei Kinder. Der Angriff habe sich gegen Terroristen gerichtet, so die US-Armee. => Irak |
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13.06.2006 S. 118 dnr = 1670 |
Mehrheit sieht Irakkrieg negativ
Zweidrittel der Deutschen sind der Meinung, der Krieg im Irak habe die Welt insgesamt unsicherer gemacht. Nur 22 Prozent sehen nach einer Umfrage des US-Meinungsforschungsinstituts Pew die Auswirkungen des Kriegs und des Sturzes von Saddam Hussein positiv. Fast alle Deutschen (97 Prozent) sind Pew zufolge dagegen, dass Iran Atomwaffen besitzt. Zwar meinen 35 Prozent, dass Iran Atomwaffen nur zur Verteidigung einsetzen würde - 71 Prozent befürchten aber zugleich, dass Iran Kernwaffen an Terroristen weitergibt. => Irak |
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13.06.2006 S. 119 dnr = 1671 |
Kundus: Anschläge auf Bundeswehr
Die Bundeswehr in Afghanistan ist erneut Ziel von Anschlägen geworden. Dabei wurden laut Verteidigungsministerium zwei Soldaten verletzt. Im Laufe des Tages sei zunächst eine Patrouille in Kundus und wenig später eine Patrouille in Faisabad von einer Explosion getroffen worden. In Faisbad sei ein Soldat leicht und ein zweiter schwerer verletzt worden. In Kundus wurde ein Bundeswehr-Auto beschädigt. Die Bundeswehr ist mit zwei Wiederaufbauteams in den nordafghanischen Provinzen Kundus und Faisabad präsent. => Asien |
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13.06.2006 S. 120 dnr = 1672 |
Bald Gesetz zu Tabakwerbeverbot?
Die Bundesregierung will das EU-Tabakwerbeverbot trotz der laufenden Klage zügig umsetzen. Ein nationales Gesetz werde "unverzüglich" in den Bundestag eingebracht, kündigte Verbraucherminister Seehofer an. EU-Generalanwalt Leger hatte dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorgeschlagen, die deutsche Klage gegen die EU-Richtlinie zur Tabakwerbung abzuweisen. Der Rechtsstreit solle von dem Gesetz jedoch nicht beeinträchtigt werden."Wir beharren auf unserer Rechtsauffassung", sagte ein Ministeriumssprecher. => Rauchen |
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13.06.2006 S. 121 dnr = 1673 |
Werbeverbote in anderen Branchen?
Die deutsche Werbewirtschaft und die Verleger fürchten bei Umsetzung des EU-Tabakwerbeverbots Werbebeschränkungen auch für andere Produkte. Der Europäische Gerichtshof schaffe möglicherweise in den kommenden Wochen "eine neue dirigistische Grundlage für Werbeverbote auch in anderen Branchen", kritisierte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft, Wronka. Zudem würde dies einen großen Schritt weiterer Machtkonzentrationen der EU zu Lasten der 25 Mitgliedstaaten bedeuten. => Konsum & Produktion |
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13.06.2006 S. 122 dnr = 1674 |
Drei-Schluchten-Staudamm: China: Aktivist brutal geschlagen
Ein chinesischer Aktivist, der in einem ARD-Bericht über den Drei-Schluchten-Damm unzureichende Entschädigung für die Zwangsumsiedlungen beklagt hatte, ist schwer verletzt worden. Nach Angaben von Human Rights China wurde der Mann nach einem Polizeiverhör so brutal zusammengeschlagen, dass er seither gelähmt ist. NDR-Intendant Jobst Plog protestierte und forderte die chinesische Botschaft in Berlin auf, dem schwer Verletzten jede notwendige und mögliche medizinische Versorgung zuteil werden zu lassen => Energie/ Ressourcen Menschenrechte |
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13.06.2006 S. 127 dnr = 1675 |
EU und Uno: Guantanamo schließen
Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte und das Europaparlament haben die Schließung des umstrittenen Gefangenenlagers Guantanamo gefordert. Die Selbstmorde dreier Häftlinge seien "nicht völlig unerwartet" gekommen, erklärte die Uno in Genf. Abgeordnete des EU-Parlaments forderten die USA auf, die Insassen von Guantanamo nicht willkürlich festzuhalten und so genannte "besondere Verhörmethoden" zu beenden. Die drei Häftlinge waren nach US-Angaben in der Nacht zum Samstag erhängt in ihren Zellen aufgefunden worden. => Terrorismus |
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13.06.2006 S. 128 dnr = 1676 |
Olmert will Abbas bewaffnen
Der israelische Regierungschef Olmert hat die Lieferung von leichten Waffen für die Leibwache von Palästinenserpräsident Abbas gebilligt. Die Waffen würden Abbas ermöglichen, "seine Verpflichtungen zu erfüllen", sagte Olmerts Sprecher mit Blick auf die radikalislamische Hamas-Regierung. Der Kampf zwischen Anhängern von Abbas' Fatah-Bewegung und der Hamas hat sich in den letzten Tagen und Wochen bedrohlich zugespitzt. Gestern stürmten Fatah-nahe Bewaffnete den Regierungssitz in Ramallah. => Nahost |
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13.06.2006 S. 130 dnr = 1677 |
Tropensturm vor Florida schwächer
"Alberto", der erste Tropensturm der Hurrikan-Saison, hat vor dem Erreichen der Küste Floridas an Stärke verloren. Die US-Behörden hoben eine Hurrikan-Warnung auf, nachdem sich der Sturm auf Windgeschwindigkeiten zwischen 80 und 100 km/h abgeschwächt hatte. Regen und Sturm-Ausläufer sorgten aber für Überschwemmungen und umgestürzte Bäume. Gouverneur Bush hatte vorsorglich den Notstand ausgerufen, um die Nationalgarde aktivieren zu können. Die Behörden forderten mehr als 20.000 Bewohner auf, sich in Sicherheit zu bringen. => Hurrikane |
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13.06.2006 S. 158 dnr = 1678 |
Bärensuche wegen Hitze abgebrochen
Braunbär Bruno ist noch einmal davon gekommen. Die Suche nach dem seit Wochen im deutsch-österreichischen Grenzgebiet streunenden Tier wurde im Karwendelgebirge zunächst abgebrochen. Für die fünf aus Skandinavien nach Tirol eingeflogenen Elchhunde sei es eindeutig zu heiß, sagte eine österreichische WWF-Sprecherin. Vier finnische Bärenfänger hatten die Hunde am Morgen gegen 9.00 Uhr im Karwendelgebirge in Tirol auf die Spur des aus Südtirol stammenden Jungbären gesetzt. Wann die Suche wieder aufgenommen wird, steht noch nicht fest. => Natur & Umwelt |
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13.06.2006 S. 160 dnr = 1679 |
Berlin: Erneut Prügelei an Schule
An einer Berliner Schule hat sich erneut eine Gewalttat ereignet. Nach Angaben der Polizei kam es an einer Hauptschule im Stadtteil Zehlendorf zu einer Schlägerei zwischen einer Gruppe von Schülern, einem Lehrer und dem Vater eines Schülers. Dabei wurde ein Schüler mit einem Messer verletzt. Die Schule geriet durch gewaltbereite Schüler immer wieder in die Schlagzeilen. So sollen der vermutliche Attentäter vom Hauptbahnhof und der Mörder des siebenjährigen Christian diese Schule besucht haben. => Sozialwissenschaften |
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13.06.2006 S. 163 dnr = 1680 |
Ehepaare meist mit zwei Kindern
Ehepaare haben meist zwei Kinder, bei Alleinerziehenden überwiegen die Haushalte mit einem Kind. Das zeigen neue Ergebnisse der jährlichen Haushaltsbefragung des Statistischen Bundesamtes.Wie die Statistiker mitteilten, gab es im vergangenen Jahr in Deutschland 6,7 Millionen Ehepaare, die mindestens ein Kind unter 18 Jahren hatten. Knapp die Hälfte (47 %) dieser Paare zogen zwei Kinder groß, 35 % hatten nur ein Kind der Rest hatte mehr als zwei Kinder. Bei den 1,6 Millionen Alleinerziehenden mit minderjährigen Kindern hatten 58 % ein Kind, 32 % versorgten zwei Kinder. => Bevölkerung Kinder/Jugendliche |
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13.06.2006 S. 535 dnr = 1681 |
Gewaltopfer gegen Medienberichte
Stark beeinträchtigte Opfer einer Gewalttat reagieren negativ auf Medienberichte über ihre Geschichte. Nur sehr wenige Opfer freuen sich, wenn über ihr Trauma berichtet wird. Zu diesen Ergebnissen kommt Professor Andreas Maercker, Leiter der Abteilung für Psychopathologie und Klinische Intervention der Universität Zürich, nach einer Studie mit 63 Gewaltopfern. Die Resultate widerlegen eine gängige These, wonach Opfer durch Medienberichte soziale Anerkennung und eine positive Form der Unterstützung erfahren, wie die Hochschule mitteilte. => Sozialwissenschaften |
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13.06.2006 S. 536 dnr = 1682 |
Kampf gegen Hunger/ Nutzpflanzen: Pflanzenvielfalt nimmt stark ab
Im Kampf gegen den Hunger in vielen Teilen der Welt haben Experten vor dem anhaltenden Rückgang der Pflanzenvielfalt gewarnt. In den vergangenen 100 Jahren seien 75 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzpflanzen verschwunden, hieß auf einer von der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) organisierten Konferenz in Madrid. Derzeit deckten nur ein Dutzend Pflanzenarten - darunter Weizen, Reis oder Mais - etwa 70 Prozent des Ernährungsbedarfs der Weltbevölkerung. Hauptursache: Die moderne Landwirtschaft setze nur noch auf wenige ertragreiche Sorten => Bio-Vielfalt Nahrung |
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13.06.2006 S. 537 dnr = 1683 |
Partikelfilter: Umweltschützer verklagen Smart
Die Deutsche Umwelthilfe hat die DaimlerChrysler-Tochter Smart verklagt, weil sie deren Werbung mit Rußpartikelfiltern für irreführend hält. Man wolle der Firma untersagen lassen, damit zu werben, dass der Smart ForTwo cdi mit einem "Dieselpartikelfilter" ausgerüstet sei, erklärte die Umwelthilfe. Der Filter in dem Smart sei nicht vollwertig. Mit dem Smart-Filter werde nur die geltende Euro-4-Norm erreicht und nicht die Euro-5-Norm, wie mit vollwertigen Rußfiltern. Der Kleinwagen stoße "20 Mal mehr Ruß aus als Diesel-Pkw mit echtem Dieselpartikelfilter". => Chemikalien Gesundheit |
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13.06.2006 S. 538 dnr = 1684 |
Fisch-Aufzug für Störe im Fluss Po
Findige Wissenschaftler in Italien haben sich jetzt einen kuriosen Mechanismus ausgedacht, um die im Fluss Po lebenden Störe zu retten: Einen Fisch-Aufzug. Seit Jahren versuchten tausende, aus dem Meer kommenden Störe ruhigere Gewässer im Po zu erreichen, um Eier abzulegen, berichtet die Zeitung "La Repubblica". Jedoch würden sie bei dem Plan von einem Staudamm behindert. Experten haben daher einen Lift entwickelt, um den Höhenunterschied zu überbrücken. Dabei werden die Störe kurzzeitig in einem Käfig gefangen, der dann um 10,5 m angehoben wird. => Bio-Vielfalt Natur & Umwelt |
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13.06.2006 S. 539 dnr = 1685 |
Kleinwüchsiger Dinosaurier gefunden
Deutsche Forscher haben einen kleinwüchsigen Dinosaurier entdeckt. Der Europasaurus holgeri lebte vor 154 Millionen Jahren auf einer Insel im Gebiet des heutigen Norddeutschland. Zunächst dachten die Paläontologen um Martin Sander von der Universität Bonn, es mit Überresten junger Dinosaurier zu tun zu haben. Doch die Analyse der Knochenstruktur zeigte, dass es soch um ausgewachsene Tiere handelte. Der Saurier maß zwar immerhin sechs Meter, war aber nur ein Drittel so groß wie sein nächster Verwandter, der Camarasaurus. => Bio-Vielfalt |
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13.06.2006 S. 545 dnr = 1686 |
Polyzyklische aromatische Kohlenstoffe: "Schnäppchen" oft Gesundheitsgefahr
Als "Schnäppchen" angebotene Heimwerkergeräte und Werkzeuge enthalten laut Stiftung Warentest "alarmierend häufig" gesundheitsgefährdende Stoffe. Wie es hieß, wurde dies im vergangenen Jahr bei der Untersuchung von Aktionswaren von Lebensmitteldiscountern festgestellt. Vor allem in den Griffen seien giftige Stoffe gefunden worden, die über die Haut in den Körper gelangen und Krebs auslösen oder das Erbgut schädigen können. Brinkmann sagte, bei den Stoffen handele es sich um polyzyklische aromatische Kohlenstoffe (PAK). => Chemikalien Gesundheit |
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12.06.2006 S. 118 dnr = 1652 |
SIPRI: Rüstungsausgaben auf Rekordhoch
Für Rüstung wurde im vergangenen Jahr weltweit so viel Geld ausgegeben wie noch nie zuvor. Dem Internationale Friedensforschungsinstitut in Stockholm Sipri zufolge wurden knapp 890 Mrd. Euro ausgegeben. Das sind 3,5 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Fast die Hälfte, nämlich 48 Prozent, der gesamten Rüstungsausgaben würden von den USA getätigt. Dort stiegen sie auch am stärksten an. Europa ist dem Bericht zufolge die einzige Region, in der die Militärausgaben rückläufig waren. => Waffen |
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12.06.2006 S. 121 dnr = 1653 |
Gewalt unter Palästinensern
Hunderte bewaffnete Fatah-Anhänger haben ein Gebäude der Hamas-Regierung in Ramallah angegriffen und Feuer gelegt.Zuvor hatten die Sicherheitskräfte das Parlament und weitere Regierungsgebäude beschossen. Die Bewaffneten drangen in das Gebäude der Regierung ein und zerschlugen Fenster, zerstörten Computer und zerrissen Dokumente. Kurz zuvor war gemeldet worden, dass Palästinenserpräsident Abbas die Sicherheitskräfte in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt hatte. => Nahost |
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12.06.2006 S. 122 dnr = 1654 |
Streit über Abbas' Referendum
Die radikale Hamas hat in ihrem Machtkampf mit Palästinenserpräsident Abbas eine Parlamentsabstimmung über dessen Zwei-Staaten-Referendum verschoben. Mit der Vertagung auf den 20. Juni solle Zeit gewonnen werden, um den Streit zwischen der Hamas-Regierung und Abbas zu lösen, sagten Hamas-Abgeordnete. Mit dem Parlamentsvotum wollte die Hamas die Volksabstimmung über einen Palästinenser-Staat an der Seite von Israel für verfassungswidrig erklären.Das Referendum ist von Abbas für den 26.Juli angesetzt worden. => Nahost |
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12.06.2006 S. 123 dnr = 1655 |
Al-Sarkawi-Nachfolger benannt
Scheich Abu Hamsa al Muhadschir soll einer im Internet veröffentlichten Botschaft zufolge Nachfolger des getöteten irakischen Al-Kaida-Chefs al Sarkawi werden. Ein Gremium der Extremisten-Organisation habe al Muhadschir einstimmig zum neuen Anführer im Irak bestimmt, hieß es auf einer Internet-Seite, die oft von militanten Islamisten genutzt wird. Al Sarkawi war Mitte vergangener Woche von US-Truppen getötet worden. Er soll Anschläge im Irak befohlen haben, bei denen Tausende Menschen starben. => Irak Terrorismus |
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12.06.2006 S. 124 dnr = 1656 |
Irak/ Bkuba: US-Armee tötet Terrorverdächtige
US-geführte Truppen haben nahe der irakischen Stadt Bakuba nach eigenen Angaben sieben Terrorverdächtige getötet.Zudem seien zwei Kinder ums Leben gekommen, zwei weitere Personen seien festgenommen worden, so die US-Armee. Der Angriff habe sich gegen "Terroristen" gerichtet, die mit der Terrororganisation Al Kaida verbunden seien. Bewaffnete hätten von den Dächern aus auf die Armee geschossen, als diese zu ihrem Einsatz angerückt sei. In Bakuba hatte die US-Armee am Mittwoch den Terroristen al Sarkawi getötet. => Irak Terrorismus |
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12.06.2006 S. 125 dnr = 1657 |
Guantanamo: USA bestätigen Identität
Das US-Verteidigungsministerium hat die Identität der drei Gefangenen bekanntgegeben, die sich im Lager Guantanamo auf Kuba das Leben genommen haben. Es handelt sich um zwei Männer aus Saudi-Arabien sowie einen Jemeniten. Gegen keinen der Männer war offiziell Anklage erhoben worden. Sie erhängten sich am Wochenende in ihren Zellen. Einem der tot aufgefundenen Häftlinge stand nach Angaben seines Anwalts die Entlassung unmittelbar bevor. Allerdings sei ihm davon noch nichts gesagt worden, hieß es. => Menschenrechte |
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12.06.2006 S. 127 dnr = 1658 |
Debatte um Ahmadinedschad-Besuch
Ein Einreiseverbot für den iranischen Präsidenten Ahamadinedschad zur Fußball-WM wäre nach Einschätzung von Unions-Fraktionsvize Bosbach kaum möglich. So erschwerten es Verträge mit dem Weltfußballverband Fifa, einen Besuch zu verhindern, sagte er dem Berliner "Tagesspiegel". Allerdings müsse Ahmadinedschad klar gemacht werden, dass er in Deutschland nicht willkommens sei. Sollte er dennoch kommen, dürfe er auf keinen Fall mit Protokoll empfangen werden. => Iran |
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12.06.2006 S. 128 dnr = 1659 |
IAEO/ ElBaradei: Atomstreit: Druck auf Iran erhöht
Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO), ElBaradei, schätzt Irans Atomprogramm nach wie vor als verdächtig ein. Er forderte das Land bei einer Sitzung des IAEO-Gouverneursrats zu besserer Zusammenarbeit auf. Die fünf Vetomächte im UN-Sicherheitsrat und Deutschland setzten Teheran eine Frist bis zum 29. Juni, um auf die jüngsten Vorschläge zu antworten. Diese beinhalten eine Kombination aus Anreizen und Drohungen, um Iran zu einem Stopp der Anreicherung von Uran zu bewegen. => Iran IAEO |
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12.06.2006 S. 160 dnr = 1660 |
Verletzte bei Erdbeben in Japan
Bei einem Erdbeben der Stärke 6,2 sind im Westen Japans mindestens sechs Menschen verletzt worden. Wie die Meteorologische Behörde bekannt gab, befand sich das Zentrum der Erschütterung in rund 146 Kilometern Tiefe unter der Provinz Oita. Der Zugverkehr wurde sicherheitshalber vorübergehend unterbrochen, teilweise blieben durch die Erschütterung Fahrstühle stecken. Rund drei Stunden nach dem Beben erschütterte ein weiteres der Stärke 4,8 den Norden des Inselreichs, ohne jedoch größere Schäden anzurichten. => Erdbeben |
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12.06.2006 S. 161 dnr = 1661 |
Stromausfall legt Auckland lahm
Ein Stromausfall hat große Teile von Neuseelands größter Stadt Auckland lahm gelegt. Etwa zwei Drittel des Stadtgebiets und damit etwa 700.000 Einwohner seien betroffen, sagte Bürgermeister Dick Hubbard. Tausende Häuser und Geschäfte blieben ohne Strom. Auf den Straßen staute sich nach dem Ausfall von Ampeln der Verkehr, Telefonleitungen blieben tot, Pendlerzüge stehen und Krankenhäuser wurden geschlossen. Grund für den Stromausfall war nach Medienberichten ein durch schlechtes Wetter bedingter Ausfall einer Leitung an einem Umspann-Werk. => Strom |
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12.06.2006 S. 535 dnr = 1662 |
Neue Art von Hammerhai entdeckt
Im Atlantik vor der amerikanischen Küste ist eine neue Art von Hammerhai entdeckt worden. Der Biologieprofessor Joe Quattro von der Universität von South Carolina hat die bisher noch nicht klassifizierte und benannte Haiart vor der Küste des US-Bundesstaates ausfindig gemacht, berichtete die Zeitung "Columbia Post". Die Tiere sollen dem Bogenstirn-Hammerhai am ähnlichsten sehen, unterscheiden sich aber genetisch von ihm. Quattro fürchtet, dass die Haiart vom Aussterben bedroht ist und forderte besondere Schutzmaßnahmen. => Bio-Vielfalt |
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12.06.2006 S. 536 dnr = 1663 |
Seehofer will Gentechnik fördern
Bundesagrarminister Horst Seehofer will die weitere Erforschung der Gentechnik und ihre Anwendung in der Landwirtschaft vorantreiben. "Ich will bei der grünen Gentechnik die Forschung in Deutschland fördern und nicht behindern - unter Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen", sagte der CSU-Politiker laut dem Magazin "Focus". Deutschland brauche auch in diesem Bereich Forschung und ihre Anwendung im Freiland. Er wolle dazu innerhalb der Bundesregierung eine offensive Haltung vorschlagen, kündigte der Minister laut dem Magazin an. => Gen-/Biotechnologie |
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12.06.2006 S. 537 dnr = 1664 |
850 Arten an der Nordsee entdeckt
Rund 80 Forscher haben am Tag der Artenvielfalt an der Nordseeküste mehr als 850 Arten entdeckt. Bei den Kartierungen zwischen Bremerhaven und Cuxhaven, an den Inseln Sylt und Helgoland seien dabei sensationelle Funde gemacht worden, sagte Projektleiter Tom Müller. So seien zum Beispiel bedrohte, aber auch dort nie vermutete Arten entdeckt worden. Neben den bedrohten Arten des Essbaren Seeigels und der Seepferdchenart Große Schlangennadel seien z.B. auf Helgoland vier Arten entdeckt worden, die man dort nicht vermutet habe. Ein Beispiel ist die Otternmuschel. => Bio-Vielfalt |
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12.06.2006 S. 538 dnr = 1665 |
Deutsche Badegewässer sehr sauber
Die Badegewässer in Deutschland sind nach einer EU-Untersuchung sehr sauber.Ausgezeichnete Werte wurden sowohl am Meer, in Flüssen und in Seen gemessen.Dies geht aus der jährlichen Untersuchung der EU-Kommission über die Wasserqualität in der Europäischen Union für das Jahr 2005 hervor. Auch andere beliebte Ferienziele der Deutschen beispielsweise in Spanien und Griechenland weisen erstklassige Wasserqualität auf. Umweltkommissar Stavros Dimas sagte, an mehr als 95 Prozent aller Strände in der EU könne bedenkenlos gebadet werden. => Wasser |
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12.06.2006 S. 545 dnr = 1666 |
Misstrauen gegenüber Bio-Discounter
Nur 23 Prozent der Deutschen glauben, dass Öko-Lebensmittel von Billiganbietern ihr Biosiegel zu Recht tragen. Wie eine Umfrage für das Magazin "Focus" ergab, schnitten auch herkömmliche Supermärkte schlecht ab. Nur 36 Prozent der Befragten vertrauten der dort angebotenen Bio-Kost. Mit 71 Prozent am meisten Glaubwürdigkeit besaßen dagegen Hofläden, bei denen Öko-Produkte direkt vom Erzeuger gekauft werden können. Das Meinungsforschungsinstitut tns emnid hatte 1009 Menschen in Ost- und Westdeutschland befragt. => Nahrung Ökolandbau |
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12.06.2006 S. 547 dnr = 1667 |
Spielzeug mit Bedacht wählen
Weniger ist auch im Kinderzimmer oft mehr. Wer seinen Nachwuchs mit Spielzeug überhäuft, hat damit noch keine Garantie für zufriedene Sprösslinge."Oft sind es die einfachen Dinge, die Kinder interessieren oder klassische Spiele, die in ähnlicher Form schon ihre Eltern kannten", so eine Expertin vom Verein "Mehr Zeit für Kinder". Sobald Babys greifen können, interessieren sie sich für Alltagsgegenstände, mit denen Erwachsene umgehen. So kann zum Beispiel ein Löffel interessanter sein als das altersgerechte bunte Holzspielzeug. => Kinder/Jugendliche |
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11.06.2006 S. 118 dnr = 1639 |
Neues Treffen Abbas - Hanija
Palästinenserpräsident Abbas will sich heute erneut mit Ministerpräsident Hanija von der radikalislamischen Hamas treffen, um den Streit über das geplante Referendum beizulegen. Gespräche gestern Abend hatten keine Annäherung gebracht. Abbas hatte zuvor eine Volksabstimmung am 26.Juli angekündigt. Es geht um eine Zwei-Staaten-Lösung mit Israel in den Grenzen von 1967. Die Hamas lehnt das Referendum ab und warnt vor einer Spaltung des palästinensischen Volkes. => Nahost |
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11.06.2006 S. 119 dnr = 1640 |
Gegenseitige Angriffe in Nahost
Bei neuen palästinensischen Raketenangriffen sind in der Nacht zum Sonntag mehrere Israelis verletzt worden. Eine aus dem Gaza-Streifen abgefeuerte Kassamrakete schlug Medienberichten zufolge nahe der Stadt Sderot ein. Die israelische Armee reagierte umgehend und flog einen Luftangriff auf den nördlichen Gaza-Streifen. Nach Angaben von Ärzten wurde dabei ein Mann getötet Der militärische Flügel der Hamas hatte zuvor die Waffenruhe aufgekündigt und gesagt, alle Israelis sollten aus Sderot vertrieben werden. => Nahost |
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11.06.2006 S. 120 dnr = 1641 |
Nürnberg: Proteste vor Iran-Spiel
Vor dem WM-Spiel Iran gegen Mexiko in Nürnberg haben am Nachmittag mehr als 1000 Menschen gegen die Politik Irans demonstriert. Bayerns Innenminister Beckstein sagte, der Protest richte sich nicht gegen das iranische Volk, sondern gegen "einen Mann, der sich außerhalb der Zivilisation gestellt" habe. "Präsident Ahmadinedschad ist in unserem Land nicht willkommen", fügte er hinzu. Zu der Kundgebung hatten mehrere Organisationen aufgerufen, darunter auch die israelitische Kultusgemeinde. => Iran |
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11.06.2006 S. 121 dnr = 1642 |
Iran:Atomangebot teils akzeptabel
Iran hat Teile des internationalen Angebots zur Beilegung des Atomstreits als akzeptabel bezeichnet. Andere Teile müssten allerdings noch weiter entwickelt werden, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Assefi. Zugleich wies er Vorwürfe zurück, Iran verzögere absichtlich seine Antwort auf das Angebot. Man habe sofort nach Erhalt der Vorschläge mit der Analyse begonnen. Nach deren Abschluss werde die iranische Regierung ihre Stellungnahme vorlegen. => Atomwaffen Iran |
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11.06.2006 S. 125 dnr = 1643 |
Vorstoß gegen Feinstaub-Grenzwert
Mehrere Bundesländer dringen auf Abschaffung der EU-Grenzwerte für Feinstaub, die in deutschen Städten immer häufiger überschritten werden. Niedersachsens Umweltminister Sander sagte der "Welt". "Wir benötigen Grenzwerte, die die Gesundheitsgefährdung der Menschen besser wiedergeben. Nicht jeder Feinstaub ist gleich schädlich." Auch die Länder Berlin und Thüringen sprechen sich dem Bericht zufolge für eine Revision der Richtlinie aus. Sie plädieren für die Festlegung eines Jahresmittelwerts. => Feinstaub Gesundheit |
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11.06.2006 S. 126 dnr = 1644 |
Spanien/ Friedensverhandlungen: Verhandlungen mit Eta im Juni
Ungeachtet der Proteste will Spaniens Ministerpräsident Zapatero noch in diesem Monat die Friedensverhandlungen mit der baskische Untergrundorganisation Eta beginnen. "Ich habe eine breite Unterstützung im Parlament", sagte Zapatero der Zeitung "La Vanguardia". In Madrid hatten mehrere hunderttausend Menschen gegen die Verhandlungen demonstriert. Zu der Kundgebung hatten die rechtsgerichtete Opposition und andere konservative Gruppen aufgerufen. Die Eta wird für den Tod von mehr als 800 Menschen verantwortlich gemacht. => Konflikte |
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11.06.2006 S. 142 dnr = 1645 |
US-Gefangenenlager Guantanamo
Bilder von orange gekleideten Häftlingen in Maschendraht-Verschlägen brachte die zum Gefangenenlager umfunktionierte US-Militärbasis Guantanamo bereits Ende 2001 in die Schlagzeilen. Das 117 Quadratkilometer große Gelände im Südosten Kubas liegt rund 1000 km von Havanna entfernt. Ein doppelter Grenzzaun mit 44 Türmen umschließt die gesamte Bucht. Die Militärbasis wird von den USA aus mit Schiffen versorgt. Kuba hatte das Terrain 1903 den USA für eine symbolische Miete überlassen, fordert es aber mittlerweile zurück. Ende 2001 begannen die USA, mutmaßliche Taliban- und Al-Kaida-Kämpfer in Guantanamo zu inhaftieren. Rund 660 Häftlinge aus 40 Staaten sitzen dort zurzeit ein. Die US-Regierung verweigert ihnen den Status von Kriegsgefangenen und damit auch deren Rechte. Der Oberste Gerichtshof der USA gestand den Gefangenen jedoch im Juni 2004 zu, die Rechtmäßigkeit ihrer Inhaftierung überprüfen zu lassen. Ehemalige Häftlinge berichteten von Misshandlungen, Isolationshaft und Todesdrohungen in Guantanamo. => Terrorismus |
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11.06.2006 S. 156 dnr = 1646 |
Merapi: Vulkankuppel eingestürzt
Bei einer gewaltigen Gaseruption ist ein Teil der Lavakuppel des indonesischen Vulkans Merapi eingestürzt. Dadurch hat sich der Druck und somit auch die Gefahr eines massiven Ausbruchs etwas vermindert. "Jetzt kann das Magma in einen neuen Krater abfließen, die Kuppel wird stabiler", sagte ein Vulkanologe. Zuvor waren zahlreiche Anrainer in das evakuierte Gebiet am Fuße des 3000 m hohen Berges zurückgekehrt. Für die Bewohner am Vulkan ist die Gefahr aber noch nicht vorüber. Forscher betonten, dass der Vulkan auf Java nach wie vor eine tödliche Gefahr darstelle. => Vulkane |
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11.06.2006 S. 158 dnr = 1647 |
Mehr Frachtverkehr auf der Straße
Der Frachtverkehr auf der Straße wird in Zukunft noch zunehmen. Wie das Magazin "Focus" berichtet, prognostiziert die EU-Kommission in Brüssel in einem Gutachten, dass im Jahr 2020 etwa 45 % des Gütertransports über die Straße rollen werden. Im Jahr 2000 waren es noch 43 % . Dagegen gehe der Anteil des Frahtsverkehrs auf der Schiene auf 8 % zurück von 11 % im Jahr 2002. Auch künftig könne die Schiene die Straße nicht ersetzen, so das Gutachten. Daher müsse die Politik in Zukunft Straße, Schiene und Wasserwege gleichermaßen fördern. => Mobilität/Verkehr |
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11.06.2006 S. 160 dnr = 1648 |
Alberto: Tropen-Sturm nimmt Kurs auf Florida
Nur wenige Tage nach Beginn der neuen Hurrikan-Saison zieht ein erster Tropensturm in Richtung Florida. Wie das Hurrikan-Zentrum in Miami mitteilte, könnte "Alberto" dem Westen des Sonnenschein-Staates in den nächsten Tagen massive Niederschläge bescheren. Zunächst wurde aber vor sintflutartigen Regenfällen in Teilen Kubas gewarnt bis zu 50 Zentimeter Niederschlag und in Höhenlagen sogar noch mehr. Als Folge drohten möglicherweise gefährliche Springfluten und Erdrutsche, hieß es weiter. => Hurrikane |
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11.06.2006 S. 163 dnr = 1649 |
Tirol: Braunbär zerstört Hasenstall
Der seit mehreren Wochen im bayerischösterreichischen Grenzgebiet herumstreunende Braunbär hat in Tirol einen Hasenstall zerstört. Eine Polizeisprecherin sagte in Schwaz, die Hasen hätten die Attacke aber überlebt. Ein Experte stellte anhand der Spuren "mit Sicherheit" fest, dass ein Bär den Stall zerstört hat. Unterdessen trafen in Österreich die erwarteten Bärensuchhunde aus Finnland ein. Mit ihnen wurde nach Polizeiangaben am Sonntag um die Ganalm eine weitere Suchaktion eingeleitet. => Natur & Umwelt |
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11.06.2006 S. 535 dnr = 1650 |
Deutschland "Mehrweg"-Weltmeister
Seit Beginn der neuen Pfandregelung Anfang Mai ist die Getränkedose nach Ansicht des Getränkehandels, kleiner Brauereien und der Deutschen Umwelthilfe (DUH) eindeutig auf dem Rückzug."Deutschland ist Mehrweg-Weltmeister und wird dies bleiben", sagte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch. "Eine Renaissance der Blechbüchse, wie von der Dosenlobby angekündigt, ist ausgeblieben." Stichproben und auch Befragungen zeigten, dass der Handel verstärkt zu Mehrwegverpackungen übergehe. => Müll/Recycling |
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11.06.2006 S. 537 dnr = 1651 |
Gespinnstmotte auf dem Vormarsch
Die Gespinstmotte, deren Raupen dichte weiße Netze um Bäume und Sträußer spinnen, ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Einige Arten wie die Pfaffenhütchen- und die Pflaumen-Gespinstmotte hätten sich in den vergangenen Jahren stark vermehrt, teilte die Biologische Bundesanstalt für Landwirtschaft mit. Besonders betroffen seien Wildgehölze wie Weißdorn und Schlehe sowie Obstgehölze wie Apfel, Kirsche und Pflaume.Trotz starker Fraßschäden sei eine Bekämpfung nicht unbedingt notwendig.Die befallenen Gehölze erholten sich meist und trieben wieder aus. => Bio-Vielfalt Natur & Umwelt |
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10.06.2006 S. 117 dnr = 1635 |
Hamas kündigt Waffenruhe auf
Wenige Stunden nach der Aufkündigung der Waffenruhe hat die palästinensische Hamas mehrere Raketen auf Israel abgefeuert. Nach israelischen Angaben wurde dabei niemand verletzt. Der militärische Flügel der Hamas hatte gestern die seit Februar 2005 geltende Waffenruhe für beendet erklärt. Er reagierte damit auf einen israelischen Angriff, bei dem im Gaza-Streifen sieben Zivilisten getötet worden waren. Israel untersucht inzwischen den Vorfall. Heereschef Hanutz bedauerte, dass Zivilpersonen getroffen worden seien. => Nahost |
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10.06.2006 S. 126 dnr = 1636 |
Irak: Rebellen kämpfen weiter
Mehrere Terroristengruppen im Irak haben trotz des Todes vom Al-Kaida-Chef al Sarkawi die Fortsetzung des Kampfes gegen die Besatzungtruppen angekündigt. In einem Video der Gruppe Ansar al Sunna hieß es, jeder politische Fortschritt in dem Land werde unmöglich gemacht. Außerdem wurden vor laufender Kamera drei irakische Geiseln ermordet. Auch die extremistische Gruppe Schura-Rat der Mudschahedin erklärte, den Kampf gegen die alliierten Truppen fortzusetzen. => Irak |
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10.06.2006 S. 161 dnr = 1637 |
Feuer zerstört Wald in Pyrenäen
Ein Feuer hat in den östlichen Pyrenäen rund 100 Hektar Wald und Strauchheide vernichtet. Mehr als 200 Feuerwehrleute und vier Löschflugzeuge waren nötig, um den Brand in der Nähe des Skigebiets Formigueres einzudämmen, teilten die Löschmannschaften mit. Starker Wind hatte die Flammen immer wieder angefacht. Die Ursache des Feuers ist noch unbekannt. Erst vor wenigen Wochen waren oberhalb von Collioure nahe der spanischen Grenze 500 Hektar Strauchheide verbrannt. => Wald |
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10.06.2006 S. 162 dnr = 1638 |
China:93 Tote nach Überschwemmungen
In Südchina sind bei Überschwemmungen nach tagelangen Regenfällen 93 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als eine halbe Millionen Menschen seien vorsorglich in Sicherheit gebracht worden, berichtete die Zeitung "China Daily" weiter und berief sich dabei auf Behördenangaben.Insgesamt sind den Angaben nach rund zwölf Millionen Menschen betroffen. Vor allem bestehe in den betroffenen Gebieten die Gefahr von Erdrutschen.Den direkten Schaden durch die Überschwemmungen bezifferten die Behörden demnach auf umgerechnet rund 756 Millionen Euro. => Naturkatastrophen |
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09.06.2006 S. 118 dnr = 1623 |
Hamas kündigt Waffenruhe auf
Der bewaffnete Arm der radikal-islamischen Hamas hat die seit einem Jahr geltende Waffenruhe mit Israel aufgekündigt. Die Gruppe reagiert damit nach eigenen Angaben auf israelische Angriffe im Gaza-Streifen. Bei diesen waren nach palästinensischen Angaben heute mindestens zehn Menschen getötet worden. UN-Generalsekretär Annan forderte beide Seiten auf, eine Eskalation in Nahost zu verhindern. Die regierende Hamas äußerte sich bislang noch nicht zu der Ankündigung ihres bewaffneten Flügels. => Nahost |
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09.06.2006 S. 119 dnr = 1624 |
Abbas hält an Referendum fest
Der palästinensische Präsident Abbas will nach Angaben seiner Partei am geplanten Referendum über eine Zwei-Staaten-Lösung im Nahen Osten festhalten. Jede weitere Verzögerung der Volksabstimmung würde nur zu mehr Blutvergießen im Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern und im inner-palästinesischen Machtkampf führen, sagte ein Mitglied der Fatah-Partei von Abbas. Die Hamas-Regierung hatte Abbas aufgefordert, das Referendum zu verwerfen.Es verstoße gegen die Verfassung, so Premier Hanija in einem Brief an Abbas. => Nahost |
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09.06.2006 S. 122 dnr = 1625 |
Gesundheitsreform: Kritik an Fondsmodell hält an
Die Kritik an den Überlegungen der großen Koalition zu einem Fondsmodell zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen hält an. Ver.di-Chef Bsirske sagte, ein Fonds verstärke die ungleichen Wettbewerbsbedingungen zwischen den Kassen. Ärztegewerkschafts-Chef Montgomery warnte vor einer "wahnsinnigen Bürokratie" und immensen Kosten. Zudem werde damit keine Generationengerechtigkeit erreicht. Gesundheitsministerin Schmidt hatte den Fonds als eine von mehreren Möglichkeiten der Gesundheitsreform vorgestellt. => Gesundheit |
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09.06.2006 S. 124 dnr = 1626 |
Birmas Oppostionsführerin Suu Kyi im Krankenhaus
Birmas Oppositionsführerin Suu Kyi ist nach US-Angaben in ein Krankenhaus gebracht worden. "Wir sind sehr in Sorge", sagte US-Außenamtssprecher McCormack. Die US-Regierung fordere die birmanische Führung auf, Suu Kyi alle Hilfe zu geben, die sie brauche. Genaueres über den Gesundheitszustand ist nicht bekannt. Die Militärjunta in Birma hatte erst vor kurzem den Hausarrest für die 60-Jährige verlängert. Die Friedensnobelpreisträgerin ist seit Jahren in ihrem Haus gefangen. => Menschenrechte |
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09.06.2006 S. 147 dnr = 1627 |
Modell des Gesundheitsfonds
Das Modell eines Gesundheitsfonds zur Finanzierung der gesetzlichen Kassen gilt als Kompromiss zwischen den ursprünglich von SPD und Union favorisierten Modellen der Bürgerversicherung bzw. der Kopfpauschale. Bei diesem Modell würden Arbeitnehmer etwa 6,5 Prozent des Bruttolohns in einen Gesundheitspool einzahlen, die Arbeitgeber 5,5 Prozent. Ebenfalls in diesen Pool fließt ein so genannter "Gesundheits-Soli", den alle Steuerzahler zahlen müssten - unabhängig davon, wie sie versichert sind. Die gesetzlichen Kassen sollen aus dem Gesundheitspool für jeden Versicherten eine einheitliche Pauschale erhalten.Im Gespräch sind 150 bis 170 Euro pro Monat. Für Kassen mit vielen älteren Versicherten (die höhere Kosten bedeuten) soll es einen Zuschlag geben. Kassen, die gut wirtschaften, können ihren Versicherten einen Teil des Beitrags zurückzahlen. Kassen, die mit dem Festbetrag nicht auskommen, können einen Zuschlag erheben. Auf diese Weise soll der Wettbewerb zwischen den Krankenkassen gefördert werden. => Gesundheit |
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09.06.2006 S. 148 dnr = 1628 |
Israel - Palästina: Zwei-Staaten-Lösung
Die Zwei-Staaten-Lösung hat zum Ziel, einen unabhängigen palästinensischen Staat im Westjordanland und im Gaza-Streifen zu gründen - also in den Begrenzungen von 1967. Bei einer Volksabstimmung in den Autonomiegebieten sollen die Palästinenser über diesen Vorschlag entscheiden. Die radikal-islamische Hamas-Regierung lehnt den Plan ab, weil Israel damit indirekt anerkannt würde. Das Referendum geht auf einen Vorschlag ranghoher palästinensischer Gefangener von Fatah und Hamas zurück. => Nahost |
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09.06.2006 S. 157 dnr = 1629 |
UN: Weniger Flüchtlinge weltweit
Die Zahl der Flüchtlinge hat weltweit den niedrigsten Stand seit 26 Jahren erreicht. Dies geht aus der Jahresstatistik des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) hervor. Trotz des Rückgangs der Zahl grenzüberschreitender Flüchtlinge von 9,5 Millionen im Jahr 2004 auf 8,4 Millionen im vergangenen Jahr ist die Gesamtzahl der von UNHCR geschützten Personen um 1,3 auf 20,8 Mio.gestiegen. Der Anstieg liegt an der größeren Zahl von Menschen, die im eigenen Land in einer flüchtlingsähnlichen Situation leben: 6,6 Millionen Binnenvertriebene gegenüber 5,4 Millionen Ende 2004. => Globale Agenda 21 Migration |
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09.06.2006 S. 162 dnr = 1630 |
Öltanker: Kollision im Ärmelkanal
Vor der britischen Südküste sind zwei Öltanker kollidiert. Nach Angaben der Küstenwache wurde niemand verletzt.Auch Berichte über auslaufendes Öl lagen zunächst nicht vor. "Ein Hubschrauber hat das Gebiet überflogen. Es gibt keine Anzeichen auf Umweltverschmutzung, es scheint nur ein leichter Schaden entstanden zu sein", sagte ein Sprecher der Küstenwache von Dover. Das Unglück ereignete sich unweit der für ihre Kreidekliffs bekannten Hafenstadt. => Öltanker/Ölpest |
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09.06.2006 S. 163 dnr = 1631 |
Streunender Bär: Finnen machen Jagd auf "JJ1"
Finnische Bärenexperten mit speziell ausgebildeten Hunden sollen sich an diesem Wochenende auf die Fährte des Braunbären "JJ1" begeben. Das Tier streunt seit Wochen zwischen Bayern und Tirol umher. Während des 14-tägigen Einsatzes wurde die Abschussgenehmigung für die bayerischen Jäger aus Sicherheitsgründen ausgesetzt. Das erklärte Bayerns Umweltminister Schnappauf (CSU) in München. Der Bär, der bereits etliche Tiere gerissen hat, soll gestellt und betäubt werden.Ein Abschuss sei nur in einer Notsituation erlaubt. => Natur & Umwelt |
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09.06.2006 S. 164 dnr = 1632 |
Starkregen: Überschwemmungen durch Monsun: 66.000 Menschen flüchten
Rund 66.000 Menschen sind im Nordosten Indiens vor den Monsunregen und Überschwemmungen auf der Flucht. Im Bundesstaat Assam überflutete der Fluss Brahmaputra rund 13.000 Hektar Land, wie die Regierung der Region mitteilte. Die östliche Stadt Patna war nach drei Tagen Regen praktisch lahmgelegt. Der Monsun sorgt jedes Jahr in Indien für heftige Überschwemmungen. Landesweit kamen seit dem Beginn der Regensaison im Mai mindestens 140 Menschen ums Leben. => Naturkatastrophen |
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09.06.2006 S. 535 dnr = 1633 |
Transplantation nach Genmanipulation: Tierorgane sollen Menschen retten
Tierorgane könnten nach Einschätzung von Forschern schon in wenigen Jahren Menschenleben retten. "Wir rechnen im Jahr 2010 mit ersten klinischen Versuchen zur Transplantation von Schweineherzen auf den Menschen", sagte Christopher McGregor von der Mayo Cli-nic in Rochester (USA) auf einem Kongress am Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin. Genetische Manipulationen ermöglichen, die Organe der Tiere so zu verändern, dass Abstoßungsreaktionen gemildert oder unterdrückt werden, hieß es. Paviane würden derzeit bereits bis zu acht Wochen mit einem Schweineherzen leben. => Gesundheit Gen-/Biotechnologie |
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09.06.2006 S. 539 dnr = 1634 |
Bakterien/ Pilze: Per Staubkorn über den Atlantik
Bakterien und Pilze können auf Staubpartikeln von Afrika über den Atlantik gelangen. Den Staub wirbeln Stürme in der Sahara auf und befördern ihn von Kontinent zu Kontinent. Ein Gramm Wüstenstaub kann dabei eine Milliarde Bakterien mit sich tragen. Das berichteten Wissenschaftler von der Forschungsorganisation US Geological Survey. Die Forscher untersuchten Luftproben auf lebensfähige Bakterien und Pilze.An Tagen, an denen Meteorologen die meisten Staubpartikel in der Luft vorhergesagt hatten, wurden dann auch am meisten Mikroorganismen entdeckt. => Gesundheit Natur & Umwelt |
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08.06.2006 S. 116 dnr = 1608 |
Al-Kaida-Anführer Sarkawi getötet
Der meistgesuchte Terrorist im Irak, al Sarkawi, ist nach amerikanischen und irakischen Angaben getötet worden. Regierungschef al Maliki sagte, der Al-Kaida-Anführer sei bei einem Angriff nördlich von Bakuba ums Leben gekommen. Die US-Armee veröffentlichte ein Foto von al Sarkawis Leichnam. Auch ein Video des Bombenabwurfs wurde gezeigt. Der 39-Jährige sei am Vorabend zusammen mit sieben seiner Komplizen bei einem US-Luftangriff getötet worden. Die irakischen Sicherheitskräfte hätten bei der Vorbereitung des Angriffs geholfen. => Irak Terrorismus |
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08.06.2006 S. 117 dnr = 1609 |
Bush lobt Iraker und Amerikaner
US-Präsident Bush hat die Tötung des Terroristen al Sarkawi als "Sieg im Krieg gegen den Terror" bezeichnet. Das irakische Volk könne stolz auf die Fortschritte bei der Sicherheit sein.Stolz könnten auch die Amerikaner auf "den Mut und die Professionalität der besten Armee der Welt" sein, sagte Bush in Washington. Kanzlerin Merkel äußerte sich erleichtert über den Tod von al Sarkawi. Es sei eine "gute Nachricht", dass er nicht mehr der "Drahtzieher menschenverachtender Anschläge" sein werde. => Irak |
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08.06.2006 S. 120 dnr = 1610 |
Vorwürfe der IAEO an Iran
Iran hat in den vergangenen Wochen die Arbeiten in der Urananreicherungsanlage in Natans fortgesetzt. Das geht aus einem vertraulichen Bericht der Atomenergiebehörde IAEO hervor, der der dpa vorliegt. Demnach haben Techniker in Natans erst in dieser Woche erneut das Anreicherungsgas UF-6 in Gaszentrifugen gefüllt. Die Regierung lehne es zudem ab, die Atomanlagen von Kameras überwachen zu lassen. Die IAEO beklagt, Iran habe in jüngster Zeit nichts mehr zur Aufklärung beigetragen und Briefe nicht beantwortet. => Iran IAEO Uran |
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08.06.2006 S. 121 dnr = 1611 |
Iran will über "Bedenken" reden
Iran hat sich zu neuen Gesprächen über sein Atomprogramm bereit erklärt. Darin sollten "wechselseitige Bedenken" angesprochen werden, um Missverständnisse auszuräumen, sagte Präsident Ahmadinedschad in Kaswin westlich von Teheran. Sein Land verlange "eine Atmosphäre von Gleichheit und Respekt". In der im Fernsehen übertragenen Rede sagte er weiter, der Westen täusche sich, wenn er glaube, "dass die iranische Nation über ihr Schicksal verhandeln wird". Zum Vorschlag der internationalen Gemeinschaft äußerte er sich nicht. => Atomwaffen Iran |
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08.06.2006 S. 122 dnr = 1612 |
Afghanistan: Nato will Isaf-Mission ausweiten
Die Nato will ihren Afghanistan-Einsatz auf das ganze Land ausweiten - auch auf den als gefährlich geltenden Osten. Nach den Worten von Generalsekretär de Hoop Scheffer könnte dies bereits bis November geschehen. Niemand solle daran zweifeln, "dass die Nato entschlossen ist und die Fähigkeit für diese Mission hat", sagte er bei einem Treffen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel. Bislang ist die Afghanistan-Schutztruppe Isaf vor allem im Westen und Norden des Landes im Einsatz. Knapp ein Drittel der 9000 Soldaten sind Deutsche. => Asien |
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08.06.2006 S. 123 dnr = 1613 |
Terroranschläge in London: Polizisten bleiben verschont
Der Tod eines versehentlich getöteten Brasilianers in London vor gut einem Jahr wird anscheinend keine Folgen für die beteiligten Polizisten haben. Das berichtet die "Daily Mail". Die Beamten hatten den Mann kurz nach den Anschlägen von London bei einem Anti-Terror-Einsatz erschossen. Der Zeitung zufolge wird sich keiner von ihnen vor Gericht verantworten müssen. Das Blatt beruft sich auf die Staatsanwaltschaft. Die Entscheidung sorgte für Empörung bei den Angehörigen des 27-jährigen Opfers. => Terrorismus |
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08.06.2006 S. 125 dnr = 1614 |
Verpflichtung durch Bundesnetzagentur: Vattenfall muss Preise senken
Die Bundesnetzagentur hat den Stromkonzern Vattenfall verpflichtet, ab 1.Juli seine Durchleitungsgebühren um 18 Prozent zu senken. Behördenchef Kurth sagte, dies werde direkte Auswirkungen auf die an das Vattenfall-Netz angeschlossenen Verteiler haben. Indirekt profitierten auch die Endkunden von geringeren Kosten. Die vor allem in Ostdeutschland tätige Vattenfall kündigte rechtliche Schritte an. Die Entscheidung der Netzagentur sei "rechtswidrig" und werde "vor Gericht keinen Bestand haben". => Strom |
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08.06.2006 S. 127 dnr = 1615 |
Kanaren: Flüchtlinge aufgegriffen
Die spanische Küstenwache hat vor den Kanarischen Inseln drei Flüchtlingsboote mit rund 130 Afrikanern an Bord aufgebracht. Unter ihnen seien mehrere Kinder, teilten die Behörden auf Gran Canaria mit.Der Zustand der illegalen Zuwanderer sei gut. Sie wurden in Aufnahmelager gebracht. Angesichts der ruhigen See befürchten die Kanaren einen neuen Flüchtlingsansturm. Presseberichten zufolge sollen von Westafrika aus bis zu 30 Boote Kurs auf den Archipel genommen haben. => Migration |
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08.06.2006 S. 142 dnr = 1616 |
Porträt: Abu Mussab al Sarkawi
Der Jordanier al Sarkawi galt als Anführer der Gruppe "Islamische Einheit und Heiliger Krieg", die sich zu zahlreichen brutalen Anschlägen und Entführungen im Irak bekannt hatte. Im Oktober 2004 ernannte Al-Kaida-Anführer Bin Laden den 39-jährigen zu seinem Stellvertreter. Daraufhin nannte sich Sarkawis Gruppe in "Al-Kaida-Organisation für den Heiligen Krieg im Irak" um. Experten gehen davon aus, dass die Gruppe im Irak trotzdem weitgehend autonom operierte. Anders als Bin Laden gab sich al Sarkawi nicht als spiritueller Führer, sondern als "Gotteskrieger", der selbst an vorderster Front kämpfte. In seinem Heimatland Jordanien wurde al Sarkawi 2002 in Abwesenheit zum Tode verurteilt, weil er Anschläge auf israelische und amerikanische Ziele geplant habe. In den vergangenen Jahren kamen weitere Strafen hinzu. Al Sarkawi war der meistgesuchte Terrorist im Irak. Die USA hatten ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt. => Irak Terrorismus |
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08.06.2006 S. 156 dnr = 1617 |
UN-Menschenrechtskommissarin: Asturien-Preis für Irin Robinson
Die frühere irische Staatspräsidentin Mary Robinson erhält den mit 50.000 Euro dotierten Prinz-von-Asturien-Preis in der Sparte Sozialwissenschaften. Die Jury im nordspanischen Oviedo würdigte in ihrer Begründung das mutige Engagement der 62 Jahre alten Juristin und einstigen UN-Menschenrechtskommissarin im Kampf gegen jede Art von Diskriminierung. Robinson ist die erste Frau, die die seit 1981 vergebene Ehrung in dieser Sparte erhält. Der Prinz-von-Asturien-Preis gilt als "spanische Version des Nobelpreises". => Menschenrechte |
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08.06.2006 S. 158 dnr = 1618 |
Kindersicherheitstag: Viele Verletzungen beim Ballspiel
Fußball, Basketball oder Handball bergen für Schüler ein besonderes Verletzungsrisiko. Das geht aus einer Statistik des Bundesverbandes der Unfallkassen hervor. Doch je mehr sich die Kinder bewegen, desto geringer wird die Unfallgefahr. Das unterstreicht auch das Motto des 7.Kindersicherheitstags, der an diesem Samstag in Deutschland begangen wird: "Mehr Bewegung, weniger Unfälle". Sport und Bewegung förderten neben der Geschicklichkeit auch das Reaktionsvermögen, die Koordination und die Wahrnehmung der Kinder, so die Veranstalter. => Gesundheit Kinder/Jugendliche |
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08.06.2006 S. 535 dnr = 1619 |
Genveränderte "Lifestyle-Haustiere": Katze für Allergiker gezüchtet
Gute Nachricht für Katzenliebhaber mit Allergien: Kalifornische Forscher haben die nach ihren Worten erste hypoallergene Katze vorgestellt. Sie soll bei Menschen keine Allergien mehr auslösen.Das Biotech-Unternehmen Allerca in San Diego will die ersten Züchtungen Anfang 2007 auf den Markt bringen. Ihnen fehlt das Gen, das den problematischen Eiweißstoff in Fell und Speichel von Katzen produziert. Dies sei erst der Beginn einer ganzen Serie von "Lifestyle-Haustieren", hieß es in einer Firmenmitteilung. Die Katze soll umgerechnet rund 3100 Euro kosten. => Gen-/Biotechnologie |
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08.06.2006 S. 536 dnr = 1620 |
Rettung für den Ostsee-Dorsch
An der deutschen Ostseeküste soll im kommenden Jahr ein groß angelegter Versuch zur Stabilisierung der Dorschbestände beginnen. Dazu sollen in Rostock Dorsche gezüchtet und später millionenfach als ein bis fünf Gramm schwere Setzlinge in die Küstengewässer gebracht werden. Das von Bund und Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam vorangetriebene Projekt, das am Donnerstag auf dem Deutschen Fischereitag in Schwerin vorgestellt wurde, ist eine Reaktion auf die seit Jahrzehnten sinkenden Dorschbestände. => Bio-Vielfalt Nahrung |
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08.06.2006 S. 537 dnr = 1621 |
Klimawandel/ Evolutionsbiologie: Tierwelt passt Erbgut dem Klima an
Der Klimawandel schlägt sich im Erbgut der Tierwelt nieder. Jedoch sind kleine Arten mit kurzer Lebensspanne meist besser in der Lage, sich genetisch auf die globale Erwärmung einzustellen. Dagegen laufen die großen Tierarten Gefahr, vom Klimawandel überrollt und ausgelöscht zu werden, warnen Evolutionsbiologen der Universität von Oregon. Wie die Forscher in "Science" (Bd.312) berichten, haben sich viele Arten auf kürzere Winter eingestellt: Kanadas Eichhörnchen bekommen früher Nachwuchs, europäische Vögel überwintern nicht mehr am Mittelmeer sondern in England. => Bio-Vielfalt Klimawandel |
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08.06.2006 S. 539 dnr = 1622 |
Stammzellen/ menschliche Embryonen: Klonversuch an der Harvard-Uni
Gentechniker an der US-Eliteuniversität Harvard haben mit Arbeiten zum Klonen menschlicher Embryonen begonnen. Wie das Forscherteam in Cambridge mitteilte, ist es das Ziel der Forschungen, aus den Klon-Embryonen Stammzellen-Linien für die Entwicklung von Therapien gegen bislang unheilbare Krankheiten zu gewinnen. Das Klonen menschlicher Embryonen ist in den USA zwar heftig umstritten, im Gegensatz zu Deutschland aber nicht verboten. Harvard-Präsident Summers betonte, ethische Bedenken würden durch die erhofften Ergebnisse überwogen. => Gen-/Biotechnologie |
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07.06.2006 S. 116 dnr = 1594 |
Darf Iran doch Uran anreichern?
Die UN-Vetomächte und Deutschland sind anscheinend bereit, Iran im Atomstreit weit entgegen zu kommen. Nach Medienberichten stellen sie Iran in Aussicht, eines Tages unter Auflagen Uran anreichern zu dürfen. Dafür müsse das derzeitige Atomprogramm aber ausgesetzt werden, so die "Washington Post". Später müssten die Atomenergiebehörde IAEO und die Uno zu der Überzeugung gelangen, dass Irans Atomprogramm friedlichen Zwecken diene. Bis dafür alle Kriterien erfüllt seien, könnten jedoch Jahre vergehen, so die Zeitung. => Iran Uran |
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07.06.2006 S. 117 dnr = 1595 |
Merkel: Angebot an Iran änderbar
Bundeskanzlerin Merkel schließt Änderungen am westlichen Angebot zur Lösung des Atomstreits mit Iran nicht aus. Als Voraussetzung für Gespräche über das Verhandlungsangebot der UN-Vetomächte und Deutschlands müsse Iran aber seine Uran-Anreicherung stoppen, sagte Merkel. Die Kanzlerin beriet anschließend mit dem EU-Außenbeauftragten Solana über das weitere Vorgehen. Solana hatte Iran am Dienstag das Paket vorgelegt.Der Inhalt wurde nicht veröffentlicht, Teheran zeigte sich jedoch gesprächsbereit. => Iran Uran |
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07.06.2006 S. 122 dnr = 1596 |
Voraustruppe in Kongo angekommen
Ein Vorauskommando der EU ist in Kongo eingetroffen und bereitet dort den auf vier Monate angelegten Einsatz vor. Nach Angaben eines Sprechers der EU-Truppe handelt es sich um eine "Handvoll Soldaten" aus Deutschland, Belgien und Frankreich. Auf Bitten der Uno sichert die EU die Wahlen in Kongo am 30. Juli ab.Deutschland stellt knapp 800 der insgesamt 1700 Mann starken Mission. Der EU-Außenbeauftragte Solana bezeichnete den Kongo-Einsatz als Beispiel für künftige Aufgaben der EU. => Afrika |
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07.06.2006 S. 124 dnr = 1597 |
Djerba-Attentäter verurteilt
Vier Jahre nach dem Anschlag auf der Insel Djerba ist der Hauptangeklagte zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Tunis ordnete zudem eine Sicherheitsverwahrung des 44-jährigen Angeklagten an. Die Richter verurteilten ihn wegen Beihilfe zum Mord und der Herstellung eines Sprengsatzes. Der Neffe des Angeklagten hatte im April 2002 einen mit Flüssiggas gefüllten Laster in eine Synagoge auf der tunesischen Ferieninsel gelenkt. 21 Mencshen wurden bei dem Selbstmordanschlag getötet, unter ihnen 14 Deutsche. => Terrorismus |
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07.06.2006 S. 143 dnr = 1598 |
Porträt: Charlotte Knobloch
Mit ihrem Vorgänger Paul Spiegel verbindet Knobloch nicht nur die gemeinsame Arbeit. Wie Spiegel erlebte auch sie als Kind den NS-Terror. Knobloch wurde 1932 in München geboren, wenige Monate vor Hitlers Machtergreifung. Als kleines Mädchen erlebte sie die Zerstörung der Münchner Synagoge mit und musste zusehen, wie ihr Vater von der Gestapo verhaftet wurden. Knobloch überlebte den Krieg auf einem nordbayrischen Bauernhof: Eine Hausangestellte ihres Onkels gab sie als ihr eigenes Kind aus. Nach dem Krieg kehrte Knobloch nach München zurück und arbeitete in der Kanzlei ihres Vaters mit, der den Krieg als Zwangsarbeiter überlebt hatte. Knobloch engagierte sich früh in der jüdischen Gemeinde. 1981 wurde sie in den Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern gewählt, 1984 übernahm sie deren Vorsitz. Seit 1997 ist Knobloch Vizepräsidentin des Zentralrats der Juden. Seit vergangenem Jahr ist sie zudem Vizepräsidentin des Jüdischen Weltkongresses. 1999 kandidierte Knobloch schon einmal für den Posten des Zentralratsvorsitzenden, unterlag bei der Wahl jedoch Paul Spiegel. Sie gilt als politisch talentiert, durchsetzungsfähig und zielstrebig. Zu ihren wichtigsten Aufgaben gehörte bislang die Integration der aus Russland eingewanderten Juden. Eine Aufgabe, die sie auch als Präsidentin des Zentralrats in Zukunft weiter beschäftigen wird. => Sozialwissenschaften |
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07.06.2006 S. 144 dnr = 1599 |
Organisation des Zentralrats der Juden
Der Zentralrat der Juden unterteilt sich in die Ratsversammlung (Gemeindevertretung), das Direktorium (Vertretung der Landesverbände und der Großgemeinden) und das Präsidium (Exekutive). Die Ratsversammlung ist Parlament und oberstes Entscheidungsgremium. In ihr sitzt jeweils für 1000 Gemeindemitglieder ein Delegierter. Die Versammlung wählt drei, das Direktorium sechs Mitglieder für drei Jahre ins Präsidium. Das Präsidium wiederum wählt aus seiner Mitte den Präsidenten und zwei Vizepräsidenten. Der Zentralrat der Juden vertritt heute knapp 100.000 Mitglieder. Ein Großteil davon sind russische Einwanderer. Derzeit gehören dem Zentralrat 85 jüdische Gemeinden an. Die größte Gemeinde, Berlin, hat über 10.000 Mitglieder. Vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahre 1933 hatten in Deutschland über 500.000 Juden gelebt.Die Befreiung durch die Alliierten erlebten nur rund 15.000 deutsche Juden.1945 wurden insgesamt 51 jüdische Gemeinden wiedergegründet. Ein Jahr später lag die Zahl bereits bei 67. => Sozialwissenschaften |
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07.06.2006 S. 161 dnr = 1600 |
Weltweit 191 Millionen Migranten
Etwa 191 Millionen Menschen weltweit leben nicht in ihrem Heimatland. Dies geht aus dem Migrationsbericht der Vereinten Nationen (UN) hervor, den Generalsekretär Kofi Annan in New York vorlegte. Während die meisten der Auswanderer in reichen Ländern lebten, seien etwa 75 Millionen von ihnen von einem Entwicklungsland in ein anderes gezogen. Über ein Drittel aller Migranten lebten 2005 in Europa. Die Migration sei eine der großen Fragen der Gegenwart, so Annan. Er schlug die Einrichtung eines ständigen UN-Forums zu Migrationsfragen vor. => Migration |
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07.06.2006 S. 162 dnr = 1601 |
Kanaren erwarten Flüchtlingsansturm
Die Kanarischen Inseln befürchten einen neuen Ansturm afrikanischer Flüchtlinge. Von Senegal, Mauretanien und Guinea-Bissau aus hätten rund 30 Boote mit insgesamt fast 2000 Menschen an Bord Kurs auf den Archipel genommen, berichtet die spanische Zeitung "El Mundo" unter Berufung auf die Polizei. Rund 180 km vor der Küste Westafrikas habe ein Aufklärungsflugzeug eine größere Ansammlung von Flüchtlingsbooten gesichtet. Die Schleuserbanden wollen demnach das gute Wetter nutzen, um möglichst viele illegale Zuwanderer auf die Kanaren zu bringen. => Migration |
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07.06.2006 S. 163 dnr = 1602 |
Frauen immer noch selten Chefs
Der Weg von Frauen in den Chefsessel bleibt einer Studie zufolge schwierig.Kinder und Arbeitsteilung in Partnerschaften seien nach wie vor Karrierehindernisse, erklärte das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit zum Ergebnis einer Studie. Demnach stieg zwar der Anteil von Frauen in Führungspositionen im Westen auf 22 % im Jahr 2004 von 20 % im Jahr 2000. Im Osten kletterte der Anteil von 25 auf 28 %. Doch der Frauenanteil bei Leitungsfunktionen in Vollzeit stieg nicht; bei weiblichen Führungskräften mit Kindern ging er sogar zurück. => Frauen |
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07.06.2006 S. 165 dnr = 1603 |
Jeder Vierte kann nicht schwimmen
Jeder vierte Bundesbürger kann nicht schwimmen, und die Zahl der Nichtschwimmer steigt weiter. Diese Tendenz sei ein Grund für die steigende Zahl lebensgefährlicher Badeunfälle, teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mit. Besonders bedenklich sei die Situation bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre, von denen sogar jeder Dritte Nichtschwimmer sei. Die Zahl der Menschen, die von Rettungsschwimmern der DLRG vor dem Ertrinken gerettet wurden, stieg im vergangenen Jahr um rund 24 % auf bundesweit 855 Personen. => Gesundheit |
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07.06.2006 S. 535 dnr = 1604 |
Neandertaler waren unsere Vettern
Die Neandertaler waren entfernte Vettern der heutigen Menschen - nicht aber unsere direkten Urahnen. Wie französische Forscher mit Hilfe eines Gen-Tests am ältesten bekannten Neandertaler-Fossil belegten, paarten sich Neandertaler jedenfalls nicht mit Menschen-Vorfahren Die Studie der Wissenschaftler stützt die Erkenntniss, dass die Neandertaler vor knapp 30.000 Jahren ausstarben, ohne Nachkommen zu hinterlassen. Die stämmigen Neandertaler wurden durch die wendigeren Cro-Magnon-Menschen verdrängt,die vermutlich aus dem Mittleren Osten nach Europa eingewandert waren. => Bio-Vielfalt |
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07.06.2006 S. 536 dnr = 1605 |
Universelles Gegengift bei Bissen
Britische Wissenschaftler haben ein Verfahren zur Gewinnung eines universellen Gegengifts bei Schlangenbissen entwickelt. Das Mittel kann bei Bissen mehrerer afrikanischer Schlangenarten eingesetzt werden und soll billiger in der Herstellung sein als herkömmliche Gegengifte. Damit könnten gerade in Entwicklungsländern, wo Schlangenseren für die Bevölkerung oft unbezahlbar sind, Menschenleben gerettet werden, meldet der Online-Dienst des Wissenschaftsmagazins "New Scientist". => Gesundheit |
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07.06.2006 S. 537 dnr = 1606 |
UNEP-Report Wüsten massiv bedroht
Die Wüstenlandschaften der Erde sind von der fortschreitenden Erderwärmung stärker bedroht als je zuvor. Wegen des zunehmenden Rückgangs der ohnehin knappen Wasservorräte stehe diesen Regionen ein dramatischer Wandel bevor, berichtet das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (Unep). Voraussagen gehen von einem Rückgang der ohnehin seltenen Regenfälle um ein Fünftel und Anstiegen der mittleren Temperaturen von bis zu sieben Grad in diesem Jahrhundert aus. Eine weitere Gefahr sei der Mensch: Immer mehr Wüstengebiete würden besiedelt. => Boden Globale Agenda 21 Klimawandel |
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07.06.2006 S. 538 dnr = 1607 |
China räumt arge Umweltprobleme ein
China bekommt seine wachsende Umweltverschmutzung nicht in den Griff. Die anhaltende Verschlechterung der Ökologie sei nicht unter Kontrolle, heißt es in einem Weißbuch zum Umweltschutz, das die Regierung in Peking veröffentlichte.Die Umweltzerstörung schreite voran. Die Umwelt in fast zwei Drittel des Landes sei "anfällig". 90 % des Graslandes verschlechterten sich weiter, so dass sich die Wüstenbildung fortsetze.Zu viele Bäume würden abgeholzt. Die Bauern setzten zu viel Dünger und Insektenvernichtungsmittel ein. Die Küstengewässer seien verschmutzt. => Natur & Umwelt |
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06.06.2006 S. 116 dnr = 1585 |
Iran will Vorschläge prüfen
Iran hat angekündigt, das Angebot der internationalen Gemeinschaft im Atomstreit gründlich zu prüfen und darauf zu antworten.Das sagte Irans Chefunterhändler Laridschani nach einem Gespräch mit dem EU-Außenbeauftragten Solana. Nach den Vorschlägen soll Iran Hilfe bei der friedlichen Nutzung der Atomkraft erhalten. Dafür soll das Land auf die Urananreicherung verzichten. Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Staatschef Chirac hoffen nun auf positive Signale aus Teheran. Das gaben sie bei ihrem Treffen in Rheinsberg bekannt => Atomwaffen Iran |
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06.06.2006 S. 119 dnr = 1586 |
Mikrozensus: Immer weniger Traditionsfamilien
Es gibt immer weniger verheiratete Ehepaare mit Kindern in Deutschland. Das zeigt der heute veröffentlichte Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes. Die Statistiker zählten im vergangenen Jahr 12,6 Millionen Traditionsfamilien, 1996 waren es noch 13,2 Millionen.Der Anteil der Alleinerziehenden und der Paare ohne Trauschein nahm hingegen zu. Der Mikrozensus ist die größte jährliche Bevölkerungsbefragung Europas insgesamt nimmt ein Prozent der deutschen Bevölkerung daran teil. => Bevölkerung |
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06.06.2006 S. 121 dnr = 1587 |
WM/ Irans Präsident Ahmadinedschad: Keine Handhabe gegen Besuch
Die Bundesregierung hat nach Ansicht des SPD-Innenexperten Wiefelspütz keine Möglichkeit, einen Besuch des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad bei der Fußball-WM zu verhindern. "Die Bundesrepublik Deutschland hat als Staat ein Problem damit, einen Staatspräsidenten unfreundlich zu behandeln", sagte Wiefelspütz der "Berliner Zeitung". "Wir können die Tür nicht zumachen, wenn er anklopft." Ahmadinedschad plant offenbar einen WM-Besuch, sollte die iranische Nationalmannschaft das Achtelfinale erreichen. => Iran |
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06.06.2006 S. 123 dnr = 1588 |
Abbas verlängert Ultimatum
Nach dem Scheitern der Gespräche mit der radikalislamischen Hamas hat Palästinenserpräsident Abbas sein Ultimatum verlängert. Die Hamas-Regierung habe nun drei Tage länger Zeit, einem politischen Grundsatzdokument zuzustimmen, teilte die PLO mit. Das Dokument erkennt zumindest indirekt das Existenzrecht Israels an. Ansonsten will Abbas die Palästinenser in einem Referendum über einen zukünftigen palästinensischen Staat und damit auch über eine Anerkennung Israels abstimmen lassen. => Nahost |
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06.06.2006 S. 125 dnr = 1589 |
Klimaschutz: 20 Jahre Bundesumweltministerium
Das Bundesumweltministerium hat sein 20-jähriges Jubiläum mit einem Festakt und einem Kongress gefeiert. Bundeskanzlerin Merkel, die von 1994 bis 1998 selbst Umweltministerin war, rief die Industrieländer dazu auf, weitere Anstrengungen beim Klimaschutz zu unternehmen. Umweltminister Gabriel verwies auf wirtschaftliche Erfolge: "Mit 1,5 Millionen Beschäftigten ist die Umweltbranche zum Jobmotor geworden." Zum Geburtstag kamen auch die früheren Ressortchefs Trittin und Töpfer. => Klima Natur & Umwelt |
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06.06.2006 S. 146 dnr = 1590 |
Streit um Irans Atomprogramm
Seit Dezember 2004 führen Frankreich, Deutschland und Großbritannien im Auftrag der EU Verhandlungen mit Iran über sein Atomprogramm. Teheran soll zum Verzicht auf die Urananreicherung bewegt werden, da dabei atomwaffentaugliches Uran erzeugt werden könnte. Die EU gesteht Iran ein ziviles Nuklearprogramm zu und will Teheran dabei im Gegenzug für den Verzicht auf die Anreicherung durch Brennstablieferungen unterstützen. Teheran beharrt darauf, als Unterzeichner des Atomwaffensperrvertrags das Recht zu haben, Brennstoff für eigene Reaktoren zu produzieren. => Atomwaffen Iran |
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06.06.2006 S. 159 dnr = 1591 |
Hochwasser steigt in Ostpolen
Das Hochwasser der Weichsel und ihrer Zuflüsse in Polen ist im Südosten langsam zurückgegangen. Im Osten stieg der Wasserstand dagegen immer noch. In der Region Podkarpacie wurden rund 10.000 Hektar Land überflutet sowie Straßen und Brücken zerstört. Das Wasser drang in mehr als tausend Gebäude ein. Im ostpolnischen Annapol schwoll dagegen die Weichsel in der Nacht zu Dienstag auf fünf Meter an und erreichte die Alarmmarke. Die Feuerwehr rechnete damit, dass sich der Pegelstand noch weiter erhöht. => Hochwasser |
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06.06.2006 S. 162 dnr = 1592 |
Braunbär "JJ1" immer noch frei
Der Braunbär "JJ1" macht weiter das deutsch-österreichische Grenzgebiet unsicher. Am Montagnachmittag sei der Bär mit dem Spitznamen Bruno nahe dem österreichischen Grenzort Ehrwald von einer Touristin gesehen worden, sagte Polizeisprecher Schürgers. Über Pfingsten hatte das Tier in dem nahe gelegenen deutschen Urlaubsgebiet rund ums Wettersteingebirge insgesamt sechs Schafe getötet. "JJ1" soll laut Umweltministerium möglichst schnell gefangen oder notfalls erlegt werden. => Natur & Umwelt |
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06.06.2006 S. 545 dnr = 1593 |
Heizung muss an kalten Tagen laufen
Auch an den für die Jahreszeit ungewöhnlich kalten Tagen im Moment muss niemand in seinen vier Wänden frieren: Vermieter müssen bei einem Kälteeinbruch im Frühjahr oder Sommer die Heizung einschalten, wie der Deutschen Mieterbund in Berlin erklärte. Mieter hätten Anspruch auf eine mindestens 20 bis 22?C warme Wohnung. Stehe im Mietvertrag, dass die Heizung außerhalb der Heizperiode nicht betrieben werden muss, sei die Vertragsklausel unwirksam. Die Heizperiode reicht laut Mieterbund maximal bis Ende April. => Energie/ Ressourcen |
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05.06.2006 S. 117 dnr = 1575 |
Neue schwere Gewaltwelle im Irak
Bei Anschlägen sind im Irak mehr als 30 Menschen getötet worden. Nahe der Stadt Bakuba erschossen Aufständische 24 Zivilisten. Die meisten der Opfer waren Studenten. In Basra kamen bei einem Feuergefecht in einer sunnitischen Moschee zwölf Menschen ums Leben. Die US-Armee räumte unterdessen ein, am Freitag bei einer Übung "versehentlich" drei Zivilisten getötet zu haben. Vier weitere wurden verletzt. Über das Schicksal von vier in Bagdad entführten russischen Botschaftsmitarbeitern gibt es weiter keine Gewissheit => Irak |
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05.06.2006 S. 118 dnr = 1576 |
Unruhen in Gaza halten an
Im Gaza-Streifen dauern die Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden palästinensischen Gruppierungen an. Nach Augenzeugenberichten wurden in Gaza-Stadt drei Passanten bei einem Feuergefecht von Hamas-Anhängern mit unbekannten Angreifern getötet. In Chan Junis starben eine schwangere Frau und ein Mann, als das Auto eines lokalen Hamas-Führers beschossen wurde. Rund 10.000 Mitarbeiter der insgesamt über 165.000 Beschäftigten der palästinensischen Autonomiebehörde erhielten indes erstmals seit Monaten ein Gehalt. => Nahost |
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05.06.2006 S. 120 dnr = 1577 |
Erneute Unruhen in Osttimor
In Osttimors Hauptstadt Dili ist die Gewalt erneut aufgeflammt. Australische Soldaten setzten Tränengas gegen randalierende Jugendgangs ein, die sich in den Straßen mit Steinen und Werkzeugen Kämpfe geliefert und mehrere Häuser in Brand gesetzt hatten. Auslöser der Unruhen war die Entlassung von rund 600 Soldaten aus der Armee. Osttimors Außenminister Horta, der auch Verteidigungsminister ist, will heute mit den Anführern der aufständischen Soldaten zusammentreffen, um über eine Lösung des Konflikts zu verhandeln. => Asien |
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05.06.2006 S. 121 dnr = 1578 |
Iran droht mit Öl-Blockade
Iran hat die USA für den Fall eines Militärschlags gegen Nuklearanlagen des Landes vor einer weltweiten Energiekrise gewarnt. In einem solchen Fall werde die Energieversorgung aus der Region "ernsthaft gefährdet", drohte das geistliche Oberhaupt, Ajatollah Chamenei. Die USA und ihre Verbündeten könnten nicht alle Schiffe in der Straße von Hormus schützen, durch die ein Großteil der Öllieferungen in den Westen gelangt. Teheran könnte den Seeweg relativ leicht blockieren. => Atomwaffen Fossile Energien Iran |
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05.06.2006 S. 123 dnr = 1579 |
China:Drastische Umweltzerstörung
China bekommt seine zunehmende Umweltverschmutzung nicht in den Griff. Die jährlichen Kosten der ökologischen Zerstörung sind bereits so hoch wie das Wirtschaftswachstum. Bei der Vorstellung eines Weißbuchs der Regierung zum Umweltschutz in Peking bezifferte der Vizechef des staatlichen Umweltamtes die jährlichen Schäden auf 200 Milliarden US-Dollar. Das entspricht zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Der erste große Umweltbericht seit zehn Jahren demonstriert die Unverträglichkeit des schnellen Wachstums von ca.10% => Natur & Umwelt |
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05.06.2006 S. 124 dnr = 1580 |
Annan zum Umwelttag: Wüsten auf dem Vormarsch
Die Vereinten Nationen haben vor einem weiteren Vordringen der Wüsten auf der Welt gewarnt. Die voranschreitende Verwüstung stelle ein großes Hindernis bei der Bekämpfung der Armut dar und könne Konflikte auslösen, erklärte UN-Generalsekretär Annan zum internationalen Tag der Umwelt. Nach Angaben der Uno ist bis zu einem Fünftel der Erdoberfläche mit Wüsten bedeckt und weitere Gebiete drohen auszudörren. Besonders betroffen seien die Gebiete südlich der Sahara und Südasien, der Schaden gehe in die Milliarden. => Boden Globale Agenda 21 |
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05.06.2006 S. 157 dnr = 1581 |
Erdrutsche/ Überschwemmungen: 100 Tote bei Monsunregen in Indien
Bei schweren Monsun-Regenfällen in Nordindien sind nach Abgaben der Behörden mindestens 114 Menschen ums Leben gekommen. Am schlimmsten betroffen war der Unionsstaat Uttar Pradesh, wo am Sonntag 18 Menschen getötet wurden. In der Hauptstadt Lucknow stürzten Häuser ein und begruben fünf Menschen unter sich. Insgesamt wurden in Uttar Pradesh 49 Tote registriert, wie ein Polizeisprecher erklärte. Hunderte Einwohner mussten ihre Häuser verlassen. Die Regenfälle lösten Erdrutsche und Überschwemmungen aus. => Naturkatastrophen |
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05.06.2006 S. 159 dnr = 1582 |
Braunbär "JJ1" schlägt erneut zu
Der Braunbär JJ1 hat an Pfingsten zwei Mal in Bayern zugeschlagen. Das Tier tötete im Landkreis Garmisch-Partenkirchen sieben Schafe, zwei Schafe und ein Ziegenkitz überlebten die Attacke mit Verletzungen. Die Tiere wurden am Sonntag bei Mittenwald gefunden, eines davon nur 70 Meter von einem Gasthof entfernt. Die Behörden gehen von einer Gefahr für Menschen aus, obwohl sie den Braunbär nicht für aggressiv gegen Menschen einstufen. Sie haben eine finnische Hundestaffel angefordert, um den Bären einzufangen. => Natur & Umwelt |
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05.06.2006 S. 160 dnr = 1583 |
Erste Waldbrände in Portugal
In Portugal sind die ersten größeren Waldbrände des Jahres ausgebrochen. Bei rund 30 Grad Hitze fraßen sich die Flammen nahe Amarante östlich von Porto durch 350 Hektar Unterholz und Buschland, wie die Behörden mitteilten. Ursache des Feuers war der Absturz eines Kleinflugzeuges. Rund 120 Feuerwehrleute und 60 Soldaten waren im Einsatz. Weitere Feuer wurden aus Fragoso, nördlich von Porto, und aus der Nähe von Aveiro gemeldet. Insgesamt kämpften etwa 450 Feuerwehrleute und Helfer gegen die Flammen. => Wald |
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05.06.2006 S. 535 dnr = 1584 |
Meteorit: Riesiger Krater in der Antarktis
Ein internationales Forscherteam hat unter dem Eis der Antarktis einen riesigen Krater entdeckt. Die Struktur ist etwa 250 Millionen Jahre als, hat einen Durchmesser von fast 500 km und muss von einem sehr großen Meteoriten stammen. Der Aufprall könnte nach Ansicht der Wissenschaftler das große Massensterben am Ende des Erdzeitalters Perm zur Folge gehabt haben und war möglicherweise auch der Auslöser dafür, dass sich Australien von dem früheren Superkontinent abgespalten hat. => Natur & Umwelt |
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02.06.2006 S. 116 dnr = 1568 |
Massaker im Irak: Haditha - kein Einzelfall?
Nach dem Bekanntwerden des mutmaßlichen Massakers von Haditha werden weitere Anschuldigungen gegen die US-Armee im Irak laut. Dem ARD-Studio Amman liegt Filmmaterial vor, das mehrere tote Kleinkinder zeigt. Zeugen, die in den Aufnahmen zu Wort kommen, berichten, US-Soldaten hätten elf Menschen erschossen, weil sie das Haus der Familie für einen Terroristen-Unterschlupf hielten. Der Vorfall geschah im Bezirk al Ishaki. Die US-Armee habe die irakische Polizei an Ermittlungen gehindert. => Irak |
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02.06.2006 S. 118 dnr = 1569 |
Iran beharrt auf Atomprogramm
Iran bleibt offenbar bei seiner harten Haltung im Atomstreit. Präsident Ahmadinedschad bekräftigte, dass "der Druck einiger westlicher Länder" Iran nicht dazu bewege, auf ein Atomprogramm zu verzichten. Die fünf Veto-Mächte im UN-Sicherheitsrat sowie Deutschland hatten sich geeinigt, Iran ein gemeinsames Angebot vorzulegen. Einzelheiten dazu wurden nicht genannt. Sollte Teheran ablehnen und auf die Anreichung von Uran nicht verzichten, so drohen die sechs Staaten Iran Sanktionen an. => Atomwaffen Iran Sicherheitsrat |
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02.06.2006 S. 119 dnr = 1570 |
Negroponte: Iran will Atombombe
Iran könnte laut US-Geheimdienstchef Negroponte "irgendwann zwischen Anfang und Mitte des nächsten Jahrzehnts" über eine Atombombe verfügen. Dass Teheran anscheinend fest entschlossen sei, die Bombe zu entwickeln, sei "Anlass zu großer Sorge", so Negroponte in der BBC Zur Einigung der UN-Vetomächte und Deutschlands auf eine gemeinsame Haltung im Atomstreit sagte er, nun müsse die Reaktion Irans abgewartet werden. Er nannte Iran den "Hauptsponsor von Terrorismus in der Welt".Negroponte war US-Botschafter bei der Uno und im Irak. => Atomwaffen Iran |
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02.06.2006 S. 120 dnr = 1571 |
Anti-Terror-Einsatz in London
Bei einem Anti-Terror-Einsatz im Osten Londons hat die britische Polizei einen Mann angeschossen und einen weiteren festgenommen. Der Verletzte wurde in ein Krankenhaus gebracht. An dem Großeinsatz waren insgesamt bis zu 250 Polizisten beteiligt. Spezialkräfte in Schutzanzügen gegen chemische und biologische Kampfstoffe stürmten die Wohnung. Die Behörden hätten Hinweise erhalten, die auf die Vorbereitung von Anschlägen hindeuteten, berichtete der britische Sender BBC. => Terrorismus |
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02.06.2006 S. 164 dnr = 1572 |
Feige ist älteste Kulturpflanze
Ein Feigenbaum ist vermutlich die erste vom Menschen angebaute Pflanze gewesen.Forscher aus den USA und Israel fanden im Jordantal kleine Feigen, die vermutlich vor 11.400 Jahren geerntet wurden.Damit haben die Menschen im Nahen Osten bereits 5000 Jahre eher Feigen gezüchtet als bislang bekannt. Weizen, Gerste und Gemüse kamen 1000 Jahre später hinzu, Wein und Oliven sogar erst 5000 Jahre später. Die Forscher fanden die Feigen bei Jericho. Ihr gut erhaltener Zustand weist darauf hin, dass sie für den menschlichen Verzehr gedörrt worden waren. => Nahrung |
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02.06.2006 S. 535 dnr = 1573 |
WBGU-Sondergutachten: Sturmfluten durch Klimawandel
Der Klimawandel lässt die Gefahr von Sturmfluten und Hurrikans einem Gutachten der Bundesregierung zufolge in den kommenden Jahrzehnten drastisch steigen. Die Küstenbewohner seien zunehmend einer Bedrohung durch Überflutung und Wirbelstürme ausgesetzt, heißt es in einem Sondergutachten des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung. Die fortschreitende Erwärmung und Versauerung der Meere bedrohten zudem die Meeresumwelt und die durch Überfischung ohnehin schon geschwächten Fischbestände. Schuld sei der ungebremste Ausstoß von Kohlendioxid. => Klimawandel Naturkatastrophen WBGU |
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02.06.2006 S. 545 dnr = 1574 |
Mehr Pestizide in Obst und Gemüse
Die Belastung von Obst und Gemüse mit Pestiziden hat 2004 offenbar einen Rekordwert erreicht: 47 % der Obst- und Gemüseproben seien mit giftigen Spritzmitteln belastet gewesen - 3 % mehr als noch 2003, so die Umweltschutzorganisation unter Berufung auf bislang unveröffentlichte Daten der EU-Kommission. Viele der in Erdbeeren, Paprika oder Salat nachgewiesenen Pestizide seien krebserregend, nervenschädigend und könnten das Fortpflanzungsvermögen sowie das Hormon- und Immunsystem beeinträchtigen, erklärte Greenpeace-Experte Krautter. => Chemikalien Nahrung Gesundheit |
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01.06.2006 S. 116 dnr = 1539 |
ALG-II-Sanktionen verschärft
Der Bundestag hat strengere Regeln bei der Arbeitsmarktreform Hartz IV beschlossen. Dies beinhaltet schärfere Sanktionen für Arbeitslosengeld-II-Empfänger. Wer künftig binnen eines Jahres drei zumutbare Jobs ablehnt oder sich so verhält, dass er einen Job nicht bekommt, dem werden die Leistungen komplett gestrichen. Mit ihrem so genannten Fortentwicklungsgesetz für die Hartz-IV-Reform will die große Koalition die Kostenexplosion beim Arbeitslosengeld stoppen. => Sozialwissenschaften |
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01.06.2006 S. 117 dnr = 1540 |
Hartz-IV-Kosten gestiegen
Die Hoffnungen der Koalition, dass der Anstieg der Kosten für die Hartz-IV-Reform im April zum Stillstand gekommen sei, haben sich zerschlagen. Tatsächlich stiegen die Ausgaben für die Bezieher von Arbeitslosengeld II im Mai unerwartet stark an. Dies geht aus einer internen Übersicht der Bundesagentur für Arbeit hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Im Mai zahlten die Job-Center von Kommunen und Arbeitsagentur rund zwei Mrd.Euro ALG II aus. Das waren vier Prozent mehr als im April. => Sozialwissenschaften |
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01.06.2006 S. 118 dnr = 1541 |
Massaker an irakischen Zivilisten: Zeitung: US-Soldaten logen
In der Affäre um das mutmaßliche Massaker an irakischen Zivilisten durch US-Soldaten sollen einige Verantwortliche gegenüber ihren Vorgesetzten falsche Angaben gemacht haben. Diese hätten es ihrerseits versäumt, nachzuforschen. Die sei das Fazit der dreimonatigen Armee-Untersuchung des Falls, berichtete die Zeitung "Washington Post" unter Berufung auf einen Armeevertreter. Von bewusster Vertuschung werde in dem Bericht dennoch nicht die Rede sein. Als direkte Folge des Bericht sollen US-Soldaten ethisch geschult werden. => Irak |
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01.06.2006 S. 119 dnr = 1542 |
Massaker an irakischen Zivilisten: Strengere Regeln für Irak-Truppe
Wegen des mutmaßlichen Massakers an irakischen Zivilisten durch US-Soldaten in Haditha hat Ministerpräsident al Maliki strenge Regeln für die multinationalen Truppen in seinem Land gefordert. In einer Erklärung heißt es, solches Verhalten sei "nicht hinnehmbar und nicht zu rechtfertigen". Al Maliki kündigte zudem die Einsetzung einer Kommission an, die sich mit den politischen Konsequenzen auseinandersetzen soll. Es müssten klare Vorschriften für die ausländischen Truppen im Irak geschaffen werden, forderte er. => Irak |
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01.06.2006 S. 120 dnr = 1543 |
Fall al Masri:BND räumt Panne ein
Der Bundesnachrichtendienst (BND) wusste früher als bisher bekannt von der Verschleppung des Deutsch-Libanesen al Masri. Bereits im Januar 2004 habe ein Mitarbeiter von dem spektakulären Verschwinden in einer "mazedonischen Behördenkantine" erfahren, heißt es in einer BND-Erklärung. Die Information sei aber nicht weiter gegeben worden. Dies sei eine Informationspanne gewesen. Die Bundesregierung will von dem Vorfall erst Ende Mai 2004 unterrichtet worden sein. => Terrorismus |
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01.06.2006 S. 121 dnr = 1544 |
Auslandseinsatz der Bundeswehr: Kongo-Einsatz beschlossen
Der Bundestag hat die Entsendung deutscher Soldaten nach Kongo mit großer Mehrheit beschlossen. Für den Antrag der Regierung stimmten 440 Abgeordnete vor allem von Union, SPD und Grünen. Es gab 135 Gegenstimmen und 6 Enthaltungen Die 780 Soldaten sollen im Rahmen einer 1700 Mann starken EU-Truppe für vier Monate eingesetzt werden. Sie sollen für einen friedlichen Ablauf der ersten demokratischen Wahlen in Kongo seit Jahrzehnten garantieren. Die Kosten der Mission werden auf 56 Millionen Euro veranschlagt. => Afrika |
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01.06.2006 S. 122 dnr = 1545 |
Reaktionen zum Kongo-Einsatz
Während Union, SPD und Grüne das Kongo-Mandat für unerlässlich halten, lehnen FDP und Linkspartei.PDS den Einsatz ab. SPD-Fraktionsvize Kolbow und Unions-Außenexperte Klaeden (CDU) betonten, es gehe nicht nur um die Stabilität des Kongo allein, sondern um ein "Schlüsselland" des ganzen Kontinents. FDP-Außenexperte Hoyer bezeichnete den Antrag der Regierung als "stümperhaft". Wahlen allein würden Kongo nicht stabilisieren Der Wehrbeauftragte Robbe (SPD) kritisierte die Vorbereitung der Mission in der ARD als völlig unzureichend. => Afrika |
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01.06.2006 S. 123 dnr = 1546 |
Bundeswehr: Kosovo-Einsatz verlängert
Der Bundestag hat grünes Licht für die weitere Beteiligung der Bundeswehr am internationalen KFOR-Einsatz im Kosovo bis Mitte 2007 gegeben. In namentlicher Abstimmung votierten 516 Abgeordnete für den Antrag der Bundesregierung, das KFOR-Mandat der Bundeswehr über den 11.Juni hinaus um zwölf Monate zu verlängern. Dagegen stimmten 54 Parlamentarier. Die Bundeswehr ist seit Juni 1999 im Kosovo präsent. Derzeit ist Deutschland mit gut 2500 Soldaten vor Ort. Der Einsatz kostet jährlich etwa 190 Mio.Euro. => Konflikte |
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01.06.2006 S. 125 dnr = 1547 |
Gesundheitsrisiko im Krankenhaus
Etwa die Hälfte aller Kliniken in Deutschland setzen Einmal-Instrumente mehrfach ein. Das ergaben Recherchen des ARD-Magazins "Kontraste". Kliniken lassen demnach Instrumente,die zur einmaligen Verwendung etwa bei Operationen entwickelt wurden, immer wieder aufbereiten, um Kosten zu sparen. Dies sei mit erheblichen Infektionsrisiken verbunden. Man habe bei Stichproben an einigen Instrumenten sogar "Blut vorgefunden, das zweifelsfrei im nächsten Patienten landet". Diese Praxis werde zudem oft verschwiegen. => Gesundheit |
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01.06.2006 S. 127 dnr = 1548 |
UN-Sicherheitsrat: Vetomächte beraten zu Iran
In Wien hat das Treffen der Außenminister der fünf Vetomächte im UN-Sicherheitsrat und Deutschlands begonnen. Aus diplomatischen Kreisen verlautete, die Minister seien "optimistisch", eine Einigung auf ein gemeinsames Vorgehen der Vetomächte gegen Teheran zu finden, dem auch Russland und China im UN-Sicherheitsrat zustimmen können. Auf dem Tisch liegt ein Kooperations-Angebot, so Iran auf die Urananreicherung verzichtet. Teheran lehnte bereits ab.Die USA hatten zuvor erstmals direkte Verhandlungen in Aussicht gestellt. => Atomwaffen Iran Sicherheitsrat |
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01.06.2006 S. 131 dnr = 1549 |
Erdbeben auf Java: Über 6000 Tote nach Beben
Die Zahl der Opfer des schweren Erdbebens auf der indonesischen Insel Java ist weiter gestiegen. Nach Angaben des Sozialministeriums in Jakarta kamen mehr als 6200 Menschen ums Leben. Etwa 600.000 verloren ihr Zuhause. Nach UN-Angaben gibt es inzwischen erste Fortschritte bei der Notversorgung. Die Bundesregierung verdoppelte ihre Finanzhilfen auf eine Million Euro. Mit dem Geld sollen Zelte und medizinische Geräte in die Katastrophenregion gebracht werden und eine Wasser-Aufbereitungsanlage errichtet werden. => Erdbeben |
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01.06.2006 S. 132 dnr = 1550 |
Palästinenser fordern Gehälter
Mit teilweise gewaltsamen Protesten haben bis zu 3000 Angehörige der palästinensischen Sicherheitskräfte in Gaza die Auszahlung ihrer seit drei Monaten ausstehenden Gehälter gefordert. Vor dem Parlament verhinderten Wachmannschaften mit Warnschüssen einen Sturm auf das Gebäude. Aufgebrachte Demonstranten warfen Scheiben des Gebäudes ein. Die rund 160.000 Beamten und Sicherheitskräfte der palästinensischen Autonomiebehörde haben seit März kein Gehalt mehr erhalten. => Nahost |
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01.06.2006 S. 133 dnr = 1551 |
Senegal: Spanien stoppt Abschiebung
Einen Tag nach Beginn der Abschiebung von über 600 afrikanischen Flüchtlingen in den Senegal hat Spanien die Flüge vorerst gestoppt. Wie Madrid mitteilte, folgte Spanien damit einer Aufforderung des westafrikanischen Landes. Dieses hatte beklagt, dass es bei der Rückführung seiner Bürger, die illegal mit Booten auf die Kanarischen Inseln gelangt waren, zu "Zwischenfällen" gekommen sei. Eigentlich sollten täglich rund hundert Menschen in den Senegal geflogen werden. => Migration |
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01.06.2006 S. 140 dnr = 1552 |
Wozu dient Irans Atomprogramm?
Das Kernforschungszentrum Isfahan in der rund 350 Kilometer südlich von Teheran gelegenen Stadt gilt als Zentrale des iranischen Atomprogramms. In Isfahan wird Roh-Uran in Uran-Hexafluorid umgewandelt. Dieses Gas kann anschließend, jedoch nicht in Isfahan, angereichert werden, wodurch es für die Energieerzeugung nutzbar wird - oder zum Bau von Atomwaffen. Dies hat Teheran stets zurückgewiesen.Alleiniges Ziel des Atomprogramms sei die zivile Nutzung, um den wachsenden Strombedarf des Landes zu decken. Um Uran als Brennstoff für einen Atomreaktor zu nutzen, ist eine fünfprozentige Anreicherung erforderlich. Zur Nutzung in Atomwaffen muss es auf mehr als 90 Prozent angereichert sein. Dies könnte in der noch unfertigen unterirdischen Anlage in Natans stattfinden. Sie kann bis zu 50.000 Gaszentrifugen aufnehmen. Offiziell besitzt Iran 164 davon, Dissidenten berichten von rund 4000. In der Anlage Arak ist zudem die Erzeugung von schwerem Wasser möglich, ein Vorprodukt für waffenfähiges Plutonium. => Atomwaffen Iran |
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01.06.2006 S. 141 dnr = 1553 |
Die EU-Kongo-Mission
Mit einer Friedenstruppe unter UN-Mandat will die Europäische Union die Parlaments- und Präsidentenwahlen in der Demokratischen Republik Kongo absichern Die erste Runde der Wahlen findet am 30.Juli statt. Gemeinsam mit den 17.000 in Kongo stationierten UN-Friedenstruppen der Monuc-Mission sollen etwa 2000 EU-Soldaten den Urnengang sichern. Das UN-Mandat für den EU-Einsatz gilt ab dem ersten Wahlgang bis Ende November. Die EU-Truppen sollen aber schon vorher in die Region der Hauptstadt Kinshasa verlegt werden. Deutschland wird sich mit knapp 800 Soldaten an dem Einsatz beteiligen. Die Kosten werden laut Verteidigungsminister Jung auf 56 Mio.Euro veranschlagt. Geleitet wird der Einsatz vom operativen Hauptquartier in Potsdam, Kommandeur ist der deutsche General Viereck.Ein Teil der Truppe soll unter Führung eines französischen Generals in Kinshasa stationiert werden. Frankreich stellt mit etwa 850 Soldaten das zweitgrößte Kontigent. Der EU-Ministerrat will den Operationsplan der Mission Ende Mai billigen. => Afrika |
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01.06.2006 S. 142 dnr = 1554 |
Demokratische Republik Kongo
Die Demokratische Republik Kongo ist 1997 aus Zaire hervorgegangen. 1960 war das Land von der früheren Kolonialmacht Belgien unabhängig geworden. In dem zentralafrikanischen Land leben nach UN-Schätzungen 57,5 Millionen Menschen. Rund 95 Prozent der Einwohner sind Christen, zwei Prozent Muslime. Das drittgrößte Land Afrikas (mehr als sechs Mal so groß wie Deutschland) ist reich an Bodenschätzen wie Kupfer und Diamanten. Die schlechte Infrastruktur, Bürgerkriege und ethnische Auseinandersetzungen erschweren den Abbau. Bis 1997 bereicherte sich Diktator Mobutu an der Wirtschaft des Landes. Im Mai 1997 ging er ins Exil. Sein Nachfolger Laurent Kabila versprach demokratische Reformen, gab sich aber selbst weit reichende Machtbefugnisse. Im August 1998 brach ein neuer Bürgerkrieg aus. Kabila wurde 2001 ermordet.Nachfolger wurde sein Sohn Joseph. Er schloss mehrere Abkommen, die den Weg zu demokratischen Wahlen ebnen sollten. Der 2002 begonnene Prozess hat seitdem mehrfach unter Verzögerungen gelitten. => Afrika |
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01.06.2006 S. 147 dnr = 1555 |
Hartz-IV-Fortentwicklungsgesetz
Die wichtigsten Punkte des so genannten Fortentwicklungsgesetzes von Hartz IV: Bedarfsgemeinschaften: Das Arbeitslosengeld II wird an Antragsteller nur gezahlt, wenn auch der Lebenspartner nicht über ein ausreichendes Einkommen verfügt. Bei unverheiratet zusammenlebenden ALG-II-Empfängern wird unterstellt, dass es sich um eine eheähnliche Gemeinschaft handelt, bei denen die Partner zum gegenseitigen Unterhalt verpflichtet sind. Den Gegenbeweis sollen die Betroffenen künftig selbst erbringen. Als Kriterien gelten u.a. die Dauer der Beziehung oder ein gemeinsa mes Konto. Die Regelungen gelten auch für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften. Vermögen: Das neue Gesetz sieht vor, die Freibeträge für die Alterssicherung zu ändern. Der Freibetrag für Erspartes soll von derzeit 200 Euro auf 150 Euro pro Lebensjahr abgesenkt werden.Gleichzeitig soll der Freibetrag für Altersvermögen von 200 auf 250 Euro pro Lebensjahr aufgestockt werden. Anspruchsberechtigte: Gefangene, Pflegefälle und andere Patienten in stationären Einrichtungen werden vom Bezug des Arbeitslosengeldes II ausgeschlossen. Bei Bedürftigkeit wird in diesen Fällen Sozialgeld gezahlt. Kontrollen: Arbeitslosen, die neu Arbeitslosengeld II beantragen, soll künftig möglichst sofort ein Jobangebot oder eine Angebot für eine Fortbildung gemacht werden. Dadurch soll auch überprüft werden, ob der Antragssteller überhaupt bereit ist zu arbeiten. Kontrollen sollen verstärkt werden. => Sozialwissenschaften |
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01.06.2006 S. 162 dnr = 1556 |
Jugendliche rauchen weniger
Der Alkohol- und Zigarettenkonsum der Jugend in Deutschland ist seit 2001 gesunken. Das teilte ein Sprecher der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung im Rahmen der Jugendfilmtage zur Suchtprävention in Bremen mit. Er hoffe, dass diese positive Tendenz zu einem langfristigen Trend werde. 45 % der 12- bis 17-Jährigen hätten 2005 beispielsweise noch nie geraucht, 2001 waren es nur 36 %. Auch der Alkoholkonsum pro Woche sei von 35 auf 30 Gramm zurückgegangen. 30 Gramm Alkohol entsprechen etwa 1,5 Flaschen Bier. => Rauchen |
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01.06.2006 S. 164 dnr = 1557 |
Europäischer Tag des Fahrrads: Immer mehr Familien mit Fahrrädern
Immer mehr Bundesbürger sind mit dem Fahrrad unterwegs. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, stieg die Zahl der Räder in deutschen Haushalten im vergangenen Jahr auf 63,3 Mio. Dies waren 2,5 Mio.mehr als fünf Jahre zuvor. Im Schnitt gab es damit in jedem Haushalt 1,78 Fahrräder. Doch während jeder 5.Haushalt überhaupt kein Rad hat, gibt es in einem Viertel aller Haushalte sogar 3 oder mehr. Besonders gut ausgestattet seien Familien mit Kindern, von denen 98 % mindestens ein Rad besaßen. Am Samstag wird der Europäische Tag des Fahrrads begangen. => Mobilität/Verkehr |
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01.06.2006 S. 166 dnr = 1558 |
Überalterung/ Vergreisung: Japan: Geburtenrate auf Rekordtief
Japanische Frauen haben im Durchschnitt nur noch 1,25 Kinder. Die Geburtenrate erreichte damit 2005 ein Rekordtief.2003 und 2004 betrug die Geburtenrate noch 1,29 Kinder pro Frau. Das Gesundheitsministerium zeigte sich alarmiert über die zunehmende Vergreisung der japanischen Gesellschaft. Mehr als 32.500 Selbstmorde hat die japanische Polizei im vergangenen Jahr registriert. Damit stieg die Zahl der Suizide um 0,7 % und blieb im achten Jahr in Folge bei über 30.000 Fällen.Nach Behördenangaben war in 40 % der Fälle schlechte Gesundheit der Grund. => Bevölkerung Kinder/Jugendliche |
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01.06.2006 S. 167 dnr = 1559 |
Friedrich-Loeffler-Institut (FLI): Störche sind Vogelgrippe-frei
Die Weißstörche im Nordosten Deutschlands haben nach Untersuchungen des Friedrich-Loeffler-Insitututs (FLI) keine Vogelgrippe. Das Bundesinstitut für Tiergesundheit teilte mit, in über 100 Kot-Proben von Störchen sei keines der gefährlichen H5N1-Vogelgrippeviren gefunden worden. Die untersuchten Weißstörche nisten in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Die beiden im April tot aufgefundenen infizierten Störche in Märkisch-Oderland seien offenbar Einzelfälle gewesen, hieß es weiter. => Vogelgrippe |
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01.06.2006 S. 169 dnr = 1560 |
Spendenkonten: Beben auf Java
Deutsches Rotes Kreuz Bank für Sozialwirtschaft BLZ 370 205 00, Konto Nr. 41 41 41 Kennwort: Indonesien Aktion Deutschland Hilft action medeor,Adra,ASB,AWO,Care,Help, Johanniter,Malteser,Paritätischer Wohlfahrtsverband,World Vision, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00, Konto 10 20 30; Kennwort: Erdbeben Indonesien Unicef Bank für Sozialwirtschaft BLZ 370 205 00, Konto Nr. 300 000 Stichwort: Erdbeben Indonesien Caritas International Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00, Konto Nr. 202 Stichwort: Erdbeben Java Diakonie Katastrophenhilfe Postbank Stuttgart BLZ 600 100 70, Konto Nr. 502 707 Kennwort: Indonesien Bündnis Entwicklung hilft Bank für Sozialwirtschaft BLZ 370 205 00, Konto Nr. 51 51 Stichwort: Erdbeben Java Kindernothilfe KD-Bank BLZ 350 601 90, Konto Nr. 45 45 40 Stichwort: Erdbeben Indonesien Plan International Deutschland e.V.Deutsche Bank BLZ 200 700 00, Konto Nr. 0061 281 202 Stichwort: Hilfe Erdbeben Java Christoffel-Blindenmission Bank für Sozialwirtschaft BLZ 370 205 00, Konto Nr. 2020 Kennwort: Indonesien Terres des Hommes Volksbank Osnabrück BLZ 265 900 25, Konto Nr. 700 800 700 Kennwort: Erdbeben Indonesien Komitee Cap Anamur Stadtsparkasse Köln BLZ 370 50 198, Konto Nr.2 222 222 Kennwort: Erdbeben Java Apotheker ohne Grenzen e.V.Deutsche Apotheker- und Ärztebank F.a.M BLZ 500 90 607, Konto Nr. 000 507 75 91 Kennwort: Erdbeben Indonesien Handicap International e.V.Bank für Sozialwirtschaft BLZ 700 205 00, Konto Nr. 595 => Erdbeben |
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01.06.2006 S. 536 dnr = 1561 |
Weltweites Tsunami-Warnsystem: Hamburger Forscher koordiniert
Der Hamburger Forscher Klaus Peter Koltermann wird neuer Leiter des Koordinationsstabes für die weltweiten Tsunami-Warnsysteme. Die Ozeanographische Kommission der Unesco in Paris berief den 63-Jährigen zum 1. Juni in das Amt, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) mitteilte. Koltermann arbeitet seit 1969 für das BSH. In seiner neuen Position soll der Wissenschaftler dafür sorgen, dass die Warnsysteme in den Weltmeeren nach einheitlichen Kriterien arbeiten können. => Tsunami |
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01.06.2006 S. 537 dnr = 1562 |
Radioaktivität durch Uran-Mine: Hohe Strahlenbelastung in Niger
Umweltschützer haben vor einer hohen Strahlenbelastung für die Bevölkerung im Norden Nigers gewarnt. Mehr als 70.000 Bewohner der Sahara-Dörfer Arlit und Akokan, etwa 250 km nördlich von Agadez, seien starker Radioaktivität aus einer nahen Uranmine ausgesetzt, sagte ein Sprecher der französischen Umweltschutzorganisation CRIIRAD. Viele Menschen lebten kaum einen Kilometer von der offenen Mine entfernt.Der Uranstaub aus dem Tagebau gelange ins Grundwasser und über die Luft in die Atemwege. Die Belastungen hätten ein hohes Krebsrisiko zur Folge. => Chemikalien Gesundheit Uran |
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01.06.2006 S. 538 dnr = 1563 |
Arteriosklerose-Forschung: Morgagni-Preis für Leibniz-Forscher
Professor Gerd Assmann, Direktor des Leibniz-Instituts für Arterioskleroseforschung der Universität Münster, erhält den renommierten Morgagni-Preis.Der mit 20.000 Euro dotierte Preis würdige die Grundlagenarbeiten Assmanns zum Stoffwechsel des Cholesterins sowie seine Forschungen für die europaweit größte bevölkerungsorientierte Untersuchung zur Erforschung des Herzinfarktes. Das teilte die Uni Münster mit. Die Preisverleihung ist am 12. Oktober 2006 in Padua. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre an einen europäischen Forscher verliehen. => Gesundheit |
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01.06.2006 S. 545 dnr = 1564 |
Nachmieter: Kein Abweisen wegen lauter Kinder
Nachmieter dürfen nicht deshalb abgewiesen werden, weil sie lärmende Kinder haben. Der Nachwuchs darf sich durchaus mit Lachen, Weinen oder Schreien bemerkbar machen, so der LBS-Infodienst mit Blick auf eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs. (AZ:VIII ZR 244/92 Wenn allerdings die Eltern ihre Kinder überhaupt nicht in den Griff bekommen und regelmäßig vom frühen Morgen bis in die Nacht hinein die Wände wackeln, dann kann der Eigentümer der Familie nach einem Urteil des Landgerichts Berlin mit Rücksicht auf die anderen Mieter kündigen. (AZ:62 S 290/98) => Kinder/Jugendliche |
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01.06.2006 S. 546 dnr = 1565 |
Schwarzfahrt: Halter haftet nicht
Ein Fahrzeughalter haftet bei einer ohne sein Wissen erfolgten Schwarzfahrt grundsätzlich nicht. Das entschied das Oberlandesgericht Koblenz. Die Kfz-Haftpflichtversicherung könne daher nur den Fahrer selbst Regress nehmen. Das Gericht verurteilte einen Mann dazu, einer Versicherung die einem Unfallopfer gezahlte Schadenssumme von 150.000 Euro weitgehend zu erstatten.Der Mann war ohne Wissen der Halterin betrunken mit deren Fahrzeug gefahren.Dabei verursachte er einen Unfall, bei dem eine Person schwer verletzt wurde.(Az.: 12 U 622/04) => Mobilität/Verkehr |
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01.06.2006 S. 547 dnr = 1566 |
Immer mehr Tiefkühlkost
In deutschen Küchen wird immer mehr Tiefkühlkost zubereitet. Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg in den vergangenen zehn Jahren von 13,1 auf 37,1 Kilogramm pro Jahr, wie das Deutsche Tiefkühlinstitut in Königswinter mitteilte. Neben Fischprodukten und Snacks legte danach vor allem der Absatz von tiefgefrorenen Backwaren zu. Allerdings liege der Pro-Kopf-Verbrauch hierzulande noch immer weit unter dem in den USA und einigen anderen europäischen Ländern, hieß es weiter. => Nahrung |
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01.06.2006 S. 548 dnr = 1567 |
Schonung der Fischbestände: Fischlineal "Fisch-O-Meter"
Mit einem neu entwickelten Fischlineal können Verbraucher im Supermarkt einen Beitrag zum Schutz der Meeresfische aus Nord- und Ostsee leisten. In vielen Geschäften würden zu viele Baby-Fische verkauft, die sich noch nicht vermehren konnten, teilte die Verbraucherzentrale Hamburg mit. Sie entwickelte deshalb in Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für Meereswissenschaften das so genannte Fisch-O-Meter. Mit einem Blick auf das Fischlineal lässt sich beim Einkauf erkennen, ob die Speisefische die Größe für die Geschlechtsreife erreicht haben => Bio-Vielfalt Nahrung |
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| erstellt: 08.09.10/zgh |
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